#bestbikebanger challenge in Serfaus-Fiss-Ladis: Show us your best bike picture!

During the 2020 season, the family-friendly bike region Serfaus-Fiss-Ladis is on the hunt for the #bestbikebanger, i.e. the best bike photo, shot within Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis or on the surrounding single trails. The competition begins with the bike season’s kick-off and the winners of the #bestbikebanger challenge will be announced after the season. Anybody aged 16 and over, who owns a smartphone, has an Instagram channel as well as a little creativity and a good eye for photos is welcome to participate.

Mountain bike professional Jackson Goldstone and his family already did it. The four Canadians were actually the ones to initiate the #bestbikebanger challenge during their recent visit to the sunny plateau high above the Tirolean Inntal valley. This first challenge had Jackson and his sister Bailey compete at the bike park with their parents who rode on the single trails. Now it’s your turn!   

© Serfaus-Fiss-Ladis Marketing GmbH, RichardBos RASOULUTION

Head out to the bike park or the single trails and unleash your creativity to shoot the #bestbikebanger. Every picture connected to biking counts. It doesn’t matter if it was taken shredding a rock garden, root sections or spectacular jumps in the bike park or simply enjoying the magnificent panoramic views on Scheidtrail or brand-new Jochtrail.

To participate in the challenge you need to post your #bestbikebanger on your Instagram channel with the hashtags #bestbikebanger and #serfausfissladis while tagging their Instagram account @bikeparkserfausfissladis. The first prize will be two nights accommodation including breakfast and All-Mountain Rides tickets for the Serfaus-Fiss-Ladis bike region for a family of four, valid for the 2021 bike season.

The challenge runs throughout the whole summer season 2020 (27 June – 18 October) and all correctly tagged posts from this period will automatically be entered. Throwback pictures from the past years are more than welcome, too. The jury, consisting of pro rider Jackson Goldstone himself, representatives of the Serfaus-Fiss-Ladis Tourist Board and Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis, are waiting for your banger shots! 

© Serfaus-Fiss-Ladis Marketing GmbH, RichardBos RASOULUTION

What makes an ordinary picture a #bestbikebanger? Ron Goldstone, Jackson’s dad and by his own account winner of the internal Goldstone family challenge has this advice: “I think if you see a shot that makes you want to do what the person is doing, then that’s the best banger. It could be riding in a beautiful location, like the Frommestrail, or hitting a sweet berm or jump.”

For more information on the Serfaus-Fiss-Ladis #bestbikebanger-challenge please go to: www.bike-sfl.at/de/service/gewinnspiel

More information about biking in Serfaus-Fiss-Ladis and about the region in general check out www.bike-sfl.at/en and www.serfaus-fiss-ladis.at/en.

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#bestbikebanger #serfausfissladis #wearefamily #weilwirsgeniessen #bikesfl #bikeparksfl #bikeschulesfl #gooddaysfl  

        

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Test: ERGON GE1 Factory Griffe und SM E-Mountain Core Prime Sattel

Ergon GE1 Evo Factory

Welchen Griff und welchen Sattel man am Besten nutzt, ist immer Geschmacksache und auch auch vom Körperbau und Fahrstil abhängig. Wir haben den Ergon GE1 EVO Factory Griff und den SM E-Mountain Core Prime Sattel für euch getestet und können somit einiges zum Thema Verarbeitung, Komfort und Haltbarkeit erzählen. 

Das Koblenzer Unternehmen wirbt schon seit einigen Jahren mit ergonomischen und innovativen Komponenten für Fahrräder. Tahnee Seagrave, Nicholi Rogatkin und Vali Höll sind nur ein Paar der Athleten die Ergon Produkte an ihren Mountainbikes fahren und für sie werben.

Ergon-Produkte sind sophisticated: anspruchsvoll, hochentwickelt, technisch ausgereift, raffiniert, ausgeklügelt. – Franc Arnold, CEO

Wir haben zwei Produkte des Unternehmen aus dem schönen Rhein-/Moselkreis zur Verfügung gestellt bekommen und mal genauer unter die Lupe genommen. Was bei Sattel und Griffen direkt auffiel ist der vergleichsweise hohe Preis. Ob der gerechtfertigt ist, haben wir für euch getestet, denn: erscheint der auf den ersten Blick hoch, kann sich das doch relativieren, wenn das Produkt die Erwartungen erfüllt. Wir waren im Testzeitraum auf unserem Giant Reign E+ E-MTB  auf Trails im wunderschönen Bayrischen Wald unterwegs.

Ergon GE1 Evo Factory
Die Frozen Moss Farbe passte gut zur Farbe des Giant Reigns und das Oil-slick Design der Klemme macht auch Einiges her.

ERGON GE1 Factory Griffe

Mit dem GE1 will Ergon einen weiterentwickelten Griff für Enduro-Fahrer und -Racer bieten, der durch Komfort und Performance glänzen soll.

Auf den ersten Blick waren wir etwas von der sehr speziellen Moos-Farbe des Gummis überrascht, doch an unser Giant Test Bike passte sie dann ganz gut. Style ist nicht alles, aber alles ist nichts ohne Style, eh klar! Das Oil-Slick Finish der Klemmen ist definitiv ein Hingucker und in Kombination mit anderen Farben mit Sicherheit auch eine schöne Ergänzung an anderen Fahrrädern.

Die GE1 fühlen sich im ersten Moment sehr griffig an (auch ohne Handschuhe) und passen Dank der Texturausrichtung gut in die Hand. Die unterschiedlich geformten Innenwände sorgen in Verbindung mit der silikonbasierten Gummimischung für ein angenehm “weiches” Griffgefühl.

Auch nach längeren Fahrten bleiben die Griffe geschmeidig in der Hand und verursachen keinen “Armpump” oder schmerzen in den Handballen. Die Verarbeitung ist sehr ordentlich und hielt auch dem ein oder anderen Sturz stand. Lediglich kleine Macken und Kratzer waren nach einigen ausgiebigen Touren und Parkbesuchen auffindbar.

Hier ein paar Fakten zu den ERGON GE1 Factory Griffen:

Material:Factory Custom Rubber, kaltgeschmiedetes Aluminium (CNC gefräst)
Größe:Regular, Slim
Farben:Frozen Moss/Oil-Slick, Frozen Stealth/Oil-Slick, Frozen Stealth, Frozen Orange,
Preis:39,95 EUR
Gewicht:105g

Ergon GE1 Evo Factory
Trotz des ein oder anderen Sturzes weist der Griff kaum Macken auf

Fazit zu den Griffen:

Wir halte die Ergon GE1 für durchaus potente Mountainbike-Griffe. Im Downhill hatten wir mit Handschuhen in jeder Situation genügend Grip und konnten den Lenker gut halten. Bei Nässe und ohne Handschuhe wird der Griff leider etwas rutschig und könnte somit in ruppigen Downhillpassagen für Probleme sorgen. Die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen und die Oil-Slick Klemmen sind definitiv ein kleiner Hingucker. Der hohe Preis von 39,90 EUR und das leichte rutschen bei Nässe in der nackten Hand sind die einzigen Punkte die wir an den Griffen auszusetzen haben.

Sattel auf Sram AXS Sattelstütze
Schlichtes Design in stealth Schwarz

SM E-Mountain Core Prime Sattel

Beim Auspacken des Core Prime Sattel fällt direkt die Breite E-Bike typische Sitzfläche auf. Diese stört jedoch keineswegs beim Fahren und bietet viel Komfort. Der Sattel und seine Streben sind in einem schlichten Schwarz gehalten und passen somit zu jedem Bike.

Der Core Prime ist als dynamischer Sattel mit ergonomischem Kern designed und soll durch schwimmend gelagerte Bewegungsunterstützung weniger Druck auf die Sitzknochen verursachen und den Genitalbereich entlasten. Als erste Sättel überhaupt, wurden alle Ergon Core Modelle für 2020 mit dem Gütesiegel der „Aktion gesunder Rücken“ (Forum Gesunder Rücken und Bundesverband deutscher Rückenschulen) ausgezeichnet. Man darf also davon ausgehen, das die Macher sich viele Gedanken gemacht haben, um ein “gesundes” Produkt zu erschaffen. typisch Ergon halt…

Bei längeren und ruppigen Uphill Passagen bietet der Sattel viel Komfort und Grip. Auch wenn es mal richtig steil wurde hatten wir nicht das Gefühl auf dem GE1 zu rutschen und konnten auch bei schwierigsten Situationen im Sattel bleiben.

Hier ein paar Fakten zum SM E-Mountain Core Prime Sattel:

Geschlecht:Männerspezifisch
Einsatz:E-MTB
Sitzschale: Nylon Composite
Gestell:CroMo
Obermaterial:Microfiber
Polsterung:Orthopedic Comfort Foam
Größen:S/M, M/L
Farben:Stealth (Schwarz)
Preis:149,95 EUR
Gewicht:360g

Die Traktion am Hinterrad ist bei einem weniger flexiblen und gedämpften Sattel deutlich schlechter. Komfort und Fahrtechnik verbinden sich beim SM E-Mountain Core zu einer neuen Einheit.-  Lutz Scheffer, E-Bike Designer

Fazit zum Sattel:

Der GE1 glänzt im Uphill mit Komfort und Grip. Und obwohl wir keine Mängel gefunden haben und beim Design und Aufbau bestimmt einige innovative Ideen eingeflossen sind, halten wir auch hier eine UVP von 149,95 EUR schon für eher hochpreisig um nicht zu sagen teuer.

Wer also bereit ist viel Geld für Komfort und Grip auf dem E-Bike auszugeben, der sollte mit dem Ergon GE1 Evo Factory auf seine Kosten kommen.

Ergon Giant
Unser Testbike ist ein REIGN E+ 0 Pro mit Sram AXS und Fox Komponenten

Mehr Infos zu Produkten von Ergon findet ihr auf www.ergonbike.com

Test: Pivot Switchblade Pro XT/XTR 29″ 2020

Pivot Switchblade

Dass der US-Amerikanische Fahrradhersteller Pivot potente Mountainbikes baut, wurde unteranderem wieder an den Erfolgen des Firebirds in der diesjährigen EWS-Saison bewiesen. Doch ob das Switchblade Pro mit dem Erfolg seines großen Bruder mithalten kann, wollten wir gerne selbst testen. Angeboten wird das Switchblade in drei Varianten – Race, Pro und Team – innerhalb dieser Varianten kann man die Antriebsgruppen sowie Fahrwerk und die Laufradgrößen noch variieren. 

So sollte für jeden Fahrer und für jeden Geldbeutel das passende Rad dabei sein. Der preisliche Einstieg liegt bei einem UVP von 6.699 Euro. Wir hatten jedoch die mit Fox Kashima ausgestattete Pro Variante mit XT/XTR Ausstattung und 29 Zoll Laufrädern im Test. Wie hoch die Begeisterung ist und ob wir Kritikpunkte gefunden haben gibt es hier.

Pivot Switchblade 2020: Ausgepackt und aufgebaut.

Das Pivot Switchblade kam vormontiert in die Redaktion und wie bei jedem Pivot, das uns erreicht, fällt uns die liebe zum Detail auf. So ist die Ahead-Kappe ausgerichtet, die Beschriftung der Reifen zu den Ventilen ausgerichtet und natürlich auch stets frisch gewartet. Auch die neue Farbe, Treeline green mit schwarzen Decals ist uns sofort aufgefallen. Ein dezent matter Lack in modernem und schlichten grün gehalten. Ist diese „Tarnfarbe“ Understatement und Ansage zugleich? Passend zur Rahmenfarbe wurden auch die Decals der Fox 36 Federgabel gewählt. Matt-Schwarz, Matt-Grün und glänzen Neongrün, dies wiederholt sich dann auch in den Farben der neuen Phoenix Griffe von Pivot.

Pivot Switchblade

Der erste Eindruck ist Pivot typisch hervorragend und es wird Wert auf die wichtigen Komponenten wie Fahrwerk, Bremsen und Antrieb gelegt. Da wächst die Vorfreude und Spannung wie sich das Switchblade 2020 auf den Trails schlägt.

Pivot Switchblade 2020: Neues Rahmendesign mit stehendem Dämpfer

Pivot_Switchblade
Die neue Umlenkung hebt den DW-Link am Pivot auf ein neues Level.

Fangen wir beim Herzstück an, dem Rahmen. Pivot geht mit dem Switchblade 2020 Rahmendesign neue Wege und durch klarere Linien wirkt es durchaus potenter als sein Vorgänger. Ein Novum ist auch der nun stehend platzierte Dämpfer. Bisher und in allen aktuell Pivot Modellen liegt dieser noch im Rahmendreieck und nimmt die Schläge auf. Durch die neu entwickelte Umlenkung kann Pivot den Dämpfer nun stehend platzieren, ohne dabei Einbußen in den Fahreigenschaften zu machen. Im Gegenteil, der DW-Link Hinterbau funktioniert hier, so der Fahreindruck, noch einmal spritziger und verspielter.

Pivot Switchblade 2020: Optimiertes Fox Fahrwerk

Weiterhin setzen die US-Amerikaner auf den eigens etablierten Super-Boost 157mm Standard, der für noch mehr Steifigkeit auch bei Querbeschleunigungen sorgt. Zum Einsatz kommt am Hinterbau ein von Pivot in Zusammenarbeit mit Fox optimierter Fox Factory Float DPX2 Dämpfer mit Pivot typischem Sag-Indikator. Durch diese Optimierungen passt der Dämpfer sich mit seinen Dämpfungseigenschaften perfekt an den DW-Link Hinterbau des Pivot Switchblade an. Natürlich kann der Fox Float DPX 2 Dämpfer flexibel auf die persönlichen Vorlieben jeden Fahrers noch eingestellt und optimiet werden.

Pivot_Switchblade

An der Front ist die bewährte Fox Factory 36 mit Kashima Coating im Einsatz, welche, wie der Hinterbau, Platz für die großen 29 Zoll Räder als auch 27,5+ Zoll Laufräder bietet. Beide Varianten werden ab Werk angeboten. In der Fox Gabel arbeitet eine Fox Grip 2 Kartusche, die viele Einstellmöglichkeiten bietet.

Pivot_Switchblade

Da die Laufradgröße mittlerweile eine Wissenschaft für sich ist, bietet Pivot im neuen Switchblade am Hinterbau auch einen Flip-Chip an, im die Rahmengeometrie auf 29 Zoll, 27,5+ Zoll oder sogar Mullet (Vorne 29″; Hinten 27,5+ Zoll) anzupassen.

Pivot Switchblade 2020: Geometrie

Auf die Geometrie hat man selbst über den Flip-Chip entsprechenden Einfluss, deshalb gibt Pivot auch zwei Geometrietabellen an: Die Low-BB-Variante und die High-BB-Variante.

Geometrie Pivot Switchblade 2020 (Low BB)

XSSMMDLGXL
Sitzrohr (in mm)342368393431469
Oberrohr horizontal (in mm)569592620638661
Steuerrohr (in mm)8590102108120
Lenkwinkel (in °)6666666666
Sitzwinkel (in °)75.575.575.575.575.5
Kettenstreben (in mm)431431431431431
Tretlagerhöhe (in mm)346346346346346
Radstand (in mm)11471169119312161241
Reach (in mm)410430455470490
Stack (in mm)610614625630641

Geometrie Pivot Switchblade 2020 (High BB)

XSSMMDLGXL
Sitzrohr (in mm)342368393431469
Oberrohr horizontal (in mm)568590619636660
Steuerrohr (in mm)8590102108120
Lenkwinkel (in °)66.566.566.566.566.5
Sitzwinkel (in °)7676767676
Kettenstreben (in mm)430430430430430
Tretlagerhöhe (in mm)352352352352352
Radstand (in mm)11461168119212151240
Reach (in mm)415435460475495
Stack (in mm)606611621627638

Pivot Switchblade 2020: Abgerundetes Ausstattungspaket

Grundsätzlich wird das Pivot Switchblade in verschiedenen Ausstattungsvarianten angeboten. So ist von 6.549 Euro bis 13.999 Euro jeglicher Spielraum gegeben. Am schlüssigsten und vernünftigsten erscheint jedoch das Pivot Switchblade PRO, das je nach Wunsch mit Shimano XT/XTR Komponenten oder mit SRAM Eagle/X01 Komponenten verfügbar ist.Pivot_Switchblade

Geschaltet wird mit einer Kombination aus Shimano XT und XTR Komponenten. Das Schaltwerk stammt aus der XTR-Reihe und Kassette, Kette und Trigger aus der Shimano XT-Baureihe. Das die Komponenten in sich kompatibel sind, ist bekannt und die Kombination zeigt auch den Focus, den Pivot beim Switchblade Pro XT/XTR legt: Präzision vor Gewicht.

Pivot_SwitchbladeDie dazu kombinierte Kurbel stammt mit seinem 32-Zahn Kettenblatt von Raceface und ist komplett aus Aluminium gefertigt.

Auch die Laufräder sind aus Aluminium. Die DT Swiss M1700 w Laufräder samt DT-Swiss Nabe zeigen ein ordentliches Preis-Leistungsverhältnis und trotzdem spielen sie in Sachen Performance ganz oben mit. Doch natürlich wären Carbon-Laufräder nochmal  steifer und direkter, die Aluminium liefern im Vergleich dazu ein Plus an Komfort.

Zur Verzögerung dienen die aktuellen vier Kolben Bremssättel der Shimano XT Baureihe mit den passenden Hebeln dazu, diese pressen die Kolben die Ice-Tech Bremsbeläge dosiert aber mit genügend Power auf die neuen 2020er Ice-Tech Bremsscheiben. Vorne sind diese mit 203mm größer dimensioniert, als die 180mm am Hinterrad.

Auch bei der Sattelstütze, einer Fox Transfer Kashima Coating mit 150mm Hub wurde schlau kombiniert. Die Kombination mit dem Raceface Hebel ist absolut praxisnah und der Hebel ist mit den Shimano Bremshebeln kombinierbar.

Pivot SwitchbladeDas gesamt Cockpit wirkt durch die Shift-Mix Möglichkeit äußerst aufgeräumt, mehr geht nur noch mit der SRAM AXS-Variante. Anders als beim Vorgänger wurden neue Griffe verbaut, ein kleiner Komfort-Wermutstropfen im vergleich zur 2018 erschienenen Variante. Hier wird klar wieder auf Standard gesetzt, um in Sachen Individualisierung wieder mehr Möglichkeiten zu bieten. In unserem Testrad in der Größe M war ein 780mm breiter Pivot Phoenix Carbon Lenker verbaut, der genügend Kontrolle auch auf ruppigen Trails vermittelt.

Ein weiteres Detail-Novum ist der von Pivot neue entwickelte Kettenstreben-Schutz. Wie es andere Hersteller bereits vormachen, wird durch die Wellen-Form das Kettengeräusch auf ein Minimum reduziert und die komplette Fahrt wird deutlich ruhiger.

Pivot Switchblade

Pivot Switchblade 2020: Die Ausstattung in der Übersicht

Pro XT/XTR 29 Zoll Gr. MGrößenspezifische Abweichungen
RahmenmaterialCarbon
Laufradgröße29 ZollAuch als 27,5+ Zoll erhältlich
DämpferFox Factory Float DPX2
GabelFox Factory 36 29", 44mm offset, GRIP2 - 160mm
HeadsetPivot Precision Sealed Cartridge
SchaltwerkShimano XTR SGS 12-Speed
SchalttriggerShimano XT M8100 ISPEC 12-Speed
KassetteShimano XT M8100 10-51T
KurbelRace Face Aeffect R 32T
KetteShimano CN-M8100 12-Speed
LenkerPhoenix Team Low Rise Carbon - 780mm (SM-LG)Phoenix Team Low Rise Carbon - 760mm (XS), 800mm (XL)
GriffePhoenix Factory Lock-On
VorbauPhoenix Team Enduro/Trail - 45mm (SM-XL)Phoenix Team Enduro/Trail - 35mm (XS)
SattelstützeFox Factory Transfer 150mmFox Factory Transfer 100mm (XS), 125mm (SM), 175mm (LG-XL)
SattelPhoenix WTB Pro Vigo (MD-XL)Phoenix WTB Pro Hightail Trail (XS-SM)
LaufräderDT Swiss M1700 w/ DT Swiss 350 hub & 36T Star Ratchet 30mm - 29"DT Swiss M1700 w/ DT Swiss 350 hub & 36T Star Ratchet 40mm - 27.5"+
Laufräder (Optionales Upgrade)Reynolds Blacklabel Enduro Wide Trail w/ Industry Nine hub, 34mm - 29"Reynolds Blacklabel 27.5 Plus w/ DT Swiss hub, 40mm - 27.5"+
ReifenMaxxis Minion DHF 29" x 2.5" WT, TR, 3C, EXO, MAXXTERRA
Maxxis Minion DHRII 29" x 2.4" WT, TR, 3C, EXO, MAXXTERRA
Maxxis Rekon 27.5"+ x 2.8" TR, 3C, EXO, MAXXTERRA, SilkShield
Maxxis Rekon 27.5"+ x 2.8" TR, 3C, EXO, MAXXTERRA, SilkShield
BremsenShimano XT M8120 4-Kolben
BremsscheibenShimano XT CenterLock - 203mm
Shimano XT CenterLock - 180mm

Pivot Switchblade 2020: Souverän im Anstieg

Doch genug der technischen Details, denn letztendlich geht es allein um die Frage: „Wie fährt sich der Hobel?“ und die Antwort kann kurz und knapp ausfallen: „Hervorragend!“.

Mit breitem grinsen im Gesicht starten wir die ersten Testausfahrten, denn was der 2018 erschienene Vorgänger geschafft hat, sollte doch das aktuelle Pivot Switchblade 2020 mindestens genau so gut können. Der Lenkwinkel ist um ein knappes Grad flacher geworden, so wirken sich die 66,5° durchaus positiv auf die Fahreigenschaften aus. Das Pivot Switchblade 29 Zoll war im Test sehr Laufruhig und machte auch bei steilen Kletterpassagen einen sehr guten Eindruck.

Die Kombination von 29 Zoll Bereifung und dem 32-Zähne Kettenblatt ist durchaus kraftaufreibend. Hier wäre die Wahlmöglichkeit eines kleineren Kettenblattes für Hobby-Radler durchaus zu empfehlen. Racer hingegen sind mit der Werksausstattung durchaus bedient. Die Shimano XT/XTR Schaltkomponenten liefern auch unter Last ein perfektes Schaltergebnis ab. Einzig und allein die Spannung des Seilzuges musste in unseren etwa 150 Testkilometer etwas nachjustiert werden um das perfekte Schaltergebnis auch beizubehalten.

Auch der Sitzwinkel ist mit 76° nicht zu flach, so sitzt man Aufrecht und im Anstieg bequem auf dem Rad. Dabei ist die Lastenverteilung stets ausgewogen ohne dass das Vorderrad steigt. Unser Testrad hatte die Größe M bei einer Körpergröße von 180cm. Dabei entstand der Eindruck, dass das Rad etwas zu klein ist, was sich in der Abfahrtsperformance jedoch nicht bestätigte. So ist hier die persönliche Vorliebe gefragt.

Pivot Switchblade

Pivot Switchblade 2020: Spaßgarant in der Abfahrt

Rein in den Trail und genießen! So kann man in die Abfahrtsperformance kurz zusammenfassen. Wir testeten Das Pivot Switchblade Pro XT/XTR 2020 ausgiebig auf unseren Hometrails und im Vinschgau. Das Tal der Äpfel bietet Anfang des Jahres bereits bestes Bike-Wetter an den Sonnenhängen. Durch die Staubtrocken Trail aus Sand, Schotter und Steinen rollen die großen 20 Zoll Reifen problemlos und liefern durchgehend besten Kontakt zum Untergrund. Die Maxis Minion Bereifung bietet so hier den idealen Kompromiss aus Rollwiderstand und Grip. Auch auf nassen und schlammigen Trails sind die Maxxis Reifen nicht überfordert.

Die relativ kurze Kettenstrebe des Pivot Switchblade lädt ohne kurzer Eingewöhnung gleich zum spielen mit ein. So sucht der Blick umgehend nach kleinen natürlichen Kickern oder Möglichkeiten das Gelände zum maximalen Spaßfaktor zu nutzen. Doch das Sicherheitsgefühl wird nie vermisst. Durch die 142mm am Heck und 160mm Federweg an der Front sind genügend Reserven vorhanden und das Mountainbike verzeiht auch mal gröbere Fehler. Hier wird auch wieder deutlich wie gut die Federwegs-Differenz doch harmoniert.

Bei schnellen und ruppigen Passagen klebt das Hinterrad förmlich am Boden und die Bremse wird gerne mal offen gelassen. Lässt man das Bike unter sich arbeiten ist auch jedes noch so anspruchsvolle Hindernis gemeistert. Die enorme Agilität trifft hier die unglaubliche Laufruhe. Das MTB macht so in Kurven genau das was der Fahrer will und muss nicht mit unnötiger Härte in die Kurve gedrückt werden, sondern reagiert aber überreagiert nicht, auf die Impulse die der Biker dem Bike gibt.

Für diejenigen die mal eben 7.649 Euro auf der hohen Kante haben, wird definitiv eine Kaufempfehlung ausgesprochen.

Pivot Switchblade

Alle Informationen und Varianten zum Pivot Switchblade gibt es auf: www.pivotcycles.com

Video: RIDE OR DIE: For Riders, By Riders

Ride or Die

Besser geht es fast nicht .Schönes Wetter, British Columbia  und die RIDE OR DIE Crew auf einer extra für das Video gebauten Jumpline im Coast-Gravity-Park. Die Freeride Gang um Ryan Howard ist einmal wieder unglaublich stylisch unterwegs und hat sich Dank des Verkaufs von Merch und Stickern den Traum von einem eigenen Trail für Fahrer von Fahrern erfüllt.

“For riders, by riders.”

Ride or Die was created by a crew of friends gathered together on the Sunshine coast living the ultimate mountain biker’s dream. Everything we did revolved around biking. We not only vocalized ‘Ride or Die’ but we quickly began using sharpies to tag things around the house including fridges, pizza boxes, helmets, trucks and, of course, our bikes.

Ride or Die

Once we shaped a logo we were stoked on, and printed out the first custom batch of stickers, there was no stopping where the Ride or Die logo would live and travel to. We rocked it, our buddies rocked it, and from there it gained massive popularity. We never had intentions of building a lifestyle brand out of what originated as an inside joke, but we saw an opportunity and ran with it. With the money earned we decided to use the funds towards projects in the bike community. We knew we had all of the resources to make something that the MTB world could get behind. With the motto, logo, filmers, and riders it was a perfect recipe for something fun.

Ride or Die grew to a point where we had enough money saved up to do a video project. Luckily our friends at the Coast Gravity Park believed in us enough to create a signature trail with us to film, and then later open to public.

Ride or Die is a collaboration between Ryan Howard, Logan Peat, Paul Genovese, and Nic Genovese. Ride or Die as a whole would not be possible without you—the consumer, supporter, and friend.

Thank you to everyone supporting Ride or Die, here is our first video project. Funded by riders, for riders. – Ride or Die

Ride or Die

Ride or Die im Web: www.rideordiemtb.com

Video: Anton Thelander is back!

Anton Thelander

Anton Thelander ist zurück und nimmt uns auf seinem Slopestyle Bike im Järvsö Bikepark mit. Vor zwei Jahren beendete der 26-jährige Schwede unerwartet seine Profi Karriere aufgrund von Verletzungen und anderer Gründe. Doch er ist zurück und stylischer denn je auf seinem Canyon Stitched mit Title MTB Komponenten im Bikepark unterwegs.

Anton Thelander takes us on a lap down Järvsö Bike Park with his slopestyle bike and ever seamless riding style. After stepping away from competitive riding for two years, it’s safe to say that Anton is back, looking comfier than ever on the bike. – Title MTB

Anton Thelander

Anton Thelander im WEB: Instagram, Youtube 

Test: Orbea Laufey H-LTD

Orbea Laufey

Agressiv, verspielt und für den Trail gebaut? Das Orbea Laufey H-LTD ist weit mehr als nur ein weiteres Hardtail und soll sich auch im fordernden Gelände für Spaß sorgen. Ob es dieses Versprechen halten kann und ob es tatsächlich so viel bietet wie es versprechen soll, haben wir für euch getestet. 

Orbea Laufey

Dieses Bike ist nicht für einen bestimmten Fahrertyp gemacht, dieses Bike ist ein Spaßgarant für alle, die das Mountainbike lieben. Es ist ein Trailbike auf der Suche nach neuen Jagdgründen. – Orbea

Bei Rädern der Marke Orbea kann man sich immer drauf verlassen, dass sie mit Hingabe gefertigt und durchdacht sind. Schnelle Rennräder oder potente Carbonenduros sind die Flaggschiffe der Spanier. Die Laufey Hardtail Reihe ist deutlich günstiger angesiedelt. Es gibt drei Modelle, den Einstieg für 1.299 Euro, die mittlere Variante für 1.599 Euro und für 1.999 Euro bekommt man bereits das Topmodell. Es kommt die Frage auf, ob da Fahrspaß aufkommt, wenn das komplette Bike soviel kostet wie ein Carbonrahmen aus gleichem Hause.

Wie positioniert Orbea selbst das Laufey? Es soll ein Trailbike auf der Suche nach neuen Jagdgründen sein. Es soll sowohl dein erstes als auch dein neustes Bike sein, es soll sich für Anfänger genauso wie für versierte Könner im Sattel eignen. Weiter versprechen die Spanier: „Es kommt zu einem fairen und erschwinglichen Preis und macht doch in jeder exklusiven Kollektion Eindruck. Das Laufey ebnet den Weg zum Spaß.“

Das Orbea Laufey – die Fakten

Mit knapp 2.000 Euro für das Topmodell ist das Laufey sicherlich als „erschwinglich“ zu bezeihnen. Für das Geld bekommt man zudem auch eine Menge geboten: Eine Fox 34 mit 140 Millimetern sollte alles wegbügeln können was der ungefederte Hinterbau verträgt. Die Schaltung kommt von Shimano, ein Mix aus SLX und XT, mit 10-51 Kassette, das reicht für fast jedes Gelände. Die Bremsen, die ebenfalls von Shimano kommen, sind mit vier Kolben auch für härtere Einsätze tauglich. Das Cockpit kommt von Race Face, der Sattel von Fizik und die Reifen von Maxxis, auch hier alles zuverlässige Komponenten.

Rahmen:Orbea Laufey Hydro 2020
Federgabel:Fox 34 Float Performance 140
Dämpfer:ohne
Laufräder:Orbea Tryp 30c Disc Tubeless ready
Reifen VR:Maxxis Forekaster 2.60″ FB 60 TPI Dual Exo TR
Reifen HR:Maxxis Rekon 2.60″ FB 60 TPI Dual Exo TR
Schaltwerk:Shimano XT M8100
Schalthebel:Shimano SLX M7100
Kurbel:OC1 Alloy forged Boost 32t
Umwerfer:Ohne
Bremse:Shimano MT501 BR520
Bremsscheiben:Shimano 180/180
Sattelstütze:OC2 Dropper 31.6mm
Sattel:Fizik Taiga S-alloy rail
Vorbau:Race Face Aeffect 35mm
Lenker:Race Face Aeffect 35 20mm Rise 780mm

Orbea Laufey

Parts aus eigener Produktion finden wir bei Kurbel, Teleskopstütze und Laufrädern. Wer denkt, hier soll dem Käufer eine Mogelpackung untergeschoben werden, der irrt gewaltig. Alles wirkt äußerst wertig und funktioniert einwandfrei. Damit passen sie sehr gut ins positive Gesamtbild, das das Rad mit dem schönen und aufwendig gemachten Alurahmen hinterlässt.

Erwähnenswert ist auch, dass man sich beim Laufey zwischen vier Größen und drei Farben entscheiden kann. Auch bei der Ausstattung sind Upgrades möglich: Bei Federgabel, Bremse, Lenker, Sattel und Laufrädern kann man tunen. Es lässt sich eine Kettenführung und eine Steckachse ohne Schnellspanner für vorne ordern. Bei der Teleskopstütze kann man ohne Aufpreis zwischen 125, 150 und 170 Millimetern Hub wählen. Großartig!

Wie läuft das Orbea Laufey?

Unsere Tester sind viele Jahre auf dem MTB unterwegs, haben auf Hardtails begonnen und bewegen sich inzwischen vor allem auf Enduro Bikes. Übereinstimmend kamen sie zu dem Schluss, das Laufey passt am besten für zwei Fahrertypen: Mountainbike-Einsteiger, die eine hochwertiges Rad haben wollen und sich nicht auf eine Disziplin festlegen wollen, und die kein deutlich teureres Fully kaufen möchten. Oder Biker, die einfach Spaß mit einem unkomplizierten Bike haben wollen und Freude daran finden an ihrer Fahrtechnik zu feilen.

Orbea Laufey

So entstand auf den Ausfahrten in der Gruppe eine interne Challenge: der Versuch den Fully-Fahrern davonzufahren. Dass man auf dem Laufey überhaupt auf derartige Gedanken kommt, sagt schon viel über das Fahrverhalten aus. Dass der Laufey-Pilot bei flowigem oder eher flachem Terrain den vollgefederten Enduristen tatsächlich ein ums andere Mal davonfuhr ist das Sahnehäubchen. Klar: Im Steinfeld oder auf Wurzelteppichen will die Linie sorgfältig gewählt werden, ansonsten wird’s ungemütlich. Der Unterschied zu konventionellen Hardtails ist dank der 140er Fox 34 und den dicken 29×2,6″ Reifen enorm.

Auch bergauf macht das Laufey eine gute Figur. Dank zwölffach Kassette und ausgewogener Geometrie gelingen auch sehr steile Kletterpartien. Die Übersetzung sollte auch für MTB-Anfänger oder untrainierte Routiniers ausreichen. Bergab geben die Shimano Stopper immer genug Sicherheit. Nur sehr schwere Fahrer im alpinen Gelände werden sich größere Bremsscheiben wünschen. Alle eigenen Komponenten funktionieren super, alles ist stimmig. Besonders der Hebel der Teleskopstütze ist hervorzuheben, er verwöhnt mit einer Ergonomie, die viele teure Markenprodukte vermissen lassen.

Wer das Gas richtig stehen lassen will, der wird sich unter Umständen einen anderen Reifen an der Front wünschen, etwas mit gröberem Profil für mehr Traktion. Das Rad ist aber auch so einen echte Spaßmaschine!  Details wie die verschiedenen Flaschenhalterpositionen für große und kleine Flaschen oder dass das Rad selbst im härteren Gelände sehr leise fährt spricht für die Detailliebe mit der das Laufey konzipiert wurde.

Test Ride: Specialized Stumpjumper 2021

Specialized Stumpjumper 2020

Nachdem erst vor ein paar Tagen das Stumpjumper Evo vorgestellt wurde, haut das US-Amerikanische Unternehmen das neue Specialized Stumpjumper 2021 raus. Das Neue Stumpjumper ist von Grund auf überarbeitet und soll noch mehr bieten als der Vorgänger. Wir waren beim Presseevent in Saalbach vor Ort und konnten bereits erste Eindrücke von der brandneuen Trailwaffe sammeln.

Wie auch das EVO wurde das Specialized Stumpjumper 2021 in Saalbach Hinterglemm vorgestellt. Wie schon im Test zum neuen Stumpi EVO angedeutet, spielte das Wetter  auch beim Launch des Trailbikes nicht wirklich mit. Nasskaltes Wetter mit etwas Schnee beschreibt den Testzeitraum wohl am besten. Möglicherweise nicht die perfekten Bedingungen für ein Testevent und um ein zuvor unbekanntes Bike einzuschätzen – andererseits dürften uns diese Tage in Saalbach Hinterglemm dank des Sauwetters lange im Kopf bleiben. An dieser Stelle noch einmal ein großer Dank an die Jungs von Specialized, die uns fantastisch versorgten und uns ein Chalet der Extraklasse zu Verfügung stellte.

Doch nun zum Wesentlichen: Trails ohne Ende, ein aggressives Trailbike mit 140/130mm Federweg und eine super motivierte Crew – genau darum ging es bei den Tagen im Pinzgau. Wir konnten dort erste, aussagekräftige Eindrücke sammeln und stellen euch diese im folgenden Artikel vor.

Die wichtigsten Fakten des Specialized Stumpjumper 2021 kompakt zusammengefasst

  • Einsatzgebiet: Trailbike
  • Laufradgröße: 29 Zoll
  • Federweg vorne: 140mm
  • Federweg hinten: 130mm
  • Rahmengrößen: S1-S6
  • Rahmenmaterial: Carbon, Aluminium
  • Varianten, Preise und Verfügbarkeit: Das Specialized Stumpjumper 2021 ist ab sofort erhältlich

 Technische Details des Specialized Stumpjumper 2021

Das Stumpjumper – ein wahrer Dauerbrenner bei Specialized. Für das Modelljahr 2021 hat sich im Vergleich zum Vorgängermodell so einiges geändert und nun soll es mit noch mehr Allround-Charakter in den Startlöchern stehen. Vom Rahmendesign über die Kinematik bis hin zur Geometrie hat sich beinahe an allen Ecken und Enden des Bikes etwas getan. Doch um es in einfachen Worten zu sagen bleibt das Bike weiterhin ein Trailbike, möchte durch die  Neuerungen laut Specialized jedoch eine noch größere Zielgruppe ansprechen.

140mm Federweg an der Front, 130mm im Heck und die 29 Zoll Bereifung zeigt die Marschrichtung bereits grob auf. Bei der Entwicklung legten die Ingenieure und Designer viel Wert auf den Austausch mit den Fahrern, ein gutes Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht und ein möglichst flexibles Komplettdesign des Bikes, welches für eine maximal große Gruppe an Fahrern ein auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmtes Bike bieten soll.

Specialized Stumpjumper 2020

 

Ab heute ist das Stumpjumper in fünf Ausstattungsvarianten, sieben Farbvarianten und in den hauseigenen Größen S1-S6 verfügbar. Die Produktpalette umfasst zwei Aluvarianten, die preislich bei 2.199 Euro bzw. 2.999 Euro liegen und somit einen doch recht günstigen Einstieg darstellen. Bis auf einige kleine Unterschiede wie den Horst-Link, der den Alumodellen vorbehalten bleibt, sollen die beiden Alloy-Modelle den Carbonrahmen in nichts nachstehen. Carbon am Stumpjumper bekommt man ab 3.999 Euro bei der Comp-Ausstattungsvariante. Für 5.299 Euro gibt es bereits die Expert-Variante und wer das Beste vom Besten will, wird beim S-Works Stumpjumper für 9.999 Euro fündig.

Bis auf das Fahrwerk des preiswertesten Modells setzt Specialized komplett auf Fox Dämpfer und Gabeln. Ansonsten steht bei den verschiedenen Modellen ein bunter Mix aus Sram, Shimano, DT Swiss und hauseigenen Anbauteilen zur Auswahl. Hier könnt ihr euch auf der deutschen Homepage von Spezialized oder eurem Händler des Vertrauens selbst ein genaueres Bild machen.

Federgabel:Fox Float 34 Grip2
DämpferFox Float DPS
LaufräderDT Swiss 240 15x110mm; 12x148mm
Reifen VRButcher GRID 29x2,3"
Reifen HRPurgatory GRID 29x2,3"
SchaltwerkSram XX1 Eagle AXS
SchalthebelSram XX1 Eagle AXS
KurbelSram XX1 Eagle DUB S1:165mm; S2-S5:170mm; S6:175mm
BremseSram G2 Ultimate
BremsscheibenSRAM 200/180mm
SattelstützeRockShox Reverb AXS
SattelSpecialized Bridge 155/143mm
VorbauDeity Copperhead 35mm
LenkerSpecialized Trail 780mm, 35mm, 27mm Rise

Abgestützter Eingelenker statt Horst-Link

Um die Steifigkeit des Fahrwerks zu erhöhen, die Federungskinematik besser aufeinander abstimmen zu können und den Wartungsaufwand zu reduzieren entfällt bei den Carbonvarianten des Specialized Stumpjumper 2021 der Horst-Link am hinteren Ende der Kettenstreben. Dadurch konnten die Entwickler einen enormen Zuwachs an Torsions- und Seitensteifigkeit generieren. Eine flexible Zone entlang der Sitzstrebe oberhalb der Bremsenhalterung ermöglicht 130mm Federweg im Heck ganz ohne einen zusätzlichen Drehpunkt, ohne dass sich der Hinterbau dadurch jedoch schwammig anfühlen soll.

Specialized Stumpjumper 2020

Geometrie des Specialized Stumpjumper 2021

Am meisten Wert wurde bei der Geometrie des neuen Stumpjumper auf Kontrolle und Effizienz gelegt. So sollen das niedrige Tretlager, der flache Lenkwinkel und das verringerte Offset für Stabilität in rauem Gelände sorgen und gleichzeitig die Möglichkeit bieten, es in Kurven ordentlich krachen zu lassen. Zusätzlich sollen die kurzen Kettenstreben für ein verspieltes, wendiges Bike sorgen. Ein steileres Sitzrohr soll bergauf für eine verbesserte Performance im Vergleich zum Vorgänger sorgen und den Rider in eine effiziente Position bringen.

Zusätzlich lässt sich das Tretlagerhöhe um 7mm verändern, was auch einige andere Parameter beeinflusst (detailliert könnt ihr diese der folgenden Tabelle entnehmen). Bereits vor dem Praxiseindruck können wir euch verraten, dass das Konzept in puncto Geometrie für uns voll aufging.

S1 high/lowS2 high/lowS3 high/lowS4 high/lowS5 high/low S6 high/low
Lenkwinkel in°65,5/6565,5/6565,5/6565,5/6565,5/6565,5/65
Steuerrohrlänge in mm95100/100110/110120/120130/130140/140
Oberrohrlänge horizontal in mm563/563583/583605/605632/632660/660692/692
Überstandshöhe in mm730/730734/734744/744749/749757/757757/757
Tretlagerhöhe in mm335/328340/333340/333340/333340/333340/333
Radstand in mm1152/11521175/11751200/12001228/12281268/12681302/1302
Sitzrohrlänge in mm 385/385385/385405/405425/425445/445465/465
Sitzrohrwinkel in °76,5/7676,5/7676,5/7676,5/7676,5/7676,5/76
Kettenstrebenlänge in mm432/432432/432432/432432/432442/442442/442
Stack in mm610/614609/613618/622627/632636/641646/650
Reach in mm415/410435/430455/450480/475505/500535/530

Erste Eindrücke auf den Trails mit dem Specialized Stumpjumper 2021

Da das Stumpjumper nicht nur für den Gravityeinsatz konzipiert wurde, ging es nach einer kurzen Einrollrunde auf der BlueLine auf einer Forststraße bergauf in Richtung Hacklbergtrail. Der Fox Float Dämpfer hätte sich auf diesem Uphill sperren lassen, doch war dies in keiner Situation nötig, da ich kaum ein Wippen des des Hinterbaus wahrnehmen konnte und das Stumpi enorm effizient und vortriebsstark kletterte. Natürlich probierte ich auch die Sperrfunktionen aus und testete in jeder Einstellmöglichkeit. In der geschlossenen Position war der Vortrieb zwar geringfügig mehr, dies ging jedoch folgerichtig zu Lasten des Komforts und des Grips der Reifen.

Meiner persönlichen Einschätzung nach ist das neue Trailbike der US-Amerikaner eine wahre Bergziege und zauberte auch mir, als eher bergab orientierten Mountainbiker, auf steilen Anstiegen ein Lächeln ins Gesicht!

 

Besonders freute ich mich natürlich auf die liftunterstützte Downhill-Action in Saalbach Hinterglemm. Auf den vielseitigen Trails boten sich zig Möglichkeiten die eigenen Grenzen und die des Bikes auszuloten. Auf angelegten Strecken mit viel Flow zeigte das Stumpjumper einen enorm verspielten Charakter und es ließ sich auf den Tracks mit Leichtigkeit von links nach rechts werfen. In der Luft vermittelte es viel Sicherheit und zeigte, dass auch Räder mit weniger Federweg bei Landungen im Flat oder Ähnlichem so einiges an Reserven haben können. Besonders fiel hier das geringe Gewicht auf, da es sich beinahe wie ein 29 Zoll Slopestyle-Bike auf Steroiden bewegen ließ.

In rauerem Gelände überraschte mich das Specialized Stumpjumper, da es trotz seiner Verspieltheit mit viel Laufruhe und Spurtreue überzeugen konnte. Die 29 Zoll Laufräder sorgten in Kombination mit der austarierten Geometrie für ein super Überrollverhalten – auch in steilen Sektionen. Während des Events diente mitunter die X-Line in Saalbach als Teststrecke, welche schon des Öfteren als Austragungsort für Downhillrennen genutzt wurde. Von engen, verblockten Kurven, über tiefe Stufen und roughe Steinfelder war hier alles geboten. An seine Grenzen konnte ich das Trailgeschoss jedoch kaum bringen, da das Fahrwerk besonders im unteren Drittel wahnsinnig gut gegenhielt und das Bike keine Anzeichen von Nervosität aufzeigte.

Johannes Schreiner

Specialized im World Wide Web

www.specialized.de