TEST: Bontrager Line Pro Laufradsatz – Teures Upgrade, dass sich lohnt?!

Bontrager aus Waterloo ist vielen von euch sicher ein Begriff, setzt doch Trek, einer der ganz großen Namen der Bike Szene schon lange und erfolgreich auf Bontrager als Hausmarke und stattet seine Bikes damit aus. Wir konnten den Line Pro Laufradsatz und das Bits Multitool der Amerikaner testen. Mehr dazu in diesem Artikel. 

Der neue und weiterentwickelte Laufradsatz LINE 30 PRO wird vielversprechend umworben, gar schon als unzerstörbar betitelt und mit einer lebenslangen Garantie versehen…. hier ist man sich anscheinend seiner Sache sicher. Auch der hauseigene Prüfstand Namens „The Eriminator“ soll sich an den robusten Kohleringen die Zähne ausgebissen haben.

Ob dies alles nur eine gute Aufmache mit leeren Marketingversprechen ist, der Laufradsatz hält was er verspricht und vor allem ob er seinen Preis wert ist haben wir uns genau angesehen.

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Bontrage Line Pro

Was ist neu? Was wurde verbessert?

Wenn man die Innenbreite von 29mm mit anderen Herstellern vergleicht, merkt man schnell das dieses Maß voll im Trend der breiten Enduro- und Trail-Felgen liegt. Hier hat Bontrager erst mal nichts an den Line Pro 30 Laufrädern verändert. Man muss das Rad ja auch nicht jedes Mal komplett neu erfinden.

Was sehr wohl eine signifikante Verbesserung in Bezug auf Pannensicherheit der Reifen mit sich bringen soll ist das auf 4,6mm verbreiterte Felgenhorn, es sollte also der fiesen Schlange schwerer fallen uns einen Snakebite zu verpassen und uns den Tag zu vermiesen.

Der Vorgänger des LINE PRO 30 hatte noch den Ruf wie auch andere Carbon Laufräder sich eher steif und bockig zu fahren, dies soll sich durch das neue und flachere Felgendesign geändert haben…. somit sollte also einer geschmeidigen Abfahrt nichts mehr im Wege stehen.

Im Vergleich zum Vorgänger hat sich die Optik ebenfalls verändert, eher schlicht und mit weniger Aufklebern versehen kommt der LRS daher – uns gefällts gut.

Bontrage Line Pro

Bontrage Line Pro 30 – kurz und knapp

  • Größe: 27,5 oder 29 Zoll 
  • Achsmaße: 15×110, 12×148 mm Boost Standard
  • Material: OCLV Carbon
  • Freilauf: SRAM XD Freilauf (optional Shimano HG oder Micro Spline)
  • Naben: Rapid Drive
  • Speichen: 28x DT Swiss Comp Race
  • Scheibenaufnahme: 6Loch
  • Gewicht laut Hersteller 810g vorne, 950g hinten
  • Lebenslange Garantie /Carbon Care Programm
  • UVP: 1299,98 Euro

Lebenslange Garantie? Wie läuft das ab?

Die Garantie auf die Laufräder beinhaltet ein komplett Replacement oder eine kostenlose Reparatur innerhalb der ersten 2 Jahre nach dem Kauf bei jeglicher Beschädigung der Felgen.

Nach diesen 2 Jahren erhält man als Erstkäufer von Bontrager laut deren Angaben einen erheblichen Preisnachlass auf die Reparatur oder den Austausch der Carbon Laufräder nach einem selbstverschuldeten Schaden.

Schäden aufgrund Material- und Verarbeitungsfehler sind aber lebenslang durch das Carbon Care Wheel Loyalty-Programm abgesichert.

Bontrage Line Pro

Die Line Pro 30 in Aktion

Vor dem eigentlichen Test kommt allerdings erst die Bestückung der Felgen mit den Reifen…gar nicht so einfach mussten wir feststellen.

Es braucht schon einiges an Schmalz in den Armen, 2 helfende Hände oder einfach Glück einen Reifen erwischt zu haben welcher mit dem obersten Toleranzmaß gefertigt wurde um diesen über die Felgenhörner zu bugsieren.

Wenn es der Reifen drüber geschafft hat sitzt er allerdings stramm und es braucht nur wenig Dichtmilch um die Luft dauerhaft zuverlässig zu halten.

Für die Tour geben wir hier den Tipp sich stabile Plastikreifenheber zu besorgen da die von uns verwendeten Heber den Reifen nicht auf die Felge hieven ohne sich zu verwinden.

Nachdem die Reifen, in unserem Test ein Maxxis Assegai 2,5 vorne und ein Dissector 2,4 hinten sitzen und der Luftdruck gecheckt ist kann es losgehen um den LRS auf Herz und Nieren zu testen und ihn sicher nicht vor all den schönen Wurzeln und Steinen da draußen zu verschonen, schließlich haben wir es nicht mit Rennradfelgen zu tun.

Getestet haben wir auf verschiedensten Trails im bayerischen Wald, im Bikepark Geißkopf und in Saalbach/Leogang.

Es waren also alle Bedingungen und Untergründe, von Sand über Waldboden bis zu Steinfeldern alles dabei, um die Felgen in die Mangel zu nehmen.

Schon auf den ersten Abfahren haben wird den Laufradsatz vergessen, was für Ihn spricht wenn er unauffällig seine Dienste verrichtet und nicht durch eine zu harte Performance stört.

Wie erwähnt wurden die Felgen in ihrer Form und daher in ihrer Flexibilität verändert, sie sollen Schläge besser abfedern und so ein Fahrgefühl erzeugen was weniger an die alten Carbon Felgen erinnert.

In diesem Punkt kann man jedenfalls nichts bemängeln, die Felgen sind steif genug, um eine Linie perfekt zu treffen und in Kurven ordentlich Druck aufzubauen, dennoch nicht so hart, dass es einem die Hände von Lenker rüttelt… eine gelungene Balance wie wir finden.

Auch nach dem ersten ungewollten Durchschlag konnten sich keine Mängel auffinden lassen. Wo eine vergleichbare Alu Felge wahrscheinlich am Horn verbogen gewesen wäre, weißen die Carbon Ringe keine Verformungen auf.

Aller anfänglicher Skepsis zu trotz, die Felge zeigt außer Kratzer keinen Schaden. Es kam noch die ein oder andere unsanfte Begegnung mit Felsen und Steinen hinzu aber die LINE PRO 30 ließ das alles bis zum heutigen Tag ziemlich unbeeindruckt.

Ich Sachen Standfestigkeit und Durchschlagschutz kann man den Laufrädern ein „sehr gut“ attestieren.

Bontrage Felgen
Auf den verblockten Trails der Gegend bleiben Stürze nicht aus. Die Line Pro haben dieses Unglück zwar verkratzt, aber trotzdem gut überstanden.

Fazit zum Line Pro 30 Laufradsatz:

Sicherlich sind knapp 1300Euro ein Upgrade am Bike welches man sich 2mal überlegt, sind doch manche Alupedanten um einiges günstiger und vielleicht sogar leichter. Wenn ich allerdings an meine bisher zerstörten Alufelgen, die geschlitzten Reifen und den Frust und Ärger dabei denke – dann ist der LINE PRO 30 von Bontrager sicherlich eine Investition wert.

Was das Gewicht angeht würde ich lieber ein paar Gramm mehr in Kauf nehmen und einen stabilen sorglos Laufradsatz wie diesen fahren als Gewichtstuning zu betreiben und ständig defekte Teile und Platten zu beklagen.

Da wie wir finden Bontrager der Spagat zwischen Stabilität und Flexibilität hier sehr gut gelungen ist und sich die Laufräder sehr präzise und angenehm fahren lassen können wir diese mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

Bontrage Line Pro
Unser Testfahrer Daniel hat die edlen Carbon Felgen ordentlich ran genommen.

Mehr Informnationen zu Bontrager findet ihr auf: www.trekbikes.com

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TEST: Alpina RAM HVLM+ – Größer, leichter, besser?

Alpina RAM

Größer, leichter, besser, so bewirbt Alpina die RAM Brille, welche für den stetig wachsenden Markt der Enduro Fahrer/-innen entwickelt wurde. Sie soll durch ihr eigenständiges Design und den modernen Style überzeugen. Große Rahmen, bunte Gläser, sowie ein prägnantes Erscheinungsbild sind angesagt und überall zu sehen, egal ob MTB, Gravel oder Rennrad. Die Bayern folgen mit der RAM diesem Trend und platzieren ihr Meisterstück zwischen all die anderen Mitstreiter um die auffälligste Brille. Ob die Brille auch hält was sie verspricht und ob sie überzeugen kann, haben wir uns mal genauer angesehen.

Die Fakten:

  • Einsatzbereich:            Enduro/MTB, Laufen, Lifestyle, Radsport, Rennrad, Road, Urban
  • Filterkategorie:            Cat. 1-3
  • Rahmenmaterial:         2 Komponenten Design (Kunststoffrahmen mit weichen Bügelenden und Nasenpads)

Alpina RAM

Technologien:

Die Alpina RAM ist serienmäßig mit 100% UV-A, -B, -C Schutz ausgestattet, wobei die Verspiegelten Scheiben zusätzlich die Infrarot-Strahlen reflektieren. Zudem sorgt die Fogstop-Beschichtung für eine beschlagfreie Sicht. Dazu wird mit dem Optimized Airflow durch gezielte Luftströmungen eine verbesserte Sicht und mehr Schutz vor Zugluft erreicht. Die Quattroflex Lite Technologie erhöht die Kontraste, lässt Farben satter erscheinen und sorgt für schärfere Sicht.  Die Varioflex Technologie passt die Scheibentönung optimal den Lichtverhältnissen an.

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Alpina RAM 

Testeindruck:

Die 25 Gram leichte Brille sitzt durch die verstellbaren Nasenpads angenehm und fest. Sie verrutschte auch bei ruppigen Abschnitten nicht und drückte, auch bedingt durch die flexiblen Bügelenden nicht unangenehm auf der Haut. Das Sichtfeld ist, wie bei den großen Gläsern und dem schmalen Rahmen zu erwarten war, ziemlich groß und wir hatten alles um uns herum bestens im Blickfeld. Gerade beim Gravel oder Rennradfahren, wo der Oberkörper stark nach vorne gebeugt wird stört bei vielen Brillen der obere Rahmen in der Sicht. Um dies zu verhindern wurde bei der RAM die Scheibe weit nach oben gezogen. Somit hatten wir hier keine Einschränkungen durch einen störenden Rahmen.

Ein übermäßiger Fahrtwind oder unangenehmer Luftzug kommt ebenfalls nicht an die Augen. Zwar ist ein leichter Luftzug zu spüren, dieser ist aber keinesfalls störend und hält die Scheibe zudem auch beschlagfrei.

Die photochrome Scheibe funktioniert bei schnell wechselnden Lichtverhältnissen zwischen Licht und Schatten tadellos und der Trail war jederzeit gut und detailreich erkennbar. Zusätzlich gibt der Blick durch die RAM ein absolutes Gute-Laune-Gefühl. Man könnte fast meinen, man blickt durch einen Instagram-Filter.

Es bräuchte zwar nicht unbedingt eine klare Schlechtwetter Wechselscheibe, da das Varioflex Glas auch mit dunklen Verhältnissen gut klarkommt. Allerdings ziehen Viele eine transparente Scheibe einer farbigen vor, wenn es nass und dunkel ist.

Fazit:

Zwar ist die RAM mit 149,95 Euro nicht gerade in der „Low Budget Kategorie“, hat dafür aber einige gut funktionierende Features, welche sich gerade bei schwierigen und wechselnden Sichtverhältnissen auszahlen und einen mit scharfer und detailreicher Optik belohnen.

Alpina wirbt zwar mit „Made in Germany“ und damit einen Großteil der Produkte in Bayern zu fertigen, die RAM wird allerdings in China gefertigt.

Ein anderes Manko konnten wir nicht festmachen und finden daher die Alpina RAM eine wirklich coole und gelungene Brille.

Preis: 149,95 Euro UVP

WEB: www.alpina-sports.com

VIDEO: Jasper Jauch fährt die steilste World Cup Strecke auf seinem Trail Bike

Youtuber und Ex-World Cup Racer Jasper Jauch lässt es sich nicht nehmen die steilste World Cup Strecke der Welt zu fahren. Der Santa Cruz Fahrer begibt sich jedoch nicht mit seinem Downhill Bike auf die steile Strecke, sondern ist auf seinem 170mm Nomad mit 27,5″ Laufrädern unterwegs. 

Ich war lange nicht mehr in Portes du Soleil. Zu lange… Früher bin in ich jedes Jahr mindestens eine Woche in Morzine gewesen und bin die ganzen Täler mit ihren Bikeparks abgeklappert. Dabei hat sich die Tradition eingeschlichen immer einemal nach Champery zu Gondeln und die super steile, berühmt berüchtigte Weltcup Strecke einmal runter zu rollen. Mitllerweile ist die deutlich entschärfter gebaut, allerdings bleibt sie sehr steil. Film ab!

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TEST: Maxxis Shorty – Grip, Grip und noch mehr Grip?

Es ist nass und rutschig draußen, oder die Strecke im Bike Park ist extrem lose und staubig – da stellen sich die meisten von uns welchen Reifen man am besten nutzt. Maxxis will mit dem Shorty einen Matschreifen anbieten, der auch bei den rutschigsten Bedingungen für Grip sorgen soll. Ob das funktioniert erfahrt ihr hier.

Maxxis gehört neben FiveTen, Troy Lee usw. wohl zu den Marken von denen jeder Mountainbiker schonmal etwas gehört hat und fast jeder hat schon eins von ihren Produkte besessen. Wer bei schlechtem Wetter und extrem matschigen Bedingungen unterwegs ist, wird sich bestimmt schon einmal gefragt haben, ob es nicht einen Reifen gibt der auch bei diesen Verhältnissen noch etwas mehr Grip rausholen kann. Maxxis versucht mit dem Shorty genau dieses Problem anzugehen.

Auch wenn Reifen mittlerweile mehr Aufmerksamkeit bekommen, werden sie hin und wieder unterschätzt und weniger beachtet als sie es verdienen. Ähnlich wie bei Schuhen sind die Gummiringe aber unser Kontaktpunkt zum Boden und sollten passend zu den Untergrundverhältnissen gewählt werden. Ein Wanderer besteigt ja auch keinen Gipfel in Badelatschen.

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Maxxis Shorty

Ein Mix aus einer Vielzahl an Gummimischungen, verschiedenste Eigenschaften der Karkasse, die Anordnung und Form der Stollen und noch viele weitere Faktoren gilt es perfekt auf den jeweiligen Einsatzzweck abzustimmen.

Genau das macht das Team von MAXXIS schon sehr lange, hat darin massig Erfahrung und so können sie etliche Erfolge auf ihrem Konto verbuchen.

Sam Blenkinsop zeigt im Vorstellungsvideo eindrucksvoll wo sich der neu aufgelegte Shorty wohlfühlt. Loser Waldboden, nasse Trails und matschige Kurven, genau hierfür ist er wie geschaffen.

Was ist anders im Vergleich zum Vorgängermodell?

In Zusammenarbeit mit Spitzenfahrern aus dem Enduro- und Downhill Rennsport wurde der Reifen einer Performance Kur unterzogen, dabei wurden die Außenstollen verstärkt und geschlitzt um die Traktion und das Bremsverhalten zu verbessern, die Innenstollen wurden im Vergleich zum Vorgänger wieder getrennt, um den Schmutz dadurch besser abzuschütteln und um das Laufverhalten dadurch optimieren.

Welche Varianten gibt es?

Bei der 2021er Version kann zwischen den Laufradgrößen 27,5“ und 29“ gewählt werden, allerdings gibt es den Shorty nur noch in der 2,4WT Variante.

Gummimischungen:

  • 3C MaxxTerra (Enduro/Freeride)
  •  3C MaxxGrip (Downhill)

Karkassen: 

  • EXO (Trail) 
  • Double Down (Enduro)
  • DH TR (Downhill)

Gewicht: zwischen 930g -1290g

Maxxis Shorty

Montage und erster Eindruck

Ziemlich unspektakulär fällt die Montage aus, der Reifen geht leicht über die Felge, sitzt ordentlich und dichtet erstaunlich gut auch ohne Milch ab.

Durch die WT Version bildet der Reifen, bei den im Trend liegenden breiten Felgen mit ca. 30 mm Innenmaß sein volles Profil perfekt aus und erreicht so optimale Performance. 

Wie schlägt sich der Shorty „on Track“?

Was uns als Erstes auffällt ist das im Vergleich zum Vorgänger verbesserte Rollverhalten. Klar, es ist kein Semi-Slick Reifen, aber dem Einsatzzweck entsprechend rollt er erstaunlich gut für einen Mid-Spike Reifen seiner Art.

Anfangs ist man bei den Bodenverhältnissen, für die der Shorty geschaffen wurde eher etwas ehrfürchtig und lässt es nicht wie auf trockener Strecke laufen, allerdings haben wir recht schnell Vertrauen in den Grip dieses Reifens gewonnen und fanden es einfach „irre“ wie kontrolliert er sich auf rutschigen und losen Untergründen fahren lässt.

Feuchte und blanke Wurzeln, glitschige Steine, das ist es wovor die meisten Biker unter uns sicher den größten Respekt haben, wenn es schlechtes Wetter hat, allerdings schlägt sich der MAXXIS Shorty auch hier verdächtig gut und bietet kontinuierliche Traktion.

Die Selbstreinigung funktionierte bis auf superklebrigen Matsch, der sich auch an jedem anderen Reifen festgesaugt hätte, tadellos.

Ok bei trockenem und sehr grob steinigem Terrain gibt es bessere Reifen, da der Shorty aber hierfür nicht gedacht ist, ist es auch vollkommen in Ordnung, wenn er hier an sein Limit kommt und die Seitenstollen auch mal in der ein oder anderen Kurve wegknicken.

Wir haben aber auch Kollegen in der Redaktion die den Shorty auch bei extrem staubigen und losen Bedingungen als Vorderreifen nutzen. Wer schon einmal bei trockener Hitze in Schladming war, wird den lockeren und tiefen Staub auf den Strecken kennen. Hier arbeitet der Maxxis Reifen ähnlich wie bei matschigen Bedingungen und schneidet sich durch die oberste Schicht um auf dem darunter liegenden Untergrund Grip zu finden.

Fazit

Der MAXXIS Shorty konnte zwar bereits in der älteren Version schon überzeugen – die „Next Generation“ legt aber noch eine Schippe oben drauf. Da der griffige nicht nur in extrem matschigen Bedingungen überragend funktioniert, können wir den Shorty mit gutem gewissen weiterempfehlen.

Preis: UVP zwischen 69,90-79,90 Euro je nach Variante

GT Force – Enduro Race Bike mit neuen Features

GT präsentiert die neuste Variante der beliebten Force Serie. Das GT Force Carbon Enduro Bike ist ein reines Twenty-Niner mit überarbeiteter Geometrie und auf den Race-Tracks der Welt getesteten Performance. Alle Fakten zu dem neuen kalifornischen Schlitten findet ihr in diesem Artikel.

Der kalifornische Hersteller GT begann seine Laufbahn in den 70er mit der Entwicklung von BMX Rädern. Nach nur wenigen Jahren war die Marke in der Szene bekannt und stand für Haltbarkeit und holte einige Erfolge ein. Ab Mitte der 90er Jahre begann dann die Entwicklung von Full-Suspension-Bikes die bis heute ihre Früchte trägt. Martin Maes holte in der Enduro World Series einige Titel, Wyn Masters zieht die längsten Wheelies und Freerider wie Tyler Mccaul und Brage Vestavik gehen mit den Bikes an das absolute Limit.

2021 präsentiert das Kultunternehmen das erfolgreiche Enduro Bike und bringt mit dem Force Carbon einen reinen 29er mit renntauglicher Geometrie auf den Markt.

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GT Force

Optik und Features

Wie es sich schon vermuten lässt, ist das neue Force ein reines 29 Zoll Carbon Mountainbike. GT meint, dass die Rolleigenschaften der großen Laufräder das Maximum an Performance aus den Modellen holen kann.

Wir haben uns in den letzten Jahren schon an die knallige Kombination von dunklem Blau und gelben Decals gewöhnt. Bei den 2022 Modellen gibt es komplett neue und schlichtere Farbgebungen. Das Top Modell ist in einem glänzenden Indigo mit silbernen Decals erhältlich. Die günstigeren Varianten gibt es in Militär-Grün und einem Sand-Ton.

Wie es sich für ein Enduro Bike gehört, gibt es auch am Force einige klassische Features. Im Hauptrahmen finden wir den Bottle-Mount und ausreichen Platz um Tools und Werkzeug mit Straps zu verstauen.

Damit das Bike vor Umwelteinflüssen und der Kette geschützt ist, spendiert GT ein potentielles rundum sorglos Paket mit Kettenstrebenschutz, Custom Chainguide und Sitzstreben Schutz. Jedoch vermissen wir einen Kunststoffschutz am Unterrohr. Wir sind uns aber nicht zu 100% sicher ob dieser nicht vorhanden ist, da das in der uns vorliegenden Pressemitteilung nicht ersichtlich war.

Bei den Vorgängermodellen wurden Kabel und Züge noch außerhalb des Rahmens verlegt. Beim Force Carbon 2022 ist dies nun anders. GT verseht die Carbon-Boliden mit innenverlegten Kabelschächten was für eine saubere Optik sorgt und die Wartung und Montage trotzdem fast genauso angenehm gestalten soll.

Geometrie und Fahrwerk

Die neue Force Modelle wurde ordentlich überarbeitet und sind nun flacher und länger als die Vorgänger. Um das Handling im rauen Gelände zu optimieren haben die Kalifornier den Reach verlängert und den Vorbau verkürzt. Damit das Force laufruhig bei hohen Geschwindigkeiten bleibt, werden (wie schon erwähnt) nur noch 29″ Laufräder verbaut. Kombiniert man das ganze mit einem Lenkwinkel von 63,5°, einem Reach von 480mm und einer Kettenstrebenlänge von 445mm, sollte man ein laufruhiges und schnelles Enduro Bike bekommen.

Wenn wir schon bei der Kettenstrebe sind – GT verbaut beim Force 2022 einen Flip Chip an der Hinterachse mit der sich die Länge der Streben von 445mm auf 435mm verkürzen lässt. Dieses Feature könnte für die unterschiedlichen Fahrertypen durchaus interessant sein. Wer auf steilen und anspruchsvollen Trail ordentlich Gas geben will, fährt in der langen Konfiguration. Lasst ihr es lieber auf flowigen Bike Park Trails krachen, stellt ihr den Chip auf die kurze Variante.

GT Force

Wer sich in den letzten Monaten die neusten Modelle von anderen Herstellern angeschaut hat, wird gemerkt haben, dass der Trend zum High-Pivot Design mit Ketten-Umlenkung immer größer wird. Auch das Force übernimmt das das Downhill orientierte Fahrwerks-Design. Wir haben hier nun ein “High-Pivot” Force mit Idler Pulley. Laut GT verbessert dieses Design die Performance um weiten. Auch der Pedalrückschlag und der Anti-Squat sollen dadurch verbessert werden. Wir konnten das neue Modell noch nicht Probefahren, schauen wir uns jedoch vergleichbare Fahrwerke der Konkurrent an, dürften die Kalifornier hier keinen Fehler gemacht haben.

Modelle und Ausstattung

Wie schon erwähnt wird das neue GT Force in drei verschiedenen Varianten und einem Frame-Set erhältlich sein. Das Top Modell kommt meinem einem Ultimate Fahrwerk aus dem Hause RockShox. An der Front arbeitet hier die steife Zeb Ultimate mit 170mm und am Heck der Super Deluxe mit 160mm Federweg. Passend zum Fahrwerk gibt es natürlich Sram Komponenten. Geschaltet wird mit der 12-Fach GX Eagle mit einer Übersetzung von 10-52 Zähnen.

Was am Downhill funktioniert, passt natürlich auch auf das Enduro Bike. Bei den Sram Code RSC Hydraulik-Bremsen setzen die Kalifornier auf große Bremsscheiben. An der Front haben wir 220mm und am Heck 200mm Centerline Scheiben.

GT Force

Was uns in den letzten Jahren gut gefällt, ist dass die Hersteller immer öfter Trail-taugliche Reifenkombinationen verbauen. Auch das Force kommt mit einer sehr sportlichen Kombi – Das Vorderrad rollt auf dem extrem griffen Maxxis Assegai und wir am Heck vom Maxxis Minion  DHR II. Beide natürlich tubeless ready.

GT Force Carbon Pro LE € 6,099 GT Force Carbon Pro € 4,999GT Force Carbon Elite € 3,899GT Force Carbon Frame

GT Force

GT Force
29 U Force Crb Pro DGR LG

GT Force
29 U Force Crb Elite TAN LG (SRAM)

GT Force
29 U Force Crb A/M Frm BBQ LG

Mit dem Gt Force Carbon 2022 präsentiert GT ein modernes Enduro Race Bike. Die überarbeitete Geometrie klingt mit dem neuen Fahrwerk extrem spannend und lässt einiges an Downhill Potential versprechen. Auch die Ausstattung klingt überlegt und sollte bei dem High-End Modell keine Wünsche offen lassen. Schauen wir uns die Komponenten genauer und an und halten uns vor Augen, dass wir hier ein modernes Carbon Enduro haben, dann wirkt der Preis äußerst attraktiv. Andere Hersteller bieten für 6,099 Euro deutlich weniger an.

Wir sind gespannt auf das Force und hoffen, dass wir euch das gute Stück in den nächsten Wochen etwas genauer vorstellen können und ein paar Runden auf unseren Hometrails drehen dürfen.

GT Force

Mehr Informationen zu GT findet ihr hier: www.gtbicycles.com

 

VIDEO: Ed Masters und Matt Walker präsentieren das neue Pivot Firebird

Matt Walker ermittelt gegen Es Masters aufgrund unerklärlicher Zusammenhänge von Eis und der Farbe Orange. Passend zum Launch des neuen Pivot Firebird gibt es wieder ein unterhaltsames Video der beiden lustigen Enduro Racer.

Just when we thought the case of the orange mystery bikes being ridden by Pivot Factory Racing was going cold, we ended up on the trail in hot pursuit. It was worth keeping the world waiting for the release of the newly redesigned, EWS-proven Pivot Firebird, purpose built for speed.

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TEST: NS Bikes Define AL 160 – Enduro/Freerider mit 160mm

NS Bikes präsentierte Anfang des Jahres das neue Define. Ein Enduro/Freeride Bike mit 160mm oder 170mm Federweg, interessanten Komponenten und einer abfahrtsorientierten Geometrie. Was das Spaß-Bike der Godziek Brüder so kann, erfahrt ihr in unserem neuen Video.

Als wir den Karton von NS Bike in unserer Redaktion entgegen nahmen, haben wir uns direkt über die Aufkleber mit der Beschriftung Godziek gewundert. Das Define AL 160 war nämlich kurz zuvor mit den beiden Freeride/Slopestyle Brüdern auf Madeira und wurde dort beim Fotoshooting zum Launch der neuen Modelle ordentlich rangenommen.

Nachdem wir das gute Stück vom roten Sand der Insel befreit hatten und die erste Runde damit gedreht hatten, war uns klar, dass wir es hier eher mit einem Freeride und Spaß Bike zu tun haben als mit einem racigen Enduro.

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In diesem Artikel werden wir euch aber nicht mit einem langen Text belästigen sondern direkt auf unsere Video hinweisen. Zusammen mit Tom waren wir auf seinen Home Trails unterwegs und haben das Define auf Herz und Nieren checken können.

Hier gibt es alle Details zu den Modellen, Komponenten und der Geometrie: NS Define

Das uns zur Verfügung gestellte Define AL 160 kommt mit einer Rockshox 35 Gold und einem X-Fusion H3C Trunnion Coil-Dämpfer

NS Define

Geschaltet wird beim Define mit Shimano Deore Komponenten. Die 12-Fach Schaltung mit 11-52 Zähnen verfügt über eine angenehme Übersetzung und eine angemessene Performance. Die Bremsen stammen aus dem Hause Formula und haben 200mm and der Front und 180mm am Heck.

NS Define