Trails shredden und Skills verbessern: Tipps für Mädels von Freeriderin Angie Hohenwarter

Jochtrail, Serfaus-Fiss-Ladis mit Angie Hohenwarter © Serfaus-Fiss-Ladis Marketing GmbH, christianwaldegger.com

Oft haben vor allem Mädels großen Respekt vor Bikeparks, Singletrails und den möglichen Gefahren. Sitzt man nämlich verkrampft und angespannt auf dem Bike, kann man die Trails und die Umgebung nicht in vollen Zügen auskosten. Die 35-jährige Freeriderin Angie Hohenwarter gibt fünf Tipps für Mädels, um die Fahrtechnik-Skills zu verbessern und so die beliebte Bikeregion Serfaus-Fiss-Ladis richtig genießen zu können.

Bike-Profi Angie Hohenwarter kommt aus der Region Hermagor im österreichischen Kärnten. Sie verbrachte schon in jungen Jahren sehr viel Zeit auf zwei Rädern und konnte sich in den Disziplinen 4X, Cross Country und Downhill tolle Erfolge sichern. Ihr bestes Weltcupergebnis war der 4. Platz im 4X in Schladming 2008. Die Freeriderin ist oft in der familienfreundlichen Bikeregion Serfaus-Fiss-Ladis unterwegs. Unter anderem leitet sie dort die Trail Session und surft mit den Ladies die Anlieger und Wallrides. Wenn jemand weiß, wie Frau sich auf dem Mountainbike steigert und ihr Riding kontinuierlich verbessert, dann Angie. Sie verrät uns, warum Serfaus-Fiss-Ladis sich so gut für Mädels eignet und gibt Tipps für den nächsten Besuch!

Du bist öfters in Serfaus-Fiss-Ladis und shreddest die Trails hier. Was unterscheidet diese Region von anderen?

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Ich finde es toll, Bikepark und Natur-Trails vereint zu haben – da wird einem definitiv nicht langweilig. Und da mein Bikesponsor Propain Bikes Partner des Bikeparks Serfaus-Fiss-Ladis ist, bin ich jetzt noch häufiger dort als zuvor.

Serfaus-Fiss-Ladis Trail Session mit Angie Hohenwarter
Trail Session, Serfaus-Fiss-Ladis mit Angie Hohenwarter © Serfaus-Fiss-Ladis Marketing GmbH, christianwaldegger.com

Wie sieht eine perfekte Bikeregion für Frauen aus?

Serfaus-Fiss-Ladis ist schon ziemlich optimal für Bikerinnen. Einsteigerinnen können sich langsam herantasten und auch für fortgeschrittene Bikerinnen bietet der Park ausreichend Möglichkeiten zum Trails surfen und Doubles oder Table Jumps zu springen. Die Region hat generell so viel zu bieten: den Bikepark, den Pumptrack, den Landing Bag, die Singletrails, die Berge und Landschaft, die Kulinarik und dazu sind die Leute alle so herzlich. Man hat alles an einem Spot.

Ist der Pumptrack eine gute Ergänzung für Mädels, die sich auf dem Bike und auf den Trails verbessern möchten?

Biken ist wahnsinnig vielfältig und das Pumptrackfahren verbessert mit Sicherheit die Skills eines jeden Bikers. Zum Beispiel Wellen wegzudrücken, um mehr Speed zu bekommen oder sich auf dem Bike sicherer zu fühlen, Kurven fahren, zu pushen – was man auf dem Pumptrack lernt, lässt sich alles auf den Trails im Gebiet oder im Park anwenden.

Gerade Frauen sind oft sehr angespannt und nervös vor Bikepark-Trips. Was empfiehlst du speziell am Anfang?

Lasst euch nicht stressen, gerade von schnelleren Ridern. Habt Spaß und erkundigt euch über das Gebiet und die Trails. Das hilft den meisten Mädels schon. Falls man sich trotzdem noch unsicher fühlt, bucht euch einen Guide, lernt die Basics und lasst euch von den Locals die Trails zeigen.

SFL_Angie Hohenwarter_Bikepark_(c) Serfaus-Fiss-Ladis Marketing GmbH, christianwaldegger.com
Bikepark, Serfaus-Fiss-Ladis mit Angie Hohenwarter © Serfaus-Fiss-Ladis Marketing GmbH, christianwaldegger.com

Du kennst sicher das Gefühl, Angst zu haben und nervös zu sein wegen einer schwierigen Sektion auf dem Track? Wie gehst du damit um und was rätst du anderen Bikerinnen?

Mein Geheimrezept ist das Singen bei schwierigen Passagen. Dann denkt man nicht zu viel über Wurzeln und Gefahren nach und konzentriert sich auf das Essenzielle. Am wichtigsten für mich ist dennoch die richtige Grundposition auf dem Bike. Man sollte die Basics kennen und dann darauf aufbauen – so habt ihr noch mehr Spaß auf den Trails.

Was empfiehlst du den Mädels, die sich langsam an Sprünge herantasten möchten?

Hier in Serfaus-Fiss-Ladis gibt es ganz verschiedene Arten von Sprüngen – Table Jumps, Doubles, Drops, Road-Gaps. Table Jumps sind ideal zum Anfangen. Denn sie verzeihen einem, wenn man zu kurz springt. Bevor ihr einen Table mit viel Speed nehmt, rollt ihn zuerst mal ab, damit ihr ein Gefühl für den Sprung bekommt. Sehr wichtig für Jumps finde ich ein optimales Bike Set-Up. Ist der Rebound des Dämpfers oder der Gabel zum Beispiel deutlich zu schnell eingestellt, kann man versehentlich einen Frontflip machen – na, nicht im Ernst. Aber der Rebound sollte auf jeden Fall stimmen.

Für Drops empfehle ich die tolle Dropbatterie, also Sprünge mit verschiedenen Höhen, unten im Zielgelände des Bikeparks. Oder auch den Airbag-Jump – da hat man eine weiche Landung und Fahrfehler haben keine schlimmen Konsequenzen.

Generell gilt: Tastet euch langsam an Sprünge heran und seid geduldig, dann klappt das auch.

Serfaus-Fiss-Ladis Trail Session mit Angie Hohenwarter
Trail Session, Serfaus-Fiss-Ladis mit Angie Hohenwarter © Serfaus-Fiss-Ladis Marketing GmbH, christianwaldegger.com

Bei vielen Bikerinnen stehen Wallrides auf der Bucket List. Was ist dafür wichtig?

Fürs Foto bitte ganz oben sein. 😉 Spaß beiseite! Sucht euch einen Wallride aus, der eine schöne Einfahrt hat – am besten eine flache. Dann fahrt den Wallride wie eine Kurve und versucht von Fahrt zu Fahrt ein bisschen höher zu kommen. Aber natürlich nur so hoch, wie ihr euch wohlfühlt. Keine Sorge, die Wallrides schauen meistens schlimmer aus als sie eigentlich sind.

Vom Hütten-Drop in Serfaus-Fiss-Ladis spricht fast jeder, der schon dort war oder noch hinmöchte. Das so genannte Markenzeichen steht mit Sicherheit für fortgeschrittene Bike-Ladies ganz oben auf der Liste. Was sollten die Girls dafür beachten?

Oh ja, wer hat den Hütten-Drop noch nicht gesehen? Wenn man sich bei Drops und Kurven wohlfühlt, kann man den Sprung mitnehmen. Legt aber zuerst euer Bike zur Seite und schaut euch den Sprung zu Fuß an. Falls ihr euch für den Drop entscheidet, solltet ihr wirklich 100 Prozent sicher sein, dass ihr den Haus-Drop machen möchtet. Das Gefühl nach der Landung werdet ihr lieben.

Ihr habt Blut geleckt und wollt eure Bikepark- und allgemeinen Riding Skills verbessern? Ab nach Serfaus-Fiss-Ladis! Hier könnt ihr euch Schritt für Schritt an jede Herausforderung und jedes Hindernis im Bikepark oder auf den Singletrails herantasten. Hättet ihr dabei gerne professionelle Tipps und Coaching, dann meldet euch jetzt für einen der verbliebenen Woman’s Workshops mit der Schweizer Downhill-Mountainbike-Nationaltrainerin Alice Kühne an. Die Workshops sind ein tolles Angebot für Einsteigerinnen und Fortgeschrittene, um die Fahrtechnik-Skills auszubauen und dabei eine Menge Spaß zu haben.

eitere Informationen zum Biken in Serfaus-Fiss-Ladis und zur Region Serfaus-Fiss-Ladis gibt es auf: www.bike-sfl.at und www.serfaus-fiss-ladis.at.

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TEST: Bontrager BITS – integriertes Multitool für Enduristen und Shredder

Dem Trend alles Nötige für eine Tour am oder im Bike zu verstauen folgen auch die Amerikaner, schicken das neue Bontrager Bits Multitool ins Rennen und mischen im Markt der integrierten Multitools kräftig mit. Für alles Enduro und Trail Shredder könnte der folgende Artikel interessant sein.

Was gibt es Lästigeres (abgesehen von platten Reifen natürlich) als z.B. ein lockeres Schaltwerk, dass nicht mehr sauber schaltet oder gar klappert, ein Spiel im Vorbau oder einfach eine verdrehte Bremse nach einem Sturz, genau dafür brauchts ein gutes und kompaktes Werkzeug on Tour.

In den letzten Jahren sehen wir immer mehr Mountainbiker die auf das mitführen eines Rucksacks verzichten und ihre Tools am Bike mit sich führen. Der Trend zu im Steuerrohr integrierten Tools boomt und wir freuen uns über jedes neue Werkzeug das dem Markt präsentiert wird.

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Zudem ist es auch sicherer einen harten Gegenstand wie eben so ein Multitool im Falle eines Sturzes nicht im Rücken zu spüren…also schon zwei Gründe für ein Tool im Steuerrohr.

Was hat das BITS Multitool alles an Board?

  • 2/2,5/3/4/5/6/8 Innensechskantschlüssel
  • Torx 25
  • Schlitzschraubendreher
  • Kettennieter
  • Platz für ein Kettenschloss

Bontrage Bits

Wie wird das Tool montiert und was brauche ich dazu?

Anders als bei anderen Modellen muss im Gabelschaft nicht extra ein Gewinde geschnitten und das hierzu benötigte Werkzeug gekauft werden, Bontragers Multitool wird anstelle der Ahead Kralle eingesetzt und über Schrauben verspannt… kein Hexenwerk also.

Um eine Steuerrohrlänge von 165-250mm abzudecken sind unterschiedlich lange Schrauben und diverse Spacer im Set vorhanden, nur in Carbon Gabelschäften und innen ovalen Rohren wie der FOX 38 kann das BITS nicht verbaut werden.

How it Works?

Es wirkt als wäre das BITS TOOL Tageslicht scheu da es sich anfangs wehrt herauszukommen, mit einem beherzten Zug am Griffbügel geht es zwar raus, allerdings nicht ganz so geschmeidig wie das bei der Konkurrenz der Fall ist.

Dieses Phänomen hat sich im Laufe unseres Tests allerdings nach mehrmaligem Gebrauch verbessert und wir konnten es deutlich leichter entnehmen.

Alle Werkzeuge funktionierten tadellos und konnten uns jederzeit aus der Patsche helfen. Der Kettennieter sprengte zuverlässig mehrere Kettenglieder und hatte danach auch keine Karies oder gar abgebrochene Teile.

Wir sprechen hier aus Erfahrung denn es gibt andere Tools, bei denen der Kettennieter eine nicht so gute Qualität aufweisen konnte und sich gerne mal nach der zweiten Ketten-Action verabschiedete.

Fazit:

Ein kompaktes, qualitativ gut verarbeitetes Tool, welches alle wichtigen Werkzeuge beinhaltet, um sämtliche Ausfälle am Bike schnell reparieren zu können, unauffällig im Steuerrohr verstaut…genau das ist es was wir von einem Werkzeug erwarten.

Da Bontrager unseren Anforderungen durchaus gerecht wird können wir euch das BITS MTB Werkzeug nur empfehlen.

  • Gewicht: 159 Gramm
  • Preis: UVP 89,99 Euro

Mehr Informnationen zu Bontrager findet ihr auf: www.trekbikes.com

TEST: Alpina RAM HVLM+ – Größer, leichter, besser?

Alpina RAM

Größer, leichter, besser, so bewirbt Alpina die RAM Brille, welche für den stetig wachsenden Markt der Enduro Fahrer/-innen entwickelt wurde. Sie soll durch ihr eigenständiges Design und den modernen Style überzeugen. Große Rahmen, bunte Gläser, sowie ein prägnantes Erscheinungsbild sind angesagt und überall zu sehen, egal ob MTB, Gravel oder Rennrad. Die Bayern folgen mit der RAM diesem Trend und platzieren ihr Meisterstück zwischen all die anderen Mitstreiter um die auffälligste Brille. Ob die Brille auch hält was sie verspricht und ob sie überzeugen kann, haben wir uns mal genauer angesehen.

Die Fakten:

  • Einsatzbereich:            Enduro/MTB, Laufen, Lifestyle, Radsport, Rennrad, Road, Urban
  • Filterkategorie:            Cat. 1-3
  • Rahmenmaterial:         2 Komponenten Design (Kunststoffrahmen mit weichen Bügelenden und Nasenpads)

Alpina RAM

Technologien:

Die Alpina RAM ist serienmäßig mit 100% UV-A, -B, -C Schutz ausgestattet, wobei die Verspiegelten Scheiben zusätzlich die Infrarot-Strahlen reflektieren. Zudem sorgt die Fogstop-Beschichtung für eine beschlagfreie Sicht. Dazu wird mit dem Optimized Airflow durch gezielte Luftströmungen eine verbesserte Sicht und mehr Schutz vor Zugluft erreicht. Die Quattroflex Lite Technologie erhöht die Kontraste, lässt Farben satter erscheinen und sorgt für schärfere Sicht.  Die Varioflex Technologie passt die Scheibentönung optimal den Lichtverhältnissen an.

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Alpina RAM 

Testeindruck:

Die 25 Gram leichte Brille sitzt durch die verstellbaren Nasenpads angenehm und fest. Sie verrutschte auch bei ruppigen Abschnitten nicht und drückte, auch bedingt durch die flexiblen Bügelenden nicht unangenehm auf der Haut. Das Sichtfeld ist, wie bei den großen Gläsern und dem schmalen Rahmen zu erwarten war, ziemlich groß und wir hatten alles um uns herum bestens im Blickfeld. Gerade beim Gravel oder Rennradfahren, wo der Oberkörper stark nach vorne gebeugt wird stört bei vielen Brillen der obere Rahmen in der Sicht. Um dies zu verhindern wurde bei der RAM die Scheibe weit nach oben gezogen. Somit hatten wir hier keine Einschränkungen durch einen störenden Rahmen.

Ein übermäßiger Fahrtwind oder unangenehmer Luftzug kommt ebenfalls nicht an die Augen. Zwar ist ein leichter Luftzug zu spüren, dieser ist aber keinesfalls störend und hält die Scheibe zudem auch beschlagfrei.

Die photochrome Scheibe funktioniert bei schnell wechselnden Lichtverhältnissen zwischen Licht und Schatten tadellos und der Trail war jederzeit gut und detailreich erkennbar. Zusätzlich gibt der Blick durch die RAM ein absolutes Gute-Laune-Gefühl. Man könnte fast meinen, man blickt durch einen Instagram-Filter.

Es bräuchte zwar nicht unbedingt eine klare Schlechtwetter Wechselscheibe, da das Varioflex Glas auch mit dunklen Verhältnissen gut klarkommt. Allerdings ziehen Viele eine transparente Scheibe einer farbigen vor, wenn es nass und dunkel ist.

Fazit:

Zwar ist die RAM mit 149,95 Euro nicht gerade in der „Low Budget Kategorie“, hat dafür aber einige gut funktionierende Features, welche sich gerade bei schwierigen und wechselnden Sichtverhältnissen auszahlen und einen mit scharfer und detailreicher Optik belohnen.

Alpina wirbt zwar mit „Made in Germany“ und damit einen Großteil der Produkte in Bayern zu fertigen, die RAM wird allerdings in China gefertigt.

Ein anderes Manko konnten wir nicht festmachen und finden daher die Alpina RAM eine wirklich coole und gelungene Brille.

Preis: 149,95 Euro UVP

WEB: www.alpina-sports.com

TEST: Maxxis Shorty – Grip, Grip und noch mehr Grip?

Es ist nass und rutschig draußen, oder die Strecke im Bike Park ist extrem lose und staubig – da stellen sich die meisten von uns welchen Reifen man am besten nutzt. Maxxis will mit dem Shorty einen Matschreifen anbieten, der auch bei den rutschigsten Bedingungen für Grip sorgen soll. Ob das funktioniert erfahrt ihr hier.

Maxxis gehört neben FiveTen, Troy Lee usw. wohl zu den Marken von denen jeder Mountainbiker schonmal etwas gehört hat und fast jeder hat schon eins von ihren Produkte besessen. Wer bei schlechtem Wetter und extrem matschigen Bedingungen unterwegs ist, wird sich bestimmt schon einmal gefragt haben, ob es nicht einen Reifen gibt der auch bei diesen Verhältnissen noch etwas mehr Grip rausholen kann. Maxxis versucht mit dem Shorty genau dieses Problem anzugehen.

Auch wenn Reifen mittlerweile mehr Aufmerksamkeit bekommen, werden sie hin und wieder unterschätzt und weniger beachtet als sie es verdienen. Ähnlich wie bei Schuhen sind die Gummiringe aber unser Kontaktpunkt zum Boden und sollten passend zu den Untergrundverhältnissen gewählt werden. Ein Wanderer besteigt ja auch keinen Gipfel in Badelatschen.

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Maxxis Shorty

Ein Mix aus einer Vielzahl an Gummimischungen, verschiedenste Eigenschaften der Karkasse, die Anordnung und Form der Stollen und noch viele weitere Faktoren gilt es perfekt auf den jeweiligen Einsatzzweck abzustimmen.

Genau das macht das Team von MAXXIS schon sehr lange, hat darin massig Erfahrung und so können sie etliche Erfolge auf ihrem Konto verbuchen.

Sam Blenkinsop zeigt im Vorstellungsvideo eindrucksvoll wo sich der neu aufgelegte Shorty wohlfühlt. Loser Waldboden, nasse Trails und matschige Kurven, genau hierfür ist er wie geschaffen.

Was ist anders im Vergleich zum Vorgängermodell?

In Zusammenarbeit mit Spitzenfahrern aus dem Enduro- und Downhill Rennsport wurde der Reifen einer Performance Kur unterzogen, dabei wurden die Außenstollen verstärkt und geschlitzt um die Traktion und das Bremsverhalten zu verbessern, die Innenstollen wurden im Vergleich zum Vorgänger wieder getrennt, um den Schmutz dadurch besser abzuschütteln und um das Laufverhalten dadurch optimieren.

Welche Varianten gibt es?

Bei der 2021er Version kann zwischen den Laufradgrößen 27,5“ und 29“ gewählt werden, allerdings gibt es den Shorty nur noch in der 2,4WT Variante.

Gummimischungen:

  • 3C MaxxTerra (Enduro/Freeride)
  •  3C MaxxGrip (Downhill)

Karkassen: 

  • EXO (Trail) 
  • Double Down (Enduro)
  • DH TR (Downhill)

Gewicht: zwischen 930g -1290g

Maxxis Shorty

Montage und erster Eindruck

Ziemlich unspektakulär fällt die Montage aus, der Reifen geht leicht über die Felge, sitzt ordentlich und dichtet erstaunlich gut auch ohne Milch ab.

Durch die WT Version bildet der Reifen, bei den im Trend liegenden breiten Felgen mit ca. 30 mm Innenmaß sein volles Profil perfekt aus und erreicht so optimale Performance. 

Wie schlägt sich der Shorty „on Track“?

Was uns als Erstes auffällt ist das im Vergleich zum Vorgänger verbesserte Rollverhalten. Klar, es ist kein Semi-Slick Reifen, aber dem Einsatzzweck entsprechend rollt er erstaunlich gut für einen Mid-Spike Reifen seiner Art.

Anfangs ist man bei den Bodenverhältnissen, für die der Shorty geschaffen wurde eher etwas ehrfürchtig und lässt es nicht wie auf trockener Strecke laufen, allerdings haben wir recht schnell Vertrauen in den Grip dieses Reifens gewonnen und fanden es einfach „irre“ wie kontrolliert er sich auf rutschigen und losen Untergründen fahren lässt.

Feuchte und blanke Wurzeln, glitschige Steine, das ist es wovor die meisten Biker unter uns sicher den größten Respekt haben, wenn es schlechtes Wetter hat, allerdings schlägt sich der MAXXIS Shorty auch hier verdächtig gut und bietet kontinuierliche Traktion.

Die Selbstreinigung funktionierte bis auf superklebrigen Matsch, der sich auch an jedem anderen Reifen festgesaugt hätte, tadellos.

Ok bei trockenem und sehr grob steinigem Terrain gibt es bessere Reifen, da der Shorty aber hierfür nicht gedacht ist, ist es auch vollkommen in Ordnung, wenn er hier an sein Limit kommt und die Seitenstollen auch mal in der ein oder anderen Kurve wegknicken.

Wir haben aber auch Kollegen in der Redaktion die den Shorty auch bei extrem staubigen und losen Bedingungen als Vorderreifen nutzen. Wer schon einmal bei trockener Hitze in Schladming war, wird den lockeren und tiefen Staub auf den Strecken kennen. Hier arbeitet der Maxxis Reifen ähnlich wie bei matschigen Bedingungen und schneidet sich durch die oberste Schicht um auf dem darunter liegenden Untergrund Grip zu finden.

Fazit

Der MAXXIS Shorty konnte zwar bereits in der älteren Version schon überzeugen – die „Next Generation“ legt aber noch eine Schippe oben drauf. Da der griffige nicht nur in extrem matschigen Bedingungen überragend funktioniert, können wir den Shorty mit gutem gewissen weiterempfehlen.

Preis: UVP zwischen 69,90-79,90 Euro je nach Variante

TEST: Bontrager Line Pro Laufradsatz – Teures Upgrade, dass sich lohnt?!

Bontrager aus Waterloo ist vielen von euch sicher ein Begriff, setzt doch Trek, einer der ganz großen Namen der Bike Szene schon lange und erfolgreich auf Bontrager als Hausmarke und stattet seine Bikes damit aus. Wir konnten den Line Pro Laufradsatz und das Bits Multitool der Amerikaner testen. Mehr dazu in diesem Artikel. 

Der neue und weiterentwickelte Laufradsatz LINE 30 PRO wird vielversprechend umworben, gar schon als unzerstörbar betitelt und mit einer lebenslangen Garantie versehen…. hier ist man sich anscheinend seiner Sache sicher. Auch der hauseigene Prüfstand Namens „The Eriminator“ soll sich an den robusten Kohleringen die Zähne ausgebissen haben.

Ob dies alles nur eine gute Aufmache mit leeren Marketingversprechen ist, der Laufradsatz hält was er verspricht und vor allem ob er seinen Preis wert ist haben wir uns genau angesehen.

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Bontrage Line Pro

Was ist neu? Was wurde verbessert?

Wenn man die Innenbreite von 29mm mit anderen Herstellern vergleicht, merkt man schnell das dieses Maß voll im Trend der breiten Enduro- und Trail-Felgen liegt. Hier hat Bontrager erst mal nichts an den Line Pro 30 Laufrädern verändert. Man muss das Rad ja auch nicht jedes Mal komplett neu erfinden.

Was sehr wohl eine signifikante Verbesserung in Bezug auf Pannensicherheit der Reifen mit sich bringen soll ist das auf 4,6mm verbreiterte Felgenhorn, es sollte also der fiesen Schlange schwerer fallen uns einen Snakebite zu verpassen und uns den Tag zu vermiesen.

Der Vorgänger des LINE PRO 30 hatte noch den Ruf wie auch andere Carbon Laufräder sich eher steif und bockig zu fahren, dies soll sich durch das neue und flachere Felgendesign geändert haben…. somit sollte also einer geschmeidigen Abfahrt nichts mehr im Wege stehen.

Im Vergleich zum Vorgänger hat sich die Optik ebenfalls verändert, eher schlicht und mit weniger Aufklebern versehen kommt der LRS daher – uns gefällts gut.

Bontrage Line Pro

Bontrage Line Pro 30 – kurz und knapp

  • Größe: 27,5 oder 29 Zoll 
  • Achsmaße: 15×110, 12×148 mm Boost Standard
  • Material: OCLV Carbon
  • Freilauf: SRAM XD Freilauf (optional Shimano HG oder Micro Spline)
  • Naben: Rapid Drive
  • Speichen: 28x DT Swiss Comp Race
  • Scheibenaufnahme: 6Loch
  • Gewicht laut Hersteller 810g vorne, 950g hinten
  • Lebenslange Garantie /Carbon Care Programm
  • UVP: 1299,98 Euro

Lebenslange Garantie? Wie läuft das ab?

Die Garantie auf die Laufräder beinhaltet ein komplett Replacement oder eine kostenlose Reparatur innerhalb der ersten 2 Jahre nach dem Kauf bei jeglicher Beschädigung der Felgen.

Nach diesen 2 Jahren erhält man als Erstkäufer von Bontrager laut deren Angaben einen erheblichen Preisnachlass auf die Reparatur oder den Austausch der Carbon Laufräder nach einem selbstverschuldeten Schaden.

Schäden aufgrund Material- und Verarbeitungsfehler sind aber lebenslang durch das Carbon Care Wheel Loyalty-Programm abgesichert.

Bontrage Line Pro

Die Line Pro 30 in Aktion

Vor dem eigentlichen Test kommt allerdings erst die Bestückung der Felgen mit den Reifen…gar nicht so einfach mussten wir feststellen.

Es braucht schon einiges an Schmalz in den Armen, 2 helfende Hände oder einfach Glück einen Reifen erwischt zu haben welcher mit dem obersten Toleranzmaß gefertigt wurde um diesen über die Felgenhörner zu bugsieren.

Wenn es der Reifen drüber geschafft hat sitzt er allerdings stramm und es braucht nur wenig Dichtmilch um die Luft dauerhaft zuverlässig zu halten.

Für die Tour geben wir hier den Tipp sich stabile Plastikreifenheber zu besorgen da die von uns verwendeten Heber den Reifen nicht auf die Felge hieven ohne sich zu verwinden.

Nachdem die Reifen, in unserem Test ein Maxxis Assegai 2,5 vorne und ein Dissector 2,4 hinten sitzen und der Luftdruck gecheckt ist kann es losgehen um den LRS auf Herz und Nieren zu testen und ihn sicher nicht vor all den schönen Wurzeln und Steinen da draußen zu verschonen, schließlich haben wir es nicht mit Rennradfelgen zu tun.

Getestet haben wir auf verschiedensten Trails im bayerischen Wald, im Bikepark Geißkopf und in Saalbach/Leogang.

Es waren also alle Bedingungen und Untergründe, von Sand über Waldboden bis zu Steinfeldern alles dabei, um die Felgen in die Mangel zu nehmen.

Schon auf den ersten Abfahren haben wird den Laufradsatz vergessen, was für Ihn spricht wenn er unauffällig seine Dienste verrichtet und nicht durch eine zu harte Performance stört.

Wie erwähnt wurden die Felgen in ihrer Form und daher in ihrer Flexibilität verändert, sie sollen Schläge besser abfedern und so ein Fahrgefühl erzeugen was weniger an die alten Carbon Felgen erinnert.

In diesem Punkt kann man jedenfalls nichts bemängeln, die Felgen sind steif genug, um eine Linie perfekt zu treffen und in Kurven ordentlich Druck aufzubauen, dennoch nicht so hart, dass es einem die Hände von Lenker rüttelt… eine gelungene Balance wie wir finden.

Auch nach dem ersten ungewollten Durchschlag konnten sich keine Mängel auffinden lassen. Wo eine vergleichbare Alu Felge wahrscheinlich am Horn verbogen gewesen wäre, weißen die Carbon Ringe keine Verformungen auf.

Aller anfänglicher Skepsis zu trotz, die Felge zeigt außer Kratzer keinen Schaden. Es kam noch die ein oder andere unsanfte Begegnung mit Felsen und Steinen hinzu aber die LINE PRO 30 ließ das alles bis zum heutigen Tag ziemlich unbeeindruckt.

Ich Sachen Standfestigkeit und Durchschlagschutz kann man den Laufrädern ein „sehr gut“ attestieren.

Bontrage Felgen
Auf den verblockten Trails der Gegend bleiben Stürze nicht aus. Die Line Pro haben dieses Unglück zwar verkratzt, aber trotzdem gut überstanden.

Fazit zum Line Pro 30 Laufradsatz:

Sicherlich sind knapp 1300Euro ein Upgrade am Bike welches man sich 2mal überlegt, sind doch manche Alupedanten um einiges günstiger und vielleicht sogar leichter. Wenn ich allerdings an meine bisher zerstörten Alufelgen, die geschlitzten Reifen und den Frust und Ärger dabei denke – dann ist der LINE PRO 30 von Bontrager sicherlich eine Investition wert.

Was das Gewicht angeht würde ich lieber ein paar Gramm mehr in Kauf nehmen und einen stabilen sorglos Laufradsatz wie diesen fahren als Gewichtstuning zu betreiben und ständig defekte Teile und Platten zu beklagen.

Da wie wir finden Bontrager der Spagat zwischen Stabilität und Flexibilität hier sehr gut gelungen ist und sich die Laufräder sehr präzise und angenehm fahren lassen können wir diese mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

Bontrage Line Pro
Unser Testfahrer Daniel hat die edlen Carbon Felgen ordentlich ran genommen.

Mehr Informnationen zu Bontrager findet ihr auf: www.trekbikes.com

Das neue Giant Reign E+ – Electrified Enduro

Giant hat das Reign E+ überarbeitet und bietet nun ein noch leistungsstärkeres System mit 85Nm, 750Wh und einigen modernen Features an. Dazu gibt’s eine abfahrtsorientierte Geometrie mit ordentlich Federweg und spannenden Komponenten.

Für Mountainbike Hersteller wird es immer wichtiger, mit den Athleten zusammenzuarbeiten. Denn das Feedback der Sportler ist oft ein entscheidender Knackpunkt bei Konstruktion und Weiterentwicklung. Auch bei dem neuen Reign E+ war das der Fall. Das E-Enduro wurde in Zusammenarbeit mit dem GIANT Factory Off-Road Team entwickelt. Josh Carlson, Gewinner mehrerer nationaler E-MTB-Meisterschaften, spielte eine Schlüsselrolle in diesem Prozess. In den letzten Jahren wechselte der erfahrene Rennfahrer aus Australien vom Enduro-Rennsport zum Off-Road-E-Bike-Rennsport. Carlson konzentriert sich derzeit auf die E-Bike-Kategorie der Enduro World Series. Als aufstrebende neue Form des Mountainbike-Wettbewerbs spielen Fahrräder und Ausrüstung eine große Rolle für den Erfolg eines E-Bike-Rennfahrers. Carlson half dem Entwicklungsteam, die kritischen Bereiche zu identifizieren, die gegenüber der vorherigen Generation des Reign E+ verbessert werden mussten.  

Meine Anforderungen an ein Wettkampfrad sind, dass ich einen effizienten Motor mit viel Leistung und Bodenfreiheit haben möchte. Ich möchte, dass es eine Rennwaffe ist! – Josh Carlson

Giant Reign

Optik und Features

Was direkt auffällt, ist die neue Form des Reign E+. Während ältere Modelle ein etwas geschwungeneres Rahmendesign mit großem Motor hatten, ist die neuste Variante grader und dezenter gehalten. Das Oberrohr streckt sich nun in einer graden Linie vom Sitzrohr bis zur Headtube und dank des neuen Yamaha Motors ist der Bereich um das Tretlager wesentlich schlanker.

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Aber nicht nur am Rahmen hat sich einiges verändert – auch das Cockpit wirkt aufgeräumter. Dies verdanken wir dem neuen Ridecontrol Ergo 3 System. Dieses ermöglicht die Integration der Motorkontrolleinheiten in den Lenkergriffen. Die LED Anzeige für den Akkustand befindet sich nun im Oberrohr in der nähe der Headtube und schmiegt sich dort formschön in den Rahmen ein. Wir haben also keine großen Displays und Bedieneinheiten am Cockpit verbaut. Uns gefällt diese Designidee sehr gut.

Mittlerweile wissen wir alle, dass auch E-MTB fahren anstrengend sein kann und deshalb müssen wir auch bei dieser Sportart immer gut hydriert bleiben. Im Rahmen des neuen Reign E+ gibt es deshalb natürlich einen Mount für Trinkflaschen. So wie es sich für ein Enduro gehört.

Giant Reign

Geometrie – Reign mit Flip Chip

Bei der Geometrie hat sich einiges getan Das Reign E+ verfügt mittlerweile über eine extrem sportliche Geo, die mit Sicherheit bei der Abfahrt auf technischen Strecken glänzen wird. Laut Giant wurde der Hinterbau etwas verkürzt um mehr Agilität zu erzeugen. Auch der moderne Mullet-Mix – 29″ an der Front und 27,5″ am Heck soll dazu beitragen. Diese gemischten Laufradgrößen funktionieren auch bei anderen Herstellern sehr gut und kombinieren Agilität und Laufruhe.

Bei der Größe L und dem Flip Chip im High-Setting haben wir einen Reach von 480mm, einen Radstand von 1266mm und eine Kettenstrebenlänge von 454mm. Passend zur Enduro-inspirierten Geometrie haben wir einen sportlichen Lenkwinkel von 64,5° und einen recht steilen Sitzwinkel von 77,5°.

Wir haben hier also ein modernes Mountainbike. Das alte Modell war aufgrund der extrem langen Kettenstrebe mit 470mm sehr schwer auf das Hinterrad zu heben. Wir sind gespannt ob die neue Variante nun etwas poppiger und agiler ist.

Flip Chip

Mit dem Flip Chip am Maestro Hinterbau lässt sich die Rahmengeometrie an die Vorlieben der jeweiligen Fahrer und das Terrain anpassen. In der High-Position haben wir einen etwas steileren Lenk- und Sitzwinkel was bei anspruchsvollen Kletter-Sektionen und im engen Gelände zu einer besseren Performance beitragen soll. Für diejenigen, die es auf den Trails lieber krachen lassen wollen, gibt es die Low-Position, in der der Lenkwinkel flacher wird und wir somit mehr Traktion bei hoher Geschwindigkeit haben sollten.

Komponenten und Varianten

Wie schon erwähnt haben wir es bei den neuesten Giant E-Enduro Modellen mit echten Kraftprotzen zu tun. Der neue und schlankere Yamaha Motor soll mit 85Nm bis zu 400% Unterstützung bieten können. Dank des großen 750 Wh Akkus dürften auch Tagestouren ohne Lademöglichkeit kein Problem darstellen.

Kombiniert man das Ganze mit der Ausstattung der High-End Variante bekommt man extrem solides E-Mtb das mit Sicherheit für Spaß auf den Trails sorgen wird. Die Top-Variante Reign E+ 0 kommt mir komplettem Fox Factory Fahrwerk (38 und Float X2), Sram X01 Eagle Schaltung und Sram Code RSC Bremsen. Während andere Hersteller für solche Kombination gerne an die fünfstelligen Beträge nehmen, kommt das E+ 0 auf 7.399 Euro. Was unserer Meinung nach nach einem attraktivem Angebot klingt.

Giant Reign

Reign E+ 0 Mullet/Pro/750Wh

MOTOR: SyncDrive Pro2, 85 Nm
AKKU: 750 WH EnergyPak XL
DISPLAY: RideControl GO + RideControl Ergo 3 – SG
FEDERUNG: Fox 38 Factory / Fox Float X2 Factory (170/160 mm)
ANTRIEB: SRAM X01 Eagle, 12-fach
BREMSEN: SRAM Code RSC (4-Kolben), 220/200 mm
LAUFRADGRÖSSE: 29″ VR / 27.5″ HR, e-TRX Carbon Laufräder

Reign E+ 1 Mullet/Pro/750Wh

MOTOR: SyncDrive Pro2, 85 Nm
AKKU: 750 WH EnergyPak XL
DISPLAY: RideControl GO + RideControl Ergo 3 – SG
FEDERUNG: Fox 38 Perf. Elite / Fox Float X2 Perf. Elite (170/160 mm)
ANTRIEB: Shimano Deore XT, 12-fach
BREMSEN: Shimano Deore XT (4-Kolben), 203 mm
LAUFRADGRÖSSE: 29″ VR / 27.5″ HR

Giant Reign

Reign E+ 2 Mullet/Pro/625Wh

MOTOR: SyncDrive Pro2, 85 Nm
AKKU: 625 WH Smart Integrated
DISPLAY: RideControl GO + RideControl Ergo 3 – SG
FEDERUNG: RS ZEB Select / Fox Float DPX2 Perf. (170/160 mm)
ANTRIEB: SRAM GX Eagle / NX Eagle, 12-fach
BREMSEN: SRAM Code R (4-Kolben), 220/200 mm
LAUFRADGRÖSSE: Laufradgröße: 29″ VR / 27.5″ HR

Giant Reign E+ 3 Mullet/Pro/625Wh

MOTOR: SyncDrive Pro2, 85 Nm
AKKU: 625 WH Smart Integrated
DISPLAY: RideControl GO + RideControl Ergo 3 – SG
FEDERUNG: RS Domain / Fox Float DPS Perf. (170/160 mm)
ANTRIEB: Shimano Deore, 12-fach
BREMSEN: Shimano Deore (4-Kolben), 203 mm
LAUFRADGRÖSSE: 29″ VR / 27.5″ HR

Giant Reign

Der neue Giant Motor

Im 2022 Giant Reign E+ wird zum ersten Mal der neue Yamaha Motor verbaut. Dieser soll nun noch effizienter und harmonischer Funktionieren und den Fahrer in Kombination mit den neuen Akku-Packs mit bis zu 400% Leistung unterstützen.

Die SyncDrive Technologie soll automatisch die Trittfrequenz und Kraft sowie die Geschwindigkeit und Motordrehzahl erkennen. Der Motor kann dabei Leistung basierend auf den Input des Fahrers und dem gewählten Unterstützungsmodus liefern. Diese Tretunterstützung soll sich harmonisch in den Input des Fahrers einfügen, sodass das Pedalieren natürlicher und sanfter vonstatten geht.

Giant schreibt in ihrer Pressemitteilung: “Das Reign E+ kommt als erstes GIANT Modell mit der komplett überarbeiteten Ausführung des SyncDrive Pro Motors. Er wurde gemeinsam mit Yamaha entwickelt und für das Reign E+ Chassis und dessen Maestro-Federung optimiert. Dieser hat eine kompakte Form und ist mit nur 2,7 kg deutlich leichter als die vorherige Motorgeneration. Der neue SyncDrive Pro-Motor liefert außerdem ein höheres Drehmoment (85Nm) bei reduziertem Geräuschpegel, während er seinen sofortigen Eingriff und den engen Q-Faktor für eine ideale Tretleistung beibehält.”

Das Flaggschiffmodell der neuen Reign E+ Serie verfügt über das neue EnergyPak 750 Akkusystem für Langstreckenabenteuer. Dabei soll es sich um die hochwertigste Akkutechnologie von GIANT handeln, die sauber in das Unterrohr des Rahmensets integriert ist. Interessant ist auch, dass das System innerhalb von drei Stunden bis zu 80% geladen sein soll.

Auf ein klassisches Display wird am neuen Reign E+ komplett verzichtet. Dafür gibt es jetzt das sogenannte Ridecontrol Ergo 3 Bedienelement. Dieses aktualisierte Steuersystem verfügt über unauffällige Tasten, die in die Lenkergriffe integriert sind. Die Drei-Tasten-Bedienung kann dabei wahlweise auf der linken oder rechten Seite angebracht werden um die Leistungsmodi einfach zu wechseln. Mit der RideControl App kann man das Setup nach persönlichen Vorlieben konfigurieren.

Zusätzlich wird das Ridecontrol Go Display im Oberrohr verstaut. Dieses zeigt einem den Akkustand und die verwendeten Modi an. Von dort wird das System auch an- und ausgeschaltet. Optisch fügt sich das Display schön in den Rahmen ein und hat den angenehmen Nebeneffekt, dass keine zusätzlichen Kabel vom Lenker verlegt werden müssen.

Giant Reign

Alles in allem klingt das neue Giant Reign E+ nach einem spannenden E-Enduro, das dank seiner anpassbaren Geometrie nicht nur für Shredder, sondern auch den Alltagsfahrer geeignet sein dürfte. Die Ausstattungsvarianten sind preislich ebenfalls attraktiv angesiedelt und bieten vom Factory Fahrwerk bis hin zur Rockshox Zeb Select alles was das Herz begehrt. Auch der neue Motor verfügt über interessante Features und schmiegt sich passend zum neuen Rahmen schön in das Design ein. 750Wh sollte auch für die längere Enduro Runde mit höherer Motorunterstützung ausreichen und versprechen in Verbindung mit den Komponenten und der Geometrie eine spaßige Abfahrtsmaschine.

Mehr zum neuen Giant Reign E+ findet ihr auf: www.giant-bicycle.com

BIKE KINGDOM LENZERHEIDE MIT TRAIL-ZUWACHS: «THE GREAT WHITE» IST ERÖFFNET

Der «The Great White»-Trail am Parpaner Weisshorn ist eröffnet. Damit ist der Masterplan Langsamverkehr 2.0 der Gemeinde Vaz/Obervaz abgeschlossen. In den vergangenen sechs Jahren wurden insgesamt 1.8 Millionen Franken in die Entflechtung der Bike- und Wanderwege investiert. In Zusammenarbeit mit Allegra Tourismus wurden 13 Kilometer neue Trails geschaffen. Die Entwicklung des Langsamverkehr-Wegnetzes geht jedoch weiter.

Es war ein Sommermorgen mit strahlend blauem Himmel, als sich Vertreter der Gemeinde Vaz/Obervaz, Trailbauer, Bergbahnen und Tourismusorganisation am Start des «The Great White» zur offiziellen Eröffnung des neuen Trails zusammenfanden. Dass es bei der Aktion um mehr als «nur» die Eröffnung eines neuen Trails ging, betonte Aron Moser, Gemeindepräsident Vaz/Obervaz, bereits in seinen Begrüssungsworten: «Bereits als ich im Jahr 2015 als Gemeindepräsident kandidierte, hiess es von verschiedenen Seiten, ich habe dafür zu sorgen, dass die Mountainbiker den Wanderwegen fernbleiben. Das Thema Entflechtung ist also nicht neu – im Gegenteil. Dass wir heute hier beim Start eines neuen Trails stehen, der Wanderer und Biker entflechtet, hat eine lange Vorgeschichte.»

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Lenzerheide mit Pionierrolle
Die Schweiz wird allgemein immer dichter, dies gilt auch für die Freizeitangebote in den Bergen. Nicht nur Mountainbiken boomt, auch Wandern, Trail Running und andere Outdoor-Sportarten werden immer beliebter. Wegnetze, die in den letzten 200 Jahren entstanden sind, kommen an gewissen hochfrequentierten Stellen an ihre Kapazitätsgrenzen. Deshalb sind die Neuplanung und Entflechtung zentral. Die Massnahmen, die unter dem Begriff Masterplan Langsamverkehr 2.0 der Gemeinde Vaz/Obervaz in den letzten sechs Jahren geplant und umgesetzt wurden, sind wohl das grösste Entflechtungs- und Ko-Existenz-Projekt in der Schweiz. Die Ferienregion Lenzerheide nimmt damit eine Pionierrolle in der Entwicklung von Wegnetzen ein. Insgesamt wurden im Rahmen des Masterplans Langsamverkehr 2.0 fünf neue Biketrails erstellt, um punktuell Entlastung und Ergänzung im Wegnetz zu schaffen. Gleichzeitig wurden die bestehenden Wanderwege von den Gemeinden mit viel Einsatz saniert und unterhalten. Total wurden über 9‘000 Stunden Arbeit in diese Entflechtungsmassnahmen investiert.

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Nächste Planungsschritte bereits eingeleitet
Nach dem Abschluss des Masterplans Langsamverkehr 2.0 ist die Entwicklung bei weitem noch nicht abgeschlossen. Bereits begonnen hat der nächste Planungsschritt für das Wegnetz in der Ferienregion Lenzerheide. In der Entwicklung des gesamten Langsamverkehrs wird nun die aktuelle Situation analysiert und die Weg- und Erlebnisqualität für alle Nutzergruppen optimiert. Mit Frequenzmessungen, Workshops, Interviews mit Experten aus Tourismus, Forst, Behörden und Landwirtschaft sollen weitere Verbesserungsschritte für alle Beteiligten folgen.

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Zum «The Great White» – ein alpiner Trail für Fortgeschrittene
Im Herbst 2020 wurde das 2.2 Kilometer lange Stück inmitten der Steinwüste um das Parpaner Weisshorn fertiggestellt. Der Trail wird in der Schwierigkeitsskala als «schwarz» eingestuft und verläuft über knappe 400 Tiefenmeter. Natürliche Elemente wie Steinfelder und technische Passagen werden mit typischen Elementen eines Bikeparks, wie zum Beispiel Anliegern oder Sprüngen, vereint und sorgen so für ein modernes und actionreiches Bike Erlebnis. Der Trail kann via Sesselbahn Weisshorn Speed inkl. neuer Bike-Transportsystemen einfach und unkompliziert erreicht werden.

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