TEST: Rockshox Flight Attendant – High-End Fahrwerk am YT Capra

Vor wenigen Wochen haben Sram und Rockshox das neue Flight Attendant präsentiert. Ein Fahrwerks System, dass auf die jeweilige Fahrsituation reagiert und die Compression in Echtzeit anpasst um die perfekte Fahrwerkseinstellung zu finden. Sram hat uns ein YT Capra mit Flight Attendant zur Verfügung gestellt und wir konnten das neue System ausführlich testen. Was das neue High-End Fahrwerk kann und ob der Flight Attendant hält was er verspricht, erfahrt ihr hier.

Aber was ist Flight Attendant eigentlich? Rockshox und Sram bewerben das System als „Das einzige automatische Fahrwerkssystem, das auf den Fahrer hört und in Echtzeit reagiert“. Dieses Fahrwerkssystem nutzt eine Reihe von Sensoren an Gabel, Dämpfer und im Tretlager um die Bewegung des Fahrrads „im Raum“ zu analysieren und kombiniert diese Daten mit dem Fahrerinput um das Fahrwerk automatisch anzupassen. Falls ihr euch jetzt fragt was wir mit „im Raum“ meinen – Der Flight Attendant existiert quasi in einem dreidimensionalen Raum bei dem er mit Hilfe der Sensoren immer weiß in welcher Position das Fahrrad steht. Fahren wir bergab, geben die Sensoren ein Feedback an das System, das somit weiß, dass wir bergab fahren. Das gilt auch für die seitliche Neigung und das Pedalieren. Sobald wir Input geben, signalisieren die Sensoren in Gabel, Dämpfer und Tretlager die Situation und passen Compression/Zugstufe an.

Der Flight Attendant unterschiedet aber nicht nur zwischen offen(Open) und geschlossen(Lock), sondern verfügt noch über eine dritte Stufe. Diese sogenannte „Pedal“ Stufe siedelt zwischen den beiden anderen Einstellungen an und aktiviert sich meistens in Tretstücken auf dem Trail. Bemerkbar macht sich das vor allem auf tretlastigen Enduro Passagen. Der Flight Attendant erkennt anhand des Untergrund und der Lage im Raum, dass wir uns auf einem Trail befinden und lockt das Fahrwerk deshalb nicht komplett, sondern verstellt die Druckstufe so, dass wir beim Pedalieren nicht durch Wippen Kraft verlieren.

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Flight Attendant – Preis und Verfügbarkeit

Wer sich bisher mit dem System befasst hat, weiß, dass der Flight Attendant  vorerst ausschließlich in Kompletträdern erhältlich ist. Neben dem uns zur Verfügung gestellten YT Capra Uncaged 6 Modell gibt es noch eine YT Jeffsy Variante, ein Canyon Spectral und Neuron, ein Trek Slash und ein Specialized Enduro. Wann das System einzeln erhältlich ist, können wir noch nicht sagen.

Da es hier aber nicht um die Fahrräder, sondern um das Fahrwerk geht, gehen wir nur kurz auf das uns zur Verfügung gestellte Capra ein und hoffen, dass wir euch zukünftig nochmal einen genaueren Test zum Forchheimer Enduro präsentieren können. Kleiner Spoiler – die Kiste macht echt eine menge Spaß.

YT Capra

YT Capra Uncaged 6

Das uns zur Verfügung gestellte Carbon Capra Uncaged 6 lässt keine Wünsche offen. Wir haben hier eine premium Ausstattung mit dem neuen Flight Attendant, Sram AXS X01 Eagle Schaltung, AXS Reverb Sattelstütze, Sram Code RSC und einem Crankbrothers Carbon Laufradsatz. Das Flight Attendant System am Capra befindet sich in der neuen 170mm Rockshox Zeb Ultimate, dem neuen Super Deluxe Ultimate Dämpfer und der Sram X01 DUB Kurbel.

Die Geometrie des Young Talent ist durchaus modern. Das Capra hat erst Anfang des Jahres ein Face Lift bekommen, dass wir euch hier vorgestellt hatten. Der Reach bei Größe L mit 29″ Laufrädern liegt bei 467mm und wir mit einer recht kurzen Kettenstrebe von 438mm kombiniert. Der Lenkwinkel befindet sich bei 64,2° und der Sitzwinkel bei 77,6°. Beide Winkel sind mit einem Flipchip an der Dämpferaufhängung anpassbar, jedoch haben wir die Finger davon gelassen und uns ausschließlich auf den Flight Attendant konzentriert.

Preislich befindet sich das Capra bei 8.999 Euro.

Flight Attendant

Die Unterschiedlichen Modi

Um ehrlich zu sein – Der Flight Attendant hat mehr LED Farben wie die Weihnachtsdekoration meiner Nachbarn. Das kann am Anfang ganz schön verwirrend sein. Um mit dem Setup und den Einstellungen klar zu kommen, haben wir uns erst einmal die ausführlichen Rockshox Youtube Videos angeschaut und uns dort alles erklären lassen. Diese Playlist können wir jedem Flight Attendant Besitzer ans Herz legen, da Rockshox dort wirklich viele wichtige Informationen in ihren Videos aufbereitet hat.

Bias-Modus

Wie schon am Anfang des Artikels erwähnt gibt es im Hauptmodus (Auto-Modus) gleich drei unterschiedliche Stufen – Open, Pedal und Lock. Dieser kann aber mit Hilfe des Bias-Modus zusätzlich konfiguriert werden. Um in den Bias zu kommen drücken wir am Hauptsensor an der Gabel auf den Menü Button des Moduls bis die LEDs Lila leuchten. Nun können wir dem System sagen, dass es entweder die Open oder die Lock Funktion bevorzugen soll. Von Werk aus ist das System in der neutralen Bias Position. Drücken wir nun auf Minus können wir -1, oder -2 Schritte in Richtung Open gehen. Somit wird das System die Offene Stellung im Auto-Modus bevorzugen. Drücken wir auf Plus (+1, +2) können wir dem System sagen, dass es die Pedal und Lock Stufe bevorzugt.

Diese Einstellung kann man jederzeit an der Gabel und mit der AXS Mobile App anpassen. Das gilt auch für die folgenden Modi.

Manueller-Modus

Falls ihr den Auto-Modus mal deaktivieren wollt und manuell durch die Stufen schalten wollt, könnt ihr das mit diesem Modus machen. Den Modus könnt ihr ebenfalls über die Menü Taste aktivieren und dann entweder am Control Modul an der Gabel zwischen den Stufen switchen, oder nutzt dafür den AXS Hebel an der linken Seite des Lenkers. Über diesen könnt ihr übrigens auch dien Sattelstütze bedienen.

Override Modus

Nehmen wir an ihr wollt beim Start in den Trail sprinten. Dafür könnt ihr den Override Modus nutzen um euch sicher zu sein, dass ihr genau den passenden Modus für die Situation habt. Den Override Modus könnt ihr wahlweise auf Open, Pedal und Lock setzen und belegt dann eine der AXS Controller Tasten mit der gewünschten Stufe. Sprintet ihr nun in den Trail, haltet ihr diese Taste kurz gedrückt und könnt sobald es wieder auf der Strecke knallt den Modus deaktivieren und seid wieder im Auto-Modus.

Druckstufeneinstellung

Den Rebound/Zugstufen könnt ihr wie bei den klassischen Rockshox Gabel auf der Unterseite des rechten Trauchrohrs einstellen. Für die Low-Speed- und High-Speed-Compression müsst ihr jedoch das Control Modul oder die AXS App nutzen. Beide Druckstufen lassen sich in 10 Stufen auf euer gewünschtes Setup einstellen. Ein Vorteil zum klassischen einstellen über das Rädchen auf der Gabel ist, dass ihr nun genau sehen könnt wie viele Clicks ihr verwendet habt.

AXS App

Die Sram AXS App

Wie eben schon erwähnt ist auch der Flight Attendant mit der AXS App kompatibel. Neben den klassischen Angaben wie Akkustand und die Anzeige der gekoppelten Geräte kann man hier nun auch den Flight Attendant konfigurieren. Nachdem wir das System gekoppelt hatten und alle Komponenten mit dem Herzstück (Control Modul an der Gabel) verbunden hatten, konnten wir auf das System zugreifen und den Bias-Modus und die Druckstufen einstellen.

Wie auch schon von den anderen Komponenten bekannt, kann man die Controller nach eigenem Geschmack belegen. Wir haben die Schaltung natürlich auf den rechten Controller und den Flight Attendant, sowie die Reverb Sattelstütze auf den linken Controller gelegt. Wer mag, kann hier noch das Hoch- und Runterschalten auf seine bevorzugten Tasten legen.

Tipp: Beim koppeln der Komponenten unbedingt den Schritten aus dem Sram AXS App Guide folgen. Das vermeidet einiges an Stress und Verzweiflung.

Das neue Fahrwerk – Ein Traum mit neuen Features

Rockshox hat den Flight Attendant nicht nur in vorhandene Komponenten integriert, sondern das Fahrwerk ordentlich überarbeitet. Das zählt für die Ultimate Modelle der Pike, Lyrik und Zeb. Interessant ist auch, dass die Gabeln nun noch mehr auf ihren Einsatzbereich zugeschnitten sind. Heißt: ihr braucht eine Enduro Gabel – Die Zeb ist das richtige für euch und wird nun in den passenden Federwegs-Längen erhältlich sein. Wollt ihr jedoch eine Lyrik für den Enduro Einsatz mit 180, oder sogar 190mm Federweg nutzen, gibt es diese Zukünftig nicht mehr mit so viel Federweg. Rockshox will damit erreichen, dass ihr für den jeweiligen Einsatz die beste Performance bekommt.

Aber was ist neu an der Gabel? Die Internals und das Chassis der Gabeln wurden überarbeitet. Markant ist, dass Rockshox nun auch auf Pressure-Valves setzt. Falls ihr mal ungewünschten Druck im System habt, könnt ihr diesen nun über die Ventile ablassen. Andere Hersteller haben dieses System schon länger verbaut und wer schon einmal in den Genuss dieser Funktion kam, weiß wie gut sich die Gabel nach ablassen des Drucks wieder anfühlt.

Dazu kommt, dass die Internals überarbeitet wurden. Die sogenannten Buttercups sind Pucks aus vibrationsreduzierendem Material mit niedriger Amplitude. Diese ButterCups sollen 20% der unerwünschten Vibrationen filtern, bevor sie deine Hände erreichen. Die goldenen Aufnahmen am Ende des Dämpfers und der Luftfeder halten zwei Gummipucks, die die hochfrequenten Vibrationen absorbieren, bevor sie durch die Gabel in den Lenker gelangen.

Patrick Sturm

Der Flight Attendant im Einsatz und wie wir uns geirrt haben

Konfigurieren und Setup finden

Zuerst pumpt man das Fahrwerk auf den gewünschten Druck auf um den passenden Sag zu bekommen. Den Rebound sollte man nun auch schon einstellen und dann erst die Komponenten miteinander koppeln. Sobald alles miteinander verbunden ist, blinkt das Led am Hauptmodul rot. Darauf drückt man den Plus und Minus Knopf gleichzeitig bis das System weiß blinkt. Nun stellt man sich auf das Rad damit der Federweg im gewollte Sag steht und drückt dann wieder die Tasten. Darauf folgen ähnliche Schritte, damit der Flight Attendant weiß wo sich die Komponenten im Raum befinden.

Hat man das erledigt, kann man per App und über das Hauptmodul das gewünschte Setup einstellen. Der Bias-Modus und die Druckstufen lassen sich auch sehr angenehmen per App konfigurieren.

YT Capra

Auf dem Trail

Wer schon mit AXS Komponenten unterwegs war, kennt das markant elektronische quieken der Motoren in Schaltung und Sattelstütze. Der Flight Attendant ist da jedoch noch etwas lauter und braucht eine kleine Eingewöhnungsphase. Nach wenigen Metern, fällt einem das mechanische Geräusch jedoch kaum noch auf.

Vor allem am Anfang verleitet es einen recht häufig auf die Gabel zu schauen um zu sehen was das System macht und in welchem Modus wir uns befinden. Im Uphill springt das System direkt in den Lock Modus und sorgt mit Hilfe der Druckstufen für ein straffes Fahrwerk, das nicht wippt und die Kraft ordentlich überträgt. Sobald es dann auf den Trail geht, springt die Led von Lock auf Open und stellt uns die volle Performance der neuen Ultimate Komponenten zur Verfügung.

Auf den Enduro Trails am Geisskopf gibt es die ein oder andere Sektion die recht tretlastig und flach ist. Hier springt der Flight Attendant in den Pedal Modus. Dadurch haben wir eine Mischung aus den offenen und geschlossenen Stellung. Die Pedal Position hat uns tatsächlich am meisten begeistert. Dadurch, dass das Fahrwerk nun immer noch Unebenheiten wegschlugt, aber durch die angepasste Druckstufe genügend Feedback beim pedalieren auf den Untergrund bringt, kommen wir auch mit 170mm Federweg ausgesprochen gut voran. Und das alles ohne selbst drüber nachdenken zu müssen, oder einen Hebel bedienen zu müssen.

Was wenn die Akkus mal leer gehen? Dann springt das System einfach in die offene Stellung. Tatsächlich sind aber alle AXS Akkus untereinander austauschbar. Wenn es also wirklich nötig ist, könnt ihr den Akku eurer Sattelstütze auch in die Gabel stecken und könnt somit im Lock-Modus nach Hause strampeln.

Wir haben uns geirrt

Als Rockshox das System präsentiert hat, waren wir tatsächlich nicht auf Anhieb begeistert. Noch mehr Elektronik am Fahrrad, ein Fahrwerk, dass „nur“ über einen Lock verfügt und so weiter. In unserem Artikel zum Launch konnten wir uns das System vor allem im Crosscountry Bereich vorstellen. Da haben wir uns aber total geirrt. Nach der ersten Auf- und Abfahrt waren wir geschlossener Meinung und absolut Positiv überrascht.

Flight Attendant

Das Fazit zum Flight Attendant

Schon nach der ersten Runde am Geisskopf war uns klar wie schnell und flüssig das System arbeitet. Sobald wir in den Trail fahren, springt der Flight Attendant in die Offene Stellung, müssen wir zwischendurch treten, gehts in die Pedal-Stellung und sobald wir wieder bergauf fahren und im Sattel Sitzen sperrt sich das Fahrwerk. Es braucht erschreckend wenig Input damit das System weiß was es zu tun hat und es regelt die Modi extrem präzise und realistisch.

Das neue Ultimate Fahrwerk ist ein Traum. Die 170mm Rockshox Zeb und der 165mm Superdeluxe Dämpfer arbeitet extrem geschmeidig und verpassen dem Capra eine ordentliche Prise Pop auf flowigen Strecken und exzellente Performance in ruppigen Passagen.

Wir sind uns auch sicher, dass wir mit 170mm Federweg nicht so entspannt den Berg hinauf getreten wären. Der Flight Attendant sorgt auf eine gewissen Art und Weise dafür, dass sich ein Enduro-Bike bergauf eher wie ein Trail-Bike treten lässt und entfaltet erst bergab die komplette Leistung des Capra. Natürlich kann man seinen Dämpfer für weniger Geld auch per Regler oder Schalter locken, aber der Flight Attendant macht diese Situation intuitiv und wir können uns einfach nur aufs Radfahren konzentrieren.

Natürlich hat das ganze seinen Preis. Aktuell sind die Flight Attendant Komponenten noch nicht einzeln erhältlich und nur in Kompletträdern verfügbar, aber das wird sich in den nächsten Monaten bestimmt ändern. Für uns war der Flight Attendant durchaus noch ein Highlight zum Abschluss der Saison.

Patrick Sturm

www.sram.com

 

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TEST: Specialized Demo – bye bye Park-Bike, Hallo Race-Maschine

Kaum ein Fahrrad ist so bekannt wie das Specialized Demo. Unter Fahrern wie Loic Bruni und Aaron Gwin hat die Kalifornische-Downhill-Maschine einige Medaillen geholt. Wir durften die neuste Generation für euch testen und haben uns den Alu Hobel mit gemischten Laufrädern mal genauer vorgenommen.

Das Demo ist berühmt. Allein die Tatsache, dass es das Downhill-Bike des kalifornischen Kult-Herstellers in Computerspiele geschafft hat, spricht für seine Beliebtheit. Aaron Gwin sorgte auf seinem Demo 2015 in Leogang für einen der legendärsten Rennläufe der Geschichte. Am Start riss seine Kette und er konnte sich ohne das Fahrrad treten zu können auf den ersten Platz befördern. Aktuell sind es Athleten wie Loic Bruni und Finn Illes die im World Cup auf dem edlen Boliden dominieren.

Das Demo war bis 2019 für seine A-symmetrische Carbonrahmen-Konstruktion bekannt und wurde erst 2020 mit dem neuen Design abgelöst. Specialized verzichtet nun komplett auf Carbonrahmen und setzt wie es auch andere Hersteller machen auf Aluminium. Auch an der Laufradgröße hat sich einiges verändert. Zwar kann man mit Hilfe des Flip Chips weiterhin auf 29″ setzen, jedoch wird das uns zur Verfügung gestellte Demo Race als modernes Mullet-Bike mit gemischt großen Laufräder ausgeliefert. An der Front gibt es das gewohnte 29″ Rad und am Heck nun 27,5″.

Geometrie 

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Aufgrund der neuen Dämpferaufhängung und des neuen Hinterbaus hat sich nicht nur optisch einiges verändert. Der hintere Achsweg wandert beim FSR-Hinterbau-Design in den ersten Millimeter Federweg nach hinten weg. Das sorgt für viel Traktion auf den Trails und lässt den Untergrund angenehmer wegbügeln.

Was die Geometrie angeht, hat sich zwar einiges verändert, jedoch geht Specialized mit dem Demo nicht unbedingt mit dem Trend. Wir haben hier einen super flachen Lenkwinkel von 62,8°. Dieser wird mit einem hohen Stack von 632mm kombiniert. Das gibt dem Demo extrem viel Sicherheit in steilen Sektionen und erinnert an das Fahrgefühl der Vorgängermodelle. Schauen wir uns den Reach an, fällt auf, dass das Demo relativ kurz ist. In der uns zur Verfügung gestellten Größe S3 kommt es grade mal auf eine Länge von 446mm. In der größten Variante hat es 466mm.

Vergleichen wir den Reach mal mit einem ähnlich erfolgreichen Downhill-Bike wie dem Commencal Furious. Dieses hat in der Größe L einen Reach von 477mm und in XL 500mm. Das ist ein ordentlicher Unterschied.

Loic Bruni scheint das jedoch nicht zu interessieren. Der Franzose legt sich auf seinem Demo mit jedem Widersacher an und konnte sich 2021 wieder den Sieg im Gesamtklassement sichern.

S2S3S4
Kurbellänge165mm165mm165mm
Lenkerbreite800mm800mm800mm
Vorbaulänge50mm50mm50mm
Sattelbreite130mm130mm130mm
Länge Sattelstütze367mm367mm367mm
Sitzrohrwinkel78.2°76.8°76.8°
Steuerrohrlänge105mm105mm105mm
Steuerrohrwinkel62.8°62.8°62.8°
Mitte Tretlager - Mitte V.-Achse801mm821mm841mm
Tretlagerabsenkung25mm25mm25mm
Tretlagerhöhe350mm350mm350mm
Sitzrohrlänge394mm420mm420mm
Stack632mm632mm632mm
Reach426mm446mm466mm
Nachlauf130mm130mm130mm
Gabelversatz / Offset56mm56mm56mm

Specialized Demo

Komponente und Ausstattung

Die Ausstattung des Specialized Demo Race lässt fast keine Wünsche offen. Das Top Modell kommt mit Rockshox Ultimate Fahrwerk das auf dem Trail vollends überzeugt. Die Boxxer Ultimate Gabel verfügt über 200mm Federweg und die Charger 2.1 Kartusche. Auch der Super Deluxe Ultimate DH Stahlfederdämpfer verhilft dem Heck zu 200mm Federweg.

Für das Fahrwerk war recht schnell ein Setup gefunden und dann sorgte es mit seiner ausgezeichneten Performance für ordentlich Spaß auf den Trails.

Schaltung und Bremsen stammen passend zum Rockshox Fahrwerk aus dem Hause Sram. Die SRAM X01 Schaltung verfügt, wie es im Downhill-Sport typisch ist, über einen 7-fach Antrieb. Die Übersetzung ist 30 Zähne auf eine 10-24 Zähne Kassette.

Die Bremsen sind ebenfalls von Sram. Die Code RSC 4-Kolben Scheibenbremse verfügt über 200mm Scheiben an der Front und am Heck. Die Code mag zwar nicht jedem gefallen, verrichtet ihren Job aber absolut ausreichend und hat uns auch auf den steilen und lange Abfahrten in Schladming nicht im Stich gelassen.

Bei den Felgen setzt Specialized auf die hauseigenen Roval Downhill Alu Laufräder. Kombiniert werden diese mit DT Swiss Naben und einem Sram CD Freilauf.

Die Reifen sind ebenfalls von Specialized. An der Front arbeitet der Butcher BLCK DMND 29×2.3 und am Heck der Butcher BLCK DMND 27.5×2.3″. Prinzipiell funktioniert der Reifen gut. Am Geisskopf hatten wir auf dem festen Nadelwald Boden und den mit Maschinen gebauten Strecken ordentlich Grip. In Schladming sah das ganz jedoch etwas anders aus. Hier ist der Boden recht lose und verfügt über feines Gestein. Der Butcher fand zwar auch dort Halt, konnte uns aber auf den steilen Strecken der Steiermark nicht vollends überzeugen.

Das Specialized Demo Race ist für 7.999 Euro erhältlich. Wer etwas weniger ausgegeben mag sollte sich das Demo Expert für 5.000 Euro oder das Rahmenset für 3.600 Euro mal genauer anschauen.

Specialized Demo

Das Specialized Demo Race auf dem Trail

Wer schon einmal auf einem alten Demo saß, und das mochte, wird sich auch auf dem neuen wohl fühlen. Das Tretlager ist gewohnt tief, die Front hoch und diese Kombination gibt dem Fahrer sehr viel Sicherheit, egal wie steil das Gelände ist.

Wir konnten das Demo am Geißkopf und in Schladming artgerecht bewegen. Zwei Strecken, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Der Geißkopf ist eher etwas technischer und flacher; Schladming steil, schnell und rough.

Auf der Freeride und auf der Downhill am Geißkopf merkte man den Vorteil des 29“ Vorderrades noch am meisten. Es rollt doch etwas leichter über den harten, steinigen Boden. Dank des 27,5“ bleibt aber das Bike agil genug um es um enge Kurven zirkeln zu können. Nach kurzer Abstimmung des Fahrwerks findet man sehr schnell ein passendes Setup. Die Boxxer Ultimate und der Super Deluxe Ultimate DH Coil arbeiten sehr stimmig zueinander und der Aufwand den man aufbringen muss, um eine gute Abstimmung zu bekommen, ist absolut überschaubar. Der Specialized eigene Reifen hat auf dem harten Boden am Geißkopf perfekt gegriffen, auf dem losen schottrigen Untergrund in Schladming wäre aber der Butcher nicht unsere erste Wahl.

Specialized Demo

Wie eingangs beschrieben ist das neue Demo ein Racebike. Es will einfach schnell bewegt werden. Man hat das Gefühl je schneller es wird, desto besser funktionert das Bike. Heißt aber nicht, dass man mit dem Demo nur dann gut beraten ist wenn man Rennen fährt, man ist damit gut beraten wenn man gerne schnell fährt.

Durch die hohe Front, langem Reach und tiefem Tretlager kombiniert mit den hochwertigen Komponenten gibt einem das Bike sehr viel Sicherheit. So traut man sich sehr schnell mal seine persönliche Wohlfühlzone zu verlassen und sich Stück für Stück an höhere Geschwindigkeiten zu tasten. Auch in der Luft hat man immer das Gefühl das man absolute Kontrolle hat und nimmt auch großen Sprüngen ein Stück den Schrecken. 

Die hohe Front verlangt in Kurven eine aktivere Kurventechnik um nicht den Druck aufs Voderrad zu verlieren. Nach kurzer Gewöhnungsphase hat man das aber schnell verinnerlicht und man lässt es in Kurven fliegen.

Fazit – Tschüss Park-Bike, Hallo Race-Maschine

Das Demo hat sich zu einer Downhillwaffe transformiert und die Zeiten als Park-Bike hinter sich gelassen. Das Bike gibt dem Fahrer sehr viel Sicherheit und giert nach Geschwindigkeit, was unglaublich viel Spaß macht. Dieser Spaß ist aber leider nicht ganz günstig.

Weiter Details findet ihr in unserem Test-Video zum Specialized Demo Race

Geisskopf

www.specialized.com

Syncros Hixon iC 1.0 Rise 800 – One Piece Cockpit

Syncros bietet mit dem Hixon iC 1.0 schon seit einer ganzen Weile ein einteiliges Cockpit aus Carbon an. Sieht super clean und edel aus, hat deutliche Vorteile und auch Besonderheiten, die beachtet werden wollen…

Muss man ja eigentlich super finden, oder? Systemintegration ist ja ein Riesen-Thema. Gewicht spart auch jeder gern. Und Carbon ist doch sowieso sexy. Ok, stimmt alles, trotzdem sagen wir jetzt nicht: „bitte kaufen weil es prima ist“ und beenden damit dieses Produktfeature. Wir haben montiert, studiert und sind Probe gefahren und lassen Dich an unseren Eindrücken Teil haben.

Syncros Hixon iC 1.0 Frontansicht

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Cockpit-Einheiten, bei denen Lenker und Vorbau zu einer Einheit verschmelzen, das ist nichts ganz neues. Gerade im Rennrad und CrossCountry Sektor gibt es so etwas schon länger. Dort ist man ja ganz versessen darauf,Gewicht zu sparen und die Aerodynamik zu verbessern. In ähnlicher Form gab es das ja auch an Big-Bikes schon länger, denn der „Direct Mount“ Vorbau zur unmittelbaren Montage auf der oberen Gabelbrücke, ohne Umweg über den Gabelschaft geht ja in eine ähnliche Richtung. Und inzwischen ist das Thema auch im Enduro und Trailbike Sektor voll angekommen. Das von uns hier vorgestellte Syncros Teil ist z.B. beim Scott SR Suntour Team und auch bei Bold in der EWS im Einsatz.

Syncros Hixon iC 1.0 Rise 800 – die Fakten

Wenden wir uns den Produktdaten zu. Die Breite des Lenkers ist immer 800 Millimeter. Es gibt zwei (Vorbau)Längen, einmal 50 Millimeter und einmal 40 Millimeter. Die Ahead Klemmung, mit zwei Schrauben, ist immer für 1,1/8 Zoll Gabelschäfte ausgelegt. Der Rise beträgt 20 Millimeter, der Backsweep 7 Grad und der Upsweep 6 Grad. Das Gewicht gibt Syncros mit 270 Gramm, für die auf 780 Millimeter eingekürzte 50er Variante an. Die Klemmbereiche am Lenker verfügen über eine texturierte Oberfläche für besseren Grip und niedrigere Klemmkräfte. Erfreulich ist, das eine sehr gut passende Ahead Kappe mitgeliefert wird, wie auch in der Form perfekt passende Spacer. Die gehören zur „IC“ (Integrated Cockpit) die ideal sind um optisch mit dem Scott/Syncros Komponenten/Bikes optisch zu verschmelzen. Der empfohlene Verkaufspreis liegt bei rund 330€.

Syncros Hixon iC 1.0 Frontansicht mit Kleinteilen

Syncros Hixon iC 1.0 Rise 800 – unsere Meinung

Fangen wir mit dem Gewicht an, das ist bei diesem Produkt für viele sicher wichtig. Wir haben beim 800er Lenker und einer virtuellen Vorbaulänge von 50 Millimetern 271 Gramm gewogen, ohne Kleinteile wie Spacer und Aheadkappe, aber mit Schrauben. Schön, das Syncros nicht gemogelt hat. Vergleicht man das mit einem konventionellen Syncros Carbon Lenker und Aluminum Vorbau, so lassen sich also 100-150 Gramm sparen. Also ein messbarer Vorteil für die einteilige Konstruktion. Die Stabilität haben wir nicht explicit getestet, wir waren in keinem Labor. In Zeiten von Social Media hätten wir es wohl mitbekommen, wenn es bei den (nicht wenig verbreiteten) Syncros Cockpits grundlegende Probleme gäbe. Zu weich, oder nach ungewöhnlich viel Flex hat sich das Ganze nicht angefühlt, vielleicht ist es etwas weniger steif als andere sehr massive Teile die wir schon gefahren sind, aber das ist ein subjektiver Eindruck. Die Klemmung mit zwei Schrauben am Gebelschaft funktioniert tadellos und die Griffe und Hebel halten auf der etwas rauheren Oberfläche der Klemmbereiche auch recht gut, was bei Carbon nicht immer so ist. Wir hatten schon Fälle, da wird das ohne Montagepaste nix!

Syncross Lenker-Vorbau-Einheit

Wir sind übrigens letzlich bei einer klassichen Aheadkappe und runden Spacern geblieben. Unser Alu-Fully erschien mir dann doch zu „Retro“ für die mitgelieferten Teile. Und auch diese, von uns favorisierte, Kombination sieht echt gut aus. Also „Alles Tutti“? Ja, im Prinzip schon. Klar, man muss bereit sein über 300€ für ein Cockpit auszugeben, wenn man sich aber einen guten Carbon Lenker und einen coolen Vorbau kauft, dann ist das ja nicht so weit weg. Man bekommt eine wirklich individuelle und sehr aufgeräumte Optik und spart Gewicht. Das einzige woran es scheitern könnte: Die Ergonomie! Wo man bei einem gewöhnlichen, geklemmten Lenker noch nachjustieren kann, da heißt es hier: Love it or leave it!  Ich persönlich habe es wirklich gemocht, hat sich für mich wirklich gut angefühlt.

www.syncros.de

TEST: Norco Sight – kanadische Fahrradkunst

Das Norco Sight C2 ist das Carbon All-Mountain-Bike des kanadischen Herstellers, dass es sogar auf die Strecken der Enduro World Series geschafft hat. Norco kombiniert hier eine moderne Geometrie und tolle Komponenten mit einem potenten Fahrwerk. Mehr dazu in unserem Test. 

Seit Mitte der 60er Jahre stellt Norco Fahrräder her. Die Marke aus dem Faser Valley in British Columbia hat uns in den letzten Jahren mit einigen der spannendsten Mountainbikes versorgt und unter anderem die Freeride Szene in Kanada mit geprägt. Athleten wie Matt Macduff, Sam Blenkinsop Lewis Buchanan und Jill Kintner gehören zum Team und schwören auf die Fahrräder.

Bis vor wenigen Wochen wurde das Norco Sight noch von den Athleten in der Enduro World Series verwendet und dort auf einigen der härtesten Strecken der Welt ordentlich ran genommen. Die 160mm an der Front und 150mm Federweg am Heck werden mit einer modernen Geometrie und einem potenten Design kombiniert und ergeben ein spannendes Gesamtkonzept, dass auf fast jedem Terrain funktioniert.

Optik und Features

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Das uns zur Verfügung gestellte Sight in der C2 Variante kam in einem sehr schicken Lila, dass im Licht mit einem leichten Glitzer Effekt extrem schön dasteht. Kombiniert wird das ganze mit silbernen Decals. Der Carbon Hauptrahmen mit Alu Hinterbau wirkt elegant und ist, wie die Lackierung sauber verarbeitet.

Kabel und Leitungen sind intern verlegt und kommen im Bereich des Dämpfers wieder nach außen und werden am Hinterbau extern befestigt. Im Gegensatz zum Shore ist das Sight trotz der intern verlegten Leitungen recht leise.

Am Rahmen sind zwei Möglichkeiten für die Montage von Tools und Trinkflaschen angebracht. Kettenstrebe und Unterrohr werden mit weichen Kunststoff Elementen vor Steinschlägen und Abrieb geschützt. Das ist aber nicht der einzige Rahmenschutz. Wie es sich für ein kanadisches Fahrrad gehört, befindet sich auch im Bereich des Steuersatzes unter dem Unterrohr ein Gummischutz. Dieser ist vor allem für Pickup Besitzer Interessant da so beim Transport mit einem Tailgate Pad keine Kratzer im Rahmen entstehen können.

Geometrie – All-Mountain mit Enduro Potential

Das Norco Sight ist sowohl als 27,5″ Variante, als auch als modernes 29er erhältlich. Unser Testmodell kommt mit den größeren Laufrädern und der Rahmengröße L. Die Geometrie ist definitiv modern. Das Sight geht mit dem Trend und verfügt über einen langen Reach von 485mm, einem Lenkwinkel von 64° und einer Kettenstrebenlänge von 440mm. Dadurch kommen wir auf einen Radstand von 1262mm.

Geht es Bergauf hilft einem der steile Sitzwinkel von 77,7° und der passende Stack. Dadurch haben wir eine echt angenehme Sitzposition auf dem Sight und haben auch bei längeren Touren ausreichend Komfort.

29"SMLXL
Reach425455485515
Stack603612621630
Lenkwinkel64.064.064.064.0
Sitzwinkel77.077.377.778.0
Kettenstrebenlänge430435440445
BB Hight350350350350
Radstand1183122212621301
Reifengrößen 2.35" – 2.6"2.35" – 2.6"2.35" – 2.6"2.35" – 2.6"

Ride Aligned – Den perfekten Rahmen für jede Größe

Das Ride Aligned System ist Norcos Ansatz für jede Körpergröße das passende Fahrrad zu bieten. Abhängig von der Rahmengröße wachsen hier zum Beispiel der Reach, die Kettenstreben und der Sitzwinkel mit und sollen so für jeden Körpergröße das perfekte Fahrgefühl bieten. Das ist unserer Meinung nach ein spannendes System da einige Mitbewerber dies nicht machen. Würden wir nämlich einen Rahmen in Größe L mit einer Kettenstrebe von 440mm oder mehr fahren und diese auch auf einen Rahmen in Größe S fahren, wäre das Fahrrad ziemlich unausgeglichen und würde über eine andere Performance verfügen. Norco achtet hier auf die Details und macht seinen Job richtig gut.

Der kanadische Hersteller hat hierzu auch einige interessante Angaben auf seiner Internetseite. Neben einer Rahmen Empfehlung für die eigene Körpergröße kann man sich auch mit Hilfe des Ride Aligned Setup Guides die ersten Grundeinstellungen für das Fahrwerk konfigurieren lassen.

Komponenten und Ausstattung 

Das uns zur Verfügung gestellte Norco Sight in der C2 Shimano Variante verfügt über eine tolle Ausstattung und ist für 6.799 Euro erhältlich . Wie der Name schon sagt haben wir hier hauptsächlich Shimano Komponenten verbaut. Die Schaltung ist die Deore XT mit SLX 12 Fach Kassette und einer Abstufung von 10-51 Zähnen. Die Kette wird mit einer e*thirteen Chain Guide gesichert.

Die Bremsen sind natürlich auch von Shimano. Hier haben wir die bewehrten SLX 4-Kolben Bremsen mit einer 203mm und einer 180mm Bremsscheibe am Heck.

Das Fahrwerk lässt ebenfalls keine Wünsche offen. Norco versorgt uns hier mit Fox Performance Elite Komponenten. An der Front arbeitet die Fox 36 mit 160mm Federweg und Grip 2 Kartusche und am Heck der Float X2 mit 150mm Federweg. Hier müssen wir erwähnen das uns der Dämpfer beim Test leider undicht geworden ist und Luft gezogen hat. Dafür ist der Float X2 leider bekannt. Sobald dieser aber funktioniert, überzeugt er auf voller Länge.

Das Sight rollt auf e*thirteen LG1 Enduro Alu Felgen mit Shimano SLX Boost Naben. Bereift sind diese von Werk aus mit einem Maxxis Assegai 2.5″ 3C Maxx Terra/EXO+/TR an der Front und einem Dissector 2.4″ WT 3C Maxx Terra/EXO+/TR am Heck. Unser Testmodell kam jedoch mit einem Minion DHR am Heck. Wir können aber aus Erfahrung sagen, das die Kombination aus Assegai und Dissector durchaus gut funktioniert und sich bisher bewehrt hat. Übrigens kommen die Reifen von Werk aus tubeless.

Spannend ist auch die Norco Sattelstütze. Diese lässt sich mit wenigen Handgriffen in der Länge verstellen. Dafür schrauben wir einfach die Kappe am Tauchrohr der Stütze auf und verstellen den Insert mit den verschiedenen Positionen auf unsere gewünschte Länge. Cooles Feature!

Neben dem C2 gibt es aber noch ca. Sieben weitere Modelle. Vom C1 Carbon Tewnty-Niner für 7.499 Euro bis hin zum Alu Modell für 3.499 Euro dürfte für alle was dabei sein. Mehr Details zu den Ausstattungsvarianten findet ihr im Link am Ende des Artikels.

Das Norco Sight in Action

Im Vergleich zu modernen Enduro Bikes haben wir hier zwar etwas weniger Federweg, aber dafür mehr Performance im Uphill und kaum einen Unterschied im Downhill.

Das Sight klettert nämlich extrem gut. Das liegt zum einen am leichten Rahmen und der tollen Schaltungen, aber auch an der ausgewogenen Geometrie mit steilem Sitzwinkel und einer aufrechten Sitzposition. Hier steht also längeren Touren oder einer ausführlichen Enduro Runde nichts im Weg.

Auch auf den Trails macht das Sight eine tolle Figur. Auf technischen und ruppigen Strecken bügelt das Fahrwerk angenehm Unebenheiten Weg und lädt zu ordentlich Geschwindigkeit ein. Hier hilft auch das Dämpfer Design. Zwar handelt es sich beim Sight um kein High Pivot Mountainbike, jedoch verhält sich der hintere Achsweg ähnlich und wandert in den ersten Zentimetern des Federwegs nach hinten weg und verhindert somit hängen bleiben an Wurzeln und sorgt für ein geschmeidigeres Fahrgefühl.

Auch auf flowigen Strecken hatten wir eine Menge Spaß mit dem Sight. Trotz des langen Radstand und der großen Laufräder, konnten wir das All-Mountain gut durch Kurven Zirkeln und angenehm leicht in die Luft befördern. Ging es aber mit etwas mehr Geschwindigkeit in Kurven konnten wir einen etwas stärkeren Flex im Hinterbau feststellen. Dieser fällt vor allem durch seine Geräuschkulisse etwas negativ auf, wirkt sich aber nicht sonderlich auf die Performance auf der Strecke aus.

Norco Sight C2 – Fazit

Die Kanadier präsentieren hier ein absolut solides All Mountain, dass vor keinem härteren Enduro Einsatz zurückschreckt. Mit den 160mm Federweg und einer tollen Ausstattung kann man es mit fast jeder Strecke aufnehmen und wird sich dabei sicher auf dem Fahrrad fühlen. Der Hinterbau könnte etwas steifer gestaltet sein, jedoch gewöhnt man sich an dessen Flex nach den ersten Abfahrten.

Mit einer tollen Performance im Downhill und einer ebenso guten Kletter-Performance bietet das Sight alles was das Mountainbiker Herz benötigt. Zwar kommt es mit seinen 160mm Federweg etwas früher an seine Grenzen als moderne Enduro Mountainbikes, jedoch klettert es dafür extrem gut und macht einen Heidenspaß auf den Trails.

Wenn ihr euch für etwas mehr Federweg und mehr Action im Bike Park interessiert, schaut euch doch gerne mal useren Test zum Norco Shore an. Norco Shore – Das pedalierbare Downhill Bike

www.norco.com

 

TEST: Marin Alpine Trail Carbon – verspieltes Spaß-Enduro

Mit dem Marin Alpine Trail präsentiert der Hersteller aus dem namensgebenden Marin-County ein spannendes All-Mountain-Bike für eine fairen Preis. Wir konnten das Carbon Rad mit Fox Performance Elite Fahrwerk und edlen Komponenten an den richtigen Stellen mal genauer unter die Lupe nehmen. Unseren Eindruck findet ihr hier.

Marin gehört zu einem der bekanntesten Fahrradhersteller der Rennrad und Mountainbike Szene. Die Amerikaner machen sich schon seit Jahren einen Namen mit einem tollen Preis und potenten Fahrrädern. Mit Athleten wie Matt Jones, Mark Matthews und Juliet Elliott haben sich die Amerikaner einige der einflussreichsten Gesichter der Szene unter den Nagel gerissen.

Wer die Video des britischen Slopestyler Matt Jones schaut, wird auch schon das ein oder andere mal das Marin Alpine Trail zu Gesicht bekommen haben. Das All-Mountain-/Enduro Bike mit 160mm Federweg an der Front soll vor allem durch ein poppiges Fahrverhalten und Fahrspaß glänzen.

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Marin war so freundlich und hat uns das Fahrrad in der Carbon 2 Variante mit Carbon Hauptrahmen, Aluminium Hinterbau, 29″ Laufrädern und einer spannenden Kombination an Komponenten zur Verfügung gestellt.

Optik und Features

Das Alpine Trail Carbon 2 kommt in einem edlen grau/schwarz daher. Auf dem Rahmen befinden sich dazu einige schöne Details. Zum Beispiel ist der Übergang der Farben mit unterschiedlich dunkel schattierten Bergen gelöst. Aus der ferne fällt dies kaum auf, doch sieht man etwas genauer hin, kann man sich an den vielen kleinen Details erfreuen.

Marina Alpine Trail

Falls die die Kette mal im ruppigen Gelände ins schwingen gerät, wird die Kettenstrebe mit einem Chain-Guard geschützt. Dieser Kunststoffschutz verhindert nicht nur Kratze im Lack, sondern sorgt auch dafür, dass das Fahrrad leiser ist. Hier müssen wir jedoch dazusagen, dass das Alpine Trail nicht unbedingt leise ist – denn die innenverlegten Züge klappern hin und wieder etwas lauter im vorderen Bereich des Rahmens umher.

Geometrie

Das Marin Alpine Trail 2 ist durchaus modern. Der Reach von 480mm in der Größe L und ein Lenkwinkel von 63.5° sorgen für ordentlich Stabilität im Downhill und auf schnellen Sektionen. Besonders ist jedoch die kurze Kettenstrebe. Diese hat nu 430mm und macht das Alpine Trail zu einem spritzigen Mountainbike, dass extrem wendig und poppig auf flowigen Trails ist.

Bergauf hilft einem der steile Sitzwinkel von 78° das Vorderrad auch in technischen Sektionen am Boden zu behalten.

SMLXL
STACK619628632643
REACH430455480515
HEADTUBE ANGLE63.5°63.5°63.5°63.5°
SEATTUBE ANGLE78°78°78°78
BB HEIGHT342342342342
BB DROP35353535
CHAINSTAY430430430430
WHEELBASE1199122912561297

Ausstattung und Komponenten

Für 4.349 Euro bekommen wir ein modernes Carbon Mountainbike mit Fox Performance Elite Gabel und Shimano SLX Komponenten und tollen Reifen. Denn Marin geht die Sache hier ziemlich schlau an und verpasst dem Alpine Trail 2 Carbon an den richtigen Stellen edle Komponenten und spart dafür an Ecken denen man nicht unbedingt große Beachtung schenken muss.

Die Fox 38 Performance Elite an der Front macht ihren Job prinzipiell ausgezeichnet. Wir haben uns jedoch gefragt ob wir diese bei 160mm Federweg wirklich brauchen, oder uns auch über eine Gabel mit geringerem Durchmesser gefreut hätten. Gepaart wird die 38 mit einem Fox Float DPX2 Performance Luftdämpfer der extrem gut zum Rad passt und laut Marin am besten mit 30% Sag gefahren wird.

Bremsen und Schaltung kommen aus dem Hause Shimano. Die SLX 4-Kolben Scheibenbremsen mit 203mm an der Front und 180mm am Heck machen ihren Job tadellos und lassen fast keine Wünsche offen. Auch das 12-Fach XT Schaltwerk mit SLX Shiftern verrichtet seinen Job ohne Murren.

Bei den Reifen setzt Marin auf  29 Zoll Maxxis Assegais. An der Front kommt der grobstollige Reifen mit Maxx Terra Mischung , EXO+ Karkasse und am Heck gehts auf ganze mit Maxx Grip und Double Down Karkasse.

Marina Alpine Trail

Wie auch schon in der Vergangenheit erwähnt, gibt es auch bei der X-Fusion Sattelstütze nichts zu bemängeln. Diese ist abhängig von der Rahmengröße von 125mm – 170mm erhältlich.

Parts wie Felgen, Sattel und Griffe sind hauseigene Produkte von Marin. Die 29″ Aluminium Felgen mit Doppelwand werden mit Shimano HF-MT410B Naben an der Front und HB-MT510B am Heck kombiniert.

Weitere Modelle

Neben dem High Ende Alpine Trail 2 gibt es unteranderem noch eine Aluminium Variante mit Rockshox Lyrik Ultimate Gabel, Super Deluxe Ultimate Dämpfer und Shimano SLX Komponenten für 3.799 Euro. Die günstigste Variante ist ab 2.945 Euro erhältlich.

Außerdem gibt es das Alpine Trail auch als E-Mountainbike. Dieses haben wir euch vor wenigen Wochen vorgestellt. Den Link zum Test findet ihr hier: Marin Alpine Trail E2

Marina Alpine Trail

Fazit: Das Marin Alpine Trail 2 auf dem Trail

Aufgrund der Ausstattung und den groben Reifen waren wir uns nicht sicher ob das All-Mountain der Amerikaner bergauf eine gute Figur machen wird. Tatsächlich fällt der Assegai bergauf gar nicht so schlecht auf. Der steile Sitzwinkel und die restliche Geometrie sorgen für eine angenehme Sitzposition und passable Uphil-Performance.

Sobald es jedoch bergab geht, fällt sofort auf, dass das Alpine Trail 2 Spaß haben und machen will. Die Kombi aus 160mm an der Front und 150mm am Heck geben zwar einiges an Reserven, lassen das Rad aber vor allem auf flowigen Strecken mit Sprüngen extrem gut dastehen. Dazu kommt die extrem kurze Kettenstrebe von 430mm. Diese macht das Rad trotz seiner modernen Geometrie und der 29″ Laufräder extrem wendig und verspielt und hat uns in der ein oder anderen Situation ein fettes Grinsen ins Gesicht gezaubert.

Sobald es aber auf verblockte und technische Trails geht, fällt uns vor allem die steife Fox 38 mit „nur“ 160mm Federweg auf. Denn sobald es ruppig wird, merkt man erst wie steif die Front des Alpine ist. Zwar kann man hier noch das Fahrwerk an die bevorzugten Trails anpassen, jedoch hätte es wie schon erwähnt auch eine etwas dünnere Gabel mit mehr Flex auch getan.

Trotzdem macht man mit dem Alpine Trail 2 und der Fox Performance absolut keine Fehler. Wer gerne im Park unterwegs ist und nach einem verspielten Mountainbike für viel Flow, Sprünge und Jibbs sucht, wird hier definitiv fündig. Wer auf auf schnelles Enduro Geballer steht, sollte sich jedoch nach einer Alternative umschauen.

Wir hatten eine Menge Spaß auf dem Marin am Geisskopf und unseren Hometrails. Wer noch mehr Eindrücke und Fahrszenen sehen möchte, sollte sich das folgende Video mal genauer anschauen.

www.marinbikes.com

 

 

First Ride: Scor 4060 – Zwei Bikes, Zwei Federwege und eine menge Spaß

Die Marke Scor erblickte vor wenigen Monaten das Licht des Mountainbike Markts. Gleich zwei Plattformen mit unterschiedlichem Federweg und mit, oder ohne Motor wurden präsentiert und wir konnten diese Scor 4060 Modelle am schönen Gardasee zum ersten mal fahren. 

Die Marke Scor basiert auf einem am Sport interessiertem Team von Mountainbikern und Ingenieuren. Dieses junge Truppe hat sich zur Philosophie genommen ein Spaß orientiertes Enduro- und Trail-Bike zu konstruieren, dass vor allem im Downhill performen soll.

Um das Bike perfekt auf Einsatzbereiche und individuelle Präferenzen anpassen zu können, kann der Rahmen wahlweise mit 160 mm oder 140 mm Federweg aufgebaut werden, indem man einen Dämpfer mit 62.5 oder 57.5 mm Hub verwendet. Der Flip-Chip und der winkelverstellbare Steuersatz sorgen dafür, dass bei beiden Optionen keine Kompromisse bei der Geometrie eingegangen werden müssen.

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Bei dem Design des Rahmens wurde viel Wert auf einen tiefen Schwerpunkt gelegt. Das Dämpfer Design soll mit einem neuen Aufbau und einer spannenden Kinematik am Boden kleben und in Kombination von einem langen Reach und einer kurzen Kettenstrebe für ordentlich Spaß und Sicherheit auf den Trails sorgen.

Score bietet das 4060 als reines Carbon-Fahrrad an. Der Hintergedanke ist einen steifer Rahmen aus hochwertigen Fasern für extreme Belastungen bei hohen Drops, Sprüngen und schneller Trail-Action zu bieten.

E-Mtb oder Mtb

Neben der Möglichkeit zwischen den Federwegen wechseln zu können, gibt es das 4060 auch als motorisiertes Mountainbike. Scor verwendet bei dieser Variante den Shimano EP8 Motor mit 85Nm Drehmoment und einem 720Wh Akku. Dabei ist der Akku formschön im Unterrohr integriert und sorgt auch beim E-Bike für eine cleane und schlanke Optik.

Probefahrt am Gardasee

Im Zuge des Bike Festival in Riva konnten wir uns vom motorisierten und das klassischen Enduro einen ersten Eindruck machen. Für uns ging es auf einen Gardasee Klassiker und zwar den berüchtigten 601er Trail. Dieser ist für seine extrem technischen Felspassagen und steile Sektionen bekannt und war perfekt um die zwei Räder gebührend zu testen.

In unserem First Ride Video erzählen wir euch nochmal alle wichtigen Fakten zu den zwei Rädern und zusätzlich gibt es ein paar schöne Action Szenen von den Trails.

First Ride: NOX Hybrid 3.0 – Draufsetzen und Spaß haben

Im Zuge des Riva Bike Festival durften wir zwei neue Hybrid Modelle der Marke Nox Probefahren. Das Hybrid All Mtn und das Hybrid Enduro basieren auf dem gleichen Rahmen, unterscheiden sich jedoch in der Ausstattung, Federweg und  Fahrverhalten. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

Der E-Mountainbike Hersteller aus dem schönen Zillertal in Österreich geht nun mit den Hybrid Modellen in die dritte Generation und war unsere erste Anlaufstelle auf dem Festival am Gardasee. Die uns zur Verfügung gestellten Bikes waren das Hybrid Enduro 7.1 Pro mit Sachs Motor und das Hybrid All-Mtn 5.9 Pro mit Brose Motor. Für uns war in diesem Fall nicht nur der erste Eindruck auf den Trails spannend sondern auch der Vergleich der beiden Antriebssysteme.

Der Österreicher Hersteller aus dem schönen Zillertal hat dem Hybrid Rahmen einige Updates verpasst. Neu ist zum Beispiel das neue Flex Linkage System an der Dämpfer Aufhängung. Hierüber lässt sich nun die BB-Höhe (Tretlager) anpassen und das Hinterrad sogar auf 27,5″ oder 29″ umrüsten. Auch der Hinterbau wurde neu gestaltet. Die Kettenstreben sind nun organischer geschwungen, sodass ausreichend Platz zwischen Fuß und Strebe herrscht. Die Ladebuchse befindet sich jetzt am unteren Ende des Sitzrohrs und der integrierte Speedsensor soll für genaueres Feedback bzw. Messungen sorgen. Aber das sind noch lange nicht alle Neuerungen.

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Nox Hybrid

Optik und Features

Abhängig von der Ausstattung der Hybrid Modelle könnt ihr aus bis zu Neun unterschiedlichen Farbkombinationen wählen. Von schlichten Varianten bis hin zum knalligen Indigo und Orange Mix an dem uns zur Verfügung gestellten Enduro sollte für jeden E-Mountainbiker was dabei sein.

Der Rahmen der Hybrid Serie 3.0 ist die Grundlage der beiden Modelle. Das Enduro und das All-Mtn basieren auf der gleichen Plattform und entscheiden sich wie schon erwähnt nur in der Ausstattung.

Unabhängig davon gibt es jedoch einen Unterschied im Design des Unterrohrs. Dieser Unterschied entsteht durch die Wahl des Antriebs bzw. des verbauten Motors. Sachs und Brose stehen zur Wahl. Da sich die Form der Akkus deutlich voneinander unterschiedet, wurde das Unterrohr dementsprechend angepasst und ist je nach Variante anders geformt.

Geometrie

Auch an der Geometrie wurde gefeilt. Die Sitzrohre wurden etwas verkürzt und der Reach an modernere Standards angepasst. In der uns zur Verfügung gestellten Größe L kommen beide E-Mtbs auf eine Länge von 456mm. Das erscheint zwar auf dem Papier eher kurz, hat sich aber während der Fahrt keineswegs so angefühlt. Auch die Winkel des Hybrid 3.0 wurden angepasst. Der Lenkwinkel ist nun etwas flacher und kommt auf 64,7°, während der Sitzwinkel bei 73,7° liegt.

Laut Nox gibt es keinen wirklichen Unterschied im Reach, Lenkwinkel, Sitzwinkel, Stack und den Streben zwischen den All-Mtn und den Enduro Modellen. Jedoch unterscheiden sich die Rahmen abhängig von der Wahl des Antriebs. Die Sachs Modelle haben unter anderem einen wesentlich kürzeren Reach als die Brose Varianten. Hier sollte man sich vor dem Kauf unbedingt informieren und eine Probefahrt organisieren.

Tatsächlich war es bei unserem ersten Eindruck der Fall, dass wir uns auf die Räder gesetzt haben und uns direkt wohlgefühlt haben. Die Geometrie ist nicht zu lang und zu flach und überfordert den Fahrer nicht.

Komponenten und Ausstattung 

Nox bietet die All-Mtn und Enduro Modell in jeweils sechs Varianten an. Das günstigste All-Mtn startet bei 5.499 Euro und wird mit Rockshox 35 Gold, Brose Motor,  Sram NX Eagle Schaltung und Magura MT5 HC Bremsen ausgeliefert. Die uns zur Verfügung gestellten High-End Varianten rollen auf einem Fox Factory Fahrwerk. Das All-Mtn ist mit einer E-optimierten 160mm Fox 36 und einem DPX2 Dämpfer ausgestattet und kommt mit Brose Antrieb. Das Enduro kommt  mit einer 180mm Fox 38, einem DHX2 Coil-Dämpfer und dem starken Sachs Motor daher. Mehr Details erfahrt ihr in unserem First Ride Video am Ende des Artikels.

Sachs vs. Brose

Sagen wir es mal so. Der Brose Drive S Mag gehört zu den stärksten Motoren auf dem Markt und sorgt mit 90Nm und einer Leistung von 250Wh für ordentlich Antrieb auch im steilsten Gelände. Vergleichen wir ihn jedoch mit der Sachs Variante, wirkt selbst der Brose eher zahm. Der verbaute Sachs RS kommt immerhin auf ganze 112Nm. Das wirkt sich natürlich ordentlich auf die Performance im Uphill aus und macht sich vor allem in anspruchsvollen Kletterpassagen bemerkbar. Mehr Leistung hat dann aber auch einen Haken. Die Performance des Sachs fühlt sich nicht mehr ganz so natürlich an und der Motor ist auch etwas schwerer als sein kleinerer Kollege.

Das Brose System wird übrigens mit einem 630Wh Akku befeuert und der Sachs mit 651Wh. Beide Akkus sind im Unterrohr integriert und lassen sich werkzeuglos entnehmen.

Fahreindruck und Performance.  

Wie schon erwähnt haben wir uns auf den beiden Nox Hybrid 3.0 Modellen direkt wohlgefühlt. Auch im Downhill haben beide Modelle mit ihrer Performance glänzen können und klebten dank ihres Gewichts und des tollen Factory Fahrwerks ordentlich am rauen Untergrund der Gardasee Trails.

Es gibt nur eine Kleinigkeit die mir persönlich etwas sauer aufgestoßen war. Die uns zur Verfügung gestellten E-Mtbs waren leider nicht von Werk aus Tubeless aufgebaut  und somit habe ich mir nach nur wenigen Metern auf dem extrem steinigen und verblockten 601er-Trail einen Platten gefahren. Ärgerlich, aber ein Upgrade, dass sich auch nach Erwerb schnell und einfach daheim lösen lässt.

Im folgenden Video erfahrt ihr aber noch mehr zur den beiden Bikes. Dazu gibt es noch einiges an Fahraction vom 601er Trail und Tom wird euch noch etwas zu seinem ersten Eindruck erzählen.

Weitere Informationen über Nox findet ihr auf: www.noxcycles.com