TEST: Specialized Demo – bye bye Park-Bike, Hallo Race-Maschine

Kaum ein Fahrrad ist so bekannt wie das Specialized Demo. Unter Fahrern wie Loic Bruni und Aaron Gwin hat die Kalifornische-Downhill-Maschine einige Medaillen geholt. Wir durften die neuste Generation für euch testen und haben uns den Alu Hobel mit gemischten Laufrädern mal genauer vorgenommen.

Das Demo ist berühmt. Allein die Tatsache, dass es das Downhill-Bike des kalifornischen Kult-Herstellers in Computerspiele geschafft hat, spricht für seine Beliebtheit. Aaron Gwin sorgte auf seinem Demo 2015 in Leogang für einen der legendärsten Rennläufe der Geschichte. Am Start riss seine Kette und er konnte sich ohne das Fahrrad treten zu können auf den ersten Platz befördern. Aktuell sind es Athleten wie Loic Bruni und Finn Illes die im World Cup auf dem edlen Boliden dominieren.

Das Demo war bis 2019 für seine A-symmetrische Carbonrahmen-Konstruktion bekannt und wurde erst 2020 mit dem neuen Design abgelöst. Specialized verzichtet nun komplett auf Carbonrahmen und setzt wie es auch andere Hersteller machen auf Aluminium. Auch an der Laufradgröße hat sich einiges verändert. Zwar kann man mit Hilfe des Flip Chips weiterhin auf 29″ setzen, jedoch wird das uns zur Verfügung gestellte Demo Race als modernes Mullet-Bike mit gemischt großen Laufräder ausgeliefert. An der Front gibt es das gewohnte 29″ Rad und am Heck nun 27,5″.

Geometrie 

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Aufgrund der neuen Dämpferaufhängung und des neuen Hinterbaus hat sich nicht nur optisch einiges verändert. Der hintere Achsweg wandert beim FSR-Hinterbau-Design in den ersten Millimeter Federweg nach hinten weg. Das sorgt für viel Traktion auf den Trails und lässt den Untergrund angenehmer wegbügeln.

Was die Geometrie angeht, hat sich zwar einiges verändert, jedoch geht Specialized mit dem Demo nicht unbedingt mit dem Trend. Wir haben hier einen super flachen Lenkwinkel von 62,8°. Dieser wird mit einem hohen Stack von 632mm kombiniert. Das gibt dem Demo extrem viel Sicherheit in steilen Sektionen und erinnert an das Fahrgefühl der Vorgängermodelle. Schauen wir uns den Reach an, fällt auf, dass das Demo relativ kurz ist. In der uns zur Verfügung gestellten Größe S3 kommt es grade mal auf eine Länge von 446mm. In der größten Variante hat es 466mm.

Vergleichen wir den Reach mal mit einem ähnlich erfolgreichen Downhill-Bike wie dem Commencal Furious. Dieses hat in der Größe L einen Reach von 477mm und in XL 500mm. Das ist ein ordentlicher Unterschied.

Loic Bruni scheint das jedoch nicht zu interessieren. Der Franzose legt sich auf seinem Demo mit jedem Widersacher an und konnte sich 2021 wieder den Sieg im Gesamtklassement sichern.

S2S3S4
Kurbellänge165mm165mm165mm
Lenkerbreite800mm800mm800mm
Vorbaulänge50mm50mm50mm
Sattelbreite130mm130mm130mm
Länge Sattelstütze367mm367mm367mm
Sitzrohrwinkel78.2°76.8°76.8°
Steuerrohrlänge105mm105mm105mm
Steuerrohrwinkel62.8°62.8°62.8°
Mitte Tretlager - Mitte V.-Achse801mm821mm841mm
Tretlagerabsenkung25mm25mm25mm
Tretlagerhöhe350mm350mm350mm
Sitzrohrlänge394mm420mm420mm
Stack632mm632mm632mm
Reach426mm446mm466mm
Nachlauf130mm130mm130mm
Gabelversatz / Offset56mm56mm56mm

Specialized Demo

Komponente und Ausstattung

Die Ausstattung des Specialized Demo Race lässt fast keine Wünsche offen. Das Top Modell kommt mit Rockshox Ultimate Fahrwerk das auf dem Trail vollends überzeugt. Die Boxxer Ultimate Gabel verfügt über 200mm Federweg und die Charger 2.1 Kartusche. Auch der Super Deluxe Ultimate DH Stahlfederdämpfer verhilft dem Heck zu 200mm Federweg.

Für das Fahrwerk war recht schnell ein Setup gefunden und dann sorgte es mit seiner ausgezeichneten Performance für ordentlich Spaß auf den Trails.

Schaltung und Bremsen stammen passend zum Rockshox Fahrwerk aus dem Hause Sram. Die SRAM X01 Schaltung verfügt, wie es im Downhill-Sport typisch ist, über einen 7-fach Antrieb. Die Übersetzung ist 30 Zähne auf eine 10-24 Zähne Kassette.

Die Bremsen sind ebenfalls von Sram. Die Code RSC 4-Kolben Scheibenbremse verfügt über 200mm Scheiben an der Front und am Heck. Die Code mag zwar nicht jedem gefallen, verrichtet ihren Job aber absolut ausreichend und hat uns auch auf den steilen und lange Abfahrten in Schladming nicht im Stich gelassen.

Bei den Felgen setzt Specialized auf die hauseigenen Roval Downhill Alu Laufräder. Kombiniert werden diese mit DT Swiss Naben und einem Sram CD Freilauf.

Die Reifen sind ebenfalls von Specialized. An der Front arbeitet der Butcher BLCK DMND 29×2.3 und am Heck der Butcher BLCK DMND 27.5×2.3″. Prinzipiell funktioniert der Reifen gut. Am Geisskopf hatten wir auf dem festen Nadelwald Boden und den mit Maschinen gebauten Strecken ordentlich Grip. In Schladming sah das ganz jedoch etwas anders aus. Hier ist der Boden recht lose und verfügt über feines Gestein. Der Butcher fand zwar auch dort Halt, konnte uns aber auf den steilen Strecken der Steiermark nicht vollends überzeugen.

Das Specialized Demo Race ist für 7.999 Euro erhältlich. Wer etwas weniger ausgegeben mag sollte sich das Demo Expert für 5.000 Euro oder das Rahmenset für 3.600 Euro mal genauer anschauen.

Specialized Demo

Das Specialized Demo Race auf dem Trail

Wer schon einmal auf einem alten Demo saß, und das mochte, wird sich auch auf dem neuen wohl fühlen. Das Tretlager ist gewohnt tief, die Front hoch und diese Kombination gibt dem Fahrer sehr viel Sicherheit, egal wie steil das Gelände ist.

Wir konnten das Demo am Geißkopf und in Schladming artgerecht bewegen. Zwei Strecken, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Der Geißkopf ist eher etwas technischer und flacher; Schladming steil, schnell und rough.

Auf der Freeride und auf der Downhill am Geißkopf merkte man den Vorteil des 29“ Vorderrades noch am meisten. Es rollt doch etwas leichter über den harten, steinigen Boden. Dank des 27,5“ bleibt aber das Bike agil genug um es um enge Kurven zirkeln zu können. Nach kurzer Abstimmung des Fahrwerks findet man sehr schnell ein passendes Setup. Die Boxxer Ultimate und der Super Deluxe Ultimate DH Coil arbeiten sehr stimmig zueinander und der Aufwand den man aufbringen muss, um eine gute Abstimmung zu bekommen, ist absolut überschaubar. Der Specialized eigene Reifen hat auf dem harten Boden am Geißkopf perfekt gegriffen, auf dem losen schottrigen Untergrund in Schladming wäre aber der Butcher nicht unsere erste Wahl.

Specialized Demo

Wie eingangs beschrieben ist das neue Demo ein Racebike. Es will einfach schnell bewegt werden. Man hat das Gefühl je schneller es wird, desto besser funktionert das Bike. Heißt aber nicht, dass man mit dem Demo nur dann gut beraten ist wenn man Rennen fährt, man ist damit gut beraten wenn man gerne schnell fährt.

Durch die hohe Front, langem Reach und tiefem Tretlager kombiniert mit den hochwertigen Komponenten gibt einem das Bike sehr viel Sicherheit. So traut man sich sehr schnell mal seine persönliche Wohlfühlzone zu verlassen und sich Stück für Stück an höhere Geschwindigkeiten zu tasten. Auch in der Luft hat man immer das Gefühl das man absolute Kontrolle hat und nimmt auch großen Sprüngen ein Stück den Schrecken. 

Die hohe Front verlangt in Kurven eine aktivere Kurventechnik um nicht den Druck aufs Voderrad zu verlieren. Nach kurzer Gewöhnungsphase hat man das aber schnell verinnerlicht und man lässt es in Kurven fliegen.

Fazit – Tschüss Park-Bike, Hallo Race-Maschine

Das Demo hat sich zu einer Downhillwaffe transformiert und die Zeiten als Park-Bike hinter sich gelassen. Das Bike gibt dem Fahrer sehr viel Sicherheit und giert nach Geschwindigkeit, was unglaublich viel Spaß macht. Dieser Spaß ist aber leider nicht ganz günstig.

Weiter Details findet ihr in unserem Test-Video zum Specialized Demo Race

Geisskopf

www.specialized.com

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Riding Off Cliffs Freeride Doku mit Reed Boggs

In Riding Off Cliffs begleitet Craig Grant Reed Boggs und seine Freunde bei der Reise vom ersten Fahrrad zum Status einer Freeride Legende. Dabei gehts über Klippen aufs Wasser und auf einiger der legendärsten Trails der Szene. 

Reed Boggs grew up on the flatlands of Ohio with dreams of freeride lines only seen in the glossy pages of magazines. After honing his skills at indoor bike parks imitating those big mountain sends, he moved out west and dedicated his life to riding off cliffs with hopes of one day winning Red Bull Rampage. We follow along with Reed and document his sacrifices, hijinks, friendships forged in the desert, and the consequences and rewards of livin‘ life on two wheels.

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TEST: Rapha Trail Kollektion – neu, schick und teuer?

Rapha ist schon seit Jahren eine der größten Bekleidungsmarken im Rennrad-Bereich. Nun öffnen die Engländer*innen ein neues Kapitel und präsentieren ihre erste Mountainbike Kollektion. Wir haben haben das Mens Trail Outfit mit passenden Knie-Schonern und dem Smith/Rapha Helm auf die Trails entführt und einen ausführlichen Eindruck bekommen. 

Nachdem Rapha im Jahr 2004 von Simon Mottram und Luke Scheybeler in London gegründet wurde, etablierte sich die Marke schnell im Rennradsport. Mittlerweile gibt es eigene Rapha Teams, gesponserte Rennställe und Kollaborationen mit anderen Herstellern die Rapha immer weiter voran bringen.

2021 ging der englische Hersteller einen Schritt weiter und präsentierte seine erste Mountainbike Kollektion mit einem großen Sortiment aus Hosen, Jerseys, Jacken, Schonern und sogar einem Smith Forefront Trail Helm mit Rapha Design.

Zwar scheinen die Preise auf den ersten Blick etwas hoch angesetzt, jedoch bietet die Marke bei Beschädigung der Kleidung einen Reparatur Service an und liefert Patches zum Flicken direkt mit. Andere Marken in der Bike-Branche bieten ähnliche Services an, die gegen die Wegwerfgesellschaft angehen wollen.

„Rapha bietet einen kostenlosen Reparaturservice für die Lebensdauer des Produkts mit gültigem Kaufnachweis an. Dieser Service gilt auch für Kleidungsstücke, die nicht unserer 90-tägigen Rückgabefrist unterliegen. – Rapha“

Vinschgau
Das Vinschgau entwickelt sich immer mehr zu einem der Hot Spots der Mountainbike Szene in Europa. Good Vibes und tolle Trails sind hier garantiert!

Natürlich konnten wir nicht die Finger von der neuen Mountainbike Kollektion lassen und mussten einfach ein paar der Produkte testen. Im Zuge unseres Test-Trips nach Latsch hatten unsere Fahrer das Mens Trail Outfit mit passenden Knie-Schonern und dem Smith/Rapha Helm auf.

MEN’S TRAIL 3/4 SLEEVE JERSEY

Optisch bleibt sich Rapha auch bei der Mountainbike Kollektion treu. Das Design ist clean und verzichtet auf auffällige Farben und fette Logos. Schlicht und Modern trifft es da wohl am besten.

Das Mens Trail 3/4 Sleeve Jersey hat wie der Name schon sagt 3/4 lange Arme, die vor allem zu der langsam kommenden, wärmeren Jahreszeit passen. Unser Modell kam in Blue/Navy ist aber noch in Light Grey/Black und Dark Grey/Light Grey erhältlich. Die beiden anderen Versionen sind ähnlich schlicht gehalten und verzichten auf knallige Farben.

Komfort und Verarbeitung

Laut Rapha besteht das Men’s Trail Jersey aus strapazierfähigem, atmungsaktivem und flexiblem Material für große Bewegungsfreiheit. Nach einigen Abfahrten und ungewolltem Bodenkontakt können wir das auch bestätigen. Das Jersey sitzt sehr angenehm am Körper und bietet trotz etwas engerem Fit ausreichend Bewegungsfreiheit und Komfort. An den Armen wird zusätzlich ein abriebfestes Gewebematerial verarbeitet.

Insgesamt lässt die Verarbeitung keine Wünsche offen. Auch nach mehrfachem Tragen, Waschen und dem ein oder anderen Sturz sieht das Men’s Trail wie neu aus.

Material und Preis:
  • Korpus: 100 % Polyester (68 % recycelt)
  • Ärmel: 76 % Nylon, 13 % Polyester, 11 % Elastan
  • Größen: XS – XXL
  • Preis: 90,00 Euro

Preislich muss man ganz klar sagen, dass sich das Jersey im höheren Preissegment ansiedelt. Allerdings sind auch Komfort und Verarbeitung auf einem hohen Niveau.

Rapha

MEN’S TRAIL SHORTS

Passend zum Jersey gibt es die Trail Short in Navy. Die Optik ist ebenso sauber wie schlicht gehalten und somit finden wir nur ein kleines Rapha Logo in Orange auf der Hose. Der Sitz der Hose ist durch einen verstellbaren Bund mit seitlichen Schnallen an den Körper anpassbar und sorgt mit seiner ergonomischen Schnittführung für uneingeschränkte Bewegungsfreiheit.

Natürlich dürfen keine Taschen fehlen. Deshalb gibt es zwei Einschubtaschen sowie zwei seitliche Taschen mit Reißverschluss und integriertem, leicht erreichbarem Smartphone-Fach.

Komfort und Verarbeitung

Die Men’s Trail Short verfügt über ein robust wirkendes, atmungsaktives und elastisches Material aus Nylon und Elastan das nach Bluesign und Öko-Tex zertifiziert ist.

Material und Preis:
  • Korpus: 88 % Nylon, 12 % Elastan
  • Größen: XS – XXL
  • Preis: 135,00 Euro

Auch die Hose ist mit 135,00 Euro recht teuer. Andere Hersteller bieten für den Preis lange Beine und Downhill Produkte an. Wie aber auch bei dem Jersey kann man sich nicht über den Komfort und die Passform beschweren. Der Bund lässt sich auch sehr angenehm an den Körperbau anpassen und das cleane Design dürfte auch viele Fans finden.

Rapha MTB

TRAIL KNEE PADS

Unter der Men’s Trail Short haben wir die neuen Rapha Knieschoner getragen. Optisch lässt sich hier absolut nichts einwenden. Im Gegenteil – das extrem schicke und cleane Design macht die Knee Pads fast schon auffällig unauffällig.

Rapha

Komfort und Verarbeitung

Sobald man die Schoner anzieht wird einem das sehr bequeme bi-elastische Material auffallen. Das Pad schmiegt sich wie eine zweite Haut an das Bein an und bietet mit seiner nahtlosen Konstruktion in der Kniekehle für zusätzlichen Komfort und verhindert Druckpunkte.

Die ergonomische Formgebung auf der Rückseite und die breite Gummierung am oberen Rand des Schoners sollen für perfekten Halt sorgen. Das können wir auch zum Großteil bestätigen, jedoch sind die Schoner einem unserer Tester hin und wieder bei längeren Abfahrten gerutscht.

Rapha MTB

Die Protektoreneinsätze werden in Zusammenarbeit mit RHEON™ Labs speziell für Rapha gestaltet und sollen auch bei extremer Krafteinwirkung eine hohe Schutzwirkung bieten. Zwar hatten unsere Tester den ein oder anderen Bodenkontakt, jedoch war der bisher nie schwer genug um das volle Potential der Schoner auszuschöpfen – Zum Glück. Die Verarbeitung lässt jedoch keine Wünsche offen und zeigt bisher fast keine Abnutzung oder offene Nähte. Das liegt eventuell auch an dem Material an der Vorderseite das mit SuperFabric™ gefertigt wird, einem zähen synthetischen Gewebe mit extrem robustem Keramik-Polymer-Druck.

Material und Preis:
  • Korpus: 78 % recyceltes Nylon, 22 % Elastan
  • Front: Super Fabric™
  • Protektoreneinsätze: Aktives Polymer von RHEON™Labs
  • Zertifizierte Schutzklasse: 2, Typ B
  • Größe: XS – XL
  • Preis: 95,00 Euro

Für leichte Knieschoner sind auch die Rapha Trail Knee Pads recht kostspielig. Dafür bekommt man aber einen Schoner der wie eine zweite Haut am Bein anliegt, optisch sehr sauber gestaltet ist und sich leicht anfühlt.

Rapha

RAPHA X SMITH FOREFRONT 2 TRAIL HELMET

Rapha hat zusammen mit Smith den Forefront 2 Trail Helm auf den Markt gebracht. Diesen gibt es in gleich vier verschieden Farbvarianten – Grey/Light Grey, Green/Black, Black/Print und dem uns zur Verfügung gestellten Grey Blue Print. Unserer Meinung nach ein absoluter Hingucker.

Komfort und Verarbeitung

Schon auf den ersten Metern wird klar, dass der Forefront einer der bequemeren Helme ist. Das VaporFit-Einstellsystem mit 270° lässt den Helm angenehm an die Kopfform anpassen ohne dabei zu drücken. Auch Mountainbiker*innen mit einem größeren Kopf kommen hier auf ihre Kosten. Wer jedoch zusätzlich noch einen recht runden Kopf hat, wird im Bereich der Schläfe etwas Druck verspüren.

Für ausreichend Ventilation sorgen die knapp 20 Lüftungsschlitze welche an der Front und am Heck des Helms auch zum verstauen einer Brille genutzt werden können.

Im Gegensatz zum Trend ist das Visier nicht am Helm fixiert, sondern lässt sich leicht in der Höhe verstellen. Beim Verschluss handelt es sich um ein klassisches Clip-System.

Schutz – Mips und Koroyd Technologie

Für einen Preis von 205,00 Euro sollte der Rapha Helm mit ausreichend Schutz und Sicherheit glänzen. Der Forefront 2 kommt deshalb mit dem beliebten Multi-Directional Impact Protection System (MIPS), das Rotationsbelastungen bei ungünstigem Aufprallwinkel verringert. Zusätzlich ist der Helm noch mit einer vollflächigen Koroyd-Schutzschicht ausgestattet die für eine optimale Belüftung und Stoßabsorption beim Aufprall sorgen soll.

Material und Preis:
  • Schale und Koroyd Schicht: Polycarbonat
  • Polsterung: EPS-Schicht
  • Größe: S – L
  • Gewicht: 410g (Größe L)
  • Preis: 205,00 Euro

Wer einen großen Kopf hat, sollte sich nicht von der fehlenden Größe XL abschrecken lassen – denn der Forefront 2 in der Größe L passt auch Menschen mit großem Kopf (Patrick hat einen Kopfumfang von 62cm und trägt den Helm sehr gerne auch bei langen Touren). Die Geschichte mit dem Preis zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Rapha MTB Sortiment – Auch für den Rapha Forefront muss man etwas tiefer in die Tasche greifen als für vergleichbare Helme der Konkurrenz. Wer auf das Design der britischen Marke verzichten kann, bekommt den Helm von Smith übrigens für knapp 50 Euro weniger.

Rapha

Unser Fazit zur Rapha MTB Trail Kollektion

Rapha ist schon lange für sein edles Design und tolle Verarbeitung in der Rennrad und Gravel Szene bekannt. Mit der Mountainbike Kollektion schaffen sie nun einen würdigen Einstieg in eine weitere Sportart. Die Verarbeitung und der Komfort sprechen für langjährige Erfahrung und bieten alles was man von einer Trail-Kollektion erwarten kann. Über den tendenziell etwas höheren Preis der Produkte kann man streiten. Wer auf der Suche nach „Bang for the Buck“-Produkten ist, wird um die Kollektion der Briten wahrscheinlich einen weiten Bogen machen. Wer jedoch auf der Suche nach einem hochwertig verarbeiteten, stylischen und bequemen Kit mit einem extra-Schuss Exklusivität ist, sollte sich die Rapha MTB Trail Kollektion auf alle Fälle genauer ansehen.

Rapha
Staubige Trails im März auf knapp 1500 Höhenmeter

Rapha Produkte findet ihr bei einem offiziellen Händler oder unter: www.rapha.cc

VIDEO: DARKFEST 2022 – Big Tricks and the Girls Hit the Worlds Biggest Jumps!

2022 versammelten sich wieder die besten Freerider der Szene in Südafrika um beim Darkfest ein paar der größten Sprünge der Welt zu springen. Dieses Jahr waren zum ersten mal einige der besten weiblichen Freerider am Start. Auf Sam Reynolds Channel ist nun das erste Highlight Video online. Viel Spaß damit! 😉

Darkfest 2022 is under full swing and the boys are showing no signs of stopping! Kade Edwards, Sam Hodgson, Ruso Bros, Szymon Godziek, Adolf Silva and the boys throw down some insane tricks but the biggest surprise is when the girls, Chelsea Kimball, Casey Brown, Robin Goomes, Vero Sandler and Hannah Bergemann let off the brakes and send the world biggest jumps! Check it out… Filmed and Edited by Thomas Sandell

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VIDEO: RAW MTB: Sideways in the Jungle – Harriet Burbidge-Smith

Harriet Burbidge-Smith hat die Freeride Szene in den letzten Jahren ordentlich durchgeschüttelt und geprägt. Die junge Australierin mit BMX Background ist im neuen Raw MTB Edit mehr seitwärts in der Luft als mit zwei Rädern auf dem Boden.

When it comes to ones to watch, few riders out there are as exciting as eight-time Australian BMX Champion and two-time amateur BMX World Champ winner Harriet Burbidge-Smith. At 25, she’s a double threat, having excelled in BMX racing before making the switch to mountain bike, which she says offers her more creativity, freedom and opportunities to stay stoked on her sport. What’s more, Burbidge-Smith is a die-hard ambassador for women and girls in biking, running female-only training camps and never missing an opportunity to uplift her fellow female riders who are bringing the gnar. This May she joins the third edition of Red Bull Formation, as she makes the trip to the deserts of Utah for a week-long women’s freeride event.

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Harriet Burbidge-Smith is seen during filming of Red Bull Sound of Speed in Tasmania, Australia on February 23, 2022 // Andy Green / Red Bull Content Pool // SI202203210361 // Usage for editorial use only //

TEST: Scor 4060 ST NX – das neue Trail Bike im Test

Die Marke Scor präsentierte 2021 ihr erstes Line Up, das auf einem motorisierten und un-motorisierten Rahmen basiert. Wir haben das Scor 4060 ST in der Short Travel Variante mit 140mm Federweg, Sram NX Komponenten und Rockshox Fahrwerk auf den Trails im Vinschgau genauer unter die Lupe nehmen können. Alle Infos zu der spaßigen Trail-Rakete findet ihr hier.

Scor entsprang der Idee zweier BMC Mitarbeiter die Lust auf ein Spaß orientiertes Mountainbike hatten. BMC ist eher für Wettkamp Crosscountry- und Road-Bikes bekannt und somit fehlte noch etwas mit dem man auf Jumptracks, Flowtrails und im Bike Park Spaß haben konnte. Mit Hilfe der schon zur Verfügung stehenden Ressourcen und dem angesammelten Wissen entstanden schnell die ersten Prototypen und nach gründlichem Testen und Planen das finale Produkt.

Wir waren vor wenigen Tagen auf den stautrockenen Trails im Vinschgau unterwegs und konnten uns die kurzhubige Variante von Scor etwas genauer anschauen. Ob der versprochene Spaßfaktor zur Geltung kam, erfahrt ihr hier und in unserem ausführlichen Test-Video

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Der Name des Trail-Bikes liest sich beim ersten mal wie eine Artikelnummer und im Endeffekt ist der Unterschied auch eher gering. 4060 ist die Bezeichnung des Rahmens. Die Zahlen setzen sich aus dem Federweg zusammen – entweder bekommt man 140mm oder 160mm. ST steht für Short Travel und NX für die Ausstattungsvariante. Somit ist klar, dass wir das kurzhubige Trailbike mit der Sram NX Ausstattung haben. Würde noch ein Z vor dem ST stehen, wäre es das motorisierte Modell.

Scor 4060 ST

Optik – Scor 4060 ST NX

Optisch kann man am 4060 absolut nichts aussetzen. Das Design ist extrem Modern und das tiefe Fahrwerksdesign erinnert an bekannte Specialized und Santa Cruz Modelle. Das uns zur Verfügung gestellte Modell kam in einem Grauton daher und wirkte sehr clean. Das liegt zum einen an den intern verlegten Zügen und zum anderen an den dezenten Decals.

Wer es etwas bunter mag, kann beim ordern des Scor ein individuelles Decal Kit, bzw. Frame-Protection-Kit dazu bestellen.

Scor 4060 ST
Dämmerung im Vinschgau

Mit unseren massgeschneiderten Frame Protectors kann dein Bike so einzigartig und kreativ sein wie dein Fahrstil. Ob dezent oder auffällig, du hast die Wahl. Du willst es ganz individuell? Mit der MySublimstick-App von Slicy und den Vorlagen speziell für deinen Rahmen kannst du dein eigenes, einzigartiges Design mit Fotos, Grafiken und Text entwerfen. – Scor

Flaschenhalter und Kettenstrebenschutz dürfen natürlich auch nicht fehlen. Besonders ist, dass sich unter dem Tretlager eine Stash-Box verbirgt – in dieser ist Platz für einen „kleinen“ schlauch und vielleicht noch ein kleinen Multitool. Aber das beste ist das mitgelieferte Schaltauge, dass in jeder Stash-Box von Scor verstaut ist.

Geometrie – vorne lang, hinten kurz

Das Scor 4060 ist nicht nur optisch ein modernes Trail-Bike, auch die Geometrie Daten sprechen für sich. Der Reach von 485mm entspricht den aktuellen Standards und sollte in Verbindung mit den 29″ Laufrädern Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten bieten. Die Kettenstrebe ist ganz nach dem Spaßorientierten Motto der Marke relativ kurz gehalten und kommt auf eine Länge von 433mm in allen Rahmengrößen.

Scor 4060 ST
Der Flip Chip ist für unterschiedliche Dämpfer mit unterschiedlichem Federweg und Hub

Der Lenkwinkel liegt bei der ST Variante mit 150mm Federweg an der Front und 140mm am Heck bei 65,5° und der Sitzwinkel kommt auf steile 78°. Letzteres sollte sich positiv auf die Uphill Performance ausüben. Theoretisch.

SMLXL
Stack MM599611625636
Reach MM (reach)436461485516
Seat Tube MM (st)400425440470
Top Tube MM (tt)561590621655
Head Tube MM (ht)8799115127
Head Angle (ha)65.565.565.565.5
Chainstay MM433433433433
Front Center MM (fc)752777802832
Wheelbase MM (wb)1185121012351265
BB Drop MM (drop)29292929
Fork Length MM (fl)560560560560
Fork Rake MM (fr)44444444
Standover Height mm714723731741
BB Height MM340340340340
Seat Tube Angle (Effective)78787878
Seat Tube Angle @750mm76.576.576.576.5

Ausstattung und Komponenten

Das Scor 4060 ST NX bietet den Einstieg in das Sortiment des Schweizer Herstellers. Wie schon erwähnt handelt es sich hierbei um das Modell mit der Sram NX Schaltgruppe – natürlich 12-Fach.

Hate it or love it. Am Scor sind Sram Code R 4-Kolben-Scheibenbremsen mit 200mm Centerline Scheiben verbaut. Diese sollten jeden Einsteiger und weniger „ambitionierten“ Mountainbiker zufrieden stellen, wer jedoch lange Abfahrten im steilen Gelände bei hohen Geschwindigkeiten genießen will, wird sich über den leicht dahinschwindenden Druckpunkt ärgern.

Das Fahrwerk macht in Verbindung mit dem sogenannten „lower-link suspension design“ einen wirklich ausgezeichneten Job und lädt zu hohen Geschwindigkeiten im rauen Gelände ein. An der Front arbeitet die RockShox Pike Select und am Heck der RockShox Super Deluxe Select+.

Bei den Reifen wurden sich auch Gedanken gemacht. An der Front rollt der Maxxis Assegai 29 x 2.5″ 3C Maxx Terra mit EXO Karkasse und am Heck der Maxxis Dissector 29 x 2.4″ 3C Maxx Terra und EXO+ Karkasse.

Was den Preis angeht, kann man such auch fast nicht beschweren. Das Scor 4060 ST NX mit Carbon Rahmen ist für 4.299 Euro erhältlich. Wenn man das mit vergleichbaren Modellen von deutschen Direktversendern vergleicht, ist das Rad aus der Schweiz preislich nicht unbedingt unattraktiver.

Scor 4060 ST

Das Scor 4060 ST auf dem Trail – sind das wirklich nur 140mm?

Wir waren auf den Trails im Vinschgau um Latsch unterwegs und haben das 4060 auf den Propain Trails ausgeführt. ausführliche Details zum Fahreindruck und unser Fazit findet ihr im folgenden Video. Vorab: Bergauf kann das 150/140mm leider nicht mit vergleichbaren Bikes der Konkurrenz mithalten, jedoch waren wir von der Performance im Downhill positiv überrascht.

Weitere Informationen zum Scor 4060 ST NX findet ihr unter: www.scor-mtb.com

 Lust auf tolle Trails im Vinschgau? Hier gibts Infos: www.vinschgau.net

Leihbikes in Latsch gibts bei: www.bikereldorado.com

 

VIDEO: Dean Lucas, Kade Edwards & Flo Payet in Schladming

Dean Lucas, Kade Edwards & Flo Payet waren in der letzten Saison in Schladming unterwegs und Lucas präsentiert nun ein paar Highlights vom „Best Track Ever“ in seinem neuen Youtube-Video.

A little bit of a throwback from last year ripping with Kade and Flo at Schladming a week before World Champs. Fun filing two guys that have completely different styles but can still throw a bike around.

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