Neues vom Riva Bike Festival 2022 – Espressi, Bananen und Bikes

Es war wieder so weit. Das Bike Festival in Riva am Gardasee versammelte wieder Hersteller, Racer, Menschen der Branche und Fahrradbegeisterte. Wir waren bei Sonnenschein und knapp 20 Grad auf dem Messegelände unterwegs und haben uns einige Neuheiten angeschaut und alte Bekannte getroffen.

Nach gefühlt unendlich langen Wochen voller Schnee, Regen und Nebel war es endlich wieder Zeit die Heimat zu verlassen und an den wunderschönen Gardasee zu fahren. Riva del Garda war zu Beginn der Saison 2022 endlich wieder Standort des Bike Festivals. Zwar befindet sich das Event wie im letzten Jahr auf dem etwas weniger charmanten Parkplatz, jedoch waren dieses Jahr wesentlich mehr Aussteller vor Ort.

Wenige Meter vom Ufer des Sees waren die größten Hersteller der Branche, kleine Rad-Schmieden und Stände mit Kleidung, Komponenten und Zubehör vertreten. Wer mag kann sich hier die neusten Modelle ausleihen, auf eine Probefahrt gehen, mit bekannten Athleten geführte Touren fahren und an Rennen teilnehmen.

Eine unsere ersten Anlaufstellen auf dem Festival war der Stand von Cosmic Sports. Daniel hat uns einige neue Produkte vorgestellt und uns auf einen Kaffee eingeladen.

Die neuen DMR Deathgrip Farben knallen richtig. Uns hat vor allem der Galaxy Griff (Schwarz/Glitter) gefallen. Auch von Lizzard Skins gibt es neue Produkte. Neben neuen Griffen, kann man nun auch Bremshebel mit dem Lever Grip etwas griffiger und bunter gestalten.

Den SDG Bel Air gibt es in neuen Farben und es wird ein neues E-Mtb Modell mit höher gezogenem Heck auf den Markt kommen.

Auch Troy Lee Designs war bei Cosmic vertreten.

Weiter ging es bei e*thirteen. Neben Kassetten in knalligen Farben gibt es hier auch neue Tubeless Ventile.

Die Helix R Kassetten sind als 11- und 12-Fach erhältlich und als Upgrade für passende Shimano und Sram Komponenten gedacht. Dazu kommt, dass e*thirteen austauschbare Ritzel anbietet.

Die e*thirteen tubeless Quick Fill Plasma Valve Ventile erleichtern das Befüllen und Nachfüllen der Tubeless Reifen. Der obere Teil lässt sich abschrauben und bietet dann einen kleinen Trichter auf den die Tubeless Flasche aufgesetzt werden kann. Nur bitte vorher den Druck aus dem Reifen lassen. 😉

Auch bei Pirelli gibt es Neues. Auf den Test der neuen Enduro Reifen mit patentierter Verstärkung der Karkasse müsst ihr euch aber noch ein bisschen gedulden. Das Profil wirkt jedenfalls sehr vielversprechend.

Die italienische Marke Cypro ist uns schon auf der Eurobike aufgefallen. Hier gibts auf Wunsch gefertigte Carbon-Rahmen mit besonderem Look. No. 7 ist wohl eins der auffälligsten E-Mtbs auf dem Markt. Angetrieben wird das Enduro mit Intend Gabel von einem leistungsstarken Sachs Motor der mit einer 14-Fach Rohloff Nabenschaltung kombiniert wird.

Fizik hatte den neuen Vento Argo Rennrad-Sattel am Stand. Dieser wird aber nicht nur auf der Straße gefahren, sondern war auch schon bei bekannten Racern im World Cup am Rad. Wie gut sich das Ganze nach einem Tag auf schlammigen Trails sauber machen lässt, müssen wir noch ausprobieren.

Genauso wie der neue Sattel sind auch die Gravita Tensor Schuhe World Cup erprobt. Thibaut Daprela fährt mit den Clipless Varianten Bestzeiten.

Hope hatte die folgende Schönheit am Stand. Das HB 916 ist das neue High-Pivot Enduro Bike der Briten. Das neue Carbon Bike wird es als 29″ oder MX-Version mit gemischten Laufradgrößen geben. Außerdem wird Hope zum Launch drei Farbvarianten anbieten.

Wer auf Carbon Optik steht, wird hier ordentlich bedient. Die Geometrie klingt auch vielversprechend – Der Lenkwinkel liegt bei flachen 64 Grad und der Reach geht von 450 – 510 mm. Auch neu am Hope 916 ist das Staufach im Unterrohr. Der Idler ist übrigens etwas größer um die Reibung zu verringern.

Wer dachte die Zeit der bunten Komponenten ist vorbei? Hope bleibt sich treu und bietet die Komponenten in knalligen Farben an.

Genauso bunt ging es bei Magura weiter. Hier gab es neben individuell gestaltbaren Bremsen auch eine neue Klamotten Linie mit Jerseys und casual Sportswear.

Aber was wäre eine Messe ohne Skurriles und Klischees. Der Besitzer des folgenden Fahrrads hat sich da einen ganz besonderen Spot für seine Lampe ausgesucht und das Propain ist #soenduro.

Auch die Australier von Yakima waren vor Ort. An diesem Truck ist wirklich alles verbaut was man braucht – Tailgate-Pad, Truck Bed Rack, Dusche und und und… Bereit fürs Outback, BC, Bike Parks oder die Apokalypse.

Wir hatten wieder eine menge Spaß in Riva und freuen uns auf das nächste Jahr.

 

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TEST: Giant Reign E+ 0 – Schnell, Stark und Modern

Giant ist für ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis, den tollen Maestro Hinterbau und viele Erfolge in der Mountainbike Szene bekannt. Das neue Giant Reign E+ kombiniert den beliebten Hinterbau mit einer modernen Geometrie und einem starken Motor. Was das abfahrtorientierte E-Mtb kann, erfahrt ihr hier.

Giant gehört zu den größten Fahrradherstellern der Welt und durfte seit der Gründung in 1972 viele Erfolge im Radsport feiern. Die Taiwanesische Marke präsentierte vor wenigen Monaten die neuste Generation des beliebten Enduro E-Mtbs Reign E+. Im Zuge des Bike Festival Riva 2021 durften wir uns schon einen ersten Eindruck des langhubigen Boliden machen.

Wenige Wochen später haben wir das Reign in den Test bekommen und durften uns von der neuen Geometrie, Design, Ausstattung und dem neuen Antriebssystem überzeugen.

Giant Reign E+

Optik und Features

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Optisch hat sich zum Vorgänger einiges verändert – Der Motor ist kleiner geworden, das Oberrohr nicht mehr geschwungen und der Rahmen wirkt moderner. Dadurch wirkt das Giant Reign E deutlich eleganter als die Modelle aus den vorherigen Jahren.

Das uns zur Verfügung gestellte Giant Reign E+ 0 ist die High-End Variante und kommt in der Farbe Grün. Das Spannende an der Farbe ist, dass sie sich abhängig vom Licht etwas verändert und somit zu einem Hingucker wird.

Natürlich verzichtet auch Giant nicht auf die nötigen Guards und Schutzbleche. Der Kettenstrebenschutz ist ordentlich lang gezogen und geht bis zum Kettenblatt. Das schützt nicht nur die Strebe vor Beschädigungen der Kette, sondern macht das E-Mtb auch etwas leiser.

An der Fox 38 Federgabel ist ein mitgelieferter Mudguard in der Gabelbrücke verschraubt. Dieser verhindert das einem während der Fahrt Dreck um die Ohren fliegt.

Geometrie – Maestro, lang und flach

Bei der Geometrie hat sich einiges getan und das Reign E+ verfügt über eine sportliche Geo, die bei der Abfahrt auf technischen Strecken glänzt. Laut Giant wurde der Hinterbau etwas verkürzt um mehr Agilität zu erzeugen. Auch der moderne Mullet-Mix – 29″ an der Front und 27,5″ am Heck trägt dazu bei. Diese gemischten Laufradgrößen funktionieren auch bei anderen Herstellern sehr gut und kombinieren Agilität und Laufruhe.

Bei der Größe L und dem Flip Chip im High-Setting haben wir einen Reach von 480mm, einen Radstand von 1266mm und eine Kettenstrebenlänge von 454mm. Passend zur Enduro-inspirierten Geometrie haben wir einen sportlichen Lenkwinkel von 64,5° und einen recht steilen Sitzwinkel von 77,5°.

Giant Reign E+

Flip Chip

Mit dem Flip Chip am Maestro Hinterbau lässt sich die Rahmengeometrie an die Vorlieben der jeweiligen Fahrer und das Terrain anpassen. In der High-Position haben wir einen etwas steileren Lenk- und Sitzwinkel was bei anspruchsvollen Kletter-Sektionen und im engen Gelände zu einer besseren Performance beitragen soll. Für diejenigen, die es auf den Trails lieber krachen lassen wollen, gibt es die Low-Position, in der der Lenkwinkel flacher wird und wir somit mehr Traktion bei hoher Geschwindigkeit haben sollten.

Komponenten und Ausstattung 

Wie schon erwähnt haben wir von Giant das Top Modell zur Verfügung gestellt bekommen. Das Fahrwerk braucht keine weitere Erklärung – hier handelt es sich um die Fox 38 Float Factory mit 170mm Federweg und den Fox Float X2 Factory EVOL mit 160mm. Wer sich mit Fahrwerken auskennt, weiß, dass es sich hier um hochwertige Federelemente handelt, die jedoch etwas Erfahrung beim Setup benötigen, da es sehr viele Einstellmöglichkeiten gibt, die Neulinge überfordern könnten.

Am Giant Reign E+ 0 wird das Sram XO1 Eagle Schaltwerk mit gleichnamigen Hebeln und der NX Eagle Kassette mit 10-50 Zähnen kombiniert. Natürlich 12-Fach – So wie es sich für ein modernes Enduro gehört. Beim Kurbelsatz handelt es sich um Praxis Works e-Carbon Kurbeln und ein Sram X-Sync Eagle 36 Zähne Kettenblatt.

Passend zur Schaltgruppe wird mit der Sram Code RSC gebremst. Diese kommt mit 220mm Scheiben an der Front und 200mm Am Heck. Also ordentlich Bremskraft für ein schweres E-Mtb.

Diese sind mit einem Maxxis Minion DHF 29 x 2.6″ EXO+, 3c MaxxTerra and der Front und einem Maxxis Highroller II 27.5 x 2.5″ DoubleDown, 3C MaxxTerra im Heck bestückt. Die Reifen und Felgen sind zwar Tubeless Ready, werden aber mit Schlauch ausgeliefert.

Anbauteile wie Vorbau, Griffe und Lenker kommen aus eigenem Hause. Auch die Sattelstütze ist von Giant und verfügt über einen Hub von 150mm in der Rahmengröße L (S:100mm, M:125mm, XL:170mm). Unserer Meinung nach könnte diese gerne einen Ticken länger sein um mehr Freiheit auf dem Rad zu generieren.

Giant Motor

Der Motor: Giant SyncDrive Pro2

In 2022 Giant Reign E+ wird zum ersten Mal der neue 85Nm Yamaha Motor verbaut. Dieser ist nun noch effizienter und funktioniert harmonischer und unterstützt den Fahrer in Kombination mit den neuen Akku-Packs mit bis zu 400% Leistung.

Das Flaggschiffmodell der neuen Reign E+ Serie verfügt über das neue EnergyPak 750 Akkusystem für Langstreckenabenteuer. Dabei handelt es sich um die hochwertigste Akkutechnologie von Giant, die sauber in das Unterrohr des Rahmensets integriert ist. Interessant ist auch, dass das System innerhalb von drei Stunden bis zu 80% geladen sein kann.

Die Interaktion mit dem System ist ebenfalls sehr schön gestaltet. Das Display zeigt einem mit Hilfe von gut erkennbaren LED den Akkustand und die Unterstützungsstufe an. Der Controller befindet sich am Lenker und besteht aus zwei Knöpfen die zur Form des Lenkers passen und somit für eine saubere Optik sorgen. Außer man verstellt die Griff Position.

Das Reign E+ kommt als erstes GIANT Modell mit der komplett überarbeiteten Ausführung des SyncDrive Pro Motors. Er wurde gemeinsam mit Yamaha entwickelt und für das Reign E+ Chassis und dessen Maestro-Federung optimiert. Dieser hat eine kompakte Form und ist mit nur 2,7 kg deutlich leichter als die vorherige Motorgeneration. Der neue SyncDrive Pro-Motor liefert außerdem ein höheres Drehmoment (85Nm) bei reduziertem Geräuschpegel, während er seinen sofortigen Eingriff und den engen Q-Faktor für eine ideale Tretleistung beibehält. – Giant Pressemitteilung

Das Giant Reign E+ 0 ist für 7.699 Euro erhältlich. Abgesehen vom Spitzenmodell gibt es noch vier weitere Varianten mit unterschiedlichsten Komponenten. Den Einstieg macht das Giant Reign E+ 3 mit Rockshox Fahrwerk und 625Wh Akku für 4.999 Euro.

Johannes Eichinger
Johannes Eichinger lässt selbst ein schweres E-Mtb verspielt wirken. Photo by Paul Kopp

Das Giant Reign E auf dem Trail

Vorab: Auf den Action Shots ist eine DVO Gabel verbaut. Da wir das Giant recht lange im Test hatten, haben wir es genutzt um auch andere E-Bike Komponenten zu testen. 

Uphill

Sobald der E-Motor angeschaltet ist und der Fuß auf dem Pedal liegt, will das Reign los. Das von Giant angepasste Yamaha System wirkt fast schon nervös und arbeitet schon beim leichtesten Input. Bergauf geht das Giant Reign E sehr gut. Der Motor unterstützt stark und verfügt über die nötigen Unterstützungsstufen für lange Touren und steile Anstiege.

Dank des starken Motors, der langen Kettenstrebe und dem steilen Sitzwinkel ist das Giant auch ein durchaus passabler Kletterer. Zwar wirkt die Front in der einen oder anderen Uphill Sektion etwas nervös, dennoch schlägt sich das Reign im Vergleich zu ähnlichen E-Enduros recht gut bergauf.

Wer aber nach einem E-Mtb für lange Touren sucht, sollte sich lieber das Giant Trance E anschauen. Das verfügt zwar über etwas weniger Downhill Potential, bietet aber eine komfortablere Geo für lange Strecken und Uphills.

Downhill

Im Downhill wird ganz schnell wo sich das Giant wohl fühlt. Die Geometrie, 170mm an der Front und die 220mm Bremsscheiben bieten viel Reserven auf ruppigen, schnellen und steilen Strecken. Das Reign E bügelt förmlich über Stock und Stein und scheut auch nicht vor dem ein oder anderen anspruchsvollen Drop zurück. Der Maestro Hinterbau von Giant erfordert zwar etwas mehr Luftdruck im Dämpfer, arbeitet aber sehr sensibel und holt einiges aus dem Fahrwerk heraus. Sobald es etwas flowiger wird, hilft zwar der 27,5″ Reifen am Heck, jedoch ist die Kettenstrebe zu lang um das Reign wirklich wendig wirken zu lassen.

Auch Leute die gerne auf langsamen und technischen Trails unterwegs sind, sollten sich nach einer Alternative umschauen. Wie auch schon im Uphill erwähnt wirkt hier die Front etwas nervös und neigt zum Kippen. Wer aber Spaß am schnellen, steilen Downhill hat und Ballern will, kommt beim Reign auf seine Kosten.

Johannes Eichinger
Photo by Paul Kopp

Fazit: DH mit Motor?

Giant bietet mit dem Reign E+ 0 ein E-Mtb mit starkem Motor, toll integriertem Controller und Display, dass sich vor allem auf schnellen und verblockten Trails wohl fühlt. Natürlich darf auch hier der sensible Maestro Hinterbau nicht fehlen, der das exzellente Fahrwerk untermalt. Dazu kommt, dass das Preis-/Leistungsverhältnis für sich spricht – Modernste Technik, 750W Akku, Fox Factory Fahrwerk und eine moderne Geometrie für 7.699 Euro. Wer Ballern will, macht hier nichts falsch!

Giant Reign E+

Weiter Informationen zum Giant Reign E+ 0 findet ihr unter: www.giant-bicycles.com

VIDEO: Emil Johansson – Triple Crown, Behind the Scenes of Crankworx Rotorua 2021

A behind the scenes look of Crankworx Rotorua, the last event of the 2021 season. We dealt with some of the most demanding conditions I’ve experienced leading up to a contest. Everyone went through 2 weeks in quarantine due to travel restrictions & the weather conditions gave us minimal practice, a lot was on the line with no room for error… I had the potential to claim the World Championship Overall as well as the Triple Crown Title. Ever since 2017 I’ve been looking to secure the World Champion title again… back in 2018 I missed the bigger part of the season due to illness & back pain… 2019 I got back on tour but a crash before the first stop of the season made it impossible for me to catch up with the points at the other events & I finished 4th in the overall… 2020 the overall title was cancelled due to pandemic.

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Das neue Radon Deft – Mehr Federweg, smartes Bosch System und Factory Fahrwerk

Im Zuge des Bike Festivals in Riva hat der deutsche Hersteller das brandneue Radon Deft vorgestellt. Das 170mm Bike basiert auf einem Carbon Rahmen mit Alu-Hinterbau und integrierten Zügen, 29″ Laufrädern und dem neuen Bosch System. Wir haben das gute Stück an das Ufer des Gardasees entführt und uns optisch einen ersten Eindruck machen können. 

Wir sind dem kalten Bayerischen Wald entflohen und waren im Zuge des Riva Bike-Festivals am sonnigen Gardasee. Radon hat dort das neue 170mm Twenty-Niner Freeride E-MTB vorgestellt. Das Deft ist somit der große Bruder des Render – was über 160mm Federweg an der Front und 140mm am Heck verfügt.

Radon Deft

Optik und Features

Optisch macht das Deft einiges her. Die Kombination aus schwarzem Carbon-Rahmen, den goldenen Kashima Standrohren und den innenverlegten Zügen lassen das 170mm Bike edel dastehen. Dazu kommt das markante Dämpferdesign mit der Strebe im Hauptrahmen, wie wir es auch schon vom Radon Render kennen. Abhängig von den Modellvarianten verändert sich auch die Farbgebung. Das Deft 8.0 ist in Grün und das 9.0 ist in Weiß erhältlich.

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Die Kabel sind intern verlegt, werden aber durch das Headset in den Rahmen geführt. Schaut schick aus, aber sorgt bei Vielschraubern für Mehraufwand. Passend zum harten Einsatz finden wir am Deft auch einiges an Frame Protection. Die Kettenstrebe ist mit einem großzügigen Strebenschutz aus Kunststoff versehen und im Bereich des Tretlagers befindet sich eine weitere Abdeckung.

Geometrie – DEFTiges Freeride E-Mtb

Das Deft wird als das neue Freeride E-Mtb von Radon beworben. Die 170mm Federweg, 29″ Laufrädern und der Reach von 485mm in der Rahmengröße XL sollten aber auch Enduro Fans Spaß machen.

Das Deft ist in drei Größen erhältlich – M, L und XL. Wer sich mit modernen Geometriedaten befasst hat, merkt, dass der Reach von 485mm in XL bei anderen Herstellern auch schon in der Rahmengröße L auftaucht. Das Deft ist trotzdem um einiges länger als das kurzhubige Radon Render. Für sehr große Fahrer könnte das Deft eventuell etwas zu klein ausfallen, Einsteiger und Freunde kürzerer Mountainbikes sollten jedoch auf ihre Kosten kommen.

Wendig dürfte das Deft jedoch nicht sein, denn die Kettenstrebe liegt bei fast 460mm in allen Rahmengrößen. Wir konnten das neue E-Mtb jedoch noch nicht auf Trails entführen. Der Lenkwinkel fällt recht sportlich aus und liegt bei flachen 64,6°.

 MLXL
Reach455 mm470 mm485 mm
Lenkwinkel64,6°64,6°64,6°
Sitzwinkel76°76°76°
Steuerrohr105 mm115 mm135 mm
Sattelrohr425 mm455 mm490 mm
Radstand1243 mm1262 mm1286 mm
Stack622 mm631 mm649 mm
Kettenstrebe459 mm459 mm459 mm

Radon Deft

Komponenten und Austtatung

Wir haben uns während des Bike Festivals in Riva das Top Modell von Radon für ein paar Fotos geschnappt. Beim Deft 10.0 setzt der deutsche Hersteller auf ein komplettes Factory Fahrwerk mit der Fox 38 an der Front und dem Float X2 am Heck – Beide mit 170mm Federweg.

Radon Deft

Gebremst wird mit der kraftvollen Magura MT7. Kombiniert wird diese mit 220mm Bremsscheiben, die das E-Mtb auch bei höheren Geschwindigkeiten gut unter Kontrolle halten sollte. Wir haben bisher nur gute Erfahrungen mit der Bremse aus Baden-Württemberg gemacht.

Das SRAM X01 Eagle Schaltwerk wird mit einer SRAM GX Eagle Kassette kombiniert. Natürlich 12-Fach und 10-52 Zähne. Die Kurbel stammt von e*thirteen und ist die e*spec Plus mit 165mm.

Zwar befand sich auf dem uns zur Verfügung gestellten Modell ein DT Swiss Laufradsatz, jedoch wird das Deft mit Newmen Felgen und Naben ausgeliefert. Der Newmen Evolution SL E.G.30 Laufradsatz wird mit Reifen von Maxxis kombiniert. An der Front rollt das Deft auf dem 2,5″ breiten Assegai, 3C, MaxxTerra, EXO+ und am Heck auf dem 2,4″ Minion DHR II, 3C, MaxxTerra, EXO+, TR. Eine tolle Kombination, die uns bisher nie im Stich gelassen hat.

Bei Griffen und Sattel setzt Radon auf den SDG Thrice und den SDG Bel Air V3. Der Lenker ist ein Race Face Turbine R mit einer Breite von 780mm und einem Rise von 35mm. Dieser wird mit einem Turbine Vorbau mit einer Länge von 40mm in der Rahmengröße M – L und einer Länge von 60mm beim XL Rahmen kombiniert.

Der Motor – Bosch Performance Line CX

Kommen wir zum Herzstück des Deft – dem neuen Bosch Smart System mit CX Motor der vierten Generation. Dieser verfügt über 85Nm welche euch mit bis zu 340% unterstützen und wird mit einem 750Wh Akku kombiniert.

Bosch

Über das Display könnt ihr von der Geschwindigkeit, Akkustand bis hin zur Unterstützungsstufe alle wichtigen Angaben zeigen lassen. Ihr könnt euch eure Modi übrigens selbst konfigurieren und mit der eBike Flow App anpassen.

Bosch

Der Controller verfügt ebenfalls über eine LED Anzeige, die euch den Akkustand und den Modus anzeigt. Geladen wird das Deft im Bereich des Tretlagers. Der Anschluss befindet sich unter einer leicht zu öffnenden Kappe die dicht abschließt.

Preise und Modelle

Das Radon Deft ist in drei Varianten erhältlich. Der Einstieg macht das 8.0 mit Fox Performance Fahrwerk und Shimano XT Komponenten für 5.199 Euro. Das 9.0 verfügt über ein Fox Performance Elite Fahrwerk, das den Factory Komponenten im Top-Modell nicht spürbar nachsteht. Obendrauf gibt’s ein SRAM GX Eagle Schaltwerk, einen SUNringlé Düroc Laufradsatz und ist erhältlich für 5.999 Euro.

Die Spitze macht das oben vorgestellte 10.0 mit Factory Fahrwerk, Magura MT7 und Newmen Evolution Laufradsatz für 6.799 Euro. Alle Modelle kommen mit Carbon Hauptrahmen und Alu-Hinterbau.

Unsere Gedanken zum Radon Deft

Auf dem Papier macht das Deft einen soliden Eindruck. Das Top Modell verfügt über eine tolle und potente Ausstattung zum fairen Preis. Die Geometrie ist weniger progressiv als wir es von einem Bike mit so viel Federweg erwartet hätten. Nicht falsch verstehen: Wer Ballern will, findet mit dem Deft sicherlich einen passenden Untersatz, aktive Fahrer hätten sich aber vielleicht einen etwas längeren Hauptrahmen gewünscht.

Ein Test zu dem brandneue Freeride-Monster wird in den nächsten Wochen folgen. Wir freuen uns auf ein paar Runden auf dem E-Freeride Bike.

Radon Deft

Mehr Infos findet ihr unter: www.radon-bikes.de

Die neue Kollektion von Troy Lee Designs

Wir haben euch vor ein paar Wochen im Video von unserem Besuch bei Cosmic Sports die neue Troy Lee Designs Kollektion „angeteasert“. Jetzt gibts das Video mit einigen Neuheiten der 2022 Kollektion. Die Farben werden schlichter, es gibts mehr Auswahl für Frauen und der Stil bleibt sich Troy.

Wie wir auch schon bei anderen Herstellern sehen konnten, geht der Trend immer mehr zu gedeckteren Farben. Zwar bietet Troy Lee Designs noch das ein oder andere knallige Stück an, jedoch sind die Farben nicht mehr ansatzweise so bunt und dominant wie wir das von der kalifornischen Marke gewohnt waren.

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Troy Lee Designs

Mehr zu der neuen Kollektion findet ihr bei: www.cosmicsports.de

Eurobike 2022 bietet Action mit FMB Slopestyle Gold Event und Drop and Roll-Show

Wenn die Eurobike vom 13. bis 17. Juli dieses Jahr erstmals auf dem Frankfurter Messegelände ihre Pforten öffnet, ist neben spannenden Neuheiten aus der Bikewelt und Business-Talk auch wieder Action garantiert. Neben Danny MacAskill und der legendären Drop and Roll-Crew ist die Eurobike 2022 zum ersten Mal Gastgeber eines FMB Gold Events und heißt die Slopestyle-Weltelite in Frankfurt willkommen.

„Business in the front, party in the back.” So ähnlich wie die Kultfrisur der 80er handhabt es auch die Eurobike: Im Anschluss an die Business Days (13. bis 15. Juli), an denen nur das Fachpublikum Zutritt hat, läutet die Messe die Festival Days (16. – 17. Juli) ein, an denen sich alle Fahrradfans mit den neuesten Bike-Trends vertraut machen und ein umfangreiches Action-Programm genießen können.

Im Freigelände zwischen den Hallen 9 und 11 geht es im Rahmen der Eurobike Festival Days besonders hoch her. Hier findet am Samstag und Sonntag ein besonderes Highlight statt, wenn sich die besten MTB-Slopestyle-Fahrer der Welt auf dem rund 130 Meter langen Dirt-Kurs, gespickt mit vier Jumps und einem Hip-Feature, austoben. Nach dem Pre-Qualifying am Freitag, ist bereits für den Samstag mit dem Qualifying und besonders dem Best-Trick-Contest am späten Nachmittag Action garantiert. Das Finale folgt am Sonntagnachmittag, wenn die verbliebenen Finalisten um die Superstars Emil Johansson und Erik Fedko gegen 15 Uhr vom zehn Meter hohen Startturm aus auf den Kurs einsteigen. Neben Preisgeld, Ruhm und Ehre hat das Eurobike Gold Event noch einen ganz besonderen Gewinn in petto: eine Wildcard für den Red Bull District Ride im September in Nürnberg geht an den besten, noch nicht bereits qualifizierten, Rider.

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Ein Slopestyler, der sich mit Wildcards für den Red Bull District Ride besonders gut auskennt, ist Erik Fedko, dessen internationale Karriere auf diese Weise 2017 in Nürnberg begann und der sich schon jetzt auf die Eurobike in Frankfurt freut: „Das ist nicht allzu weit entfernt von mir zu Hause und es gibt sehr viele Leute in der Gegend, die biken. Im Jahr 2017 habe ich bei einem Gold-Event in Spanien die Wildcard erhalten und bin so quasi in die Szene ‚gerutscht‘. Das war ein besonderes und tolles Erlebnis für mich. Nun zu hören, dass es auch in Frankfurt eine Wildcard gibt, empfinde ich als schöne Gelegenheit für die ganzen jungen Biker. Es gibt viel Nachwuchs in Deutschland und ich bin schon sehr gespannt zu sehen, wer sich die Wildcard holt.“

Eurobike 2022
Danny MacAskill in Action bei der Drop and Roll-Show (© Dave Mackison)

Das darf bei der Eurobike nicht fehlen: Die Auftritte von Trailbike-Superstar Danny MacAskill und seinem Team mit der Drop and Roll-Show sind fast schon Tradition auf der Fahrradmesse. Auch in Frankfurt begeistern die Biker am Samstag und Sonntag wieder mit spektakulären Balanceakten, Drops und Flips – mit am Start sind natürlich diverse Rampen, ein Lattenzaun und der berühmt-berüchtigte Gymnastikball. Die eingeübte Crew weiß genau, wie man das Publikum mitreißt und die ein oder andere Kinnlade nach unten klappen lässt. Die gute Nachricht für alle Spätaufsteher: Danny und Co. schwingen sich nachmittags nochmal für eine zweite Show aufs Bike. Während den Signing Sessions nach jeder Show nehmen sich die Drop and Roll-Stars außerdem Zeit für ihre Fans und stehen für Autogramme und Fotos bereit.

Die 30. Eurobike ist von Mittwoch, 13. Juli bis Sonntag, 17. Juli 2022 jeweils von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Publikumstage: Samstag und Sonntag. Weitere Informationen unter: www.eurobike.com. Tickets für die Festival Days gibt es hier: Tickets

Instagram: www.instagram.com/eurobike_show

Facebook: www.facebook.com/EUROBIKE.tradeshow

Titelbild: Erik Fedko (© Esben Zellner Olesen / Red Bull Content Pool)

NEWS: Crankworx vierter Stop in Cairns, Australien

Zu den bekannten Crankworx Austragungsorten in Whistler, Innsbruck und Rotorua gesellt sich nun ein vierter Stop – Cairns in Australien. Das ist das erste mal seit fünf Jahren, dass Crankworx eine neue Location hinzufügt. Cairns ist für seine vielfältige Mountainbike Szene bekannt und war einige Jahre UCI DH World Cup Austragungsort.

  • June 15-19: Crankworx Innsbruck
  • August 5-14: Crankworx Whistler
  • October 5-9: Crankworx Cairns
  • November 5-13: Crankworx Rotorua

“We have been working with the team in Cairns since 2018 to make this happen. To see all the pieces of the puzzle come together, and to start working with the team on the ground to plan a new World Tour festival, is such a dream. Cairns is one-of-a-kind, with the Wet Tropics Rainforest and the Great Barrier Reef, and has epic riding throughout. Plus, there is major passion locally for mountain biking, not to mention a history of running major mountain bike events. Crankworx Cairns will give our athletes an additional fourth stop to compete at, give mountain bike fans from around the world a solid taste of this unique destination, and bring the ultimate experience in mountain biking to our fans in Australia. We couldn’t be more excited.” -Crankworx World Tour Managing Director Darren Kinnaird

Crankworx