TEST: Canyon Strive CFR – Jack Moir´s EWS Rennmaschine

Canyon Strive

Direkt aus der EWS zu uns in den Test kam das Canyon Strive CFR vom Australier Jack Moir. Ob uns die Spezial-Variante des Enduro-Erfolgsmodells Strive genau so zusagt wie Jack? Wir haben es jedenfalls ausprobiert. Spoilerwarnung: Ganz so schnell wie „Shark Attack Jack“ waren wir nicht.

Jack Moir ist seit Anfang 2020 Teil des Canyon Collective Racing Teams und geht dort zusammen mit Ines Thoma, Dimitri Tordo und Co. auf Punktejagd in der Enduro World Series. In der vergangen Saison landete Jack in der Gesamtwertung der EWS auf dem vierten Platz und das Canyon Collective Team – nach leider insgesamt nur drei Rennen – ebenfalls auf dem vierten Platz. Alle drei Fahrer waren unterwegs auf einem Canyon Strive. Nun nehmen wir uns die Racemaschine von Jack vor.

Jack ist neben der EWS auch im Downhill-Worldcup und seit einigen Monaten auch auf YouTube aktiv unterwegs. Wir haben euch ein Video angehängt, in dem ihr euch ein Bild machen könnt, wie Jack auf seinem Strive am Gas hängt.

Canyon Strive CFR
Volle Hütte aus dem Hause Sram und noch viel mehr – seid gespannt!
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Tuning ohne Ende an Jacks Canyon Strive

Für unseren Test wurde uns von Canyon Jacks Moir´s Ersatzrad der vergangenen Saison zu Verfügung gestellt. Trotz einer Fahrergröße von 1,90m kam bei uns ein Strive in Größe L an und auch sonst bringt das Bike so einige „nicht-serienmäßige“ An- und Umbauten mit. Hier wurde tatsächlich von hinten bis vorne an beinahe jeder Stellschraube gedreht, um es perfekt auf Jack und seinen Fahrstil anzupassen – schauen wir uns das Ganze mal an.

Fangen wir bei der Gabel an. An der Front arbeitet eine Rock Shox Lyrik Ultimate, die mit 180mm statt wie an den Serienbikes mit 170/160mm bei uns ankommt. Diese bietet ganz einfach etwas mehr Reserven, sorgt für eine höhere Front und somit auch einen flacheren Lenkwinkel. Zusätzlich ist direkt über der Gabel – zwischen Krone und Steuerrohr – eine Schale mit 1,5cm verbaut. Diese sorgt in Jack´s Fall, mit Hilfe dreier Spacer unter dem Vorbau für ein extrem hohes Cockpit und eine veränderte Geometrie, doch dazu später mehr. Als Cockpit ist eine G5-Kombi aus einem direkten 50mm Vorbau und einem mit 760mm verhältnismäßig schmalen Lenker verbaut.

Auch beim Dämpfer zeigt sich ein weiterer Unterschied zur Serie, denn statt 60mm Hub baute Jack´s Mechaniker einen Super Deluxe Ultimate mit 65mm Hub ins Heck des Renngeräts. Dieser entlockt dem Hinterbau etwas mehr Federweg und sorgt für noch mehr Reserven – für die Serie gibt´s das jedoch nicht.

Bei den Laufrädern setzte Canyon auf die DT Swiss EX 1501, die mit einer Maxxis-Kombi aus Assegai in 2,5″ an der Front und mit Minion DHR II in 2,4″ im Heck – jeweils mit Downhill-Karkasse. Zum Stehen gebracht wird der LRS von einer Sram Code RSC mit 200mm Scheiben hinten und vorne, die für maximale Performance sorgen sollen. Auch ansonsten finden sich neben Sattel und Griffen von Ergon noch mehr edle Sram-Komponenten wieder. Vertreten durch die Sram X01 Eagle AXS mit einer 10-50t Kassette und die RockShox Reverb AXS mit 150mm Hub. An der X01 Kurbel ist ein 32er Kettenblatt verbaut.

Der Carbonrahmen selbst bringt noch einige Features mit sich. Vor allem der Shapeshifter inklusive Bedieneinheit am Lenker sticht hier ins Auge. Auf Knopfdruck wird eine Gasfeder in der Umlenkung aktiviert, die im Uphill-Modus die Winkel steiler einstellt und für einen strafferen Hinterbau sorgt. Des weiteren findet sich am Strive ein Flaschenhalter, Rahmenschoner und ein Custom-Kettenstrebenschutz wieder. Die Waage bleibt in der „Jack Moir“ Edition bei 15,3 Kilo stehen – ordentlich, wie wir finden.

Wie oben bereits kurz angeschnitten bieten die Direktversender diese Variante nicht eins zu eins zum Verkauf an. Jedoch kann man das Canyon Strive in vier verschiedenen Ausstattungsvarianten erwerben – ausschließlich in Carbon. Jede Version ist in zwei Farbvarianten erhältlich und die Preise reichen hier von 2999€ bis 5999€. Zusätzlich ist ein Frame Set für 2999€ inklusive Dämpfer, Sattelstütze und Shapeshifter erhältlich. Alle Infos zu Preisen, Modellen und allen anderen Canyon-Bikes findet ihr hier.

Die Geometrie der „Canyon Strive CFR Jack Moir Edition“

Wir können euch nicht sagen, wie genau die Geometriedaten beim – doch ganz schön modifizierten – Canyon von Jack Moir aussehen. Die enorm hohe Front beeinflusst einige Parameter, wie den Lenkwinkel, doch erheblich. So ist dieser deutlich flacher als die angegebenen 66° in der Serie. Ebenfalls flacht der Sitzwinkel ab, das Tretlager sitzt höher und der Reach fällt deutlich kürzer aus, als die 464mm bei den Serienbikes in Größe L. Besonders letzteres fällt in der Praxis schnell auf, denn das Strive wirkt generell sehr kompakt und auch die 1227mm Radstand fühlen sich unserer Ansicht nach, nach deutlich weniger an. Mittels Shapeshifter lassen sich die Geometriedaten des Canyon Strive zusätzlich verändern – wie, könnt ihr in der folgenden Tabelle sehen.

 SMLXL
Sitzrohrlänge400mm440mm455mm500mm
Oberrohrlänge602mm629mm662mm697mm
Steuerrohrlänge95mm100mm110mm130mm
Lenkwinkel66-67,5°66-67,5°66-67,5°66-67,5°
Sitzrohrwinkel72,9-74,4°72,9-74,4°72,9-74,4°72,9-74,4°
Kettenstrebenlänge435mm435mm435mm435mm
Radstand1166mm1193mm1227mm1266mm
Stack630mm635mm644mm663mm
Reach409mm434mm464mm494mm
Überstandshöhe791mm792mm795mm806mm

Testlocation und Team

Zum Praxistest ging es in die MTB-Zone am Geißkopf. Hier fand sich alles, was es für so einen Enduro-Test vom Feinsten braucht. Von flowigen Bikeparkstrecken, über verschiedene Stages der Trailtrophy, bis hin zu bester Freeride- und Downhillaction fanden wir beinahe alles, was das Bikerherz begehrt. Um unseren Praxiseindruck möglichst aussagekräftig zu gestalten, waren wir mit einem vierköpfigen Team aus Bikern/Testern mit völlig unterschiedlichen Hintergründen und Vorlieben am Werke – an verschiedenen Tagen bei ebenso unterschiedlichen Bedingungen. Vom Genuss-Rider, über Racer bis hin zur Park Rat war in unserem Team alles vertreten. Nachdem wir uns das Strive in Habischried vorgenommen hatten, nahm ich Jack´s Racebike noch für knapp zwei Wochen mit auf meine Hometrails im Bayerischen Wald. So konnte ich mir einen noch deutlicheren Eindruck vom Canyon machen und es auch in Uphill-Passagen unter die Lupe nehmen. Doch nun zum wichtigsten Teil dieses Artikels – Wie macht sich Jack Moir´s Race-Rakete in der Praxis?

Canyon Strive
Das Strive CFR diente zusätzlich als Bike für unseren Enduro-Gabel-Vergleichstest und unser Fazit ist, dass auch die Fox 38 und die RockShox ZEB gut zum Bike passen würden.

Unser erster Eindruck

Gleich zu Beginn fielen uns einige Faktoren auf. Vor allem die Position auf dem Rad bei ersten Runden zur Grobabstimmung auf dem Parkplatz wirkte ziemlich ungewohnt und etwas eigenartig. Grundsätzlich hat man eine zentrale Position im Rad, doch vermittelte es den Eindruck auf ungewöhnliche Weise „wie auf Stelzen“ unterwegs zu sein.

Bereits nach wenigen Metern auf dem Trail war der erste Eindruck wie verflogen. Die Position auf dem Strive CFR wirkt ausbalanciert und es lässt sich absolut präzise und direkt manövrieren. Sobald man die Straße verlässt, macht sich ein echter Wohlfühlfaktor bemerkbar. Während der Test-Rides fühlten sich alle Tester ziemlich schnell wohl und auch ein passendes SetUp wurde für jeden Fahrer schnell gefunden. SAG-Werte zwischen 20% und 25% und zwei der drei Spacer unter, statt über den Vorbau waren bei uns allen grob das Maß der Dinge. Das Fahrer-Gewicht bewegte sich bei allen Testern zwischen 70 und 80 Kilo und bei Größen zwischen ca. 1,75m und 1,85m.

Canyon Strive
Das Canyon überzeugt in der Luft mit viel Pop, einfachem Handling und stabilem Luftstand.

Präzision, Geschwindigkeit und Agilität verschmilzt im Canyon Strive

Behäbigkeit bei 29ern? Beim Canyon Strive klare Fehlanzeige. Spritzig und agil sind die Worte, die uns als erstes in den Sinn kamen, wenn es um das Bike des Australiers ging. Schnelle Richtungswechsel erfolgten spielerisch und intuitiv und auch generell wirkte das CFR nicht unbedingt so, wie man sich das typische Twentyniner-Race-Enduro vorstellt. Ein Skandinavian Flick vor der Kurve oder neue Lines auf bekannten Trails checken? – easy mit dem Canyon. Auf Absprüngen oder Kanten im Gelände lässt sich mit dem Strive spielend abziehen und es bietet eine Menge Pop – so konnte es gut und gerne passieren, dass die eine oder andere Landung leicht überschossen wurde. Doch auch wenn es mal etwas weiter in Richtung Keller ging, vermittelte Jack´s Bike verdammt viel Sicherheit und zeigte einen gutmütigen Charakter – nicht zuletzt durch sein sehr solides Fahrwerk. Nur in weinigen Situationen hatten wir das Gefühl, dass das Rad an seine Grenzen kam. Dies war höchstens bei wirklich schnellen Passagen, mit vielen schnellen, harten Impacts der Fall. Doch brauchte es schon so einiges, bis das Strive an seine Grenzen stieß. Größtenteils überzeugte es in roughem Gelände durch Laufruhe und vor allem dadurch, dass das Bike willig jedem Kommando willig folgte und die Linien absolut präzise getroffen wurden.

Kurz um: Bergab ist das Strive nicht nur verdammt schnell, sondern auch eine echte Spaßmaschine. Doch wie sieht es in den Uphills aus? Zuhause im Bayerwald ging ich dem mit einigen Trail-Runden in und um St. Englmar auf den Grund. Natürlich bergauf so gut wie immer im Uphill-Modus des Shapeshifters, um effizienter unterwegs zu sein und Kraft zu sparen. Dieser ließ sich durch die Einheit links am Lenker einfach bedienen und begeisterte mich persönlich. Trotz der fetten Downhillpneus kletterte das Racebike im Verhältnis zu anderen Bikes dieser Klasse solide und machte in den Uphills eine gute Figur.

Canyon Strive
In den Manual lässt sich das Canyon, durch die 435mm Kettenstreben, super einfach ziehen.

An sich gab es an der kompletten Ausstattung des Racebikes aus Koblenz nur sehr wenig bis gar nichts auszusetzen. Neben dem sahnigen Fahrwerk konnte uns vor allem die Kombi aus den DT Laufrädern und den Maxxis Reifen, mit verdammt viel Grip und Pannensicherheit, überzeugen. Die Code RSC bestach mit viel Bremsleistung, konnte jedoch nicht wirklich mit viel Dosierbarkeit punkten und der Druckpunt wanderte für unseren Geschmack etwas zu viel. Elektronik am Bike ist wohl Geschmackssache. Persönlich bin ich kein Fan davon, doch sind rein objektiv die verminderte Anzahl der Leitungen und die Schaltpräzision nicht wegzureden. Beim Test im Matsch konnte jedoch die X01 Eagle AXS nicht mit Schaltpräzision punkten. Sobald sich etwas mehr Dreck in der Kassette befand schalteten die Gänge nicht mehr sauber durch und bei Tretpassagen sprang der ein oder andere Gang. Ganz anders bei der Reverb AXS – diese funktionierte im Test einwandfrei und war mit ihren 150mm Hub für uns optimal abgestimmt. Mit nur ganz wenig Verzögerung ließ sich der Sattel stufenlos auf die gewünschte Höhe bringen.Canyon Strive

Unser Fazit zu Jack´s Canyon Strive CFR:

Obwohl das Strive CFR von Jack Moir genau so in der Enduro World Series gefahren wird, überzeugte es uns nicht nur auf typischen Racestrecken, sondern auch auf eher Bikepark-typischen Lines. Das hatten wir so nicht wirklich erwartet, denn anfangs war ein Großteil des Testteams eher skeptisch, da die vielen Umbauten für uns ungewohnt wirkten. Es überraschte uns und beinah jeder Zweifel ist für uns nach diesem Test wie weggeblasen. Jack´s Strive ist eine echte Rakete und es war für uns eine echte coole Erfahrung das Bike eines der schnellsten Enduro-Racer der Welt zu fahren. Schade, dass das Strive so nicht erhältlich ist, doch findet sich sicher für jeden Interessierten eine passende Variante bei den Direktversendern.

Weitere Informationen und Fahrszenen findet ihr in unserem Test-Video zu Jack Moirs Canyon Strive.

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Red Bull Rampage 2021 – Alle Infos, Stream und Videos

Nach einjähriger Pause ist das größte Freeride Event der Welt zurück. Am 15. Oktober gehen 15 der besten Athleten der Welt in der rauen Wüste Utahs an den Start. Hier findet ihr alle Infos zu den Fahrern, Event und zum Live Stream.

Anlässlich zum 20 jährigen Jubiläum hat Red Bull wieder viele spannende Athleten geladen. Das Big-Mountain-Freeride-Event ist jedes Jahr eins der Highlights des Szene und hat in all den Jahren für einige der größten Momente des Sports gesorgt.

Fast jeder von uns hat schon den massiven 360° Drop von Cam Zink gesehen, oder Nicholi Rogatkins extremen Sturz. Auch neuere Momente wie Brendan Faircloughs Canyon Backflip und die 30 Liegestützen für den verstorbenen Jordie Lunn haben sich in die Herzen der Freeride Fans eingebrannt.

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Hier gibts es einige der schönsten Momente der letzten 20 Jahre.

Red Bull Rampage

Wer startet 2021?

Auch 2021 ist das Fahrerfeld wieder extrem stark. Zwar müssen wir auf Grund von Verletzungen auf Brett Rheeder und Brendan Fairclough verzichten, dafür durften jedoch Reed Boggs und Thomas Genom nachrücken.

Freeride Gott und dreifacher Rampage Gewinner Brandon Semenuk gilt auch dieses Jahr wieder als Favorit für den Sieg. Aber auch Kurt Sorge und Andreu Lacondeguy gelten als heiße Anwärter für das Podium.

Wer jetzt denkt, dass diese alten Hasen des Events keine Konkurrenz haben, der irrt sich. Wie wir schon bei den X-Games 2021 sehen konnten, ist der Norweger Brage Vestavik für alles bereit und scheut vor keinem massiven Feature zurück. Auch Crankworx Ikone Tom Van Steenbergen gilt zu beachten. Der Kanadier ist für seinen extremen Ehrgeiz und seine fantastischen Können auf dem Fahrrad bekannt.

Da das aber alles nur Spekulationen sind und das Event schon so oft für unerwartete Momente gesorgt hat, lassen wir uns einfach am 15. Oktober überraschen.

Red Bull Rampage

  • Cam Zink
  • Kyle Strait
  • Tyler McCaul
  • Ethan Nell
  • Szymon Godziek
  • Brandon Semenuk
  • Carson Storch
  • Vincent Tupin
  • Andreu Lacondeguy
  • Tom Van Steenbergen
  • Kurt Sorge
  • Thomas Genon
  • Jaxson Riddle
  • Reed Boggs
  • Brage Vestavik

Wo kann ich die Red Bull Rampage schauen?

Die Rampage wird natürlich wieder auf Red Bull TV übertragen. Am Freitag den 15. Oktober um 19 Uhr könnt ihr den Stream entweder über den Browser oder die App anschauen. Den Link findet ihr hier:

www.redbull.com

Red Bull Rampage

VIDEO: Red Bull Rampage Vorbereitungen und erste Tests

Die Athleten und ihre Shaper sind bereit um die ersten Sprünge und Features zu testen. Beim shapen der Strecken hatte die Crew dieses Jahr etwas Glück mit dem Wetter und konnte auf Grund kleinerer Regenschauer den sonst sehr trockenen Boden gut bearbeiten. Trotzdem muss man beim Testen so großer Drops und Jumps wissen was man macht. Utah verzeiht keine Fehler.

We’ve seen the digging, we’ve seen the 1st hits… what’s next? As the build up to Red Bull Rampage continues, there is a period when the shovels are still going full on, yet the focus is slowly but surely shifting towards riding. Every aspect of each plan is being studied & tested and talked through. Which line is your favourite so far?

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Neuer Specialized Helm – der Tactic geht in die vierte Runde

Specialized präsentiert die neuste Version der beliebten Halbschale. Die vierte Generation des Tactic kommt mit Facelift und bewehrten wie auch neuen Features auf den Markt.

Tactic zählt: Mit einer beispiellosen Kombination aus Passform, Ventilation und Vertrauen für Trail- und Enduro-Rides bietet der Tactic Helm bestmöglichen Schutz und nahtlose Integration mit Goggle oder Brille. –  Specialized

Optik und Features

Die markanteste Änderung des Tactic IV ist das neue Design. Der Halbschalen-Helm verfügt nun über ein moderneres Design mit größeren Lufteinlässen. Auch das Visier wurde überarbeitet. Dieses ist ein integriertes, festes Visier, dass mit Breakaway-Feature versehen ist. Das heißt, dass das Visier im Falle eines Sturzes an den vorgesehen „Sollbruchstellen“ vom Helm getrennt werden soll und nicht beim Aufprall nicht splittert und den Fahrer verletzt.

Specialized Tactic IV

Wie der Vorgänger ist auch die vierte Generation des Tactic mit dem Mips System ausgestattet. Mips steht für Multi Directional Impact Protection System. Dieses soll bei Aufschlägen mit unterschiedlichen Bewegungsrichtungen/ Kraftrichtungen Den Schädel und das Gehirn schützen. Das Mips Evolve System verfügt über 10-15mm Spiel bei einem Aufprall.

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Der Tactic IV wird in gleich sechs Farbvarianten erhältlich sein und ist natürlich wieder Angi ready. Angi ist das Notfall System von Specialized, dass in Verbindung mit einer App im Falle eines Sturzes Notrufe an gewählte Kontaktpersonen abschickt.

Specialized Tactic IV

Passform, Größen und Informationen

Dank der umfangreich verstellbaren Integrated Fit Systems, das die Variation verschiedener Kopfformen berücksichtigen will, soll man ein präzise und individuelle Passform bekommen. Diese Anpassung des Helms an die Hinterkopfbasis soll zusätzlichen komfortabel sein und es dem Träger ermöglichen den Helmwinkel so anzupassen, dass Helm und Brille perfekt aufeinander abgestimmt sind.

Der Tactic IV wird in allen sechs Farben in den Größen S-L erhältlich sein. Spanend ist auch, dass die Halbschale laut Specialized in der Größe M nur um die 380 Gramm wiegen soll. Das würde den Trail-Helm zu einem echte Leichtgewicht machen.

Specialized Tactic IV: 120 Euro

Specialized Tactic IV

Mehr Informationen über Specialized findet ihr auf: www.specialized.com

 

Specialized präsentiert neue Stumpjumper Evo Alu Modelle

Seit über 40 Jahren rollt das Stumpjumper über die Trails der Welt. 2021 präsentiert der amerikanische Hersteller nun neue Aluminium Varianten des beliebten Trail-Bikes. Dabei wurde die Fertigung überarbeitet, die SWAT-Box mit dem gewohnten Komfort integriert und viele weitere Neuerungen vorgenommen. 

Das Specialized Stumpjumper ist ein absoluter Klassiker der Mountainbike Geschichte. Doch von dem ehemaligen 80er Jahre Stahl-Hardtail ist nicht mehr viel übrig geblieben. Das Stumpy rollt mittlerweile auf großen 29″ Laufrädern, verfügt über 160mm Federweg und verfügt über eine Geometrie von der damals niemand träumen konnte.

2021 präsentieren die Kalifornier nun neue Aluminium-Modelle die sich fast nur noch im Material von den Carbon-Geschwistern unterscheiden.

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Optik und Features

Auf den ersten Blick unterscheidet sich kaum etwas von den teureren Carbon Modellen. Die Rahmenform und die Komponenten scheinen sich nicht zu unterscheiden. Auch die Swat-Box ist formschön im Unterrohr integriert und verfügt über den selben Komfort und Stauraum wie beim Stumpjumper Evo Carbon.

Das Evo Elite Alloy Modelle wird in nur einer Farbvariante erhältlich sein, bleibt aber dem zweifarbigen Schema treu. Der obere Teil des Rahmens glänzt in einem „Satin-Aluminium“ während der Hinterbau und teile des Unterrohrs und des Sattelrohrs in einem matten „Gunmetal“ Ton lackiert sind.

Das günstigere Evo Comp Alloy Modell ist dagegen in zwei schlichteren Varianten erhältlich. Wer mag kann hier zwischen einem Himbeer-Rot und einem Anthrazit mit schwarzen Decals wählen.  

Specialized Stumpjumper Evo Alloy

Geometrie und MX-Anpassungen 

An der Geometrie hat sich kaum etwas verändert. Vergleichen wir die Daten der Alu Varianten mit den Carbon Modellen, fallen uns nur winzige Unterschiede auf, die sich jedoch nicht auf die Performance auswirken.

Spannend ist jedoch, dass wir nun bei den Stumpjumper Alloy Modellen ebenfalls mit Hilfe von Steuersatzschalen die Geometrie und den Lenkwinkel bis zu 2,5° anpassen können. Dank dieser neuen 6-fachen Geometrie-Anpassungen ist es nun auch möglich das Hinterrad auf ein kleineres 27,5″ Laufrad umzurüsten.

Specialized Stumpjumper Evo Alloy

Komponenten und Ausstattung 

Specialized ist bekannt für edle Fahrräder mit Top Komponenten und super Performance. Die Kalifornier sind aber genauso dafür bekannt, dass man bei Interesse an einem ihrer Modelle tief in die Tasche greifen kann.

Auch die neuen Aluminium Modelle sind keineswegs eine günstige Angelegenheit. Jedoch bietet vor allem das Evo Elite Alloy mit seinem Fox Factory Fahrwerk mit Grip 2 36 und Float X Dämpfer ein Top-Fahrwerk. Paart man das ganze mit bewehrten Sram Komponenten und einem OneUp Dropper Post, ist man von der Performance eines Carbon Evo Pro Modells nicht mehr weit entfernt. Die unterschiede liegen dann nur im Rahmenmaterial und einer Preisdifferenz von knapp 2.000 Euro. Wir wissen aber auch, dass diese Alu-Rahmen kaum mehr als die der Carbon-Modelle wiegen und in der Produktion tatsächlich wesentlich weniger CO2 Emissionen verursachen.

Für 6.000 Euro bekommt man also ein Trail-Bike mit Top-Ausstattung, dass auf keine Features der Carbon Modelle verzichten muss. Ist der Preis für ein Alu-Bike gerechtfertigt? Da sind wir uns noch nicht ganz sicher. Da wir Händlermarken nicht mit Direktversendern vergleichen sollten und dieser Sport generell kein Vernünftiger ist, überlassen wir euch diese Entscheidung.

Stumpjumper Evo Elite AlloySpecialized Stumpjumper Comp Alloy

Specialized Stumpjumper Evo Alloy

  • Dämpfer: Fox Float X Factory
  • Gabel: Fox Float 36 Factory
  • Bremsen: Sram Code RSC, 4-Kolben, 200/200mm
  • Schaltung: Sram GX Eagle, 12-Fach
  • Felgen: Roval Traverse 29 Alu
  • Reifen: 29″ Butcher Grid Trail vorne, 29″ Eliminator Grid Trail hinten
  • Variostütze: OneUp Dropper Post-V2
  • Preis: 6.000 €
  • Dämpfer: Fox Float X Performance
  • Gabel: Fox Float 36 Rhythm
  • Bremsen: Sram Code R, 4-Kolben, 200/200mm
  • Schaltung: Sram NX Eagle, 12-Fach
  • Felgen: Specialized 29 Alu
  • Reifen: 29″ Butcher Grid Trail vorne, 29″ Eliminator Grid Trail hinten
  • Variostütze: X-Fusion Manic
  • Preis: 4.000 €

Mehr Informationen zu Specialized findet ihr auf: www.specialized.com

 

 

Danny MacAskill und die Drop and Roll Crew unterwegs in Wales und Schottland

Im Sommer 2021, mit den ersten Drop and Roll Shows seit zwei Jahren am Horizont, haben Danny MacAskill und Duncan Shaw beschlossen, den Tourbus zu entstauben, die Trial-Bikes einzupacken und für ein paar Tage loszuziehen. Zuerst erkunden die beiden Freunde die Trial-Möglichkeiten an der walisischen Küste, bevor sie in den Norden zu bekannteren Spots an der schottischen Küste reisen.

Cruising Vol. 1 ist zu 100 Prozent mit der GoPro gedreht und nimmt Dich mit auf die Reise an die Küste von Nordwales und Orte wie Abergele und Llandudno, wo Danny MacAskill und Duncan Shaw neue Spots auf ihren Trial-Bikes erkunden. Auf dem Weg nach Norden tauscht die Crew dann die walisische Küste gegen die Nordostküste Schottlands in Morayshire ein. Zu Beginn nehmen Danny und Duncan ein verlassenes Meerschwimmbad in Tarlair unter die Räder. Im Anschluss geht es nach Macduff Harbour, Cullen Harbour und zum Finale auf das bekannte Cullen-Viadukt.

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© Drop and Roll / Rory Semple
© Drop and Roll / Rory Semple

Duncan Shaw gibt uns einige Einblicke in die letzten Monate:

Wie hat sich die Pandemie auf die Drop and Roll Shows und Team ausgewirkt? Was habt ihr in den letzten eineinhalb Jahren gemacht?

Duncan Shaw: Es war mit Sicherheit eine sehr seltsame Zeit, und wir haben es definitiv vermisst, auf Tour zu sein und Shows vor Leuten zu fahren. Zum Glück konnten wir zu Hause jede Menge Trails shredden und im Garten Trials fahren, um uns zu beschäftigen und fit zu halten.

© Drop and Roll / Rory Semple
© Drop and Roll / Rory Semple

Ihr hattet endlich wieder die Möglichkeit auf der Eurobike, in der Area 47, in Sölden und beim EWS-Finale mit Shows vor Publikum zu performen. Wie war das – wieder reisen zu können und wieder vor Publikum zu fahren?

Duncan Shaw: Es war so schön, wieder mit dem Team unterwegs zu sein, und es war sogar noch besser, endlich wieder Shows vor einem tollen Publikum zu fahren. Wir waren am Anfang etwas besorgt, vielleicht ein wenig eingerostet zu sein, aber die Zuschauer haben uns darüber hinweggeholfen und nach der ersten Show haben wir uns fast wie immer gefühlt. Auf der Eurobike war genauso viel los wie zuvor, wenn nicht sogar noch mehr. Österreich war wie immer großartig, und wir haben sogar ein wenig Zeit auf den Trails in Sölden verbracht. Besonders schön war es, wieder auf Events in Schottland zu sein, denn selbst vor der Pandemie hatten wir nicht die Gelegenheit, so viele Events zu Hause zu besuchen, wie wir gerne wollten. In typisch schottischer Manier war das Wetter bei der EWS kalt und nass, und wir waren  besorgt, dass niemand kommen würde, aber die hartgesottenen schottischen Fans kamen in Scharen und haben sich die Shows auch im Regen angeschaut. 

Wenn man sich den letzten Clip ansieht, merkt man, dass ihr jeden Tag, an dem ihr auf den Bikes unterwegs seid, Spaß habt. Was ist der Unterschied zwischen dem Fahren mit Freunden und Fahren vor einer jubelnden Menge?

Duncan Shaw: Es fühlt sich definitiv anders an. Wenn man alleine fährt, ist es manchmal schwer, in Schwung zu kommen, aber wenn man eine große Menschenmenge hat, die einen anfeuert, hilft das total, um richtig heiß zu werden! 

Gibt es Pläne, in Zukunft mehr Videos von Drop and Roll zu veröffentlichen?

Duncan Shaw: Ja, wir haben eine Menge gefilmt, als wir in den letzten vier Wochen in Deutschland, Frankreich, Österreich und schließlich Schottland auf Tour waren. Ihr könnt euch also darauf freuen, dass wir in ein paar Wochen auch davon ein Video veröffentlichen werden.

© Drop and Roll / Rory Semple
© Drop and Roll / Rory Semple

Folge der Drop and Roll-Tour auf Social Media:

Facebook: https://www.facebook.com/dropandrollteam
Instagram: https://www.instagram.com/dropandrolltour/
Twitter: https://twitter.com/DropandRollTour
Website: https://dropandrolltour.com

VIDEO: Das große Bauen beginnt – Red Bull Rampage

Die Athleten und ihre Crew beginnen mit dem Bau ihrer Lines auf dem neuen Hang in der Wüste Utahs. 2021 befindet sich die Red Bull Rampage wieder an einem neuen Ort und deshalb heißt es jetzt für die Shaper die perfekten Spots auszumachen und ihre Strecke zu bauen. 

Bigger, faster and more trickable. That’s what the athletes have been saying as they got to look at the 2021 Red Bull Rampage site for the first time. Red Bull Rampage has been raising the bar in freeride mountain biking year after year for the past two decades. After a one-year hiatus, the 2021 event will be no different as the riders return to the hallowed grounds of Virgin, Utah, and to a venue that was last used for the competition in 2017. The site of the 2016/17 event is steep, raw and exposed, with a true big mountain top section. Some of the riders are already looking to revisit sections or the same lines they ran at those Rampage contests. Others are changing things up: „This year I have zero expectations because I have a line I did well on back in 2016 and used it again in 2017, so I think I’m just trying to change my game plan here,“ said Carson Storch. „I just want to go faster and kind of have it more big-mountain, so I’m going with a whole new line this year.

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