Test: Safetyjackets müssen keine Ritterrüstung sein

Safetyjackets sind ein leidiges Thema. Für das gute Gewissen legt man sie doch gelegentlich an, um sich nicht nachher ein „Hätte ich doch…“ eingestehen zu müssen. In vielen Bikeparks sind die warmen Rüstungen sogar Pflicht –zu Recht. Die unflexiblen Plastikschalen schränken die Bewegung ein und man hat das Gefühl gleich drei Pullover übereinander zu tragen. Deshalb sehen wir nur selten Fahrer mit ausreichend Protektion in den Bikeparks. Um in Zukunft immer ausreichend geschützt zu sein, haben wir für euch fünf Safetyjackets getestet und eins vorweg: Die Safetyjackets oder auch Protektoren-Hemden genannt, sind alle bequem, schränken nicht ein und schützen hervorragend vor schweren Verletzungen. Also verschont eure Knochen und tragt die unauffälligen Protektoren einfach unter euren Trikots.

 

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POC  – „Spine VPD 2.0 DH Jacket“

Schon das „Spine VPD 2.0“ Safetyjacket freute sich großer Beliebtheit. Die DH-Version ist sogar mit Plastikschalen über den Ellenbogen-Pads ausgestattet. Clever: Die Straps an den Ellenbogen sind nicht elastisch, so kann der Schoner locker sitzen ohne den Arm abzudrücken und rutscht im Ernstfall nicht nach oben. Das Jacket liegt exakt an, die „VPD 2.0“-Pads sind genau an den richtigen Stellen und umschließen vollständig Schulter und Ellenbogen. Zur zusätzlichen Fixierung ist ein Bauchgurt im Lieferumfang, der bei Bedarf per Klettverschluss angelegt wird. Das massive Rückenteil deckt die gesamte Wirbelsäule vom Nacken bis zur Po-Ritze ab. Die Bewegung wird durch den hochflexiblen Schaum nicht eingeschränkt. Deshalb stört auch der sehr großflächige Brustschutz ist keiner Weise. Dieser erstreckt sich vom Sternum bis zum letzten Rippenbogen und bietet einen hervorragenden Schutz. Der Störfaktor Reißverschluss verläuft geschickt an der Seite entlang. Bis auf Ellenbogen und Schulter lassen sich alle Pads zum Waschen herausnehmen. In Sachen Bequemlichkeit und Schutz kann hier POC wohl kaum einer das Wasser reichen. Auch nicht beim Preis dieses Highend Produkts: 370,- Euro unverbindliche Preisempfehlung sind alles andere als günstig.

Fazit: Das „Spine VPD 2.0 DH Jacket“ ist durchdacht und bietet eine sehr hohe Schutzfunktion. Trotzdem wahrt POC einen hohen Tragekomfort. Das lassen sich die Schweden gut bezahlen.

 

Pro: Details, Passform, Schutzfunktion

Contra: Preis

 

Unverbindliche Preisempfehlung: 370,- € | Größen: XS/S, M, L/XL |

 

www.pocsports.com

 

 

 

 

Raceface  – „Flank Core“

Das „Flank Core“ wird wie ein T-Shirt einfach über den Kopf gezogen und sitzt wie eine zweite Haut. Es ist so dünn und luftdurchlässig, dass man schnell vergisst überhaupt ein Protektoren-Hemd zu tragen. Durch den körpernahen Schnitt sitzt alles an der richtigen Stelle und bleibt auch dort. Der „d3o“-Protektor im Rückenteil ist bewusst so kurz gehalten um Genickschützer nicht im Weg zu sein. Wir würden uns lieber ein längeres Rückenteil wünschen und das Neckbrace darüber tragen. Alleine getragen ist das Rückenteil definitiv zu kurz und sollte beispielsweise durch einen Protektoren-Rucksack ergänzt werden. Aber auch hier gilt: besser wenig Schutz, als Keiner. Der Tragekomfort ist beim „Flank Core“ extrem hoch und die Wärmeentwicklung, dank luftigem Mesh-Stoff, sehr gering. Daher eignet sich das Protektoren-Hemd auch für Touren. Die Schulterpads sind aus dem beliebten „d3o“-Schaum, der Brustbereich aus einem EVA-Padding. Ellenbogenschoner sind nicht vorhanden, was wiederum ein Plus für den Tragekomfort, aber ein Minus für den Sicherheitsaspekt gibt. Zum Waschen können alle „d3o“-Pads entnommen werden.

Fazit: Der „Flank Core“ ist ein sehr leichtes und luftiges Protektorenhemd. Ideal um sich auf Touren zu schützen ohne zu schwitzen. Oder in Verbindung mit Neckbrace und Ellenbogenschoner zum Bikepark rocken.

 

Pro: Passform, Belüftung

Contra: kurzes Rückenteil

 

Unverbindliche Preisempfehlung: 159,90 € | Größen: S, M, L, XL, XXL |

 

www.bikeaction.de

www.raceface.com

 

 

 

 

Scott  – „Recruit Pro II Compression Gear“

Der „Recruit Pro II“ passt ebenfalls in die Kategorie Protektorenhemd. Trotzdem bietet der Protektor Schutz auf hohem Niveau. Der enganliegende Sitz sorgt für die richtige Position der „d3o“-Pads. Die wichtigsten Stellen am Oberkörper wie  Schulter, Rücken und Ellenbogen sind mit dem Wunder-Schaum ausgestattet. Auf ein Pad im Brustbereich wurde verzichtet. Dafür hat Scott dem „Recruit“ einen durchgehenden Frontreißverschluss verpasst. Dadurch wird das An- und Ausziehen deutlich erleichtert. Der Tragekomfort ist entsprechend hoch und dank luftigem Lycra und vielen Mesh-Einsätzen kommt es unter dem Shirt nicht zum Hitzestau. Die Ellbogenschoner sind besonders lang und schützen auch die Unterarme vor Blessuren. Das „d3o“-Rückenteil ist noch besser belüftet und wurde an die natürliche Form der Wirbelsäule angepasst. Das Pad ist lang genug, um auch den unteren Teil des Rückens zu schützen. Unauffällig verschwindet das light Safetyjacket unter dem Jersey und im Bikepark kann geshredded werden.

Fazit: Das „Recruit Pro II“ ist gut durchdacht und bietet ein hervorragendes Schutzpaket. Dabei wird es unter dem Protektoren-Shirt nicht zu heiß und der Preis stimmt auch.

 

Pro: Schutzfunktion, Passform, Belüftung, Preis

Contra: Nichts

 

Unverbindliche Preisempfehlung:  159,95 € | Größen: S, M, L, XL |

 

www.scott-sports.com

 

 

 

Sweet Protection  – „Bearsuit Pro Shirt“

Mit „Bearsuit Pro Shirt“ schaffen die Nordlichter die Grätsche zwischen Protektoren-Hemd und massivem Safetyjacket. Ausgestattet mit fetten „SAS-Tec“-Pads an Rücken, Brust und Schulter liegt hier der Augenmerk auf Sicherheit und großer Schutzfunktion. Dennoch ist das Shirt mit Mesh-Rücken, hohem Lycra Anteil und Belüftungsöffnungen unter den Achseln  luftiger als so manches Trikot. Alle schlagabsorbierenden „SAS-Tec“-Pads können zum Waschen entnommen werden. Für den Bikepark-Einsatz sollte das „Bearsuit Pro Shirt“ mit Ellbogenschonern ergänzt werden. Sonst bietet das Shirt sehr große Schutzfunktion. Das Rückteil erstreckt sich nicht nur über die Wirbelsäule sondern deckt auch einen großen Teil der Schulterblätter und der Halswirbelsäule ab. Die Schulterpads lassen sich mit Straps Richtung Brust festziehen. Das dient zur optimalen Positionierung und bremst schwere Einschläge, die sonst gleich Schlüsselbeinbruch bedeuten. Trotzdem hat es Sweet Protection hinbekommen, dass sich das „Bearsuit Pro Shirt“ wie ein Tshirt anfühlt und ein entsprechend hohen Tragekomfort verspricht. Der Schnitt richtet sich an Fahrer mit „etwas“ mehr in den Oberarmen und breiterem Kreuz.

Fazit: Die Jungs aus dem Norden können gute Rüstungen bauen. Das „Bearsuit Pro Shirt“ ist bequem, gut belüftet und schützt optimal

 

Pro:  Details, Schutzfunktion, Belüftung

Contra: Preis

 

Unverbindliche Preisempfehlung: 249-, € | Größen: S, M, L, XL

 

www.sweetprotection.com

 

 

 

 

TSG  – „frag shirt s/s d3o“

Im leichten und gut belüfteten Kurzarm-Protektoren-Hemd von TSG stecken viele sinnvolle Details. Der Rückenprotektor aus „d3o“ deckt die Wirbelsäule ab. Über dem Steißbein und der Halswirbelsäule befindet sich je ein EVA-Pad, welches nach Bedarf entfernt werden kann. So passt zum Beispiel ein Neckbrace perfekt oben drüber, da auch das EVA-Pad im Brustbereich dafür geschnitten ist. Damit der Rückenprotektor an Ort und Stelle, bleibt ist auf der Innenseite des „frag shirt“ ein elastischer Klett-Gurt angebracht. Die Schulterprotektoren sind aus „d3o“-Schaum und sind wie die TSG Knieprotektoren in einer hufeisenartigen Form, damit das Pad nicht herunter rutscht. Dazu ist auf dem Pad noch eine Kunststoffkappe  geklettet, zum Schutz vor Steinen. Der Reißverschluss erleichtert das An- und Ausziehen und verläuft unauffällig an der Seite entlang. Zum Waschen können sämtliche Rückenpads entnommen werden. Die „d3o“-Pads in der Schulter leider nicht, daher empfiehlt sich die Handwäsche.

Fazit: Das „frag shirt s/s d3o“ ist leicht, luftig und gut durchdacht. So besteht eine Neckbrace-Kompatibilität und bei Nichtgebrauch ist trotzdem der ganze Rücken geschützt.

 

Pro: Passform, Belüftung, Neckbrace-kompatibel

Contra: Preis

 

Unverbindliche Preisempfehlung: 189,95 € | Größen: S, M, L, XL |

 

www.ridetsg.com

 

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TEST: Liv Intrigue Advanced Pro 1 – Die Alleskönnerin im Langzeittest

Liv – die Tochterfirma des Konzerns Giant – baut seit nun mehr als einer Dekade Bikes für Frauen. ‚Im Test hatten wir das Liv Intrigue Advanced Pro 1, welches für 4.999 Euro auf dem Markt erhältlich ist. Ob das Fahrrad trotz des geringen Federwegs von 140/125 mm dazu einlädt, es ordentlich auf dem Trail stehen zu lassen, oder doch ein braver Tourer ist, das haben wir ausprobiert.. 

Es gibt nicht viele Marken die ihren Fokus rein auf Frauen legen. Die Tochter Firma des Industrie Riesen Giant konzentriert sich zu 100% auf die Entwicklung von Bikes für die weibliche Anatomie. Dabei fließen Daten und Körpermaße in das Design der Rahmen ein um das perfekte Fahrgefühl bieten zu können.

Die Rahmen sind nicht einfach nur kleiner, sondern die Geometrie ist von Grund auf anders gestaltet, denn der weibliche Körper unterscheidet sich in Sachen Schwerpunkt und Proportionen vom männlichen.

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Mit dem Intrigue bietet Liv ein spannendes Allmountain-Fully für 4.999 Euro das nicht nur gut aussieht, sondern auch viel Spaß auf den Trails macht. Als Herzstück bringt das Bike einen Vollcarbon Rahmen mit sich und – wie für Liv typisch – ist auch im Intrigue ein Maestro-Hinterbau verbaut, welcher sowohl Feinfühligkeit als auch Effizienz verspricht. Nach einer umfassenden Überarbeitung besitzt das Fahrrad nun 140 mm Federweg in der Front und 125 am Heck. Der Rahmen bietet außerdem Platz für 29“ Laufräder. Diese sollen dem Fahrrad Stabilität und Laufruhe verleihen, wobei durch das Zusammenspiel mit der speziell angepassten Geometrie des Rahmens dennoch auch bei längeren Touren nicht auf Bequemlichkeit in der Sitzposition verzichtet werden muss.

Liv Intrigue

Optik und Features

Auch der Platz für eine Trinkflasche im Hauptrahmen macht längere Touren mit dem Intrigue möglich. Die Lackierung des Rahmens – welche sich „chameleon mars“ nennt – wirkt edel und macht das Rad zu einem optischen Hingucker. Ein Highlight sind die glitzernden Flakes in der Lackierung.

Angebrachte Rahmenprotektoren sollen dafür sorgen, dass dies so bleibt und darüber hinaus die Fahrgeräusche vermindern. Die Optik des Fahrrads wir durch intern verlegte Züge abgerundet.

Liv Intrigue

Geometrie

Das Intrigue ist in den Größen S, M und L erhältlich, laut Hersteller spricht es Frauen mit einer Körpergröße von 1,58m bis 1,81m an. Der integrierte Flip-Chip bietet der Fahrerin eine Auswahl-Möglichkeit in der Geometrie zwischen „high“ und „low“.  

Wenn wir uns Die Daten der Rahmengröße M anschauen wird schnell klar, dass das Intrigue gut in die Allmountain Kategorie passt ohne dabei an Komfort zu verzichten. Der Sitzwinkel von 77° ist steil genug um im Uphill gut in die Pedale treten zu können und wird mit einem Reach von 430mm und einem Stack von 625mm kombiniert. Dadurch sitzt die Fahrerin nicht zu gebeugt auf dem Rad und bekommt auf langen Tour ordentlich Komfort geboten.

Kombiniert man das ganze mit einem Lenkwinkel von 65,8° und einer kurzen Kettenstrebe von 438mm bekommt man ein wendiges Mountainbike, dass sich vor allem auf flowigen Strecken und technischen Uphills beweisen kann. Wird es jedoch mal schnell und ruppig bietet diese Geometrie nicht sonderlich viel Stabilität und Laufruhe. Es ist halt ein Allmountain und kein Enduro.

Liv Intrigue

Komponenten und Ausstattung 

Das Liv Intrigue gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, welche entweder aus Aluminium oder aus Vollcarbon bestehen. Unser Testbike hat die Ausstattungsvariante Advanced Pro 1. Für die 4999€ erhält man hier ein hochwertig ausgestattetes Fahrrad, wodurch das geringe Gewicht von 12,9 kg ermöglicht wird.

Die in der Front verbaute Fox 36 Performance Elite Gabel mit der FIT4 Dämpfung schafft mit ihren 140 mm Federweg ein breites Anwendungsgebiet. Im Cockpit wurden überwiegend Komponenten der Mutterfirma Giant verbaut, die uns bereits auf anderen Bikes überzeugen konnten.

Auch die Laufräder stammen aus den Hallen des Fahrradriesen Giants, durch deren Carbon-Bauweise bieten diese hohe Stabilität bei geringer rotierender Masse. Auf diesen wurden Reifen der Firma Maxxis montiert. Die Kombination aus Minion DHF 29×2,5WT vorne und Dissector 29×2,4WT hinten sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Grip und Rollwiderstand.

Beim Antrieb setzt die Firma Liv hier auf den Hersteller SRAM mit seiner GX Eagle, diese weist Bandbreite von 520 % auf. Auch die Bremsen stammen aus dem Hause SRAM, hier wurde die G2 R (4-Kolben) verbaut. Je nach Rahmengröße kann der Sattelhub durch die Contact Switch Vario Stütze unterschiedlich stark angepasst werden. 

Bayrischer Wald

TEST: Liv Intrigue Advanced Pro 1 auf den Trails

Bevor das Bike bei der Abfahrt überzeugen kann muss es erstmal auf den Berg. Beim Uphill überrascht und erfreut das Intrigue durch seine Leichtfüßigkeit und den hohen Komfort. Durch das geringe Gewicht und die stimmige Ausstattung stellen selbst lange und steile Anstiege kein Problem dar. Die Sperr-Fuktion der Feder-Elemente wurde ausschließlich bei langen Tretpassagen genutzt, da auch im offenen Zustand wenig Energie verschwendet wird. Auch wenn der Uphill mal etwas steiniger und technischer wurde, klettert das Allmountain wie eine Ziege den Berg hinauf. Beim hoch strampeln konnte das Intrigue somit vollends überzeugen. 

Geisskopf

Oben angekommen, darf sich das Bike dann bei der Abfahrt beweisen. Hierfür waren wir im Rahmen unseres Langzeittests auf zahlreichen Trails unterwegs, welche sehr unterschiedliche Bedingungen geboten haben um eine Einschätzung zu gewinnen. 

Geisskopf

Auf flowigen und weniger steilen Strecken erweist sich das Intrigue als eine hervorragende Begleiterin, vor allem auch für weniger erfahrene Fahrerinnen. Hier vermittelt das Rad Stabilität und Selbstvertrauen aber auch Leichtigkeit und Agilität sorgt somit für ausgelassenen Fahrspaß. Auf schnelleren, verblockten Trails hingegen fordert das Fahrrad einen recht aktiven Fahrstil und schafft es nicht mehr ohne Weiteres die eben beschriebene Sicherheit zu vermitteln, auch durch die fehlende Laufruhe. Zudem fällt im Test auf, dass sich die doch sehr kurz bemessene Sattelstütze (bei Rahmengröße S) in solchen Passagen negativ auf die Bewegungsfreiheit auswirken kann.

Liv Intrigue

Im Rahmen des Tests wurde das Rad überwiegend im „low“-Setting gefahren und erwies sich durchwegs als ein agiles und gut manövrierfähiges Fahrrad. Vor allem auf längeren Touren, bei denen immer wieder getreten werden muss und die Abfahrten weniger technisch anspruchsvoll sind, kommt man mit dem Fahrrad vollkommen auf seine Kosten. Für solche Vorhaben besteht bei dem Liv Intrigue Advanced Pro 1 absolutes Potential zum Lieblingsfahrrad.  

Liv Intrigue

Das Fazit: Die Alleskönnerin? 

Das Liv Intrigue Advanced Pro 1 erweist sich als ein effizientes Leichtgewicht, welches vor allem im Uphill und auf flowigen Trails eine Topfigur macht. Das ideale Zusammenspiel aus den verbauten Komponenten und der Geometrie des Bikes sorgt dafür, dass dieses in vielen Einsatzbereichen glänzt und Spaß macht. Wenn Fahrsicherheit und Laufruhe nicht leiden sollen, bewegt man sich mit dem Intrigue dennoch besser abseits sehr anspruchsvoller Trails. Zusammengefasst kann das Bike damit also als die Fast-Alleskönnerin bezeichnet werden. 

Weitere Informationen findet ihr unter: www.liv-cycling.com

 

News zum UCI DH World Cup Lenzerheide 2022

Der vierte Downhill World Cup der Saison steht vor der Tür. Für die Racer geht es in die Schweiz auf den berüchtigten Track in Lenzerheide. In diesem Jahr gibt es vor allem im oberen Teil der Strecke einige anspruchsvolle Neuerungen bevor es wieder auf die bekannten Bike Park Features geht. 

Der Startpunkt der Strecke liegt auf 1700 Höhenmetern. Somit ist der Track Lenzerheide der höchste im World Cup und zieht sich darauf über 2,2 Kilomter technische und extrem schnelle Passagen hinunter ins Ziel.

Spannend wird es beim Fahrerfeld. Favorit ist der World Cup Gesamtklassement Führende Amaury Pierron. Pierron ist aktuell auf einem ganz hohen Level unterwegs und dürfte keine Probleme auf dem Track haben.

Bei den Frauen könnte Camille Balanche große Chancen auf einen Sieg haben. Die Schweizerin ist mit der der Strecke vertraut und kennt ihr Tücken. Aber auch der Rest des weiblichen Fahrerfelds ist nicht zu unterschätzen – Myriam Nicole und Vali Höll lassen sich das Podium nicht ohne Kampf entgehen.

Doch ein Highlight wird die Rückkehr von Rachel Atherton sein. Die 6-Fache Weltmeisterin konnte in ihrer Karriere 39 mal Gold holen und kehrt nun nach zweijähriger Baby-Pause auf die Strecken zurück.

Wann und wo könnt ihr das Rennen sehen?

Den Live Stream findet ihr wie immer auf www.redbull.com

Weitere Informationen zum Event und Live Timing vom Qualifying und Rennen findet ihr auf www.uci.org

TEST: Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70 – kanadisches E-Enduro zum Ballern

Das kanadische Kult-Brand Rocky Mountain produziert schon seit Jahren potente Mountainbikes die im World Cup, auf Freeride Events und in der Enduro World Series erfolgreich sind. Mit dem Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70 gibt es nun die motorisierte Alternative zum schnellen Enduro Bike. Mit 170mm Federweg an der Front, Shimano Bremsen und dem hauseigenen Dyname 4.0 Mountain Bike Drive Motor mit 250W und 108Nm klingt das Altitude extrem spannend. Wie gut das kanadische E-Enduro auf den Trails unterwegs ist, erfahrt ihr hier.

Wer sich an die ersten Freeride Clips vom North Shore erinnert, wird sich auch an die ersten fetten Boliden der kanadischen Marke Rocky Mountain erinnern. Athleten wie Wade Simmons und Thomas Vanderham lassen den Vibe des Sports immer noch hochleben. Vaea Verbeeck geht mit dem Maiden beim Crankworx an den Start und Jesse Melamed gewinnt eine Stage der Enduro World Series nach der anderen.

Die Jungs und Mädels von Bike Action waren so freundlich und haben uns das Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70 zur Verfügung gestellt und wir konnten das E-Enduro Anfang des Jahres mit auf die Trails im Vinschgau nehmen.

Rocky Mountain Altitude Powerplay

Optik und Features

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Was direkt auffällt ist das verhältnismäßig dünne Unterrohr. Das Altitude verfügt über einen 720Wh Akku und deshalb könnte man erwarten, dass dieser den Rahmen etwas bulliger macht. Im Bereich des Motors ist das auch weiterhin der Fall.

Die Lackierung ist Orange/Black, ist aber auch in Green/Carbon erhältlich. Abhängig von der Ausstattungsvariante ist das Rocky Mountain Altitude Powerplay in unterschiedlichen Farben gestaltet.

Viele E-Mtbs haben unordentliche Cockpits, da dort Display und Controller sitzen und somit mehr Leitungen untergebracht werden. Bei den neuen Powerplay Modellen haben wir am Lenker jedoch nur noch einen kleinen Controller mit zwei Buttons. Der Display wurde formschön in das Oberrohr eingelassen was ein sauberes Gesamtbild bietet. Zur der cleanen Optik tragen auch die innenverlegten Züge und Leitungen bei.

Natürlich dürfen Frame-Protection, Chain-Protection und ein Flaschenhalter nicht fehlen. Das Altitude besitzt alles was wir für den gepflegten Einsatz im Gelände benötigen.

Geometrie – Große Sprünge im Reach 

Das Altitude Powerplay wurde uns in der Rahmengröße LG zur Verfügung gestellt. Diese verfügt in der flachen Flip Chip Position über einen Reach von 475mm, einen Lenkwinkel von 63,5°, eine Kettenstrebenlänge von 439 und eine Sitzwinkel von 75,5°.

Rocky Mountain Altitude PowerplayRocky Mountain ist vom Ride 9 zum Ride 4 System gewechselt – Das heißt: Mit Hilfe des Flip Chips könnt ihr die Geometrie des Alitudes in 4 Stufen verstellen. Wenn ihr also in der flachsten Position einen Reach von 475mm habt, könnt ihr den in drei weiteren Schritten anpassen. In der steilsten Position kommt ihr dann auf einen Reach von 483mm und einen Lenkwinkel von 64,3°. Genaueres findet ihr in den folgenden Tabellen.

Flache Geometrie EinstellungSteile Geometrie Einstellung
Flache Position:SMMDLGXL
Oberrohrlänge (mm)587612639673
Lenkwinkel63.563.563.563.5
Steuerrohr (mm)100100110125
Sitzrohrwinkel75.575.575.575.5
Sitzrohrlänge (mm)380420445480
Kettenstreben (mm)439439439439
BB Drop / Tretlager-Offset (mm)34343434
Reach (mm)425450475508
Stack (mm)629628638652
Überstandshöhe (mm)834832831831
Radstand (mm)1210123712641301
Steile PositionSMMDLGXL
Oberrohrlänge (mm)585610637671
Lenkwinkel64.364.364.364.3
Steuerrohr (mm)100100110125
Sitzrohrwinkel76.376.376.376.3
Sitzrohrlänge (mm)380420445480
Kettenstreben (mm)436436436436
BB Drop / Tretlager-Offset (mm)24242424
Reach (mm)433458483513
Stack (mm)623623632645
Überstandshöhe (mm)838836836836
Radstand (mm)1207123212611298

Beim anschauen der Geometrie Daten ist uns aufgefallen, dass der Sprung zwischen den Größen erstaunlich groß ist. In LG haben wir einen Reach von 475mm und beim größeren Rahmenmodell liegt dieser schon bei 508mm. Zwar kann man den Reach mit Hilfe des Ride 4 Systems anpassen, jedoch verändert sich damit auch der Lenkwinkel.

Alles in allem verfügt das Rocky Mountain Altitude Powerplay über eine moderne Geometrie die auf schnellen und ruppigen Passagen mit Hilfe der 170mm Federweg an der Front und den großen 29″ Laufrädern einiges wegschluckt. Aber auch auf flowigen Strecken lässt sich das Altitude angenehm bewegen – das könnte an der der verhältnismäßig kurzen Kettenstrebe liegen.

Vinschgau

Komponenten und Ausstattung – Ein toller Antrieb

Da es sich bei Rocky Mountain nicht um einen Direktversender handelt, ist zu erwarten, dass der Preis etwas höher ist. Das Bike mit Carbon Rahmen und Alu Hinterbau bekommt ihr für ca. 8.800 Euro. Aber passen die Specs zum Preis?

Rocky Mountain Altitude Powerplay

Das kanadische Brand setzt beim Carbon 70 Modell auf ein Performance Fahrwerk von Fox. An der Front arbeitet die Fox 38 Float EVOL GRIP mit 170mm Federweg. Am Heck sitzt der Fox Float X2 mit 160mm. Prinzipiell ist das ein tolles Fahrwerk, was jedoch in dieser Preisklasse nicht unbedingt gut platziert ist. Für 8.800 Euro bekommt man bei anderen Herstellern mindestens ein Performance Elite wenn nicht sogar schon das Factory Fahrwerk.

Gebremst wird mit Shimano XT Trail 4 Kolben Bremsen die über 203mm Scheiben an der Front und am Heck verfügen. Die Schaltung stammt ebenfalls aus dem Haus des japanischen Komponenten Giganten. Hier wird auf eine Shimano XT Gruppe mit einer 10-51 Zähne Kassette gesetzt.

Ein Highlight ist ganz klar die Bereifung! Die Felgen und Naben sind eine Kombination aus DT Swiss und WTB Produkten und werden mit Maxxis Reifen bestückt. An der Front arbeitet der Maxxis Assegai 2.5 WT 3C MaxxGrip und am Heck der Maxxis Minion DHR II 2.4 WT 3C MaxxTerra – Beide mit Double Down Karkasse und natürlich Tubeless Ready. Diese Reifen Kombination sollte jedem Fahrer ordentlichen Grip im Gelände und dank der Karkasse eine hohe Pannensicherheit bieten.

Bei letzterem hilft aber nicht nur die DD Karkasse sondern auch die von Werk aus installierten Cushcore. Diese Reifen Inserts erlauben, dass die Seitenwände der Reifen bei niedrigerem Luftdruck stabiler dastehen und soll Pannen wie Snakebites und beschädigte Felgen verhindern. Ein weiterer Vorteil ist, dass ihr bei einem Platten immer noch den Trail runterfahren könnt, ohne den Reifen oder die Felge zu beschädigen.

Für uns ist dieses Upgrade ein durchdachtes und tolles Feature.

Rocky Mountain Altitude Powerplay

Das Herzstück – Dyname 4.0

Der Dyname Antrieb geht nun schon in die vierte Generation und hat einige Upgrades bekommen. Zum einen ist der gesamte Motor nun kleiner und leiser. Letzteres ist vor allem dank der neuen Umlenkung möglich. Im Gegensatz zu anderen Motoren wird die Energie nicht direkt über das Kettenblatt übertragen, sondern wird über eine etwas höher liegendes Ritzel eingebracht. Der Motor mit 108Nm Leistung verfügt über eine sehr natürliche Trittperformance die schon eher an unmotorisierte Mtb erinnert, als an das typische E-Mtb Gefühl. Wenn der Fahrer viel leistet, dann kommt auch viel vom Motor, wenn der Fahrer sich zurücknimmt, dann tut es der Antrieb auch. Dabei ist das System wirklich sensibel.

Dieses Ansprechverhalten ist Geschmacksache, hat aber bei uns genau ins Schwarze getroffen. So wollen wir das für eine echtes Mountainbike! Der Motor wird übrigens mit einem 720Wh Akku kombiniert und sorgt somit für eine exzellente Reichweite. Eurer nächsten Enduro Tour steht somit definitiv nichts mehr im weg.

Unsere Kollegen von Velomotion hatten den Dyname 4.0 auf dem Prüfstand und konnten sich einen noch ausführlicheren Eindruck von dem System machen. Den Test findet ihr unter folgendem Link: www.velomotion.de

Wie schon erwähnt ist der Display nun im Oberrohr integriert. Am Lenker befindet sich somit nur noch die Rocky Mountain Micro Remote. Über das Jumbotron Display lassen sich alle Infos ablesen – Von der Geschwindigkeit, über die Unterstützungsstufe bis hin zum Kilometerstand gibts alle wichtige Daten auf einem Display. Aber das ist nicht alles. Rocky Mountain verzichtet bei der neusten Generation komplett auf die Kopplung mit der hauseigenen App. Ihr könnt nun individuelle Konfigurationen eurer Unterstützungsstufen direkt über das Display machen. Selbst Fehlerauslesungen sind nun per Jumbotron möglich.

Rocky Mountain Altitude Powerplay

TEST: Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70 

Beim Uphill fällt sofort die besondere Performance des Dyname Motors auf. Das System verlangt zwar einen runden Tritt, sorgt dann aber durch seinen sehr sparsamen Energieeinsatz lange für Performance. Auch die Geometrie des Altitude trägt zum Uphill Spaß bei. Zwar ist das E-Enduro nicht unbedingt das komfortabelste Rad bei lange Strecken, macht aber in steilen und technischen Kletterpassagen eine tolle Figur.

Bergab lässt das Altitude Powerplay Carbon 70 fast keine Wünsche offen. Die tolle Geometrie bietet im rauen Gelände viel Sicherheit und lässt dank des kurzen Hinterbaus verspielte Manöver und schnelle Richtungswechsel zu. Die 170mm bieten ordentlich Reserven und werden mit allen Hindernissen fertig die sich in den Weg stellen.

Was uns jedoch nicht so gut gefallen hat, ist das Fahrwerk. Zwar macht man mit der Performance Serie keinen Fehler, jedoch hätten wir uns für den aufgerufenen Preis schon mindestens ein Performance Elite Fahrwerk gewünscht. Dieses würde noch etwas mehr Leistung aus dem eh schon so gut funktionierenden Fahrwerksdesign kitzeln.

Weitere Informationen und bewegte Bilder findet ihr übrigens in unserem folgenden Testvideo:

Fazit: Kanadisches E-Enduro zum Ballern und Spaßhaben 

Ein Highlight des Rocky Mountain Altitude Powerplay ist ganz klar der tolle Dyname 4.0 Motor der dank seiner natürlichen Performance und dem großen Akku für einen tollen Uphill sorgt. Sobald es bergab geht, lädt das Altitude zum schnell fahren ein. Der tolle Hinterbau und die gelungene Geometrie bieten dabei Sicherheit und und einiges an Potential auf den verschiedensten Strecken. Kleine Abzüge muss man jedoch beim Verhältnis von Preis und Ausstattung machen – Ein noch potenteres Fahrwerk wäre schon wünschenswert gewesen. Tolles Bike für eine gute Zeit auf den Trails.

Rocky Mountain Altitude Powerplay

Weiter Informationen findet ihr unter: www.bikes.com

 

 

 

 

 

Must Watch: ‚Better Late‘ ft. Brandon Semenuk

Brandon Semenuk präsentiert ein neues Edit. Zusammen mit einigen Freunden zeigt er uns extrem stylische Momente, viel Air-Time und verpackt das ganze in einer gewohnt schönen Optik. 

Always, “Better Late”, as never isn’t an option. An ensemble of moments in time with the creative people who built memories that define resilience and commitment to never say never. Thank you to those involved for all the adventure that won’t go unseen.

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Whistler-Feeling in Deutschland – Das ist der Green Hill Bike Park

Mit etwas Glück, einem Traum und toller Unterstützung ist im Sauerland ein neuer Bike Park mit 11 neuen Strecken entstanden. Doch für den Bau wurde nicht irgendwer beauftragt – Der Green Hill wurde von kanadischen Profis gebaut, die unteranderem in Whistler Trails shapen. Wir waren vor Ort und konnten einen ersten Eindruck gewinnen.

Das Sauerland ist die Heimat eines der größten Parks Deutschlands. Neben Winterberg  bedient die Region mit Willingen ein großes Feld. Spaß für Shredder, Einsteigern und Freunde des Sports. Nun gesellt sich ein dritter Park dazu – Green Hill Bike Park. Mit 11 Strecken und knapp 14 Trail-Kilometern öffnet das neue Spaß-Mekka am 01.07. seine Pforten.

Zusammen mit Rocky Mountain und Poc wurde das Projekt innerhalb von wenigen Monaten verwirklicht. Im März 2022 begannen dann die Bauarbeiten und führten dazu, dass sich auf dem Hang im Kreis Schmallenberg ein großes Netz aus Grünen, Blauen, Roten und Schwarzen Strecken erstreckt die eine große Bandbreite an Leuten bedienen dürfte.

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Green Hill Bike Park

Der Park ist in zwei Zonen eingeteilt – Auf der linken Seite befindet sich die Rocky Mountain Area die von einsteigerfreundlichen Grünen und Blauen Strecken mit planiertem Boden und gebauten Kurven bis hin zur schwarzen Downhill-Strecke mit großen Sprüngen und massiven Drops für Spaß sorgt.

Auf der rechten Seite des Hangs befindet sich die POC Area mit flowigen Strecken, spaßigen Flow-Trails, Sprüngen in allen Größen und sehr fotogenen Features glänzt.

Green Hill Bike Park

Natürlich darf hier kein Lift fehlen. Im Gegensatz zu den zwei bekanntesten Parks der Region wird hier noch auf einen Schlepplift mit besonderer Einhängetechnik gesetzt, die den Uphill zwar leicht gestaltet, aber nicht ganz so gemütlich ist wie ein Sessellift.

Die zwei Schlepplifte führen direkt zum Einstieg am höchsten Punkt des Hangs von wo aus man einen tollen Blick über die Region hat, Snacks und Drinks bekommen wird und in die abwechslungsreichen Trails starten kann.

Tickets und Angebot

Damit der Park nicht zu Überlaufen ist, sind die Tickets pro Tag auf eine gewisse Anzahl limitiert. Wer hat auch schon Lust auf überfüllte Trails und lange Liftschlangen?!

Leider ist der Green Hill noch nicht in der Gravity Card beinhaltet. Ein Tagesticket ist jedoch verhältnismäßig günstig erhältlich – 30,00 Euro für 11 extrem spaßige und abwechslungsreiche Strecken erscheinen uns sehr fair.

Laps, Good Times und gutes Essen – unser ersten Eindruck

Wir durften ein paar Tage vor dem offiziellen Opening ein paar Runden auf den Trails am Green Hill drehen. Angefangen haben wir auf der extrem einsteigerfreundlichen grünen Strecke Moose Cruise die mit einer glatten Oberfläche und gebauten Kurven Neulingen und der ganzen Familie Spaß machen sollte. Danach ging es auf die sehr spaßige blaue Save Wimmons Strecke auf der man kleinere Tables, viel Flow und engere Kurven findet.

Wer es etwas ruppiger mag, wird auf den roten Strecken seinen Spaß haben. Hier ist der Untergrund etwas natürlicher, hier und da versteckt sich eine Wurzel und der Verlauf lädt zum spielen mit dem Rad ein.

Neben der blauen, grünen und roten Strecke befinden sich die schwarzen Downhill Strecken. Hier ist Kurventechnik gefragt. Die Steilen und natürlichen Turns führen auf teilweise sehr hohe Drops und gehen dann über die Table-Line zurück zum Lift – Hier werden Air-Time-Junkies auf ihre Kosten kommen.

Green Hill Bike Park

Auf der Poc Seite wird es sehr kanadisch – Flow, Air-Time und wunderschön gebaute Features laden zum Ballern und Spaßhaben ein. Angefangen mit dem unglaublich verspielten und flowigen Trail Pablo bis hin zur massiven Jump-Line Mile High Club. Hier kommt definitiv das Whistler-Feeling auf.

Wer sich jetzt fragt wo die Enduro Trails sind – die werden sehr wahrscheinlich in der kommenden Saison folgen – Denn gegenüber des Green Hill befindet sich ein weiterer Hang für den schon der ein oder andere Plan besteht. Auch der Lift könnte zukünftig ein Upgrade bekommen. Wir sind gespannt.

Aber nicht nur die Trails überzeugen auch der Gasthof im Tal überzeugt. Neben den Klassikern wie Schnitzel, Burger und Pommes gibt es hier auch schmackhafte alternativen wie Bowls und vegane und vegetarische Gerichte sowie ein Angebot à la carte. Uns hat es sehr gut geschmeckt.

Das Fazit zu unserem ersten Besuch

Es ist unmöglich ein zweites Whistler zu schaffen. Aber die extrem verspielten Trails und das große und abwechslungsreiche Angebot am Green Hill versprechen ein tolle Alternative für Anfänger, Shredder und Air-Time-Junkies. Wir werden definitiv nochmal vorbeischauen und sind gespannt was es in Zukunft noch neues auf dem grünen Hügel geben wird.

Green Hill Bike Park

Tickets findet ihr hier: www.greenhill-bikepark.de

Santa Cruz Hightower: Modernere Geometrie und verfeinerte Charakteristik des Hinterbaus

Produktnews: Das Santa Cruz Hightower steht für lässiges Abrocken von Trails und schnelle Zeiten. Ab Ende Juli wird eine neue Version des Trail-Tieffliegers in die Shops rollen. Mit einer moderneren Geometrie und verfeinerten Hinterbau-Charakteristik soll das neue Modell laut Hersteller ein verbessertes Fahrgefühl bergauf wie bergab bieten.

Ausgestattet mit 145 Millimeter VPP-Federweg, 29 Zoll Laufrädern und einer optimierten Geometrie geht das Santa Cruz Hightower in eine neue Runde. So wurde unter anderem der Reach verlängert, der Lenkwinkel reduziert und das Tretlager abgesenkt, um eine verbesserte Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten zu erreichen. Zugunsten moderner Lenker-Geometrien wurde zudem der Stack erhöht. Um die Fahrqualität über alle Größen hinweg zu verbessern, ändert sich abhängig von der Rahmengröße der Sitzwinkel und die Kettenstrebenlänge.

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Ebenfalls verfeinert wurde die Charakteristik des Hinterbaus. Eine lineare Kennlinie mit mehr Endprogression soll einen idealen Support im mittleren Federwegbereich gewährleisten. Ein reduzierter Anti-Squat-Wert verbessert laut Santa Cruz zudem das Ansprechverhalten, wodurch sich ein verbessertes Fahrgefühl bergauf und bergab ergeben soll. Neu ist das SAG-Fenster, durch das der Negativfederweg am Dämpfer leichter abgelesen werden kann.

Bei der Verlegung der Kabel sahen die Entwickler ebenfalls Verbesserungspotential. Die jetzt verbesserte Kabelführung soll eine bessere Schaltperformance und weniger Reibung sicherstellen. Ein nützliches Gimmick ist die Glovebox im Unterrohr, die mit zwei praktischen Taschen „Tool Wallet“ und Tube Purse“ geliefert wird. Der Rahmen bietet außerdem Platz für einen Flaschenhalter, wodurch auch bei Touren die Versorgung mit ausreichend Flüssigkeit sichergestellt ist.

Auf den Rahmen und die Hinterbaulager gibt Santa Cruz eine lebenslange Garantie. Das neue Hightower wird in Europa ab Ende Juli erhältlich sein.

Santa Cruz Hightower: Versionen und Preise

  • Hightower C R – 5.499 €
  • Hightower C S – 6.599 €
  • Hightower C GX AXS – 7.999 €
  • Hightower C GX AXS RSV – 9.199 €
  • Hightower CC XO AXS – 8.999 €
  • Hightower CC XO AXS RSV – 10.999 €
  • Hightower CC Framekit – 3.799 €

Web: www.santacruzbicycles.com

Fotos (c) Santa Cruz