TEST: Trek Slash 2021 – länger, flacher, doch auch schneller?

Trek Slash 2021

2016 wurde das letzte Trek Slash vorgestellt und ist ohnehin nicht erst seit damals eines der beliebtesten Bikes der Szene. Für das Modelljahr 2021 kommt das 29 Zoll Enduro der US-Brand mit einer Frischzellenkur vom Feinsten daher. Eine komplett modernisierte Geometrie, ein gänzlich neues Staufach unter dem Flaschenhalter und noch vieles mehr erwarten uns am Trek Slash 2021 – im Artikel bekommt ihr alle Infos und einen Eindruck, wie sich das Slash auf den Trails macht.

Die Neuheiten am Trek Slash 2021 auf einen Blick

Rein optisch fällt auf den Ersten Blick die Ähnlichkeit zum Vorgänger-Modell auf, doch der Eindruck täuscht: Von Laufradgröße und Einsatzbereich abgesehen hat sich quasi alles geändert. Neben der modernisierten Geometrie, auf die wir weiter unten genauer eingehen, sticht vor allem das Plus an Federweg ins Auge. 10mm mehr wurden dem Trek Slash 2021 spendiert und so entlockt der überarbeitete Thrushaft Dämpfer dem (ABP-)Hinterbau jetzt 160mm und an der Front arbeitet eine Gabel mit 170mm Federweg. Gänzlich neu ist auch das Staufach unter dem Trinkflaschenhalter, welches massig Raum bietet und die Herzen der Enduro-Piloten höher schlagen lässt. Hier gefällt besonders, dass das Fach bei den Alu- sowie den Carbon-Modellen Platz findet. Auch am Knock Block, der den Lenkeinschlag begrenzt, wurde gearbeitet und so sind jetzt 72° Lenkeinschlag möglich. Neben den genannten Änderungen wurde auch das Sitzrohr voluminöser und bietet nun Platz für stabilere Sattelstützen mit 34,9mm.

Trek Slash
Am Trek Slash finden sich zahlreiche Neuerungen wieder und es gilt für das Modelljahr 2021 vor allem eines: Länger, flacher und schneller.

Das Trek Slash 2021 im Detail

Das Trek Slash bleibt im Groben und Ganzen seiner Linie treu und das Vollgas-Enduro im Portfolio von Trek – jetzt eben moderner, aggressiver und noch mehr auf Abfahrt getrimmt. Wie alle Bikes bei Trek wurde auch am neuen Slash eng mit dem Rennteam und weiteren Athleten zusammengearbeitet, um es auch an härteste Bedingungen nahezu perfekt anzupassen. So entstand ein leistungsfähiger und ausgeklügelter Rahmen, der für alles gewappnet sein soll. Ähnlich wie beim Vorgänger setzt Trek auch bei der Neuauflage auf den bewährten ABP-Hinterbau, bei dem der hintere Drehpunkt direkt um die Achse des Hinterrades positioniert ist. Diese Technologie und etwas verschobene Drehpunkte, die unter anderem den Dämpfer optisch aggressiver nach vorne schauen lassen, sollen für einen noch bremsneutraleren Hinterbau sorgen. Glücklicherweise verabschiedet sich Trek von den Spezialdämpfern und setzt stattdessen auf einen angepassten Rock Shox Super Deluxe mit der bekannten Thrushaft-Technologie, der jetzt mit drei Lowspeed-Druckstufen-Einstellungen und nummerierten Klicks für den Rebound ausgestattet ist. Wer gerne einen anderen Dämpfer in das neue Slash bauen will, kann das mit Dämpfern mit dem Trunnion-Einbaumaß 230×62,5 tun, sollte das jedoch im Zweifelsfall mit dem Trek-Händler des Vertrauens klären.

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Die Führung der Leitungen erfolgt am Slash überwiegend im Rahmeninneren und so werden diese auf Höhe des Staufaches fixiert, verlassen den Rahmen knapp hinter dem Tretlager und sind von da an optisch schön außenverlegt. Ebenfalls gefällt der großzügig gewählte Kettenstrebenschutz, der weit nach vorne gezogen ist und so seinen Dienst mehr als ordentlich verrichten kann. Der Unterrohr-Protektor deckt ebenso alles ab und zieht sich über die gesamte Länge. Er besteht aus zwei Teilen und bei Bedarf kann das obere Teil abgenommen werden.

Dem Boost Standard von 148mm bleibt Trek treu und geht hier den Trend des Super Boost Plus-Standard nicht mit. Auch beim Tretlager gehen die Amis nicht den neuesten Trends hinterher, sondern verbauen ein geschraubtes BSA-Tretlager, was vor allem den Hobby-Mechanikern unter euch gefallen wird. Zu guter Letzt hat sich Trek neben dem dickeren 34,9mm Sitzrohr auch Gedanken um den Hub der jeweiligen Dropper Post gemacht und den Rahmengröße variierende Längen verpasst. In Größe S sind es 100mm Hub, bei M und M/L 150mm, in Größe L 170mm und in XL satte 200mm.

Geometrie des Trek Slash 2021

In der Geometrietabelle ist die Verjüngungskur sofort zu erkennen und so sind neben deutlich größeren Reach-Werten (in Größe L ein Plus von 33m auf amtliche 486mm) auch die meisten anderen Parameter weit vom Vorgänger entfernt. Zusätzlich lässt sich auch an der Geometrie etwas basteln, denn der bekannte Mino Link bleibt auch dem neuen Slash erhalten und ermöglicht die Modi High und Low. Dieser lässt zu, dass sich der Lenkwinkel zwischen 64,6° und extrem flachen 64,1° einstellen lässt, das Tretlager entweder 22mm oder 29mm abgesenkt wird und auch andere Werte werden dadurch beeinflusst. Wie auch der Sitzwinkel – dieser wurde im direkten Vergleich zum Vorgänger etwa 2° steiler und beträgt jetzt, je nach Stellung des Links, 75,5°oder 76,1°. Die Kettenstreben bleiben trotz des gut 30mm längeren Hauptrahmens weiterhin verhältnismäßig kurz und sind mit 435/437mm angegeben. Besonders gefällt uns an der Geometrietabelle, dass nun alle Modelle, ganz egal ob Alu oder Carbon, die Zwischengröße ML beinhalten und dem Rider mit jetzt fünf Rahmengrößen die Wahl erleichtert, wenn er zwischen zweien steht. Bereits vorweg können wir euch schon verraten, dass beim Slash die Wahl unserer Ansicht nach eher auf die kleinere Größe fallen wird. Wir haben euch alle Werte in eine Tabelle eingetragen – so könnt ihr euch ein genaues Bild der Geo machen.

 S (High)S (Low)M (High)M (Low)ML (High)ML (Low)L (High)L (Low)XL (High)XL (Low
Sitzrohrlänge395mm395mm420mm420mm435mm435mm450mm450mm500mm500mm
Oberrohrlänge584mm585mm600mm610mm628mm629mm647mm649mm683mm684mm
Steuerrohrlänge100mm100mm100mm100mm105mm105mm115mm115mm140mm140mm
Lenkwinkel64,6°64,1°64,6°64,1°64,6°64,1°64,6°64,1°64,4°64,1°
Sitzwinkel76,1°75,6°76,1°75,6°76,1°75,6°76,1°75,6°76,1°75,6°
Kettenstrebenlänge435mm437mm435mm437mm435mm437mm435mm437mm435mm437mm
Tretlagerhöhe352mm345mm352mm345mm352mm345mm352mm345mm352mm345mm
Radstand 1197mm1197mm1212mm1222mm1242mm1243mm1263mm1264mm1304mm1305mm
Reach 431mm425mm456mm450mm474mm469mm491mm486mm521mm516mm
Stack618mm621mm618mm622mm622mm626mm631mm635mm654mm658mm

Diese Trek Slash-Varianten erwarten euch 2021

Insgesamt gibt es das Trek in fünf Varianten, die in sich teilweise noch etwas variieren, wobei zwei davon mit Rahmen aus Aluminium kommen und die restlichen drei mit Carbonrahmen ausgestattet sind. Die günstigste Variante ist das Slash 7 für 3199€, welches mit Sram NX-Antrieb und Rock Shox Fahrwerk ausgestattet ist. Weiter geht`s im Portfolio mit dem Trek Slash 8 für 3699€, das wir zusätzlich zum eigentlichen Testbike für unseren Enduro-Gabel-Vergleichstest ergattern konnten. Diese Alu-Variante ist für uns im Slash-Sortiment der Preis/Leistungssieger und kommt mit Code R-Bremsen, GX-Antrieb und einem soliden Rock Shox-Fahrwerk, bestehend aus einer Lyrik RC und einem Super Deluxe Ultimate daher.

Im Gabel-Vergleichstest konnte uns das Slash 8 vollends überzeugen. Knapp 3500 Euro für eine grundsolide Ausstattung und Fahrspaß vom Allerfeinsten.

Carbon gibt es in der Slash-Palette ab 4699€ für das 9.7, das mit NX-Antrieb, Code-Bremsen und günstigem Fox-Fahrwerk ausgestattet ist. Für 6299€ gibt es das Slash 9.8, als Sram GX oder Shimano XT Variante mit Rock Shox Zeb Select an der Front.  Kommen wir zum High-End-Modell, dem Slash 9.9, welches wir ausgiebig Testen durften. Das Topmodell kommt mit dem edlen Sram X01, alternativ mit Shimano XTR-Antrieb, Rock Shox-Ultimate-Fahrwerk und Bontrager Carbon-Laufrädern. Kosten hierfür liegen bei 8999€. Zusätzlich lassen sich das Slash 9.8 und das Topmodell durch das Project-One-Konzept für einen Aufpreis individuell lackieren. Vom Einsteiger-Modell bis zum absolut fein ausgestatteten Edel-Bike findet sich also alles wieder und so sollte beinahe jeder ein zu ihm passendes Bike finden. Alles was ihr sonst ansonsten zur Variantenvielfalt des Slash wissen möchtet erfahrt ihr hier.

Die Ausstattung unseres Testbikes

Für unseren Test schickte uns Trek eine Large-Version des Trek Slash 9.9 XO1 zu. Die Bereifung, das könnt ihr auf den Bildern erkennen, ist bei unserem Test von Schwalbe. Wir haben nichts gegen die Bontrager Reifen, die funktionieren sehr gut. Leider hat ein Kollege vergessen die Reifen wieder zu tauschen und wir hatten nicht die Möglichkeit kurzfristig einen Rückbau vorzunehmen.

Das Fahrwerk kommt aus dem Hause Sram und ist vertreten durch eine Rock Shox ZEB Ultimate und einen Super Deluxe Ultimate Thrushaft-Dämpfer. Ebenfalls von Sram kommt der X01 Eagle-Antrieb und die Code RSC-Bremsen mit 200mm Scheiben vorne und 180mm hinten. Anders als am Serienbike rollt der Bontrager Line Elite 30 Carbon-Laufradsatz auf griffigen Schwalbe Reifen, statt den Bontrager SE4/SE5. Das restliche Ausstattungspaket kommt ebenfalls von der hauseigenen Marke Bontrager, vertreten durch das Line Pro Cockpit, die Line Elite Dropper mit 170mm Hub, den Arvada Sattel mit 138mm Breite und die XR Trail Pro Griffe. Das Gewicht des Testbikes liegt bei 14,62kg ohne Pedalen.

Ein breit gefächertes Testteam in der „Homebase“ am Geißkopf

Für einen aussagekräftigen Praxiseindruck ging es in die MTB-Zone am Geißkopf. Mit einem breit aufgestellten Team, mit völlig verschiedenen Hintergründen testeten wir an mehreren Tagen, bei verschiedenen Bedingungen, was das Zeug hielt und gingen mit dem Slash auf alle Strecken, die der Bikepark zu bieten hat. Zusätzlich waren einige Tester auf ihren Hometrails unterwegs fuhren es auf naturbelassenen, engen Singletrails.

Vom Tourenfahrer, über den Enduro-Racer bis hin zur Park-Rat war in unserem Testfeld alles vertreten.

Unser erster Eindruck

Eines stand bereits nach wenigen Momenten und ersten kleinen Parkplatz-Spielereien fest: Das Slash fällt ziemlich groß aus. Wir testeten im niedrigen Setting – also flacher Lenk- und Sitzwinkel und ein richtig tiefes Tretlager. In dieser Einstellung fühlten sich durchwegs alle Testfahrer schnell wohl und das passende SetUp war mit den empfohlenen Luftdrücken und SAG-Werten zwischen 25% und 30% zügig und ohne Probleme gefunden.

Auf ersten Metern bergauf wirkte die Position auf dem Rad zwar effizient, doch relativ gestreckt. In steilen Stücken hatten wir mit unserem Test-Bike in der Größe L teils kleinere Probleme genügend Druck auf das Vorderrad zu bringen – hier kann die Position des Sattels Abhilfe schaffen und generell für eine ausgewogenere Position in den Uphills sorgen. Trek bietet für alle, denen das L Modell zu groß und M zu klein ist noch eine Zwischengröße an. Auf langen Anstiegen überzeugte uns der Hinterbau schnell und auch ohne Griff in Richtung Dämpfer stellten wir bei einem ruhigen Tritt kein unangenehmes Wippen fest. Im Wiegetritt sieht das etwas anders aus, doch hat man immer noch die Möglichkeit zur Plattform zu greifen, was jedoch bei kürzeren Anstiegen meist wenig stattfand. trek slash

Ein stimmiger Mix aus Agilität und Laufruhe auf den Trails

Die Position des Fahrers auf dem Slash in den Downhills wirkte für uns von Anfang an extrem ausgewogen und ein gewisser Wohl- und Sicherheitsfaktor wurde schnell erreicht. Durch die zentrale Position im Stehen ging uns das Handling wirklich leicht und intuitiv von der Hand. Besonders auf Strecken mit rauem Untergrund fiel schnell das potente Fahrwer um den ABP-Hinterbau positiv auf und es fühlte sich beinahe an, als sauge sich das Bike am Boden fest. Feine Schläge filterte es gut heraus und es kam in nur ganz wenigen Fällen zu gröberen Schlägen auf die Handgelenke, was wohl auch an der steifen ZEB und dem kompletten Carbon-Paket an der Front gelegen ist. Generell stellte uns das Bike auf ausgewaschenen Strecken mehr als zufrieden, denn es punktete mit viel Laufruhe und auch wenn die Line weniger gut getroffen wurde waren immer genügend Reserven da oder das Vorderrad war schnell und einfach über das Hindernis gelupft. Durch einen aktiven Fahrstil konnten wir dem Bike noch einige Prozent herauskitzeln, denn erst dann zeigte es sein volles Potenzial.

Auf gebauten Strecken mit vielen Anliegern, Rollern und Tables gefiel uns besonders die Stellung im Federweg, da sie nicht zu hoch oder zu niedrig wirkte und das Bike genügend Gegenhalt bot. Doch hier und auf engeren Singletrails fiel der lange Hauptrahmen erstmals negativ aus. Es forderte beherztes Engagement des Fahrers um es durch schmale Kurven zu zirkeln und am besten noch Speed heraus zu generieren. Je weitläufiger die Strecken, desto wohler schien sich das Rad zu fühlen und sobald etwas Platz war, lud es auch zu der ein oder anderen Spielerei ein. Über Sprünge ging das Trek einfach und machte in der Luft eine souveräne Figur. Zwar benötigte es viel Kraft um es querzustellen doch flog es willig und vermittelte auch bei schrägen Landings genügend Sicherheit.

In der Luft braucht es einiges an Kraft das Rad ordentlich quer zu stellen, jedoch bietet es den Vorteil, das es sich auch bei unsanften Landungen nur schwer aus der Ruhe bringen lässt.
In Größe M fühlt sich das Slash 8 bei Körpergrößen um 1,80m beinah wie ein Slopestyle-Bike an.

An der Ausstattung unseres Testbikes gab es nur wenig auszusetzen und wir sind vor allem vom Fahrwerk mehr als überzeugt. Einzig und allein die Sram Code RSC stellten uns nicht wirklich zufrieden, denn besonders die Hinterbremse war mit den 180mm schnell überfordert. Ansonsten waren wir mit dem stimmigen Mix an Komponenten sehr zufrieden. Auch die Rahmenschoner und die Kettenführung verrichteten ihren Dienst einwandfrei, denn das Slash 2021 war zu jeder Zeit super leise und wir konnten uns ohne störende Geräusche voll auf den Ride konzentrieren.

Unser Fazit zum Trek Slash 2021

Es hat sich viel getan beim Trek Slash und es ist ein würdiger und verdammt schneller Nachfolger seines Vorgängers. Bis auf die Bremsen, beziehungsweise der Auslegung hinten, gibt es kaum was auszusetzen. Besonders Enduro-Piloten die einen aktiven Fahrstil bevorzugen und zwischen den Rennen gerne im Bikepark unterwegs sind ist das neue Slash eine echte Empfehlung.

Weitere Informationen und Fahrszenen findet ihr in unserem Test-Video zum Trek Slash 2021. Hier hat sich leider der Fehlerteufel eingeschlichen: Auch im Video geht es um das 9.9 XO1, nicht um das Fälschlicherweise ausgewiesene 9.8..

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Zweiter Doppelweltcup in Saalfelden Leogang wieder ein voller Erfolg

Der Weltcup in Saalfelden Leogang bot 21.500 Besuchern spektakuläre Rennen, große Dramen und souveräne Triumph

Der Mercedes-Benz UCI Mountainbike Weltcup in Saalfelden Leogang brachte als erster Doppelweltcup der Saison 2022 Cross-Country-Rider und Downhill-Asse zusammen. Das Weltcupwochenende im Epic Bikepark Leogang wusste mit spektakulären Rennen, großen Dramen und souveränen Triumphen zu überzeugen. Veranstalter, Teams, Rider und Fans waren gleichermaßen glücklich und zufrieden.

Zum zweiten Mal nach 2021 durften die Region Saalfelden Leogang und der Epic Bikepark einen UCI Doppelweltcup ausrichten. Lange vor allem als Station im Downhill-Weltcup bekannt, lassen sich auch für die, seit dem Vorjahr erstmals ausgetragenen, Cross-Country-Weltcuprennen mittlerweile schöne Regelmäßigkeiten ableiten. Beispielsweise gewinnen bislang immer Loana Lecomte und Mathias Flückiger. Zudem scheint Local Hero Laura Stigger ein Abonnement auf den dritten Platz beim XCO-Rennen mit den meisten Höhenmetern zu haben.

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Eine weitere schöne Regelmäßigkeit der Saalfelden Leoganger Weltcups sind die großartige Atmosphäre und die überragende Stimmung, die auch dieses Jahr von den insgesamt 21.500 Zuschauern an allen drei Eventtagen erzeugt wurde. Sowohl an der Strecke wie auch in der Finish Area wurden die über 800 Athleten aus 40 Nationen mit lautstarker Unterstützung zu Höchstleistungen gepusht.

©Mablinger

Nach schlechtem Wetter zu Beginn des Weltcups verzogen sich die dunklen Wolken genau rechtzeitig, um die XCC-Wettbewerbe am Freitag im Trockenen stattfinden zu lassen. Die nächsten beiden Tage sollten von strahlendem Sonnenschein begleitet werden.

Großes Drama mit anschließendem Balsam für die österreichische Mountainbike-Szene hielten vor allem die Downhillrennen bereit. Nachdem es Lokalmatadorin Vali Höll erneut leider nicht gelang, sich den ersten Weltcupsieg auf ihrer Heimstrecke zu sichern und nach zwei Stürzen auf einen für sie enttäuschenden sechsten Platz zurückfiel, ließ Andreas Kolb mit dem ersten österreichischen Weltcup-Podium der Downhill-Männer die Herzen aller Downhillfans höherschlagen.

Für diese lautstarken Fans, die den Weltcup immer wieder zu einem ganz besonderen Erlebnis machen, war abseits der Rennen wie immer viel geboten.

©Stefan Voitl

Vor den Downhill-Finals am Samstag waren die Flying Bulls mit der Trojan 28B und Pilot Miguel Hochleitner am Himmel über Saalfelden Leogang unterwegs, um zu klassischem Top-Gun-Soundtrack mit allerlei Kunststücken zu beeindrucken. Die XCO-Finals am Sonntag wurden um eine BMX Show mit Senad Grosic ergänzt, die die Pause zwischen den Frauen- und Männerwettbewerben perfekt füllte. Bei der großen Signing Session mit den Top Athleten von FOX Racing konnte man seinen Idolen und Helden ganz besonders nahekommen. Für die Jagd nach weiteren Autogrammen lohnte sich auch ein Abstecher in die Team Area, die darüber hinaus auch exklusive Einblicke hinter die Kulissen bot. In der großen Expo-Area konnten überdies die heißesten Neuigkeiten aus der Bike-Welt bestaunt werden.

„Das Wochenende hat wetterbedingt schwierig begonnen, aber letztendlich ist es natürlich perfekt gewesen, Samstag und Sonntag Kaiserwetter und dazu sportliche Höchstleistungen. Die Zuschauer und Zuschauerinnen waren begeistert von der Mountainbike Action hier in Saalfelden Leogang. Besonders dass Andi Kolb die österreichische Downhill-Fahne hochgehalten hat und für seine starke Leistung mit seinen ersten Podiumsplatz belohnt wurde, freut mich unglaublich. Gleiches gilt für Laura Stigger, die ein unglaubliches Rennen gefahren ist.“ – Kornel Grundner, Veranstalter und Geschäftsführer der Leoganger Bergbahnen.

„Nach den ersten hektischen Tagen – auch vom Wetter her – ist es heute der perfekte Abschluss einer großartigen Veranstaltung. Es war ein herrliches Wochenende und die Wettbewerbe waren sensationell. Zum Glück hat der Wettergott für die Finals mitgespielt und wir haben seit Freitag vom Short Track über das Downhill Finale bis zum Cross-Country Finale bestes Wetter gehabt. Sensationelle Zuschauer und wirklich großartige sportliche Entscheidungen. Wir sind super happy.“ – Marco Pointner, Veranstalter und CEO Saalfelden Leogang Touristik GmbH

©Mablinger

Der Weltcup in Saalfelden Leogang trägt auch das Gütesiegel „Green Event Salzburg“ und wurde in diesem Sinne als grüne Veranstaltung gestaltet. Im Fokus standen dabei die kostenlose Anreisemöglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Land Salzburg, kostenlose Shuttles in der Region, die Müllvermeidung und -trennung, die MTB Weltcup App (Reduzierung Papier), Energieeffizienz uvm. Eine weitere Maßnahme war die „Jede Dose zählt“-Aktion, die auf das Recyclen von Dosen aufmerksam machte.

Auch die kostenlosen Shuttles wurden sehr gut angenommen und haben übers Eventwochenende rund 1.400 Kilometer zurückgelegt. Das entspricht der Strecke von Leogang bis nach Barcelona.

Für alle, die nicht live beim Doppel-Weltcup dabei sein konnten, gibt es die Möglichkeit die Finalrennen im Replay auf Red Bull TV zu verfolgen.

Giro präsentiert den neuen Insurgent Spherical Fullface Helm

Pressemitteilung Giro: Die kalifornische Bikebrand Giro Sport Design stellt mit dem Insurgent Spherical Helm einen neuen Fullface Helm vor. Der Helm bietet allen Ridern, die derzeit die Grenzen des progressiven Mountainbikens neu definieren, den bestmöglichen Schutz. Das Konzept des Insurgent Helm basiert auf der bewährten Spherical Technology™ powered by Mips® und wurde für optimale Belüftung, Komfort und Performance entwickelt. Mit 50 % besserer Kühleffizienz und 200 g geringerem Gewicht als der Disciple Mips® Helm bietet der Insurgent Spherical ein neues Level an Fullface-Protection. Der Giro Insurgent Helm ist ab sofort für 389.95€ bei autorisierten Giro-Händlern und auf www.giro-sports.com erhältlich.

„Während einige Marken sich darauf fokussieren, den Anforderungen von Hobbybikern nach möglichst leichten Helmen nachzukommen, haben unsere Downhill-Athleten ganz andere Ansprüche. Um diesen gerecht zu werden, wurde das Produktdesign des neuen Insurgent Helms von innen nach außen entwickelt,“, erklärt Giro Senior Industrial Designer David Thompson. „Das Projekt haben wir zusammen mit Kurt Sorge und Graham Agassiz beim Red Bull Rampage 2019 gestartet. Aus dem Input der Athleten und unseren Diskussionen ergaben sich so die ersten Designparameter für die weitere Entwicklung. Als ich letztes Jahr mit endgültigen Prototypen wieder zum Rampage kam, war es brutal mit ansehen zu müssen, wie Carson Storch beim Training stürzte. Um so erfreulicher war dann sein Statement, dass ihn der Isurgent Helm vor noch heftigeren Verletzungen bewahrt hatte. Und natürlich war es auch genial zu sehen, wie Sorge und Reed Boggs nur wenige Tage später in ihren Insurgents auf das Podium fuhren. Ihre Reports aus den vielen Praxistests, die vielen Zoom-Calls mit konstruktiven Diskussionen und das Feedback von Fahrern wie Richie Rude von Yeti/ Fox Factory Racing war ein großer Teil unseres Designprozesses. Die Profis in ihrem Element zu sehen, wie sie sich gleichzeitig dank unseres Produktes sehr sicher fühlen, ist der Grund, warum wir bei Giro weiterhin das tun, wofür wir uns begeistern. Ich bin stolz darauf, dass wir nun allen Downhill-Ridern die einen Helm mit bestmöglichem Schutz suchen, den neuen Insurgent zur Verfügung stellen können.“

Eine optimale Belüftung ist für viele Gravity-Pros enorm wichtig. Mithilfe unseres hauseigene Therminator-Wärmesensor-Kopfmodels haben wir die Platzierung und das Design von 20 Lüftungsöffnungen, den internen Luftstrom und die Ableitung der Luft optimiert. Die gemessenen Ergebnisse sind eindeutig: Der Insurgent Helm ist bei der Kühlung im Vergleich zum Diciple Mips® Helm und Fullface-Helmen anderer Hersteller um 50 % effizienter. Mit einem Gewicht von 1.040 Gramm in der Größe M/L ist der Insurgent auch 200 Gramm leichter als der Disciple Mips® – und das, obwohl er zusätzlich mit Spherical Technology™ ausgestattet ist.

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Giro Insurgent

Beim Insurgent Spherical werden verschiedene Schaumschichten übereinandergelegt, die im Falle eines Sturzes die Aufprallenergie je nach auftretender Kraft optimal abfangen. Die äußere Schicht ist ein EPS-Schaum, der sehr gut vor hohen Kräften bei Stürzen mit hoher Geschwindigkeit oder aus großer Höhe schützt. Die innere Schicht besteht aus EPP-Schaum mit niedrigerer Dichte und sehr guten Rebound-Eigenschaften. Diese Schicht schützt optimal vor Kräften, die bei Stürzen mit geringer Geschwindigkeit auftreten.

Ein leichtes, weiches und saugfähiges Pad-Set macht den Helm besonders bequem. Durch zwei verschiedener Wangenpolster lässt sich der Helm sehr gut an die eigene Kopfform anpassen. Dank Directional-Snap-System können die Polster im Falle eines Unfalls leicht entfernt werden. Zu den weiteren Features gehört ein zum Patent angemeldetes Flex-Gasket entlang der unteren Kante des Helms. Diese verhindert, dass die Helmkante bei Stürzen einen Schlüsselbeinbruch mitverursacht. Ebenfalls neu sind werkzeuglose Visierschrauben zum einfachen Entfernen des Visiers und ein zentrales Schraubloch in der Mitte des Visiers das als Halterung für Actionkameras dient.

Der Insurgent Spherical ist in vier Farben und den Größen XS/S, M/L und XL/XXL erhältlich.

Key Features:

  • Spherical Technology™ powered by MIPS®
  • Mips® Brain Protection System
  • Progressive Layering mit EPS-Außenschale und EPP-Innenschale
  • EPP Kinnschutz und Pre-Preg Fiberglas-Helmschale
  • Optimierte Luftstrom-Ansaugöffnungen und kanalisierte Belüftung
  • 20 Lüftungsöffnungen mit interner Kanalisierung
  • Verstellbares Schraubvisier im Moto-Cross-Style
  • Schraubloch in der Mitte des Visiers für Action-Cam Halterungen
  • Werkzeuglose abnehmbare Visierschrauben
  • Directional-Snap-System für abnehmbare Wangenpolster
  • Zwei Wangenpolster-Sets für individuelle Helmanpassung
  • 25 mm Gurtband mit D-Ring-Schnalle
  • Ionic+™ antimikrobielle Polsterung
  • 1.040 Gramm Größe M/L (CPSC)
  • Preis: 389.95€ 

Giro Insurgent

Über Giro:

​Giro Sport Design wurde 1985 in Santa Cruz, Kalifornien, gegründet . Das Unternehmen ist führend in der Entwicklung von passgenauen, technisch innovativen Produkten, die den Körper optimal unterstützen und das Erlebnis beim Sport verbessern. Von den ersten leichten Highend-Helme fürs Radfahren und den Wintersport bis hin zu hochfunktioneller Kleidung, Schuhen und Accessoires will Giro für alle Sportler die erste Wahl sein. Denn wir wissen, dass ein gelungener Ride für uns alle ein wichtiger Teil eines großartigen Lebens ist. Deshalb tun wir, was wir tun. Solange die Rider weiterhin nach Höchstleistungen streben, werden wir die Ausrüstung herstellen, mit der sie ihre Ziele erreichen können. www.giro-sports.com 

VIDEO: Style, Speed und massig Airtime mit Erik Fedko

In the leadup to Crankworx, Erik Fedko explores the riding spots near his hometown in Germany, and travels south towards the end destination of Innsbruck, Austria 🇦🇹 Whether he’s on the big bike or dirt jumper, Erik goes huge ☝️ Big tricks, steeze and #goodtimes are at the top of his agenda 🙌 In this video Erik demonstrates why he’s running the single crown fork on his DH bike 👀

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Hattrick für Balanche – Premiere für Walker – Party dank Kolb

Der Downhill-Samstag in Saalfelden Leogang war an großen Emotionen kaum zu überbieten. Besonders im Frauenwettbewerb lagen Glück und Drama ganz nah beieinander, denn während sich Camille Balanche in Leogang ihren dritten Sieg im dritten Rennen sicherte, gelang es Lokalmatadorin Vali Höll erneut nicht vor heimischem Publikum zu gewinnen.

Grund zur Freude gab es in der Alpenrepublik dennoch, denn Andreas Kolb sicherte sich den fünften Platz und die bis dato beste Platzierung der österreichischen Downhillmänner. Der ehemalige Gesamtweltcupsieger Matt Walker holte in Leogang den ersten Weltcupsieg seiner Karriere.

Schweizer Hattrick, Valis Heimfluch und britische Überraschung

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Sechs Fahrerinnen fahren derzeit um Weltcupsiege mit, hatte Lokalmatadorin Vali Höll (AUT) vor dem Downhill-Rennen im Epic Bikepark Leogang festgestellt. Doch die Speedster-Strecke sollte es auch den vermeintlichen Favoritinnen nicht leicht machen, besonders die immer noch sehr schlammige und zerfahrene Waldsektion hatte es in sich. Kaum eine Fahrerin kam ohne Sturz nach unten. Nina Hoffmann (GER) und Marine Cabirou (FRA) mussten früh ihre Hoffnungen auf den Sieg begraben.

Nachdem die Downhill-Weltcup Newcomerin Louise-Anna-Ferguson (GBR) nach einem starken Debüt lange im Hotseat saß, schob sich Eleonora Farina (ITA) mit einem fehlerfreien Lauf an die Spitze. Anschließend zeigte Weltmeisterin Myriam Nicole, dass sie das Regenbogentrikot nicht zu Unrecht trägt: Trotz Sturz in der Top-Sektion, aber dank einer perfekten Fahrt durch den Wald, stellte die Französin eine neue Bestzeit auf, die schließlich völlig verdient für den zweiten Platz reichen sollte.

Local Hero Vali Höll gab von Beginn an alles und steuerte mit sieben Sekunden Vorsprung in Richtung Motorway-Sektion, als die Österreicherin aus dem Gleichgewicht kam und zum ersten Mal stürzte. Mit nun einer halben Sekunde Rückstand auf Nicole, musste Vali auch im Wald volles Risiko gehen, wo sie ein weiteres Mal stürzte. Der Heimfluch schlug erneut zu und Vali musste sich nach einer starken Aufholjagd letztendlich mit Rang sechs begnügen.

Nun stand nur noch Titelverteidigerin Camille Balanche (SUI) im Start-Gate. Nach Siegen im vergangenen Jahr und bei der WM 2020 strebte die aktuelle Weltcupführende ihren persönlichen Leogang Hattrick an. Und sie ließ von Beginn an keinerlei Zweifel aufkommen, dass das heute ihr Tag sein wird. Nach einem nahezu perfekten Run im oberen Wiesen-Abschnitt und auf dem Motorway ging die Schweizerin mit acht Sekunden Vorsprung in den schwierigen Wald-Abschnitt, baute dort ihre Führung sogar aus und passierte schließlich mit über elf Sekunden Vorsprung die Ziellinie.

„Es war ein sehr guter Lauf von mir. Ich bin froh, dass ich meine Fehler aus der Qualifikation nicht wiederholt habe. Das war vor allem für den Kopf wichtig, damit man während des gesamten Laufs positiv bleibt. Die Strecke ist zwar oben trocken, dennoch habe ich die Matschreifen drauf gelassen, weil die Schlüsselstelle unten im Wald ist. Das war eine gute Entscheidung.“ – Camille Balanche

„Es war ein harter Lauf hier in Leogang! Der untere Waldabschnitt war extrem schwer zu fahren und ich hatte Mühe, nicht zu stürzen. Nach dem Sturz gleich am Anfang der Strecke in der ersten Off-Camber war es ein ziemlicher Alptraum weiterzufahren.  Ich hatte allgemein ein sehr schweres Wochenende, deshalb bin ich mit dem zweiten Platz sehr zufrieden.“ – Myriam Nicole

 

DHI Ergebnisse Elite Frauen:

  1. Camille Balanche (SUI) 4:08:218
  2. Myriam Nicole (FRA) 4:19:586
  3. Eleonora Farina (ITA) 4:24:281
  4. Louise-Anna Ferguson (GBR) 4:29:876
  5. Monika Hrastnik (SLO) 4:30.258

 

Gesamtweltcup Standing Top 5:

  1. Camille Balanche (SUI) 685 Points
  2. Myriam Nicole (FRA) 555 Points
  3. Valentina Höll (AUT) 460 Points
  4. Eleonora Farina (ITA) 395 Points
  5. Nina Hoffmann (GER) 368 Points

 

Matt Walker sichert sich seinen ersten Sieg bei einem Weltcuprennen, Andy Kolb holt das erste Podium für die österreichischen Downhill-Männer

Auf deutlich trockenerer Strecke gingen anschließend die Downhill-Männer in ihr Elite-Finale. Nachdem bereits zahlreiche Favoriten aufgrund schlechter Quali-Ergebnisse früh auf den Track mussten, stand bald fest, dass wir in Leogang einen neuen Weltcupsieger im Jahr 2022 erleben würden.

Gesamtweltcupführender Amaury Pierron (FRA) übernahm nach starkem Run, mit vollem Risiko und kaum Fehlern zwar den Hotseat von Landmann Loris Vergier (FRA), musste diesen aber umgehend wieder räumen, als Angel Suarez Alonso (ESP) seine Zeit sauber und kompromisslos toppte. Der Spanier hingegen konnte es sich erstmal gemütlich machen und sich bis weit in die Top 10 auf dem Platz an der Spitze sonnen. Weder Laurie Greenland (GBR) noch Thibaut Daprela konnten aufgrund von Stürzen entscheidend ins Geschehen eingreifen.

Erst Danny Hart (GBR) gelang es als viertletztem Starter Suarez Alonsos Zeit um 1,2 Sekunden zu verbessern. Der Brite machte im Wald eine neue Linie auf und ging volles Risiko. Ihm folgte sein Landsmann Matt Walker (GBR) auf den Track, der sich in der schlammigen Waldpassage mindestens genauso wohl fühlte wie Hart selbst. Und das zeigte er auch. Nach fünf Führungswechseln in den Zwischenzeiten war am Ende klar, dass Gesamtweltcupsieger von 2020 das britische Duell für sich entscheiden würde.

Finn Iles (CAN) leistete sich im Anschluss zu viele kleine Fehler, um in den Kampf um den Sieg eingreifen zu können. Nun konnte nur der französische DH-Meister Benoit Coulanges den britischen Doppelsieg verhindern. Und lange sah es genau danach aus. Nach dem Motorway lag der Franzose bereits über eine Sekunde in Führung. Sein hohes Risiko wurde ihm dann auch im Wald zum Verhängnis, als er einen Baum touchierte und stürzte. Sein Missgeschick bedeutete gleichzeitig den fünften Platz für Andreas Kolb (AUT), der damit das erste Podium und die beste Platzierung bisher für die österreichischen Downhill-Männer einfuhr.

„Ehrlich gesagt, kann ich es nicht in Worte fassen. Ich versuche einfach den Moment zu genießen. Mit dem Sieg habe ich nicht wirklich gerechnet. Heute Morgen habe ich mich gut gefühlt, habe den vor und während des Rennes ein paar gute Entscheidungen getroffen, zum Beispiel die richtigen Reifen aufgezogen. Es ist unglaublich, ein Ziel wie dieses zu erreichen. Ich bin mit einem positiven Mindset in die Saison gestartet und habe versucht nach und nach mein Momentum aufzubauen. Gerade bin ich superglücklich.“– Matt Walker

„Ich habe beinahe meinen Start verpasst und in der ersten Kurve gingen meine Bremsen noch nicht. Ich habe alles gegeben vom ersten Meter der Strecke bis zum letzten, weil ich wusste, dass das notwendig war. Als ich die Ziellinie überquerte, musste ich nicht zurückblicken. Ich wusste einfach, dass es ein guter Lauf war. Jetzt auf dem Podium zu stehen mit meinem Teamkameraden Charlie auf dem 8. Platz macht mich einfach nur stolz. Ich bin allen, die mir geholfen haben, unbeschreiblich dankbar, meinen Eltern, dem gesamten Continental Atherton Team. Ein riesen Dankeschön an alle Fans vor Ort. Ihr habt mich förmlich ins Ziel getragen und gefeiert wie einen Rockstar. Das ist der glücklichste Tag meines Lebens, ich kann es noch gar nicht glauben.“ – Andreas Kolb

 

DHI Ergebnisse Elite Männer:

  1. Matt Walker (GBR) 3:28.816
  2. Danny Hart (GBR) 3:29.141
  3. Angel Suarez Alonso (ESP) 3:30.370
  4. Amaury Pierron (FRA) 3:30.530
  5. Andreas Kolb (AUT) 3:31.249

 

Gesamtweltcup Standing Top 5:

  1. Amaury Pierron (FRA) 580 Points
  2. Matt Walker (GBR) 443 Points
  3. Danny Hart (GBR) 401 Points
  4. Benoit Coulanges (FRA) 380 Points
  5. Laurie Greenland (GBR) 354 Points

 

Britischer Doppelsieg beim Junioren-Finale

Als erste durften die JuniorInnen am heutigen Downhill- Finalsamstag auf die immer trockener werdende „Speedster“-Strecke. Bei den DH-Junioren sicherte sich Jordan Williams (GBR) den Sieg vor Jackson Goldstone (CAN) und geht damit auch in der Gesamtwertung am Kanadier vorbei. Bei den Juniorinnen siegte mit über 14 Sekunden Vorsprung Phoebe Gale (GBR) klar vor Jenna Hastings aus Neuseeland und rückt damit näher an Gesamtweltcupführende Gracey Hemstreet (CAN) heran, die heute die drittschnellste Zeit einfuhr.

„Ich hatte einen guten Lauf! Ich fühlte mich am Anfang der Strecke noch unsicher und wusste nicht wirklich, wie es nach dem Sturz im Qualifying gestern laufen würde.  Ich habe den oberen Teil der Strecke perfekt getroffen und ich wusste jetzt läuft es. Die Stelle, an der ich im Qualifying stürzte, bin ich sicher gefahren, und wollte danach im Flow bleiben, habe aber unten zwei große Fehler gemacht. Ich glaube nicht, dass ich dadurch viel Zeit verloren habe. Ich freu mich sehr über diesen Sieg und die Führung im Gesamtweltcup. Ich habe jetzt das #1-Plate, das ist echt cool!“ – Jordan Williams

„Es war ein wirklich schweres und anstrengendes Wochenende. Grip auf der Strecke zu bekommen war nicht einfach, weil sie sich das ganze Wochenende über verändert hat. Mein einziges Ziel war es, das Bike am Rollen zu halten und das habe ich geschafft. Ich bin total glücklich, dass ich hier heute gewonnen habe.“ – Phoebe Gale

Ausblick: Doppeltes Double für Lecomte und Flückiger? Wie schlagen sich die Lokalmatadorinnen?

Die Cross-Country Elite hat bereits gestern mit spannenden Rennen im Short Track den Grundstein für ein erfolgreiches Weltcupwochenende gelegt. Loana Lecomte und Mathias Flückiger haben gezeigt, dass ihnen die Leoganger Strecke liegt und werden nun alles daransetzen, dass Double aus dem Vorjahr zu wiederholen, als sie neben dem Short Track auch über die Olympische Distanz erfolgreich waren.

Bei den Elite-Frauen werden besonders die Lokalmatadorinnen Laura Stigger und Mona Mitterwallner versuchen vor heimischem Publikum ein starkes Rennen zu fahren und wichtige Weltcuppunkte zu sammeln. Bei den Männern richten sich alle Augen auf Weltcup-Leader Nino Schurter, der mit einem weiteren Sieg zum alleinigen Rekordhalter für die meisten Weltcupsiege aufsteigen würde. Als bestplatzierte Deutsche aus dem Short Track starten Nadine Rieder und David List ins Rennen.

Weitere Informationen zum Mercedes-Benz UCI Mountainbike Weltcup in Saalfelden Leogang gibt es unter www.mtb-weltcup.at.

Für alle, die nicht live beim Doppel-Weltcup dabei sein können, gibt es die Möglichkeit die Finalrennen live auf Red Bull TV und ORF Sport+ zu verfolgen.

Zu einem rundum gelungen Festival-Wochenende gehören natürlich zahlreiche Sideevents. Vor dem XCO-Finale am morgigen Sonntag findet eine BMX Show mit Senad Grosic statt. In der großen Expo-Area können überdies die heißesten Neuigkeiten aus der Bike-Welt bestaunt werden, während man in der Team Area seinen Idolen und Helden zum Greifen nahekommt. Die beiden Areas sind und sonntags von 9.30-17 Uhr geöffnet.

XC und DH treffen erstmals aufeinander – spannende Rennen beim Weltcup Leogang garantiert

Die ganze Action gibt es LIVE und on Demand auf Red Bull TV

Saalfelden Leogang, Österreich, 08. Juni 2022 – Während uns die Downhill-Elite mit zwei nervenaufreibenden Rennen in Lourdes (FRA) und Fort William (GBR) begeisterte, lieferten sich die Cross-Country-Athleten in Petrópolis (BRA), Albstadt (GER) und Nove Mesto (CZE) spannende Wettkämpfe. Nun ist es Zeit für die FahrerInnen beider Disziplinen sich beim ersten Doppelweltcup dieser Saison zu treffen, dem Mercedes-Benz UCI Mountain Bike Weltcup in Saalfelden Leogang.

Die Live-Finals auf Red Bull TV:

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Cross-Country Short Track (XCC)

Das Damen- und Herren-Elitefinale wird am Freitag, 10. Juni, um 17:20 Uhr (MESZ) übertragen.

Downhill (DHI)

Das Elite-Finale der Frauen wird am Samstag, 11. Juni, um 12:25 Uhr (MESZ) übertragen.

Das Elite-Finale der Herren wird am Samstag, 11. Juni, um 13:45 Uhr (MESZ) übertragen.

Cross-Country Olympische Distanz (XCO)

Das Elite-Finale der Frauen wird am Sonntag, 12. Juni, um 12:00 Uhr (MESZ) übertragen.

Das Elite-Finale der Herren wird am Sonntag, 12. Juni, um 14:30 Uhr (MESZ) übertragen.

Den Auftakt in das actiongeladene Mountainbike-Wochenende macht die Cross-Country-Elite am Freitagabend mit den Short Track Rennen (XCC). Nachdem der Deutsche Luca Schwarzbauer sich in Nove Mesto seinen ersten XCC-Weltcups gesichert hat und sich nun an der Spitze der Gesamtwertung wiederfindet, wird die Konkurrenz um Alan Hatherly (RSA), Nino Schurter (SUI) und Henrique Avancini (BRA) alles geben, um ihm den Platz an der Sonne streitig zu machen. Die Damenkonkurrenz wird von der Australierin Rebecca McConnell angeführt, die sich bisher als beständigste Fahrerin in der Sprintdisziplin erwiesen hat, gefolgt von den beiden ehemaligen XCO-Weltmeisterinnen Pauline Ferrand-Prévot (FRA) und Jolanda Neff (SUI).

Bei Rennen über die olympische Distanz scheint Rebecca McConnell diese Saison nahezu unschlagbar, nachdem sie alle drei bisherigen Weltcups gewonnen hat. Neben ihren direkten Verfolgerinnen Loana Lecomte (FRA) und Anne Terpstra (NED) werden besonders die jungen Österreicherinnen Mona Mitterwallner und Laura Stigger vor heimischem Publikum alles geben.

Einen möglichen Vorteil für sich und ihre Landsfrau sieht Laura Stigger auf der Leoganger Strecke: „Die Short Track-Strecke ist sehr anspruchsvoll durch den Wiesenanstieg, der eine gute körperliche Verfassung und entsprechende Fähigkeiten erfordert. Die Cross-Country-Strecke hat die meisten Höhenmeter im gesamten Weltcup und ich glaube, das liegt uns Tirolern ziemlich gut und ich freue mich sehr darauf.“

Bei den XCO-Männern dreht sich alles um die Frage, ob Nino Schurters Rekordjagd nach den meisten Weltcup-Einzelsiegen endlich von Erfolg gekrönt sein wird. Nach seinem Sieg in Petrópolis sowie den Podiumsplatzierungen in Nove Mesto (2.) und Albstadt (3.) führt die Schweizer Legende auch im Gesamtweltcup. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Tom Pidcock (GBR), und Vlad Dascalu (ROM).

Während Freitag und Sonntag den XC-Fahrern gehören, dreht sich am Samstag alles um Downhill. Vor allem Lokalmatadorin Vali Höll wird motiviert sein, auf ihrer Heimstrecke zu zeigen, was in ihr steckt, nachdem es die Leoganger „Speedster“-Strecke in den letzten zwei Jahren alles andere als gut mit ihr meinte. Vali stürzte sowohl im letzten Training vor der WM 2020, weshalb nicht zum Finale antreten konnte, als auch kurz vor dem Ziel beim letztjährigen Weltcup. Die aktuelle Gesamtweltcupführende Camille Balanche (SUI) hingegen hat nur gute Erinnerungen an Leogang: 2020 krönte sie sich im Pinzgau zur Weltmeisterin und im vergangenen Jahr gewann sie den Weltcup. Mit der amtierenden Weltmeisterin Myriam Nicole (FRA) und Fort-William-Siegerin Nina Hoffmann (GER), die ebenfalls beide den nächsten Weltcup-Sieg anstreben, hat das Feld der Frauen mehr als eine klare Favoritin.

Betrachtet man den Wettbewerb der Elite-Männer, ist Amaury Pierron (FRA) derjenige, den es zu schlagen gilt. Der Franzose dominierte die ersten beiden Rennen der Saison und weiß auch, wie man in Leogang gewinnt, wo er sich 2018 den Sieg holte. Seine ärgsten Rivalen Laurie Greenland (GBR), Thibaut Dapréla (FRA), Benoit Coulanges (FRA) und Finn Iles (CAN) suchen immer noch nach dem richtigen Mittel, ihn zu besiegen.

Die gesamte Saison 2022 des Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup gibt es wie immer live und kostenlos auf Red Bull TV. Noch mehr Bike-Action gibt es auf facebook.com/RedBullBike und youtube.com/RedBullBike.

Aktuelle Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup Gesamtwertung:

Women’s UCI Cross-Country MTB World Cup:

  1. Rebecca McConnell | AUS | 935
  2. Loana Lecomte | FRA | 586
  3. Anna Terpstra | NED | 508
  4. Mona Mitterwallner | AUT | 508
  5. Laura Stigger | AUT | 504

Women’s UCI Cross-Country Short Track MTB World Cup:

  1. Rebecca McConnell | AUS | 600
  2. Pauline Ferrand-Prévot | FRA | 450
  3. Jolanda Neff | SUI | 390
  4. Alessandra Keller | SUI | 390
  5. Sina Frei | SUI | 330

Men’s UCI Cross-Country MTB World Cup:

  1. Nino Schurter | SUI | 732
  2. Tom Pidcock | GBR | 600
  3. Vlad Dascalu | ROM | 560
  4. Alan Hatherly | RSA | 506
  5. Titouan Carod | FRA | 447

Men’s UCI Cross-Country Short Track MTB World Cup:

  1. Luca Schwarzbauer | GER | 495
  2. Alan Hatherly | RSA | 440
  3. Nino Schurter | SUI | 400
  4. Henrique Avancini | BRA | 385
  5. Sam Gaze | NZL | 360

Women’s UCI Downhill MTB World Cup:

  1. Camille Balanche | SUI | 435
  2. Myriam Nicole | FRA | 370
  3. Valentina Höll | AUT | 325
  4. Nina Hoffmann | GER | 292
  5. Marine Cabirou | FRA | 246

Men’s UCI Downhill MTB World Cup:

  1. Amaury Pierron | FRA | 455
  2. Laurie Greenland | GBR | 289
  3. Benoit Coulanges | FRA | 289
  4. Danny Hart | GBR | 216
  5. Luca Shaw | USA | 213

TEST: Bulls Wild Ronin Team – Der Wolf im Schafspelz

140mm Federweg, eine zum Trail-Bike passende Geometrie, Ultimate Fahrwerk und eine edle Optik – Das ist das Bulls Wild Ronin Team. Was das deutsche Carbon Fully kann und wie es sich auf den Trails geschlagen hat, erfahrt ihr hier.

Sind wir mal ganz ehrlich: Bulls ist nicht unbedingt die Marke, die für die begehrtesten Bikes im Mountainbike Sport bekannt ist. Geht es jedoch um große Ergebnisse, sind Athleten wie der deutsche Enduro Meister Christian Textor und Marathon Legende Karl Platt nur ein paar Namen die erfolgreich auf Bulls Equipment sind.

Das Ronin schafft den wohl weitesten Spagat zwischen den Disziplinen Enduro und Cross Country: Egal wie lang die Tour ist, wie heftig das Gelände – dieses Bike meistert alles, ein echtes All Mountain eben, oder vielleicht einfach nur das kompletteste Mountainbike? – Christian Textor

Das Bulls Wild Ronin Team wird vom deutschen Hersteller als kerniger Allrounder mit Spaßgarantie beworben. Mit einem RockShox Ultimate Fahrwerk, 140mm Federweg, Shimano XT Bremsen und einem recht leichten Rahmen könnte das Ronin dieser Aussage durchaus gerecht werden.

Optik und Features

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Optisch reiht sich das Wild Ronin perfekt in das Mountainbike Sortiment von Bulls ein Das Carbon Modell erinnert stark an die Enduro Maschine Wild Creed und verfügt ebenso über den markanten Hauptrahmen mit kantiger Linienführung.

Die Farben des Ronin sind dezent gehalten – hier wird ein leichtes „air blue“ mit schwarzen Decals und einer silbernen RockShox Pike Ultimate kombiniert. Das steuert zu einem edlen und schlichten Gesamtbild bei.

Bulls Wild Ronin

Passend zur Trail-Bike Kategorie gibt es einen leichten Kettenstrebenschutz, der die Strebe im rauen Gelände vor Schlägen der Kette schützt. Falls die Kette mal abspringt hat Bulls einen polierten Alu-Schutz im Bereich des Tretlagers montiert, der das Carbon schützen soll.

Auf langen Touren darf natürlich die Möglichkeit zur Montage einer Trinkflasche nicht fehlen. Hier gibt es im Hauptrahmen genügend Mounts und Platz für gleich zwei Flaschen.

Bulls Wild Ronin

Geometrie – klassischer Allrounder

Bei der Geometrie eines Trail-Bikes ist viel Spielraum möglich. Manche Hersteller produzieren lange und flache Kisten zum Ballern, andere konzentrieren sich eher auf die Balance zwischen Uphill und Downhill. Letzteres war ganz klar das Ziel von Bulls.

Der Lenkwinkel von 66° wird mit einem Reach von 470mm in der Rahmengröße 48cm (Was ungefähr L entspricht) kombiniert. Dazu kommt ein eher kurzer Stack von 621mm und eine Kettenstrebe von kurzen 435 Millimeter. Diese Zahlen geben den Ton des Wild Ronin an und untermalen die Aussage des „kernigen Allrounder mit Spaßgarantie“.

41 cm44 cm48 cm51 cm
A
OBERROHRLÄNGE
582 mm603 mm625 mm647 mm
B
REACH
430 mm450 mm470 mm490 mm
C
STACK
612 mm612 mm621 mm630 mm
D
SITZROHRLÄNGE
41 cm44 cm48 cm51 cm
E
SITZROHRWINKEL
76 °76 °76 °76 °
F
KETTENSTREBE
435 mm435 mm435 mm435 mm
G
RADSTAND
1173 mm1193 mm1217 mm1241 mm
H
TRETLAGEROFFSET
30 mm30 mm30 mm30 mm
I
LENKWINKEL
66 °66 °66 °66 °

Komponenten und Ausstattung

Was bekommt man bei Bulls für 5.199 Euro? Beim Fahrwerk wird auf Rockshox Ultimate Produkte gesetzt. An der Front arbeitet die Pike mit 140mm und am Heck der Deluxe mit 140mm.

Obendrauf gibts eine Menge Shimano Deore XT Produkte. Zum Stehen kommt das Ronin mit der 4-Kolben XT Bremsanlage, die mit großen 203mm Scheiben kombiniert wird. Diese Größe ist auch bei modernen Trail-Bikes nicht ganz üblich und hat uns positiv überrascht. Übrigens gibt Bulls auf der Webseite an, dass das Wild Ronin nicht über eine Rücktrittbremse verfügt. 😉

Shimano

Für die richtige Übersetzung sorgt das XT 12-Fach Schaltwerk (10-51 Zähne) mit einer passenden Kurbelgarnitur (32 Zähne).

Das Ronin rollt auf Schwalbe Nobby Nic Evo Super Ground TLE 29″ Reifen mit einer Breite von 2,4″. Diese sind auf einem DT Swiss XMC 1501 Spline Laufradsatz montiert.

Wem das Wild Ronin Team zu teuer ist, bekommt bei Bulls für wenig Geld schon viel Carbon. Den Einstieg in das Trail-Bike Sortiment mach das Ronin für 2.699 Euro mit Carbon Rahmen, RockShox 35 an der Front und Shimano Deore Parts. Für Tausend Euro mehr bekommt man eine Pike Select RC an der Front und Shimano Deore XT Bremsen und die dazu passende Schaltgruppe. Preislich ist das definitiv attraktiv.

Bulls Wild Ronin

Das Bulls Wild Ronin auf dem Trail

Wir konnten das Wild Ronin auf einige Trails entführen – Von ruppigen Abfahrten auf dem Holy Hansen im Vinschgau bis hin zu unseren Hometrails am Geisskopf musste das 140mm Bike einiges bei Wind und Wetter einstecken.

Aber bevor es zum spaßigen Part kommt, müssen wir über die Performance im Uphill sprechen.

Schon auf den ersten Metern wird klar, dass das Wild Ronin den Weg zum Trail so einfach wie möglich gestalten will. Die Sitzposition ist nicht zu gestreckt und der Sitzwinkel von 76° bietet einem eine tolle Stellung, um ordentlich in die Pedale zu treten.

Generell klettert das Ronin sehr gut den Berg hinauf. Das liegt wie schon erwähnt an der Sitzposition, aber auch am geringen Gewicht von 12,66kg und dem präzise arbeitenden Hinterbau. Dieser funktioniert vor allem auf technischen Klettersektionen hervorragend und bietet ausreichend Traktion, um steile Trails zu erklimmen.

Bulls Wild Ronin
Der Spitzname Endo-Flo passt wie Latsch und Apfelbäume

Da wir aber am meisten Spaß bei der Abfahrt haben, mussten wir uns natürlich auch auf diese konzentrieren. Auch hier fällt der präzise und feinfühlige Hinterbau wieder auf. Dieser schluckt gekonnt kleine Unebenheiten weg und sorgt damit für ein sanftes Fahrgefühl.

Schnell wird auch klar, dass Bulls mit dem beworbenen kernigen Allrounder mit Spaßgarantie recht hat. Die Geometrie und das recht hoch im Federweg stehende Fahrwerk mach das Ronin zum verspielten Trail-Bike. Kleine Gaps, spaßige Line und der ein oder andere Endo-Drop lassen sich spielend leicht meistern. Die Performance der RockShox Ultimate Produkte ist exzellent und bietet auch bei härteren Schlägen genügend Gegenhalt und ausreichend Einstellmöglichkeiten, um ein individuelles Setup zu finden.

Bulls Wild Ronin

Auf flowigen Strecken kommt der kurze Hinterbau und der „kurze“ Reach zur Geltung. Wer schnell durch enge Kurven zirkeln will, kommt hier auf seine Kosten. Der Flow Trail am Geisskopf ist zwar nicht besonders steil, wird aber recht schnell und macht auf dem Wild Ronin tatsächlich extrem viel Spaß, da sich das Rad ausgezeichnet in die Anlieger drücken lässt und sich leicht über die kleinen Tables und Sprünge schiebt.

Auf den Enduro Trails haben wir uns zwar einen etwas längeren Reach gewünscht um mehr Stabilität zu bekommen, jedoch konnten wir die Strecken auf dem Ronin aus einer anderen Sicht begutachten und nicht immer die schnellste Linie sondern die spaßigere wählen.

Weniger spaßig und präzise ist jedoch die Geräuschkulisse. Wie auch schon beim Wild Creed rappelt und klopft es in dem Hinterbau, sodass es fast schon unangenehm und nervend ist. Hier sollte sich Bulls unbedingt eine neue Führung der Züge einfallen lassen.

Das Fazit zum Bulls Wild Ronin Team

Bulls hat vielleicht nicht das beste Image in der Gravity-Mountainbike Szene, verdient aber mit dem Wild Ronin Aufmerksamkeit. Der Präzise Hinterbau, die schicke Optik, die tolle Uphill Performance und ein extrem spaßiges Fahrverhalten machen das Trail-Bike zum Allrounder mit Spaßgarantie. Wer vom klappernden Hinterbau absehen kann, bekommt für 5.199 Euro ein preislich attraktives 29 Zoll Carbon Fully, dass auf Trails und im Bike Park Spaß macht.

 

Weitere Informationen findet ihr unter: www.bulls.de