TEST: Schneller langsamer – Drei Downhill-Anker im Test

Bericht erschien exklusiv in der Gravity Mountainbike Magazine Ausgabe #036 [März & April 2017]

Augen auf bei der Bremsenwahl! Die Stopper am Bike sind eure Lebensversicherung und sollten einiges zu bieten haben. Zuverlässigkeit steht an erster Stelle. Gerade für lange Abfahrten in den Bergen und knackige Downhills bedarf es einer standfesten Bremse. Also einer, die nicht schnell heiß wird und keinen schwammigen Druckpunkt hat.
Dazu große Scheiben – unter 203 Millimeter ist für den Wettkampf vielleicht sinnvoll, doch selbst die 180er Scheibe bringt ein 70 Kilo Max Mustermann je nach Streckenlänge und Steilheit an die Grenzen. Vor allem die Bremse dauerhaft schleifen zu lassen, lässt die Bremse schnell heiß laufen und ist daher nicht zu empfehlen, manchmal aber eben unerlässlich. Damit die Hitze gut abgeleitet wird, greifen die Hersteller zu verschiedenen Tricks: Shimanos „Ice-Tec Freeza“-Scheiben haben einen Aluminiumkern und sind mit Kühlrippen versehen. Hope bietet „Vented Discs“ an – innenbelüftete Bremsscheiben wie aus dem Motorsport.
Für die volle Power sollten die Bremsen am Downhill-Bike vier Kolben haben. Doch schiere Kraft allein bringt nichts, wenn sie nicht kontrollierbar ist. Also müssen Bremsen gut dosierbar sein – am besten in allen Situationen.
Dann geht’s zu den Hebeln: Ergonomisch sollen sie sein und sich ins Cockpit integrieren. Stellt die Hebel so nah an den Lenker, wie es euch am angenehmsten passt. Viele schwören auf diese Methode: Bei ausgestrecktem Zeigefinger sollte die Fingerkuppe noch vor dem Hebel liegen. Und der Hebel sollte so stehen, dass der Zeigefinger die gerade Verlängerung des Unterarms ist. Zumindest ergonomisch ist das die schonendste Haltung, in der ihr die beste Kontrolle und Kraft habt.
Checkt vor der Fahrt unbedingt, ob das System dicht ist und die Bremsen zupacken. Bei neuen Belägen oder Scheiben das Einbremsen nicht vergessen!
Drei der besten Stopper am Markt haben wir für euch auf den Zahn gefühlt.

Hope – „Tech 3 V4“

Die feine Schmiede aus Barnoldswick fertigt den Bremssattel der „Tech 3 V4“ aus einem Stück. In edler Fräsarbeit wird das 2014 T6 Aluminium zu wunderschönen Bremsen verarbeitet – „Made in U.K.“. Der dicke „V4“-Bremssattel ist das Flaggschiff von Hope.

Der „Tech 3“-Hebel bietet 5 Prozent mehr Bremskraft als sein Vorgänger. Sehr gut: Die Griffklemme ist mit Shimanos „I-Spec“-Schalthebeln kompatibel und der neue Ausgleichsbehälter fällt etwas schlanker aus, um eine bessere Kompatibilität mit Triggern und Fernbedienungen zu gewähren. An den Hebeln lassen sich die Griffweite und der Druckpunkt einstellen. Bei der Druckpunkt-Einstellung – besser: „bite point control“ (BPC) – wird über die Einstellschraube der Bremshebel leicht angezogen und der Leerweg verringert – so wird der Hebelweg verkürzt.
Die Lochung der Bremshebel bietet bei jeder Witterung einen guten Grip. Trotz der Druckpunkt-Einstellung fällt der Hebelweg nie kurz aus und die Bremse bleibt stets sehr gut dosierbar. Bis die Bremse über ihre lange Dosierung zum Blockieren gebracht wird, bedarf es doch mehr Handkraft als erwartet. An die Giftigkeit und den Biss der Kollegen reicht sie nicht heran. Die großen Stärken liegen bei Dosierbarkeit und Standfestigkeit. Der Druckpunkt bleibt in allen Situationen stabil, kein Fading, nichts. Kein Wunder: Unsere Hardcore-Version mit Stahlflex-Leitungen und großen, innenbelüfteten Scheiben zeigt sich von den meisten Strecken unbeeindruckt und bleibt „cool“ – im wahrsten Sinne des Wortes. Ob man die Bremse auf einer steilen Abfahrt lange schleifen lässt oder die 1000 Höhenmeter am Stück abreißt, spielt dabei keine Rolle. Die „Tech 3 V4“ schwächelt nicht und selbst die Scheibe zeigte keine Verfärbungen.
Bereits nach kurzer Zeit waren die Stopper eingebremst und voll da. Befüllt wird das System mit DOT-Bremsflüssigkeit. Die Entlüftung gestaltet sich über das bekannte Ausgleichsbehälter-System recht einfach. Bei den „Vented Rotors“ zieht die Luft durch die Bremsscheibe – das reduziert die Wärmeentwicklung um bis zu 15 Prozent gegenüber den normalen, schwimmend gelagerten Scheiben von Hope. Die innenbelüfteten Bremsscheiben können nicht mit anderen Bremsen verwendet werden, die Scheiben sind um einiges dicker als die Norm. Die Standard-Bremsscheiben und die schwimmend gelagerten sind kompatibel – Hope bietet hier auch alle erdenklichen Durchmesser an. Die schwimmend gelagerten Rotoren sind wie die Bremsen in sechs schicken Eloxal-Farben erhältlich. Toller Nebeneffekt: Sind die Bremsen exakt montiert, bleiben sie schleif- und quietschfrei. Kundenfreundlich: Zum Lieferumfang gehört ein zweites Paar Bremsbeläge. Das soll aber nicht bedeuten, dass sich die Beläge schnell runterfahren – im Gegenteil, im Test erwiesen sie sich als sehr haltbar. Geht an der hochwertigen Bremse doch einmal irgendetwas kaputt, hat die Hope-Schmiede jedes einzelne Ersatzteil dafür – ein Garant, um lange Freude an dieser Bremse zu haben.

Fazit: Die „Tech 3 V4“ ist die perfekte Bremse für sehr lange Abfahrten. Das Gesamtgewicht des dicken Ankers braucht sich selbst mit den schwereren Stahlflex-Leitungen nicht zu verstecken. Die „Vented Discs“ fallen deutlich schwerer aus als herkömmliche Scheiben, spielen aber besonders auf langen Abfahrten ihre Stärken aus. Einzig die Bissigkeit dürfte etwas kräftiger ausfallen.

Pro:

  • Standfestigkeit
  • geringe Hitzeentwicklung
  • Dosierbarkeit
  • Einstellungen
  • CNC-Kunstwerk
  • Farbwahl

Contra:

  • Handkraft
  • etwas geringere Bissigkeit im direkten Vergleich

Unverbindliche Preisempfehlung: 235,- € (pro Bremse), 130,- € (pro Bremsscheibe, innenbelüftet), 60,- € (pro Bremsscheibe normal, schwimmend) | Farben: black, silver, red, blue, purple, orange | Gewicht: 337 g Hinterradbremse mit 1700 mm Leitung (Stahlflex), 293 g Vorderradbremse mit 1000 mm Leitung (Stahlflex), 243 g Bremsscheibe 203 mm (Floating Disc) | Scheibengrößen: 140, 160, 180, 183, 185, 200, 203, 205 mm | www.hopetech.com

 

Shimano – „Saint BR-M820“

Die starke Downhill-Bremse von Shimano ist schon eine Weile auf dem Markt und erfreut sich einer großen Fangemeinde. Die kurzen Bremshebel der „Saint“ lassen kaum die Power erwarten, die dahinter steckt.

Dank „Servo Wave“-Technologie kein Problem. Die ergonomisch geformten Hebelchen bieten durch ihre runden Vertiefungen auch bei Nässe guten Halt. Neben der werkzeuglosen Einstellung der Hebelweite, lässt sich über eine – am Mountainbike etwas altmodische – Kreuzschlitz-Schraube der „Free Stroke“ einstellen. Der ist für den Leerweg zuständig und führt, wenn auch nur minimal, den Hebel ein Stück in Richtung Lenker. Ist die Bremse perfekt entlüftet, ist der Leerweg einigermaßen gering. Manche Tester empfanden ihn dennoch als etwas lang. Das ist bauartbedingt, der Abstand von Belägen zur Scheibe ist etwas größer als üblich. Das sorgt im Umkehrschluss aber leichter für schleiffreie Bremsen. Etwas gewöhnungsbedürftig ist auch das erhöhte Losbrechmoment des „Servo Wave“-Hebels. Liegen die Beläge auf den Scheiben an, lässt sich die Bremse fein dosieren und hat auch guten Biss und sehr gute Bremskraft – das funktioniert auch auf langen Abfahrten tadellos. Die benötigte Handkraft um ordentlich zu ankern, fällt trotz der kleinen Hebel noch gering aus.
Kundenzufriedenheit: Die Shimanos laufen mit schonendem Mineralöl und sind dadurch sehr servicearm. Auch eine nette Eigenschaft der „Saint“: Man kann die Leitungen kürzen, ohne danach die Bremse entlüften zu müssen – zumindest, wenn man sich nicht dumm anstellt. Shimano verpasste der „Saint“ zur Kühlung ein leichtes Kühlrippen-Design, sowie Bremsbeläge und Bremsscheiben mit Kühlrippen. Die „Ice-Tech Freeza“-Bremsscheiben haben dazu noch einen Aluminiumkern, sind aber leider nur mit „Centerlock“-Aufnahme erhältlich. Das Zusammenspiel der Kühlung soll die Betriebstemperatur der „Saint“ um bis zu 50 Grad gegenüber der herkömmlichen „IceTech“-Scheiben senken. Im Test hatten wir keine großen Probleme mit Überhitzung und dem daraus resultierenden Fading. Allerdings reagiert die „Saint“ auf pumpen – schnelles Betätigen und Loslassen des Bremshebels -, wodurch der Druckpunkt schnell nach vorne wandert. Besonders bei großer Hitze lässt sich das leicht provozieren und kann sogar kurzfristig zu einem Schleifen der Bremse führen – was sich aber schnell wieder legt. Es sind zwei weitere Bremsscheiben für die „Saint“ erhältlich: eine ganz einfache und eine „Ice-Tech“-Scheibe ohne Kühlrippen. Die „Ice Tech“ soll die Temperatur gegenüber der Standard-Scheibe um 100 Grad senken – sie ist auch mit 6-Loch-Aufnahme in allen gängigen Größen von 140 bis 203 Millimeter erhältlich. Mit Kühlrippen kosten die Beläge einen Ticken mehr als ohne, bringen aber wirklich was und die Haltbarkeit ist auch gut.

Fazit: Die „Saint“ entstammt keiner kleinen CNC-Schmiede, dennoch überzeugt das Produkt durch seine Leistung, Qualität und den dazu fairen Preis. Der Leerweg ist nicht jedermanns Sache, sorgt aber für stets schleiffreie Bremsen. Hebelergonomie, Dosierbarkeit und Standfestigkeit machen die „Saint“ zum voll empfehlenswerten Downhill-Stopper.

Pro:

  • Hebelergonomie
  • Preis/Leistung
  • Dosierbarkeit
  • Bissigkeit
  • Standfestigkeit
  • Wartungsarmut

Contra:

  • Gewicht
  • Leerweg bis zum Druckpunkt

Preis: ca. 150,- € (pro Bremse) | Farben: schwarz | Gewicht: 332 g Hinterradbremse mit 1700 mm Leitung, 316 g Vorderradbremse mit 1000 mm Leitung, 172 g Bremsscheibe 203 mm (SM-RT99) | www.paul-lange.de | www.ridesaint.com

 

Trickstuff – „Direttissima“

Der Ruf der „Direttissima“ eilt ihr weit voraus. Als die Testbremse in der Redaktion ankommt, freuen wir uns über die schicke Holzverpackung, die genauso gut mit drei Flaschen Wein gefüllt sein könnte. Nachdem ich die Bremse bestaunt habe, erschrecke ich, als ich einen Organspende-Ausweis in der Verpackung finde. Ist das ein Scherz? Nein, sogar auf der beiliegenden Packliste ist der Organspende-Ausweis aufgeführt. An sich eine gute Sache, doch die Tatsache, dass dieses Dokument einer Bremse – quasi der Lebensversicherung am Bike – beiliegt, ist etwas makaber. Irgendwie, als würde mir der Autohändler einen Prospekt für eine Lebensversicherung und ein gutes Bestattungsunternehmen mitgeben.

Ob die „Direttissima“ schlicht oder auffällig wie ein Kanarienvogel sein soll, bleibt dem Kunden überlassen – bei Trickstuff gibt’s die volle Palette an Eloxalfarben, und das für fast jedes Anbauteil der Bremse. Pumpengehäuse und Fittings in Schwarz oder Silber, Fingerhebel, Bremssattel und Ausgleichsbehälter gibt’s in Schwarz, Silber, Grau, Rot, Blau, Cannondale Green, Gold, Trickstuff-Orange und Violett. Das feine Fräskunstwerk erscheint glatt, schlank und ohne Spielereien. So ist es, die ergonomisch geformten Hebel sind trotz minimaler Struktur sehr glatt. Das ist von Trickstuff so gewollt, der Finger soll über den Bremshebel rutschen je mehr sich der Hebel dem Lenker nähert und der natürlichen Bewegung beim Bremsen folgen.
Um die Hebelweite einzustellen, benötigt es einen kleinen Inbus-Schlüssel, um die Schraube zwischen Hebel und Griff zu erreichen. Mit einem Multitool auf dem Trail, Schalthebeln und dicken Griffen mit eventuellem Flansch im Weg, ist die Schraube nur schwer zu erreichen. Trost: Die Einstellung muss nicht ständig auf dem Trail korrigiert werden. Falls doch, einfach die Schelle etwas lösen und die Bremse leicht zu Seite klappen – das erleichtert die Erreichbarkeit. Auf eine Druckpunkt-Verstellung wurde gleich verzichtet. Als wir die Bremse ans Bike montiert haben, wissen wir sofort warum: Der Druckpunkt ist da. Und wie! Perfekt.
Die Lenkerklemmung wurde nach der beliebten „Cleg“ nochmals abgespeckt, konsequent auf Zug- und Druck-Belastung reduziert und kommt mit einer Schraube an der schlanken Schelle aus. Der Clou: Die spezielle Klemmung umschließt die Lenker so großflächig, dass es zu keinen Punktbelastungen kommt. Dadurch ist die Bremse besonders für Carbonlenker geeignet. Trickstuff bietet für die „Direttissima“-Klemmung Interfaces an für Shimanos „I-Spec“- 1 und 2, sowie für Sram-Schalthebel. Nicht nur bei der Erstmontage ist es mit Trickstuff immer wieder eine Wonne, auch bei Reifenpannen & Co. gestaltet sich der Radeinbau dank „Dächle-Disc“ komfortabel. Jeder kennt das Problem: Die kantigen Beläge bleiben an den kantigen Bremsscheiben hängen, es sind nur wenige Millimeter Platz und wer nicht aufpasst, macht sich die Beläge kaputt. Neben den 60 Grad spitz zulaufenden „Dächle“-Bremsscheiben hat Trickstuff auch die Beläge der „Direttissima“ abgeschrägt. Selbst ein eher unscheinbares Anbauteil, der Bremsadapter, fällt bei Trickstuff entsprechend High-End aus und ist um etwa 50 Prozent leichter als bei der Konkurrenz. Auch die Bremsanlage selbst ist trotz Stahlflex-Leitungen ein absolutes Leichtgewicht – vor allem in dieser Klasse.

Auf den ersten Metern fällt sofort auf: Die Bremse braucht keine Einbremszeit. Kurz checken: Sind Beläge und Scheiben wirklich völlig neu? Sind sie. Die Bremspower und Bissigkeit der „Direttissima“ scheint keine Grenzen zu kennen. Ein Leerweg ist nicht vorhanden, es geht sofort sportlich zur Sache – das gefällt. Nach einer kurzen Eingewöhnung an die Macht dieser Bremse lässt sie sich auch gefühlvoll dosieren. Als Bremsflüssigkeit setzt Trickstuff bei der „Direttissima“ auf ein spezielles Mineralöl mit einem extrem hohen Siedepunkt. Das funktioniert erstklassig, neben dem brachialen Druckpunkt, bleibt die Bremse auch auf langen Downhills stabil und benötigt stets nur sehr wenig Handkraft. Die „Direttissima“ ist tatsächlich die aktuell stärkste Bremse am Markt. Ob in Zukunft eine Bremse diesem Anker das Wasser reichen kann?

Fazit: Die „Direttissima“ ist eine Bremse ganz nach unserem Gusto: brachiale Power, knackiger, stabiler Druckpunkt, haltbar, standfest, dazu ein Leichtgewicht und schön verarbeitet. Qualität made in Germany hat ihren Preis für die Kleinserie.

Pro:

  • definierter
  • knackiger Druckpunkt
  • geringes Gewicht
  • Bissigkeit
  • Individualisierungsmöglichkeit
  • Verarbeitung
  • Qualität
  • Standfestigkeit
  • brachiale Bremspower

Contra:

  • Erreichbarkeit der Hebelweiten-Einstellung

Unverbindliche Preisempfehlung: 375,- € (pro Bremse); 39,90 € Goodridge Stahlflex-Leitung Upgrade | Farben: Schwarz, Silber, Grau, Rot, Blau, Cannondale Green, Gold, Trickstuff-Orange und Violett | Gewicht: 313 g Hinterradbremse mit 1700 mm Leitung, 271 g Vorderradbremse mit 1000 mm Leitung, 195 g Bremsscheibe 203 mm | www.trickstuff.de

 

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Test: Pivot Switchblade Pro XT/XTR 29″ 2020

Pivot Switchblade

Dass der US-Amerikanische Fahrradhersteller Pivot potente Mountainbikes baut, wurde unteranderem wieder an den Erfolgen des Firebirds in der diesjährigen EWS-Saison bewiesen. Doch ob das Switchblade Pro mit dem Erfolg seines großen Bruder mithalten kann, wollten wir gerne selbst testen. Angeboten wird das Switchblade in drei Varianten – Race, Pro und Team – innerhalb dieser Varianten kann man die Antriebsgruppen sowie Fahrwerk und die Laufradgrößen noch variieren. 

So sollte für jeden Fahrer und für jeden Geldbeutel das passende Rad dabei sein. Der preisliche Einstieg liegt bei einem UVP von 6.699 Euro. Wir hatten jedoch die mit Fox Kashima ausgestattete Pro Variante mit XT/XTR Ausstattung und 29 Zoll Laufrädern im Test. Wie hoch die Begeisterung ist und ob wir Kritikpunkte gefunden haben gibt es hier.

Pivot Switchblade 2020: Ausgepackt und aufgebaut.

Das Pivot Switchblade kam vormontiert in die Redaktion und wie bei jedem Pivot, das uns erreicht, fällt uns die liebe zum Detail auf. So ist die Ahead-Kappe ausgerichtet, die Beschriftung der Reifen zu den Ventilen ausgerichtet und natürlich auch stets frisch gewartet. Auch die neue Farbe, Treeline green mit schwarzen Decals ist uns sofort aufgefallen. Ein dezent matter Lack in modernem und schlichten grün gehalten. Ist diese „Tarnfarbe“ Understatement und Ansage zugleich? Passend zur Rahmenfarbe wurden auch die Decals der Fox 36 Federgabel gewählt. Matt-Schwarz, Matt-Grün und glänzen Neongrün, dies wiederholt sich dann auch in den Farben der neuen Phoenix Griffe von Pivot.

Pivot Switchblade

Der erste Eindruck ist Pivot typisch hervorragend und es wird Wert auf die wichtigen Komponenten wie Fahrwerk, Bremsen und Antrieb gelegt. Da wächst die Vorfreude und Spannung wie sich das Switchblade 2020 auf den Trails schlägt.

Pivot Switchblade 2020: Neues Rahmendesign mit stehendem Dämpfer

Pivot_Switchblade
Die neue Umlenkung hebt den DW-Link am Pivot auf ein neues Level.

Fangen wir beim Herzstück an, dem Rahmen. Pivot geht mit dem Switchblade 2020 Rahmendesign neue Wege und durch klarere Linien wirkt es durchaus potenter als sein Vorgänger. Ein Novum ist auch der nun stehend platzierte Dämpfer. Bisher und in allen aktuell Pivot Modellen liegt dieser noch im Rahmendreieck und nimmt die Schläge auf. Durch die neu entwickelte Umlenkung kann Pivot den Dämpfer nun stehend platzieren, ohne dabei Einbußen in den Fahreigenschaften zu machen. Im Gegenteil, der DW-Link Hinterbau funktioniert hier, so der Fahreindruck, noch einmal spritziger und verspielter.

Pivot Switchblade 2020: Optimiertes Fox Fahrwerk

Weiterhin setzen die US-Amerikaner auf den eigens etablierten Super-Boost 157mm Standard, der für noch mehr Steifigkeit auch bei Querbeschleunigungen sorgt. Zum Einsatz kommt am Hinterbau ein von Pivot in Zusammenarbeit mit Fox optimierter Fox Factory Float DPX2 Dämpfer mit Pivot typischem Sag-Indikator. Durch diese Optimierungen passt der Dämpfer sich mit seinen Dämpfungseigenschaften perfekt an den DW-Link Hinterbau des Pivot Switchblade an. Natürlich kann der Fox Float DPX 2 Dämpfer flexibel auf die persönlichen Vorlieben jeden Fahrers noch eingestellt und optimiet werden.

Pivot_Switchblade

An der Front ist die bewährte Fox Factory 36 mit Kashima Coating im Einsatz, welche, wie der Hinterbau, Platz für die großen 29 Zoll Räder als auch 27,5+ Zoll Laufräder bietet. Beide Varianten werden ab Werk angeboten. In der Fox Gabel arbeitet eine Fox Grip 2 Kartusche, die viele Einstellmöglichkeiten bietet.

Pivot_Switchblade

Da die Laufradgröße mittlerweile eine Wissenschaft für sich ist, bietet Pivot im neuen Switchblade am Hinterbau auch einen Flip-Chip an, im die Rahmengeometrie auf 29 Zoll, 27,5+ Zoll oder sogar Mullet (Vorne 29″; Hinten 27,5+ Zoll) anzupassen.

Pivot Switchblade 2020: Geometrie

Auf die Geometrie hat man selbst über den Flip-Chip entsprechenden Einfluss, deshalb gibt Pivot auch zwei Geometrietabellen an: Die Low-BB-Variante und die High-BB-Variante.

Geometrie Pivot Switchblade 2020 (Low BB)

XSSMMDLGXL
Sitzrohr (in mm)342368393431469
Oberrohr horizontal (in mm)569592620638661
Steuerrohr (in mm)8590102108120
Lenkwinkel (in °)6666666666
Sitzwinkel (in °)75.575.575.575.575.5
Kettenstreben (in mm)431431431431431
Tretlagerhöhe (in mm)346346346346346
Radstand (in mm)11471169119312161241
Reach (in mm)410430455470490
Stack (in mm)610614625630641

Geometrie Pivot Switchblade 2020 (High BB)

XSSMMDLGXL
Sitzrohr (in mm)342368393431469
Oberrohr horizontal (in mm)568590619636660
Steuerrohr (in mm)8590102108120
Lenkwinkel (in °)66.566.566.566.566.5
Sitzwinkel (in °)7676767676
Kettenstreben (in mm)430430430430430
Tretlagerhöhe (in mm)352352352352352
Radstand (in mm)11461168119212151240
Reach (in mm)415435460475495
Stack (in mm)606611621627638

Pivot Switchblade 2020: Abgerundetes Ausstattungspaket

Grundsätzlich wird das Pivot Switchblade in verschiedenen Ausstattungsvarianten angeboten. So ist von 6.549 Euro bis 13.999 Euro jeglicher Spielraum gegeben. Am schlüssigsten und vernünftigsten erscheint jedoch das Pivot Switchblade PRO, das je nach Wunsch mit Shimano XT/XTR Komponenten oder mit SRAM Eagle/X01 Komponenten verfügbar ist.Pivot_Switchblade

Geschaltet wird mit einer Kombination aus Shimano XT und XTR Komponenten. Das Schaltwerk stammt aus der XTR-Reihe und Kassette, Kette und Trigger aus der Shimano XT-Baureihe. Das die Komponenten in sich kompatibel sind, ist bekannt und die Kombination zeigt auch den Focus, den Pivot beim Switchblade Pro XT/XTR legt: Präzision vor Gewicht.

Pivot_SwitchbladeDie dazu kombinierte Kurbel stammt mit seinem 32-Zahn Kettenblatt von Raceface und ist komplett aus Aluminium gefertigt.

Auch die Laufräder sind aus Aluminium. Die DT Swiss M1700 w Laufräder samt DT-Swiss Nabe zeigen ein ordentliches Preis-Leistungsverhältnis und trotzdem spielen sie in Sachen Performance ganz oben mit. Doch natürlich wären Carbon-Laufräder nochmal  steifer und direkter, die Aluminium liefern im Vergleich dazu ein Plus an Komfort.

Zur Verzögerung dienen die aktuellen vier Kolben Bremssättel der Shimano XT Baureihe mit den passenden Hebeln dazu, diese pressen die Kolben die Ice-Tech Bremsbeläge dosiert aber mit genügend Power auf die neuen 2020er Ice-Tech Bremsscheiben. Vorne sind diese mit 203mm größer dimensioniert, als die 180mm am Hinterrad.

Auch bei der Sattelstütze, einer Fox Transfer Kashima Coating mit 150mm Hub wurde schlau kombiniert. Die Kombination mit dem Raceface Hebel ist absolut praxisnah und der Hebel ist mit den Shimano Bremshebeln kombinierbar.

Pivot SwitchbladeDas gesamt Cockpit wirkt durch die Shift-Mix Möglichkeit äußerst aufgeräumt, mehr geht nur noch mit der SRAM AXS-Variante. Anders als beim Vorgänger wurden neue Griffe verbaut, ein kleiner Komfort-Wermutstropfen im vergleich zur 2018 erschienenen Variante. Hier wird klar wieder auf Standard gesetzt, um in Sachen Individualisierung wieder mehr Möglichkeiten zu bieten. In unserem Testrad in der Größe M war ein 780mm breiter Pivot Phoenix Carbon Lenker verbaut, der genügend Kontrolle auch auf ruppigen Trails vermittelt.

Ein weiteres Detail-Novum ist der von Pivot neue entwickelte Kettenstreben-Schutz. Wie es andere Hersteller bereits vormachen, wird durch die Wellen-Form das Kettengeräusch auf ein Minimum reduziert und die komplette Fahrt wird deutlich ruhiger.

Pivot Switchblade

Pivot Switchblade 2020: Die Ausstattung in der Übersicht

Pro XT/XTR 29 Zoll Gr. MGrößenspezifische Abweichungen
RahmenmaterialCarbon
Laufradgröße29 ZollAuch als 27,5+ Zoll erhältlich
DämpferFox Factory Float DPX2
GabelFox Factory 36 29", 44mm offset, GRIP2 - 160mm
HeadsetPivot Precision Sealed Cartridge
SchaltwerkShimano XTR SGS 12-Speed
SchalttriggerShimano XT M8100 ISPEC 12-Speed
KassetteShimano XT M8100 10-51T
KurbelRace Face Aeffect R 32T
KetteShimano CN-M8100 12-Speed
LenkerPhoenix Team Low Rise Carbon - 780mm (SM-LG)Phoenix Team Low Rise Carbon - 760mm (XS), 800mm (XL)
GriffePhoenix Factory Lock-On
VorbauPhoenix Team Enduro/Trail - 45mm (SM-XL)Phoenix Team Enduro/Trail - 35mm (XS)
SattelstützeFox Factory Transfer 150mmFox Factory Transfer 100mm (XS), 125mm (SM), 175mm (LG-XL)
SattelPhoenix WTB Pro Vigo (MD-XL)Phoenix WTB Pro Hightail Trail (XS-SM)
LaufräderDT Swiss M1700 w/ DT Swiss 350 hub & 36T Star Ratchet 30mm - 29"DT Swiss M1700 w/ DT Swiss 350 hub & 36T Star Ratchet 40mm - 27.5"+
Laufräder (Optionales Upgrade)Reynolds Blacklabel Enduro Wide Trail w/ Industry Nine hub, 34mm - 29"Reynolds Blacklabel 27.5 Plus w/ DT Swiss hub, 40mm - 27.5"+
ReifenMaxxis Minion DHF 29" x 2.5" WT, TR, 3C, EXO, MAXXTERRA
Maxxis Minion DHRII 29" x 2.4" WT, TR, 3C, EXO, MAXXTERRA
Maxxis Rekon 27.5"+ x 2.8" TR, 3C, EXO, MAXXTERRA, SilkShield
Maxxis Rekon 27.5"+ x 2.8" TR, 3C, EXO, MAXXTERRA, SilkShield
BremsenShimano XT M8120 4-Kolben
BremsscheibenShimano XT CenterLock - 203mm
Shimano XT CenterLock - 180mm

Pivot Switchblade 2020: Souverän im Anstieg

Doch genug der technischen Details, denn letztendlich geht es allein um die Frage: „Wie fährt sich der Hobel?“ und die Antwort kann kurz und knapp ausfallen: „Hervorragend!“.

Mit breitem grinsen im Gesicht starten wir die ersten Testausfahrten, denn was der 2018 erschienene Vorgänger geschafft hat, sollte doch das aktuelle Pivot Switchblade 2020 mindestens genau so gut können. Der Lenkwinkel ist um ein knappes Grad flacher geworden, so wirken sich die 66,5° durchaus positiv auf die Fahreigenschaften aus. Das Pivot Switchblade 29 Zoll war im Test sehr Laufruhig und machte auch bei steilen Kletterpassagen einen sehr guten Eindruck.

Die Kombination von 29 Zoll Bereifung und dem 32-Zähne Kettenblatt ist durchaus kraftaufreibend. Hier wäre die Wahlmöglichkeit eines kleineren Kettenblattes für Hobby-Radler durchaus zu empfehlen. Racer hingegen sind mit der Werksausstattung durchaus bedient. Die Shimano XT/XTR Schaltkomponenten liefern auch unter Last ein perfektes Schaltergebnis ab. Einzig und allein die Spannung des Seilzuges musste in unseren etwa 150 Testkilometer etwas nachjustiert werden um das perfekte Schaltergebnis auch beizubehalten.

Auch der Sitzwinkel ist mit 76° nicht zu flach, so sitzt man Aufrecht und im Anstieg bequem auf dem Rad. Dabei ist die Lastenverteilung stets ausgewogen ohne dass das Vorderrad steigt. Unser Testrad hatte die Größe M bei einer Körpergröße von 180cm. Dabei entstand der Eindruck, dass das Rad etwas zu klein ist, was sich in der Abfahrtsperformance jedoch nicht bestätigte. So ist hier die persönliche Vorliebe gefragt.

Pivot Switchblade

Pivot Switchblade 2020: Spaßgarant in der Abfahrt

Rein in den Trail und genießen! So kann man in die Abfahrtsperformance kurz zusammenfassen. Wir testeten Das Pivot Switchblade Pro XT/XTR 2020 ausgiebig auf unseren Hometrails und im Vinschgau. Das Tal der Äpfel bietet Anfang des Jahres bereits bestes Bike-Wetter an den Sonnenhängen. Durch die Staubtrocken Trail aus Sand, Schotter und Steinen rollen die großen 20 Zoll Reifen problemlos und liefern durchgehend besten Kontakt zum Untergrund. Die Maxis Minion Bereifung bietet so hier den idealen Kompromiss aus Rollwiderstand und Grip. Auch auf nassen und schlammigen Trails sind die Maxxis Reifen nicht überfordert.

Die relativ kurze Kettenstrebe des Pivot Switchblade lädt ohne kurzer Eingewöhnung gleich zum spielen mit ein. So sucht der Blick umgehend nach kleinen natürlichen Kickern oder Möglichkeiten das Gelände zum maximalen Spaßfaktor zu nutzen. Doch das Sicherheitsgefühl wird nie vermisst. Durch die 142mm am Heck und 160mm Federweg an der Front sind genügend Reserven vorhanden und das Mountainbike verzeiht auch mal gröbere Fehler. Hier wird auch wieder deutlich wie gut die Federwegs-Differenz doch harmoniert.

Bei schnellen und ruppigen Passagen klebt das Hinterrad förmlich am Boden und die Bremse wird gerne mal offen gelassen. Lässt man das Bike unter sich arbeiten ist auch jedes noch so anspruchsvolle Hindernis gemeistert. Die enorme Agilität trifft hier die unglaubliche Laufruhe. Das MTB macht so in Kurven genau das was der Fahrer will und muss nicht mit unnötiger Härte in die Kurve gedrückt werden, sondern reagiert aber überreagiert nicht, auf die Impulse die der Biker dem Bike gibt.

Für diejenigen die mal eben 7.649 Euro auf der hohen Kante haben, wird definitiv eine Kaufempfehlung ausgesprochen.

Pivot Switchblade

Alle Informationen und Varianten zum Pivot Switchblade gibt es auf: www.pivotcycles.com

Test: Orbea Laufey H-LTD

Orbea Laufey

Agressiv, verspielt und für den Trail gebaut? Das Orbea Laufey H-LTD ist weit mehr als nur ein weiteres Hardtail und soll sich auch im fordernden Gelände für Spaß sorgen. Ob es dieses Versprechen halten kann und ob es tatsächlich so viel bietet wie es versprechen soll, haben wir für euch getestet. 

Orbea Laufey

Dieses Bike ist nicht für einen bestimmten Fahrertyp gemacht, dieses Bike ist ein Spaßgarant für alle, die das Mountainbike lieben. Es ist ein Trailbike auf der Suche nach neuen Jagdgründen. – Orbea

Bei Rädern der Marke Orbea kann man sich immer drauf verlassen, dass sie mit Hingabe gefertigt und durchdacht sind. Schnelle Rennräder oder potente Carbonenduros sind die Flaggschiffe der Spanier. Die Laufey Hardtail Reihe ist deutlich günstiger angesiedelt. Es gibt drei Modelle, den Einstieg für 1.299 Euro, die mittlere Variante für 1.599 Euro und für 1.999 Euro bekommt man bereits das Topmodell. Es kommt die Frage auf, ob da Fahrspaß aufkommt, wenn das komplette Bike soviel kostet wie ein Carbonrahmen aus gleichem Hause.

Wie positioniert Orbea selbst das Laufey? Es soll ein Trailbike auf der Suche nach neuen Jagdgründen sein. Es soll sowohl dein erstes als auch dein neustes Bike sein, es soll sich für Anfänger genauso wie für versierte Könner im Sattel eignen. Weiter versprechen die Spanier: „Es kommt zu einem fairen und erschwinglichen Preis und macht doch in jeder exklusiven Kollektion Eindruck. Das Laufey ebnet den Weg zum Spaß.“

Das Orbea Laufey – die Fakten

Mit knapp 2.000 Euro für das Topmodell ist das Laufey sicherlich als „erschwinglich“ zu bezeihnen. Für das Geld bekommt man zudem auch eine Menge geboten: Eine Fox 34 mit 140 Millimetern sollte alles wegbügeln können was der ungefederte Hinterbau verträgt. Die Schaltung kommt von Shimano, ein Mix aus SLX und XT, mit 10-51 Kassette, das reicht für fast jedes Gelände. Die Bremsen, die ebenfalls von Shimano kommen, sind mit vier Kolben auch für härtere Einsätze tauglich. Das Cockpit kommt von Race Face, der Sattel von Fizik und die Reifen von Maxxis, auch hier alles zuverlässige Komponenten.

Rahmen:Orbea Laufey Hydro 2020
Federgabel:Fox 34 Float Performance 140
Dämpfer:ohne
Laufräder:Orbea Tryp 30c Disc Tubeless ready
Reifen VR:Maxxis Forekaster 2.60″ FB 60 TPI Dual Exo TR
Reifen HR:Maxxis Rekon 2.60″ FB 60 TPI Dual Exo TR
Schaltwerk:Shimano XT M8100
Schalthebel:Shimano SLX M7100
Kurbel:OC1 Alloy forged Boost 32t
Umwerfer:Ohne
Bremse:Shimano MT501 BR520
Bremsscheiben:Shimano 180/180
Sattelstütze:OC2 Dropper 31.6mm
Sattel:Fizik Taiga S-alloy rail
Vorbau:Race Face Aeffect 35mm
Lenker:Race Face Aeffect 35 20mm Rise 780mm

Orbea Laufey

Parts aus eigener Produktion finden wir bei Kurbel, Teleskopstütze und Laufrädern. Wer denkt, hier soll dem Käufer eine Mogelpackung untergeschoben werden, der irrt gewaltig. Alles wirkt äußerst wertig und funktioniert einwandfrei. Damit passen sie sehr gut ins positive Gesamtbild, das das Rad mit dem schönen und aufwendig gemachten Alurahmen hinterlässt.

Erwähnenswert ist auch, dass man sich beim Laufey zwischen vier Größen und drei Farben entscheiden kann. Auch bei der Ausstattung sind Upgrades möglich: Bei Federgabel, Bremse, Lenker, Sattel und Laufrädern kann man tunen. Es lässt sich eine Kettenführung und eine Steckachse ohne Schnellspanner für vorne ordern. Bei der Teleskopstütze kann man ohne Aufpreis zwischen 125, 150 und 170 Millimetern Hub wählen. Großartig!

Wie läuft das Orbea Laufey?

Unsere Tester sind viele Jahre auf dem MTB unterwegs, haben auf Hardtails begonnen und bewegen sich inzwischen vor allem auf Enduro Bikes. Übereinstimmend kamen sie zu dem Schluss, das Laufey passt am besten für zwei Fahrertypen: Mountainbike-Einsteiger, die eine hochwertiges Rad haben wollen und sich nicht auf eine Disziplin festlegen wollen, und die kein deutlich teureres Fully kaufen möchten. Oder Biker, die einfach Spaß mit einem unkomplizierten Bike haben wollen und Freude daran finden an ihrer Fahrtechnik zu feilen.

Orbea Laufey

So entstand auf den Ausfahrten in der Gruppe eine interne Challenge: der Versuch den Fully-Fahrern davonzufahren. Dass man auf dem Laufey überhaupt auf derartige Gedanken kommt, sagt schon viel über das Fahrverhalten aus. Dass der Laufey-Pilot bei flowigem oder eher flachem Terrain den vollgefederten Enduristen tatsächlich ein ums andere Mal davonfuhr ist das Sahnehäubchen. Klar: Im Steinfeld oder auf Wurzelteppichen will die Linie sorgfältig gewählt werden, ansonsten wird’s ungemütlich. Der Unterschied zu konventionellen Hardtails ist dank der 140er Fox 34 und den dicken 29×2,6″ Reifen enorm.

Auch bergauf macht das Laufey eine gute Figur. Dank zwölffach Kassette und ausgewogener Geometrie gelingen auch sehr steile Kletterpartien. Die Übersetzung sollte auch für MTB-Anfänger oder untrainierte Routiniers ausreichen. Bergab geben die Shimano Stopper immer genug Sicherheit. Nur sehr schwere Fahrer im alpinen Gelände werden sich größere Bremsscheiben wünschen. Alle eigenen Komponenten funktionieren super, alles ist stimmig. Besonders der Hebel der Teleskopstütze ist hervorzuheben, er verwöhnt mit einer Ergonomie, die viele teure Markenprodukte vermissen lassen.

Wer das Gas richtig stehen lassen will, der wird sich unter Umständen einen anderen Reifen an der Front wünschen, etwas mit gröberem Profil für mehr Traktion. Das Rad ist aber auch so einen echte Spaßmaschine!  Details wie die verschiedenen Flaschenhalterpositionen für große und kleine Flaschen oder dass das Rad selbst im härteren Gelände sehr leise fährt spricht für die Detailliebe mit der das Laufey konzipiert wurde.

Test Ride: Specialized Stumpjumper 2021

Specialized Stumpjumper 2020

Nachdem erst vor ein paar Tagen das Stumpjumper Evo vorgestellt wurde, haut das US-Amerikanische Unternehmen das neue Specialized Stumpjumper 2021 raus. Das Neue Stumpjumper ist von Grund auf überarbeitet und soll noch mehr bieten als der Vorgänger. Wir waren beim Presseevent in Saalbach vor Ort und konnten bereits erste Eindrücke von der brandneuen Trailwaffe sammeln.

Wie auch das EVO wurde das Specialized Stumpjumper 2021 in Saalbach Hinterglemm vorgestellt. Wie schon im Test zum neuen Stumpi EVO angedeutet, spielte das Wetter  auch beim Launch des Trailbikes nicht wirklich mit. Nasskaltes Wetter mit etwas Schnee beschreibt den Testzeitraum wohl am besten. Möglicherweise nicht die perfekten Bedingungen für ein Testevent und um ein zuvor unbekanntes Bike einzuschätzen – andererseits dürften uns diese Tage in Saalbach Hinterglemm dank des Sauwetters lange im Kopf bleiben. An dieser Stelle noch einmal ein großer Dank an die Jungs von Specialized, die uns fantastisch versorgten und uns ein Chalet der Extraklasse zu Verfügung stellte.

Doch nun zum Wesentlichen: Trails ohne Ende, ein aggressives Trailbike mit 140/130mm Federweg und eine super motivierte Crew – genau darum ging es bei den Tagen im Pinzgau. Wir konnten dort erste, aussagekräftige Eindrücke sammeln und stellen euch diese im folgenden Artikel vor.

Die wichtigsten Fakten des Specialized Stumpjumper 2021 kompakt zusammengefasst

  • Einsatzgebiet: Trailbike
  • Laufradgröße: 29 Zoll
  • Federweg vorne: 140mm
  • Federweg hinten: 130mm
  • Rahmengrößen: S1-S6
  • Rahmenmaterial: Carbon, Aluminium
  • Varianten, Preise und Verfügbarkeit: Das Specialized Stumpjumper 2021 ist ab sofort erhältlich

 Technische Details des Specialized Stumpjumper 2021

Das Stumpjumper – ein wahrer Dauerbrenner bei Specialized. Für das Modelljahr 2021 hat sich im Vergleich zum Vorgängermodell so einiges geändert und nun soll es mit noch mehr Allround-Charakter in den Startlöchern stehen. Vom Rahmendesign über die Kinematik bis hin zur Geometrie hat sich beinahe an allen Ecken und Enden des Bikes etwas getan. Doch um es in einfachen Worten zu sagen bleibt das Bike weiterhin ein Trailbike, möchte durch die  Neuerungen laut Specialized jedoch eine noch größere Zielgruppe ansprechen.

140mm Federweg an der Front, 130mm im Heck und die 29 Zoll Bereifung zeigt die Marschrichtung bereits grob auf. Bei der Entwicklung legten die Ingenieure und Designer viel Wert auf den Austausch mit den Fahrern, ein gutes Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht und ein möglichst flexibles Komplettdesign des Bikes, welches für eine maximal große Gruppe an Fahrern ein auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmtes Bike bieten soll.

Specialized Stumpjumper 2020

 

Ab heute ist das Stumpjumper in fünf Ausstattungsvarianten, sieben Farbvarianten und in den hauseigenen Größen S1-S6 verfügbar. Die Produktpalette umfasst zwei Aluvarianten, die preislich bei 2.199 Euro bzw. 2.999 Euro liegen und somit einen doch recht günstigen Einstieg darstellen. Bis auf einige kleine Unterschiede wie den Horst-Link, der den Alumodellen vorbehalten bleibt, sollen die beiden Alloy-Modelle den Carbonrahmen in nichts nachstehen. Carbon am Stumpjumper bekommt man ab 3.999 Euro bei der Comp-Ausstattungsvariante. Für 5.299 Euro gibt es bereits die Expert-Variante und wer das Beste vom Besten will, wird beim S-Works Stumpjumper für 9.999 Euro fündig.

Bis auf das Fahrwerk des preiswertesten Modells setzt Specialized komplett auf Fox Dämpfer und Gabeln. Ansonsten steht bei den verschiedenen Modellen ein bunter Mix aus Sram, Shimano, DT Swiss und hauseigenen Anbauteilen zur Auswahl. Hier könnt ihr euch auf der deutschen Homepage von Spezialized oder eurem Händler des Vertrauens selbst ein genaueres Bild machen.

Federgabel:Fox Float 34 Grip2
DämpferFox Float DPS
LaufräderDT Swiss 240 15x110mm; 12x148mm
Reifen VRButcher GRID 29x2,3"
Reifen HRPurgatory GRID 29x2,3"
SchaltwerkSram XX1 Eagle AXS
SchalthebelSram XX1 Eagle AXS
KurbelSram XX1 Eagle DUB S1:165mm; S2-S5:170mm; S6:175mm
BremseSram G2 Ultimate
BremsscheibenSRAM 200/180mm
SattelstützeRockShox Reverb AXS
SattelSpecialized Bridge 155/143mm
VorbauDeity Copperhead 35mm
LenkerSpecialized Trail 780mm, 35mm, 27mm Rise

Abgestützter Eingelenker statt Horst-Link

Um die Steifigkeit des Fahrwerks zu erhöhen, die Federungskinematik besser aufeinander abstimmen zu können und den Wartungsaufwand zu reduzieren entfällt bei den Carbonvarianten des Specialized Stumpjumper 2021 der Horst-Link am hinteren Ende der Kettenstreben. Dadurch konnten die Entwickler einen enormen Zuwachs an Torsions- und Seitensteifigkeit generieren. Eine flexible Zone entlang der Sitzstrebe oberhalb der Bremsenhalterung ermöglicht 130mm Federweg im Heck ganz ohne einen zusätzlichen Drehpunkt, ohne dass sich der Hinterbau dadurch jedoch schwammig anfühlen soll.

Specialized Stumpjumper 2020

Geometrie des Specialized Stumpjumper 2021

Am meisten Wert wurde bei der Geometrie des neuen Stumpjumper auf Kontrolle und Effizienz gelegt. So sollen das niedrige Tretlager, der flache Lenkwinkel und das verringerte Offset für Stabilität in rauem Gelände sorgen und gleichzeitig die Möglichkeit bieten, es in Kurven ordentlich krachen zu lassen. Zusätzlich sollen die kurzen Kettenstreben für ein verspieltes, wendiges Bike sorgen. Ein steileres Sitzrohr soll bergauf für eine verbesserte Performance im Vergleich zum Vorgänger sorgen und den Rider in eine effiziente Position bringen.

Zusätzlich lässt sich das Tretlagerhöhe um 7mm verändern, was auch einige andere Parameter beeinflusst (detailliert könnt ihr diese der folgenden Tabelle entnehmen). Bereits vor dem Praxiseindruck können wir euch verraten, dass das Konzept in puncto Geometrie für uns voll aufging.

S1 high/lowS2 high/lowS3 high/lowS4 high/lowS5 high/low S6 high/low
Lenkwinkel in°65,5/6565,5/6565,5/6565,5/6565,5/6565,5/65
Steuerrohrlänge in mm95100/100110/110120/120130/130140/140
Oberrohrlänge horizontal in mm563/563583/583605/605632/632660/660692/692
Überstandshöhe in mm730/730734/734744/744749/749757/757757/757
Tretlagerhöhe in mm335/328340/333340/333340/333340/333340/333
Radstand in mm1152/11521175/11751200/12001228/12281268/12681302/1302
Sitzrohrlänge in mm 385/385385/385405/405425/425445/445465/465
Sitzrohrwinkel in °76,5/7676,5/7676,5/7676,5/7676,5/7676,5/76
Kettenstrebenlänge in mm432/432432/432432/432432/432442/442442/442
Stack in mm610/614609/613618/622627/632636/641646/650
Reach in mm415/410435/430455/450480/475505/500535/530

Erste Eindrücke auf den Trails mit dem Specialized Stumpjumper 2021

Da das Stumpjumper nicht nur für den Gravityeinsatz konzipiert wurde, ging es nach einer kurzen Einrollrunde auf der BlueLine auf einer Forststraße bergauf in Richtung Hacklbergtrail. Der Fox Float Dämpfer hätte sich auf diesem Uphill sperren lassen, doch war dies in keiner Situation nötig, da ich kaum ein Wippen des des Hinterbaus wahrnehmen konnte und das Stumpi enorm effizient und vortriebsstark kletterte. Natürlich probierte ich auch die Sperrfunktionen aus und testete in jeder Einstellmöglichkeit. In der geschlossenen Position war der Vortrieb zwar geringfügig mehr, dies ging jedoch folgerichtig zu Lasten des Komforts und des Grips der Reifen.

Meiner persönlichen Einschätzung nach ist das neue Trailbike der US-Amerikaner eine wahre Bergziege und zauberte auch mir, als eher bergab orientierten Mountainbiker, auf steilen Anstiegen ein Lächeln ins Gesicht!

 

Besonders freute ich mich natürlich auf die liftunterstützte Downhill-Action in Saalbach Hinterglemm. Auf den vielseitigen Trails boten sich zig Möglichkeiten die eigenen Grenzen und die des Bikes auszuloten. Auf angelegten Strecken mit viel Flow zeigte das Stumpjumper einen enorm verspielten Charakter und es ließ sich auf den Tracks mit Leichtigkeit von links nach rechts werfen. In der Luft vermittelte es viel Sicherheit und zeigte, dass auch Räder mit weniger Federweg bei Landungen im Flat oder Ähnlichem so einiges an Reserven haben können. Besonders fiel hier das geringe Gewicht auf, da es sich beinahe wie ein 29 Zoll Slopestyle-Bike auf Steroiden bewegen ließ.

In rauerem Gelände überraschte mich das Specialized Stumpjumper, da es trotz seiner Verspieltheit mit viel Laufruhe und Spurtreue überzeugen konnte. Die 29 Zoll Laufräder sorgten in Kombination mit der austarierten Geometrie für ein super Überrollverhalten – auch in steilen Sektionen. Während des Events diente mitunter die X-Line in Saalbach als Teststrecke, welche schon des Öfteren als Austragungsort für Downhillrennen genutzt wurde. Von engen, verblockten Kurven, über tiefe Stufen und roughe Steinfelder war hier alles geboten. An seine Grenzen konnte ich das Trailgeschoss jedoch kaum bringen, da das Fahrwerk besonders im unteren Drittel wahnsinnig gut gegenhielt und das Bike keine Anzeichen von Nervosität aufzeigte.

Johannes Schreiner

Specialized im World Wide Web

www.specialized.de

Video: World Cup Winning Runs Round 2 Maribor

World Cup Maribor 2020

Die erste Hälfte dieser besonderen World Cup Saison ist vorbei. Von extrem matschigen Kurven über rutschige Wurzeln bis zu gefährlichen Stürzen war an diesem Wochenende in Maribor alles dabei. Doch durch die verbesserten Streckenbedingungen am Sonntag wurde das gestrige Rennen ein sehr spannendes und sorgte für frischen Wind auf dem Podium.

Nachdem Loris Vergier schon die erste Runde am Freitag gewann, holte er sich auch am gestrigen Renntag den Sieg und baute somit seine Führung im Gesamtklassement aus. Bei den Frauen sorgte Nina Hoffmann für Abwechslung auf dem Podium und holte den ersten World Cup Sieg einer deutschen Frau seit 25 Jahren.

Falls ihr mehr über die Ergebnisse der zweiten Runde in Maribor erfahren wollt, schaut doch einfach mal in unserer Zusammenfassung von gestern nach. Den Artikel findet ihr hier.

First half of the UCI Mountain Bike Downhill World Cup season 2020 is done and dusted. In contrast with round one on Friday, Sunday’s round two in Maribor, Slovenia, treated riders with an almost dry track, allowing higher speeds which resulted in tighter margins at the finish line. Nina Hoffmann celebrated her first ever World Cup win in the Women’s category. Marine Cabirou, Eleonora Farina, Myriam Nicole & Tracey Hannah completed the podium respectively.

Loris Vergier won the race in Men’s category with another stellar performance, leaving Maribor with a perfect score of two gold medals. He was followed by his fellow Frenchman Loïc Bruni in second, Matt Walker (GBR) in third, Finn Iles in 4th and Troy Brosnan in 5th. – Red Bull

Maribor World Cup 2020
Nina Hoffmann feiert ihren Sieg beim UCI DH World Cup in Maribor 2020 // Bartek Wolinski/Red Bull Content Pool

UCI World Cup DH Maribor Round 2 – Ergebnisse und Zusammenfassung

UCI World Cup Maribor 2 2020

Das zweite Rennen des World Cups in Maribor ist vorbei und die guten Wetterbedingungen sorgten für einen engeren Ausgang als beim letzten Mal. Bei den Frauen sorgte Nina Hoffmann für frischen Wind auf dem Siegerpodest und bei den Herren dominierten einmal mehr die Franzosen. 

Ein spannendes Wochenende mit gleich zwei Rennen ist zu Ende und nun können sich die Athleten endlich für ein paar Tage ausruhen, bevor es in zwei Wochen zu den letzten Rennen der Saison nach Lousa in Portugal geht. Die Top Fünf der jeweiligen Kategorien und eine Zusammenfassung der Elite Rennen findet ihr unten im Artikel. Falls ihr noch mehr über die Rennergebnisse erfahren wollt, schaut auf die Seite der UCI vorbei. Den Link zu Wiederholung des Live-Streams findet ihr hier.

Rank: Nr.:Name/Team:Time/Gap: Rank: Nr.:Name/Team:Time/Gap:
1.n°3PIERRINI Leona4:19.4481.n°34"O CALLAGHAN Oisin
THE YT MOB"
3:16.100
2.n°5VAN DER VELDEN Siel4:28.914
+9.466
2.n°37"REIS Nuno
MIRANDA FACTORY TEAM"
"3:22.516
+6.416"
3.n°2ERICKSON Ella4:38.721
+19.273
3.n°10SILVA Dante"3:23.164
+7.064"
4.n°4THIELE Anastasia4:45.935
+26.487
4.n°3"BANDEIRA Goncalo
MIRANDA FACTORY TEAM"
"3:23.626
+7.526"
5.n°27"GRICE Christopher
SPECIALIZED GRAVITY"
"3:23.774
+7.674"
Elite Frauen:Elite Männer:
1.
no°"HOFFMANN Nina
NINA HOFFMANN RACING - STIF"
3:38.6021.no°5"VERGIER Loris
SANTA CRUZ SYNDICATE"
3:07.771
2.no°"CABIROU Marine
SCOTT DOWNHILL FACTORY"
"3:40.501
+1.899"
2.no°1"BRUNI Loic
SPECIALIZED GRAVITY"
"3:07.828
+0.057"
3.no°"FARINA Eleonora
MS MONDRAKER TEAM"
"3:42.814
+4.212"
3.no°16"WALKER Matt
MADISON SARACEN FACTORY TEAM"
"3:08.174
+0.403"
4.no°"NICOLE Myriam
COMMENCAL / MUC - OFF BY RIDING ADDICTION"
"3:44.677
+6.075"
4.no°21"ILES Finn
SPECIALIZED GRAVITY"
"3:08.634
+0.863"
5.no°"HANNAH Tracey
POLYGON UR"
"3:47.477
+8.875"
5.no°3"BROSNAN Troy
CANYON COLLECTIVE FACTORY TEAM"
"3:08.787
+1.016"

Zusammenfassung des Rennen der Elite Frauen. Die Deutsche Nina Hoffmann holt ihren ersten World Cup Sieg und somit seit 25 Jahren die erste Goldmedaille der Frauen für Deutschland. Marine Cabirou fährt wie gewohnt sehr stark und landet auf Platz 2.

  • Mikayla Parton auf Hotseat
  • Stacey Fischer stark in den ersten zwei Splits, +1.32 langsamer im dritten Split, verliert Zeit und geht auf Pos. 2
  • Weltmeisterin Camille Balanche 5 Sek schneller im ersten Split, sauberer Lauf, geht mit 7,52 Sek Vorsprung ins Ziel
  • Monika Hrastnik startet stark, 4 Sek schneller im 3 Split, springt das große Gap, kommt mit 5 Sek Vorsprung ins Ziel
  • Tracey Hannah 4 Sek Vorsprung im ersten Split, springt großes Gap, aggressiver Lauf, geht auf Pos. 1
  • Marin Cabirou startet stark, 3,4 Sek Vorsprung im 3. Split, kommt schnell in die Offcamber Sektion, geht in Führung
  • Nina Hoffmann etwas langsamer im ersten Split, sehr starke Linie im Rockgarden, 0,29 Sek Vorsprung in Split 3, holt auf, geht mit fast 2 Sek in Führung
  • Eleonora Farina holt im 2. Split auf, andere Linie im Rockgarden, cased das große Gap, stürzt beinahe, bleibt auf dem Rad, verliert Zeit, geht auf Pos. 3
  • Tahnee Seagrave rutscht in der offenen Kurve am Start weg, stürzt, verliert Zeit, keine Chance zum Aufholen, 20 Sek langsamer ins Ziel
  • Myriam Nicole startet als letzte, aggressiv direkt aus dem Starttor, 1,5 Sek schneller im 1. Split, verliert Zeit im Rockgarden, 0,28 Sek langsamer im 3. Split, rutscht in Offcamber Sektion, stürzt, pushed weiter, kommt trotz Sturz nur 6,5 Sek. langsamer als Nina ins Ziel
  • Nina Hoffmann gewinnt den ersten World Cup ihrer Karriere. Der erste World Cup Sieg einer deutschen Frau seit 1995

Zusammenfassung des Rennen der Elite Männer.  Der Kampf um den Titel wurde zwischen Loic Bruni und seinem französischen Landsmann Loris Vergier ausgetragen und zeigte wie knapp der zweite World Cup in Maribor bei besseren Streckenverhältnissen ausgehen kann. Vergier holt seinen zweiten Sieg der Saison.

  • Schladming Local Andreas Kolb mit starkem Lauf im Hotseat
  • Bernard Kerr nur +0.22 Sek langsamer, stürzt am Tripple
  • Greg Minaar 0,5 Sek schneller im zweiten Split, straight Line im Rockgarden, baut Führung aus, der 39 jährige geht mit 2.3 Sek Führung ins Ziel
  • Luca Shaw fast 1 Sek schneller in Split 1 und 2, straight line im Rockgraden, springt Tripple, macht kleine Fehler, 0.5 Sek langsamer in Split 4, geht auf Pos. 2
  • Angel Suarez startet stark, fest 1 Sek schneller in Split 2, sauber durch Rockgarden, 0,66 schneller Split 3, sauber über Tripple, verliert Zeit, geht mit 0.42 in Führung
  • Aaron Gwin 0.1 Sek schneller Split 1, verliert Zeit, 0.78 Sek langsamer Split 3, Attackiert im unteren Bereich, geht in Führung, Pos. 1
  • Danny Hart nur 0.001 Sek schneller Split 1, neue Bestzeit im Rockgarden, baut Führung aus, 0.73 schneller Split 3, macht kleine Fehler, verliert Zeit, geht auf Pos. 3
  • Dakotah Norton stürzt
  • Finn Iles startet stark, 0.68 Sek schneller Split 2, schlägt Hart Bestzeit im Rockgarden, baut Führung aus, springt Tripple, geht auf Pos. 1
  • David Trummer über eine Sek langsamer im Rockgarden, verliert Zeit, kommt 3.68 Sek langsamer ins Ziel
  • Matt Walker startet stark, geht in Führung, verliert 0.4 Sek in Split 3, holt auf, geht in Führung
  • Loris Vergier 0.66 Sek schneller Split 2, kleine Fehler im Rockgarden, baut Führung aus, 1.64 Sek schneller Split 3, verliert über eine Sek, geht mit 0.1 Sek in Führung
  • Troy Brosnan 0.21 schneller Split 1, verliert minimal Zeit, Fehler im Rockgarden, 1.56 langsamer Split 3, geht auf Pos. 4
  • Nur noch zwei Athleten starten
  • der 19 jährige Thibaut Daprela  startet, 0.02 langsamer Split 1, verliert Zeit, 2.75 langsamer Split 3, kommt mit 2.6 Sek langsamer in Ziel
  • Loic Bruni stark im Start, 0.24 Sek schneller Split 1, verliert minimal Zeit, 0.77 langsamer Split 3, sauber über Tripple, kleiner Fehler, holt auf, 0.23 Sek Vorsprung, verliert im letzten Split etwas Zeit, kommt 0.2 Sek langsamer in Ziel
  • Loris Vergier gewinnt auch die zweite Runde in Maribor und baut seine Führung im World Cup weiter aus

UCI World Cup Maribor 2 2020

Video: Luca Shaw – World Cup Maribor DH Track 2 Preview

Maribor Track preview

Für die zweite Runde des World Cups in Maribor wurden nur ein paar Veränderungen an der Strecke vorgenommen, sodass die Fahrer nur noch den heutigen Tag zum Trainieren und Erkunden der idealen Linie hatten. Luca Shaw vom Santa Cruz Syndikate zeigt uns die Strecke und dass sich an den matschigen Bodenverhältnissen nicht viel verändert hat.

A few modifications for the 2nd round out here at Maribor, with some more technical and tricky sections brought in to spice things up! – The Syndicate