Test: Nukeproof – „Pulse Pro”

 

Das „Pulse” ist eines der wenigen Bikes auf 26 Zoll Laufrädern im Worldcup Zirkus. Dass man damit trotzdem schnell sein kann, beweist Flatpedal-Veteran Sam Hill. Durch das „three-stage Fallout Linkage“ System mit 210 Millimeter Federweg am Heck bietet das „Pulse“ reichliche Reserven.  Aufgrund der Tretlagererhöhung von 17 Millimeter und mit 26 Zoll Laufrädern klingen die Geo-Daten des Bikes aus heutiger Sicht eher verspielt als Laufruhig. Was gleich Auffällt: Die Kettenstrebenlänge ist variabel. Hierzu wird einfach der Chip in dem die Steckachse befestigt ist, umgedreht. Über die lange Einstellung verlängert sich der Radstand um einen Zentimeter. Das bringt etwas mehr Ruhe ins Bike. Der mit 63 Grad recht flache Lenkwinkel trägt sein Übriges dazu bei. Auch ein nettes Detail ist der Protektor am Unterrohr, der das Bike vor fiesen Steinen beschützt.

//Variabler Radstand durch die Inserts an den Ausfallenden

//Protektor für das Unterrohr

Die Federelemente sind von RockShox und bei der „Boxxer Team“-Gabel kommt die neue „Charger“-Kartusche zum Einsatz. Die bissige „Guide RSC“-Bremsanlage und die „X01 DH“ Ausstattung sind eine gute Wahl am „Pulse“. Die hauseigenen Nukeproof Teile sind womöglich „Nukeproof“, wie der Rahmen selbst, doch die hohe Stabilität spiegelt sich im Gesamtgewicht wieder: 18,20 Kilo wiegt der kleine Panzer. Zum Rennen gewinnen sollte das „Pulse“ dringend eine Diät einlegen. Für fette Drops und Bikeparks ist alles stimmig.


//Das „three-stage Fallout Linkage“ Hinterbau-System

Besonders in der kurzen Einstellung der Kettenstreben ist das Bike sehr verspielt und wendig. Hier merkt man das hohe Gewicht kaum und man kann das „Pulse“ mit Leichtigkeit durch enge Kurven ziehen. In der langen Einstellung bietet der Hinterbau ausreichend Laufruhe für schnelle Downhill-Strecken. Wer mit dem „Pulse Pro“ Rennen fahren will, sollte über Gewichtstuning nachdenken und durch einen Lenker mit weniger Rise die ohnehin recht hohe Front etwas absenken, um mehr Druck auf das Vorderrad zu bekommen. Das Bike liegt neutral in der Luft und steckt dank massig Federweg und massiver Bauweise die dicksten Einschläge weg.  Für 4.399,- Euro bekommt ihr das „Pulse Pro“, wer etwas weniger ausgeben möchte sollte sich das „Pulse Comp“ genauer anschauen.

Fazit: Das „Pulse Pro“ ist eine solider Downhiller, der sich auch sehr gut im Bikepark und auf fetten Drops zu Hause fühlt. Für den ambitionierteren Rennfahrer muss an den Anbauteilen abgespeckt werden.

 

Pro: Hinterbausystem, Details, Geometrieverstellung

Contra: Gewicht

 

Unverbindliche Preisempfehlung: 4.399,- € (Komplettrad) | Größen: S, M, L, XL | Gewicht: 18,20 kg |

 

www.nukeproof.com

Previous ArticleNext Article

Video: Sam Hill zeigt was das neue Nukeproof Mega 290c kann

Nachdem Sam Hill letzte Woche die Szene ein bisschen auf Spannung gehalten hatte, verkündete er, dass er führ mindestens drei weitere Jahre bei Nukeproof bleibt. Zusammen haben sie die vierte Version des Mega entwickelt und Sam scheut nicht davor zurück das Bike in dem neuen Edit an die Grenzen zu fahren.  

The internet may have just repaired itself from Sam Hill’s breaking it last week. We’re stoked Sam’s staying with Nukeproof for another 3 years (minimum). Probably time to show him riding the new Mega:

With Sam was absent from the 2020 Enduro World Series rounds, he’s not been in full feet up mode, although it has been nice for him to “relax” and enjoy a full year at home with his young family for the first time in his illustrious career. The V4 Mega is a ground up design and Sam’s been out to ensure the bike is dialled for the 2021 season. He’s even been putting in times against the clock (and winning) at his local Western Australia Gravity Series. With Sam taking a hattrick of Enduro World Series titles on the Mega V3, the V4 Mega had some big shoes to fill. But the redesigned V4 Mega has allowed our engineers to implement some fresh thinking and changes on both 27.5” and 29” platforms. Geometry changes, all new linkage and suspension curve and a full carbon frame (with a fully optimised carbon layup).

Sam’s weapon of choice is again will again be the Mega 290c, seen here built to Team Chain Reaction Cycles-Nukeproof spec featuring components from a full selection of Nukeproof & Sam Hill Signature components along with Sram’s AXS set up, Rockshox ZEB fork, MRP AMG guide and DH22 rubber from Michelin.

“My initial impression of the new (V4) Mega is how quick and positive it feels to change lines and direction on the trails. The changes also make it feel a lot more playful to ride, but really stable when you’re going fast.”- Sam Hill

The new 2021 Mega: Race Proven.

Filmed in Western Australia at the awesome Linga Longa. Taking on some of his favourite enduro and downhill trails. For those that may not have been to this area, the park is pretty remote, situated about 3 hours from Perth, towards the southernmost tip of Western Australia. Originally the land was bought in 2012 as a family retreat by owner Boxer (as he put it “to run wild and free”). As a relative local Sam has been instrumental in helping design and build in the park along with hundreds of volunteers. What they have created is a little piece of MTB paradise, well worth a visit https://www.lingalongabikepark.com

TEST-VIDEO: FOX 38 Factory vs. RockShox ZEB Ultimate

Zwei Gabeln machen aktuell die Enduro-Fraktion besonders neugierig: die FOX 38 Factory und die RockShox ZEB Ultimate. Wir haben die zwei edel Gabeln für euch im Test gehabt und am Geisskopf ausführlich fahren können. Mehr erfahrt ihr in unserem Test-Video. 

Wer sich aktuell ein neues Enduro aufbaut, oder sich generell nach einer neuen Gabel umschaut, der wird wohl nicht an den großen Marken wie FOX und RockShox vorbeikommen. Letztes Jahr präsentierten beide Hersteller ihre neuen Gabeln mit 38mm Standrohren für ultimative Steifigkeit und Reserven im ruppigen Gelände.

Quick Facts: FOX 38 Factory

  • Einsatzbereich: Enduro/Freeride
  • Einstellmöglichkeiten: Rebound (HS + LS), Compression: (HS + LS)
  • Laufradgröße: 29″
  • Federung: Luft
  • Federweg: 170mm
  • Standrohrdurchmesser: 38mm
  • Material: Aluminium (Tauchrohr: Magnesium)
  • Gewicht: 2.450g (mit Mudguard)
  • Preis: 1.589 Euro
  • Link: www.foxracingshox.de

Quick Facts: RockShox Zeb Ultimate

  • Einsatzbereich: Enduro/Freeride
  • Einstellmöglichkeiten: Rebound, Compression (HS+ LS)
  • Laufradgröße: 29″
  • Federung: Luft
  • Federweg: 170mm
  • Standrohrdurchmesser: 38mm
  • Material: Aluminium (Tauchrohr: Magnesium)
  • Gewicht: 2.300g (mit Mudguard)
  • Preis: 1.089 Euro
  • Link: www.sram.com

Wir waren vor dem Lockdown mit einer Gruppe von Testfahrern am Geisskopf und haben einige Eindrücke sammeln können. Johannes und Flo halten diese und ihre eigenen Erfahrungen in unserem Test-Video fest. Welche Gabel überzeugt in welcher Situation und wo ist der unterschied zwischen FOX und Rockshox? Mehr erfahrt ihr im folgenden Video:

 

TEST: Syncros Hixon iC DH 800 mm Vorbau/Lenker

Syncros hat das iC-Konzept (integriertes Cockpit) auch für den Downhill-Markt umgesetzt und will mit dem Hixon iC DH nicht nur einen der leichtesten, sondern auch einen der stabilsten und steifesten Lenker für hohe Geschwindigekeiten im Downhill bieten. Was die Vorbau/Lenker Kombination so kann und ob der Preis gerechtfertigt ist, erfahrt ihr hier.

1986 gründeten die zwei Freunde Pippin Osborne und Peter Hamilton die Marke Syncros mit der Mission ihren eigenen kompromisslosen und häufig verrückten Anforderungen zu entsprechen. Sie fingen an Komponenten zu entwickeln mit denen sie einen neuen Standard in Festigkeit, Performance und Widerstandsfähigkeit definieren wollten, der nicht mehr aus der Welt der Mountainbiker und Rennradfahrer wegzudenken sein sollte. Syncros wurde zum Kult-Label, dann wurde es irgendwann etwas ruhig um die Marke. Inzwischen ist sie bei Scott beheimatet und man findet die Teile wieder deutlich häufiger.

Bei der Präsentation des Vorbau/Lenker Kombination sorgte Syncros für Aufsehen. Das schlichte und futuristische Design des Hixon sorgte wie viele neue und besondere Produkte für Diskussionen in der Szene und musste erst mal fachmännisch von Hobby-Zynikern begutachtet werden. Macht das Sinn? Sieht das gut aus? Braucht man das? Fakt ist, dass eine Schraubverbindung technisch gesehen immer eine Schwachstelle ist, zusätzliches Gewicht verursacht und mit Carbon eine flexible Formbarkeit gegeben ist, der kaum Grenzen gesetzt sind. Also wieso nicht alles aus einer Form gestalten, Gewicht einsparen und ausreichend Steifigkeit und Stabilität für anspruchsvolle Trails bieten? Der Nachteil ist ganz klar, dass man nicht die Möglichkeit hat mit der Vorbaulänge zu variieren oder den Lenker etwas zu drehen um mit Up- und Back Sweep zu spielen.

Syncros Hixon iC DH

Syncros Hixon iC DH – kurz und schmerzlose

  • Material: Carbon UD
  • Up Sweep: 5°
  • Back Sweep: 8°
  • Rise: 15mm Kröpfung
  • Gewicht: 299g (800 mm Breite, 50mm tatsächliche Verlängerung)
  • Preis: 349,95 € UVP

Über das futuristische Cockpit

Die Geschmäcker, die Position auf dem Rad und vor allem auch die Geometrie der Bikes sind ja doch sehr unterschiedlich und deshalb ist die Lenkerbreite, der Sweep und Rise immer abhängig vom Fahrer und seiner Anatomie.

Mit einer Breite von 800mm entspricht der Lenker den modernen Standards und ist ausreichend breit, die Länge von 50mm ist auch stimmig und mit 5° Up Sweep und 8° Back Sweep war er für mich sehr angenehm in der Hand zu halten.

Optisch ist der Einteiler Geschmacksache. Mir hat das aufgeräumte Cockpit mit dem modernen Design sehr gut gefallen. Lenker und Vorbau mit gerade mal 300g ist natürlich beeindruckend.

Alles das hat aber natürlich seinen Preis: 349,95 € UVP. ist kein Schnäppchen, wenn man aber einen hochwertigen Carbonlenker und einen guten Vorbau kauft, ist man auch schnell mal 250€ los.

Syncros Hixon iC DH

Auf dem Trail:

Ich habe die Kombi auf meinem Specialized Demo in Schladming, in Spizak und am Geisskopf recht ausführlich testen können. Das geringere Gewicht merkt man ein wenig aber natürlich ist der Unterschied zu meiner Standardkombi mit 100g mehr nicht so gravierend. Mit der Geometrie kam ich sehr gut zurecht. Auch in ruppigen Situationen hatte ich nicht das Gefühl, dass der Lenker zu steif ist oder zu viel Flex bietet. Der Syncros Hixon iC DH findet da einen guten Mittelweg und verhält sich unauffällig. Was man von der Optik natürlich nicht sagen kann.

Syncros Hixon iC DH

Fazit zum Syncros Hixon iC DH

Wer Lust auf einen absoluten Hingucker im modernen Design hat und einen Fetisch für leichte Komponenten hat, wird hier fündig. Klar schränkt der im Vorbau integrierte Lenker die Einstellmöglichkeiten ein, bzw. besitzt absolut keine, jedoch findet man mit einem 5° Up Sweep und 8° Back Sweep eine recht angenehme und standardisierte Geometrie. Der Preis ist mit einer Unverbindlichen Preisempfehlung von 349,95 € natürlich schon sehr hoch, spiegelt sich aber in der hohen Qualität des Syncros Hixon iC wieder. Alles in allem ein interessantes Produkt, dass für den ein oder anderen Individualisten das Herz aufblühen lässt.

Mehr Infos zum Hixon und Syncros findet ihr hier: www.syncros.com

Test: Vaude Moab Pro 16 II Rucksack – Umweltfreundlicher Trail-Rucksack

vaude rucksack

Der deutsche Hersteller von Bergsportaussrüstung bietet mit dem Vaude Moab Pro 16 II einen gelungenen Rucksack mit integriertem SAS-Tec Rückenprotektor für ruppige Ausfahrten, kombiniert mit Stauraum für Tages- oder Wochenendtouren und nutzt dabei umweltfreundliche Verarbeitung mit recycelten und wasserfesten Materialien. 

Der Moab Pro spiegelt die langjährige Erfahrung des Süddeutschen Unternehmens wider; Volumen, kombiniert mit Schutz und gut organisierten Stauräumen – so bekommt man einen optimalen Begleiter für die nächste Ausfahrt.

Vaude Moab

Vaude Moab Pro 16 II – kurz und schmerzlos:

  • Volumen: 16L
  • Protektor: SAS-TEC Rückenprotektor
  • Preis: 190 Euro

Umweltfreundlicher Trailbegleiter

Vaude setzt bei allen Produkten auf Nachhaltigkeit und verwendet auch beim Moab Pro überwiegend recycelte Rohmaterialien. Der SAS-Tec Protektor besetzt aus zu 70% nachhaltig hergestellten Rohstoffen und das Hauptmaterial des Rucksacks besteht zur Hälfte aus recyceltem Polyester. Mit dem ECO Finish verzichtet das Unternehmen auf Fluorcarbone (PFC), die häufig für wasserabweisende Beschichtungen genutzt werden.

Schlichtes Design mit versteckten Features

Farblich ist unser Test-Rucksack in einem Braun mit Schwarz gehalten. Die Reißverschlüsse und Nähte sind sauber vernäht und bieten eine cleane Optik. Positiv finden wir auch, dass die wenigen Bänder und Riemen mit kleinen Lacshen versehen sind, welche Flattern verhindern und zum aufgeräumten Erscheinungsbild beitragen.

Hätten wir die Beschreibung des Rucksacks nicht durchgelesen, hätten wir den Reißverschluss des “versteckten” Helmtragesystems gar nicht erst gefunden. Das Tragesystem befindet sich unter dem praktischen Tool Fach auf der Vorderseite des Rucksacks und lässt sich einfach mit zwei Haken an den oben vernähten Riemen befestigen. Sehr schön gelöst!

Stauraum mit cleverem Organizer

Das erste Fach auf der Vorderseite beinhaltet den Tool-Organizer. Hier befinden sich kleine Fächer mit Gummibändern zum Verstauen einer Pumpe und genügend Platz für Ersatzreifen und Verschleißteile. Über dem Organizer befindet sich ein Fach für Wertsachen mit eingenähtem Stauraum für Smartphones, Brillen und ähnlichen Artikeln.

Das Hauptfach des Moabs bietet genügend Stauraum um Regenjacke, Ersatzkleidung und Trinkblase zu verstauen und verzichtet hier auf kleinere Fächer. Wer mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, kann auch das Fach der Trinkblase für das Verstauen eines Laptops nutzen. Wie bei den meisten Rucksäcken im Test wird der Schlauch des Trinksystems durch eine Öffnung am oberen Ende der Tasche gefädelt. Positiv ist, dass der Schlauch dann wahlweise auf dem linken oder recht Schultergurt entlang geführt werden kann und durch Schlaufen und Clips befestigt wird.

Wir hatten den Vaude Moab Pro bei einigen Drehtagen und Ausflügen dabei und konnten Kameras, Objektive und Equipment gut verstauen und hatten niemals das Gefühl, dass der Stauraum zu klein wäre.

vaude rucksack

Auch wenn der Rucksack mal schwerer beladen war, bot das Rückenpolster und die angenehmen Tragriemen ausreichend Komfort. Mit dem gepolsterten Hüftgurt verteilt sich das Gewicht gleichmäßig und lässt die Tasche mit Inhalt leichter wirken, als sie im Endeffekt ist.

vaude rucksack

SAS-TEC Protektor inside

Der Rückenprotektor des deutschen Herstellers SAS-Tec ist auf Nachhaltigkeit konzipiert und muss dank seiner Mehrschlagfähigkeit nicht nach jedem Sturz ausgetauscht werden. Wer den Protektor jedoch doch mal entnehmen oder reinigen will, kann diesen über den versteckten Reisverschluss auf der Oberseite des Moab Pro entfernen.

Das Fazit zum Moab Pro

Ein praktischer und gut verarbeiteter Begleiter für die Tages- oder Wochenendtour. Mit viel Stauraum und durchdachtem Tool-Organizer bietet der Vaude Moab Pro alles, was ein Trailrucksack braucht. Schön gelöst sind auch die versteckten Features wie das Helm-Tragesystem, der entnehmbarer Rückenprotektor und die Regenhülle. Was uns besonders gut gefallen hat, ist, dass Vaude bei der Produktion auf Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit wert legt. Vaude präsentiert hier ein tolles und durchdachtes Produkt.

Mehr Infos zum Rucksack und Vaude findet ihr unter: www.vaude.com

TEST: POC VPD Air – Rucksack oder Weste?

Der perfekte Rucksack für alle die eigentlich lieber ohne unterwegs sind. POC kombiniert beim VPD Air alles was man für eine Tagestour braucht: ausreichend Stauraum, schlankes Design, Rückenprotektor und dabei trägt er sich so angenehm wie eine Weste. Mehr Informationen zum Rucksack-Favoriten der Redaktion findet ihr hier.

Der kleine knapp 750g leichte Rucksack des schwedischen Herstellers sieht aus wie ein Rucksack, trägt sich aber wie eine Weste. Das clever gelöste Twin-Strap Closure System verteilt das Gewicht angenehm auf dem Brustkorb und der extrem flexible Rückenprotektor schmiegt sich dabei angenehm an die Wirbelsäule. Diese Kombination bietet nicht nur Schutz sondern auch einen sehr angenehmen Tragekomfort.

Der entnehmbare Protektor ist aus einem flexiblen Material gefertigt und nach EN 1621-2 Level 1 Norm verifiziert.

POC Rucksack
Die Schulterriemen verteilen in Kombination mit den Brustgurten das Gewicht angenehm und machen einen Hüftgurt überflüssig.

POC VPD Air – kurz und schmerzlos: 

  • Volumen: 13 L
  • Gewicht: 748 g
  • Preis: 169,95 Euro

Die Optik des POC VPD Air ist schlicht.

Der kompakte Rucksack ist schlicht in schwarz gehalten und wird von einem weißen POC Logo verziert. Erhältlich ist die “Weste mit Stauraum” in einer Größe und Farbe. Wir waren mit dem Rucksack auf unseren Hometrails und im Bikepark bei starkem Regen unterwegs und können bestätigen, dass der VPD Air komplett wasserdicht ist und uns nie im Stich gelassen hat.

POC Rucksack

Kleiner Rucksack mit ausreichend Stauraum

Auf der Vorderseite des 750 g leichten VPD Air befindet sich die Tasche für den Helm, welche dank verstellbaren Riemen an die unterschiedlichen Helme angepasst werden kann und dann Clip-Verschluss schnellen Zugriff auf den großen Stauraum gewährt. An beiden Seiten befinden sich kleine Fächer, die für das Smartphone, Flickzeug und Ersatzreifen geeignet sind.

Das Hauptfach bietet genügend Stauraum um zum Beispiel eine Regenjacke, Essen und genügend Ausrüstung für eine Tagestour zu verstauen. In der Innenseite ist ein extra Fach für ein 3L Trinksystem und kleinere Taschen für Tools und Zubehör vernäht.

POC Rucksack

Fazit zum VPD Air

Der POC VPD Air ist der perfekte Rucksack für alle die, die eigentlich lieber ohne unterwegs sind. Mit seinem clever gelösten Twin-Strap Closure System und dem extrem anschmiegsamen Rückenprotektor fühlt sich die Tasche eher wie eine Weste an, bietet aber genügend Stauraum für eine Tagestour und ein 3L Trinksystem. Die wasserdichte Verarbeitung überzeugt nicht nur durch ihren eigentlichen Zweck sondern lässt sich dadurch auch noch sehr leicht mit dem Gartenschlauch abspritzen und reinigen. Der POC VPD Air ist der perfekte Begleiter auf jeder Enduro Tour und lässt einen dank seines Tragekomforts fast vergessen, dass man ihn überhaupt trägt.

Mehr Informationen zum Trail-Rucksack der Schweden findet ihr hier: www.poc.com

TEST: Merida Big. Trail 600 – Spaß auf Trails und im Alltag

Merida Big Trail

Mit dem Big. Trail präsentiert Merida ein vielseitiges Trail-Hardtail, dass dank potenter Geometrie und Marzocchi Fahrwerk Bergab für Fahrspaß sorgt und mit intelligenten Features im Alltag bestechen kann. Das Hardtail des taiwanischen Herstellers scheint alles zu können, doch wird es seinem Ruf gerecht? Mehr dazu im Test.

Das Big.Trail ist ein noch recht junges MTB im umfangreichen Portfolio von Merida. Der Name gibt zwar schon grob die Ausrichtung vor – auf den Trail – doch wird die Bezeichnung Trail-Hardtail der Vielseitigkeit des Bikes nicht gerecht. Insbesondere dem intelligent konstruierten und mit durchdachten Features ausgestatteten Alurahmen ist es zu verdanken, dass das Big.Trail in vielen Bereichen eine gute Figur machen dürfte – selbst im Alltag oder auch beim Offroad-Bikepacking. Dabei ist das Bike insgesamt im eher günstigen Preisbereich angesiedelt. Unser Testbike, das Merida Big.Trail 600 stellt mit einem Preis von knapp 1.600 Euro bereits das Ende der Fahnenstange dar. Auf der anderen Seite der Skala liegt das Big.Trail 200, mit dem man schon für 849 Euro einen wirklich soliden Einstieg in den Bereich trail-tauglicher MTBs bekommt.

Merida Big Trail

Merida Big.Trail 600 – kurz und schmerzlos:

  • 29″
  • Hardtail
  • Aluminium
  • Marzocchi Z2, 140mm
  • Preis: 1.599 Euro

Vielseitiger Alu-Rahmen

Wir hatten es eingangs bereits erwähnt: Das Merida Big.Trail 600 war das vielleicht vielseitigste Bike in unserem Testfeld. Das versierte Biker-Auge mag dies bereits bei einem genaueren Blick auf den Rahmen erkennen; so befinden sich auf dem Unterrohr gleich vier Schraubösen, um hier bei Bedarf zwei Flaschenhalter montieren zu können. Zusätzlich befindet sich an der Unterseite des Oberrohrs noch eine weitere Montagemöglichkeit, Merida spricht vom “Trail Mount”. Rucksack-Muffel können hier beispielsweise ganz bequem ein Bike-Notfallkit mit Schlauch, Tool und CO² Kartusche anbringen – cool! Damit jedoch noch nicht genug der Ösen: Selbst an entsprechende Montagepunkte für Gepäckträger, Schutzbleche und einen Seitenständer (!) hat man bei der Konstruktion des Rahmens gedacht. Viele Vollblut-Mountainbiker werden jetzt die Nase rümpfen, doch ihr müsst nicht die rote Karte spielen! Die Gewinde sind so gut versteckt, dass sie bei Nicht-Gebrauch unsichtbar bleiben. Und mal ehrlich: Vor allem die günstigeren Ausstattungsvarianten werden durchaus auch als Alltagsräder gebraucht werden von unserem MTB-Nachwuchs oder unseren jüngeren Geschwistern, die mit dem Rad auch zur Schule fahren. Da kann man dann doch glücklich sein, über diese Option, allemal besser als Klemm-Ständer und Steckbleche.

Merida Big Trail

Doch natürlich haben die Jungs und Mädels von Merida auch an die “echten” Mountainbiker gedacht. Das zeigt sich beispielsweise an der großzügigen Reifenfreiheit: Das für 29 Zoll Laufräder ausgelegte Bike verträgt locker Pneus mit bis zu 2,5 Zoll Breite. Das bringt nicht nur Grip, sondern auch zusätzliche Dämpfung, die gerade am Trail-Hardtail immer willkommen ist. Davon abgesehen gibt es wenige Überraschungen: Intern verlegte Züge gehören wie die Boost Achse im Hinterbau mittlerweile zum Standard und das klassisch geschraubte BSA Tretlager freut selbst-Schrauber.

Moderne Geometrie und weitgehend überzeugende Ausstattung

Seine Trail-DNA stellt das Merida Big.Trail 600 auch bezüglich seiner Geometriedaten unter Beweis. Der Lenkwinkel fällt mit 65,5° sportlich flach aus, so dass man es auch mal im steilen Gelände krachen lassen kann, ohne Überschlagsgefühle zu bekommen. Damit es auf dem Weg nach oben nicht allzu beschwerlich wird, hat man dem Bike zudem einen angenehm steilen Sitzwinkel verpasst, der Fahrer oder Fahrerin in eine schön zentrale Sitzposition rückt, die durch das angenehm tiefe Tretlager unterstrichen wird.

SMLXL
Sitzrohr (in mm)380410430450
Oberrohr horizontal (in mm)579600622645
Steuerrohr (in mm)95100110120
Kettenstrebe (in mm)435435435435
BB Drop (in mm)66,566,566,566,5
Lenkwinkel (in °)65,565,565,565,5
Sitzwinkel (in °)75,575,575,575,5
Reach (in mm)415435455475
Stack (in mm)636641650659

Unser Testbike kam in der Topausstattung der Big.Trail Reihe, gehört mit 1.599 Euro aber dennoch zu den eher günstigen Vertretern der Kategorie. Das merkt man den verbauten Komponenten nur an wenigen Stellen an. So kann das Bike beispielsweise mit der Z2 Gabel und 140 mm Federweg punkten. Die Gabel zählt zu unseren Lieblingen in dieser Preisklasse und gefällt uns immer wieder mit ihrem sahnigen Ansprechverhalten. Dazu gibt’s einen 12-fach Shimano Deore Antrieb mit 510% Übersetzungsbandbreite. Dieser muss sich höchstens beim Gewicht vor deutlich teureren Schaltungen verstecken, bei der Performance gibt es hier rein gar nichts auszusetzen. Gleiches gilt für die Laufräder aus Shimano MT400 Naben und den hauseigenen Alufelgen. Diese sind nicht nur tubeless-ready sondern mit 29 mm Maulweite auch breit genug für großvolumige Reifen. Ebenfalls aus eigenem Hause kommt die Variostütze, die an unserem Testrad in Größe L solide 150 mm Verstellweg mitbringt.

Alles super also? So durchdacht und solide die meisten Komponenten auch gewählt sind, hat Merida leider bei den Bremsen den Rotstift angesetzt. Die MT4100 von Shimano ist zwar keine schlechte Bremse, dürfte mit ihren zwei Kolben und den 180 mm Scheiben jedoch hier und da sicherlich an ihre Grenzen stoßen. Weitaus positiver sehen wir die Reifenwahl: Der recht neue Dissector von Maxxis ist ein sehr guter Allrounder und lässt sich auch sehr gut tubeless nutzen. Keine Überraschungen sehen wir am Cockpit: Hier gibt es solide OEM-Teile mit modernen Abmessungen. Im 50 mm langen Vorbau steckt in allen Größen ein 780 mm breiter Riser-Lenker.

RahmenAluminium
FedergabelMarzocchi Z2, 140mm
LaufräderShimano MT410 / Merida Expert TR
Reifen VRMaxxis Dissector, EXO, 2.4
Reifen HRMaxxis Dissector, EXO, 2.4
SchaltwerkShimano Deore, 12-speed
SchalthebelShimano Deore
KurbelRace Face Ride, 32T
BremseShimano MT410
Bremsscheiben180/180
SattelstützeMerida Comp TR
SattelMerida Comp CC
VorbauMerida Expert TR
LenkerMerida Expert TR, 780mm
Preis: 1.599 Euro

Merida Big Trail

Bodenprobe: Das Merida auf dem Trail

Um das Fahrverhalten des Merida Big.Trail 600 nach den Meinungen unserer Tester auf den Punkt zu bringen, fielen immer wieder folgende Worte: Unaufgeregt und Allrounder! Aber eins nach dem anderen…

Dank seiner modernen aber keinesfalls extremen Geometrie fanden sich alle Testfahrer auf Anhieb zurecht. Der 65,5 Grad flache Lenkwinkel verspricht schon nach den ersten Metern einen guten Kompromiss aus Laufruhe und Agilität. Im Uphill unterstützt der relativ steile Sitzwinkel und hält die Front trotz kompakter Kettenstreben auch im steilen Gelände souverän am Boden. Auch im gemäßigten Terrain zeigt sich das Big.Trail vielseitig; der Deore 12-fach Antrieb bietet jederzeit ausreichend Bandbreite und die Maxxis Dissector Bereifung zeigte äußerst gute Rolleigenschaften. Bei schlammigen Bedingungen setzte er sich aber relativ schnell zu und verlor an Traktion.

Geht es bergab, zeigt das Merida deutlich seine ausgewogenen Alleskönner-Eigenschaften. Dabei ist es kein “Spezialist” wie etwa das extrem flache Marin El Roy oder das Orange, sondern zeigt sich agil und ausgewogen. Die Marzocchi Z2 passt wie angegossen zu diesen Fahreigenschaften: Einfach einzustellen und mit unaufgeregt-guter Performance konnte sie uns überzeugen; spricht sensibel an und dämpft souverän. Wird der Speed auf dem Trail etwas schneller, fühlt sich das Big.Trail aber etwas unwohl. Dafür ausschlaggebend ist in erster Linie der Maxxis Dissector Reifen. Die EXO Karkasse spart zwar Gewicht (was sich im Uphill sehr positiv auswirkt), lässt aber ein wenig die dämpfenden Eigenschaften vermissen. Hinzu kommt, dass bei erhöhter Geschwindigkeit auch die Pannenanfälligkeit steigt. Aber gut, Reifen sind immer ein Kompromiss aus Gewicht, Rollwiderstand und Performance. Wer es hauptsächlich bergab krachen lässt und wem der Uphill nur Mittel zum Zweck ist, wie wir, der sollte sich über einen stabileren Reifen Gedanken machen. Trail-Tourer werden in dem Reifen einen guten Freund finden.

Wir wollen spaß, wir geben Gas und hätten deshalb – zumindest vorne – auf eine 4-Kolben Bremse, gesetzt. Das Big.Trail ist “nur” mit 2-Kolben Stoppern aus Shimano´s MT400er Reihe ausgestattet. In Kombination mit 180er Scheiben an Front und Heck konnte uns die Bremse nicht immer überzeugen. Eine hohe Handkraft und nachlassende Bremskraft bei langen Abfahrten wurde häufig von den Testern kritisiert. Zumindest vorne auf eine 203mm Scheibe aufzurüsten, ist sicherlich kein schlechter Tipp.

Genug gemeckert! Für die meisten Mountainbiker, die ein Rad für rund 1500 Euro suchen, sind die Reifen und Bremsen sicher ganz wunderbar. Das Merida Big.Trail hat insgesamt einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Seine Ausgewogenheit und das intuitive und agile Fahrverhalten dürfte für viele (auch Einsteiger) auf Anhieb passen. Mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis und den praktischen Rahmenfeatures zeigt es sich als toller Allrounder. Und genau das sollte ein Trail-Hardtail doch sein, oder? Also sehr viel richtig gemacht!

Merida Big Trail

Das Fazit:

Das Merida Big.Trail 600 ist ein Allrounder wie er im Buche steht. Moderne, aber nicht zu extreme Geometrie, solide Ausstattung und Fahreigenschaften mit denen der Einsteiger genauso gut zurecht kommt wie der Profi. Ein Rad was auch für den Alltag oder radreisen funktioniert. Kleine Schwächen bei der Bremse sind angesichts des guten Preis-/Leistungsverhältnisses zu verschmerzen. Wer ein agiles und vielseitiges Hardtail ohne Überraschungen sucht, wird mit dem Merida Big.Trail 600 fündig!

Mehr Informationen zum Merida Big. Trail findet ihr auf: www.merida-bikes.com