TEST: Scott Trail Protect FR 20 – Der 2-in-1 Rucksack

Der Scott Trail Protect bringt gleich mehrere für den Mountainbiker interessante Features mit sich: Eine Kombination aus ausreichend Stauraum für eine Tagestour, D3O Rückenprotektor und einem abnehmbaren Hauptfach, dass ihn zur Protektor-Weste transformiert, begeistert nicht nur auf der Enduro Runde, sondern auch beim Bike Park Besuch.

Die Schweizer scheinen es mit ihrem Trail Protect Rucksack auf gleich mehrere Gruppen abgesehen zu haben. Der Trailrucksack bietet mit 20 L genügend Stauraum für Tagestoueren, kann aber nach dem Entnehmen des Hauptfachs auch ganz schnell zum perfekten Rückenprotektor mit Stauraum im Bike Park zum Einsatz kommen. Ein durchaus durchdachter Rucksack mit vielen integrierten Features und einer interessanten Design-Idee.

Scott Trail Protect FR 20

Scott Trail Protect FR 20 – kurz und schmerzlos:

  • Gewicht: 932 g
  • Volumen: 20 L
  • Protektor: TÜV-zertifizierter D3O Multi-Impact-Rückenprotektor
  • Preis: 199,95 Euro

Polyester und Wabenoptik

Die Optik des Scott Trail Protect ist schlicht gehalten und verzichtet auf viel Schnick Schnack wie kleine Seitentaschen und Riemen. Das Finish ist leicht glänzend und gefällt uns nicht ganz so gut, da es etwas nach Turnbeutel aussieht. Der Trail Protect ist noch in zwei weiteren Farbvarianten erhältlich: acrtic blue und dark grey/white. Das Obermaterial ist zu 100% aus Polyamid; das Futter aus 100 % Polyester.

D3O Rückenprotektor

Der komplett integrierte und TÜV-zertifizierte D3O Multi-Impact-Rückenprotektor sorgt für ausreichend Schutz. Die Waben-Optik des Protektors dient dem Feuchtigkeitsmanagment und die plastisch geformte Rückseite schmiegt sich angenehm dem Rücken an. Etwas schwierig sehen wir nur die Hygiene des komplett eingenähten D3O Materials, da die Waben durchaus als Dreckfang dienen können und sich schwer reinigen lassen.

Wer ein 2-in-1 Produkt möchte, ist hier absolut richtig. Wer auf den heimischen Strecken unterwegs ist, eine Tour fährt oder im nächsten Trail-Center seine Runden dreht, kann den Trail Protect in seiner ursprünglichen Form nutzen. Geht es dann jedoch mal in den Park und man kann auf die 15L fassende Haupttasche verzichten, kann man diese entnehmen und den Rucksack somit in eine Protektorweste mit 5L Stauraum umwandeln.

Ebenfalls clever ist das Helmtragesytem. Wenn man im Uphill seinen Helm nicht auf dem Kopf oder am Lenker tragen will, kann man die seitlich versteckten Tragriemen entnehmen und einen Halbschalen- oder Integralhelm befestigen. Das Ganze ist auch bei entnommenem Hauptfach möglich.

Im Boden des Rucksacks befindet sich der mitgelieferte Regenschutz, den man leicht entnehmen kann und der sich dank Gummizug schnell befestigen lässt. Dies ist natürlich auch ohne Hauptfach möglich.

Das abnehmbare Hauptfach verfügt über ein Werkzeugfach auf der Vorderseite, das mit praktischen Netztaschen zum Organisieren von Tools, Pumpe und Ersatzteilen versehen ist. Das große Fach bietet Platz für Regenjacke, Essen und auch für eine Trinkblase. Letztere kann auch bei entnommenem Hauptfach verwendet werden und bietet mit der kleinen Netztasche Stauraum für Smartphone und Schlüssel.

Fazit zum Trail-Rucksack:

Scott bietet mit dem Trail Protect FR 20 einen Trailrucksack mit interessanten Features. Dank ausreichend Volumen ist genügend Platz für eine Tagestour bei der Werkzeug, Regenjacke und Essen nicht fehlen dürfen. Mit dem abnehmbaren Hauptfach bieten die Schweizer einen praktischen Rückenprotektor der mit Platz für Smartphone und Trinkblase für eine gute Zeit im Bike Park sorgt. Ein kompakter und gut durchdachter Rucksack mit D3O Protektor, der jedoch leider komplett vernäht und nicht entnehmbar ist.

Mehr Informationen zum Scott Trail Protect FR 20 findet ihr hier: www.scott-sports.com

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Cane Creek präsentiert Gewinnspiel mit limitierter Gabel zu Ehren der International Mountain Biking Association

Cane Creek präsentiert eine besondere Variante der Helm MKII in Senf-Gelb. Damit will das US-amerikanische Unternehmen die International Mountain Biking Association supporten und die Non-profit Organisation mit dem Erlös unterstützen.

Das 1992 in Cane Creek gegründete Unternehmen bietet häufiger limitierte Versionen ihrer Produkte an. Mit der MKII in Senf-Gelb widmen sie sich der International Mountain Biking Association welche sich in den Vereinigten-Statten um die Organisation von neuen Trails, sowie ein Verständnis für das Gleichgewicht zwischen Menschen und Natur im Mountainbike Sport kümmert. Zu Ehren dieser Organisation gibt es nun die besondere Variante der Gabel.

Das Gewinnspiel der Helm MKII ist ab heute aktiv und noch bis ende April 2021 online. Der Gewinner wird Anfang Mai bekannt gegeben. Um am Gewinnspiel teilnehmen zu können, kann man sich auf der Cane Creek Seite Tickets kaufen, deren Erlös komplett zu Händen der IMBA gehen.

Die Gabel kommt mit 150mm Federweg und einem Offset von 44mm. Weitere Details findet ihr unter: www.canecreek.com

Hier gehts zum Gewinnspiel: helmyeahimba.rallyup.com

TEST: Transition Spur 120 Carbon X01 – weniger ist mehr

Ein XC Bike im Gravity Test? Ja! Aber nicht irgendein XC Bike, sondern das Transition Spur 120 Carbon. Das Crosscountry/Downcountry Bike der US-Amerikaner hat bei seinem Release einige Wellen geschlagen. Was der 120mm Carbon Bolide so alles kann und wie viel Spaß wir auf dem Spur hatten, erfahrt ihr hier.

Transition hat sich vor allem mit seinen Vollblut Gravity Bikes einen Namen in der Szene gemacht. Mit dem TR Downhill Modellen haben die Amerikaner einige Erfolge im World Cup feiern können und auch die anderen langhubigen Boliden wie das Patrol und das Sentinel haben einige Fans in der Freeride und Enduro Szene.

Mit dem Spur 120 macht Transition einen Schritt in eine neue Richtung und präsentiert das erste kurzhubige Fully der Marke. Hier wurden 120mm Federweg, leichte XC Komponenten mit einer potenten Geometrie gepaart, was nicht nur im Uphill gut funktioniert, sondern auch auf den Trails für sehr viel Spaß sorgt.

Key Facts:

  • Rahmen: Spur Carbon 120
  • Laufradgröße: 29″
  • Federung: Rockshox Sid und Sidluxe
  • Gewicht: 12,8kg (Mit Tools, Pedalen und Ersatzschlauch)
  • Preis: 6.899 Euro

Den Test zum Spur gibt es auch in bewegten Bildern und mit noch mehr Details und Fahreindrücken in unserem neuen Video.

Optik und Ausstattung

Das uns zur Verfügung gestellte Test-Modell ist das Transition Spur 120 Carbon X01 in Türkis. Die Farbgebung ist ähnlich wie bei anderen Transition Bikes recht schlicht gehalten und wirkt mit den farblich passenden Decals an Gabel und Dämpfer sehr stimmig.

Für alle, die ihre Tools und Getränke gerne am Rad verstauen, spendiert Transition Mounts am Unter- und Oberrohr. Hier finden auch große Trinkflaschen Platz.

Damit das Spur leise und vor Kratzern im Lack geschützt ist, ist die Kettenstrebe mit einem gummierten Chainguard versehen und am Unterrohr befindet sich ein Rahmenschutz. Dieser hätte unserer Meinung nach gerne etwas länger geschnitten sein können.

Ausstattung mit kleinen Schwächen

Passend zum Crosscountry Motto des Spurs sind die Komponenten gut gewählt. Die Sid Ultimate und der Sidluxe Dämpfer aus dem Hause Rockschox arbeiten ausgezeichnet und bieten ein sehr progressives Fahrverhalten. Spannend ist auch, dass der Sidluxe über einen recht großen Sag-Bereich zwischen 15 – 35% verfügt, was bei nur 120mm eine recht große Bandbreite ist. Das Fahrwerk wird mit einem sehr progressivem Hinterbau kombiniert, dessen Sitzstreben über einen konstruierten Flex verfügen.

Die Sram X01 Eagle macht was sie soll und hat uns nie im Stich gelassen. Das knackige Schaltverhalten und die Range von 10-52 Zähne bieten alles was man bergauf und auf dem Trail benötigt.

Auch die Bremsen sind aus dem Hause Sram. Hier wurde die G2 RSC verbaut die durchaus zu einem leichten Crosscountry Fahrrad passt, am abfahrtsorientierten Spur jedoch mitunter ganz schön ins Schwitzen kommt.

RahmenSpur Carbon 120mm
DÄMPFERRockShox SIDLuxe Ultimate
GABELRockShox SID Ultimate
120mm, 44mm Offset
HEADSETCane Creek 40 Series
VORBAURaceFace Turbine R (50mm)
LENKEROneUp Carbon Bar (800mm x 20mm)
GRIFFESensus Lite
SATTELANVL Forge Ti
SATTELSTÜTZEOneUp Dropper Post
SM (120mm)
MD (150mm)
LG (180mm)
XL (210mm)
BREMSENSRAM G2 RSC
BREMSSCHEIBENSRAM Centerline (180/160mm)
SCHALTUNGSRAM XO1 Eagle
UMWERFERSRAM XO1 Eagle
KASSETTESRAM XG 1295 (10-52t)
KETTESRAM XO1 Eagle
KURBELSRAM X1 Carbon DUB
(32t/175mm)
Small 170mm
LAUFRÄDERDT Swiss XR 1700 Spline 25
REIFEN/VORNEMaxxis Dissector 3C EXO (29x2.4)
REIFEN/HINTENMaxxis Rekon 3C EXO (29x2.4)

Crosscountry mit potenter Geometrie

Auf den ersten Blick sieht das Spur nicht nach 120mm aus. Der Rahmen wirkt mit seiner modernen Geometrie eher wie ein langhubigeres Trail-Bike. Der Sitzwinkel von 76.7 wirkt sich natürlich positiv auf die Uphill Performance aus. Auch das straffe Fahrwerk und der mit Flex konstruierte Hinterbau verhindern jegliches Wippen und somit auch Energieverlust beim Pedalieren.

Was das Spur im Downhill so potent macht, sind die restlichen Zahlen. Der Reach ist fast schon vergleichbar mit dem eines Vollblut Enduro Bikes und bietet kombiniert mit einem Lenkwinkel von 66° und den 29° Laufrädern ein stabiles aber auch verspieltes Fahrverhalten auf anspruchsvollen Trails.

SMLXL
Reach425455480510
Stack600610619632
Effektive Oberrohrlänge569602630664
Sattelrohrlänge380410460500
Effektiver Sattelrohrwinkel76.776.275.975.6
Steuerrohrlänge100110120135
Steuerrohrwinkel66.066.066.066.0
Kettenstrebenlänge435435435435
Radstand1156119012191255
Tretlager Absenkung40404040
Geschätzte Tretlagerhöhe335335335335
Überstandshöhe662667670677
Gabelversatz / Offset44444444
Sattelstützeinschublänge250280330330

Transition Spur

Das Spur 120 Carbon auf dem Trail

Dank des vielen Schnees war die diesjährige Winterpause etwas länger als erwartet und somit die Kondition etwas im Keller. Mit dem Spur ist der Uphill jedoch viel entspannter und angenehmer als mit den Endurobikes in der Redaktion und so konnten wir einige Runden im Bayerischen Wald drehen, ohne nach dem ersten steilen Anstieg die weiße Fahne zu schwenken.

Das Spur ist jedoch nicht mit der Uphill Performance der XC-Konkurrenz zu vergleichen. Der Rahmen wiegt etwas mehr als vergleichbare Crosscountry Räder und die Geometrie orientiert sich mehr an den großen Brüdern des Spurs.

Die erste Abfahrt auf dem Hometrail hat uns jedoch die Augen geöffnet. Das Spur verfügt zwar “nur” über 120mm, liegt aber stabil auf ruppigen Trails und lässt sich spielend durch Kurven zirkeln. Nach einigen Metern hatten wir komplett vergessen, dass wir so wenig Federweg unter uns hatten und waren fast so schnell wie auf unseren langhubigeren Bikes unterwegs.

Hier taten sich dann jedoch das ein oder andere kleinere Problem auf. Die 2-Kolben Code G2 RSC Bremse und die 180/160mm Bremsscheiben kommen bei hoher Geschwindigkeit und steilem Terrain an ihre Grenzen. Natürlich passt diese leichte Ausstattung perfekt zum Crosscountry Thema, jedoch könnte das Spur ganz klar eine Bremse mit mehr Power vertragen. Die Geometrie bietet einfach sehr viel Abfahrts-Potential.

Aber nicht nur die Bremsen kamen an ihre Grenzen. Die Reifen Kombination von Maxxis mit Rekon und Dissector bieten zwar wenig Rollwiderstand im Uphill, generieren jedoch kaum Grip auf nassen und wurzeligen Trails im Frühjahr.

Mehr zum Fahreindruck findet ihr in unserem Test-Video. Das findet ihr am Anfang dieses Artikels.

Transition Spur
Der Maxxis Rekon trumpft mit wenig Rollwiderstand im Uphill, bietet jedoch etwas zu wenig Grip auf nassen und steilen Trails

Das Fazit zum Spur

Crosscountry? Jaein. Das Spur hat zwar XC Gene, fühlt sich aber richtig wohl auf ruppigen und schnellen Trails. Man könnte es fast schon ein zu kurz geratenes Trail-Bike nennen. Wer gerne lange Touren fährt und dabei nicht auf ordentliche Abfahrten verzichten mag, findet mit dem Spur den perfekten Begleiter. Leider sind die Bremsen und die Reifen nicht wirklich für Trail-Action mit hohen Geschwindigkeiten geeignet, reichen aber für den normalen Touren- und XC Einsatz vollkommen aus. Im Notfall kann man aber auch die Scheiben gegen größere Tauschen und am Ende der Saison einfach neue Reifen drauf ziehen.

Wir waren vom Spur absolut begeistert. Das kurzhubige Bike der Amerikaner hat uns definitiv bewiesen, dass weniger manchmal eben doch mehr ist und dass wir nicht immer 150mm Federweg und mehr benötigen. Tatsächlich bietet einem das Spur ein ganz neues Fahrgefühl auf den heimischen Trails und zwingt zu präziser Linienwahl. Wir hatten jedenfalls eine Menge Spaß auf dem guten Stück.

 

Mehr Infos zu Transition findet ihr auf: www.transitionbikes.com

Pole Evolink 140 1.4 – Modernes Design mit Updates

Pole Evolink

Pole präsentiert das überarbeitete Pole Evolink. Das Bike im modernen Design sorgte 2016 für Aufsehen und bestach durch eine gewagte Geometrie und ein spannendes Suspension-Design. Zum fünften Jahrestag kommt das 140mm Trailbike mit einigen Updates auf den Markt.

Die Finnen von Pole sind dafür bekannt, dass sie Mountainbikes im brachialem Design und mit interessanter Technik produzieren. Die Pole Machine wird zum Beispiel aus zwei CNC gefrästen Rahmenhälften gefertigt, die dann zusammengeklebt und verschraubt werden. Die Rahmen sind auch besonders, kaum eine andere Marke traut sich so sehr an moderne und individuelle Rahmendesigns ran wie Pole.

Was ist neu am Evolink?

In den letzten Jahren hatten manche Pole Besitzer Probleme mit dem Hinterbau. Es konnte passieren, dass die Kettenstreben dem Einsatz im harten Gelände nicht standhalten konnten und brachen. Pole hat sich diesem Problem angenommen und den Hinterbau komplett verstärkt. Auch wenn sich optisch auf den ersten Blick nicht viel getan hat, sind intern einige Verstärkungen in der Aluminium-Konstruktionen des neuen 1.4 Evolink verschweisst.

An der Geometrie hat sich nicht viel verändert. Der Lenkwinkel bleibt dank neuem Headset bei 64°, jedoch wurde der Sitzwinkel von 76° auf 77,6° (79,9° effektiver Sitzwinkel) geändert. Reach und Radstand bleiben bei 497mm und 1301mm (in Größe K2) und alle Evolink Größen rollen weiterhin auf 29″ Laufrädern.

Wer sich mit Geometrien von modernen Mountainbikes befasst, wird gemerkt haben wie lange dieses Bike ist. K2 ist für eine Körpergröße zwischen 170 – 185cm gedacht. Die neuen K Größen ersetzen die gängigen Angaben wie S,M,L und XL um einer genaueren Passform bei so einer progressiven Geometrie gerecht zu werden.

Das Tretlager wurde ebenfalls angepasst und ist nun etwas höher. Pole hat sich bei einigen Tests dazu entschieden das Lager anzuheben, weil sich diese Anpassung positiv auf die verspielte Performance in Kurven und auf dem Trail auswirkt.

Die größte Veränderung befindet sich jedoch im Hinterbau. Das 1.4er Modell soll nun viel progressiver arbeiten als die Vorgänger Modelle. Im mittleren Federwegsbereich um den Sag-Punkt, wo sich der Hinterbau während der Fahrt die meiste Zeit über befindet, liegt das durchschnittliche Übersetzungsverhältnis nun bei 2,67. Im vorigen Evolink 140 Modell lag dieses noch bei 2,52. Konkret bekommt man hier also 9% mehr Progression und demnach auch 18% mehr Anti-Squat.

Ausstattung und Varianten

Das Evolink 1.4 ists entweder als Frameset oder als komplettes Bike erhältlich. Wer auf das Frameset setzt, kann sich zwischen drei verschiedenen Dämpfern entscheiden und bekommt ein Cane Creek Headset, eine Hinterradachse und eine Sattelstützenklemme für 1690 Euro.

Außerdem wird es eine limitierte Auflage des Evolink mit Rockshox Lyrik Select RC Gabel und Sram GX Egale Antrieb für 4450 Euro geben.

Updates für Evolink Besitzer

Für alle Evolink 140 1.3 Besitzer arbeitet Pole Bicycles aktuell an einem upgrade Kit. Das Kit wird überarbeitete Headset Schalen, einen Cane Creek oder Rockshox Dämpfer und weitere Hardware beinhaltet um auf die neue 1.4 Version umzurüsten. Wann das Kit auf den Markt kommt, ist jedoch noch nicht bekannt.

Mehr Informationen zum neuen Evolink gibt es auf: www.polebicycle.com

Das brandneue Trek Session 2022 – High-Pivot Alu Dowhnhill-Race-Bike

Trek Session

Vor über 15 Jahren präsentierte Trek das erste Session und brachte damit ein Rad auf den Markt, das die Freeride- und auch die Donwhill-Szene seither mitgeprägt hat. Nun hauen die US-Amerikaner das neue 2022er Modell raus und setzen dabei voll auf Racing.

Das Session gehört wohl zu den erfolgreichsten Bikes der Szene. Mit Brett Rheeder und Brandon Semenuk stand kein Modell anderer Marken so häufig auf dem Red Bull Rampage Podium. Unter World Cup Legenden wie Rachel Atherton, Tracey Mosley und einigen Anderen gewann das Session fast 40 mal World Cups und World Champs. Der aktuelle World Champion Reece Wilson gewann 2020 auf einem Trek Session seinen Titel und wird diese Saison zusammen mit seinem hochkarätigen Team auf dem neusten Modell an den Start gehen.

Vorab: In diesem Artikel findet ihr eine kurze Zusammenfassung zum neuen Trek Session. Alles weiteren Details + einen ausführlichen ersten Fahreindruck findet ihr in unserem folgenden Video.

Was ist neu?

Was am 2022er Session direkt auffällt, ist der neue Hinterbau. Das High Pivot Heck ist mittlerweile immer häufiger im World Cup zu sehen, aber nicht unbedingt neu am Session. Das 2006er Modell kam auch schon mit einem ähnlichen Aufbau und einem Idler-Pulley auf den Markt. Bei den nachfolgenden Modellen wurde jedoch auf dieses Design wieder verzichtet.

Kein Plastik?

Nein. Das Session ist nur noch in Aluminium erhältlich. Wie auch die Konkurrenz aus Kalifornien geht Trek hier mit dem Trend und verzichtet komplett auf Carbon-Varianten.

Trek Session

Was ist der Vorteil von High-Pivot?

Der klare Vorteil bei den neuen High-Pivot Modellen ist, dass die hintere Radachse beim Einfedern nicht mehr in einer Kurve zum Rad wandert, sondern sich mehr nach oben bewegt und somit weniger Momentum verliert und das Bike weniger ausbremst. Das Ganze kann man sehr schön im folgenden Beispiel sehen.

Für was ist der Idler-Pulley?

Wer viel Mountainbike fährt, hatte bestimmt schonmal das Gefühl, dass sich die Kette beim harten Einfedern stark bewegt und somit an den Pedalen zieht. Das nennt man Pedal-Kickback. Bei einem High-Pivot Modell kann dieser Kickback recht stark ausfallen und um das zu verhindern wird die Kette beim neuen Session über einen Idler-Pulley (ein Zahnrad, das sich über dem Drehtlager befindet) umgeleitet. Laut Trek ist somit der Pedal-Kickbag beim neuen Modell bei nur 5° – 8°. Das 2018er Session hatte ohne High-Pivot Aufbau einen Rückschlag von 15° – 27°.

29er only? Aber das hat doch nichts mehr mit Freeride zu tun?!

Das haben wir uns tatsächlich auch gedacht. Das Session dominiert den World Cup wie fast kein anderes Bike, jedoch hat sich das langhubige Biest der Amerikaner auch mehr als nur im Freeride etabliert. Wenn wir uns Filme wie Return to Earth, Kranked, New World Disorder und all die verrückten Semenuk Edits anschauen, sehen wir kaum ein anderes DH Bike so häufig. Und ja – 29er klingt nicht nach Freeride.

ABER – Dank der vielen Einstellmöglichkeiten und Flip Chips am Session können wir die Laufradgröße auf 650B only oder Mullet wechseln. Ausgeliefert wird es jedoch nur als 29er. Irgendwie Schade.

Trek Session
Der Mino Link ist ein Flip Chip an der Dämpfer Aufnahme mit der sich das Fahrrad an das Terrain anpassen lässt.

Suspension und Mino Link

Wo wir schon beim Thema Einstellmöglichkeiten und Flip Chips sind. Wer gerne an seinem Rad schraubt und verschiedene Dämpfer Positionen ausprobiert, kann das auch am Session machen. Der Chip an der Dämpferaufnahme besitzt zwei Einstellmöglichkeiten – 25% für smoothere Trails und 20% wenn es ans Eingemachte geht. Das ist aber nicht alles. Wie schon erwähnt, lässt sich das 2022 Modell auf Mullet und 650B only umbauen. Wer Mullet fahren will, nutzt die Mino High Position. Wer auf die wendigen 27,5″ Räder setzt, bewegt den Mino ebenfalls in die High Position und passt die EXT Headset Schale an.

Geometrie und Größen

Während Enduro Bikes größer werden und längeren Reach bekommen, bleiben sich Downhill Räder treu und wirken auf dem Papier erstaunlich kurz. Das neue Session kommt nur noch in drei Größen: R1, R2 und R3. Das kleinste Modell hat einen Reach von 440mm und im größten R3 Modell finden wir einen Reach von 495mm – sehr große und sehr kleine Fahrer hätten sich vielleicht noch über je eine Größe am jeweiligen Ende der Skala gefreut. Schön: Damit die Balance des Bikes ausgeglichen bleibt, passt sich die Kettenstrebenlänge den Rahmengrößen an. Mehr erfahrt ihr in der folgenden Tabelle:

Trek Session

Kabelzüge und Rahmenschutz

Die Qual der Wahl. Trek verkauft das Session mit intern verlegten Zügen die am Headset in das Oberrohr geführt werden und kurz vorm Sitzrohr wieder austreten. Spannend ist jedoch für alles die gerne am Bike schrauben oder häufig Rennen fahren, dass Trek einem die Option lässt die Züge komplett extern zu verlegen. Dafür sind unter dem Oberrohr entsprechende Halter angebracht.

Was uns beim Testen direkt aufgefallen ist, war wie verdammt leise diese Maschine ist. Neben der leisen Shimano Nabe tragen dazu aber auch die extra “gepufferten” Leitungen und der Kunststoff Chainstay Guard und Unterrohr Schutz bei.

Trek Session
Flo hatte definitiv Spaß mit dem neuen Session und hat dezent vom neuen Hinterbau geschwärmt.

Ausstattung und Varianten

Das Session ist wie schon erwähnt nur noch in drei Größen erhältlich. Ähnlich sieht es zum Launch des 2022 Modell auch bei den Ausstattungsvarianten aus. Es wird zwei Kompletträder geben und ein Framekit. Das High-End Modell Session 9 kommt mit RockShox Fahrwerk und setzt auf die Boxxer Ultimate an der Front und den Super Deluxe Ultimate Air Dämpfer am Heck. Die weiteren Komponenten sind ebenfalls aus dem Hause Sram und bestehen aus einem X01 DH 7-fach Antrieb und der Code RSC Bremse. Lenker, Laufräder, und weitere Anbauteile sind natürlich von Bontrager. Das Session 9 kostet: 6.999 Euro

Das Session 8 wird exakt 2000 Euro günstiger sein und ist ab 4.999 Euro erhältlich. Die Basis ist wie beim 9er der gleiche Aluminium Rahmen, jedoch muss man bei den Komponenten ein paar Abstriche machen. Beim Fahrwerk wird hier auf eine Sram/Fox Kombination gesetzt. An der Front gibt’s ordentlich Power von der Boxxer Select+ und am Heck arbeitet der progressive Fox Van Coil Dämpfer.  Angetrieben wird das Ganze mit der Sram GX DH 7-fach Schaltgruppe und gebremst wird mit der Code R. Auch hier sind fast alle weiteren Komponenten von Treks eigener Marke Bontrager.

Wer sich sein Bike lieber selbst aufbaut (auch wenn es aktuell wirklich sehr schwer ist, an Komponenten zu kommen), sollte auf das Frameset zurückgreifen. Das Set gibt es ab 2.999 Euro und wird mit Fox Van Coil Dämpfer ausgeliefert.

Session 9Session 8

Model NameSession 9
SizesR1, R2, R3
ColorsDeep Deep Dark Blue to Alpine Blue Fade
FrameAlpha Platinum Aluminum, high main pivot, idler pulley, integrated frame protection, internal or external routing, magnesium rocker link, Mino Link, ISCG 05 2-bolt mount, Active Braking Pivot, 157x12mm thru axle, 200mm travel
ForkRockShox Boxxer Ultimate, DebonAir spring, Charger 2.1 RC2 damper, straight steerer, 46mm offset, Boost, 110x20mm Maxle Stealth, 200mm travel
Rear SuspensionRockShox Super Deluxe Ultimate DH, RC damper, 250x72.5mm
Front WheelBontrager Line DH 30, Tubeless Ready, 6-bolt, 110x20mm Boost thru axle
Rear WheelBontrager Line DH 30, Tubeless Ready, Rapid Drive 108, 6-bolt, Shimano 7 speed freehub, 157x12mm thru axle
TiresBontrager G5 Team Issue, wire bead, 2-ply 60tpi, 29x2.50"
ShifterSRAM X01 DH, 7 speed
Rear DerailleurSRAM X01 DH, medium cage
CrankSRAM X01 DH, DUB 83, 34T alloy ring, 165mm length
CassetteSRAM PG-720, 11-25, 7 speed
Bottom BracketSRAM DUB, 83mm, BSA threaded
ChainSRAM PC-1110, 11 speed
BrakesSRAM Code RSC 4-piston hydraulic disc
Grip SetBontrager XR Trail Elite, nylon lock-on
HandlebarBontrager Line Pro, OCLV Carbon, 35mm, 15mm rise, 820mm width
HeadsetFSA Orbit, sealed cartridge bearing, 1-1/8" top, 1.5" bottom
PedalsWellgo MG-1, magnesium body, Cro-Mo axle, replaceable pins
SaddleBontrager Arvada, austenite rails, 138mm width
SeatpostBontrager Rhythm Elite, 31.6mm, 0mm offset, 330mm length
StemBontrager Line Pro, 35mm, Direct Mount, 50mm length

Trek Session

Model NameSession 8
SizesR1, R2, R3
ColorsSatin Trek Black
FrameAlpha Platinum Aluminum, high main pivot, idler pulley, integrated frame protection, internal or external routing, magnesium rocker link, Mino Link, ISCG 05 2-bolt mount, Active Braking Pivot, 157x12mm thru axle, 200mm travel
ForkRockShox Boxxer Select, DebonAir spring, Charger RC damper, 46mm offset, 20x110mm Boost thru axle, 200mm travel
Rear SuspensionFox VAN Performance, 250x72.5mm
Front WheelBontrager Line DH 30, Tubeless Ready, 6-bolt, 110x20mm Boost thru axle
Rear WheelBontrager Line DH 30, Tubeless Ready, Rapid Drive 108, 6-bolt, Shimano 7 speed freehub, 157x12mm thru axle
TiresBontrager G5 Team Issue, wire bead, 2-ply 60tpi, 29x2.50"
ShifterSRAM GX DH, 7 speed
Rear DerailleurSRAM GX DH, medium cage
CrankTruvativ Descendant DH, DUB 83, 34T steel ring, 165mm length
CassetteSRAM PG-720, 11-25, 7 speed
Bottom BracketSRAM DUB, 83mm, BSA threaded
ChainSRAM PC-1110, 11 speed
BrakesSRAM Code R 4-piston hydraulic disc
Grip SetBontrager XR Trail Elite, nylon lock-on
HandlebarBontrager Line, alloy, 35mm, 27.5mm rise, 780mm width
HeadsetFSA Orbit, sealed cartridge bearing, 1-1/8" top, 1.5" bottom
PedalsWellgo BO-87B, alloy body, Cro-Mo axle, replaceable pins
SaddleBontrager Arvada, hollow chromoly rails, 138mm width
SeatpostBontrager Rhythm Elite, 31.6mm, 0mm offset, 330mm length
StemBontrager Line Pro, 35mm, Direct Mount, 50mm length

Unser Fazit zum Session 9 2022

Kurz und knapp: Das Session ist ein absolutes Race-Bike. Die 29er in Verbindung mit dem extrem progressivem Hinterbau geben viel Selbstvertrauen und Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten im roughem Gelände. Der Flipchip bietet eine spannende Geometrie Einstellmöglichkeit und lässt das Bike für anspruchsvolle und flowige Parks konfigurieren. Die Komponentenwahl ist super, lediglich an der Code RSC Bremse schieden sich die Geister unserer Testfahrer.

Trek hat mit dem neuen Session ein pures Race Bike geschaffen, das wir mit Sicherheit wieder auf einigen Podien sehen werden. Schade ist nur, dass es leider den Freeride Charakter in der 29er Variante komplett verloren hat – andererseits: Schön, dass man hier nach dem Kauf selbst umbauen kann.

Falls ihr noch mehr Infos zum neuen Session und einen genaueren Fahreindruck haben wollt, schaut euch doch gerne unser Test-Video an. Flo gibt euch da ausführliche Details, es gibt bewegte Bilder und das Session im Einsatz.

Trek Session
Good-Vibes: Wir hatten eine Menge Spaß beim Testen vom neuen Session. Demnächst gibts auch noch einen weiteren Test zu einem DH Klassiker

Mehr zu Trek erfahrt ihr hier: www.trekbikes.com

Neu: Truvativ Atmos Cockpit und Descendant Griffe

Die neuen Truvativ Atmos Vorbauten und Lenker aus dem Hause Sram verbinden Performance mit leichtem Aufbau für den nächsten Trail- und Crosscountry-Einsatz. Passend zum Cockpit gibts auch noch brandneue Descendant Griffe mit geriffeltem Design und schicker Optik.

Sram Truvativ

ATMOS CARBON LENKER

Die Truvativ Atmos Modelle sind das neue Premium Angebot für XC und Trail-Shredder. Das gute Stück kommt auf eine Breite von 760mm und hat einen Backsweep von 9°. Der Lenker kann bis zu 40mm auf beiden Seiten gekürzt werden und ist der leichteste im neuen Atmos Sortiment.

Key Facts:

  • Länge: 760mm – 40mm kürzbar
  • Material: spezielles Carbon Laminat zur Eliminierung von Vibrationen bei gleichbleibender Steifigkeit
  • Gewicht: 190g (Herstellerangabe)
  • Preis: 176,00 Euro

Sram Truvativ

ATMOS 7K LENKER

Der Atmos 7K gehört ebenfalls zur Premium Reihe und kommt auch mit einer Länge von 760mm und einem Backsweep von 9°. Dieses Modell ist jedoch nicht aus Carbon sondern wird aus leichtem 7050er Aluminium gefertigt.

Key Facts:

  • Länge: 760mm – 30mm kürzbar
  • Material: 7050 Aluminium
  • Gewicht: 250g (Herstellerangabe)
  • Preis: 72,00 Euro

Sram Truvativ

ATMOS 7K RISER

Der Unterschied zwischen dem 7K und dem 7K Riser erklärt sich fast von selbst. Der Riser ist in zwei Varianten erhältlich – 10mm und 20mm Rise. Auch dieses Modell ist in robustem 7050er Leichtbaualuminium gefertigt.

Key Facts:

  • Länge: 760mm – 30mm kürzbar
  • Rise: 10mm, 20mm
  • Material: 7050 Aluminium
  • Gewicht: 250g (Herstellerangabe)
  • Preis: 72,00 Euro

Sram Truvativ

ATMOS 7K VORBAU

Passend zu den der neuen Lenker Reihe gibt es natürlich auch einen neuen Vorbau. Der 7K Vorbau wird aus Aluminium gefertigt und ist wahlweise mit einem 6° oder 9° Rise, bzw. Drop erhältlich. Außerdem ist der XC- und Trail-Vorbau in 6 verschiedenen Längen erhältlich und alle Schrauben verfügen über eine T25 Aufnahme. Für alle Freizeit Filme und GoPro Besitzer dürfte der neu integrierte GroPro Mount ein interessantes Feature sein.

Key Facts:

  • Länge: 40, 50, 60, 70, 80, 90mm
  • Winkel: 6°
  • Feature: GoPro Mount
  • Preis: 78,00 Euro

Neu im Truvativ Sortiment sind auch die Descendant Griffe. Diese kommen mit einer Einfach-Klemmung um mehr Grifffläche zu bieten und haben eine extra weiche und geriffelte Oberfläche für Grip und Performance im harten Gelände.

Erhältlich ist das ganze in Sechs verschiedenen Farbvarianten und ab einem Preis von 32,00 Euro

Mehr Informationen zu den vorgestellten Produkten findet ihr auf: www.sram.com

TEST: Die neuen Fizik Gravita Schuhe – Enduro und Downhill, Flat und Clipless

Fizik stellt die neuen Gravita Schuhe für den raueren Mountainbike Einsatz vor. Dabei wird Sicherheit und Performance kombiniert um im Enduro und Downhill Bereich zu glänzen. Zusammen mit Athleten und Entwicklern entstanden somit zwei Modelle; der Gravita Versor und der Gravita Tensor. Natürlich als Flat und Clipless Modelle erhältlich.

Fizik haben sich in den letzten Jahren immer mehr in die Mountainbike Branche gewagt und entwickelten neben den klassischen Renn- und XC-Schuhen einige interessante Produkte für die Gravity Szene. Mit den neuen Gravita Schuhen präsentieren die Italiener eine Kombination aus Schutz, Tragekomfort und Performance.

Den Test zu den Gravita Versor Clipless findet ihr am Ende des Artikels.

Gravita Tensor

Als es bei Fizik um die Entwicklung um einen Race-Spec Gravity Schuh ging, war das Feedback von Enduro Athleten und World Cup Racern extrem wichtig. Beiden Kategorien war klar, dass die Schuhe ein gewisses Maß an Sicherheit, Haltbarkeit und Stabilität auf dem Pedal bei Renn- und Trainingsläufen bieten müssen. Dabei soll der Schuh aber nicht nur gut performen sondern auch möglichst leicht und bequem sein. Fizik nahm sich also zum Ziel all diese Kriterien in einem Schuh zu integrieren.

Vorab: Uns wurde bisher nur die Versor Modelle zur Verfügung gestellt, deshalb können wir kein Fazit zu den Tensor Varianten geben.
  • Ripstop Material + TPU verstärktem Obermaterial
  • Schnürsenkel + Einsteig mit Klettverschluss
  • Flat: X6 Außensohle – EVA Innensohle, Vibram Megagrip
  • Clipless: X6 Außensohle – Nylonschaft, EVA Innensohle, Vibram XS EVO
  • Gewicht: 310 g (Flat), 410g (Clipless)
  • Größe: 36-48 (37 – 47 in halben Größen erhältlich)

Was die Optik des Schuhs angeht, fällt einem direkt der hochgezogene Knöchelbereich auf. Unserer  Meinung nach ein sehr interessantes Feature, da im ruppigen Gelände der Kontakt zur Kurbel doch auch mal etwas härter ausfallen kann und ein extra Polster somit nicht unangemessen ist. Die Tensor Modelle sind in drei Farbvarianten erhältlich: Schwarz, Rot/Scharz, Grau/Aqua-Marine

Das Außenmaterial ist ein Ripstop Material, dass auf der Oberseite TPU-verstärkt wurde. Fizik setzt beim Tensor auf Schnürsenkel, die mit einem Klettveschluss am oberen Ende kombiniert werden.

Für mehr Komfort auf den Pedalen sorgt eine EVA Innensohle, die Vibrationen der Pedale abdämpft und taube Füße vermeiden soll.

Fizik Gravita

Flat

Wer mit Flat Pedals unterwegs ist, der weiß, dass der Grip von Griffen und Pedalen essentiell ist. Verliert man den Halt, kann man die Spannung im Körper nicht halten und das Bike verliert an Kontrolle. Deshalb ist die Sohle eine Flat Schuhs so wichtig.

Fizik setzt bei den Tensor und Versor Modellen auf die Gummimischungen von Vibram. Vibram ist einer der weltweit führenden Hersteller von Gummisohlen für den Outdoor, Sport und Arbeits- Bereich. Für den Mountainbike Bereich wurde eine besonders “klebrige” Sohle entwickelt – die Vibram Megagrip – soll im harten Gelände auf dem Pedal kleben und die Kontrolle über das Bike gewähren.

Der Aufbau der Sohle bietet dank des etwas feineren Musters unter den Zehen und der Hacke für Grip beim gehen. Der gröbere Bereich auf der Mitte und am Heck des Schuhs soll für Halt auf den Pedalen sorgen.

Im Gegensatz zur Clipless Variante ist die Sohle recht flexibel gehalten damit sich der Fuß über die Pins und das Pedal legen kann und sich somit quasi auf den Flats festhalten kann.

Fizik Gravita

Clipless

Der Aufbau und die Sohle sind identisch zur Falt Variante. Das feinere Muster am vorderen Teil der Sohle sorgt für Grip zu Fuß und die gröbere Anordnung in der Mitte soll für Grip auf dem Pedal sorgen.

Der eigentliche Unterschied liegt natürlich am Slot für Cleats und einer versteiften Sohle. Um beim Pedalieren am Pedal ziehen zu können und genug Druck über das Clipless-System aufbringen zu können ist die Sohle steifer als bei einem Clipless Schuh, der sich quasi über das Pedal legen muss um Halt zu finden.

Das Cleat System bietet eine ordentliche Range und lässt sich recht weit nach hinten verstellen um im steilen Gelände die Verse ordentlich nach unten drücken zu können. Im Lieferumfang sind außerdem zwei Shims enthalten.

Gravita Versor

Fizik hat uns den Versor in der clipless Variante zur Verfügung gestellt und wir konnten schon einige Meter mit den schicken Modellen drehen.

Der Aufbau der Versor und Tensor Modelle unterscheidet sich kaum. Beide kommen mit EVA-Innensohle, Vibram Gummimischungen und Rip-Stop Material. Der unterschied liegt hierbei jedoch im Detail denn die Versor sind noch leichter als ihr großer Bruder. Die ergonomisch geformten Schuhe verzichten auf den Klettverschluss am Einstieg, das hochgezogene Polster am Fersenbereich und das TPU-Obermaterial.

  • Ripstop Material
  • Schnürsenkel
  • Flat: X6 Außensohle – EVA Innensohle, Vibram Megagrip
  • Clipless: X6 Außensohle – Nylonschaft, EVA Innensohle, Vibram XS EVO
  • Gewicht: 270 g (Flat), 410g (Clipless)
  • Größe: 36-48 (37 – 47 in halben Größen erhältlich)

Der Unterschied ist die Optik und die leichtere Verarbeitung. Optisch wirkt der Versor eher wie ein moderner Sneaker, ist ebenfalls in drei Farbvarianten erhältlich und kommt auch in Flat und Clipless Ausführungen. Farblich fällt der Versor jedoch etwas schlichter aus. Das knallige Rot gibt es nur beim Tensor, dafür können wir mit schlichten Schwarz und Grau Tönen vorlieb nehmen, die mit dezenten Lila und Braun Tönen kombiniert werden.

Fizik Gravita

Flat

Die Sohle der Flat Pedale ist ebenfalls aus der weichen und klebrigen Vibram Megagrip Gummimischung. Damit sich die Pins ordentlich in den Schuh “bohren” können, ist der mittlere Teil des Schuhs mit einem gröberen Muster übersehen. An der Front ist der Aufbau etwas feiner um Grip zu bieten, falls das Rad mal geschoben erden muss. Die Sohle ist vom Aufbau und der Mischung identisch wie der des Tensor Flat Modells.

TEST: Der Fizik Gravita Versor Clipless

Nun zum eigentlichen Test. Wir haben die Clipless Variante des Versors zur Verfügung gestellt bekommen und waren damit auf den heimischen Trails unterwegs. Unser Testmodell kam in Grey/Mud und wirkt optisch eher schlicht. Sobald man den Schuh anzieht, fällt auf wie angenehm geschnitten die Form ist. Wir haben relativ breite Füße und waren trotzdem vom Komfort begeistert und hatten angenehmen Freiraum an den Zehen.

Mein Setup

Im Lieferumfang ist eine kleine Packung mit zwei Shims beigelegt, die ich für den ersten Versuch erst einmal weggelassen hatte, aber darauf leider nicht mehr aus dem Pedal kam. MeinFehler! Der zweite Versuch mit Shims hat ausgezeichnet gepasst und es gab keine Problem mehr aus den DMR VTwin Pedalen mit Shimano System zu entklicken. Für mehr Grip und weniger Spiel fahre ich die Pedale mit zusätzlichen Pins und Shims.

Das Fazit zum Gravita Versor Clipless

Der Versor besticht durch angenehmen Tragekomfort und wirkt eher wie ein etwas zu steifer Sneaker und nicht wie ein typischer Fizik Clipless Schuh. Wer wie ich manchmal auf dem Trail Probleme hat wieder einzuklicken, dem dürfte die extrem grippige Vibram Sohle in der ein oder anderen Situation auf dem Pedal helfen. Auch der Aufbau gefällt – der steife Ballen-Bereich macht das Fahren mit Klick-Pedalen sehr angenehm, bietet aber trotzdem genügend Flex um das Bike auch mal schieben zu können. Optisch ist das ganze natürlich wieder Geschmacksache – uns gefällt die neue Fizik Kollektion jedoch sehr gut.