TEST: Marin El Roy – Made For Fun

Marin El Roy

Marin goes back to the Roots?! Stahlbikes haben bei der Kultmarke seit über 30 Jahren Tradition. Mit dem neuen Stahl-Monster bringen die Kalifornier ein Vollblut Enduro-Hardtail auf den Markt, das mit seiner progressiven Geometrie den Fullies auf dem Trail die KOM-Krone streitig machen möchte. Ob das klappt und wie viel Spaß das schmucke schwarze Bike in der Praxis bringt – wir verraten’s euch!

Klar man könnte den Artikel mit dem klassischen „Wir sind ja damals alle auf einem Hardtail gestartet“ anfangen, aber irgendwann ist damit auch mal gut. Ganz ehrlich: Ich kann mich tatsächlich nicht mehr erinnern, wie es ist ohne Dämpfung über den Trail zu ballern, da ich seit Jahren auf Fullys, vom Enduro bis zum Downhiller unterwegs bin. Die erste amtliche Ausfahrt mit dem Marin war für mich entsprechend ein echter Augenöffner. Verflucht! Hardtails machen verdammt viel Spaß.

Das El Roy ist das ultimative aggressive Hardtail, das dich locker auf den Berg bringt, aber dann bei der Abfahrt erst so richtig strahlt: Ein würziger Mix aus progressiver Geometrie und zuverlässigem Stahl. – Marin

Marin El Roy

Das El Roy – kurz und schmerzlos:

  • 29″
  • Hardtail
  • CroMo/Stahl
  • Marzocchi Z1, 36mm Standrohre
  • 14,85 kg
  • Preis: 2.799 Euro

Optik vom Feinsten

Als ich das erste Mal vor dem El Roy stand, war ich direkt von der Optik begeistert; Der flache Lenkwinkel mit der dicken Marzocchi Gabel lässt das Bike einfach unglaublich aggressiv wirken; Es schreit förmlich nach Downhill-Spaß. Ein weiteres Highlight ist der besondere Lack der in einem dunklen Anthrazit-Ton daherkommt und bei näherem Betrachten glänzende Flakes erkennen lässt. Ebenfalls stimmig ist die Rote Z1 Gabel in Verbindung mit den farblich passenden Marin Decals.

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Die außen verlegten Kabel tragen zum markanten Look bei und stören die gelungene Optik überhaupt nicht. Vorteil: einfacherer Zugang bei Wartung und Austausch und keine klappernden Geräusche im Rahmen.

Marin el roy

Rahmen und Geometrie

Das El Roy basiert auf einem stabilen Serie 3 CroMo-Rahmen mit integriertem Drop-In Headset und ist EPD-beschichtet um Rost vorzubeugen.

Die Geometrie ist mit dem bloßen Augen schon klar. Der extrem flache Lenkwinkel mit 63° und der Reach von 480mm beim Regular und 510mm beim Grande versprechen Potential für die Abfahrt und der steile Sitzwinkel mit 78° soll für eine angenehme Sitzposition im Uphill sorgen. Dennoch zählt der Weg zum Gipfel nun nicht unbedingt zu den großen Stärken des Marins, da sind andere Trail-Hardtails meist deutlich flinker. Andererseits dürfte das auch den Köpfen hinter dem Bike klar gewesen sein und der Fokus liegt ohnehin auf Spaß und Speed in der Abfahrt.

RegularGrande
Sitzrohr (in mm)420430
Oberrohr horizontal (in mm)617647
Steuerrohr (in mm)120120
Kettenstrebe (in mm)435435
BB Drop (in mm)6565
Lenkwinkel (in °)6363
Sitzwinkel (in °)7878
Reach (in mm)480510
Stack (in mm)645645

Komponenten fürs Grobe

Mit knapp 2.800 Euro zählt das Marin El Roy zu den teureren Trail-Hardtails, was sich nur teilweise in der Ausstattung widerspiegelt – aber klar, auch der hochwertige Stahlrahmen hat seinen Anteil am sportlichen Preispunkt. Doch gleich vornweg: Dort, wo es drauf ankommt, hat man bei Marin eben nicht gespart und deshalb ein rundes Komponentenpaket geschnürt. Das beginnt schon bei der Gabel: Die Bomber Z1 von Marzocchi ist rundum überzeugend und zählt im mittleren Preissegment zu unseren absoluten Lieblingen am Markt. Mal ganz davon abgesehen, dass sie mit ihrem roten Casting optisch perfekt an das Marin passt, bringt sie eben auch ein sensibles Ansprechverhalten und überzeugende Dämpfung mit.

Bei der Schaltung kommt man in den Genuss von satten 510% Bandbreite der neuen Shimano Deore 12-fach Gruppe, an der es aus unserer Sicht rein gar nichts auszusetzen gibt – außer vielleicht ein paar Gramm Übergewicht, was jedoch angesichts von knapp 15 Kilogramm beim El Roy dann auch nicht mehr so wirklich entscheidend ist. Ebenfalls von den Japanern kommen die MT420 Bremsen, die zwar zu den eher günstigen Stoppern gehören, dank ihrer 4 Kolben vorn und hinten und der 203er Scheibe an der Front auch für längere Abfahrten einige Reserven mitbringen. Die Laufräder mit Shimano MT400 Naben und den hauseigenen, tubeless-kompatiblen Alufelgen mit 29 mm Innenweite sind solide Kost, auf denen jedoch mit dem Assegai von Maxxis einer der besten Enduro-Reifen überhaupt Platz findet. Damit jedoch nicht genug: Die mächtigen 29×2,5″ Pneus sind hier hinten in der griffigen Maxx Grip Gummimischung und der extrem pannensicheren DoubleDown Karkasse verbaut, vorn etwas leichter mit MaxxTerra und Exo+. Hier kann man mit dem Druck so richtig schön weit runter gehen, ohne sich Sorgen um etwaige Durchschläge machen zu müssen.

Selten verbaut, aber dennoch überzeugend ist die Manic Dropper Post von X-Fusion, bei der auch der ergonomische Hebel zu überzeugen weiß. Last but not least: Das Cockpit mit Deity Vorbau und einem 800 mm breiten Deity Carbonlenker ist durchaus ein Highlight am El Roy.

Bodenprobe: Das El Roy auf dem Trail

Schon auf den ersten Blick war klar: Das Marin El Roy ist konsequent auf maximalen Fahrspaß bergab getrimmt! Schlanker Stahlrahmen, 63 Grad Lenkwinkel, 78 Grad Sitzwinkel, Maxxis Assegai Reifen und die 36mm Standrohre der Marzocchi Z1 – das El Roy strotzt förmlich vor potenten Features.

Fans von langen und flachen Bikes werden sich auf Anhieb auf dem Marin zurecht finden. Durch den steilen Sitzwinkel gelingen selbst knifflige Anstiege; die sehr gut gewählte Übersetzung (32T, 10-51T) des Shimano Deore 1×12 Antriebs tut dafür ihr Übriges. In der Ebene oder auf Transferetappen kommt das El Roy allerdings mitunter ins Straucheln. Das steile Sitzrohr rückt die Tretposition sehr weit über die Kurbel, was sich mit Muskelkater in bis dato unbeachteten Muskelpartien des Oberschenkels bemerkbar machte. Das hohe Gesamtgewicht und der schwere, weiche Reifen erfordern speziell auf schnellem Untergrund etwas mehr Tretleistung. Doch genug mit den Fahreigenschaften des Marin im einfachen Gelände, das El Roy will auf den Trail – bergauf wie bergab! Also runter mit der angenehm langen Dropper Post (150 oder 170mm) und rein in den Downhill!

Marin El Roy

Die auf glattem Untergrund zäh rollenden Reifen sind auf dem Trail ein wahrer Spaßgarant und vermitteln Sicherheit wie man sie von einem Hardtail nicht für möglich gehalten hätte. Dank stabiler Karkasse und Tubeless-Montage konnten wir den Luftdruck äußerst gering halten – ohne der ständigen Gefahr eines Plattfußes. Das Resultat war teilweise fast schon (positiv) beängstigend: Die Kombination aus langem Reach, super-flachem Lenkwinkel, satter Marzocchi Z1 Gabel und den genannten Maxxis Reifen ließ uns teilweise vergessen, dass wir auf einem Hardtail sitzen. Apropos Gabel: Die Marzocchi Z1 konnte mit ihren 36mm Standrohren nicht nur hinsichtlich ihrer Steifigkeit glänzen; Mit ihrem butterweichen Ansprechverhalten, einem sehr guten Support im mittleren Federwegsbereich und nicht zuletzt mit dem simplen und schnellen Setup, konnte sie vollends überzeugen und wurde zu unserem Liebling

Ist das Marin auf Geschwindigkeit gebracht (und das geschieht mit einer stoischen Sicherheit), gilt es das Rad vor dem nächsten Anlieger wieder zu verzögern. Die verbauten Shimano MT420 4-Kolben-Stopper verrichteten ihren Dienst recht ordentlich. Dafür ausschlaggebend waren sicherlich die üppig dimensionierten Bremsscheiben mit 203mm vorne und 180mm am Heck. Lediglich auf langen Abfahrten und mit hohem Fahrergewicht konnten wir die Hinterradbremse ans Limit bringen, was sich mit einem schwammigen Druckpunkt und leicht erhöhter Handkraft bemerkbar machte. Ein Upgrade auf 203mm Bremsscheiben auch am Heck sollte hier aber relativ schnell Abhilfe schaffen.

GRÖßERegular, Grande
RAHMENCroMo/Steel
GABELMarzocchi Z1, 140mm, EVOL Air Spring, Grip Damper
FELGENMarin, Alu 29"
NABE, HINTENShimano HB-MT410B, 148x12mm, Centerlock
NABE, VORNEShimano HF-MT410B, 110x15mm, Centerlock
SPEICHEN14g Black Stainless Steel
REIFENMaxxis Assegai 29x2.5", MAXX GRIP, Double Down, Tubeless Compatible
UMWERFERShimano Deore, 12-Speed, SGS
SCHALTHEBELShimano Deore, M6100, 12-Speed
KURBELSATZFSA Comet, Modular 1x, 32T Direct Mount Chainring
TRETLAGERMego EXO 73mm BSA
KETTEKMC X-12 Silver and Black
KASSETTEShimano, Deore 12-Speed, 10-51T
BREMSE, VORNEShimano MT420, 4-Piston Hydraulic Disc Brake, 203mm Rotor
BREMSE, HINTENShimano MT420, 4-Piston Hydraulic Disc Brake, 180mm Rotor
BREMSHEBELShimano MT4100 Hydraulic Lever
LENKERMarin Mini-Riser, 6061 Double Butted Aluminum, 780mm
VORBAUMarin 3D Forged Alloy, 35mm
GRIFFEMarin Single Clamp Locking
KOPFLAGERFSA Orbit 40 No.42 ACB
SATTESTÜTZEX Fusion Manic, Regular = 150mm Travel, Grande = 170mm Travel
SATTELMarin Speed Concept
EXTRASBolt-On Thru-Axle
FARBEAnthrazit mit Flakes
PREIS2.700 Euro

 

Das Fazit zum kalifornischen Stahl-Monster

Wer seine Hometrails mal wieder ganz anders erleben möchte, sollte sich definitiv Gedanken über den Kauf eines Baller-Hardtails machen. Das El Roy glänzt durch seine Abfahrts-orientierte Geometrie, langem Reach, Laufruhe bei hoher Geschwindigkeit und einer richtig schicken Optik. Vielleicht lässt sich mit dem Hardtail der Kalifornier sogar die ein oder andere Strava Rekordzeit schlagen. Wer jedoch nach einem verspielten Fahrrad sucht, das bergauf effizient ist und bergab wendige Manöver zulässt, sollte stattdessen vielleicht eher das San Quentin aus gleichem Hause ins Auge fassen.

Wir hatten auf jeden Fall eine Mengen Spaß mit dem El Roy und werden den schwarzen Stahl-Rahmen mit der schönen Roten Z1 vermissen.

Marin El Roy
Es stimmt: Das El Roy ist das ultimative aggressive Hardtail, das Dich locker auf den Berg bringt, aber dann bei der Abfahrt erst so richtig strahlt: Ein würziger Mix aus progressiver Geometrie und zuverlässigem Stahl.

Mehr Infos zum Marin El Roy findet ihr auf: www.marinbikes.com

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Must Watch: Brandon Semenuk x Kade Edwards – Parallel II

Es braucht eine flowige Line außerhalb von Kamloops und zwei der stylischsten Athleten der Szene und man bekommt ein fantastisches Edit das ihr sehen müsst! Brandon Semenuk und Kade Edwards zeigen in Parallel II das sie nicht ohne Grund zu den besten der Welt gehören. 

Two riders, two interconnected tracks, and a second take on a timeless idea—welcome to Parallel II. Brandon Semenuk and Kade Edwards converge on a new course built outside of Kamloops, BC to deliver proximity riding and filming like never seen before.

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TEST: Bulls Duro 29 – Spaßiges Trail-Hardtail mit stimmiger Geometrie

Bulls präsentiert mit dem Duro 29 ein robustes Trail-Hardtail mit 130mm Federweg, einer potenten Geometrie mit kurzen Kettenstreben und einer cleanen Optik. Wir waren mit dem Duro im Vinschgau und auf unseren Hometrails unterwegs und konnten viel positives, aber auch die ein oder andere Schwachstelle finden. 

Als wir das Duro zum ersten mal zu Gesicht bekommen haben, ist uns direkt das moderne und nach Spaß aussehende Design ausgefallen. Wir hatten in den letzten Jahren immer wieder Mountainbikes der deutschen Marke in den Händen. Trotzdem oder gerade deswegen fanden wir das frische Design des Hardtails überraschend.

Umso mehr haben wir uns gefreut, dass wir das Bulls Duro mit auf unseren Trip in den Vinschgau nehmen konnten und es dort auf den vielseitigen Trails fahren durften. Dort gibt es neben den bekannten Trails wie den Holy Hansen und den Tschilli Trail auch etwas flowigere Strecken wie den Propain- und den Sunny Benny-Trail. Letztere waren für das Duro perfekt geeignet.

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Bulls Duro 29

Optik und Features

Optisch sieht das Bulls Duro sehr clean und modern aus. Der Alu-Rahmen, die Vario-Sattelstütze und die Schwalbe Reifen mit brauner Wand machen direkt Bock auf Trail-Action. Auf dem weißen Rahmen befindet sich das schwarze Bulls Logo und einige kleinere Decals.

Bulls Duro 29

Leitungen und Züge sind im Rahmen verlegt und tragen zur sauberen Optik bei. Am Vorbau ist ein Clip-System angebracht in das die Leitungen von Bremse und Schaltung eingehakt werden können. Technisch sehr sinnvoll! Optisch ist dieses System definitiv Geschmacksache und sorgte bei unseren Testern für geteilte Meinungen.

Geometrie

Für ein Hardtail aus dem Hause Bulls ist das Duro sehr modern. In der Rahmengröße 43 haben wir einen Reach von 490mm (Bei einem Fully wäre das sehr lang, Hardtails fühlen sich eher kürzer an) , einen Lenkwinkel von 66°, einen Sitzwinkel von 76° und eine erstaunlich kurze Kettenstrebe von 420mm. Auf dem Papier sollte das Duro somit ziemlich viel Spaß auf flowigen Strecken machen und mit einem wendigen Fahrverhalten glänzen können.

Bulls Duro 29

Komponenten und Ausstattung

Um ehrlich zu sein ist das Duro nicht ganz günstig. Für 1.899 Euro bekommt man einen Aluminium Rahmen mit innenverlegten Zügen und einer modernen Geometrie. Aber passen die Komponenten auch zum Gesamtkonzept und Preis?

Bei der Gabel setzt der deutsche Hersteller auf die Rockshox Pike Select RC mit 130mm Federweg. Bei dieser Variante lässt sich die Low-Speed-Druckstufe und die Zugstufe einstellen. Das Ansprechverhalten ist durchaus zufriedenstellend.

Die 12-Fach Schaltgruppe stammt vom Komponenten Giganten Shimano. Mit einer Übersetzung von 10-51 Zähnen bei der Deore Kassette und einem 32 Zahn Kettenblatt an der Front kommt man fast jeden Anstieg angenehm hinauf. Schön zu sehen ist, dass hier von Werk aus ein Chainguide verbaut wurde.

Gebremst wird ebenfalls mit Produkten des japanischen Herstellers. Die hydraulische MT420 Scheibenbremse wirkt jedoch aufgrund ihrer weniger ergonomischen Zwei-Finger-Hebel an dem Duro fehlplatziert. Bei einem so abfahrtsorientierten Trail-Hardtail hätten wir uns eine potentere und zum Einsatzbereich passendere Alternative gewünscht.

Die Limotec Alpha 1 Variostütze verfügt in der Rahmengröße L über einen 170 mm Hub der durchaus zum Rad passt. Ein bisschen negativ ist uns der Bulls Sportive Ergo Sattel aufgefallen. Dieser erinnert mit seinem breiten Aufbau eher an den Sattel eines City Rads und passt nicht wirklich zu einem Trail-Hardtail, dass im Gelände pedaliert wird. Man kommt einfach schwerer hinter den Sattel und wieder nach vorne.

Die Schwalbe Nobby Nic Evo Super Ground Reifen, die ihren Einsatzbereich im XC, Allmountain und Trail haben, passen gut zum Duro. Auch auf den staubigen und lockeren Trails im Vinschgau hatten wir auf diesen Gummis ordentlich Grip. Bergauf rollen diese auch etwas angenehmer als Enduro Reifen.

Bulls bietet das Duro 29 in nur einer Variante an. Da der Rahmen aber so viel Potential bietet würden wir uns über ein Framset freuen – denn viele von uns nutzen Hardtails als Bastelprojekt und verbauen dort Komponenten die wir noch in unseren Werkstätten haben. Der Bulls Duro 29 Rahmen wäre für solche Projekte eine ausgezeichnete Grundlage.

Vinschgau

Test: Das Bulls Duro 29 auf den Trails

Wer zum Trail-Einstieg will, muss erst einmal den Aufstieg bewältigen. Den meistert das Bulls dank seines steilen Sitzwinkels und den gut rollenden Reifen mit Bravour. Auch der Stack von 642mm sorgt für eine aufrechte Position was sich vor allem bei längeren Touren bemerkbar macht.

Wir würden nur den Sattel gegen eine etwas sportlichere Mountainbike-Variante tauschen, da die breite Sitzfläche auf Dauer nicht optimal für sportive Fahrer ist..

Bulls Duro 29

Sobald es auf den Trails bergab geht, wird klar, dass Bulls mit dem Duro ein potentes Trail-Hardtail geschaffen hat. Die Geometrie lädt zum schnellen Fahren ein und überzeugt vor allem auf etwas flowigeren Passagen mit gebauten Kurven und Pumps.

Aber auch in ruppigen und technischen Sektion macht das Duro eine tolle Figur. Zwar ist man dort etwas langsamer unterwegs, dank der kurzen Kettenstrebe und der Tretlagerhöhe lässt sich das Hinterrad jedoch leicht umsetzen und das Duro über Felsen und Wurzeln manövrieren.

Auch die Rockshox Pike Federgabel macht mit ihren 130mm Federweg einen tollen Job und bietet Sicherheit wenn eine Linie mal nicht mit ganz so viel Bedacht gewählt wurde.

Bulls Duro 29

Fazit: spaßiges Trail-Hardtail 

Das Bulls Duro 29 ist ein tolles Trail-Hardtail das mit einer modernen Geometrie im Gelände glänzt und optisch sehr schön dasteht. Wir hatten auf flowigen aber auch technischen Trails eine Menge Spaß und haben das weiße Alu-Bike dank seines verspielten Fahrverhaltens lieb gewonnen. Nur mit der Wahl der Komponenten waren wir nicht ganz zufrieden. Wir hätten uns zum Beispiel eine zum Einsatzbereich passende Bremse gewünscht – das hätte das Gesamtpaket abgerundet.

Weitere Infos findet ihr unter: www.bulls.de

 

Keep it Reel – Mitmachen und gewinnen bei der #bestbikereel-Challenge 

„Keep it Reel“ – lautet das Motto in Serfaus-Fiss-Ladis, wenn ab Juli 2022 die #bestbikereel-Challenge in die zweite Saison startet. Du und dein Buddy planen einen Besuch im Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis oder auf den umliegenden Singletrails? Dann heißt es Smartphone oder GoPro ins Gepäck und jede Menge Content produzieren. Im Anschluss dein Highlight-Reel zusammenstellen, auf Insta laden, entsprechend vertaggen und schon sicherst du dir die Chance auf den Hauptgewinn – einen Kurzurlaub in der Bikeregion Serfaus-Fiss-Ladis! Wie dieser Traum vom Bike-Urlaub aussehen könnte, hat Filmer Marius Prell schonmal in Szene gesetzt:

Nach der erfolgreichen #bestbikereel-Challenge des letzten Jahres, mit über 120 kurzweiligen sowie rasanten Reel-Einreichungen, freut sich die Ferienregion Serfaus-Fiss-Ladis auch dieses Jahr wieder über jede Menge Insta-Gold und Banger-Edits aus der Mountainbike-Community. Der Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis bietet dir dabei eine abwechslungsreiche Spielwiese: Ob du auf der „Strada del Sole“ auf Airtime gehst, die North-Shore-Elemente oder den Hütten-Drop des „Hill Bill“ in Angriff nimmst oder einfach die Downhillstrecke shreddest – Möglichkeiten für gute Shots gibt es in Hülle und Fülle. Und natürlich kannst du auch klassische Singletrail-Action und das traumhafte Bergpanorama in Reels verarbeiten.

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Auch Marius Prell ist begeistert von den vielfältigen Möglichkeiten in Serfaus-Fiss-Ladis, sowohl vor als auch hinter der Kamera: „Ich nehme ja meist die Perspektive hinter der Kamera ein und dafür findet man hier in Serfaus-Fiss-Ladis echt super viele abwechslungsreiche Plätze, um coolen Content zu produzieren. Das kann gleich unten der Landing Bag sein, ein fetter Wallride aber auch ein großer Drop oder die Singletrails hoch oben. Wenn man sich kurz Zeit nimmt, kann man dann meist recht fix noch einen neuen Blickwinkel entdecken, der den Unterschied zwischen einem guten und sehr guten Reel ausmacht. Auf dem Bike bin ich dann selbst eher noch Einsteiger, aber auch für mein Level finde ich hier zahlreiche passende Trails, die viel Spaß bringen.“

So kannst du mitmachen

Um an der Challenge teilzunehmen, poste einfach dein #bestbikereel auf Instagram, egal, ob dieses im Bikepark oder auf den Singletrails in Serfaus-Fiss-Ladis entstanden ist. Verwende dabei die Hashtags #bestbikereel und #serfausfissladis2022 und markiere den IG-Account @bikeparkserfausfissladis – schon bist du dabei.

Bei den Videobeiträgen geht es nicht ausschließlich um die krassesten Bike-Skills, sondern um das Gesamtpaket aus Action und Kreativität. Mitmachen kann jede(r) und für Inspiration und Tipps kannst du dir diesen kurzen Film von Fabio Wibmer’s Haus und Hof Filmer Marius Prell ansehen: https://youtu.be/H7V5mRLNQgY

Die Challenge läuft bis zum Ende der Sommersaison am 16. Oktober 2022. Um deine Chance zu erhöhen einen Preis abzusahnen, kannst du während dieser Zeit selbstverständlich auch mehrere Reels posten. Und solltest du es dieses Jahr aus unerklärlichen Gründen nicht nach Serfaus-Fiss-Ladis schaffen, dann kannst du auch gerne Throwbacks aus den letzten Jahren teilen.

Eine Jury, bestehend aus Bike-Filmer Marius Prell, Vertretern des Tourismusverbandes Serfaus-Fiss-Ladis und des Bikeparks Serfaus-Fiss-Ladis, wählt am Ende der Saison die glücklichen Gewinner aus.

Bikepark-Manager Christian Zangerl freut sich auch dieses Jahr wieder auf zahlreiche Einreichungen: „Ich freue mich schon jetzt auf die neuen Reels, weil ich echt mega beeindruckt war, wie viele hochkarätige Teilnehmer und vor allem auch Teilnehmerinnen wir in der letzten Saison hatten. Die Qualität der Reels und auch das fahrerische Niveau waren echt top! Auch dieses Jahr verlosen wir wieder zwei Übernachtungen für zwei Personen inklusive Tickets und ich wünsche allen, die mitmachen wollen – viel Spaß und Erfolg.“

Das gibt es zu gewinnen

Der Hauptgewinn beinhaltet zwei Übernachtungen mit Frühstück inklusive 2-Tages-All-Mountain-Bike-Tickets für zwei Personen für die Bikeregion Serfaus-Fiss-Ladis in der Sommersaison 2023.

Zudem können noch vier weitere Gewinne abgestaubt werden, zum Beispiel Reifen, Caps, Shirts, Jerseys und mehr.

Weitere Infos sowie die Teilnahmebedingungen findest du hier: www.bike-sfl.at/de/service/bike-challenge

Weitere Informationen zum Biken in Serfaus-Fiss-Ladis gibt es auf: www.bike-sfl.at. Details zur Ferienregion Serfaus-Fiss-Ladis sind zu finden unter www.serfaus-fiss-ladis.at.

Finde uns auf:    Bild 1    Bild 2    Bild 3    sfltirol    @serfausfissladis

#serfausfissladis #wearefamily #weilwirsgeniessen

#bikeschulesfl #bikesfl #bikeparksfl #gooddaysfl #propain

#bestbikereel #serfausfissladis2022

TEST: Liv Intrigue Advanced Pro 1 – Die Alleskönnerin im Langzeittest

Liv – die Tochterfirma des Konzerns Giant – baut seit nun mehr als einer Dekade Bikes für Frauen. ‚Im Test hatten wir das Liv Intrigue Advanced Pro 1, welches für 4.999 Euro auf dem Markt erhältlich ist. Ob das Fahrrad trotz des geringen Federwegs von 140/125 mm dazu einlädt, es ordentlich auf dem Trail stehen zu lassen, oder doch ein braver Tourer ist, das haben wir ausprobiert.. 

Es gibt nicht viele Marken die ihren Fokus rein auf Frauen legen. Die Tochter Firma des Industrie Riesen Giant konzentriert sich zu 100% auf die Entwicklung von Bikes für die weibliche Anatomie. Dabei fließen Daten und Körpermaße in das Design der Rahmen ein um das perfekte Fahrgefühl bieten zu können.

Die Rahmen sind nicht einfach nur kleiner, sondern die Geometrie ist von Grund auf anders gestaltet, denn der weibliche Körper unterscheidet sich in Sachen Schwerpunkt und Proportionen vom männlichen.

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Mit dem Intrigue bietet Liv ein spannendes Allmountain-Fully für 4.999 Euro das nicht nur gut aussieht, sondern auch viel Spaß auf den Trails macht. Als Herzstück bringt das Bike einen Vollcarbon Rahmen mit sich und – wie für Liv typisch – ist auch im Intrigue ein Maestro-Hinterbau verbaut, welcher sowohl Feinfühligkeit als auch Effizienz verspricht. Nach einer umfassenden Überarbeitung besitzt das Fahrrad nun 140 mm Federweg in der Front und 125 am Heck. Der Rahmen bietet außerdem Platz für 29“ Laufräder. Diese sollen dem Fahrrad Stabilität und Laufruhe verleihen, wobei durch das Zusammenspiel mit der speziell angepassten Geometrie des Rahmens dennoch auch bei längeren Touren nicht auf Bequemlichkeit in der Sitzposition verzichtet werden muss.

Liv Intrigue

Optik und Features

Auch der Platz für eine Trinkflasche im Hauptrahmen macht längere Touren mit dem Intrigue möglich. Die Lackierung des Rahmens – welche sich „chameleon mars“ nennt – wirkt edel und macht das Rad zu einem optischen Hingucker. Ein Highlight sind die glitzernden Flakes in der Lackierung.

Angebrachte Rahmenprotektoren sollen dafür sorgen, dass dies so bleibt und darüber hinaus die Fahrgeräusche vermindern. Die Optik des Fahrrads wir durch intern verlegte Züge abgerundet.

Liv Intrigue

Geometrie

Das Intrigue ist in den Größen S, M und L erhältlich, laut Hersteller spricht es Frauen mit einer Körpergröße von 1,58m bis 1,81m an. Der integrierte Flip-Chip bietet der Fahrerin eine Auswahl-Möglichkeit in der Geometrie zwischen „high“ und „low“.  

Wenn wir uns Die Daten der Rahmengröße M anschauen wird schnell klar, dass das Intrigue gut in die Allmountain Kategorie passt ohne dabei an Komfort zu verzichten. Der Sitzwinkel von 77° ist steil genug um im Uphill gut in die Pedale treten zu können und wird mit einem Reach von 430mm und einem Stack von 625mm kombiniert. Dadurch sitzt die Fahrerin nicht zu gebeugt auf dem Rad und bekommt auf langen Tour ordentlich Komfort geboten.

Kombiniert man das ganze mit einem Lenkwinkel von 65,8° und einer kurzen Kettenstrebe von 438mm bekommt man ein wendiges Mountainbike, dass sich vor allem auf flowigen Strecken und technischen Uphills beweisen kann. Wird es jedoch mal schnell und ruppig bietet diese Geometrie nicht sonderlich viel Stabilität und Laufruhe. Es ist halt ein Allmountain und kein Enduro.

Liv Intrigue

Komponenten und Ausstattung 

Das Liv Intrigue gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, welche entweder aus Aluminium oder aus Vollcarbon bestehen. Unser Testbike hat die Ausstattungsvariante Advanced Pro 1. Für die 4999€ erhält man hier ein hochwertig ausgestattetes Fahrrad, wodurch das geringe Gewicht von 12,9 kg ermöglicht wird.

Die in der Front verbaute Fox 36 Performance Elite Gabel mit der FIT4 Dämpfung schafft mit ihren 140 mm Federweg ein breites Anwendungsgebiet. Im Cockpit wurden überwiegend Komponenten der Mutterfirma Giant verbaut, die uns bereits auf anderen Bikes überzeugen konnten.

Auch die Laufräder stammen aus den Hallen des Fahrradriesen Giants, durch deren Carbon-Bauweise bieten diese hohe Stabilität bei geringer rotierender Masse. Auf diesen wurden Reifen der Firma Maxxis montiert. Die Kombination aus Minion DHF 29×2,5WT vorne und Dissector 29×2,4WT hinten sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Grip und Rollwiderstand.

Beim Antrieb setzt die Firma Liv hier auf den Hersteller SRAM mit seiner GX Eagle, diese weist Bandbreite von 520 % auf. Auch die Bremsen stammen aus dem Hause SRAM, hier wurde die G2 R (4-Kolben) verbaut. Je nach Rahmengröße kann der Sattelhub durch die Contact Switch Vario Stütze unterschiedlich stark angepasst werden. 

Bayrischer Wald

TEST: Liv Intrigue Advanced Pro 1 auf den Trails

Bevor das Bike bei der Abfahrt überzeugen kann muss es erstmal auf den Berg. Beim Uphill überrascht und erfreut das Intrigue durch seine Leichtfüßigkeit und den hohen Komfort. Durch das geringe Gewicht und die stimmige Ausstattung stellen selbst lange und steile Anstiege kein Problem dar. Die Sperr-Fuktion der Feder-Elemente wurde ausschließlich bei langen Tretpassagen genutzt, da auch im offenen Zustand wenig Energie verschwendet wird. Auch wenn der Uphill mal etwas steiniger und technischer wurde, klettert das Allmountain wie eine Ziege den Berg hinauf. Beim hoch strampeln konnte das Intrigue somit vollends überzeugen. 

Geisskopf

Oben angekommen, darf sich das Bike dann bei der Abfahrt beweisen. Hierfür waren wir im Rahmen unseres Langzeittests auf zahlreichen Trails unterwegs, welche sehr unterschiedliche Bedingungen geboten haben um eine Einschätzung zu gewinnen. 

Geisskopf

Auf flowigen und weniger steilen Strecken erweist sich das Intrigue als eine hervorragende Begleiterin, vor allem auch für weniger erfahrene Fahrerinnen. Hier vermittelt das Rad Stabilität und Selbstvertrauen aber auch Leichtigkeit und Agilität sorgt somit für ausgelassenen Fahrspaß. Auf schnelleren, verblockten Trails hingegen fordert das Fahrrad einen recht aktiven Fahrstil und schafft es nicht mehr ohne Weiteres die eben beschriebene Sicherheit zu vermitteln, auch durch die fehlende Laufruhe. Zudem fällt im Test auf, dass sich die doch sehr kurz bemessene Sattelstütze (bei Rahmengröße S) in solchen Passagen negativ auf die Bewegungsfreiheit auswirken kann.

Liv Intrigue

Im Rahmen des Tests wurde das Rad überwiegend im „low“-Setting gefahren und erwies sich durchwegs als ein agiles und gut manövrierfähiges Fahrrad. Vor allem auf längeren Touren, bei denen immer wieder getreten werden muss und die Abfahrten weniger technisch anspruchsvoll sind, kommt man mit dem Fahrrad vollkommen auf seine Kosten. Für solche Vorhaben besteht bei dem Liv Intrigue Advanced Pro 1 absolutes Potential zum Lieblingsfahrrad.  

Liv Intrigue

Das Fazit: Die Alleskönnerin? 

Das Liv Intrigue Advanced Pro 1 erweist sich als ein effizientes Leichtgewicht, welches vor allem im Uphill und auf flowigen Trails eine Topfigur macht. Das ideale Zusammenspiel aus den verbauten Komponenten und der Geometrie des Bikes sorgt dafür, dass dieses in vielen Einsatzbereichen glänzt und Spaß macht. Wenn Fahrsicherheit und Laufruhe nicht leiden sollen, bewegt man sich mit dem Intrigue dennoch besser abseits sehr anspruchsvoller Trails. Zusammengefasst kann das Bike damit also als die Fast-Alleskönnerin bezeichnet werden. 

Weitere Informationen findet ihr unter: www.liv-cycling.com

 

TEST: Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70 – kanadisches E-Enduro zum Ballern

Das kanadische Kult-Brand Rocky Mountain produziert schon seit Jahren potente Mountainbikes die im World Cup, auf Freeride Events und in der Enduro World Series erfolgreich sind. Mit dem Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70 gibt es nun die motorisierte Alternative zum schnellen Enduro Bike. Mit 170mm Federweg an der Front, Shimano Bremsen und dem hauseigenen Dyname 4.0 Mountain Bike Drive Motor mit 250W und 108Nm klingt das Altitude extrem spannend. Wie gut das kanadische E-Enduro auf den Trails unterwegs ist, erfahrt ihr hier.

Wer sich an die ersten Freeride Clips vom North Shore erinnert, wird sich auch an die ersten fetten Boliden der kanadischen Marke Rocky Mountain erinnern. Athleten wie Wade Simmons und Thomas Vanderham lassen den Vibe des Sports immer noch hochleben. Vaea Verbeeck geht mit dem Maiden beim Crankworx an den Start und Jesse Melamed gewinnt eine Stage der Enduro World Series nach der anderen.

Die Jungs und Mädels von Bike Action waren so freundlich und haben uns das Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70 zur Verfügung gestellt und wir konnten das E-Enduro Anfang des Jahres mit auf die Trails im Vinschgau nehmen.

Rocky Mountain Altitude Powerplay

Optik und Features

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Was direkt auffällt ist das verhältnismäßig dünne Unterrohr. Das Altitude verfügt über einen 720Wh Akku und deshalb könnte man erwarten, dass dieser den Rahmen etwas bulliger macht. Im Bereich des Motors ist das auch weiterhin der Fall.

Die Lackierung ist Orange/Black, ist aber auch in Green/Carbon erhältlich. Abhängig von der Ausstattungsvariante ist das Rocky Mountain Altitude Powerplay in unterschiedlichen Farben gestaltet.

Viele E-Mtbs haben unordentliche Cockpits, da dort Display und Controller sitzen und somit mehr Leitungen untergebracht werden. Bei den neuen Powerplay Modellen haben wir am Lenker jedoch nur noch einen kleinen Controller mit zwei Buttons. Der Display wurde formschön in das Oberrohr eingelassen was ein sauberes Gesamtbild bietet. Zur der cleanen Optik tragen auch die innenverlegten Züge und Leitungen bei.

Natürlich dürfen Frame-Protection, Chain-Protection und ein Flaschenhalter nicht fehlen. Das Altitude besitzt alles was wir für den gepflegten Einsatz im Gelände benötigen.

Geometrie – Große Sprünge im Reach 

Das Altitude Powerplay wurde uns in der Rahmengröße LG zur Verfügung gestellt. Diese verfügt in der flachen Flip Chip Position über einen Reach von 475mm, einen Lenkwinkel von 63,5°, eine Kettenstrebenlänge von 439 und eine Sitzwinkel von 75,5°.

Rocky Mountain Altitude PowerplayRocky Mountain ist vom Ride 9 zum Ride 4 System gewechselt – Das heißt: Mit Hilfe des Flip Chips könnt ihr die Geometrie des Alitudes in 4 Stufen verstellen. Wenn ihr also in der flachsten Position einen Reach von 475mm habt, könnt ihr den in drei weiteren Schritten anpassen. In der steilsten Position kommt ihr dann auf einen Reach von 483mm und einen Lenkwinkel von 64,3°. Genaueres findet ihr in den folgenden Tabellen.

Flache Geometrie EinstellungSteile Geometrie Einstellung
Flache Position:SMMDLGXL
Oberrohrlänge (mm)587612639673
Lenkwinkel63.563.563.563.5
Steuerrohr (mm)100100110125
Sitzrohrwinkel75.575.575.575.5
Sitzrohrlänge (mm)380420445480
Kettenstreben (mm)439439439439
BB Drop / Tretlager-Offset (mm)34343434
Reach (mm)425450475508
Stack (mm)629628638652
Überstandshöhe (mm)834832831831
Radstand (mm)1210123712641301
Steile PositionSMMDLGXL
Oberrohrlänge (mm)585610637671
Lenkwinkel64.364.364.364.3
Steuerrohr (mm)100100110125
Sitzrohrwinkel76.376.376.376.3
Sitzrohrlänge (mm)380420445480
Kettenstreben (mm)436436436436
BB Drop / Tretlager-Offset (mm)24242424
Reach (mm)433458483513
Stack (mm)623623632645
Überstandshöhe (mm)838836836836
Radstand (mm)1207123212611298

Beim anschauen der Geometrie Daten ist uns aufgefallen, dass der Sprung zwischen den Größen erstaunlich groß ist. In LG haben wir einen Reach von 475mm und beim größeren Rahmenmodell liegt dieser schon bei 508mm. Zwar kann man den Reach mit Hilfe des Ride 4 Systems anpassen, jedoch verändert sich damit auch der Lenkwinkel.

Alles in allem verfügt das Rocky Mountain Altitude Powerplay über eine moderne Geometrie die auf schnellen und ruppigen Passagen mit Hilfe der 170mm Federweg an der Front und den großen 29″ Laufrädern einiges wegschluckt. Aber auch auf flowigen Strecken lässt sich das Altitude angenehm bewegen – das könnte an der der verhältnismäßig kurzen Kettenstrebe liegen.

Vinschgau

Komponenten und Ausstattung – Ein toller Antrieb

Da es sich bei Rocky Mountain nicht um einen Direktversender handelt, ist zu erwarten, dass der Preis etwas höher ist. Das Bike mit Carbon Rahmen und Alu Hinterbau bekommt ihr für ca. 8.800 Euro. Aber passen die Specs zum Preis?

Rocky Mountain Altitude Powerplay

Das kanadische Brand setzt beim Carbon 70 Modell auf ein Performance Fahrwerk von Fox. An der Front arbeitet die Fox 38 Float EVOL GRIP mit 170mm Federweg. Am Heck sitzt der Fox Float X2 mit 160mm. Prinzipiell ist das ein tolles Fahrwerk, was jedoch in dieser Preisklasse nicht unbedingt gut platziert ist. Für 8.800 Euro bekommt man bei anderen Herstellern mindestens ein Performance Elite wenn nicht sogar schon das Factory Fahrwerk.

Gebremst wird mit Shimano XT Trail 4 Kolben Bremsen die über 203mm Scheiben an der Front und am Heck verfügen. Die Schaltung stammt ebenfalls aus dem Haus des japanischen Komponenten Giganten. Hier wird auf eine Shimano XT Gruppe mit einer 10-51 Zähne Kassette gesetzt.

Ein Highlight ist ganz klar die Bereifung! Die Felgen und Naben sind eine Kombination aus DT Swiss und WTB Produkten und werden mit Maxxis Reifen bestückt. An der Front arbeitet der Maxxis Assegai 2.5 WT 3C MaxxGrip und am Heck der Maxxis Minion DHR II 2.4 WT 3C MaxxTerra – Beide mit Double Down Karkasse und natürlich Tubeless Ready. Diese Reifen Kombination sollte jedem Fahrer ordentlichen Grip im Gelände und dank der Karkasse eine hohe Pannensicherheit bieten.

Bei letzterem hilft aber nicht nur die DD Karkasse sondern auch die von Werk aus installierten Cushcore. Diese Reifen Inserts erlauben, dass die Seitenwände der Reifen bei niedrigerem Luftdruck stabiler dastehen und soll Pannen wie Snakebites und beschädigte Felgen verhindern. Ein weiterer Vorteil ist, dass ihr bei einem Platten immer noch den Trail runterfahren könnt, ohne den Reifen oder die Felge zu beschädigen.

Für uns ist dieses Upgrade ein durchdachtes und tolles Feature.

Rocky Mountain Altitude Powerplay

Das Herzstück – Dyname 4.0

Der Dyname Antrieb geht nun schon in die vierte Generation und hat einige Upgrades bekommen. Zum einen ist der gesamte Motor nun kleiner und leiser. Letzteres ist vor allem dank der neuen Umlenkung möglich. Im Gegensatz zu anderen Motoren wird die Energie nicht direkt über das Kettenblatt übertragen, sondern wird über eine etwas höher liegendes Ritzel eingebracht. Der Motor mit 108Nm Leistung verfügt über eine sehr natürliche Trittperformance die schon eher an unmotorisierte Mtb erinnert, als an das typische E-Mtb Gefühl. Wenn der Fahrer viel leistet, dann kommt auch viel vom Motor, wenn der Fahrer sich zurücknimmt, dann tut es der Antrieb auch. Dabei ist das System wirklich sensibel.

Dieses Ansprechverhalten ist Geschmacksache, hat aber bei uns genau ins Schwarze getroffen. So wollen wir das für eine echtes Mountainbike! Der Motor wird übrigens mit einem 720Wh Akku kombiniert und sorgt somit für eine exzellente Reichweite. Eurer nächsten Enduro Tour steht somit definitiv nichts mehr im weg.

Unsere Kollegen von Velomotion hatten den Dyname 4.0 auf dem Prüfstand und konnten sich einen noch ausführlicheren Eindruck von dem System machen. Den Test findet ihr unter folgendem Link: www.velomotion.de

Wie schon erwähnt ist der Display nun im Oberrohr integriert. Am Lenker befindet sich somit nur noch die Rocky Mountain Micro Remote. Über das Jumbotron Display lassen sich alle Infos ablesen – Von der Geschwindigkeit, über die Unterstützungsstufe bis hin zum Kilometerstand gibts alle wichtige Daten auf einem Display. Aber das ist nicht alles. Rocky Mountain verzichtet bei der neusten Generation komplett auf die Kopplung mit der hauseigenen App. Ihr könnt nun individuelle Konfigurationen eurer Unterstützungsstufen direkt über das Display machen. Selbst Fehlerauslesungen sind nun per Jumbotron möglich.

Rocky Mountain Altitude Powerplay

TEST: Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70 

Beim Uphill fällt sofort die besondere Performance des Dyname Motors auf. Das System verlangt zwar einen runden Tritt, sorgt dann aber durch seinen sehr sparsamen Energieeinsatz lange für Performance. Auch die Geometrie des Altitude trägt zum Uphill Spaß bei. Zwar ist das E-Enduro nicht unbedingt das komfortabelste Rad bei lange Strecken, macht aber in steilen und technischen Kletterpassagen eine tolle Figur.

Bergab lässt das Altitude Powerplay Carbon 70 fast keine Wünsche offen. Die tolle Geometrie bietet im rauen Gelände viel Sicherheit und lässt dank des kurzen Hinterbaus verspielte Manöver und schnelle Richtungswechsel zu. Die 170mm bieten ordentlich Reserven und werden mit allen Hindernissen fertig die sich in den Weg stellen.

Was uns jedoch nicht so gut gefallen hat, ist das Fahrwerk. Zwar macht man mit der Performance Serie keinen Fehler, jedoch hätten wir uns für den aufgerufenen Preis schon mindestens ein Performance Elite Fahrwerk gewünscht. Dieses würde noch etwas mehr Leistung aus dem eh schon so gut funktionierenden Fahrwerksdesign kitzeln.

Weitere Informationen und bewegte Bilder findet ihr übrigens in unserem folgenden Testvideo:

Fazit: Kanadisches E-Enduro zum Ballern und Spaßhaben 

Ein Highlight des Rocky Mountain Altitude Powerplay ist ganz klar der tolle Dyname 4.0 Motor der dank seiner natürlichen Performance und dem großen Akku für einen tollen Uphill sorgt. Sobald es bergab geht, lädt das Altitude zum schnell fahren ein. Der tolle Hinterbau und die gelungene Geometrie bieten dabei Sicherheit und und einiges an Potential auf den verschiedensten Strecken. Kleine Abzüge muss man jedoch beim Verhältnis von Preis und Ausstattung machen – Ein noch potenteres Fahrwerk wäre schon wünschenswert gewesen. Tolles Bike für eine gute Zeit auf den Trails.

Rocky Mountain Altitude Powerplay

Weiter Informationen findet ihr unter: www.bikes.com

 

 

 

 

 

Must Watch: HANDBUILT, CHAPTER II: “THE STORY” Featuring Tyler McCaul

Tyler McCaul lässt den Freeride Spirit im neuen Marzocchi Video aufleben. Zusammen mit dem Mountainbike-Edit-Genie Calvin Huth und dem Fotografen Peter Jamison war der Amerikaner in den Klippen Utahs unterwegs – Next Level Mountainbike Action in wunderschönen Aufnahmen!

“This project represents being able to put all that behind me and get back to what I really love doing. It was a challenge with weather, nagging injuries, head games, and tough builds, but the process was fun and something that I had really missed.” Watch Marzocchi athlete Tyler McCaul tackle the UTAH desert in the second chapter of the Handbuilt series – Simple and iconic lines that redefine what riding is all about.

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