TEST: Rockshox Flight Attendant – High-End Fahrwerk am YT Capra

Vor wenigen Wochen haben Sram und Rockshox das neue Flight Attendant präsentiert. Ein Fahrwerks System, dass auf die jeweilige Fahrsituation reagiert und die Compression in Echtzeit anpasst um die perfekte Fahrwerkseinstellung zu finden. Sram hat uns ein YT Capra mit Flight Attendant zur Verfügung gestellt und wir konnten das neue System ausführlich testen. Was das neue High-End Fahrwerk kann und ob der Flight Attendant hält was er verspricht, erfahrt ihr hier.

Aber was ist Flight Attendant eigentlich? Rockshox und Sram bewerben das System als „Das einzige automatische Fahrwerkssystem, das auf den Fahrer hört und in Echtzeit reagiert“. Dieses Fahrwerkssystem nutzt eine Reihe von Sensoren an Gabel, Dämpfer und im Tretlager um die Bewegung des Fahrrads „im Raum“ zu analysieren und kombiniert diese Daten mit dem Fahrerinput um das Fahrwerk automatisch anzupassen. Falls ihr euch jetzt fragt was wir mit „im Raum“ meinen – Der Flight Attendant existiert quasi in einem dreidimensionalen Raum bei dem er mit Hilfe der Sensoren immer weiß in welcher Position das Fahrrad steht. Fahren wir bergab, geben die Sensoren ein Feedback an das System, das somit weiß, dass wir bergab fahren. Das gilt auch für die seitliche Neigung und das Pedalieren. Sobald wir Input geben, signalisieren die Sensoren in Gabel, Dämpfer und Tretlager die Situation und passen Compression/Zugstufe an.

Der Flight Attendant unterschiedet aber nicht nur zwischen offen(Open) und geschlossen(Lock), sondern verfügt noch über eine dritte Stufe. Diese sogenannte „Pedal“ Stufe siedelt zwischen den beiden anderen Einstellungen an und aktiviert sich meistens in Tretstücken auf dem Trail. Bemerkbar macht sich das vor allem auf tretlastigen Enduro Passagen. Der Flight Attendant erkennt anhand des Untergrund und der Lage im Raum, dass wir uns auf einem Trail befinden und lockt das Fahrwerk deshalb nicht komplett, sondern verstellt die Druckstufe so, dass wir beim Pedalieren nicht durch Wippen Kraft verlieren.

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Flight Attendant – Preis und Verfügbarkeit

Wer sich bisher mit dem System befasst hat, weiß, dass der Flight Attendant  vorerst ausschließlich in Kompletträdern erhältlich ist. Neben dem uns zur Verfügung gestellten YT Capra Uncaged 6 Modell gibt es noch eine YT Jeffsy Variante, ein Canyon Spectral und Neuron, ein Trek Slash und ein Specialized Enduro. Wann das System einzeln erhältlich ist, können wir noch nicht sagen.

Da es hier aber nicht um die Fahrräder, sondern um das Fahrwerk geht, gehen wir nur kurz auf das uns zur Verfügung gestellte Capra ein und hoffen, dass wir euch zukünftig nochmal einen genaueren Test zum Forchheimer Enduro präsentieren können. Kleiner Spoiler – die Kiste macht echt eine menge Spaß.

YT Capra

YT Capra Uncaged 6

Das uns zur Verfügung gestellte Carbon Capra Uncaged 6 lässt keine Wünsche offen. Wir haben hier eine premium Ausstattung mit dem neuen Flight Attendant, Sram AXS X01 Eagle Schaltung, AXS Reverb Sattelstütze, Sram Code RSC und einem Crankbrothers Carbon Laufradsatz. Das Flight Attendant System am Capra befindet sich in der neuen 170mm Rockshox Zeb Ultimate, dem neuen Super Deluxe Ultimate Dämpfer und der Sram X01 DUB Kurbel.

Die Geometrie des Young Talent ist durchaus modern. Das Capra hat erst Anfang des Jahres ein Face Lift bekommen, dass wir euch hier vorgestellt hatten. Der Reach bei Größe L mit 29″ Laufrädern liegt bei 467mm und wir mit einer recht kurzen Kettenstrebe von 438mm kombiniert. Der Lenkwinkel befindet sich bei 64,2° und der Sitzwinkel bei 77,6°. Beide Winkel sind mit einem Flipchip an der Dämpferaufhängung anpassbar, jedoch haben wir die Finger davon gelassen und uns ausschließlich auf den Flight Attendant konzentriert.

Preislich befindet sich das Capra bei 8.999 Euro.

Flight Attendant

Die Unterschiedlichen Modi

Um ehrlich zu sein – Der Flight Attendant hat mehr LED Farben wie die Weihnachtsdekoration meiner Nachbarn. Das kann am Anfang ganz schön verwirrend sein. Um mit dem Setup und den Einstellungen klar zu kommen, haben wir uns erst einmal die ausführlichen Rockshox Youtube Videos angeschaut und uns dort alles erklären lassen. Diese Playlist können wir jedem Flight Attendant Besitzer ans Herz legen, da Rockshox dort wirklich viele wichtige Informationen in ihren Videos aufbereitet hat.

Bias-Modus

Wie schon am Anfang des Artikels erwähnt gibt es im Hauptmodus (Auto-Modus) gleich drei unterschiedliche Stufen – Open, Pedal und Lock. Dieser kann aber mit Hilfe des Bias-Modus zusätzlich konfiguriert werden. Um in den Bias zu kommen drücken wir am Hauptsensor an der Gabel auf den Menü Button des Moduls bis die LEDs Lila leuchten. Nun können wir dem System sagen, dass es entweder die Open oder die Lock Funktion bevorzugen soll. Von Werk aus ist das System in der neutralen Bias Position. Drücken wir nun auf Minus können wir -1, oder -2 Schritte in Richtung Open gehen. Somit wird das System die Offene Stellung im Auto-Modus bevorzugen. Drücken wir auf Plus (+1, +2) können wir dem System sagen, dass es die Pedal und Lock Stufe bevorzugt.

Diese Einstellung kann man jederzeit an der Gabel und mit der AXS Mobile App anpassen. Das gilt auch für die folgenden Modi.

Manueller-Modus

Falls ihr den Auto-Modus mal deaktivieren wollt und manuell durch die Stufen schalten wollt, könnt ihr das mit diesem Modus machen. Den Modus könnt ihr ebenfalls über die Menü Taste aktivieren und dann entweder am Control Modul an der Gabel zwischen den Stufen switchen, oder nutzt dafür den AXS Hebel an der linken Seite des Lenkers. Über diesen könnt ihr übrigens auch dien Sattelstütze bedienen.

Override Modus

Nehmen wir an ihr wollt beim Start in den Trail sprinten. Dafür könnt ihr den Override Modus nutzen um euch sicher zu sein, dass ihr genau den passenden Modus für die Situation habt. Den Override Modus könnt ihr wahlweise auf Open, Pedal und Lock setzen und belegt dann eine der AXS Controller Tasten mit der gewünschten Stufe. Sprintet ihr nun in den Trail, haltet ihr diese Taste kurz gedrückt und könnt sobald es wieder auf der Strecke knallt den Modus deaktivieren und seid wieder im Auto-Modus.

Druckstufeneinstellung

Den Rebound/Zugstufen könnt ihr wie bei den klassischen Rockshox Gabel auf der Unterseite des rechten Trauchrohrs einstellen. Für die Low-Speed- und High-Speed-Compression müsst ihr jedoch das Control Modul oder die AXS App nutzen. Beide Druckstufen lassen sich in 10 Stufen auf euer gewünschtes Setup einstellen. Ein Vorteil zum klassischen einstellen über das Rädchen auf der Gabel ist, dass ihr nun genau sehen könnt wie viele Clicks ihr verwendet habt.

AXS App

Die Sram AXS App

Wie eben schon erwähnt ist auch der Flight Attendant mit der AXS App kompatibel. Neben den klassischen Angaben wie Akkustand und die Anzeige der gekoppelten Geräte kann man hier nun auch den Flight Attendant konfigurieren. Nachdem wir das System gekoppelt hatten und alle Komponenten mit dem Herzstück (Control Modul an der Gabel) verbunden hatten, konnten wir auf das System zugreifen und den Bias-Modus und die Druckstufen einstellen.

Wie auch schon von den anderen Komponenten bekannt, kann man die Controller nach eigenem Geschmack belegen. Wir haben die Schaltung natürlich auf den rechten Controller und den Flight Attendant, sowie die Reverb Sattelstütze auf den linken Controller gelegt. Wer mag, kann hier noch das Hoch- und Runterschalten auf seine bevorzugten Tasten legen.

Tipp: Beim koppeln der Komponenten unbedingt den Schritten aus dem Sram AXS App Guide folgen. Das vermeidet einiges an Stress und Verzweiflung.

Das neue Fahrwerk – Ein Traum mit neuen Features

Rockshox hat den Flight Attendant nicht nur in vorhandene Komponenten integriert, sondern das Fahrwerk ordentlich überarbeitet. Das zählt für die Ultimate Modelle der Pike, Lyrik und Zeb. Interessant ist auch, dass die Gabeln nun noch mehr auf ihren Einsatzbereich zugeschnitten sind. Heißt: ihr braucht eine Enduro Gabel – Die Zeb ist das richtige für euch und wird nun in den passenden Federwegs-Längen erhältlich sein. Wollt ihr jedoch eine Lyrik für den Enduro Einsatz mit 180, oder sogar 190mm Federweg nutzen, gibt es diese Zukünftig nicht mehr mit so viel Federweg. Rockshox will damit erreichen, dass ihr für den jeweiligen Einsatz die beste Performance bekommt.

Aber was ist neu an der Gabel? Die Internals und das Chassis der Gabeln wurden überarbeitet. Markant ist, dass Rockshox nun auch auf Pressure-Valves setzt. Falls ihr mal ungewünschten Druck im System habt, könnt ihr diesen nun über die Ventile ablassen. Andere Hersteller haben dieses System schon länger verbaut und wer schon einmal in den Genuss dieser Funktion kam, weiß wie gut sich die Gabel nach ablassen des Drucks wieder anfühlt.

Dazu kommt, dass die Internals überarbeitet wurden. Die sogenannten Buttercups sind Pucks aus vibrationsreduzierendem Material mit niedriger Amplitude. Diese ButterCups sollen 20% der unerwünschten Vibrationen filtern, bevor sie deine Hände erreichen. Die goldenen Aufnahmen am Ende des Dämpfers und der Luftfeder halten zwei Gummipucks, die die hochfrequenten Vibrationen absorbieren, bevor sie durch die Gabel in den Lenker gelangen.

Patrick Sturm

Der Flight Attendant im Einsatz und wie wir uns geirrt haben

Konfigurieren und Setup finden

Zuerst pumpt man das Fahrwerk auf den gewünschten Druck auf um den passenden Sag zu bekommen. Den Rebound sollte man nun auch schon einstellen und dann erst die Komponenten miteinander koppeln. Sobald alles miteinander verbunden ist, blinkt das Led am Hauptmodul rot. Darauf drückt man den Plus und Minus Knopf gleichzeitig bis das System weiß blinkt. Nun stellt man sich auf das Rad damit der Federweg im gewollte Sag steht und drückt dann wieder die Tasten. Darauf folgen ähnliche Schritte, damit der Flight Attendant weiß wo sich die Komponenten im Raum befinden.

Hat man das erledigt, kann man per App und über das Hauptmodul das gewünschte Setup einstellen. Der Bias-Modus und die Druckstufen lassen sich auch sehr angenehmen per App konfigurieren.

YT Capra

Auf dem Trail

Wer schon mit AXS Komponenten unterwegs war, kennt das markant elektronische quieken der Motoren in Schaltung und Sattelstütze. Der Flight Attendant ist da jedoch noch etwas lauter und braucht eine kleine Eingewöhnungsphase. Nach wenigen Metern, fällt einem das mechanische Geräusch jedoch kaum noch auf.

Vor allem am Anfang verleitet es einen recht häufig auf die Gabel zu schauen um zu sehen was das System macht und in welchem Modus wir uns befinden. Im Uphill springt das System direkt in den Lock Modus und sorgt mit Hilfe der Druckstufen für ein straffes Fahrwerk, das nicht wippt und die Kraft ordentlich überträgt. Sobald es dann auf den Trail geht, springt die Led von Lock auf Open und stellt uns die volle Performance der neuen Ultimate Komponenten zur Verfügung.

Auf den Enduro Trails am Geisskopf gibt es die ein oder andere Sektion die recht tretlastig und flach ist. Hier springt der Flight Attendant in den Pedal Modus. Dadurch haben wir eine Mischung aus den offenen und geschlossenen Stellung. Die Pedal Position hat uns tatsächlich am meisten begeistert. Dadurch, dass das Fahrwerk nun immer noch Unebenheiten wegschlugt, aber durch die angepasste Druckstufe genügend Feedback beim pedalieren auf den Untergrund bringt, kommen wir auch mit 170mm Federweg ausgesprochen gut voran. Und das alles ohne selbst drüber nachdenken zu müssen, oder einen Hebel bedienen zu müssen.

Was wenn die Akkus mal leer gehen? Dann springt das System einfach in die offene Stellung. Tatsächlich sind aber alle AXS Akkus untereinander austauschbar. Wenn es also wirklich nötig ist, könnt ihr den Akku eurer Sattelstütze auch in die Gabel stecken und könnt somit im Lock-Modus nach Hause strampeln.

Wir haben uns geirrt

Als Rockshox das System präsentiert hat, waren wir tatsächlich nicht auf Anhieb begeistert. Noch mehr Elektronik am Fahrrad, ein Fahrwerk, dass „nur“ über einen Lock verfügt und so weiter. In unserem Artikel zum Launch konnten wir uns das System vor allem im Crosscountry Bereich vorstellen. Da haben wir uns aber total geirrt. Nach der ersten Auf- und Abfahrt waren wir geschlossener Meinung und absolut Positiv überrascht.

Flight Attendant

Das Fazit zum Flight Attendant

Schon nach der ersten Runde am Geisskopf war uns klar wie schnell und flüssig das System arbeitet. Sobald wir in den Trail fahren, springt der Flight Attendant in die Offene Stellung, müssen wir zwischendurch treten, gehts in die Pedal-Stellung und sobald wir wieder bergauf fahren und im Sattel Sitzen sperrt sich das Fahrwerk. Es braucht erschreckend wenig Input damit das System weiß was es zu tun hat und es regelt die Modi extrem präzise und realistisch.

Das neue Ultimate Fahrwerk ist ein Traum. Die 170mm Rockshox Zeb und der 165mm Superdeluxe Dämpfer arbeitet extrem geschmeidig und verpassen dem Capra eine ordentliche Prise Pop auf flowigen Strecken und exzellente Performance in ruppigen Passagen.

Wir sind uns auch sicher, dass wir mit 170mm Federweg nicht so entspannt den Berg hinauf getreten wären. Der Flight Attendant sorgt auf eine gewissen Art und Weise dafür, dass sich ein Enduro-Bike bergauf eher wie ein Trail-Bike treten lässt und entfaltet erst bergab die komplette Leistung des Capra. Natürlich kann man seinen Dämpfer für weniger Geld auch per Regler oder Schalter locken, aber der Flight Attendant macht diese Situation intuitiv und wir können uns einfach nur aufs Radfahren konzentrieren.

Natürlich hat das ganze seinen Preis. Aktuell sind die Flight Attendant Komponenten noch nicht einzeln erhältlich und nur in Kompletträdern verfügbar, aber das wird sich in den nächsten Monaten bestimmt ändern. Für uns war der Flight Attendant durchaus noch ein Highlight zum Abschluss der Saison.

Patrick Sturm

www.sram.com

 

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TEST: Scor 4060 ST NX – das neue Trail Bike im Test

Die Marke Scor präsentierte 2021 ihr erstes Line Up, das auf einem motorisierten und un-motorisierten Rahmen basiert. Wir haben das Scor 4060 ST in der Short Travel Variante mit 140mm Federweg, Sram NX Komponenten und Rockshox Fahrwerk auf den Trails im Vinschgau genauer unter die Lupe nehmen können. Alle Infos zu der spaßigen Trail-Rakete findet ihr hier.

Scor entsprang der Idee zweier BMC Mitarbeiter die Lust auf ein Spaß orientiertes Mountainbike hatten. BMC ist eher für Wettkamp Crosscountry- und Road-Bikes bekannt und somit fehlte noch etwas mit dem man auf Jumptracks, Flowtrails und im Bike Park Spaß haben konnte. Mit Hilfe der schon zur Verfügung stehenden Ressourcen und dem angesammelten Wissen entstanden schnell die ersten Prototypen und nach gründlichem Testen und Planen das finale Produkt.

Wir waren vor wenigen Tagen auf den stautrockenen Trails im Vinschgau unterwegs und konnten uns die kurzhubige Variante von Scor etwas genauer anschauen. Ob der versprochene Spaßfaktor zur Geltung kam, erfahrt ihr hier und in unserem ausführlichen Test-Video

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Der Name des Trail-Bikes liest sich beim ersten mal wie eine Artikelnummer und im Endeffekt ist der Unterschied auch eher gering. 4060 ist die Bezeichnung des Rahmens. Die Zahlen setzen sich aus dem Federweg zusammen – entweder bekommt man 140mm oder 160mm. ST steht für Short Travel und NX für die Ausstattungsvariante. Somit ist klar, dass wir das kurzhubige Trailbike mit der Sram NX Ausstattung haben. Würde noch ein Z vor dem ST stehen, wäre es das motorisierte Modell.

Scor 4060 ST

Optik – Scor 4060 ST NX

Optisch kann man am 4060 absolut nichts aussetzen. Das Design ist extrem Modern und das tiefe Fahrwerksdesign erinnert an bekannte Specialized und Santa Cruz Modelle. Das uns zur Verfügung gestellte Modell kam in einem Grauton daher und wirkte sehr clean. Das liegt zum einen an den intern verlegten Zügen und zum anderen an den dezenten Decals.

Wer es etwas bunter mag, kann beim ordern des Scor ein individuelles Decal Kit, bzw. Frame-Protection-Kit dazu bestellen.

Scor 4060 ST
Dämmerung im Vinschgau

Mit unseren massgeschneiderten Frame Protectors kann dein Bike so einzigartig und kreativ sein wie dein Fahrstil. Ob dezent oder auffällig, du hast die Wahl. Du willst es ganz individuell? Mit der MySublimstick-App von Slicy und den Vorlagen speziell für deinen Rahmen kannst du dein eigenes, einzigartiges Design mit Fotos, Grafiken und Text entwerfen. – Scor

Flaschenhalter und Kettenstrebenschutz dürfen natürlich auch nicht fehlen. Besonders ist, dass sich unter dem Tretlager eine Stash-Box verbirgt – in dieser ist Platz für einen „kleinen“ schlauch und vielleicht noch ein kleinen Multitool. Aber das beste ist das mitgelieferte Schaltauge, dass in jeder Stash-Box von Scor verstaut ist.

Geometrie – vorne lang, hinten kurz

Das Scor 4060 ist nicht nur optisch ein modernes Trail-Bike, auch die Geometrie Daten sprechen für sich. Der Reach von 485mm entspricht den aktuellen Standards und sollte in Verbindung mit den 29″ Laufrädern Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten bieten. Die Kettenstrebe ist ganz nach dem Spaßorientierten Motto der Marke relativ kurz gehalten und kommt auf eine Länge von 433mm in allen Rahmengrößen.

Scor 4060 ST
Der Flip Chip ist für unterschiedliche Dämpfer mit unterschiedlichem Federweg und Hub

Der Lenkwinkel liegt bei der ST Variante mit 150mm Federweg an der Front und 140mm am Heck bei 65,5° und der Sitzwinkel kommt auf steile 78°. Letzteres sollte sich positiv auf die Uphill Performance ausüben. Theoretisch.

SMLXL
Stack MM599611625636
Reach MM (reach)436461485516
Seat Tube MM (st)400425440470
Top Tube MM (tt)561590621655
Head Tube MM (ht)8799115127
Head Angle (ha)65.565.565.565.5
Chainstay MM433433433433
Front Center MM (fc)752777802832
Wheelbase MM (wb)1185121012351265
BB Drop MM (drop)29292929
Fork Length MM (fl)560560560560
Fork Rake MM (fr)44444444
Standover Height mm714723731741
BB Height MM340340340340
Seat Tube Angle (Effective)78787878
Seat Tube Angle @750mm76.576.576.576.5

Ausstattung und Komponenten

Das Scor 4060 ST NX bietet den Einstieg in das Sortiment des Schweizer Herstellers. Wie schon erwähnt handelt es sich hierbei um das Modell mit der Sram NX Schaltgruppe – natürlich 12-Fach.

Hate it or love it. Am Scor sind Sram Code R 4-Kolben-Scheibenbremsen mit 200mm Centerline Scheiben verbaut. Diese sollten jeden Einsteiger und weniger „ambitionierten“ Mountainbiker zufrieden stellen, wer jedoch lange Abfahrten im steilen Gelände bei hohen Geschwindigkeiten genießen will, wird sich über den leicht dahinschwindenden Druckpunkt ärgern.

Das Fahrwerk macht in Verbindung mit dem sogenannten „lower-link suspension design“ einen wirklich ausgezeichneten Job und lädt zu hohen Geschwindigkeiten im rauen Gelände ein. An der Front arbeitet die RockShox Pike Select und am Heck der RockShox Super Deluxe Select+.

Bei den Reifen wurden sich auch Gedanken gemacht. An der Front rollt der Maxxis Assegai 29 x 2.5″ 3C Maxx Terra mit EXO Karkasse und am Heck der Maxxis Dissector 29 x 2.4″ 3C Maxx Terra und EXO+ Karkasse.

Was den Preis angeht, kann man such auch fast nicht beschweren. Das Scor 4060 ST NX mit Carbon Rahmen ist für 4.299 Euro erhältlich. Wenn man das mit vergleichbaren Modellen von deutschen Direktversendern vergleicht, ist das Rad aus der Schweiz preislich nicht unbedingt unattraktiver.

Scor 4060 ST

Das Scor 4060 ST auf dem Trail – sind das wirklich nur 140mm?

Wir waren auf den Trails im Vinschgau um Latsch unterwegs und haben das 4060 auf den Propain Trails ausgeführt. ausführliche Details zum Fahreindruck und unser Fazit findet ihr im folgenden Video. Vorab: Bergauf kann das 150/140mm leider nicht mit vergleichbaren Bikes der Konkurrenz mithalten, jedoch waren wir von der Performance im Downhill positiv überrascht.

Weitere Informationen zum Scor 4060 ST NX findet ihr unter: www.scor-mtb.com

 Lust auf tolle Trails im Vinschgau? Hier gibts Infos: www.vinschgau.net

Leihbikes in Latsch gibts bei: www.bikereldorado.com

 

Sciu Aspen – Das neue Enduro im ersten exklusiven Test

Die neue Brand Sciu mit ihrem Enduro Aspen sorgte bei der Vorstellung direkt für Aufruhr. Es ging im Web gleich mal heiß her und das Bike wie auch die Marke wurden diskutiert. Darum soll es hier jedoch nicht gehen, denn wir wollten wissen: Wie fährt das Bike denn überhaupt?! Wir haben das Sciu Aspen für einen exklusiven ersten Test mit drei Ridern auf die Trails in Latsch geschickt!

Klar, man kann zu allem eine Meinung haben. Wir werden uns auch noch mit Themen rund um die Brand und den Aussagen der Macher beschäftigen, an denen sich einige Biker gestört haben. Dazu wird es hier beim Gravity-Magazine noch einen Exkurs geben. Darin wollen klären, wer da eigentlich hinter Sciu steckt und ob wir zu einer echten eigenen Meinung über die Marke kommen. Viel wichtiger war uns jetzt aber zunächst das Rad kennen zu lernen. Wie sich ein Bike anfühlt, das bestimmt doch letztlich, ob wir eine gute Zeit auf dem Trail haben! Also ab mit dem Aspen auf die staubigen Vinschgau-Trails, um einen Fahreindruck zu gewinnen. Und der ist, soviel sei schonmal verraten, recht eindeutig ausgefallen…

Das Sciu Aspen – Daten, Fakten und Eckpunkte

Den Rahmen des Aspen bekommt man für 3.399 Euro. Das ist kein Discount-Preis. Da muss dann der Gegenwert schon stimmen. Das Komplett-Bike ist mit 5.999 Euro ebenfalls im höheren Preis-Segment angesiedelt, was ebenfalls Erwartungen weckt. Wenn eine neue Marke im Start-Up-Stil plötzlich da ist und sich im Preisbereich edler Boutique-Brands ansiedelt, dann muss sie auch abliefern. Rein optisch ist das aber auf alle Fälle gelungen.

Sciu Aspen 2022 Test Seitenansicht Antriebsseite

Sciu Aspen 2022 Test Seitenansicht Bremsseite

Das Aspen ist im sehr positiven Sinne unauffällig. Ich will damit sagen, dass auf dem Bike auch der Name einer bereits bekannten Marke prangen könnte. Das Finish der Oberflächen, die Formgebung, die gesamte Anmutung ist sehr erwachsen und gibt keinen Hinweis darauf, dass es sich bei dem Bike um ein Erstlingswerk handelt. Genau das ist vielleicht der einzige Schwachpunkt im Aussehen des Sciu: Es hebt sich nicht extrem von den Mountainbikes ab, die man so kennt. Wem es wichtig ist aufzufallen, der könnte trotzdem auf seine Kosten kommen, denn es wird Fragen zu dem Rad geben, das haben wir jedenfalls so erlebt.

Hoher Qualitätsanspruch und sechs Jahre Garantie

Der gute erste Eindruck sagt jedoch nur bedingt etwas darüber aus, wie es um die Qualität eines Carbon-Rades bestellt ist. Wir stellen diese aber nicht in Frage, weil die Sciu-Macher uns versichern, dass ihre Bikes von denselben Händen gefertigt werden, die auch andere sehr prominente Carbon-Bikes fertigen. Wer sich mal in der asiatischen Bikebranche persönlich umgeschaut hat, der wird selbst festgestellt haben, dass die meisten angesagten Marken aus wenigen, den immer selben, Fertigungsstätten kommen. Wir haben mit eigenen Augen gesehen, wie die selben Mitarbeiter sowohl den „günstigen“ Rahmen, wie auch den 4-mal so teuren gefertigt haben. Ein Rad welches dem Aspen ähnelt ist theoretisch auch (jetzt oder zukünftig) von anderen Marken erhältlich. Sciu gibt an, die Basis des Rahmens, ein „Open Mold Modell“ mit dem Hersteller deutlich weiter entwickelt zu haben. Exakt so gibt es das Bike aber nur von Sciu und das Aspen soll sich in einigen Punkten deutlich von anderen Bikes, die da vielleicht kommen mögen, unterscheiden. Besonders in die eigene Umlenk-Wippe wollen die Macher sehr viel Hirnschmalz gesteckt haben um den Hinterbau zu optimieren. Ob das geklappt hat, das lest ihr weiter unten.

Erfreulich finden wir, dass Sciu sechs Jahre Garantie gibt. Ohne Wenn und Aber, so das Versprechen. Egal, ob ihr der erste oder dritte Besitzer seid. Nur eine Rechnung vom ersten Verkauf muss man vorweisen um zu beweisen, dass die sechs Jahre nicht um sind. Wenn das so klappt, dann ist das echt sehr fein. Das Aspen gibt es übrigens nicht nur in dem „Moss Yellow“, wie wir es hatten, es steht noch „Slate Grey“ zur Wahl.

Sciu Aspen – Die Ausstattung

Die Ausstattung des Aspen, welches wir zum Testen hatten, entsprach nicht zu 100 Prozent der Serie. Die WTB-Reifen, die übrigens einen echt guten Job machen, gibt es nicht am finalen Rad. Auch hatten wir einen O-Chain Spider am Bike. Der soll Hinterbau und Antrieb voneinander entkoppeln und künftig auch als Option bei Sciu erhältlich sein. Kann was bringen, können wir noch nicht wirklich beurteilen, wir bemühen uns aber um ein Testmuster. Mehr Infos dazu gibt es hier: www.ochain.bike

Und hier nun der finale Spec, den alle bekommen, die sich für das Aspen entscheiden:

Sciu Aspen 2022 Ausstattung

SteuersatzSciu Tapered 40er ZS44/28.6 - ZS56/40
GabelRockShox ZEB ULTIMATE 170mm
Dämpfer RockShox Super Deluxe Ultimate RCT 205x65 mm Trunnion
Tretlager Sram DUB
Laufräder Syntace W33I M40 Boost
Reifen V Schwalbe Big Betty Evo, Super Trail, TLE 29x2.4
Reifen H Schwalbe Magic Mary Evo, Super Trail, TLE 29x2.4
Schlauch Schwalbe Aerothan
Kurbeln Sram GX Eagle Boost DUB 12-fach, 175mm, 32T DM
KassetteSram XG-1275 10-52T, 12-fach
Schaltwerk Sram GX Eagle 12-fach
Kette Sram GX Eagle 12-fach
SchalthebelSram GX Eagle 12-fach
Bremsen Magura MT5 Carbotecture
BremsscheibenMagura Bremsscheibe MDR-P, VR: 220 & HR: 203mm, 6-Loch & Adapter
Lenker Spank Oozy 35 bar, 780mm, 35mm Shotpen
Vorbau Spank Split 35 stem, 35mm
Griffe SQ-Lab 7OX medium
SattelstützeRockShox Reverb
SattelSQ-Lab 6OX Infinergy Ergowave active

Mit der Magura Bremse mit großen MDR-P Scheiben hat man immer genug Power und auch Überhitzen wird sehr unwahrscheinlich. Das Rock Shox Fahrwerk und das Spank Cockpit funktionieren einwandfrei und sehen gut aus. Außerdem strahlt die Spank Combi noch einen gewissen Custom-Charme aus. Das ist auch bei den W33 Laufrädern von Syntace der Fall. In der Serie kommt das Rad mit bewährten Schwalbe Pneus, Schwalbe Aerothan Schläuchen und Sattel nebst Griffen von SQ-Lab. Über die Sram GX Eagle Schaltung muss man nicht viele Worte verlieren, sie gehört zu den Preis-Leistungschampions auf dem Markt.

Sciu Aspen – Die Geometrie

Das Sciu lässt sich mit 170er oder 160er Gabel fahren. Theoretisch ist als reines 29 Zoll-Rad oder als Mullet-Bike zu fahren. Letzteres bietet Sciu nicht als Komplettbike an, aber wer will, der kann… Die Geometrie weist keine Ungereimtheiten auf. Das Sciu setzt nicht auf mega-kurze Kettenstreben oder ungewöhnlich lange Oberrohre. Gäbe es das Bike schon länger würden wir vermuten das Rezept wäre: „Never change a running system!“ Drei Größen stehen zur Wahl, M, L und XL. Das soll für Fahrer von 167cm bis 200 cm passen.
Hier alle Geometrietabellen für die vier möglichen Kombinationen:

Sciu Aspen Geometrie 29" 170mm Gabel

 MLXL
Empfohlene Körpergröße (cm)167 - 179 180 - 189>190
Reach (mm)449,1480.2 501.2
Stack (mm)619,1625.3635.4
Lenkwinkel effektiv (°)64,4 64,4 64,4
Sitzwinkel effektiv (°)76,4 76,4 76,4
Oberrohrlänge horizontal (mm)599,3631.8655.1
Kettenstreben (mm)434,6434.6434.6
Radstand (mm)1217,71250.71270.7
BB-Drop (mm)34,834.834.8
Sitzrohr (mm)410445485
Steuerrohr (mm)95 100110
Überstandshöhe (mm)750,8777,6786,7
29 Zoll 160mm Gabel

Sciu Aspen Geometrie 29" 160mm Gabel

 MLXL
Empfohlene Körpergröße (cm)167 - 179 180 - 189>190
Reach (mm)456487508
Stack (mm)614620630
Lenkwinkel effektiv (°)656565
Sitzwinkel effektiv (°)777777
Oberrohrlänge horizontal (mm)600630650
Kettenstreben (mm)435435435
Radstand (mm)1211,31244,31264,3
BB-Drop (mm)303030
Sitzrohr (mm)410445485
Steuerrohr (mm)95 100110
Überstandshöhe (mm)750,8777,6786,7
Mullet 170mm Gabel

Sciu Aspen Geometrie Mullet 170mm Gabel

 MLXL
Empfohlene Körpergröße (cm)167 - 179 180 - 189>190
Reach (mm)439,6470,9491,9
Stack (mm)625.9632.3642.6
Lenkwinkel effektiv (°)63.563.563.5
Sitzwinkel effektiv (°)75.575.575.5
Oberrohrlänge horizontal (mm)601.2633.8657.3
Kettenstreben (mm)434.2434.2434.2
Radstand (mm)1226.81259.81279.8
BB-Drop (mm)46.646.646.6
Sitzrohr (mm)410445485
Steuerrohr (mm)95 100110
Überstandshöhe (mm)761777795
Mullet 160mm Gabel

Kopie von Sciu Aspen Geometrie Mullet 160mm Gabel

 MLXL
Empfohlene Körpergröße (cm)167 - 179 180 - 189>190
Reach (mm)445476497
Stack (mm)623.1628.1637.1
Lenkwinkel effektiv (°)646464
Sitzwinkel effektiv (°)767676
Oberrohrlänge horizontal (mm)602.7632.7652.7
Kettenstreben (mm)435435435
Radstand (mm)121412451267
BB-Drop (mm)44.244.244.2
Sitzrohr (mm)410445485
Steuerrohr (mm)95 100110
Überstandshöhe (mm)761777795

Das Sciu Aspen – so fährt es sich

Wie erwähnt waren wir mit dem Sciu Aspen auf den Trails rund um Latsch unterwegs. Wir, das sind Orga und Fotografen von Gravity-Magazine.de und auf dem Rad haben sich drei sehr unterschiedliche Fahrer abgewechselt. Christian Mallmann, den ihr auf den Fotos seht, mag neben Trails auch Tricks und war auch schon bei den Audi Nines am Start. Florian Strigel, intern „Endo-Flo“ genannt, steht auf technisches Terrain und trägt sein Bike für eine anspruchsvolle Abfahrt auch mal stundenlang den Klettersteig hoch. Der zweite Flo, Flo Drexel, ist für alles zu haben: 24-Stunden-Downhill-Rennen, Bikepark, Trails und auch für das Après-Bike. Alle drei Fahrer waren sich mit ihrem Urteil zu dem Bike, trotz unterschiedlicher Fahrstile, weitestgehend einig.

Im Gesamteindruck war das Aspen leicht und sehr wendig – Das Rad ließ sich sehr gut „rumschmeißen“  bzw. „im Trail pushen“. Gemessen haben wir das Rad ja mit rund 15 Kilo (mit O-Chain), daran kann es also nicht alleine liegen. Wir denken, dass die passende Rahmensteifigkeit, die Funktion des Hinterbaus und die Geometrie ihren Teil dazu beitragen. „Ich war die Hälfte des Trails in der Luft oder im Manual!“ war eine der Aussagen die so wortwörtlich von der Testcrew kam.

Progressiver Hinterbau

In den verblockten Abschnitten am Holy Hansen und auf dem Tschilli Trail hat es auch alles sehr gut weggesteckt. Zwei der Fahrer attestiertem dem Hinterbau, er würde die Zeb Ultimate deutlich übertrumpfen was Traktion und Effektivität angeht. Das war aber nicht sofort so…
Im Vergleich zu anderen Bikes hatten wir erstmal das Gefühl mehr Commitment mitbringen zu müssen. Durch die sportliche Geo (angenehm lang, aber gefühlt im ersten Moment wenig Stack) ist der Schwerpunk tendenziell weiter vorne als bei anderen Enduros, so war unser erster Eindruck. Wir haben allerdings festgestellt, dass knapp 20 Prozent Sag zu wenig sind. Der Hinterbau ist spürbar progressiv und so haben wir dann doch mit deutlich mehr Sag, so um die 30 Prozent, weitere Fahrten unternommen. Das hatte zwei Effekte: Man steht mit dem richtigen Sag schön im Rad und die Lastverteilung ist dann wirklich sehr gut. So vermittelt das Aspen dann auch stets Sicherheit und man kann den Hahn offen lassen.

Was trotzdem weniger gut geht, ist einfach mal drüber rollen und das Bike machen lassen. Das Aspen ist kein Short Travel Downhill-Bike! Was aber dafür umso besser geht, ist aktives Fahren und das Bike bewusst steuern bzw. zu pushen. Das Ganze wird (vermuten wir) noch verstärkt durch den progressiven Hinterbau, der viel „pop“ gibt. Das hat uns extrem gut gefallen. Dieses lebendige Fahrgefühl war auch bergauf angenehm. Das Rad klettert sehr willig und der Hinterbau bietet schönen Gegenhalt. Man hängt also bergauf nicht im Federweg und kann auch lange Uphills gut meistern. Wir würden einige Enduros nicht für Mittelgebirgs-Biker empfehlen, das Sciu schon. Es beherrscht den wilden Ritt, aber auch auf entspannten Touren geht es gut voran.

Wenig Anlass zur Kritik

Was zu meckern haben wir aber auch: Einer der Tester kam sich immer wieder mal mit den Sitzstreben in Kontakt. Auch wenn das den anderen beiden Testern nicht auffiel, fällt beim Blick auf das Sciu trotzdem auf, dass man die Sitzstreben, ähnlich wie es bei den Kettenstreben schon gemacht ist, etwas weniger ausladend gestalten könnte. Was nicht schlecht gelöst ist, aber noch besser sein könnte, ist der Verstellbereich der Sattelstütze. Je nach Körpergröße des Riders und der gewählten Rahmengröße kann nicht jeder Sattelstützen-Hub gefahren werden. Konstruktiv ist durch den Knick im Sitzrohr irgendwo Schluss. Vielleicht geht da bei der 2.0 Version noch ein bisschen was. Uns hätte übrigens auch noch interessiert, wie das Bike ohne den O-Chain Spider bergab geht… dazu fehlte uns leider die Zeit – einen riesigen Unterschied erwarten wir aber ohnehin nicht. Das sind aber eher Randnotizen in einer insgesamt absolut überzeugenden Vorstellung.

Fazit

Darf sich Sciu zurecht „Boutique-Marke“ nennen? Keine Ahnung, das müssen auch wir nicht entscheiden. Kann sich das Aspen aber mit anderen Bikes von etablierten High End Marken messen? Ja, das kann es. Das Aspen ist kein Mini Downhiller sondern das, was wir als echtes Enduro verstehen. Ein Bike mit dem alles Spaß macht, von Tour bis Bikepark oder Hometrails. Die Geometrie ist nicht übertrieben aber doch modern. Der Hinterbau fühlt sich wirklich richtig gut an. Auch scheint ein toller Kompromiss zwischen Laufruhe und Wendigkeit gefunden worden zu sein. Ganz wohlwollend sagen wir es mal so: Bei vielen anderen Brands bekommt man für das Geld eine schlechtere Ausstattung. Und mehr Fahrspaß gibt es wo anders meist auch nicht…

sciubikes.com

www.instagram.com/sciu_bikes

Fotos: Florian Strigel

YT Jeffsy Uncaged 8 – Erdnussbutter und Cane Creek

Der Forchheimer Direktversender präsentiert die neuen YT Jeffsy Uncaged 8 Modelle mit einer limitierten Auflage. Dabei liest sich das Tech Sheet wie ein Custom Aufbau: Fahrwerk von Cane Creek, Felgen von Crankbrothers kombiniert mit Industry 9 Naben und obendrauf gibt es kabellose Sram GX Eagle AXS Komponenten. 

Das Jeffsy gehört zu den beliebtesten Bikes von YT Industries. Der poppige All-Mountain Charakter lässt einen auf Trails verspielt neue Sektionen entdecken und wenn es mal richtig ruppig wird, bietet das Jeffsy auch ordentlich Reserven. Wir konnten das Jeffsy 29 Core 2 im letzten Jahr testen und hatten eine Menge Spaß auf dem 150mm Fahrrad. Den Test findet ihr hier: Test YT Jeffsy 29 Core 2

Zum Launch der Uncaged 8 Modelle gibt es eine auf 300 Stück limitierte Peanutbutter-Edition mit besonderem Cane Creek Fahrwerk und weiteren tollen Komponenten.

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YT Jeffsy Uncaged 8

Optisch ist das Jeffsy an Peanutbutter Jelly Sandwichs angelegt. Der Rahmen ist in einer Erdnusscreme Farbgebung gehalten und obendrauf gibts rote, weiße und blaue Komponenten. Wenn euch die 150mm Federweg an der Front nicht reichen, könnt ihr eure Gabel auch auf 160mm traveln ohne dabei extra Komponenten kaufen zu müssen. Das gilt auch für das Setup des Fahrwerks.

Sram AXS

Wer schon einmal mit AXS Komponenten gefahren ist, wird sich über das knackige und direkte Schaltverhalten gefreut haben. An der limitierten Auflage des Jeffsy Uncaged 8 verbauen die Forchheimer*innen das Sram GX AXS Eagle Groupset mit einer Range von 520% und einer 1052 Zähne Kassette. Passend dazu gibts die RockShox Reverb AXS Sattelstütze mit SDG Bel Air Sattel.

YT Jeffsy Uncaged 8

Die Bremsen stammen ebenfalls aus dem Hause Sram. Hier wird die G2 Ultimate verbaut.

Das Erdnuss Jeffsy rollt auf Crankbrothers Sythesis Enduro Felgen, die mit den in den USA gefertigten Industry 9 1 to 1 Naben kombiniert werden. Für den optimalen Grip soll der Maxxis DHF an an der Front und der DHR II am Heck sorgen.

Die Jeffsy Uncaged 8 Modelle sind ab sofort in den USA und im Laufe des Frühjahrs in Europa erhältlich.

YT Jeffsy Uncaged 8

Geo – Never change a running system 

Bei der Geometrie soll sich das Jeffsy treugeblieben sein. Der Carbonrahmen rollt auf 29″ Laufrädern und hat eine recht kurze Stand-Over-Höhe von 150mm. Abgesehen von der 5mm längeren Kettenstrebe bei den größeren Modellen hat sich ansonsten nicht viel verändert. Der Reach der Rahmengröße L bleibt weiterhin bei 470mm und der Lenkwinkel liegt bei 66°.

YT Jeffsy Uncaged 8

Weitere Informationen zum Jeffsy Uncaged 8 findet ihr auf: www.yt-industries.com

Das neue Canyon Spectral:ON CFR – moderne Geo, 900Wh und edle Komponenten

Der Koblenzer Direktversender präsentiert das neue Spectral:ON mit vielen neuen Features und spannenden Komponenten. Vom intelligenten Rockshox Flight Attendend Fahrwerk, über AXS Komponenten, einer modernisierten Geometrie und einer fetten 900Wh Akku Option dürfte für jeden E-Mtb Fan was dabei sein. Alle Infos gibts in der folgenden Pressemitteilung.

Pressemitteilung Canyon: FUN:ON – mehr Spaß, weniger Gewicht, massive Reichweite – das neue Canyon Spectral:ON ist der ultimative E-MTB Allrounder für alle, die nie genug Spaß haben können. Mit 15% oder sogar 42% mehr Reichweite dank der eigens entwickelten 720Wh und 900Wh Batterien, einem Gewicht von lediglich 21,8 Kilogramm (Spectral:ON CFR, 720Wh Batterie, Größe M), 150mm Federweg vorne, 155mm Federweg am Heck und Mullet-Setup ist das Canyon Spectral:ON trotz des massiven Reichweitenzuwachses eines der leichtesten, wendigsten und dynamischsten „Full-Size“ E-Mountainbikes der Welt.

Der Spagat zwischen großer Reichweite und maximalem Fahrspaß bei E-Mountainbikes ist nicht einfach. Manche halten ihn sogar für unmöglich. Die größtmögliche Batterie ans Bike zu packen macht ein Fahrrad nicht besser. Im Gegenteil, mehr Batteriezellen bedeuten meist auch mehr Gewicht. Auf die Spitze getrieben führt diese Taktik zu einem Bike mit einem hohen Schwerpunkt und der Wendigkeit und Anmut eines Containerriesen. Da das nicht wirklich nach Spaß klingt, ist Canyon einen komplett anderen Weg gegangen und hat für die neue Spectral:ON Familie einen neuen Rahmen und eine neue Batteriezellen-Architektur entworfen, die nicht nur die Reichweite sondern auch das das Fahrverhalten verbessert. Das Resultat ist ein E-MTB, das die beiden größten Wünsche aller MountainbikerInnen erfüllt – fantastische, verspielte Fahreigenschaften und die Fähigkeit, den ganzen Tag durchzuhalten.

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Neuer, superleichter Rahmen und Carbon-Hinterbau

Von Grund auf neuentwickelt, hat der Rahmen des Spectral:ON eine massive Diät bekommen. Kein Alu-Hinterteil mehr, der neue Rahmen ist erstmals komplett aus Carbon. Zusätzlich wurde das gesamte Layup der Fasern neugedacht und so ein Rahmen geschaffen, der deutlich stärker und gleichzeitig deutlich schlanker als sein Vorgänger ist. Neben dem CF Rahmen, der jetzt nur noch 3.180g (Größe M) wiegt, gibt es beim Spectral:ON auch erstmals einen CFR Rahmen, der nochmal 300g leichter ist und nur 2880g (Größe M) auf die Waage bringt. Die Steifigkeit, Haltbarkeit und Kernelemente der beiden Rahmen sind dabei identisch. Der Gewichtsunterschied kommt rein durch Unterschiede bei der Materialzusammenstellung und den Details beim Layup zusammen. Und wie sich’s für ein Bike gehört, das dafür bestimmt ist auf harten Trails artgerecht bewegt zu werden, erfüllen der CFR und CF Rahmen jetzt sogar den höheren und härteren „Kategorie 4E“- Standard.

Canyon Spectral:ON

Teil des neuen Rahmenkonzepts war zudem die Entwicklung eines neuen Hinterbaus, der beim neuen Spectral:ON erstmals vollständig aus Carbon besteht und mit einer zusätzlichen Brücke zwischen den Sitzstreben verstärkt wurde. Zudem kreisen die neuen, noch größeren Lager im Hinterbau jetzt um massive 15mm Achsen, was die Haltbarkeit erhöht und dafür sorgt, dass die Gelenke auch in den widrigsten Bedingungen geschmeidig bleiben. Die weitere Konsequenz des neuen Hinterbaus ist ein spürbar besseres und direkteres Handling in Kurven und bei der Linienwahl, da die zusätzliche Verstrebung sowie die dickeren Achsen und größeren Lager die Steifigkeit des Hinterbaus deutlich erhöhen – eine Eigenschaft, die besonders diejenigen schätzen werden, die dazu neigen, das Limit von Geschwindigkeit und gesundem Menschenverstand persönlich zu untersuchen.

Mehr Reichweite, weniger Gewicht, mehr Spaß

Mit der horizontalen Anordnung der Batteriezellen ist es Canyon gelungen, eine komplett neue, kompaktere und effizientere Batterie zu entwickeln, die durch das Drehen des Shimano EP8 Motors um 30-Grad auch deutlich tiefer im Rahmen sitzt. Die Position der Batterie vor dem Motor (statt darüber) sorgt für eine ausgeglichene Gewichtsverteilung mit tiefem Schwerpunkt und macht das Spectral:ON zu einer förmlich am Boden klebenden, kurvenhungrigen Spaßmaschine, die bei den FahrerInnen für ein grenzdebiles Dauergrinsen sorgt – und zwar dauerhaft, denn die Batterien der Spectral:ON Familie haben mit gewaltigen 720 oder 900 Wh Kapazität mehr als genug Saft, um auch die längsten und härtesten Touren ohne einen Anflug von Reichweitenangst zu meistern.
Mehr Reach, flacherer Lenkwinkel. Längere Kettenstreben, kürzeres Sitzrohr.

Kommen wir zum Punkt – ja, das neue Spectral:ON ist länger, tiefer und flacher. Und nein, es ist nicht das längste, tiefste, flachste oder progressivste E-MTB auf dem Markt. Und das hat auch einen guten Grund – das Spectral:ON wurde nicht als ein extremes Bike entwickelt. Das Ziel war es stattdessen, den perfekten Allrounder zu erschaffen. Ein E-MTB, das sich auf steilen, ruppigen Strecken genauso zuhause fühlt, wie auf flowigen Singletrails und im Bikepark.

Das magische Rezept? Der Reach des Spectral:ON ist um 25 Millimeter je nach Rahmengröße gewachsen, um den FahrerInnen besonders im steilen Gefälle eine zentralere und ausbalanciertere Fahrposition zu ermöglichen. Zusätzlich wurde der Lenkwinkel um ein Grad flacher gestaltet und die Kettenstreben um 5mm verlängert, um die Stabilität und Balance zu erhöhen. Als letztes wurde das Sitzrohr um 20mm gekürzt, um den Bewegungsspielraum im Downhill zu erhöhen und MountainbikerInnen die Möglichkeit zu geben, längere Dropper Post zu fahren. In Kombination mit dem neuen, leichteren und steiferen Rahmen und dem Mullet-Setup führen diese Änderungen an der Geometrie zu einem lebhaften und verspielten Fahrverhalten bei gleichzeitig erhöhter Stabilität in steilem, ruppigem Gelände und bei hohen Geschwindigkeiten.

Canyon Spectral:ON

Ein leichtes E-MTB mit großer Reichweite und grandiosem Fahrgefühl gibt’s nicht? Falsch gedacht. Das neue Spectral:ON schafft den Spagat nicht nur, es hat ihn erfunden. FUN:ON.

Verfügbarkeit

Das Canyon Spectral:ON CFR und Spectral:ON CFR LTD sind ab sofort verfügbar, die drei CF Modelle folgen am 5. Mai. Zum Start sind die beiden CFR Modelle mit der großen 900Wh Batterie bestellbar, ab dem 5. Mai kann dann bei allen CF und CFR Modellen zwischen der 720Wh und 900Wh Batterie gewählt werden. Alle Modelle des Spectral:ON in Größe S sind auf Grund der Länge des Unterrohrs auf die 720Wh Batterie limitiert.

luca shaw

Ausstattung Canyon Spectral:ON CFR und CFR LTD

Nicht nur bei Reichweite und Fahrgefühl, auch bei der Ausstattung des neuen Spectral:ON CFR und Spectral:ON CFR LTD bleiben keine Wünsche offen. Das Fahrwerk des CFR LTD (21,94 Kg mit 720Wh Batterie/22,85Kg mit 900Wh Batterie) besteht aus der brandneuen und exklusiven RockShox Lyric Ultimate Flight Attendant mit 150mm Federweg vorne sowie dem RockShox Super Deluxe Ultra Flight Attendant mit 155mm Federweg am Heck. Geschaltet und Gedropped wird beim Canyon Spectral:ON CFR LTD kabellos dank SRAM XX1 Eagle AXS Antrieb und SRAM Reverb AXS Dropperpost. Abgerundet wird das Spectral:ON CFR LTD von einem DT Swiss HXC 1501 Mullet-Laufradsatz aus Carbon, SRAM Code RSC Bremsen und einem hauseigenen Cockpit mit teil-integrierter Kabelführung für eine extrem cleane Optik.

Das Spectral:ON CFR (21,84 Kg mit 720Wh Batterie/22,75Kg mit 900Wh Batterie) federt mit einem Fox Factory Fahrwerk bestehend aus einer Fox 36 Factory Grip2 Federgabel mit 150mm Federweg vorne und einem Fox Float X Factory Evolution Dämpfer mit 155mm Federweg am Heck. Der Reynolds TRE309 Mullet Carbon-Laufradsatz des Spectral:ON CFR wird von Shimanos legendärer XTR-Gruppe angetrieben und gebremst, während der Fox Transfer Dropperpost den Sattel aus dem Weg räumt und das hauseigene Canyon Cockpit für eine aufgeräumte Optik sorgt.
Das Canyon Spectral:ON CFR und Canyon Spectral:ON CFR LTD mit 900Wh Batterie sind ab sofort auf canyon.com erhältlich. Die drei Spectral:ON CF Modelle sowie die Option der 720Wh Batterie für die beiden CFR Modelle folgen am 5. Mai.

Mark Wallace

Weitere Informationen findet ihr auf: www.canyon.com

VIDEO: Youth + Glory – Episode 2

Vali Höll, Tegan Cruz und Jamie Edmondson sind zurück in der zweiten Episode von Youth + Glory. Das junge Trek Rockshox Race Team ist zum Downhill World Cup in Lourdes Frankreich und nimmt uns mit hinter die Kulissen.

Youth + Glory: Episode 2 dives in behind the scenes of RockShox Trek Race Team athletes Vali Höll, Jamie Edmondson, and Tegan Cruz as they embark on an exciting season opener in Lourdes, France for the opening round of World Cup DH. It was the team’s first time in Lourdes and Tegan’s first-ever World Cup race, marking the beginning of a burgeoning career on the track. Vali did not hold back in Quali’s, strategically landing P1 for the first timed run of the season. Tegan and Jamie followed up with P12 and P32, with a breath of relief to move into finals. Finals day and with the time change and fresh temps, riders had to put in a solid effort to warm up. Vali rode strong and consistent to stand on the podium in P4 for Elite Women. Tegan secured P10 in U17, and Jamie is in good spirits after having made contact with a tree in Finals. With seven weeks between rounds, riders head home to prepare for the next race on May 20-21, in Fort William, Scotland. For the latest team news and hottest content on the World Cup circuit, follow @rockshox_trek_raceteam!

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TEST: Alpina Roca – leichter Enduro Fullface

Der bayrische Hersteller Alpina will mit dem Roca einen leichten Enduro Fullface-Helm  bieten der trotz geringem Gewicht keine Kompromisse beim Schutz eingeht. Wir haben das gute Stück genauer unter die Lupe nehmen können und unser Fazit gibt es hier.

Der Enduro Sport ist so präsent wie noch nie. Im Bike Park und auf den Home Trails sieht man immer häufiger die langhubigen Mountainbikes die so vielseitig sind wie kaum ein anderes Bike.

Mit viel Federweg und modernen Geometrien kommt man aber auch schnell auf hohe Geschwindigkeiten was das Risiko einer Verletzung erhöht. Wer aber im Sommer schon mit einem Downhill Fullface den Berg hinauf getreten ist, weiß dass diese oft zu warm sind. Alpina will mit dem Roca Abhilfe schaffen und einen leichten und gut ventilierten Helm bieten, der in Sachen Sicherheit keine Abstriche machen muss.

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Alpina Roca – kurz und knapp

  • Einsatzbereich: Enduro/Mtb
  • Material: Hi-EPS-Material, 3 Shell Aussenschale
  • Farben: black matt, coffee-grey-matt
  • Größen: 54-55, 56-58, 59-60, 61-63
  • Preis: 199,95 Euro

Alpina Roca

Optik und Features

Den Roca gibt es in zwei schlichten Farbvarianten. Das uns zur Verfügung gestellt Modell kam in einem matten schwarz. Das markante an der Form des Enduro-Fullface ist die große Kante im Übergang zur Oberseite des Helms. Diese wird für Ventilationsöffnungen genutzt und geht formschön in das Visier über. Das Visier ist übrigens nicht verstellbar, sollte sich aber bei einem Sturz leicht lösen und somit nicht brechen. Darunter befindet sich genügend Platz um eine Brille, oder eine GoPro zu verstauen.

Alpina Roca – Polster und Verschluss

Wie man oben schön im Bild sehen kann, lassen sich die Polster komplett entnehmen und somit gut waschen oder bei Verschleiss mit dem mitgelieferten Ersatz Pads austauschen.

Beim Verschluss geht Alpina mit dem Trend und verpasst dem Roca ein magnetisches Fidlock System. Dadurch lässt sich der Helm leicht mit einer Hand am Kinn verschließen und wieder öffnen.

Cube E-Mtb
@ven_linus auf den Hometrails

Material und Sicherheit

Ceramic Shell

Alle Helme von Alpina, die im Inmold-Verfahren hergestellt werden, erhalten eine robuste Ceramic Shell. Dabei wird eine Polycarbonatplatte unter starker Hitze auf die Form des späteren Helms gedehnt und mit hohem Druck auf den Hi-EPS-Körper gepresst und thermisch mit ihm verbunden. Die Ceramic Shell zeichnet sich gleich durch mehrere Qualitäten aus: Sie ist bruch- und kratzfest, UV-stabil sowie antistatisch.

Edge Protect

Edge Protect ist eine zusätzliche Polycarbonatplatte, die Inmold-Helme veredelt. Sie deckt Kanten an der Unterseite des Helms ab. Dadurch wird das Hi-EPS geschont, die Langlebigkeit des Helms erhöht.

HI-EPS

Die Innenschale aller Helme von Alpina besteht aus Hi-EPS (High Expanded Polystyrol). Das Material hat mikroskopisch kleine Luftkammern, welche die Kräfte absorbieren sollen, die bei einem Aufprall auf den Helm einwirken. Hi-EPS soll für eine optimale Schutzwirkung sorgen und gleichzeitig extradünne Wandstärken sowie schmale Helmformen ermöglichen.

Inmold

Beim Inmold-Produktionsverfahren wird die Helmoberschale aus Polycarbonat unter großer Hitze und starkem Druck mit der Hi-EPS-Innenschale des Helmkörpers thermisch verbunden. Dadurch entsteht eine großflächige und untrennbare Verbindung von Ober- und Unterschale. Vorteil: Der Helm ist sehr leicht und gleichzeitig extrem stabil.

Alpina Roca

Test: Alpina Roca

Optisch kam der Helm bei unseren Testern gut an. Das moderne Design und die schlichte Lackierung passt zu jedem Outfit und fällt nicht unnötig auf. Im Uphill fällt schnell auf, das der offene Kinnbügel viel Luft in den Helm lässt und für einen guten Luftfluss am Kopf sorgt.

Auf den Trails sitzt der Roca Fullface feste am Kopf und wackelt nicht. Mit Hilfe des leicht zu schließenden Fidlock Kinnriemens hält der Helm gut und lässt sich mit nur einer Hand wieder öffnen. Aber…

Leider wurde uns schnell klar, dass das Alpina etwas am Polster gespart hat. Der Roca drückt an manchen Stellen doch etwas unangenehm und dürfte bei einem Sturz für die ein oder andere Druckstelle sorgen. Das macht Alpina bei anderen Modellen wesentlich besser.

Alpina Roca

Fazit zum Alpina Roca

Der Alpina macht genau das was er verspricht, denn er ist ein leichter Enduro Fullface-Helm mit ordentlicher Belüftung, einer modernen Optik und das für einen akzeptablen Preis. Wir würden uns in der Zukunft noch über eine Variante mit Mips  und etwas mehr Polster freuen, da diese den Schutz und wahrscheinlich auch den Komfort noch etwas verbessern würde.

Alpina Roca
Checkt gerne mal das Instagram Profil von Paul aus: @photgrapherpaul

Weitere Informationen zum Roca findet ihr auf: www.alpina-sports.com