YT Izzo Core – Young Talent erweitert die Core Flotte

Ein Jahr nach der Premiere des kurzhubigen Trail-Bikes Izzo erweitert Young Talent ihre Core Palette um weitere Modelle. Das Izzo Core kommt in neuen Farbvarianten, Komponenten und weiteren spannenden Details. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

Wer auf den heimischen Trails unterwegs ist, wird wohl kaum um die Bikes des Forchheimer Direktversenders herum kommen. YT hat sich in den letzten Jahren mehr als nur in der Szene etabliert und präsentiert mit dem Capra und Jeffsy zwei der beliebtesten Modelle des Mountainbike Sports.

Passend zum Jahrestag des Izzo kommen nun die neuen Core Varianten des Trail-Bikes auf den Markt. „Live Uncaged“ gilt bei YT natürlich auch für ihre Bikes und da ist das Izzo, das nach der deutschen Redewendung „Is‘ so“ benannt ist, keine Ausnahme. Inspiriert vom japanischen Katana-Schwert soll sich das Izzo als das schärfste YT herausstellen, das sich durch seine Klettereffizienz und ein niedriges Gewicht auszeichnet, während es auch bei jeder Abfahrt immer Vollgas gibt. Jetzt frischt der Direktversender das Line-up auf und stellt die neuen Core-Modelle vor. Das Izzo ist ein dynamisches Alltags-Mountainbike mit 130 mm Federweg vorne und hinten, das Mountainbikern ein fettes Grinsen ins Gesicht zaubern soll.

YT IZZO

Neue Farben und Komponenten

Werbung

Werbung

Das IZZO ist vorerst in drei verschiedenen Modellkategorien und Farbvarianten wie ‚Machine Grey‘, ‚Assault Green‘ und ‚Ice Grey‘ erhältlich.

Der Ultra Modulus Carbon Rahmen des Izzo Core 4 soll die Performance steigern und an Gewicht sparen. YT verbaut hier die neue Fox 34 Float Factory mit Grip2 Dämpfer, die sich präzise einstellen lässt und die gewohnt Fox Leistung auf dem Trail verspricht. In Kombination mit dem Fox Float DPS Factory Dämpfer wirkt das Fahrwerk stimmig und dürfte für ein Grinsen bei der Abfahrt sorgen.

Bergauf hilf beim High-End Core Modell die Sram X01-Gruppe mit einer weiten Range von 520%. Kombiniert wird das Ganze mit der Sram G2 RSC-Scheibenbremse die bei dem leichten Trail-Bike mit ihren 4-Kolben Satteln für ordentlich Bremsleistung sorgen dürfte. Dazu gibt es noch leichte DT Swiss XMC 1501 Spline-Laufräder aus Carbon und Maxxis Forecaster-Reifen.

Neben dem Core 4 Modell gibt es noch zwei weitere Varianten, die ebenfalls auf einen Carbon Hauptrahmen setzen. Hier darf man zwischen einem Fox Performance Elite und Performance Fahrwerk und den günstigeren Varianten der oben genannten Sram Komponenten wählen.

YT Izzo Core 4YT Izzo Core 3Yt Izzo Core 2
  • Rahmen: Ultra Modulus Carbon Frame
  • Gabel: Fox 34 Float Performance Elite, 29″, Grip2
  • Dämpfer: Fox Float DPS Performance Elite, 3 Pos. Adjust
  • Schaltung: Sram GX Eagle, 12-Fach
  • Bremsen: Sram G2 R
  • Laufradsatz: DT Swiss M1900 Spline
  • Reifen: Maxxis Forecaster, 29″ x 2.35
  • Preis: 5.599 Euro

  • Rahmen: Ultra Modulus Carbon Frame
  • Gabel: Fox 34 Float Performance Elite, 29″, Grip2
  • Dämpfer: Fox Float DPS Performance Elite, 3 Pos. Adjust
  • Schaltung: Sram GX Eagle, 12-Fach
  • Bremsen: Sram G2 R
  • Laufradsatz: DT Swiss M1900 Spline
  • Reifen: Maxxis Forecaster, 29″ x 2.35
  • Preis: 4.299 Euro

  • Rahmen: Carbon Hybrid Frame
  • Gabel: Fox 34 Float Performance, 29″, Grip
  • Dämpfer: Fox Float DPS Performance, 3 Pos. Adjust
  • Schaltung: Sram NX Eagle, 12-Fach
  • Bremsen: Sram G2 R
  • Laufradsatz: DT Swiss M1900 Spline
  • Reifen: Maxxis Forecaster, 29″ x 2.35
  • Preis: 3.399 Euro

YT Izzo

Wir sind sehr zufrieden damit, wie das IZZO von der Mountainbike-Community aufgenommen wurde. Es sieht scharf aus und fühlt sich auch so an. Wenn du zu den Fahrern gehörst, die gerne lange Tage auf dem Sattel verbringen und auf großen Abenteuern Wert auf geringes Gewicht und Kletterfähigkeit legen, dann ist das IZZO das richtige Bike für dich. Und das Beste: Mit seiner YT DNA wird es dich auch bergab begeistern. – Markus Flossman, Founder & CVO

Mehr Informationen findet ihr unter www.yt-industries.com

Previous ArticleNext Article

TEST: Liv Intrigue Advanced Pro 1 – Die Alleskönnerin im Langzeittest

Liv – die Tochterfirma des Konzerns Giant – baut seit nun mehr als einer Dekade Bikes für Frauen. ‚Im Test hatten wir das Liv Intrigue Advanced Pro 1, welches für 4.999 Euro auf dem Markt erhältlich ist. Ob das Fahrrad trotz des geringen Federwegs von 140/125 mm dazu einlädt, es ordentlich auf dem Trail stehen zu lassen, oder doch ein braver Tourer ist, das haben wir ausprobiert.. 

Es gibt nicht viele Marken die ihren Fokus rein auf Frauen legen. Die Tochter Firma des Industrie Riesen Giant konzentriert sich zu 100% auf die Entwicklung von Bikes für die weibliche Anatomie. Dabei fließen Daten und Körpermaße in das Design der Rahmen ein um das perfekte Fahrgefühl bieten zu können.

Die Rahmen sind nicht einfach nur kleiner, sondern die Geometrie ist von Grund auf anders gestaltet, denn der weibliche Körper unterscheidet sich in Sachen Schwerpunkt und Proportionen vom männlichen.

Werbung

Werbung

Mit dem Intrigue bietet Liv ein spannendes Allmountain-Fully für 4.999 Euro das nicht nur gut aussieht, sondern auch viel Spaß auf den Trails macht. Als Herzstück bringt das Bike einen Vollcarbon Rahmen mit sich und – wie für Liv typisch – ist auch im Intrigue ein Maestro-Hinterbau verbaut, welcher sowohl Feinfühligkeit als auch Effizienz verspricht. Nach einer umfassenden Überarbeitung besitzt das Fahrrad nun 140 mm Federweg in der Front und 125 am Heck. Der Rahmen bietet außerdem Platz für 29“ Laufräder. Diese sollen dem Fahrrad Stabilität und Laufruhe verleihen, wobei durch das Zusammenspiel mit der speziell angepassten Geometrie des Rahmens dennoch auch bei längeren Touren nicht auf Bequemlichkeit in der Sitzposition verzichtet werden muss.

Liv Intrigue

Optik und Features

Auch der Platz für eine Trinkflasche im Hauptrahmen macht längere Touren mit dem Intrigue möglich. Die Lackierung des Rahmens – welche sich „chameleon mars“ nennt – wirkt edel und macht das Rad zu einem optischen Hingucker. Ein Highlight sind die glitzernden Flakes in der Lackierung.

Angebrachte Rahmenprotektoren sollen dafür sorgen, dass dies so bleibt und darüber hinaus die Fahrgeräusche vermindern. Die Optik des Fahrrads wir durch intern verlegte Züge abgerundet.

Liv Intrigue

Geometrie

Das Intrigue ist in den Größen S, M und L erhältlich, laut Hersteller spricht es Frauen mit einer Körpergröße von 1,58m bis 1,81m an. Der integrierte Flip-Chip bietet der Fahrerin eine Auswahl-Möglichkeit in der Geometrie zwischen „high“ und „low“.  

Wenn wir uns Die Daten der Rahmengröße M anschauen wird schnell klar, dass das Intrigue gut in die Allmountain Kategorie passt ohne dabei an Komfort zu verzichten. Der Sitzwinkel von 77° ist steil genug um im Uphill gut in die Pedale treten zu können und wird mit einem Reach von 430mm und einem Stack von 625mm kombiniert. Dadurch sitzt die Fahrerin nicht zu gebeugt auf dem Rad und bekommt auf langen Tour ordentlich Komfort geboten.

Kombiniert man das ganze mit einem Lenkwinkel von 65,8° und einer kurzen Kettenstrebe von 438mm bekommt man ein wendiges Mountainbike, dass sich vor allem auf flowigen Strecken und technischen Uphills beweisen kann. Wird es jedoch mal schnell und ruppig bietet diese Geometrie nicht sonderlich viel Stabilität und Laufruhe. Es ist halt ein Allmountain und kein Enduro.

Liv Intrigue

Komponenten und Ausstattung 

Das Liv Intrigue gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, welche entweder aus Aluminium oder aus Vollcarbon bestehen. Unser Testbike hat die Ausstattungsvariante Advanced Pro 1. Für die 4999€ erhält man hier ein hochwertig ausgestattetes Fahrrad, wodurch das geringe Gewicht von 12,9 kg ermöglicht wird.

Die in der Front verbaute Fox 36 Performance Elite Gabel mit der FIT4 Dämpfung schafft mit ihren 140 mm Federweg ein breites Anwendungsgebiet. Im Cockpit wurden überwiegend Komponenten der Mutterfirma Giant verbaut, die uns bereits auf anderen Bikes überzeugen konnten.

Auch die Laufräder stammen aus den Hallen des Fahrradriesen Giants, durch deren Carbon-Bauweise bieten diese hohe Stabilität bei geringer rotierender Masse. Auf diesen wurden Reifen der Firma Maxxis montiert. Die Kombination aus Minion DHF 29×2,5WT vorne und Dissector 29×2,4WT hinten sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Grip und Rollwiderstand.

Beim Antrieb setzt die Firma Liv hier auf den Hersteller SRAM mit seiner GX Eagle, diese weist Bandbreite von 520 % auf. Auch die Bremsen stammen aus dem Hause SRAM, hier wurde die G2 R (4-Kolben) verbaut. Je nach Rahmengröße kann der Sattelhub durch die Contact Switch Vario Stütze unterschiedlich stark angepasst werden. 

Bayrischer Wald

TEST: Liv Intrigue Advanced Pro 1 auf den Trails

Bevor das Bike bei der Abfahrt überzeugen kann muss es erstmal auf den Berg. Beim Uphill überrascht und erfreut das Intrigue durch seine Leichtfüßigkeit und den hohen Komfort. Durch das geringe Gewicht und die stimmige Ausstattung stellen selbst lange und steile Anstiege kein Problem dar. Die Sperr-Fuktion der Feder-Elemente wurde ausschließlich bei langen Tretpassagen genutzt, da auch im offenen Zustand wenig Energie verschwendet wird. Auch wenn der Uphill mal etwas steiniger und technischer wurde, klettert das Allmountain wie eine Ziege den Berg hinauf. Beim hoch strampeln konnte das Intrigue somit vollends überzeugen. 

Geisskopf

Oben angekommen, darf sich das Bike dann bei der Abfahrt beweisen. Hierfür waren wir im Rahmen unseres Langzeittests auf zahlreichen Trails unterwegs, welche sehr unterschiedliche Bedingungen geboten haben um eine Einschätzung zu gewinnen. 

Geisskopf

Auf flowigen und weniger steilen Strecken erweist sich das Intrigue als eine hervorragende Begleiterin, vor allem auch für weniger erfahrene Fahrerinnen. Hier vermittelt das Rad Stabilität und Selbstvertrauen aber auch Leichtigkeit und Agilität sorgt somit für ausgelassenen Fahrspaß. Auf schnelleren, verblockten Trails hingegen fordert das Fahrrad einen recht aktiven Fahrstil und schafft es nicht mehr ohne Weiteres die eben beschriebene Sicherheit zu vermitteln, auch durch die fehlende Laufruhe. Zudem fällt im Test auf, dass sich die doch sehr kurz bemessene Sattelstütze (bei Rahmengröße S) in solchen Passagen negativ auf die Bewegungsfreiheit auswirken kann.

Liv Intrigue

Im Rahmen des Tests wurde das Rad überwiegend im „low“-Setting gefahren und erwies sich durchwegs als ein agiles und gut manövrierfähiges Fahrrad. Vor allem auf längeren Touren, bei denen immer wieder getreten werden muss und die Abfahrten weniger technisch anspruchsvoll sind, kommt man mit dem Fahrrad vollkommen auf seine Kosten. Für solche Vorhaben besteht bei dem Liv Intrigue Advanced Pro 1 absolutes Potential zum Lieblingsfahrrad.  

Liv Intrigue

Das Fazit: Die Alleskönnerin? 

Das Liv Intrigue Advanced Pro 1 erweist sich als ein effizientes Leichtgewicht, welches vor allem im Uphill und auf flowigen Trails eine Topfigur macht. Das ideale Zusammenspiel aus den verbauten Komponenten und der Geometrie des Bikes sorgt dafür, dass dieses in vielen Einsatzbereichen glänzt und Spaß macht. Wenn Fahrsicherheit und Laufruhe nicht leiden sollen, bewegt man sich mit dem Intrigue dennoch besser abseits sehr anspruchsvoller Trails. Zusammengefasst kann das Bike damit also als die Fast-Alleskönnerin bezeichnet werden. 

Weitere Informationen findet ihr unter: www.liv-cycling.com

 

TEST: Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70 – kanadisches E-Enduro zum Ballern

Das kanadische Kult-Brand Rocky Mountain produziert schon seit Jahren potente Mountainbikes die im World Cup, auf Freeride Events und in der Enduro World Series erfolgreich sind. Mit dem Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70 gibt es nun die motorisierte Alternative zum schnellen Enduro Bike. Mit 170mm Federweg an der Front, Shimano Bremsen und dem hauseigenen Dyname 4.0 Mountain Bike Drive Motor mit 250W und 108Nm klingt das Altitude extrem spannend. Wie gut das kanadische E-Enduro auf den Trails unterwegs ist, erfahrt ihr hier.

Wer sich an die ersten Freeride Clips vom North Shore erinnert, wird sich auch an die ersten fetten Boliden der kanadischen Marke Rocky Mountain erinnern. Athleten wie Wade Simmons und Thomas Vanderham lassen den Vibe des Sports immer noch hochleben. Vaea Verbeeck geht mit dem Maiden beim Crankworx an den Start und Jesse Melamed gewinnt eine Stage der Enduro World Series nach der anderen.

Die Jungs und Mädels von Bike Action waren so freundlich und haben uns das Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70 zur Verfügung gestellt und wir konnten das E-Enduro Anfang des Jahres mit auf die Trails im Vinschgau nehmen.

Rocky Mountain Altitude Powerplay

Optik und Features

Werbung

Werbung

Was direkt auffällt ist das verhältnismäßig dünne Unterrohr. Das Altitude verfügt über einen 720Wh Akku und deshalb könnte man erwarten, dass dieser den Rahmen etwas bulliger macht. Im Bereich des Motors ist das auch weiterhin der Fall.

Die Lackierung ist Orange/Black, ist aber auch in Green/Carbon erhältlich. Abhängig von der Ausstattungsvariante ist das Rocky Mountain Altitude Powerplay in unterschiedlichen Farben gestaltet.

Viele E-Mtbs haben unordentliche Cockpits, da dort Display und Controller sitzen und somit mehr Leitungen untergebracht werden. Bei den neuen Powerplay Modellen haben wir am Lenker jedoch nur noch einen kleinen Controller mit zwei Buttons. Der Display wurde formschön in das Oberrohr eingelassen was ein sauberes Gesamtbild bietet. Zur der cleanen Optik tragen auch die innenverlegten Züge und Leitungen bei.

Natürlich dürfen Frame-Protection, Chain-Protection und ein Flaschenhalter nicht fehlen. Das Altitude besitzt alles was wir für den gepflegten Einsatz im Gelände benötigen.

Geometrie – Große Sprünge im Reach 

Das Altitude Powerplay wurde uns in der Rahmengröße LG zur Verfügung gestellt. Diese verfügt in der flachen Flip Chip Position über einen Reach von 475mm, einen Lenkwinkel von 63,5°, eine Kettenstrebenlänge von 439 und eine Sitzwinkel von 75,5°.

Rocky Mountain Altitude PowerplayRocky Mountain ist vom Ride 9 zum Ride 4 System gewechselt – Das heißt: Mit Hilfe des Flip Chips könnt ihr die Geometrie des Alitudes in 4 Stufen verstellen. Wenn ihr also in der flachsten Position einen Reach von 475mm habt, könnt ihr den in drei weiteren Schritten anpassen. In der steilsten Position kommt ihr dann auf einen Reach von 483mm und einen Lenkwinkel von 64,3°. Genaueres findet ihr in den folgenden Tabellen.

Flache Geometrie EinstellungSteile Geometrie Einstellung
Flache Position:SMMDLGXL
Oberrohrlänge (mm)587612639673
Lenkwinkel63.563.563.563.5
Steuerrohr (mm)100100110125
Sitzrohrwinkel75.575.575.575.5
Sitzrohrlänge (mm)380420445480
Kettenstreben (mm)439439439439
BB Drop / Tretlager-Offset (mm)34343434
Reach (mm)425450475508
Stack (mm)629628638652
Überstandshöhe (mm)834832831831
Radstand (mm)1210123712641301
Steile PositionSMMDLGXL
Oberrohrlänge (mm)585610637671
Lenkwinkel64.364.364.364.3
Steuerrohr (mm)100100110125
Sitzrohrwinkel76.376.376.376.3
Sitzrohrlänge (mm)380420445480
Kettenstreben (mm)436436436436
BB Drop / Tretlager-Offset (mm)24242424
Reach (mm)433458483513
Stack (mm)623623632645
Überstandshöhe (mm)838836836836
Radstand (mm)1207123212611298

Beim anschauen der Geometrie Daten ist uns aufgefallen, dass der Sprung zwischen den Größen erstaunlich groß ist. In LG haben wir einen Reach von 475mm und beim größeren Rahmenmodell liegt dieser schon bei 508mm. Zwar kann man den Reach mit Hilfe des Ride 4 Systems anpassen, jedoch verändert sich damit auch der Lenkwinkel.

Alles in allem verfügt das Rocky Mountain Altitude Powerplay über eine moderne Geometrie die auf schnellen und ruppigen Passagen mit Hilfe der 170mm Federweg an der Front und den großen 29″ Laufrädern einiges wegschluckt. Aber auch auf flowigen Strecken lässt sich das Altitude angenehm bewegen – das könnte an der der verhältnismäßig kurzen Kettenstrebe liegen.

Vinschgau

Komponenten und Ausstattung – Ein toller Antrieb

Da es sich bei Rocky Mountain nicht um einen Direktversender handelt, ist zu erwarten, dass der Preis etwas höher ist. Das Bike mit Carbon Rahmen und Alu Hinterbau bekommt ihr für ca. 8.800 Euro. Aber passen die Specs zum Preis?

Rocky Mountain Altitude Powerplay

Das kanadische Brand setzt beim Carbon 70 Modell auf ein Performance Fahrwerk von Fox. An der Front arbeitet die Fox 38 Float EVOL GRIP mit 170mm Federweg. Am Heck sitzt der Fox Float X2 mit 160mm. Prinzipiell ist das ein tolles Fahrwerk, was jedoch in dieser Preisklasse nicht unbedingt gut platziert ist. Für 8.800 Euro bekommt man bei anderen Herstellern mindestens ein Performance Elite wenn nicht sogar schon das Factory Fahrwerk.

Gebremst wird mit Shimano XT Trail 4 Kolben Bremsen die über 203mm Scheiben an der Front und am Heck verfügen. Die Schaltung stammt ebenfalls aus dem Haus des japanischen Komponenten Giganten. Hier wird auf eine Shimano XT Gruppe mit einer 10-51 Zähne Kassette gesetzt.

Ein Highlight ist ganz klar die Bereifung! Die Felgen und Naben sind eine Kombination aus DT Swiss und WTB Produkten und werden mit Maxxis Reifen bestückt. An der Front arbeitet der Maxxis Assegai 2.5 WT 3C MaxxGrip und am Heck der Maxxis Minion DHR II 2.4 WT 3C MaxxTerra – Beide mit Double Down Karkasse und natürlich Tubeless Ready. Diese Reifen Kombination sollte jedem Fahrer ordentlichen Grip im Gelände und dank der Karkasse eine hohe Pannensicherheit bieten.

Bei letzterem hilft aber nicht nur die DD Karkasse sondern auch die von Werk aus installierten Cushcore. Diese Reifen Inserts erlauben, dass die Seitenwände der Reifen bei niedrigerem Luftdruck stabiler dastehen und soll Pannen wie Snakebites und beschädigte Felgen verhindern. Ein weiterer Vorteil ist, dass ihr bei einem Platten immer noch den Trail runterfahren könnt, ohne den Reifen oder die Felge zu beschädigen.

Für uns ist dieses Upgrade ein durchdachtes und tolles Feature.

Rocky Mountain Altitude Powerplay

Das Herzstück – Dyname 4.0

Der Dyname Antrieb geht nun schon in die vierte Generation und hat einige Upgrades bekommen. Zum einen ist der gesamte Motor nun kleiner und leiser. Letzteres ist vor allem dank der neuen Umlenkung möglich. Im Gegensatz zu anderen Motoren wird die Energie nicht direkt über das Kettenblatt übertragen, sondern wird über eine etwas höher liegendes Ritzel eingebracht. Der Motor mit 108Nm Leistung verfügt über eine sehr natürliche Trittperformance die schon eher an unmotorisierte Mtb erinnert, als an das typische E-Mtb Gefühl. Wenn der Fahrer viel leistet, dann kommt auch viel vom Motor, wenn der Fahrer sich zurücknimmt, dann tut es der Antrieb auch. Dabei ist das System wirklich sensibel.

Dieses Ansprechverhalten ist Geschmacksache, hat aber bei uns genau ins Schwarze getroffen. So wollen wir das für eine echtes Mountainbike! Der Motor wird übrigens mit einem 720Wh Akku kombiniert und sorgt somit für eine exzellente Reichweite. Eurer nächsten Enduro Tour steht somit definitiv nichts mehr im weg.

Unsere Kollegen von Velomotion hatten den Dyname 4.0 auf dem Prüfstand und konnten sich einen noch ausführlicheren Eindruck von dem System machen. Den Test findet ihr unter folgendem Link: www.velomotion.de

Wie schon erwähnt ist der Display nun im Oberrohr integriert. Am Lenker befindet sich somit nur noch die Rocky Mountain Micro Remote. Über das Jumbotron Display lassen sich alle Infos ablesen – Von der Geschwindigkeit, über die Unterstützungsstufe bis hin zum Kilometerstand gibts alle wichtige Daten auf einem Display. Aber das ist nicht alles. Rocky Mountain verzichtet bei der neusten Generation komplett auf die Kopplung mit der hauseigenen App. Ihr könnt nun individuelle Konfigurationen eurer Unterstützungsstufen direkt über das Display machen. Selbst Fehlerauslesungen sind nun per Jumbotron möglich.

Rocky Mountain Altitude Powerplay

TEST: Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70 

Beim Uphill fällt sofort die besondere Performance des Dyname Motors auf. Das System verlangt zwar einen runden Tritt, sorgt dann aber durch seinen sehr sparsamen Energieeinsatz lange für Performance. Auch die Geometrie des Altitude trägt zum Uphill Spaß bei. Zwar ist das E-Enduro nicht unbedingt das komfortabelste Rad bei lange Strecken, macht aber in steilen und technischen Kletterpassagen eine tolle Figur.

Bergab lässt das Altitude Powerplay Carbon 70 fast keine Wünsche offen. Die tolle Geometrie bietet im rauen Gelände viel Sicherheit und lässt dank des kurzen Hinterbaus verspielte Manöver und schnelle Richtungswechsel zu. Die 170mm bieten ordentlich Reserven und werden mit allen Hindernissen fertig die sich in den Weg stellen.

Was uns jedoch nicht so gut gefallen hat, ist das Fahrwerk. Zwar macht man mit der Performance Serie keinen Fehler, jedoch hätten wir uns für den aufgerufenen Preis schon mindestens ein Performance Elite Fahrwerk gewünscht. Dieses würde noch etwas mehr Leistung aus dem eh schon so gut funktionierenden Fahrwerksdesign kitzeln.

Weitere Informationen und bewegte Bilder findet ihr übrigens in unserem folgenden Testvideo:

Fazit: Kanadisches E-Enduro zum Ballern und Spaßhaben 

Ein Highlight des Rocky Mountain Altitude Powerplay ist ganz klar der tolle Dyname 4.0 Motor der dank seiner natürlichen Performance und dem großen Akku für einen tollen Uphill sorgt. Sobald es bergab geht, lädt das Altitude zum schnell fahren ein. Der tolle Hinterbau und die gelungene Geometrie bieten dabei Sicherheit und und einiges an Potential auf den verschiedensten Strecken. Kleine Abzüge muss man jedoch beim Verhältnis von Preis und Ausstattung machen – Ein noch potenteres Fahrwerk wäre schon wünschenswert gewesen. Tolles Bike für eine gute Zeit auf den Trails.

Rocky Mountain Altitude Powerplay

Weiter Informationen findet ihr unter: www.bikes.com

 

 

 

 

 

Whistler-Feeling in Deutschland – Das ist der Green Hill Bike Park

Mit etwas Glück, einem Traum und toller Unterstützung ist im Sauerland ein neuer Bike Park mit 11 neuen Strecken entstanden. Doch für den Bau wurde nicht irgendwer beauftragt – Der Green Hill wurde von kanadischen Profis gebaut, die unteranderem in Whistler Trails shapen. Wir waren vor Ort und konnten einen ersten Eindruck gewinnen.

Das Sauerland ist die Heimat eines der größten Parks Deutschlands. Neben Winterberg  bedient die Region mit Willingen ein großes Feld. Spaß für Shredder, Einsteigern und Freunde des Sports. Nun gesellt sich ein dritter Park dazu – Green Hill Bike Park. Mit 11 Strecken und knapp 14 Trail-Kilometern öffnet das neue Spaß-Mekka am 01.07. seine Pforten.

Zusammen mit Rocky Mountain und Poc wurde das Projekt innerhalb von wenigen Monaten verwirklicht. Im März 2022 begannen dann die Bauarbeiten und führten dazu, dass sich auf dem Hang im Kreis Schmallenberg ein großes Netz aus Grünen, Blauen, Roten und Schwarzen Strecken erstreckt die eine große Bandbreite an Leuten bedienen dürfte.

Werbung

Werbung

Green Hill Bike Park

Der Park ist in zwei Zonen eingeteilt – Auf der linken Seite befindet sich die Rocky Mountain Area die von einsteigerfreundlichen Grünen und Blauen Strecken mit planiertem Boden und gebauten Kurven bis hin zur schwarzen Downhill-Strecke mit großen Sprüngen und massiven Drops für Spaß sorgt.

Auf der rechten Seite des Hangs befindet sich die POC Area mit flowigen Strecken, spaßigen Flow-Trails, Sprüngen in allen Größen und sehr fotogenen Features glänzt.

Green Hill Bike Park

Natürlich darf hier kein Lift fehlen. Im Gegensatz zu den zwei bekanntesten Parks der Region wird hier noch auf einen Schlepplift mit besonderer Einhängetechnik gesetzt, die den Uphill zwar leicht gestaltet, aber nicht ganz so gemütlich ist wie ein Sessellift.

Die zwei Schlepplifte führen direkt zum Einstieg am höchsten Punkt des Hangs von wo aus man einen tollen Blick über die Region hat, Snacks und Drinks bekommen wird und in die abwechslungsreichen Trails starten kann.

Tickets und Angebot

Damit der Park nicht zu Überlaufen ist, sind die Tickets pro Tag auf eine gewisse Anzahl limitiert. Wer hat auch schon Lust auf überfüllte Trails und lange Liftschlangen?!

Leider ist der Green Hill noch nicht in der Gravity Card beinhaltet. Ein Tagesticket ist jedoch verhältnismäßig günstig erhältlich – 30,00 Euro für 11 extrem spaßige und abwechslungsreiche Strecken erscheinen uns sehr fair.

Laps, Good Times und gutes Essen – unser ersten Eindruck

Wir durften ein paar Tage vor dem offiziellen Opening ein paar Runden auf den Trails am Green Hill drehen. Angefangen haben wir auf der extrem einsteigerfreundlichen grünen Strecke Moose Cruise die mit einer glatten Oberfläche und gebauten Kurven Neulingen und der ganzen Familie Spaß machen sollte. Danach ging es auf die sehr spaßige blaue Save Wimmons Strecke auf der man kleinere Tables, viel Flow und engere Kurven findet.

Wer es etwas ruppiger mag, wird auf den roten Strecken seinen Spaß haben. Hier ist der Untergrund etwas natürlicher, hier und da versteckt sich eine Wurzel und der Verlauf lädt zum spielen mit dem Rad ein.

Neben der blauen, grünen und roten Strecke befinden sich die schwarzen Downhill Strecken. Hier ist Kurventechnik gefragt. Die Steilen und natürlichen Turns führen auf teilweise sehr hohe Drops und gehen dann über die Table-Line zurück zum Lift – Hier werden Air-Time-Junkies auf ihre Kosten kommen.

Green Hill Bike Park

Auf der Poc Seite wird es sehr kanadisch – Flow, Air-Time und wunderschön gebaute Features laden zum Ballern und Spaßhaben ein. Angefangen mit dem unglaublich verspielten und flowigen Trail Pablo bis hin zur massiven Jump-Line Mile High Club. Hier kommt definitiv das Whistler-Feeling auf.

Wer sich jetzt fragt wo die Enduro Trails sind – die werden sehr wahrscheinlich in der kommenden Saison folgen – Denn gegenüber des Green Hill befindet sich ein weiterer Hang für den schon der ein oder andere Plan besteht. Auch der Lift könnte zukünftig ein Upgrade bekommen. Wir sind gespannt.

Aber nicht nur die Trails überzeugen auch der Gasthof im Tal überzeugt. Neben den Klassikern wie Schnitzel, Burger und Pommes gibt es hier auch schmackhafte alternativen wie Bowls und vegane und vegetarische Gerichte sowie ein Angebot à la carte. Uns hat es sehr gut geschmeckt.

Das Fazit zu unserem ersten Besuch

Es ist unmöglich ein zweites Whistler zu schaffen. Aber die extrem verspielten Trails und das große und abwechslungsreiche Angebot am Green Hill versprechen ein tolle Alternative für Anfänger, Shredder und Air-Time-Junkies. Wir werden definitiv nochmal vorbeischauen und sind gespannt was es in Zukunft noch neues auf dem grünen Hügel geben wird.

Green Hill Bike Park

Tickets findet ihr hier: www.greenhill-bikepark.de

Riding Culture verstärkt sich im Ausland – von der Schweiz nach Europa

Riding Culture aims to grow internationally and expand its product range with the support of its star-studded athletes roster including Lucas Huppert, Gabriel Wibmer and Nikita Ducarroz. The young brand is a subsidiary of “THE ROKKER COMPANY” and specializes in abrasion-resistant trousers for cycling, covering disciplines from BMX to mountain biking, as well as skating.  The e-commerce website is now also available in French and Italian, in addition to the English and German versions.

Riding Culture shows its international ambitions: The young brand, a subsidiary of THE ROKKER COMPANY, known among motorcyclists and Route 66 lovers for over 15 years, offers extremely durable pants for two-wheelers, as well as for skateboarders. Riding Culture targets a younger clientele between 16 and 30 years old. „We focused on the word ride because in English it refers to movement and action. It’s the same word for surfing as it is for riding a bike. There is no real equivalent in German,“ comments co-founder Kai Glatt, himself a passionate snowboarder and downhill mountain biker. The brand quickly found its raison d’être: Think less, ride more.

The focus of Riding Culture are riding pants featuring an unparalleled robustness. The Riding Pants are made of a special fabric (denim combined with high-strength polyiamide fibers) and produced sustainably. This makes them almost indestructible and uncompromising in terms of comfort, breathability and weight.  The collection, which also includes hoodies, T-Shirts, and accessories, consists of three main product lines (skateboard, bike and motorcycle).  From this summer, the range is complemented by the Sender collection which features functional pants and jerseys for downhill mountain bikers.

Werbung

Werbung

The next step is to expand the offer for women, especially around tops. Riding Culture is able to utilize the recent reinforcement of the ambassador team, Olympic Bronze medalist Nikita Ducarroz. The BMX Olympian is the first female athlete to join the team. „Like any of our athletes, she will help us with product development and real-world testing. As a BMX specialist, she will give us many tips for the development of our pants, which are often unisex and will remain so. For the young generation, unisex is a real trend,“ says Kai Glatt.  The Swiss brand will soon offer more signature models. The Huppi Pro, a jean with urban flair and extreme durability, developed with the help of mountain bike slopetsyle rider Lucas Huppert, is already a real hit.

Currently, Riding Culture is working on growing the brand awareness on an international level. The website, which was previously only available in English and German, has just been expanded to include French and Italian. Other languages will follow including Spanish. The focus is currently on the German, Austrian, Swiss, French, Italian and Benelux markets. In total, Riding Culture is currently distributed through a network of 250 dealers.

For more information on Riding Culture, visit www.ridingculture.com or on social media at

facebook.com/RidingCulture

instagram.com/ridingculture

instagram.com/ridingculturebicycle

TEST: YT Decoy 29 Core 4 – viel weniger E-Bike = viel mehr Mountainbike

Das beliebte E-Mtb der Forchheimer im Test. Wir waren mit dem Decoy auf den Trails im Vinschgau unterwegs und hatten eine Menge Spaß auf dem 150mm Fully mit Fox Factory Fahrwerk, XT Komponenten und Shimano EP8 Motor. Die Kombination aus einem tollen Fahrwerksdesign und einer passenden Geometrie haben das Decoy zu einer absoluten Spaßmaschine gemacht. Wieso sich das E-Mtb deutlich mehr nach MTB als nach E-Bike anfühlt, erfahrt ihr im Test.

Optisch steht das Decoy extrem schick da. Der weiße Rahmen wird mit schwarzen Decals und dem gold-schimmernden Kashima Fahrwerk von Fox kombiniert. Typisch YT finden wir an dem E-Mtb viele kleine Details wie das Motto der Marke und die kleine Decoy Ente.

YT Decoy 29

Werbung

Werbung

Geometrie – Nicht zu viel, nicht zu wenig

Was uns beim Bestellen des Test-Bikes aufgefallen ist, ist dass das YT Decoy etwas kürzer als Mountainbikes vergleichbarer Marken ausfällt. YT hat uns somit das Decoy in der Rahmengröße XL geliefert, was mit einem Reach von 483mm zu unserem Fahrstil gepasst hat. Der Lenkwinkel liegt bei angenehmen 65,8° und der Sitzwinkel ist mit seinen 77° durchaus modern und steil.

Obwohl die Kettenstrebe mit 458mm in allen Rahmengrößen recht lang erscheint, wirkt sich diese nicht negativ auf das verspielte Fahrverhalten des Forchheimer E-Mtbs aus.

Latsch

Komponenten und Ausstattung

In puncto Komponenten wird es beim Decoy sehr spannend. Für 6.999 Euro bekommt man hier fast alles, was das E-Mountainbiker Herz begehrt. Das Fahrwerk kommt aus dem Hause Fox und bietet mit der Float 36 Factory Gabel und dem Float DPS Factory Luftdämpfer viele Einstellmöglichkeiten und ein exzellentes Ansprechverhalten. Die 150mm Federweg sorgen dafür, dass wir auch in ruppigen Situationen ordentlich Reserven haben und auf Geschwindigkeit bleiben.

Gebremst wird mit der Sram Code RSC. Diese wird mit 200mm Bremsscheiben an der Front und am Heck kombiniert. Die Schaltung kommt vom Komponenten-Giganten Shimano und bietet mit dem XT 12-Fach Schaltwerk eine tolle Übersetzung für steile Auffahrten.

Die Crankbrothers Synthesis Alu Felgen werden mit grobstolligen Maxxis Reifen kombiniert. Die Kombination des DHF und des DHR II sollte den meisten von euch ein Begriff sein und vielen zusagen. An der Front bekommen wir das EXO und am Heck sogar das EXO+ Casting.

Der Motor – Noch ist der Akku klein

Das YT Decoy wird mit dem Shimano EP8 angetrieben. Dieser verfügt über eine Leistung von 85Nm mit 250W. Zwar wissen wir, dass der Forchheimer Hersteller bei neuen Modellen größere Akkus verbauen wird, jedoch hatte unser Test Decoy nur einen Akku mit einer Kapazität von 540W. 2022 ist das leider nicht mehr ganz der Stand der Dinge, trägt aber unteranderem dazu bei, dass das Decoy in der Größe XL „nur“ 22,5 Kg wiegt.

Shimano EP8

Das YT Decoy auf dem Trail

Da wir euch nicht mit zu viel Text langweilen wollen, gibt’s den Test und das Fazit in bewegten Bildern auf unserem Youtube Kanal. Was wir sagen können – Das Decoy ist viel weniger E-Bike aber dafür viel mehr Mountainbike.

www.yt-industries.com

Zweiter Doppelweltcup in Saalfelden Leogang wieder ein voller Erfolg

Der Weltcup in Saalfelden Leogang bot 21.500 Besuchern spektakuläre Rennen, große Dramen und souveräne Triumph

Der Mercedes-Benz UCI Mountainbike Weltcup in Saalfelden Leogang brachte als erster Doppelweltcup der Saison 2022 Cross-Country-Rider und Downhill-Asse zusammen. Das Weltcupwochenende im Epic Bikepark Leogang wusste mit spektakulären Rennen, großen Dramen und souveränen Triumphen zu überzeugen. Veranstalter, Teams, Rider und Fans waren gleichermaßen glücklich und zufrieden.

Zum zweiten Mal nach 2021 durften die Region Saalfelden Leogang und der Epic Bikepark einen UCI Doppelweltcup ausrichten. Lange vor allem als Station im Downhill-Weltcup bekannt, lassen sich auch für die, seit dem Vorjahr erstmals ausgetragenen, Cross-Country-Weltcuprennen mittlerweile schöne Regelmäßigkeiten ableiten. Beispielsweise gewinnen bislang immer Loana Lecomte und Mathias Flückiger. Zudem scheint Local Hero Laura Stigger ein Abonnement auf den dritten Platz beim XCO-Rennen mit den meisten Höhenmetern zu haben.

Werbung

Werbung

Eine weitere schöne Regelmäßigkeit der Saalfelden Leoganger Weltcups sind die großartige Atmosphäre und die überragende Stimmung, die auch dieses Jahr von den insgesamt 21.500 Zuschauern an allen drei Eventtagen erzeugt wurde. Sowohl an der Strecke wie auch in der Finish Area wurden die über 800 Athleten aus 40 Nationen mit lautstarker Unterstützung zu Höchstleistungen gepusht.

©Mablinger

Nach schlechtem Wetter zu Beginn des Weltcups verzogen sich die dunklen Wolken genau rechtzeitig, um die XCC-Wettbewerbe am Freitag im Trockenen stattfinden zu lassen. Die nächsten beiden Tage sollten von strahlendem Sonnenschein begleitet werden.

Großes Drama mit anschließendem Balsam für die österreichische Mountainbike-Szene hielten vor allem die Downhillrennen bereit. Nachdem es Lokalmatadorin Vali Höll erneut leider nicht gelang, sich den ersten Weltcupsieg auf ihrer Heimstrecke zu sichern und nach zwei Stürzen auf einen für sie enttäuschenden sechsten Platz zurückfiel, ließ Andreas Kolb mit dem ersten österreichischen Weltcup-Podium der Downhill-Männer die Herzen aller Downhillfans höherschlagen.

Für diese lautstarken Fans, die den Weltcup immer wieder zu einem ganz besonderen Erlebnis machen, war abseits der Rennen wie immer viel geboten.

©Stefan Voitl

Vor den Downhill-Finals am Samstag waren die Flying Bulls mit der Trojan 28B und Pilot Miguel Hochleitner am Himmel über Saalfelden Leogang unterwegs, um zu klassischem Top-Gun-Soundtrack mit allerlei Kunststücken zu beeindrucken. Die XCO-Finals am Sonntag wurden um eine BMX Show mit Senad Grosic ergänzt, die die Pause zwischen den Frauen- und Männerwettbewerben perfekt füllte. Bei der großen Signing Session mit den Top Athleten von FOX Racing konnte man seinen Idolen und Helden ganz besonders nahekommen. Für die Jagd nach weiteren Autogrammen lohnte sich auch ein Abstecher in die Team Area, die darüber hinaus auch exklusive Einblicke hinter die Kulissen bot. In der großen Expo-Area konnten überdies die heißesten Neuigkeiten aus der Bike-Welt bestaunt werden.

„Das Wochenende hat wetterbedingt schwierig begonnen, aber letztendlich ist es natürlich perfekt gewesen, Samstag und Sonntag Kaiserwetter und dazu sportliche Höchstleistungen. Die Zuschauer und Zuschauerinnen waren begeistert von der Mountainbike Action hier in Saalfelden Leogang. Besonders dass Andi Kolb die österreichische Downhill-Fahne hochgehalten hat und für seine starke Leistung mit seinen ersten Podiumsplatz belohnt wurde, freut mich unglaublich. Gleiches gilt für Laura Stigger, die ein unglaubliches Rennen gefahren ist.“ – Kornel Grundner, Veranstalter und Geschäftsführer der Leoganger Bergbahnen.

„Nach den ersten hektischen Tagen – auch vom Wetter her – ist es heute der perfekte Abschluss einer großartigen Veranstaltung. Es war ein herrliches Wochenende und die Wettbewerbe waren sensationell. Zum Glück hat der Wettergott für die Finals mitgespielt und wir haben seit Freitag vom Short Track über das Downhill Finale bis zum Cross-Country Finale bestes Wetter gehabt. Sensationelle Zuschauer und wirklich großartige sportliche Entscheidungen. Wir sind super happy.“ – Marco Pointner, Veranstalter und CEO Saalfelden Leogang Touristik GmbH

©Mablinger

Der Weltcup in Saalfelden Leogang trägt auch das Gütesiegel „Green Event Salzburg“ und wurde in diesem Sinne als grüne Veranstaltung gestaltet. Im Fokus standen dabei die kostenlose Anreisemöglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Land Salzburg, kostenlose Shuttles in der Region, die Müllvermeidung und -trennung, die MTB Weltcup App (Reduzierung Papier), Energieeffizienz uvm. Eine weitere Maßnahme war die „Jede Dose zählt“-Aktion, die auf das Recyclen von Dosen aufmerksam machte.

Auch die kostenlosen Shuttles wurden sehr gut angenommen und haben übers Eventwochenende rund 1.400 Kilometer zurückgelegt. Das entspricht der Strecke von Leogang bis nach Barcelona.

Für alle, die nicht live beim Doppel-Weltcup dabei sein konnten, gibt es die Möglichkeit die Finalrennen im Replay auf Red Bull TV zu verfolgen.