Trails shredden und Skills verbessern: Tipps für Mädels von Freeriderin Angie Hohenwarter

Jochtrail, Serfaus-Fiss-Ladis mit Angie Hohenwarter © Serfaus-Fiss-Ladis Marketing GmbH, christianwaldegger.com

Oft haben vor allem Mädels großen Respekt vor Bikeparks, Singletrails und den möglichen Gefahren. Sitzt man nämlich verkrampft und angespannt auf dem Bike, kann man die Trails und die Umgebung nicht in vollen Zügen auskosten. Die 35-jährige Freeriderin Angie Hohenwarter gibt fünf Tipps für Mädels, um die Fahrtechnik-Skills zu verbessern und so die beliebte Bikeregion Serfaus-Fiss-Ladis richtig genießen zu können.

Bike-Profi Angie Hohenwarter kommt aus der Region Hermagor im österreichischen Kärnten. Sie verbrachte schon in jungen Jahren sehr viel Zeit auf zwei Rädern und konnte sich in den Disziplinen 4X, Cross Country und Downhill tolle Erfolge sichern. Ihr bestes Weltcupergebnis war der 4. Platz im 4X in Schladming 2008. Die Freeriderin ist oft in der familienfreundlichen Bikeregion Serfaus-Fiss-Ladis unterwegs. Unter anderem leitet sie dort die Trail Session und surft mit den Ladies die Anlieger und Wallrides. Wenn jemand weiß, wie Frau sich auf dem Mountainbike steigert und ihr Riding kontinuierlich verbessert, dann Angie. Sie verrät uns, warum Serfaus-Fiss-Ladis sich so gut für Mädels eignet und gibt Tipps für den nächsten Besuch!

Du bist öfters in Serfaus-Fiss-Ladis und shreddest die Trails hier. Was unterscheidet diese Region von anderen?

Ich finde es toll, Bikepark und Natur-Trails vereint zu haben – da wird einem definitiv nicht langweilig. Und da mein Bikesponsor Propain Bikes Partner des Bikeparks Serfaus-Fiss-Ladis ist, bin ich jetzt noch häufiger dort als zuvor.

Serfaus-Fiss-Ladis Trail Session mit Angie Hohenwarter
Trail Session, Serfaus-Fiss-Ladis mit Angie Hohenwarter © Serfaus-Fiss-Ladis Marketing GmbH, christianwaldegger.com

Wie sieht eine perfekte Bikeregion für Frauen aus?

Serfaus-Fiss-Ladis ist schon ziemlich optimal für Bikerinnen. Einsteigerinnen können sich langsam herantasten und auch für fortgeschrittene Bikerinnen bietet der Park ausreichend Möglichkeiten zum Trails surfen und Doubles oder Table Jumps zu springen. Die Region hat generell so viel zu bieten: den Bikepark, den Pumptrack, den Landing Bag, die Singletrails, die Berge und Landschaft, die Kulinarik und dazu sind die Leute alle so herzlich. Man hat alles an einem Spot.

Ist der Pumptrack eine gute Ergänzung für Mädels, die sich auf dem Bike und auf den Trails verbessern möchten?

Biken ist wahnsinnig vielfältig und das Pumptrackfahren verbessert mit Sicherheit die Skills eines jeden Bikers. Zum Beispiel Wellen wegzudrücken, um mehr Speed zu bekommen oder sich auf dem Bike sicherer zu fühlen, Kurven fahren, zu pushen – was man auf dem Pumptrack lernt, lässt sich alles auf den Trails im Gebiet oder im Park anwenden.

Gerade Frauen sind oft sehr angespannt und nervös vor Bikepark-Trips. Was empfiehlst du speziell am Anfang?

Lasst euch nicht stressen, gerade von schnelleren Ridern. Habt Spaß und erkundigt euch über das Gebiet und die Trails. Das hilft den meisten Mädels schon. Falls man sich trotzdem noch unsicher fühlt, bucht euch einen Guide, lernt die Basics und lasst euch von den Locals die Trails zeigen.

SFL_Angie Hohenwarter_Bikepark_(c) Serfaus-Fiss-Ladis Marketing GmbH, christianwaldegger.com
Bikepark, Serfaus-Fiss-Ladis mit Angie Hohenwarter © Serfaus-Fiss-Ladis Marketing GmbH, christianwaldegger.com

Du kennst sicher das Gefühl, Angst zu haben und nervös zu sein wegen einer schwierigen Sektion auf dem Track? Wie gehst du damit um und was rätst du anderen Bikerinnen?

Mein Geheimrezept ist das Singen bei schwierigen Passagen. Dann denkt man nicht zu viel über Wurzeln und Gefahren nach und konzentriert sich auf das Essenzielle. Am wichtigsten für mich ist dennoch die richtige Grundposition auf dem Bike. Man sollte die Basics kennen und dann darauf aufbauen – so habt ihr noch mehr Spaß auf den Trails.

Was empfiehlst du den Mädels, die sich langsam an Sprünge herantasten möchten?

Hier in Serfaus-Fiss-Ladis gibt es ganz verschiedene Arten von Sprüngen – Table Jumps, Doubles, Drops, Road-Gaps. Table Jumps sind ideal zum Anfangen. Denn sie verzeihen einem, wenn man zu kurz springt. Bevor ihr einen Table mit viel Speed nehmt, rollt ihn zuerst mal ab, damit ihr ein Gefühl für den Sprung bekommt. Sehr wichtig für Jumps finde ich ein optimales Bike Set-Up. Ist der Rebound des Dämpfers oder der Gabel zum Beispiel deutlich zu schnell eingestellt, kann man versehentlich einen Frontflip machen – na, nicht im Ernst. Aber der Rebound sollte auf jeden Fall stimmen.

Für Drops empfehle ich die tolle Dropbatterie, also Sprünge mit verschiedenen Höhen, unten im Zielgelände des Bikeparks. Oder auch den Airbag-Jump – da hat man eine weiche Landung und Fahrfehler haben keine schlimmen Konsequenzen.

Generell gilt: Tastet euch langsam an Sprünge heran und seid geduldig, dann klappt das auch.

Serfaus-Fiss-Ladis Trail Session mit Angie Hohenwarter
Trail Session, Serfaus-Fiss-Ladis mit Angie Hohenwarter © Serfaus-Fiss-Ladis Marketing GmbH, christianwaldegger.com

Bei vielen Bikerinnen stehen Wallrides auf der Bucket List. Was ist dafür wichtig?

Fürs Foto bitte ganz oben sein. 😉 Spaß beiseite! Sucht euch einen Wallride aus, der eine schöne Einfahrt hat – am besten eine flache. Dann fahrt den Wallride wie eine Kurve und versucht von Fahrt zu Fahrt ein bisschen höher zu kommen. Aber natürlich nur so hoch, wie ihr euch wohlfühlt. Keine Sorge, die Wallrides schauen meistens schlimmer aus als sie eigentlich sind.

Vom Hütten-Drop in Serfaus-Fiss-Ladis spricht fast jeder, der schon dort war oder noch hinmöchte. Das so genannte Markenzeichen steht mit Sicherheit für fortgeschrittene Bike-Ladies ganz oben auf der Liste. Was sollten die Girls dafür beachten?

Oh ja, wer hat den Hütten-Drop noch nicht gesehen? Wenn man sich bei Drops und Kurven wohlfühlt, kann man den Sprung mitnehmen. Legt aber zuerst euer Bike zur Seite und schaut euch den Sprung zu Fuß an. Falls ihr euch für den Drop entscheidet, solltet ihr wirklich 100 Prozent sicher sein, dass ihr den Haus-Drop machen möchtet. Das Gefühl nach der Landung werdet ihr lieben.

Ihr habt Blut geleckt und wollt eure Bikepark- und allgemeinen Riding Skills verbessern? Ab nach Serfaus-Fiss-Ladis! Hier könnt ihr euch Schritt für Schritt an jede Herausforderung und jedes Hindernis im Bikepark oder auf den Singletrails herantasten. Hättet ihr dabei gerne professionelle Tipps und Coaching, dann meldet euch jetzt für einen der verbliebenen Woman’s Workshops mit der Schweizer Downhill-Mountainbike-Nationaltrainerin Alice Kühne an. Die Workshops sind ein tolles Angebot für Einsteigerinnen und Fortgeschrittene, um die Fahrtechnik-Skills auszubauen und dabei eine Menge Spaß zu haben.

eitere Informationen zum Biken in Serfaus-Fiss-Ladis und zur Region Serfaus-Fiss-Ladis gibt es auf: www.bike-sfl.at und www.serfaus-fiss-ladis.at.

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YT Izzo Core – Young Talent erweitert die Core Flotte

Ein Jahr nach der Premiere des kurzhubigen Trail-Bikes Izzo erweitert Young Talent ihre Core Palette um weitere Modelle. Das Izzo Core kommt in neuen Farbvarianten, Komponenten und weiteren spannenden Details. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

Wer auf den heimischen Trails unterwegs ist, wird wohl kaum um die Bikes des Forchheimer Direktversenders herum kommen. YT hat sich in den letzten Jahren mehr als nur in der Szene etabliert und präsentiert mit dem Capra und Jeffsy zwei der beliebtesten Modelle des Mountainbike Sports.

Passend zum Jahrestag des Izzo kommen nun die neuen Core Varianten des Trail-Bikes auf den Markt. “Live Uncaged” gilt bei YT natürlich auch für ihre Bikes und da ist das Izzo, das nach der deutschen Redewendung “Is’ so” benannt ist, keine Ausnahme. Inspiriert vom japanischen Katana-Schwert soll sich das Izzo als das schärfste YT herausstellen, das sich durch seine Klettereffizienz und ein niedriges Gewicht auszeichnet, während es auch bei jeder Abfahrt immer Vollgas gibt. Jetzt frischt der Direktversender das Line-up auf und stellt die neuen Core-Modelle vor. Das Izzo ist ein dynamisches Alltags-Mountainbike mit 130 mm Federweg vorne und hinten, das Mountainbikern ein fettes Grinsen ins Gesicht zaubern soll.

YT IZZO

Neue Farben und Komponenten

Das IZZO ist vorerst in drei verschiedenen Modellkategorien und Farbvarianten wie ‘Machine Grey’, ‘Assault Green’ und ‘Ice Grey’ erhältlich.

Der Ultra Modulus Carbon Rahmen des Izzo Core 4 soll die Performance steigern und an Gewicht sparen. YT verbaut hier die neue Fox 34 Float Factory mit Grip2 Dämpfer, die sich präzise einstellen lässt und die gewohnt Fox Leistung auf dem Trail verspricht. In Kombination mit dem Fox Float DPS Factory Dämpfer wirkt das Fahrwerk stimmig und dürfte für ein Grinsen bei der Abfahrt sorgen.

Bergauf hilf beim High-End Core Modell die Sram X01-Gruppe mit einer weiten Range von 520%. Kombiniert wird das Ganze mit der Sram G2 RSC-Scheibenbremse die bei dem leichten Trail-Bike mit ihren 4-Kolben Satteln für ordentlich Bremsleistung sorgen dürfte. Dazu gibt es noch leichte DT Swiss XMC 1501 Spline-Laufräder aus Carbon und Maxxis Forecaster-Reifen.

Neben dem Core 4 Modell gibt es noch zwei weitere Varianten, die ebenfalls auf einen Carbon Hauptrahmen setzen. Hier darf man zwischen einem Fox Performance Elite und Performance Fahrwerk und den günstigeren Varianten der oben genannten Sram Komponenten wählen.

YT Izzo Core 4YT Izzo Core 3Yt Izzo Core 2
  • Rahmen: Ultra Modulus Carbon Frame
  • Gabel: Fox 34 Float Performance Elite, 29″, Grip2
  • Dämpfer: Fox Float DPS Performance Elite, 3 Pos. Adjust
  • Schaltung: Sram GX Eagle, 12-Fach
  • Bremsen: Sram G2 R
  • Laufradsatz: DT Swiss M1900 Spline
  • Reifen: Maxxis Forecaster, 29″ x 2.35
  • Preis: 5.599 Euro

  • Rahmen: Ultra Modulus Carbon Frame
  • Gabel: Fox 34 Float Performance Elite, 29″, Grip2
  • Dämpfer: Fox Float DPS Performance Elite, 3 Pos. Adjust
  • Schaltung: Sram GX Eagle, 12-Fach
  • Bremsen: Sram G2 R
  • Laufradsatz: DT Swiss M1900 Spline
  • Reifen: Maxxis Forecaster, 29″ x 2.35
  • Preis: 4.299 Euro

  • Rahmen: Carbon Hybrid Frame
  • Gabel: Fox 34 Float Performance, 29″, Grip
  • Dämpfer: Fox Float DPS Performance, 3 Pos. Adjust
  • Schaltung: Sram NX Eagle, 12-Fach
  • Bremsen: Sram G2 R
  • Laufradsatz: DT Swiss M1900 Spline
  • Reifen: Maxxis Forecaster, 29″ x 2.35
  • Preis: 3.399 Euro

YT Izzo

Wir sind sehr zufrieden damit, wie das IZZO von der Mountainbike-Community aufgenommen wurde. Es sieht scharf aus und fühlt sich auch so an. Wenn du zu den Fahrern gehörst, die gerne lange Tage auf dem Sattel verbringen und auf großen Abenteuern Wert auf geringes Gewicht und Kletterfähigkeit legen, dann ist das IZZO das richtige Bike für dich. Und das Beste: Mit seiner YT DNA wird es dich auch bergab begeistern. – Markus Flossman, Founder & CVO

Mehr Informationen findet ihr unter www.yt-industries.com

Die neue FOX Transfer LS – leichte Stütze für XC und Gravel

Fox präsentiert die neue und leichtere Transfer SL. Die Sattelstütze soll nun 25% leichter sein und an alle MTB und Rennrad- und Gravellenker passen. 

Der Trend im Mountainbike Sport geht immer mehr zum Zweit- oder Drittrad. Einige von euch besitzen neben dem Enduro auch noch ein Gravel oder Trail Bike. Fox bringt passend dazu eine neue und leichtere Variante der Transfer Sattelstütze auf den Markt.

Specs:

  • Neues leichteres Design
  • 50,70, 75 und 100mm Drop Optionen
  • 27.2, 30.9 und 31.6mm Durchmesser
  • Neue Fenster erlauben GRX-Style Dropper Hebel Kompatibilität
  • Coil/Feder für konsistenterer Performance
  • Verfügbar in Factory und Performance Elite
  • 327g – 399g (Herstellerangaben)
  • Preis: 329$ – 399$ (Deutsche Preise noch nicht bekannt)

Warum kommt die neue Transfer nur mit 50 – 100mm? Fox ziehlt bei der SL Variante der beliebten Variostütze nicht auf den MTB Markt und will Crosscountry- und Gravel-Sportlern ein leichteres Gesamtpaket bieten. Deshalb kommt die Transfer SL mit einem geringeren Drop, wiegt aber ca. 128g weniger als das normale Modell.

Um das Gewicht geringer zu halten kann man hier nicht wie bei den schon bekannten Modellen unendlich viele Sattel Level wählen, sondern wird auf zwei beschränkt. Auch auf ein Luftdruck System wurde verzichtet, da mit Hilfe eines Federsystems weniger Öl und Kammern benötigt werden. Ein Vorteil des Federsystems soll das schnelle und flüssige Ein- und Ausfahren der Stütze sein.

Fox Transfer

Mehr zu Fox findet ihr auf: www.foxracingshox.de

 

 

TEST: Schwalbe Magic Mary Addix Ultra Soft – Reifen fürs Grobe

Über den perfekten Reifen lässt es sich streiten. Schwalbe präsentiert mit dem Magic Mary jedoch einen Kandidaten der ganz oben mitspielt und richtig viel potential im groben Gelände bei allen Wetterlagen beweist. Was uns an dem grobstolligen Mountainbike Reifen gefallen hat und wo er Schwächen aufweist, erfahrt ihr hier.

Ende der letzten Saison hat mich einer meiner Kollegen angesprochen und gefragt, ob ich nicht ein paar neue Reifen von Schwalbe brauche. Natürlich hab ich ja gesagt und kurz überlegt und nachgeforscht. Meine Wahl viel dann auf den Schwalbe Magic Mary Addix Ultra Soft. Warum? Ganze einfach – World Cup Racer Amaury Pierron ist verdammt schnell auf diesen Reifen.

Natürlich hat jeder von uns eine bevorzugte Reifenkombination. Zuvor war ich auf dem Continental Kaiser und Baron, oder Minion Assagai und DHF unterwegs. Deshalb fand ich die Idee ganz gut, einfach mal bei den Profis zu schauen was sie fahren und worauf sie siegen. Also her mit den Amaury Pierron Reifen und rauf auf mein Canyon Sender AL mit 27,5″ Laufrädern.

Canyon Sender

Schwalbe Magic Mary – kurz und knapp

  • Größe: 27,5″
  • Breite: 2,35
  • Mischung: Addix Ultra Soft
  • Karkasse: Super Gravity
  • Gewicht: 1280 g (Herstellerangaben)
  • Preise:  62,90 Euro

Natürlich gibt es den Magic Mary in weiteren Größen, Breiten und mit unterschiedlichen Karkassen. Mehr dazu findet ihr im Link am Ende des Artikels.

Schwalbe Magic Mary – First Look

Um ganz genau zu sein, handelt es sich bei unseren Testreifen um die Schwalbe Magic Mary Addix Ultra Soft EVO SG TLE 1.6 – 3,5. Dabei steht Addix Ultra Soft für die Gummimischung, EVO für die Evolution Line Qualität, SG für die Super Gravity Karkasse, TLE für die Snake Skin Aussenwand und die Zahlen 1.6 – 3.5 stehen für den Mindest-, bzw. Maximaldruck. Die Reifengröße ist 27,5″ x 2,35. Da es neben dieser Variante auch noch viele weitere Kombinationen mit noch mehr Kürzeln gibt, war ich schon ein bisschen froh, dass ich im Internet eine genaue Angabe zu den Reifen von Amaury gefunden habe. Und bevor ich es vergesse. Die farbigen Streifen auf den Schwalbe Reifen stehen für die Gummimischung. Im Falle des Addix Ultra Soft gibt es deshalb einen Lila Streifen.

Im Vergleich zu den Vorgängern soll der Magic Mary in der Addix Ultra Soft Variante robuster sein und einen reduzierten Rollwiderstand bieten. Die Snake Skin Aussenwände sollen dazu noch mehr Haltbarkeit und Schutz vor Schnitten im rauen Gelände bieten.

Magic Mary

Nachdem ich den Reifen auf meine Felgen gezogen hatte und auf ca 1,6 Bar an der Front und 1,8 Bar am Heck gepumpt hatte, ging es ein paar Tage später schon nach Schladming um dort die ersten Runden zu drehen. Leider spielte das Wetter an diesem Wochenende überhaupt nicht mit und so kam es, dass die Magic Mary direkt aufs äußerste getestet wurde. Die Sichtweite auf der Strecke war nämlich < 10m und die World Cup Downhill bestand quasi aus einem einzigen Bach, Wurzeln, Matsch und einer Prise Verzweiflung.

Obwohl ich am Ende des Tages komplett durchnässt, matschig, frustriert und häufiger am Boden als gewollt war, würde ich sagen, dass mir die neuen Reifen mit der Ultra Soft Mischung doch das ein oder andere mal den Ar*** gerettet haben. Aber Schladming war an diesem Wochenende kein gutes Beispiel für einen Test und deshalb ging es mit den Reifen noch auf die Hometrails.

Magic Mary

Die Magic Marry auf dem Trail

Ein paar Tage später war ich mit meinem Sender wieder unterwegs. Dieses mal ging es auf die Hometrails in Boppard die zwar etwas trockener waren, aber immer noch nicht perfekt. Trotz der rutschigen Wurzeln und schmierigen Schiefersektionen hatte ich immer die Kontrolle über mein Bike. Die Reifen krallen sich in den Boden und verfügen über ausgezeichneten Grip. Ging es mal in steilere Sektionen in denen man das Vorderrad ordentlich belasten musste und viel mit der Vorderradbremse arbeiten muss, glänzte die Mary in allen Punkten.

Der Magic Mary glänzt zwar auf nassem und rutschigen Untergrund, jedoch darf man keine Wunder auf rutschigen Wurzeln erwarten. Es gibt keinen Reifen der dort wirklich Grip findet.

Waren die Trails endlich mal trocken, reiht sich der Magic Mary in eine ähnliche Klasse wie Assagai, Kaiser und co. ein. Dem Magic Mary war es egal ob wir auf flowigen, ruppigen und schnellen Strecken unterwegs waren. Selbst auf den Brechsand Trails im Bike Park Winterberg hatten wir Grip und das Gefühl noch schneller fahren zu können. Kommt man mit etwas mehr Geschwindigkeit in eine Kurve, hält der Reifen stand und faltet sich auch bei geringerem Luftdruck nicht.

Magic Mary

Fazit zum Magic Mary Addix Ultra Soft

Der Magic Mary will ins Gelände und verleitet einen zu hohen Geschwindigkeiten. Die neue Gummimischung sticht vor allem bei nassen Konditionen heraus und bietet mit dem grobstolligen Profil Grip in jedem Terrain. Auch die Snake Skin Aussenwand hält harscheren Bedingungen statt und bietet ordentlich Haltbarkeit.

Auf den ersten Kilometern könnte man jedoch meinen, dass sich der Magic Mary recht schnell abnutzt. Aber auch nach einem halben Jahr in Parks und auf den Hometrails hat sich an dem Zustand nichts weiter verschlimmert und wir haben immer noch ordentlich Grip und Profil.

Ich wurde von meiner Amaury Pierron inspirierten Reifenwahl definitiv nicht enttäuscht. Grade bei schlechteren Wetterbedingungen punktet die weiche Gummimischung mit ordentlich Grip. Für mich ist der MTB Reifen von Schwalbe eine extrem gute Wahl für den Downhill Einsatz.

Kann man den Magic Mary auf dem Enduro fahren? Definitv. Ich würde dann jedoch beim Hinterrad auf einen anderen Reifen mit geringerem Rollwiderstand setzen um angenehmer bergauf fahren zu können.

Mehr zu Schwalbe und den Produkten erfahrt ihr auf: www.schwalbe.com

⚡ Das neue YT Decoy MX und 29 – Vollblut-Enduro mit integriertem Shuttle ⚡

Vor wenigen Tagen präsentierte YT uns noch die neuen Capra und Jeffsy Modelle und schon kommt das nächste überarbeitete Bike der Forchheimer. Mit den neuen YT Decoy Core Modellen wird es neben dem reinen 29er und der Mullet Variante auch neue Features geben. Das elektrische Enduro soll nicht nur Spaß im Downhill generieren sondern auch im technischen Uphill für ein Grinsen im Gesicht sorgen.

Eins muss man der Entwicklung von YT lassen. Wer schon mal auf einem ihrer Räder saß, wird sich sehr wahrscheinlich direkt wohlgefühlt haben. Die Geometrie eines Jeffsy, Capra und Decoy ist zwar modern, aber nie überfordernd, nie extrem lang, oder extrem flach.

Aus diesem Grund hat sich wahrscheinlich ähnlich wie bei den letzte Woche erschienen Capra MX und 29 Modellen auch bei den neuen Decoy Core Modellen nicht zu viel verändert.

Yt Decoy
Freeride Legende Brett Tippie auf seinen Local Trails in British Columbia

Das YT Decoy – kurz und knapp

  • Rahmen: Ultra Modulus Carbon Frame / Carbon Hybrid Frame
  • Federweg: 170mm (MX), 150mm (29)
  • Laufräder: 29″ oder Mullet (29″ vorne, 27,5″ hinten)
  • Motor: Shimano EP8 85Nm
  • Akku: SMP YT Custom 540Wh
  • Gewicht: 21,7kg – 23,0kg (Herstellerangaben)
  • Preis: 5.299 Euro – 7.499 Euro

Die Geometrie

An der Geometrie der beiden Decoy Varianten hat sich grundsätzlich nichts verändert. Wer einen wenigen und verspielten Freerider möchte, setzt auf das Decoy MX Core Modell mit 29″ vorne und 27,5″ hinten. Der recht kurze Reach von 429mm (Größe L) in Verbindung mit einem Radstand von 1235mm und einem Lenkwinkel 64,5° sollte das MX recht verspielt dastehen lassen. Im Vergleich zu einem modernen Enduro Bike ist der Reach zwar etwas kurz, aber hier kann man auch einfach aus den Größen S – XXL das passende Bike für sich finden.

Das 29 Core setzt offensichtlich weniger auf ein verspieltes Handling, dafür aber mehr auf ein stabiles und laufruhiges Fahrverhalten im Allmountain Einsatz. Das beweist der doch recht moderne Reach mit 463mm (Größe L), die 485mm langen Kettenstreben und die 29″ Laufräder. Hier müssen wir zwar mit etwas weniger Federweg (150mm statt 170mm) klarkommen, haben aber andere Vorteile wie die laufruhe dank großer Laufräder und eine bessere Performance im Uphill dank steilerem Sitzwinkel.

YT Decoy MX Core

SizesSMLXLXXL
Top tube569 mm591 mm612 mm635 mm658 mm
Reach409 mm429 mm429 mm469 mm489 mm
Stack624 mm629 mm633 mm643 mm652 mm
Seat tube length400 mm420 mm445 mm470 mm495 mm
Chainstay442 mm442 mm442 mm442 mm442 mm
Head tube angle64.5°/65°64.5°/65°64.5°/65°64.5°/65°64.5°/65°
Seat tube angle (eff)75.5° / 76°75.5° / 76°75.5° / 76°75.5° / 76°75.5° / 76°
BB Drop mm (Low/High)R16/F32 R8/F24R16/F32 R8/F24R16/F32 R8/F24R16/F32 R8/F24R16/F32 R8/F24
Wheelbase1191 mm1213 mm1235 mm1259 mm1284 mm
Head tube length95 mm100 mm105 mm115 mm125 mm
BB Height344 / 352 mm344 / 352 mm344 / 352 mm344 / 352 mm344 / 352 mm
Standover Height752 mm738 mm724 mm714 mm702 mm

YT Decoy 29 Core

SizesSMLXLXXL
Top tube565 mm587 mm608 mm631 mm654 mm
Reach423 mm443 mm463 mm483 mm503 mm
Stack614 mm619 mm623 mm632 mm641 mm
Seat tube length400 mm420 mm445 mm470 mm495 mm
Chainstay458 mm458 mm458 mm458 mm458 mm
Head tube angle65.8°/66.3°65.8°/66.3°65.8°/66.3°65.8°/66.3°65.8°/66.3°
Seat tube angle (eff)77° / 77.5°77° / 77.5°77° / 77.5°77° / 77.5°77° / 77.5°
BB Drop38 / 32 mm38 / 32 mm38 / 32 mm38 / 32 mm38 / 32 mm
Wheelbase1197 mm1219 mm1241 mm1265 mm1289 mm
Head tube length95 mm100 mm105 mm115 mm125 mm
BB Height338 / 345 mm338 / 345 mm338 / 345 mm338 / 345 mm338 / 345 mm
Standover Height744 mm731 mm718 mm708 mm697 mm
Brett Tippie
Tippie in seinem Element

Die Varianten – Enduro Shuttle oder Allmountain E-Bike? 

Auch beim Decoy gibt es zwei Varianten mit unterschiedlichen Ausstattungsoptionen. Das MX Modell ist der Freerider und bietet mit seinen 170mm Federweg ordentlich Reserven im anspruchsvollen Gelände. Die Fox 38 an der Front und der X2 Dämpfer sorgen für ausreichend Steifigkeit und Performance wenn es zur Sache geht. Beim MX Core2 Modell wird eine Rockshox Zeb verbaut und am Heck arbeitet ein Super Deluxe Select. Wie es sich für ein modernes Freeride Bike fast schon gehört, befindet sich an der Front des MX ein 29″ Laufrad und am Heck ein 27,5″. Das soll die Rollperformance der großen Laufräder mit der Agilität der 650B kombinieren. Für den Grip sorgt die Assegai und Minion DHR Kombination von Maxxis mit EXO und Karkasse.

Die 29 Core Modelle sind wie der Namen schon sagt, reinrassige 29er. Hier müssen wir zwar auf etwas Federweg verzichten, bekommen dafür aber eine längere Geometrie für ein stabiles Fahrverhalten in steilem Gelände. An der Front arbeitet hier entweder die Fox 36, oder wie beim Core 2 Modell eine Rockshox Yari mit 150mm Federweg.

YT Decoy 29 Core 4YT Decoy 29 Core 3YT Decoy 29 Core 2

  • Rahmen: Ultra Modulus Carbon Frame
  • Farben: Trooper White / Black Magic
  • Laufräder: 29″ Crankbrothers Synthesis Alu E-MTB I9 1/1
  • Gabel: FOX 36 Float Factory E-Bike+
  • Dämpfer: FOX Float DPS Factory
  • Bremsen: Sram Code RSC
  • Schaltung: Shimano XT
  • Motor: Shimano EP8 85Nm
  • Batterie: SMP YT Custom
  • Preis: 6.999 Euro

  • Rahmen: Carbon Hybrid Frame
  • Farben: Ice Green / Black Magic
  • Laufräder: 29″ Crankbrothers Synthesis Alu E-MTB
  • Gabel: FOX 36 Perf.Elite E-Bike+
  • Dämpfer: FOX Float DPS Perf. Eltite
  • Bremsen: Sram Code R
  • Schaltung: Shimano SLX
  • Motor: Shimano EP8 85Nm
  • Batterie: SMP YT Custom
  • Preis: 5.999 Euro

  • Rahmen: Carbon Hybrid Frame
  • Farben: Platinum Grey / Black Magic
  • Laufräder: 29″ Crankbrothers Synthesis Alu E-MTB
  • Gabel: Rockshox Yari RC
  • Dämpfer: Rockshox Deluxe Select
  • Bremsen: Sram Code R
  • Schaltung: Shimano Deore
  • Motor: Shimano EP8 85Nm
  • Batterie: SMP YT Custom
  • Preis: 5.299 Euro
YT Decoy MX Core 4YT Decoy MX Core 3YT Decoy MX Core 2

  • Rahmen: Ultra Modulus Carbon Frame
  • Farben: Trooper White / Black Magic
  • Laufräder: 29″ und 27,5″ Crankbrothers Synthesis Alu E-MTB I9 1/1
  • Gabel: FOX 38 Float Factory E-Bike+
  • Dämpfer: FOX Float X2 Factory
  • Bremsen: Sram Code RSC
  • Schaltung: Shimano XT
  • Motor: Shimano EP8 85Nm
  • Batterie: SMP YT Custom
  • Preis: 7.499 Euro

  • Rahmen: Carbon Hybrid Frame
  • Farben: Ice Green / Black Magic
  • Laufräder: 29″ und 27,5″ Crankbrothers Synthesis Alu E-MTB
  • Gabel: FOX 38 Perf.Elite E-Bike+
  • Dämpfer: FOX Float X Perf. Eltite
  • Bremsen: Sram Code R
  • Schaltung: Shimano SLX
  • Motor: Shimano EP8 85Nm
  • Batterie: SMP YT Custom
  • Preis: 6.499 Euro

  • Rahmen: Carbon Hybrid Frame
  • Farben: Platinum Grey / Black Magic
  • Laufräder: 29″ und 27,5″ Crankbrothers Synthesis Alu E-MTB
  • Gabel: Rockshox ZEB R
  • Dämpfer: Rockshox Super Deluxe Select
  • Bremsen: Sram Code R
  • Schaltung: Shimano Deore
  • Motor: Shimano EP8 85Nm
  • Batterie: SMP YT Custom
  • Preis: 5.799 Euro
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Wir hatten das YT Decoy Race Pro in der letzten Saision im Test und waren extrem begeistert. Das Mullet Bike bietet ein enormes Abfahrtspotential und macht vor allem auf flowigen und schnellen Strecken Spaß. Aber auch auf technischen Abfahrten und Sprüngen konnten wir damals einiges aus dem E-MTB rausholen und somit wurde es zu einem unserer Redaktion Favoriten. (Den Test zum Decoy Pro Race findet ihr auf unserer Schwesterseite: www.velomotion.de)

Mit den zwei neuen Core Varianten bietet der Direktversender aus Forchheim zwei spannende E-Mtbs an. Wer es gerne auf gebauten Strecken krachen lassen will und auf ordentlich Air-Time steht, sollte sich die MX Varianten anschauen. Wer lieber Touren mit steilen und anspruchsvollen Downhill Passagen fahren will, wird sich über die 29 Core Modelle freuen.

Mehr Informationen zu YT findet ihr auf: www.yt-industries.com

Epic Bikepark Leogang feiert seinen zwanzigsten Geburtstag!

World Cup LKeogang

Der erste österreichische Bikepark feiert seinen zweiten runden Geburtstag und seit nunmehr 20 Jahren werden unterschiedlichste Bike-Momente und Erlebnisse im Epic Bikepark Leogang gesammelt. Heute zählt der Park zu einer der ältesten und renommiertesten Bike-Destinationen Europas. Biker/Innen aus aller Welt machen sich Jahr für Jahr auf den Weg in den Pinzgau, um in den Genuss der berühmten Lines und Trails des Epic Bikepark Leogangs zu kommen. Ein Blick auf die Geschichte des Bikeparks zeigt schnell, wie mit Leidenschaft und Hingabe für das Mountainbiken ein nachhaltiges Erfolgsrezept entstehen konnte.

Als der Epic Bikepark Leogang im Jahr 2001 als erster österreichischer Bikepark seine Pforten für die Öffentlichkeit öffnete, war das Konzept „Bikepark“ noch nahezu unbekannt. Die Bergbahnen hatten zusammen mit 33 Gesellschaftern 450.000 € investiert, um den Bikepark und die Lifte ins Rollen zu bringen. Von der Allgemeinheit zunächst kritisch beäugt, musste bis in das Jahr 2005 zugezahlt werden. Dann übernahmen die Bergbahnen neben dem Erhalt auch eigenständig den Betrieb des Epic Bikepark Leogang und innerhalb weniger Jahre konnte eine positive Bilanz gezogen werden.

Zur Ersteröffnung des Parks gab es insgesamt vier Strecken an der Asitzbahn. Der Speedster und der Flying Gangster führten von der Mittelstation bis ins Tal, während sich die Four Cross- und Dual Cross Strecken im Talbereich schlängelten. Die zu Beginn eher herausfordernden Strecken sprachen sich schnell in der Gravity Gemeinde herum, wodurch der Bikepark immer bekannter wurde. 2001 vermerkte Saalfelden Leogang 16.700 Bergfahrten, während es im Jahr 2002 bereits 25.000 Fahrten waren. 2020 stieg die Zahl der Bergfahrten im Epic Bikepark Leogang schließlich auf 195.000 an.

Die Gründer des Bikeparks reagierten auf die steigende Nachfrage und engagierten die Shapecrew des Snowparks Asitz, um eine Vielzahl neuer und top ausgebauter Strecken zu erschaffen. So entstanden im Laufe der Zeit auch immer mehr anfängertaugliche Alternativen. Die letzten Jahre investierten die Leoganger Bergbahnen zusammen mit dem Tourismusverband nochmals intensiv in den Ausbau des Bikeparks. Neuheiten wie der World Champs Pumptrack, die Downhill-Strecke Vali’s Hölle, die Hot Shots fired by GoPro und der GoPro Landing Bag sprechen für sich und komplettieren die ohnehin schon üppige Strecken-Vielfalt des Parks. Heute bietet Saalfelden Leogang ein Trail-Netzwerk von elf Bikepark-Strecken und vier Singletrails und zaubert Biker/Innen jeder Könnerstufe ein Lächeln ins Gesicht.

@ Bikepark Leogang

Kornel Grundner, Geschäftsführer der Leoganger Bergbahnen, ist schon seit Beginn am Bikepark involviert: „Es war zu Beginn ein sehr mutiger Schritt und alle waren gespannt, ob es funktioniert. Wir waren in der glücklichen Situation, dass wir mit Hilfe von insgesamt 33 Gesellschaftern aus Leogang das Projekt ins Leben rufen konnten. 50 % der Investition tätigten die Bergbahnen. Die ersten Jahre waren nicht einfach, aber ab 2006 nahmen die Besucherzahlen Jahr für Jahr zu, und gerade in den letzten fünf Jahren ist es nochmal eine ganz andere Dimension geworden.“

Schon viele Jahre ist der Epic Bikepark Leogang Austragungsort hochkarätiger Events und Wettkämpfe. Einmalige Konzepte wie der „White Style“ Contest – ein Dirtjump Wettbewerb auf Schnee – sorgen für unvergessliche Momente und Bilder. Das jährlich stattfindende Out of Bounds Festival verbindet das typische Bike Festival-Flair mit Mitmach-Events und bietet ausreichend Bike Action für alle Teilnehmer/Innen. Der bis 2017 durchgeführte 26TRIX Dirtjump Contest erfreute sich größter Beliebtheit und bot Szenengrößen wie Greg Watts die nötige Airtime für bis dahin nie gesehene Tricks, wie einen Double Backflip. Auch die UCI Mountainbike Weltmeisterschaft fand im Jahr 2012 und 2020 mit dem Epic Bikepark Leogang ihren idealen Austragungsort. Der Downhill Weltcup findet dieses Jahr nun zum zehnten Mal im Pinzgau statt.

Im Jahr 2021 wagen die Veranstalter nun den nächsten Schritt. Zum ersten Mal wird im Rahmen des Out of Bounds-Festivals ein Doppel-Weltcup in Saalfelden Leogang veranstaltet. Neben dem Downhill Weltcup werden nun auch die Cross Country-Stars in Leogang um die Medaillen kämpfen. Die Finalrennen des Mercedes-Benz UCI Mountainbike Worldcups werden live auf Red Bull TV und im ORF zu sehen sein. Eine limitierte Besucheranzahl auf zugewiesenen Sitzplätzen ist erlaubt. Natürlich mit einem umfangreichen Präventionskonzept. Tickets für die Tribünenplätze können ab 20.05. unter www.mtb-weltcup.at erworben werden. Einen Vorgeschmack zur Veranstaltung gibt es hier zu sehen.

Marco Pointner, Geschäftsführer der Saalfelden Leogang Touristik: „Es hat sich extrem viel getan hier im Bikepark, und ich habe großen Respekt vor den Menschen, die vor 20 Jahren den Mut aufgebracht haben, das Projekt ins Leben zu rufen. Nach anfänglichen Herausforderungen wurde der Bikepark stetig ausgebaut. Ich darf mittlerweile seit sechs Jahren dieses Projekt mitgestalten und es ist schön, ein Teil dieser Entwicklung zu sein.“

© Klemens König

Weitere aktuelle News, Termine und Informationen zu den Strecken des Epic Bikepark Leogang gibt es auf bikepark-leogang.com, instagram.com/BikeparkLeogang oder facebook.com/BikeparkLeogang

 

Österreichs größte Bikeregion:
Längst treten die drei Orte Saalbach Hinterglemm, Saalfelden Leogang und Fieberbrunn im Winter gemeinsam als Skicircus auf. 2020 sind sie sich auch im Sommer nähergekommen und bieten Mountain- und Gravelbikern mit über 80 Kilometern Lines & Trails, 9 Bergbahnen auf 7 Bergen, einem gemeinsamen Bike-Ticket und unlimitierten Schotter- und Asphaltkilometern schier unbegrenzte Möglichkeit auf Zweirädern aller Genres.

Für einen „runden Rad-Urlaub” gibt es in Saalfelden Leogang spezielle Bike-Hotels wie das Hotel Bacher, das Holzhotel Forsthofalm, das Lebe Frei Hotel Der Löwe, das mama thresl, das Good Life Resort Riederalm, den Ritzenhof – Hotel und Spa am See, das Biohotel Rupertus, das Hotel Salzburgerhof und das Hotel Krallerhof sowie kompetente Bike-Shops wie Sport Mitterer, Sport Simon und der Bikepoint. Zur Verbesserung der eigenen Fähigkeiten, für geführte Touren oder für Fahrtechniktraining bietet die Bikeschule Elements Outdoorsports oder die Bikeschule Le-Guide ein umfangreiches Angebot an. Eine Liste aller bikefreundlichen Unterkünfte in der Region Saalfelden Leogang befindet sich hier: saalfelden-leogang.com/de/region-erleben/biken/bikefreundliche-betriebe.

Weitere Informationen zur Region Saalfelden Leogang gibt es auf:
saalfelden-leogang.com, instagram.com/Saalfelden_Leogang oder facebook.com/SaalfeldenLeogang

FIRST RIDE: Specialized Turbo Kenevo SL – ⚡ Enduro auf Steroiden ⚡

Specialized Turbo Kenevo SL

Specialized präsentiert das neue Kenevo SL. Mit diesem Light-E-MTB kombinieren die Kalifornier ihren leichten SL-Antrieb mit den Fahreigenschaften des beliebten Enduros und setzen dabei auf moderne Geometrie, viel Federweg und eine ordentliche Menge Spaß in der Abfahrt.

In den letzten Jahren hat kaum eine Marke den eMTB Markt so sehr mitbestimmt wie Specialized. Mit dem Levo Gen 3 brachten sie vor wenigen Wochen eine potente, leistungsstarke und überarbeitete Version des beliebten Trail-E-Bikes heraus.

Nun bekommt auch das etwas abfahrtsorientertere Kenevo ein neues Modell. Dabei setzen die Kalifornier aber nicht auf ihren kräftigsten Motor, sondern auf ein Gesamtkonzept, das mit extrem viel Spaß im Downhill und natürlichem Unterstüzungsverhalten im Uphill glänzen soll.

Das Specialized Kenevo SL – kurz und knapp

  • Rahmen: Carbon
  • Federweg: 170mm
  • Motor: Turbo SL 35 Nm
  • Akku: 240 Wh
  • Gewicht: 19,21 kg
  • Preis: ab 9.499 Euro

Optik fürs Grobe

Ähnlich wie beim Levo SL könnte man auf den ersten Blick fast übersehen, dass es sich hier um ein E-Bike handelt. Die schlanken Rohre fallen trotz integriertem Akku nicht viel breiter aus als die des unmotorisierten Enduros. Generell erinnert der komplette Aufbau an das 2019 überarbeitete Modell. Die Anlenkung des Dämpfers, sowie der Aufbau des gesamten Rahmens wurde von dem langhubigen Mountainbike übernommen und an das Kenevo angepasst.

Farblich gibt es das Kenevo SL abhängig von der Ausstattungsvariante in vier verschiedenen Ausführungen. Das Expert ist in einem schicken Grau/Weiß und einem knalligen Gelb erhältlich. Die S-Works Modelle gibt es in Grün/Schwarz und Grau/Schwarz.

Specialized kenevo SL
Das Kenevo wirkt in Anliegern recht lang, sorgt aber im schnellen Gelände für viel Stabilität

Heißt Kenevo – sieht aus wie ein Enduro

Wie schon oben erwähnt – Das SL erinnert weniger an das bekannte Kenevo, sondern ähnelt dem unmotorisiertem Enduro wie ein Ei dem anderen. Der einzig wirklich auffällige Unterschied ist der kleine Motor am Tretlager.

Die Geometrie – point and shoot!

Was nach wenigen Metern auf dem neuen Kenevo SL klar wird, ist, dass dieses Bike fürs Grobe gemacht ist. Der moderne Reach von 489mm und der lange Radstand schreien nach schnellem Downhill. Dazu kommt der dank verschiedener Headset Schalen anpassbare Lenkwinkel von 64,5°, 63,5° und 62,5°. 62,5°? Ja, das ist möglich und tatsächlich extrem flach.

Aber nicht nur das Headset ist anpassbar, auch das Tretlager kann um 6mm angehoben oder gesenkt werden.

Wenn wir die Geometriedaten vom Enduro und dem Kenevo SL vergleichen, fällt einem direkt die Ähnlichkeit auf. Der “größte” Unterschied befindet sich an der Länge der Kettenstreben.

Bikes Größe: S4Kenevo SLEnduro Turbo Kenevo
Reach:485487495
Radstand:128712741293
Lenkwinkel:63.5°63.9°64°
Sitzwinkel:76°76°77°
Kettenstrebe:447442454

Wenn wir uns die Geometrie des Kenevo SL genauer anschauen wird schnell klar, dass hier auf Speed und Stabilität im roughen Gelände gesetzt wird. Wie schon oben erwähnt, bringt der extrem flache Lenkwinkel in Verbindung mit dem langen Reach von 485mm (Größe S4) ein ausgesprochen hohes Maß an Laufruhe mit sich. Das SL will schnell fahren, braucht dafür aber einen aktiven Fahrstil. Wer nicht genügend Druck auf das Vorderrad bringt, wird schnell an die Grenzen des langhubigen Boliden kommen.

Bewährtes Fahrwerk-Design – Demo, Enduro, Kenevo SL

Als Specialized das Enduro 2019 vorstellte, warben die Kalifornier mit dem bewährten Suspension-Design des Demos. Auch beim Kenevo SL ist nun das im World Cup geprüfte Fahrwerks-Design verbaut. Es basiert in erste Linie auf einem Viergelenker mit Horst-Link, das vor den Ausfallenden verwendet wird. Das Ganze soll den Ingenieuren ermöglichen den Achsweg für das Stoßkraftmanagement zu optimieren und Anti-Rise und Anti-Squat auf die Tretleistung abzustimmen. Einer der Nebeneffekte ist, dass sich beim in die Eisen gehen die Bremskräfte entkoppeln und somit weiterhin mehr Kontrolle über das Rad behalten werden kann.

Die spezielle Fahrwerksanlenkung des Kenevo SL wurde bereits bei unserem DH-Weltmeisterbike, dem Demo, zum ersten Mal eingeführt und später an das Enduro angepasst. Sie bietet eine unübertroffene Kombination aus Kontrolle, Stoßkraftmanagement bei großen Schlägen, Pedalierleistung und Haltbarkeit. – Specialized

Das Sechstreben Design des Hinterbaus wurde im Vergleich zum Enduro noch etwas überarbeitet und bietet nun mehr Steifigkeit. Diese spürte man auch auf dem Trail. Das Fahrwerk arbeitet extrem plüschig, lässt sich aber selbst in losen und flachen Kurven mit viel Druck auf den Trail drücken.

Uns ist jedoch aufgefallen, dass der neue Hinterbau beim Pedalieren etwas mehr wippt. Das Enduro hatte uns in der Vergangenheit mit seiner überraschend guten Uphill Performance begeistert. Diese leidet nun unter dem Wippen beim Kenevo etwas, jedoch macht diesen Kraftverlust der Motor wieder wett.

Achsweg – Kurven für die Nerds

Der Achsweg des Kenevo SL bewegt sich im ersten Drittel des Federwegs nach hinten und dann in der Mitte des Federwegs vertikal, bevor er sich zum Ende des Federwegs hin in eine Vorwärtsbewegung verwandelt. Im Klartext bedeutet dies, dass der rückwärtige Weg im ersten Teil des Federwegs dem Rad ermöglichen soll, mit der Stoßkraft nach hinten zu “schwingen”. Dies verringert ein Hängenbleiben des Rades und hilft dabei, Geschwindigkeit mitzunehmen. Auf dem Trail fällt einem diese Bewegung kaum auf, achten wir jedoch mal etwas genauer auf den Untergrund stellt man schnell fest, dass das Fahrwerk mehr arbeitet als man mitbekommt, da kleinere Unebenheiten auf den Trails weggebügelt werden. Der Dämpfer fühlt sich tatsächlich nach viel mehr Federweg an, als er eigentlich hat. Natürlich sind 170mm viel, jedoch bringt man diese mit dem Kenevo gefühlt nie ans Limit.

Komponenten fürs Grobe

Nicht nur die Geometrie ist für das harte Gelände geschaffen, auch die Komponenten fühlen sich dort wohl. An der Front arbeitet bei unserem Kenevo SL in der Expert Variante eine Fox Float 38 Performance Elite (Quasi eine Factory nur ohne Kashima) und am Heck sitzt der Fox Performance Float X2. Dieses Fahrwerk harmoniert mit der Geometrie unglaublich gut und bügelt auf dem Trail über alles was ihm vorgelegt wird. Trotzdem hätten wir uns bei einem Preis von 9.499 Euro über ein Factory Fahrwerk gefreut.

Über die Bremse kann man sich wie gewohnt streiten, jedoch macht die Sram Code RS was sie soll. Die 4-Kolben Bremsanlage wird vorne mit einer Scheibe von 220mm und am Heck mit 200mm kombiniert und lässt sich auch bei längeren Abfahrten angenehm kontrollieren ohne an Bremskraft durch Überhitzen zu verlieren.

Komponenten Specialized Kenevo SL Expert

Rahmen: FACT 11m Vollcarbon
Antrieb: Specialized SL 1.1
Akku: 320 Wh + optional 160 Wh Range Extender

Federgabel: Fox 38 Performance Elite Grip2, 170mm
Dämpfer: Fox Float X2 Performance

Schaltung: Sram Xo1 Eagle
Bremsen: Sram Code RS 220/203 mm
Laufräder: Roval Traverse 29
Sattelstütze: X-Fusion Maniac

Preis: 9.499 Euro

Komponenten Specialized Kenevo SL S-Works

Rahmen: FACT 11m Vollcarbon
Antrieb: Specialized SL 1.1
Akku: 320 Wh + optional 160 Wh Range Extender

Federgabel: Fox 38 Factory Grip2, 170mm
Dämpfer: Fox Float X2 Factory

Schaltung: Sram XX1 Eagle AXS
Bremsen: Sram Code RSC 220/203 mm
Laufräder: Roval Traverse SL 29
Sattelstütze: RockShox Reverb AXS

Preis: 13.999 Euro

SWAT
Integrierte Tools sind extrem praktisch. Specialized glänzt hier mit dem SWAT Tool im Headset

Ein Hoch auf Specialized – SWAT

Wer häufig mit seinem Mountainbike unterwegs ist und so wie die meisten von uns auf einen Rucksack verzichtet, freut sich über Details wie das SWAT System von Specialized. Das kalifornische Kult Unternehmen verbaut dieses System nun schon seit ein paar Jahren und sorgte mit dem im Headset integrierten Tool und dem im Unterrohr eingelassenen Stauraum für eine der besten Neuerungen in der Szene.

Beim Specialized Kenevo SL müssen wir natürlich auf die SWAT-Box im Unterrohr verzichten (hier sitzt der Akku), dafür haben wir aber immer noch das praktische Multitool im Headset. Außerdem dürfen wir uns über ordentlich Platz im Rahmen freuen und sogar große Trinkflaschen im montierten Flaschenhalter verstauen. Wem das nicht reicht – der kann ja einfach seine Banane mit einem hippen Bikestrap ans Oberrohr fesseln.

Specialized Kenevo SL

Das Herzstück – Specialized SL 1.1 Motor

Eines der wichtigsten Elemente an einem E-Bike ist natürlich der Motor. Specialized ist im Bereich Light-E-MTB einer der Pioniere und präsentierte schon beim LEVO SL den überarbeiten und leichten SL Motor. Auch beim neuen Kenevo dürfen wir uns wieder über den 35Nm “starken” Antrieb freuen. Das Unternehmen bewirbt den Motor mit dem Spruch “2x Du”. Wie wir finden trifft es das auch ganz gut. Man kann von einem 35Nm Motor zwar keine Leistung wie von einem vor Power strotzendem Bosch oder Specialized Motor mit um die 90Nm erwarten – Da will das Kenevo SL aber auch überhaupt nicht hin.

2x Du

Was ist damit gemeint? Gehen wir davon aus, dass wir regelmäßig 240 Watt treten können dann unterstützt uns der Motor mit genau dieser Leistung. Das Fahrgefühl ist dabei einem unmotorisierten Mountainbike extrem ähnlich und fühlt sich sehr natürlich an. Neben den bekannten Modi: Eco, Trail und Turbo ist beim SL vor allem die ausgeschaltete Performance des Motors interessant. Schalten wir das Kenevo nämlich aus, entkoppelt sich der Motor und wir fühlen uns wie auf einem etwas zu schweren Mountainbike ohne Motor. Geht es dann mal steil bergauf schalten wir wahlweise zwischen den Modi und bekommen ausreichend Power für steile und technische Uphill Sektionen.

Mastermind Tubro Control Unit

Die MasterMind Turbo Control Unit (TCU) ist im Wesentlichen das “Gehirn” des Bikes. Es ist die Hard- und Software, die steuert, wie der Motor, der Akku, das Fahrrad und du interagieren. Sie ermöglicht unter anderem Echtzeit Tuning während der Fahrt und zeigt alle relevanten Daten an. Spannend finden wir auch, dass hier für Updates auf die Verwendung von Kabel verzichtet werden und die neuste Software einfach wireless von der Mission Control App auf das Fahrrad gespeilt werden kann.

Wer es gerne etwas individuell mag, kann sich sein Setup dank der Mission Control App konfigurieren. Das gilt auch für das neue Display, das nun seit dem Launch des Levo verbaut wird. Der schmale Bildschirm integriert sich formschön in das Oberrohr und bietet einem alle Infos, die man sich wünscht. Ablesbar sind hier die Geschwindigkeit, Modus, Uhrzeit, Power und und und.

S-Sizing – Die Specialized Größen

Das Kenevo SL ist neben der uns zur Verfügung gestellten S4 Größe noch in drei weiteren Varianten erhältlich – S2, S3 und S5. Diese Angaben ähneln zwar den klassischen S-XL Größen sollen aber die Grenzen zwischen Körpergröße und bevorzugtem Fahrstil, bzw. Verhalten des Bikes verschwimmen lassen.

Nehmen wir an, wir sind alle 1,85m groß. Normalerweise würde hier nun das S4 Modell hervorragend passen. Möchte ich jedoch ein wendiges und etwas verspielteres Fahrrad, kann ich mir eine Nummer kleiner holen, oder möchte ich ein langes Racebike hole ich mir eine Nummer größer. Es ist also unabhängig von deiner Körpergröße welches Fahrrad zu dir passt. Am Besten aber einfach mal beim lokalen Specialized Händler vorbeischauen und eine Probefahrt vereinbaren.

Specialized Kenevo SL
Das Kenevo fühlt sich auch in der Luft wohl und sorgt mit seinem poppigen Fahrwerk für ordentlich Airtime

Das Kenevo SL auf dem Trail

Auf geht’s zum wichtigsten Teil des Tests. Die Performance im Uphill und Downhill. Ersteres gestaltet sich mit dem neuen Kenevo SL erstaunlich gut. Zwar kann man hier keine Kunststücke in steilen Kletterpassagen erwarten, da der Radstand ordentlich lang und der Lenkwinkel ziemlich flach ist, jedoch sorgt der steile Sitzwinkel von 76° für eine effiziente Pedalier-Position. Wollen wir uns jedoch an wirklich steile Sektionen wagen, schalten wir den Motor auf Trail oder Turbo und kommen mit etwas Kraft auch den fiesesten Stich hoch.

Kurz zu den einzelnen Modi

Starten wir im ausgeschalteten Modus – hier fällt nicht wirklich auf, dass wir auf einem E-Bike sitzen. Der Motor entkoppelt sich komplett und unter uns befindet sich dann ein nur etwas schweres Mountainbike. Schalten wir auf Eco fühlen wir direkt eine angenehme Unterstützung, müssen jedoch immer noch Kraft aufbringen um bergauf fahren zu können. Anders sieht es hier im Trail Modus aus. Der Trail Modus schiebt uns ordentlich den Berg rauf, auch steilere Passagen meistern wir hier angenehm. Kommen wir jedoch mal an unsere Grenzen schalten wir den Turbo an. Hierbei ist jedoch zu bedenken, dass Trail und Turbo stark an der Akku Kapazität nagen und wir so nicht allzu lange Touren fahren konnten. Ist jedoch mal der Akku leer, pedaliert sich das SL im Gegensatz zum klassischen Kenevo recht angenehm nach Hause.

Downhill – Augen zu und durch

Wie schon erwähnt bringt die Geometrie einige Vorteile im anspruchsvollen Gelände mit sich. Der extrem flache Lenkwinkel und der lange Reach sorgen für eine exzellente Laufruhe auf dem Trail. Trotz der 170mm Federweg und der erwähnten Geometrie wirkt das Kenevo SL jedoch sehr poppig. Wenn wir mal an einer Wurzel oder einem Stein abziehen wollten, fiel uns das unerwartet leicht.

Wir waren auf unseren Hometrails im Bayerischen Wald unterwegs und haben uns hauptsächlich auf die naturbelassenen Enduro Strecken konzentriert. Hier fühlt sich das Kenevo SL extrem wohl. Sobald die Trails steil, schnell und ruppig werden merkt man das ausgewogene Zusammenspiel des durchdachten Fahrwerks und der potenten Geometrie. Das Bike gibt einem das Gefühl von Point an Shoot – Zielen und drüber schießen.

Das Fazit zum Specialized Kenevo SL

Das Kenevo SL ist ein reines Enduro Mountainbike, das mit seinem leichten Motor für extra Reserven im Uphill sorgt. Wer auf die Enduro-Runde mit seinen durchtrainierten Freunden und Freundinnen nicht verzichten mag, kann dank des SL 1.1 Antriebs ordentlich mithalten. Wer nun denkt, dass das Bike ideal für den Enduro Einsteiger ist, der täuscht sich jedoch. Die progressive Geometrie verlangt einem einen aktiven Fahrstil ab und will unter Kontrolle gehalten werden. Wer jedoch ausreichend Druck auf dem Vorderrad halten kann, wird mit diesem poppigen Monstertruck eine Menge Spaß auf anspruchsvollen und schnellen Trails haben.

Alles in Allem ist das Specialized Kenvo SL ein verdammt ausgewogenes Gesamtkonzept, das für ein fettes Grinsen im Downhill sorgt.

⚡ Mehr Fahreindrücke findet ihr in unserem folgenden Video zum Specialized Kenevo. ⚡

Mehr zum Kenevo SL findet ihr unter: www.specialized.com