Test: Specialized – „S-WORKS Demo 8“

Bericht erschien exklusiv in der Gravity Mountainbike Magazine Ausgabe #029 [ September & Oktober 2015]

Für 2015 hat Specialized dem „Demo“ eine komplett neue Rahmenform verpasst. Die Wippe, die Kettenstreben und der Hauptrahmen sind komplett aus Carbon gefertigt. Der asymmetrische Carbonrahmen sieht bullig und massiv aus – schwer ist er aber nicht. Die besondere Form ermöglicht einen guten Zugang zum Dämpfer. Die Züge werden jetzt durch den Rahmen verlegt um die cleane Optik nochmals zu unterstreichen. Dem Unterrohr wurde ein fetter Protektor verpasst um das schöne Carbon vor Steinen zu bewahren. Hier dürfen sich kleine Fahrer besonders freuen: Erstmals ist das Flaggschiff auch in „Small“ erhältlich. Insgesamt ist das neue „Demo“ von der Geometrie etwas „raciger“ geworden. Der Radstand ist gewachsen und das Tretlager wurde abgesenkt. Um an die Wendigkeit des Vorgängermodells anzuknüpfen ist die Kettenstrebenlänge gleich geblieben. Die Achsbreite ist nach einigen Jahren wieder auf 135 Millimeter zurückgeschrumpft.

//Um die cleane Optik zu wahren, sind die Züge durch den Rahmen verlegt

Im Hinterbau arbeitet der „TTX 22M“ des schwedischen Dämpferspezialisten Öhlins, der exklusiv für Specialized gebaut wurde. Anwenderfreundlich punktet der Dämpfer mit seiner leichten Abstimmbarkeit: Für die High-Speed Druckstufe gibt es lediglich drei Stufen. Die Low-Speed Zugstufe ist immerhin über sieben Klicks und die Low-Speed Druckstufe über 16 Klicks einstellbar. Als Federgabel kommt eine Rockshox „Boxxer Team“ zum Einsatz. Trotz des kompletten Stahlfeder-Fahrwerks liegt das Gesamtgewicht des „S-WORKS Demo“ bei 16,38 Kilo. Alleine mit einem Luftfahrwerk ließe sich die 15 Kilo Marke leicht knacken. Die Ausstattung ist „S-WORKS“ –entsprechend hochwertig und leicht. Darunter der Carbonlenker und die ausgeklügelte „X01 DH“ 7-Fach Schaltung. Die bissige „Guide RS DH“ Vierkolben Bremsanlage von Sram kommt mit 200er Scheiben vorne und hinten. Das sorgt für Bremspower – auch auf langen Downhills. Auf dem „Roval“ 650B-Laufradsatz ist die bewährte „Butcher“ und „Slaughter“ Kombination von Specialized montiert. Eine gute Mischung aus niedrigem Rollwiderstand am Hinterrad und kompromisslosem Grip am Vorderrad.

//Der Öhlins Dämpfer liegt gut erreichbar im asymmetrischen und formschönen Gewand

Um so schnell wie Aaron Gwin unterwegs zu sein, haben wir vor der ersten Abfahrt die komplette Luft aus dem Hinterreifen gelassen und die Kette demontiert. Nein – Wir machen nur Spaß. Das „Demo 8“ fährt sich mit längerem Radstand nun auch bei hohem Tempo angenehm ruhig. Man steht tief im Rad, in einer zentralen Position. Trotzdem fährt sich das Bike verspielt und wendig wie das alte „Demo“ – dank der sehr kurzen Kettenstreben. So lässt sich das Rad ebenso durch enge Kurven zirkeln oder mit Highspeed über ein Steinfeld hämmern. Wir fühlten uns mit dem „Demo“ in allen Bereichen durchaus wohl.

//Das Hauptlager ist um das Pressfit Tretlager platziert und der massive Rahmenprotektor bewahrt den Carbonrahmen vor Steinschlag

Fazit: Das „S-WORKS Demo“ ist edel und sieht extravagant aus. Mit dem Bike ist man unglaublich schnell und wendig unterwegs. Die Geometrie vermittelt Sicherheit in allen Lagen. Trotz Stahlfederelementen wiegt der Bock nur 16,38 Kilo. Extravagant ist leider auch der Preis.

Pro: „Ready to race“ Ausstattung, Rahmengewicht, Geometrie, Exklusiv, Details

Contra: Preis

Unverbindliche Preisempfehlung: 7.999,- € (Komplettrad) | Größen: S, M, L, XL | Gewicht: 16,38 kg |

www.specialized.com

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TEST: Die neuen Fizik Gravita Schuhe – Enduro und Downhill, Flat und Clipless

Fizik stellt die neuen Gravita Schuhe für den raueren Mountainbike Einsatz vor. Dabei wird Sicherheit und Performance kombiniert um im Enduro und Downhill Bereich zu glänzen. Zusammen mit Athleten und Entwicklern entstanden somit zwei Modelle; der Gravita Versor und der Gravita Tensor. Natürlich als Flat und Clipless Modelle erhältlich.

Fizik haben sich in den letzten Jahren immer mehr in die Mountainbike Branche gewagt und entwickelten neben den klassischen Renn- und XC-Schuhen einige interessante Produkte für die Gravity Szene. Mit den neuen Gravita Schuhen präsentieren die Italiener eine Kombination aus Schutz, Tragekomfort und Performance.

Den Test zu den Gravita Versor Clipless findet ihr am Ende des Artikels.

Gravita Tensor

Als es bei Fizik um die Entwicklung um einen Race-Spec Gravity Schuh ging, war das Feedback von Enduro Athleten und World Cup Racern extrem wichtig. Beiden Kategorien war klar, dass die Schuhe ein gewisses Maß an Sicherheit, Haltbarkeit und Stabilität auf dem Pedal bei Renn- und Trainingsläufen bieten müssen. Dabei soll der Schuh aber nicht nur gut performen sondern auch möglichst leicht und bequem sein. Fizik nahm sich also zum Ziel all diese Kriterien in einem Schuh zu integrieren.

Vorab: Uns wurde bisher nur die Versor Modelle zur Verfügung gestellt, deshalb können wir kein Fazit zu den Tensor Varianten geben.
  • Ripstop Material + TPU verstärktem Obermaterial
  • Schnürsenkel + Einsteig mit Klettverschluss
  • Flat: X6 Außensohle – EVA Innensohle, Vibram Megagrip
  • Clipless: X6 Außensohle – Nylonschaft, EVA Innensohle, Vibram XS EVO
  • Gewicht: 310 g (Flat), 410g (Clipless)
  • Größe: 36-48 (37 – 47 in halben Größen erhältlich)

Was die Optik des Schuhs angeht, fällt einem direkt der hochgezogene Knöchelbereich auf. Unserer  Meinung nach ein sehr interessantes Feature, da im ruppigen Gelände der Kontakt zur Kurbel doch auch mal etwas härter ausfallen kann und ein extra Polster somit nicht unangemessen ist. Die Tensor Modelle sind in drei Farbvarianten erhältlich: Schwarz, Rot/Scharz, Grau/Aqua-Marine

Das Außenmaterial ist ein Ripstop Material, dass auf der Oberseite TPU-verstärkt wurde. Fizik setzt beim Tensor auf Schnürsenkel, die mit einem Klettveschluss am oberen Ende kombiniert werden.

Für mehr Komfort auf den Pedalen sorgt eine EVA Innensohle, die Vibrationen der Pedale abdämpft und taube Füße vermeiden soll.

Fizik Gravita

Flat

Wer mit Flat Pedals unterwegs ist, der weiß, dass der Grip von Griffen und Pedalen essentiell ist. Verliert man den Halt, kann man die Spannung im Körper nicht halten und das Bike verliert an Kontrolle. Deshalb ist die Sohle eine Flat Schuhs so wichtig.

Fizik setzt bei den Tensor und Versor Modellen auf die Gummimischungen von Vibram. Vibram ist einer der weltweit führenden Hersteller von Gummisohlen für den Outdoor, Sport und Arbeits- Bereich. Für den Mountainbike Bereich wurde eine besonders “klebrige” Sohle entwickelt – die Vibram Megagrip – soll im harten Gelände auf dem Pedal kleben und die Kontrolle über das Bike gewähren.

Der Aufbau der Sohle bietet dank des etwas feineren Musters unter den Zehen und der Hacke für Grip beim gehen. Der gröbere Bereich auf der Mitte und am Heck des Schuhs soll für Halt auf den Pedalen sorgen.

Im Gegensatz zur Clipless Variante ist die Sohle recht flexibel gehalten damit sich der Fuß über die Pins und das Pedal legen kann und sich somit quasi auf den Flats festhalten kann.

Fizik Gravita

Clipless

Der Aufbau und die Sohle sind identisch zur Falt Variante. Das feinere Muster am vorderen Teil der Sohle sorgt für Grip zu Fuß und die gröbere Anordnung in der Mitte soll für Grip auf dem Pedal sorgen.

Der eigentliche Unterschied liegt natürlich am Slot für Cleats und einer versteiften Sohle. Um beim Pedalieren am Pedal ziehen zu können und genug Druck über das Clipless-System aufbringen zu können ist die Sohle steifer als bei einem Clipless Schuh, der sich quasi über das Pedal legen muss um Halt zu finden.

Das Cleat System bietet eine ordentliche Range und lässt sich recht weit nach hinten verstellen um im steilen Gelände die Verse ordentlich nach unten drücken zu können. Im Lieferumfang sind außerdem zwei Shims enthalten.

Gravita Versor

Fizik hat uns den Versor in der clipless Variante zur Verfügung gestellt und wir konnten schon einige Meter mit den schicken Modellen drehen.

Der Aufbau der Versor und Tensor Modelle unterscheidet sich kaum. Beide kommen mit EVA-Innensohle, Vibram Gummimischungen und Rip-Stop Material. Der unterschied liegt hierbei jedoch im Detail denn die Versor sind noch leichter als ihr großer Bruder. Die ergonomisch geformten Schuhe verzichten auf den Klettverschluss am Einstieg, das hochgezogene Polster am Fersenbereich und das TPU-Obermaterial.

  • Ripstop Material
  • Schnürsenkel
  • Flat: X6 Außensohle – EVA Innensohle, Vibram Megagrip
  • Clipless: X6 Außensohle – Nylonschaft, EVA Innensohle, Vibram XS EVO
  • Gewicht: 270 g (Flat), 410g (Clipless)
  • Größe: 36-48 (37 – 47 in halben Größen erhältlich)

Der Unterschied ist die Optik und die leichtere Verarbeitung. Optisch wirkt der Versor eher wie ein moderner Sneaker, ist ebenfalls in drei Farbvarianten erhältlich und kommt auch in Flat und Clipless Ausführungen. Farblich fällt der Versor jedoch etwas schlichter aus. Das knallige Rot gibt es nur beim Tensor, dafür können wir mit schlichten Schwarz und Grau Tönen vorlieb nehmen, die mit dezenten Lila und Braun Tönen kombiniert werden.

Fizik Gravita

Flat

Die Sohle der Flat Pedale ist ebenfalls aus der weichen und klebrigen Vibram Megagrip Gummimischung. Damit sich die Pins ordentlich in den Schuh “bohren” können, ist der mittlere Teil des Schuhs mit einem gröberen Muster übersehen. An der Front ist der Aufbau etwas feiner um Grip zu bieten, falls das Rad mal geschoben erden muss. Die Sohle ist vom Aufbau und der Mischung identisch wie der des Tensor Flat Modells.

TEST: Der Fizik Gravita Versor Clipless

Nun zum eigentlichen Test. Wir haben die Clipless Variante des Versors zur Verfügung gestellt bekommen und waren damit auf den heimischen Trails unterwegs. Unser Testmodell kam in Grey/Mud und wirkt optisch eher schlicht. Sobald man den Schuh anzieht, fällt auf wie angenehm geschnitten die Form ist. Wir haben relativ breite Füße und waren trotzdem vom Komfort begeistert und hatten angenehmen Freiraum an den Zehen.

Mein Setup

Im Lieferumfang ist eine kleine Packung mit zwei Shims beigelegt, die ich für den ersten Versuch erst einmal weggelassen hatte, aber darauf leider nicht mehr aus dem Pedal kam. MeinFehler! Der zweite Versuch mit Shims hat ausgezeichnet gepasst und es gab keine Problem mehr aus den DMR VTwin Pedalen mit Shimano System zu entklicken. Für mehr Grip und weniger Spiel fahre ich die Pedale mit zusätzlichen Pins und Shims.

Das Fazit zum Gravita Versor Clipless

Der Versor besticht durch angenehmen Tragekomfort und wirkt eher wie ein etwas zu steifer Sneaker und nicht wie ein typischer Fizik Clipless Schuh. Wer wie ich manchmal auf dem Trail Probleme hat wieder einzuklicken, dem dürfte die extrem grippige Vibram Sohle in der ein oder anderen Situation auf dem Pedal helfen. Auch der Aufbau gefällt – der steife Ballen-Bereich macht das Fahren mit Klick-Pedalen sehr angenehm, bietet aber trotzdem genügend Flex um das Bike auch mal schieben zu können. Optisch ist das ganze natürlich wieder Geschmacksache – uns gefällt die neue Fizik Kollektion jedoch sehr gut.

TEST: ⚡ Sram GX Eagle AXS ⚡ – Das wird den Markt schocken!

Mit der GX Eagle AXS präsentiert der Komponentenhersteller aus den Staaten eine deutlich günstigere Alternative zu seinen bereits bekannten und etablierten kabellos-Schaltungen. Preislich deutlich unter den Edel-Gruppen X01 und XX1 angesiedelt, muss man dennoch kaum Kompromisse eingehen. Wir haben die neuste AXS Variante testen können und sind uns sicher, dass diese Wellen schlagen wird.

Der Hammer direkt zum Start: Technisch gibt es keine Unterschiede zu den beiden anderen kabellos-Schaltungen. Bei der Sram GX Eagle AXS kommt die gleiche verschlüsselte Übertragungsmethode zwischen Controller und Schaltwerk zum Einsatz, ebenso sind sämtliche Features wie die Einstellmöglichkeiten per App oder die innovative Overload Clutch mit an Bord. Es ist schon fast eine kleine Sensation, dass die neue Schaltung angesichts dieser Eckdaten nur etwas mehr als die Hälfte der beiden anderen kosten soll und wir sind uns sicher:  Diese neue Schaltung wird den Markt ordentlich durchrütteln!

Die neue GX Eagle AXS kommt in den kommenden Tagen in den Handel und wird zunächst nur als Upgrade-Kit erhältlich sein. Dieses besteht aus Schaltwerk, Controller/Shifter, Ladegerät, Kabel und Einstellhilfe. Die übrigen Komponenten wie Kassette, Kette, Kurbel und Kettenblatt lassen sich aus dem gesamten Eagle-Sortiment nutzen.

Sram GX Eagle AXS
Das Kit: Controller, Schaltwerk, Akku, Ladegerät, Kabel und Einstellhilfe

Sram AXS – Ist das die Zukunft?

Die Sram AXS Schaltungen sind ausschließlich als 12-Fach Antriebe erhältlich, die im Kern aus zwei Komponenten bestehen, dem Controller und dem Schaltwerk. Der Controller ersetzt dabei den Schalthebel und ist neben seinen “fehlenden” Schaltzügen der größte Unterschied zu klassischen Antrieben.

Die Kommunikation zwischen Controller und Schaltung läuft über einen verschlüsselten Kanal, der bei jedem Set individuell gekoppelt wird, um Fehler zu vermeiden. Das verhindert auch, dass andere AXS Nutzer nicht das eigene System durcheinanderbringen und plötzlich die Gänge an einem anderen Fahrrad mit schalten.

Spannend ist auch, dass sich die AXS Komponenten problemlos mit Etap Bauteilen vom Rennrad und Gravelbike kombinieren lassen. 520% Bandbreite auf dem Gravelbike ohne Kabel sind somit auch kein Problem mehr.

Sram GX Eagle AXS

Simple Montage und Installation

In einer Welt, in der die Vorbilder die Star Nut mit Backsteinen in die neue Gabel schlagen, sollte eine Installation am Besten so leicht wie möglich vonstatten gehen.

Aufgrund der fehlenden Züge fällt das nervenzerreißende Gefummel am Rahmen schon mal weg. Einfach das Schaltwerk und den Controller anschrauben, Kette ablängen und schon ist man fertig. Nach dem Anbringen ist nur noch Feintuning notwendig. Über die mitgelieferte Montagehilfe lässt sich der Abstand des Schaltwerks zur Kassette über die sogenannte B-Screw schnell und einfach einstellen. Die Schrauben für die Anschläge mussten wir in unserem Fall überhaupt nicht anrühren und die Feinabstimmung des Schaltwerks über die Trim-Funktion ist kinderleicht. Ein kleiner Knopf am Schalthebel erlaubt das Verschieben des Schaltwerks in winzigen Schritten. Dabei genügt es in 9 von 10 Fällen diesen Prozess für einen Gang zu erledigen.

In unserem Fall war alles in unter fünf Minuten perfekt eingestellt. Für die gesamte Montage (wir haben eine Komplett-Gruppe inklusive Kurbel und Innenlager verbaut) haben wir weniger als 40 Minuten benötigt.

Safety First: Overload Clutch

Eine der spannendsten Funktionen der AXS Systeme dient der Sicherheit: Die sogenannte Overload Clutch. Hinter der Bezeichnung steht eine einzigartige Schutzfunktion, die das Schaltwerk und auch das Schaltauge vor Beschädigungen schützt. Sobald ein Schlag auf das Schaltwerk registriert wird, weicht dieses nach innen aus und geht kurze Zeit später in seine ursprüngliche Position zurück. Das schützt in erster Linie den Motor im Inneren, aber natürlich auch sämtliche andere Bauteile. Gerade bei einem Schaltwerk, das deutlich über 300 Euro kostet, ein tolles Feature.

Kein Schalthebel, sondern ein Controller

Auch wenn die Neuerung kabellos Schalten zu können nach dem größten Unterschied zwischen einer AXS und einer mechanischen Schaltung klingen mag, fühlt man das auf dem Trail fast gar nicht. Der größte Unterschied ist tatsächlich der Schritt vom klassischen Schalthebel zum “Controller” der AXS. Die kleine Wippe lässt sich nämlich super leicht mit dem Daumen bedienen und wirkt anfangs recht ungewohnt. Nach wenigen Metern auf dem Bike gewöhnt man sich aber recht schnell an das neue System und genießt die geringen Bedienkräfte und die kurzen Wege für die Finger.

Sram GX Eagle AXS

11-50, 10-50 und 10-52 Kassetten

Das neue AXS Upgrade Kit ist mit sämtlichen derzeit erhältlichen Eagle-Kassetten kompatibel. Wer also an Gewicht sparen möchte, kann problemlos eine XG 1299 aus der XX1-Serie montieren. Sparfüchse setzen stattdessen wohl eher auf die günstige NX Eagle 11-50er Variante. Natürlich sind auch alle anderen Kombinationen problemlos möglich, mit bis zu 520 % Bandbreite.

Sram GX Eagle AXS

AXS App für Diagnosen und Individualisierung

Sram bietet mit der kostenlosen AXS App ein Tool, das sich per Bluetooth mit der Schaltung verbindet und sich als nützliches Feature erweist. Wer viel Kilometer schrubbt kann zum Beispiel sehen welche Gänge am häufigsten genutzt werden, kann dadurch den Verschleiß überwachen oder die Tritteffizienz verbessern. Natürlich gibt die App auch Auskunft über den Ladestand der Akkus und bietet eine individuelle Gestaltung der Tastenbelegung. Wer mag, kann somit auch den Controller in den One-Click-Modus setzen. Das bedeutet, dass auch beim Halten der Tasten nur ein Gang gewechselt wird – definitiv ein spannendes Feature für’s E-MTB.

Aber wo ist denn jetzt der Unterschied zu den teureren Varianten?

Wir bekommen also technisch absolut identische Leistungen wie bei den teuren Modellen? Wie kann die neue AXS denn dann so viel günstiger sein? Den Unterschied finden wir – wie auch bei mechanischen Schaltgruppen – im Material und Gewicht. Bei der X01 und der XX1 werden Aluminium, bzw. Carbon verwendet, die GX Schaltung setzt auf Stahl. Zwar mag Stahl etwas schwerer sein, als die vergleichbar edleren Materialien, jedoch soll – laut Sram – der Stahlkäfig noch robuster sein als bei der X01. Das macht die GX AXS trotz des günstigeren Preises zum stabilsten Schaltwerk im gesamten Portfolio.

Ein weiterer, jedoch wesentlich geringerer Unterschied liegt beim Controller. Seit Anfang des Jahres werden die Controller der X01 und XX1 Gruppen mit einer neuen und überarbeiteten Wippe ausgeliefert. Diese ist noch ergonomischer geformt und verfügt über eine geriffelte Oberfläche, die den Grip beim Schalten verbessern soll. Auf dieses neue Feature muss man bei der GX verzichten, kann dieses aber bei Bedarf nachrüsten. Ein weiterer kleiner Unterschied ist, dass die Befestigungsschelle hier nicht eloxiert, sondern lackiert ist. Beim Gewicht ändert sich nicht: Beide Controller wiegen ca. 70g.

Face Off – Die GX Eagle im Vergleich

Kommen wir zur Sache. Wie steht die GX Eagle im Vergleich zu den anderen AXS Gruppen da? Preislich liegt ihr UVP doch deutlich über dem der mechanischen Premium-Gruppe XX1 Eagle, wir rechnen jedoch damit, dass wir schon recht früh Preise in den einschlägigen Shops von ca. 500 Euro sehen werden. Dennoch: 60-70 g Mehrgewicht sind alles, was man im Gegensatz zu den Edel-Pendants von X01 und XX1 Eagle AXS in Kauf nehmen muss – und das für etwas mehr als die Hälfte des Preises!

Vergleicht man die Gewichte, wird es durchaus interessant. So liegt hier die kabellose GX Eagle ungefähr auf dem Niveau ihrer mechanischen Schwester-Gruppe. An dieser Stelle sei jedoch gesagt, dass das Gewicht der mechanischen Gruppen je nach Außenhülle und deren Länge mehr oder weniger stark variieren kann. Die Unterschiede beim Gewicht sind jedoch ohnehin sehr gering, wenn man den Blick nur auf Schaltwerk und Shifter richtet. Zwischen der schwersten Eagle Gruppe und der leichtesten liegen weniger als 100 g; anders sieht es beispielsweise bei den Kassetten aus – hier liegen zwischen NX Eagle und XX1 Eagle beispielsweise über 250 g.

ArtGewichtUVPStraßenpreis
GX Eagle AXSElektronisch517 g620 Euro*???
NX EagleMechanisch521 g**157 Euro120 Euro
GX EagleMechanisch492 g**165 Euro150 Euro
X01 EagleMechanisch481 g**388 Euro310 Euro
XX1 EagleMechanisch462 g**474 Euro400 Euro
X01 Eagle AXSElektronisch448 g1050 Euro*ca. 800 Euro
XX1 Eagle AXSElektronisch445 g1050 Euro*ca. 800 Euro
* inklusive Ladegerät und Akku
** Zug und Außenhülle sind mit 70 g eingerechnet

Aber: Sram ist ja nicht der einzige Hersteller mit 12-fach Schaltgruppen auf dem Markt. Die Konkurrenz aus Japan konnte in den vergangenen zwei Jahren doch etwas aufholen und hat ebenfalls interessante Schaltungskomponenten auf dem Markt. Im Gegensatz zu den US-Amerikanern setzen die elektronischen Schaltgruppen von Shimano jedoch noch auf elf Gänge und stehen nicht wirklich in direkter Konkurrenz zur GX Eagle AXS. Doch ein Blick auf die mechanischen Gruppen lohnt durchaus.

ArtGewichtUVPStraßenpreis
GX Eagle AXSElektronisch517 g620 Euro*???
Shimano XTRMechanisch422 g-280 Euro
Shimano XTMechanisch468 g-150 Euro
Shimano SLXMechanisch503 g-100 Euro

Sram GX Eagle AXS

Die Sram GX Eagle AXS auf dem Trail

Auf dem Trail zeigt sich schnell, dass der Unterschied zwischen der GX und den kostspieligeren Schwestermodellen in der Praxis nicht spürbar sind. Die Schaltvorgänge sind gewohnt knackig und geschehen wortwörtlich auf Knopfdruck. Zwar geht das Durchschalten nicht ganz so zügig vonstatten wie bei mechanischen Schaltrguppen, wobei der Unterschied tatsächlich sehr gering ausfällt. Wie schon erwähnt gewöhnt man sich recht schnell an den Controller – nach einigen Metern mit der AXS will man den kompakten Controller nicht mehr missen. Die ergonomisch geformte Wippe lässt sich intuitiv bedienen und der geringe Impuls lässt jeden Schaltvorgang zügig und knackig vonstatten gehen. Aber keine Sorgen – der Widerstand beim Switchen der Gänge ist hoch genug um ungewollte Schaltvorgänge zu vermeiden.

Wie robust das Ganze ist, können wir noch nicht beurteilen. Glaubt man jedoch den Angaben von Sram, übertrifft die GX Eagle dank des Stahlkäfigs die schon sehr haltbaren X01 und XX1 Modelle und deshalb machen wir uns keine Sorgen was dieses Thema angeht. Wir hatten die beiden teureren Varianten schon an einigen Test-Bikes in den letzten Jahren in Gebrauch und wurden von der Robustheit und der Zuverlässigkeit der elektronischen Schaltgruppen mehr als nur überzeugt. Auch während des Testeinsatzes der neuen GX Gruppe hatten wir keine Ausfälle oder Ähnliches zu beklagen.

Aber was passiert wenn der Akku auf dem Trail schlapp macht? Das ist wohl eine der am häufigsten gestellten Fragen, wenn man von den AXS Schaltgruppen spricht. Hier finden wir tatsächlich auch den einzigen Nachteil des elektronischen Systems. Zwar bietet Sram mit der App Angaben zum Akkustand – man kann auch bei Ankunft die Signalleuchte am Akku überprüfen – macht der Akku jedoch mal schlapp, bleibt die Schaltung in einem Gang und lässt sich nicht weiter bewegen. Wer sein Bike jedoch regelmäßig kontrolliert, wird damit keinerlei Probleme haben. Wer jedoch auf Nummer sicher gehen will, kann auf eine Powerbank zurückgreifen, oder am schlimmsten Notfall den Akku der Reverb Stütze mit der AXS tauschen.

Unser Fazit zum super attraktiven Sram AXS GX Eagle Upgrade Kit

Wir sind der Meinung, dass die neue GX Eagle AXS der US-Amerikaner von Sram Wellen schlagen wird. Die Gruppe hat das Zeug, den Schaltungs-Markt auf Jahre durcheinanderzuwirbeln und elektronische (+ kabellose!) Schaltungen für eine breite Masse zugänglich zu machen. Hinsichtlich ihrer Performance steht sie den fast doppelt so teuren Edel-Gruppen X01 und XX1 in nichts nach, selbst das Mehrgewicht ist überschaubar. Dafür darf man sich über noch mehr Robustheit freuen. Für uns ist die Gruppe jedenfalls der erste große Hammer im noch jungen Fahrrad-Jahr 2021!

Sram GX Eagle AXS

Mehr Informationen über Sram findet ihr auf: www.sram.com

First-Ride: Specialized Turbo Levo S-Works – stärker, aggressiver und moderner

Specialized Levo

Kaum eine Marke prägte den E-MTB Sport so sehr wie der amerikanische Hersteller Specialized. Die dritte Generation des Specialized Levo unterscheidet sich auf den ersten Blick kaum vom Vorgänger-Modell, kommt vorerst nur in Carbon aber besticht durch neue Features und optimierter Geometrie. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

Das Levo hat innerhalb des Specialized Portfolios schon immer die Rolle des Allrounders eingenommen. Wer noch mehr Federweg will, greift zum Kenevo. Wer mehr Wert auf geringes Gewicht legt, für den kommen die „SL“ Modelle in Frage. Das neue Turbo Levo bleibt dieser Kategorisierung treu; wirkt dennoch aufgefrischt und deutlich modernisiert – ohne es offenkundig nach außen zur Schau zu stellen.

Specialized Levo
Die überarbeitete Geometrie kommt dem Kenevo immer näher und macht Spaß bei der Abfahrt

Specialized S-Works Turbo Levo  – kurz und knapp

  • Rahmenmaterial: Carbon
  • Laufradgröße: Mullet 29″/27,5″
  • Antriebstyp: Specialized 2.2
  • Federweg: 160 / 150mm
  • Gewicht: 22,0 kg (Größe S3)
  • Preis: 13.999 Euro

Bekannte Optik und neue Laufradgröße

Das uns zur Verfügung gestellte Levo S-Works kam in der Metallic White Silver / Chrome / Dream Silver – kurz Schwarz/Weiß – Variante. Lack und Optik tragen zu einem cleanen Gesamtbild bei. Klar kann man sich über die harte Kante von schwarz auf weiß am Unterrohr wundern, wenn der Übergang an der Sattelstütze sauber ausschattiert. Alles Geschmacksache und deshalb liegt es nicht an uns das zu bewerten.

Die S-Works Variante ist in zwei Farbvarianten erhältlich. Einmal wie in dem oben genannten schwarz/weiß und dann gibt es das ganze noch in schwarz/blau. Wer es lieber etwas bunter mag und auf den S-Works Rahmen verzichten kann, der findet mit dem knallig roten Levo Pro eine gute Alternative. Die Farbe knallt und wird definitiv auf den grünen Trails zum Hingucker.

Trotz Dämpfer mit Piggyback ist Platz für eine große Trinkflasche

Erst auf den zweiten Blick fällt auf, dass der Rahmen eine komplette Neuentwicklung gegenüber dem Vorgängermodell ist. Die Linienführung des neuen Levos ist nahezu identisch zum Vorgänger, schlanke und gefällige Rohrformen dominieren und der bekannte, asymmetrische Rahmen umschließt die Dämpferaufnahme. Durch das leicht veränderte Design lassen sich aber nun selbst große Dämpfer wie der Fox X2 in Kombination mit einer Trinkflasche im Rahmendreieck unterbringen.

Business in the Front, Party in the Back

Neu ist auch die Laufradgröße, denn die dritte Generation des Levos läuft nicht mehr ausschließlich auf 29er, sondern setzt jetzt auf einen Laufradmix. Die Kombination aus 29 Zoll am Vorderrad und 27.5 am Heck (jeweils in 2.6 Zoll Breite) soll nicht nur das Fahrverhalten verbessern, sondern auch die Reifenfreiheit am Hinterbau erhöhen. Den modernen Mullet Mix sieht man mittlerweile immer häufiger an E-MTBs. Ob wir den Laufradmix zukünftig auch vermehrt an Enduro und Downhill Bikes sehen werden, bleibt abzuwarten.

Specialized Levo
Kleineres Laufrad am Heck bedeutet auch mehr Freiraum.

Neue Kinematik, neue Geometrie – samt Geometrieverstellung

In Sachen Kinematik haben die Ingenieure an ein paar Stellschrauben gedreht. Als Basis für die Kurve des Hinterbaus diente die Kinematik des Stumpjumper EVOs – aber auf Federweg und Drehmoment des Levos angepasst. Heißt konkret: Sensibles Ansprechen, top Support im mittleren Federwegsbereich und Durchschlagschutz am Ende des Federwegs. Durch einen nach hinten verlaufenden “Achspfad” im ersten Federwegsbereich soll zudem das “Überrollverhalten” verbessert werden.

Kennlinie Specialized Levo
Achspfad Specialized Levo

Auch die Geometrie des neuen Levo haben die Specialized-Ingenieure angepasst: Die Kettenstreben können aufgrund der kleineren Laufradgröße am Heck nun kürzer ausfallen; der Sitzwinkel ist steiler und der Lenkwinkel um ca. 1 Grad flacher. Außerdem ist es nun möglich die Geometrie noch weiter anzupassen.

Über einen Flip Chip am Ausfallende lässt sich die Tretlagerhöhe anpassen und spezielle Steuersatz-Schalen ermöglichen eine Veränderung des Lenkwinkels um +- 1 Grad. Heißt konkret: Wer den Lenkwinkel des „alten“ Levos fahren möchte, kann dies genauso tun wie der, der progressive Setups bevorzugt.

Neu sind auch die Größen: Wie bereits von anderen Specialized-Modellen bekannt, setzen die Amerikaner auf eine Größenskalierung von S1 – S6. Das bedeutet, dass sich die unterschiedlichen Größen nicht mehr primär über die Länge des Sitzrohres definieren, sondern vielmehr über die Länge des Bikes. Das soll kleinen Fahrer/innen ermöglichen auch lange Bikes zu fahren und umgekehrt. Bemerkenswert zeigt sich die Größe S6: mit 532 mm Reach fällt sie mehr als lang aus.

 S1S2S3S4S5S6
Stack605617626635644653
Reach412432452477502532
Steuerrohr105105115125135145
Sitzrohr380390405425445465
Kettenstreben442442442442442442
Radstand117912001225125512841318
BB-Drop252727272727
Lenkwinkel64,564,564,564,564,564,5
Sitzwinkel7877,276,776,276,276,2

Ausstattung nur vom Feinsten

Das uns zur Verfügung gestellte Levo S-Works lässt keine Wünsche offen. Das High-End Modell der Levo Reihe kommt mit einer Ausstattung, die nicht nur gut aussieht, sondern auch ausgezeichnet funktioniert.

Für exzellente Performance und Dämpfung im harten Gelände sorgt das Factory Fahrwerk aus dem Hause Fox. An der Front arbeitet die steife, Kashima beschichtete Fox 38 mit Grip2 Kartusche. Am Heck schluckt der Fox X2 Factory Dämpfer Schläge und Unebenheiten auf dem Trail weg. Aufgrund der vielen Einstellmöglichkeiten des Fahrwerk-Setups sollte man jedoch einen Tag auf den heimischen Trails einplanen um das beste aus den Komponenten herausholen zu können. Sobald das Setup gefunden ist, performt das Factory Fahrwerk auf einem ganz hohen Level.

Wer auf ein knackiges Schaltgefühl steht, sollte die AXS Schaltung von Sram ausprobieren. Wie bei den meisten Premium Bikes wird auch hier die elektronische und kabellose Schaltung der Amerikaner verbaut, sogar in der Top-Variante XX1 mit Carbon-Käfig. Kombiniert wird das Ganze mit einem 34 Zahn Sram X-Sync Eagle Kettenblatt und 12-Fach XG-1299 Kassette mit 10-52er Übersetzung.

Wie die Schaltung funktioniert die Vario-Sattelstütze auch elektronisch. Die Reverb AXS von RockShox hat sich in den letzten Jahren an den High-End Modellen sämtlicher Hersteller etabliert und funktioniert wie die AXS Schaltung problemlos. Wer skeptisch ist, sollte wissen, dass man sich schnell an das System gewöhnt und wer nach jedem Ausflug die Akkus überprüft, wird auch nie das Problem haben, dass der lang haltende Stromfluss zur Neige geht.

Gebremst wird mit der Magura MT7 und wird mit den Loic Bruni Hebeln kombiniert. Nach der Magura-typisch etwas längeren Einbrems-Phase entfaltet die MT7 unbändige Power und bleibt dennoch sehr gut dosierbar.

Damit man im Uphill und im Downhill auch ausreichend Grip auf dem Trail hat, verbaut Specialized eine hauseigene Reifenkombination. Am Heck rollt der 27,5″ Eliminator und in der Front sorgt der 29″ Butcher für Grip und Kontrolle. Beide kommen in der pannensicheren Grid Trail Variante und mit einer Breite von 2,6″.

Motor, Akku, Display. Was ist neu?

Auch am Antriebssystem scheinen die Änderungen am neuen Turbo Levo auf den ersten Blick eher gering zu sein. Als Aggregat kommt der bekannte „Specialized Motor“ zum Einsatz, welcher nun den Zusatz „2.2“ bekommt. Auf Basis des Brose Motors stellt er 90 Nm Drehmoment bereit und weist einige Hard- und Software Upgrades auf: Ein neuer Freilauf sowie ein aktualisierter Riemen sollen die Zuverlässigkeit erhöhen. Redundant abgedichtete Stecker noch besser vor Wassereintritt schützen. Dank neuer Firmware soll er zudem noch feinfühliger und natürlicher ansprechen und seine Leistung über den gesamten Ride noch konstanter abgeben.

Beim Akku bleibt alles beim Alten. Der schlanke, mit 700 Wh recht üppige Akku lässt sich mittels Bolzen entnehmen und ist formschön im Unterrohr integriert. Bei den derzeit erhältlichen (Carbon-) Varianten entfällt zudem die 500 Wh Option.

Display? Hat sich das Specialized Turbo Levo nicht immer dahingehend ausgezeichnet, dass es gerade eben kein Display hatte? Richtig! Das neue Levo erhält nun erstmals ein echtes Display, auch wenn es kaum auffällt und es an gewohnter Stelle auf dem Oberrohr sitzt.

Die „Mastermind TCU“ genannte Einheit ist nicht nur das Gehirn des Antriebssystems, sondern weist auch einige Neuerungen gegenüber früheren Versionen auf. Das Farbdisplay lässt sich über die bekannte „Mission Control App“ quasi frei konfigurieren und zeigt jetzt unter anderem Daten über Restreichweite, Höhe und Energieverbrauch an. Ebenfalls neu ist „Micro Tune“. Mittels eines Tastendrucks lassen sich die Unterstützungsstufen nicht mehr in gewohnter Weise (Eco, Trail, Power) ändern, sondern fein in 10% Schritten anpassen – während der Fahrt. Laut Specialized soll das eine einfache Anpassung unterschiedlicher Leistungsniveaus bei Gruppen-Rides ermöglichen.

Funktionen der Mastermind TCU:

  • Over-the-Air-Updates
  • Restreichweite
  • Feinanpassung der Unterstützungsstufe in 10% Schritten (Micro Tune)
  • Personalisierte Displayanordnung
  • Uhrzeit
  • Live Consumption
  • Herzfrequenz-Kopplungsfunktion
  • Präzise Höhenmessung

Specialized Levo 2021: Ausstattungsvarianten

Das Turbo Levo wird vorerst in zwei Modellvarianten erhältlich sein. Beide ausnahmslos in Carbon, beide mit 700 Wh und beide sehr hochwertig ausgestattet. Man kann jedoch davon ausgehen, dass weitere Modelle – auch aus Aluminium – folgen werden.

Specialized Levo 2021 S-Works

Rahmen: FACT 11m Vollcarbon
Antrieb: Specialized 2.2
Akku: 700 Wh

Federgabel: Fox 38 Factory Grip2
Dämpfer: Fox X2 Factory

Schaltung: Sram XX1 Eagle AXS
Bremsen: Magura MT7 203/203 mm
Laufräder: Roval Traverse SL
Sattelstütze: RockShox Reverb AXS

Preis: 13.999 Euro

 

Specialized Levo 2021 Pro

Rahmen: FACT 11m Vollcarbon
Antrieb: Specialized 2.2
Akku: 700 Wh

Federgabel: Fox 38 Factory Grip2
Dämpfer: Fox X2 Factory

Schaltung: Sram X01 Eagle
Bremsen: Sram Code RSC 200/200 mm
Laufräder: Roval Traverse Carbon
Sattelstütze: Fox Transfer

Preis: 11.499 Euro

Specialized Levo
Das Gewicht eines E-Bikes verspricht oft mehr Stabilität in der Luft

Unser erster Eindruck auf dem Trail – First Ride Video

Natürlich waren wir gespannt, als wir die Möglichkeit hatten das neue Specialized Turbo Levo der dritten Generation zu testen. Die Tatsache, dass das Testbike dann in der edlen und exklusiven S-Works Ausstattungsvariante bei uns ankam, verstärkte nur noch mehr unsere Vorfreude. Schließlich konnte sich das Levo in der Vergangenheit bereits beweisen und kann wie kaum ein anderes E-Bikes eines: Draufsetzen und Wohlfühlen! Ob das beim neuen Levo genauso der Fall ist, sollte sich schnell zeigen.

Um es kurz zu machen: Ja, das neue Levo ist nach wie vor das „Draufsetzen und Wohlfühlen-Rad“. Die Geometrie ist nun zwar deutlich moderner, bringt aber selbst Anfänger nicht in Verlegenheit.

Bei der Ausstattung der S-Works Variante gibt es nichts zu kritisieren. Erstaunlich: Specialized setzt konsequent auf maximale Performance bei den Komponenten (Fox 38, X2, Magura MT7, stabile Reifen) und schafft es trotzdem das Gewicht auf einem niedrigen Niveau zu halten. Unser Testbike in Rahmengröße S3 kam auf beachtliche 22,0 kg!

Antrieb? (Brose)typisch top! So leise wie frühere Specialized Motoren empfanden wir das Aggregat allerdings nicht. Womöglich ein Tribut, den man den Hardware-Updates zollen muss.

Neues Display? Genial! Quasi genauso unauffällig wie bisher, bietet die neue Mastermind TCU dank der Mission Control App einen echten Zugewinn. Welche Information haben wir uns am häufigsten anzeigen lassen? Die Uhrzeit! 😀

Fahrverhalten? Modern und gegenüber den Vorgängermodellen noch potenter! Speziell in der flachen Geometrie-Einstellung ist das neue Levo ein echtes Baller-Gerät!  Für einen ausführlichen Test ist es an dieser Stelle sicherlich noch zu früh, wir freuen uns aber bereits jetzt schon auf weiter ausgedehnte Testkilometer auf dem neuen Specialized Turbo Levo. Die ersten Impressionen wollen wir euch aber natürlich nicht vorenthalten:

Specialized Turbo Levo
Das S-Works Levo macht einiges her. Edle Komponenten und super Verarbeitung haben jedoch ihren Preis

Mehr Informationen zu Specialized findet ihr auf: www.specialized.com

Die neuen Specialized Rime Flat Schuhe – Ride and Hike

Specialized präsentiert den neuen Rime Flat-Pedal Schuh. Für das neuste Modell der Kalifornier wurde die Slip-Not Sohle überarbeitet und setzt nun auf mehr Steifigkeit bei ausreichend Grip auf den Pedalen und zu Fuß. Außerdem soll der Schuh bequeme, ganztägige Geh-Performance bieten mit der man das Bike auch über den gröbsten Trail tragen kann.

Erst letzte Woche haben wir euch den neuen Specialized Downhill Schuh vorgestellt. Das neuste Modell aus dem Hause des Kalifornischen Fahrrad Herstellers zielt jedoch eher auf den All-Mountain Einsatz ab. Er soll auf dem Bike überzeugen aber auch wenn das Bike auch mal geschoben werden muss.

Der Rime Flat Schuh soll dank überarbeiteter Slip Not ST Sohle (St steht für super tacky, was so viel wie “super klebrig” heißt) optimierten Grip auf dem Pedal und zu Fuß bieten. Wer kennt es nicht. Der Trail ist zu Steil im Uphill und das Bike muss geschoben werden, oder man ist in den Bergen unterwegs und muss auf den felsigen Trails das Fahrrad Schultern und tragen. In solchen Fällen ist ein Schuh mit ausreichend Grip und Komfort extrem wichtig.

Wie bei allen Schuhen der Marke, setzt Specialized auf Komfort und Körper Geometrie. Auch beim Rime ist die Ergonomie des Schuhs so geformt, dass das Fußgewölbe gestützt wird und der Varus Keil in Verbindung mit personalisierbaren Einlagen Fehlhaltungen der Knie und Hüfte vermeiden soll.

Auch die Zehen sollen dank der Zehenbox in unübersichtlichen Trails und Abfahrten vor Stößen und Prellungen geschützt werden. Die gepolsterte EVA-Zwischensohle sorgt für mehr Komfort und dämpft Aufprälle und Vibrationen ab.

Die spezielle Gewebekonstruktion soll die Wasseraufnahme reduzieren und die Trocknungszeit drastisch reduzieren. Geschweisste Mesh- und TPU-Obermaterialien eliminieren Nähte und sind auf Haltbarkeit ausgelegt.

Den Rime Flat Schuh gibt es in zwei Farben. Das White Mountain Modell sticht dabei besonders raus und erinnert ein wenig an Sneaker aus den 90er. Definitv ein Hingucker auf dem Trail. Wer es schlichter mag, kann auf das schwarze Modell setzen. Beide Varianten sind ab einer Schuhgröße von 36 bis 48 erhältlich und kosten 129.90 Euro.

  • Fuß Längsgewölbestütze – Unterbau des Längsgewölbes, unterbindet gängige Fußfehlstellungen
  • Metatarsal Button – Polster am Mittelfußknochen für mehr Komfort
  • Varus Keil – hebt die Innenseite des Fußes an um eine Lineare Pedalierbewegung zu fördern und Kniefehlstellungen zu vermeiden
  • Verschweißtes Mesh und TPU Obermaterial sind sehr widerstandsfähig.
  • SlipNot™ ST Gummisohle für zuverlässige Traktion
  • Wasserabweisende XPEL™ Materialkonstruktion reduziert Wasseraufnahme undbeschleunigt die Trocknungszeit.
  • Gepolsterte EVA-Schaum-Zwischensohle für mehr Komfort.
  • Relaxed Fit Leiste für eine super Balance zwischen Pedalgefühl und Off-Bike-Komfort.
  • Gewicht:  438g bei Größe XL
  • Preis: 129.90 Euro

Specialized

Mehr Informationen zu den Schuhen und Specialized findet ihr auf: www.specialized.com

Specialized 2FO Downhill Schuhe – Send it like Bruni

Specialized präsentiert das neuste Mitglied der 2FO Familie: Den Specialized 2FO DH. Der Downhill Schuh der Kalifornier wurde in Zusammenarbeit mit World Cup Fahrern entwickelt, verfügt über die griffige SlipNot Sohle und sieht dabei auch noch verdammt gut aus.

Letztes Jahr präsentierte Specialized den 2FO Roost, der sich weltweit einiger Beliebtheit erfreuen durfte. Auch wir in der Gravity Redaktion sind von dem Schuh begeistert und tragen ihn regelmäßig auf unseren Touren und Trail-Ausflügen. Das neue Downhill Modell soll nun an die Erfolge anknüpfen und sich an die harten Shredder unter euch richten.

Specialized
Super Bruni und die neuen Specialized Downhill Schuhe

Aber wie entwickelt man ein Produkt am besten weiter? Specialized greift hier auf die Erfahrungen der Weltklasse-Athleten wie Loic Bruni und Finn Iles zurück. Die beiden World Cup Racer feiern regelmäßig Siege und kombinieren zusammen viele Jahre Erfahrung im Sport.

Optik und Features

Tatsächlich kommen die neuen Modelle ziemlich schlicht daher. Der Grundton ist Schwarz und Grau, wird aber in der ein oder anderen Variante mit Roten Highlights kombiniert. Positiv finden wir, dass die Schuhe auf ein großes Specialized Logo verzichten, was sie für einige Nutzer mit Bikes anderer Hersteller vielleicht ein bisschen attraktiver machen.

Damit alle Wünsche erfüllt werden können, gibt es den neuen 2FO DH natürlich nicht nur als Flatpedal, sondern auch als Clipless Schuh. Da schlägt doch jedes Racer Herz höher.

Specialized

Die Varianten für Park- und Kom-Rats

Für alle die gerne gebunden sind, gibt es den 2FO DH natürlich auch als Clipless Variante. Das Zweiloch-Cleat-System ist kompatibel mit allen gängigen Mountainbike Pedalsystemen und falls man mal nicht rechtzeitig wieder ins Pedal clipt, bietet die SlipNot Sohle ausreichen Halt.

Specialized

2FO DH Clip Features:

  • Fuß Längsgewölbestütze – Unterbau des Längsgewölbes, unterbindet gängige Fußfehlstellungen
  • Metatarsal Button – Polster am Mittelfußknochen für mehr Komfort
  • Varus Keil – hebt die Innenseite des Fußes an um eine Lineare Pedalierbewegung zu fördern und Kniefehlstellungen zu vermeiden
  • Verstärktes Obermaterial
  • Wasserabweisende XPEL Materialkonstruktion
  • SlipNot Gummisohle
  • Synthetisches Leder-Obermaterial
  • Gepolsterte EVA-Schaum Zwischensohle
  • Zweiloch-Cleat System für alle gängigen Mountainbike-Pedalsysteme
  • Preis: 159,90 Euro

Die meisten unter uns fahren wahrscheinlich lieber Flat Pedals. Den neuen DH gibt es deshalb auch mit der bewährten SlipNot Sohle für alle die ohne Clips viel Halt haben wollen.

Specialized

2FO DH Flat Features:

  • Fuß Längsgewölbestütze – Unterbau des Längsgewölbes, unterbindet gängige Fußfehlstellungen
  • Metatarsal Button – Polster am Mittelfußknochen für mehr Komfort
  • Varus Keil – hebt die Innenseite des Fußes an um eine Lineare Pedalierbewegung zu fördern und Kniefehlstellungen zu vermeiden
  • Verstärktes Obermaterial
  • Wasserabweisende XPEL Materialkonstruktion
  • SlipNot Gummisohle
  • Synthetisches Leder-Obermaterial
  • Gepolsterte EVA-Schaum Zwischensohle
  • Preis: 149,90 Euro

Specialized

Mehr Infos zu den 2FO DH und Specialized findet ihr auf: www.specialized.com