TEST: Marin Alpine Trail E2 – Das Kurvenmonster mit Allround-Fähigkeiten

 Marin präsentierte Anfang des Jahres das brandneue Alpine E. Ein E-MTB Allrounder mit Shimano EP8 Motor, Fox Performance Fahrwerk und moderner Geometrie und spannendem Rahmendesign. Wie das elektrische Mountainbike auf den Trails abgeschnitten hat, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Marin stellt nun schon seit den 80ern Mountainbikes her und gehört damit zu den Urgesteinen der Szene. Der Hersteller aus dem gleichnamigen Marin County in Kalifornien hat Elite Sportler wie Matt Jones und Mark Matthews unter Vertrag die auf den Trail-Bikes zeigen was sie können. Tatsächlich bietet Marin kein Mountainbike mit mehr als 160mm Federweg, was aber nicht dagegen spricht, dass die Fahrräder bergab vor Potential strotzen.

Optik und Features

Vor einigen Wochen durften wir uns also das erste mal auf das Alpine E2 setzen und unsere ersten Runden drehen. Das uns zur Verfügung gestellte Modell ist die Top-Variante der Kalifornier und ist nur in einer Farbvariante erhältlich. Wer sich über kleine Details in der Lackierung freut, sollte beim E2 genauer hinschauen. Auf dem schwarz/grauen Lack befinden sich nämlich viele kleine Details wie Silhouetten von Bergen und einem Aussichtsturm wieder.

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Auch das Motto von Marin „Made For Fun“ finden wir immer wieder auf dem E-MTB. Zum Beispiel auf der Top Cap am Steuerrohr, auf den Felgen und auf dem Mudguard.

Marin Alpine Trail

Aber nicht nur der Lack hat einige nette Details. Die Kettenstrebe verfügt über einen großzügigen Schutz, der Abrieb und Geräusche der Kette am Rahmen vermeidet. Auch am Unterrohr finden wir extra Kunststoff der den Rahmen vor Umwelteinflüssen und umherfliegenden Steinen schützt.

Wer sein Marin etwas bunter mag, der kann auf das Alpine E1 zurückgreifen. Dieses Modell gibt es in einer knalligen Schwarz und Rot Kombination, jedoch müssen wir hier ein paar Abzüge bei der Ausstattung machen. Mehr dazu aber später.

Geometrie und Rahmendesign

Die Geometrie vom E2 geht mit dem modernen Flow. Wir haben bei der Größe L einen Reach von 485mm eine Radstand von 1264mm und einen Lenkwinkel von 63°. Spannend wird es bei der Reifen Kombination – An der Front haben wir 29″ und am Heck 27,5″ Laufräder. Kombiniert man diese Laufrad-Mix mit einer Kettenstrebe von 435mm bekommt man ein extrem weniges Mountainbike. 

STACK613622631640
REACH445465485505
HEADTUBE ANGLE63°63°63°63°
HEADTUBE LENGTH100110120130
SEATTUBE ANGLE78°78°78°78°
SEATTUBE LENGTH390400425430
TOPTUBE EFFECTIVE575597619641
BB HEIGHT340.5340.5340.5340.5
BB DROP28282828
CHAINSTAY435435435435
WHEELBASE1215123912641288
STANDOVER HEIGHT681.6681.4686.8689.8
FORK OFFSET44444444
HANDLEBAR WIDTH780780780780
STEM LENGTH50505050
CRANK LENGTH165165165165

Marin E-Bike

Ausstattung und Modelle

Wie schon erwähnt wurde und das Marin Alpine E2 zur Verfügung gestellt. Hierbei handelt es sich um die Top-Variante mit Fox Performance Fahrwerk. An der Front arbeitet beim E2 die 38 Performance Elite mit 160mm und am Heck der DHX2 Performance Coil-Dämpfer mit 150mm.

Bremsen und Schaltung sind aus dem Hause Shimano. Die SLX Scheibenbremsen mit 203mm an Front und Heck verfügt über ordentlich Beisskraft und Dosierbarkeit auf dem Trail.

Das Alpine Trail kommt mir einem spannenden Reifen-Mix daher. An der Front haben wir den super griffigen Maxxis Assegai und am Heck den Minion DHR II. Beide Reifen kommen mit der pannensicheren EXO+ Karkasse und sind Tubeless Ready. Wir freuen uns immer wenn sich ein Hersteller Gedanken über die Bereifung macht. Da bei einem E-Mountainbike das Gewicht mit dem Motor kompensiert werden kann, kann man natürlich auf einem Trail/Enduro Bike auch schwerere Reifen verbauen.

Marin verbaut bei der Top-Variante den neuen Shimano EP8 Motor mit 85Nm und einem original Shimano 630Wh Akku. Zwar bietet der EP8 nicht den extremen Turbo und das Motorrad Gefühl wie andere Hersteller, jedoch besticht der Motor mit einer natürlichen Performance und einem recht sparsamen Verbrauch.

Motor: Shimano EP8 85 Nm
Akku: Shimano 630 Wh
Gabel: FOX 38 Performance Elite 160 mm
Dämpfer: FOX DHX2 Performance Elite 150 mm
Bremsen: Shimano SLX 203/203 mm
Schaltung: Shimano SLX/XT 12-Fach
Laufradsatz: Marin Aluminium Double Wall 29Front /27.5 Heck
Reifen: MAXXIS Assegai Front /Minion DHRII Heck EXO+ 2,5/2,8

Preis: 6.299 Euro

Marin Alpine Trail E1

Wer sich mit etwas weniger zufrieden geben kann, den dürfte das Alpine E1 interessieren. Zwar muss man hier auf das Fox Performance Fahrwerk und den neuen EP8 Motor verzichten, bekommt aber ein spannendes Preis-/Leistungsverhältnis.

Motor: Shimano STEPS E7000 60 Nm
Akku: Shimano 504 Wh
Gabel: RockShox 35 Gold RL 160 mm
Dämpfer: RockShox Super Deluxe Coil R 150 mm
Bremsen: Shimano MT420/MT4100 203/203 mm
Schaltung: Shimano SLX/XT 12-Fach
Laufradsatz: Marin Aluminium Double Wall 29Front /27.5 Heck
Reifen: MAXXIS Assegai Front /Minion DHRII Heck EXO+ 2,5/2,8

Preis: 4.899 Euro

Das Marine Alpin E2 auf dem Trail

Uphill

Trotz der modernen Geometrie klettert das Alpine wie eine Ziege. Die Kombination aus dem leistungsstarken Motor und einem Sitzwinkel von 78° sorgt dafür, dass man auch in steilen Klettersektionen eine angenehme Sitzposition hat und das Gewicht ordentlich im Rad verlagern kann. Auch wenn es mal richtig steil und ruppig bergauf ging, klebte das Vorderrad gekonnt am Boden und lies sich gut kontrollieren.

Die verschiedenen Unterstützungsstufen helfen einem ebenfalls in allen Situationen. Sind wir gemütlich unterwegs, fahren wir im ECO Modus, wollen wir etwas länger fahren und es geht bergauf, schalten wir in den Trail Modus. Auch wenn die Grenze des möglichen fast erreicht ist, unterstützt der Boost Modus und fährt uns ohne großen Kraftaufwand den Berg hinauf.

Downhill

Das Marine Alpine E glänzt im Downhill mit seinem Rahmendesign. Die Geometrie, gemischten Laufräder und das extrem tiefe Oberrohr sorgen dafür, dass das E-MTB in Kurven am Untergrund klebt und sich extrem schnell und wendig manövrieren lässt. Das tiefe Oberrohr, lässt den Sattel bei der Abfahrt extrem weit absenken und sorgt dafür, dass man beim sich in die Kurven legen kaum das Bike unter sich spürt. Das kann jedoch auch etwas ungewohnt sein, da wir beim Kurvenfahren den Sattel normalerweise an den Oberschenkel drücken um mehr Kontrolle über das Fahrrad zu haben.

Auf technischen Trails performt das Alpine sehr gut. Wird es mal wurzelig und schnell arbeitet die Fox 38 Performance ausgezeichnet und lässt keine Wünsche offen. Der ein oder andere hält eine 38 vielleicht zu steif für 160mm Federweg, jedoch funktioniert diese beim Alpine und seinem Gewicht unglaublich gut. Auch der Coil Dämpfer arbeitet extrem progressiv und lässt das schwere E-MTB recht poppig und agil wirken.

Auch wenn wir das Marin E-MTB bis jetzt nur gelobt haben, müssen wir auch dazusagen, dass es sich hier eher um einen Freerider als um ein Enduro, oder All-Mountain Bike handelt. Zwar hat es „nur“ 160mm an der Front, jedoch will das Alpin auf dem Trail bewegt werden und in die Luft. Sobald es aber mal richtig steil und schnell wird, müssen wir das Bike unter Kontrolle halten. Der relativ kurze Hinterbau macht zwar Spaß in Kurven, kann aber im richtige Downhill etwas kurz und unruhig wirken.

Wir haben uns auch gefragt wieso die Kalifornier bei einem so tiefen Oberrohr nicht eine längere Sattelstütze verbauen. Zwar werden die Längen 125mm, 150mm und 170mm für die unterschiedlichen Größen angeboten, jedoch wäre hier noch mehr Platz für Längere Stützen um den Sattel komplett zu versenken.

Mehr Details zum Fahreindruck findet ihr auch in unserem Test-Video zum Alpine Trail E2 auf unserem Youtube Kanal.

Das Fazit zum Marin Alpine E2

Das Alpine E bietet mit seinen 150mm Federweg am Heck und 160mm an der Front mehr potential als man denkt. Die Kombination aus gemischten Laufradgrößen (29″/27,5″), moderner Geometrie und einem extrem tiefen Oberrohr macht das schwere E-Bike zu einem Kurvenkönig und sorgen für extrem viel Spaß auf Bike-Park Strecken mit Anliegern, flowigen Sektionen und Sprüngen. Aber auch auf den heimischen Trails, Wanderwegen und technischen Abfahrten bietet das Alpine E2 mit seinem Performance Fahrwerk und der steifen Fox 38 Gabel an der Front einiges an potential.

Aber auch auf der klassischen Enduro Runde oder Touren kann man Spaß mir dem Marin haben. Dank der aufrechten Sitzposition und des steilen Sitzwinkels kommen wir überall bergauf. Ach der Leistungsstarke Shimano Motor gefällt mit seiner natürlichen Performance und seiner unterschiedlichen Untersützungsstufen.

Wir haben hier also einen schönen Allrounder der jeden Abfahrtsorientierten Mountainbiker glücklich machen sollte. Und… wir sind selten ein so agiles E-MTB mit so einer guten Performance in gebauten Kurven gefahren.

Mehr Information über Marin findet ihr auf: www.marinbikes.com

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Giro präsentiert den neuen Insurgent Spherical Fullface Helm

Pressemitteilung Giro: Die kalifornische Bikebrand Giro Sport Design stellt mit dem Insurgent Spherical Helm einen neuen Fullface Helm vor. Der Helm bietet allen Ridern, die derzeit die Grenzen des progressiven Mountainbikens neu definieren, den bestmöglichen Schutz. Das Konzept des Insurgent Helm basiert auf der bewährten Spherical Technology™ powered by Mips® und wurde für optimale Belüftung, Komfort und Performance entwickelt. Mit 50 % besserer Kühleffizienz und 200 g geringerem Gewicht als der Disciple Mips® Helm bietet der Insurgent Spherical ein neues Level an Fullface-Protection. Der Giro Insurgent Helm ist ab sofort für 389.95€ bei autorisierten Giro-Händlern und auf www.giro-sports.com erhältlich.

„Während einige Marken sich darauf fokussieren, den Anforderungen von Hobbybikern nach möglichst leichten Helmen nachzukommen, haben unsere Downhill-Athleten ganz andere Ansprüche. Um diesen gerecht zu werden, wurde das Produktdesign des neuen Insurgent Helms von innen nach außen entwickelt,“, erklärt Giro Senior Industrial Designer David Thompson. „Das Projekt haben wir zusammen mit Kurt Sorge und Graham Agassiz beim Red Bull Rampage 2019 gestartet. Aus dem Input der Athleten und unseren Diskussionen ergaben sich so die ersten Designparameter für die weitere Entwicklung. Als ich letztes Jahr mit endgültigen Prototypen wieder zum Rampage kam, war es brutal mit ansehen zu müssen, wie Carson Storch beim Training stürzte. Um so erfreulicher war dann sein Statement, dass ihn der Isurgent Helm vor noch heftigeren Verletzungen bewahrt hatte. Und natürlich war es auch genial zu sehen, wie Sorge und Reed Boggs nur wenige Tage später in ihren Insurgents auf das Podium fuhren. Ihre Reports aus den vielen Praxistests, die vielen Zoom-Calls mit konstruktiven Diskussionen und das Feedback von Fahrern wie Richie Rude von Yeti/ Fox Factory Racing war ein großer Teil unseres Designprozesses. Die Profis in ihrem Element zu sehen, wie sie sich gleichzeitig dank unseres Produktes sehr sicher fühlen, ist der Grund, warum wir bei Giro weiterhin das tun, wofür wir uns begeistern. Ich bin stolz darauf, dass wir nun allen Downhill-Ridern die einen Helm mit bestmöglichem Schutz suchen, den neuen Insurgent zur Verfügung stellen können.“

Eine optimale Belüftung ist für viele Gravity-Pros enorm wichtig. Mithilfe unseres hauseigene Therminator-Wärmesensor-Kopfmodels haben wir die Platzierung und das Design von 20 Lüftungsöffnungen, den internen Luftstrom und die Ableitung der Luft optimiert. Die gemessenen Ergebnisse sind eindeutig: Der Insurgent Helm ist bei der Kühlung im Vergleich zum Diciple Mips® Helm und Fullface-Helmen anderer Hersteller um 50 % effizienter. Mit einem Gewicht von 1.040 Gramm in der Größe M/L ist der Insurgent auch 200 Gramm leichter als der Disciple Mips® – und das, obwohl er zusätzlich mit Spherical Technology™ ausgestattet ist.

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Giro Insurgent

Beim Insurgent Spherical werden verschiedene Schaumschichten übereinandergelegt, die im Falle eines Sturzes die Aufprallenergie je nach auftretender Kraft optimal abfangen. Die äußere Schicht ist ein EPS-Schaum, der sehr gut vor hohen Kräften bei Stürzen mit hoher Geschwindigkeit oder aus großer Höhe schützt. Die innere Schicht besteht aus EPP-Schaum mit niedrigerer Dichte und sehr guten Rebound-Eigenschaften. Diese Schicht schützt optimal vor Kräften, die bei Stürzen mit geringer Geschwindigkeit auftreten.

Ein leichtes, weiches und saugfähiges Pad-Set macht den Helm besonders bequem. Durch zwei verschiedener Wangenpolster lässt sich der Helm sehr gut an die eigene Kopfform anpassen. Dank Directional-Snap-System können die Polster im Falle eines Unfalls leicht entfernt werden. Zu den weiteren Features gehört ein zum Patent angemeldetes Flex-Gasket entlang der unteren Kante des Helms. Diese verhindert, dass die Helmkante bei Stürzen einen Schlüsselbeinbruch mitverursacht. Ebenfalls neu sind werkzeuglose Visierschrauben zum einfachen Entfernen des Visiers und ein zentrales Schraubloch in der Mitte des Visiers das als Halterung für Actionkameras dient.

Der Insurgent Spherical ist in vier Farben und den Größen XS/S, M/L und XL/XXL erhältlich.

Key Features:

  • Spherical Technology™ powered by MIPS®
  • Mips® Brain Protection System
  • Progressive Layering mit EPS-Außenschale und EPP-Innenschale
  • EPP Kinnschutz und Pre-Preg Fiberglas-Helmschale
  • Optimierte Luftstrom-Ansaugöffnungen und kanalisierte Belüftung
  • 20 Lüftungsöffnungen mit interner Kanalisierung
  • Verstellbares Schraubvisier im Moto-Cross-Style
  • Schraubloch in der Mitte des Visiers für Action-Cam Halterungen
  • Werkzeuglose abnehmbare Visierschrauben
  • Directional-Snap-System für abnehmbare Wangenpolster
  • Zwei Wangenpolster-Sets für individuelle Helmanpassung
  • 25 mm Gurtband mit D-Ring-Schnalle
  • Ionic+™ antimikrobielle Polsterung
  • 1.040 Gramm Größe M/L (CPSC)
  • Preis: 389.95€ 

Giro Insurgent

Über Giro:

​Giro Sport Design wurde 1985 in Santa Cruz, Kalifornien, gegründet . Das Unternehmen ist führend in der Entwicklung von passgenauen, technisch innovativen Produkten, die den Körper optimal unterstützen und das Erlebnis beim Sport verbessern. Von den ersten leichten Highend-Helme fürs Radfahren und den Wintersport bis hin zu hochfunktioneller Kleidung, Schuhen und Accessoires will Giro für alle Sportler die erste Wahl sein. Denn wir wissen, dass ein gelungener Ride für uns alle ein wichtiger Teil eines großartigen Lebens ist. Deshalb tun wir, was wir tun. Solange die Rider weiterhin nach Höchstleistungen streben, werden wir die Ausrüstung herstellen, mit der sie ihre Ziele erreichen können. www.giro-sports.com 

VIDEO: Style, Speed und massig Airtime mit Erik Fedko

In the leadup to Crankworx, Erik Fedko explores the riding spots near his hometown in Germany, and travels south towards the end destination of Innsbruck, Austria 🇦🇹 Whether he’s on the big bike or dirt jumper, Erik goes huge ☝️ Big tricks, steeze and #goodtimes are at the top of his agenda 🙌 In this video Erik demonstrates why he’s running the single crown fork on his DH bike 👀

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XC und DH treffen erstmals aufeinander – spannende Rennen beim Weltcup Leogang garantiert

Die ganze Action gibt es LIVE und on Demand auf Red Bull TV

Saalfelden Leogang, Österreich, 08. Juni 2022 – Während uns die Downhill-Elite mit zwei nervenaufreibenden Rennen in Lourdes (FRA) und Fort William (GBR) begeisterte, lieferten sich die Cross-Country-Athleten in Petrópolis (BRA), Albstadt (GER) und Nove Mesto (CZE) spannende Wettkämpfe. Nun ist es Zeit für die FahrerInnen beider Disziplinen sich beim ersten Doppelweltcup dieser Saison zu treffen, dem Mercedes-Benz UCI Mountain Bike Weltcup in Saalfelden Leogang.

Die Live-Finals auf Red Bull TV:

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Cross-Country Short Track (XCC)

Das Damen- und Herren-Elitefinale wird am Freitag, 10. Juni, um 17:20 Uhr (MESZ) übertragen.

Downhill (DHI)

Das Elite-Finale der Frauen wird am Samstag, 11. Juni, um 12:25 Uhr (MESZ) übertragen.

Das Elite-Finale der Herren wird am Samstag, 11. Juni, um 13:45 Uhr (MESZ) übertragen.

Cross-Country Olympische Distanz (XCO)

Das Elite-Finale der Frauen wird am Sonntag, 12. Juni, um 12:00 Uhr (MESZ) übertragen.

Das Elite-Finale der Herren wird am Sonntag, 12. Juni, um 14:30 Uhr (MESZ) übertragen.

Den Auftakt in das actiongeladene Mountainbike-Wochenende macht die Cross-Country-Elite am Freitagabend mit den Short Track Rennen (XCC). Nachdem der Deutsche Luca Schwarzbauer sich in Nove Mesto seinen ersten XCC-Weltcups gesichert hat und sich nun an der Spitze der Gesamtwertung wiederfindet, wird die Konkurrenz um Alan Hatherly (RSA), Nino Schurter (SUI) und Henrique Avancini (BRA) alles geben, um ihm den Platz an der Sonne streitig zu machen. Die Damenkonkurrenz wird von der Australierin Rebecca McConnell angeführt, die sich bisher als beständigste Fahrerin in der Sprintdisziplin erwiesen hat, gefolgt von den beiden ehemaligen XCO-Weltmeisterinnen Pauline Ferrand-Prévot (FRA) und Jolanda Neff (SUI).

Bei Rennen über die olympische Distanz scheint Rebecca McConnell diese Saison nahezu unschlagbar, nachdem sie alle drei bisherigen Weltcups gewonnen hat. Neben ihren direkten Verfolgerinnen Loana Lecomte (FRA) und Anne Terpstra (NED) werden besonders die jungen Österreicherinnen Mona Mitterwallner und Laura Stigger vor heimischem Publikum alles geben.

Einen möglichen Vorteil für sich und ihre Landsfrau sieht Laura Stigger auf der Leoganger Strecke: „Die Short Track-Strecke ist sehr anspruchsvoll durch den Wiesenanstieg, der eine gute körperliche Verfassung und entsprechende Fähigkeiten erfordert. Die Cross-Country-Strecke hat die meisten Höhenmeter im gesamten Weltcup und ich glaube, das liegt uns Tirolern ziemlich gut und ich freue mich sehr darauf.“

Bei den XCO-Männern dreht sich alles um die Frage, ob Nino Schurters Rekordjagd nach den meisten Weltcup-Einzelsiegen endlich von Erfolg gekrönt sein wird. Nach seinem Sieg in Petrópolis sowie den Podiumsplatzierungen in Nove Mesto (2.) und Albstadt (3.) führt die Schweizer Legende auch im Gesamtweltcup. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Tom Pidcock (GBR), und Vlad Dascalu (ROM).

Während Freitag und Sonntag den XC-Fahrern gehören, dreht sich am Samstag alles um Downhill. Vor allem Lokalmatadorin Vali Höll wird motiviert sein, auf ihrer Heimstrecke zu zeigen, was in ihr steckt, nachdem es die Leoganger „Speedster“-Strecke in den letzten zwei Jahren alles andere als gut mit ihr meinte. Vali stürzte sowohl im letzten Training vor der WM 2020, weshalb nicht zum Finale antreten konnte, als auch kurz vor dem Ziel beim letztjährigen Weltcup. Die aktuelle Gesamtweltcupführende Camille Balanche (SUI) hingegen hat nur gute Erinnerungen an Leogang: 2020 krönte sie sich im Pinzgau zur Weltmeisterin und im vergangenen Jahr gewann sie den Weltcup. Mit der amtierenden Weltmeisterin Myriam Nicole (FRA) und Fort-William-Siegerin Nina Hoffmann (GER), die ebenfalls beide den nächsten Weltcup-Sieg anstreben, hat das Feld der Frauen mehr als eine klare Favoritin.

Betrachtet man den Wettbewerb der Elite-Männer, ist Amaury Pierron (FRA) derjenige, den es zu schlagen gilt. Der Franzose dominierte die ersten beiden Rennen der Saison und weiß auch, wie man in Leogang gewinnt, wo er sich 2018 den Sieg holte. Seine ärgsten Rivalen Laurie Greenland (GBR), Thibaut Dapréla (FRA), Benoit Coulanges (FRA) und Finn Iles (CAN) suchen immer noch nach dem richtigen Mittel, ihn zu besiegen.

Die gesamte Saison 2022 des Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup gibt es wie immer live und kostenlos auf Red Bull TV. Noch mehr Bike-Action gibt es auf facebook.com/RedBullBike und youtube.com/RedBullBike.

Aktuelle Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup Gesamtwertung:

Women’s UCI Cross-Country MTB World Cup:

  1. Rebecca McConnell | AUS | 935
  2. Loana Lecomte | FRA | 586
  3. Anna Terpstra | NED | 508
  4. Mona Mitterwallner | AUT | 508
  5. Laura Stigger | AUT | 504

Women’s UCI Cross-Country Short Track MTB World Cup:

  1. Rebecca McConnell | AUS | 600
  2. Pauline Ferrand-Prévot | FRA | 450
  3. Jolanda Neff | SUI | 390
  4. Alessandra Keller | SUI | 390
  5. Sina Frei | SUI | 330

Men’s UCI Cross-Country MTB World Cup:

  1. Nino Schurter | SUI | 732
  2. Tom Pidcock | GBR | 600
  3. Vlad Dascalu | ROM | 560
  4. Alan Hatherly | RSA | 506
  5. Titouan Carod | FRA | 447

Men’s UCI Cross-Country Short Track MTB World Cup:

  1. Luca Schwarzbauer | GER | 495
  2. Alan Hatherly | RSA | 440
  3. Nino Schurter | SUI | 400
  4. Henrique Avancini | BRA | 385
  5. Sam Gaze | NZL | 360

Women’s UCI Downhill MTB World Cup:

  1. Camille Balanche | SUI | 435
  2. Myriam Nicole | FRA | 370
  3. Valentina Höll | AUT | 325
  4. Nina Hoffmann | GER | 292
  5. Marine Cabirou | FRA | 246

Men’s UCI Downhill MTB World Cup:

  1. Amaury Pierron | FRA | 455
  2. Laurie Greenland | GBR | 289
  3. Benoit Coulanges | FRA | 289
  4. Danny Hart | GBR | 216
  5. Luca Shaw | USA | 213

TEST: Bulls Wild Ronin Team – Der Wolf im Schafspelz

140mm Federweg, eine zum Trail-Bike passende Geometrie, Ultimate Fahrwerk und eine edle Optik – Das ist das Bulls Wild Ronin Team. Was das deutsche Carbon Fully kann und wie es sich auf den Trails geschlagen hat, erfahrt ihr hier.

Sind wir mal ganz ehrlich: Bulls ist nicht unbedingt die Marke, die für die begehrtesten Bikes im Mountainbike Sport bekannt ist. Geht es jedoch um große Ergebnisse, sind Athleten wie der deutsche Enduro Meister Christian Textor und Marathon Legende Karl Platt nur ein paar Namen die erfolgreich auf Bulls Equipment sind.

Das Ronin schafft den wohl weitesten Spagat zwischen den Disziplinen Enduro und Cross Country: Egal wie lang die Tour ist, wie heftig das Gelände – dieses Bike meistert alles, ein echtes All Mountain eben, oder vielleicht einfach nur das kompletteste Mountainbike? – Christian Textor

Das Bulls Wild Ronin Team wird vom deutschen Hersteller als kerniger Allrounder mit Spaßgarantie beworben. Mit einem RockShox Ultimate Fahrwerk, 140mm Federweg, Shimano XT Bremsen und einem recht leichten Rahmen könnte das Ronin dieser Aussage durchaus gerecht werden.

Optik und Features

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Optisch reiht sich das Wild Ronin perfekt in das Mountainbike Sortiment von Bulls ein Das Carbon Modell erinnert stark an die Enduro Maschine Wild Creed und verfügt ebenso über den markanten Hauptrahmen mit kantiger Linienführung.

Die Farben des Ronin sind dezent gehalten – hier wird ein leichtes „air blue“ mit schwarzen Decals und einer silbernen RockShox Pike Ultimate kombiniert. Das steuert zu einem edlen und schlichten Gesamtbild bei.

Bulls Wild Ronin

Passend zur Trail-Bike Kategorie gibt es einen leichten Kettenstrebenschutz, der die Strebe im rauen Gelände vor Schlägen der Kette schützt. Falls die Kette mal abspringt hat Bulls einen polierten Alu-Schutz im Bereich des Tretlagers montiert, der das Carbon schützen soll.

Auf langen Touren darf natürlich die Möglichkeit zur Montage einer Trinkflasche nicht fehlen. Hier gibt es im Hauptrahmen genügend Mounts und Platz für gleich zwei Flaschen.

Bulls Wild Ronin

Geometrie – klassischer Allrounder

Bei der Geometrie eines Trail-Bikes ist viel Spielraum möglich. Manche Hersteller produzieren lange und flache Kisten zum Ballern, andere konzentrieren sich eher auf die Balance zwischen Uphill und Downhill. Letzteres war ganz klar das Ziel von Bulls.

Der Lenkwinkel von 66° wird mit einem Reach von 470mm in der Rahmengröße 48cm (Was ungefähr L entspricht) kombiniert. Dazu kommt ein eher kurzer Stack von 621mm und eine Kettenstrebe von kurzen 435 Millimeter. Diese Zahlen geben den Ton des Wild Ronin an und untermalen die Aussage des „kernigen Allrounder mit Spaßgarantie“.

41 cm44 cm48 cm51 cm
A
OBERROHRLÄNGE
582 mm603 mm625 mm647 mm
B
REACH
430 mm450 mm470 mm490 mm
C
STACK
612 mm612 mm621 mm630 mm
D
SITZROHRLÄNGE
41 cm44 cm48 cm51 cm
E
SITZROHRWINKEL
76 °76 °76 °76 °
F
KETTENSTREBE
435 mm435 mm435 mm435 mm
G
RADSTAND
1173 mm1193 mm1217 mm1241 mm
H
TRETLAGEROFFSET
30 mm30 mm30 mm30 mm
I
LENKWINKEL
66 °66 °66 °66 °

Komponenten und Ausstattung

Was bekommt man bei Bulls für 5.199 Euro? Beim Fahrwerk wird auf Rockshox Ultimate Produkte gesetzt. An der Front arbeitet die Pike mit 140mm und am Heck der Deluxe mit 140mm.

Obendrauf gibts eine Menge Shimano Deore XT Produkte. Zum Stehen kommt das Ronin mit der 4-Kolben XT Bremsanlage, die mit großen 203mm Scheiben kombiniert wird. Diese Größe ist auch bei modernen Trail-Bikes nicht ganz üblich und hat uns positiv überrascht. Übrigens gibt Bulls auf der Webseite an, dass das Wild Ronin nicht über eine Rücktrittbremse verfügt. 😉

Shimano

Für die richtige Übersetzung sorgt das XT 12-Fach Schaltwerk (10-51 Zähne) mit einer passenden Kurbelgarnitur (32 Zähne).

Das Ronin rollt auf Schwalbe Nobby Nic Evo Super Ground TLE 29″ Reifen mit einer Breite von 2,4″. Diese sind auf einem DT Swiss XMC 1501 Spline Laufradsatz montiert.

Wem das Wild Ronin Team zu teuer ist, bekommt bei Bulls für wenig Geld schon viel Carbon. Den Einstieg in das Trail-Bike Sortiment mach das Ronin für 2.699 Euro mit Carbon Rahmen, RockShox 35 an der Front und Shimano Deore Parts. Für Tausend Euro mehr bekommt man eine Pike Select RC an der Front und Shimano Deore XT Bremsen und die dazu passende Schaltgruppe. Preislich ist das definitiv attraktiv.

Bulls Wild Ronin

Das Bulls Wild Ronin auf dem Trail

Wir konnten das Wild Ronin auf einige Trails entführen – Von ruppigen Abfahrten auf dem Holy Hansen im Vinschgau bis hin zu unseren Hometrails am Geisskopf musste das 140mm Bike einiges bei Wind und Wetter einstecken.

Aber bevor es zum spaßigen Part kommt, müssen wir über die Performance im Uphill sprechen.

Schon auf den ersten Metern wird klar, dass das Wild Ronin den Weg zum Trail so einfach wie möglich gestalten will. Die Sitzposition ist nicht zu gestreckt und der Sitzwinkel von 76° bietet einem eine tolle Stellung, um ordentlich in die Pedale zu treten.

Generell klettert das Ronin sehr gut den Berg hinauf. Das liegt wie schon erwähnt an der Sitzposition, aber auch am geringen Gewicht von 12,66kg und dem präzise arbeitenden Hinterbau. Dieser funktioniert vor allem auf technischen Klettersektionen hervorragend und bietet ausreichend Traktion, um steile Trails zu erklimmen.

Bulls Wild Ronin
Der Spitzname Endo-Flo passt wie Latsch und Apfelbäume

Da wir aber am meisten Spaß bei der Abfahrt haben, mussten wir uns natürlich auch auf diese konzentrieren. Auch hier fällt der präzise und feinfühlige Hinterbau wieder auf. Dieser schluckt gekonnt kleine Unebenheiten weg und sorgt damit für ein sanftes Fahrgefühl.

Schnell wird auch klar, dass Bulls mit dem beworbenen kernigen Allrounder mit Spaßgarantie recht hat. Die Geometrie und das recht hoch im Federweg stehende Fahrwerk mach das Ronin zum verspielten Trail-Bike. Kleine Gaps, spaßige Line und der ein oder andere Endo-Drop lassen sich spielend leicht meistern. Die Performance der RockShox Ultimate Produkte ist exzellent und bietet auch bei härteren Schlägen genügend Gegenhalt und ausreichend Einstellmöglichkeiten, um ein individuelles Setup zu finden.

Bulls Wild Ronin

Auf flowigen Strecken kommt der kurze Hinterbau und der „kurze“ Reach zur Geltung. Wer schnell durch enge Kurven zirkeln will, kommt hier auf seine Kosten. Der Flow Trail am Geisskopf ist zwar nicht besonders steil, wird aber recht schnell und macht auf dem Wild Ronin tatsächlich extrem viel Spaß, da sich das Rad ausgezeichnet in die Anlieger drücken lässt und sich leicht über die kleinen Tables und Sprünge schiebt.

Auf den Enduro Trails haben wir uns zwar einen etwas längeren Reach gewünscht um mehr Stabilität zu bekommen, jedoch konnten wir die Strecken auf dem Ronin aus einer anderen Sicht begutachten und nicht immer die schnellste Linie sondern die spaßigere wählen.

Weniger spaßig und präzise ist jedoch die Geräuschkulisse. Wie auch schon beim Wild Creed rappelt und klopft es in dem Hinterbau, sodass es fast schon unangenehm und nervend ist. Hier sollte sich Bulls unbedingt eine neue Führung der Züge einfallen lassen.

Das Fazit zum Bulls Wild Ronin Team

Bulls hat vielleicht nicht das beste Image in der Gravity-Mountainbike Szene, verdient aber mit dem Wild Ronin Aufmerksamkeit. Der Präzise Hinterbau, die schicke Optik, die tolle Uphill Performance und ein extrem spaßiges Fahrverhalten machen das Trail-Bike zum Allrounder mit Spaßgarantie. Wer vom klappernden Hinterbau absehen kann, bekommt für 5.199 Euro ein preislich attraktives 29 Zoll Carbon Fully, dass auf Trails und im Bike Park Spaß macht.

 

Weitere Informationen findet ihr unter: www.bulls.de

 

 

FULL-RUN: Das Transition Spire in Boppard

Bikes Testen macht Laune und wenn man dann noch die Chance hat auf seinen Local Trails zu fahren, wird es noch besser. Wir waren mit Christian Mallmann in Boppard unterwegs und er hat es auf der schnellen und sprunglastigen Strecke ordentlich  krachen lassen. Den Test zum Transition Spire findet ihr demnächst auf unserer Homepage.

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VIDEO: Saison-Vorbereitung mit Martin Maes und dem Orbea Enduro Team

Für 2022 hat sich einiges bei Orbea verändert. Das Enduro Team hat mit Martin Maes einen der besten Fahrer des Sports gewinnen können und auch bei der elektrischen Enduro World Series wird angegriffen. 

Es ist der Beginn einer neuen Zeitrechnung. Das Orbea Enduro Team kann es kaum erwarten, mit der Enduro World Series (EWS) 2022 den nächsten Schritt nach vorne zu machen. Mit Martin Maes und Flo Espiñeira kommt dazu namhafte Verstärkung an Bord. Gemeinsam mit Vid Persak und Edgar Carballo werden die beiden um die Podiumsplätze fighten.

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Doch auch wenn die Saison jetzt startet, hat die wahre Arbeit für das Team schon viel länger begonnen. Genau davon erzählt die Dokumentation. Für die Fahrer geht es in der Saisonvorbereitung darum, die Form für starke Leistungen in den Rennen aufzubauen. Es geht darum, denn Mannschaftsgeist zu wecken. Und es geht darum, in Tests und Probefahrten das perfekte Setup für die Saison zu finden.

Der Wechsel in ein neues Team und damit auch zu neuem Material stellt dabei eine ganz besondere Herausforderung dar. Nur die intensive, gezielte Arbeit führt am Ende zur idealen Position auf dem Bike und dem schnellsten Setup im Kampf gegen die Uhr. Doch auch das Menschliche steht im Mittelpunkt. Denn es zählt nicht nur die Bestzeit im Sattel, sondern auch die gute, gemeinsame Zeit abseits des Sattels.

Martin Maes und Vid Persak greifen in der Enduro World Series mit dem Orbea Rallon an. Sie haben in der Saisonvorbereitung viel Zeit mit Testfahrten verbracht. Das Ziel: Die Bikes perfekt einzustellen, um jede Sekunde herauszukitzeln.

Auch Flo Espiñeira und Edgar Carballo waren fleißig. Die beiden treten mit dem Orbea Wild FS in der E-EWS an. Und sie wollen in den fünf Rennen um den Titel ganz vorne dabei sein.