TEST: Ein Jahr mit Specialized 2FO Roost und DH Schuhe – Bye Bye FiveT**?

Schuhe sind im Mountainbike Sport essentiell. Wir konnten gleich drei Specialized 2FO Schuhe testen – Den Roost als Flat- und Clip-Pedal Variante und den 2FO DH als Flat-Pedal Schuh. Was wir von den kalifornischen Tretern halten, erfahrt ihr hier. 

Meiner Meinung nach sind die Kontaktpunkte fast noch wichtiger als ein gutes Fahrwerk, kraftvolle Bremsen und generell tolle Komponenten. Denn wenn wir uns nicht am Bike festhalten können, keinen Grip mit den Reifen und keinen Halt auf dem Pedal haben, bringen uns Premium Parts recht wenig.

Wer schon einmal seine Schuhe daheim vergessen hat und den Tag im Bike Park mit dem falschen Schuhwerk verbracht hat, wird wissen was ich meine. Aber auch bei der Wahl des richtigen Mountainbike Schuhs gibt es einiges zu bedenken. Die Zeiten in der die Make mit der Fünf und der Zehn den Markt für sich hatte, sind nämlich fast vorbei und immer mehr Hersteller kommen mit griffigen Gummimischungen und tollen Schuhen daher.

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Die Kalifornier*innen von Specialized präsentieren mit den 2FO Modellen eine schicke Alternative zu den bekannten Marken und verzichten dabei sogar auf das eigene Branding auf den Schuhen. Daumen hoch für diese Entscheidung – denn die meisten von uns achten darauf, dass das Kit stimmig ist und wenn man nicht auf einem Specialized Bike sitzt, möchte man auch nicht unbedingt das Marken-Logo auf sich tragen.

Optik – Dezent und ohne Branding

Wie schon gesagt – Ein fettes Specialized Logo gibt es auf den 2FO Schuhen nicht. Den einzigen Hinweis auf den Hersteller finden wir auf der Innenseite der Lasche. Dementsprechend ist das restliche Design sehr schlicht gehalten. Auch die Farben sind etwas gesetzter. Unsere drei Modelle kamen in Schwarz, Eiche-Grün und Schwarz mit roten Akzenten.

Die uns zur Verfügung gestellten Varianten sind alle geschnürt. Alternativ gibts es die 2FO auch mit BOA Verschluss. Dazu findet ihr Informationen auf www.specialized.com

Material – Leder und Synthetikmaterial

Das Obermaterial der Flat-Pedal Varianten ist aus einer Kombination aus Wildleder und Leder gefertigt. Zwar ist Leder ein Nebenprodukt der Fleischproduktion und wäre ein verschwendeter Rohstoff wenn es nicht genutzt werden würde – jedoch dürfte diese Wahl des Materials nicht unbedingt jedem gefallen. Außerdem fragen wir uns ob Leder die beste Wahl für einen Sportschuh ist und wieso man nicht zu einem alternativen Material gegriffen hat. Denn die Clipless Variante beweist, dass es auch anders geht.

Denn der 2FO Roost Clip ist aus einem mikroperforiertem Synthetikmaterial gefertigt und setzt nicht auf tierische Materialien.

Die Sohle

Das wichtigste bei einem Mountainbike Schuh ist die Sohle. Wer mit Flat Pedals unterwegs ist, braucht richtigen Grip um die Spannung auf dem Rad beibehalten zu können. Specialized verbaut bei den 2FO Modellen die SlipNot Gummisohle die durch viel Grip glänzen soll. Diese ist mit großen Waben versehen in die sich die Pins der Pedale krallen können.

Bei den 2FO Clipless Varianten ist eine Lollipop Innenplatte verbaut, die beim Pedalieren für ausreichend Steifigkeit und Performance sorgen soll. Die Clipless Modelle verfügen natürlich auch über die SlipNot Sohle. Das Clip System verfügt über zwei Löcher die mit allen gängigen Systemen kompatibel sind.

Bodygeometrie

Alle 2FO Modelle verfügen über eine dämpfende EVA-Zwischensohle und eine 2FO Body Geometrie Einlege-Sohle. Diese sollen den Tragekomfort erhöhen und sich dem Aufbau des Fußes anpassen um Fehlhaltungen auf dem Rad zu vermeiden und Verletzungen vorzubeugen.

Test: Specialized 2FO Roost Flat & Clip

Genug Theorie, her mit der Praxis. Wer den 2FO das erste mal in der Hand hält, wird merken, dass die Schuhe etwas schmaler geschnitten als die am Skateboardschuh orientierten Modelle der Konkurrenz sind. Aber keine Sorge – Sie fallen nicht zu schmal aus.

Auf den ersten Metern sind die Roost Flat Schuhe ungewohnt steif und fühlen sich etwas ungewohnt an. Das verfliegt jedoch nach ein paar Abfahrten und der Schuh schmiegt sich angenehm an die Flat-Pedals an. Dadurch können wir uns mit den Füßen gut festkrallen und mit den Zehen arbeiten. Auch die Sohle macht einen guten Job – Die Pins krallen sich gekonnt in die Gummimischung ohne dabei einen zu großen Schaden zu hinterlassen. Das liegt unteranderem an der nicht zu weichen SlipNot Mischung.

Hier muss man ganz klar sagen, dass Specialized gekonnt eine Alternative zur größten MTB-Schuhmarke bietet. Vor wenigen Jahren war das noch undenkbar und viele andere Hersteller haben zwar schicke Modelle auf den Markt gebracht, sind aber oft an der Mischung der Sohle gescheitert.

Auch die Clipless Variante verfügt über die SlipNot Sohle. Wer also mit langen Pins an den Clipless Pedalen unterwegs ist, wird sich über den zusätzlichen Halt freuen. Das Zwei-Loch-Cleat-System lässt sich ideal an die bevorzugte Position anpassen und die Aussparung in der Sohle verfügt über genügend Platz um schnell ausklicken zu können.

Die 2FO Roost sind für 109 Euro erhältlich und kommen in den Größen 36 – 49. Wer sich im Internet aber etwas umschaut, wird auch über das ein oder andere günstigere Angebot stolpern.

Einsatzbereich

Die 2FO Roost Modelle sind für den Enduro und Trail Einsatz gedacht und passen dort perfekt rein. Die Clipless Modelle wurden von uns auch auf Gravel-Touren benutzt und haben auch dort mit Komfort und ausreichend Steifigkeit glänzen können.

Specialized

Test: Specialized 2FO DH

Die Roost Modelle zielen wie schon erwähnt auf den Enduro und Trail Einsatz. Wer sich wie Bruni fühlen will, sollte sich die 2FO DH Varianten anschauen. Diese gibt es ebenfalls mit Flat- und Clipless-Sohle.

Das uns zur Verfügung gestellte DH Modell ist die Flat Variante und verfügt über die ausgezeichnet funktionierende SlipNot Sohle. Der größte Unterschied liegt im Obermaterial. Dieses ist nämlich verstärkt und wasserabweisend um auch im härtesten Einsatzbereich die Füße zu schützen. Auch hier wird Leder verwendet, dass mit textilen Materialien Kombiniert wird. Im vergleich zum Roost wirkt der DH etwas steifer, schützt aber im harten Trail und Downhill Einsatz besser den Fuß.

Die DH Modelle sind für 150 Euro erhältlich und kommen in den Größen 36 – 48.

Fazit: Specialized 2FO

Wer bisher davon ausging, dass die Sohle des großen Marktführers unübertroffen bleibt, sollte sich mal die SlipNot Sohle von Specialized anschauen. Wir wollen zwar nicht sagen, dass sie besser ist, aber wir haben selten so gut am Pedal geklebt wie mit den 2FO Schuhen. Auch das Low-Key-Design gefällt richtig gut. Die Schuhe der Kalifornier*innen schreien nämlich nicht nach Mountainbike Schuh, sondern fallen etwas schlichter aus und erinnern an lässige Sneaker. In Sachen Komfort macht Specialized ebenfalls alles richtig und konnte uns überzeugen. Auch der Preis ist gerechtfertigt.

Weitere Informationen findet ihr unter: www.specialized.com

 

 

 

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Die neue elektrische Magura Vyron MDS-V3 Vario Sattelstütze

Vor knapp sechs Jahren präsentierte Magura die ersten elektronisch gesteuerter Fahrradkomponenten der Marke. Die Magura Vyron Sattelstütze war die erste mit Funkfernbedienung ausgestattete Vario-Sattelstütze auf dem Markt und geht nun in die dritte Evolutionsstufe. Dabei soll die Vyron von Grund auf neu entwickelt wurden sein und will hinsichtlich Bedienlogik, Widerstandsfähigkeit und Schnelligkeit neue Maßstäbe setzen.

Sowohl Sattelstütze als auch Remote wurden von Grund auf neu entwickelt. Analog zum Schalthebel auf der rechten Seite ist die Remote der Vyron MDS-V3 ergonomisch an der Lenkerunterseite platziert. Der Hebel ist einfach mit einer kleinen Daumenbewegung erreichbar und kann optional mit der MAGURA Shiftmix-Schelle direkt am Bremsgriff montiert werden. Ein Schutzring aus Aluminium soll für hohe Widerstandsfähigkeit bei Stößen oder Stürzen sorgen.

Die Kommunikation zwischen Remote und Sattelstütze soll laut Magura blitzschnell und verzögerungsfrei per Bluetooth erfolgen, während die Bedienlogik der neuen Vyron MDS-V3 jener von konventionellen, kabelgebundenen Sattelstützen entspricht: solange der Bedienhebel an der Remote betätigt wird, kann die Sattelstütze verstellt werden.

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Matsch, Feuchtigkeit und Schmutz sind Feinde jeder Elektronik. Um die Steuereinheit zu schützen, verzichtet die neue Vyron MDS-V3 auf eine Ladebuchse und setzt stattdessen auf einen gedichteten Elektronikdeckel. Für die Energieversorgung kommt eine austauschbare CR2 Lithiumbatterie mit einer Lebensdauer von mindestens einem Jahr zum Einsatz. Dank des neuen Batteriekonzepts ist die neue VYRON IP67-zertifiziert und überlebt so selbst kurze Tauchgänge – und damit auch die härtesten Tage auf dem Trail.

Magura Vyron

Magura Vyron: Neue Hydraulik für mehr Schnelligkeit

Auch die Hydraulik im Inneren ist kompromisslos auf Geschwindigkeit ausgelegt. Das komplett neu entwickelte Innenleben der Stütze sowie der neue, schnellere Stellmotor soll einen optimalen Ölfluss zwischen den Kammern ermöglichen. Das Ergebnis ist eine blitzschnelle Absenkung der Stütze, wenn es drauf ankommt.
Die Magura MDS-V3 ist in zwei Durchmessern und vier verschiedenen Hubvarianten (100 mm, 125 mm, 150 mm & 175 mm) erhältlich. Durch den Wechsel des Tauchrohrbodens kann der Hub der Sattelstütze mit geringem Aufwand angepasst werden: von 175 auf 150 mm und von 125 auf 100 mm. Das spart Kosten, erhöht die Flexibilität und sorgt dafür, dass die VYRON schnell und einfach an andere Fahrräder montiert werden kann.

Magura Vyron

Preis, Verkaufsstart, Service

Der UVP der Magura Vyron MDS-V3 liegt bei 579,90€ (inkl. 19% dt. MwSt). Sie ist ab dem 21. November im Fahrradfachhandel bestellbar und wird voraussichtlich ab Dezember ausgeliefert. Verkaufsstart ausschließlich in Europa. Bis zum 28.02.2023 können die ersten 1000 Kunden ihre VYRON auf www.magura-vyron.com für einen kostenfreien Intervallservice im Wert von 139 € registrieren. Der Servicetermin ist frei wählbar und wird nach ca. einer Saison Nutzung empfohlen.

Magura Vyron: Technische Details:

• Material: Aluminium
• Länge: 396 / 421 / 446 mm / 471 mm (je nach Hubvariante)
• Verstellbereich: 100 mm / 125 mm / 150 mm / 175 mm
• Traveloption: von 175 auf 150 mm / von 125 auf 100 mm (und entgegengesetzt)
• Mindesteinstecktiefe: 120 mm
• Sitzposition: 0 mm Setback
• Batterie: austauschbar | CR2 in Sattelstütze, CR2032 in Remote
• Batterielaufzeit: ca. einem Jahr Einsatz
• Fernbedienung: Wireless Remote Control
• Montage: kompatibel mit einzelner Klemmschelle, MAGURA Shiftmix & SRAM Matchmaker
• Dichtigkeit: IP67 Zertifizierung (staubdicht und Schutz vor zeitweiligem Untertauchen)
• Gewicht: 700 g (Sattelstütze) / 40 g (Remote) ; Angaben +/- 5%; ohne Batterien
• UVP: 579,90 € (inkl. 19% dt. MwSt) / 492,92 GBP

Magura Vyron

Was unterscheidet die VYRON von ihrem Vorgänger?

Magura – Alles. Die neue VYRON wurde von Grund auf neu entwickelt. Sie bietet ein komplett neues Innenleben, neue Elektronik und eine neu entwickelte, ergonomische Remote. Besonders spürbar ist der Wechsel von der ANT+ Funktechnologie auf blitzschnelles Bluetooth für eine intuitivere Bedienlogik. Die Dauer des Daumendrucks bestimmt nämlich, wie lange die Sattelstutze verstellt werden kann, wodurch man als Fahrer nicht mehr auf ein festes Zeitintervall des Stellmotors angewiesen ist. Und das mit bis zu 175 mm Hub.

Die neue VYRON soll besonders widerstandsfähig sein. Was wurde unternommen, um die neue VYRON besonders haltbar zu konstruieren?

Wasser und Schmutz sind Feinde jeder Elektronik. Um den Stützenkopf der neuen VYRON effektiv vor Dreck und Wasser zu schützen, verzichtet sie auf eine Ladebuchse und setzt stattdessen auf eine austauschbare CR2 Lithiumbatterie und einen gedichteten, verschraubten Batteriedeckel. Entsprechend ihrer IP67-Zertifizierung überlebt sie so auch kurze Tauchgänge.

Weitere Informationen findet ihr unter: www.magura.de

TEST: Patagonia Dirt Roamer Storm – Nachhaltige und stylische MTB-Regenbekleidung

Stylisch, bequem, regenresistent und recycelt – das ist die neue Patagonia Dirt Roamer Storm Mountainbike Kollektion. Passend zur nassen und kalten Jahreszeit konnten wir Jacke und Hose auf unseren Hometrails testen und waren nicht nur von der Optik begeistert. 

Wer sich mit Outdoor-Marken und Modetrends befasst, wird mit Sicherheit schon mehrfach über das berühmte Logo mit den Bergen und dem weißen Schriftzug gestolpert sein. Patagonia macht sich schon seit Jahren einen Namen in der Branche und ist ein Aushängeschild für nachhaltige Produktion und funktionelle Bekleidung.

Patagonia begann mit der Idee des Gründers Yvon Chouinard bessere Kletterausrüstung zu besitzen. So startete die Marke mit Karabinern, Haken und weiterer Ausrüstung unter dem Namen Chouinard Equipment. Seine innovativen Ideen sorgten dafür, dass er neue Bekleidung für den Sport produzierte und nach einer Reise nach Patagonien einen neuen Namen für sein Brand fand.

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Knapp 50 Jahre nach der Gründung ist nun eine weitere Sportart in das Patagonia Sortiment dazugestoßen. Mountainbike Bekleidung für Männer und Frauen ist nun auch erhältlich. Natürlich funktionell, nachhaltig und stylisch.

Patagonia Dirt Roamer – Key Facts:

  • Elastisches, 3-lagiges 119 g/m², 40-Denier Glattgewebe aus 100% Recycling-Nylon mit weicher Innenseite aus Polyestergestrick und einer PFC-freien DWR Imprägnierung (dauerhaft wasserabweisend ohne perfluorierte Chemikalien)
  • Hergestellt in Vietnam
  • Fair Trade Certified™-konfektioniert
  • Größen: XS-XXL
  • Gewicht (Größe XXL): Jacke: 400g , Hose: 380g
  • Preis: Jacke: 320Euro , Hose: 290Euro

Patagonia Dirt Roamer

68% unserer Stoffe diese Saison werden aus recycelten Materialien hergestellt. Weniger als 10% der weltweit produzierten Fasern werden aus recycelten Materialien hergestellt. – Patagonia

Optik und Features

Uns wurde die neue Dirt Roamer Kollektion zur Verfügung gestellt. Diese besteht aus einer Jacke und einer Hose, die in jeweils zwei Farben erhältlich sind. Natürlich haben wir uns für die schwarzen Varianten entschieden. Damit macht man einfach nie was falsch. Wer mag, kann die Jacke in Blau und die Hose in Grün erwerben.

Patagonia Dirt Roamer

Wir haben die Hose und Jacke in XXL bestellt, da ich etwas größer bin. Die Jacke hat mir bei meiner Körpergröße von 1.86m auch perfekt gepasst und bietet an kalten Tagen ausreichend Platz für einen dicken Pulli. Die Hose fällt jedoch etwas größer aus. Nicht nur an der Hüfte sondern auch in der Länge hatten wir etwas zu viel Stoff. Da sich die Regenhose aber mit einem Zug am Bund enger ziehen lässt, hat sie dann doch recht gut gesessen und ist bei der Abfahrt nicht verrutscht.

Wenn es mal zu warm in den Klamotten ist, kann man leicht die großen Lüftungsschlitze an der Seite der Jacke öffnen und den 3/4 Reißverschluss am Kragen öffnen. Der Vorteil dieses 3/4 Zippers ist, dass während der Fahrt keine groben Ausbeulungen am Bauch entstehen was bei durchgehenden Verschlüssen oft der Fall ist. Die Hose besitzt zwei Taschen, die auch als Lüftung dienen und einen Reißverschluss am Hosenbund, der sich weit öffnen lässt. Somit kann man den Beinen etwas Luft gönnen, oder die Knieschoner nach einem schwitzigen Anstieg anziehen ohne sich im Regen ausziehen zu müssen.

Was die Taschen der Hose angeht, waren wir etwas von der Anordnung verwirrt. Diese sitzen nämlich etwas zu weit an der Seite wodurch zum Beispiel das Smartphone etwas seltsam am Bein sitzt. Die Jacke verfügt dafür über eine recht große Tasche am Rücken wo Handschuhe, Tools, Snack und die Liftkarte locker Platz finden.

Wichtig ist an einer Regenjacke auch eine große Kapuze unter der ein Helm oder sogar ein Fullface Platz findet. Das ist hier ebenfalls kein Problem. Am Hinterkopf befindet sich noch eine Kordel mit der wir die weite der Kapuze an unseren Helm anpassen können damit diese während der Fahrt nicht verrutscht.

Die Dirt Roamer lässt sich leicht in ihre eigene Rückentasche verstauen. Wer die Jacke auf seine Touren mitnehmen mag, wird sich über das kleine Packmaß freuen. Zwar passt sie nicht in die Swat Box eines Specialized Rahmens, findet aber Platz im Flaschenhalter oder im Rucksack.

Patagonia Dirt Roamer

Material und Verarbeitung

Das strapazierfähige 3-lagige H2No Performance Standard-Shell ist laut Hersteller wasserdicht, atmungsaktiv, dehnbar und recycelt; Eine feuchtigkeitsableitende, weich gestrickte Rückseite beseitigt Feuchtigkeit auf der Haut. Das können wir auch zum Großteil bestätigen. Wir waren bei Regen und schlechtem Wetter auf den Trails, haben die Jacke zum Commuten angehabt und wurden nie nass. Die Atmungsfähigkeit bei wasserdichten Jacken ist immer mit etwas Vorsicht zu genießen – denn wie atmungsaktiv kann etwas sein, das nichts hinein lässt. Spätestens wenn die Jacke nass und die Poren damit verschlossen sind, sinkt die Atmungsaktivität deutlich. Dementsprechend sollte man auch bei der Patagonia Dirt Roamer Storm Kollektion ein bisschen mehr Deo auftragen und bei wärmeren Temperaturen die großzügig geschnittenen Lüftungsschlitze öffnen.

Was uns auch gefallen hat, ist die Geruchsneutralität der Jacke. Regenjacken mögen es nicht wenn man sie zu oft wäscht, was aber bei Sportswear nicht unbedingt einfach ist. Die Dirt Roamer nehmen aber kaum Geruch auf und riechen nach etwas Lüften fast wieder frisch. Auch der Dreck lässt sich leicht abbürsten.

Da der Mountainbike Sport nicht immer Unfallfrei ausgeht hat die Patagonia Dirt Roamer Jacke abriebfeste Verstärkungen an Unterarmen, Schultern und an dem verlängerten hinteren Saum. Letzterer schützt auch extrem gut vor Spitzwasser und ist vergleichsweise tief geschnitten.

Welche Materialien werden für die Bekleidung genau verwendet? Patagonia setzt auf die H2NO Performance Standard-Shell. Diese besteht aus einem 3-lagigen 3,5-oz-40-Denier-Stretch-Leinwandgewebe aus 100 % recyceltem Nylon mit einem weichen, recycelten Polyester-Strickrücken und einer PFC-freien DWR-Imprägnierung. Welche als dauerhafte wasserabweisende Beschichtung, die keine perfluorierten Chemikalien enthält, beworben wird.

Im Rahmen unserer Partnerschaft mit Fair Trade USA stellt Patagonia schon seit 2014 Fair Trade-zertifizierte Bekleidung her. Wir sind sehr stolz, dass wir mittlerweile mehr Fair Trade-zertifizierte Modelle anbieten als jedes andere Bekleidungsunternehmen. Bis dato konnten mehr als 50.000 Arbeiterinnen und Arbeiter in 10 Ländern auf der ganzen Welt von diesem Programm profitieren. – Patagonia

In diesem Jahr hat es Patagonia geschafft, dass 85% des Nylon-Anteils in ihrer Ausrüstung recycelt ist. Obendrauf ist die Produktion Fair-Trade Zertifiziert. Für jedes gekaufte Produkt mit Fair-Trade Zertifikat zahlt Patagonia eine Prämie.

Die Dirt Roamer Regenjacke und Hose werdem in Vietnam hergestellt.

Patagonia Dirt Roamer

Im Einsatz

Schon beim Auspacken fällt auf, dass die zwei Produkte ziemlich leicht sind und sich recht dünn aber trotzdem stabil anfühlen. Das Material verfügt über einen angenehmen Stretch und die Arme der Jacke sind nicht zu weit geschnitten. Bei der ersten Auffahrt zum Trail Einstieg wurde nur schnell klar, dass die die Seiten geöffnet werden müssen um etwas Luft hinein zu lassen. Auch den 3/4 Zipper an der Front kann man mit dem zweiten Verschluss öffnen um mehr Luft in die Jacke zu lassen. Im Sommer dürfte die Jacke tatsächlich etwas zu warm sein, an kalten Herbsttagen ist sie jedoch perfekt und im Winter sollte man mit den richtigen Layern auch ausreichend vor Kälte geschützt bleiben.

Der sehr tief gezogene Rücken bietet übrigens extrem viel Schutz vor Spitzwasser und Dreck. Ich habe die Jacke fast täglich auf meinem Arbeitsweg an und meine Jeans wird dank des tiefen Hecks der Jacke so gut wie gar nicht nass.

Was auch positiv aufgefallen ist, sind die eng verschließbaren Bünde am Handgelenk. Der großzügig geschnittene Klettverschluss ermöglicht einen engen Sitz wodurch kein Fahrtwind in die Jacke bläst und die Jacke sich unangenehm aufbläht. Man will ja gut aussehen. Lediglich die Kapuze macht im Fahrtwind was sie will, wer mag kann diese aber mit dem Bund am Hinterkopf etwas enger ziehen, damit diese weniger Angriffsfläche für den Wind bietet.

Wenn es mal stärker regnet, machen die Hose und die Jacke ihren Job ausgezeichnet. Das Wasser perlt gut ab und Dreck und Matsch lassen sich leicht abspülen. Auch die Hose überzeugt. Wir hatten ausreichend Platz für etwas größere Downhill Knieschoner. Dadurch war der Kniebereich nicht so stark unter Spannung was nicht zu einer erhöhten Belastung der Nähte geführt hat. Andere enger geschnittene Regenhosen haben nämlich das Problem, dass sie zu sehr spannen und dadurch an den Nähten leicht undicht werden. Das war hier nicht der Fall.

Jedoch muss der weite Look der Hose gefallen. Wobei hier im Gegenzug zu der Jacke wahrscheinlich eher die Funktion über der Optik steht. Die Jacke hingegen tragen wir auch im Alltag.

Kommen wir zu einem weiteren wichtigen Thema. Wie stabil ist das 3-lagige Material. Um ehrlich zu sein bin ich nicht einmal so richtig mit der Jacke gestürzt. Einmal bin ich am Baum hängen geblieben, was absolut keine Spuren hinterlassen hat und einmal bin ich in der Luft ausgeklickt und mit dem Hintern auf dem Hinterrad gelandet was ein kleines Loch zur Folge hatte. Dieses Loch geht aber nur durch die erste Schicht der Jacke und ist kleiner als ein Speichennippel.

Ist der Preis gerechtfertigt?

Natürlich gibt es wesentlich günstigere Alternativen. Aber vergleichen wir die Jacke und Hose mit der Konkurrenz von POC oder Rapha ist der Preis nicht mehr ganz so utopisch. Obendrauf kommt noch die nachhaltige Produktion und das Fair-Trade Siegel. Und wenn ich mich mal zurückerinnere, wie viele Regenjacken ich in meinem Leben hatte, die nach zweimal Waschen nicht mehr dicht waren, dann würde ich im Nachhinein lieber einmal viel ausgeben und wäre happy. Wie heißt es so schön – You get what you pay for. Trotzdem ist und bleibt es ein Haufen Geld.

Fazit

Fair-Trade, recycelte Materialen und Wasserdicht klingt für Regenbekleidung perfekt. Obendrauf muss sie noch stylisch aussehen, gut sitzen und funktionell sein. Patagonia erfüllt all diese Aspekte und bietet zusätzlich eine Menge Komfort und ein tolles Marken-Image. Natürlich ist der Preis etwas höher, jedoch lohnt sich die Investition. Hier bekommt man genau das was man bezahlt. Hohe Qualität und eine wasserdichte Regenbekleidung.

Patagonia Dirt Roamer

Fotos: Paul Kopp

Bike: Marin Rift Zone Alu 2023

Weitere Klamotten: Crankbrothers Mallet Schuhe, Troy Lee Designs A3 Helm

TEST: Marin Rift Zone – Extrem viel Spaß für einen fairen Preis!

Made for Fun lautet die Devise. Marin geht mit dem Rift Zone in die nächste Runde und verpasst dem bewährten Trail-Bike ein komplettes Face Lift. Es gibt einen neuen Rahmen, mehr Federweg und eine überarbeitete Fahrwerks-Performance. Was das Spaß-Trail-Bike wirklich kann und wo es seine Grenzen hat, erfahrt ihr hier.

Die Marke aus dem namengebenden Marin County in Kalifornien hat sich in den letzten Jahren einen Namen in der Szene gemacht. Athleten wie Matt Jones, Mark Matthews und viele mehr haben bewiesen, dass man nicht unbedingt viel Federweg braucht um viel Spaß in der Luft und auf technischen Trails zu haben.

Auch das neue Rift Zone hat uns das bewiesen und uns mit seinen 140mm an der Front und 130mm Federweg am Heck ein fettes Grinsen ins Gesicht gezaubert. Während der Vorgänger noch etwas weniger Travel am Heck besaß gibts hier jetzt in allen Modellen 10mm mehr. Selbst die Kids Varianten sind nun mit 140/130mm unterwegs.

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Marin Rift Zone

Optik und Features

Auf den ersten Blick fällt direkt das schlanke Rahmendesign auf. Das Oberrohr und der Hinterbau sind schlicht gehalten und wirken recht dünn. Was aber in diesem Fall keinen erhöhten Flex bedeutet. Was auch auffällt sind die dezenten Schweißnähte.

Die Züge und Leitungen sind im Rahmen verlegt und machen während der Fahrt keinerlei Geräusche. Obendrauf gibts einen soliden Kettenstrebenschutz an Ketten- und Sitzstrebe und einen Flaschenmount auf dem Unterrohr.

Was uns an den Marin Bikes immer gefällt sind die Decals. Die Plakette am Steuersatz ist schön vom Rahmen abgesetzt und sieht gut aus. Des weiteren gibt es das Marken Logo am Unterrohr und viele kleine Details wie die Modellbezeichnung und das Made For Fun Motto.

Marin Rift Zone

Geometrie

Marin wird länger. Uns wurde das Rift Zone 29 in XL zur Verfügung gestellt. Dieser Rahmen kommt auf einen Reach von 515mm was recht lang ist, dem Trail-Bike aber sehr gut steht. Den „Fun“ bringt die kurze 430mm Kettenstrebe mit ins Spiel. Das mag auf dem Papier zwar etwas unausgewogen wirken, da das Verhältnis der langen Front zum kurzen Heck nicht ganz passt, funktioniert aber auf flowigen Strecken ziemlich gut. Dazu aber später mehr.

Der Lenkwinkel liegt übrigens bei 65,5° was auch in steilen Passagen Sicherheit bietet. Geht es bergauf sorgt der steile Sitzwinkel von 77° für eine tolle Kraftübertragung und eine angenehme Sitzposition.

ModelHeadtube AngleSeattube AngleBB HeightWheelbaseChainstay (mm)StackReachCrank Length
Alloy 29 1, 2, XRS65.5773431170430623.6435170
M65.5773431205.1430628.2460170
L65.577343G101234.4430637.3485170
XL65.5773431266.3430641.8515170
Alloy 27.5 1XS65.5773391147.8430569.1415170
S65.5773391164.8430600.7430170
M65.5773391186.9430605.2450170
L65.5773391208.9430609.8470170
XL65.5773391241430614.3500170
Alloy 27.5 2S65.5773391164.8430600.7430170
M65.5773391186.9430605.2450170
L65.5773391208.9430609.8470170
XL65.5773391241430614.3500170
Alloy 27.5 XRS65.5773391164.8430600.7430170
M65.5773391186.9430605.2450170
L65.5773391208.9430609.8470170
XL65.5773391241430614.3500

Komponenten und Ausstattung

Das uns zur Verfügung gestellte Marin Rift Zone kam in der 29″ XR Variante die für 4.399 Euro erhältlich ist. Für diesen Preis bekommt man eine Marzocchi Bomber Z1 29″ Gabel und einen Fox Float X, Performance Series Dämpfer die ihren Job echt gut machen.

Schalt- und Bremskomponenten kommen aus dem Hause Shimano. Die 12- Fach Shimano Gruppe läuft tadellos und bietet mit dem SLX Hebel ein knackiges Schalten. Auch die BR-MT420 Bremsen verrichten ihre Arbeit sehr gut. An der Front gibt es sogar 203mm Scheiben und am Heck 180mm. Natürlich gibt es bei hohen Geschwindigkeiten und starkem Gefälle Shimano Bremsen die etwas mehr Power haben. Wir konnten uns über die Performance auf unseren Home Trails und etwas höherem Fahrergewicht nicht beschweren. Aber…

Was sich Marin beim verbauen dieser Bremshebel gedacht hat, ist uns nicht so ganz klar geworden. Die Ergonomie der Zwei-Finger Hebel ist defintitiv nichts für erfahrene Shredder. Wir haben die Bremsen sehr weit vom Griff entfernen müssen damit wir uns beim bremsen nicht die Finger zwischen Hebel und Griff geklemmt haben und somit die BR-MT420 überhaupt nutzen zu können. Da würden wir allen ein Upgrade auf einen sportlicheren Hebel empfehlen.

Ansonsten verbauen die Kalifornier*innen einige Komponenten aus dem eigenen Hause. Der Sattel, Lenker, Griffe, Felgen und viele weitere Komponenten sind von Marin und bieten viel Komfort und halten einiges aus. Wir haben nach einigen Fahrten nur den Lenker und die Griffe ausgetauscht um das Bike etwas an unsere Vorlieben anzupassen um uns mehr auf das Fahrgefühl konzentrieren zu können.

Richtig gut finden wir auch die TranzX Vario-Stütze. Diese kommt in der Rahmengröße XL mit 200mm Hub. Somit haben auch große Fahrer die Möglichkeit den Sattel bei der Abfahrt schön weit nach unten zu versenken.

Rift Zone 29 XR 3499€Rift Zone 29 2 2599€Rift Zone 29 1 1999€Rift Zone 27.5 XR 3499€Rift Zone 27.5 2 2599€Rift Zone 27.5 1 1999€Rift Zone Jr. 24 1999€ Rift Zone 26 1999€

FrameAll New Series 3 6061 Aluminum Frame, 29” Wheels, 130mm Travel, MultiTrac Suspension Platform, 148x12mm Boost Thru-Axle, 73mm Threaded BB w/ ISCG05 Tabs
Front SuspensionMarzocchi Bomber Z1 29", Rail Damper with Sweep Adjustment, 140mm Travel, Kabolt Bolt-On Axle, 44mm Offset
Rear SuspensionFox Float X, Performance Series, EVOL Air Spring, Climb Switch, Rebound Adjustment, Custom Tune, 210x50mm, M8x30mm Top, M8x25mm Bottom
RimMarin Aluminum Double Wall, 29mm Inner, Sleeved Joint, Disc Specific, Tubeless Compatible
Hub RearForged Alloy, 148x12mm, Quad Sealed Bearings, Disc, 32H, Standard Freehub Body
Hub FrontForged Alloy, 110x15mm, Disc, 32H
SpokesC714g Black Stainless Steel
TiresMaxxis Assegai, 29x2.5", MAXX TERAA, EXO, Tubeless Compatible
Derailleur RearShimano XT, 12-Speed, SGS
Derailleur Front-
Shift LeverShimano SLX, 12-Speed, SL-7100R
CranksetFSA GRID, Modular 1x, 32T Direct Mount Chainring, MegaTooth Technology, Mego EXO Spindle, Boost Spacing
Bottom BracketMego EXO 73mm BSA
ChainKMC X-12 Silver and Black
CassetteShimano, SLX 12-Speed, 10-51T
Brakes FrontShimano BR-MT420, 4-Piston Hydraulic Disc Brake, Metallic Pads, 203mm Rotor
Brakes RearShimano BR-MT420, 4-Piston Hydraulic Disc Brake, Metallic Pads 180mm Rotor
Brake LeversShimano BL-M4100 Hydraulic Lever, I-Spec EV Compatible
HandlebarMarin Mini-Riser, 6061 Double Butted Aluminum, 780mm Width, 28mm Rise, 5º Up, 9º Back
StemMarin 3D Forged Alloy, 35mm
GripsMarin Grizzly Lock On
HeadsetFSA No 57E, Semi-Sealed Cartridge Bearings, 1 1/8" x 1 1/2”
SeatpostTranzX, YSP23JL, 1x Remote, Size S 150mm Travel, Size M and L 170mm Travel, Size XL 200mm Travel, 30.9mm
SaddleMarin Speed Concept
Pedals-
ExtrasBolt-On Thru-Axle

FrameAll New Series 3 6061 Aluminum Frame, 29” Wheels, 130mm Travel, MultiTrac Suspension Platform, 148x12mm Boost Thru-Axle, 73mm Threaded BB w/ ISCG05 Tabs
Front SuspensionMarzocchi Bomber Z2 29", Rail Damper with Sweep Adjustment, 140mm Travel, Kabolt Bolt-On Axle, 44mm Offset
Rear SuspensionRockShox Deluxe Select RT, Debonair Air Sleeve, Rebound Adjustment, Custom Tune, 210x50mm, M8x25mm Hardware
RimMarin, Double Wall Alloy, 29mm Inner, Pinned Joint, Disc Specific, 32H, Tubeless Compatible
Hub RearShimano HB-MT410B, 148x12mm, Centerlock, Microspline Freehub Body
Hub FrontShimano HF-MT410B, 110x15mm, Centerlock
Spokes14g Black Stainless Steel
TiresVee Tire Flow Snap 29x2.35", Tackee Compound, Tubeless Ready
Derailleur RearShimano Deore, 12-Speed, SGS
Derailleur Front-
Shift LeverShimano Deore, 12-Speed, SL-M6100-R
CranksetFSA Comet, Modular 1x, 32T Direct Mount Chainring, MegaTooth Technology, Boost Spacing
Bottom BracketExternal Sealed Cartridge Bearing
ChainKMC X-12 Silver and Black
CassetteShimano, Deore M6100, 12-Speed, 10-51T
Brakes FrontShimano BR-MT200 Hydraulic Disc, 180mm Rotor
Brakes RearShimano BR-MT200 Hydraulic Disc, 180mm Rotor
Brake LeversShimano BL-MT201
HandlebarMarin Mini-Riser, 6061 Double Butted Aluminum, 780mm Width, 28mm Rise, 5º Up, 9º Back
StemMarin 3D Forged Alloy, 35mm
GripsMarin Grizzly Lock On
HeadsetFSA No 57E, Semi-Sealed Cartridge Bearings, 1 1/8" x 1 1/2”
SeatpostTranzX, YSP18JL, 1x Remote, Size S 150mm Travel, All Other Sizes 170mm Travel, 30.9mm
SaddleMarin Speed Concept
Pedals-
ExtrasBolt-On Thru-Axle
FrameAll New Series 3 6061 Aluminum Frame, 29” Wheels, 130mm Travel, MultiTrac Suspension Platform, 141 Boost Spacing (upgradable to 148x12), 73mm Threaded BB w/ ISCG05 Tabs
Front SuspensionX-Fusion Slide Boost RC, 29", 140mm Travel, Compression and Rebound Adjustment, 44mm Offset
Rear SuspensionX-Fusion O2 Pro R, Custom Tune, 210x50mm, M8x25mm Hardware Top and Bottom
RimMarin Aluminum Double Wall, 29mm Inner, Pinned Joint, Disc Specific, Tubeless Compatible
Hub RearShimano HB-MT200B, 141 QR, Centerlock, Standard Freehub Body
Hub FrontShimano HF-MT400B, 110x15mm, Centerlock
Spokes14g Black Stainless Steel
TiresVee Tire Crown Gem 29x2.35", Dual Control Compound, Tubeless Ready
Derailleur RearShimano Deore, 11-Speed, SGS
Derailleur Front-
Shift LeverShimano Deore, 11-Speed, SL-5100R
CranksetMarin Forged Alloy, Integrated Steel 32T Narrow Wide Chainring, Boost Spacing
Bottom BracketExternal Sealed Cartridge Bearing
ChainKMC X-11 Silver and Black
CassetteSunrace, 11-Speed, 11-51T, ED Black
Brakes FrontShimano BR-MT200 Hydraulic Disc, 180mm Rotor
Brakes RearShimano BR-MT200 Hydraulic Disc, 180mm Rotor
Brake LeversShimano BL-MT201
HandlebarMarin Mini-Riser, 6061 Double Butted Aluminum, 780mm Width, 28mm Rise, 5º Up, 9º Back
StemMarin 3D Forged Alloy, 35mm
GripsMarin MTN, Closed End
HeadsetFSA No 57E, Semi-Sealed Cartridge Bearings, 1 1/8" x 1 1/2”
SeatpostMarin Alloy, 30.9mm
SaddleMarin Speed Concept
Pedals-
ExtrasClosed 9-12 Thru-Axle QR System

Marin Rift Zone

FrameAll New Series 3 6061 Aluminum Frame, 27.5” Wheels, 130mm Travel, MultiTrac Suspension Platform, 148x12mm Boost Thru-Axle, 73mm Threaded BB w/ ISCG05 Tabs
Front SuspensionMarzocchi Bomber Z1 27.5", Rail Damper with Sweep Adjustment, 140mm Travel, Kabolt Bolt-On Axle, 37mm Offset
Rear SuspensionFox Float X, Performance Series, EVOL Air Spring, Climb Switch, Rebound Adjustment, Custom Tune, 210x50mm, M8x30mm Top, M8x25mm Bottom
RimMarin Aluminum Double Wall, 29mm Inner, Sleeved Joint, Disc Specific, 32H, Tubeless Compatible
Hub RearShimano HB-MT410B, 148x12mm, Centerlock, Microspline Freehub BodyD86
Hub FrontShimano HF-MT410B, 110x15mm, Centerlock
Spokes14g Black Stainless Steel
TiresMaxxis Assegai, 27.5x2.5", MAXX TERAA, EXO, Tubeless Compatible
Derailleur RearShimano XT, 12-Speed, SGS
Derailleur Front-
Shift LeverShimano Deore, 12-Speed, SL-7100R, I-Spec EV
CranksetFSA Grid, Modular 1x, 32T Direct Mount Chainring, MegaTooth Technology, Boost Spacing
Bottom BracketMego EXO 73mm BSA
ChainKMC X-12 Silver and Black
CassetteShimano, SLX 12-Speed, 10-51T
Brakes FrontShimano BR-MT420, 4-Piston Hydraulic Disc Brake, Metallic Pads, 203mm Rotor
Brakes RearShimano BR-MT420, 4-Piston Hydraulic Disc Brake, Metallic Pads 180mm Rotor
Brake LeversShimano BL-M4100 Hydraulic Lever, I-Spec EV Compatible
HandlebarMarin Mini-Riser, 6061 Double Butted Aluminum, 780mm Width, 28mm Rise, 5º Up, 9º Back
StemMarin 3D Forged Alloy, 35mm
GripsMarin Grizzly Lock On
HeadsetFSA No 57, Sealed Cartridge Bearings, 1 1/8" x 1 1/2”
SeatpostTranzX, YSP23JL, 1x Remote, Size S 150mm Travel, Size M and L 170mm Travel, Size XL 200mm Travel, 30.9mm
SaddleMarin Speed Concept
Pedals-
ExtrasBolt-On Thru-Axle

Marin Rift Zone

FrameAll New Series 3 6061 Aluminum Frame, 27.5” Wheels, 130mm Travel, MultiTrac Suspension Platform, 148x12mm Boost Thru-Axle, 73mm Threaded BB w/ ISCG05 Tabs
Front SuspensionMarzocchi Bomber Z2 27.5", Rail Damper with Sweep Adjustment, 140mm Travel, Kabolt Bolt-On Axle, 44mm Offset
Rear SuspensionRockShox Deluxe Select RT, Debonair Air Sleeve, Rebound Adjustment, Custom Tune, 210x50mm, M8x25mm Hardware
RimMarin, Double Wall Alloy, 29mm Inner, Pinned Joint, Disc Specific, 32H, Tubeless Compatible
Hub RearShimano HB-MT410B, 148x12mm, Centerlock, Microspline Freehub Body
Hub FrontShimano HF-MT410B, 110x15mm, Centerlock
Spokes14g Black Stainless Steel
TiresVee Tire Flow Snap 27.5x2.35", Tackee Compound, Tubeless Ready
Derailleur RearShimano Deore, 12-Speed, SGS
Derailleur Front-
Shift LeverShimano Deore, 12-Speed, SL-M6100-R
CranksetFSA Comet, Modular 1x, 32T Direct Mount Chainring, MegaTooth Technology, Boost Spacing
Bottom BracketMego EXO 73mm BSA
ChainKMC X-12 Silver and Black
CassetteShimano, Deore 12-Speed, 10-51T
Brakes FrontShimano BR-MT200 Hydraulic Disc, 180mm Rotor
Brakes RearShimano BR-MT200 Hydraulic Disc, 180mm Rotor
Brake LeversShimano BL-MT201
HandlebarMarin Mini-Riser, 6061 Double Butted Aluminum, 780mm Width, 28mm Rise, 5º Up, 9º Back
StemMarin 3D Forged Alloy, 35mm
GripsMarin Grizzly Lock On
HeadsetFSA No 57E, Semi-Sealed Cartridge Bearings, 1 1/8" x 1 1/2”
SeatpostTranzX, YSP18JL, 1x Remote, Size S 150mm Travel, All Other Sizes 170mm Travel, 30.9mm
SaddleMarin Speed Concept
Pedals-
ExtrasBolt-On Thru-Axle
FrameAll New Series 3 6061 Aluminum Frame, 27.5” Wheels, 130mm Travel, MultiTrac Suspension Platform, 141 Boost Spacing (upgradable to 148x12), 73mm Threaded BB w/ ISCG05 Tabs
Front SuspensionX-Fusion Sweep Boost RC, 27.5", 140mm Travel, Compresion and Rebound Adjustment, 110x15mm Thru Axle, 44mm Offset
Rear SuspensionX-Fusion O2 Pro R, Custom Tune, 210x50mm, M8x25mm Hardware Top and Bottom
RimMarin, Double Wall Alloy, 29mm Inner, Pinned Joint, Disc Specific, 32H, Tubeless Compatible
Hub RearShimano HB-MT200B, 141 QR, Centerlock, Standard Freehub Body
Hub FrontShimano HF-MT400B, 110x15mm, Centerlock
Spokes14g Black Stainless Steel
TiresVee Tire Crown Gem 27.5x2.3", Dual Control Compound, Tubeless Ready
Derailleur RearShimano Deore, 11 Speed, SGS
Derailleur Front-
Shift LeverShimano Deore, 11-Speed, SL-5100R
CranksetMarin Forged Alloy, Integrated Steel 32T Narrow Wide Chainring, Boost Spacing
Bottom BracketExternal Sealed Cartridge Bearing
ChainKMC X-11 Silver and Black
CassetteSunrace, 11-Speed, 11-51T, ED Black
Brakes FrontShimano BR-MT200 Hydraulic Disc, 180mm Rotor
Brakes RearShimano BR-MT200 Hydraulic Disc, 180mm Rotor
Brake LeversShimano BL-MT201
HandlebarMarin Mini-Riser, 6061 Double Butted Aluminum, 780mm Width, 28mm Rise, 5º Up, 9º Back
StemMarin 3D Forged Alloy, 35mm
GripsMarin MTN, Closed End
HeadsetFSA No 57E, Semi-Sealed Cartridge Bearings, 1 1/8" x 1 1/2”
SeatpostMarin Alloy, 30.9mm
SaddleMarin Speed Concept
Pedals-
ExtrasClosed 9-12 Thru-Axle QR System

FrameAll New Series 3 6061 Aluminum Frame, 24" Wheel w/ Clearance for 26", 130mm Travel, MultiTrac Suspension Platform, 135mm Open Dropout (Upgradeable to 142x12mm Thru-Axle), 73mm Threaded BB
Front SuspensionX-Fusion Velvet RLC 26", 130mm Travel, Compression and Rebound Adjustment, 100x15mm Thru-Axle
Rear SuspensionX-Fusion O2 Pro R, 190x51mm, Custom Tune, M8x22.2mm Hardware
RimMarin, Double Wall Alloy, 27mm Inner, Pinned Joint, Disc Specific, Tubeless Compatible
Hub RearForged Alloy, 135mm, Quad Sealed Bearings, Centerlock Disc, 32H
Hub FrontForged Alloy, 100x15mm, Centerlock Disc, 32H
Spokes14g Stainless Steel
TiresVee Tire Co, Flow Snap 24x2.4", Tackee Compound, Wire Bead
Derailleur RearShimano Deore, 11 Speed, SGS
Derailleur Front-
Shift LeverShimano Deore, 11-Speed, SL-5100R
CranksetMarin Forged Alloy 1x11, Hollow Spindle, Steel Narrow Wide 32T Chainring, Direct Mount Type
Bottom BracketExternal Sealed Cartridge Bearings
ChainKMC X-11 Silver and Black
CassetteSunRace, 11-Speed, 11-51T, ED Black
Brakes FrontShimano MT-201 Hydraulic Disc, 180mm Rotor
Brakes RearShimano MT-201 Hydraulic Disc, 160mm Rotor
Brake LeversShimano BL-MT201 Hydraulic
HandlebarMarin Mini-Riser, 6061 Double Butted Aluminum, 12mm Rise, 720mm Width, 4º Up, 9º Back
StemMarin 3D Forged Alloy, 35mm
GripsMarin MTN, Closed End
HeadsetFSA No 57E, Semi-Sealed Cartridge Bearings, 1 1/8" x 1 1/2”
SeatpostMarin Alloy, 30.9mm
SaddleMarin Speed Concept
Pedals-

Marin Rift Zone

FrameAll New Series 3 6061 Aluminum Frame, 26" Wheels, 130mm Travel, MultiTrac Suspension Platform, 135mm Open Dropout (Upgradeable to 142x12mm Thru-Axle), 73mm Threaded BB
Front SuspensionX-Fusion Velvet RLC 26", 130mm Travel, Compression and Rebound Adjustment, 100x15mm Thru-Axle
Rear SuspensionX-Fusion O2 Pro R, 190x51mm, Custom Tune, M8x22.2mm Hardware
RimMarin, Double Wall Alloy, 27mm Inner, Pinned Joint, Disc Specific, Tubeless Compatible
Hub RearForged Alloy, 135mm, Quad Sealed Bearings, Centerlock Disc, 32H
Hub FrontForged Alloy, 100x15mm, Centerlock Disc, 32H
Spokes14g Stainless Steel
TiresVee Tire Co, Flow Snap 26x2.4", Tackee Compound, Wire Bead
Derailleur RearShimano Deore, 11 Speed, SGS
Derailleur Front-
Shift LeverShimano Deore, 11-Speed, SL-5100R
CranksetMarin Forged Alloy, Integrated Steel 32T Narrow Wide Chainring, Boost Spacing, 170mm Length
Bottom BracketExternal Sealed Cartridge Bearings
ChainKMC X-11 Silver and Black
CassetteSunRace, 11-Speed, 11-51T, ED Black
Brakes FrontShimano MT-201 Hydraulic Disc, 180mm Rotor
Brakes RearShimano MT-201 Hydraulic Disc, 160mm Rotor
Brake LeversShimano BL-MT201 Hydraulic
HandlebarMarin Mini-Riser, 6061 Double Butted Aluminum, 12mm Rise, 720mm Width, 4º Up, 9º Back
StemMarin 3D Forged Alloy, 35mm
GripsMarin MTN, Closed End
HeadsetFSA No 57E, Semi-Sealed Cartridge Bearings, 1 1/8" x 1 1/2”
SeatpostMarin Alloy, 30.9mm
SaddleMarin Speed Concept
Pedals-
ExtrasClosed 9-12 Thru-Axle QR System

Patagonia

Das Marin Rift Zone auf dem Trail

Schon auf den ersten Höhenmetern wird klar, dass das Marin spritzig den Berg hinauf geht. Hier wippt nichts und der aufrechte Sitzwinkel sorgt für eine tolle Kraftübertragung. Auch die lange Sattelstütze ist ein Plus. Bergauf kommt der Sattel sehr weit raus und lässt sich für die Downhill Passagen schön weit versenken. Vor allem für große Menschen ist das ein Vorteil, da lange versenkbare Sattelstützen nicht bei jedem Fahrradhersteller im Sortiment landen.

Zwar ist das Rift Zone nicht grade mit leichten Reifen bestückt, jedoch fällt deren erhöhter Rollwiderstand kaum auf. Ein Vorteil der Assegai ist auch die Performance auf nassen, wurzeligen und verblockten Kletterpassagen. Denn nicht nur bergab krallen sich die Stollen in den Boden, sondern auch im Uphill.

Der spannendste Teil kommt jetzt. Wir haben das Marin mit in unseren heimischen Bike Park und auf die rutschigen und steilen Hometrails genommen und hatten eine Menge Spaß. Warum? 140mm Federweg geben einem einfach ein ganz anders Fahrgefühl. Wer eher auf einem Enduro unterwegs ist, wird sich über das wendige und leichtfüßige Fahrverhalten freuen und wer weniger Federweg gewohnt ist, freut sich über die Reserven.

Unser Warmup findet immer auf dem Flowtrail statt. Hier gibt es extrem gut gebaute Kurven die mit sehr viel Druck und hoher Geschwindigkeit gefahren werden können. Kleine Pumps laden zum doublen ein und der ein oder andere Anlieger will „zerstört“ werden. Das Marin erledigt das spielend. Der kurze Hinterbau macht das Trail-Bike super agil und hat uns schon bei der ersten Abfahrt ein fettes Grinsen ins Gesicht gezaubert. Geht es auf Tables lässt sich das 140mm Bike leicht in die Luft befördern und es bügelt über alle Bremswellen hinweg. Auch das Fahrwerk beweist sein können. Die Z1 verfügt über eine enorme Steifigkeit trotz bzw. wegen 36mm Standrohren und flext auch bei hohen Geschwindigkeiten in den Kurven kaum spürbar. Nur nach einem ganzen Tag im Bike Park merkt man schon, dass sie nicht ganz über die Feinfühligkeit und die Setup-Konfigurationen der teureren Konkurrenz verfügt was das Fahrgefühl auf Dauer etwas anstrengend macht.

Vorne lang hinten kurz

Zwar funktioniert das Marin trotz seiner langen Front mit einem Reach von 515mm extrem gut auf flowigen Strecken, jedoch macht es uns der kurze Hinterbau nicht ganz so leicht auf verblockten Strecken. Das soll nicht heißen, dass wir auf den lokalen Enduro Strecken keinen Spaß hatten, ganz im Gegenteil. Das Rift Zone lässt sich nämlich recht leichtfüßig über Wurzel und Felsen manövrieren und lädt dazu ein an der ein oder anderen Stelle abzuziehen wo wir normalerweise mit unseren Enduro Boliden einfach drüber bügeln.

Sobald man aber etwas schneller unterwegs ist und der Untergrund grob wird, wirkt das Rift Zone nicht grade balanciert. Die lange Front verspricht Stabilität kann aber aufgrund des kurzen Hinterbaus nicht ruhig bleiben. Das Hinterrad springt merkbar hin und her und erfordert eine sichere Linienwahl bei hohen Geschwindigkeiten. Auch die Art des Hinterbaus verlangt nach präzisem Bremsen damit „Hängenbleiben“ verhindert wird. Würde die Kettenstrebe in den Rahmengrößen expotentiell zum Reach mitwachsen wäre die gesamte Geometrie vielleicht etwas ausgeglichener.

Marin Rift Zone

Fazit: Viel Spaß für einen fairen Preis

Made For Fun ist hier Programm. Das Marin Rift Zone sollte für alle die etwas mehr auf den Trails spielen der perfekte Begleiter sein. Jibbs, Flow und auch leichtere Enduro Trails meistert das 140/130mm Trail-Bike gekonnt. Obendrauf gibt es eine exzellente Uphill-Performance, tolle Komponenten und das für einen fairen Preis.

Action-Shots: Paul Kopp

Bekleidung: Patagonia

Video: Joe und Bo’s Gutenachtgeschichte

Es gibt Gutenachtgeschichten und es gibt Joe Barnes Version davon. Der Schotte erzählt seinem Sohn von seinem spannenden Abenteuern und seinem Drahtesel. 

There’s no doubting that as we get older, the physical boundaries that dictate our lives get bigger, broader and opportunities open up. The world, so to speak, is our oyster. A child’s ability to explore of their own accord is a very different experience. Their world is more contained, but oddly enough, not necessarily smaller. Imagination allows us to enter the world’s unseen spheres, and create excitement from the act of thought. It opens up the world to us. Joe Barnes is well known for his stellar racing career, memorable media and wild imagination. With two children, Joe’s use of his imagination is now being put to use in ways that cultivate the same emotions that Joe gets from bikes, into his son Bo’s life. Join us as Joe and Bo go on a journey around Lochabers hidden landscapes and enter very different worlds.

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TEST: Transition Sentinel XT Carbon – Leichtfüßiges „Mini“ Enduro

Das Transition Sentinel mit 150/160mm Federweg, einer progressiven Geometrie und einem ausgezeichneten Fahrverhalten siedelt sich zwischen dem 170mm Spire und 150mm Scout an. Wo das leichtfüßige Enduro Bike glänzt und was uns besonders gut an dem amerikanischen Mountainbike gefallen hat, erfahrt ihr hier.

Vor wenigen Wochen haben wir euch erst das Spire mit seinen 170mm Federweg vorgestellt. Unser Fazit war, dass wir von der tollen Balance aus Uphill und Downhill-Performance begeistert waren. Obendrauf gabs einige Reserven im Federweg die dafür gesorgt haben, dass wir mit viel Selbstbewusstsein in verblockten Sektionen drauf halten konnten.

Nun waren wir mit dem Transition Sentinel auf den Home Trails aber auch in Leogang und Lienz unterwegs. 160mm Federweg an der Front, 150mm am Heck, eine moderne Geometrie und tolle Komponenten haben uns definitiv überzeugt. Aber ist das „Mini“ Enduro genauso in der Performance ausbalanciert wie sein aufgepumpter großer Bruder?

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Optik und Features

Optisch ist sich die Transition Palette recht ähnlich. Schnörkellose Linienführung wird mit schlichten Decals und weniger knalligen Farben kombiniert. Das uns zur Verfügung gestellte Modell kam mit der Ti Grey Lackierung die es genauso wie die Gold Loam Farbgebung nur bei den Carbon Varianten gibt. Dafür gibts den Alu-Rahmen in gleich vier verschiedenen Variationen.

Zwar fahren viele von euch mit Trinksystem im Rucksack oder im Hip Bag, wer mag kann aber seine Tools unter dem Oberrohr montieren und einen Flaschenhalter auf dem Unterrohr platzieren.

Wie man schön sehen kann, ist der Schaltzug intern verlegt, während die Leitung der Hinterradbremse außen am Rahmen entlang läuft. Unserer Meinung nach ist das ein tolles Feature, da es eine Wartung oder den Austausch der Bremse wesentlich einfacher gestaltet und oft auch eine geringere Geräuschskulisse mit sich bringt, da nichts im Rahmen klappert. Ein kleiner Nachteil könnte es sein, dass bei einem Sturz die Leitung beschädigt werden kann. Sophie hat sich gekonnt mehrfach mit dem Sentinel auf die Trails geschmissen und abgesehen von einem gebrochenen Bremshebel ist dem Bike aber nichts passiert. Tough!

Apropos. Am Rahmenschutz wurde auch nicht gespart. Die Kettenstrebe verfügt über einen gummierten Mantel die das Bike leiser machen und Schäden am Rahmen vermeidet. Im Bereich des Tretlagers unter dem Unterrohr ist ebenfalls ein großzügiger Schutz verbaut der den Rahmen vor Steinschlägen schützt.

Geometrie: Enduro mit 150/160mm Federweg

In Sachen Geometrie steht das Sentinel dem langhubigeren Spire in nichts nach. Abgesehen vom Federweg ist die das Mountainbike nämlich ziemlich modern, flach und relativ lang. Mit 160mm Federweg an der Front und 150mm am Heck meistert das Bike der Marke aus Washington nämlich fast alle Trails.

Das uns zur Verfügung gestellte Modell kam in der Rahmengröße LG und verfügt über einen Reach von 476mm welcher mit einem Lenkwinkel von 63,6° und einem Stack von 631mm kombiniert wird. Der Hauptrahmen wird mit einer passenden 440mm Kettenstrebe abgerundet – somit liegt der Radstand bei 1263mm.

SMMDLGXLXXL
A. REACH420450476501521
B. STACK613622631640649
C. EFFECTIVE TT LENGTH552585613641665
D. SEAT TUBE LENGTH350390430460490
E. EFFECTIVE ST ANGLE78.2°77.5°76.9°76.4°76.0°
SADDLE HEIGHT FOR EFFECTIVE ST ANGLE600660720780820
ACTUAL ST ANGLE70.8°70.8°70.8°70.8°70.8°
SEAT TUBE OFFSET AT BB8787878787
F. HEAD TUBE LENGTH100110120130140
G. HEAD TUBE ANGLE63.6°63.6°63.6°63.6°63.6°
H. CHAINSTAY LENGTH440440440440440
I. WHEELBASE11991233126312921316
J. BOTTOM BRACKET DROP2929292929
K. ESTIMATED BB HEIGHT346346346347347
L. STAND OVER HEIGHT671688700712722
M. FORK OFFSET4343434343

Beim Hinterbau Design benutzt Transition das hauseigene GiddyUp Suspension Design. Hierbei wurde viel Wert auf einen geringen Längenzuwachs der Kettenstrebe beim Einfedern gelegt um Pedalkickback zu verringern und den Anti Squat gering zu halten. Dabei wollen die Macher auf eine Balance aus progressivem und linearen Federverhalten geachtet haben. Wir übersetzen das mal als: soft genug zum bügeln und trotzdem straff genug um nicht durchzurauschen…

Wer mag kann das Sentinel mit Coil- oder Luftdämpfer fahren. Wer gerne an seinem Bike schraubt oder das Fahrverhalten an die eigenen Vorlieben anpassen mag, kann den Hinterbau von 150mm Federweg auf 140mm Umbauen. Dafür müsst ihr den mitgelieferten Dämpfer mit einem Hub von 205mm x 62.5mm durch einen mit 205mm x 57.5mm ersetzen.

Komponenten und Ausstattungen 

Die Jungs und Mädels vom deutschen Vetrieb TrailToys waren so freundlich und haben uns das Sentinel in der XT Carbon Variante zur Verfügung gestellt. Den Twentyy-Niner Carbon-Rahmen in der XT Ausstattung bekommt ihr für 6.799Euro. Was ist im Paket drin?

Das Fahrwerk stammt aus dem Hause Fox. An der Front arbeitet die Fox Float 36 Grip Performance mit 160mm Federweg und am Heck der Fox Float X2 Factory 2 Position Luftdämpfer mit 150mm. Prinzipiell ein tolles Fahrwerk nur fast schon etwas zu bescheiden für die Preisklasse.

Wie es die Bezeichnung der Ausstattungsvariante schon zu vermuten lies, gibt es am Sentinel eine komplette Shimano XT Ausstattung. Angefangen mit der 12-Fach XT Schaltgruppe die mit einer Shimano SLX Kassette mit 10-51t Zähnen kombiniert wird, bis hin zur XT Bremsanlage mit 203mm Bremsscheiben. Hier sollte eigentlich fast keine Wünsche offen bleiben. Die XT Komponenten arbeiten geschmeidig und vor allem die Bremse ist bissig und verändert bei langen Abfahrten nicht den Druckpunkt.

Die exzellent funktionierenden OneUp Dropper Post gibt es abhängig von der Größe in der verschiedenen Längen. Dank des langen Sattelrohrs ist es beim Transition Sentinel in der Größen LG/XL/XXL sogar möglich eine Dropper mit einem Hub von 210mm zu verbauen. Das ist definitiv eine tolle Geschichte, da so auch bei großen Rahmen der Sattel schön tief versenkt werden kann und bei der Abfahrt ordentlich Freiraum bietet.

Das Sentinel Carbon XT ist mit Stans Flow S1 Aluminium Felgen und mit dazu passenden Stans Neo Durasync Naben bestückt. Diese Felgen kombination wurde auch schon öfter im World Cup gefahren und bietet einiges an Stabilität. Auf den Felgen sitzt eine unserer Lieblingskombinationen von Reifen – Maxxis Assegai 3C EXO+ (29×2.5) an der Front und Maxxis Minion DHRII 3C EXO+ (29×2.4) am Heck. Diese Kombi bietet einiges an Grip und lässt sich recht leicht den Berg hinauf treten. Da haben die Amis passend zum Sentinel eine tolle Balance gefunden.

 

Was das Preis-/Leistungsverhältnis angeht sind wir uns bei der XT Carbon Variante nicht ganz sicher. Das Modell ist für 6.799Euro erhältlich und kostet somit genauso viel wie die GX Carbon Variante die über ein komplettes Rockshox Ultimate Fahrwerk, Sram GX Schaltgruppe und Sram Code RSC Bremsen verfügt. Wer sich sein Bike lieber selbst zusammenstellen mag, kann sich das Frameset mit Fox Factory X2 Dämpfer für 3.699Euro besorgen.

X01 CarbonGX CarbonXT CarbonGX AluminiumNX AluminiumCarbon Frameset Aluminium Frameset
FRAMESentinel Carbon 150mmSentinel Carbon 150mmSentinel Carbon 150mmSentinel Alloy 150mmSentinel Alloy 150mmSentinel Carbon 150mmSentinel Alloy 150mm
REAR SHOCKFox Float X2 Factory 2 PositionRockShox Super Deluxe UltimateFox Float X2 Performance 2 PositionFox Float X Performance Elite 2 PositionFox Float X Performance 2 PositionFox Float X2 Factory 2 PositionFox Float X Performance Elite 2 Position
FORKFox Float 36 Grip 2 Factory
160mm Travel/44mm Offset
RockShox Lyrik Ultimate
160mm Travel/42mm Offset
Fox Float 36 Grip Performance
160mm Travel/44mm Offset
Fox Float 36 Grip 2 Performance Elite
160mm Travel/44mm Offset
Fox Float 36 Rhythm
160mm Travel/44mm Offset
HEADSETCane Creek 40 SeriesFSA No.57EFSA No.57EFSA No.57EFSA No.57E
STEMANVL Swage (40mm)ANVL Swage (40mm)ANVL Swage (40mm)ANVL Swage (40mm)RaceFace Aeffect R (40mm)
HANDLEBAROneUp Carbon Bar
SM/MD (800x20) LG/XL/XXL (800x35)
ANVL Mandrel Alloy 35
SM/MD (800x20) LG/XL (800x30) XXL (800x 40)
ANVL Mandrel Alloy 35
SM/MD (800x20) LG/XL (800x30) XXL (800x 40)
ANVL Mandrel Alloy 35
SM/MD (800x20) LG/XL (800x30) XXL (800x 40)
RaceFace Chester 35
SM/MD (780x20) LG/XL/XXL (780x35)
GRIPSODI Elite FlowODI Elite FlowODI Elite FlowODI Elite FlowODI Elite Flow
SADDLEANVL Forge TiANVL Forge CromoANVL Forge CromoANVL Forge CromoANVL Forge Cromo
SEATPOSTOneUp Dropper Post
SM (150mm) MD (180mm) LG/XL/XXL (210mm)
OneUp Dropper Post
SM (150mm) MD (180mm) LG/XL/XXL (210mm)
OneUp Dropper Post
SM (150mm) MD (180mm) LG/XL/XXL (210mm)
OneUp Dropper Post
SM (150mm) MD (180mm) LG/XL/XXL (210mm)
OneUp Dropper Post
SM (150mm) MD (180mm) LG/XL/XXL (210mm)
BRAKESSRAM Code RSCSRAM Code RSCShimano XT M8120SRAM Code RSC
(Cascade Blue/Platinum Silver)

TRP DH-R Evo
(Misty Green/Black Powder)
SRAM Code R
(Cascade Blue/Platinum Silver)

SRAM Guide RE 4-Piston
(Misty Green and Black Powder)
ROTORSSRAM Centerline (200mm)SRAM Centerline (200mm)Shimano RT86 (203mm)SRAM Centerline (200mm)
(Cascade Blue/Platinum Silver)

TRP R1 2.3 (203mm)
(Misty Green/Black Powder)
SRAM Centerline (200mm)
SHIFTERSRAM XO1 EagleSRAM GX EagleShimano XT M8100SRAM GX EagleSRAM NX Eagle MMX
DERAILLEURSRAM XO1 EagleSRAM GX EagleShimano XT M8100SRAM GX EagleSRAM NX Eagle
CASSETTESRAM XG 1295 (10-52t)SRAM XG 1275 (10-52t)Shimano SLX M7100 (10-51t)SRAM XG 1275 (10-52t)SRAM PG 1230 (11-50t)
CHAINSRAM GX EagleSRAM GX EagleShimano XT M8100SRAM GX EagleSRAM NX Eagle
CRANKSRAM X1 Carbon DUB (30t/170mm)SRAM Stylo 7K DUB (30t/170mm)Shimano XT M8100 (30t/170mm)SRAM GX Eagle DUB (30t/170mm)SRAM Descendent 6k DUB (30t/170mm)
RIMSDT Swiss XM 1700 Spline 30Stans Flow S1Stans Flow S1DT Swiss M 1900 Spline 30Stans Flow D
SPOKESDT Swiss CompetitionSapim Race Double ButtedSapim Race Double ButtedDT Swiss ChampionPillar Double Butted
HUBSDT Swiss 350 Straight Pull 36SLStans Neo DurasyncStans Neo DurasyncDT Swiss 370 Ratchet LNNovatech D791SB/D902SB
TIRE/FRONTMaxxis Assegai 3C EXO+ (29x2.5)Maxxis Assegai 3C EXO+ (29x2.5)Maxxis Assegai 3C EXO+ (29x2.5)Maxxis Assegai 3C EXO+ (29x2.5)Maxxis Assegai 3C EXO+ (29x2.5)
TIRE/REARMaxxis Minion DHRII 3C EXO+ (29x2.4)Maxxis Minion DHRII 3C EXO+ (29x2.4)Maxxis Minion DHRII 3C EXO+ (29x2.4)Maxxis Minion DHRII 3C EXO+ (29x2.4)Maxxis Minion DHRII 3C EXO+ (29x2.4)
INCLUDEDTubeless Valves & SealantTubeless Valves & SealantTubeless Valves & SealantTubeless Valves & SealantTubeless Valves & Sealant
WEIGHT30.7 lbs / 13.94kg (Size MD)31.3 lbs / 14.21kg (Size MD)31.3 lbs / 14.21kg (Size MD)33.9 lbs / 15.38 kg (Size MD)35.8 lbs / 16.24 kg (Size MD)7.0 lbs / 3.20kg (Size MD w/shock)9.7 lbs / 4.4 kg (Size MD w/shock)

Das Transition Sentinel auf dem Trail

Wie auch schon das Spire mit 170mm Federweg klettert das Sentinel extrem gut und leichtfüßig. Die angenehme Sitzposition und das Hinterbau Design tragen dazu definitiv bei. Bei steilen Anstiegen konnten wir mit viel Druck in die Pedale treten ohne, dass wir das Gefühl hatten durch wippen des Dämpfers Kraft zu verlieren.

Sobald es Bergab geht, setzt sich die Leichtfüßigkeit fort. Zwar haben wir eine 440mm Kettenstrebe, dies ist gefühlt aber noch deutlich kürzer. So lässt sich das Sentinel verspielt auf das Hinterrad befördern und spielend leicht durch Kurven zirkeln. Das hat sich schnell auf den flowigen Strecken in Leogang und Lienz gezeigt und uns eine Menge Spaß beschert.

Geht es auf steile und verblockte Trails bügelt das Sentinel gekonnt über Felsen und Wurzel und steht einem langhubigeren Ednuro Bike in nichts nach. Ganz im Gegenteil – Das Sentinel fühlt sich in manchen Situationen wesentlich potenter an als es beworben wird. Wofür braucht man dann das Spire mit 170mm Federweg? Einfache Antwort – für noch mehr Sicherheit bei den größten Sprüngen, steilsten Strecken und Abfahrten.

Das soll aber nicht heißen, dass das Spire das bessere Enduro ist. Es verzeiht einfach nur ein paar mehr Fehler und ersetzt im Park ein Downhill Bike. Das Sentinel schafft jedoch den Spagat aus potenter Enduro Maschine und verspieltem Trail Bike besser, weshalb es vor allem in Regionen ohne Lift das interessantere Mountainbike ist.

Was uns jedoch nicht ganz so gut gefallen hat, ist die Ausstattung. Beim Spire bekommen wir für 7.599Euro mehr Federweg und das bessere Fahrwerk, während wir beim Sentinel „nur“ eine Fox Performance Ausstattung für 6.799 Euro bekommen.

Fazit: Transition Sentinel XT Carbon – Mini Enduro mit Spaß-Genen 

Das Transition Sentinel XT Carbon schafft eine ausgezeichnete Balance zwischen Uphill und Downhill und ist für seine moderne Geometrie gleichzeitig verspielt auf flowigen Strecken wie auch Laufruhig in steilen und ruppigen Sektionen. Die 160mm Federweg bieten ausreichend Reserven um sich an die härtesten Enduro Trails ran zu tasten und die progressive Geometrie sorgt für Selbstbewusstsein bei der Abfahrt. Ein tolles Enduro, dass vor allem in Bike Regionen ohne Lift Spaß macht.

Weitere Informationen zum Sentinel findet ihr unter: www.trailtoys-shop.de

 

First Ride: YT Szepter – Das Gravel-Bike mit Mountainbike Genen

YT Industries ist für Premium-Mountainbikes mit einem ausgezeichneten Preis-/Leistungsverhältnis bekannt. Die Marke aus Forchheim versorgt den Markt mit einigen der beliebtesten Bikes der Szene. Jetzt gibt es was neues von der deutschen Marke – Ein Gravel-Bike. Aber YT wäre nicht YT wenn das ganze nichts mit Spaß bei der Abfahrt zu tun hätte. Hier gibt es alle Infos und einen ersten Fahreindruck zum brandneuen YT Szepter. 

Gravel ist seit Enduro der neuste Trend. Die etwas gemütlicheren und für Schotterwege geeigneten Rennräder mit breiten Reifen sind überall zu sehen und machen tatsächlich eine Menge Spaß – selbst wenn es mal über Wurzeln und Steine geht, kann man sich auf den ungefederten Boliden halten und sich durch die Natur kämpfen. Dass YT nun auch ein Gravel auf den Markt bringt, macht zwar Sinn, kam aber doch etwas unerwartet, da die Brand doch eher für Action im Gravity Bereich bekannt ist.

Und genau deshalb hat das YT Szepter auch Features die den Komfort im ruppigen Gelände etwas steigern sollen. Das wird bestimmt nicht jedem Hardcore Gravel Fan gefallen und vielleicht auch die Frage aufstellen, warum man sich nicht einfach ein Hardtail kauft, aber die Kombination aus Speed im Uphill und die Möglichkeit auf moderaten Trails Spaß zu haben, klingt dann doch irgendwie verlockend.

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Zum Launch des neuen YT Szepter wurden wir nach San Clemente in Kalifornien eingeladen. Dort befindet sich einer der wenigen YT Showrooms. Das Ambiente war einladend, die Präsentation gewohnt sytlisch und das Wetter fantastisch. Die Jungs und Mädels von YT haben keine Kosten gescheut und ein volles Programm geboten. Es fing an mit der Vorstellung des neuen Gravel Bikes, dann ging es auf eine Ausfahrt in die kalifornischen Hügel, die mit einer rasanten Abfahrt auf perfekten Trails mit einer Menge Flow endeten. Am nächsten Tag ging es auf eine benachbarte Insel wo neben einer tollen Landschaft auch freilaufende Bisons das Erlebnis abrundeten. Zwischendurch wurde dann noch mit einem Helikopter die Gegend bewundert und bei einem kalten Bier und leckerem BBQ der Tag ausklingen gelassen.

YT Szepter

Optik und Features

Beim Design war die Grundlage des Szepter ein Ralleyauto der Gruppe B, ein Helm eines Gladiators und die Aerodynamik des Lockheed A-12 Aufklärungsflugzeugs. Das Szepter steht definitiv etwas bulliger da als viele andere Gravel Bikes. Das breite Unterrohr, die Versteifung im Bereich der Sitz- und Sattelstrebe, die Federgabel und die Varia-Sattelstütze findet man nicht an vielen Fahrrädern dieser Kategorie. YT bleibt sich seinen Mountainbike Wurzeln definitiv treu.

Das Modell auf dem wir unterwegs waren, kam in einem schlichten Grauton. Wer „etwas“ mehr Farbe mag, kann sich für die ebenfalls schlichte Oliv-Variante entscheiden. Das Szepter verzichtet auf knallige Töne und große Decals.

 

Wer sich mit den Mountainbikes des Forchheimer Herstellers auskennt, weiß, dass es in den letzten Jahren oft keine Möglichkeit gab einen Flasche im Rahmen zu montieren. Beim YT Szepter ist das absolut kein Problem mehr. Gleich vier verschiedene Mounts gibt es im Rahmen. Am Sattel- und auf dem Unterrohr können zwei Flaschenhalter montiert werden und wer Tools, oder Taschen montieren mag, findet dafür gleich zwei Mounts unter dem Oberrohr.

Da YT offensichtlich mit dem Szepter ins Gelände möchte, gibt es an der Gabel und an den Sitzstreben zwei Mudguards die vor herumfliegendem Dreck, Matsch und Wasser schützen.

Gravel der Kategorie nach, Gravity der Natur gemäß. Jede Plattform, die YT konzipiert, ist von purem, freiem Downhill Spirit geprägt. Das SZEPTER ist da keine Ausnahme. – YT Industries

YT Szepter – Geometrie

Der jahrelange Fokus und die Erfahrung im Mountainbike Sport spiegelt sich auch in der Geometrie des Szepter wieder.

Der Ultra-Modulus Carbon-Rahmen mit abgesenkten Sitzstreben, der 69,3 Grad Lenkwinkel und die RockShox Rudy XPLR-Federgabel sollen in jedem den Rebellen wecken, ohne dass dabei die Effizienz zu kurz kommt, die für das Erklimmen von Anstiegen erforderlich ist. Der Drop-Stay Hinterbau ist schnörkellos und reaktionsfreudig, während ein Sitzwinkel von 74,3 Grad über die gesamte Größenpalette die Körperposition bei Anstiegen verbessern soll. Das 30,9 mm Sitzrohr ist mit einer reduzierten 27,2 mm Sattelstütze ausgerüstet, die MTB typisch eine tiefe Absenkung ermöglicht. Eine maximale Einstecktiefe von 275 mm bei den Rahmengrößen L und XL gewährleistet die Kompatibilität mit einer 150 mm Dropper Post und soll so für überlegene Mobilität in anspruchsvollem Terrain sorgen.

Das geschwungene Sitzrohr geht in einen integrierten Fender über, der die dynamische Silhouette des Rahmens unterstützt und gleichzeitig den Schmutz in Schach hält.

YT Szepter

Komponenten und Ausstattung

Jetzt wird es spannend, denn jetzt geht es um die Komponenten und den Preis. YT startet mit zwei Modell-Varianten. Das Szepter Core 4 ist die Top-Variante und ab 4.499 Euro erhältlich.

YT Szepter

Dafür bekommt ihr den YT Ultra Modulus Carbon Rahmen mit einer RockShox Rudy Ultimate mit 40mm Federweg, die SRAM Force XPLR AXS Gruppe mit einer XPLR Kassette mit 1044 Zähnen und HS2 Bremsscheiben in den Größen 180/160mm.

Für 3.299 Euro gibts dann die Core 3 Variante. Hierbei müsst ihr zwar auf die Ultimate Ausstattung verzichten, bekommt aber trotzdem eine Top Performance. Anstatt der Sram Force Gruppe gibt es die Rival XPLR AXS ebenfalls mit einer Kassette mit 1044 Zähnen und Bremsscheiben in den Größen 180/160mm. 

Wir sind uns sicher, dass es in den nächsten Jahren noch viele weitere Modelle des Szepter geben wird. YT ist bekannt dafür das Sortiment mit vielen spannenden Komponenten zu erweitern und einsteigerfreundliche Modelle zu präsentieren.

YT Szepter

Das YT Szepter auf dem Trail

Unser Testfahrer Christof Geiss ist nicht nur auf dem Mountainbike unterwegs, sondern schrubbt viele Kilometer auf dem Gravel-Bike und seinem Rennrad. Egal ob auf dem Weg zur Arbeit, oder um die Koms seiner Freunde zu knacken, der Kerl gibt Gas. Somit war er auch der perfekte Kandidat um nach Kalifornien zu fliegen und für uns den ersten Fahreindruck zu dokumentieren.

Ihm war eins sehr schnell klar – das YT Szepter fühlt sich abgesehen vom Dropbar wie ein Mountainbike an. Die Sitzposition ist zentral und das Tretlager niedrig. Auch der lange Reach macht sich bemerkbar. Christof ist 1,77m groß und war mit der Größe M sehr glücklich. Der Reach hat in der Größe M 398mm. Das hört sich für Mountainbiker nach viel zu wenig an, jedoch darf man nicht vergessen, dass dieses Maß beim Rennrad und Gravel anders ausfällt, da wir hier mit einem langen Vorbau und Dropbar unterwegs sind.

Für die Ausfahrten stellte uns YT das Topmodel Core 4 zur Verfügung.

Da Chris wie schon erwähnt viel mit seinem eigenem Gravler unterwegs ist, ist ihm als erstes der Komfort der Federgabel aufgefallen. Auch wenn nur 40mm Federweg zur Verfügung stehen, ist das ein massives Plus an Komfort und um ein Vielfaches angenehmer. Die RockShox Rudy Ultimate macht wirklich einen sehr guten Job. Mehr Komfort für Arme und Hände, ausreichend Feedback vom Untergrund und alles ohne auch nur einmal unangenehm durchzuschlagen. Selbst wenn man es provoziert. Ein Wippen beim Antreten war kaum zu verspüren. Sollte es doch einmal bei langen Asphaltausfahrten oder Anstiegen stören, hat man immer noch die Möglichkeit mit Hilfe des Lock Outs die Gabel zu sperren.

Auf längeren Tretpassagen, egal ob auf Schotter oder Asphalt, ist die Sitzposition sehr angenehm und lässt einen nicht schnell ermüden. Hier kommt auch der Vorteil des Droperbars zum Zuge. Vorteil ist einfach die bessere Aerodynamik durch die vorgegebene Sitzposition und auf längeren Ausfahrten die Möglichkeit die Hände verschieden zu positionieren.

YT Szepter

Der Rest der Ausstattung funktionierte ebenso tadellos. Die Sram Force AXS schaltet in jeglicher Lage perfekt durch die 12 Gänge. Die Sram Force Bremse macht bei langen Abfahrten auf den Trails einen absolut souveränen Eindruck. Abgerundet wird das Gesamtbild mit der Rockshox Reverb AXS XPLR. Weiter wurde auf hochwertige Komponenten von Zipp und WTB zurückgegriffen. Die Reifen aus dem Hause WTB überzeugten besonders. Sie lieferten auf den staubigen Trails in Kalifornien genug Grip um es laufen lassen zu können und hatten dabei trotzdem einen spürbar geringen Rollwiderstand auf Asphalt.

Dieses Gesamtpaket liefert sehr viel Sicherheit auf den Offroadtrails, sodass man sich immer weiter an die Grenzen wagt. Ohne es zu bemerken, bewegt man das Bike eher wie ein Mountainbike als ein Gravel-Bike. Man beginnt kleine Gaps zu springen und auch Anlieger mit mehr Druck zu fahren.

Unser erstes Fazit zum YT Szepter

YT hat ein Gravelbike entwickelt und hat uns gezeigt, dass die Interpretation des Themas auf alle Fälle eines bedeutet: Eine gute Zeit auf dem Bike! Es wird nicht die erste Wahl für die Kunden sein, welche ein Rennrad mit mehr Komfort suchen und KOMs auf der Straße jagen aber allen anderen die sich nach einem kernigen Gravelbike für Offroad Abenteuer umsehen, sollten mit dem YT Szepter einen perfekten Compagnon gefunden haben. 

YT Szepter

Weitere Informationen findet ihr unter: www.yt-industries.com