Hattrick für Balanche – Premiere für Walker – Party dank Kolb

Der Downhill-Samstag in Saalfelden Leogang war an großen Emotionen kaum zu überbieten. Besonders im Frauenwettbewerb lagen Glück und Drama ganz nah beieinander, denn während sich Camille Balanche in Leogang ihren dritten Sieg im dritten Rennen sicherte, gelang es Lokalmatadorin Vali Höll erneut nicht vor heimischem Publikum zu gewinnen.

Grund zur Freude gab es in der Alpenrepublik dennoch, denn Andreas Kolb sicherte sich den fünften Platz und die bis dato beste Platzierung der österreichischen Downhillmänner. Der ehemalige Gesamtweltcupsieger Matt Walker holte in Leogang den ersten Weltcupsieg seiner Karriere.

Schweizer Hattrick, Valis Heimfluch und britische Überraschung

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Sechs Fahrerinnen fahren derzeit um Weltcupsiege mit, hatte Lokalmatadorin Vali Höll (AUT) vor dem Downhill-Rennen im Epic Bikepark Leogang festgestellt. Doch die Speedster-Strecke sollte es auch den vermeintlichen Favoritinnen nicht leicht machen, besonders die immer noch sehr schlammige und zerfahrene Waldsektion hatte es in sich. Kaum eine Fahrerin kam ohne Sturz nach unten. Nina Hoffmann (GER) und Marine Cabirou (FRA) mussten früh ihre Hoffnungen auf den Sieg begraben.

Nachdem die Downhill-Weltcup Newcomerin Louise-Anna-Ferguson (GBR) nach einem starken Debüt lange im Hotseat saß, schob sich Eleonora Farina (ITA) mit einem fehlerfreien Lauf an die Spitze. Anschließend zeigte Weltmeisterin Myriam Nicole, dass sie das Regenbogentrikot nicht zu Unrecht trägt: Trotz Sturz in der Top-Sektion, aber dank einer perfekten Fahrt durch den Wald, stellte die Französin eine neue Bestzeit auf, die schließlich völlig verdient für den zweiten Platz reichen sollte.

Local Hero Vali Höll gab von Beginn an alles und steuerte mit sieben Sekunden Vorsprung in Richtung Motorway-Sektion, als die Österreicherin aus dem Gleichgewicht kam und zum ersten Mal stürzte. Mit nun einer halben Sekunde Rückstand auf Nicole, musste Vali auch im Wald volles Risiko gehen, wo sie ein weiteres Mal stürzte. Der Heimfluch schlug erneut zu und Vali musste sich nach einer starken Aufholjagd letztendlich mit Rang sechs begnügen.

Nun stand nur noch Titelverteidigerin Camille Balanche (SUI) im Start-Gate. Nach Siegen im vergangenen Jahr und bei der WM 2020 strebte die aktuelle Weltcupführende ihren persönlichen Leogang Hattrick an. Und sie ließ von Beginn an keinerlei Zweifel aufkommen, dass das heute ihr Tag sein wird. Nach einem nahezu perfekten Run im oberen Wiesen-Abschnitt und auf dem Motorway ging die Schweizerin mit acht Sekunden Vorsprung in den schwierigen Wald-Abschnitt, baute dort ihre Führung sogar aus und passierte schließlich mit über elf Sekunden Vorsprung die Ziellinie.

„Es war ein sehr guter Lauf von mir. Ich bin froh, dass ich meine Fehler aus der Qualifikation nicht wiederholt habe. Das war vor allem für den Kopf wichtig, damit man während des gesamten Laufs positiv bleibt. Die Strecke ist zwar oben trocken, dennoch habe ich die Matschreifen drauf gelassen, weil die Schlüsselstelle unten im Wald ist. Das war eine gute Entscheidung.“ – Camille Balanche

„Es war ein harter Lauf hier in Leogang! Der untere Waldabschnitt war extrem schwer zu fahren und ich hatte Mühe, nicht zu stürzen. Nach dem Sturz gleich am Anfang der Strecke in der ersten Off-Camber war es ein ziemlicher Alptraum weiterzufahren.  Ich hatte allgemein ein sehr schweres Wochenende, deshalb bin ich mit dem zweiten Platz sehr zufrieden.“ – Myriam Nicole

 

DHI Ergebnisse Elite Frauen:

  1. Camille Balanche (SUI) 4:08:218
  2. Myriam Nicole (FRA) 4:19:586
  3. Eleonora Farina (ITA) 4:24:281
  4. Louise-Anna Ferguson (GBR) 4:29:876
  5. Monika Hrastnik (SLO) 4:30.258

 

Gesamtweltcup Standing Top 5:

  1. Camille Balanche (SUI) 685 Points
  2. Myriam Nicole (FRA) 555 Points
  3. Valentina Höll (AUT) 460 Points
  4. Eleonora Farina (ITA) 395 Points
  5. Nina Hoffmann (GER) 368 Points

 

Matt Walker sichert sich seinen ersten Sieg bei einem Weltcuprennen, Andy Kolb holt das erste Podium für die österreichischen Downhill-Männer

Auf deutlich trockenerer Strecke gingen anschließend die Downhill-Männer in ihr Elite-Finale. Nachdem bereits zahlreiche Favoriten aufgrund schlechter Quali-Ergebnisse früh auf den Track mussten, stand bald fest, dass wir in Leogang einen neuen Weltcupsieger im Jahr 2022 erleben würden.

Gesamtweltcupführender Amaury Pierron (FRA) übernahm nach starkem Run, mit vollem Risiko und kaum Fehlern zwar den Hotseat von Landmann Loris Vergier (FRA), musste diesen aber umgehend wieder räumen, als Angel Suarez Alonso (ESP) seine Zeit sauber und kompromisslos toppte. Der Spanier hingegen konnte es sich erstmal gemütlich machen und sich bis weit in die Top 10 auf dem Platz an der Spitze sonnen. Weder Laurie Greenland (GBR) noch Thibaut Daprela konnten aufgrund von Stürzen entscheidend ins Geschehen eingreifen.

Erst Danny Hart (GBR) gelang es als viertletztem Starter Suarez Alonsos Zeit um 1,2 Sekunden zu verbessern. Der Brite machte im Wald eine neue Linie auf und ging volles Risiko. Ihm folgte sein Landsmann Matt Walker (GBR) auf den Track, der sich in der schlammigen Waldpassage mindestens genauso wohl fühlte wie Hart selbst. Und das zeigte er auch. Nach fünf Führungswechseln in den Zwischenzeiten war am Ende klar, dass Gesamtweltcupsieger von 2020 das britische Duell für sich entscheiden würde.

Finn Iles (CAN) leistete sich im Anschluss zu viele kleine Fehler, um in den Kampf um den Sieg eingreifen zu können. Nun konnte nur der französische DH-Meister Benoit Coulanges den britischen Doppelsieg verhindern. Und lange sah es genau danach aus. Nach dem Motorway lag der Franzose bereits über eine Sekunde in Führung. Sein hohes Risiko wurde ihm dann auch im Wald zum Verhängnis, als er einen Baum touchierte und stürzte. Sein Missgeschick bedeutete gleichzeitig den fünften Platz für Andreas Kolb (AUT), der damit das erste Podium und die beste Platzierung bisher für die österreichischen Downhill-Männer einfuhr.

„Ehrlich gesagt, kann ich es nicht in Worte fassen. Ich versuche einfach den Moment zu genießen. Mit dem Sieg habe ich nicht wirklich gerechnet. Heute Morgen habe ich mich gut gefühlt, habe den vor und während des Rennes ein paar gute Entscheidungen getroffen, zum Beispiel die richtigen Reifen aufgezogen. Es ist unglaublich, ein Ziel wie dieses zu erreichen. Ich bin mit einem positiven Mindset in die Saison gestartet und habe versucht nach und nach mein Momentum aufzubauen. Gerade bin ich superglücklich.“– Matt Walker

„Ich habe beinahe meinen Start verpasst und in der ersten Kurve gingen meine Bremsen noch nicht. Ich habe alles gegeben vom ersten Meter der Strecke bis zum letzten, weil ich wusste, dass das notwendig war. Als ich die Ziellinie überquerte, musste ich nicht zurückblicken. Ich wusste einfach, dass es ein guter Lauf war. Jetzt auf dem Podium zu stehen mit meinem Teamkameraden Charlie auf dem 8. Platz macht mich einfach nur stolz. Ich bin allen, die mir geholfen haben, unbeschreiblich dankbar, meinen Eltern, dem gesamten Continental Atherton Team. Ein riesen Dankeschön an alle Fans vor Ort. Ihr habt mich förmlich ins Ziel getragen und gefeiert wie einen Rockstar. Das ist der glücklichste Tag meines Lebens, ich kann es noch gar nicht glauben.“ – Andreas Kolb

 

DHI Ergebnisse Elite Männer:

  1. Matt Walker (GBR) 3:28.816
  2. Danny Hart (GBR) 3:29.141
  3. Angel Suarez Alonso (ESP) 3:30.370
  4. Amaury Pierron (FRA) 3:30.530
  5. Andreas Kolb (AUT) 3:31.249

 

Gesamtweltcup Standing Top 5:

  1. Amaury Pierron (FRA) 580 Points
  2. Matt Walker (GBR) 443 Points
  3. Danny Hart (GBR) 401 Points
  4. Benoit Coulanges (FRA) 380 Points
  5. Laurie Greenland (GBR) 354 Points

 

Britischer Doppelsieg beim Junioren-Finale

Als erste durften die JuniorInnen am heutigen Downhill- Finalsamstag auf die immer trockener werdende „Speedster“-Strecke. Bei den DH-Junioren sicherte sich Jordan Williams (GBR) den Sieg vor Jackson Goldstone (CAN) und geht damit auch in der Gesamtwertung am Kanadier vorbei. Bei den Juniorinnen siegte mit über 14 Sekunden Vorsprung Phoebe Gale (GBR) klar vor Jenna Hastings aus Neuseeland und rückt damit näher an Gesamtweltcupführende Gracey Hemstreet (CAN) heran, die heute die drittschnellste Zeit einfuhr.

„Ich hatte einen guten Lauf! Ich fühlte mich am Anfang der Strecke noch unsicher und wusste nicht wirklich, wie es nach dem Sturz im Qualifying gestern laufen würde.  Ich habe den oberen Teil der Strecke perfekt getroffen und ich wusste jetzt läuft es. Die Stelle, an der ich im Qualifying stürzte, bin ich sicher gefahren, und wollte danach im Flow bleiben, habe aber unten zwei große Fehler gemacht. Ich glaube nicht, dass ich dadurch viel Zeit verloren habe. Ich freu mich sehr über diesen Sieg und die Führung im Gesamtweltcup. Ich habe jetzt das #1-Plate, das ist echt cool!“ – Jordan Williams

„Es war ein wirklich schweres und anstrengendes Wochenende. Grip auf der Strecke zu bekommen war nicht einfach, weil sie sich das ganze Wochenende über verändert hat. Mein einziges Ziel war es, das Bike am Rollen zu halten und das habe ich geschafft. Ich bin total glücklich, dass ich hier heute gewonnen habe.“ – Phoebe Gale

Ausblick: Doppeltes Double für Lecomte und Flückiger? Wie schlagen sich die Lokalmatadorinnen?

Die Cross-Country Elite hat bereits gestern mit spannenden Rennen im Short Track den Grundstein für ein erfolgreiches Weltcupwochenende gelegt. Loana Lecomte und Mathias Flückiger haben gezeigt, dass ihnen die Leoganger Strecke liegt und werden nun alles daransetzen, dass Double aus dem Vorjahr zu wiederholen, als sie neben dem Short Track auch über die Olympische Distanz erfolgreich waren.

Bei den Elite-Frauen werden besonders die Lokalmatadorinnen Laura Stigger und Mona Mitterwallner versuchen vor heimischem Publikum ein starkes Rennen zu fahren und wichtige Weltcuppunkte zu sammeln. Bei den Männern richten sich alle Augen auf Weltcup-Leader Nino Schurter, der mit einem weiteren Sieg zum alleinigen Rekordhalter für die meisten Weltcupsiege aufsteigen würde. Als bestplatzierte Deutsche aus dem Short Track starten Nadine Rieder und David List ins Rennen.

Weitere Informationen zum Mercedes-Benz UCI Mountainbike Weltcup in Saalfelden Leogang gibt es unter www.mtb-weltcup.at.

Für alle, die nicht live beim Doppel-Weltcup dabei sein können, gibt es die Möglichkeit die Finalrennen live auf Red Bull TV und ORF Sport+ zu verfolgen.

Zu einem rundum gelungen Festival-Wochenende gehören natürlich zahlreiche Sideevents. Vor dem XCO-Finale am morgigen Sonntag findet eine BMX Show mit Senad Grosic statt. In der großen Expo-Area können überdies die heißesten Neuigkeiten aus der Bike-Welt bestaunt werden, während man in der Team Area seinen Idolen und Helden zum Greifen nahekommt. Die beiden Areas sind und sonntags von 9.30-17 Uhr geöffnet.

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Video: Gabriel Wibmer zeigt Jasper Jauch seine Osttiroler Heimat

Lienz/Osttirol, 26.9.2022 – Die Bikeparks Lienz und Großglockner Resort in Osttirol gelten nach wie vor als Geheimtipps, in denen man sich nahezu ungestört auf dem Mountainbike austoben kann. Höchste Zeit also für einen der bekanntesten deutschen Mountainbike-YouTuber, dem ehemaligen Downhill-Ass Jasper Jauch und Shred-Buddy Oreo sich die beiden Parks südlich des Alpenhauptkamms genauer anzusehen. Prominente Unterstützung gibt’s von „Tourguide“ und Local Hero Gabriel Wibmer, der die Region zwischen Großglockner und Großvenediger in- und auswendig kennt und für jeden Trail die richtigen Tipps parat hält.

Im kurzen Q&A lassen die beiden ihren Trip nochmal Revue passieren:

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Zwei Tagen gemeinsam shredden. Osttirol vorstellen bzw. vorgestellt bekommen. Wie war das?
Gabriel: Das war auf jeden Fall echt mega lässig! Vor allem habe ich Jasper davon überzeugen können, dass Osttirol einiges zu bieten hat. Das wird im Video ja auch deutlich! Ich glaube, er hat das Osttiroler Gesamtpaket gefeiert: Mega Bikeparks, das Bergpanorama und auch, dass der Bikepark Lienz quasi in der Stadt endet.

Jasper: War mir eine sehr große Ehre! Gabriel hat mittlerweile eine sehr große Fanbase und mit ihm selbst mal fahren zu gehen, stand definitiv auf meiner Bucket-List Ich war auch sehr gespannt, was er so auspacken kann. Im Bikepark kann ich noch gut mithalten als ehemaliger World Cup Racer. Als dann aber die Tricks drankamen, musste ich kräftig schlucken. Da bin ich dann zu alt für. Aber es war mega geil seine Hometrails abzuklappern und zu sehen, wo so junge talentierte Fahrer herkommen.

Was hat euch am meisten Spaß gemacht?
Gabriel: Definitiv der untere Abschnitt vom Gornerwald Trail, vor allem weil es noch stark geregnet hat, als wir in die Gondel gestiegen sind. Der erste Abschnitt bis zur Mittelstation war noch relativ entspannt – der ist vom Schwierigkeitsgrad aber auch nicht so hoch wie der untere Teil. Echt familientauglich und perfekt zum warm werden. Unten wird es dann ein technischer Singletrail, der auch schon ohne Regen recht anspruchsvoll ist. Jasper, der ja ebenfalls ein richtig guter Mountainbiker ist, und ich haben gegenseitig ein bisschen gechallenged und sind beide trotz widriger Bedingungen direkt all-in gegangen. Das war echt gut und ziemlich lustig.

Jasper: Für mich war definitiv der Bikepark Lienz mit anschließender Pizza und einem Sprung in den See das Highlight. Glaube, mit der Kombination Bikepark, Pizza und einer Abkühlung im See kann man jeden MTBler locken. Vor allem meinem Hund, den ich mit am Start hatte, hat es auch sehr gefallen am Aussichtspunkt zu sitzen mit einer guten Sicht auf den See.

Gabriel, du kennst Osttirol in- und auswendig. Hast du einen Lieblingstrail?
Gabriel: Schwer zu sagen, denn ich finde alle Trails echt top. Aber wenn ich die Qual der Wahl hätte, würde ich den Flow Family Trail im Bikepark Lienz wählen. Wie der Name es schon sagt, ist es ein super flowiger Trail, der gute Laune macht. Man kann den Trail in vielen Kombinationen und vor allem mit jedem fahren. Er hält einige krasse Jumps parat, die aber alle bequem umfahren werden können. Das ständige Panorama ist echt schwer zu schlagen und man hat gigantische Aussichten – egal, wo man sich befindet. Außerdem endet der Trail direkt in der Stadt. Das ist super, wenn man dem Biken noch was essen gehen möchte. Das hat man nicht bei vielen Bikeparks.

Jasper, du hast Osttirol nun kennengelernt. Was macht die Bike-Region so besonders?
Jasper: Ich glaube, dass sich Osttirol durch die absolut krassen Panoramen auszeichnet. Es sind ja 60 Dreitausender die man von der Adlerlounge, der Aussichtsplattform im Bikepark Großglockner Resort, sehen kann. Die Lienzer Dolomiten sind auch immer im Blick beim Bikepark Lienz. Nicht zu vergessen natürlich auch die super Trails!

Könntest du dir vorstellen, irgendwann als Bikeguide zu arbeiten? Oder war das ein exklusives Vergnügen für Jasper?Gabriel: Puh! In ein paar Jahren bestimmt, aber zurzeit stehen noch so viele andere Projekte auf meiner Liste, die definitiv Vorrang haben. Es macht auf jeden Fall mega Spaß seine Leidenschaften mit Menschen zu teilen, die das Gleiche empfinden, und ich denke in ein paar Jahren könnten wir noch einmal darüber reden, aber bis dahin war das exklusiv für Jasper.

Falls ihr mehr über den Park und die Strecken erfahren wollt, ckeckt doch mal das folgende Video aus.

Details zur Bikeregion Osttirol sind unter www.osttirol.com/entdecken-und-erleben/sommer/radsport zu finden. Zur perfekten Tourenplanung und allgemeinen Übersicht stellt die Region Osttirol mit ihrer interaktiven Bike-Karte das ideale Werkzeug zur Verfügung.

Merida One Sixty – neues Vollgas Enduro

Produktnews/Pressemeldung:  Merida hat mit dem neuen Enduro One-Sixty und dem neuen Trailbike One-Forty mehr als nur Modellpflege betrieben. Komplett neue Plattformen waren laut Merida nötig, um die Bikes dem anzupassen was Fahrer heute den modernen Bikes abverlangen. Man will dabei das aufwändigste Entwicklungs- und Testprogramm abgearbeitet haben, das je ein Merida durchlaufen haben soll. Wir haben alle Informationen für euch aufbereitet.

Merida One Sixty 2022

Merida verspricht: „Das neue One Sixty ist mehr als nur eine Weiterentwicklung des alten Bikes. Es ist ein völlig neuer Ansatz und das kompromissloseste, vielfältigste und spaßigste Long-Travel-Bike, das wir je entwickelt haben. Für manche bedeutet ein grundlegendes Redesign vielleicht eine Optimierung der Winkel, die neueste Laufradgröße und das eine oder andere neue Feature. Beim neuen One Sixty haben wir direkt dort angesetzt, wo die Herausforderungen für Enduro-Fahrer*innen und Racer warten. Das Ergebnis ist ein super spaßiges und flexibles Long-Travel-Bike.“ Das hört sich doch erst mal gut an, solche Versprechen hören wir aber oft, um nicht zu sagen „immer“ wenn ein neues Bike vorgestellt wird. Was ist also Sache? Echte Innovation? Vorsichtige Evolution? Oder sogar eine richtige Revolution? Wir haben uns das mal genau angeschaut und alle Fakten zusammengetragen, so dass du Dir selbst eine Meinung bilden kannst. Dabei beschränken wir uns hier auf das One Sixty Enduro, wenn du mehr zum One Forty Trailbike wissen willst, dann findest du unten im Artikel den Link zu diesem Artikel in unserem Partner-Magazin Velomotion.

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„Du fährst so hart und schnell wie noch nie? Dann sind Kompromisse das Letzte, was du im Hinterkopf haben willst.“ sagt Merida. Da haben sie recht und gleichzeitig wecken sie mit solchen Aussagen die Erwartung, es handele sich beim One Sixty um ein echtes Vollgas Enduro. Neben der „Daten-Analyse“ die wir hier vornehmen, wollen wir unbedingt ein Testbike! Hallo Merida! Hier her!

Wir versprechen uns schon was vom Bike, es steht nicht nur echt gut da, auch hat Merida erkannt, was der Enduro Pilot (und auch die, die es gerne wären) von einem modernen Bike erwarten. Egal, ob du einen Rahmen mit langem Reach oder ob du ein kurzes, wendiges Bike bevorzugst, mit dem du es richtig krachen lassen kannst, das Bike willst du ja nicht nach der Sitzrohrlänge bzw. Rahmenhöhe aussuchen. Das haben ja auch andere Hersteller schon vor einer Weile erkannt und so kann man deren Räder nach dem Reach wählen, je nach Vorliebe. Bei Meridas One Sixty ist das auch so. Agilometer-Größensystem nennt sich das ganze bei Merida. Was nichts anderes bedeutet als dass man sich am Reach orientiert, und dass du die richtige Größe für dich finden kannst, ohne Kompromisse beim Hub, deiner Vario-Sattelstütze oder bei der Stack-Höhe eingehen zu müssen. Sehr gut! Damit das wirklich klappt ist das Steuerohr etwas kürzer, so lässt sich der Stack schön variieren. Was auch zur perfekten Größenanpassung beiträgt ist die neue Merida Team TR Vario-Sattelstütze, die unabhängig von der gewählten Größe maximalen Hub von satten 230 mm Hub bietet, aber stufenlos bis auf 30 mm verstellbar ist

Das Fahrwerk hört auf den Namen „Fast“. Das ist die plakative Abkürzung für „Flexstay-Adjustable-Size-Tuned-Fahrwerkskinematik“ (kurz: FAST), klar, das Kind braucht ja auch hier einen Namen. Glaubt man den Entwicklern, tut es das, was auf der Verpackung steht − es macht schnell. Wir werden es rausfinden, wenn sie uns lassen. Flexstay bedeutet, dass ein Drehpunkt weggelassen wird, um Gewicht und Wartungsaufwand zu minimieren. Die Kinematik soll sowohl mit einem reinen 29-Zoll-Laufrad-Setup als auch mit Mullet-Setup zurechtkommen, durch Flip-Chip im Rocker. Das gibt es, ohne eine Änderung an der Geometrie in Kauf nehmen zu müssen, aber mit unterschiedlichem Fahrverhalten.

Die Kinematik hat größenspezifische Progressionsraten: Sie ist so abgestimmt, dass die Progression der Übersetzungskurve über die verschiedene Rahmengrößen hinweg zunimmt. Dadurch können kleinere, leichtere Fahrer oder Fahrerinnen den gesamten Federweg nutzen, während schwerere Rider oder die, die aufgrund des tendenziell aggressiveren Fahrstils die größere Rahmengröße wählen, von einem progressiven Hinterbau profitieren. Außerdem funktioniert das Bike dank der hohen Progression auch mit Coil-Dämpfern. Zu den 170 Millimetern Federweg der Gabel gesellen sich 162 mm (bei 29″) bzw. 171 mm (beim Mullet Setup) am Heck.

Das alles wird mit einer modernen Geometrie kombiniert, die einen wirklich super steilen Sitzwinkel von 79° und einen eher flachen Steuerwinkel von 64° bietet – sollte helfen, die steilsten Anstiege und die härtesten Abfahrten zu meistern. Über die fünf Rahmengrößen oder eher Rahmenlängen bietet man eine große Bandbreite an verschiedenen Reach-Optionen an.

Merida One Sixty – konstruktive Details

Du brauchst Stauraum an Bord? Die Carbon-Modelle des One Sixty sind mit dem Merida Service Port ausgestattet. In Verbindung mit dem „Wire Port“ Steuersatz ermöglicht das eine einfache, elegante und angeblich geräuschlose interne Kabelführung, bietet aber auch Platz für Notfall-Ausrüstung. Gemeint ist damit eine komplett interne Verlegung, sowohl bei Carbon- als auch bei den Aluminium-Bikes. Keine Kabel, die auf halbem Weg heraushängen, sich verheddern oder beschädigt werden können, so das Versprechen.

Oft sind es ja Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen. Da sind die Details ausschlaggebend. Mit der „Tube Base Plate“ kann ein Ersatzschlauch an beiden Rahmenversionen des Bikes befestigt werden. Bei den Carbon-Modellen gibt es zudem einen integrierten Fidlock-Flaschenhalter. Damit kann selbst in der kleinsten Rahmengröße eine vollwertige 600-ml-Flasche verwendet werden.

Ein eigener Bremsen Adapter am Hinterbau kommt zum Einsatz. Der Adapter verwendet den Post-Mount-Anschluss, so dass keine spezielle Bremse benötigt wird, sondern nur ein Standard Post-Mount-Bremssattel, der mit einer 200-mm-Bremsscheibe betrieben wird. Du musst dir also keine Gedanken über die Kompatibilität machen. Der Adapter bietet jedoch einige Vorteile, sagen die Entwickler: Zuallererst sitzt der Bremssattel oben auf der Sitzstrebe, ist aber immer noch mit der Kettenstrebe verbunden. Da der Bremssattel nicht zwischen Kette und Sitzstrebe eingeklemmt ist, können alle verfügbaren Bremssättel, unabhängig von ihrer Größe, montiert werden. Das alte Design schützte den Bremssattel zwar möglicherweise vor Stößen, aber der kaum vorhandene Platz schränkte auch die Anzahl der montierbaren Bremssättel ein und machte die Einstellung mitunter schwierig.

Einen Fender am Hinterrad, der den Schmutz abhält, hat man ebenfalls integriert − und wenn du zusätzlichen Schutz vor Schlamm und Spritzwasser benötigst, gibt es auch eine lange Version im Merida Zubehörprogramm. Darüber hinaus haben die Macher viele weitere Protektoren im Bike integriert: ein geräuschdämpfender, dreidimensional geformter Kettenstrebenschutz, Schutzfolien an wichtigen Stellen, wie dem inneren Bereich des Hinterbaus, und ein verlängerter Unterrohrschutz, der das Bike vor Trail-Schmutz und Transportunfällen bewahren können soll. Eine nahezu unsichtbare, aber angeblich sehr effektive Merida ISCG05 Kettenführung hält zudem die Kette im Zaum. Ein nettes Ad On ist die Verwendung von Sätteln mit V-Mount. Der nimmt ein Merida Multitool unter dem Sattel auf.

Das „Non-Slip Tightening System“ zur einfachen Verschraubung von Hauptrahmen, Hinterbau und Umlenkung hat Merida dem One Sixty auch spendiert und es sogar überarbeitet. Das sitzt jetzt auf Lagern mit größerem Durchmesser und vermutlich auch verbesserter Haltbarkeit. Alle Gelenkbolzen lassen sich mit einem 4-mm- oder 6-mm-Inbusschlüssel von nur einer Seite aus anziehen und lösen, ohne dass die gegenüberliegende Seite des Bolzens fixiert werden muss. Die meisten Schrauben können mit dem abnehmbaren Hebel der Merida Hinterachse angezogen werden, wenn eine schnelle Kontrolle auf dem Trail nötig ist. Auf proprietäre Standards hat man bewusst verzichtet und auf ein BSA Tretlager, ein Sram UDH-Schaltauge sowie einen 148-mm-Boost-Standard gesetzt. Danke Merida! Bravo!

All das wurde vom renommierten Zedler-Institut getestet und für eine lange Lebensdauer ausgelegt. Zudem gewährt man auf das Bike fünf Jahre Garantie, selbst wenn es beim Rennen oder im Bikepark eingesetzt wird. Auch sehr schön!

Merida One Sixty – Spezifikationen und wichtige Features

Rahmengewicht (Carbon): 2460 g in Größe M +/- 5%
Rahmengewicht (Aluminium): 3660 g in Größe M +/- 5%
=> ohne Dämpfer, Achse, Sattelklemme, Bügel, Steuersatzlager und Kabelführungen (Gewicht ist auch von der Rahmenfarbe abhängig)
● 73-mm-BSA-Tretlager (inklusive unserem ISCG05 Adapter)
● 34,9-mm-Sattelstütze
● vollständig integrierter Steuersatz
● 148×12 mm Boost
● max. 2,5″ breiter Hinterreifen
● 230×65-mm-Dämpfer
● SRAM UDH-Schaltauge
● Post-Mount-Hinterradbremse mit 200-mm-Bremsscheiben
● für 1fach-Antriebsstrang optimiert (55-mm-Kettenlinie)

Merida Ona Sixty – Kinematik bzw. Hinterbau – Das Zeug für die echten Nerds!

Was hat Merida an der Kinematik des neuen Bikes geändert? Der offensichtliche Unterschied ist der Wechsel von 27,5″-Laufrädern mit einem vertikalen Dämpfer zu 29″-Laufrädern mit einem horizontalen Dämpfer. Das sieht man direkt. Aber laut Merida wurden auch einige wichtige Änderungen an den Werten für den Anti-Squat und den Anti-Rise vorgenommen, die mit der Dämpferprogression übereinstimmen sollen.

Was die Dämpferprogression angeht, so spricht Merida von einem ziemlich einzigartigen Konzept. Generell wollte man mehr Progression am Hinterbau, um mit neueren Dämpfern mit größeren Luftkammern und sogar mit Coil-Dämpfern gut arbeiten zu können. Allerdings hat jede Rahmengröße eine einzigartige Kinematik spendiert bekommen, die eine unterschiedliche Dämpferprogression liefert: Je länger der Rahmen, desto größer ist die Progression. Je schwerer der Fahrer oder die Fahrerin ist oder je aggressiver er oder sie fährt, desto größer ist das Risiko, dass der Dämpfer durchschlägt – gerade beim Up-Sizing eine häufige Gefahr. Eine höhere Progression des Dämpfers bedeutet, dass diesen Fahrerinnen und Fahrern mehr Unterstützung am Ende des Federwegs und mehr Kontrolle in anspruchsvollen Situationen geboten wird.

In Zahlen ausgedrückt:  eine Progression von etwa 6 % in der kleinsten Größe bis zu fast 12 % in der größten Rahmengröße, was einen Bereich abdeckt, der mit einer neutralen Position beim Sag (30 %) beginnt und bis zu 95 % des Federwegs reicht. Dies funktioniert sehr gut mit allen modernen Luft- und Coil-Dämpfern, sagt das Entwickler Team.

Der Anti-Squat-Wert beschreibt das Verhalten der Federung beim Treten. Man wollte ein vernünftiges Maß an Anti-Squat am Anfang und in der Mitte der Federung, um eine wirklich effiziente Tretleistung zu erreichen. Tiefer im Federweg fällt der Anti-Squat ab, da in tieferen Federwegsbereichen die Treteffizienz kaum eine Rolle spielt. Das Endergebnis soll ein Fahrwerksein, das sich gut pedalieren lässt, aber bei Abfahrten und großen Schlägen aktiv ist und ungestört agieren kann.

Der Einfluss des Bremsens auf die Federung wird durch den Anti-Rise-Wert beschrieben. Im Vergleich zu älteren Modellen wurde der Anti-Rise-Wert reduziert, um die Kinematik auch unter Bremslast aktiver zu gestalten. Am Anfang und in der Mitte des Federwegs beträgt der Anti-Rise-Wert etwas weniger als 100 %, was dazu beiträgt, das Bike beim Bremsen auf steilen Trails und schnellen Trails konstant gerade zu halten. Im tieferen Federwegsbereich nimmt der Wert jedoch ab, was zu einem aktiveren Fahrwerk und einer besseren Traktion beim Abbremsen in rauem Gelände oder nach großen Drops führt.

Es wird 5 verschiedene Merida One Sixty Modelle zwischen 3.399€ und 12.999€ geben.

Die beiden günstigsten kommen mit Alu Rahmen die teureren mit Carbon Chassis.

Merida One Sixty 10000Merida One Sixty 8000Merida One Forty 6000Merida One Sixty 700Merida One Sixty 500

Rahmen: ONE-Sixty CF4III Carbon
Fahrwerk: Rock Shox Zeb Flight Attendant 29″, 170mm / Rock Shox Super Deluxe Flight Attendant, 162/171mm
Schaltung: Sram XO1 Eagle AXS
Bremsen: Shimano XTR 4 Kolben (203/203)

Preis: 12.999€

Rahmen: ONE-Sixty CF4III Carbon
Fahrwerk: Rock Shox Zeb Ultimate 29″, 170mm / Rock Shox Super Deluxe Ultimate, 162/171mm
Schaltung: Sram GX Eagle AXS
Bremsen: Shimano XT 4 Kolben (203/203)

Preis: 8.999€

Rahmen: ONE-Sixty CF4III Carbon
Fahrwerk: Rock Shox Zeb Select 29″, 170mm / Rock Shox Super Deluxe Select+, 162/171mm
Schaltung: Shimano SLX
Bremsen: Shimano SLX 4 Kolben (203/203)

Preis: 5.999€

Antrieb: ONE-Sixty Lite III Aluminium
Fahrwerk: Marzocchi Z1 Air 29″, 170mm / Fox Float X Performance, 162/171mm
Schaltung: Shimano SLX
Bremsen: Shimano SLX 4 Kolben (203/203)

Preis: 4.199€

Antrieb: ONE-Sixty Lite III Aluminium
Fahrwerk: Rock Shox Yari RC, 170mm / Rock Shox Deluxe Select+, 162/171mm
Schaltung: Shimano Deore 11fach
Bremsen: Shimano Deore 4 Kolben (203/203)

Preis: 3.399€

Merida One Forty

Das One Forty ist mit deutlich weniger Federweg und touriger Geometrie für die deutlich entspanntere Gangart ausgelegt. Es ist eine klassischer Allrounder, der gut klettert und bergab weniger auf der Jagd nach Sekunden ist. Wenn du über dieses Bike mehr wissen willst, dann lies doch bei unseren Kollegen vom Velomotion Magazin weiter:

www.velomotion.de

www.merida-bikes.com/de

VIDEO: Micayla Gatto in Wonderland

Micayla Gatto erkundet in ihrem neusten Edit das Crested Butte Gunnison Valley. 

Finding herself in the incredible Wonderland of the Crested Butte Gunnison Valley Micayla Gatto does what any reasonable Mountain Biker would do. She Rides.

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Must Watch: Caleb Holonko – Lights Out

Es gibt Features von den die meisten Menschen die Finger lassen. Caleb Holonko nimmt sich aber genau diese vor und setzt noch einen oben drauf. In Lights Out nimmt sich der Kanadier einiger der größten Features in British Columbia vor und flippt sogar das Pemberton Train Gap. 

The definition of progression is to move toward an advanced state. Gravity rider Caleb Holonko takes a few of BC’s familiar big hits and turns them into generation-defining moments. There are plenty of riders that do it, but only a few that you’ll remember. Video: Ollie Jones Photos: Kaz Yamamura

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Track Check: Bike Park Lienz – Eine Abfahrt mit unendlich viel Flow und Jumps

Wir waren vor wenigen Wochen in Österreich unterwegs und haben von einem kleinen Geheimtipp unter den Bike Parks gehört. Natürlich haben wir uns das dann mal genauer angeschaut – Lienz bietet unglaublich viel Flow, tolle Sprünge, ein familiäre Atmosphäre und viel gute Laune. Wir zeigen euch unsere Lieblingsabfahrt: Peter Sagan Trail kombiniert mit dem Flow Family Trail. 

Falls ihr mehr über den Park wissen wollt, checkt doch mal unser Bike Park Check Video aus Lienz ab. Das findet ihr hier: bike-park-check-lienz-der-geheimtipp-in-osttirol

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Neues stapelbares Multitool von Magura und Wolftooth

Ohne Multitool auf die Ausfahrt, für uns Mountainbiker undenkbar!  Mit dem neuen 8-Bit System präsentieren Magura und die US-Marke Wolftooth ein stapelbares Multitool für Handgriffe am Bike und insbesondere bei Scheibenbremsen. Hier gibt es alle wichtigen Infos.

Wie gesagt: Ohne Tool – ein No Go! Trotzdem sind Multitools stets ein Kompromiss, sollen sie doch möglichst viele Arbeiten am Bike ermöglichen können und zeitgleich möglichst kompakt sein. Mit über 25 Funktionen könnte das neue Wolftooth 8-Bit System den anspruchsvollen Spagat schaffen. Hier möchte ich erwähnen, das Wolftooth mir gerade öfters begegnet. Die Marke kenne ich hauptsächlich aus Besuchen in Übersee, wie dem Sea Otter Festival in Kalifornien. Seit kurzem gibt es die Produkte der Firma aus Minneapolis/Minnesota in Deutschland zu kaufen, Vertrieb bzw. Importeur ist Cosmic Sports.

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Herzstück des stapelbaren Tools von Magura und Wolftooth ist die recht flache Wolftooth 8-Bit Kombizange. Im Griff untergebrachte und per Magnet fixierte Bits ermöglichen insgesamt 17 Funktionen für kleinere Reparaturen am Bike. Dank schwenkbarem Kugelkopf können selbst schwer zugängliche Stellen relativ einfach erreicht werden. Die überdurchschnittliche Länge des Tools soll für angenehme Hebelkraft sorgen, um beispielsweise sogar Pedale zu lösen.

Frei wählbar kann das stapelbare Tool durch drei weitere Bestandteile magnetisch erweitert werden. Dazu gehören Kettennieter mit Universalmesser, Reifenheber und Dellenentferner für Felgen oder ein Scheibenbremsen Multi-Tool mit Reifenheber. Letzteres ist zusammen mit Magura entstanden, die Schwaben sind ein echter Bremsenspezialist.

Die haben sich Gedanke gemacht: Vier spezifische Funktionen sollen Handgriffe rund um die Scheibenbremse erleichtern. Dazu gehören ein Bremsscheibenrichtwerkzeug, ein geschlitzter 8mm Lochschlüssel zum Festziehen der Überwurfmutter am Bremsgriff sowie zwei Schlitze zur Messung der Verschleißgrenzen von Bremsbelag und Bremsscheibe. Schöne Sache!

Dank der flachen Bauweise ist das Tool trotz vieler Funktionen leicht in Trikottasche oder HipBag verstaut. Das Tool ist entwickelt und hergestellt in den USA.

Hier noch alle Fakten zum Multitool von Magura und Wolftooth

8-Bit Kombizange:

Größe: 146 mm x 20 mm x 90 mm

Material:

  • Werkzeugkörper: Aluminium 7075-T6
  • Bits: CrV Werkzeugstahl
  • Reifenheber: hochfester Nylon-Verbundstoff

Funktionen:

  • 2 / 2,5 / 3 / 4 / 5 / 6 / 8 mm Innensechskant
  • T10 / T25 Torx
  • Schraubendreher flach
  • Schraubendreher Kreuz
  • Speichenschlüssel
  • Ventilwerkzeug
  • Ventilreinigungsfeile
  • Kettenschlosszange
  • Zange zum Festziehen von Ventilmuttern
  • Stauraum für ein Kettenschloss (nicht im Lieferumfang)

UVP: 89,90 € (inkl. MAGURA Disc Brake Tool)

 

8-Bit Tire Lever & MAGURA Disc Brake Tool:

Material:

  • Werkzeugkörper: Aluminium 7075-T6
  • Reifenheber: hochfester Nylon-Verbundstoff

Funktionen:

  • Bremsscheibenrichtwerkzeug
  • 8mm Lochschlüssel für Überwurfmuttern am Bremsgriff
  • Verschleißanzeige Bremsbelag (2,5mm)
  • Verschleißanzeige Bremsscheibe (1,8mm)

UVP: 19,90 € (einzeln)

www.magura.com/de

www.wolftoothcomponents.com