TEST: Merida Big. Trail 600 – Spaß auf Trails und im Alltag

Merida Big Trail

Mit dem Big. Trail präsentiert Merida ein vielseitiges Trail-Hardtail, dass dank potenter Geometrie und Marzocchi Fahrwerk Bergab für Fahrspaß sorgt und mit intelligenten Features im Alltag bestechen kann. Das Hardtail des taiwanischen Herstellers scheint alles zu können, doch wird es seinem Ruf gerecht? Mehr dazu im Test.

Das Big.Trail ist ein noch recht junges MTB im umfangreichen Portfolio von Merida. Der Name gibt zwar schon grob die Ausrichtung vor – auf den Trail – doch wird die Bezeichnung Trail-Hardtail der Vielseitigkeit des Bikes nicht gerecht. Insbesondere dem intelligent konstruierten und mit durchdachten Features ausgestatteten Alurahmen ist es zu verdanken, dass das Big.Trail in vielen Bereichen eine gute Figur machen dürfte – selbst im Alltag oder auch beim Offroad-Bikepacking. Dabei ist das Bike insgesamt im eher günstigen Preisbereich angesiedelt. Unser Testbike, das Merida Big.Trail 600 stellt mit einem Preis von knapp 1.600 Euro bereits das Ende der Fahnenstange dar. Auf der anderen Seite der Skala liegt das Big.Trail 200, mit dem man schon für 849 Euro einen wirklich soliden Einstieg in den Bereich trail-tauglicher MTBs bekommt.

Merida Big Trail

Merida Big.Trail 600 – kurz und schmerzlos:

  • 29″
  • Hardtail
  • Aluminium
  • Marzocchi Z2, 140mm
  • Preis: 1.599 Euro

Vielseitiger Alu-Rahmen

Wir hatten es eingangs bereits erwähnt: Das Merida Big.Trail 600 war das vielleicht vielseitigste Bike in unserem Testfeld. Das versierte Biker-Auge mag dies bereits bei einem genaueren Blick auf den Rahmen erkennen; so befinden sich auf dem Unterrohr gleich vier Schraubösen, um hier bei Bedarf zwei Flaschenhalter montieren zu können. Zusätzlich befindet sich an der Unterseite des Oberrohrs noch eine weitere Montagemöglichkeit, Merida spricht vom „Trail Mount“. Rucksack-Muffel können hier beispielsweise ganz bequem ein Bike-Notfallkit mit Schlauch, Tool und CO² Kartusche anbringen – cool! Damit jedoch noch nicht genug der Ösen: Selbst an entsprechende Montagepunkte für Gepäckträger, Schutzbleche und einen Seitenständer (!) hat man bei der Konstruktion des Rahmens gedacht. Viele Vollblut-Mountainbiker werden jetzt die Nase rümpfen, doch ihr müsst nicht die rote Karte spielen! Die Gewinde sind so gut versteckt, dass sie bei Nicht-Gebrauch unsichtbar bleiben. Und mal ehrlich: Vor allem die günstigeren Ausstattungsvarianten werden durchaus auch als Alltagsräder gebraucht werden von unserem MTB-Nachwuchs oder unseren jüngeren Geschwistern, die mit dem Rad auch zur Schule fahren. Da kann man dann doch glücklich sein, über diese Option, allemal besser als Klemm-Ständer und Steckbleche.

Merida Big Trail

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Doch natürlich haben die Jungs und Mädels von Merida auch an die „echten“ Mountainbiker gedacht. Das zeigt sich beispielsweise an der großzügigen Reifenfreiheit: Das für 29 Zoll Laufräder ausgelegte Bike verträgt locker Pneus mit bis zu 2,5 Zoll Breite. Das bringt nicht nur Grip, sondern auch zusätzliche Dämpfung, die gerade am Trail-Hardtail immer willkommen ist. Davon abgesehen gibt es wenige Überraschungen: Intern verlegte Züge gehören wie die Boost Achse im Hinterbau mittlerweile zum Standard und das klassisch geschraubte BSA Tretlager freut selbst-Schrauber.

Moderne Geometrie und weitgehend überzeugende Ausstattung

Seine Trail-DNA stellt das Merida Big.Trail 600 auch bezüglich seiner Geometriedaten unter Beweis. Der Lenkwinkel fällt mit 65,5° sportlich flach aus, so dass man es auch mal im steilen Gelände krachen lassen kann, ohne Überschlagsgefühle zu bekommen. Damit es auf dem Weg nach oben nicht allzu beschwerlich wird, hat man dem Bike zudem einen angenehm steilen Sitzwinkel verpasst, der Fahrer oder Fahrerin in eine schön zentrale Sitzposition rückt, die durch das angenehm tiefe Tretlager unterstrichen wird.

SMLXL
Sitzrohr (in mm)380410430450
Oberrohr horizontal (in mm)579600622645
Steuerrohr (in mm)95100110120
Kettenstrebe (in mm)435435435435
BB Drop (in mm)66,566,566,566,5
Lenkwinkel (in °)65,565,565,565,5
Sitzwinkel (in °)75,575,575,575,5
Reach (in mm)415435455475
Stack (in mm)636641650659

Unser Testbike kam in der Topausstattung der Big.Trail Reihe, gehört mit 1.599 Euro aber dennoch zu den eher günstigen Vertretern der Kategorie. Das merkt man den verbauten Komponenten nur an wenigen Stellen an. So kann das Bike beispielsweise mit der Z2 Gabel und 140 mm Federweg punkten. Die Gabel zählt zu unseren Lieblingen in dieser Preisklasse und gefällt uns immer wieder mit ihrem sahnigen Ansprechverhalten. Dazu gibt’s einen 12-fach Shimano Deore Antrieb mit 510% Übersetzungsbandbreite. Dieser muss sich höchstens beim Gewicht vor deutlich teureren Schaltungen verstecken, bei der Performance gibt es hier rein gar nichts auszusetzen. Gleiches gilt für die Laufräder aus Shimano MT400 Naben und den hauseigenen Alufelgen. Diese sind nicht nur tubeless-ready sondern mit 29 mm Maulweite auch breit genug für großvolumige Reifen. Ebenfalls aus eigenem Hause kommt die Variostütze, die an unserem Testrad in Größe L solide 150 mm Verstellweg mitbringt.

Alles super also? So durchdacht und solide die meisten Komponenten auch gewählt sind, hat Merida leider bei den Bremsen den Rotstift angesetzt. Die MT4100 von Shimano ist zwar keine schlechte Bremse, dürfte mit ihren zwei Kolben und den 180 mm Scheiben jedoch hier und da sicherlich an ihre Grenzen stoßen. Weitaus positiver sehen wir die Reifenwahl: Der recht neue Dissector von Maxxis ist ein sehr guter Allrounder und lässt sich auch sehr gut tubeless nutzen. Keine Überraschungen sehen wir am Cockpit: Hier gibt es solide OEM-Teile mit modernen Abmessungen. Im 50 mm langen Vorbau steckt in allen Größen ein 780 mm breiter Riser-Lenker.

RahmenAluminium
FedergabelMarzocchi Z2, 140mm
LaufräderShimano MT410 / Merida Expert TR
Reifen VRMaxxis Dissector, EXO, 2.4
Reifen HRMaxxis Dissector, EXO, 2.4
SchaltwerkShimano Deore, 12-speed
SchalthebelShimano Deore
KurbelRace Face Ride, 32T
BremseShimano MT410
Bremsscheiben180/180
SattelstützeMerida Comp TR
SattelMerida Comp CC
VorbauMerida Expert TR
LenkerMerida Expert TR, 780mm
Preis: 1.599 Euro

Merida Big Trail

Bodenprobe: Das Merida auf dem Trail

Um das Fahrverhalten des Merida Big.Trail 600 nach den Meinungen unserer Tester auf den Punkt zu bringen, fielen immer wieder folgende Worte: Unaufgeregt und Allrounder! Aber eins nach dem anderen…

Dank seiner modernen aber keinesfalls extremen Geometrie fanden sich alle Testfahrer auf Anhieb zurecht. Der 65,5 Grad flache Lenkwinkel verspricht schon nach den ersten Metern einen guten Kompromiss aus Laufruhe und Agilität. Im Uphill unterstützt der relativ steile Sitzwinkel und hält die Front trotz kompakter Kettenstreben auch im steilen Gelände souverän am Boden. Auch im gemäßigten Terrain zeigt sich das Big.Trail vielseitig; der Deore 12-fach Antrieb bietet jederzeit ausreichend Bandbreite und die Maxxis Dissector Bereifung zeigte äußerst gute Rolleigenschaften. Bei schlammigen Bedingungen setzte er sich aber relativ schnell zu und verlor an Traktion.

Geht es bergab, zeigt das Merida deutlich seine ausgewogenen Alleskönner-Eigenschaften. Dabei ist es kein „Spezialist“ wie etwa das extrem flache Marin El Roy oder das Orange, sondern zeigt sich agil und ausgewogen. Die Marzocchi Z2 passt wie angegossen zu diesen Fahreigenschaften: Einfach einzustellen und mit unaufgeregt-guter Performance konnte sie uns überzeugen; spricht sensibel an und dämpft souverän. Wird der Speed auf dem Trail etwas schneller, fühlt sich das Big.Trail aber etwas unwohl. Dafür ausschlaggebend ist in erster Linie der Maxxis Dissector Reifen. Die EXO Karkasse spart zwar Gewicht (was sich im Uphill sehr positiv auswirkt), lässt aber ein wenig die dämpfenden Eigenschaften vermissen. Hinzu kommt, dass bei erhöhter Geschwindigkeit auch die Pannenanfälligkeit steigt. Aber gut, Reifen sind immer ein Kompromiss aus Gewicht, Rollwiderstand und Performance. Wer es hauptsächlich bergab krachen lässt und wem der Uphill nur Mittel zum Zweck ist, wie wir, der sollte sich über einen stabileren Reifen Gedanken machen. Trail-Tourer werden in dem Reifen einen guten Freund finden.

Wir wollen spaß, wir geben Gas und hätten deshalb – zumindest vorne – auf eine 4-Kolben Bremse, gesetzt. Das Big.Trail ist „nur“ mit 2-Kolben Stoppern aus Shimano´s MT400er Reihe ausgestattet. In Kombination mit 180er Scheiben an Front und Heck konnte uns die Bremse nicht immer überzeugen. Eine hohe Handkraft und nachlassende Bremskraft bei langen Abfahrten wurde häufig von den Testern kritisiert. Zumindest vorne auf eine 203mm Scheibe aufzurüsten, ist sicherlich kein schlechter Tipp.

Genug gemeckert! Für die meisten Mountainbiker, die ein Rad für rund 1500 Euro suchen, sind die Reifen und Bremsen sicher ganz wunderbar. Das Merida Big.Trail hat insgesamt einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Seine Ausgewogenheit und das intuitive und agile Fahrverhalten dürfte für viele (auch Einsteiger) auf Anhieb passen. Mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis und den praktischen Rahmenfeatures zeigt es sich als toller Allrounder. Und genau das sollte ein Trail-Hardtail doch sein, oder? Also sehr viel richtig gemacht!

Merida Big Trail

Das Fazit:

Das Merida Big.Trail 600 ist ein Allrounder wie er im Buche steht. Moderne, aber nicht zu extreme Geometrie, solide Ausstattung und Fahreigenschaften mit denen der Einsteiger genauso gut zurecht kommt wie der Profi. Ein Rad was auch für den Alltag oder radreisen funktioniert. Kleine Schwächen bei der Bremse sind angesichts des guten Preis-/Leistungsverhältnisses zu verschmerzen. Wer ein agiles und vielseitiges Hardtail ohne Überraschungen sucht, wird mit dem Merida Big.Trail 600 fündig!

Mehr Informationen zum Merida Big. Trail findet ihr auf: www.merida-bikes.com

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TEST: Bulls Duro 29 – Spaßiges Trail-Hardtail mit stimmiger Geometrie

Bulls präsentiert mit dem Duro 29 ein robustes Trail-Hardtail mit 130mm Federweg, einer potenten Geometrie mit kurzen Kettenstreben und einer cleanen Optik. Wir waren mit dem Duro im Vinschgau und auf unseren Hometrails unterwegs und konnten viel positives, aber auch die ein oder andere Schwachstelle finden. 

Als wir das Duro zum ersten mal zu Gesicht bekommen haben, ist uns direkt das moderne und nach Spaß aussehende Design ausgefallen. Wir hatten in den letzten Jahren immer wieder Mountainbikes der deutschen Marke in den Händen. Trotzdem oder gerade deswegen fanden wir das frische Design des Hardtails überraschend.

Umso mehr haben wir uns gefreut, dass wir das Bulls Duro mit auf unseren Trip in den Vinschgau nehmen konnten und es dort auf den vielseitigen Trails fahren durften. Dort gibt es neben den bekannten Trails wie den Holy Hansen und den Tschilli Trail auch etwas flowigere Strecken wie den Propain- und den Sunny Benny-Trail. Letztere waren für das Duro perfekt geeignet.

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Bulls Duro 29

Optik und Features

Optisch sieht das Bulls Duro sehr clean und modern aus. Der Alu-Rahmen, die Vario-Sattelstütze und die Schwalbe Reifen mit brauner Wand machen direkt Bock auf Trail-Action. Auf dem weißen Rahmen befindet sich das schwarze Bulls Logo und einige kleinere Decals.

Bulls Duro 29

Leitungen und Züge sind im Rahmen verlegt und tragen zur sauberen Optik bei. Am Vorbau ist ein Clip-System angebracht in das die Leitungen von Bremse und Schaltung eingehakt werden können. Technisch sehr sinnvoll! Optisch ist dieses System definitiv Geschmacksache und sorgte bei unseren Testern für geteilte Meinungen.

Geometrie

Für ein Hardtail aus dem Hause Bulls ist das Duro sehr modern. In der Rahmengröße 43 haben wir einen Reach von 490mm (Bei einem Fully wäre das sehr lang, Hardtails fühlen sich eher kürzer an) , einen Lenkwinkel von 66°, einen Sitzwinkel von 76° und eine erstaunlich kurze Kettenstrebe von 420mm. Auf dem Papier sollte das Duro somit ziemlich viel Spaß auf flowigen Strecken machen und mit einem wendigen Fahrverhalten glänzen können.

Bulls Duro 29

Komponenten und Ausstattung

Um ehrlich zu sein ist das Duro nicht ganz günstig. Für 1.899 Euro bekommt man einen Aluminium Rahmen mit innenverlegten Zügen und einer modernen Geometrie. Aber passen die Komponenten auch zum Gesamtkonzept und Preis?

Bei der Gabel setzt der deutsche Hersteller auf die Rockshox Pike Select RC mit 130mm Federweg. Bei dieser Variante lässt sich die Low-Speed-Druckstufe und die Zugstufe einstellen. Das Ansprechverhalten ist durchaus zufriedenstellend.

Die 12-Fach Schaltgruppe stammt vom Komponenten Giganten Shimano. Mit einer Übersetzung von 10-51 Zähnen bei der Deore Kassette und einem 32 Zahn Kettenblatt an der Front kommt man fast jeden Anstieg angenehm hinauf. Schön zu sehen ist, dass hier von Werk aus ein Chainguide verbaut wurde.

Gebremst wird ebenfalls mit Produkten des japanischen Herstellers. Die hydraulische MT420 Scheibenbremse wirkt jedoch aufgrund ihrer weniger ergonomischen Zwei-Finger-Hebel an dem Duro fehlplatziert. Bei einem so abfahrtsorientierten Trail-Hardtail hätten wir uns eine potentere und zum Einsatzbereich passendere Alternative gewünscht.

Die Limotec Alpha 1 Variostütze verfügt in der Rahmengröße L über einen 170 mm Hub der durchaus zum Rad passt. Ein bisschen negativ ist uns der Bulls Sportive Ergo Sattel aufgefallen. Dieser erinnert mit seinem breiten Aufbau eher an den Sattel eines City Rads und passt nicht wirklich zu einem Trail-Hardtail, dass im Gelände pedaliert wird. Man kommt einfach schwerer hinter den Sattel und wieder nach vorne.

Die Schwalbe Nobby Nic Evo Super Ground Reifen, die ihren Einsatzbereich im XC, Allmountain und Trail haben, passen gut zum Duro. Auch auf den staubigen und lockeren Trails im Vinschgau hatten wir auf diesen Gummis ordentlich Grip. Bergauf rollen diese auch etwas angenehmer als Enduro Reifen.

Bulls bietet das Duro 29 in nur einer Variante an. Da der Rahmen aber so viel Potential bietet würden wir uns über ein Framset freuen – denn viele von uns nutzen Hardtails als Bastelprojekt und verbauen dort Komponenten die wir noch in unseren Werkstätten haben. Der Bulls Duro 29 Rahmen wäre für solche Projekte eine ausgezeichnete Grundlage.

Vinschgau

Test: Das Bulls Duro 29 auf den Trails

Wer zum Trail-Einstieg will, muss erst einmal den Aufstieg bewältigen. Den meistert das Bulls dank seines steilen Sitzwinkels und den gut rollenden Reifen mit Bravour. Auch der Stack von 642mm sorgt für eine aufrechte Position was sich vor allem bei längeren Touren bemerkbar macht.

Wir würden nur den Sattel gegen eine etwas sportlichere Mountainbike-Variante tauschen, da die breite Sitzfläche auf Dauer nicht optimal für sportive Fahrer ist..

Bulls Duro 29

Sobald es auf den Trails bergab geht, wird klar, dass Bulls mit dem Duro ein potentes Trail-Hardtail geschaffen hat. Die Geometrie lädt zum schnellen Fahren ein und überzeugt vor allem auf etwas flowigeren Passagen mit gebauten Kurven und Pumps.

Aber auch in ruppigen und technischen Sektion macht das Duro eine tolle Figur. Zwar ist man dort etwas langsamer unterwegs, dank der kurzen Kettenstrebe und der Tretlagerhöhe lässt sich das Hinterrad jedoch leicht umsetzen und das Duro über Felsen und Wurzeln manövrieren.

Auch die Rockshox Pike Federgabel macht mit ihren 130mm Federweg einen tollen Job und bietet Sicherheit wenn eine Linie mal nicht mit ganz so viel Bedacht gewählt wurde.

Bulls Duro 29

Fazit: spaßiges Trail-Hardtail 

Das Bulls Duro 29 ist ein tolles Trail-Hardtail das mit einer modernen Geometrie im Gelände glänzt und optisch sehr schön dasteht. Wir hatten auf flowigen aber auch technischen Trails eine Menge Spaß und haben das weiße Alu-Bike dank seines verspielten Fahrverhaltens lieb gewonnen. Nur mit der Wahl der Komponenten waren wir nicht ganz zufrieden. Wir hätten uns zum Beispiel eine zum Einsatzbereich passende Bremse gewünscht – das hätte das Gesamtpaket abgerundet.

Weitere Infos findet ihr unter: www.bulls.de

 

Keep it Reel – Mitmachen und gewinnen bei der #bestbikereel-Challenge 

„Keep it Reel“ – lautet das Motto in Serfaus-Fiss-Ladis, wenn ab Juli 2022 die #bestbikereel-Challenge in die zweite Saison startet. Du und dein Buddy planen einen Besuch im Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis oder auf den umliegenden Singletrails? Dann heißt es Smartphone oder GoPro ins Gepäck und jede Menge Content produzieren. Im Anschluss dein Highlight-Reel zusammenstellen, auf Insta laden, entsprechend vertaggen und schon sicherst du dir die Chance auf den Hauptgewinn – einen Kurzurlaub in der Bikeregion Serfaus-Fiss-Ladis! Wie dieser Traum vom Bike-Urlaub aussehen könnte, hat Filmer Marius Prell schonmal in Szene gesetzt:

Nach der erfolgreichen #bestbikereel-Challenge des letzten Jahres, mit über 120 kurzweiligen sowie rasanten Reel-Einreichungen, freut sich die Ferienregion Serfaus-Fiss-Ladis auch dieses Jahr wieder über jede Menge Insta-Gold und Banger-Edits aus der Mountainbike-Community. Der Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis bietet dir dabei eine abwechslungsreiche Spielwiese: Ob du auf der „Strada del Sole“ auf Airtime gehst, die North-Shore-Elemente oder den Hütten-Drop des „Hill Bill“ in Angriff nimmst oder einfach die Downhillstrecke shreddest – Möglichkeiten für gute Shots gibt es in Hülle und Fülle. Und natürlich kannst du auch klassische Singletrail-Action und das traumhafte Bergpanorama in Reels verarbeiten.

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Auch Marius Prell ist begeistert von den vielfältigen Möglichkeiten in Serfaus-Fiss-Ladis, sowohl vor als auch hinter der Kamera: „Ich nehme ja meist die Perspektive hinter der Kamera ein und dafür findet man hier in Serfaus-Fiss-Ladis echt super viele abwechslungsreiche Plätze, um coolen Content zu produzieren. Das kann gleich unten der Landing Bag sein, ein fetter Wallride aber auch ein großer Drop oder die Singletrails hoch oben. Wenn man sich kurz Zeit nimmt, kann man dann meist recht fix noch einen neuen Blickwinkel entdecken, der den Unterschied zwischen einem guten und sehr guten Reel ausmacht. Auf dem Bike bin ich dann selbst eher noch Einsteiger, aber auch für mein Level finde ich hier zahlreiche passende Trails, die viel Spaß bringen.“

So kannst du mitmachen

Um an der Challenge teilzunehmen, poste einfach dein #bestbikereel auf Instagram, egal, ob dieses im Bikepark oder auf den Singletrails in Serfaus-Fiss-Ladis entstanden ist. Verwende dabei die Hashtags #bestbikereel und #serfausfissladis2022 und markiere den IG-Account @bikeparkserfausfissladis – schon bist du dabei.

Bei den Videobeiträgen geht es nicht ausschließlich um die krassesten Bike-Skills, sondern um das Gesamtpaket aus Action und Kreativität. Mitmachen kann jede(r) und für Inspiration und Tipps kannst du dir diesen kurzen Film von Fabio Wibmer’s Haus und Hof Filmer Marius Prell ansehen: https://youtu.be/H7V5mRLNQgY

Die Challenge läuft bis zum Ende der Sommersaison am 16. Oktober 2022. Um deine Chance zu erhöhen einen Preis abzusahnen, kannst du während dieser Zeit selbstverständlich auch mehrere Reels posten. Und solltest du es dieses Jahr aus unerklärlichen Gründen nicht nach Serfaus-Fiss-Ladis schaffen, dann kannst du auch gerne Throwbacks aus den letzten Jahren teilen.

Eine Jury, bestehend aus Bike-Filmer Marius Prell, Vertretern des Tourismusverbandes Serfaus-Fiss-Ladis und des Bikeparks Serfaus-Fiss-Ladis, wählt am Ende der Saison die glücklichen Gewinner aus.

Bikepark-Manager Christian Zangerl freut sich auch dieses Jahr wieder auf zahlreiche Einreichungen: „Ich freue mich schon jetzt auf die neuen Reels, weil ich echt mega beeindruckt war, wie viele hochkarätige Teilnehmer und vor allem auch Teilnehmerinnen wir in der letzten Saison hatten. Die Qualität der Reels und auch das fahrerische Niveau waren echt top! Auch dieses Jahr verlosen wir wieder zwei Übernachtungen für zwei Personen inklusive Tickets und ich wünsche allen, die mitmachen wollen – viel Spaß und Erfolg.“

Das gibt es zu gewinnen

Der Hauptgewinn beinhaltet zwei Übernachtungen mit Frühstück inklusive 2-Tages-All-Mountain-Bike-Tickets für zwei Personen für die Bikeregion Serfaus-Fiss-Ladis in der Sommersaison 2023.

Zudem können noch vier weitere Gewinne abgestaubt werden, zum Beispiel Reifen, Caps, Shirts, Jerseys und mehr.

Weitere Infos sowie die Teilnahmebedingungen findest du hier: www.bike-sfl.at/de/service/bike-challenge

Weitere Informationen zum Biken in Serfaus-Fiss-Ladis gibt es auf: www.bike-sfl.at. Details zur Ferienregion Serfaus-Fiss-Ladis sind zu finden unter www.serfaus-fiss-ladis.at.

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#serfausfissladis #wearefamily #weilwirsgeniessen

#bikeschulesfl #bikesfl #bikeparksfl #gooddaysfl #propain

#bestbikereel #serfausfissladis2022

TEST: Liv Intrigue Advanced Pro 1 – Die Alleskönnerin im Langzeittest

Liv – die Tochterfirma des Konzerns Giant – baut seit nun mehr als einer Dekade Bikes für Frauen. ‚Im Test hatten wir das Liv Intrigue Advanced Pro 1, welches für 4.999 Euro auf dem Markt erhältlich ist. Ob das Fahrrad trotz des geringen Federwegs von 140/125 mm dazu einlädt, es ordentlich auf dem Trail stehen zu lassen, oder doch ein braver Tourer ist, das haben wir ausprobiert.. 

Es gibt nicht viele Marken die ihren Fokus rein auf Frauen legen. Die Tochter Firma des Industrie Riesen Giant konzentriert sich zu 100% auf die Entwicklung von Bikes für die weibliche Anatomie. Dabei fließen Daten und Körpermaße in das Design der Rahmen ein um das perfekte Fahrgefühl bieten zu können.

Die Rahmen sind nicht einfach nur kleiner, sondern die Geometrie ist von Grund auf anders gestaltet, denn der weibliche Körper unterscheidet sich in Sachen Schwerpunkt und Proportionen vom männlichen.

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Mit dem Intrigue bietet Liv ein spannendes Allmountain-Fully für 4.999 Euro das nicht nur gut aussieht, sondern auch viel Spaß auf den Trails macht. Als Herzstück bringt das Bike einen Vollcarbon Rahmen mit sich und – wie für Liv typisch – ist auch im Intrigue ein Maestro-Hinterbau verbaut, welcher sowohl Feinfühligkeit als auch Effizienz verspricht. Nach einer umfassenden Überarbeitung besitzt das Fahrrad nun 140 mm Federweg in der Front und 125 am Heck. Der Rahmen bietet außerdem Platz für 29“ Laufräder. Diese sollen dem Fahrrad Stabilität und Laufruhe verleihen, wobei durch das Zusammenspiel mit der speziell angepassten Geometrie des Rahmens dennoch auch bei längeren Touren nicht auf Bequemlichkeit in der Sitzposition verzichtet werden muss.

Liv Intrigue

Optik und Features

Auch der Platz für eine Trinkflasche im Hauptrahmen macht längere Touren mit dem Intrigue möglich. Die Lackierung des Rahmens – welche sich „chameleon mars“ nennt – wirkt edel und macht das Rad zu einem optischen Hingucker. Ein Highlight sind die glitzernden Flakes in der Lackierung.

Angebrachte Rahmenprotektoren sollen dafür sorgen, dass dies so bleibt und darüber hinaus die Fahrgeräusche vermindern. Die Optik des Fahrrads wir durch intern verlegte Züge abgerundet.

Liv Intrigue

Geometrie

Das Intrigue ist in den Größen S, M und L erhältlich, laut Hersteller spricht es Frauen mit einer Körpergröße von 1,58m bis 1,81m an. Der integrierte Flip-Chip bietet der Fahrerin eine Auswahl-Möglichkeit in der Geometrie zwischen „high“ und „low“.  

Wenn wir uns Die Daten der Rahmengröße M anschauen wird schnell klar, dass das Intrigue gut in die Allmountain Kategorie passt ohne dabei an Komfort zu verzichten. Der Sitzwinkel von 77° ist steil genug um im Uphill gut in die Pedale treten zu können und wird mit einem Reach von 430mm und einem Stack von 625mm kombiniert. Dadurch sitzt die Fahrerin nicht zu gebeugt auf dem Rad und bekommt auf langen Tour ordentlich Komfort geboten.

Kombiniert man das ganze mit einem Lenkwinkel von 65,8° und einer kurzen Kettenstrebe von 438mm bekommt man ein wendiges Mountainbike, dass sich vor allem auf flowigen Strecken und technischen Uphills beweisen kann. Wird es jedoch mal schnell und ruppig bietet diese Geometrie nicht sonderlich viel Stabilität und Laufruhe. Es ist halt ein Allmountain und kein Enduro.

Liv Intrigue

Komponenten und Ausstattung 

Das Liv Intrigue gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, welche entweder aus Aluminium oder aus Vollcarbon bestehen. Unser Testbike hat die Ausstattungsvariante Advanced Pro 1. Für die 4999€ erhält man hier ein hochwertig ausgestattetes Fahrrad, wodurch das geringe Gewicht von 12,9 kg ermöglicht wird.

Die in der Front verbaute Fox 36 Performance Elite Gabel mit der FIT4 Dämpfung schafft mit ihren 140 mm Federweg ein breites Anwendungsgebiet. Im Cockpit wurden überwiegend Komponenten der Mutterfirma Giant verbaut, die uns bereits auf anderen Bikes überzeugen konnten.

Auch die Laufräder stammen aus den Hallen des Fahrradriesen Giants, durch deren Carbon-Bauweise bieten diese hohe Stabilität bei geringer rotierender Masse. Auf diesen wurden Reifen der Firma Maxxis montiert. Die Kombination aus Minion DHF 29×2,5WT vorne und Dissector 29×2,4WT hinten sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Grip und Rollwiderstand.

Beim Antrieb setzt die Firma Liv hier auf den Hersteller SRAM mit seiner GX Eagle, diese weist Bandbreite von 520 % auf. Auch die Bremsen stammen aus dem Hause SRAM, hier wurde die G2 R (4-Kolben) verbaut. Je nach Rahmengröße kann der Sattelhub durch die Contact Switch Vario Stütze unterschiedlich stark angepasst werden. 

Bayrischer Wald

TEST: Liv Intrigue Advanced Pro 1 auf den Trails

Bevor das Bike bei der Abfahrt überzeugen kann muss es erstmal auf den Berg. Beim Uphill überrascht und erfreut das Intrigue durch seine Leichtfüßigkeit und den hohen Komfort. Durch das geringe Gewicht und die stimmige Ausstattung stellen selbst lange und steile Anstiege kein Problem dar. Die Sperr-Fuktion der Feder-Elemente wurde ausschließlich bei langen Tretpassagen genutzt, da auch im offenen Zustand wenig Energie verschwendet wird. Auch wenn der Uphill mal etwas steiniger und technischer wurde, klettert das Allmountain wie eine Ziege den Berg hinauf. Beim hoch strampeln konnte das Intrigue somit vollends überzeugen. 

Geisskopf

Oben angekommen, darf sich das Bike dann bei der Abfahrt beweisen. Hierfür waren wir im Rahmen unseres Langzeittests auf zahlreichen Trails unterwegs, welche sehr unterschiedliche Bedingungen geboten haben um eine Einschätzung zu gewinnen. 

Geisskopf

Auf flowigen und weniger steilen Strecken erweist sich das Intrigue als eine hervorragende Begleiterin, vor allem auch für weniger erfahrene Fahrerinnen. Hier vermittelt das Rad Stabilität und Selbstvertrauen aber auch Leichtigkeit und Agilität sorgt somit für ausgelassenen Fahrspaß. Auf schnelleren, verblockten Trails hingegen fordert das Fahrrad einen recht aktiven Fahrstil und schafft es nicht mehr ohne Weiteres die eben beschriebene Sicherheit zu vermitteln, auch durch die fehlende Laufruhe. Zudem fällt im Test auf, dass sich die doch sehr kurz bemessene Sattelstütze (bei Rahmengröße S) in solchen Passagen negativ auf die Bewegungsfreiheit auswirken kann.

Liv Intrigue

Im Rahmen des Tests wurde das Rad überwiegend im „low“-Setting gefahren und erwies sich durchwegs als ein agiles und gut manövrierfähiges Fahrrad. Vor allem auf längeren Touren, bei denen immer wieder getreten werden muss und die Abfahrten weniger technisch anspruchsvoll sind, kommt man mit dem Fahrrad vollkommen auf seine Kosten. Für solche Vorhaben besteht bei dem Liv Intrigue Advanced Pro 1 absolutes Potential zum Lieblingsfahrrad.  

Liv Intrigue

Das Fazit: Die Alleskönnerin? 

Das Liv Intrigue Advanced Pro 1 erweist sich als ein effizientes Leichtgewicht, welches vor allem im Uphill und auf flowigen Trails eine Topfigur macht. Das ideale Zusammenspiel aus den verbauten Komponenten und der Geometrie des Bikes sorgt dafür, dass dieses in vielen Einsatzbereichen glänzt und Spaß macht. Wenn Fahrsicherheit und Laufruhe nicht leiden sollen, bewegt man sich mit dem Intrigue dennoch besser abseits sehr anspruchsvoller Trails. Zusammengefasst kann das Bike damit also als die Fast-Alleskönnerin bezeichnet werden. 

Weitere Informationen findet ihr unter: www.liv-cycling.com

 

TEST: Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70 – kanadisches E-Enduro zum Ballern

Das kanadische Kult-Brand Rocky Mountain produziert schon seit Jahren potente Mountainbikes die im World Cup, auf Freeride Events und in der Enduro World Series erfolgreich sind. Mit dem Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70 gibt es nun die motorisierte Alternative zum schnellen Enduro Bike. Mit 170mm Federweg an der Front, Shimano Bremsen und dem hauseigenen Dyname 4.0 Mountain Bike Drive Motor mit 250W und 108Nm klingt das Altitude extrem spannend. Wie gut das kanadische E-Enduro auf den Trails unterwegs ist, erfahrt ihr hier.

Wer sich an die ersten Freeride Clips vom North Shore erinnert, wird sich auch an die ersten fetten Boliden der kanadischen Marke Rocky Mountain erinnern. Athleten wie Wade Simmons und Thomas Vanderham lassen den Vibe des Sports immer noch hochleben. Vaea Verbeeck geht mit dem Maiden beim Crankworx an den Start und Jesse Melamed gewinnt eine Stage der Enduro World Series nach der anderen.

Die Jungs und Mädels von Bike Action waren so freundlich und haben uns das Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70 zur Verfügung gestellt und wir konnten das E-Enduro Anfang des Jahres mit auf die Trails im Vinschgau nehmen.

Rocky Mountain Altitude Powerplay

Optik und Features

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Was direkt auffällt ist das verhältnismäßig dünne Unterrohr. Das Altitude verfügt über einen 720Wh Akku und deshalb könnte man erwarten, dass dieser den Rahmen etwas bulliger macht. Im Bereich des Motors ist das auch weiterhin der Fall.

Die Lackierung ist Orange/Black, ist aber auch in Green/Carbon erhältlich. Abhängig von der Ausstattungsvariante ist das Rocky Mountain Altitude Powerplay in unterschiedlichen Farben gestaltet.

Viele E-Mtbs haben unordentliche Cockpits, da dort Display und Controller sitzen und somit mehr Leitungen untergebracht werden. Bei den neuen Powerplay Modellen haben wir am Lenker jedoch nur noch einen kleinen Controller mit zwei Buttons. Der Display wurde formschön in das Oberrohr eingelassen was ein sauberes Gesamtbild bietet. Zur der cleanen Optik tragen auch die innenverlegten Züge und Leitungen bei.

Natürlich dürfen Frame-Protection, Chain-Protection und ein Flaschenhalter nicht fehlen. Das Altitude besitzt alles was wir für den gepflegten Einsatz im Gelände benötigen.

Geometrie – Große Sprünge im Reach 

Das Altitude Powerplay wurde uns in der Rahmengröße LG zur Verfügung gestellt. Diese verfügt in der flachen Flip Chip Position über einen Reach von 475mm, einen Lenkwinkel von 63,5°, eine Kettenstrebenlänge von 439 und eine Sitzwinkel von 75,5°.

Rocky Mountain Altitude PowerplayRocky Mountain ist vom Ride 9 zum Ride 4 System gewechselt – Das heißt: Mit Hilfe des Flip Chips könnt ihr die Geometrie des Alitudes in 4 Stufen verstellen. Wenn ihr also in der flachsten Position einen Reach von 475mm habt, könnt ihr den in drei weiteren Schritten anpassen. In der steilsten Position kommt ihr dann auf einen Reach von 483mm und einen Lenkwinkel von 64,3°. Genaueres findet ihr in den folgenden Tabellen.

Flache Geometrie EinstellungSteile Geometrie Einstellung
Flache Position:SMMDLGXL
Oberrohrlänge (mm)587612639673
Lenkwinkel63.563.563.563.5
Steuerrohr (mm)100100110125
Sitzrohrwinkel75.575.575.575.5
Sitzrohrlänge (mm)380420445480
Kettenstreben (mm)439439439439
BB Drop / Tretlager-Offset (mm)34343434
Reach (mm)425450475508
Stack (mm)629628638652
Überstandshöhe (mm)834832831831
Radstand (mm)1210123712641301
Steile PositionSMMDLGXL
Oberrohrlänge (mm)585610637671
Lenkwinkel64.364.364.364.3
Steuerrohr (mm)100100110125
Sitzrohrwinkel76.376.376.376.3
Sitzrohrlänge (mm)380420445480
Kettenstreben (mm)436436436436
BB Drop / Tretlager-Offset (mm)24242424
Reach (mm)433458483513
Stack (mm)623623632645
Überstandshöhe (mm)838836836836
Radstand (mm)1207123212611298

Beim anschauen der Geometrie Daten ist uns aufgefallen, dass der Sprung zwischen den Größen erstaunlich groß ist. In LG haben wir einen Reach von 475mm und beim größeren Rahmenmodell liegt dieser schon bei 508mm. Zwar kann man den Reach mit Hilfe des Ride 4 Systems anpassen, jedoch verändert sich damit auch der Lenkwinkel.

Alles in allem verfügt das Rocky Mountain Altitude Powerplay über eine moderne Geometrie die auf schnellen und ruppigen Passagen mit Hilfe der 170mm Federweg an der Front und den großen 29″ Laufrädern einiges wegschluckt. Aber auch auf flowigen Strecken lässt sich das Altitude angenehm bewegen – das könnte an der der verhältnismäßig kurzen Kettenstrebe liegen.

Vinschgau

Komponenten und Ausstattung – Ein toller Antrieb

Da es sich bei Rocky Mountain nicht um einen Direktversender handelt, ist zu erwarten, dass der Preis etwas höher ist. Das Bike mit Carbon Rahmen und Alu Hinterbau bekommt ihr für ca. 8.800 Euro. Aber passen die Specs zum Preis?

Rocky Mountain Altitude Powerplay

Das kanadische Brand setzt beim Carbon 70 Modell auf ein Performance Fahrwerk von Fox. An der Front arbeitet die Fox 38 Float EVOL GRIP mit 170mm Federweg. Am Heck sitzt der Fox Float X2 mit 160mm. Prinzipiell ist das ein tolles Fahrwerk, was jedoch in dieser Preisklasse nicht unbedingt gut platziert ist. Für 8.800 Euro bekommt man bei anderen Herstellern mindestens ein Performance Elite wenn nicht sogar schon das Factory Fahrwerk.

Gebremst wird mit Shimano XT Trail 4 Kolben Bremsen die über 203mm Scheiben an der Front und am Heck verfügen. Die Schaltung stammt ebenfalls aus dem Haus des japanischen Komponenten Giganten. Hier wird auf eine Shimano XT Gruppe mit einer 10-51 Zähne Kassette gesetzt.

Ein Highlight ist ganz klar die Bereifung! Die Felgen und Naben sind eine Kombination aus DT Swiss und WTB Produkten und werden mit Maxxis Reifen bestückt. An der Front arbeitet der Maxxis Assegai 2.5 WT 3C MaxxGrip und am Heck der Maxxis Minion DHR II 2.4 WT 3C MaxxTerra – Beide mit Double Down Karkasse und natürlich Tubeless Ready. Diese Reifen Kombination sollte jedem Fahrer ordentlichen Grip im Gelände und dank der Karkasse eine hohe Pannensicherheit bieten.

Bei letzterem hilft aber nicht nur die DD Karkasse sondern auch die von Werk aus installierten Cushcore. Diese Reifen Inserts erlauben, dass die Seitenwände der Reifen bei niedrigerem Luftdruck stabiler dastehen und soll Pannen wie Snakebites und beschädigte Felgen verhindern. Ein weiterer Vorteil ist, dass ihr bei einem Platten immer noch den Trail runterfahren könnt, ohne den Reifen oder die Felge zu beschädigen.

Für uns ist dieses Upgrade ein durchdachtes und tolles Feature.

Rocky Mountain Altitude Powerplay

Das Herzstück – Dyname 4.0

Der Dyname Antrieb geht nun schon in die vierte Generation und hat einige Upgrades bekommen. Zum einen ist der gesamte Motor nun kleiner und leiser. Letzteres ist vor allem dank der neuen Umlenkung möglich. Im Gegensatz zu anderen Motoren wird die Energie nicht direkt über das Kettenblatt übertragen, sondern wird über eine etwas höher liegendes Ritzel eingebracht. Der Motor mit 108Nm Leistung verfügt über eine sehr natürliche Trittperformance die schon eher an unmotorisierte Mtb erinnert, als an das typische E-Mtb Gefühl. Wenn der Fahrer viel leistet, dann kommt auch viel vom Motor, wenn der Fahrer sich zurücknimmt, dann tut es der Antrieb auch. Dabei ist das System wirklich sensibel.

Dieses Ansprechverhalten ist Geschmacksache, hat aber bei uns genau ins Schwarze getroffen. So wollen wir das für eine echtes Mountainbike! Der Motor wird übrigens mit einem 720Wh Akku kombiniert und sorgt somit für eine exzellente Reichweite. Eurer nächsten Enduro Tour steht somit definitiv nichts mehr im weg.

Unsere Kollegen von Velomotion hatten den Dyname 4.0 auf dem Prüfstand und konnten sich einen noch ausführlicheren Eindruck von dem System machen. Den Test findet ihr unter folgendem Link: www.velomotion.de

Wie schon erwähnt ist der Display nun im Oberrohr integriert. Am Lenker befindet sich somit nur noch die Rocky Mountain Micro Remote. Über das Jumbotron Display lassen sich alle Infos ablesen – Von der Geschwindigkeit, über die Unterstützungsstufe bis hin zum Kilometerstand gibts alle wichtige Daten auf einem Display. Aber das ist nicht alles. Rocky Mountain verzichtet bei der neusten Generation komplett auf die Kopplung mit der hauseigenen App. Ihr könnt nun individuelle Konfigurationen eurer Unterstützungsstufen direkt über das Display machen. Selbst Fehlerauslesungen sind nun per Jumbotron möglich.

Rocky Mountain Altitude Powerplay

TEST: Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70 

Beim Uphill fällt sofort die besondere Performance des Dyname Motors auf. Das System verlangt zwar einen runden Tritt, sorgt dann aber durch seinen sehr sparsamen Energieeinsatz lange für Performance. Auch die Geometrie des Altitude trägt zum Uphill Spaß bei. Zwar ist das E-Enduro nicht unbedingt das komfortabelste Rad bei lange Strecken, macht aber in steilen und technischen Kletterpassagen eine tolle Figur.

Bergab lässt das Altitude Powerplay Carbon 70 fast keine Wünsche offen. Die tolle Geometrie bietet im rauen Gelände viel Sicherheit und lässt dank des kurzen Hinterbaus verspielte Manöver und schnelle Richtungswechsel zu. Die 170mm bieten ordentlich Reserven und werden mit allen Hindernissen fertig die sich in den Weg stellen.

Was uns jedoch nicht so gut gefallen hat, ist das Fahrwerk. Zwar macht man mit der Performance Serie keinen Fehler, jedoch hätten wir uns für den aufgerufenen Preis schon mindestens ein Performance Elite Fahrwerk gewünscht. Dieses würde noch etwas mehr Leistung aus dem eh schon so gut funktionierenden Fahrwerksdesign kitzeln.

Weitere Informationen und bewegte Bilder findet ihr übrigens in unserem folgenden Testvideo:

Fazit: Kanadisches E-Enduro zum Ballern und Spaßhaben 

Ein Highlight des Rocky Mountain Altitude Powerplay ist ganz klar der tolle Dyname 4.0 Motor der dank seiner natürlichen Performance und dem großen Akku für einen tollen Uphill sorgt. Sobald es bergab geht, lädt das Altitude zum schnell fahren ein. Der tolle Hinterbau und die gelungene Geometrie bieten dabei Sicherheit und und einiges an Potential auf den verschiedensten Strecken. Kleine Abzüge muss man jedoch beim Verhältnis von Preis und Ausstattung machen – Ein noch potenteres Fahrwerk wäre schon wünschenswert gewesen. Tolles Bike für eine gute Zeit auf den Trails.

Rocky Mountain Altitude Powerplay

Weiter Informationen findet ihr unter: www.bikes.com

 

 

 

 

 

Whistler-Feeling in Deutschland – Das ist der Green Hill Bike Park

Mit etwas Glück, einem Traum und toller Unterstützung ist im Sauerland ein neuer Bike Park mit 11 neuen Strecken entstanden. Doch für den Bau wurde nicht irgendwer beauftragt – Der Green Hill wurde von kanadischen Profis gebaut, die unteranderem in Whistler Trails shapen. Wir waren vor Ort und konnten einen ersten Eindruck gewinnen.

Das Sauerland ist die Heimat eines der größten Parks Deutschlands. Neben Winterberg  bedient die Region mit Willingen ein großes Feld. Spaß für Shredder, Einsteigern und Freunde des Sports. Nun gesellt sich ein dritter Park dazu – Green Hill Bike Park. Mit 11 Strecken und knapp 14 Trail-Kilometern öffnet das neue Spaß-Mekka am 01.07. seine Pforten.

Zusammen mit Rocky Mountain und Poc wurde das Projekt innerhalb von wenigen Monaten verwirklicht. Im März 2022 begannen dann die Bauarbeiten und führten dazu, dass sich auf dem Hang im Kreis Schmallenberg ein großes Netz aus Grünen, Blauen, Roten und Schwarzen Strecken erstreckt die eine große Bandbreite an Leuten bedienen dürfte.

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Green Hill Bike Park

Der Park ist in zwei Zonen eingeteilt – Auf der linken Seite befindet sich die Rocky Mountain Area die von einsteigerfreundlichen Grünen und Blauen Strecken mit planiertem Boden und gebauten Kurven bis hin zur schwarzen Downhill-Strecke mit großen Sprüngen und massiven Drops für Spaß sorgt.

Auf der rechten Seite des Hangs befindet sich die POC Area mit flowigen Strecken, spaßigen Flow-Trails, Sprüngen in allen Größen und sehr fotogenen Features glänzt.

Green Hill Bike Park

Natürlich darf hier kein Lift fehlen. Im Gegensatz zu den zwei bekanntesten Parks der Region wird hier noch auf einen Schlepplift mit besonderer Einhängetechnik gesetzt, die den Uphill zwar leicht gestaltet, aber nicht ganz so gemütlich ist wie ein Sessellift.

Die zwei Schlepplifte führen direkt zum Einstieg am höchsten Punkt des Hangs von wo aus man einen tollen Blick über die Region hat, Snacks und Drinks bekommen wird und in die abwechslungsreichen Trails starten kann.

Tickets und Angebot

Damit der Park nicht zu Überlaufen ist, sind die Tickets pro Tag auf eine gewisse Anzahl limitiert. Wer hat auch schon Lust auf überfüllte Trails und lange Liftschlangen?!

Leider ist der Green Hill noch nicht in der Gravity Card beinhaltet. Ein Tagesticket ist jedoch verhältnismäßig günstig erhältlich – 30,00 Euro für 11 extrem spaßige und abwechslungsreiche Strecken erscheinen uns sehr fair.

Laps, Good Times und gutes Essen – unser ersten Eindruck

Wir durften ein paar Tage vor dem offiziellen Opening ein paar Runden auf den Trails am Green Hill drehen. Angefangen haben wir auf der extrem einsteigerfreundlichen grünen Strecke Moose Cruise die mit einer glatten Oberfläche und gebauten Kurven Neulingen und der ganzen Familie Spaß machen sollte. Danach ging es auf die sehr spaßige blaue Save Wimmons Strecke auf der man kleinere Tables, viel Flow und engere Kurven findet.

Wer es etwas ruppiger mag, wird auf den roten Strecken seinen Spaß haben. Hier ist der Untergrund etwas natürlicher, hier und da versteckt sich eine Wurzel und der Verlauf lädt zum spielen mit dem Rad ein.

Neben der blauen, grünen und roten Strecke befinden sich die schwarzen Downhill Strecken. Hier ist Kurventechnik gefragt. Die Steilen und natürlichen Turns führen auf teilweise sehr hohe Drops und gehen dann über die Table-Line zurück zum Lift – Hier werden Air-Time-Junkies auf ihre Kosten kommen.

Green Hill Bike Park

Auf der Poc Seite wird es sehr kanadisch – Flow, Air-Time und wunderschön gebaute Features laden zum Ballern und Spaßhaben ein. Angefangen mit dem unglaublich verspielten und flowigen Trail Pablo bis hin zur massiven Jump-Line Mile High Club. Hier kommt definitiv das Whistler-Feeling auf.

Wer sich jetzt fragt wo die Enduro Trails sind – die werden sehr wahrscheinlich in der kommenden Saison folgen – Denn gegenüber des Green Hill befindet sich ein weiterer Hang für den schon der ein oder andere Plan besteht. Auch der Lift könnte zukünftig ein Upgrade bekommen. Wir sind gespannt.

Aber nicht nur die Trails überzeugen auch der Gasthof im Tal überzeugt. Neben den Klassikern wie Schnitzel, Burger und Pommes gibt es hier auch schmackhafte alternativen wie Bowls und vegane und vegetarische Gerichte sowie ein Angebot à la carte. Uns hat es sehr gut geschmeckt.

Das Fazit zu unserem ersten Besuch

Es ist unmöglich ein zweites Whistler zu schaffen. Aber die extrem verspielten Trails und das große und abwechslungsreiche Angebot am Green Hill versprechen ein tolle Alternative für Anfänger, Shredder und Air-Time-Junkies. Wir werden definitiv nochmal vorbeischauen und sind gespannt was es in Zukunft noch neues auf dem grünen Hügel geben wird.

Green Hill Bike Park

Tickets findet ihr hier: www.greenhill-bikepark.de

Riding Culture verstärkt sich im Ausland – von der Schweiz nach Europa

Riding Culture aims to grow internationally and expand its product range with the support of its star-studded athletes roster including Lucas Huppert, Gabriel Wibmer and Nikita Ducarroz. The young brand is a subsidiary of “THE ROKKER COMPANY” and specializes in abrasion-resistant trousers for cycling, covering disciplines from BMX to mountain biking, as well as skating.  The e-commerce website is now also available in French and Italian, in addition to the English and German versions.

Riding Culture shows its international ambitions: The young brand, a subsidiary of THE ROKKER COMPANY, known among motorcyclists and Route 66 lovers for over 15 years, offers extremely durable pants for two-wheelers, as well as for skateboarders. Riding Culture targets a younger clientele between 16 and 30 years old. „We focused on the word ride because in English it refers to movement and action. It’s the same word for surfing as it is for riding a bike. There is no real equivalent in German,“ comments co-founder Kai Glatt, himself a passionate snowboarder and downhill mountain biker. The brand quickly found its raison d’être: Think less, ride more.

The focus of Riding Culture are riding pants featuring an unparalleled robustness. The Riding Pants are made of a special fabric (denim combined with high-strength polyiamide fibers) and produced sustainably. This makes them almost indestructible and uncompromising in terms of comfort, breathability and weight.  The collection, which also includes hoodies, T-Shirts, and accessories, consists of three main product lines (skateboard, bike and motorcycle).  From this summer, the range is complemented by the Sender collection which features functional pants and jerseys for downhill mountain bikers.

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The next step is to expand the offer for women, especially around tops. Riding Culture is able to utilize the recent reinforcement of the ambassador team, Olympic Bronze medalist Nikita Ducarroz. The BMX Olympian is the first female athlete to join the team. „Like any of our athletes, she will help us with product development and real-world testing. As a BMX specialist, she will give us many tips for the development of our pants, which are often unisex and will remain so. For the young generation, unisex is a real trend,“ says Kai Glatt.  The Swiss brand will soon offer more signature models. The Huppi Pro, a jean with urban flair and extreme durability, developed with the help of mountain bike slopetsyle rider Lucas Huppert, is already a real hit.

Currently, Riding Culture is working on growing the brand awareness on an international level. The website, which was previously only available in English and German, has just been expanded to include French and Italian. Other languages will follow including Spanish. The focus is currently on the German, Austrian, Swiss, French, Italian and Benelux markets. In total, Riding Culture is currently distributed through a network of 250 dealers.

For more information on Riding Culture, visit www.ridingculture.com or on social media at

facebook.com/RidingCulture

instagram.com/ridingculture

instagram.com/ridingculturebicycle