TEST: Trek Slash 2021 – länger, flacher, doch auch schneller?

Trek Slash 2021

2016 wurde das letzte Trek Slash vorgestellt und ist ohnehin nicht erst seit damals eines der beliebtesten Bikes der Szene. Für das Modelljahr 2021 kommt das 29 Zoll Enduro der US-Brand mit einer Frischzellenkur vom Feinsten daher. Eine komplett modernisierte Geometrie, ein gänzlich neues Staufach unter dem Flaschenhalter und noch vieles mehr erwarten uns am Trek Slash 2021 – im Artikel bekommt ihr alle Infos und einen Eindruck, wie sich das Slash auf den Trails macht.

Die Neuheiten am Trek Slash 2021 auf einen Blick

Rein optisch fällt auf den Ersten Blick die Ähnlichkeit zum Vorgänger-Modell auf, doch der Eindruck täuscht: Von Laufradgröße und Einsatzbereich abgesehen hat sich quasi alles geändert. Neben der modernisierten Geometrie, auf die wir weiter unten genauer eingehen, sticht vor allem das Plus an Federweg ins Auge. 10mm mehr wurden dem Trek Slash 2021 spendiert und so entlockt der überarbeitete Thrushaft Dämpfer dem (ABP-)Hinterbau jetzt 160mm und an der Front arbeitet eine Gabel mit 170mm Federweg. Gänzlich neu ist auch das Staufach unter dem Trinkflaschenhalter, welches massig Raum bietet und die Herzen der Enduro-Piloten höher schlagen lässt. Hier gefällt besonders, dass das Fach bei den Alu- sowie den Carbon-Modellen Platz findet. Auch am Knock Block, der den Lenkeinschlag begrenzt, wurde gearbeitet und so sind jetzt 72° Lenkeinschlag möglich. Neben den genannten Änderungen wurde auch das Sitzrohr voluminöser und bietet nun Platz für stabilere Sattelstützen mit 34,9mm.

Trek Slash
Am Trek Slash finden sich zahlreiche Neuerungen wieder und es gilt für das Modelljahr 2021 vor allem eines: Länger, flacher und schneller.

Das Trek Slash 2021 im Detail

Das Trek Slash bleibt im Groben und Ganzen seiner Linie treu und das Vollgas-Enduro im Portfolio von Trek – jetzt eben moderner, aggressiver und noch mehr auf Abfahrt getrimmt. Wie alle Bikes bei Trek wurde auch am neuen Slash eng mit dem Rennteam und weiteren Athleten zusammengearbeitet, um es auch an härteste Bedingungen nahezu perfekt anzupassen. So entstand ein leistungsfähiger und ausgeklügelter Rahmen, der für alles gewappnet sein soll. Ähnlich wie beim Vorgänger setzt Trek auch bei der Neuauflage auf den bewährten ABP-Hinterbau, bei dem der hintere Drehpunkt direkt um die Achse des Hinterrades positioniert ist. Diese Technologie und etwas verschobene Drehpunkte, die unter anderem den Dämpfer optisch aggressiver nach vorne schauen lassen, sollen für einen noch bremsneutraleren Hinterbau sorgen. Glücklicherweise verabschiedet sich Trek von den Spezialdämpfern und setzt stattdessen auf einen angepassten Rock Shox Super Deluxe mit der bekannten Thrushaft-Technologie, der jetzt mit drei Lowspeed-Druckstufen-Einstellungen und nummerierten Klicks für den Rebound ausgestattet ist. Wer gerne einen anderen Dämpfer in das neue Slash bauen will, kann das mit Dämpfern mit dem Trunnion-Einbaumaß 230×62,5 tun, sollte das jedoch im Zweifelsfall mit dem Trek-Händler des Vertrauens klären.

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Die Führung der Leitungen erfolgt am Slash überwiegend im Rahmeninneren und so werden diese auf Höhe des Staufaches fixiert, verlassen den Rahmen knapp hinter dem Tretlager und sind von da an optisch schön außenverlegt. Ebenfalls gefällt der großzügig gewählte Kettenstrebenschutz, der weit nach vorne gezogen ist und so seinen Dienst mehr als ordentlich verrichten kann. Der Unterrohr-Protektor deckt ebenso alles ab und zieht sich über die gesamte Länge. Er besteht aus zwei Teilen und bei Bedarf kann das obere Teil abgenommen werden.

Dem Boost Standard von 148mm bleibt Trek treu und geht hier den Trend des Super Boost Plus-Standard nicht mit. Auch beim Tretlager gehen die Amis nicht den neuesten Trends hinterher, sondern verbauen ein geschraubtes BSA-Tretlager, was vor allem den Hobby-Mechanikern unter euch gefallen wird. Zu guter Letzt hat sich Trek neben dem dickeren 34,9mm Sitzrohr auch Gedanken um den Hub der jeweiligen Dropper Post gemacht und den Rahmengröße variierende Längen verpasst. In Größe S sind es 100mm Hub, bei M und M/L 150mm, in Größe L 170mm und in XL satte 200mm.

Geometrie des Trek Slash 2021

In der Geometrietabelle ist die Verjüngungskur sofort zu erkennen und so sind neben deutlich größeren Reach-Werten (in Größe L ein Plus von 33m auf amtliche 486mm) auch die meisten anderen Parameter weit vom Vorgänger entfernt. Zusätzlich lässt sich auch an der Geometrie etwas basteln, denn der bekannte Mino Link bleibt auch dem neuen Slash erhalten und ermöglicht die Modi High und Low. Dieser lässt zu, dass sich der Lenkwinkel zwischen 64,6° und extrem flachen 64,1° einstellen lässt, das Tretlager entweder 22mm oder 29mm abgesenkt wird und auch andere Werte werden dadurch beeinflusst. Wie auch der Sitzwinkel – dieser wurde im direkten Vergleich zum Vorgänger etwa 2° steiler und beträgt jetzt, je nach Stellung des Links, 75,5°oder 76,1°. Die Kettenstreben bleiben trotz des gut 30mm längeren Hauptrahmens weiterhin verhältnismäßig kurz und sind mit 435/437mm angegeben. Besonders gefällt uns an der Geometrietabelle, dass nun alle Modelle, ganz egal ob Alu oder Carbon, die Zwischengröße ML beinhalten und dem Rider mit jetzt fünf Rahmengrößen die Wahl erleichtert, wenn er zwischen zweien steht. Bereits vorweg können wir euch schon verraten, dass beim Slash die Wahl unserer Ansicht nach eher auf die kleinere Größe fallen wird. Wir haben euch alle Werte in eine Tabelle eingetragen – so könnt ihr euch ein genaues Bild der Geo machen.

 S (High)S (Low)M (High)M (Low)ML (High)ML (Low)L (High)L (Low)XL (High)XL (Low
Sitzrohrlänge395mm395mm420mm420mm435mm435mm450mm450mm500mm500mm
Oberrohrlänge584mm585mm600mm610mm628mm629mm647mm649mm683mm684mm
Steuerrohrlänge100mm100mm100mm100mm105mm105mm115mm115mm140mm140mm
Lenkwinkel64,6°64,1°64,6°64,1°64,6°64,1°64,6°64,1°64,4°64,1°
Sitzwinkel76,1°75,6°76,1°75,6°76,1°75,6°76,1°75,6°76,1°75,6°
Kettenstrebenlänge435mm437mm435mm437mm435mm437mm435mm437mm435mm437mm
Tretlagerhöhe352mm345mm352mm345mm352mm345mm352mm345mm352mm345mm
Radstand 1197mm1197mm1212mm1222mm1242mm1243mm1263mm1264mm1304mm1305mm
Reach 431mm425mm456mm450mm474mm469mm491mm486mm521mm516mm
Stack618mm621mm618mm622mm622mm626mm631mm635mm654mm658mm

Diese Trek Slash-Varianten erwarten euch 2021

Insgesamt gibt es das Trek in fünf Varianten, die in sich teilweise noch etwas variieren, wobei zwei davon mit Rahmen aus Aluminium kommen und die restlichen drei mit Carbonrahmen ausgestattet sind. Die günstigste Variante ist das Slash 7 für 3199€, welches mit Sram NX-Antrieb und Rock Shox Fahrwerk ausgestattet ist. Weiter geht`s im Portfolio mit dem Trek Slash 8 für 3699€, das wir zusätzlich zum eigentlichen Testbike für unseren Enduro-Gabel-Vergleichstest ergattern konnten. Diese Alu-Variante ist für uns im Slash-Sortiment der Preis/Leistungssieger und kommt mit Code R-Bremsen, GX-Antrieb und einem soliden Rock Shox-Fahrwerk, bestehend aus einer Lyrik RC und einem Super Deluxe Ultimate daher.

Im Gabel-Vergleichstest konnte uns das Slash 8 vollends überzeugen. Knapp 3500 Euro für eine grundsolide Ausstattung und Fahrspaß vom Allerfeinsten.

Carbon gibt es in der Slash-Palette ab 4699€ für das 9.7, das mit NX-Antrieb, Code-Bremsen und günstigem Fox-Fahrwerk ausgestattet ist. Für 6299€ gibt es das Slash 9.8, als Sram GX oder Shimano XT Variante mit Rock Shox Zeb Select an der Front.  Kommen wir zum High-End-Modell, dem Slash 9.9, welches wir ausgiebig Testen durften. Das Topmodell kommt mit dem edlen Sram X01, alternativ mit Shimano XTR-Antrieb, Rock Shox-Ultimate-Fahrwerk und Bontrager Carbon-Laufrädern. Kosten hierfür liegen bei 8999€. Zusätzlich lassen sich das Slash 9.8 und das Topmodell durch das Project-One-Konzept für einen Aufpreis individuell lackieren. Vom Einsteiger-Modell bis zum absolut fein ausgestatteten Edel-Bike findet sich also alles wieder und so sollte beinahe jeder ein zu ihm passendes Bike finden. Alles was ihr sonst ansonsten zur Variantenvielfalt des Slash wissen möchtet erfahrt ihr hier.

Die Ausstattung unseres Testbikes

Für unseren Test schickte uns Trek eine Large-Version des Trek Slash 9.9 XO1 zu. Die Bereifung, das könnt ihr auf den Bildern erkennen, ist bei unserem Test von Schwalbe. Wir haben nichts gegen die Bontrager Reifen, die funktionieren sehr gut. Leider hat ein Kollege vergessen die Reifen wieder zu tauschen und wir hatten nicht die Möglichkeit kurzfristig einen Rückbau vorzunehmen.

Das Fahrwerk kommt aus dem Hause Sram und ist vertreten durch eine Rock Shox ZEB Ultimate und einen Super Deluxe Ultimate Thrushaft-Dämpfer. Ebenfalls von Sram kommt der X01 Eagle-Antrieb und die Code RSC-Bremsen mit 200mm Scheiben vorne und 180mm hinten. Anders als am Serienbike rollt der Bontrager Line Elite 30 Carbon-Laufradsatz auf griffigen Schwalbe Reifen, statt den Bontrager SE4/SE5. Das restliche Ausstattungspaket kommt ebenfalls von der hauseigenen Marke Bontrager, vertreten durch das Line Pro Cockpit, die Line Elite Dropper mit 170mm Hub, den Arvada Sattel mit 138mm Breite und die XR Trail Pro Griffe. Das Gewicht des Testbikes liegt bei 14,62kg ohne Pedalen.

Ein breit gefächertes Testteam in der „Homebase“ am Geißkopf

Für einen aussagekräftigen Praxiseindruck ging es in die MTB-Zone am Geißkopf. Mit einem breit aufgestellten Team, mit völlig verschiedenen Hintergründen testeten wir an mehreren Tagen, bei verschiedenen Bedingungen, was das Zeug hielt und gingen mit dem Slash auf alle Strecken, die der Bikepark zu bieten hat. Zusätzlich waren einige Tester auf ihren Hometrails unterwegs fuhren es auf naturbelassenen, engen Singletrails.

Vom Tourenfahrer, über den Enduro-Racer bis hin zur Park-Rat war in unserem Testfeld alles vertreten.

Unser erster Eindruck

Eines stand bereits nach wenigen Momenten und ersten kleinen Parkplatz-Spielereien fest: Das Slash fällt ziemlich groß aus. Wir testeten im niedrigen Setting – also flacher Lenk- und Sitzwinkel und ein richtig tiefes Tretlager. In dieser Einstellung fühlten sich durchwegs alle Testfahrer schnell wohl und das passende SetUp war mit den empfohlenen Luftdrücken und SAG-Werten zwischen 25% und 30% zügig und ohne Probleme gefunden.

Auf ersten Metern bergauf wirkte die Position auf dem Rad zwar effizient, doch relativ gestreckt. In steilen Stücken hatten wir mit unserem Test-Bike in der Größe L teils kleinere Probleme genügend Druck auf das Vorderrad zu bringen – hier kann die Position des Sattels Abhilfe schaffen und generell für eine ausgewogenere Position in den Uphills sorgen. Trek bietet für alle, denen das L Modell zu groß und M zu klein ist noch eine Zwischengröße an. Auf langen Anstiegen überzeugte uns der Hinterbau schnell und auch ohne Griff in Richtung Dämpfer stellten wir bei einem ruhigen Tritt kein unangenehmes Wippen fest. Im Wiegetritt sieht das etwas anders aus, doch hat man immer noch die Möglichkeit zur Plattform zu greifen, was jedoch bei kürzeren Anstiegen meist wenig stattfand. trek slash

Ein stimmiger Mix aus Agilität und Laufruhe auf den Trails

Die Position des Fahrers auf dem Slash in den Downhills wirkte für uns von Anfang an extrem ausgewogen und ein gewisser Wohl- und Sicherheitsfaktor wurde schnell erreicht. Durch die zentrale Position im Stehen ging uns das Handling wirklich leicht und intuitiv von der Hand. Besonders auf Strecken mit rauem Untergrund fiel schnell das potente Fahrwer um den ABP-Hinterbau positiv auf und es fühlte sich beinahe an, als sauge sich das Bike am Boden fest. Feine Schläge filterte es gut heraus und es kam in nur ganz wenigen Fällen zu gröberen Schlägen auf die Handgelenke, was wohl auch an der steifen ZEB und dem kompletten Carbon-Paket an der Front gelegen ist. Generell stellte uns das Bike auf ausgewaschenen Strecken mehr als zufrieden, denn es punktete mit viel Laufruhe und auch wenn die Line weniger gut getroffen wurde waren immer genügend Reserven da oder das Vorderrad war schnell und einfach über das Hindernis gelupft. Durch einen aktiven Fahrstil konnten wir dem Bike noch einige Prozent herauskitzeln, denn erst dann zeigte es sein volles Potenzial.

Auf gebauten Strecken mit vielen Anliegern, Rollern und Tables gefiel uns besonders die Stellung im Federweg, da sie nicht zu hoch oder zu niedrig wirkte und das Bike genügend Gegenhalt bot. Doch hier und auf engeren Singletrails fiel der lange Hauptrahmen erstmals negativ aus. Es forderte beherztes Engagement des Fahrers um es durch schmale Kurven zu zirkeln und am besten noch Speed heraus zu generieren. Je weitläufiger die Strecken, desto wohler schien sich das Rad zu fühlen und sobald etwas Platz war, lud es auch zu der ein oder anderen Spielerei ein. Über Sprünge ging das Trek einfach und machte in der Luft eine souveräne Figur. Zwar benötigte es viel Kraft um es querzustellen doch flog es willig und vermittelte auch bei schrägen Landings genügend Sicherheit.

In der Luft braucht es einiges an Kraft das Rad ordentlich quer zu stellen, jedoch bietet es den Vorteil, das es sich auch bei unsanften Landungen nur schwer aus der Ruhe bringen lässt.
In Größe M fühlt sich das Slash 8 bei Körpergrößen um 1,80m beinah wie ein Slopestyle-Bike an.

An der Ausstattung unseres Testbikes gab es nur wenig auszusetzen und wir sind vor allem vom Fahrwerk mehr als überzeugt. Einzig und allein die Sram Code RSC stellten uns nicht wirklich zufrieden, denn besonders die Hinterbremse war mit den 180mm schnell überfordert. Ansonsten waren wir mit dem stimmigen Mix an Komponenten sehr zufrieden. Auch die Rahmenschoner und die Kettenführung verrichteten ihren Dienst einwandfrei, denn das Slash 2021 war zu jeder Zeit super leise und wir konnten uns ohne störende Geräusche voll auf den Ride konzentrieren.

Unser Fazit zum Trek Slash 2021

Es hat sich viel getan beim Trek Slash und es ist ein würdiger und verdammt schneller Nachfolger seines Vorgängers. Bis auf die Bremsen, beziehungsweise der Auslegung hinten, gibt es kaum was auszusetzen. Besonders Enduro-Piloten die einen aktiven Fahrstil bevorzugen und zwischen den Rennen gerne im Bikepark unterwegs sind ist das neue Slash eine echte Empfehlung.

Weitere Informationen und Fahrszenen findet ihr in unserem Test-Video zum Trek Slash 2021. Hier hat sich leider der Fehlerteufel eingeschlichen: Auch im Video geht es um das 9.9 XO1, nicht um das Fälschlicherweise ausgewiesene 9.8..

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E-Enduro – auch für EWS Racer – Orbea Wild 2023

E-Mountainbikes sind nicht jedermanns Sache, machen aber jedem Spaß, der mal eins ausprobiert hat… Aktuell stoßen sie verstärkt ins Race-Segment vor und mit der E-EWS gibt es eine passende Rennserie. Die Spanier von Orbea setzen eher Trends als das sie hinterherlaufen und so gibt es vom überarbeiteten E-Enduro „Wild“ auch eine Variante mit Bosch Race-Motor.

Das neue Orbea Wild 2023 behält seine sportlich-racige Grundcharakteristik, bekommt jedoch zahlreiche technische Upgrades – unter anderem mit dem Smart System und teilweise CX-R Motor – und viele Verbesserungen im Detail. Eigene Wege gehen die Spanier beim Thema Akkuintegration. Dieser ist beim neuen Wild nämlich fest im Unterrohr integriert. Verhältnismäßig lange hat man sich bei Orbea Zeit gelassen, um einen Nachfolger für das zuletzt im Modelljahr 2020 aktualisierte Wild zu präsentieren. Das warten dürfte sich jedoch für viele E-Mountainbiker gelohnt haben, denn das Orbea Wild 2023 zeigt einerseits, wie weit sich die Technik in dieser Zeit entwickelt hat und auch wie viel Erfahrung die Spanier seither sammeln konnten. Unter anderem auch in der EWS-E, wo Orbea-Athletin Flo Espiñeira auf dem „alten“ Wild den Titel einfuhr.

Orbea Wild 2023 – Leichter, steifer und somit auch geiler?

Neben technischen Upgrades stand eine Eigenschaft des neuen Orbea Wild ganz weit vorn im Lastenheft: Rahmensteifigkeit. Das ergibt aus mehrerlei Hinsicht Sinn. Durch ihr höheres Gewicht wirken auf E-MTBs während der Fahrt deutlich größere Kräfte als auf ihre unmotorisierten Pendants. Fehlt es dann an Steifigkeit, stellt sich ein schwammiges und eher unpräzises Fahrverhalten ein; gerade für Race E-MTBs wie das Orbea Wild, das auch in der EWS herhalten muss ein No-Go. Das bisherige Orbea Wild war rund 40% weniger steif als das analoge Enduro im Programm, das Rallon. Mit dem neuen Rahmen konnten die Spanier dieses nun sogar übertreffen und versprechen 50% mehr Steifigkeit im Vergleich zum Vorgänger – bei gleichzeitig geringem Gewicht: Der nackte Carbonrahmen des Orbea Wild 2023 bringt gerade einmal rund 2.700g auf die Waage, fast ein ganzes Kilogramm weniger als der Vorgänger. Komplett gibt es das Rad dann ab knapp über 20 Kilo.

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Zaubern kann jedoch auch das Entwicklungsteam von Orbea nicht – entsprechend war für dieses beeindruckende Verhältnis aus Steifigkeit und Gewicht ein durchaus schmerzhafter Kompromiss nötig. Der Akku des Bosch Systems ist hier nämlich fest verbaut und lässt sich nicht einfach zum Laden entnehmen. Laut Orbea hätte eine Klappe zur Entnahme des Energiespeichers die Steifigkeit um rund 70% reduziert. Angesichts dieser Zahlen also ein nachvollziehbarer Schritt; dennoch dürfte es für einige E-Mountainbiker ein K.O.-Kriterium sein. Beim Akku selbst bekommt man je nach Modell entweder 750 Wh oder 625 Wh. In beiden Fällen konnte man ihn recht tief im Unterrohr platzieren, was für eine ausgewogene Gewichtsverteilung und einen tiefen Schwerpunkt sorgt.

Vom Akku abgesehen bekommt man beim Antriebssystem volle Bosch-Power: Smart System mit Bosch Performance CX oder mit CX Race im Top-Modell. Beide liefern 85 Nm maximales Drehmoment, wobei sich die Race-Variante deutlich kräftiger anfühlt – wie wir in unserem Test selbst erfahren konnten. Bedient wird das System über die neue Mini Remote am Lenker und den System Controller im Oberrohr, so wie es sich für ein sportliches E-MTB auch gehört.

Auch vom Antriebssystem abgesehen bringt der Rahmen einige spannende Features und Detaillösungen mit: Das Sitzrohr verläuft gerade und ohne Durchbrüche im Inneren. So erhält man eine hohe Einstecktiefe für Sattelstützen, was es wiederum ermöglicht, lange Dropper Posts zu fahren – relativ unabhängig von der Rahmengröße bzw. höhe. Auch am Hinterbau selbst wurde gefeilt; verglichen mit dem Vorgänger ist dieser nun deutlich progressiver, stellt aber weiterhin 160 mm Federweg zu Verfügung. An der Front hat man die Wahl zwischen 160 oder 170 mm Federweg.

Orbea Wild 2023: Geometrie

Die Geometrie des Orbea Wild 2023 ist deutlich moderner geworden. Alle Modelle und Größen bauen nun auf 29 Zoll Laufräder und sind vor allem in der Länge bzw. beim Reach deutlich gewachsen. 480mm in Rahmengröße L ist kein extremer Wert, bietet aber eine gute Balance für verschiedene Anwendungsbereiche. Für mehr Laufruhe dürfte der flachere Lenkwinkel sorgen, während der steile Sitzwinkel in Kletterpassagen hilft. Interessant: Die Kettenstreben fallen mit 448 mm verhältnismäßig kurz aus.

RahmengrößeSMLXL
Sitzrohrlänge415415435460
Steuerrohrlänge110120130140
Tretlagerabsenkung25252525
Oberrohrlänge573595622649
Kettenstreben448448448448
Radstand1223124712771306
Steuerrohrwinkel64646464
Sitzrohrwinkel77,577,577,577,5
Stack621630639648
Reach435455480505

Modelle, Ausstattung und Preise

Insgesamt sieben Ausstattungsvarianten bietet Orbea vom neuen Wild 2023. Davon kommen drei mit einem Rahmen aus Aluminium, die sich preislich zwischen 5.699 Euro und 6.999 Euro bewegen. Gerade bei den beiden günstigeren Ausstattungsvarianten muss man einige Kompromisse bei den Komponenten machen. Das Alu-Topmodell kommt dann immerhin schon mit kräftigen Bremsen und einer Fox 38 Performance Gabel an der Front. Bei den Carbon-Varianten dürfte vielen E-Mountainbikern gerade bei den Top-Modellen M-Team und M-LTD das sprichwörtliche Wasser im Mund zusammenlaufen. Das Orbea Wild M-LTD kommt auch mit dem kürzlich vorgestellten Bosch CX Race Motor – zusammen mit einem Fox Factory Fahrwerk und Shimano XTR Komponenten werden hier knapp 12.000 Euro fällig. Beeindruckend ist das Gewicht: Orbea gibt hier echte 20,9 kg mit dem „kleinen“ 625 Wh Akku an.

Wie von den Spaniern gewohnt werden Käufern über das MyO Programm zahlreiche Individualisierungsoptionen geboten. Das reicht von einigen Komponenten wie Federgabel oder Reifen bis hin zur Rahmenfarbe (bei den Carbon-Modellen). So kann man sich bereits ab Werk ein wirklich individuell abgestimmtes und gestaltetes E-MTB zusammenklicken.

Orbea Wild H30Orbea Wild H20Orbea Wild H10Orbea Wild M20Orbea Wild M10Orbea Wild M-TeamOrbea Wild M-LTD

Rahmen: Orbea Wild Hydro Alloy
Motor: Bosch Performance CX Gen4
Akku: Bosch Powertube 625
Fahrwerk: RockShox 35 Silver TK / Fox Float DPS Performance
Schaltung: Shimano Deore/XT 12-fach
Bremsen: Shimano MT410

Preis: 5.699 Euro

Rahmen: Orbea Wild Hydro Alloy
Motor: Bosch Performance CX Gen4
Akku: Bosch Powertube 750
Fahrwerk: RockShox 35 Silver TK / Fox Float X Performance
Schaltung: Shimano Deore/XT 12-fach
Bremsen: Sram DB8

Preis: 6.199 Euro

Rahmen: Orbea Wild Hydro Alloy
Motor: Bosch Performance CX Gen4
Akku: Bosch Powertube 750
Fahrwerk: Fox 38 Float Performance
Schaltung: Shimano Deore/XT 12-fach
Bremsen: Shimano M6120

Preis: 6.999 Euro

Rahmen: Orbea Wild Carbon
Motor: Bosch Performance CX Gen4
Akku: Bosch Powertube 750
Fahrwerk: RockShox 35 Silver TK / Fox Float DPS Performance
Schaltung: Shimano Deore/XT 12-fach
Bremsen: Sram DB8

Preis: 7.299 Euro

Rahmen: Orbea Wild Carbon
Motor: Bosch Performance CX Gen4
Akku: Bosch Powertube 750
Fahrwerk: Fox 38 Float Performance / Fox Float X Performance
Schaltung: Shimano SLX/XT 12-fach
Bremsen: Shimano M6120

Preis: 8.399 Euro

Rahmen: Orbea Wild Carbon
Motor: Bosch Performance CX Gen4
Akku: Bosch Powertube 750
Fahrwerk: Fox 38 Float Factory Grip2 / Fox Float X2 Factory
Schaltung: Shimano XT 12-fach
Bremsen: Shimano XT M8120

Preis: 9.499 Euro

Rahmen: Orbea Wild Carbon
Motor: Bosch Performance CX Race
Akku: Bosch Powertube 750
Fahrwerk: Fox 38 Float Factory Grip2 / Fox Float X2 Factory
Schaltung: Shimano XTR 12-fach
Bremsen: Shimano XTR 9120

Preis: 11.999 Euro

 

Web

www.orbea.com

Die neue elektrische Magura Vyron MDS-V3 Vario Sattelstütze

Vor knapp sechs Jahren präsentierte Magura die ersten elektronisch gesteuerter Fahrradkomponenten der Marke. Die Magura Vyron Sattelstütze war die erste mit Funkfernbedienung ausgestattete Vario-Sattelstütze auf dem Markt und geht nun in die dritte Evolutionsstufe. Dabei soll die Vyron von Grund auf neu entwickelt wurden sein und will hinsichtlich Bedienlogik, Widerstandsfähigkeit und Schnelligkeit neue Maßstäbe setzen.

Sowohl Sattelstütze als auch Remote wurden von Grund auf neu entwickelt. Analog zum Schalthebel auf der rechten Seite ist die Remote der Vyron MDS-V3 ergonomisch an der Lenkerunterseite platziert. Der Hebel ist einfach mit einer kleinen Daumenbewegung erreichbar und kann optional mit der MAGURA Shiftmix-Schelle direkt am Bremsgriff montiert werden. Ein Schutzring aus Aluminium soll für hohe Widerstandsfähigkeit bei Stößen oder Stürzen sorgen.

Die Kommunikation zwischen Remote und Sattelstütze soll laut Magura blitzschnell und verzögerungsfrei per Bluetooth erfolgen, während die Bedienlogik der neuen Vyron MDS-V3 jener von konventionellen, kabelgebundenen Sattelstützen entspricht: solange der Bedienhebel an der Remote betätigt wird, kann die Sattelstütze verstellt werden.

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Matsch, Feuchtigkeit und Schmutz sind Feinde jeder Elektronik. Um die Steuereinheit zu schützen, verzichtet die neue Vyron MDS-V3 auf eine Ladebuchse und setzt stattdessen auf einen gedichteten Elektronikdeckel. Für die Energieversorgung kommt eine austauschbare CR2 Lithiumbatterie mit einer Lebensdauer von mindestens einem Jahr zum Einsatz. Dank des neuen Batteriekonzepts ist die neue VYRON IP67-zertifiziert und überlebt so selbst kurze Tauchgänge – und damit auch die härtesten Tage auf dem Trail.

Magura Vyron

Magura Vyron: Neue Hydraulik für mehr Schnelligkeit

Auch die Hydraulik im Inneren ist kompromisslos auf Geschwindigkeit ausgelegt. Das komplett neu entwickelte Innenleben der Stütze sowie der neue, schnellere Stellmotor soll einen optimalen Ölfluss zwischen den Kammern ermöglichen. Das Ergebnis ist eine blitzschnelle Absenkung der Stütze, wenn es drauf ankommt.
Die Magura MDS-V3 ist in zwei Durchmessern und vier verschiedenen Hubvarianten (100 mm, 125 mm, 150 mm & 175 mm) erhältlich. Durch den Wechsel des Tauchrohrbodens kann der Hub der Sattelstütze mit geringem Aufwand angepasst werden: von 175 auf 150 mm und von 125 auf 100 mm. Das spart Kosten, erhöht die Flexibilität und sorgt dafür, dass die VYRON schnell und einfach an andere Fahrräder montiert werden kann.

Magura Vyron

Preis, Verkaufsstart, Service

Der UVP der Magura Vyron MDS-V3 liegt bei 579,90€ (inkl. 19% dt. MwSt). Sie ist ab dem 21. November im Fahrradfachhandel bestellbar und wird voraussichtlich ab Dezember ausgeliefert. Verkaufsstart ausschließlich in Europa. Bis zum 28.02.2023 können die ersten 1000 Kunden ihre VYRON auf www.magura-vyron.com für einen kostenfreien Intervallservice im Wert von 139 € registrieren. Der Servicetermin ist frei wählbar und wird nach ca. einer Saison Nutzung empfohlen.

Magura Vyron: Technische Details:

• Material: Aluminium
• Länge: 396 / 421 / 446 mm / 471 mm (je nach Hubvariante)
• Verstellbereich: 100 mm / 125 mm / 150 mm / 175 mm
• Traveloption: von 175 auf 150 mm / von 125 auf 100 mm (und entgegengesetzt)
• Mindesteinstecktiefe: 120 mm
• Sitzposition: 0 mm Setback
• Batterie: austauschbar | CR2 in Sattelstütze, CR2032 in Remote
• Batterielaufzeit: ca. einem Jahr Einsatz
• Fernbedienung: Wireless Remote Control
• Montage: kompatibel mit einzelner Klemmschelle, MAGURA Shiftmix & SRAM Matchmaker
• Dichtigkeit: IP67 Zertifizierung (staubdicht und Schutz vor zeitweiligem Untertauchen)
• Gewicht: 700 g (Sattelstütze) / 40 g (Remote) ; Angaben +/- 5%; ohne Batterien
• UVP: 579,90 € (inkl. 19% dt. MwSt) / 492,92 GBP

Magura Vyron

Was unterscheidet die VYRON von ihrem Vorgänger?

Magura – Alles. Die neue VYRON wurde von Grund auf neu entwickelt. Sie bietet ein komplett neues Innenleben, neue Elektronik und eine neu entwickelte, ergonomische Remote. Besonders spürbar ist der Wechsel von der ANT+ Funktechnologie auf blitzschnelles Bluetooth für eine intuitivere Bedienlogik. Die Dauer des Daumendrucks bestimmt nämlich, wie lange die Sattelstutze verstellt werden kann, wodurch man als Fahrer nicht mehr auf ein festes Zeitintervall des Stellmotors angewiesen ist. Und das mit bis zu 175 mm Hub.

Die neue VYRON soll besonders widerstandsfähig sein. Was wurde unternommen, um die neue VYRON besonders haltbar zu konstruieren?

Wasser und Schmutz sind Feinde jeder Elektronik. Um den Stützenkopf der neuen VYRON effektiv vor Dreck und Wasser zu schützen, verzichtet sie auf eine Ladebuchse und setzt stattdessen auf eine austauschbare CR2 Lithiumbatterie und einen gedichteten, verschraubten Batteriedeckel. Entsprechend ihrer IP67-Zertifizierung überlebt sie so auch kurze Tauchgänge.

Weitere Informationen findet ihr unter: www.magura.de

TEST: Patagonia Dirt Roamer Storm – Nachhaltige und stylische MTB-Regenbekleidung

Stylisch, bequem, regenresistent und recycelt – das ist die neue Patagonia Dirt Roamer Storm Mountainbike Kollektion. Passend zur nassen und kalten Jahreszeit konnten wir Jacke und Hose auf unseren Hometrails testen und waren nicht nur von der Optik begeistert. 

Wer sich mit Outdoor-Marken und Modetrends befasst, wird mit Sicherheit schon mehrfach über das berühmte Logo mit den Bergen und dem weißen Schriftzug gestolpert sein. Patagonia macht sich schon seit Jahren einen Namen in der Branche und ist ein Aushängeschild für nachhaltige Produktion und funktionelle Bekleidung.

Patagonia begann mit der Idee des Gründers Yvon Chouinard bessere Kletterausrüstung zu besitzen. So startete die Marke mit Karabinern, Haken und weiterer Ausrüstung unter dem Namen Chouinard Equipment. Seine innovativen Ideen sorgten dafür, dass er neue Bekleidung für den Sport produzierte und nach einer Reise nach Patagonien einen neuen Namen für sein Brand fand.

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Knapp 50 Jahre nach der Gründung ist nun eine weitere Sportart in das Patagonia Sortiment dazugestoßen. Mountainbike Bekleidung für Männer und Frauen ist nun auch erhältlich. Natürlich funktionell, nachhaltig und stylisch.

Patagonia Dirt Roamer – Key Facts:

  • Elastisches, 3-lagiges 119 g/m², 40-Denier Glattgewebe aus 100% Recycling-Nylon mit weicher Innenseite aus Polyestergestrick und einer PFC-freien DWR Imprägnierung (dauerhaft wasserabweisend ohne perfluorierte Chemikalien)
  • Hergestellt in Vietnam
  • Fair Trade Certified™-konfektioniert
  • Größen: XS-XXL
  • Gewicht (Größe XXL): Jacke: 400g , Hose: 380g
  • Preis: Jacke: 320Euro , Hose: 290Euro

Patagonia Dirt Roamer

68% unserer Stoffe diese Saison werden aus recycelten Materialien hergestellt. Weniger als 10% der weltweit produzierten Fasern werden aus recycelten Materialien hergestellt. – Patagonia

Optik und Features

Uns wurde die neue Dirt Roamer Kollektion zur Verfügung gestellt. Diese besteht aus einer Jacke und einer Hose, die in jeweils zwei Farben erhältlich sind. Natürlich haben wir uns für die schwarzen Varianten entschieden. Damit macht man einfach nie was falsch. Wer mag, kann die Jacke in Blau und die Hose in Grün erwerben.

Patagonia Dirt Roamer

Wir haben die Hose und Jacke in XXL bestellt, da ich etwas größer bin. Die Jacke hat mir bei meiner Körpergröße von 1.86m auch perfekt gepasst und bietet an kalten Tagen ausreichend Platz für einen dicken Pulli. Die Hose fällt jedoch etwas größer aus. Nicht nur an der Hüfte sondern auch in der Länge hatten wir etwas zu viel Stoff. Da sich die Regenhose aber mit einem Zug am Bund enger ziehen lässt, hat sie dann doch recht gut gesessen und ist bei der Abfahrt nicht verrutscht.

Wenn es mal zu warm in den Klamotten ist, kann man leicht die großen Lüftungsschlitze an der Seite der Jacke öffnen und den 3/4 Reißverschluss am Kragen öffnen. Der Vorteil dieses 3/4 Zippers ist, dass während der Fahrt keine groben Ausbeulungen am Bauch entstehen was bei durchgehenden Verschlüssen oft der Fall ist. Die Hose besitzt zwei Taschen, die auch als Lüftung dienen und einen Reißverschluss am Hosenbund, der sich weit öffnen lässt. Somit kann man den Beinen etwas Luft gönnen, oder die Knieschoner nach einem schwitzigen Anstieg anziehen ohne sich im Regen ausziehen zu müssen.

Was die Taschen der Hose angeht, waren wir etwas von der Anordnung verwirrt. Diese sitzen nämlich etwas zu weit an der Seite wodurch zum Beispiel das Smartphone etwas seltsam am Bein sitzt. Die Jacke verfügt dafür über eine recht große Tasche am Rücken wo Handschuhe, Tools, Snack und die Liftkarte locker Platz finden.

Wichtig ist an einer Regenjacke auch eine große Kapuze unter der ein Helm oder sogar ein Fullface Platz findet. Das ist hier ebenfalls kein Problem. Am Hinterkopf befindet sich noch eine Kordel mit der wir die weite der Kapuze an unseren Helm anpassen können damit diese während der Fahrt nicht verrutscht.

Die Dirt Roamer lässt sich leicht in ihre eigene Rückentasche verstauen. Wer die Jacke auf seine Touren mitnehmen mag, wird sich über das kleine Packmaß freuen. Zwar passt sie nicht in die Swat Box eines Specialized Rahmens, findet aber Platz im Flaschenhalter oder im Rucksack.

Patagonia Dirt Roamer

Material und Verarbeitung

Das strapazierfähige 3-lagige H2No Performance Standard-Shell ist laut Hersteller wasserdicht, atmungsaktiv, dehnbar und recycelt; Eine feuchtigkeitsableitende, weich gestrickte Rückseite beseitigt Feuchtigkeit auf der Haut. Das können wir auch zum Großteil bestätigen. Wir waren bei Regen und schlechtem Wetter auf den Trails, haben die Jacke zum Commuten angehabt und wurden nie nass. Die Atmungsfähigkeit bei wasserdichten Jacken ist immer mit etwas Vorsicht zu genießen – denn wie atmungsaktiv kann etwas sein, das nichts hinein lässt. Spätestens wenn die Jacke nass und die Poren damit verschlossen sind, sinkt die Atmungsaktivität deutlich. Dementsprechend sollte man auch bei der Patagonia Dirt Roamer Storm Kollektion ein bisschen mehr Deo auftragen und bei wärmeren Temperaturen die großzügig geschnittenen Lüftungsschlitze öffnen.

Was uns auch gefallen hat, ist die Geruchsneutralität der Jacke. Regenjacken mögen es nicht wenn man sie zu oft wäscht, was aber bei Sportswear nicht unbedingt einfach ist. Die Dirt Roamer nehmen aber kaum Geruch auf und riechen nach etwas Lüften fast wieder frisch. Auch der Dreck lässt sich leicht abbürsten.

Da der Mountainbike Sport nicht immer Unfallfrei ausgeht hat die Patagonia Dirt Roamer Jacke abriebfeste Verstärkungen an Unterarmen, Schultern und an dem verlängerten hinteren Saum. Letzterer schützt auch extrem gut vor Spitzwasser und ist vergleichsweise tief geschnitten.

Welche Materialien werden für die Bekleidung genau verwendet? Patagonia setzt auf die H2NO Performance Standard-Shell. Diese besteht aus einem 3-lagigen 3,5-oz-40-Denier-Stretch-Leinwandgewebe aus 100 % recyceltem Nylon mit einem weichen, recycelten Polyester-Strickrücken und einer PFC-freien DWR-Imprägnierung. Welche als dauerhafte wasserabweisende Beschichtung, die keine perfluorierten Chemikalien enthält, beworben wird.

Im Rahmen unserer Partnerschaft mit Fair Trade USA stellt Patagonia schon seit 2014 Fair Trade-zertifizierte Bekleidung her. Wir sind sehr stolz, dass wir mittlerweile mehr Fair Trade-zertifizierte Modelle anbieten als jedes andere Bekleidungsunternehmen. Bis dato konnten mehr als 50.000 Arbeiterinnen und Arbeiter in 10 Ländern auf der ganzen Welt von diesem Programm profitieren. – Patagonia

In diesem Jahr hat es Patagonia geschafft, dass 85% des Nylon-Anteils in ihrer Ausrüstung recycelt ist. Obendrauf ist die Produktion Fair-Trade Zertifiziert. Für jedes gekaufte Produkt mit Fair-Trade Zertifikat zahlt Patagonia eine Prämie.

Die Dirt Roamer Regenjacke und Hose werdem in Vietnam hergestellt.

Patagonia Dirt Roamer

Im Einsatz

Schon beim Auspacken fällt auf, dass die zwei Produkte ziemlich leicht sind und sich recht dünn aber trotzdem stabil anfühlen. Das Material verfügt über einen angenehmen Stretch und die Arme der Jacke sind nicht zu weit geschnitten. Bei der ersten Auffahrt zum Trail Einstieg wurde nur schnell klar, dass die die Seiten geöffnet werden müssen um etwas Luft hinein zu lassen. Auch den 3/4 Zipper an der Front kann man mit dem zweiten Verschluss öffnen um mehr Luft in die Jacke zu lassen. Im Sommer dürfte die Jacke tatsächlich etwas zu warm sein, an kalten Herbsttagen ist sie jedoch perfekt und im Winter sollte man mit den richtigen Layern auch ausreichend vor Kälte geschützt bleiben.

Der sehr tief gezogene Rücken bietet übrigens extrem viel Schutz vor Spitzwasser und Dreck. Ich habe die Jacke fast täglich auf meinem Arbeitsweg an und meine Jeans wird dank des tiefen Hecks der Jacke so gut wie gar nicht nass.

Was auch positiv aufgefallen ist, sind die eng verschließbaren Bünde am Handgelenk. Der großzügig geschnittene Klettverschluss ermöglicht einen engen Sitz wodurch kein Fahrtwind in die Jacke bläst und die Jacke sich unangenehm aufbläht. Man will ja gut aussehen. Lediglich die Kapuze macht im Fahrtwind was sie will, wer mag kann diese aber mit dem Bund am Hinterkopf etwas enger ziehen, damit diese weniger Angriffsfläche für den Wind bietet.

Wenn es mal stärker regnet, machen die Hose und die Jacke ihren Job ausgezeichnet. Das Wasser perlt gut ab und Dreck und Matsch lassen sich leicht abspülen. Auch die Hose überzeugt. Wir hatten ausreichend Platz für etwas größere Downhill Knieschoner. Dadurch war der Kniebereich nicht so stark unter Spannung was nicht zu einer erhöhten Belastung der Nähte geführt hat. Andere enger geschnittene Regenhosen haben nämlich das Problem, dass sie zu sehr spannen und dadurch an den Nähten leicht undicht werden. Das war hier nicht der Fall.

Jedoch muss der weite Look der Hose gefallen. Wobei hier im Gegenzug zu der Jacke wahrscheinlich eher die Funktion über der Optik steht. Die Jacke hingegen tragen wir auch im Alltag.

Kommen wir zu einem weiteren wichtigen Thema. Wie stabil ist das 3-lagige Material. Um ehrlich zu sein bin ich nicht einmal so richtig mit der Jacke gestürzt. Einmal bin ich am Baum hängen geblieben, was absolut keine Spuren hinterlassen hat und einmal bin ich in der Luft ausgeklickt und mit dem Hintern auf dem Hinterrad gelandet was ein kleines Loch zur Folge hatte. Dieses Loch geht aber nur durch die erste Schicht der Jacke und ist kleiner als ein Speichennippel.

Ist der Preis gerechtfertigt?

Natürlich gibt es wesentlich günstigere Alternativen. Aber vergleichen wir die Jacke und Hose mit der Konkurrenz von POC oder Rapha ist der Preis nicht mehr ganz so utopisch. Obendrauf kommt noch die nachhaltige Produktion und das Fair-Trade Siegel. Und wenn ich mich mal zurückerinnere, wie viele Regenjacken ich in meinem Leben hatte, die nach zweimal Waschen nicht mehr dicht waren, dann würde ich im Nachhinein lieber einmal viel ausgeben und wäre happy. Wie heißt es so schön – You get what you pay for. Trotzdem ist und bleibt es ein Haufen Geld.

Fazit

Fair-Trade, recycelte Materialen und Wasserdicht klingt für Regenbekleidung perfekt. Obendrauf muss sie noch stylisch aussehen, gut sitzen und funktionell sein. Patagonia erfüllt all diese Aspekte und bietet zusätzlich eine Menge Komfort und ein tolles Marken-Image. Natürlich ist der Preis etwas höher, jedoch lohnt sich die Investition. Hier bekommt man genau das was man bezahlt. Hohe Qualität und eine wasserdichte Regenbekleidung.

Patagonia Dirt Roamer

Fotos: Paul Kopp

Bike: Marin Rift Zone Alu 2023

Weitere Klamotten: Crankbrothers Mallet Schuhe, Troy Lee Designs A3 Helm

Video: Smooth und sytlisch – Rise – Kaidan Ingersoll

Ein Mountainbike Edit muss Bock auf Radfahren machen und genau das schafft das neue Commencal Video mit Kaidan Ingersoll. Hier gibts super stylische Freeride Action vom feinsten.

„I am incredibly thankful for the opportunity to film my first mountain bike edit with the COMMENCAL team. I have always felt such amazing support from this company and love how much passion they have for the sport. My mission with this video was to try and create an edit that’s as action-packed as possible, giving the audience an idea of what can be done on the COMMENCAL FRS. I chose the FRS because my style of riding caters more towards the freeride discipline and I feel as though there’s no better bike for it. The FRS is perfect for all types of riding, whether that’s ripping technical terrain, flowy jumps, or even sending big tricks.“ – Kaidan Ingersoll.

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Gewinne: 3 Fabio Wibmer Crankbrothers Pedale, 3 Shirts und 3 Autogrammkarten – Mach mit!

^Vor wenigen Wochen wurden die neuen Crankbrothers Fabio Wibmer Pedale vorgestellt. Passend zum Release seines neuen Edits verlosen wir gleich drei paar dieser Flatpedals, plus drei Fabio Sick Series Shirts und drei Autogramme. Also falls ihr für Weihnachten noch ein cooles Geschenk braucht, oder selbst Fans seid, seid ihr hier richtig.

Was ursprünglich als Downhill Karriere begann, entwickelte sich schnell zu einer der größten Mountainbike-Youtube-Karriere aller Zeiten. Fabio Wibmer präsentiert schon seit 2008 Videos von seinen Reisen und Stunts und hat sich damit eine der erfolgreichsten Karrieren des Sports aufgebaut. Der Österreicher hat mittlerweile über 7 Millionen Follower auf Youtub, mehr als 1 Milliarden Aufrufe und ist nicht nur in der Szene bekannt. Mit seinem neusten Edit „Video Game“ hat er es auch wieder ins Fernsehen geschafft und in wenigen Tagen fast 2 Millionen Aufrufe generiert.

Zusammen mit seinem Partner Crankbrothers gibts nun eine limitierte Fabio Wibmer Stamp 7 Flat Pedal Edition. Für ausreichend Grip auf der nächsten Street oder Bike Park Session sorgen die 10 Pins pro Seite die auf den doppelt eloxierten Stamps mit Laser Gravur verschraubt sind.

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Stamp 7 Facts:

    • Doppelt eloxierte, lasergeätzte Oberfläche
    • Optimierte Oberfläche
    • Dünnes Profil 11mm – 13mm
    • Konkave Plattform für sicheren Stand
    • 10 verstellbare Pins pro Seite
    • Premium Lager & Dichtungssystem
    • Schmieranschluss für einfache Wartung

Wer viel auf dem Mountainbike unterwegs ist, hat bestimmt schon auf den Stamps gestanden. Die Pedal haben sich mehr als nur in der Szene etabliert und bieten mit der gekonnten Kombination aus griffigen Pins und großer Auflagefläche.

Fabio Wibmer Gewinnspiel

Gewinne: 3 Fabio Wibmer Crankbrothers Pedale, 3 Shirts und 3 Autogrammkarten

Um an der Verlosung teilzunehmen, beantworte einfach nachfolgende Gewinnspiel-Frage. Viel Glück!

Rechtliches zur  Verlosung:
Deine Mailadresse wird nur bis zum Abschluss der Verlosung gespeichert und anschließend gelöscht – außer Du meldest dich für den Velomotion und Gravity Newsletter an. Doch auch in diesem Fall werden keinerlei persönliche Daten gespeichert. Mailadressen oder sonstige Daten werden nicht an Dritte weitergegeben.
Das Einverständnis zum Velomotion und Gravity Newsletter kann jederzeit widerrufen werden. Die Teilnahme an der Verlosung ist nicht von deinem Einverständnis zum Newsletter abhängig. Du erhältst eine E-Mail zur Verifizierung deiner E-Mailadresse.
Der Gewinner wird von uns via E-Mail benachrichtigt und muss innerhalb von zehn Tagen antworten, ob der Gewinn angenommen wird. Andernfalls wird ein Ersatzgewinner gezogen. Teilnehmen darf jeder, der 18 Jahre und älter ist. Mitglieder der Redaktion sowie deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Aus technischen Gründen kann die Auslieferung des Gewinns nur an eine Adresse innerhalb von Deutschland oder Österreich erfolgen. Im Falle einer nötigen Ausfuhr aus der EU hat der Gewinner das Produkt selbst zu verzollen.
Wenn du Fragen hast, dann sende uns einfach eine E-Mail an redaktion@velomotion.de

Teilnahmeschluss ist der 12. Dezember 2022

TEST: Marin Rift Zone – Extrem viel Spaß für einen fairen Preis!

Made for Fun lautet die Devise. Marin geht mit dem Rift Zone in die nächste Runde und verpasst dem bewährten Trail-Bike ein komplettes Face Lift. Es gibt einen neuen Rahmen, mehr Federweg und eine überarbeitete Fahrwerks-Performance. Was das Spaß-Trail-Bike wirklich kann und wo es seine Grenzen hat, erfahrt ihr hier.

Die Marke aus dem namengebenden Marin County in Kalifornien hat sich in den letzten Jahren einen Namen in der Szene gemacht. Athleten wie Matt Jones, Mark Matthews und viele mehr haben bewiesen, dass man nicht unbedingt viel Federweg braucht um viel Spaß in der Luft und auf technischen Trails zu haben.

Auch das neue Rift Zone hat uns das bewiesen und uns mit seinen 140mm an der Front und 130mm Federweg am Heck ein fettes Grinsen ins Gesicht gezaubert. Während der Vorgänger noch etwas weniger Travel am Heck besaß gibts hier jetzt in allen Modellen 10mm mehr. Selbst die Kids Varianten sind nun mit 140/130mm unterwegs.

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Marin Rift Zone

Optik und Features

Auf den ersten Blick fällt direkt das schlanke Rahmendesign auf. Das Oberrohr und der Hinterbau sind schlicht gehalten und wirken recht dünn. Was aber in diesem Fall keinen erhöhten Flex bedeutet. Was auch auffällt sind die dezenten Schweißnähte.

Die Züge und Leitungen sind im Rahmen verlegt und machen während der Fahrt keinerlei Geräusche. Obendrauf gibts einen soliden Kettenstrebenschutz an Ketten- und Sitzstrebe und einen Flaschenmount auf dem Unterrohr.

Was uns an den Marin Bikes immer gefällt sind die Decals. Die Plakette am Steuersatz ist schön vom Rahmen abgesetzt und sieht gut aus. Des weiteren gibt es das Marken Logo am Unterrohr und viele kleine Details wie die Modellbezeichnung und das Made For Fun Motto.

Marin Rift Zone

Geometrie

Marin wird länger. Uns wurde das Rift Zone 29 in XL zur Verfügung gestellt. Dieser Rahmen kommt auf einen Reach von 515mm was recht lang ist, dem Trail-Bike aber sehr gut steht. Den „Fun“ bringt die kurze 430mm Kettenstrebe mit ins Spiel. Das mag auf dem Papier zwar etwas unausgewogen wirken, da das Verhältnis der langen Front zum kurzen Heck nicht ganz passt, funktioniert aber auf flowigen Strecken ziemlich gut. Dazu aber später mehr.

Der Lenkwinkel liegt übrigens bei 65,5° was auch in steilen Passagen Sicherheit bietet. Geht es bergauf sorgt der steile Sitzwinkel von 77° für eine tolle Kraftübertragung und eine angenehme Sitzposition.

ModelHeadtube AngleSeattube AngleBB HeightWheelbaseChainstay (mm)StackReachCrank Length
Alloy 29 1, 2, XRS65.5773431170430623.6435170
M65.5773431205.1430628.2460170
L65.577343G101234.4430637.3485170
XL65.5773431266.3430641.8515170
Alloy 27.5 1XS65.5773391147.8430569.1415170
S65.5773391164.8430600.7430170
M65.5773391186.9430605.2450170
L65.5773391208.9430609.8470170
XL65.5773391241430614.3500170
Alloy 27.5 2S65.5773391164.8430600.7430170
M65.5773391186.9430605.2450170
L65.5773391208.9430609.8470170
XL65.5773391241430614.3500170
Alloy 27.5 XRS65.5773391164.8430600.7430170
M65.5773391186.9430605.2450170
L65.5773391208.9430609.8470170
XL65.5773391241430614.3500

Komponenten und Ausstattung

Das uns zur Verfügung gestellte Marin Rift Zone kam in der 29″ XR Variante die für 4.399 Euro erhältlich ist. Für diesen Preis bekommt man eine Marzocchi Bomber Z1 29″ Gabel und einen Fox Float X, Performance Series Dämpfer die ihren Job echt gut machen.

Schalt- und Bremskomponenten kommen aus dem Hause Shimano. Die 12- Fach Shimano Gruppe läuft tadellos und bietet mit dem SLX Hebel ein knackiges Schalten. Auch die BR-MT420 Bremsen verrichten ihre Arbeit sehr gut. An der Front gibt es sogar 203mm Scheiben und am Heck 180mm. Natürlich gibt es bei hohen Geschwindigkeiten und starkem Gefälle Shimano Bremsen die etwas mehr Power haben. Wir konnten uns über die Performance auf unseren Home Trails und etwas höherem Fahrergewicht nicht beschweren. Aber…

Was sich Marin beim verbauen dieser Bremshebel gedacht hat, ist uns nicht so ganz klar geworden. Die Ergonomie der Zwei-Finger Hebel ist defintitiv nichts für erfahrene Shredder. Wir haben die Bremsen sehr weit vom Griff entfernen müssen damit wir uns beim bremsen nicht die Finger zwischen Hebel und Griff geklemmt haben und somit die BR-MT420 überhaupt nutzen zu können. Da würden wir allen ein Upgrade auf einen sportlicheren Hebel empfehlen.

Ansonsten verbauen die Kalifornier*innen einige Komponenten aus dem eigenen Hause. Der Sattel, Lenker, Griffe, Felgen und viele weitere Komponenten sind von Marin und bieten viel Komfort und halten einiges aus. Wir haben nach einigen Fahrten nur den Lenker und die Griffe ausgetauscht um das Bike etwas an unsere Vorlieben anzupassen um uns mehr auf das Fahrgefühl konzentrieren zu können.

Richtig gut finden wir auch die TranzX Vario-Stütze. Diese kommt in der Rahmengröße XL mit 200mm Hub. Somit haben auch große Fahrer die Möglichkeit den Sattel bei der Abfahrt schön weit nach unten zu versenken.

Rift Zone 29 XR 3499€Rift Zone 29 2 2599€Rift Zone 29 1 1999€Rift Zone 27.5 XR 3499€Rift Zone 27.5 2 2599€Rift Zone 27.5 1 1999€Rift Zone Jr. 24 1999€ Rift Zone 26 1999€

FrameAll New Series 3 6061 Aluminum Frame, 29” Wheels, 130mm Travel, MultiTrac Suspension Platform, 148x12mm Boost Thru-Axle, 73mm Threaded BB w/ ISCG05 Tabs
Front SuspensionMarzocchi Bomber Z1 29", Rail Damper with Sweep Adjustment, 140mm Travel, Kabolt Bolt-On Axle, 44mm Offset
Rear SuspensionFox Float X, Performance Series, EVOL Air Spring, Climb Switch, Rebound Adjustment, Custom Tune, 210x50mm, M8x30mm Top, M8x25mm Bottom
RimMarin Aluminum Double Wall, 29mm Inner, Sleeved Joint, Disc Specific, Tubeless Compatible
Hub RearForged Alloy, 148x12mm, Quad Sealed Bearings, Disc, 32H, Standard Freehub Body
Hub FrontForged Alloy, 110x15mm, Disc, 32H
SpokesC714g Black Stainless Steel
TiresMaxxis Assegai, 29x2.5", MAXX TERAA, EXO, Tubeless Compatible
Derailleur RearShimano XT, 12-Speed, SGS
Derailleur Front-
Shift LeverShimano SLX, 12-Speed, SL-7100R
CranksetFSA GRID, Modular 1x, 32T Direct Mount Chainring, MegaTooth Technology, Mego EXO Spindle, Boost Spacing
Bottom BracketMego EXO 73mm BSA
ChainKMC X-12 Silver and Black
CassetteShimano, SLX 12-Speed, 10-51T
Brakes FrontShimano BR-MT420, 4-Piston Hydraulic Disc Brake, Metallic Pads, 203mm Rotor
Brakes RearShimano BR-MT420, 4-Piston Hydraulic Disc Brake, Metallic Pads 180mm Rotor
Brake LeversShimano BL-M4100 Hydraulic Lever, I-Spec EV Compatible
HandlebarMarin Mini-Riser, 6061 Double Butted Aluminum, 780mm Width, 28mm Rise, 5º Up, 9º Back
StemMarin 3D Forged Alloy, 35mm
GripsMarin Grizzly Lock On
HeadsetFSA No 57E, Semi-Sealed Cartridge Bearings, 1 1/8" x 1 1/2”
SeatpostTranzX, YSP23JL, 1x Remote, Size S 150mm Travel, Size M and L 170mm Travel, Size XL 200mm Travel, 30.9mm
SaddleMarin Speed Concept
Pedals-
ExtrasBolt-On Thru-Axle

FrameAll New Series 3 6061 Aluminum Frame, 29” Wheels, 130mm Travel, MultiTrac Suspension Platform, 148x12mm Boost Thru-Axle, 73mm Threaded BB w/ ISCG05 Tabs
Front SuspensionMarzocchi Bomber Z2 29", Rail Damper with Sweep Adjustment, 140mm Travel, Kabolt Bolt-On Axle, 44mm Offset
Rear SuspensionRockShox Deluxe Select RT, Debonair Air Sleeve, Rebound Adjustment, Custom Tune, 210x50mm, M8x25mm Hardware
RimMarin, Double Wall Alloy, 29mm Inner, Pinned Joint, Disc Specific, 32H, Tubeless Compatible
Hub RearShimano HB-MT410B, 148x12mm, Centerlock, Microspline Freehub Body
Hub FrontShimano HF-MT410B, 110x15mm, Centerlock
Spokes14g Black Stainless Steel
TiresVee Tire Flow Snap 29x2.35", Tackee Compound, Tubeless Ready
Derailleur RearShimano Deore, 12-Speed, SGS
Derailleur Front-
Shift LeverShimano Deore, 12-Speed, SL-M6100-R
CranksetFSA Comet, Modular 1x, 32T Direct Mount Chainring, MegaTooth Technology, Boost Spacing
Bottom BracketExternal Sealed Cartridge Bearing
ChainKMC X-12 Silver and Black
CassetteShimano, Deore M6100, 12-Speed, 10-51T
Brakes FrontShimano BR-MT200 Hydraulic Disc, 180mm Rotor
Brakes RearShimano BR-MT200 Hydraulic Disc, 180mm Rotor
Brake LeversShimano BL-MT201
HandlebarMarin Mini-Riser, 6061 Double Butted Aluminum, 780mm Width, 28mm Rise, 5º Up, 9º Back
StemMarin 3D Forged Alloy, 35mm
GripsMarin Grizzly Lock On
HeadsetFSA No 57E, Semi-Sealed Cartridge Bearings, 1 1/8" x 1 1/2”
SeatpostTranzX, YSP18JL, 1x Remote, Size S 150mm Travel, All Other Sizes 170mm Travel, 30.9mm
SaddleMarin Speed Concept
Pedals-
ExtrasBolt-On Thru-Axle
FrameAll New Series 3 6061 Aluminum Frame, 29” Wheels, 130mm Travel, MultiTrac Suspension Platform, 141 Boost Spacing (upgradable to 148x12), 73mm Threaded BB w/ ISCG05 Tabs
Front SuspensionX-Fusion Slide Boost RC, 29", 140mm Travel, Compression and Rebound Adjustment, 44mm Offset
Rear SuspensionX-Fusion O2 Pro R, Custom Tune, 210x50mm, M8x25mm Hardware Top and Bottom
RimMarin Aluminum Double Wall, 29mm Inner, Pinned Joint, Disc Specific, Tubeless Compatible
Hub RearShimano HB-MT200B, 141 QR, Centerlock, Standard Freehub Body
Hub FrontShimano HF-MT400B, 110x15mm, Centerlock
Spokes14g Black Stainless Steel
TiresVee Tire Crown Gem 29x2.35", Dual Control Compound, Tubeless Ready
Derailleur RearShimano Deore, 11-Speed, SGS
Derailleur Front-
Shift LeverShimano Deore, 11-Speed, SL-5100R
CranksetMarin Forged Alloy, Integrated Steel 32T Narrow Wide Chainring, Boost Spacing
Bottom BracketExternal Sealed Cartridge Bearing
ChainKMC X-11 Silver and Black
CassetteSunrace, 11-Speed, 11-51T, ED Black
Brakes FrontShimano BR-MT200 Hydraulic Disc, 180mm Rotor
Brakes RearShimano BR-MT200 Hydraulic Disc, 180mm Rotor
Brake LeversShimano BL-MT201
HandlebarMarin Mini-Riser, 6061 Double Butted Aluminum, 780mm Width, 28mm Rise, 5º Up, 9º Back
StemMarin 3D Forged Alloy, 35mm
GripsMarin MTN, Closed End
HeadsetFSA No 57E, Semi-Sealed Cartridge Bearings, 1 1/8" x 1 1/2”
SeatpostMarin Alloy, 30.9mm
SaddleMarin Speed Concept
Pedals-
ExtrasClosed 9-12 Thru-Axle QR System

Marin Rift Zone

FrameAll New Series 3 6061 Aluminum Frame, 27.5” Wheels, 130mm Travel, MultiTrac Suspension Platform, 148x12mm Boost Thru-Axle, 73mm Threaded BB w/ ISCG05 Tabs
Front SuspensionMarzocchi Bomber Z1 27.5", Rail Damper with Sweep Adjustment, 140mm Travel, Kabolt Bolt-On Axle, 37mm Offset
Rear SuspensionFox Float X, Performance Series, EVOL Air Spring, Climb Switch, Rebound Adjustment, Custom Tune, 210x50mm, M8x30mm Top, M8x25mm Bottom
RimMarin Aluminum Double Wall, 29mm Inner, Sleeved Joint, Disc Specific, 32H, Tubeless Compatible
Hub RearShimano HB-MT410B, 148x12mm, Centerlock, Microspline Freehub BodyD86
Hub FrontShimano HF-MT410B, 110x15mm, Centerlock
Spokes14g Black Stainless Steel
TiresMaxxis Assegai, 27.5x2.5", MAXX TERAA, EXO, Tubeless Compatible
Derailleur RearShimano XT, 12-Speed, SGS
Derailleur Front-
Shift LeverShimano Deore, 12-Speed, SL-7100R, I-Spec EV
CranksetFSA Grid, Modular 1x, 32T Direct Mount Chainring, MegaTooth Technology, Boost Spacing
Bottom BracketMego EXO 73mm BSA
ChainKMC X-12 Silver and Black
CassetteShimano, SLX 12-Speed, 10-51T
Brakes FrontShimano BR-MT420, 4-Piston Hydraulic Disc Brake, Metallic Pads, 203mm Rotor
Brakes RearShimano BR-MT420, 4-Piston Hydraulic Disc Brake, Metallic Pads 180mm Rotor
Brake LeversShimano BL-M4100 Hydraulic Lever, I-Spec EV Compatible
HandlebarMarin Mini-Riser, 6061 Double Butted Aluminum, 780mm Width, 28mm Rise, 5º Up, 9º Back
StemMarin 3D Forged Alloy, 35mm
GripsMarin Grizzly Lock On
HeadsetFSA No 57, Sealed Cartridge Bearings, 1 1/8" x 1 1/2”
SeatpostTranzX, YSP23JL, 1x Remote, Size S 150mm Travel, Size M and L 170mm Travel, Size XL 200mm Travel, 30.9mm
SaddleMarin Speed Concept
Pedals-
ExtrasBolt-On Thru-Axle

Marin Rift Zone

FrameAll New Series 3 6061 Aluminum Frame, 27.5” Wheels, 130mm Travel, MultiTrac Suspension Platform, 148x12mm Boost Thru-Axle, 73mm Threaded BB w/ ISCG05 Tabs
Front SuspensionMarzocchi Bomber Z2 27.5", Rail Damper with Sweep Adjustment, 140mm Travel, Kabolt Bolt-On Axle, 44mm Offset
Rear SuspensionRockShox Deluxe Select RT, Debonair Air Sleeve, Rebound Adjustment, Custom Tune, 210x50mm, M8x25mm Hardware
RimMarin, Double Wall Alloy, 29mm Inner, Pinned Joint, Disc Specific, 32H, Tubeless Compatible
Hub RearShimano HB-MT410B, 148x12mm, Centerlock, Microspline Freehub Body
Hub FrontShimano HF-MT410B, 110x15mm, Centerlock
Spokes14g Black Stainless Steel
TiresVee Tire Flow Snap 27.5x2.35", Tackee Compound, Tubeless Ready
Derailleur RearShimano Deore, 12-Speed, SGS
Derailleur Front-
Shift LeverShimano Deore, 12-Speed, SL-M6100-R
CranksetFSA Comet, Modular 1x, 32T Direct Mount Chainring, MegaTooth Technology, Boost Spacing
Bottom BracketMego EXO 73mm BSA
ChainKMC X-12 Silver and Black
CassetteShimano, Deore 12-Speed, 10-51T
Brakes FrontShimano BR-MT200 Hydraulic Disc, 180mm Rotor
Brakes RearShimano BR-MT200 Hydraulic Disc, 180mm Rotor
Brake LeversShimano BL-MT201
HandlebarMarin Mini-Riser, 6061 Double Butted Aluminum, 780mm Width, 28mm Rise, 5º Up, 9º Back
StemMarin 3D Forged Alloy, 35mm
GripsMarin Grizzly Lock On
HeadsetFSA No 57E, Semi-Sealed Cartridge Bearings, 1 1/8" x 1 1/2”
SeatpostTranzX, YSP18JL, 1x Remote, Size S 150mm Travel, All Other Sizes 170mm Travel, 30.9mm
SaddleMarin Speed Concept
Pedals-
ExtrasBolt-On Thru-Axle
FrameAll New Series 3 6061 Aluminum Frame, 27.5” Wheels, 130mm Travel, MultiTrac Suspension Platform, 141 Boost Spacing (upgradable to 148x12), 73mm Threaded BB w/ ISCG05 Tabs
Front SuspensionX-Fusion Sweep Boost RC, 27.5", 140mm Travel, Compresion and Rebound Adjustment, 110x15mm Thru Axle, 44mm Offset
Rear SuspensionX-Fusion O2 Pro R, Custom Tune, 210x50mm, M8x25mm Hardware Top and Bottom
RimMarin, Double Wall Alloy, 29mm Inner, Pinned Joint, Disc Specific, 32H, Tubeless Compatible
Hub RearShimano HB-MT200B, 141 QR, Centerlock, Standard Freehub Body
Hub FrontShimano HF-MT400B, 110x15mm, Centerlock
Spokes14g Black Stainless Steel
TiresVee Tire Crown Gem 27.5x2.3", Dual Control Compound, Tubeless Ready
Derailleur RearShimano Deore, 11 Speed, SGS
Derailleur Front-
Shift LeverShimano Deore, 11-Speed, SL-5100R
CranksetMarin Forged Alloy, Integrated Steel 32T Narrow Wide Chainring, Boost Spacing
Bottom BracketExternal Sealed Cartridge Bearing
ChainKMC X-11 Silver and Black
CassetteSunrace, 11-Speed, 11-51T, ED Black
Brakes FrontShimano BR-MT200 Hydraulic Disc, 180mm Rotor
Brakes RearShimano BR-MT200 Hydraulic Disc, 180mm Rotor
Brake LeversShimano BL-MT201
HandlebarMarin Mini-Riser, 6061 Double Butted Aluminum, 780mm Width, 28mm Rise, 5º Up, 9º Back
StemMarin 3D Forged Alloy, 35mm
GripsMarin MTN, Closed End
HeadsetFSA No 57E, Semi-Sealed Cartridge Bearings, 1 1/8" x 1 1/2”
SeatpostMarin Alloy, 30.9mm
SaddleMarin Speed Concept
Pedals-
ExtrasClosed 9-12 Thru-Axle QR System

FrameAll New Series 3 6061 Aluminum Frame, 24" Wheel w/ Clearance for 26", 130mm Travel, MultiTrac Suspension Platform, 135mm Open Dropout (Upgradeable to 142x12mm Thru-Axle), 73mm Threaded BB
Front SuspensionX-Fusion Velvet RLC 26", 130mm Travel, Compression and Rebound Adjustment, 100x15mm Thru-Axle
Rear SuspensionX-Fusion O2 Pro R, 190x51mm, Custom Tune, M8x22.2mm Hardware
RimMarin, Double Wall Alloy, 27mm Inner, Pinned Joint, Disc Specific, Tubeless Compatible
Hub RearForged Alloy, 135mm, Quad Sealed Bearings, Centerlock Disc, 32H
Hub FrontForged Alloy, 100x15mm, Centerlock Disc, 32H
Spokes14g Stainless Steel
TiresVee Tire Co, Flow Snap 24x2.4", Tackee Compound, Wire Bead
Derailleur RearShimano Deore, 11 Speed, SGS
Derailleur Front-
Shift LeverShimano Deore, 11-Speed, SL-5100R
CranksetMarin Forged Alloy 1x11, Hollow Spindle, Steel Narrow Wide 32T Chainring, Direct Mount Type
Bottom BracketExternal Sealed Cartridge Bearings
ChainKMC X-11 Silver and Black
CassetteSunRace, 11-Speed, 11-51T, ED Black
Brakes FrontShimano MT-201 Hydraulic Disc, 180mm Rotor
Brakes RearShimano MT-201 Hydraulic Disc, 160mm Rotor
Brake LeversShimano BL-MT201 Hydraulic
HandlebarMarin Mini-Riser, 6061 Double Butted Aluminum, 12mm Rise, 720mm Width, 4º Up, 9º Back
StemMarin 3D Forged Alloy, 35mm
GripsMarin MTN, Closed End
HeadsetFSA No 57E, Semi-Sealed Cartridge Bearings, 1 1/8" x 1 1/2”
SeatpostMarin Alloy, 30.9mm
SaddleMarin Speed Concept
Pedals-

Marin Rift Zone

FrameAll New Series 3 6061 Aluminum Frame, 26" Wheels, 130mm Travel, MultiTrac Suspension Platform, 135mm Open Dropout (Upgradeable to 142x12mm Thru-Axle), 73mm Threaded BB
Front SuspensionX-Fusion Velvet RLC 26", 130mm Travel, Compression and Rebound Adjustment, 100x15mm Thru-Axle
Rear SuspensionX-Fusion O2 Pro R, 190x51mm, Custom Tune, M8x22.2mm Hardware
RimMarin, Double Wall Alloy, 27mm Inner, Pinned Joint, Disc Specific, Tubeless Compatible
Hub RearForged Alloy, 135mm, Quad Sealed Bearings, Centerlock Disc, 32H
Hub FrontForged Alloy, 100x15mm, Centerlock Disc, 32H
Spokes14g Stainless Steel
TiresVee Tire Co, Flow Snap 26x2.4", Tackee Compound, Wire Bead
Derailleur RearShimano Deore, 11 Speed, SGS
Derailleur Front-
Shift LeverShimano Deore, 11-Speed, SL-5100R
CranksetMarin Forged Alloy, Integrated Steel 32T Narrow Wide Chainring, Boost Spacing, 170mm Length
Bottom BracketExternal Sealed Cartridge Bearings
ChainKMC X-11 Silver and Black
CassetteSunRace, 11-Speed, 11-51T, ED Black
Brakes FrontShimano MT-201 Hydraulic Disc, 180mm Rotor
Brakes RearShimano MT-201 Hydraulic Disc, 160mm Rotor
Brake LeversShimano BL-MT201 Hydraulic
HandlebarMarin Mini-Riser, 6061 Double Butted Aluminum, 12mm Rise, 720mm Width, 4º Up, 9º Back
StemMarin 3D Forged Alloy, 35mm
GripsMarin MTN, Closed End
HeadsetFSA No 57E, Semi-Sealed Cartridge Bearings, 1 1/8" x 1 1/2”
SeatpostMarin Alloy, 30.9mm
SaddleMarin Speed Concept
Pedals-
ExtrasClosed 9-12 Thru-Axle QR System

Patagonia

Das Marin Rift Zone auf dem Trail

Schon auf den ersten Höhenmetern wird klar, dass das Marin spritzig den Berg hinauf geht. Hier wippt nichts und der aufrechte Sitzwinkel sorgt für eine tolle Kraftübertragung. Auch die lange Sattelstütze ist ein Plus. Bergauf kommt der Sattel sehr weit raus und lässt sich für die Downhill Passagen schön weit versenken. Vor allem für große Menschen ist das ein Vorteil, da lange versenkbare Sattelstützen nicht bei jedem Fahrradhersteller im Sortiment landen.

Zwar ist das Rift Zone nicht grade mit leichten Reifen bestückt, jedoch fällt deren erhöhter Rollwiderstand kaum auf. Ein Vorteil der Assegai ist auch die Performance auf nassen, wurzeligen und verblockten Kletterpassagen. Denn nicht nur bergab krallen sich die Stollen in den Boden, sondern auch im Uphill.

Der spannendste Teil kommt jetzt. Wir haben das Marin mit in unseren heimischen Bike Park und auf die rutschigen und steilen Hometrails genommen und hatten eine Menge Spaß. Warum? 140mm Federweg geben einem einfach ein ganz anders Fahrgefühl. Wer eher auf einem Enduro unterwegs ist, wird sich über das wendige und leichtfüßige Fahrverhalten freuen und wer weniger Federweg gewohnt ist, freut sich über die Reserven.

Unser Warmup findet immer auf dem Flowtrail statt. Hier gibt es extrem gut gebaute Kurven die mit sehr viel Druck und hoher Geschwindigkeit gefahren werden können. Kleine Pumps laden zum doublen ein und der ein oder andere Anlieger will „zerstört“ werden. Das Marin erledigt das spielend. Der kurze Hinterbau macht das Trail-Bike super agil und hat uns schon bei der ersten Abfahrt ein fettes Grinsen ins Gesicht gezaubert. Geht es auf Tables lässt sich das 140mm Bike leicht in die Luft befördern und es bügelt über alle Bremswellen hinweg. Auch das Fahrwerk beweist sein können. Die Z1 verfügt über eine enorme Steifigkeit trotz bzw. wegen 36mm Standrohren und flext auch bei hohen Geschwindigkeiten in den Kurven kaum spürbar. Nur nach einem ganzen Tag im Bike Park merkt man schon, dass sie nicht ganz über die Feinfühligkeit und die Setup-Konfigurationen der teureren Konkurrenz verfügt was das Fahrgefühl auf Dauer etwas anstrengend macht.

Vorne lang hinten kurz

Zwar funktioniert das Marin trotz seiner langen Front mit einem Reach von 515mm extrem gut auf flowigen Strecken, jedoch macht es uns der kurze Hinterbau nicht ganz so leicht auf verblockten Strecken. Das soll nicht heißen, dass wir auf den lokalen Enduro Strecken keinen Spaß hatten, ganz im Gegenteil. Das Rift Zone lässt sich nämlich recht leichtfüßig über Wurzel und Felsen manövrieren und lädt dazu ein an der ein oder anderen Stelle abzuziehen wo wir normalerweise mit unseren Enduro Boliden einfach drüber bügeln.

Sobald man aber etwas schneller unterwegs ist und der Untergrund grob wird, wirkt das Rift Zone nicht grade balanciert. Die lange Front verspricht Stabilität kann aber aufgrund des kurzen Hinterbaus nicht ruhig bleiben. Das Hinterrad springt merkbar hin und her und erfordert eine sichere Linienwahl bei hohen Geschwindigkeiten. Auch die Art des Hinterbaus verlangt nach präzisem Bremsen damit „Hängenbleiben“ verhindert wird. Würde die Kettenstrebe in den Rahmengrößen expotentiell zum Reach mitwachsen wäre die gesamte Geometrie vielleicht etwas ausgeglichener.

Marin Rift Zone

Fazit: Viel Spaß für einen fairen Preis

Made For Fun ist hier Programm. Das Marin Rift Zone sollte für alle die etwas mehr auf den Trails spielen der perfekte Begleiter sein. Jibbs, Flow und auch leichtere Enduro Trails meistert das 140/130mm Trail-Bike gekonnt. Obendrauf gibt es eine exzellente Uphill-Performance, tolle Komponenten und das für einen fairen Preis.

Action-Shots: Paul Kopp

Bekleidung: Patagonia