TEST: Specialized Demo – bye bye Park-Bike, Hallo Race-Maschine

Kaum ein Fahrrad ist so bekannt wie das Specialized Demo. Unter Fahrern wie Loic Bruni und Aaron Gwin hat die Kalifornische-Downhill-Maschine einige Medaillen geholt. Wir durften die neuste Generation für euch testen und haben uns den Alu Hobel mit gemischten Laufrädern mal genauer vorgenommen.

Das Demo ist berühmt. Allein die Tatsache, dass es das Downhill-Bike des kalifornischen Kult-Herstellers in Computerspiele geschafft hat, spricht für seine Beliebtheit. Aaron Gwin sorgte auf seinem Demo 2015 in Leogang für einen der legendärsten Rennläufe der Geschichte. Am Start riss seine Kette und er konnte sich ohne das Fahrrad treten zu können auf den ersten Platz befördern. Aktuell sind es Athleten wie Loic Bruni und Finn Illes die im World Cup auf dem edlen Boliden dominieren.

Das Demo war bis 2019 für seine A-symmetrische Carbonrahmen-Konstruktion bekannt und wurde erst 2020 mit dem neuen Design abgelöst. Specialized verzichtet nun komplett auf Carbonrahmen und setzt wie es auch andere Hersteller machen auf Aluminium. Auch an der Laufradgröße hat sich einiges verändert. Zwar kann man mit Hilfe des Flip Chips weiterhin auf 29″ setzen, jedoch wird das uns zur Verfügung gestellte Demo Race als modernes Mullet-Bike mit gemischt großen Laufräder ausgeliefert. An der Front gibt es das gewohnte 29″ Rad und am Heck nun 27,5″.

Geometrie 

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Aufgrund der neuen Dämpferaufhängung und des neuen Hinterbaus hat sich nicht nur optisch einiges verändert. Der hintere Achsweg wandert beim FSR-Hinterbau-Design in den ersten Millimeter Federweg nach hinten weg. Das sorgt für viel Traktion auf den Trails und lässt den Untergrund angenehmer wegbügeln.

Was die Geometrie angeht, hat sich zwar einiges verändert, jedoch geht Specialized mit dem Demo nicht unbedingt mit dem Trend. Wir haben hier einen super flachen Lenkwinkel von 62,8°. Dieser wird mit einem hohen Stack von 632mm kombiniert. Das gibt dem Demo extrem viel Sicherheit in steilen Sektionen und erinnert an das Fahrgefühl der Vorgängermodelle. Schauen wir uns den Reach an, fällt auf, dass das Demo relativ kurz ist. In der uns zur Verfügung gestellten Größe S3 kommt es grade mal auf eine Länge von 446mm. In der größten Variante hat es 466mm.

Vergleichen wir den Reach mal mit einem ähnlich erfolgreichen Downhill-Bike wie dem Commencal Furious. Dieses hat in der Größe L einen Reach von 477mm und in XL 500mm. Das ist ein ordentlicher Unterschied.

Loic Bruni scheint das jedoch nicht zu interessieren. Der Franzose legt sich auf seinem Demo mit jedem Widersacher an und konnte sich 2021 wieder den Sieg im Gesamtklassement sichern.

S2S3S4
Kurbellänge165mm165mm165mm
Lenkerbreite800mm800mm800mm
Vorbaulänge50mm50mm50mm
Sattelbreite130mm130mm130mm
Länge Sattelstütze367mm367mm367mm
Sitzrohrwinkel78.2°76.8°76.8°
Steuerrohrlänge105mm105mm105mm
Steuerrohrwinkel62.8°62.8°62.8°
Mitte Tretlager - Mitte V.-Achse801mm821mm841mm
Tretlagerabsenkung25mm25mm25mm
Tretlagerhöhe350mm350mm350mm
Sitzrohrlänge394mm420mm420mm
Stack632mm632mm632mm
Reach426mm446mm466mm
Nachlauf130mm130mm130mm
Gabelversatz / Offset56mm56mm56mm

Specialized Demo

Komponente und Ausstattung

Die Ausstattung des Specialized Demo Race lässt fast keine Wünsche offen. Das Top Modell kommt mit Rockshox Ultimate Fahrwerk das auf dem Trail vollends überzeugt. Die Boxxer Ultimate Gabel verfügt über 200mm Federweg und die Charger 2.1 Kartusche. Auch der Super Deluxe Ultimate DH Stahlfederdämpfer verhilft dem Heck zu 200mm Federweg.

Für das Fahrwerk war recht schnell ein Setup gefunden und dann sorgte es mit seiner ausgezeichneten Performance für ordentlich Spaß auf den Trails.

Schaltung und Bremsen stammen passend zum Rockshox Fahrwerk aus dem Hause Sram. Die SRAM X01 Schaltung verfügt, wie es im Downhill-Sport typisch ist, über einen 7-fach Antrieb. Die Übersetzung ist 30 Zähne auf eine 10-24 Zähne Kassette.

Die Bremsen sind ebenfalls von Sram. Die Code RSC 4-Kolben Scheibenbremse verfügt über 200mm Scheiben an der Front und am Heck. Die Code mag zwar nicht jedem gefallen, verrichtet ihren Job aber absolut ausreichend und hat uns auch auf den steilen und lange Abfahrten in Schladming nicht im Stich gelassen.

Bei den Felgen setzt Specialized auf die hauseigenen Roval Downhill Alu Laufräder. Kombiniert werden diese mit DT Swiss Naben und einem Sram CD Freilauf.

Die Reifen sind ebenfalls von Specialized. An der Front arbeitet der Butcher BLCK DMND 29×2.3 und am Heck der Butcher BLCK DMND 27.5×2.3″. Prinzipiell funktioniert der Reifen gut. Am Geisskopf hatten wir auf dem festen Nadelwald Boden und den mit Maschinen gebauten Strecken ordentlich Grip. In Schladming sah das ganz jedoch etwas anders aus. Hier ist der Boden recht lose und verfügt über feines Gestein. Der Butcher fand zwar auch dort Halt, konnte uns aber auf den steilen Strecken der Steiermark nicht vollends überzeugen.

Das Specialized Demo Race ist für 7.999 Euro erhältlich. Wer etwas weniger ausgegeben mag sollte sich das Demo Expert für 5.000 Euro oder das Rahmenset für 3.600 Euro mal genauer anschauen.

Specialized Demo

Das Specialized Demo Race auf dem Trail

Wer schon einmal auf einem alten Demo saß, und das mochte, wird sich auch auf dem neuen wohl fühlen. Das Tretlager ist gewohnt tief, die Front hoch und diese Kombination gibt dem Fahrer sehr viel Sicherheit, egal wie steil das Gelände ist.

Wir konnten das Demo am Geißkopf und in Schladming artgerecht bewegen. Zwei Strecken, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Der Geißkopf ist eher etwas technischer und flacher; Schladming steil, schnell und rough.

Auf der Freeride und auf der Downhill am Geißkopf merkte man den Vorteil des 29“ Vorderrades noch am meisten. Es rollt doch etwas leichter über den harten, steinigen Boden. Dank des 27,5“ bleibt aber das Bike agil genug um es um enge Kurven zirkeln zu können. Nach kurzer Abstimmung des Fahrwerks findet man sehr schnell ein passendes Setup. Die Boxxer Ultimate und der Super Deluxe Ultimate DH Coil arbeiten sehr stimmig zueinander und der Aufwand den man aufbringen muss, um eine gute Abstimmung zu bekommen, ist absolut überschaubar. Der Specialized eigene Reifen hat auf dem harten Boden am Geißkopf perfekt gegriffen, auf dem losen schottrigen Untergrund in Schladming wäre aber der Butcher nicht unsere erste Wahl.

Specialized Demo

Wie eingangs beschrieben ist das neue Demo ein Racebike. Es will einfach schnell bewegt werden. Man hat das Gefühl je schneller es wird, desto besser funktionert das Bike. Heißt aber nicht, dass man mit dem Demo nur dann gut beraten ist wenn man Rennen fährt, man ist damit gut beraten wenn man gerne schnell fährt.

Durch die hohe Front, langem Reach und tiefem Tretlager kombiniert mit den hochwertigen Komponenten gibt einem das Bike sehr viel Sicherheit. So traut man sich sehr schnell mal seine persönliche Wohlfühlzone zu verlassen und sich Stück für Stück an höhere Geschwindigkeiten zu tasten. Auch in der Luft hat man immer das Gefühl das man absolute Kontrolle hat und nimmt auch großen Sprüngen ein Stück den Schrecken. 

Die hohe Front verlangt in Kurven eine aktivere Kurventechnik um nicht den Druck aufs Voderrad zu verlieren. Nach kurzer Gewöhnungsphase hat man das aber schnell verinnerlicht und man lässt es in Kurven fliegen.

Fazit – Tschüss Park-Bike, Hallo Race-Maschine

Das Demo hat sich zu einer Downhillwaffe transformiert und die Zeiten als Park-Bike hinter sich gelassen. Das Bike gibt dem Fahrer sehr viel Sicherheit und giert nach Geschwindigkeit, was unglaublich viel Spaß macht. Dieser Spaß ist aber leider nicht ganz günstig.

Weiter Details findet ihr in unserem Test-Video zum Specialized Demo Race

Geisskopf

www.specialized.com

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VIDEO: Neko Mullaly über die Entstehung seines handgemachten Custom DH Bikes

Neko Mullaly hat vor wenigen Wochen bekannt gegeben, dass er 2022 nicht mehr für Intense fährt sondern seinen eigenen Plänen und Ideen nachgeht. Der Amerikaner hat sich in den letzten Jahren intensiv mit der Kinematik und Geometrie on Downhill Race Bike beschäftigt und kombiniert dieses Wissen nun mit den Schweisskünsten und dem Fachwissen einer kleinen Radschmiede aus Bellows Falls, Vermont. Wir sind definitiv gespannt wie die kommende Saison für Neko auf seinem handgemachten Bike und eigenem Trainingsprogramm laufen wird.

Logan and I are proud to present FRAMEWORKS. A 12 part series starting today! Downhill racing and bike tech have been a passion of mine throughout my career. I’ve been lucky enough to ride for some of the best teams in the industry and have taken away valuable insight from each. From the bike set up to the team around you, there is more that goes into downhill racing than we see watching the race. Follow along with me this season as I shine some light on what works for me… and what doesn’t. I’ll give an honest look at the development of my downhill frame, building a race program from the ground up, and everything in between. Depending on the race schedule, videos will drop monthly.

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Santa Cruz Syndikate 2021 mit Greg Minnaar, Laurie Greenland, Nina Hoffmann, Jackson Goldstone und Steve Peat

Vor wenigen Tagen verkündete Luca Shaw, dass er das Santa Cruz Syndikate verlässt. Gerüchte machten die Runde, dass sich der Rennstall 2021 vergrößern könnte und nun ist es so weit. Auf Instagram verkündete das Syndikate, dass 2021 neben Greg Minnaar und Steve Peat auch Laurie Greenland, Nina Hoffmann und Nachwuchs Racer Jackson Goldstone mit an Board sind. 

 

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TEST: Radon Swoop 9.0 – Park-Enduro zum fairen Preis

Mit dem Swoop 9.0 hat Radon keinen Stein auf dem anderen gelassen. Die Kinematik, Dämpferanlenkung und das Design wurde neu überdacht und den modernen Ansprüchen angepasst. Wir konnten das Freeride-Bike mit 170mm Federweg für euch testen. Alle Infos findet ihr hier. 

Im letzten Jahr wurde das neue Swoop vorgestellt. Dabei hat sich Radon auf eine moderne Geometrie und viel Federweg konzentriert. Dem Swoop wurden 170mm Federweg, 29″ Laufräder und eine gute Ausstattung für einen fairen Preis verpasst.

Mittlerweile kann man ja gar nicht mehr sagen ob es sich bei einem flachen Lenkwinkel und 170mm Federweg um ein Enduro Mountainbike oder Freeride-Bike handelt. Die Grenzen verschmelzen da recht schnell. Vielleicht können wir euch ja mit Hilfe unseres Tests ein bisschen Orientierung geben und euch sagen wo das Swoop glänzt und wo es vielleicht noch ein bisschen Nachholbedarf hat.

Optik und Features

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Optisch ist das Design des Radon Swoop sehr clean. Eine Farbe für Front und Hinterbau wird kombiniert mit schwarzen Decals und fast ausschließlich schwarzen Komponenten. Das uns zur Verfügung gestellte Swoop kommt in einer Tan/Olive Variante. Das Bike ist auch noch in zwei anderen Farbgebungen erhältlich. Diese sind aber abhängig von der Ausstattungsvariante.

Leider ist im Rahmen des Swoop kein Platz für eine Trinkflasche. Auch auf einen Mount für Tools, oder ähnliches wurde verzichtet. In einer Zeit in der der Enduro Sport dominiert, ist das fast schon Schade. Natürlich lässt das Dämpferdesign nicht genügend Platz im Rahmen, aber auch ein Freerider braucht mal einen Schluck Wasser und will nicht immer einen Rucksack mit auf die schnelle Runde nehmen.

Radon Swoop

Geometrie – Modern aber nicht überfordernd 

Wir haben das Swoop in der Größe L zur Verfügung gestellt bekommen. Kleine Fahrer*innen könnten hier tatsächlich etwas alt aussehen da es das Radon nur in den Größen M – XL gibt. Zwar fällt die Geometrie nicht zu modern-lang aus und somit liegt der Reach beim M Rahmen bei „nur“ 450mm, jedoch ist auch das für viele kleine Fahrer*innen noch zu lang.

Unser Testmodell kommt auf einen Reach von 470mm, einen Lenkwinkel von 63,5° und eine  Kettenstrebe von 437mm. Der Sitzwinkel liegt bei knapp 76°.

RahmengrößeMLXL
Oberrohrlänge horizontal595 mm / 591 mm618 mm / 614 mm642 mm / 638 mm
Reach450 mm / 454 mm470 mm / 474 mm490 mm / 494 mm
Lenkwinkel65° / 63,5°65° / 63,5°65° / 63,5°
Kettenstrebenlänge438 mm438 mm438 mm
Sitzwinkel76°76°76°
Steuerrohrlänge100 mm110 mm120 mm
Radstand1215 mm / 1234 mm1239 mm / 1258 mm1263 mm / 1283 mm
Tretlagerabsenkung25 mm / 29 mm25 mm / 29 mm25 mm / 29 mm
Stack623 mm / 618 mm631 mm / 626 mm641 mm / 636 mm

Komponenten und Ausstattung

Kommen wir zum spannenden Teil, denn das Radon Swoop kostet „nur“ 3.099 Euro. Das ist zur aktuellen Zeit ein Preis den man bei einem solchen Fullsuspension-Bike mit 170mm Federweg eher selten sieht.

Radon setzt bei der 9.0 Variante auf ein Fahrwerk aus dem Hause Rockshox. An der Front arbeitet die ZEB Select mit Charger RC Kartusche und stabilen 38mm Standrohren. Am Heck soll der Rock Shox Super Deluxe Select+ Dämpfer für tolle Performance sorgen. 

Magura

Schön zu sehen ist, dass man bei Radon ausnahmsweise nicht auf die Bremsen der zwei großen Marken setzt, sondern dem Swoop ein Satz Magura MT5 verpasst. Erfahrungsgemäß ist eine Einbremsphase nötig, aber dann lassen die Stopper einen nie im Regen stehen.

Radon Swoop

Bei der Schaltung wird ein Sram NX Eagle Schalthebel mit Sram GX Eagle Komponenten kombiniert. Die 12-Fach Schaltung verfügt über eine Kassette mit 10-52 Zähnen.

Weitere Komponenten wie Vorbau und Lenker kommen von Race Face. Die Sattelstütze ist eine Radon Competition Dropper mit 150mm Hub in der Rahmengröße L.

Weitere Varianten

Das Swoop 9.0 ist die Einstiegsvariante. Wer etwas mehr ausgeben mag kann noch zwischem dem 10.0 mit Fox 38 Performance Elite FIT GRIP 2 Gabel und dem 10.0 HD mit Fox Factory Fahrwerk wählen. Das 10.0 HD kommt dabei auf 4.399 Euro.

Radon Swoop 9.0Radon Swoop 10.0Radon Swoop 10.0 HD

Radon Swoop

  • Gabel: Rock Shox ZEB Select Charger RC
  • Dämpfer: Rock Shox Super Deluxe Select+
  • Bremsen: Magura MT5
  • Schaltung: SRAM GX Eagle
  • Laufräder: DT Swiss E1900 Spline Laufradsatz
  • Reifen Vorne: Schwalbe Magic Mary, Addix-Soft, Super Trail, TLE, 29″ x 2.4″
  • Reifen Hinten: Schwalbe Big Betty, Addix-Soft, Super Trail, TLE, 29″ x 2.4″
  • Preis: 3.099 Euro

  • Gabel: Fox 38 Performance Elite FIT GRIP 2
  • Dämpfer: Fox Float X2 Performance 2-pos.
  • Bremsen: Shimano XT BR-M8120 Bremsen
  • Schaltung: Shimano SLX
  • Laufräder: DT Swiss EX1700 Spline 29
  • Reifen Vorne: Maxxis Minion DHF 3C, Maxterra, EXO+, TR, 29″ x 2.5″ WT
  • Reifen Hinten: Maxxis Minion DHR II, 3C, Maxterra, EXO+, TR, 29″ x 2.4″ WT
  • Preis: 3.699 Euro

  • Gabel: Fox 38 Factory FIT Grip2
  • Dämpfer: Fox Float X2 Factory 2-Pos
  • Bremsen: SRAM Code RSC
  • Schaltung: SRAM X01 Eagle
  • Laufräder: Newmen Evolution SL A.30
  • Reifen Vorne: Maxxis Minion DHF 3C, Maxterra, EXO+, TR, 29″ x 2.5″ WT
  • Reifen Hinten: Maxxis Minion DHR II, 3C, Maxterra, EXO+, TR, 29″ x 2.4″ WT
  • Preis: 4.399 Euro

Radon Swoop

Das Radon Swoop 9.0 auf dem Trail

Um ehrlich zu sein fühlt man sich auf dem Swoop direkt wohl. Die Geometrie ist nicht zu lang gehalten und der Sitzwinkel weder zu steil oder zu flach. Die neuen Swoop Modelle setzen aber ihren Fokus auf den Downhill und das wirkt sich natürlich auf die Performance im Uphill aus. Denn hier kann das Enduro/Freeride Bike des Direktversenders nicht unbedingt mit allen anderen Mountainbikes der Kategorie mithalten. Aber will es das überhaupt?

Sobald wir oben sind, wird einem der Fokus des Swoop direkt klar. Dank des flachen Lenkwinkels und der 470mm Reachs verfügt das Enduro Bike über ordentlich Laufruhe. Auch bei gröberen Sektionen bügelt das Radon mit seinen 170mm Federweg gekonnt über Felsen und Wurzeln.

Die MT5 brauchen Magura typisch, wie bereits erwähnt, eine gewisse Einbremsphase bis sie ordentlich greifen, lassen dann aber fast keine Wünsche offen. Mit den 203mm Scheiben kommt man auch bei schnellen und steilen Abfahrten ordentlich zum stehen.

Wer sich jetzt aber denkt, dass das Swoop der perfekte Einstieg für die potentiellen Enduro-Karriere ist, wird eventuell enttäuscht sein. Zwar bügelt das Swoop ordentlich und vermittelt einiges an Sicherheit, jedoch ist es nicht unbedingt das wendigste und flinkeste Fahrrad für Enduro-Racing und Single Trail Abenteuer.

Wer aber eh lieber im Bike Park unterwegs ist und gebaute und schnelle Strecken runter schießen mag, der dürfte mit dem Swoop einiges an Spaß haben. Wir haben ziemlich viel Zeit in der MTB Zone Geisskopf verbracht und hatten dort vor allem auf dem Flow-Trail und der Freeride Spaß auf dem Swoop. Da der Hinterbau nicht zu lang ist, geht das Bike gut durch enge Steilkurven. Auch auf Steinfeldern heißt es einfach draufhalten und drüber bügeln. Uns gefällt auch, dass wir jederzeit eine Downhillgabel an dem Freeride Bike des Direktversender verbauen könnten. Perfekt für die nächste Bike Park und Trail-Center Saison.

Für einen Preis von 3.099 Euro, Carbonrahmen und passenden Komponenten haben wir nichts einzuwenden. Wer also den Local Dh Trail unsicher machen will, regelmäßig in Bikeparks ist oder gerne shuttelt, der sollte sich das Swoop näher ansehen.

Radon Swoop

www.radon-bikes.de

 

2021 Video Collection – Das Beste des Jahres

Die Szene wurde 2021 mit Mountainbike Edits fast schon überschwemmt. Cavlin Huth präsentierte gleich drei große Video Projekte, Red Bull veröffentlichte neue Edits und Commencal produzierte einen Kracher nach dem anderen. Da ist es gar nicht so leicht den Überblick zu behalten und deshalb gibts es hier ein paar der besten Videos aus 2021.

Calvin Huth – Arthur

Calvin Huth hatte dieses Jahr ziemlich viel zu tun. Der Kanadier gehört seit einigen Jahren zu den begehrtesten Filmern der Gravity Szene. Mit Arthur hat er sich sein Traum Projekt erfüllt. Zusammen mit einigen Freunden hat er wunderschöne Action-Aufnahmen eingefangen, Kabelkameras verwendet und wunderschöne Landschafts- und Tieraufnahmen gefilmt. Untermalt wird das ganze mit einem extrem passenden Soundtrack von Michael Kiwanuka. Unser Favorit-Edit in diesem Jahr.

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Kilian Bron – Follow the Light

Wir hatten die Wahl zwischen Kilian Brons Switzerland Paradise und Follow the Light und haben uns für letzteres Entschieden. Follow the Light stellt die Schönheit der Landschaft, Kilians Fahrstil und die Verwendung von Licht in einem wunderschönen Video da. Dazu kommt die Kulisse von Kappadokien mit unzähligen Heißluftballons. Ein Must Watch!

Nach „Chasing Volcanoes“, „Our Tour de France“ und „Outdoor Synchrony“, begab sich Kilian Bron auf ein neues Abenteuer in die Türkei, ins Herz von Kappadokien! Zwei Wochen lang erkundete Kilian die einzigartige Landschaft der Region, auf der Suche nach der schmalsten Stelle, an der man die Steigeisen anlegen kann. Ein Projekt, das in einer ganz besonderen Atmosphäre stattfindet und … vom Licht bestimmt wird. Ein Sonnenuntergang über den Schluchten, beleuchtete Heißluftballons und die dämmrige Atmosphäre des Nahen Ostens … taucht mit Kilian Bron, Pierre Henni, Pierre Dupont und JB Liautard in dieses farbenfrohe Abenteuer.

 

Brandon Semenuk – Realm

Natürlich darf der Gott des Freerides in dieser Liste nicht fehlen. Brandon Semenuk hat mit Realm wiedermal ein Edit rausgehauen, dass die Eleganz seines Fahrstils und seine immense Trickkiste untermalt.

„Without the confines of a contest environment, Justin Wyper and myself had the opportunity to create our own Slopestyle haven and take some chances with this course build. Like any mountain bike trail or course, you work with the given terrain to make the best features imaginable. In this situation, we knew we wanted to create a course that would ride well top to bottom, but also offer up some opportunities for creativity along the way. We took our knowledge from previous builds and integrated some ‚wildcard‘ features with some more common slopestyle features to hopefully have a good balance of both.“ – Brandon Semenuk

 

Micayla Gatto – Contrast

In Contrast ist die Kanadierin Micayla Gatto an den schönsten Orten in British Columbia unterwegs. Von den verschneiten Trails in der Küstenregion bis hin zu staubtrockenen Jump-Lines in Kamloops haben wir hier den vollen Kontrast.

From the wet winter of coastal British Columbia to the hot, dry summer days of interior BC, Micayla Gatto’s pushes the Big Betty to the limit.

 

Gee Atherton – The Knife Edge

Es ist immer ein seidener Faden Stürze und Verletzungen von Extremsportler zu glorifizieren. Denn Gee Atherton hat mit seinem Knife Edge Edit ein Statement abgeliefert, dass ihm fast das Leben gekostet hat. Die britische World Cup Legende zeigt uns in diesem Video eine extrem anspruchsvolle Strecke auf einem Bergkamm die ihm mehrere Monate Reha und eine World Cup Saison gekostet hat. Nichts für schwache Nerven!

The Slate Line is the brand new edit from Gee Atherton, the World Champion mountain-biker renowned as one of the toughest and most daring riders in downhill mountain-biking. Following hot on the heels of his death-defying and spectacularly exposed “The Ridgeline” Gee tackles a new line at a disused slate quarry in Wales. In his constant quest to progress his extreme sport Gee sets out to conquer a moving mountain with one of the biggest gaps he’s ever jumped and a super-sharp surface where any mistake will not be forgiven. The slate line is mind-blowingly precarious and features some of the biggest gaps that Gee has ever ridden.

 

Brage Vestavik – X Games Real MTB

Kaum ein Athlet hat sich in diesem Jahr so in die Herzen der Szene eingebrannt wie Brage Vestavik. Der Norweger ist für extreme Sprünge, Drops und Gaps bekannt und vereint diese in seinem X Games Edit. Diese Action ist so stumpf, dass man Vestavik fast schon als den letzten Wikinger bezeichnen kann.

Watch Brage Vestavik and filmer/editor Oscar Kalsnes/Blur Media’s entry into Real Mountain Bike 2021, the all-video MTB contest brought to you by ESPN’s World of X Games. Vote for your favorite video at XGames.com/RealMTB, then tune in to ABC on April 24 to find out who won X Games gold.

Brett Rheeder – Continuum 

Eine weitere Legende des Freeride Sports! Brett Rheeder hatte siche 2021 etwas von der Bildfläche und der Teilnahem an Contests zurückgezogen, versorgte uns aber zum Ende des Jahres mit einem wunderschönen Video. In Continuum geht es um unendlichen Flow. Ein extrem schönes Edit mit vertuschten Cuts und sehr viel Style!

Everything is connected. Each ride is an extension of the one before. Each reentry is a transition to the next launch. Each experience builds on one another toward a flow state of endless progression. Only the settings and perspectives change along this continuum. In this film by Brett Rheeder and Harrison Mendel, the sequence of individual movements are all linked together as a cohesive collection, with each maneuver unique yet forming a coherent visual journey across ever-changing landscapes by maintaining a locked perspective. Creating this visual trick of relentless flow and seamless transitions from one scene to the next was a technical challenge for both rider and cinematographer, and it required intense planning and dedication from the entire team to work through these problems.

 

Korbinian Engstler – Insomnia 

Korbi is back! Der junge Allgäuer präsentiert mit Insomnia ein extrem stylischen Video, dass seinen Style mit schönen Aufnahmen kombiniert. Sein erstes großes Projekt hat er zusammen mit David Karg und Moritz Hübner auf seinen Homespots und im Bike Park Sölden gefilmt. Steeze, Flow und fette Aufnahmen in einem Video!

INSOMNIA features Korbinian „Korbi“ Engstler’s very own riding style and the visual experimentation of both filmmakers David Karg and Moritz Hübner in a piece of motion picture content that is rather unconventional for the bike industry and probably a bit too long for Instagram.

 

Girls gotta eat dirt

Delilah Cupp, Clare Hamilton und Avra Saslow zeigen uns in Girls gotta eat dirt wie viel Spaß Radfahren macht. Hier gibts Action auf den Trails, Bier, Bodenproben und drei sympathische Charaktere. 

The story of three best friends, roommates, and riding partners with a taste for the finer things. And plenty of dirt on their jorts.

 

Mark Matthews – Blueprint

Mark Matthews nimmt uns mit in den kanadischen Wald und zeigt uns die Entstehung eines Trails. In Blue Print kombiniert Matthews zusammen mit seinen Freunden die Arbeit die in der Erschaffen einer neuen Line steckt und hält das ganze in spannenden Aufnahmen fest. Good Vibes und schöne Landschaft garantiert.

Blueprint started with a simple idea – to show sections of trail come to life before the viewer’s eyes. Once we broke ground here in Cumberland, BC, the abundance of good dirt was the ultimate inspiration to challenge ourselves to build something that pushed our creativity further than we had planned. The corners were just asking to get stacked bigger, faster, and smoother! We visualized, developed, and pushed the limits to create something special for all riders to enjoy: a hand-built, blue square level flow trail you’ll want to lap all day long.

 

Markus Eder – The Ultimate Run

Sorry. Es ist kein Mountainbike Video, aber The Ultimate Run war ein absolutes Action-Sports Highlight in 2021. Markus Eder geht auf seinen Ski über Grenzen hinaus und lässt dabei seine extremen Tricks und Sprünge viel zu leicht aussehen. The Ultimate Run macht Laune auf Wintersport und Hohe Berge!

“Sometimes my mind goes kind of crazy about skiing and I ask myself, what if…?” – Markus Eder What if you could link every powder turn, every rail, every cliff drop, every comp run and every kicker nailed into one ultimate run? Well, Markus Eder did just that in ‘The Ultimate Run’! This is Markus’ Opus Magnum, a medley of face shots, massive tricks and even bigger drops, which was documented by Innsbruck based production company Legs of Steel over the past two years. Markus has been visualizing the ultimate run since 2015. It may look like a simple undertaking in the final edit, but for arguably the most versatile skier on the planet, it meant taking his skill levels in every form and style of contemporary freeskiing to the next level.

 

 

VIDEO: Tahnee Seagrave über World Cups und Verletzungen

Tahnee Seagrave ist seit ihrer Kindheit auf dem Rad unterwegs und konnte in den letzten Jahren viele Erfolge im World Cup feiern. Doch der Sport bringt auch Risiken mit sich. Seagrave erzählt in dem neuen Wahoo Frontiers Video über Siege, Verletzungen und den Kampf zurück aufs Podium.

After a whirlwind rise from a 12-year old Morzine-based phenom, to a world championship and multiple world cup-winning global superstar, Tahnée Seagrave is one of the most modest gifted riders to have ever graced the mountain bike race tracks of the world. This will not be news to many. The story of a great racer goes beyond what happens between the tapes though; from ascendancy to the pinnacle of the world cup downhill to successive injuries in a short span of time left Tahneé in need of release from a world that can become all-consuming. Finding happiness in simplicity and power in her own voice has been key to navigating the journey back towards contentment. Now, in the depth of the off-season, Tahnée looks forward to discovering her future frontiers with a newfound perspective that makes her more motivated, faster, and an overall healthier well-rounded athlete and human.

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