#FullgasMTB: Emotionaler Comeback-Sieg von Rissveds – van der Poel bezwingt Schurter und Flückiger

 

Der Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup ging am Sonntag mit den Cross-Country-Bewerben emotional und hochklassig zu Ende. Jenny Rissveds (SWE) und Mathieu van der Poel (NED) begeisterten 13.000 Zuschauer. Nino Schurter und Mathias Flückiger (SUI) hielten mit den Plätzen zwei und drei am letzten Tag der MTB-Festspiele am Rothorn die schweizer Fahnen hoch.

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Trockene und sonnige Bedingungen begrüßten Athleten und Zuschauer am Sonntag zu den mit Spannung und vor allem auch mit Begeisterung erwarteten Cross-Country-Rennen. Die Hoffnungen 13.000 Fans ruhten auf den Lokalmatadoren Jolanda Neff und Nino Schurter (beide SUI) – doch der Tag sollte eine andere emotionale Wendung nehmen. Nach vier zweiten Plätzen im Cross Country 2019 hatte Neff nur ein Ziel: ihren ersten Saisonsieg und gleichzeitig ihren ersten Heimsieg einfahren. Schon in der Einführungsrunde übernahm die amtierende Gesamtweltcupsiegerin die Führungsarbeit. Der Tempoverschärfung von Anne Terpstra (NED) in der dritten von fünf Runden konnte Neff jedoch nicht mehr folgen. Nur Jenny Rissveds (SWE) und Pauline Ferrand-Prévot (FRA) konnten mit der Niederländerin mithalten. Eine Runde später musste auch Short-Track-Siegerin Ferrand-Prévot abreißen lassen und fuhr hinter dem Spitzenduo einen ungefährdeten dritten Platz ein. Den Tagessieg holte sich Rissveds. Die Schwedin attackierte am langen Anstieg zu Beginn der fünften und letzten Runde, distanzierte Terpstra und fuhr einem emotional überwältigenden zweiten Weltcupsieg entgegen. Schon auf der Zielgeraden konnte Rissveds ihre Emotionen kaum zurückhalten, im Ziel ließ sie ihren Tränen freien Lauf.

 

Zwei Jahre lang war Rissveds wegen Depressionen, wie sie offen und öffentlich bekannte, nahezu von der Bildfläche verschwunden. Die Olympiasiegerin von 2016 kehrte in diesem Jahr in Nové Město (CZE) wieder auf die große Weltcup-Bühne zurück. In Vallnord (AND) fuhr sie als Fünfte erstmals wieder auf das Podium und erzielte in der vergangenen Woche in Val di Sole (ITA) den dritten Platz. Ihre atemberaubende Comeback-Saison krönt die erst 25-Jährige nun mit dem Triumph in Lenzerheide. «Dieser Sieg bedeutet mir unfassbar viel. Die vergangenen zwei Jahren hatte ich eine extreme Lebenskrise. Mein Erfolg soll auch als Message für alle zu sehen sein, die in einer ähnlichen Lage sind, wie ich damals war: Gebt niemals auf! Mit dem Sieg hat sich für mich ein Kreis geschlossen», sagte eine emotionale Rissveds, die 2016 in Lenzerheide ihren ersten Weltcupsieg feierte.

 

Im Ziel freute sich die zweitplatzierte Terpstra mit ihrer Rivalin: «Ich freue mich wahnsinnig für Jenny. Nach all dem, was sie durchmachen musste, ist es schön sie gewinnen zu sehen. Für mich war die gesamte Woche harte Arbeit. Ich muss meinem Team danken, das mir extrem geholfen hat, da ich zunächst kein gutes Gefühl auf dem Bike hatte und ohne die Hilfe des Teams auf dem technischen Kurs den zweiten Platz nie erreicht hätte», sagte die Niederländerin. Hinter der Dritten Ferrand-Prévot verlor Neff ihren sicher geglaubten vierten Platz durch einen Defekt am Hinterreifen in der letzten Runde. Die 26-Jährige musste sogar noch ihre große Rivalin im Kampf um den Gesamtweltcup passieren lassen und überquerte hinter der siebtplatzierten Kate Courtney als Achte die Ziellinie. Im Weltcup führt Neff vor dem anschließenden Event in Snowshoe (USA) mit 73 Punkten vor Courtney. Vierte und damit beste Schweizerin wurde Sina Frei. Catharine Pendrel (CAN) komplettierte das Podium als Fünfte.

 

Van der Poel sichert sich doppeltes Double – Schweizer auf Rang zwei und drei
Damit lagen alle Hoffnungen auf einen Heimsieg auf Nino Schurter und der Lokalmatador machte seine Absichten schon in der ersten Runde deutlich. Der Antritt des zweifachen Saisonsiegers zog das Feld auseinander. So führten die Protagonisten vom Freitag, Schurter, Henrique Avancini (BRA) und Mathieu van der Poel (NED) zunächst das Feld an. Aber Mathias Flückiger (SUI) hat beflügelt von der heimischen Kulisse den Anschluss geschafft und vorübergehend die Spitze in ein Quartett verwandelt. Schon in der zweiten von sechs Runden trat van der Poel an und der Zweikampf zwischen ihm und Schurter um den Tagessieg begann, denn kein Verfolger konnte mit dem Top-Duo mithalten. Bis zum vorletzten Umlauf wechselten sich die beiden Spitzenathleten mit der Führungsarbeit ab, ehe der Niederländer erneut seinen Turbo zündete und in der letzten Runde den Vorsprung souverän ins Ziel brachte. Wie sehr das Radsport-Phänomen in seiner eigenen Liga fährt, zeigt, dass van der Poel in der fünften Runde sogar schneller war als in der verkürzten Einführungsrunde. Nach 1:17,50 Stunden stand der historische Sieg des 24-Jährigen fest. Mit seinem zweiten Doppelsieg in Folge erzielte van der Poel eine neue Bestmarke. Zudem war es sein achter Saisonsieg, der dritte im olympischen Cross Country nach seinen Siegen in Nové Město und Val di Sole.

 

«Der Sieg bedeutet mir viel. Es ist der wahrscheinlich schwierigste im ganzen Jahr, weil Nino vor seinem Heimpublikum natürlich noch motivierter ist. Der Gesamtweltcup wird vielleicht irgendwann ein Thema, vorerst bleibe ich bei meinem Plan und werde nicht nach Snowshoe fahren. Ich habe noch andere Ziele. Mit meiner Mountainbike-Saison bin ich sehr zufrieden», sagte van der Poel. Schurter erreichte das Ziel mit 25 Sekunden Rückstand, wo er den Sieg seines Rivalen neidlos anerkannte: «Es war wahnsinnig hart heute. Mathieu war stärker und so ist es keine Schande hinter ihm Zweiter zu werden. Mein Plan war, dass ich von Beginn hohes Tempo gehe und ihm so den Zahn ziehe. Das hat leider nicht geklappt. Trotzdem war es ein gutes Rennen von mir und es ist einfach immer überragend hier zu starten. Dass van der Poel nicht zum Saisonfinale reist ist natürlich schade. Er tut dem Mountainbike-Sport gut», sagte der amtierende Weltmeister nach Rennende.

 

Den gelungenen schweizer Auftritt vervollständigte Mathias Flückiger (SUI) als Dritter. «Ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen. Ich wollte am Start nicht überpacen und war überrascht, dass ich so schnell wieder an die Spitze gekommen bin. Dann haben mir die entscheidenden Körner gefehlt. Aber mein Heimpublikum hat mir viel Kraft gegeben und mich aufs Podium gehievt, worüber ich sehr zufrieden bin. Ich werde nicht nach Snowshoe reisen, sondern mich auf meine Mountainbike Marathonziele vorbereiten.»

 

Die schweizer Elite-Athleten blieben bei ihrem Heimrennen zwar ohne Sieg, sorgten mit insgesamt sieben Podiumsplatzierungen dennoch für strahlende Gesichter bei den Besuchern.

 

U23: Eibl gewinnt Gesamtweltcup – Heimsieg für Colombo
Den Auftakt am Sonntag machten die U23-Frauen: Dort fuhr Ronja Eibl (GER) auf den zweiten Platz. Nach drei Siegen und drei zweiten Plätze hat sich die Deutsche damit vorzeitig den Gesamtweltcupsieg gesichert. Der Tagessieg ging an Martina Berta (ITA) und Haley Batten (USA) wurde Dritte. Im letzten Rennen des Wochenendes sorgte Filippo Colombo für einen erfolgreichen schweizer Abschluss. Colombo setzte sich im Sprint gegen Vlad Dascalu (ROU) durch und sicherte sich seinen zweiten Saisonsieg bei den U23-Männern. Jofre Cullell Estape (ESO) landete auf dem dritten Platz.

 

MTB-Festspiele begeistern Zuschauer
Die Mountainbike-Festspiele am Rothorn wurden erneut ihrem Ruf gerecht: Action, Drama, Ekstase, Emotionen und Hochspannung – die Short-Track-Rennen am Freitag, die Downhill-Wettbewerbe am Samstag und die Cross-Country-Hauptrennen am Sonntag beinhalteten alles, was das Mountainbike-Herz begehrt und zogen insgesamt zirka 28.500 in die Bike-Arena gepilgerten Zuschauer in ihren Bann.

 

«Wir wussten nicht, was uns erwartet», sagte OK-Präsident Christoph Müller. Andere Veranstalter hätten davon berichtet, dass nach einer Weltmeisterschaft das Interesse der Zuschauer abflache. «Bei uns war das aber nicht der Fall, im Gegenteil», freute sich Müller. «Die Zuschauerzahlen von knapp 30.000 über das gesamte Wochenende übertraf alle Erwartungen. Das Short-Track-Format von Freitagabend war ein zusätzliches Highlight, das bereits früh viele Besucher anlockte und als überaus gelungene Premiere bezeichnet werden darf. Die Stimmung war einfach gigantisch und wir freuen uns schon auf nächstes Jahr!»

Die spannenden Rennen von Elite Damen und Herren sind als Video-on-Demand kostenlos auf www.redbull.tv verfügbar.

 

All photos by ©  Piotr Staron

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Du kannst helfen! Gemeinsam für mehr Trails in Deutschland!

Pressemitteilung Mountainbike Tourismusforum Deutschland e.V.: In gut zwei Wochen startet der 7. Mountainbike Kongress „GUTE WEGE“. Und eins steht schon vorher fest: unser geliebter Sport braucht mehr von ihnen – speziell in Deutschland. Doch wie gelingt das? Diese Frage bestimmt seit Jahren unser Handeln und eins zeigt sich immer wieder: eine zentrale Rolle spielt die lokale Bike-Community – und zu der gehörst auch Du.

Für die erfolgreiche Umsetzung und Realisierung von Trail-Projekten benötigt es auch auf lokaler Ebene das entsprechende Know-how und Netzwerk. Und genau hier wollen wir Dich in Zukunft mehr unterstützen. Mit dem Community-Ticket erhältst Du Zugang zum Mountainbike Kongress 2022. 

Der Kongress findet am 24. und 25. Mai virtuell statt. Sämtliche Inhalte können aber den gesamten Sommer über weiterhin abgerufen werden – es macht also nichts, falls Du an den beiden Tagen nicht live dabei sein kannst. 

Was erwartet Dich beim Kongress? 

Zum Start nähern wir uns mit erfahrenen Expertinnen und Experten aus der ganzen Welt einer Definition guter Bike-Infrastruktur. Wir suchen dabei nach Antworten auf die Fragen:

  • Was macht einen guten Trail aus?
  • Wie entstehen langfristig, nachhaltige Bike-Angebote?
  • Welche Modelle sichern Qualität und Weiterentwicklung?

Am Nachmittag vertiefen wir unser Wissen zu Angebotsentwicklung, Genehmigungsverfahren, Stakeholdermanagement und Trailbau. Außerdem schaffen wir den Raum für Vernetzung und den fachlichen Austausch.

Am zweiten Kongresstag beschäftigen wir uns intensiv mit den Projektphasen, die von der Idee zum Trail-Angebot führen. Wir beleuchten Ansätze und Methodiken im Besuchermanagement und schauen auf die Bedeutung der Wegepflege. Best Practices gibt es an diesen Tag nicht nur zum erfolgreichen Betrieb von Bike-Anlagen, sondern auch von Initiativen und Vereinen die bereits Erfolge erzielt haben. Dazu gehören unter anderem der MTB-Verein Saarbrücken, die MTB-Initiative Koblenz und Geländefahrrad-Aachen.

Wie bekommst Du das Ticket zum Community-Preis?

Wir wollen Dir und Deiner lokalen Community in Zukunft noch besser helfen, attraktive Trail-Angebote zu realisieren. Dafür brauchen wir Deine Hilfe. Verrate uns daher in drei kurzen Fragen, wo du bei der Realisierung von Trails noch Fragen hast, um dann im Anschluss einen Voucher zu erhalten, mit dem Du Dich beim Mountainbike-Kongress für € 70 statt 210 anmelden kannst. 

Die drei kurzen Fragen findest Du HIER. 

Voraussetzung ist nur, dass Du Mitglied in einem Bike-Verein (DIMB, DAV, lokaler MTB-Verein) bist.

Für weitere Informationen und das umfassende Programm des siebten deutschen Mountainbike Kongress besuch die offizielle Website unter www.kongress.bike. 

 

VIDEO: Casey Brown – HONK IF YOU FREERIDE – Episode 1

Honk if you Freeride ist die neue Serie von Casey Brown. Zusammen mit ihren Freundinnen ist sie auf ihren Hometrails, kanadischen Freeride Lines und riesigen Sprüngen unterwegs. Dieses Video strahlt unfassbar viel gute Laune aus. 

A short film documenting a fun trip from Canada to Utah!

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Nové Město bereit für packende Action: Gelingt Bec McConnell der Hattrick? Sichert sich Nino Schurter die Nummer 34?

Die ganze Action gibt es LIVE und on Demand auf Red Bull TV

Thomas Pidcock
©Bartek Wolinski

Nach dem Weltcup ist vor dem Weltcup. Die Reifenspuren auf der Albstädter Cross-Country-Strecke sind immer noch frisch, da steht bereits das nächste Mercedes-Benz UCI Mountainbike Weltcup Wochenende im tschechischen Nové Město vor der Tür. Mit spannenden Rennen, einem beachtlichen Comeback und einer großartigen Fortsetzung hat die Schwäbische Alp alles geliefert, was sich das Fanherz ersehnt hat und gleichzeitig die Vorfreude auf die nächsten Rennen in Nové Město gesteigert.

Zeitplan für das Live-Finale auf Red Bull TV:

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XCC
Das Elite-Finale der Frauen findet am Freitag, 13. Mai, um 18:00 Uhr (MESZ) statt.

Das Elite-Finale der Herren findet am Freitag, 13. Mai, um 18:45 Uhr (MESZ) statt.

XCO
Das Elite-Finale der Frauen findet am Sonntag, 15. Mai, um 11:20 Uhr (MESZ) statt.

Das Elite-Finale der Herren findet am Sonntag, 15. Mai, um 15:20 Uhr (MESZ) statt.

Bei seinem Weltcup-Comeback in Albstadt zeigte der britische Allerkönner Tom Pidcock, dass man jederzeit mit ihm rechnen muss. Der Olympiasieger von Tokio fuhr direkt zum zweiten Weltcupsieg seiner Karriere im Elite-Wettbewerb und vereitelte gleichzeitig Nino Schurters Rekordjagd nach den meisten Einzelsiegen. In Nové Město dürfte sein Ziel sein, den Weltcup-Titel aus dem vergangenen Jahr zu bestätigen. Aber die Konkurrenz ist groß und die tschechische Rennstrecke hat in den letzten Jahren viele verschiedene Sieger – wie Simon Andreassen (DEN), Henrique Avancini (BRA), Milan Vader (NED) oder Mathieu van der Poel (NED) – hervorgebracht. Niemand hat auf der anspruchsvollen Strecke jedoch öfter gewonnen als der aktuelle Gesamtweltcupführende Nino Schurter, der am kommenden Wochenende die nächste Chance erhält Geschichte zu schreiben und seinen 34. Weltcup zu gewinnen.

Bei den Elite-Frauen war Nové Město in den letzten Rennen fest in französischer Hand, wobei Loana Lecomte und Pauline Ferrand-Prévot die beiden XCO-Wettbewerbe 2020 sowie im vergangenen Jahr unter sich aufteilten. In dieser Saison könnte sich jedoch vor allem eine australische Fahrerin aufmachen, die französische Dominanz zu brechen. Die Weltcup-Gesamtführende Rebecca „Bec“ McConnell fliegt derzeit von Sieg zu Sieg, nachdem sie nicht nur die ersten beiden XCO-Rennen in Petrópolis und Albstadt, sondern auch das jüngste XCC-Rennen gewonnen hat.

Auch im XCC-Gesamtweltcup ist Rebecca McConnell auf den zweiten Platz vorgerückt, die Gesamtführende Pauline Ferrand-Prévot hat nur noch 50 Punkte Vorsprung. Bei den Männern führt weiterhin Alan Hatherly, dicht gefolgt von Nino Schurter.

Die dreimalige XCO-Weltmeisterin Pauline Ferrand-Prévot zieht ein positives Resümee aus Albstadt und freut sich bereits auf das Rennen in Tschechien: „Ich bin sehr zufrieden mit diesem ersten europäischen Weltcup-Rennen der Saison und mit meinem zweiten Platz im XCC nach dem Endspurt gegen Bec, aber auch mit meinem XCO-Rennen. Albstadt ist ein extrem körperlicher Kurs, der keine Gnade zeigt, wenn man nicht bei 100 Prozent ist. Es ist außerdem großartig zu sehen, dass sich die Arbeit an meiner Technik während der Off-Season auszahlt und ich mich besonders in den Downhill-Parts nochmal deutlich besser und sicherer fühle. Ich kann es kaum erwarten zu sehen, wie es auf der eher schroffen Strecke von Nové Mesto wird, mit der ich noch eine Rechnung offen habe.“

Die gesamte Saison 2022 des Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup gibt es wie immer live und kostenlos auf Red Bull TV. Noch mehr Bike-Action gibt es auf facebook.com/RedBullBike und youtube.com/RedBullBike.

TEST: Specialized Trail-Bekleidung – so gut wie die Mountainbikes?

Specialized gehört zu den größten Marken der Szene. Mit ihren Mountainbikes dominieren sie den Markt und haben Erfolg im Downhill, Enduro und Freeride. Ausnahmsweise haben mal heute aber kein Bike der Kalifornier*innen getestet sondern uns die Trail-Bekleidung genauer angeschaut. Ob die Klamotten so gut sind wie die Räder, erfahrt ihr hier.

1974 wurde Specialized in Kalifornien gegründet und ist nicht mehr aus dem Radsport wegzudenken. Im World Cup räumen Athleten wie Loic Bruni und Finn Illes ab, beim Darkfest ist Chelsea Kimball auf einem Demo in der Luft und in Kamloops macht Matt Hunter die Kurven unsicher. Die Marke steht für Qualität, Erfolg und gehobene Preise.

Bei unserem Field Trip vor wenigen Wochen hatten wir die neue Trail-Bekleidung aus dem Hause Specialized mit und konnten uns einen Eindruck machen. Vom Trail-Long Sleeve, über die Trail Regenjacke im Camo Look bis hin zur passenden Hose und dem euch vor wenigen Wochen vorgestellten Ambush Helm hatten wir alles dabei, was man für den nächsten Enduro Trip braucht.

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Specialized

Unseren ersten Eindruck vom Specialized Ambush Helm findet ihr hier: FIRST RIDE: Der neue Specialized Ambush Trail/Enduro Helm. Den Test zu den Specialized 2FO Schuhen findet ihr hier: Test ein Jahr mit Specialized 2fo-Roost und DH Schuhe

Men’s Altered-Edition Trail Rain Jacket

Könnt ihr euch an die Szene aus Die Rückkehr der Jedi-Ritter erinnern, in der Leia auf Endor mit einem Poncho auf die Ewoks trifft? Genau an diesen erinnert mich die Trail Rain Jacket in Oak Green. Aber vielleicht liegt das auch nur an meiner ausgeprägten Fantasie.

Optisch ist der „Camo“ Look definitiv Geschmacksache, wirkt aber im Vergleich zu anderen Marken nicht ganz so aufdringlich und etwas dezenter. Was uns gefällt sind die fehlenden Specialized Logos. Somit ist die Jacke auch für Besitzer von anderen Marken interessant.

Auf der Brust befindet sich eine Tasche in der man das Smartphone, Tools, oder Ähnliches Verstauen kann. Die Kapuze verfügt über eine Art Visier und lässt sich mit Kordelzügen an die Kopf, oder Helmform anpassen.

Komfort und Verarbeitung

Specialized bewirbt die Trail Regenjacke als extrem atmungsaktiv und dehnbar. Für eine Jacke aus 100% Polyester ist diese auch verhältnismäßig gut belüftet, lässt einen aber bei höheren Temperaturen trotzdem ordentlich schwitzen, was bei leichten Trail Regenjacken aber leider fast immer so ist. Was den restlichen Komfort angeht, haben wir nichts auszusetzen. Die Jacke verfügt über einen angenehmen Stretch, der für ordentlich Bewegungsfreiheit auf den Trails sorgt.

Material und Preis:
  • Material: 100% Polyester
  • Größen: S – XXL
  • Preis: 170,00 Euro

Für eine Marken-Regenjacke ist der Preis der Men’s Altered-Edition Trail Rain Jacket absolut gerechtfertigt. Dazu kommt eine cleane Optik, ordentlich Bewegungsfreiheit und kein auffälliges Branding. Uns gefällt’s.

Latsch

Specialized

Men’s Altered-Edition Trail Long Sleeve Jersey

Im Vergleich zu den anderen Specialized Kleidungsstücken ist das Long Sleeve Jersey mit wesentlich mehr Branding und Logos versehen. Die uns zur Verfügung gestellte Smoke Variante hat ein ähnliches Muster wie die Trail Rain Jacket und kombiniert eine graue Front mit Schwarz. Specialized bietet das Jersey noch in einer etwas helleren Farbvariante an.

Auf der linken Brust ist das Logo der Kalifornier in weiß gedruckt und auf dem Ärmel befindet sich in großen Buchstaben der Markenname.

Komfort und Verarbeitung

Auch hier kann man sich nicht über den Tragekomfort beschweren. Die Stoffmischung liegt sehr angenehm auf der Haut und der Rundhalskragen passt zum lässigen Stil.

Die Kalifornier setzen beim Stoff auf ein besonderes Konzept. Das reflektierende MiniR®-Gewebe soll die Sonne reflektieren, kühl halten und besonders beständig sein.

Material und Preis:
  • Material: 80% Polyester, 14% Baumwolle, 6% Elastan
  • Größen: S – XXL
  • Preis: 65,00 Euro

Das Men’s Altered-Edition Trail Long Sleeve Jersey wirkt sehr leicht, liegt angenehm am Körper und sieht sehr gut aus. Zwar sind hier die Specialized Brandings wesentlich auffälliger, wer aber Fan der Marke ist, wird hier ein echt tolles Jersey für einen super Preis bekommen.

Latsch

Specialized

Trail Pants

Bei der Trail Pant setzt Specialized auf etwas gedecktere Brandings. Wer also wert auf passende Marken legt und auf seinem Trek keine Specialized Klamotten tragen möchte, kann hier vielleicht noch ein Auge zudrücken. Das kleine Logo fällt zumindest kaum auf, was uns persönlich sehr gut gefällt. Die Trail Pant ist aktuell in Schwarz auf der Website von Specialized erhältlich.

Komfort und Verarbeitung

Was beim ersten Anziehen direkt auffällt, sind die sehr eng geschnittenen Beine. Mal schnell an und ausziehen ist hier nicht so leicht. Wer große Füße hat, kommt schwer durch den engen Bund am Knöchel. Sobald die Hose aber sitzt, liegt sie vor allem an den Beinen sehr angenehm eng an. Dank des elastischen Materials bleibt aber auch Platz um sogar DH Knieschoner unter der Trail Pant anzuziehen.

Der klassische MX-Schnallenverschluss macht einen soliden Eindruck und die beiden Taschen bieten Platz für Smartphones und Liftticket.

Material und Preis:
  • Hauptmaterial: 90% Nylon, 10% Elastan – Andere: 82% Nylon, 18% Elastan
  • Größen: 26 – 42
  • Preis: 120,00 Euro

Wenn es etwas zum bemängeln an der Specialized trail Pant gibt, dann sind es wahrscheinlich für viele die sehr engen Beine. Sobald die Hose sitzt, bietet sie aber ordentlich Komfort, sieht sehr gut aus und hat Platz für große Schoner – auch bei „breiteren“ Beinen. Der Preis ist für eine Lange Trail Hose von Specialized durchaus auch fair.

Specialized

Fazit: Specialized = schick, bequem und modern

Wer an Specialized denkt, denkt an tolle aber teure Fahrräder. Im Gegensatz ist die Sportswear der Kalifornier für einen markt-typischen Preis erhältlich und ist teilweise sogar günstiger als bei anderen Herstellern. Dazu kommt, dass Specialized auf ein schickes, schlichtes und modernes Design setzt, das definitiv heraussticht und viele Fans in der modernen Szene finden sollte. Auch die Batik/Camo Optik der Regenjacke und des Jerseys übertreibt nicht und passt sehr gut zum Image. Da Specialized teilweise auf sehr unauffälliges Branding setzt, sind die Produkte auch was für alle die auf anderen Marken die Trails unsicher machen.

Specialized

Mehr Infos findet ihr unter: www.specialized.com

VIDEO: Danny MacAskill ‘DO A WHEELIE’

Danny MacAskill hatte im letzten Jahr zum #WheeliewithDanny aufgerufen. Im neusten Edit mit Five Ten und Cut Media macht er genau das und rollt zusammen mit Freunden auf dem Hinterrad über Straßen, Trails und Hindernisse.

Want to learn to #DoAWheelie like the master Danny MacAskill – Head to www.adidas.com/510day_danny_macaskill and get exclusive access to Danny’s ‘How To Wheelie’ tutorial. In the summer of 2021 Danny MacAskill put out a call to action to his 3.5 million social media fans asking them to #WheelieWithDanny. Riders and fans applied from around the world to feature alongside Danny in his latest project from adidas Five Ten and Cut Media. Join Danny MacAskill and a host of friends as he pushes the boundaries of the humble wheelie and learns a thing or two from friends old and new. Mountain biking has become more popular by the day and participation is currently at an all-time high for this amazing sport. However, you do not need a mountain or a bike park to get out and enjoy your bike. The wheelie is, for many, the first thing they will ever learn on a bike, but it can open the doors to an entire new world. Joining forces, adidas Five Ten and Danny MacAskill want to share their passion for cycling. In this latest collaboration they showcase how the humble wheelie has brought riders together from around the world in their love of bikes. Once again, Join the #DoAWheelie challenge, upload your best wheelie to social media and challenge your friends to try it too!

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VIDEO: Brage Vestavik lebt den skandinavischen Freeride Traum

Im neuen Edit von Blur Media und Brage Vestavik gehts auf Steilhänge, technische Drops und Skandinavische Rampage Lines. Brage scheint einfach anders zu ticken und haut hier wieder ein richtig fettes Edit raus.

After a long Norwegian winter of hibernation, Brage Vestavik is back and stacking clips with Blur Media.

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