TEST: Scott Trail Protect FR 20 – Der 2-in-1 Rucksack

Der Scott Trail Protect bringt gleich mehrere für den Mountainbiker interessante Features mit sich: Eine Kombination aus ausreichend Stauraum für eine Tagestour, D3O Rückenprotektor und einem abnehmbaren Hauptfach, dass ihn zur Protektor-Weste transformiert, begeistert nicht nur auf der Enduro Runde, sondern auch beim Bike Park Besuch.

Die Schweizer scheinen es mit ihrem Trail Protect Rucksack auf gleich mehrere Gruppen abgesehen zu haben. Der Trailrucksack bietet mit 20 L genügend Stauraum für Tagestoueren, kann aber nach dem Entnehmen des Hauptfachs auch ganz schnell zum perfekten Rückenprotektor mit Stauraum im Bike Park zum Einsatz kommen. Ein durchaus durchdachter Rucksack mit vielen integrierten Features und einer interessanten Design-Idee.

Scott Trail Protect FR 20

Scott Trail Protect FR 20 – kurz und schmerzlos:

  • Gewicht: 932 g
  • Volumen: 20 L
  • Protektor: TÜV-zertifizierter D3O Multi-Impact-Rückenprotektor
  • Preis: 199,95 Euro

Polyester und Wabenoptik

Die Optik des Scott Trail Protect ist schlicht gehalten und verzichtet auf viel Schnick Schnack wie kleine Seitentaschen und Riemen. Das Finish ist leicht glänzend und gefällt uns nicht ganz so gut, da es etwas nach Turnbeutel aussieht. Der Trail Protect ist noch in zwei weiteren Farbvarianten erhältlich: acrtic blue und dark grey/white. Das Obermaterial ist zu 100% aus Polyamid; das Futter aus 100 % Polyester.

D3O Rückenprotektor

Der komplett integrierte und TÜV-zertifizierte D3O Multi-Impact-Rückenprotektor sorgt für ausreichend Schutz. Die Waben-Optik des Protektors dient dem Feuchtigkeitsmanagment und die plastisch geformte Rückseite schmiegt sich angenehm dem Rücken an. Etwas schwierig sehen wir nur die Hygiene des komplett eingenähten D3O Materials, da die Waben durchaus als Dreckfang dienen können und sich schwer reinigen lassen.

Wer ein 2-in-1 Produkt möchte, ist hier absolut richtig. Wer auf den heimischen Strecken unterwegs ist, eine Tour fährt oder im nächsten Trail-Center seine Runden dreht, kann den Trail Protect in seiner ursprünglichen Form nutzen. Geht es dann jedoch mal in den Park und man kann auf die 15L fassende Haupttasche verzichten, kann man diese entnehmen und den Rucksack somit in eine Protektorweste mit 5L Stauraum umwandeln.

Ebenfalls clever ist das Helmtragesytem. Wenn man im Uphill seinen Helm nicht auf dem Kopf oder am Lenker tragen will, kann man die seitlich versteckten Tragriemen entnehmen und einen Halbschalen- oder Integralhelm befestigen. Das Ganze ist auch bei entnommenem Hauptfach möglich.

Im Boden des Rucksacks befindet sich der mitgelieferte Regenschutz, den man leicht entnehmen kann und der sich dank Gummizug schnell befestigen lässt. Dies ist natürlich auch ohne Hauptfach möglich.

Das abnehmbare Hauptfach verfügt über ein Werkzeugfach auf der Vorderseite, das mit praktischen Netztaschen zum Organisieren von Tools, Pumpe und Ersatzteilen versehen ist. Das große Fach bietet Platz für Regenjacke, Essen und auch für eine Trinkblase. Letztere kann auch bei entnommenem Hauptfach verwendet werden und bietet mit der kleinen Netztasche Stauraum für Smartphone und Schlüssel.

Fazit zum Trail-Rucksack:

Scott bietet mit dem Trail Protect FR 20 einen Trailrucksack mit interessanten Features. Dank ausreichend Volumen ist genügend Platz für eine Tagestour bei der Werkzeug, Regenjacke und Essen nicht fehlen dürfen. Mit dem abnehmbaren Hauptfach bieten die Schweizer einen praktischen Rückenprotektor der mit Platz für Smartphone und Trinkblase für eine gute Zeit im Bike Park sorgt. Ein kompakter und gut durchdachter Rucksack mit D3O Protektor, der jedoch leider komplett vernäht und nicht entnehmbar ist.

Mehr Informationen zum Scott Trail Protect FR 20 findet ihr hier: www.scott-sports.com

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TEST: Sledgehammer SkiBike – Die Ultimative Alternative Im Winter?!

In den Bergen und im Süden Deutschlands liegt im Winter oft so viel Schnee, dass Fahrradfahren unmöglich wird. Doch was machen? Skifahren, Snowboarden, oder auf der Couch den Winter überstehen? Sledgehammer bietet mit dem SkiBike eine gekonnte Alternative für den Mountainbiker. Wie gut das Ganze funktioniert und wie viel Spaß es macht, erfahrt ihr hier.

Skibiken ist Gravity Mountainbiken im Schnee! Ja, stimmt, da sind Skier dran und es gibt keine Kurbel. Aber es gibt einen Lenker und glaubt mir, der macht es aus! Der einzigartige Spirit des MTB-Sports kommt, meiner Meinung nach aus dem perfekten Zusammenspiel von Sportgerät und Körper. Es ist das “Manövrieren des Gerätes” das dann irgendwann aufhört und nur mehr als verlängerter Gedanke ohne unser bewusstes Zutun zu einer perfekten Bewegung wird. Sei es der Anlieger, der Sprung, der Trick. Die perfekt funktionierende Einheit führt zu diesem Glücksgefühl, dem wir immer hinterherjagen und das die Triebkraft unserer Leidenschaft ist. Und Skibiken ist genau das nur auf Schnee! Es ist eine echte Alternative! – Gregor Schuster

Damit das SkiBike auch am Schlepplift leicht befördert werden kann, gibt es von Sledgehammer die Schlepplifthilfe mit der man sich super leicht den Berg hochziehen lassen kann.

Sledgehammer ist ein junges Unternehmen aus Österreich, das sich zur Philosophie genommen hat, auch im Winter bei Schnee und Eis eine gute Zeit auf dem Bike zu ermöglichen. Der Erfinder des SkiBikes Gregor Schuster liebt den Freeride und den Mountainbike Sport und fragte sich, wie er mit seinen Freunden in den schneebedeckten Bergen zusammenkommen und am Liebsten natürlich Gravity Sport ausüben kann.

Nach einigen Versuchen mit unterschiedlichen Umbau-Kits für’s MTB war er mit den Resultaten unzufrieden und fing an, sein eigenes Produkt zu entwickeln. Die ersten Entwürfe gefielen ihm schon sehr gut, doch er blieb dran und entwickelte sein SkiBike immer weiter. Mittlerweile hat er mit seinem Modell 5.3 ein Bike entwickelt mit dem er absolut zufrieden ist und das sowohl auf Pouder- als auch auf schwarzen vereisten Pisten Spaß machen soll.

Die große Motocross Sitzbank ist nicht nur bequem, sondern wirkt auch zum Handling des SkiBikes bei. Um das Bike zu kippen drückt man mit den Beinen dagegen und kann so seine Linien fahren.

Optik: Motocross-Mountainbike-Ski = SkiBike

Das Sledgehammer SkiBike zieht definitiv die Blicke auf sich und sorgt für Gesprächsstoff auf den Pisten. Es sieht tatsächlich wie eine Mischung von Motorrad und Mountainbike aus, das ohne Federgabel funktioniert, Coil-Dämpfer vorne und hinten hat und nicht über Reifen sondern Ski verfügt.

Die große Sitzbank ersetzt einen Sattel und ist tatsächlich eins der wichtigsten Features am Bike. Die Motocross Fußrasten passen zum Konzept und die Lackierung wirkt schlicht. Neben unseren beiden weißen Test-Modellen gibt es das SkiBike 5.3 noch in Tan und zukünftig in noch einigen interessanten Farbkombinationen.

Auf der Internet Seite von Sledgehammer findet ihr auch ein Limited Modell, das mit Marzocchi Z1 Gabel ausgestattet wurde und auf 15 Stück limitiert ist.

Komponenten aus drei Welten

Das SkiBike der Österreicher ist komplett aus Aluminium gefertigt und kommt auf ein Gesamtgewicht von knapp 12kg. Auch die CNC gefrästen Motocross Fußrasten sind aus Aluminium und bieten mit jedem Schuh ausreichend Grip. Warum verzichtet Sledgehammer auf normale MTB Pedale? Wer viel auf seinem Mountainbike unterwegs ist und dabei Flat-Pedals nutzt, weiß was für gemeine Verletzungen die vielen Pins am Schienbein anrichten können. Beim SkiBiken kommt es vor allem am Anfang häufig zu kleineren Stürzen und Ausrutschern. Die MX Fußrasten bieten hierbei ausreichend Grip und eine viel geringere Verletzungsgefahr. Außerdem passen diese auch viel besser zum Gesamtbild.

Natürlich darf bei einem Wintersport Gerät, das sich auf die Fahne schreibt, den Mountainbike Sport auf die Piste zu bringen, nicht das gewohnte MTB-Feeling fehlen. Um das zu gewähren, nutzt der Entwickler Gregor Schuster die Vorteile von extra breiten Carving-Ski hinten und vorne, kombiniert das Ganze mit einem 760mm breiten Lenker, einer sportlichen Geometrie und Coil-Dämpfern.

Seldgehammer verzichten bei ihrem SkiBike auf die gewohnte Mountainbike Gabel und setzt auf Dämpfer in der Front und am Heck. Das soll zum Fahrgefühl beitragen, wirkt sich aber auch mit Sicherheit gravierend auf den Preis der SkiBike aus und bringt so den Vorteil, dass das gute Stück für 995 Euro erhältlich ist. Wer sein SkiBike optimieren will, kann alle handelsüblichen Mountainbike Dämpfer am Sledgehammer verbauen.

Wem das dann aber doch zu Teuer ist, der kann auch auf das Umbau-Kit von Sledgehammer zugreifen. Das besteht aus den hochwertigen Holzkern Ski, CNC Fußrasten und dem Montageset aus Aluminium. Dabei ist aber zu beachten, dass der Lenkwinkel des umzubauenden Bikes flacher als 67° sein sollte und der Umbau aber dennoch nicht an den Fahrspaß eines kompletten SkiBikes herankommt. Wir hatten das Umbau-Set nicht im Test und können deshalb keine Aussage dazu treffen. Mehr Informationen findet ihr hier.

Geometrie und Maße des SkiBikes

Auf den ersten Blick wirkt der Rahmen recht kompakt und scheint einen kurzen Reach und nicht die typische Enduro Race Bike Geometrie zu haben. Das stimmt auch, jedoch handelt es sich hier ja auch nicht um ein Mountainbike sondern ein Bike für Schnee und Eis. Der kurze Reach befördert einen etwas mehr über den Lenker, wodurch mehr Druck auf der Vorderachse entsteht. Dadurch lässt sich der vordere Ski immer angenehm über die Kante fahren, das Heck entlasten und somit das SkiBike auf der Piste leicht manövrieren.

Das SkiBike 5.3 kommt auf eine Gesamtlänge von 2.017mm, lässt sich aber dank der abnehmbaren Ski auf 1.120mm verkürzen. Somit sollte es in jeden Kofferraum mit mittlerem Stauraum passen, kann aber auch auf einem Fahrradträger oder einem Tailgate verstaut werden.

In einer Welt voller Flip Chips, Shapeshiftern und Lockouts darf auch beim Sledgehammer keine verstellbare Geometrie fehlen. Somit lässt sich der Hinterbau des SkiBikes um 50mm verstellen, was das Bike jeweils verspielter oder stabiler auf der Piste werden lässt.

Leihen statt Kaufen

Natürlich ist kein Winter-Sport Gebiet ohne Leih-Equipment vollständig. Neben Ski, Snowboards und co. darf in einigen Gebieten Europas auch kein SkiBike mehr fehlen. Sledghammer arbeitet hier mit Regionen wie Willingen, unserem Homespot Geisskpopf und einigen weiteren Spots in Österreich und der Schweiz zusammen. Mehr Infos zu den Leih-Bikes und Regionen findet ihr hier.

SkiBike

Fahreindruck: Fahrspaß ohne Ende

Um ganz ehrlich zu sein: Ich bin vorher noch nichts Vergleichbares gefahren und habe absolut keine Erfahrung im Wintersport. Dementsprechend skeptisch bin ich an die Sache rangegangen und wurde positiv überrascht.

Die ersten Meter habe ich noch sitzend auf dem SkiBike verbracht, aber sobald man sich auf die Rasten stellt und sich auf das SkiBike einlässt, geht der Fahrspaß so richtig los. Das Fahrgefühl ähnelt dem, wenn man mit dem Mountainbike einen steilen, losen Hang nach unten rutscht. Den Lenker hält man am Besten grade, lenkt ab und an dagegen und lässt das Hinterteil die meiste Arbeit machen. Wir hatten das Gefühl, dass sich das Bike am Besten kontrollieren lässt, wenn man Schlangenlinien fährt und dabei den Hinterbau immer schön quer in den Schnee stellt und über die Kante der Ski rutscht.

Wir waren Anfangs auf den flacheren Pisten am Geisskopf unterwegs und sind dann nach ein paar Tagen auf die etwas steileren Pisten am Pröller gewechselt. Auch wenn das Gefälle hier nicht ganz mit dem in den Alpen zu vergleichen ist, sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass der meiste Fahrspaß auf blauen, bzw. roten Pisten entsteht. Aber auch auf schwarzen Strecken hatten wir Spaß, wobei das Sledgehammer hier unerwartet schnell auf Geschwindigkeit kommt und dann doch etwas schwieriger zu kontrollieren wird. Mit etwas mehr Übung könnte aber auch das leichter fallen.

Auch neben den großen Pisten und Schneebedeckten Wiesen kann man Spaß haben. So haben wir es uns nicht nehmen lassen  und waren auf schmaleren Waldwegen zwischen Bäumen und Ästen unterwegs. Egal wie gut es lief, ob man stürzte, oder etwas unbeholfen in einen Baum fuhr, wir hatten unglaublich viel Spaß. Hierzu findet ihr einige Clips in unserem Testvideo. Den Link findet ihr unten.

SkiBike
Auch Airtime ist garanatiert. Das Sledgehammer SkiBike verhält sich dabei ähnlich wie ein Mountainbike.

Das Fazit zur besten Alternative im Winter

Ich kann mich nicht erinnern wann ich das letzte mal so viel Spaß im Schnee hatte. Auch wenn wir recht oft gestürzt sind und am Boden lagen, waren wir eigentlich konsequent am Lachen. Seldgehammer haben hier definitiv ihre Philosophie erfüllt und ein Produkt geliefert, das eine verdammt gute Zeit mit den Freunden in der Natur garantiert.

Wer viel Fahrrad fährt, kommt auch schnell dahinter, wie man das SkibIke fährt. Nach nur wenigen Metern bekommt man ein Gefühl für das Handling und kann das SkiBike angenehm über die Piste rutschen.

Natürlich ist der Preis von knapp 1.000 Euro happig wenn man bedenkt, dass die Anwendung des SkiBikes auf ausreichend Schnee und eine recht kurze Jahreszeit beschränkt ist, jedoch macht das Ganze so unglaublich viel Spaß, dass eine Investition fast schon Sinnvoll ist. Wer jedoch erst mal auf den Genuss des Fahrspaß kommen mag und sich danach Gedanken über einen Kauf machen möchte, sollte mal die oben erwähnten Leihoptionen abchecken.

Wir werden uns auf jeden Fall in der nächsten Saison wieder auf die Leih-Bikes am Geisskopf stürzen (Falls die Pandemie bis dahin etwas mehr unter Kontrolle ist).

Das Sledgehammer SkiBike 5.3 ist definitiv eine gelungene Alternative zum Mountainbiken und bietet mit seinem MTB-nahen Fahrgefühl unglaublich viel Potential und Fahrspaß im Winter.

Mehr Informationen und Fahreindrücke findet ihr im folgendem Video

 

Mehr Informationen zu Sledgehammer findet ihr hier: www.sledgehammer.at

Propain’s neues Hugene – It climbs, it jibs, it shreds, it’s huge

Die Baden-Württemberger Jungs und Mädels von Propain gehen in die nächste Runde und haben ihr bewährtes Trail-Bike Hugene überarbeitet. Dabei sind sie auf die (ohnehin spärliche) Kritik der letzten Jahre eingegangen und haben dem potenten Twenty-Niner einen steileren Sitzwinkel, einen längeren Reach und etwas mehr Federweg verpasst. Mehr zu dem 140/150mm Bike erfahrt ihr hier.

Propain setzt seit Jahren auf innovatives Design und plant, konstruiert und entwickelt ihre Produkte in der Heimat. Dabei setzen sie von der ersten Produktskizze an auf ihrer eigene Engineering-Abteilung in Deutschland. Sobald die ersten Entwürfe stehen, wird das Produkt digital mittels FEM-Analysen auf Belastbarkeit getestet, um schon im voraus Fehler zu vermeiden. Danach werden natürlich die Prototypen noch im Labor getestet, bevor es auf die erste Testfahrt geht.

Auch beim überarbeiteten Propain Hugene wurde wieder einiges geplant, gezeichnet, verändert und getestet, bevor das Finale Endprodukt stand. Propain hat dabei die wenigen Kritikpunkte des Vorgängers ausgemerzt und einige der Wünsche der Fahrer umgesetzt. Das Propain Hugene 2021 hat eine modernere Geometrie, 10 mm mehr Federweg und auch am PRO10 Hinterbau wurde etwas gefeilt.

Propain Hugene

Das Propain Hugene – kurz und schmerzlos

  • Carbon
  • 29″
  • 140/150mm vorne, 140mm hinten
  • innenverlegte Züge
  • Neuer Drivetrain: Eagle 52z
  • ab ca. 13kg
  • Preis: 3.399 – 7.164 Euro

Optik und Features

Die neuen Hauptrahmenfarben des Hugene sind „Safari (matt)“ und „Petrol Dark (glanz)“. Die dritte Farbe, „Carbon Raw (glanz)“, kennt man bereits von Tyee und Spindrift. Ein Sichtlack vermittelt den einzigartigen Look und die spezielle Verarbeitung des “Blend Carbon” wird sichtbar.

Auch das Headtube-Badge ist in drei verschiedenen Farben erhätlich: „Venomblack Matt“, „Diamondblack Glanz“ und „Chrome Glanz“.

Propain setzt bei Carbon-Rahmen auf verschiedene Layups, die unterschiedlichen Ansprüchen entsprechen sollen. Die vorimprägnierten (Prepreg) Carbon-Lagen werden mit unterschiedlichen Eigenschaften an den für sie vorgesehen Stellen des Rahmens positioniert um den Anforderungen der Steifigkeit, Flexibilität, Gewicht, Festigkeit und der Spannungsrichtung zu entsprechen. Propain setzte dabei auf die Verwendung von qualitativ hochwertigsten Materialien. So werden für die Rahmen Carbonfasern verwendet, wie sie auch in der neuesten Generation von Flugzeugteilen verarbeitet werden.

Um den aktuellen Standards zu entsprechen, werden beim Hugene die Züge innen verlegt. Das hilft nicht nur der Optik, sondern verhindert bei einem Sturz Fehlfunktionen durch kaputte Leitungen oder Ähnlichem. Damit man keinen Herzinfarkt beim Durchfädeln von neuen Bremsleitungen und Schaltzügen bekommt, verbauen die Baden-Württemberger Kabelkanäle in ihren Rahmen, die das verlegen extrem vereinfachen.

Propain Hugene

Komponenten – Propain Konfigurator

Bei der Auswahl der Komponenten setzt Propain weiterhin auf eine große und hochwertige Vielfalt, aus der sich jeder sein Traumbike konfigurieren kann. Neben der neuen RockShox Pike Ultimate und der Fox 34 Float FIT4 Factory mit 140 mm bieten sie ebenso die neue Fox 36 in Orange mit 150 mm in dem Bike Konfigurator an. Zusätzlich neu im Programm: SRAM’s Eagle 52 Kassette, Carbon Laufräder von Newmen und die neuen Schwalbe Nobby Nic Supertrail Reifen. Die elektronische SRAM AXS Schaltgruppe und längere Sattelstützen bis 185 mm Hub von Bikeyoke und Fox runden das Paket ab.

Die Konfigurationsmöglichkeit wird durch verschiedene Rise-Optionen der Lenker und Vorbau-Längen zusätzlich erweitert. Zu der individuellen Konfiguration bieten sie auch drei feste Ausstattungspakete an (Start, Performance, Highend), welche die Zusammenstellung des Bikes für den Kunden vereinfachen sollen und eine Empfehlung darstellt.

Die Start-Variante beginnt bei einem Preis von 3.399,00 EUR. Das Performance-Paket liegt bei 4.549,00 EUR. Die Highend Version ist ab einem Preis von 7.164,00 EUR ab 02. Februar 2021 in unserem Webshop erhältlich.

Da der moderne Mountainbiker lieber auf das Mitführen eines Trail-Rucksacks verzichtet, bietet Propain gleich zwei Mounts für Flaschen, Straps, Tools und Pumpen an.

Propain Hugene

Geometrie, Gewicht und Fahrspaß

Wie schon oben erwähnt haben sich die Entwickler das Feedback zum Vorgänger zu Herzen genommen und einiges an der Geometrie des Hugene verändert. Dabei ist ein flacherer Lenkwinkel von 65.5°, ein längerer Reach von 480mm bei Größe L und ein steilerer, effektiver Sitzwinkel von 76.5° herausgekommen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das geringe Gewicht. Worauf hat Propain dabei geachtet?

  • Rahmenstruktur mit geradlinigen Rohren, um sicherzustellen, dass die Rohre nicht unnötig belastet werden.
  • Optimierung des Carbon Layups. Propain setzt weiterhin auf das Blend Carbon Material, jedoch mit einem höheren Anteil an extrem zugfesten Fasern mit E-Modul.
  • Das obere Linkage ist nun ebebnfalls aus Carbon, was zusätzlich einige Gramm einspart.

Als Ergebnis verwenden sie weniger Lagen Carbon bei gleichbleibend hoher Rahmensteifigkeit. Insgesamt konnten sie das Rahmengewicht um 300 Gramm auf 2,3 kg senken.

  • Rahmengewicht: 2,3 kg (Größe S)
  • Gesamtgewicht: 12,9 kg (in Größe L, Highend Ausstattung)

Propain Hugene

Propain Hugene – Komfort! Grip! Laufruhe!

Bei den Laufrädern des Hugene setzt Propain weiterhin auf die Vorteile von 29″. Die größeren Laufräder sorgen für ein besseres Überrollverhalten, Unebenheiten im Gelände meistern sich so schneller als mit kleineren Laufrädern. Durch die größere Auflagefläche der 29″ Reifen wird auch die Traktion verbessert, das heißt: mehr Grip. Durch den längeren Radstand erreicht das Bike größere Laufruhe und durch die 29er ist während der Fahrt mehr Energie in den Rädern gespeichert, die einen länger auf Geschwindigkeit hält. Propain will damit die Balance aus Speed, Laufruhe und Komfort sowohl im Up- als auch im Downhil erreichen.

Auch Bergauf soll das Hugene spritzig sein. Durch den steileren Sitzwinkel, dem flacheren Lenkwinkel und den 29″ Laufrädern soll man auch bei steilsten Anstiegen und technischen Uphills viel Druck auf dem Pedal und reichlich Vortrieb und Traktion haben. Der hohe Antisquatwert hält den PRO10 Hinterbau straff und man soll keinerlei Energieverlust verursachen. Der steife Rahmen aus Voll-Carbon soll Leichtigkeit und Agilität vermitteln und dadurch zum Gesamtkonzept des Trail-Bikes beifügen.

Ein Bike für meine Hometrails. Hier in Vogt gibt es knackige anstiege, Wurzelpassagen, flowige Trails. Durch die Antriebsneutralität des Hugenes habe ich immer den perfekten Begleiter bergauf. Mit unserem überarbeiteten PRO10-System rockt die Abfahrt nach dem Anstieg dafür um so mehr. – David Assfalg; CEO

Propain Hugene

Weitere Informationen zum Hugene und Propain findet ihr auf: www.propain-bikes.com

Canyon präsentiert neues Torque:ON und überarbeitete E-MTB Palette

Canyon erweitert ihre E-MTB Produktpalette mit dem potenten Freerider Toruqe:ON und bietet damit vom Trail-, XC- bis hin zum Gravity-Bike Fahrer für jeden E-Bike Fan das passende Bike im Sortiment an. Neben dem erweiterten Angebot wird in allen 2021 Modellen der neue EP-8 Motor aus dem Hause Shimano verbaut. Mehr zum Torque:ON und seinen “kleinen Geschwistern” findet ihr hier.

Canyon bietet nun schon seit einige Jahren eine breit gefächerte Palette an Modellen für den Gravity-Sport an. Vom neuen Stoic Trail-Hardtail, über Enduro-Bikes wie das Strive bis hin zum erfolgreichen Downhill Sender findet jeder Mountainbiker sein Dream Bike. Auch die E-MTB Palette hat sich stetig erweitert und bietet nun mit dem neuen Torque:On ein Freeride/Super-Enduro E-MTB mit viel Potential.

Canyon Torque

Torque:ON – Shred:ON

2017 wurde das überarbeite Torque präsentiert, dass mit seinen 180mm Federweg und einer aggressiven Geometrie die Lücke zwischen Enduro und Downhill schließen sollte. Mit dem elektrischen Zwilling bringt Canyon nun das potenteste Modell der E-MTB Kollektion auf den Markt und präsentiert damit das Elektro-Flaggschiff ihrer Gravity-Kollektion.

Das Torque war von Anfang an immer als das verspielte Freeride/Park Bike gedacht und soll auch mit dem neuen E-Modell diesen Anspruch erfüllen. Deshalb wird hier auf Untergrund bügelnde 29″ Laufräder verzichtet und sich auf verspielte 650B festgelegt. Theoretisch könnte man ein 29″ Gabel verbauen und den Freerider in ein Mullet transformieren, jedoch wird dadurch der eh schon aggressive Lenkwinkel noch flacher und verändert somit die Geometrie erheblich und schränkt das Fahrverhalten mit Sicherheit ein. Canyon empfiehlt solche einen Umbau nicht.

Das Torque:ON – kurz und sachlich

  • Aluminium Rahmen
  • 27.5″
  • 180/175mm Federweg
  • Shimano EP8 504Wh
  • optionaler Zusatz Akku
  • Preis: 4.499 – 6.299 Euro

Der Koblenzer Stealth Bomber

Auf den ersten Blick erkennt man das typische Canyon Design und wird sich als Canyon Besitzer bestimmt auch auf diesem Boliden direkt heimisch fühlen. Bei den Farben setzen die Koblenzer auf “Stealth” und versehen das Torque mit einer Olive/Grau oder Schwarz/Anthrazit Kombi. Optisch definitiv vom feinsten.

Was einem auch direkt auffällt ist der für Canyon fast schon untypisch flache Lenkwinkel, der das E-MTB aggressiv wirken lässt und Lust auf eine Probefahrt macht. Auch auffällig ist das seit neustem verwendete kleine Canyon Logo. Seit einiger Zeit verziert Canyon die E-Modelle ausschließlich mit einem kleinen Logo an der Seite. Das ist natürlich Geschmacksache, aber der ein oder andere möchte auch, dass sein Fahrrad dank eines großen Decals direkt zu erkennen ist. Immerhin lieben wir unsere Fahrräder und wollen sie auch präsentieren.

Komponenten – Preis/Leistung on point

Damit das Torque den hohen Ansprüchen auf härtesten Trails standhalten kann, setzt Canyon auf einen Bombensicheren Alu Rahmen. Canyon hat den Freerider im Belastungs- und Aufpralltest unter die Lupe genommen und ordnet es in die gleiche Kategorie wie das Downhill Modell Sender ein.

Damit man im groben Gelände und auf großen Sprüngen ausreichend Federweg und Sicherheit bekommt, verbauen die Jungs und Mädels vom Deutschen Eck potente Gabeln von Fox und RockShox und setzten dabei auf die modernen Topmodelle wie die 38 und die Zeb mit 38mm Standrohren und 180mm Federweg. #Shred:ON

Damit der Fahrer gut zum stehen kommt und ausreichend Bremsleistung erwarten kann, werden kraftvolle 4-Kolben-Scheibenbremsen sowie große 203mm Bremsscheiben verbaut. Diese kommen abhängig von der Ausführung von Sram oder Shimano.

Damit die steifen 650B Laufräder den Ansprüchen entsprechen können, setzt Canyon auf Laufräder der Hybrid-Serie von DT Swiss. Die präzise konstruierten DT Swiss Laufräder sollen durch verstärkte Felgen und Speichen, Stahl-Freilaufkörper, größere Lager und dickere Nabengehäuse für eine gehörige Portion Zuverlässigkeit sorgen.

Wenn man sich die Komponenten Liste anschaut und diese mit ähnliche Fahrrädern oder sogar unmotorisierten Bikes vergleicht, kann man sich schon wundern wie Canyon es in der aktuellen Lage der Pandemie schafft einen so attraktiven Preis zu generieren.

Canyon Torque

Next-Gen Motor von Shimano

Natürlich darf bei einem so potenten Modell kein passender Motor fehlen und deshalb wird hier der neue EP8 aus dem Hause Shimano mit einem 504Wh starken Akku verbaut. 504Wh erscheinen bei den aktuellen Standards der Industrie allerdings nicht mehr ganz angemessen; Doch aus das scheint Canyon bewusst zu sein. Die Koblenzer setzen auf Design, ein “leichteres” Rad und einen tiefen Schwerpunkt, jedoch bieten sie ihre zwei Torque:ON Modelle wahlweise mit einem zweiten Akku für einen Aufpreis von 500Euro an.

Mehr zum EP8 erfahrt ihr hier.

Fast so flach wie das Sender

Canyon bietet mit seiner Gravity-Palette oft eher poppige und wendige Bikes an, die vor allem im Park Spaß machen und nicht mit dem “länger, flacher = schneller” Trend gehen. Was natürlich nicht heißt, dass die Fahrräder der Koblenzer nicht schnell sind. Troy Brosnan fährt auf seinem Sender fast ausschließlich unter die Top 10 im World Cup und auch Jack Moir feiert auf seinem Strive Erfolge (den Test zu Jack Moirs Race Bike findet ihr hier).

Der flache Lenkwinkel von 63.5° und der lange Reach von 485mm versprechen beim Torque:ON definitiv einiges an Potenz im Downhill und werden in Verbindung mit den 27.5″ Laufrädern bestimmt viel Spaß verursachen.

Canyon Torque

Das Canyon Torque:ON wirkt auf jeden Fall vielversprechend und scheint grade in der aktuellen Zeit mit geschlossenen Bike Parks eine super alternative zu sein. Einfach den Akku rein, sich selbst den Berg hoch shuttlen, Trails ballern und wer sich die Variante mit zweitem Akku besorgt, wird bestimmt den ganzen Tag Vollgas geben können.

Canyon Torque

Nicht nur das Torque:ON ist neu

Nicht nur das Torque bekommt den neuen Shimano EP8 verbaut, sondern auch die ganze weitere Palette der E-Mountainbikes wird “geupgradet” und auf den neusten Standard gesetzt.

Warum setzten die Koblenzer auf Shimano’s neuen Motor? Der EP8 ist aktuell einer der leichtesten großen E-Bike Motoren und verbindet den neuesten Stand der Technik mit viel Leistung und einem natürlichen Fahrgefühl. In Verbindung mit den Leistungsstarken Akkus sollte jede Ausfahrt für ordentlich Spaß sorgen und dank teilweise größeren 630Wh Akkus kommt auch auf eine gute Reichweite und kann seine gewohnte Hometrail Runde noch um den ein oder anderen Trail erweitern.

Im Gegensatz zum Torque:On bietet Canyon bei den anderen E-MTB keinen Zusatz Akku an, sondern verbaut wie oben schon erwähnt in größeren Rahmen Akkus mit mehr Leistung.

Mehr zu den weiteren Modellen der elektrischen Gravity Kollektion findet ihr in unserer Tabelle. Einfach auf das Modell klicken und mehr erfahren.

Spectral:ONNeuron:ONGrand Canyon:ON

Canyon Torque

 

Das Spectral:On ist der kleinere Bruder des Torque und war bis zum Release des neuen Freeriders das Abfahrtsorientierteste E-MTB der Koblenzer. Jedes Spectral kommt mit einem Carbon-Hauptrahmen und Alu-Hinterbau. Für ein wirklich sportliches Fahrgefühl und ordentliche Laufruhe verpasst Canyon dem Trail/Enduro E-Bike gemischte Laufradgrößen und macht es mit 29″ vorne und 27.5″ zum Mullet. Damit man es im Gelände schön laufen lassen kann, wird das ganze mit einem Federweg von 150mm vorne und hinten kombiniert.

Preislich startet das ganze bei 4.599 und geht bis 7.599 Euro. Canyon bietet hier unterschiedliche Modelle für Frauen und Männer an.

Canyon Torque

 

Das Neuron:ON ist das Trail-E-Bike vom deutschen Eck und bietet mit seine 130mm und 29″ Laufrädern die besten Allround Eigenschaften an. Bei den kleineren Modellen (XS-S) schrumpft der Federweg auch 120mm vorne und 125mm hinten, das gleiche gilt für die Laufräder; hier werden 27.5″ verbaut. Natürlich wird auch hier wieder der Shimano EP8 verbaut und mit einem 630Wh bei Größe M-XL kombiniert (kleinere Modelle müssen mit 504Wh auskommen).

Wer sich also für ein stimmiges Paket für die nächste Mountainbike Runde mit Trail Abstechern interessiert, könnte mit dem Neuron:ON fündig werden. Das ganze ist ab einem Preis von 3.699 – 4.599 Euro und ausschließlich in Aluminium erhältlich.

Langer Name, kurzer Federweg. Das Grand Canyon:ON ist zwar Canyons günstigstes E-MTB, steht aber in Qualität und Komponenten seinen großen Geschwistern um nichts nach. Das E-Hardtail eignet sich perfekt um die Gegend zu erkunden, neues zu entdecken und sich dank Motor angenehm auf den nächsten Berg zu manövrieren. Der Aluminium Rahmen ist in der Front mit 120mm Federweg bestückt, kommt mit 29″ Laufrädern bei Größe M-XL und ist auch wie seine Geschwister in Unisex Modellen erhältlich. Auch hier wird wieder bei den großen Modellen der Leistungsstarke 630Wh Akku eingesetzt, kleiner Größen (XS-S) müssen mit dem 504Wh Akku auskommen und rollen auf 27.5″ Rädern.

Das Grand Canyon:ON ist ab 2.899 – 3.599 Euro erhältlich.

Mehr Über Canyon und alle weiteren Modelle findet ihr unter: www.canyon.com

 

 

 

 

 

TEST: Rocky Mountain Altitude Carbon 90 Rally Edition

Rocky Mountain Altitude

In der vergangenen EWS-Saison landete das Rocky Mountain Altitude mit Jesse Melamed als Piloten ganz vorne. Dass das nicht nur am Können des Riders, sondern unter anderem natürlich auch am Bike gelegen sein wird, ist klar – so haben wir das Altitude Carbon 90 Rally Edition 2021 im Test inspiziert und es für euch auf den Trails genau unter die Lupe genommen.Rocky Mountain Altitude

Beim EWS-Stop am Matterhorn in Zermatt und dem Rennen in Finale Ligure, Italien konnte sich der 28 Jahre alte Whistler-Local Jesse Melamed auf seinem Altitude vor allen anderen positionieren – in der Schweiz sogar noch auf einem Erlkönig-Modell. Auch am Ende der “coronabedingt” recht kurzen Saison, der Enduro World Series, konnte sich das Duo aus Altitude und dem schnellen Kanadier an vorderste Front stellen. Ob Jesse das auch auf einem anderen Bike geschafft hätte? Leider können wir das nicht genau beantworten, doch wollten wir nun wissen, wie schnell das Altitude wirklich ist, denn in der Vergangenheit war es gemeinhin nicht dafür bekannt ein megaschnelles Racebike zu sein. Viel mehr stand im Fokus, dass das Bike wendig und verspielt auf den Trails unterwegs ist und dem Fahrer ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Fast 30 Jahre Rocky Mountain Altitude

Bereits 1991 stellte die Kultbrand aus British Columbia das erste Altitude vor – damals noch als Hardtail und doch vermittelte es auch damals schon den selben Vibe. Mittlerweile ist das fast 30 Jahre her und im folgenden Video könnt ihr euch ein Bild von der Entwicklung des Bikes und der Location um das Headquarter von Rocky Mountain machen. Viel Spaß! Und: weiterlesen nicht vergessen….

Für das Modelljahr 2021 will Rocky dem Dauerbrenner einen ganz neuen Charakter verliehen und es zu einem echten Racebike gemacht haben. Nun gilt es als Verschmelzung des Instinct BC und des alten Altitude, welche in der Vergangenheit beide in der EWS zu sehen waren. Ab jetzt soll das Altitude die alleinige Enduro-Plattform darstellen und sich mit seinem runderneuerten Charakter vor allem an die Racer unter uns richten.

Eckdaten des Rocky Mountain Altitude 2021 auf einen Blick

  • Federweg: 170mm/160mm
  • Laufradgröße: S-M 27,5″; M-XL 29″
  • Preis: 4000€-11500€
  • In Deutschland sind 5 Modellvarianten in zwei Farben erhältlich

Bei der Neuauflage gibt´s einige Besonderheiten. So ist Größe S ausschließlich mit 650b Laufrädern erhältlich, bei Größe M hat der Rider die Wahl zwischen 650b und den größeren twentyniner Laufrädern und bei L und XL beschränkt sich das Altitude auf die 29 Zoll Bereifung. Damit soll für jeden Fahrer das optimale SetUp erreicht und die Vor- und Nachteile der jeweiligen Laufradgröße möglichst effizient ausgenutzt werden. Um noch mehr Personalisierbarkeit zu ermöglichen, ist das Altitude mit dem bekannten RIDE-9-System ausgestattet und zusätzlich können auch die Kettenstreben in deren Länge angepasst werden, doch dazu später mehr.

Vielleicht noch einige Worte zum Konzept und den Neuerungen

Erhältlich ist das Altitude 2021 bei uns in Deutschland in fünf verschiedenen Varianten, die vom Einsteiger-Alu-Modell mit preiswerter Ausstattung bis zum High-End-Edel-Enduro reichen – verfügbar in zwei Farben. Die Kanadier bieten vier Modelle aus Carbon und ein Alu-Modell für den Deutschen Markt an. Auch ein Rahmenkit ist für 3800€ erhältlich. Alles was ihr sonst zu Modellauswahl und der Brand Rocky Mountain wissen solltet erfahrt ihr hier .

Ausstattung unseres Testbikes

In Sachen Ausstattung gibt es bei unserem Testbike, dem Altitude Carbon 90 Rally Edition 2021 in Größe L, wenig bis gar nichts zu meckern. Das Haar in der Suppe ist wohl oder übel der üppige Preis von 9900€, doch dafür gibt´s ja auch Komponenten vom Feinsten. Die Kanadier greifen auf ein Fox Factory Fahrwerk, bestehend aus Fox 38 EVOL GRIP2 mit 170mm und dem Float X2 Factory, der dem Hinterbau 160mm Federweg entlockt, zurück. Für den harten Enduroeinsatz wohl eine der besten Kombis, die die Mountainbikewelt momentan zu bieten hat. Wie gewohnt bei Rocky, sind auch bei der Rally Edition einige Race Face Teile verbaut. Vertreten sind diese unter anderem durch Turbine R Felgenringe, die auf Vault Naben eingespeicht sind und eine Turbine R Dropper Post, die im Testbike mit 175mm Hub kommt. Des weiteren ist auch das Cockpit aus dem Hause Race Face, mit einem Turbine R Vorbau mit 40mm und einem Next R Lenker, der mit 780mm Breite und 20mm Rise das Setup an der Front abrundet.

 

Gebremst und geschaltet wird bei der Rally Edition von einem XTR-Komplettpaket. Die Vierkolbenbremse soll im Verbund mit den 203mm Bremsscheiben vorne und den 180er Scheiben hinten für massig Bremspower, auch bei härtestem Renneinsatz, sorgen. Um die nötige Bandbreite für kräftezehrende Uphills bereitzustellen, setzt Rocky auf 32 Zähne vorne und 10-51 Zähne hinten – in 12 Gänge unterteilt.

Damit das Altitude möglichst ohne störende Geräusche der Kette auf den Trails unterwegs ist, ist eine Kettenführung und ein hochwertiger Strebenschutz verbaut – hier haben die Kanadier an alles gedacht. Zu guter Letzt  findet sich am Bike auch ein Flaschenhalter wieder, in dem auch größere Flaschen locker Platz haben.

 

Die Geometrie des Rocky Mountain Altitude 2021

Wie oben bereits kurz angeschnitten, gestalten sich die Geometriedaten des Altitude ganz schön vielseitig. Vor allem der Chip am hinteren Dämpferauge spielt hier eine entscheidende Rolle, da durch ihn Geometrie und Kinematik ordentlich beeinflusst werden – je nach Lage sind insgesamt neun Konfigurationen möglich. So bewegt sich beispielsweise der Lenkwinkel zwischen 64,4° und 65,5°, je nach Stellung des Chips, was für ein modernes Enduro nicht zu flach ist. Auch der Sitzwinkel bewegt sich in einem gemäßigten Rahmen zwischen 75,4° und 76,5°. Mittels eines Flipchips variiert die Länge der Kettenstreben um +/- 11mm, was beim Testbike in Größe L 437mm, beziehungsweise 448mm entspricht. In der unten angehängten Tabelle haben wir für euch die jeweiligen Werte in der neutralen Position eingetragen, um es für euch etwas übersichtlicher zu machen.

 S (27,5")M (27,5")M (29")L (29")XL (29")
Sitzrohrlänge380mm420mm420mm445mm480mm
Oberrohrlänge579mm603mm603mm638mm671mm
Steuerrohrlänge100mm110mm95mm110mm125mm
Lenkwinkel65°65°65°65°65°
Sitzwinkel76°76°76°76°76°
Kettenstreben427/438mm427/438mm427/438mm437/448mm437/448mm
Tretlagerabsenkung12mm12mm27mm27mm27mm
Radstand1171mm1199mm1217mm1249mm1285mm
Reach430mm455mm455mm480mm510mm
Stack596mm606mm620mm634mm647mm
Rocky Mountain
Durch das RIDE-9-System lassen sich, wie der Name bereits verrät, neun Konfigurationen treffen.

Das Rocky Mountain Altitude Carbon 90 Rally Edition auf dem Trail

Für unseren Praxistest ging es nach Bischofsmais, in die MTB-Zone Geißkopf – für mich persönlich nach dem Launch am Samerberg bereits die zweite Begegnung mit dem brandneuen Altitude. Nach meinem ersten Eindruck während des Presseevents, konnte ich mir nun ein noch detaillierteres Bild der Racemaschine machen.

Strecken für einen aussagekräftigen Enduro-Test bietet der Geißkopf nicht nur eine. Mit am Wohlsten fühlte sich das Altitude auf der ruppig, verspielten “unteren Freeride”.

Ein passendes SetUp für mich und meine persönlichen Vorlieben war schnell gefunden – so entschied ich mich für kurze Kettenstreben und das neutrale Setting des Chips am Dämpfer. Bei 1,80m Körpergröße passte der L-Rahmen wie die Faust auf´s Auge und ich fand schnell eine komfortable Position auf dem Rad. Die Abstimmung des Factory-Fahrwerks erforderte etwas Zeit und gestaltete sich wie gewohnt, durch die zahllosen Einstellmöglichkeiten recht komplex. Weniger versierte Fahrer können hier leicht etwas überfordert sein, doch für die technikaffinen Shredder unter uns/euch bedeutet das echten Luxus.

Bevor es in die Downhills ging, waren erstmal einige Meter bergauf angesagt. Hier fühlte sich die Position auf dem Bike ziemlich ergonomisch und effizient an – nicht zu gestreckt, doch auch nicht zu kompakt. Besonders der Sitzwinkel fiel in den Uphills auf, denn er fühlte sich deutlich steiler an, als er in Wirklichkeit war. Schnell zeigte sich, dass das Altitude in der Rally Edition solide klettert, doch vor allem am hinteren Federbein ein deutliches Wippen zu bemerken ist. Mit der “Firm”-Stellung am Dämpfer war Besserung zu bemerken, jedoch verschwand es nie ganz. Alles in allem überzeugte uns das Testbike in den Uphills – vor allem in Anbetracht dessen, dass es eher auf maximale Performance bergab getrimmt ist, als XC-Eigenschaften im Uphill. Doch wie viel Wert man, bei einem Bike dieser Kategorie, auf den Vortrieb bergauf legt, bleibt jedem von euch selbst überlassen.

Rocky Mountain Altitude
Roughe Trails? Genau hier ist das Altitude zu Hause und überzeugt mit massig Reserven.

Bergab konnte das Rocky Mountain Altitude in der Rally Edition von Anfang an überzeugen und zeigen, was in ihm steckt. Schnell war klar, dass nicht nur Jesse Melamed für Topzeiten in der EWS sorgte, sondern auch das Bike einen großen Teil dazu beigetragen hat. Es gierte gerade zu nach Geschwindigkeit und vermittelte viel Sicherheit auf roughen Trailsektionen. Auf flachen Trailabschnitten erforderte es, wie fast zu erwarten, einiges an Eigeninitiative des Fahrers und verlangte einen aktiven Fahrstil. Auf Strecken, wie der Flow Country am Geißkopf, zeigte sich jedoch nicht nur negatives, was bei dem ein oder anderen Racebike in der Vergangenheit der Fall war. Im kurzen Kettenstrebensetting ging das Altitude spielend auf`s Hinterrad, ließ sich geschmeidig durch Anlieger zirkeln und geizte nicht mit Pop an Absprungkanten.

Natürlich waren Runden auf der flowigen Bikeparkstrecke eher zur Findung des optimalen SetUp´s und zur Eingewöhnung auf das Bike gedacht. Um es für seinen Einsatzzweck optimal zu testen, ging es hauptsächlich auf die Freeride Strecke und die Stages der Trailtrophy 2020 am Geißkopf. Hier wusste das Altitude genau, wie man dem Rider ein Lächeln ins Gesicht zaubert und vor allem das Factory-Fahrwerk traf ins Schwarze. Grobe Einschläge steckte es locker weg und auch wenn die Line verfehlt wurde, kam es zu keinen harten Durchschlägen oder dem Gefühl, dass das Altitude an seine Grenzen stieß. Das feinfühlige Fahrwerk, in Kombination mit den 29 Zoll Race Face Laufrädern und der ausgewogenen Geometrie sorgte für ein enorm laufruhiges Bike – auch im kurzen Setting. Doch wie sah es in Sachen Wendigkeit aus?

Bei höheren Geschwindigkeiten und etwas weitläufigeren Streckenabschnitten fiel kein zu wenig agiles Handling auf und es ließ sich präzise über den Trail steuern. Sobald es jedoch langsamer oder verblockter wurde, zeigte es, dass es sich auf solchen Abschnitten nicht ganz so wohl fühlte und dort etwas schwerer zu manövrieren ist. Also kurz gesagt: Je langsamer und enger die Trails werden, desto schwieriger lässt sich das Altitude handlen. Das soll aber nicht heißen, dass das Altitude für das Modelljahr 2021 träge ist. Es erfordert eben einfach mehr Initiative des Fahrers. Durch die Entwicklung hat es sich ganz einfach zu einem schnelleren Bike entwickelt, welches vor allem für maximalen Speed, wie in der EWS, gebaut wurde. Alles in allem setzt es Kommandos schnell, einfach und willig um, was nicht bei allen Racebikes der Moderne der Fall ist.

Unser Fazit zum Rocky Mountain Altitude Carbon 90 Rally Edition:

In der Rally Edition konnte uns das Altitude in beinah allen Belangen überzeugen. Gute Allround-Eigenschaften, geile Ausstattung und neue Bestzeiten auf roughen Strecken. Größter Wehrmutstropfen: Der üppige Preis von 9900€, der zwar durch die edlen Komponenten etwas relativiert wird, jedoch recht weit über dem Budget der meisten Hobby-Rider liegt. Wer jedoch das nötige Kleingeld parat und Bock auf ein richtig schnelles, edles und gutmütiges Bike hat, wird beim Rocky Mountain Altitude Carbon 90 Rally Edition fündig.

Weitere Informationen + Fahrszenen findet ihr in unserem ausführlichen Test-Video zum Rocky Mountain Altitude Rally Edition

TEST: NOX Helium 5.9 Allmountain – halb E-Bike – halb Enduro

Mit dem Helium 5.9 präsentiert der österreichische Hersteller ein eMTB, dass mit dem eigenständigen Fazua evation 2.0 Drive System, geringem Gewicht und einem potenten Fahrspaß der perfekte Allrounder für viele Rider sein könnte. Hier erfahrt ihr was wir von dem Underdog halten.

Die Marke NOX Cycles wurde 2004 in Berlin gegründet und nahm sich zum Ziel wettbewerbsfähige Bikes mit den besten Komponenten für den Gravity Sport zu konstruieren. Seitdem hat sich die Marke als Kleine Bike-Schmiede hauptsächlich im Enduro- und Downhill-Bereich einen Namen gemacht.

Seit 2015 fokussiert sich NOX immer mehr und inzwischen ausschließlich auf die Weiterentwicklung und Produktion von hochwertigen E-Mountainbikes. Somit entstanden die Modelle “NOX Hybrid” und “NOX Helium”. Dabei waren sie einer der Vorreiter in der Nutzung des leichten Fazua Evation E-Antriebs in einem “echten Trailbike”. Mit dem Fazua evation ist eine echte Symbiose aus Muskelkraft und E-Bike-Feeling für den Mountainbike Sport näher als mit gängigen E-Bike-Antrieben. Auch andere Hersteller greifen die Idee immer öfter auf, wir denken es wird ein Trend.

Das NOX Helium – kurz und sachlich

  • Aluminium Rahmen
  • 27,5″
  • Fazua Evation 36V / 252Wh
  • RockShox Pike Select+
  • RockShox Super Deluxe Select+
  • 19,97 Kg (mit Akku)
  • Preis: 5.999 Euro
NOX
Die Decals im Used Look passen zur Optik und zum Rahmen Design und lassen

Optik mit kleinen Details

Uns hat das Helium 5.9 auf Anhieb gefallen. Der Grau/Braune Rahmen wirkt mit den schwarzen Decals und den türkisen Highlights sehr stimmig. Auch die Form des Fahrrads ist interessant und lässt es mit dem langen Oberrohr und dem kleinen Akku fast wie ein normales Mountainbike wirken.

Neben unserem Test-Modell in der Expert Granit Ausführung gibt es noch das Pro Modell in einem Phantom Schwarz, aber auch etwas edleren Komponenten.

Komponenten die passen

Das Helium in der 5.9 Allmountain Variante kommt mit einem potenten 160/150 mm Federweg aus dem Hause RockShox daher. Für ausreichend Dämpfung im Heck wurde der RockShox Super Deluxe Select+ Dämpfer mit einer Einbaulänge von 230x60mm eingebaut, der mit seinen Zug- und Druckstufen Einstellungen fast keine Wünsche offen lässt. In der Front wurde hier eine RockShox Pike Select+ RC für 29″ und 27.5″ Laufräder verbaut. Warum eine Gabel für Beide Größen? Danke des Flip Chips lässt sich die Geometrie des NOX anpassen und macht die Verwendung von 29″ Laufrädern möglich.

Für die nötige Übersetzung sorgt die Schaltung aus dem Hause Sram. Das Schaltwerk läuft tadellose mit der SRAM GX Eagle und bietet mit seiner 12-Fach Schaltung bei 11-50T ausreichend Reserven wenn es mal steil bergauf geht. Beim Pro Modell wird die SRAM XX1 Eagle mit identischer Übersetzung verwendet.

Da sich das Helium auf ruppigen und technischen Abfahrten wohl fühlt, darf natürlich keine potente Bremsanlage fehlen. Gebremst wird hier mit der Magura MT5 HC die sich schon in der Vergangenheit als starke Bremse mit einem ausgezeichneten Preis-/Leistungsverhältnis einen Namen gemacht hat. Obwohl NOX am Helium hauptsächlich Sram/RockShox Komponenten verbaut, sind wir begeistert, dass hier doch mal auf ein Produkt gesetzt wurde, dass nicht von den zwei großen Herstellern der Szene kommt.

Für ordentlich Grip sorgt bei unserem Test-Modell der Baron von Continental der mit seinem vielseitigen Profil und der griffigen Gummimischung schon seit einigen Jahren viele Fans in der Gravity Szene hat. NOX bietet auf der Internet Seite aber eine auf Wunsch individuelle Reifen Auswahl an.

RahmenNOX Frame Helium AM Carbon 1.0
Motor FAZUA Drive-Pack Evation 2.0
Akku FAZUA Battery 36V / 252Wh
Ladegerät FAZUA Charger 2Ah / 110-240V
Display FAZUA Evation Remote bX
Schaltwerk SRAM GX Eagle 12fach
Shifter SRAM GX Eagle 12fach
Ritzelpaket SRAM PG 1230, 11-50T
Kurbeln SRAM X1
Gabel ROCK SHOX Pike Select+ RC 29"/27,5"+ 160mm
Dämpfer ROCK SHOX Super Deluxe Select+ 230x60mm
Vorbau RACE FACE Aeffect R 35
LenkerRACE FACE Aeffect R 35
Griffe ODI
Sattelstütze ROCK SHOX Reverb Stealth, 30.9, 1X
Sattel PROLOGO Proxim W450 Microfiber
LaufradsatzDT SWISS E1900 Spline 29" 30mm
Reifen CONTINENTAL Trail King 29x2,4" Shieldwall
Bremsen MAGURA MT5 HC
Preis5.999 Euro

NOX

E-Bike – wenn man will

In den letzten Monaten kann man einen Umschwung in der E-Mountainbike Industrie sehen. Hersteller setzen vermehrt auf E-Bikes mit kleinen Akkus, effektiven, kompakten Motoren und einem geringeren Gewicht. Eins der ersten Räder auf dem Markt war das Specialized Levo SL, dass dank eines werkseigenen Motors auf einen Drehmoment von 35Nm und eine Akku Leistung von 320Wh kommt. Doch auch NOX war früh am Start und verbaute den super leichten Motor des bayerischen Unternehmens Fazua. Im NOX Helium 5.9 wird der neueste Standard des bayrischen E-Bike Komponenten Herstellers verbaut.

Das Fazua Drive-Pack evation 2.0 sorgt mit 55Nm für ordentliche Leistung und bringt in Verbindung mit dem 252Wh Akku ausreichend Reserven für den SPORTLICHEN E-Bike Trip. Ja, es wird sportlich. Diesen leichten Motor kann man nämlich nicht mit den vor Kraft protzenden Motoren von Bosch und Co vergleichen bei denen sich Hardcore-Anstiege wie flache Asphalt Straßen anfühlen. Nein, der Fazua zielt in eine andere Richtung und besticht mit seinem leichten Gewicht. Das Bottom-Bracket ist mit seinen 1,31 Kg extrem leicht und fällt entkoppelt sich beim ausschalten des Motors komplett; Somit lässt sich das Helium auch ohne E-Antrieb angenehm fahren.

Hier kommen wir auch schon zum nächsten Feature. Wer Sein NOX auch mal ohne elektrische Unterstützung fahren will, kann den Akku ganz einfach aus dem Akku-Pack entnehmen und den freigewordenen Stauraum für eine box für Ersatzteile und Tools nutzen. Das Fahrrad wird dann von 19,67kg fast 4kg leichter. Was wir davon halten erfahrt ihr später.

Unsere Kollegen von Velomotion haben Felix von Fazua auf der Eurobike 2019 getroffen und sich mit ihm über den “leichtesten” E-Bike Motor der Welt unterhalten. Das Gespräch findet ihr im folgenden Video.

Kein Racer, aber ordentliche Abfahrts-Geometrie

Die Geometrie des NOX Helium beschreibt ziemlich genau ihren Einsatzbereich. Wer Allmountain will, mag genauso bergauf wie bergab fahren, dabei muss sich das Fahrrad ordentlich pedalieren lassen und bei technischen Abfahrten im Alpinen Gelände auf verblockten Trails glänzen.

Das 5.9 schafft diesen Spagat ganz gut, natürlich hilft der Motor im Uphill, aber auch bei ausgeschalteter Hilfe lässt es sich gut bergauf treten. Im Downhill macht der verhältnismäßig kurze Reach von 470mm (Größe L) und der angenehm flache Lenkwinkel von 65° in Verbindung mit den “kleinen” 27.5″ Laufrädern so einige Manöver möglich, das Rad ist wendig. Auch dank des leichten Gewichts wirkt das Helium schön verspielt und schließt sich nicht dem modernen Trend der super flachen und langen Racer an. Natürlich bieten die kleinen Laufräder und der kurze Reach weniger Stabilität in schnellen und ruppigen Passagen, aber dank des Flip-Chips kann man das Fahrrad ja auch 29″ umbauen.

Verspielter Allrounder

Um es vorweg zu nehmen; das NOX Helium 5.9 Expert macht Spaß. Die nicht zu Race-lastige Geometrie und die “kleinen” 27.5″ Laufräder machen es zu einem verspielten Bike, dass sich auf gebauten Strecken leicht durch Anleger zirkeln und im technischen Terrain angenehm versetzen und bewegen lässt. Jedoch kann das Helium auf sehr schnellem und anspruchsvollem Gelände an seine Grenzen kommen und bei hoher Geschwindigkeit leicht stelzig wirken. Aber Das NOX ist auch kein Enduro, sondern ein Allmountain und schlägt sich in diesem Bereich ausgezeichnet.

Obwohl das Helium ein E-Bike ist, wirkt es nie zu schwer. Häufig hatten wir in steilen und rutschigen Passagen das Gefühl, dass die schweren E-Bikes schieben und leichter ins Rutschen kommen. Beim Helium ist das Gewicht aber niedriger, was zur Folge hat, dass es nicht zu schnell rutscht und durch das im Vergleich höhere Gewicht zu einem normalen Mountainbike mehr Stabilität beim Springen bietet.

Der Motor unterstützt im Turbo Modus sehr angenehm, kann aber logischer Weise nicht mit den “großen” Kollegen von Bosch und Shimano mithalten. Dafür hat er andere Vorteile und bezieht sich auf eine andere Konsumenten Gruppe. Wer im Turbo den Berg hoch radeln möchte, wird auch schnell merken, dass der Akku an seine Grenzen kommt und nach einiger Zeit auf dessen Unterstützung verzichten müssen. Wir waren uns am Anfang wirklich unsicher, weshalb man sich ein E-Bike mit einem so kleinen Motor kaufen sollte und waren fast enttäuscht, dass wir nicht die E-Bike-Runde in gewohnter Manier fahren konnten und auf den ein oder anderen Trail verzichten musste, da der Akku nicht ausreichte. Hier wird klar, dass NOX mit dem Helium ein E-Bike anbietet, dass nicht auf den sportlichen Aspekt einer Radtour verzichten mag, einem aber in steilen Passagen unter die Arme greift und dank seines besonderen Motors im Off-Modus wie ein BIO-Bike zu pedalieren ist.

Das Fazit 

Alles in allem ist das Helium 5.9 Expert ein sehr sportliches E-Bike, dass dank des Motors in den richtigen Situationen unterstützt und dann vor allem Bergab einem ein lächeln ins Gesicht zaubert. Wir hatten eine Menge Spaß auf unseren Hometrails, im Bike Park und auf gemütlichen Feierabendrunden und sind traurig, dass wir es zurückgeben mussten.

Mehr zum Helium und der weiteren Produktpalette von NOX findet ihr hier: www.noxcycles.com

 

 

NEWS: Gabriel Wibmer fährt ab sofort auf Canyon

Gabriel Wibmer wird von nun an auf Canyon Bikes unterwegs sein. Mit Sender, Torque und dem Trial Bike steht dem 18-jährigen Osttiroler ein Arsenal zur Verfügung, mit dem er in jeder Disziplin Vollgas geben kann – von Downhill-Wettkämpfen im Sommer, über spektakuläre Freeride-Action bis hin zu progressiver Street-Trials-Artistik. Mit Canyon als neuem Bike-Partner hat er mit nur einer Marke all seine unterschiedlichen Bike-Vorlieben in seinem Fuhrpark vereint.

Gabriel sunrise manual © Stephan Wibmer

„Die Vorfreude mit Canyon zusammenzuarbeiten ist riesig. Ich kann es kaum erwarten, mit dem Trial Bike zu fahren und generell freut es mich total, dass Canyon für jede Diszipilin, die ich mache, ein passendes Bike hat – vom Trial Bike, über das Spectral, zum Freeride- und Downhill-Bike das ist echt ein Traum.“ – Gabriel Wibmer

Das Canyon-Team sowie MTB Brand Manager – Gravity, Jack Noy, sind gespannt, wohin die Kreativität und die Skills den 18-Jährigen bringen werden:

Wir freuen uns total, dass Gabriel wie auch sein Cousin Fabio, Teil der Canyon Familie sind. Gabriels Kreativität und sein Können auf dem Bike stechen für uns ganz klar heraus. Außerdem machen ihn seine positive Grundstimmung und Einstellung zu einer großartigen Ergänzung für das Canyon CLLCTV. Wir können den Beginn der Zusammenarbeit kaum erwarten und fiebern mit, was Gabriel 2021 und darüber hinaus auf die Beine stellen wird.“

© Stephan Wibmer

Gabriel Wibmer:
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