TEST: Bontrager Line Pro Laufradsatz – Teures Upgrade, dass sich lohnt?!

Bontrager aus Waterloo ist vielen von euch sicher ein Begriff, setzt doch Trek, einer der ganz großen Namen der Bike Szene schon lange und erfolgreich auf Bontrager als Hausmarke und stattet seine Bikes damit aus. Wir konnten den Line Pro Laufradsatz und das Bits Multitool der Amerikaner testen. Mehr dazu in diesem Artikel. 

Der neue und weiterentwickelte Laufradsatz LINE 30 PRO wird vielversprechend umworben, gar schon als unzerstörbar betitelt und mit einer lebenslangen Garantie versehen…. hier ist man sich anscheinend seiner Sache sicher. Auch der hauseigene Prüfstand Namens „The Eriminator“ soll sich an den robusten Kohleringen die Zähne ausgebissen haben.

Ob dies alles nur eine gute Aufmache mit leeren Marketingversprechen ist, der Laufradsatz hält was er verspricht und vor allem ob er seinen Preis wert ist haben wir uns genau angesehen.

Werbung

Werbung

Bontrage Line Pro

Was ist neu? Was wurde verbessert?

Wenn man die Innenbreite von 29mm mit anderen Herstellern vergleicht, merkt man schnell das dieses Maß voll im Trend der breiten Enduro- und Trail-Felgen liegt. Hier hat Bontrager erst mal nichts an den Line Pro 30 Laufrädern verändert. Man muss das Rad ja auch nicht jedes Mal komplett neu erfinden.

Was sehr wohl eine signifikante Verbesserung in Bezug auf Pannensicherheit der Reifen mit sich bringen soll ist das auf 4,6mm verbreiterte Felgenhorn, es sollte also der fiesen Schlange schwerer fallen uns einen Snakebite zu verpassen und uns den Tag zu vermiesen.

Der Vorgänger des LINE PRO 30 hatte noch den Ruf wie auch andere Carbon Laufräder sich eher steif und bockig zu fahren, dies soll sich durch das neue und flachere Felgendesign geändert haben…. somit sollte also einer geschmeidigen Abfahrt nichts mehr im Wege stehen.

Im Vergleich zum Vorgänger hat sich die Optik ebenfalls verändert, eher schlicht und mit weniger Aufklebern versehen kommt der LRS daher – uns gefällts gut.

Bontrage Line Pro

Bontrage Line Pro 30 – kurz und knapp

  • Größe: 27,5 oder 29 Zoll 
  • Achsmaße: 15×110, 12×148 mm Boost Standard
  • Material: OCLV Carbon
  • Freilauf: SRAM XD Freilauf (optional Shimano HG oder Micro Spline)
  • Naben: Rapid Drive
  • Speichen: 28x DT Swiss Comp Race
  • Scheibenaufnahme: 6Loch
  • Gewicht laut Hersteller 810g vorne, 950g hinten
  • Lebenslange Garantie /Carbon Care Programm
  • UVP: 1299,98 Euro

Lebenslange Garantie? Wie läuft das ab?

Die Garantie auf die Laufräder beinhaltet ein komplett Replacement oder eine kostenlose Reparatur innerhalb der ersten 2 Jahre nach dem Kauf bei jeglicher Beschädigung der Felgen.

Nach diesen 2 Jahren erhält man als Erstkäufer von Bontrager laut deren Angaben einen erheblichen Preisnachlass auf die Reparatur oder den Austausch der Carbon Laufräder nach einem selbstverschuldeten Schaden.

Schäden aufgrund Material- und Verarbeitungsfehler sind aber lebenslang durch das Carbon Care Wheel Loyalty-Programm abgesichert.

Bontrage Line Pro

Die Line Pro 30 in Aktion

Vor dem eigentlichen Test kommt allerdings erst die Bestückung der Felgen mit den Reifen…gar nicht so einfach mussten wir feststellen.

Es braucht schon einiges an Schmalz in den Armen, 2 helfende Hände oder einfach Glück einen Reifen erwischt zu haben welcher mit dem obersten Toleranzmaß gefertigt wurde um diesen über die Felgenhörner zu bugsieren.

Wenn es der Reifen drüber geschafft hat sitzt er allerdings stramm und es braucht nur wenig Dichtmilch um die Luft dauerhaft zuverlässig zu halten.

Für die Tour geben wir hier den Tipp sich stabile Plastikreifenheber zu besorgen da die von uns verwendeten Heber den Reifen nicht auf die Felge hieven ohne sich zu verwinden.

Nachdem die Reifen, in unserem Test ein Maxxis Assegai 2,5 vorne und ein Dissector 2,4 hinten sitzen und der Luftdruck gecheckt ist kann es losgehen um den LRS auf Herz und Nieren zu testen und ihn sicher nicht vor all den schönen Wurzeln und Steinen da draußen zu verschonen, schließlich haben wir es nicht mit Rennradfelgen zu tun.

Getestet haben wir auf verschiedensten Trails im bayerischen Wald, im Bikepark Geißkopf und in Saalbach/Leogang.

Es waren also alle Bedingungen und Untergründe, von Sand über Waldboden bis zu Steinfeldern alles dabei, um die Felgen in die Mangel zu nehmen.

Schon auf den ersten Abfahren haben wird den Laufradsatz vergessen, was für Ihn spricht wenn er unauffällig seine Dienste verrichtet und nicht durch eine zu harte Performance stört.

Wie erwähnt wurden die Felgen in ihrer Form und daher in ihrer Flexibilität verändert, sie sollen Schläge besser abfedern und so ein Fahrgefühl erzeugen was weniger an die alten Carbon Felgen erinnert.

In diesem Punkt kann man jedenfalls nichts bemängeln, die Felgen sind steif genug, um eine Linie perfekt zu treffen und in Kurven ordentlich Druck aufzubauen, dennoch nicht so hart, dass es einem die Hände von Lenker rüttelt… eine gelungene Balance wie wir finden.

Auch nach dem ersten ungewollten Durchschlag konnten sich keine Mängel auffinden lassen. Wo eine vergleichbare Alu Felge wahrscheinlich am Horn verbogen gewesen wäre, weißen die Carbon Ringe keine Verformungen auf.

Aller anfänglicher Skepsis zu trotz, die Felge zeigt außer Kratzer keinen Schaden. Es kam noch die ein oder andere unsanfte Begegnung mit Felsen und Steinen hinzu aber die LINE PRO 30 ließ das alles bis zum heutigen Tag ziemlich unbeeindruckt.

Ich Sachen Standfestigkeit und Durchschlagschutz kann man den Laufrädern ein „sehr gut“ attestieren.

Bontrage Felgen
Auf den verblockten Trails der Gegend bleiben Stürze nicht aus. Die Line Pro haben dieses Unglück zwar verkratzt, aber trotzdem gut überstanden.

Fazit zum Line Pro 30 Laufradsatz:

Sicherlich sind knapp 1300Euro ein Upgrade am Bike welches man sich 2mal überlegt, sind doch manche Alupedanten um einiges günstiger und vielleicht sogar leichter. Wenn ich allerdings an meine bisher zerstörten Alufelgen, die geschlitzten Reifen und den Frust und Ärger dabei denke – dann ist der LINE PRO 30 von Bontrager sicherlich eine Investition wert.

Was das Gewicht angeht würde ich lieber ein paar Gramm mehr in Kauf nehmen und einen stabilen sorglos Laufradsatz wie diesen fahren als Gewichtstuning zu betreiben und ständig defekte Teile und Platten zu beklagen.

Da wie wir finden Bontrager der Spagat zwischen Stabilität und Flexibilität hier sehr gut gelungen ist und sich die Laufräder sehr präzise und angenehm fahren lassen können wir diese mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

Bontrage Line Pro
Unser Testfahrer Daniel hat die edlen Carbon Felgen ordentlich ran genommen.

Mehr Informnationen zu Bontrager findet ihr auf: www.trekbikes.com

Previous ArticleNext Article

XC und DH treffen erstmals aufeinander – spannende Rennen beim Weltcup Leogang garantiert

Die ganze Action gibt es LIVE und on Demand auf Red Bull TV

Saalfelden Leogang, Österreich, 08. Juni 2022 – Während uns die Downhill-Elite mit zwei nervenaufreibenden Rennen in Lourdes (FRA) und Fort William (GBR) begeisterte, lieferten sich die Cross-Country-Athleten in Petrópolis (BRA), Albstadt (GER) und Nove Mesto (CZE) spannende Wettkämpfe. Nun ist es Zeit für die FahrerInnen beider Disziplinen sich beim ersten Doppelweltcup dieser Saison zu treffen, dem Mercedes-Benz UCI Mountain Bike Weltcup in Saalfelden Leogang.

Die Live-Finals auf Red Bull TV:

Werbung

Werbung

Cross-Country Short Track (XCC)

Das Damen- und Herren-Elitefinale wird am Freitag, 10. Juni, um 17:20 Uhr (MESZ) übertragen.

Downhill (DHI)

Das Elite-Finale der Frauen wird am Samstag, 11. Juni, um 12:25 Uhr (MESZ) übertragen.

Das Elite-Finale der Herren wird am Samstag, 11. Juni, um 13:45 Uhr (MESZ) übertragen.

Cross-Country Olympische Distanz (XCO)

Das Elite-Finale der Frauen wird am Sonntag, 12. Juni, um 12:00 Uhr (MESZ) übertragen.

Das Elite-Finale der Herren wird am Sonntag, 12. Juni, um 14:30 Uhr (MESZ) übertragen.

Den Auftakt in das actiongeladene Mountainbike-Wochenende macht die Cross-Country-Elite am Freitagabend mit den Short Track Rennen (XCC). Nachdem der Deutsche Luca Schwarzbauer sich in Nove Mesto seinen ersten XCC-Weltcups gesichert hat und sich nun an der Spitze der Gesamtwertung wiederfindet, wird die Konkurrenz um Alan Hatherly (RSA), Nino Schurter (SUI) und Henrique Avancini (BRA) alles geben, um ihm den Platz an der Sonne streitig zu machen. Die Damenkonkurrenz wird von der Australierin Rebecca McConnell angeführt, die sich bisher als beständigste Fahrerin in der Sprintdisziplin erwiesen hat, gefolgt von den beiden ehemaligen XCO-Weltmeisterinnen Pauline Ferrand-Prévot (FRA) und Jolanda Neff (SUI).

Bei Rennen über die olympische Distanz scheint Rebecca McConnell diese Saison nahezu unschlagbar, nachdem sie alle drei bisherigen Weltcups gewonnen hat. Neben ihren direkten Verfolgerinnen Loana Lecomte (FRA) und Anne Terpstra (NED) werden besonders die jungen Österreicherinnen Mona Mitterwallner und Laura Stigger vor heimischem Publikum alles geben.

Einen möglichen Vorteil für sich und ihre Landsfrau sieht Laura Stigger auf der Leoganger Strecke: „Die Short Track-Strecke ist sehr anspruchsvoll durch den Wiesenanstieg, der eine gute körperliche Verfassung und entsprechende Fähigkeiten erfordert. Die Cross-Country-Strecke hat die meisten Höhenmeter im gesamten Weltcup und ich glaube, das liegt uns Tirolern ziemlich gut und ich freue mich sehr darauf.“

Bei den XCO-Männern dreht sich alles um die Frage, ob Nino Schurters Rekordjagd nach den meisten Weltcup-Einzelsiegen endlich von Erfolg gekrönt sein wird. Nach seinem Sieg in Petrópolis sowie den Podiumsplatzierungen in Nove Mesto (2.) und Albstadt (3.) führt die Schweizer Legende auch im Gesamtweltcup. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Tom Pidcock (GBR), und Vlad Dascalu (ROM).

Während Freitag und Sonntag den XC-Fahrern gehören, dreht sich am Samstag alles um Downhill. Vor allem Lokalmatadorin Vali Höll wird motiviert sein, auf ihrer Heimstrecke zu zeigen, was in ihr steckt, nachdem es die Leoganger „Speedster“-Strecke in den letzten zwei Jahren alles andere als gut mit ihr meinte. Vali stürzte sowohl im letzten Training vor der WM 2020, weshalb nicht zum Finale antreten konnte, als auch kurz vor dem Ziel beim letztjährigen Weltcup. Die aktuelle Gesamtweltcupführende Camille Balanche (SUI) hingegen hat nur gute Erinnerungen an Leogang: 2020 krönte sie sich im Pinzgau zur Weltmeisterin und im vergangenen Jahr gewann sie den Weltcup. Mit der amtierenden Weltmeisterin Myriam Nicole (FRA) und Fort-William-Siegerin Nina Hoffmann (GER), die ebenfalls beide den nächsten Weltcup-Sieg anstreben, hat das Feld der Frauen mehr als eine klare Favoritin.

Betrachtet man den Wettbewerb der Elite-Männer, ist Amaury Pierron (FRA) derjenige, den es zu schlagen gilt. Der Franzose dominierte die ersten beiden Rennen der Saison und weiß auch, wie man in Leogang gewinnt, wo er sich 2018 den Sieg holte. Seine ärgsten Rivalen Laurie Greenland (GBR), Thibaut Dapréla (FRA), Benoit Coulanges (FRA) und Finn Iles (CAN) suchen immer noch nach dem richtigen Mittel, ihn zu besiegen.

Die gesamte Saison 2022 des Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup gibt es wie immer live und kostenlos auf Red Bull TV. Noch mehr Bike-Action gibt es auf facebook.com/RedBullBike und youtube.com/RedBullBike.

Aktuelle Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup Gesamtwertung:

Women’s UCI Cross-Country MTB World Cup:

  1. Rebecca McConnell | AUS | 935
  2. Loana Lecomte | FRA | 586
  3. Anna Terpstra | NED | 508
  4. Mona Mitterwallner | AUT | 508
  5. Laura Stigger | AUT | 504

Women’s UCI Cross-Country Short Track MTB World Cup:

  1. Rebecca McConnell | AUS | 600
  2. Pauline Ferrand-Prévot | FRA | 450
  3. Jolanda Neff | SUI | 390
  4. Alessandra Keller | SUI | 390
  5. Sina Frei | SUI | 330

Men’s UCI Cross-Country MTB World Cup:

  1. Nino Schurter | SUI | 732
  2. Tom Pidcock | GBR | 600
  3. Vlad Dascalu | ROM | 560
  4. Alan Hatherly | RSA | 506
  5. Titouan Carod | FRA | 447

Men’s UCI Cross-Country Short Track MTB World Cup:

  1. Luca Schwarzbauer | GER | 495
  2. Alan Hatherly | RSA | 440
  3. Nino Schurter | SUI | 400
  4. Henrique Avancini | BRA | 385
  5. Sam Gaze | NZL | 360

Women’s UCI Downhill MTB World Cup:

  1. Camille Balanche | SUI | 435
  2. Myriam Nicole | FRA | 370
  3. Valentina Höll | AUT | 325
  4. Nina Hoffmann | GER | 292
  5. Marine Cabirou | FRA | 246

Men’s UCI Downhill MTB World Cup:

  1. Amaury Pierron | FRA | 455
  2. Laurie Greenland | GBR | 289
  3. Benoit Coulanges | FRA | 289
  4. Danny Hart | GBR | 216
  5. Luca Shaw | USA | 213

TEST: Bulls Wild Ronin Team – Der Wolf im Schafspelz

140mm Federweg, eine zum Trail-Bike passende Geometrie, Ultimate Fahrwerk und eine edle Optik – Das ist das Bulls Wild Ronin Team. Was das deutsche Carbon Fully kann und wie es sich auf den Trails geschlagen hat, erfahrt ihr hier.

Sind wir mal ganz ehrlich: Bulls ist nicht unbedingt die Marke, die für die begehrtesten Bikes im Mountainbike Sport bekannt ist. Geht es jedoch um große Ergebnisse, sind Athleten wie der deutsche Enduro Meister Christian Textor und Marathon Legende Karl Platt nur ein paar Namen die erfolgreich auf Bulls Equipment sind.

Das Ronin schafft den wohl weitesten Spagat zwischen den Disziplinen Enduro und Cross Country: Egal wie lang die Tour ist, wie heftig das Gelände – dieses Bike meistert alles, ein echtes All Mountain eben, oder vielleicht einfach nur das kompletteste Mountainbike? – Christian Textor

Das Bulls Wild Ronin Team wird vom deutschen Hersteller als kerniger Allrounder mit Spaßgarantie beworben. Mit einem RockShox Ultimate Fahrwerk, 140mm Federweg, Shimano XT Bremsen und einem recht leichten Rahmen könnte das Ronin dieser Aussage durchaus gerecht werden.

Optik und Features

Werbung

Werbung

Optisch reiht sich das Wild Ronin perfekt in das Mountainbike Sortiment von Bulls ein Das Carbon Modell erinnert stark an die Enduro Maschine Wild Creed und verfügt ebenso über den markanten Hauptrahmen mit kantiger Linienführung.

Die Farben des Ronin sind dezent gehalten – hier wird ein leichtes „air blue“ mit schwarzen Decals und einer silbernen RockShox Pike Ultimate kombiniert. Das steuert zu einem edlen und schlichten Gesamtbild bei.

Bulls Wild Ronin

Passend zur Trail-Bike Kategorie gibt es einen leichten Kettenstrebenschutz, der die Strebe im rauen Gelände vor Schlägen der Kette schützt. Falls die Kette mal abspringt hat Bulls einen polierten Alu-Schutz im Bereich des Tretlagers montiert, der das Carbon schützen soll.

Auf langen Touren darf natürlich die Möglichkeit zur Montage einer Trinkflasche nicht fehlen. Hier gibt es im Hauptrahmen genügend Mounts und Platz für gleich zwei Flaschen.

Bulls Wild Ronin

Geometrie – klassischer Allrounder

Bei der Geometrie eines Trail-Bikes ist viel Spielraum möglich. Manche Hersteller produzieren lange und flache Kisten zum Ballern, andere konzentrieren sich eher auf die Balance zwischen Uphill und Downhill. Letzteres war ganz klar das Ziel von Bulls.

Der Lenkwinkel von 66° wird mit einem Reach von 470mm in der Rahmengröße 48cm (Was ungefähr L entspricht) kombiniert. Dazu kommt ein eher kurzer Stack von 621mm und eine Kettenstrebe von kurzen 435 Millimeter. Diese Zahlen geben den Ton des Wild Ronin an und untermalen die Aussage des „kernigen Allrounder mit Spaßgarantie“.

41 cm44 cm48 cm51 cm
A
OBERROHRLÄNGE
582 mm603 mm625 mm647 mm
B
REACH
430 mm450 mm470 mm490 mm
C
STACK
612 mm612 mm621 mm630 mm
D
SITZROHRLÄNGE
41 cm44 cm48 cm51 cm
E
SITZROHRWINKEL
76 °76 °76 °76 °
F
KETTENSTREBE
435 mm435 mm435 mm435 mm
G
RADSTAND
1173 mm1193 mm1217 mm1241 mm
H
TRETLAGEROFFSET
30 mm30 mm30 mm30 mm
I
LENKWINKEL
66 °66 °66 °66 °

Komponenten und Ausstattung

Was bekommt man bei Bulls für 5.199 Euro? Beim Fahrwerk wird auf Rockshox Ultimate Produkte gesetzt. An der Front arbeitet die Pike mit 140mm und am Heck der Deluxe mit 140mm.

Obendrauf gibts eine Menge Shimano Deore XT Produkte. Zum Stehen kommt das Ronin mit der 4-Kolben XT Bremsanlage, die mit großen 203mm Scheiben kombiniert wird. Diese Größe ist auch bei modernen Trail-Bikes nicht ganz üblich und hat uns positiv überrascht. Übrigens gibt Bulls auf der Webseite an, dass das Wild Ronin nicht über eine Rücktrittbremse verfügt. 😉

Shimano

Für die richtige Übersetzung sorgt das XT 12-Fach Schaltwerk (10-51 Zähne) mit einer passenden Kurbelgarnitur (32 Zähne).

Das Ronin rollt auf Schwalbe Nobby Nic Evo Super Ground TLE 29″ Reifen mit einer Breite von 2,4″. Diese sind auf einem DT Swiss XMC 1501 Spline Laufradsatz montiert.

Wem das Wild Ronin Team zu teuer ist, bekommt bei Bulls für wenig Geld schon viel Carbon. Den Einstieg in das Trail-Bike Sortiment mach das Ronin für 2.699 Euro mit Carbon Rahmen, RockShox 35 an der Front und Shimano Deore Parts. Für Tausend Euro mehr bekommt man eine Pike Select RC an der Front und Shimano Deore XT Bremsen und die dazu passende Schaltgruppe. Preislich ist das definitiv attraktiv.

Bulls Wild Ronin

Das Bulls Wild Ronin auf dem Trail

Wir konnten das Wild Ronin auf einige Trails entführen – Von ruppigen Abfahrten auf dem Holy Hansen im Vinschgau bis hin zu unseren Hometrails am Geisskopf musste das 140mm Bike einiges bei Wind und Wetter einstecken.

Aber bevor es zum spaßigen Part kommt, müssen wir über die Performance im Uphill sprechen.

Schon auf den ersten Metern wird klar, dass das Wild Ronin den Weg zum Trail so einfach wie möglich gestalten will. Die Sitzposition ist nicht zu gestreckt und der Sitzwinkel von 76° bietet einem eine tolle Stellung, um ordentlich in die Pedale zu treten.

Generell klettert das Ronin sehr gut den Berg hinauf. Das liegt wie schon erwähnt an der Sitzposition, aber auch am geringen Gewicht von 12,66kg und dem präzise arbeitenden Hinterbau. Dieser funktioniert vor allem auf technischen Klettersektionen hervorragend und bietet ausreichend Traktion, um steile Trails zu erklimmen.

Bulls Wild Ronin
Der Spitzname Endo-Flo passt wie Latsch und Apfelbäume

Da wir aber am meisten Spaß bei der Abfahrt haben, mussten wir uns natürlich auch auf diese konzentrieren. Auch hier fällt der präzise und feinfühlige Hinterbau wieder auf. Dieser schluckt gekonnt kleine Unebenheiten weg und sorgt damit für ein sanftes Fahrgefühl.

Schnell wird auch klar, dass Bulls mit dem beworbenen kernigen Allrounder mit Spaßgarantie recht hat. Die Geometrie und das recht hoch im Federweg stehende Fahrwerk mach das Ronin zum verspielten Trail-Bike. Kleine Gaps, spaßige Line und der ein oder andere Endo-Drop lassen sich spielend leicht meistern. Die Performance der RockShox Ultimate Produkte ist exzellent und bietet auch bei härteren Schlägen genügend Gegenhalt und ausreichend Einstellmöglichkeiten, um ein individuelles Setup zu finden.

Bulls Wild Ronin

Auf flowigen Strecken kommt der kurze Hinterbau und der „kurze“ Reach zur Geltung. Wer schnell durch enge Kurven zirkeln will, kommt hier auf seine Kosten. Der Flow Trail am Geisskopf ist zwar nicht besonders steil, wird aber recht schnell und macht auf dem Wild Ronin tatsächlich extrem viel Spaß, da sich das Rad ausgezeichnet in die Anlieger drücken lässt und sich leicht über die kleinen Tables und Sprünge schiebt.

Auf den Enduro Trails haben wir uns zwar einen etwas längeren Reach gewünscht um mehr Stabilität zu bekommen, jedoch konnten wir die Strecken auf dem Ronin aus einer anderen Sicht begutachten und nicht immer die schnellste Linie sondern die spaßigere wählen.

Weniger spaßig und präzise ist jedoch die Geräuschkulisse. Wie auch schon beim Wild Creed rappelt und klopft es in dem Hinterbau, sodass es fast schon unangenehm und nervend ist. Hier sollte sich Bulls unbedingt eine neue Führung der Züge einfallen lassen.

Das Fazit zum Bulls Wild Ronin Team

Bulls hat vielleicht nicht das beste Image in der Gravity-Mountainbike Szene, verdient aber mit dem Wild Ronin Aufmerksamkeit. Der Präzise Hinterbau, die schicke Optik, die tolle Uphill Performance und ein extrem spaßiges Fahrverhalten machen das Trail-Bike zum Allrounder mit Spaßgarantie. Wer vom klappernden Hinterbau absehen kann, bekommt für 5.199 Euro ein preislich attraktives 29 Zoll Carbon Fully, dass auf Trails und im Bike Park Spaß macht.

 

Weitere Informationen findet ihr unter: www.bulls.de

 

 

FULL-RUN: Das Transition Spire in Boppard

Bikes Testen macht Laune und wenn man dann noch die Chance hat auf seinen Local Trails zu fahren, wird es noch besser. Wir waren mit Christian Mallmann in Boppard unterwegs und er hat es auf der schnellen und sprunglastigen Strecke ordentlich  krachen lassen. Den Test zum Transition Spire findet ihr demnächst auf unserer Homepage.

Werbung

Werbung

VIDEO: Saison-Vorbereitung mit Martin Maes und dem Orbea Enduro Team

Für 2022 hat sich einiges bei Orbea verändert. Das Enduro Team hat mit Martin Maes einen der besten Fahrer des Sports gewinnen können und auch bei der elektrischen Enduro World Series wird angegriffen. 

Es ist der Beginn einer neuen Zeitrechnung. Das Orbea Enduro Team kann es kaum erwarten, mit der Enduro World Series (EWS) 2022 den nächsten Schritt nach vorne zu machen. Mit Martin Maes und Flo Espiñeira kommt dazu namhafte Verstärkung an Bord. Gemeinsam mit Vid Persak und Edgar Carballo werden die beiden um die Podiumsplätze fighten.

Werbung

Werbung

Doch auch wenn die Saison jetzt startet, hat die wahre Arbeit für das Team schon viel länger begonnen. Genau davon erzählt die Dokumentation. Für die Fahrer geht es in der Saisonvorbereitung darum, die Form für starke Leistungen in den Rennen aufzubauen. Es geht darum, denn Mannschaftsgeist zu wecken. Und es geht darum, in Tests und Probefahrten das perfekte Setup für die Saison zu finden.

Der Wechsel in ein neues Team und damit auch zu neuem Material stellt dabei eine ganz besondere Herausforderung dar. Nur die intensive, gezielte Arbeit führt am Ende zur idealen Position auf dem Bike und dem schnellsten Setup im Kampf gegen die Uhr. Doch auch das Menschliche steht im Mittelpunkt. Denn es zählt nicht nur die Bestzeit im Sattel, sondern auch die gute, gemeinsame Zeit abseits des Sattels.

Martin Maes und Vid Persak greifen in der Enduro World Series mit dem Orbea Rallon an. Sie haben in der Saisonvorbereitung viel Zeit mit Testfahrten verbracht. Das Ziel: Die Bikes perfekt einzustellen, um jede Sekunde herauszukitzeln.

Auch Flo Espiñeira und Edgar Carballo waren fleißig. Die beiden treten mit dem Orbea Wild FS in der E-EWS an. Und sie wollen in den fünf Rennen um den Titel ganz vorne dabei sein.

RockShox Ultimate 2023 – Ultimative News!

Die RockShox Ultimate Produkte rangieren hoch in der Beliebtheitsskala. Das ist nachvollziehbar, denn die Funktion auf sehr hohem Niveau, eine gewisse Unkompliziertheit und auch faire Preise sind bei den Federlementen serienmäßig im Lieferumfang. Never Change a Running System? Sieht man bei Sram wohl anders und schreibt sich: „Confidence Changes Everything!“ auf die Fahnen…

Ich bin erstmal skeptisch wenn mir irgendwer verspricht, er hätte „das Rad neu erfunden“… Auch war ich mit der bisherigen Performance eines RockShox Fahrwerks zufrieden. Gerade die RockShox Ultimate Produkte konnten immer mehr als ich, es scheiterte eher am Fahrer als am Fahrwerk. Wir müssen noch ein bisschen mehr fahren, um sagen zu können ob sich wirklich alles ändert, durch mehr Vertrauen. Dass sich was verändert hat, das ist aber sicher! Wir versorgen euch hier mit allen Fakten, was RockShox an den Produkten verändert hat und liefern einen ersten Testeindruck. Wir setzen den Schwerpunkt bei Lyrik und Zeb, so wie dem neuen Super Deluxe Ultimate Dämpfer. Ein Test des Super Deluxe Coil Ultimate folgt noch, hier auf dem Kanal. Auch die Pike Ultimate hat die Updates bekommen und auch die Dämpfer haben praktisch alle eine Überarbeitung spendiert bekommen.

Werbung

Werbung

Neue RockShox Ultimate Gabel Modelle – Was ist neu?

RockShox sagt, man habe „from the scratch“, also bei Null, neu angefangen. Der Wunsch war es, den Ride noch besser zu machen. Was dabei herausgekommen ist, das soll revolutionär sein. Es gibt ein neues Chassis mit der besten Dämpfungstechnologie und neu entwickelte Luftfedern. Neue Technologien sollen unter anderem Vibrationen und Reibungen mindern.

Die neue Charger 3

Bei der Entwicklung der neuen Charger 3 Dämpfung wurde besonderes Augenmerk darauf gelegt, eine unabhängig voneinander einstellbare High-Speed und Low-Speed Dämpfung zu bekommen. Wenn LSC für ein geschmeidiges Fahrverhalten auf entspannten Strecken eingestellt ist, kann dank der unabhängigen HSC der nächste Drop ins flache geknallt werden – Oder anders herum: Wer viel Gegenhalt durch die LSC beim langsamen Durchrollen steiler und technischer Passagen will, soll sich trotzdem darauf verlassen können, das eine offene HSC einen unerwarteten Einschlag schluckt. Das sogenannte „Cross Talk“ Verhalten zwischen HSC und LSC Einstellungen wurde eliminiert, verspricht man.

Das soll unter anderem die Belastungen der Hände reduzieren. Insgesamt wurde die Druckstufen Dämpfung erhöht, dafür muss die Gabel weniger hart gefahren werden, das soll mehr Kontrolle und mehr Vertrauen geben. Eine Bladder, also eine Kunststoffblase gibt es bei der Cahrger 3 Dämpfung nicht mehr.  Ein „internal floating piston“, also ein Schwebekolben wird von einer Stahlfeder gebändigt. Solche Konstruktionen sind auch bei Hinterbau-Dämpfern eine bewährtes Mittel gegen Kavitation. Nicht nur soll Schmatzen und eine wahrnehmbare Geräuschkulisse damit erfolgreich eliminiert werden, auch das Ansprechverhalten und die Konsistenz im gesamten Federweg soll sich mit der neuen Charger verbessern. Eine Info für die Fahrer der aktuellen Zeb: Ihr könnt die Charger 3 Kartusche in eurer Gabel nachrüsten!

Buttercups – die goldene Lösung?

Sie wurden schon beim Launch der Flight Attendant Produkte bekannt – da stand aber die Elektronik im Fokus der Aufmerksamkeit. Kleine Gummipucks sitzen am Ende der Dämpfer- & Luftfederschaft in dem Casting der Gabel und verbinden Tauchrohreinheit und Standrohreinheit elastisch miteinander. Eine ähnliche Technologie findet man in Kettensägen oder in eurem Auto, zwischen Motor uns Karosserie. Diese sollen hochfrequente Vibrationen vermindern, was in vielen Bereichen funktioniert und deutlich fühlbar ist. Buttercups reduzieren die Vibration um 20% – verspricht Sram. Dadurch soll es weniger Belastung für die Hände geben, was längeren Fahrspaß bedeutet. In allen Pike, Lyrik und Zeb Ultimate Gabeln sind sie serienmäßig, und an älteren oder günstigeren Modellen nachrüstbar. Eine echt gute Sache, denn man fühlt deutlich, dass die was bringen.

Neue Debonair Luftfeder

Auch die Luftfeder ist ordentlich überarbeitet worden. Die Debonair+ baut auf der bekannten Debonair Technologie auf. Das Ziel der Weiterentwicklung war ein einheitliches Fahrgefühl für alle drei Gabel-Plattformen. Die Federkennlinie wurde verfeinert. Durch die neue Luftfeder spricht die Gabel im oberen Bereich des Hubs besser an, unterstützt in der Mitte deutlich besser und bietet am Ende des Hubs eine verbesserte Kontrolle, sagt RockShox. Durch zusätzliche Unterstützung des mittleren Hubs sitzt die Gabel höher im Federweg, was zu mehr Vertrauen in steilen Sektionen führen soll. Der Luftausgleich zwischen den Kammern, die Volumen der beiden Luftkammern und damit auch der Durchschlagschutz wurden dazu überarbeitet. Was einen wirklich hochwertigen Eindruck macht, das ist der Verzicht auf Kunststoff, bei der neuen Federeinheit setzt Sram auf sexy goldenes Aluminum.

Ultimate Buchsen Paket und Pressure Relief

Mehr ist ja (fast) immer besser?! Bei den neuen Ultimate Gabeln sind die Buchsen im unteren Bereich der Ultimate Modelle 53% länger was die Reibung reduzieren deutlich soll. Das Ganze sollte sich auch auf Verschleiß und Steifigkeit eher positiv auswirken, so unsere Einschätzung. Pressure Relief Valves – Ventile zum Druckausgleich im Casting – die gab es schon beim Flight Attendant Launch. Aber sie wurden weniger beachtet als die elektrischen Neuerungen. In der Praxis beseitigen Druckentlastungsventile unerwünschten Luftdruckaufbau in der Tauchrohreinheit. Wenn man mit starken Temperaturunterschieden konfrontiert ist oder wenn man große Höhenunterschiede befährt, dann können durchaus Druckunterschiede zwischen dem Inneren der Tauchrohreinheit und der Umgebung auftreten. Auch im Fahrbetrieb „pumpen sich Gabeln auf“… Das beeinflusst die Performance.

Nabenkappen-Adapter

Die Rockshox Torque Caps verleiht den Gabeln zusätzliche 5% Torsionssteifigkeit. Es bietet nicht jeder Naben Hersteller die passenden Naben mit kompatiblen Endkappen. Ein Adapter der optional montiert werden kann macht es einfacher, die „gewöhnlichen“ Naben einzufädeln, wenn das Vorderrad montiert wird.

Lyrik Ultimate

Die Technologien haben wir erklärt. Die wichtigsten Fakten: Es gibt die Charger3 Dämpfung RC2 mit Buttercups und die DebonAir+ Luftfeder mit Buttercups und Pressure Relief Valves. Laufräder in 27,5“ &29“ werden bedient. Federwege von 140, 150 und 160 Millimetern stehen zur Wahl. Der Preis wird bei 1.196 Euro liegen.

Zeb Ultimate

Die Zeb ist noch stabiler und kommt mit mehr Federweg, schlägt aber technologisch in die selbe Kerbe wie die Lyrik: Sie kommt mit Charger3 RC2 Dämpfung mit Buttercups und DebonAir+ Lufteinheit mit Buttercups. Es gibt sie in 27,5“ & 29“ mit den Federwegen 160, 170, 180 und 190 Millimetern. Das Gewicht für die 180er Gabel mit 44er Offset gibt Sram mit 2.341 Gramm an. Die UVP wird bei 1.253 Euro liegen.

So viel zu den News an der Front. Wie gesagt, auch die Pike bekommt ein umfangreiches Update spendiert…

Aber was ist mit dem Heck? Auch hier hat RockShox tief in die Trickkiste gegriffen und einiges verändert.

Neue RockShox Dämpfer Modelle Neue RCT2 Dämpfer

Eine moderne Ventiltechnik eliminiert Cross Talk von HSC und LSC, wie bei der Gabel, versprechen die RockShox Entwickler. Einstellungen der HSC wirken sich somit nicht auf die LSC aus und anders herum. Die Grundabstimmung wird vom Rahmenhersteller auf die Kinematik des Bikes abgestimmt und das ist dann die Mitte des Einstellbereichs. Es gibt beim neuen Ultimate Dämpfer also immer den „Sweet-Spot“, zumindest nach Geschmack des Herstellers, und von dem hat man dann ein Spektrum von 5 Einstellbaren Klicks – 2 zum Reduzieren – 2 zum Verstärken der Dämpfung, ganz nach persönlicher Vorliebe. Nur 5 Klicks? Nun, die Klicks sind sehr stark spürbar, sagt RockShox und wirken sich spürbar mehr auf die Performance aus, als man erwartet.

Neues Hydraulisches Bottom Out/ einstellbares hydraulisches Bottom Out

Der hydraulische Bottom Out und die einstellbare Variante, der „adjustable hydraulic bottom out“ erhöhen die Kontrolle über das Bike. Gerade dann, wenn es richtig zur Sache geht. Knallt es richtig und man nutzt sehr viel Federweg, so geschieht die kontrollierter. Eine Nadel kontrolliert den Ölffluss während die Kolbenstange in den Dämpferbody einfährt. Wirkungsvoll setzt der hydraulische Bottom Out in den letzten 20% des Federwegs ein und verhindert hartes Durchschlagen. Bei den Luftdämpfern verfügen nur die Super Deluxe Modelle über einen solchen Bottom Out, der nicht einstellbar ist. Die Deluxe Modelle müssen darauf verzichten. Super Deluxe Coil Modelle verfügen über den adjustable hydraulic Bottom out, der ist über einen Regler mit Inbus in 5 Stufen einstellbar.

Debonair+ Hinterbaudämpfer Luftfkammer

Es gibt zwei Luftkammern Designs Rahmen mit linearem Hinterbaudesign passen besser zu progressiven Luftkammern damit die Federkennlinie zum Ende des Hubs ansteigt und Durchschläge verhindert, Rahmen mit progressiven Hinterbau funktionieren besser mit der linearen Luftkammer um eine ausgewogene Federkennlinie zu erhalten. Neu ist nun die Möglichkeit das negative und positive Luftvolumen zu beeinflussen. Das geht bei beiden Luftkammern.

Bottomless Tokens und Negative Tokens

Mit negativ Tokens und positiven Bottomless Tokens lässt sich das Luftvolumen beider Kammern fein abzustimmen. Mit der Option der Bottomless Tokens kann man die Ausnutzung des Federwegs besser kontrollieren. Wer die Härte der Federung zum Ende hin erhöhen und ein Bottomless-Gefühl erreichen will, kann Tokens hinzufügen, um die letzen 40% des Federwegs progressiver zu machen. Die negativen Tokens reduzieren das Volumen der Negativkammer. Dadurch wird das Rad etwas straffer und man nutzt den Federweg leichter.

SuperDeluxe Ultimate

Der Top Luftdämpfer kommt als RC2T, also mit Rebound, 2fach Compression und Threshold. Es gibt einen fest eingestellten hydraulischen Bottomout. Die DebonAir+ Lufkammer gibt es in 2 Versionen (Linear oder Progressiv). RockShox ruft dafür einen Preis von 648 Euro auf.

Erster Fahreindruck der RockShox Ultimate 2023 Produkte

Wir haben die neue Lyrik Ultimate, die Zeb Ultimate und den Super Deluxe Ultimate schon testen können. Ich sage es frei heraus: Die Zeit, die wir auf dem neuen Fahrwerk verbringen konnten, war zu kurz um ein echtes, finales Fazit ziehen zu können und wir legen auch Wert darauf mehrere Fahrer ausgiebig damit fahren zu lassen, da Fahrstile und Vorlieben sich doch stark unterscheiden. Darüber hinaus ist ein Dämpfer immer schwer zu beurteilen, denn weil er in einem Rad gut funktioniert, muss er in einem anderen nicht genau so gut abzustimmen sein.

Da wir die neuen Suspension-Parts niemanden sehen lassen durften ging es mal wieder, abseits von regulären Öffnungszeiten, mit dem Pick-Up bergauf. Wir haben uns für die Strecken am Geisskopf entschieden, da wir und unsere Tester die am besten kennen und sich so noch besser einschätzen lässt, wie gut sich das Fahrwerk gerade schlägt. Auch will erwähnt werden: Unsere Tester, Christoph und Flo sind wirklich geübte und gute Rider und haben schon von Berufswegen ein gutes Technikverständnis. Sie fahren auch privat ein Specialized Enduro und ein YT Jeffsy, was ebenfalls dazu beitragen dürfte die Performance des Fahrwerks einzuordnen.

Was allen sehr stark aufgefallen ist, ist dass die Gabeln extrem feinfühlig agieren. Schwer zu sagen, wie viel Anteil daran die Dämpfer und Luftfeder haben und wieviel die Buttercups. Ist ja letztlich aber auch nicht so wichtig, worauf es ankommt ist das Feeling – und das ist super. Gerade kleine Schläge auf Wurzelteppichen oder auf grobem Schotter filtern die Ultimate Gabeln sehr gut raus. Selbst unser Chef und Verlagsleiter Marcus, seines Zeichens Ironman-Finisher und eher auf der Straße unterwegs, fühlte das sofort und verglich das sanfte Ansprechen mit einem sehr weich aufgepumpten großvolumigen Reifen. Immer am Boden und supersoft, ohne spürbare Arbeitsschwelle. Was wir noch ausgiebiger testen müssen sind Dämpfung und Luftfeder hinsichtlich Einstellbereich. Was sich aber auch jetzt schon sagen lässt, ist dass jeder Tester super zufrieden war und niemand was zu meckern hatte. Auffällig hochwertig sind auch die Einstellrädchen hinsichtlich ihrer Haptik und selbst das Geräusch der Klicks macht einen besonders guten Eindruck. Schaut euch das Video an, dann wisst ihr was ich meine.

Sehr angenehm ist die Geräuschkulisse der Gabeln hervorzuheben, denn es gibt praktisch keine. Diese „Geräuschlosigkeit“, gepaart mit dem super soften Ansprechverhalten gibt tatsächlich ein wenig das Gefühl dahinzugleiten. Auch war es spürbar, dass die Gabeln tatsächlich recht stabil bzw. hoch im Federweg stehen. Auch hier gilt es noch zu erforschen, wie hoch daran jeweils der Anteil der Luftkammer und der Dämpfung sind.

In einer Situation, bei langsam gefahrenen Treppen mit unregelmäßigen Absätzen fühlte sich die Front etwas „bouncy“ an. Schwer zu sagen, ob das daher kommt, dass mehr Gegenhalt da ist, als wir es gewohnt sind, oder ob wir die Zugstufe einfach nicht optimal eingestellt haben. Der Effekt war jedenfalls reproduzierbar.

Was jeder der die Gabeln fährt sofort spüren wird, ist wie smooth Lyrik und Zeb ans Werk gehen. Ich musste da an Zeiten denken, in denen Downhillbikes 26 zoll Räder hatten und Gabeln auf Stahlfedern im offenen Ölbad setzten. Und das meine ich absolut positiv! Hatten die Forken damals deutlich weniger Technologie als heute an Bord, so kennt so mancher Rider der im letzten Jahrtausend die ersten Trails fuhr, noch das Feeling von Gabeln, die einfach nicht den Bodenkontakt aufgeben wollten und jeden Schlag absorbierten wie ein Staubsauger…

Der Super Deluxe Ultimate Dämpfer hat sich sehr gut geschlagen und harmonierte mit der Front. Zum Thema Dämpfer kommt noch mehr, hier auf Gravity-Magazine, wir haben auch noch einen Coil Dämpfer im Test. Was sehr positiv aufgefallen ist, ist wie gut die Plattform/der Threshold funktioniert hat. Da sind wir bei manchem Produkt der Mitbewerber eher enttäuscht. Nicht so toll ist, das man echt nicht mit jeder Dämpferpumpe gut den Druck verändern kann, es geht zwischen dem Einstellrad für die LCS und dem Ventil wirklich eng zu.

Die wichtigsten Infos und auch einen Fahreindruck gibt es auch hier im

Weitere Informationen findet ihr unter: www.sram.com/de/rockshox

 

TEST: Ibis Ripley AF – Effizient, Präzise und Fair

Die Nordkalifornier präsentieren mit dem Ibis Ripley AF die Aluminium Variante des beliebten Trail-Bikes mit 130mm an der Front, 29″ Laufrädern und dem bekannten DW-Link Fahrwerksdesign . Wir waren mit dem Trail-Bike im Vinschgau unterwegs und haben es auf den Trails krachen lassen. Was das Ripley kann, erfahrt ihr hier.

Ibis Bicycle wurde 1981 von Scot Nicol in Nordkalifornien gegründet. Die Geschichte der Marke begann wie bei vielen Herstellern in einer Garage und entwickelte sich nach dem ein oder anderen Rückschlag zu einer großen Marke.

Ibis setzte in der Vergangenheit hauptsächlich auf Carbon, produziert aber seit wenigen Jahren wieder Aluminium Rahmen wie das Ripley AF.

Werbung

Werbung

Wir waren mit dem Ripley im Vinschgau unterwegs und haben es auf verblockten, flowigen und schnellen Trails testen können. Infos, Fahrszenen und unseren Eindruck findet ihr auch im folgenden Video.

Optik und Features

Optisch macht das Ripley AF einiges her. Der Aluminium Rahmen sieht sauber aus und fällt durch die typische Ibis Form auf. Die Leitungen und Züge sind intern verlegt und machen auf dem Trail kaum Geräusche. Das uns zur Verfügung gestellte Modell kam in der „Monolith Silver“ Farbvariante. Für alle denen das nicht gefällt, gibt es noch eine Variante in „Pond Scum Green“. Der Name beschreibt die Farbe übrigens ganz gut.

Die Decals dienen auch als Rahmenschutz und sind passend dezent gehalten.

Wer Kilometer schrubbt, braucht auch was zum trinken und Tools. Im Ripley Rahmen ist deshalb Platz für eine Trinkflasche. Auf weitere Mounts wird verzichtet. Wer also einen Ersatzschlauch und Tools am Rad mitführen will, kann diese mit modernen Straps am Bike befestigen.

Die Kettenstrebe ist mir einem dünnen gummierten Kettenstrebenschutz versehen, der im ruppigen Gelände das Ripley leiser macht und Macken durch die Kette verhindert.

Geomtrie

Beim Ripley AF ist eine 130mm Gabel an der Front und ein 120mm Dämpfer am Heck verbaut. Kombiniert wird das mit einer modernen Trail-Bike Geometrie die über einen Reach von 475mm in der Größe L, einen Lenkwinkel von 65,5° und einem Sitzwinkel von 76° kombiniert wird. Spannend wird es bei der ziemlich kurzen Kettenstrebe von 432mm in allen Rahmengrößen von Small bis X-Large.

Dazu kommt, dass der Stack des Ripley AF für moderne Verhältnisse recht tief ist. In L kommt dieser grade mal auf 622mm. Wird es also Steil, steht man recht tief in der Front was ein bisschen Eingewöhnung braucht. Das kurze Heck trägt dann auch noch dazu bei, dass das Ripley etwas unruhig im groben Gelände des Vinschgau wird.

Wo die Geometrie jedoch glänzt, ist wenn es langsam und eng oder wird oder man sich auf gebaute Strecken begibt. Hier wirkt das Ripley sehr wendig, lässt sich gut umsetzen und klettert auch über steile und verblockte Sektionen.

Komponenten und Ausstattung 

Uns wurde das Einstiegsmodell zur Verfügung gestellt. Das Ripley AF Deore verfügt über die Namensgebenden Shimano Komponenten wie 2-Kolbenbremsen mit 180mm Rotoren und der Deore Schaltgruppe.

Das Fahrwerk kommt aus dem Hause Fox. An der Front arbeitet die Fox Float 34 Performance Series mit 130mm Federweg und am Heck der Fox Performance Series Float DPS Evol mit 120mm. Wer neu im Sport ist, oder auf ein extrem individuell einstellbares Fahrwerk verzichten kann, wird hier auf seine Kosten kommen.

Die Performance bietet zwar Potential nach oben, dämpft aber ordentlich im rauen Gelände und lässt ein schnelles Finden des Fahrwerk-Setup zu.

DW Link

Das Ibis Ripley AF auf dem Trail

Kommen wir zum spannendsten Teil. Das Ripley ist speziell und dürfte nicht jeden Mountainbiker ansprechen. Das ist aber auch nicht schlimm. Wer also gerne viele Kilometer fährt und ein 120mm Trail-Bike haben möchte, dass im Uphill ausgezeichnet performt, ist hier gut aufgehoben.

Wie schon erwähnt, fühlt sich das Ripley im technischen Uphill wohl. Die tiefe Front bietet zwar nicht sonderlich viel Komfort auf langen Touren, sorgt aber dafür, dass das Vorderrad auch im steilsten Gelände Grip hat da die Position des Fahrers nach vorne gelagert ist. Der DW-Link macht jeden tritt effizient und sorgt dafür, dass wir schnell den Berg hinauf kommen und ordentlich Meter machen können.

Vinschgau

Diese Position fällt auch im Downhill auf. Wenn es steil wird, verlagert sich die Position sehr weit auf die Front. Kombiniert mit dem kurzen Hinterbau wirkt das Ripley dann bei hohen Geschwindigkeiten etwas unruhig. Das ist zwar in diesem Bereich ein Nachteil, funktioniert aber auf flowigen Strecken mit engen Kurven umso besser.

Auch in technischen und langsamen Sektionen glänzt das Ripley AF. Hier lässt sich das Hinterrad leicht umsetzen, das Bike über Felsen und Wurzeln zirkeln und dürfte im Alpinen Bereich oder auf anspruchsvollen Tech-Trails für ein Grinsen im Gesicht sorgen.

Ibis Ripley AF

Das Fazit zum Ibis Ripley AF

Das Ripley AF ist ein besonderes Trail-Bike das an ein klassisches Mountainbike mit stärken im technischen Uphill und Downhill erinnert. Die Geometrie und das Fahrwerk sorgen dafür, dass das 120mm Mountainbike besonders effizient ist und ein präzises Handling im Gelände verlangt. Der Preis ist attraktiv und bietet einen gekonnten Einstieg in den Sport. Spannend ist auch, dass man hier für faires Geld das DW-Link Fahrwerksdesign von High-End Mountainbikes bekommt. Wer es jedoch auf den Trails lieber krachen lassen will, sollte sich eher das Ibis Ripmo anschauen.

Weitere Informationen findet ihr unter: www.ibiscycles.com