Custom-Bikes, Custom-Wear, wer Style möchte, designed selbst.

Jeder kennt es, die Suche nach dem perfekten Style. Egal ob beim Tuning des eigenen Bikes oder bei der Auswahl seiner Bikeklamotte. Was sich beim Biketuning schon seit längerem ohne Probleme wuppen lässt, war zumindest bei der farblichen Abstimmung der Kleidung bis jetzt nicht immer ganz einfach!

(1) Vorwort
(2) So designst Du deine Klamotten selbst
(3) Ein Päkchen aus Andorra – Die Klamotten sind da!
(4) Preis/Leistung

(1) Vorwort

Mittwoch, der 31.07.2019

Nachdem ich bei 30°C Raumtemperatur schon einen wirklich bescheidenen Schlaf genießen durfte, hielt sich meine Motivation aufzustehen (vollkommen zershredded von der Nacht) etwas in Grenzen. Um hier keinen falschen Eindruck zu vermitteln, sollte ich vielleicht hinzufügen, dass wir zu diesem Zeitpunkt keine funktionstüchtige Klimaanlage im Büro hatten, was das Ganze nicht besser macht – vor allem, wenn Du von der Nacht zerstört das Büro betrittst und das Gefühl erleidest, eine finnische Sauna vollbekleidet  zu betreten. Hört sich nicht nur ungeil an, ist es auch!

Nachdem ich mir den ersten Kaffee in meine GRAVITY-Tasse füllte, begann die tägliche Morgenroutine  eine Redaktions-Runde drehen, Updates einholen, ein bisschen rumwitzeln und anschließend die täglich neu eintrudelnden E-Mails abarbeiten. Auch das ist nicht immer spannend, kann aber Spaß machen, wenn Du etwas entdeckst, was dich sofort flasht. Und so war es auch. Denn ich bekam eine Anfrage von ÚNIC BIKEWEAR, ob wir nicht Bock hätten, einen 500,00€ Einkaufsgutschein für die im Shop selbst konfigurierbare Bike-Wear einzulösen. Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, dass ich die Mail schneller beantwortete, als ich sie gelesen habe. Genauso kurz darauf erhielten wir unseren Promo-Code. Let´s go!

(2) So designst Du deine Klamotten selbst

Angekommen auf der Seite von ÚNIC fallen uns gleich 2 Dinge auf. Nicht so cool, die Seite ist nicht deutschsprachig verfügbar, dafür aber mit Englisch-Grundkenntnissen leicht zu verstehen. Sehr cool, Bestellungen über 100€ sind gänzlich nach Deutschland versandkostenfrei.

Da ich über genug kurzärmlige Jerseys und Hosen verfüge, habe ich mich dazu entschieden, ein gänzlich langes Outfit zu kreieren. Wichtig war mir hierbei, dass dieses gut zu meinem Dirtbike, Handschuhen, Helm und Goggles passt. Zudem wollte ich noch ein paar der Marken abdrucken, die uns gänzlich immer gut supporten, wenn es um Ersatzteile, Protektoren oder sonstige Anliegen geht, die für uns als Redakteure wichtig sind.

Sobald Ihr auf den Menüpunkt MEN geht, habt Ihr die Möglichkeit, komplette Outfits (Kits) auszuwählen.

Achtung: Alle Kits gibt es auch mit langen Hosen. Dies wird allerdings erst ersichtlich, wenn Ihr nach anschließender Auswahl mit den Mauszeiger über das Produktbild fahrt.

Wie Ihr im Bild schon leicht erkennen könnt, gibt es den abgerundeten, blauen Customize-Button. Sobald Ihr auf diesen klickt, könnt Ihr eurer Kreativität freien laufen lassen.

Bei unserem Test, haben wir uns für den FZ6 Kit entschieden. Bei jedem Kit gibt es andere Designmöglichkeiten, was die Anzahl der zuweisbaren Farben anbelangt. Wir empfehlen daher, schaut Euch die Kits genau an! Wenn Ihr also wie wir 4 Farben unterbringen wollt, entscheidet Euch auch für einen Kit mit 4 Farben. Die Farbwerte lassen sich  leider nicht speichern und per Einmal-Klick auf andere Outfits übertragen.

Um einen auf richtig dicke Hose zu machen, könnt Ihr neben euren Namen auch eine Landesflagge abbilden lassen, so dass einem Pro-Rider-Look nichts im Wege steht. Sobald noch ein paar Logos abgedruckt sind, lassen Euch die Leute in der Bikepark-Liftschlange mit hoher Sicherheit auch gerne mal den Vortritt. Hier solltet Ihr aber Vorsicht walten lassen. Erstens steckt Ihr Eure Erwartungshaltung gegenüber anderen Ridern sehr hoch und zweitens kann dies durchaus peinlich werden, wenn eure Trail-Perfomance, der einer Schnecke ähnelt oder Ihr auf Grund fehlender Fahrtechnik unbeholfen in den Boden einschlägt.

Daher ist es ebenso wichtig, nicht irgendwelche Trademark-Logos in den Konfigurator hochzuladen, ohne sich vorher eine Erlaubnis einzuholen! Wenn Ihr Trademarks abbilden möchtet, geht dies bei ÚNIC nur mit Zustimmung der jeweiligen Markeninhaber. Diese muss dann auch per Mail inklusive Eurer Bestellnummer an ÚNIC weitergeleitet werden. Falls Ihr keine Nutzungsbefugnis nachweisen könnt, wird Eure Bestellung nie den Warenausgang sehen.

Okay, so viel zu den Infos, wenn Ihr bestellen möchtet. Nachdem wir ordentlich rumgestylt haben, sieht unser Outfit so aus. Ab damit in den Druck!

(3) Die Klamotten sind da!

Donnerstag, 15.08.2019
Nachdem ich nun 2 Wochen wie auf Kohlen gesessen habe, war es nun soweit! Der Empfang rief mich an, es ein Post bekommen. Zu diesem Zeitpunkt habe ich ehrlich gesagt mit einem ganz anderen Päkchen gerechnet und mich schon darüber geärgert, dass in der mir vorliegenden Verpackung niemals Lenker sein können. Und somit bildete sich auf meinem eher grießgrämigen Gesicht, ein ehrliches Lächeln, die Vorfreude stieg! Ich rannte direkt zum Auto – packte meinen Fullface, die Goggles und Handschuhe. Zurück im Büro zog ich alles an und der erst Gedanke, der mir durch den Kopf schoss, war: “Yeah Man, now you´re looking like a damn pro!”

Zum Tragegefühl. Die Sachen sind wirklich super bequem und der lange Anzug fühlt sich genauso an wie mein Jogginganzug, den ich zuhause trage. Das Material ist weich mit ordentlich Strech und das ohne Jucken und Kratzen. Bei der Größentabelle kann ich jedem empfehlen, einfach die Maßtabelle auf der Seite von ÚNIC einzublicken und bei sich selbst mal abzumessen. Die Hose hätte ich definitv auch eine Größe kleiner nehmen können, da alles auch so perfekt gepasst hätte mit Protektorshort, Knie- und Schienbeinschutz. Hier habe ich mich aber selbst aber ein bisschen  irritieren lassen, da ich bei verschiedenen Anbieter zwischen der 32 und 34 schwanke. Daher der Tipp, sich die Größentabelle im Vorfeld anzuschauen.

(4) Preis/Leistung

Wenn ich mir überlege, dass man für ein Custom-Outfit mit Logo-Print und Versand 250,00 € zahlt, fällt mit nur ein Wort in den Sinn: Hammer!
Die Klamotten sind wirklich verarbeitet und sauber genäht. Bei den Print solltet Ihr bei Logodaten ausschließlich vektorfähige Daten anliefern, um das beste Druckqualität zu erhalten. Das liegt daran, dass bei Vektordaten die Bildgröße anders als bei Pixeldaten beliebig skaliert werden kann. Wenn Ihr bei der Datenanlieferung Probleme oder Fragen habt, fragt doch einfach mal einen Freund, der sich mit Photoshop oder Illustrator auskennt. Das einzige Manko, was ich feststellen konnte: Im Ellbogen und Kniebereich würde ich mir zusätzlich einen strafferen Stoff wünschen, der richtig reißfest und strapzierfähig ist, um sich bei stärken Stürzen kein Risse oder Löcher in die Kleidung zu reißen.

Fazit: Für alle, die nach einer Custom Racewear suchen, die nicht nur erschwinglich, sondern auch qualitativ gut ist, ist ÚNIC eine absolut zu empfehlende Option.

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Early Rider Helion X – Vollgefedertes Mountainbike für Kids

early rider helium

Bikepark-taugliche Fahrräder für Kinder? Der britische Kinderrad-Hersteller Early Rider hat in Zusammenarbeit mit der US Custom-Kinderradmarke Lil Shredder zwei neue Modelle für Kids ab 6 Jahren entwickelt. 

Mit dem Helix bringt Early Bird ein Bikepark-taugliches vollgefedertes Mountainbike für Kinder ab sechs Jahren auf den Markt. Der leichte Eingelenker-Rahmen besteht bei beiden Modellen aus einer Kombination von dreifach-konifiziertem 6061er und 6066er Aluminium mit einer CNC-gefrästen Dämpferschwinge, ist für das Nachrüsten von Teleskopstützen vorbereitet und kommt im Early Rider-typischen gebürsteten Finish. Die hydraulischen Scheibenbremsen von Shimano sollen auch die jüngsten Shredder zum stoppen bringen und für genügend Grip sollen die grobstelligen 2.25″ Tanwall-Reifen von Vee Tires sorgen. Damit auch im Gelände oder beim Springen genügend Federweg da ist, wurden Beim X24 Federelemnte von RST mit 120mm an der Front und von DMN mit 100/125mm am Heck verbaut.

early rider helium

Mit 100mm Federweg vorne und 95mm hinten lässt sich das Hellion X20 dank eines auswechselbaren Ausfallendes auf ein 16“ Hinterrad umrüsten. Die Schaltung stammt aus dem Hause Shimano und ist beim X24 eine 11-fach und beim X20 eine 10-fach Schaltung.

Bei der 24“ Variante für Kids ab ca. 8 Jahren lässt sich der Federweg im Heck wahlweise auf 100mm oder 125mm anpassen, die RST F1RST Air Federgabel bietet 120mm. Mit einem Gesamtgewicht von 11,5kg kommt das Hellion X24 mit 1×11 Shimano Deore Kettenschaltung auf 2.499,00 EUR UVP. Das kleinere X20 ist ab einer unverbindlichen Preisempfehlung von 2.399,00 EUR erhältlich.

Early Rider Helion X24Early Rider Helion X20

Early_Rider_Hellion_X20_side

  • Rahmen: 24“ Fullsuspension, konifiziertes Aluminium, Disc,-only, gebürstet und lackiert
  • Farben: Alu raw, Moosntone (Anthrazit)
  • Gabel: RST F1RST 15 24“ Federgabel, 120mm Federweg, QR15 Steckachse
  • Dämpfer: DNM AO-38RC, 165x38mm, 100/125mm Federweg
  • Kurbel: Samox Direct Mount, 150mm Länge
  • Innenlager: Samox 24mm mit außenliegenden Lagerschalen
  • Vorderrad: CNC-gefräste Disc-Nabe für Straight-Pull Speichen, 24“ doppelwandige Aluminiumfelge, 28 Loch, Tubeless-ready, 15mm
  • Steckachse
  • Hinterrad: CNC-gefräste Disc-Nabe für Straight-Pull Speichen, 24“ doppelwandige Aluminiumfelge, 28 Loch, Tubeless-ready, 12x142mm Steckachse
  • Kette: KMC X11
  • Bremsen: Shimano Deore hydraulische Scheibenbremse, 160mm Bremsscheiben
  • Kettenblatt: Samox Direct Mount, 30 Z.
  • Kassette: Shimano Deore 11-fach, 11-51 Z.
  • Schaltwerk: Shimano Deore SGS 11-fach
  • Schalthebel: Shimano Deore 11-fach
  • Reifen: Vee Crown Gem 20×2.25” FB 72TPI Tanwall TR (vorne + hinten)
  • Steuersatz: 1-1/8“ Tapered ZS
  • Vorbau: Ritchey Aluminium, 35mm
  • Lenker: Ritchey Aluminium, 640x18mm
  • Griffe: Lock-On 115mm
  • Sattelstütze: Ritchey Aluminium, 30.9x225mm
  • Sattel: SDG Fly Junior
  • Sattelklemme: Promax QR, 34.9mm
  • Pedale: SDG Slater Plattformpedal, Kunststoff
  • Sitzhöhe: 70-83cm
  • Überstandshöhe: 63cm
  • Schrittlänge: 65cm+
  • Gewicht: 11,5kg
  • Alter: 8+ Jahre

Early_Rider_Hellion_X20_side

  • Rahmen: 20“ Fullsuspension, konifiziertes Aluminium, Disc,-only, gebürstet und lackiert
  • Farben: Alu raw, Moosntone (Anthrazit)
  • Gabel: RST Spex 20“ Federgabel, 100mm Federweg, QR15 Steckachse
  • Dämpfer: DNM AO-38RC, 152×25.4mm, 95mm Federweg
  • Kurbel: Samox Direct Mount, 127mm Länge
  • Innenlager: Samox 24mm mit außenliegenden Lagerschalen
  • Vorderrad: CNC-gefräste Disc-Nabe für Straight-Pull Speichen, 20“ doppelwandige Aluminiumfelge, 28 Loch, Tubeless-ready, 15mm Steckachse
  • Hinterrad: CNC-gefräste Disc-Nabe für Straight-Pull Speichen, 20“ doppelwandige Aluminiumfelge, 28 Loch, Tubeless-ready,
  • 12x142mm SteckachseKette: KMC X10
  • Bremsen: Shimano Deore hydraulische Scheibenbremse, 160mm Bremsscheiben
  • Kettenblatt: Samox Offset Narrow Wide, 30 Z.
  • Kassette: Sunrace CSMX0 10-fach, 11-36 Z.
  • Schaltwerk: Shimano Zee SS 10-fach
  • Schalthebel: Shimano Deore 10-fach
  • Reifen: Vee Crown Gem 20×2.25” FB 72TPI Tanwall TR (vorne + hinten)
  • Steuersatz: 1-1/8“ EC
  • Vorbau: Ritchey Aluminium, 35mm
  • Lenker: Ritchey Aluminium, 560x18mm
  • Griffe: Lock-On 115mm
  • Sattelstütze: Ritchey Aluminium, 30.9x225mm
  • Sattel: SDG Fly JR
  • Sattelklemme: Promax QR, 34.9mm
  • Pedale: SDG Slater Plattformpedal, Kunststoff
  • Sitzhöhe: 54-66cm
  • Überstandshöhe: 52cm
  • Schrittlänge: 53cm+
  • Gewicht: 10,15kg
  •  Alter: 6-8 Jahre

 

 

WEB: www.earlyrider.com

Test: Trek Rail 7 E-MTB – Hingucker und Spaßgarant

Trek Rail 7

Dank eines sehr ausbalancierten und hochwertigen Rahmen macht das Trek Rail 7 eine Menge Freude auf den Trails. Mit dem überzeugenden Antrieb, der tollen Geometrie und einer schönen Akkuintegration haben die Amerikaner alles richtig gemacht.  Auch die Ausstattung überzeugt weitestgehend, wenngleich sie das große Potenzial des Rahmens etwas einschränkt.

Trek Rail 7: Die Fakten

Federweg: 160mm/150mm
Laufradgröße: 29 Zoll
Antrieb: Bosch Performance CX
Display / Bedieneinheit: Bosch Purion
Akkukapazität (Testrad): 625Wh
Rahmenmaterial: Alu

Gewicht Komplettad (Größe L ohne Pedale): 23,34kg
Zulässiges Gesamtgewicht: 136kg
Preis: 5.499 Euro

RahmenAlpha Platinum Aluminium
FedergabelRockShox Yari RC
AntriebBosch Performance CX
AkkuBosch Powertube 625
DämpferRockShox Deluxe Select+
LaufräderBontrager Line Comp 30
Reifen VRBontrager XR5 Team Issue 2,6"
Reifen HRBontrager XR5 Team Issue 2,6"
SchaltwerkShimano XT M8100
SchalthebelShimano XT M7100
Kurbele*thirteen e*spec Plus
UmwerferOhne
BremseShimano MT520
BremsscheibenShimano RT76 203/203mm
SattelstützeTranzX JD-YSP18 130mm (L)
SattelBontrager Arvada
VorbauBontrager Rhythm Comp
LenkerBontrager Rhythm Comp
Trek Rail 7
Das Paket aus Bosch CX Motor und dem 625Wh Akku macht enorm viel Freude. Der Motor ist kräftig und dynamisch und der schlanke Akku verschafft ihm eine große Reichweite. Lediglich die hohe Lautstärke könnte den einen oder andren stören.

Die Sitzposition auf dem Trek Rail 7 wurde durchaus mit einem sportiven Fahrer im Hinterkopf abgestimmt. Der Rahmen fällt recht lang aus, die Front nicht allzu hoch, um am Vorderrad genügend Druck ausüben zu können. Die Abmessungen sind jedoch nirgendwo so extrem, dass sich auch Einsteiger nicht auf dem optisch auffälligen E-MTB zurechtfinden würden. Eine ähnlich gute Balance findet das Fahrwerk. In seinem Grundcharakter würden wir dieses zwar auch eher als sportlich-straff bezeichnen, doch es lässt den Komfort in gemäßigtem Gelände nicht links liegen.

Runde Gesamtperformance im Gelände

Mit 150mm bzw. 160mm Federweg und dem sportiven Handling blüht das Rail auf dem Trail förmlich auf. Dank des tiefen Schwerpunkts und der zentralen Position auf dem Rad kommt man in den Genuss eines satten Fahrgefühls, das extrem viel Sicherheit vermittelt. Gemeinsam mit der großen Laufruhe lädt das Bike dann auch dazu ein, die Grenzen auszuloten. Die positiven Fahreigenschaften bleiben auch bei hohem Tempo und grober Fahrweise weitestgehend erhalten, auch wenn die RockShox Yari RC an der Front dann ziemlich ins Schwitzen kommt. Die recht einfache Dämpfung ist mit schnellen Schlägen etwas überfordert und neigt zum Verhärten.

Geometrie Trek Rail 7

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S M L XL
Sitzrohr (in mm) 410 420 450 500
Oberrohr horizontal (in mm) 588 613 634 666
Steuerrohr (in mm) 105 105 110 120
Kettenstrebe (in mm) 448 448 448 448
Radstand (in mm) 1196 1221 1243 1277
Lenkwinkel (in °) 64.5 64.5 64.5 64.5
Sitzwinkel (in °) 75 75 75 75
Reach (in mm) 420 445 465 495
Stack (in mm) 626 626 630 639

Trek Rail 7

Überraschend gut schlagen sich die recht günstigen 4-Kolben-Bremsen von Shimano. Grund dafür mögen auch die großen, hochwertigen Bremsscheiben sein, mit denen man auch während längerer Abfahrten keine Schwierigkeiten hat, das etwas über 23kg schwere Rail zum Stehen zu bringen. Positiv außerdem: Selbst bei heftigem Gerumpel bleibt das Bike leise und gibt nur minimales Klappern von sich. Für steiles Gelände hätten wir uns lediglich eine Variostütze mit mehr Hub gewünscht. So gut die Tranz-X auch funktioniert, 130mm Hub in den Größen L und XL sind für ein Rad mit derartig großem Trail-Potential unserer Meinung nach zu wenig.

Solider Kletterer mit Bosch-Power

Eine ähnlich überzeugende Vorstellung liefert das Trek E-MTB beim Klettern ab. Zu verdanken ist diese starke Uphill-Performance unter anderem natürlich dem überzeugenden Bosch CX Motor. Der Antrieb der Schwaben bringt eine beinahe perfekte Balance zwischen Unterstützungskraft, Sensibilität und Natürlichkeit mit. Leichte Abzüge gibt es für die bei hoher Unterstützungsleistung ziemlich unangenehme Geräuschkulisse.

Geisskopf Freeride

Der Antrieb allein macht aus einem E-MTB jedoch noch keinen guten Kletterer. Glücklicherweise bringt das Rail dafür auch die passende Geometrie mit. Man sitzt nicht zu hecklastig und kann aus dieser zentralen Position heraus auch im Sitzen sehr viele Anstiege bequem erklimmen. Etwas an seine Grenzen kommt das Bike, wenn es sehr technisch und sehr steil wird. Hier wäre eventuell ein noch steilerer Sitzwinkel hilfreich. Das ist jedoch nicht mehr als das viel zitierte Haar in der Suppe und kann den ansonsten rundum gelungenen Eindruck kaum trüben.

Unser Testfazit

Mit dem Rail 7 bringt Trek einen Hauch von Highend-Performance in erschwingliche Preisregionen. Dieser Eindruck bezieht sich vor allem auf den rundum gelungenen Rahmen. Seine Geometrie sollte Einsteiger wie Fortgeschrittene zufriedenstellen, er bietet Features wie die seitliche Akkuentnahme und kann mit einem tollen Hinterbau glänzen. Die Ausstattung ist solide, limitiert das große Potential des Bikes jedoch hier und da etwas – gerade deshalb ist das Rail 7 auch eine super Grundlage, um nach dem Kauf noch etwas zu tunen.

Wenn ihr noch mehr E-MTB Tests lesen wollt, dann schaut doch unbedingt mal auf unserer Partnerseite von Velomotion vorbei. Die Tests findet ihr hier: www.velomotion.de

Tomas Lemoine – Ein perfekter Tag

Tomas Lemoine sitzt mit reibendem Händen vor dem Lagerfeuer. Auf seiner Haut sind seine zahlreichen Tattoos zu sehen

Urlaub zu Hause? Aber nicht ohne Bike! In seinem neuen Videoclip A Perfect Day macht sich der französische Slopestyle-Star Tomas Lemoine, zusammen mit seiner Freundin Carla und seinem langjährigen Freund und Kameramann JC Pieri, auf zu einem Abenteuer durch Südfrankreich. Das Resultat ist ein 3 Minuten langes, emotions- und actionreiches Video, welches die Liebe zum Biken mit der wunderschönen Szenerie Südfrankreichs vereint:

Ein gemütliches Zusammensein vor den wärmenden Flammen des Lagerfeuers zusammen mit seinen Liebsten und Natur, soweit das Auge reicht. Bereits der Beginn von Lemoines neuem Video vermittelt das Gefühl von Freiheit in seiner reinsten Form. In den frühen Morgenstunden genießen der junge Franzose, Carla und Hund Rolly den Sonnenaufgang. Unter den wachsamen Augen des Vierbeiners pumpt Tomas noch schnell etwas Druck in seine Reifen, denn das weiche Licht der Morgensonne ist wie gemacht für dieses Projekt.
Tomas Lemoine springt in der kargen Landschaft mit seinem Bike von einem großen Kicker
Tomas Lemoine zeigt uns was er alles drauf hat auf seinem Bike © JC Pieri

Kurz darauf findet sich der junge Franzose auf der Spitze eines Bergrückens wieder. Ein kurzer Tritt in die Pedale und Tomas bahnt sich, leichtfüßig und mühelos wie eine Katze, seinen Weg in Richtung Tal. Carla und Rolly folgen gespannt der Show. Dabei ist der Mountainbike-Star wohl eher für sein großes Trick-Repertoire bekannt, als für seine Downhill-Skills. So wechselt er im zweiten Teil des Videos auf sein Freeride Bike und wirbelt kurz darauf mit hochkomplexen Tricks, wie einem 360 Inside Invert, durch den Wald. Ein Trick, den man auf einem gefederten Mountainbike nicht oft zu sehen bekommt.

Komplettiert wird das Video durch eine Skatepark-Session in der Bowl of Marseille. Mit hohen Airs und eleganten Tricks kommt zu Ende des Videos noch einmal der gewohnte Lil Moine Flair auf. Nach einem langen Tag auf dem Bike ist es höchste Zeit für einen erfrischenden Sprung ins Mittelmeer.

Tomas Lemoine, seine Freundin Carla & ihr Hund Rolly schauen auf das offene Meer mit ihren beiden Bikes in der Hand
Tomas Lemoine, Carla und ihr Hund Rolly © JC Pieri

Dank dem detailreichen Skript von Filmer JC Pieri, konnte der Clip in nur zwei Tagen vollständig fertig gestellt werden. Das Resultat weicht dabei deutlich vom typischen Tomas Lemoine-Style ab, doch Tomas zeigte sich begeistert:

Das Video unterscheidet sich im Style deutlich von meinen letzten Projekten. Der Clip soll eine Geschichte erzählen, die alle meine Bikes mit einbezieht. Die Art und Weise, wie JC an seine Projekte herangeht, passte dabei einfach perfekt. Deshalb bin ich glücklich, dass wir dieses Projekt gemeinsam realisieren konnten.

Tomas Lemoine

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Test-Ride: Orbea Rise E-MTB

Orbea Rise

Mit dem neuen Rise E-MTB  will Orbea den Markt verändern. Den Spaniern gelingt die Kombination aus geringem Gewicht, viel Fahrgefühl und Unterstützungsleistung wie keiner anderen Marke. Für sportliche E-Mountainbiker ist das mit speziellem Shimano EP8-RS Motor ausgestattete und unter 17 kg leichte Bike ein Traum.

Orbea Rise: Die technischen Daten

Antrieb: Shimano EP8-RS
Akku: 360 Wh integriert
Federweg: 140 mm / 150 mm
Laufradgröße: 29 Zoll

Gewicht: ab 16,5 kg
Preis: ab 5.999 Euro

Ein E-MTB für E-MTB-Muffel?

Mal ehrlich – E-Mountainbikes gibt es inzwischen in sämtlichen Ausprägungen und für fast alle Fahrertypen. Vom klischeehaften Biergarten-Touristen bis hin zum Gravity-liebenden Bikepark Fahrer ist inzwischen für fast jeden etwas dabei. Dennoch beäugen viele Mountainbiker den Trend nach wie vor kritisch. Zu schwer sind ihnen die motorisierten Bikes und schlicht zu weit weg vom „echten“ MTB. Auch bei den Spaniern von Orbea gibt bzw. gab es diese Stimmen. Die Basken haben mit dem Wild FS zwar ein absolutes Top-E-MTB im Programm, das sich jedoch ebenfalls nicht von den eingangs angesprochenen Kritikpunkten freimachen kann.

Deshalb wurde hinter den Kulissen schon seit vielen Jahren an einem anderen E-MTB getüftelt. Eines für die Mountainbiker dort draußen, die mit dem Thema E-MTB bislang wenig anfangen konnten. Leicht, sportlich, aber dennoch mit so viel Unterstützungsleistung, dass man – entsprechende technische und konditionelle Fertigkeiten vorausgesetzt – auch im technischen Uphill seinen Spaß haben kann.

Herausgekommen ist nun dabei das brandneue Orbea Rise. Trotz ausgewachsenem Mittelmotor von Shimano bringt es in seiner Top-Variante lediglich 16,5 kg auf die Waage und ist damit kaum schwerer als ein modernes Enduro ohne Motor. Das als klassisches Trailbike konzipierte, neue E-MTB möchte den Markt aufmischen und nach einer ersten Testfahrt würden wir sagen – es hat das Zeug dazu.

Shimano EP8-RS: Besonderer Motor für ein besonderes E-MTB

Das Antriebssystem bestimmt wesentlich den Charakter eines E-Mountainbikes; der spezielle Ansatz hinter dem Orbea Rise erfordert hier deshalb auch wenig überraschend eine Sonderlösung. Man hat sich bei Orbea lange mit dieser Frage beschäftigt und auch die Konstruktion eines eigenen Systems in Betracht gezogen. Als Shimano jedoch vor einiger Zeit die ersten Infos zum EP8 veröffentlichte, war klar: Dieser Motor wäre perfekt. Kompakte Abmessungen, sportlicher Charakter und mit 2,6 kg Gewicht sehr geringes Gewicht – er scheint wie gemacht für das Orbea Rise, zumindest auf den ersten Blick.

Der neue E-MTB Antrieb der Japaner ist jedoch nicht nur klein und leicht, sondern mit 85 Nm auch ausgesprochen kräftig. Eigentlich eine positive Eigenschaft, doch mag das irgendwie nicht so recht zum sehr sportlichen Charakter des Rise passen und würde zudem einen großen Akku erfordern, um den kräftigen Motor während eines langen Trail-Tags zuverlässig mit Energie zu versorgen. Weniger Drehmoment, höhere Effizienz, kleiner Akku – das waren die Anforderungen der spanischen Konstrukteure an den Motor des Rise. Tatsächlich gelang es dann, Shimano von diesem Vorhaben zu überzeugen und der EP8-RS war geboren.

Orbea Rise

Der Motor ist hardwareseitig identisch mit dem bekannten EP8, jedoch wurde die Software teils drastisch verändert und auf den Charakter des Orbea Rise angepasst. Der größte Unterschied ist wahrscheinlich die Begrenzung des Drehmoments auf „nur“ 60 Nm. Das ist zwar einerseits deutlich weniger als bei einem „ausgewachsenen“ E-MTB, andererseits jedoch auch klar mehr als beispielsweise beim Specialized Levo SL mit 35 Nm, das einer der wenigen Konkurrenten im Bereich leichte E-MTBs derzeit ist. Auch die Unterstützungscharakteristik wurde angepasst. Der EP8-RS unterstützt vor allem in dem für sportive Fahrer interessanten Kadenzbereich zwischen 75 und 90 U/m und gibt auch schneller mehr Power ab, um ein lebendiges und agiles Fahrgefühl zu vermitteln.

Fest integrierter Akku mit 360 Wh und optionaler Range Extender

Durch die Begrenzung des Drehmoments und die Feinabstimmung bei der Unterstützungsleistung erreicht man eine messbar höhere Effizienz und so war es auch kein Problem, die Akkukapazität zu verringern. Im extrem schlanken Unterrohr des Rise steckt ein fest verbauter 360 Wh Akku, der laut Orbea jedoch für mindestens 1.700 hm (in der höchsten Unterstützungsstufe) Reichweite bzw. -höhe sorgen soll. Das Laden erfolgt über eine seitlich des Sitzrohrs und mit fester Klappe versehene Buchse.

Orbea Rise
Der 360 Wh Akku ist fest im schlanken Unterrohr verbaut.

Wem die 360 Wh nicht ausreichen, der hat die Option einen Range Extender nachzurüsten, der ganz einfach im Flaschenhalter befestigt wird. Mit diesen 252 Wh Zusatzkapazität kommt man auf 612 Wh Gesamtleistung, die wiederum dann für beeindruckende 4.000 hm im Eco-Modus ausreichen sollen.

Orbea Rise Reichweite

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INTEGRIERTER AKKU (360 WH)
Unterstützung Eco Trail Boost
Laufzeit (Herstellerangabe) 4,5 Stunden 3 Stunden 2 Stunden
Reichhöhe (Herstellerangabe) 2.500 hm 1.700 hm 1.200 hm
+ Range Extender (612 Wh)
Laufzeit (Herstellerangabe) 8 Stunden
Reichhöhe (Herstellerangabe) 4.000 hm
Der Range Extender fällt optisch kaum auf. | Foto: Orbea

Ab Werk ohne Display, dafür mit innovativer Garmin-Schnittstelle

Passend zu diesem reduzierten Ansatz kommt das Orbea Rise in allen Ausstattungsvarianten ab Werk komplett ohne Display. Zwei kleine, im Kabel der neuen Shimano-Steuereinheit integrierte LEDs geben rudimentär Auskunft über Ladestand des Akkus und die gewählte Unterstützungsstufe. Wer auf ein Display nicht verzichten möchte, hat am Rise jedoch einige Optionen: So lässt sich über MyO beispielsweise das bekannte Shimano Display für einen Aufpreis nachrüsten. Alternativ kann man über die entsprechende neue Shimano App die Daten auf seinem Smartphone anzeigen lassen. Garmin-Besitzer erhalten am Rise zudem ein einzigartiges Feature; der EP8-RS lässt sich per Garmin IQ App mit zahlreichen Endgeräten koppeln (auch Smartwatches z.B. Fenix), die dann als Display-Ersatz fungieren können.

Modernes Trailbike mit Reserven

Nun genug der Worte über Antrieb, Akku, Display und Konnektivität – lasst uns über das Orbea Rise als Mountainbike sprechen. Die Spanier platzieren das neue E-MTB ganz klar im Bereich der Trailbikes – mit 140 bzw. 150 mm Federweg vorn, 140 mm hinten, 29er Laufrädern und der modernen Geometrie scheint es hier auch perfekt zu passen. Durch die verschiedenen Modellvarianten (siehe unten) hat man zudem die Wahl, ob man eher mit gewichts-optimierten oder robusten Komponenten unterwegs sein möchte.

Orbea

Der Hinterbau ist auf dem Papier fast durchweg progressiv und dürfte damit insgesamt deutlich straffer sein als beispielsweise beim Wild FS, dafür aber auch viele Reserven für Sprünge, Schläge und flotte Fahrten über anspruchsvolle Trails mitbringen. Die Reifenwahl mit dem Maxxis Rekon am Hinterrad mit robuster Exo+ Karkasse und dem Dissector Vorderreifen scheint dem Einsatzbereich ebenfalls angemessen. Etwas verwundert waren wir über die 180 mm Bremsscheibe am Vorderrad, die für leichte, geübte Fahrer zwar ausreichen dürfte. Dennoch hätten wir die wenigen Gramm Mehrgewicht für größere Fading-Reserven wohl in Kauf genommen.

Orbea
Die 140 mm des Orbea Hinterbaus sind angenehm progressiv, was für große Reserven und ein straffes Fahrverhalten sorgt.
Ungewohnt: Die kleinen 180 mm Bremsscheiben an der Front könnten bei schweren Fahrern ins Schwitzen kommen.

Die Geometrie des Rise scheint gelungen: Mit 66° bzw. 65,5° fällt der Lenkwinkel flach genug für trail-erprobte, aktive Fahrer aus, ohne Anfänger zu verschrecken. Der steile Sitzwinkel rückt den Schwerpunkt in eine effiziente Tret- und Kletterposition und die nicht zu kurzen Kettenstreben versprechen Traktion am Hinterrad beim Erklimmen von Steilstücken. Dank des großzügigen Reach von über 470 mm in Größe L bietet das Bike jedoch viel Platz für Gewichtsverlagerungen.

Geometrie Orbea Rise 140 mm
SMLXL
Sitzrohr (in mm)381419457508
Oberrohr horizontal (in mm)565592619649
Steuerrohr (in mm)95105120140
Kettenstrebe (in mm)445445445445
Tretlagerhöhe (in mm)336336336336
BB Drop (in mm)35353535
Radstand (in mm)1180120512291255
Lenkwinkel (in °)66666666
Sitzwinkel (in °)77777777
Reach (in mm)425450474500
Stack (in mm)604613627646
Geometrie Orbea Rise 150 mm
SMLXL
Sitzrohr (in mm)381419457508
Oberrohr horizontal (in mm)565592619649
Steuerrohr (in mm)95105120140
Kettenstrebe (in mm)445445445445
Tretlagerhöhe (in mm)336336336336
BB Drop (in mm)32323232
Radstand (in mm)1180120512291255
Lenkwinkel (in °)65.565.565.565.5
Sitzwinkel (in °)76.576.576.576.5
Reach (in mm)425450474500
Stack (in mm)604613627646

Orbea Rise: Vier Ausstattungsvarianten zwischen 6.000 und knapp 10.000 Euro

Mit vier Ausstattungsvarianten geht das Rise an den Start: Trotz der preislich großen Diskrepanz von fast 4.000 Euro haben alle Modelle sowohl den Carbonrahmen als auch den Shimano EP8-RS Motor mitsamt 360 Wh Akku gemein. Unterschiede gibt es neben den verbauten Komponenten auch bei der Ausrichtung: Während das M10 und M-Team mit 150 mm Federweg an der Front, Dämpfer mit Piggyback und insgesamt abfahrtslastiger Ausstattung daherkommen, sind das Einstiegsmodell M20 und das sehr leichte M-LTD mit 140 mm vorn und gewichts-optimierten Parts ausgestattet.

Orbea Rise
Farbenfrohe Vielfalt: Dank MyO sind der farblichen Gestaltung des Rise kaum Grenzen gesetzt.

Farblich bietet Orbea jeweils drei Varianten – zudem lassen sich alle Orbea Rise Modelle per MyO farblich und bei einigen Komponenten auf die individuellen Bedürfnisse anpassen.

Orbea Rise M20Orbea Rise M10Orbea Rise M-TeamOrbea Rise M-LTD

Antrieb: Shimano EP8-RS<

Akku: Orbea RS Internal 360 Wh
Gabel: Fox 34 Performance 140 mm
Dämpfer: Fox float DPS Performance
Schaltung: Shimano SLX M7100
Bremsen: Shimano Deore M6100
Laufräder: Race Face AR 30c

Gewicht: ca. 18 kg
Preis: 5.999 Euro

Antrieb: Shimano EP8-RS
Akku: Orbea RS Internal 360 Wh
Gabel: Fox 36 Factory Grip2 150 mm
Dämpfer: Fox DPX2 Factory
Schaltung: Shimano XT M8100
Bremsen: Shimano XT M8120
Laufräder: Race Face Turbine R30

Gewicht: ca. 18 kg
Preis: 7.599 Euro

Antrieb: Shimano EP8-RS
Akku: Orbea RS Internal 360 Wh
Gabel: Fox 36 Factory Grip2 150 mm
Dämpfer: Fox DPX 2 Factory
Schaltung: Shimano XTR M9100
Bremsen: Shimano XTR M9120
Laufräder: Race Face Turbine R30

Gewicht: ca. 17,5 kg
Preis: 8.999 Euro

Antrieb: Shimano EP8-RS
Akku: Orbea RS Internal 360 Wh
Gabel: Fox 34 Factory 140 mm
Dämpfer: Fox Float DPS Factory
Schaltung: Shimano XTR M9100
Bremsen: Shimano  XTR M9120
Laufräder: Race Face Next-SL

Gewicht: ca. 16,5 kg
Preis: 9.599 Euro

Erste Trail-Impressionen mit dem Orbea Rise

Wir hatten die Möglichkeit das neue Orbea Rise einen knappen Tag lang im Bikepark Geißkopf zu testen. Der Geißkopf stellt dabei für uns das ideale Testrevier dar. Abwechslungsreiche Strecken – von flowig bis knüppelhart – sowie eine speziell für E-Mountainbikes gebaute Uphillflow-Strecke machen nicht nur Spaß, sondern geben auch relativ schnell einen ersten Eindruck über die Eigenschaften eines Bikes.

The Pack
Noch vor dem ersten Aufsitzen zog das Rise die Blicke magisch auf sich.

Der erste Kontakt mit dem Orbea Rise erfolgte beim Entladen der Räder aus dem Van und wurde prompt mit den Worten „Oha, das ist leicht!“ begleitet. Aber auch das Erscheinungsbild des Rise wusste sofort zu gefallen. Schlanke, wohl-proportionierte Rohrformen ließen das Orbea nur auf den zweiten Blick (hin zum Motor) als E-Bike erkennen. Das Fahrwerkssetup war schnell gefunden, wobei die Fox 36 Grip2 Gabel mit zwei Druck- und Zugstufen ein wenig Erfahrung erfordert.

Im Uphill fühlt man sofort die Unterschiede des Shimano EP8 RS Motors gegenüber der Standard-Version. Klar, 60 Nm sind nicht nur auf dem Papier deutlich weniger als 85 Nm, auch auf dem Trail ist dieser Unterschied spürbar. Auch merkt man, dass die maximale Leistungsabgabe des EP8 RS erst zwischen einer Trittfrequenz von 75 – 90 U/min erfolgt. Wer aber denkt, das Orbea Rise lässt sich nur unter hoher Kraftanstrengung bewegen, der irrt. Mit der richtigen Kadenz und höchster Unterstützungsstufe lässt sich das Bike trotzdem sehr kraftsparend bergauf bewegen – nur eben etwas langsamer als klassische E-MTBs mit stärkeren Motoren. Die Geräuschkulisse entspricht übrigens genau dem, was man von anderen EP8 Bikes kennt, schließlich wurde die Hardware nicht angetastet. Der Motor ist entsprechend weder besonders leise, jedoch auch nicht besonders laut.

Orbea in Action
Trotz „nur“ 60 Nm klettert das Rise auch knifflige Kletterpassagen nach oben.

Seine großen Stärken zeigt das Orbea Rise dann im Fahrverhalten bergab. Durch das geringe Gewicht hat man selten den Eindruck auf einem E-Bike zu sitzen. Spielend wechselt das Bike die Richtung, lässt sich dank der sehr gut gewählten Kettenstrebenlänge von 445 mm einfach aufs Hinterrad ziehen und macht vor allem eines: Spaß! Das Fahrwerk ist sehr potent und der straffe, sehr schluckfreudige Hinterbau kann mehr einstecken als es seine 140 mm Federweg vermuten lassen. Die Shimano XTR Bremsen mit (nur) 180 mm Bremsscheiben an Front und Heck lassen sich vorzüglich dosieren und bieten ausreichend Bremsleistung. Schwere Fahrer sollten allerdings über das Nachrüsten von größeren Scheiben nachdenken. Überzeugend zeigte sich auch die Bereifung. Die Dissector (VR) und Rekon (HR) aus dem Hause Maxxis sind ein guter Mix aus geringem Gewicht und Traktion. Die EXO+ Karkasse am Hinterrad erhöht zudem den Pannenschutz. Ein kleiner Kritikpunkt war für uns die in der Abfahrt etwas höhere Geräuschkulisse, die einerseits vom Klappern des EP8-Freilaufs herrührte, jedoch auch von den intern verlegten Zügen und Leitungen. Zumindest bei letzterem kann man jedoch selbst recht einfach Abhilfe schaffen.

M5 stehe

Cornering

Die kurze Testsession des Orbea Rise hat uns vor allem eines gezeigt; nämlich wie viel Fahrspaß leichte E-Bikes tatsächlich bieten! Dabei betritt Orbea hier keineswegs Neuland. Leichte E-MTBs gibt es bereits. Diese haben meist aber auch ein spürbar schwächeres Antriebssystem mit an Bord. Das optimale Verhältnis von (Motor-)Leistung zu Gewicht ist Orbea perfekt gelungen. Zwar können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussage über die tatsächliche Reichweite treffen, aber mit dem optional erhältlichen Range Extender sollten auch Reichweiten-Phobiker beruhigt sein.

Chapeau Orbea!

www.orbea.com

Test: ERGON GE1 Factory Griffe und SM E-Mountain Core Prime Sattel

Ergon GE1 Evo Factory

Welchen Griff und welchen Sattel man am Besten nutzt, ist immer Geschmacksache und auch auch vom Körperbau und Fahrstil abhängig. Wir haben den Ergon GE1 EVO Factory Griff und den SM E-Mountain Core Prime Sattel für euch getestet und können somit einiges zum Thema Verarbeitung, Komfort und Haltbarkeit erzählen. 

Das Koblenzer Unternehmen wirbt schon seit einigen Jahren mit ergonomischen und innovativen Komponenten für Fahrräder. Tahnee Seagrave, Nicholi Rogatkin und Vali Höll sind nur ein Paar der Athleten die Ergon Produkte an ihren Mountainbikes fahren und für sie werben.

Ergon-Produkte sind sophisticated: anspruchsvoll, hochentwickelt, technisch ausgereift, raffiniert, ausgeklügelt. – Franc Arnold, CEO

Wir haben zwei Produkte des Unternehmen aus dem schönen Rhein-/Moselkreis zur Verfügung gestellt bekommen und mal genauer unter die Lupe genommen. Was bei Sattel und Griffen direkt auffiel ist der vergleichsweise hohe Preis. Ob der gerechtfertigt ist, haben wir für euch getestet, denn: erscheint der auf den ersten Blick hoch, kann sich das doch relativieren, wenn das Produkt die Erwartungen erfüllt. Wir waren im Testzeitraum auf unserem Giant Reign E+ E-MTB  auf Trails im wunderschönen Bayrischen Wald unterwegs.

Ergon GE1 Evo Factory
Die Frozen Moss Farbe passte gut zur Farbe des Giant Reigns und das Oil-slick Design der Klemme macht auch Einiges her.

ERGON GE1 Factory Griffe

Mit dem GE1 will Ergon einen weiterentwickelten Griff für Enduro-Fahrer und -Racer bieten, der durch Komfort und Performance glänzen soll.

Auf den ersten Blick waren wir etwas von der sehr speziellen Moos-Farbe des Gummis überrascht, doch an unser Giant Test Bike passte sie dann ganz gut. Style ist nicht alles, aber alles ist nichts ohne Style, eh klar! Das Oil-Slick Finish der Klemmen ist definitiv ein Hingucker und in Kombination mit anderen Farben mit Sicherheit auch eine schöne Ergänzung an anderen Fahrrädern.

Die GE1 fühlen sich im ersten Moment sehr griffig an (auch ohne Handschuhe) und passen Dank der Texturausrichtung gut in die Hand. Die unterschiedlich geformten Innenwände sorgen in Verbindung mit der silikonbasierten Gummimischung für ein angenehm “weiches” Griffgefühl.

Auch nach längeren Fahrten bleiben die Griffe geschmeidig in der Hand und verursachen keinen “Armpump” oder schmerzen in den Handballen. Die Verarbeitung ist sehr ordentlich und hielt auch dem ein oder anderen Sturz stand. Lediglich kleine Macken und Kratzer waren nach einigen ausgiebigen Touren und Parkbesuchen auffindbar.

Hier ein paar Fakten zu den ERGON GE1 Factory Griffen:

Material:Factory Custom Rubber, kaltgeschmiedetes Aluminium (CNC gefräst)
Größe:Regular, Slim
Farben:Frozen Moss/Oil-Slick, Frozen Stealth/Oil-Slick, Frozen Stealth, Frozen Orange,
Preis:39,95 EUR
Gewicht:105g
Ergon GE1 Evo Factory
Trotz des ein oder anderen Sturzes weist der Griff kaum Macken auf

Fazit zu den Griffen:

Wir halte die Ergon GE1 für durchaus potente Mountainbike-Griffe. Im Downhill hatten wir mit Handschuhen in jeder Situation genügend Grip und konnten den Lenker gut halten. Bei Nässe und ohne Handschuhe wird der Griff leider etwas rutschig und könnte somit in ruppigen Downhillpassagen für Probleme sorgen. Die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen und die Oil-Slick Klemmen sind definitiv ein kleiner Hingucker. Der hohe Preis von 39,90 EUR und das leichte rutschen bei Nässe in der nackten Hand sind die einzigen Punkte die wir an den Griffen auszusetzen haben.

Sattel auf Sram AXS Sattelstütze
Schlichtes Design in stealth Schwarz

SM E-Mountain Core Prime Sattel

Beim Auspacken des Core Prime Sattel fällt direkt die Breite E-Bike typische Sitzfläche auf. Diese stört jedoch keineswegs beim Fahren und bietet viel Komfort. Der Sattel und seine Streben sind in einem schlichten Schwarz gehalten und passen somit zu jedem Bike.

Der Core Prime ist als dynamischer Sattel mit ergonomischem Kern designed und soll durch schwimmend gelagerte Bewegungsunterstützung weniger Druck auf die Sitzknochen verursachen und den Genitalbereich entlasten. Als erste Sättel überhaupt, wurden alle Ergon Core Modelle für 2020 mit dem Gütesiegel der „Aktion gesunder Rücken“ (Forum Gesunder Rücken und Bundesverband deutscher Rückenschulen) ausgezeichnet. Man darf also davon ausgehen, das die Macher sich viele Gedanken gemacht haben, um ein “gesundes” Produkt zu erschaffen. typisch Ergon halt…

Bei längeren und ruppigen Uphill Passagen bietet der Sattel viel Komfort und Grip. Auch wenn es mal richtig steil wurde hatten wir nicht das Gefühl auf dem GE1 zu rutschen und konnten auch bei schwierigsten Situationen im Sattel bleiben.

Hier ein paar Fakten zum SM E-Mountain Core Prime Sattel:

Geschlecht:Männerspezifisch
Einsatz:E-MTB
Sitzschale: Nylon Composite
Gestell:CroMo
Obermaterial:Microfiber
Polsterung:Orthopedic Comfort Foam
Größen:S/M, M/L
Farben:Stealth (Schwarz)
Preis:149,95 EUR
Gewicht:360g

Die Traktion am Hinterrad ist bei einem weniger flexiblen und gedämpften Sattel deutlich schlechter. Komfort und Fahrtechnik verbinden sich beim SM E-Mountain Core zu einer neuen Einheit.-  Lutz Scheffer, E-Bike Designer

Fazit zum Sattel:

Der GE1 glänzt im Uphill mit Komfort und Grip. Und obwohl wir keine Mängel gefunden haben und beim Design und Aufbau bestimmt einige innovative Ideen eingeflossen sind, halten wir auch hier eine UVP von 149,95 EUR schon für eher hochpreisig um nicht zu sagen teuer.

Wer also bereit ist viel Geld für Komfort und Grip auf dem E-Bike auszugeben, der sollte mit dem Ergon GE1 Evo Factory auf seine Kosten kommen.

Ergon Giant
Unser Testbike ist ein REIGN E+ 0 Pro mit Sram AXS und Fox Komponenten

Mehr Infos zu Produkten von Ergon findet ihr auf www.ergonbike.com

Test: Pivot Switchblade Pro XT/XTR 29″ 2020

Pivot Switchblade

Dass der US-Amerikanische Fahrradhersteller Pivot potente Mountainbikes baut, wurde unteranderem wieder an den Erfolgen des Firebirds in der diesjährigen EWS-Saison bewiesen. Doch ob das Switchblade Pro mit dem Erfolg seines großen Bruder mithalten kann, wollten wir gerne selbst testen. Angeboten wird das Switchblade in drei Varianten – Race, Pro und Team – innerhalb dieser Varianten kann man die Antriebsgruppen sowie Fahrwerk und die Laufradgrößen noch variieren. 

So sollte für jeden Fahrer und für jeden Geldbeutel das passende Rad dabei sein. Der preisliche Einstieg liegt bei einem UVP von 6.699 Euro. Wir hatten jedoch die mit Fox Kashima ausgestattete Pro Variante mit XT/XTR Ausstattung und 29 Zoll Laufrädern im Test. Wie hoch die Begeisterung ist und ob wir Kritikpunkte gefunden haben gibt es hier.

Pivot Switchblade 2020: Ausgepackt und aufgebaut.

Das Pivot Switchblade kam vormontiert in die Redaktion und wie bei jedem Pivot, das uns erreicht, fällt uns die liebe zum Detail auf. So ist die Ahead-Kappe ausgerichtet, die Beschriftung der Reifen zu den Ventilen ausgerichtet und natürlich auch stets frisch gewartet. Auch die neue Farbe, Treeline green mit schwarzen Decals ist uns sofort aufgefallen. Ein dezent matter Lack in modernem und schlichten grün gehalten. Ist diese „Tarnfarbe“ Understatement und Ansage zugleich? Passend zur Rahmenfarbe wurden auch die Decals der Fox 36 Federgabel gewählt. Matt-Schwarz, Matt-Grün und glänzen Neongrün, dies wiederholt sich dann auch in den Farben der neuen Phoenix Griffe von Pivot.

Pivot Switchblade

Der erste Eindruck ist Pivot typisch hervorragend und es wird Wert auf die wichtigen Komponenten wie Fahrwerk, Bremsen und Antrieb gelegt. Da wächst die Vorfreude und Spannung wie sich das Switchblade 2020 auf den Trails schlägt.

Pivot Switchblade 2020: Neues Rahmendesign mit stehendem Dämpfer

Pivot_Switchblade
Die neue Umlenkung hebt den DW-Link am Pivot auf ein neues Level.

Fangen wir beim Herzstück an, dem Rahmen. Pivot geht mit dem Switchblade 2020 Rahmendesign neue Wege und durch klarere Linien wirkt es durchaus potenter als sein Vorgänger. Ein Novum ist auch der nun stehend platzierte Dämpfer. Bisher und in allen aktuell Pivot Modellen liegt dieser noch im Rahmendreieck und nimmt die Schläge auf. Durch die neu entwickelte Umlenkung kann Pivot den Dämpfer nun stehend platzieren, ohne dabei Einbußen in den Fahreigenschaften zu machen. Im Gegenteil, der DW-Link Hinterbau funktioniert hier, so der Fahreindruck, noch einmal spritziger und verspielter.

Pivot Switchblade 2020: Optimiertes Fox Fahrwerk

Weiterhin setzen die US-Amerikaner auf den eigens etablierten Super-Boost 157mm Standard, der für noch mehr Steifigkeit auch bei Querbeschleunigungen sorgt. Zum Einsatz kommt am Hinterbau ein von Pivot in Zusammenarbeit mit Fox optimierter Fox Factory Float DPX2 Dämpfer mit Pivot typischem Sag-Indikator. Durch diese Optimierungen passt der Dämpfer sich mit seinen Dämpfungseigenschaften perfekt an den DW-Link Hinterbau des Pivot Switchblade an. Natürlich kann der Fox Float DPX 2 Dämpfer flexibel auf die persönlichen Vorlieben jeden Fahrers noch eingestellt und optimiet werden.

Pivot_Switchblade

An der Front ist die bewährte Fox Factory 36 mit Kashima Coating im Einsatz, welche, wie der Hinterbau, Platz für die großen 29 Zoll Räder als auch 27,5+ Zoll Laufräder bietet. Beide Varianten werden ab Werk angeboten. In der Fox Gabel arbeitet eine Fox Grip 2 Kartusche, die viele Einstellmöglichkeiten bietet.

Pivot_Switchblade

Da die Laufradgröße mittlerweile eine Wissenschaft für sich ist, bietet Pivot im neuen Switchblade am Hinterbau auch einen Flip-Chip an, im die Rahmengeometrie auf 29 Zoll, 27,5+ Zoll oder sogar Mullet (Vorne 29″; Hinten 27,5+ Zoll) anzupassen.

Pivot Switchblade 2020: Geometrie

Auf die Geometrie hat man selbst über den Flip-Chip entsprechenden Einfluss, deshalb gibt Pivot auch zwei Geometrietabellen an: Die Low-BB-Variante und die High-BB-Variante.

Geometrie Pivot Switchblade 2020 (Low BB)

XSSMMDLGXL
Sitzrohr (in mm)342368393431469
Oberrohr horizontal (in mm)569592620638661
Steuerrohr (in mm)8590102108120
Lenkwinkel (in °)6666666666
Sitzwinkel (in °)75.575.575.575.575.5
Kettenstreben (in mm)431431431431431
Tretlagerhöhe (in mm)346346346346346
Radstand (in mm)11471169119312161241
Reach (in mm)410430455470490
Stack (in mm)610614625630641

Geometrie Pivot Switchblade 2020 (High BB)

XSSMMDLGXL
Sitzrohr (in mm)342368393431469
Oberrohr horizontal (in mm)568590619636660
Steuerrohr (in mm)8590102108120
Lenkwinkel (in °)66.566.566.566.566.5
Sitzwinkel (in °)7676767676
Kettenstreben (in mm)430430430430430
Tretlagerhöhe (in mm)352352352352352
Radstand (in mm)11461168119212151240
Reach (in mm)415435460475495
Stack (in mm)606611621627638

Pivot Switchblade 2020: Abgerundetes Ausstattungspaket

Grundsätzlich wird das Pivot Switchblade in verschiedenen Ausstattungsvarianten angeboten. So ist von 6.549 Euro bis 13.999 Euro jeglicher Spielraum gegeben. Am schlüssigsten und vernünftigsten erscheint jedoch das Pivot Switchblade PRO, das je nach Wunsch mit Shimano XT/XTR Komponenten oder mit SRAM Eagle/X01 Komponenten verfügbar ist.Pivot_Switchblade

Geschaltet wird mit einer Kombination aus Shimano XT und XTR Komponenten. Das Schaltwerk stammt aus der XTR-Reihe und Kassette, Kette und Trigger aus der Shimano XT-Baureihe. Das die Komponenten in sich kompatibel sind, ist bekannt und die Kombination zeigt auch den Focus, den Pivot beim Switchblade Pro XT/XTR legt: Präzision vor Gewicht.

Pivot_SwitchbladeDie dazu kombinierte Kurbel stammt mit seinem 32-Zahn Kettenblatt von Raceface und ist komplett aus Aluminium gefertigt.

Auch die Laufräder sind aus Aluminium. Die DT Swiss M1700 w Laufräder samt DT-Swiss Nabe zeigen ein ordentliches Preis-Leistungsverhältnis und trotzdem spielen sie in Sachen Performance ganz oben mit. Doch natürlich wären Carbon-Laufräder nochmal  steifer und direkter, die Aluminium liefern im Vergleich dazu ein Plus an Komfort.

Zur Verzögerung dienen die aktuellen vier Kolben Bremssättel der Shimano XT Baureihe mit den passenden Hebeln dazu, diese pressen die Kolben die Ice-Tech Bremsbeläge dosiert aber mit genügend Power auf die neuen 2020er Ice-Tech Bremsscheiben. Vorne sind diese mit 203mm größer dimensioniert, als die 180mm am Hinterrad.

Auch bei der Sattelstütze, einer Fox Transfer Kashima Coating mit 150mm Hub wurde schlau kombiniert. Die Kombination mit dem Raceface Hebel ist absolut praxisnah und der Hebel ist mit den Shimano Bremshebeln kombinierbar.

Pivot SwitchbladeDas gesamt Cockpit wirkt durch die Shift-Mix Möglichkeit äußerst aufgeräumt, mehr geht nur noch mit der SRAM AXS-Variante. Anders als beim Vorgänger wurden neue Griffe verbaut, ein kleiner Komfort-Wermutstropfen im vergleich zur 2018 erschienenen Variante. Hier wird klar wieder auf Standard gesetzt, um in Sachen Individualisierung wieder mehr Möglichkeiten zu bieten. In unserem Testrad in der Größe M war ein 780mm breiter Pivot Phoenix Carbon Lenker verbaut, der genügend Kontrolle auch auf ruppigen Trails vermittelt.

Ein weiteres Detail-Novum ist der von Pivot neue entwickelte Kettenstreben-Schutz. Wie es andere Hersteller bereits vormachen, wird durch die Wellen-Form das Kettengeräusch auf ein Minimum reduziert und die komplette Fahrt wird deutlich ruhiger.

Pivot Switchblade

Pivot Switchblade 2020: Die Ausstattung in der Übersicht

Pro XT/XTR 29 Zoll Gr. MGrößenspezifische Abweichungen
RahmenmaterialCarbon
Laufradgröße29 ZollAuch als 27,5+ Zoll erhältlich
DämpferFox Factory Float DPX2
GabelFox Factory 36 29", 44mm offset, GRIP2 - 160mm
HeadsetPivot Precision Sealed Cartridge
SchaltwerkShimano XTR SGS 12-Speed
SchalttriggerShimano XT M8100 ISPEC 12-Speed
KassetteShimano XT M8100 10-51T
KurbelRace Face Aeffect R 32T
KetteShimano CN-M8100 12-Speed
LenkerPhoenix Team Low Rise Carbon - 780mm (SM-LG)Phoenix Team Low Rise Carbon - 760mm (XS), 800mm (XL)
GriffePhoenix Factory Lock-On
VorbauPhoenix Team Enduro/Trail - 45mm (SM-XL)Phoenix Team Enduro/Trail - 35mm (XS)
SattelstützeFox Factory Transfer 150mmFox Factory Transfer 100mm (XS), 125mm (SM), 175mm (LG-XL)
SattelPhoenix WTB Pro Vigo (MD-XL)Phoenix WTB Pro Hightail Trail (XS-SM)
LaufräderDT Swiss M1700 w/ DT Swiss 350 hub & 36T Star Ratchet 30mm - 29"DT Swiss M1700 w/ DT Swiss 350 hub & 36T Star Ratchet 40mm - 27.5"+
Laufräder (Optionales Upgrade)Reynolds Blacklabel Enduro Wide Trail w/ Industry Nine hub, 34mm - 29"Reynolds Blacklabel 27.5 Plus w/ DT Swiss hub, 40mm - 27.5"+
ReifenMaxxis Minion DHF 29" x 2.5" WT, TR, 3C, EXO, MAXXTERRA
Maxxis Minion DHRII 29" x 2.4" WT, TR, 3C, EXO, MAXXTERRA
Maxxis Rekon 27.5"+ x 2.8" TR, 3C, EXO, MAXXTERRA, SilkShield
Maxxis Rekon 27.5"+ x 2.8" TR, 3C, EXO, MAXXTERRA, SilkShield
BremsenShimano XT M8120 4-Kolben
BremsscheibenShimano XT CenterLock - 203mm
Shimano XT CenterLock - 180mm

Pivot Switchblade 2020: Souverän im Anstieg

Doch genug der technischen Details, denn letztendlich geht es allein um die Frage: „Wie fährt sich der Hobel?“ und die Antwort kann kurz und knapp ausfallen: „Hervorragend!“.

Mit breitem grinsen im Gesicht starten wir die ersten Testausfahrten, denn was der 2018 erschienene Vorgänger geschafft hat, sollte doch das aktuelle Pivot Switchblade 2020 mindestens genau so gut können. Der Lenkwinkel ist um ein knappes Grad flacher geworden, so wirken sich die 66,5° durchaus positiv auf die Fahreigenschaften aus. Das Pivot Switchblade 29 Zoll war im Test sehr Laufruhig und machte auch bei steilen Kletterpassagen einen sehr guten Eindruck.

Die Kombination von 29 Zoll Bereifung und dem 32-Zähne Kettenblatt ist durchaus kraftaufreibend. Hier wäre die Wahlmöglichkeit eines kleineren Kettenblattes für Hobby-Radler durchaus zu empfehlen. Racer hingegen sind mit der Werksausstattung durchaus bedient. Die Shimano XT/XTR Schaltkomponenten liefern auch unter Last ein perfektes Schaltergebnis ab. Einzig und allein die Spannung des Seilzuges musste in unseren etwa 150 Testkilometer etwas nachjustiert werden um das perfekte Schaltergebnis auch beizubehalten.

Auch der Sitzwinkel ist mit 76° nicht zu flach, so sitzt man Aufrecht und im Anstieg bequem auf dem Rad. Dabei ist die Lastenverteilung stets ausgewogen ohne dass das Vorderrad steigt. Unser Testrad hatte die Größe M bei einer Körpergröße von 180cm. Dabei entstand der Eindruck, dass das Rad etwas zu klein ist, was sich in der Abfahrtsperformance jedoch nicht bestätigte. So ist hier die persönliche Vorliebe gefragt.

Pivot Switchblade

Pivot Switchblade 2020: Spaßgarant in der Abfahrt

Rein in den Trail und genießen! So kann man in die Abfahrtsperformance kurz zusammenfassen. Wir testeten Das Pivot Switchblade Pro XT/XTR 2020 ausgiebig auf unseren Hometrails und im Vinschgau. Das Tal der Äpfel bietet Anfang des Jahres bereits bestes Bike-Wetter an den Sonnenhängen. Durch die Staubtrocken Trail aus Sand, Schotter und Steinen rollen die großen 20 Zoll Reifen problemlos und liefern durchgehend besten Kontakt zum Untergrund. Die Maxis Minion Bereifung bietet so hier den idealen Kompromiss aus Rollwiderstand und Grip. Auch auf nassen und schlammigen Trails sind die Maxxis Reifen nicht überfordert.

Die relativ kurze Kettenstrebe des Pivot Switchblade lädt ohne kurzer Eingewöhnung gleich zum spielen mit ein. So sucht der Blick umgehend nach kleinen natürlichen Kickern oder Möglichkeiten das Gelände zum maximalen Spaßfaktor zu nutzen. Doch das Sicherheitsgefühl wird nie vermisst. Durch die 142mm am Heck und 160mm Federweg an der Front sind genügend Reserven vorhanden und das Mountainbike verzeiht auch mal gröbere Fehler. Hier wird auch wieder deutlich wie gut die Federwegs-Differenz doch harmoniert.

Bei schnellen und ruppigen Passagen klebt das Hinterrad förmlich am Boden und die Bremse wird gerne mal offen gelassen. Lässt man das Bike unter sich arbeiten ist auch jedes noch so anspruchsvolle Hindernis gemeistert. Die enorme Agilität trifft hier die unglaubliche Laufruhe. Das MTB macht so in Kurven genau das was der Fahrer will und muss nicht mit unnötiger Härte in die Kurve gedrückt werden, sondern reagiert aber überreagiert nicht, auf die Impulse die der Biker dem Bike gibt.

Für diejenigen die mal eben 7.649 Euro auf der hohen Kante haben, wird definitiv eine Kaufempfehlung ausgesprochen.

Pivot Switchblade

Alle Informationen und Varianten zum Pivot Switchblade gibt es auf: www.pivotcycles.com