TEST: Maxxis Shorty – Grip, Grip und noch mehr Grip?

Es ist nass und rutschig draußen, oder die Strecke im Bike Park ist extrem lose und staubig – da stellen sich die meisten von uns welchen Reifen man am besten nutzt. Maxxis will mit dem Shorty einen Matschreifen anbieten, der auch bei den rutschigsten Bedingungen für Grip sorgen soll. Ob das funktioniert erfahrt ihr hier.

Maxxis gehört neben FiveTen, Troy Lee usw. wohl zu den Marken von denen jeder Mountainbiker schonmal etwas gehört hat und fast jeder hat schon eins von ihren Produkte besessen. Wer bei schlechtem Wetter und extrem matschigen Bedingungen unterwegs ist, wird sich bestimmt schon einmal gefragt haben, ob es nicht einen Reifen gibt der auch bei diesen Verhältnissen noch etwas mehr Grip rausholen kann. Maxxis versucht mit dem Shorty genau dieses Problem anzugehen.

Auch wenn Reifen mittlerweile mehr Aufmerksamkeit bekommen, werden sie hin und wieder unterschätzt und weniger beachtet als sie es verdienen. Ähnlich wie bei Schuhen sind die Gummiringe aber unser Kontaktpunkt zum Boden und sollten passend zu den Untergrundverhältnissen gewählt werden. Ein Wanderer besteigt ja auch keinen Gipfel in Badelatschen.

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Maxxis Shorty

Ein Mix aus einer Vielzahl an Gummimischungen, verschiedenste Eigenschaften der Karkasse, die Anordnung und Form der Stollen und noch viele weitere Faktoren gilt es perfekt auf den jeweiligen Einsatzzweck abzustimmen.

Genau das macht das Team von MAXXIS schon sehr lange, hat darin massig Erfahrung und so können sie etliche Erfolge auf ihrem Konto verbuchen.

Sam Blenkinsop zeigt im Vorstellungsvideo eindrucksvoll wo sich der neu aufgelegte Shorty wohlfühlt. Loser Waldboden, nasse Trails und matschige Kurven, genau hierfür ist er wie geschaffen.

Was ist anders im Vergleich zum Vorgängermodell?

In Zusammenarbeit mit Spitzenfahrern aus dem Enduro- und Downhill Rennsport wurde der Reifen einer Performance Kur unterzogen, dabei wurden die Außenstollen verstärkt und geschlitzt um die Traktion und das Bremsverhalten zu verbessern, die Innenstollen wurden im Vergleich zum Vorgänger wieder getrennt, um den Schmutz dadurch besser abzuschütteln und um das Laufverhalten dadurch optimieren.

Welche Varianten gibt es?

Bei der 2021er Version kann zwischen den Laufradgrößen 27,5“ und 29“ gewählt werden, allerdings gibt es den Shorty nur noch in der 2,4WT Variante.

Gummimischungen:

  • 3C MaxxTerra (Enduro/Freeride)
  •  3C MaxxGrip (Downhill)

Karkassen: 

  • EXO (Trail) 
  • Double Down (Enduro)
  • DH TR (Downhill)

Gewicht: zwischen 930g -1290g

Maxxis Shorty

Montage und erster Eindruck

Ziemlich unspektakulär fällt die Montage aus, der Reifen geht leicht über die Felge, sitzt ordentlich und dichtet erstaunlich gut auch ohne Milch ab.

Durch die WT Version bildet der Reifen, bei den im Trend liegenden breiten Felgen mit ca. 30 mm Innenmaß sein volles Profil perfekt aus und erreicht so optimale Performance. 

Wie schlägt sich der Shorty „on Track“?

Was uns als Erstes auffällt ist das im Vergleich zum Vorgänger verbesserte Rollverhalten. Klar, es ist kein Semi-Slick Reifen, aber dem Einsatzzweck entsprechend rollt er erstaunlich gut für einen Mid-Spike Reifen seiner Art.

Anfangs ist man bei den Bodenverhältnissen, für die der Shorty geschaffen wurde eher etwas ehrfürchtig und lässt es nicht wie auf trockener Strecke laufen, allerdings haben wir recht schnell Vertrauen in den Grip dieses Reifens gewonnen und fanden es einfach „irre“ wie kontrolliert er sich auf rutschigen und losen Untergründen fahren lässt.

Feuchte und blanke Wurzeln, glitschige Steine, das ist es wovor die meisten Biker unter uns sicher den größten Respekt haben, wenn es schlechtes Wetter hat, allerdings schlägt sich der MAXXIS Shorty auch hier verdächtig gut und bietet kontinuierliche Traktion.

Die Selbstreinigung funktionierte bis auf superklebrigen Matsch, der sich auch an jedem anderen Reifen festgesaugt hätte, tadellos.

Ok bei trockenem und sehr grob steinigem Terrain gibt es bessere Reifen, da der Shorty aber hierfür nicht gedacht ist, ist es auch vollkommen in Ordnung, wenn er hier an sein Limit kommt und die Seitenstollen auch mal in der ein oder anderen Kurve wegknicken.

Wir haben aber auch Kollegen in der Redaktion die den Shorty auch bei extrem staubigen und losen Bedingungen als Vorderreifen nutzen. Wer schon einmal bei trockener Hitze in Schladming war, wird den lockeren und tiefen Staub auf den Strecken kennen. Hier arbeitet der Maxxis Reifen ähnlich wie bei matschigen Bedingungen und schneidet sich durch die oberste Schicht um auf dem darunter liegenden Untergrund Grip zu finden.

Fazit

Der MAXXIS Shorty konnte zwar bereits in der älteren Version schon überzeugen – die „Next Generation“ legt aber noch eine Schippe oben drauf. Da der griffige nicht nur in extrem matschigen Bedingungen überragend funktioniert, können wir den Shorty mit gutem gewissen weiterempfehlen.

Preis: UVP zwischen 69,90-79,90 Euro je nach Variante

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TEST: Deuter FLYT14 Trail-Rucksack – Alles was du für die nächste Tour brauchst?

Deuter präsentiert die neue FLYT Rucksack Serie ganz nach dem Motto ” Weniger ist mehr!”. Dabei darf natürlich nicht TÜV/GS Zertifizierung und ein passender Rückenprotektor fehlen. Was wir von dem kompakten 14L Modell der Reihe halten und wie komfortabel der leichte Rucksack sitzt, erfahrt ihr hier.

Deuter gehört wohl zu den bekanntesten Marken was Mountainbike und Outdoor Rucksäcke angeht. Das Unternehmen wurde 1898 von Hans Deuter in Augsburg-Oberhausen gegründet und begann seine Laufbahn mit Briefbeuteln und Säcken für die königlich-bayrische Post. Vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurden Rucksäcke, Tornister und Zelte für die Armee produziert und spezialisierte sich erst viele Jahre später auf den Outdoor und neuen Mountainbike Markt.

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Short Introduction

Mit der FLYT Line präsentiert der deutsche Hersteller nun eine neue leichte Variante der beliebten Trail-Rucksäcke und verzichtet dabei natürlich nicht auf den bekannten SAS-Tec Rückenprotektor. Spannend ist dabei auch, dass Deuter komplett auf PFC (per- & polyfluorierten Chemikalien) verzichtet. PFC wird unter anderem als Beschichtung zum Regenschutz verwendet, da sie wasser-, schmutz- und fettabweisende Eigenschaften aufweisen. Stattdessen verwendet deuter nun gesundheitlich unbedenkliche und umweltverträgliche DWR (Durable Water Repellency) Imprägnierung.

Neben unserem 14L Testmodell gibt es noch drei weitere Varianten. Der FLYT 12 SL und 14 sind für Körpergrößen von 160 – 175cm und die Modelle 18SL und 20 für 170 – 195 cm geeignet.

Optik und Features

Das uns zur Verfügung gestellt Modell kam in einem knalligen Gelb daher, dass man einigen grauen Details kombiniert ist. Auf der Front des Rucksacks befinden sich dezente Reflektionsstreifen und zwei Clips um einen Halbschalfen Helm  zu verstauen. Wer seinen Fullface mitnehmen will kann dafür auch die Clips nutzen und diese mit den seitlichen Kompressionsriemen kombinieren. Deuter bietet neben der gelben Variante auch noch zwei Alternativen in Grau und Blau an.

Seitlich am FLYT14 befinden sich zwei offene Taschen in denen man zum Beispiel Tools, Handschuhe und Zubehör verstauen kann. Ansonsten ist die Optik des schmal geschnittenen Trail-Rucksacks dezent und optisch sauber gehalten.

Am Boden der Tasche befindet sich das Fach mit dem Regenschutz. Dieser ist mit einem elastischen Band an der Tasche befestigt und kann somit nicht verloren gehen. Der Regenschutz lässt sich super leicht über den FLYT 14 ziehen und kommt in einem neon Gelb daher. Somit sind wir auch bei schlechtem Wetter gut im Straßenverkehr zu sehen.

Taschen und Fächer – Organizer

Starten wir mit dem ersten großen Hauptfach an der Front. Hier befindet sich das gut gegliederte Tool-Fach, dass bei keinem modernen Mountainbike Rucksack fehlen darf. Das erste Fach verfügt über genügend Saturaum für Wertsachen, hat einen Clip für Schlüssel und ist mit einem Reissverschluss verschließbar. Darunter befinden sich vier weitere offene Stauraume für Tools und Zubehör. Im unteren Teil des ersten Hauptfachs sind zwei Netzbeutel angebracht in denen wir Handschuhe und weitere Essentials verstauen.

Das praktische an diesen Tool-Fächern ist die Möglichkeit alles organisieren zu können. Wer mal einen Platten auf dem Trail hatte, möchte nicht lange am dunklen Boden seiner Tasche nach seinem Werkzeug suchen, sondern alles schnell Griffbereit haben. Deshalb sind beim Deuter auch die Reissverschlüsse großzügig über fast den ganzen Stauraum Bereich gezogen, damit man das Fach komplett öffnen kann.

Das Hauptfach – Protektor, Wasserblase, Stauraum

Kommen wir zum zweiten Hauptfach. Hier befindet sich der “größte” Stauraum. Beim Deuter FLYT14 müssen wir jedoch dazu sagen, dass es sich dabei nicht um einen großen Trail-Begleiter handelt, sondern eher um eine Tragesystem, dass ausreichend Platz für das Wichtigste bietet.

Deuter FLYT
Im Notfall gilt es einen klaren Kopf zu behalten. In der Innenseite des Hauptfachs gibt es weitere Informationen

In der Innenseite des Hauptfachs ist neben der Waschanweisung auch das SOS-Label aufgedruckt. Auf diesem Label finden wir Tipps wie wir im Notfall reagieren sollen, Notruf Nummern und einen erste Hilfe Plan. #safetyfirst

Im Vergleich zum Tool-Fach finden wir im Hauptfach nur zwei weitere Stauräume. Der Erste ist elastisch und bietet Platz für eine Trinkblase, oder einen Laptop. In der Rückwand finden wir den SAS-Tec LB-XL Protektor. Auf diesen gehen wir aber gleich noch etwas genauer ein.

Kurze Zusammenfassung. Mit dem Deuter FLYT 14 haben wir ein 14L Fassungsvermögen, dass Platz für ein 3L Trinksystem, Stauraum für Tools, Luftpumpen und Zubehör bietet und über einen Rückenprotektor verfügt.

SAS-Tec Protektor – leicht aber fähig

Der LB XL ist SAS-Tecs super leichter Rückenprotektor. Dieser besteht aus expandiertem Polypropylen, dass aus einer Kombination von Schaumstoff und Luft gefertigt wird und somit umweltfreundlicher als ähnliche Materialien ist. Die Aussparungen auf der Rückseite des Protektors machen diesen besonders flexibel und passen sich somit auch bei voll beladenem Rucksack dem Rücken an.

Deuter Flyt
Der Tragekomfort ist dank der vielen Einstellmöglichkeiten richtig angenehm

Tragesystem und Komfort

Damit sich der Rucksack optimal dem Rücken anpassen kann, verseht Deuter die FLYT Modelle mit einigen Riemen. Der Lageverstellriemen sitzt an der Schulter und verstellt den Abstand zwischen der Oberkante der Tasche und den Schulterblättern. Damit die Tasche im Gelände nicht unangenehm am Körper umherspringt, gibt es einen in der Höhe und Breite verstellbaren Brustgurt.

Die Schulterriemen lassen sich wie schon erwähnt dank der Lageverstellriemen anpassen, können aber auch in der Länge angepasst werden. An diesen Riemen finden wir auch zwei Kelttschlaufen an denen wir den Trinkschlauch montieren können und einen Halter für Brillen.

Kommen wir zum wichtigsten Riemen am FLYT 14. Der Hüftgurt bietet mit seinen großzügig geschnittenen Hüftflügeln angenehme Polster und extra Stauraum. In den dort vernähten Taschen lassen sich Tools, kleineres Zubehör und der gute Mund und Nasenschutz verstauen. Dank der Position und der praktischen Reissverschlüsse können wir auch schnell darauf zugreifen.

Der Hüftgurt verfügt über einen Clip-Verschluss und lässt sich mit den “Pull-Forward Hüftflossen” an den Bauchumfang anpassen.

Wir haben also an dem kompakten Deuter Rucksack insgesamt vier Riemen mit denen wir die Passform an unseren Körperbau anpassen können. Dafür gibt es definitiv einen Plus-Punkt.

Luftzirkulation und Rückenteil

Wir haben bei uns in der Redaktion einige Kollegen die gerne ohne Rucksack unterwegs sind, da sie sich ohne freier fühlen und keinen schwitzigen Rücken bekommen. Letzteres ist auch beim FLYT ein wichtiges Thema. Deuter bringt deshalb am Rücken zwei länglich geformte Polster (Airstripes) an zwischen denen sich ein Luftkanal bilden kann und somit eine angenehme Zirkulation zwischen Rücken und Tasche entstehen soll. Auch das verwendete Material wirkt dank der Mesh-Optik atmungsaktiv und flüssigkeitsabsondernd. Das gleiche Material wird auch am Hüftgurt verwendet.

Test: Der Deuter FLYT 14 auf dem Trail

Um ehrlich zu sein bin ich kein großer Freund von Rucksäcken beim Fahrradfahren. Ich gehöre zu den Leuten die entweder keine Tools mit sich tragen und auf das Beste hoffen, oder das nötigste mit Straps am Rad verstauen. Deshalb gehe ich natürlich immer etwas skeptisch an den Test eines Rucksacks ran.

Was mir direkt positiv aufgefallen ist, dass wir beim FLYT extrem viele Möglichkeiten haben die Passform mit insgesamt 6 Bändeln verstellen zu können. Somit sitzt der Rucksack natürlich sehr fest am Körper und kann sich während der Fahrt kaum bewegen. Damit aber nichts drückt, hat der deutsche Hersteller angenehme Polster am Hüftbereich und am Rücken angebracht. Diese sind nicht nur bequem sondern auch gut ventiliert. Grade der Rückenbereich ist interessant, da wir hier zwei langgezogene Polster haben (Deuter Airstripes) die die Luftzirkulation an der Wirbelsäule fördern und einen weniger schwitzigen Rücken garantieren.

Mir gefällt auch, dass immer mehr Hersteller eine Art schienen System für den Brustgurt verarbeiteten. Dadurch lässt sich dieser nämlich sehr angenehm in der Höhe verstellen und dort platzieren wo er hingehört.

Positiv ist auch der nicht zu groß proportionierte Verschluss am Hüftgurt. Grad wenn man etwas Speck am Bauch hat, können diese nämlich gerne mal kneifen und zwicken. Hier hatte ich keine Probleme.

Ich bin mir zwar immer noch unsicher wieso man seine Halbschale am Rucksack verstauen soll, aber falls man diese Funktion mal abseits vom Fahrrad nutzen mag, klappt das dank der intuitiven Clips an der Front der Tasche sehr gut. Auch der integrierte Regenschutz hat gefallen, da dieser leicht zu entnehmen ist, mit einem Band an der Tasche befestigt ist und somit auch nicht verloren geht. Die Teile sind nämlich immer dann weg, wenn man sie am meisten braucht.

Deuter Flyt

Fazit zum Trail-Rucksack

Alles in allem haben wir hier wieder einen echt gut durchdachten Trail Rucksack von Deuter. Die Kombination aus leichtgehaltener Tasche mit dezentem Stauraum und einem SAS-Tec Protektor gefällt. Auch der Tragekomfort ist ausgesprochen angenehm und Dank der vielen Züge sehr gut einstellbar. Die Luft Zirkulation am Rücken ist auch dank des cleveren Designs geregelt.

Wer aber etwas mehr Zubehör und Ersatzkleidung mit auf eine Tour nehmen will, sollte sich einen größeren Rucksack als den FLYT14 zulegen. Deuter bietet hier aber in der selben Kollektion einige Alternativen an.

Wir waren sehr zufrieden mit dem FLYT14.

Mehr zu Deuter findet ihr auf: www.deuter.com

 

 

 

 

 

 

 

TEST: Marin Alpine Trail E2 – Das Kurvenmonster mit Allround-Fähigkeiten

 Marin präsentierte Anfang des Jahres das brandneue Alpine E. Ein E-MTB Allrounder mit Shimano EP8 Motor, Fox Performance Fahrwerk und moderner Geometrie und spannendem Rahmendesign. Wie das elektrische Mountainbike auf den Trails abgeschnitten hat, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Marin stellt nun schon seit den 80ern Mountainbikes her und gehört damit zu den Urgesteinen der Szene. Der Hersteller aus dem gleichnamigen Marin County in Kalifornien hat Elite Sportler wie Matt Jones und Mark Matthews unter Vertrag die auf den Trail-Bikes zeigen was sie können. Tatsächlich bietet Marin kein Mountainbike mit mehr als 160mm Federweg, was aber nicht dagegen spricht, dass die Fahrräder bergab vor Potential strotzen.

Optik und Features

Vor einigen Wochen durften wir uns also das erste mal auf das Alpine E2 setzen und unsere ersten Runden drehen. Das uns zur Verfügung gestellte Modell ist die Top-Variante der Kalifornier und ist nur in einer Farbvariante erhältlich. Wer sich über kleine Details in der Lackierung freut, sollte beim E2 genauer hinschauen. Auf dem schwarz/grauen Lack befinden sich nämlich viele kleine Details wie Silhouetten von Bergen und einem Aussichtsturm wieder.

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Auch das Motto von Marin “Made For Fun” finden wir immer wieder auf dem E-MTB. Zum Beispiel auf der Top Cap am Steuerrohr, auf den Felgen und auf dem Mudguard.

Marin Alpine Trail

Aber nicht nur der Lack hat einige nette Details. Die Kettenstrebe verfügt über einen großzügigen Schutz, der Abrieb und Geräusche der Kette am Rahmen vermeidet. Auch am Unterrohr finden wir extra Kunststoff der den Rahmen vor Umwelteinflüssen und umherfliegenden Steinen schützt.

Wer sein Marin etwas bunter mag, der kann auf das Alpine E1 zurückgreifen. Dieses Modell gibt es in einer knalligen Schwarz und Rot Kombination, jedoch müssen wir hier ein paar Abzüge bei der Ausstattung machen. Mehr dazu aber später.

Geometrie und Rahmendesign

Die Geometrie vom E2 geht mit dem modernen Flow. Wir haben bei der Größe L einen Reach von 485mm eine Radstand von 1264mm und einen Lenkwinkel von 63°. Spannend wird es bei der Reifen Kombination – An der Front haben wir 29″ und am Heck 27,5″ Laufräder. Kombiniert man diese Laufrad-Mix mit einer Kettenstrebe von 435mm bekommt man ein extrem weniges Mountainbike. 

STACK613622631640
REACH445465485505
HEADTUBE ANGLE63°63°63°63°
HEADTUBE LENGTH100110120130
SEATTUBE ANGLE78°78°78°78°
SEATTUBE LENGTH390400425430
TOPTUBE EFFECTIVE575597619641
BB HEIGHT340.5340.5340.5340.5
BB DROP28282828
CHAINSTAY435435435435
WHEELBASE1215123912641288
STANDOVER HEIGHT681.6681.4686.8689.8
FORK OFFSET44444444
HANDLEBAR WIDTH780780780780
STEM LENGTH50505050
CRANK LENGTH165165165165

Marin E-Bike

Ausstattung und Modelle

Wie schon erwähnt wurde und das Marin Alpine E2 zur Verfügung gestellt. Hierbei handelt es sich um die Top-Variante mit Fox Performance Fahrwerk. An der Front arbeitet beim E2 die 38 Performance Elite mit 160mm und am Heck der DHX2 Performance Coil-Dämpfer mit 150mm.

Bremsen und Schaltung sind aus dem Hause Shimano. Die SLX Scheibenbremsen mit 203mm an Front und Heck verfügt über ordentlich Beisskraft und Dosierbarkeit auf dem Trail.

Das Alpine Trail kommt mir einem spannenden Reifen-Mix daher. An der Front haben wir den super griffigen Maxxis Assegai und am Heck den Minion DHR II. Beide Reifen kommen mit der pannensicheren EXO+ Karkasse und sind Tubeless Ready. Wir freuen uns immer wenn sich ein Hersteller Gedanken über die Bereifung macht. Da bei einem E-Mountainbike das Gewicht mit dem Motor kompensiert werden kann, kann man natürlich auf einem Trail/Enduro Bike auch schwerere Reifen verbauen.

Marin verbaut bei der Top-Variante den neuen Shimano EP8 Motor mit 85Nm und einem original Shimano 630Wh Akku. Zwar bietet der EP8 nicht den extremen Turbo und das Motorrad Gefühl wie andere Hersteller, jedoch besticht der Motor mit einer natürlichen Performance und einem recht sparsamen Verbrauch.

Motor: Shimano EP8 85 Nm
Akku: Shimano 630 Wh
Gabel: FOX 38 Performance Elite 160 mm
Dämpfer: FOX DHX2 Performance Elite 150 mm
Bremsen: Shimano SLX 203/203 mm
Schaltung: Shimano SLX/XT 12-Fach
Laufradsatz: Marin Aluminium Double Wall 29Front /27.5 Heck
Reifen: MAXXIS Assegai Front /Minion DHRII Heck EXO+ 2,5/2,8

Preis: 6.299 Euro

Marin Alpine Trail E1

Wer sich mit etwas weniger zufrieden geben kann, den dürfte das Alpine E1 interessieren. Zwar muss man hier auf das Fox Performance Fahrwerk und den neuen EP8 Motor verzichten, bekommt aber ein spannendes Preis-/Leistungsverhältnis.

Motor: Shimano STEPS E7000 60 Nm
Akku: Shimano 504 Wh
Gabel: RockShox 35 Gold RL 160 mm
Dämpfer: RockShox Super Deluxe Coil R 150 mm
Bremsen: Shimano MT420/MT4100 203/203 mm
Schaltung: Shimano SLX/XT 12-Fach
Laufradsatz: Marin Aluminium Double Wall 29Front /27.5 Heck
Reifen: MAXXIS Assegai Front /Minion DHRII Heck EXO+ 2,5/2,8

Preis: 4.899 Euro

Das Marine Alpin E2 auf dem Trail

Uphill

Trotz der modernen Geometrie klettert das Alpine wie eine Ziege. Die Kombination aus dem leistungsstarken Motor und einem Sitzwinkel von 78° sorgt dafür, dass man auch in steilen Klettersektionen eine angenehme Sitzposition hat und das Gewicht ordentlich im Rad verlagern kann. Auch wenn es mal richtig steil und ruppig bergauf ging, klebte das Vorderrad gekonnt am Boden und lies sich gut kontrollieren.

Die verschiedenen Unterstützungsstufen helfen einem ebenfalls in allen Situationen. Sind wir gemütlich unterwegs, fahren wir im ECO Modus, wollen wir etwas länger fahren und es geht bergauf, schalten wir in den Trail Modus. Auch wenn die Grenze des möglichen fast erreicht ist, unterstützt der Boost Modus und fährt uns ohne großen Kraftaufwand den Berg hinauf.

Downhill

Das Marine Alpine E glänzt im Downhill mit seinem Rahmendesign. Die Geometrie, gemischten Laufräder und das extrem tiefe Oberrohr sorgen dafür, dass das E-MTB in Kurven am Untergrund klebt und sich extrem schnell und wendig manövrieren lässt. Das tiefe Oberrohr, lässt den Sattel bei der Abfahrt extrem weit absenken und sorgt dafür, dass man beim sich in die Kurven legen kaum das Bike unter sich spürt. Das kann jedoch auch etwas ungewohnt sein, da wir beim Kurvenfahren den Sattel normalerweise an den Oberschenkel drücken um mehr Kontrolle über das Fahrrad zu haben.

Auf technischen Trails performt das Alpine sehr gut. Wird es mal wurzelig und schnell arbeitet die Fox 38 Performance ausgezeichnet und lässt keine Wünsche offen. Der ein oder andere hält eine 38 vielleicht zu steif für 160mm Federweg, jedoch funktioniert diese beim Alpine und seinem Gewicht unglaublich gut. Auch der Coil Dämpfer arbeitet extrem progressiv und lässt das schwere E-MTB recht poppig und agil wirken.

Auch wenn wir das Marin E-MTB bis jetzt nur gelobt haben, müssen wir auch dazusagen, dass es sich hier eher um einen Freerider als um ein Enduro, oder All-Mountain Bike handelt. Zwar hat es “nur” 160mm an der Front, jedoch will das Alpin auf dem Trail bewegt werden und in die Luft. Sobald es aber mal richtig steil und schnell wird, müssen wir das Bike unter Kontrolle halten. Der relativ kurze Hinterbau macht zwar Spaß in Kurven, kann aber im richtige Downhill etwas kurz und unruhig wirken.

Wir haben uns auch gefragt wieso die Kalifornier bei einem so tiefen Oberrohr nicht eine längere Sattelstütze verbauen. Zwar werden die Längen 125mm, 150mm und 170mm für die unterschiedlichen Größen angeboten, jedoch wäre hier noch mehr Platz für Längere Stützen um den Sattel komplett zu versenken.

Mehr Details zum Fahreindruck findet ihr auch in unserem Test-Video zum Alpine Trail E2 auf unserem Youtube Kanal.

Das Fazit zum Marin Alpine E2

Das Alpine E bietet mit seinen 150mm Federweg am Heck und 160mm an der Front mehr potential als man denkt. Die Kombination aus gemischten Laufradgrößen (29″/27,5″), moderner Geometrie und einem extrem tiefen Oberrohr macht das schwere E-Bike zu einem Kurvenkönig und sorgen für extrem viel Spaß auf Bike-Park Strecken mit Anliegern, flowigen Sektionen und Sprüngen. Aber auch auf den heimischen Trails, Wanderwegen und technischen Abfahrten bietet das Alpine E2 mit seinem Performance Fahrwerk und der steifen Fox 38 Gabel an der Front einiges an potential.

Aber auch auf der klassischen Enduro Runde oder Touren kann man Spaß mir dem Marin haben. Dank der aufrechten Sitzposition und des steilen Sitzwinkels kommen wir überall bergauf. Ach der Leistungsstarke Shimano Motor gefällt mit seiner natürlichen Performance und seiner unterschiedlichen Untersützungsstufen.

Wir haben hier also einen schönen Allrounder der jeden Abfahrtsorientierten Mountainbiker glücklich machen sollte. Und… wir sind selten ein so agiles E-MTB mit so einer guten Performance in gebauten Kurven gefahren.

Mehr Information über Marin findet ihr auf: www.marinbikes.com

TEST: YT Capra Alu Pro – Spaßmaschine mit Top Preis/Leistung

Das YT Capra gehört zu einem der beliebtesten Enduro Bikes auf dem Markt. Mit dem AL Pro bieten die Forchheimer nun eine Alu Variante mit Top Ausstattung zum vernünftigen Preis an. Was das Ganze kann und wie es sich auf dem Trail verhält, erfahrt ihr hier.

Wer auf den heimischen Trails unterwegs ist, wird früher oder später über die Bikes des deutschen Direktversenders stolpern. Das Capra gehört seit seinem Release zu einem der wohl beliebtesten Räder der Szene und deshalb freuen wir uns sehr darüber das gute Stück endlich mal selbst testen zu können.

In diesem Artikel gehen wir nur kurz auf Ausstattung und Geometrie ein. Alles weitere findet ihr in unserem Test Video (siehe unten).

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YT Capra
Die Geometrie sorgt für viel Wendigkeit und Spaß auf dem Trail

Optik und Varianten

Wie es der Name schon sagt, handelt es sich bei unserem Testmodell um die Aluminium Variante des Capra. Das uns zur Verfügung gestellte Modell rollt auf 27,5″ Laufrädern und kommt in einem knalligen Blau. Neben der Alu Pro Variante gibt es aber auch noch das Base AL (Mehr dazu findet ihr hier).

Was uns direkt aufgefallen ist, ist der schlanke und schlichte Rahmen. Häufig unterscheiden sich die Aluminium Modelle von den Carbon Varianten in der Optik. Bei dem Capra Alu Pro kann man jedoch aus der Ferne keinen Unterschied feststellen.

Im Gegensatz zu dem kürzlich vorgestellten 2021 Capra Carbon, vermissen wir beim Capra AL Pro noch die Montagemöglichkeit für Flaschenhalter.

Die Ausstattung 

Während die 29er Modelle mit 170mm Federweg auskommen, sorgt unser Testmodell auf 27,5″ Laufrädern mit 180mm Federweg für ordentlich Reserven. Die Federkomponenten kommen aus dem Hause Fox – an der Front arbeitet die 38 Float Performance Elite und am Heck der Float Dpx2 Performance Elite. Hier ist also das hochwertigste Fahrwerk der Kalifornier verbaut, dabei müssen wir lediglich auf die Kashima Beschichtung verzichten.

Beim Antrieb setzt YT auf Sram Komponenten. Geschaltet wird mit der GX Eagle, die mit einer hohen Bandbreite, 12-Fach Schaltung und 10-52T Übersetzung daher kommt.

Geometrie

DIe Geometrie des YT Capra AL Pro ist modern, aber nicht überfordernd. Das Capra gehört zu einem der Bikes bei denen man direkt weiß was Sache ist – Darauf setzen und wohlfühlen.

Der Reach von 455mm bei Größe L, ein Radstand von 1219mm und ein 65° Lenkwinkel wirken recht kurz bzw. steil, jedoch macht diese Geometrie das Capra extrem verspielt und poppig auf dem Trail. YT bietet aber von S – XXL weitere Größen an, sodass jeder sein passendes Bike finden sollte.

Fahrverhalten und Fazit

Wie schon erwähnt haben wir bei dem Capra eine relativ moderne Geometrie, die aber nicht so extrem und endurolastig ist wie bei vielen anderen Herstellern. Wer im Park oder auf dem Trail das Bike gerne schnell durch Kurven zirkeln möchte oder beim Springen das Rad quer stellt, der wird hier das passende Mountainbike gefunden haben.

Das Capra ist eher ein Enduro/Freeride Bike, dass vor allem auf gebauten Strecken glänzt, aber weniger auf den Einsatz in schnellen und anspruchsvollen Rennen setzt. Die Geometrie passt zum Gesamtkonzept und bietet das was YT ausmacht – Spaß auf dem Trail und dazu gibts auch noch ausgezeichnete Komponenten zu einem vernünftigen Preis.

Mehr Informationen und bewegte Bilder findet ihr im folgenden Test-Video.

Mehr Infromationen zu YT findet ihr unter: www.yt-industries.com

Nineyard – Fabio Wibmer launcht neues Klamotten Label

Fabio Wibmer präsentiert zusammen mit seinen Freunden Jan Röhricht und Hannes Berger die neue Marke Nineyard. Mit den sportlichen und Lifestyle Klamotten wollen die drei Bike- und Streetwear kombinieren. “Inspirierend, sportlich, stylisch, selbstbewusst und kreativ innovativ” so beschreibt sich das Trio hinter dem neuen Fashion-Brand. 

Die neue Marke feiert am 09. Juni 2021 ihre Premiere und launcht über den Sommer verteilt die neuen Kollektion. Neben dem wohl bekanntesten Fahrer der Szene sind auch seine Freunde Jan Röhricht und Hannes Berger mit am Start. Das Trio besteht aus drei ganz unterschiedlichen Typen, Menschen und Charakteren: da wäre zum einen Fabio Wibmer, international bekanntes Multitalent und Alleskönner der Mountainbike-Szene, dann Jan Röhricht, erfahrener Produkt-Designer mit Rider Passion und last but not least Hannes Berger – als Dritter im Bunde – Content-Spezialist mit Innovationsgeist.

Der Markenname Nineyard kommt nicht von ungefähr. Die amerikanische Redewendung “the whole nine yards” beschreibt die Bereitschaft, den Mut und den Willen, alles zu geben.

Wir haben das stylische und urbane an der Bike-Wear und das funktionale in der Street-Wear vermisst und haben genau das selber designt und entwickelt – Nineyard

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Bei der Entstehung der Marke war es den drei Freunden extrem wichtig einen casual Look mit der Performance von Sportswear zu kombinieren. Dabei hat Fabio seine langjährige Erfahrungen als Athlet einfließen lassen und ist mit seinem Endprodukt extrem zufrieden.

Was wird es denn eigentlich geben?

Nineyard

MASKED STREET HOODIE

Mit Stolz präsentiert das Trio den MASKED STREET HOODIE und sogenannten Alleskönner. Die fixierbare Kapuze mit hochgezogenem Kragen und extra hohem Innenkragen soll Schutz vor Wind und Kälte an Kopf-, Hals und Nasenpartie bieten. Die wichtigsten Utensilien für unterwegs kann man hier in der aufgesetzter Bauchtasche und oberen verschließbaren Tasche verstauen. Damit man sich beim Sport ordentlich bewegen kann wir das ganze mit einem elastischen Rückensaum versehen.

Nineyard

NINEYARD Premium Tech Sweater
Der technische & atmungsaktive CREATE® Interlock Stoff und Atmungsschlitz mit Reißverchluss am oberen Rücken soll euch Bewegungsfreiheit durch seinen komfortablen Schnitt, die ergonomische Form im Schulterbereich und den verstellbaren Bund bieten. Auch an diesem diesem Sweater gibt es Bauchtaschen mit Reißverschluss für euer Equipment.
Nineyard
NINEYARD Stormshield Windbreaker Jacket
Der Nineyard Windbreaker Soll Style, Funktion und Schutz kombinieren. Das gute Stück ist atmungsaktiv und wasserabweisend. Das 4-Wege-Stretch Material soll dir die Freiheit, die du als Rider brauchst geben. Dazu kommen durchdachte Details, wie die Kapuze mit Helm Fi, erhöhtem Kragen und zwei seitlichen Taschen mit flexiblen Stauraum. Der obere Brust-, Rückenbereich und Kapuze mit tonalem reflective Aufdruck in ‘dry desert’ Optik sorgen für mehr Sicherheit. Die Reißverschlusstasche am Rücken, lässt die Jacke auch ganz schnell komplett in sich verstauen.
Nineyard
NINEYARD Classic Logo T-Shirt
Für die warmen Sommertage auf den Trails gibt es natürlich noch das Nineyard T-Shirt mit fettem Logo auf der Brust und den Ärmeln. Das gute Stück ist aus Baumwolle und lässig und bequem geschnitten.

Mehr Informationen zu Nineyard findet ihr auf: www.nineyard.world

TEST: Schwalbe Magic Mary Addix Ultra Soft – Reifen fürs Grobe

Über den perfekten Reifen lässt es sich streiten. Schwalbe präsentiert mit dem Magic Mary jedoch einen Kandidaten der ganz oben mitspielt und richtig viel potential im groben Gelände bei allen Wetterlagen beweist. Was uns an dem grobstolligen Mountainbike Reifen gefallen hat und wo er Schwächen aufweist, erfahrt ihr hier.

Ende der letzten Saison hat mich einer meiner Kollegen angesprochen und gefragt, ob ich nicht ein paar neue Reifen von Schwalbe brauche. Natürlich hab ich ja gesagt und kurz überlegt und nachgeforscht. Meine Wahl viel dann auf den Schwalbe Magic Mary Addix Ultra Soft. Warum? Ganze einfach – World Cup Racer Amaury Pierron ist verdammt schnell auf diesen Reifen.

Natürlich hat jeder von uns eine bevorzugte Reifenkombination. Zuvor war ich auf dem Continental Kaiser und Baron, oder Minion Assagai und DHF unterwegs. Deshalb fand ich die Idee ganz gut, einfach mal bei den Profis zu schauen was sie fahren und worauf sie siegen. Also her mit den Amaury Pierron Reifen und rauf auf mein Canyon Sender AL mit 27,5″ Laufrädern.

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Canyon Sender

Schwalbe Magic Mary – kurz und knapp

  • Größe: 27,5″
  • Breite: 2,35
  • Mischung: Addix Ultra Soft
  • Karkasse: Super Gravity
  • Gewicht: 1280 g (Herstellerangaben)
  • Preise:  62,90 Euro

Natürlich gibt es den Magic Mary in weiteren Größen, Breiten und mit unterschiedlichen Karkassen. Mehr dazu findet ihr im Link am Ende des Artikels.

Schwalbe Magic Mary – First Look

Um ganz genau zu sein, handelt es sich bei unseren Testreifen um die Schwalbe Magic Mary Addix Ultra Soft EVO SG TLE 1.6 – 3,5. Dabei steht Addix Ultra Soft für die Gummimischung, EVO für die Evolution Line Qualität, SG für die Super Gravity Karkasse, TLE für die Snake Skin Aussenwand und die Zahlen 1.6 – 3.5 stehen für den Mindest-, bzw. Maximaldruck. Die Reifengröße ist 27,5″ x 2,35. Da es neben dieser Variante auch noch viele weitere Kombinationen mit noch mehr Kürzeln gibt, war ich schon ein bisschen froh, dass ich im Internet eine genaue Angabe zu den Reifen von Amaury gefunden habe. Und bevor ich es vergesse. Die farbigen Streifen auf den Schwalbe Reifen stehen für die Gummimischung. Im Falle des Addix Ultra Soft gibt es deshalb einen Lila Streifen.

Im Vergleich zu den Vorgängern soll der Magic Mary in der Addix Ultra Soft Variante robuster sein und einen reduzierten Rollwiderstand bieten. Die Snake Skin Aussenwände sollen dazu noch mehr Haltbarkeit und Schutz vor Schnitten im rauen Gelände bieten.

Magic Mary

Nachdem ich den Reifen auf meine Felgen gezogen hatte und auf ca 1,6 Bar an der Front und 1,8 Bar am Heck gepumpt hatte, ging es ein paar Tage später schon nach Schladming um dort die ersten Runden zu drehen. Leider spielte das Wetter an diesem Wochenende überhaupt nicht mit und so kam es, dass die Magic Mary direkt aufs äußerste getestet wurde. Die Sichtweite auf der Strecke war nämlich < 10m und die World Cup Downhill bestand quasi aus einem einzigen Bach, Wurzeln, Matsch und einer Prise Verzweiflung.

Obwohl ich am Ende des Tages komplett durchnässt, matschig, frustriert und häufiger am Boden als gewollt war, würde ich sagen, dass mir die neuen Reifen mit der Ultra Soft Mischung doch das ein oder andere mal den Ar*** gerettet haben. Aber Schladming war an diesem Wochenende kein gutes Beispiel für einen Test und deshalb ging es mit den Reifen noch auf die Hometrails.

Magic Mary

Die Magic Marry auf dem Trail

Ein paar Tage später war ich mit meinem Sender wieder unterwegs. Dieses mal ging es auf die Hometrails in Boppard die zwar etwas trockener waren, aber immer noch nicht perfekt. Trotz der rutschigen Wurzeln und schmierigen Schiefersektionen hatte ich immer die Kontrolle über mein Bike. Die Reifen krallen sich in den Boden und verfügen über ausgezeichneten Grip. Ging es mal in steilere Sektionen in denen man das Vorderrad ordentlich belasten musste und viel mit der Vorderradbremse arbeiten muss, glänzte die Mary in allen Punkten.

Der Magic Mary glänzt zwar auf nassem und rutschigen Untergrund, jedoch darf man keine Wunder auf rutschigen Wurzeln erwarten. Es gibt keinen Reifen der dort wirklich Grip findet.

Waren die Trails endlich mal trocken, reiht sich der Magic Mary in eine ähnliche Klasse wie Assagai, Kaiser und co. ein. Dem Magic Mary war es egal ob wir auf flowigen, ruppigen und schnellen Strecken unterwegs waren. Selbst auf den Brechsand Trails im Bike Park Winterberg hatten wir Grip und das Gefühl noch schneller fahren zu können. Kommt man mit etwas mehr Geschwindigkeit in eine Kurve, hält der Reifen stand und faltet sich auch bei geringerem Luftdruck nicht.

Magic Mary

Fazit zum Magic Mary Addix Ultra Soft

Der Magic Mary will ins Gelände und verleitet einen zu hohen Geschwindigkeiten. Die neue Gummimischung sticht vor allem bei nassen Konditionen heraus und bietet mit dem grobstolligen Profil Grip in jedem Terrain. Auch die Snake Skin Aussenwand hält harscheren Bedingungen statt und bietet ordentlich Haltbarkeit.

Auf den ersten Kilometern könnte man jedoch meinen, dass sich der Magic Mary recht schnell abnutzt. Aber auch nach einem halben Jahr in Parks und auf den Hometrails hat sich an dem Zustand nichts weiter verschlimmert und wir haben immer noch ordentlich Grip und Profil.

Ich wurde von meiner Amaury Pierron inspirierten Reifenwahl definitiv nicht enttäuscht. Grade bei schlechteren Wetterbedingungen punktet die weiche Gummimischung mit ordentlich Grip. Für mich ist der MTB Reifen von Schwalbe eine extrem gute Wahl für den Downhill Einsatz.

Kann man den Magic Mary auf dem Enduro fahren? Definitv. Ich würde dann jedoch beim Hinterrad auf einen anderen Reifen mit geringerem Rollwiderstand setzen um angenehmer bergauf fahren zu können.

Mehr zu Schwalbe und den Produkten erfahrt ihr auf: www.schwalbe.com

FIRST RIDE: Specialized Turbo Kenevo SL – ⚡ Enduro auf Steroiden ⚡

Specialized Turbo Kenevo SL

Specialized präsentiert das neue Kenevo SL. Mit diesem Light-E-MTB kombinieren die Kalifornier ihren leichten SL-Antrieb mit den Fahreigenschaften des beliebten Enduros und setzen dabei auf moderne Geometrie, viel Federweg und eine ordentliche Menge Spaß in der Abfahrt.

In den letzten Jahren hat kaum eine Marke den eMTB Markt so sehr mitbestimmt wie Specialized. Mit dem Levo Gen 3 brachten sie vor wenigen Wochen eine potente, leistungsstarke und überarbeitete Version des beliebten Trail-E-Bikes heraus.

Nun bekommt auch das etwas abfahrtsorientertere Kenevo ein neues Modell. Dabei setzen die Kalifornier aber nicht auf ihren kräftigsten Motor, sondern auf ein Gesamtkonzept, das mit extrem viel Spaß im Downhill und natürlichem Unterstüzungsverhalten im Uphill glänzen soll.

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Das Specialized Kenevo SL – kurz und knapp

  • Rahmen: Carbon
  • Federweg: 170mm
  • Motor: Turbo SL 35 Nm
  • Akku: 240 Wh
  • Gewicht: 19,21 kg
  • Preis: ab 9.499 Euro

Optik fürs Grobe

Ähnlich wie beim Levo SL könnte man auf den ersten Blick fast übersehen, dass es sich hier um ein E-Bike handelt. Die schlanken Rohre fallen trotz integriertem Akku nicht viel breiter aus als die des unmotorisierten Enduros. Generell erinnert der komplette Aufbau an das 2019 überarbeitete Modell. Die Anlenkung des Dämpfers, sowie der Aufbau des gesamten Rahmens wurde von dem langhubigen Mountainbike übernommen und an das Kenevo angepasst.

Farblich gibt es das Kenevo SL abhängig von der Ausstattungsvariante in vier verschiedenen Ausführungen. Das Expert ist in einem schicken Grau/Weiß und einem knalligen Gelb erhältlich. Die S-Works Modelle gibt es in Grün/Schwarz und Grau/Schwarz.

Specialized kenevo SL
Das Kenevo wirkt in Anliegern recht lang, sorgt aber im schnellen Gelände für viel Stabilität

Heißt Kenevo – sieht aus wie ein Enduro

Wie schon oben erwähnt – Das SL erinnert weniger an das bekannte Kenevo, sondern ähnelt dem unmotorisiertem Enduro wie ein Ei dem anderen. Der einzig wirklich auffällige Unterschied ist der kleine Motor am Tretlager.

Die Geometrie – point and shoot!

Was nach wenigen Metern auf dem neuen Kenevo SL klar wird, ist, dass dieses Bike fürs Grobe gemacht ist. Der moderne Reach von 489mm und der lange Radstand schreien nach schnellem Downhill. Dazu kommt der dank verschiedener Headset Schalen anpassbare Lenkwinkel von 64,5°, 63,5° und 62,5°. 62,5°? Ja, das ist möglich und tatsächlich extrem flach.

Aber nicht nur das Headset ist anpassbar, auch das Tretlager kann um 6mm angehoben oder gesenkt werden.

Wenn wir die Geometriedaten vom Enduro und dem Kenevo SL vergleichen, fällt einem direkt die Ähnlichkeit auf. Der “größte” Unterschied befindet sich an der Länge der Kettenstreben.

Bikes Größe: S4Kenevo SLEnduro Turbo Kenevo
Reach:485487495
Radstand:128712741293
Lenkwinkel:63.5°63.9°64°
Sitzwinkel:76°76°77°
Kettenstrebe:447442454

Wenn wir uns die Geometrie des Kenevo SL genauer anschauen wird schnell klar, dass hier auf Speed und Stabilität im roughen Gelände gesetzt wird. Wie schon oben erwähnt, bringt der extrem flache Lenkwinkel in Verbindung mit dem langen Reach von 485mm (Größe S4) ein ausgesprochen hohes Maß an Laufruhe mit sich. Das SL will schnell fahren, braucht dafür aber einen aktiven Fahrstil. Wer nicht genügend Druck auf das Vorderrad bringt, wird schnell an die Grenzen des langhubigen Boliden kommen.

Bewährtes Fahrwerk-Design – Demo, Enduro, Kenevo SL

Als Specialized das Enduro 2019 vorstellte, warben die Kalifornier mit dem bewährten Suspension-Design des Demos. Auch beim Kenevo SL ist nun das im World Cup geprüfte Fahrwerks-Design verbaut. Es basiert in erste Linie auf einem Viergelenker mit Horst-Link, das vor den Ausfallenden verwendet wird. Das Ganze soll den Ingenieuren ermöglichen den Achsweg für das Stoßkraftmanagement zu optimieren und Anti-Rise und Anti-Squat auf die Tretleistung abzustimmen. Einer der Nebeneffekte ist, dass sich beim in die Eisen gehen die Bremskräfte entkoppeln und somit weiterhin mehr Kontrolle über das Rad behalten werden kann.

Die spezielle Fahrwerksanlenkung des Kenevo SL wurde bereits bei unserem DH-Weltmeisterbike, dem Demo, zum ersten Mal eingeführt und später an das Enduro angepasst. Sie bietet eine unübertroffene Kombination aus Kontrolle, Stoßkraftmanagement bei großen Schlägen, Pedalierleistung und Haltbarkeit. – Specialized

Das Sechstreben Design des Hinterbaus wurde im Vergleich zum Enduro noch etwas überarbeitet und bietet nun mehr Steifigkeit. Diese spürte man auch auf dem Trail. Das Fahrwerk arbeitet extrem plüschig, lässt sich aber selbst in losen und flachen Kurven mit viel Druck auf den Trail drücken.

Uns ist jedoch aufgefallen, dass der neue Hinterbau beim Pedalieren etwas mehr wippt. Das Enduro hatte uns in der Vergangenheit mit seiner überraschend guten Uphill Performance begeistert. Diese leidet nun unter dem Wippen beim Kenevo etwas, jedoch macht diesen Kraftverlust der Motor wieder wett.

Achsweg – Kurven für die Nerds

Der Achsweg des Kenevo SL bewegt sich im ersten Drittel des Federwegs nach hinten und dann in der Mitte des Federwegs vertikal, bevor er sich zum Ende des Federwegs hin in eine Vorwärtsbewegung verwandelt. Im Klartext bedeutet dies, dass der rückwärtige Weg im ersten Teil des Federwegs dem Rad ermöglichen soll, mit der Stoßkraft nach hinten zu “schwingen”. Dies verringert ein Hängenbleiben des Rades und hilft dabei, Geschwindigkeit mitzunehmen. Auf dem Trail fällt einem diese Bewegung kaum auf, achten wir jedoch mal etwas genauer auf den Untergrund stellt man schnell fest, dass das Fahrwerk mehr arbeitet als man mitbekommt, da kleinere Unebenheiten auf den Trails weggebügelt werden. Der Dämpfer fühlt sich tatsächlich nach viel mehr Federweg an, als er eigentlich hat. Natürlich sind 170mm viel, jedoch bringt man diese mit dem Kenevo gefühlt nie ans Limit.

Komponenten fürs Grobe

Nicht nur die Geometrie ist für das harte Gelände geschaffen, auch die Komponenten fühlen sich dort wohl. An der Front arbeitet bei unserem Kenevo SL in der Expert Variante eine Fox Float 38 Performance Elite (Quasi eine Factory nur ohne Kashima) und am Heck sitzt der Fox Performance Float X2. Dieses Fahrwerk harmoniert mit der Geometrie unglaublich gut und bügelt auf dem Trail über alles was ihm vorgelegt wird. Trotzdem hätten wir uns bei einem Preis von 9.499 Euro über ein Factory Fahrwerk gefreut.

Über die Bremse kann man sich wie gewohnt streiten, jedoch macht die Sram Code RS was sie soll. Die 4-Kolben Bremsanlage wird vorne mit einer Scheibe von 220mm und am Heck mit 200mm kombiniert und lässt sich auch bei längeren Abfahrten angenehm kontrollieren ohne an Bremskraft durch Überhitzen zu verlieren.

Komponenten Specialized Kenevo SL Expert

Rahmen: FACT 11m Vollcarbon
Antrieb: Specialized SL 1.1
Akku: 320 Wh + optional 160 Wh Range Extender

Federgabel: Fox 38 Performance Elite Grip2, 170mm
Dämpfer: Fox Float X2 Performance

Schaltung: Sram Xo1 Eagle
Bremsen: Sram Code RS 220/203 mm
Laufräder: Roval Traverse 29
Sattelstütze: X-Fusion Maniac

Preis: 9.499 Euro

Komponenten Specialized Kenevo SL S-Works

Rahmen: FACT 11m Vollcarbon
Antrieb: Specialized SL 1.1
Akku: 320 Wh + optional 160 Wh Range Extender

Federgabel: Fox 38 Factory Grip2, 170mm
Dämpfer: Fox Float X2 Factory

Schaltung: Sram XX1 Eagle AXS
Bremsen: Sram Code RSC 220/203 mm
Laufräder: Roval Traverse SL 29
Sattelstütze: RockShox Reverb AXS

Preis: 13.999 Euro

SWAT
Integrierte Tools sind extrem praktisch. Specialized glänzt hier mit dem SWAT Tool im Headset

Ein Hoch auf Specialized – SWAT

Wer häufig mit seinem Mountainbike unterwegs ist und so wie die meisten von uns auf einen Rucksack verzichtet, freut sich über Details wie das SWAT System von Specialized. Das kalifornische Kult Unternehmen verbaut dieses System nun schon seit ein paar Jahren und sorgte mit dem im Headset integrierten Tool und dem im Unterrohr eingelassenen Stauraum für eine der besten Neuerungen in der Szene.

Beim Specialized Kenevo SL müssen wir natürlich auf die SWAT-Box im Unterrohr verzichten (hier sitzt der Akku), dafür haben wir aber immer noch das praktische Multitool im Headset. Außerdem dürfen wir uns über ordentlich Platz im Rahmen freuen und sogar große Trinkflaschen im montierten Flaschenhalter verstauen. Wem das nicht reicht – der kann ja einfach seine Banane mit einem hippen Bikestrap ans Oberrohr fesseln.

Specialized Kenevo SL

Das Herzstück – Specialized SL 1.1 Motor

Eines der wichtigsten Elemente an einem E-Bike ist natürlich der Motor. Specialized ist im Bereich Light-E-MTB einer der Pioniere und präsentierte schon beim LEVO SL den überarbeiten und leichten SL Motor. Auch beim neuen Kenevo dürfen wir uns wieder über den 35Nm “starken” Antrieb freuen. Das Unternehmen bewirbt den Motor mit dem Spruch “2x Du”. Wie wir finden trifft es das auch ganz gut. Man kann von einem 35Nm Motor zwar keine Leistung wie von einem vor Power strotzendem Bosch oder Specialized Motor mit um die 90Nm erwarten – Da will das Kenevo SL aber auch überhaupt nicht hin.

2x Du

Was ist damit gemeint? Gehen wir davon aus, dass wir regelmäßig 240 Watt treten können dann unterstützt uns der Motor mit genau dieser Leistung. Das Fahrgefühl ist dabei einem unmotorisierten Mountainbike extrem ähnlich und fühlt sich sehr natürlich an. Neben den bekannten Modi: Eco, Trail und Turbo ist beim SL vor allem die ausgeschaltete Performance des Motors interessant. Schalten wir das Kenevo nämlich aus, entkoppelt sich der Motor und wir fühlen uns wie auf einem etwas zu schweren Mountainbike ohne Motor. Geht es dann mal steil bergauf schalten wir wahlweise zwischen den Modi und bekommen ausreichend Power für steile und technische Uphill Sektionen.

Mastermind Tubro Control Unit

Die MasterMind Turbo Control Unit (TCU) ist im Wesentlichen das “Gehirn” des Bikes. Es ist die Hard- und Software, die steuert, wie der Motor, der Akku, das Fahrrad und du interagieren. Sie ermöglicht unter anderem Echtzeit Tuning während der Fahrt und zeigt alle relevanten Daten an. Spannend finden wir auch, dass hier für Updates auf die Verwendung von Kabel verzichtet werden und die neuste Software einfach wireless von der Mission Control App auf das Fahrrad gespeilt werden kann.

Wer es gerne etwas individuell mag, kann sich sein Setup dank der Mission Control App konfigurieren. Das gilt auch für das neue Display, das nun seit dem Launch des Levo verbaut wird. Der schmale Bildschirm integriert sich formschön in das Oberrohr und bietet einem alle Infos, die man sich wünscht. Ablesbar sind hier die Geschwindigkeit, Modus, Uhrzeit, Power und und und.

S-Sizing – Die Specialized Größen

Das Kenevo SL ist neben der uns zur Verfügung gestellten S4 Größe noch in drei weiteren Varianten erhältlich – S2, S3 und S5. Diese Angaben ähneln zwar den klassischen S-XL Größen sollen aber die Grenzen zwischen Körpergröße und bevorzugtem Fahrstil, bzw. Verhalten des Bikes verschwimmen lassen.

Nehmen wir an, wir sind alle 1,85m groß. Normalerweise würde hier nun das S4 Modell hervorragend passen. Möchte ich jedoch ein wendiges und etwas verspielteres Fahrrad, kann ich mir eine Nummer kleiner holen, oder möchte ich ein langes Racebike hole ich mir eine Nummer größer. Es ist also unabhängig von deiner Körpergröße welches Fahrrad zu dir passt. Am Besten aber einfach mal beim lokalen Specialized Händler vorbeischauen und eine Probefahrt vereinbaren.

Specialized Kenevo SL
Das Kenevo fühlt sich auch in der Luft wohl und sorgt mit seinem poppigen Fahrwerk für ordentlich Airtime

Das Kenevo SL auf dem Trail

Auf geht’s zum wichtigsten Teil des Tests. Die Performance im Uphill und Downhill. Ersteres gestaltet sich mit dem neuen Kenevo SL erstaunlich gut. Zwar kann man hier keine Kunststücke in steilen Kletterpassagen erwarten, da der Radstand ordentlich lang und der Lenkwinkel ziemlich flach ist, jedoch sorgt der steile Sitzwinkel von 76° für eine effiziente Pedalier-Position. Wollen wir uns jedoch an wirklich steile Sektionen wagen, schalten wir den Motor auf Trail oder Turbo und kommen mit etwas Kraft auch den fiesesten Stich hoch.

Kurz zu den einzelnen Modi

Starten wir im ausgeschalteten Modus – hier fällt nicht wirklich auf, dass wir auf einem E-Bike sitzen. Der Motor entkoppelt sich komplett und unter uns befindet sich dann ein nur etwas schweres Mountainbike. Schalten wir auf Eco fühlen wir direkt eine angenehme Unterstützung, müssen jedoch immer noch Kraft aufbringen um bergauf fahren zu können. Anders sieht es hier im Trail Modus aus. Der Trail Modus schiebt uns ordentlich den Berg rauf, auch steilere Passagen meistern wir hier angenehm. Kommen wir jedoch mal an unsere Grenzen schalten wir den Turbo an. Hierbei ist jedoch zu bedenken, dass Trail und Turbo stark an der Akku Kapazität nagen und wir so nicht allzu lange Touren fahren konnten. Ist jedoch mal der Akku leer, pedaliert sich das SL im Gegensatz zum klassischen Kenevo recht angenehm nach Hause.

Downhill – Augen zu und durch

Wie schon erwähnt bringt die Geometrie einige Vorteile im anspruchsvollen Gelände mit sich. Der extrem flache Lenkwinkel und der lange Reach sorgen für eine exzellente Laufruhe auf dem Trail. Trotz der 170mm Federweg und der erwähnten Geometrie wirkt das Kenevo SL jedoch sehr poppig. Wenn wir mal an einer Wurzel oder einem Stein abziehen wollten, fiel uns das unerwartet leicht.

Wir waren auf unseren Hometrails im Bayerischen Wald unterwegs und haben uns hauptsächlich auf die naturbelassenen Enduro Strecken konzentriert. Hier fühlt sich das Kenevo SL extrem wohl. Sobald die Trails steil, schnell und ruppig werden merkt man das ausgewogene Zusammenspiel des durchdachten Fahrwerks und der potenten Geometrie. Das Bike gibt einem das Gefühl von Point an Shoot – Zielen und drüber schießen.

Das Fazit zum Specialized Kenevo SL

Das Kenevo SL ist ein reines Enduro Mountainbike, das mit seinem leichten Motor für extra Reserven im Uphill sorgt. Wer auf die Enduro-Runde mit seinen durchtrainierten Freunden und Freundinnen nicht verzichten mag, kann dank des SL 1.1 Antriebs ordentlich mithalten. Wer nun denkt, dass das Bike ideal für den Enduro Einsteiger ist, der täuscht sich jedoch. Die progressive Geometrie verlangt einem einen aktiven Fahrstil ab und will unter Kontrolle gehalten werden. Wer jedoch ausreichend Druck auf dem Vorderrad halten kann, wird mit diesem poppigen Monstertruck eine Menge Spaß auf anspruchsvollen und schnellen Trails haben.

Alles in Allem ist das Specialized Kenvo SL ein verdammt ausgewogenes Gesamtkonzept, das für ein fettes Grinsen im Downhill sorgt.

⚡ Mehr Fahreindrücke findet ihr in unserem folgenden Video zum Specialized Kenevo. ⚡

Mehr zum Kenevo SL findet ihr unter: www.specialized.com