Test: Sichtfenster – 7 Goggles im Test

Besonders auf dem schnellen Trail, der Downhill-Strecke, dem Sprung, dem Drop oder vor der Steilabfahrt brauchen wir einwandfreie Sicht – also eigentlich immer. Daher ist eine vernünftige Goggle unverzichtbar – eine die nicht beschlägt oder verkratzt ist. Wer will schon wegen schlechter Sicht oder einer Fliege im Auge einen Sturz riskieren? Dazu ist eine Goggle auch als Schutz für die Augen unerlässlich. Wir haben für euch die interessantesten Brillen genau unter die Lupe genommen. Von beschlagfreien Doppelscheiben, über verspiegelte Gläser, bis zu Abreißvisieren ist alles dabei. Ebenso sind alle Farben, alle Formen und alle Preisklassen vertreten. Prima: Mittlerweile sind alle Brillen mit einer Silikonschicht auf dem Band ausgestattet, um am Helm nicht zu verrutschen.


 

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100% – „Racecraft”

Die bunte Auswahl an den stylishen „Racecraft“ Brillen wird immer größer. Das Spitzenmodell von 100% ist in 22 Farbkombinationen erhältlich – hier findet jeder eine passende Goggle. Toll: Zum Lieferumfang gehören eine Ersatzscheibe mit klarem Glas, zwanzig Abreißvisiere und ein abnehmbarer Nasenschutz. Die Goggle bietet ein großes und klares Sichtfeld, ideal fürs Downhill-Fahren. Dabei liegt der weiche, dreilagige Schaum der „Racecraft“ sehr angenehm auf dem Gesicht auf. Die besonders breite Halterung des Brillenbands sorgt auch dafür, dass die Goggle gut im Helm sitzt.

Unverbindliche Preisempfehlung: 89,90 € | Farben: 22 verschiedene |

www.sports-nut.de

 

adidas Sport eyewear – „iD2”

Die „iD2“ ist eine durchdachte High-End Goggle und kommt mit einer Menge Features. Die kontrasterhöhende Scheibe besteht aus bruchfestem Polycarbonat. Der „ClimaCool“ Schaum schmiegt sich perfekt an Nase und Gesicht an. Dabei sorgt er für eine angenehme Temperatur- und Feuchtigkeitsregulierung. Brillenträger dürfen sich über einen optionalen Korrektureinsatz freuen. Es gibt an der Scheibe keine Vorrichtung für Abreißvisiere – schade, wenn das teure Brillenglas bei Schlammfahrten verkratzt. Mit der Doppelscheibe gehören angelaufene Gläser der Vergangenheit an.

Unverbindliche Preisempfehlung: 179,- € | Farben: shiny black, matt black, frozen yellow, frozen red, style your own, transparent purple, matt white, black adidas, red adidas |

www.adidas.com/eyewear

 

Fox – „Air Defence Libra”

Die „Air Defence Libra“ ist die passende Goggle zu den Downhill-Outfits von Fox – doch nicht nur optisch macht die Brille was her. Die Scheibe aus vorgeformtem, spritzgegossenem Polycarbonat bietet einen hohen Schutz und hervorragende Sicht. Auf dem Gesicht liegt die Brille sehr angenehm auf, dank des 17 Millimeter dicken, thermogeformten Schaumstoffs. Zur Feuchtigkeitsregulierung ist der dreilagige Schaum der Gesichtsauflage mit Kanälen versehen. Darüber hinaus besitzt die Goggle ein ausgeklügeltes Belüftungssystem. Am Brillenrahmen lässt sich der zum Lieferumfang gehörende Steinschlagschutz für die Nase befestigen, optional lassen sich auch Tear-off-Visiere anbringen.

Unverbindliche Preisempfehlung: 100,- € | Farben: Matte White-Black/Grey, Polished Black-Chrom |

www.foxhead.com

 

Oakley – „Airbrake MX”

Die „Airbrake MX“ fühlt sich sehr robust an, Rahmen und Scheibe sind kaum flexibel. Über einen Schnellverschluss lassen sich im Handumdrehen die Gläser wechseln – nicht das übliche Gefummel wie bei vielen anderen Brillen. Das austauschbare Brillenband fällt sehr lang aus und lässt sich an jede Helmgröße anpassen. Dazu ist das Band mit breiten Bügeln am Rahmen angebracht, das sorgt für einen tollen Sitz im Helm. Der dreilagige Schaum liegt bequem auf dem Gesicht auf und sorgt für einen hohen Tragekomfort. Zum Lieferumfang gehören ein Goggle-Case und Abreißvisiere für das Tear-off System. Die neuen „Prizm“-Gläser von Oakley erhöhen die visuelle Präzision und die Farbwahrnehmung. Die Kontrast-Erhöhung ist speziell auf die Sportart angepasst und ermöglicht so optimale Sichtverhältnisse. Das funktioniert nicht nur bei hellem Licht, sondern auch im schattigen Wald.

Unverbindliche Preisempfehlung: ab 189,- € | Farben: 36 verschiedene | Prizm Gläser: Prizm MX bronze, Prizm MX jade iridium, Prizm MX black iridium

www.oakley.com

 

 

Die „B1“ ist längst ein Klassiker und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Kein Wunder, denn die Goggle gibt’s in einer Vielzahl schriller Farben und ist ein absoluter Preisknüller. Optional sind für die „B1“ verspiegelte Gläser, Abreißvisiere und sogar Doppelscheiben zum kleinen Preis erhältlich. Der dreilagige Schaum bietet einen hohen Tragekomfort. Das Brillenband ist mit einem Silikonstreifen versehen und sitzt so perfekt am Helm. Die Lexan-Scheibe bietet hohen Schutz und übertrifft sogar die EN-Norm für Motorrad-Brillen.

 

Unverbindliche Preisempfehlung: 44,95 € | Farben: neon gelb, grün, gelb, weiss, schwarz, blau |

www.oneal.eu

 

POC – „Retina BIG Flow”

Die schlicht wirkende Brille aus Schweden steckt voller Funktionen: Die High-End Linse der „Retina BIG Flow“ stammt vom Optik-Hersteller Zeiss. Das Glas aus Polycarbonat ist mit einer schlag- und kratzfesten Beschichtung versehen. Dank der Doppelscheibe beschlägt auch bei niedrigen Temperaturen nichts. Die Optik des Zeiss-Glases ist ausgezeichnet. Je nach Einsatzgebiet könnt ihr zwischen grauer, blauer, grüner und klarer Scheibe wählen. Der Schaum, auf dem die Brille am Gesicht aufliegt, ist aus „Coolmax“-Material gefertigt – das hemmt die Schweißbildung und sorgt für eine gute Feuchtigkeitskontrolle. Der große Rahmen liegt komfortabel auf dem Gesicht und bietet ein sehr großes Sichtfeld.
Unverbindliche Preisempfehlung: 150,- € | Farben: uranium black, lead blue, molybdenite green | www.pocsports.com

 

 

TSG – „Goggle One”

Seit Neuestem hat TSG auch Goggles im Sortiment. Die „Goggle One“ ist in drei Farben mit vier verschiedenen Gläsern erhältlich. Dabei handelt es sich jeweils um hochwertige sphärische Doppelscheiben. Die beschlagen nicht – weder bei schlechtem Wetter, noch bei schwitzendem Träger. Dazu ist die Brille mit reichlich Belüftungsöffnungen und die Scheiben mit einer Anti-Fog Beschichtung versehen. Dank des rahmenlosen Designs und der Befestigung des Brillenbands, passt die Goggle perfekt in alle Helme. Bei jedem Modell gehört ein kontrastverstärkendes Glas zum Lieferumfang, das hilft bei schlechten Lichtverhältnissen.
Unverbindliche Preisempfehlung: ab 104,95 € | Farben: viking/ red chrome, foresight/ blk chrome, team chunk | www.ridetsg.com

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Syncros Hixon iC 1.0 Rise 800 – One Piece Cockpit

Syncros bietet mit dem Hixon iC 1.0 schon seit einer ganzen Weile ein einteiliges Cockpit aus Carbon an. Sieht super clean und edel aus, hat deutliche Vorteile und auch Besonderheiten, die beachtet werden wollen…

Muss man ja eigentlich super finden, oder? Systemintegration ist ja ein Riesen-Thema. Gewicht spart auch jeder gern. Und Carbon ist doch sowieso sexy. Ok, stimmt alles, trotzdem sagen wir jetzt nicht: „bitte kaufen weil es prima ist“ und beenden damit dieses Produktfeature. Wir haben montiert, studiert und sind Probe gefahren und lassen Dich an unseren Eindrücken Teil haben.

Syncros Hixon iC 1.0 Frontansicht

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Cockpit-Einheiten, bei denen Lenker und Vorbau zu einer Einheit verschmelzen, das ist nichts ganz neues. Gerade im Rennrad und CrossCountry Sektor gibt es so etwas schon länger. Dort ist man ja ganz versessen darauf,Gewicht zu sparen und die Aerodynamik zu verbessern. In ähnlicher Form gab es das ja auch an Big-Bikes schon länger, denn der „Direct Mount“ Vorbau zur unmittelbaren Montage auf der oberen Gabelbrücke, ohne Umweg über den Gabelschaft geht ja in eine ähnliche Richtung. Und inzwischen ist das Thema auch im Enduro und Trailbike Sektor voll angekommen. Das von uns hier vorgestellte Syncros Teil ist z.B. beim Scott SR Suntour Team und auch bei Bold in der EWS im Einsatz.

Syncros Hixon iC 1.0 Rise 800 – die Fakten

Wenden wir uns den Produktdaten zu. Die Breite des Lenkers ist immer 800 Millimeter. Es gibt zwei (Vorbau)Längen, einmal 50 Millimeter und einmal 40 Millimeter. Die Ahead Klemmung, mit zwei Schrauben, ist immer für 1,1/8 Zoll Gabelschäfte ausgelegt. Der Rise beträgt 20 Millimeter, der Backsweep 7 Grad und der Upsweep 6 Grad. Das Gewicht gibt Syncros mit 270 Gramm, für die auf 780 Millimeter eingekürzte 50er Variante an. Die Klemmbereiche am Lenker verfügen über eine texturierte Oberfläche für besseren Grip und niedrigere Klemmkräfte. Erfreulich ist, das eine sehr gut passende Ahead Kappe mitgeliefert wird, wie auch in der Form perfekt passende Spacer. Die gehören zur „IC“ (Integrated Cockpit) die ideal sind um optisch mit dem Scott/Syncros Komponenten/Bikes optisch zu verschmelzen. Der empfohlene Verkaufspreis liegt bei rund 330€.

Syncros Hixon iC 1.0 Frontansicht mit Kleinteilen

Syncros Hixon iC 1.0 Rise 800 – unsere Meinung

Fangen wir mit dem Gewicht an, das ist bei diesem Produkt für viele sicher wichtig. Wir haben beim 800er Lenker und einer virtuellen Vorbaulänge von 50 Millimetern 271 Gramm gewogen, ohne Kleinteile wie Spacer und Aheadkappe, aber mit Schrauben. Schön, das Syncros nicht gemogelt hat. Vergleicht man das mit einem konventionellen Syncros Carbon Lenker und Aluminum Vorbau, so lassen sich also 100-150 Gramm sparen. Also ein messbarer Vorteil für die einteilige Konstruktion. Die Stabilität haben wir nicht explicit getestet, wir waren in keinem Labor. In Zeiten von Social Media hätten wir es wohl mitbekommen, wenn es bei den (nicht wenig verbreiteten) Syncros Cockpits grundlegende Probleme gäbe. Zu weich, oder nach ungewöhnlich viel Flex hat sich das Ganze nicht angefühlt, vielleicht ist es etwas weniger steif als andere sehr massive Teile die wir schon gefahren sind, aber das ist ein subjektiver Eindruck. Die Klemmung mit zwei Schrauben am Gebelschaft funktioniert tadellos und die Griffe und Hebel halten auf der etwas rauheren Oberfläche der Klemmbereiche auch recht gut, was bei Carbon nicht immer so ist. Wir hatten schon Fälle, da wird das ohne Montagepaste nix!

Syncross Lenker-Vorbau-Einheit

Wir sind übrigens letzlich bei einer klassichen Aheadkappe und runden Spacern geblieben. Unser Alu-Fully erschien mir dann doch zu „Retro“ für die mitgelieferten Teile. Und auch diese, von uns favorisierte, Kombination sieht echt gut aus. Also „Alles Tutti“? Ja, im Prinzip schon. Klar, man muss bereit sein über 300€ für ein Cockpit auszugeben, wenn man sich aber einen guten Carbon Lenker und einen coolen Vorbau kauft, dann ist das ja nicht so weit weg. Man bekommt eine wirklich individuelle und sehr aufgeräumte Optik und spart Gewicht. Das einzige woran es scheitern könnte: Die Ergonomie! Wo man bei einem gewöhnlichen, geklemmten Lenker noch nachjustieren kann, da heißt es hier: Love it or leave it!  Ich persönlich habe es wirklich gemocht, hat sich für mich wirklich gut angefühlt.

www.syncros.de

TEST: Norco Sight – kanadische Fahrradkunst

Das Norco Sight C2 ist das Carbon All-Mountain-Bike des kanadischen Herstellers, dass es sogar auf die Strecken der Enduro World Series geschafft hat. Norco kombiniert hier eine moderne Geometrie und tolle Komponenten mit einem potenten Fahrwerk. Mehr dazu in unserem Test. 

Seit Mitte der 60er Jahre stellt Norco Fahrräder her. Die Marke aus dem Faser Valley in British Columbia hat uns in den letzten Jahren mit einigen der spannendsten Mountainbikes versorgt und unter anderem die Freeride Szene in Kanada mit geprägt. Athleten wie Matt Macduff, Sam Blenkinsop Lewis Buchanan und Jill Kintner gehören zum Team und schwören auf die Fahrräder.

Bis vor wenigen Wochen wurde das Norco Sight noch von den Athleten in der Enduro World Series verwendet und dort auf einigen der härtesten Strecken der Welt ordentlich ran genommen. Die 160mm an der Front und 150mm Federweg am Heck werden mit einer modernen Geometrie und einem potenten Design kombiniert und ergeben ein spannendes Gesamtkonzept, dass auf fast jedem Terrain funktioniert.

Optik und Features

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Das uns zur Verfügung gestellte Sight in der C2 Variante kam in einem sehr schicken Lila, dass im Licht mit einem leichten Glitzer Effekt extrem schön dasteht. Kombiniert wird das ganze mit silbernen Decals. Der Carbon Hauptrahmen mit Alu Hinterbau wirkt elegant und ist, wie die Lackierung sauber verarbeitet.

Kabel und Leitungen sind intern verlegt und kommen im Bereich des Dämpfers wieder nach außen und werden am Hinterbau extern befestigt. Im Gegensatz zum Shore ist das Sight trotz der intern verlegten Leitungen recht leise.

Am Rahmen sind zwei Möglichkeiten für die Montage von Tools und Trinkflaschen angebracht. Kettenstrebe und Unterrohr werden mit weichen Kunststoff Elementen vor Steinschlägen und Abrieb geschützt. Das ist aber nicht der einzige Rahmenschutz. Wie es sich für ein kanadisches Fahrrad gehört, befindet sich auch im Bereich des Steuersatzes unter dem Unterrohr ein Gummischutz. Dieser ist vor allem für Pickup Besitzer Interessant da so beim Transport mit einem Tailgate Pad keine Kratzer im Rahmen entstehen können.

Geometrie – All-Mountain mit Enduro Potential

Das Norco Sight ist sowohl als 27,5″ Variante, als auch als modernes 29er erhältlich. Unser Testmodell kommt mit den größeren Laufrädern und der Rahmengröße L. Die Geometrie ist definitiv modern. Das Sight geht mit dem Trend und verfügt über einen langen Reach von 485mm, einem Lenkwinkel von 64° und einer Kettenstrebenlänge von 440mm. Dadurch kommen wir auf einen Radstand von 1262mm.

Geht es Bergauf hilft einem der steile Sitzwinkel von 77,7° und der passende Stack. Dadurch haben wir eine echt angenehme Sitzposition auf dem Sight und haben auch bei längeren Touren ausreichend Komfort.

29"SMLXL
Reach425455485515
Stack603612621630
Lenkwinkel64.064.064.064.0
Sitzwinkel77.077.377.778.0
Kettenstrebenlänge430435440445
BB Hight350350350350
Radstand1183122212621301
Reifengrößen 2.35" – 2.6"2.35" – 2.6"2.35" – 2.6"2.35" – 2.6"

Ride Aligned – Den perfekten Rahmen für jede Größe

Das Ride Aligned System ist Norcos Ansatz für jede Körpergröße das passende Fahrrad zu bieten. Abhängig von der Rahmengröße wachsen hier zum Beispiel der Reach, die Kettenstreben und der Sitzwinkel mit und sollen so für jeden Körpergröße das perfekte Fahrgefühl bieten. Das ist unserer Meinung nach ein spannendes System da einige Mitbewerber dies nicht machen. Würden wir nämlich einen Rahmen in Größe L mit einer Kettenstrebe von 440mm oder mehr fahren und diese auch auf einen Rahmen in Größe S fahren, wäre das Fahrrad ziemlich unausgeglichen und würde über eine andere Performance verfügen. Norco achtet hier auf die Details und macht seinen Job richtig gut.

Der kanadische Hersteller hat hierzu auch einige interessante Angaben auf seiner Internetseite. Neben einer Rahmen Empfehlung für die eigene Körpergröße kann man sich auch mit Hilfe des Ride Aligned Setup Guides die ersten Grundeinstellungen für das Fahrwerk konfigurieren lassen.

Komponenten und Ausstattung 

Das uns zur Verfügung gestellte Norco Sight in der C2 Shimano Variante verfügt über eine tolle Ausstattung und ist für 6.799 Euro erhältlich . Wie der Name schon sagt haben wir hier hauptsächlich Shimano Komponenten verbaut. Die Schaltung ist die Deore XT mit SLX 12 Fach Kassette und einer Abstufung von 10-51 Zähnen. Die Kette wird mit einer e*thirteen Chain Guide gesichert.

Die Bremsen sind natürlich auch von Shimano. Hier haben wir die bewehrten SLX 4-Kolben Bremsen mit einer 203mm und einer 180mm Bremsscheibe am Heck.

Das Fahrwerk lässt ebenfalls keine Wünsche offen. Norco versorgt uns hier mit Fox Performance Elite Komponenten. An der Front arbeitet die Fox 36 mit 160mm Federweg und Grip 2 Kartusche und am Heck der Float X2 mit 150mm Federweg. Hier müssen wir erwähnen das uns der Dämpfer beim Test leider undicht geworden ist und Luft gezogen hat. Dafür ist der Float X2 leider bekannt. Sobald dieser aber funktioniert, überzeugt er auf voller Länge.

Das Sight rollt auf e*thirteen LG1 Enduro Alu Felgen mit Shimano SLX Boost Naben. Bereift sind diese von Werk aus mit einem Maxxis Assegai 2.5″ 3C Maxx Terra/EXO+/TR an der Front und einem Dissector 2.4″ WT 3C Maxx Terra/EXO+/TR am Heck. Unser Testmodell kam jedoch mit einem Minion DHR am Heck. Wir können aber aus Erfahrung sagen, das die Kombination aus Assegai und Dissector durchaus gut funktioniert und sich bisher bewehrt hat. Übrigens kommen die Reifen von Werk aus tubeless.

Spannend ist auch die Norco Sattelstütze. Diese lässt sich mit wenigen Handgriffen in der Länge verstellen. Dafür schrauben wir einfach die Kappe am Tauchrohr der Stütze auf und verstellen den Insert mit den verschiedenen Positionen auf unsere gewünschte Länge. Cooles Feature!

Neben dem C2 gibt es aber noch ca. Sieben weitere Modelle. Vom C1 Carbon Tewnty-Niner für 7.499 Euro bis hin zum Alu Modell für 3.499 Euro dürfte für alle was dabei sein. Mehr Details zu den Ausstattungsvarianten findet ihr im Link am Ende des Artikels.

Das Norco Sight in Action

Im Vergleich zu modernen Enduro Bikes haben wir hier zwar etwas weniger Federweg, aber dafür mehr Performance im Uphill und kaum einen Unterschied im Downhill.

Das Sight klettert nämlich extrem gut. Das liegt zum einen am leichten Rahmen und der tollen Schaltungen, aber auch an der ausgewogenen Geometrie mit steilem Sitzwinkel und einer aufrechten Sitzposition. Hier steht also längeren Touren oder einer ausführlichen Enduro Runde nichts im Weg.

Auch auf den Trails macht das Sight eine tolle Figur. Auf technischen und ruppigen Strecken bügelt das Fahrwerk angenehm Unebenheiten Weg und lädt zu ordentlich Geschwindigkeit ein. Hier hilft auch das Dämpfer Design. Zwar handelt es sich beim Sight um kein High Pivot Mountainbike, jedoch verhält sich der hintere Achsweg ähnlich und wandert in den ersten Zentimetern des Federwegs nach hinten weg und verhindert somit hängen bleiben an Wurzeln und sorgt für ein geschmeidigeres Fahrgefühl.

Auch auf flowigen Strecken hatten wir eine Menge Spaß mit dem Sight. Trotz des langen Radstand und der großen Laufräder, konnten wir das All-Mountain gut durch Kurven Zirkeln und angenehm leicht in die Luft befördern. Ging es aber mit etwas mehr Geschwindigkeit in Kurven konnten wir einen etwas stärkeren Flex im Hinterbau feststellen. Dieser fällt vor allem durch seine Geräuschkulisse etwas negativ auf, wirkt sich aber nicht sonderlich auf die Performance auf der Strecke aus.

Norco Sight C2 – Fazit

Die Kanadier präsentieren hier ein absolut solides All Mountain, dass vor keinem härteren Enduro Einsatz zurückschreckt. Mit den 160mm Federweg und einer tollen Ausstattung kann man es mit fast jeder Strecke aufnehmen und wird sich dabei sicher auf dem Fahrrad fühlen. Der Hinterbau könnte etwas steifer gestaltet sein, jedoch gewöhnt man sich an dessen Flex nach den ersten Abfahrten.

Mit einer tollen Performance im Downhill und einer ebenso guten Kletter-Performance bietet das Sight alles was das Mountainbiker Herz benötigt. Zwar kommt es mit seinen 160mm Federweg etwas früher an seine Grenzen als moderne Enduro Mountainbikes, jedoch klettert es dafür extrem gut und macht einen Heidenspaß auf den Trails.

Wenn ihr euch für etwas mehr Federweg und mehr Action im Bike Park interessiert, schaut euch doch gerne mal useren Test zum Norco Shore an. Norco Shore – Das pedalierbare Downhill Bike

www.norco.com

 

TEST: Marin Alpine Trail Carbon – verspieltes Spaß-Enduro

Mit dem Marin Alpine Trail präsentiert der Hersteller aus dem namensgebenden Marin-County ein spannendes All-Mountain-Bike für eine fairen Preis. Wir konnten das Carbon Rad mit Fox Performance Elite Fahrwerk und edlen Komponenten an den richtigen Stellen mal genauer unter die Lupe nehmen. Unseren Eindruck findet ihr hier.

Marin gehört zu einem der bekanntesten Fahrradhersteller der Rennrad und Mountainbike Szene. Die Amerikaner machen sich schon seit Jahren einen Namen mit einem tollen Preis und potenten Fahrrädern. Mit Athleten wie Matt Jones, Mark Matthews und Juliet Elliott haben sich die Amerikaner einige der einflussreichsten Gesichter der Szene unter den Nagel gerissen.

Wer die Video des britischen Slopestyler Matt Jones schaut, wird auch schon das ein oder andere mal das Marin Alpine Trail zu Gesicht bekommen haben. Das All-Mountain-/Enduro Bike mit 160mm Federweg an der Front soll vor allem durch ein poppiges Fahrverhalten und Fahrspaß glänzen.

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Marin war so freundlich und hat uns das Fahrrad in der Carbon 2 Variante mit Carbon Hauptrahmen, Aluminium Hinterbau, 29″ Laufrädern und einer spannenden Kombination an Komponenten zur Verfügung gestellt.

Optik und Features

Das Alpine Trail Carbon 2 kommt in einem edlen grau/schwarz daher. Auf dem Rahmen befinden sich dazu einige schöne Details. Zum Beispiel ist der Übergang der Farben mit unterschiedlich dunkel schattierten Bergen gelöst. Aus der ferne fällt dies kaum auf, doch sieht man etwas genauer hin, kann man sich an den vielen kleinen Details erfreuen.

Marina Alpine Trail

Falls die die Kette mal im ruppigen Gelände ins schwingen gerät, wird die Kettenstrebe mit einem Chain-Guard geschützt. Dieser Kunststoffschutz verhindert nicht nur Kratze im Lack, sondern sorgt auch dafür, dass das Fahrrad leiser ist. Hier müssen wir jedoch dazusagen, dass das Alpine Trail nicht unbedingt leise ist – denn die innenverlegten Züge klappern hin und wieder etwas lauter im vorderen Bereich des Rahmens umher.

Geometrie

Das Marin Alpine Trail 2 ist durchaus modern. Der Reach von 480mm in der Größe L und ein Lenkwinkel von 63.5° sorgen für ordentlich Stabilität im Downhill und auf schnellen Sektionen. Besonders ist jedoch die kurze Kettenstrebe. Diese hat nu 430mm und macht das Alpine Trail zu einem spritzigen Mountainbike, dass extrem wendig und poppig auf flowigen Trails ist.

Bergauf hilft einem der steile Sitzwinkel von 78° das Vorderrad auch in technischen Sektionen am Boden zu behalten.

SMLXL
STACK619628632643
REACH430455480515
HEADTUBE ANGLE63.5°63.5°63.5°63.5°
SEATTUBE ANGLE78°78°78°78
BB HEIGHT342342342342
BB DROP35353535
CHAINSTAY430430430430
WHEELBASE1199122912561297

Ausstattung und Komponenten

Für 4.349 Euro bekommen wir ein modernes Carbon Mountainbike mit Fox Performance Elite Gabel und Shimano SLX Komponenten und tollen Reifen. Denn Marin geht die Sache hier ziemlich schlau an und verpasst dem Alpine Trail 2 Carbon an den richtigen Stellen edle Komponenten und spart dafür an Ecken denen man nicht unbedingt große Beachtung schenken muss.

Die Fox 38 Performance Elite an der Front macht ihren Job prinzipiell ausgezeichnet. Wir haben uns jedoch gefragt ob wir diese bei 160mm Federweg wirklich brauchen, oder uns auch über eine Gabel mit geringerem Durchmesser gefreut hätten. Gepaart wird die 38 mit einem Fox Float DPX2 Performance Luftdämpfer der extrem gut zum Rad passt und laut Marin am besten mit 30% Sag gefahren wird.

Bremsen und Schaltung kommen aus dem Hause Shimano. Die SLX 4-Kolben Scheibenbremsen mit 203mm an der Front und 180mm am Heck machen ihren Job tadellos und lassen fast keine Wünsche offen. Auch das 12-Fach XT Schaltwerk mit SLX Shiftern verrichtet seinen Job ohne Murren.

Bei den Reifen setzt Marin auf  29 Zoll Maxxis Assegais. An der Front kommt der grobstollige Reifen mit Maxx Terra Mischung , EXO+ Karkasse und am Heck gehts auf ganze mit Maxx Grip und Double Down Karkasse.

Marina Alpine Trail

Wie auch schon in der Vergangenheit erwähnt, gibt es auch bei der X-Fusion Sattelstütze nichts zu bemängeln. Diese ist abhängig von der Rahmengröße von 125mm – 170mm erhältlich.

Parts wie Felgen, Sattel und Griffe sind hauseigene Produkte von Marin. Die 29″ Aluminium Felgen mit Doppelwand werden mit Shimano HF-MT410B Naben an der Front und HB-MT510B am Heck kombiniert.

Weitere Modelle

Neben dem High Ende Alpine Trail 2 gibt es unteranderem noch eine Aluminium Variante mit Rockshox Lyrik Ultimate Gabel, Super Deluxe Ultimate Dämpfer und Shimano SLX Komponenten für 3.799 Euro. Die günstigste Variante ist ab 2.945 Euro erhältlich.

Außerdem gibt es das Alpine Trail auch als E-Mountainbike. Dieses haben wir euch vor wenigen Wochen vorgestellt. Den Link zum Test findet ihr hier: Marin Alpine Trail E2

Marina Alpine Trail

Fazit: Das Marin Alpine Trail 2 auf dem Trail

Aufgrund der Ausstattung und den groben Reifen waren wir uns nicht sicher ob das All-Mountain der Amerikaner bergauf eine gute Figur machen wird. Tatsächlich fällt der Assegai bergauf gar nicht so schlecht auf. Der steile Sitzwinkel und die restliche Geometrie sorgen für eine angenehme Sitzposition und passable Uphil-Performance.

Sobald es jedoch bergab geht, fällt sofort auf, dass das Alpine Trail 2 Spaß haben und machen will. Die Kombi aus 160mm an der Front und 150mm am Heck geben zwar einiges an Reserven, lassen das Rad aber vor allem auf flowigen Strecken mit Sprüngen extrem gut dastehen. Dazu kommt die extrem kurze Kettenstrebe von 430mm. Diese macht das Rad trotz seiner modernen Geometrie und der 29″ Laufräder extrem wendig und verspielt und hat uns in der ein oder anderen Situation ein fettes Grinsen ins Gesicht gezaubert.

Sobald es aber auf verblockte und technische Trails geht, fällt uns vor allem die steife Fox 38 mit „nur“ 160mm Federweg auf. Denn sobald es ruppig wird, merkt man erst wie steif die Front des Alpine ist. Zwar kann man hier noch das Fahrwerk an die bevorzugten Trails anpassen, jedoch hätte es wie schon erwähnt auch eine etwas dünnere Gabel mit mehr Flex auch getan.

Trotzdem macht man mit dem Alpine Trail 2 und der Fox Performance absolut keine Fehler. Wer gerne im Park unterwegs ist und nach einem verspielten Mountainbike für viel Flow, Sprünge und Jibbs sucht, wird hier definitiv fündig. Wer auf auf schnelles Enduro Geballer steht, sollte sich jedoch nach einer Alternative umschauen.

Wir hatten eine Menge Spaß auf dem Marin am Geisskopf und unseren Hometrails. Wer noch mehr Eindrücke und Fahrszenen sehen möchte, sollte sich das folgende Video mal genauer anschauen.

www.marinbikes.com

 

 

First Ride: Scor 4060 – Zwei Bikes, Zwei Federwege und eine menge Spaß

Die Marke Scor erblickte vor wenigen Monaten das Licht des Mountainbike Markts. Gleich zwei Plattformen mit unterschiedlichem Federweg und mit, oder ohne Motor wurden präsentiert und wir konnten diese Scor 4060 Modelle am schönen Gardasee zum ersten mal fahren. 

Die Marke Scor basiert auf einem am Sport interessiertem Team von Mountainbikern und Ingenieuren. Dieses junge Truppe hat sich zur Philosophie genommen ein Spaß orientiertes Enduro- und Trail-Bike zu konstruieren, dass vor allem im Downhill performen soll.

Um das Bike perfekt auf Einsatzbereiche und individuelle Präferenzen anpassen zu können, kann der Rahmen wahlweise mit 160 mm oder 140 mm Federweg aufgebaut werden, indem man einen Dämpfer mit 62.5 oder 57.5 mm Hub verwendet. Der Flip-Chip und der winkelverstellbare Steuersatz sorgen dafür, dass bei beiden Optionen keine Kompromisse bei der Geometrie eingegangen werden müssen.

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Bei dem Design des Rahmens wurde viel Wert auf einen tiefen Schwerpunkt gelegt. Das Dämpfer Design soll mit einem neuen Aufbau und einer spannenden Kinematik am Boden kleben und in Kombination von einem langen Reach und einer kurzen Kettenstrebe für ordentlich Spaß und Sicherheit auf den Trails sorgen.

Score bietet das 4060 als reines Carbon-Fahrrad an. Der Hintergedanke ist einen steifer Rahmen aus hochwertigen Fasern für extreme Belastungen bei hohen Drops, Sprüngen und schneller Trail-Action zu bieten.

E-Mtb oder Mtb

Neben der Möglichkeit zwischen den Federwegen wechseln zu können, gibt es das 4060 auch als motorisiertes Mountainbike. Scor verwendet bei dieser Variante den Shimano EP8 Motor mit 85Nm Drehmoment und einem 720Wh Akku. Dabei ist der Akku formschön im Unterrohr integriert und sorgt auch beim E-Bike für eine cleane und schlanke Optik.

Probefahrt am Gardasee

Im Zuge des Bike Festival in Riva konnten wir uns vom motorisierten und das klassischen Enduro einen ersten Eindruck machen. Für uns ging es auf einen Gardasee Klassiker und zwar den berüchtigten 601er Trail. Dieser ist für seine extrem technischen Felspassagen und steile Sektionen bekannt und war perfekt um die zwei Räder gebührend zu testen.

In unserem First Ride Video erzählen wir euch nochmal alle wichtigen Fakten zu den zwei Rädern und zusätzlich gibt es ein paar schöne Action Szenen von den Trails.

First Ride: NOX Hybrid 3.0 – Draufsetzen und Spaß haben

Im Zuge des Riva Bike Festival durften wir zwei neue Hybrid Modelle der Marke Nox Probefahren. Das Hybrid All Mtn und das Hybrid Enduro basieren auf dem gleichen Rahmen, unterscheiden sich jedoch in der Ausstattung, Federweg und  Fahrverhalten. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

Der E-Mountainbike Hersteller aus dem schönen Zillertal in Österreich geht nun mit den Hybrid Modellen in die dritte Generation und war unsere erste Anlaufstelle auf dem Festival am Gardasee. Die uns zur Verfügung gestellten Bikes waren das Hybrid Enduro 7.1 Pro mit Sachs Motor und das Hybrid All-Mtn 5.9 Pro mit Brose Motor. Für uns war in diesem Fall nicht nur der erste Eindruck auf den Trails spannend sondern auch der Vergleich der beiden Antriebssysteme.

Der Österreicher Hersteller aus dem schönen Zillertal hat dem Hybrid Rahmen einige Updates verpasst. Neu ist zum Beispiel das neue Flex Linkage System an der Dämpfer Aufhängung. Hierüber lässt sich nun die BB-Höhe (Tretlager) anpassen und das Hinterrad sogar auf 27,5″ oder 29″ umrüsten. Auch der Hinterbau wurde neu gestaltet. Die Kettenstreben sind nun organischer geschwungen, sodass ausreichend Platz zwischen Fuß und Strebe herrscht. Die Ladebuchse befindet sich jetzt am unteren Ende des Sitzrohrs und der integrierte Speedsensor soll für genaueres Feedback bzw. Messungen sorgen. Aber das sind noch lange nicht alle Neuerungen.

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Nox Hybrid

Optik und Features

Abhängig von der Ausstattung der Hybrid Modelle könnt ihr aus bis zu Neun unterschiedlichen Farbkombinationen wählen. Von schlichten Varianten bis hin zum knalligen Indigo und Orange Mix an dem uns zur Verfügung gestellten Enduro sollte für jeden E-Mountainbiker was dabei sein.

Der Rahmen der Hybrid Serie 3.0 ist die Grundlage der beiden Modelle. Das Enduro und das All-Mtn basieren auf der gleichen Plattform und entscheiden sich wie schon erwähnt nur in der Ausstattung.

Unabhängig davon gibt es jedoch einen Unterschied im Design des Unterrohrs. Dieser Unterschied entsteht durch die Wahl des Antriebs bzw. des verbauten Motors. Sachs und Brose stehen zur Wahl. Da sich die Form der Akkus deutlich voneinander unterschiedet, wurde das Unterrohr dementsprechend angepasst und ist je nach Variante anders geformt.

Geometrie

Auch an der Geometrie wurde gefeilt. Die Sitzrohre wurden etwas verkürzt und der Reach an modernere Standards angepasst. In der uns zur Verfügung gestellten Größe L kommen beide E-Mtbs auf eine Länge von 456mm. Das erscheint zwar auf dem Papier eher kurz, hat sich aber während der Fahrt keineswegs so angefühlt. Auch die Winkel des Hybrid 3.0 wurden angepasst. Der Lenkwinkel ist nun etwas flacher und kommt auf 64,7°, während der Sitzwinkel bei 73,7° liegt.

Laut Nox gibt es keinen wirklichen Unterschied im Reach, Lenkwinkel, Sitzwinkel, Stack und den Streben zwischen den All-Mtn und den Enduro Modellen. Jedoch unterscheiden sich die Rahmen abhängig von der Wahl des Antriebs. Die Sachs Modelle haben unter anderem einen wesentlich kürzeren Reach als die Brose Varianten. Hier sollte man sich vor dem Kauf unbedingt informieren und eine Probefahrt organisieren.

Tatsächlich war es bei unserem ersten Eindruck der Fall, dass wir uns auf die Räder gesetzt haben und uns direkt wohlgefühlt haben. Die Geometrie ist nicht zu lang und zu flach und überfordert den Fahrer nicht.

Komponenten und Ausstattung 

Nox bietet die All-Mtn und Enduro Modell in jeweils sechs Varianten an. Das günstigste All-Mtn startet bei 5.499 Euro und wird mit Rockshox 35 Gold, Brose Motor,  Sram NX Eagle Schaltung und Magura MT5 HC Bremsen ausgeliefert. Die uns zur Verfügung gestellten High-End Varianten rollen auf einem Fox Factory Fahrwerk. Das All-Mtn ist mit einer E-optimierten 160mm Fox 36 und einem DPX2 Dämpfer ausgestattet und kommt mit Brose Antrieb. Das Enduro kommt  mit einer 180mm Fox 38, einem DHX2 Coil-Dämpfer und dem starken Sachs Motor daher. Mehr Details erfahrt ihr in unserem First Ride Video am Ende des Artikels.

Sachs vs. Brose

Sagen wir es mal so. Der Brose Drive S Mag gehört zu den stärksten Motoren auf dem Markt und sorgt mit 90Nm und einer Leistung von 250Wh für ordentlich Antrieb auch im steilsten Gelände. Vergleichen wir ihn jedoch mit der Sachs Variante, wirkt selbst der Brose eher zahm. Der verbaute Sachs RS kommt immerhin auf ganze 112Nm. Das wirkt sich natürlich ordentlich auf die Performance im Uphill aus und macht sich vor allem in anspruchsvollen Kletterpassagen bemerkbar. Mehr Leistung hat dann aber auch einen Haken. Die Performance des Sachs fühlt sich nicht mehr ganz so natürlich an und der Motor ist auch etwas schwerer als sein kleinerer Kollege.

Das Brose System wird übrigens mit einem 630Wh Akku befeuert und der Sachs mit 651Wh. Beide Akkus sind im Unterrohr integriert und lassen sich werkzeuglos entnehmen.

Fahreindruck und Performance.  

Wie schon erwähnt haben wir uns auf den beiden Nox Hybrid 3.0 Modellen direkt wohlgefühlt. Auch im Downhill haben beide Modelle mit ihrer Performance glänzen können und klebten dank ihres Gewichts und des tollen Factory Fahrwerks ordentlich am rauen Untergrund der Gardasee Trails.

Es gibt nur eine Kleinigkeit die mir persönlich etwas sauer aufgestoßen war. Die uns zur Verfügung gestellten E-Mtbs waren leider nicht von Werk aus Tubeless aufgebaut  und somit habe ich mir nach nur wenigen Metern auf dem extrem steinigen und verblockten 601er-Trail einen Platten gefahren. Ärgerlich, aber ein Upgrade, dass sich auch nach Erwerb schnell und einfach daheim lösen lässt.

Im folgenden Video erfahrt ihr aber noch mehr zur den beiden Bikes. Dazu gibt es noch einiges an Fahraction vom 601er Trail und Tom wird euch noch etwas zu seinem ersten Eindruck erzählen.

Weitere Informationen über Nox findet ihr auf: www.noxcycles.com

 

TEST: Alpina Rootage – So Enduro?

Safety First! Geht es um den Schutz beim Mountainbike, kommen wir nicht um das Tragen eines Helms herum. Warum auch. Die guten Teile werden immer stylischer, bequemer und sicherer und gehören zum Outfit eines Gravity orientierten Biker dazu. Alpina präsentiert mit dem Rootage einen modernen und komfortablen Helm den wir uns mal genauer angeschaut haben.

Fast jeder von uns hatte schon einmal einen schweren Sturz bei dem der Helm. schlimmeres vermeiden konnte. Damit wir so gut es geht geschützt sind und nach der Tour unbeschadet unser Bier, oder unsere Schorle genießen können wird viel an den Produkten gearbeitet, sie werden stetig weiterentwickelt und verbessert.

Alpina, ein bayerischer Hersteller von Brillen, Helmen und Protektoren nimmt sich dieser Sache ebenfalls schon sehr lange an und hat es sich auf die Fahne geschrieben mit innovativen Produkten und kompromisslosem Schutz zu überzeugen.

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Wie sicher ein Helm ist sollte eigentlich das oberste Kriterium bei der Kaufentscheidung sein. Aber sind wir ganz ehrlich – wir wollen natürlich auch gut aussehen und deshalb hat bei manchen Käufen das Aussehen Vorrang. Umso besser wenn ein Hersteller alle Kriterien kombinieren kann, heißt – Tragekomfort, Sicherheit und Optik. Schafft es der Rootage alle diese Punkte erfolgreich zusammen zu bringen, um vorne mit zu mischen bei den Fancy Helmen von z.B. Fox, Troy Lee oder wie sie alle heißen?

Optik

Was die Optik betrifft hat sicherlich jeder seine eigenen Vorstellungen, dieser Punkt lässt sich daher nur von euch selbst beurteilen.

Wir finden den Rootage jedenfalls in seiner Farb-/ und Formgebung optisch ansprechend. Die von uns getestete Variante nennt sich coffee-grey matt, für diejenigen die sich allerdings etwas mehr Farbe wünschen gibt es den Helm noch in der Farbkombi black-neon yellow oder in dirt blue matt zu kaufen.

Das wohl deutlichste Erkennungsmerkmal sind die eingearbeiteten Carbon Platten, welche dem Helm zusätzliche Widerstandsfähigkeit im Falle des Sturzes verleihen sollen, zu anderen sind es die 15 spitz umfassten und mit Polycarbonat verstärkten Lüftungsöffnungen welche für ein sehr markantes Auftreten sorgen.

Alpina Rootage

Technologie

Wie schon erwähnt hat die Carbo-Optik des Rootage auch eine Funktion. Die aus drei Lagen bestehende Aussenschale des Helms soll dank der eingearbeiteten Kohlefaserplatten bei einem Aufprall extra geschützt werden und mehr Sicherheit bieten. Auch die Lüftungsöffnungen sind verstärkt. Interessant ist hier, dass Alpina die Optik mit Sicherheit und Stabilität kombiniert.

Die Hauptschale des Rootage wird aus Hi-EPS-Material gefertigt in dem sich mikroskopisch kleine Luftkammern befinden die zur Sicherheit beitragen. Damit bei der Produktion etwas am Gewicht gespart werden kann, wird die Oberschale per Inmold-Fertigung thermisch mit dem Hi-EPS Material verbunden.

Alpina Rootage

Passform 

Die tatsächliche Passform können wir nur auf unseren Köpfen beurteilt, ob der Helm bei euch genauso gut sitzt, solltet ihr auf jeden Fall ausprobieren.

Aufgrund des Run Systems Ergo Flex könnt ihr den Helm mittels des gut zugänglichen und auch leicht bedienbaren Rädchens am Hinterkopf einstellen. Ein Pluspunkt ist hier auf jeden Fall, dass sich das Rädchen auch leicht mit Handschuhen einstellen lässt, diese Verstellung ist bei manch anderen Herstellern etwas fummeliger.

Durch verstellbare Gurtbänder kann der Rootage perfekt an jeden Kopf angepasst werden, verschlossen wir das ganze durch ein Gurtschloss mit Rastautomatik. Der Helm passt sich auch dank der antibakteriellen Polster der Kopfform sehr geschmeidig an, ohne irgendwo zu drücken, bequem ist er auf jeden Fall und das auch noch nach mehrstündiger Tour.

Alpina Rootage

Was macht den Alpina Rootage zum Enduro Helm?

Da viele Enduro Piloten mittlerweile die Goggle einer normalen Brille vorziehen sollte ein moderner Helm so ausgelegt sein, dass diese nicht verrutscht und während der Tretpassagen unter dem Schutzschild Platz findet ohne das Sichtfeld zu beeinträchtigen.

Beides wurde hier vorbildlich gelöst, der in den Helm integrierte Haken hält die Bänder der Goggle fest und so verrutschte auch im ruppigen Bikepark nichts, zum andern kann das Schild so weit nach hinten geneigt werden, um die Google problemlos aufzunehmen, ohne zu stören.

Der Rootage ist weit bis zum Nacken gezogen, um bestmöglichen Schutz bei Stürzen auf den Hinterkopf zu bieten, ein weiteres Kriterium, welches einen Enduro Helm ausmacht und auch hier sehr gut umgesetzt wurde.

Test

Da wir uns als Enduristen natürlich auch selbst und ohne Lift auf den Berg quälen, sollte der Helm uns gnädig sein und dafür sorgen, dass die schweißtreibende Hitze durch ausreichend Frischluft nach außen dringt. Hier können die vielen und intelligent platzierten Lüftungsöffnungen ebenfalls punkten, der Rootage verrichtet seinen Job gut und wir kamen ohne Hitzschlag und ausreichend gekühltem Kopf auch bei Sonnenschein oben an.

Der Ratschen Verschluss und die Anpassung der Bänder funktioniert zwar tadellos, allerdings ist ein solcher Verschluss unter den Enduro Helmen nicht mehr so gängig, die meisten verwenden hier Magnetverschlüsse für ein noch leichteres Öffnen und Schließen.

Bei einem der Tester saß der Helm zwar während des Tretens sehr angenehm und unauffällig, rutschte aber beim Downhill ist Gesicht und drückte auf die Brille. Dieses Verhalten liegt aber unteranderem auch an den unterschiedlichen Kopfformen. Generell empfehlen wir beim Kauf eines Helmes in den Fahrradladen um die Ecke zu gehen und einfach mal probe zu tragen. Das hilft nicht nur euch, sondern unterstützt auch die lokalen Geschäfte.

Fazit

Auf der Suche nach einem neuen Enduro Helm ist der Rootage sicherlich einen genaueren Blick wert, er überzeugt durch raffinierte Features und seine markante und zeitgenössische Optik. Auch die Verarbeitung der qualitativ hochwertigen Komponenten ist hier auf einem sehr hohen Niveau und konnte uns überzeugen.

Alles in allem ein gelungener Helm der unauffällig sowie leichtfüßig am Kopf sitzt, diesen kühl hält und optisch anspricht. Uns gefällt auch, dass Alpina mit den neuen Rootage Helmen, Ram Brillen und weiterem Zubehör weiter in die moderne Richtung geht und mit Athleten wie Geoff Gullevich und Lukas Schäfer spannende Gesichter für ihre Marke gefunden haben.

Preis

UVP 179,95 Euro

Mehr Informationen zu Alpina und den Produkten findet ihr unter: www.alpina-sports.com