Das neue Eminent Drive High Pivot E-Mountainbike

In einer Zeit wo es als Hersteller zum guten Ton gehört ein E-Bike im Sortiment zu haben, darf natürlich auch bei der Kanadischen Kleinschmiede Eminent kein E-Mountainbike fehlen. Diese bringen gleich zwei Varianten auf den Markt und verzichten dabei natürlich nicht auf ihr futuristisches Design und verpassen dem neuen Eminent Drive noch ein High-Pivot Fahrwerksdesign.

Eminent ist ein relativ kleiner Hersteller aus San Marcos in Kalifornien. Die kleine Schmiede ist für ihr futuristische Design bekannt und hatte bisher nur das Onset in drei unterschiedlichen Federwegs Varianten im Angebot. 2022 wird sich das jedoch ändern.

Mit dem Eminent Drive präsentieren sie ein optisch sehr gelungenes High Pivot E-Mountainbike. Das Drive wird ein zwei Varianten mit unterschiedlichem Federweg geben. Das Drive LT verfügt über 150mm an der Front und 140mm am Heck. Die MT Variante wird für den Enduro Einsatz vorgestellt und hat deshalb 20mm mehr Federweg. Beide Modelle rollen auf 29″ Laufrädern, verfügen über den neuen Shimano EP8 und haben eine Geometrieverstellung.

Eminent E-Bike

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Optisch ist das Design des Eminent Drive definitiv sehr auffällig. Zwar sehen wir immer häufiger High-Pivot Mountainbikes auf den Trails, jedoch verpasst Eminent seinem E-Bike eine spannende und futuristische Linienführung und zwei knallige Farbkombinationen. Das LT und das MT sind in Navy-Türkis-Glanz und in Olive-Tan-Glanz erhältlich.

In dem 29″ Carbon Rahmen findet sich auf dem Unterrohr Platz für eine Trinkflasche und Zubehör. Aber auch einiges an Schutz wird geboten. Im Bereich des Tretlagers befindet sich ein breiter Kunststoff Rahmenschutz und der Kettenstrebenschutz bedeckt fast die komplette Strebe. Dieser wird sogar bis zum Idler Pulley gezogen was uns ziemlich gut gefällt.

Eminent Drive

Geometrie und Kinematik

Das Drive LT und MT wird es ausschließlich als Twenty-Niner Varianten und in den Größen M-XL geben.

In diesem Fall konzentrieren wir uns mal auf die langhubige Vriante. Das MT verfügt über 170mm an der Front und 160mm am Heck und soll der perfekte Begleiter für alle E-Enduro Fans sein. Dabei überschreitet das Drive MT aber mit seine Geometrie keine Grenzen und ist modern, aber nicht überfordernd. Der Reach in der Größe L liegt bei 485mm und wir mit einer Kettenstrebe von 440mm und einem auf jeweils 65°, oder 64,5° verstellbaren Lenkwinkeln kombiniert. Der Radstand liegt bei 1253mm und der Sitzwinkel von 77° dürfte im Uphill von Vorteil sein.

MLXL
TOP TUBE LENGTH599MM634MM666MM
REACH446MM476MM506MM
HEAD TUBE LENGTH110MM120MM130MM
HEAD TUBE ANGLE (steep)646464
HEAD TUBE ANGLE (slack)63.563.563.5
SEAT TUBE LENGTH430MM450MM450MM
SEAT TUBE ANGLE (steep)76.276.276.2
SEAT TUBE ANGLE (Slack)767676
BOTTOM BRACKET HEIGHT (Steep)343MM343MM343MM
BOTTTOM BRACKET HEIGHT (Slack)336MM336MM336MM
STACK634MM644MM653MM
WHEEL BASE1274MM1261MM1295MM
CHAIN STAY440MM440MM440MM
STAND OVER726MM726MM726MM
FORK AXLE TO CROWN577MM577MM577MM
FORK OFFSET44MM44MM44MM

Kinematik und High-Pivot Design

2021 ist das Jahr des High-Pivot. Der Vorteil dieses Dämpfer Designs ist ganz klar der veränderte Achsweg der Hinterbaus. Dieser verläuft beim Einfedern nicht zum Fahrrad hin, sondern in einer Kurve nach hinten weg um erst in den letzten Millimetern zum Fahrrad. Der Vorteil ist ganz klar, dass das „Hängenbleiben“ im Gelände verringert wird und mehr Geschwindigkeit generiert werden kann. Ein Nachteil des High-Pivots ist der so entstehende Pedalrückschlag und eine extreme Kettenspannung beim Einfedern. Dieser kann mit einem Idler Pulley (Ein kleines Kettenritzel, dass im Bereich des Drehpunkts befestigt wird) verhindert werden. Die Kette wird somit von Kettenblatt nach oben über den Pulley geleitet und wird somit beim Einfedern weniger gelängt. Sie kann den entstandenen Belastungen aufgrund des High Pivots gerecht werden. Bei anderen Herstellern ist uns oft aufgefallen, dass dieses Design wirklich sehr gut funktioniert und fast schon zu wenige Feedback an die Pedale weiterleitet. Ob das auch bei dem Eminent E-Mountainbike der Falls ist, können wir nicht beurteilen, da wir bisher noch kein Test-Modell zur Verfügung gestellt bekommen haben.

Bei den unmotorisierten Modellen verbaut Eminent eine sogenannte schwimmende Halterung für die Bremse am Hinterbau. Denn beim Einfedern des Hinterbaus rotiert das Ausfallende entgegengesetzt und würde somit die Bremsposition und Performance verändern. Bei den elektrischen Drive Modellen ist dies nun nicht mehr nötig da das Ausfallende automatisch schwimmend wird und auf einen Anti Rise von ca. 30% kommen soll. Durch das weglassen der schwimmenden Halterung entsteht nun auch Platz für 203mm Bremsscheiben. Klingt nach einer Win Win Situation. Im folgenden Video veranschaulicht Eminent das Bremsdesign der Hinterbauten nochmal ganz schön.

Ausstattung und Komponenten

Die Ausstattung der Drive Modelle variiert von Fox Performance Fahrwerken bis Fox Factory Komponenten. Alle Modelle kommen jedoch mit dem neuen Shimano EP8 Motor und einem Custom 504Wh Akku.

Eminent Drive MT

Eminent Drive MT ProDrive MT AdvancedDrive MT Comp
FRAMEEminent Onset (160mm)Eminent Onset (160mm)Eminent Drive (160mm)
HEADSETFSAFSAFSA
FRONT FORKFox Factory 38 Grip2 170, 44mm offsetFox 38 Performance Elite Grip2 170, 44mm offsetMarzocchi Bomber Z1 Grip 170, 44mm offset
REAR SHOCKFox Factory X2, 230 x 60Fox Performance Elite Float X 230 x 60Fox Float X Performance 230 x 60
CRANKSXTR M9100 - Front Crank w/34T chainringXT M8100 - Front Crank w/34T chainringDeore 6100 - Front Crank w/34T chainring
REAR DERAILLEURXTR M9100 - 12 spd rear derailleurXT M8100 - 12 spd rear derailleurShimano BB92
SHIFTERXTR M9100 - 12 spd shifterXT M8100 - 12 spd shifterSLX M7100 - 12 spd rear derailleur
CHAINXTR M9100 - 12 spd chainXT M8100 - 12 spd chainSLX M7100 - 12 spd shifter
CASSETTEXTR M9100 - 12 spd cassetteXT M8100 - 12 spd cassetteDeore M6100 - 12 spd chain
CHAIN GUIDEIntegrated Top GuideIntegrated Top GuideDeore M6100 - 12 spd cassette
BRAKESTRP DHR EVO 4 Piston - F & RTRP Trail EVO 4 Piston - F & RTRP Slate 4 Piston - F & R
BRAKE ROTORSTRP Rotors 203 - F & RTRP Rotors 203 - F & RTRP Rotors 203 - F & R
HANDLEBARPro Taper Carbon 810mm 25mm rise x 35mm dia.Pro Taper Carbon 810mm 25mm rise x 35mm dia.Pro Taper Aluminum 810mm 25mm rise x 35mm dia.
STEMRaceface Turbine 40mm x 35mm dia.Raceface Turbine 40mm x 35mm dia.Raceface Turbine 40mm x 35mm dia.
GRIPLizard Skins charger EVOLizard Skins charger EVOLizard Skins charger EVO
SEAT POSTKS Rage 34.9KS Rage 34.9KS Rage 34.9
SADDLEWTB Volt CompWTB Volt CompWTB Volt Comp
WHEELSCrankbrothers Synthesis Enduro I9 CarbonCrankbrothers Synthesis Enduro I9 AlloyCrankbrothers Synthesis Enduro Alloy
TIRESMaxxis Assegai 2.5 F & DHRII 2.4 RMaxxis Assegai 2.5 F & DHRII 2.4 RMaxxis Assegai 2.5 F & DHRII 2.4 R
TORQUE TOOLTopeak Hexus II & 5N/M Torque BoxTopeak Hexus II & 5N/M Torque BoxTopeak Hexus II & 5N/M Torque Box
SHOCK PUMPValiant Shock PumpValiant Shock PumpValiant Shock Pump

Eminent Drive LT

Drive LT ProDrive LT AdvancedDrive LT Comp
EEminent Drive (140mm)Eminent Drive (140mm)Eminent Drive (140mm)
HEADSETFSAFSAFSA
FRONT FORKFox Factory 36 Fit4 150, 44mm offsetFox Performance Elite 36 Fit4 150, 44mm offsetFox Rhythm 36 Grip 150, 44mm offset
REAR SHOCKFox Factory Float X 210 x 55Fox Performance Elite Float X 210 x 55Fox Performance DPS 210 x 55
MOTOR & BATTERYShimano EP8 & 504W Battery w/chargerShimano EP8 & 504W Battery w/chargerShimano EP8 & 504W Battery w/charger
CRANKSXTR M9100 - Front Crank w/34T chainringXT 8100 - Front Crank w/34T chainringDeore 6100 - Front Crank w/34T chainring
REAR DERAILLEURXTR M9100 - 12 spd rear derailleurXT M8100 - 12 spd rear derailleurSLX M7100 - 12 spd rear derailleur
SHIFTERXTR M9100 - 12 spd shifterXT M8100 - 12 spd shifterSLX M7100 - 12 spd shifter
CHAINXTR M9100 - 12 spd chainXT M8100 - 12 spd chainDeore M6100 - 12 spd chain
CASSETTEXTR M9100 - 12 spd cassetteXT M8100 - 12 spd cassetteDeore M6100 - 12 spd cassette
CHAIN GUIDEIntegrated Top GuideIntegrated Top GuideIntegrated Top Guide
BRAKESTRP DHR EVO 4 Piston - F & RTRP Trail EVO 4 Piston - F & RTRP Slate 4 Piston - F & R
BRAKE ROTORSTRP Rotors 203 - F & RTRP Rotors 203 - F & RTRP Rotors 203 - F & R
HANDLEBARPro Taper Carbon 810mm 25mm rise x 35mm dia.Pro Taper Carbon 810mm 25mm rise x 35mm dia.Pro Taper Aluminum 810mm 25mm rise x 35mm dia.
STEMRaceface Turbine 40mm x 35mm dia.Raceface Turbine 40mm x 35mm dia.Raceface Turbine 40mm x 35mm dia.
GRIPLizard Skins charger EVOLizard Skins charger EVOLizard Skins charger EVO
SEAT POSTKS Rage 34.9KS Rage 34.9KS Rage 34.9
SADDLEWTB Volt CompWTB Volt CompWTB Volt Comp
WHEELSCrankbrothers Synthesis Enduro I9 CarbonCrankbrothers Synthesis Enduro I9 AlloyCrankbrothers Synthesis Enduro Alloy
TIRESMaxxis Assegai 2.5 F & DHRII 2.4 RMaxxis Assegai 2.5 F & DHRII 2.4 RMaxxis Assegai 2.5 F & DHRII 2.4 R
TORQUE TOOLTopeak Hexus II & 5N/M Torque BoxTopeak Hexus II & 5N/M Torque BoxTopeak Hexus II & 5N/M Torque Box
SHOCK PUMPValiant Shock PumpValiant Shock PumpValiant Shock Pump

Wir halten das Eminent Drive für ein durchaus spannendes E-Mountainbike. Die Optik und das High-Pivot Design sind durchaus ansprechend und auch die verbauten Komponenten lassen keine Wünsche offen. Wir haben uns nur etwas über den relativ kleinen 504Wh Akku gewundert. Andere Hersteller verbauen mittlerweile 650Wh, 700Wh, oder sogar noch mehr. Ein Vorteil des kleineren Akkus ist natürlich das schlankere Rahmendesign und das geringere Gewicht.

Definitiv ein spannendes Mountainbike, dass einiges anders Macht als die Konkurrenz.

www.eminentcycles.com

 

 

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FULL-RUN: Das Transition Spire in Boppard

Bikes Testen macht Laune und wenn man dann noch die Chance hat auf seinen Local Trails zu fahren, wird es noch besser. Wir waren mit Christian Mallmann in Boppard unterwegs und er hat es auf der schnellen und sprunglastigen Strecke ordentlich  krachen lassen. Den Test zum Transition Spire findet ihr demnächst auf unserer Homepage.

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VIDEO: Saison-Vorbereitung mit Martin Maes und dem Orbea Enduro Team

Für 2022 hat sich einiges bei Orbea verändert. Das Enduro Team hat mit Martin Maes einen der besten Fahrer des Sports gewinnen können und auch bei der elektrischen Enduro World Series wird angegriffen. 

Es ist der Beginn einer neuen Zeitrechnung. Das Orbea Enduro Team kann es kaum erwarten, mit der Enduro World Series (EWS) 2022 den nächsten Schritt nach vorne zu machen. Mit Martin Maes und Flo Espiñeira kommt dazu namhafte Verstärkung an Bord. Gemeinsam mit Vid Persak und Edgar Carballo werden die beiden um die Podiumsplätze fighten.

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Doch auch wenn die Saison jetzt startet, hat die wahre Arbeit für das Team schon viel länger begonnen. Genau davon erzählt die Dokumentation. Für die Fahrer geht es in der Saisonvorbereitung darum, die Form für starke Leistungen in den Rennen aufzubauen. Es geht darum, denn Mannschaftsgeist zu wecken. Und es geht darum, in Tests und Probefahrten das perfekte Setup für die Saison zu finden.

Der Wechsel in ein neues Team und damit auch zu neuem Material stellt dabei eine ganz besondere Herausforderung dar. Nur die intensive, gezielte Arbeit führt am Ende zur idealen Position auf dem Bike und dem schnellsten Setup im Kampf gegen die Uhr. Doch auch das Menschliche steht im Mittelpunkt. Denn es zählt nicht nur die Bestzeit im Sattel, sondern auch die gute, gemeinsame Zeit abseits des Sattels.

Martin Maes und Vid Persak greifen in der Enduro World Series mit dem Orbea Rallon an. Sie haben in der Saisonvorbereitung viel Zeit mit Testfahrten verbracht. Das Ziel: Die Bikes perfekt einzustellen, um jede Sekunde herauszukitzeln.

Auch Flo Espiñeira und Edgar Carballo waren fleißig. Die beiden treten mit dem Orbea Wild FS in der E-EWS an. Und sie wollen in den fünf Rennen um den Titel ganz vorne dabei sein.

TEST: Ibis Ripley AF – Effizient, Präzise und Fair

Die Nordkalifornier präsentieren mit dem Ibis Ripley AF die Aluminium Variante des beliebten Trail-Bikes mit 130mm an der Front, 29″ Laufrädern und dem bekannten DW-Link Fahrwerksdesign . Wir waren mit dem Trail-Bike im Vinschgau unterwegs und haben es auf den Trails krachen lassen. Was das Ripley kann, erfahrt ihr hier.

Ibis Bicycle wurde 1981 von Scot Nicol in Nordkalifornien gegründet. Die Geschichte der Marke begann wie bei vielen Herstellern in einer Garage und entwickelte sich nach dem ein oder anderen Rückschlag zu einer großen Marke.

Ibis setzte in der Vergangenheit hauptsächlich auf Carbon, produziert aber seit wenigen Jahren wieder Aluminium Rahmen wie das Ripley AF.

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Wir waren mit dem Ripley im Vinschgau unterwegs und haben es auf verblockten, flowigen und schnellen Trails testen können. Infos, Fahrszenen und unseren Eindruck findet ihr auch im folgenden Video.

Optik und Features

Optisch macht das Ripley AF einiges her. Der Aluminium Rahmen sieht sauber aus und fällt durch die typische Ibis Form auf. Die Leitungen und Züge sind intern verlegt und machen auf dem Trail kaum Geräusche. Das uns zur Verfügung gestellte Modell kam in der „Monolith Silver“ Farbvariante. Für alle denen das nicht gefällt, gibt es noch eine Variante in „Pond Scum Green“. Der Name beschreibt die Farbe übrigens ganz gut.

Die Decals dienen auch als Rahmenschutz und sind passend dezent gehalten.

Wer Kilometer schrubbt, braucht auch was zum trinken und Tools. Im Ripley Rahmen ist deshalb Platz für eine Trinkflasche. Auf weitere Mounts wird verzichtet. Wer also einen Ersatzschlauch und Tools am Rad mitführen will, kann diese mit modernen Straps am Bike befestigen.

Die Kettenstrebe ist mir einem dünnen gummierten Kettenstrebenschutz versehen, der im ruppigen Gelände das Ripley leiser macht und Macken durch die Kette verhindert.

Geomtrie

Beim Ripley AF ist eine 130mm Gabel an der Front und ein 120mm Dämpfer am Heck verbaut. Kombiniert wird das mit einer modernen Trail-Bike Geometrie die über einen Reach von 475mm in der Größe L, einen Lenkwinkel von 65,5° und einem Sitzwinkel von 76° kombiniert wird. Spannend wird es bei der ziemlich kurzen Kettenstrebe von 432mm in allen Rahmengrößen von Small bis X-Large.

Dazu kommt, dass der Stack des Ripley AF für moderne Verhältnisse recht tief ist. In L kommt dieser grade mal auf 622mm. Wird es also Steil, steht man recht tief in der Front was ein bisschen Eingewöhnung braucht. Das kurze Heck trägt dann auch noch dazu bei, dass das Ripley etwas unruhig im groben Gelände des Vinschgau wird.

Wo die Geometrie jedoch glänzt, ist wenn es langsam und eng oder wird oder man sich auf gebaute Strecken begibt. Hier wirkt das Ripley sehr wendig, lässt sich gut umsetzen und klettert auch über steile und verblockte Sektionen.

Komponenten und Ausstattung 

Uns wurde das Einstiegsmodell zur Verfügung gestellt. Das Ripley AF Deore verfügt über die Namensgebenden Shimano Komponenten wie 2-Kolbenbremsen mit 180mm Rotoren und der Deore Schaltgruppe.

Das Fahrwerk kommt aus dem Hause Fox. An der Front arbeitet die Fox Float 34 Performance Series mit 130mm Federweg und am Heck der Fox Performance Series Float DPS Evol mit 120mm. Wer neu im Sport ist, oder auf ein extrem individuell einstellbares Fahrwerk verzichten kann, wird hier auf seine Kosten kommen.

Die Performance bietet zwar Potential nach oben, dämpft aber ordentlich im rauen Gelände und lässt ein schnelles Finden des Fahrwerk-Setup zu.

DW Link

Das Ibis Ripley AF auf dem Trail

Kommen wir zum spannendsten Teil. Das Ripley ist speziell und dürfte nicht jeden Mountainbiker ansprechen. Das ist aber auch nicht schlimm. Wer also gerne viele Kilometer fährt und ein 120mm Trail-Bike haben möchte, dass im Uphill ausgezeichnet performt, ist hier gut aufgehoben.

Wie schon erwähnt, fühlt sich das Ripley im technischen Uphill wohl. Die tiefe Front bietet zwar nicht sonderlich viel Komfort auf langen Touren, sorgt aber dafür, dass das Vorderrad auch im steilsten Gelände Grip hat da die Position des Fahrers nach vorne gelagert ist. Der DW-Link macht jeden tritt effizient und sorgt dafür, dass wir schnell den Berg hinauf kommen und ordentlich Meter machen können.

Vinschgau

Diese Position fällt auch im Downhill auf. Wenn es steil wird, verlagert sich die Position sehr weit auf die Front. Kombiniert mit dem kurzen Hinterbau wirkt das Ripley dann bei hohen Geschwindigkeiten etwas unruhig. Das ist zwar in diesem Bereich ein Nachteil, funktioniert aber auf flowigen Strecken mit engen Kurven umso besser.

Auch in technischen und langsamen Sektionen glänzt das Ripley AF. Hier lässt sich das Hinterrad leicht umsetzen, das Bike über Felsen und Wurzeln zirkeln und dürfte im Alpinen Bereich oder auf anspruchsvollen Tech-Trails für ein Grinsen im Gesicht sorgen.

Ibis Ripley AF

Das Fazit zum Ibis Ripley AF

Das Ripley AF ist ein besonderes Trail-Bike das an ein klassisches Mountainbike mit stärken im technischen Uphill und Downhill erinnert. Die Geometrie und das Fahrwerk sorgen dafür, dass das 120mm Mountainbike besonders effizient ist und ein präzises Handling im Gelände verlangt. Der Preis ist attraktiv und bietet einen gekonnten Einstieg in den Sport. Spannend ist auch, dass man hier für faires Geld das DW-Link Fahrwerksdesign von High-End Mountainbikes bekommt. Wer es jedoch auf den Trails lieber krachen lassen will, sollte sich eher das Ibis Ripmo anschauen.

Weitere Informationen findet ihr unter: www.ibiscycles.com

 

TEST: Giant Reign E+ 0 – Schnell, Stark und Modern

Giant ist für ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis, den tollen Maestro Hinterbau und viele Erfolge in der Mountainbike Szene bekannt. Das neue Giant Reign E+ kombiniert den beliebten Hinterbau mit einer modernen Geometrie und einem starken Motor. Was das abfahrtorientierte E-Mtb kann, erfahrt ihr hier.

Giant gehört zu den größten Fahrradherstellern der Welt und durfte seit der Gründung in 1972 viele Erfolge im Radsport feiern. Die Taiwanesische Marke präsentierte vor wenigen Monaten die neuste Generation des beliebten Enduro E-Mtbs Reign E+. Im Zuge des Bike Festival Riva 2021 durften wir uns schon einen ersten Eindruck des langhubigen Boliden machen.

Wenige Wochen später haben wir das Reign in den Test bekommen und durften uns von der neuen Geometrie, Design, Ausstattung und dem neuen Antriebssystem überzeugen.

Giant Reign E+

Optik und Features

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Optisch hat sich zum Vorgänger einiges verändert – Der Motor ist kleiner geworden, das Oberrohr nicht mehr geschwungen und der Rahmen wirkt moderner. Dadurch wirkt das Giant Reign E deutlich eleganter als die Modelle aus den vorherigen Jahren.

Das uns zur Verfügung gestellte Giant Reign E+ 0 ist die High-End Variante und kommt in der Farbe Grün. Das Spannende an der Farbe ist, dass sie sich abhängig vom Licht etwas verändert und somit zu einem Hingucker wird.

Natürlich verzichtet auch Giant nicht auf die nötigen Guards und Schutzbleche. Der Kettenstrebenschutz ist ordentlich lang gezogen und geht bis zum Kettenblatt. Das schützt nicht nur die Strebe vor Beschädigungen der Kette, sondern macht das E-Mtb auch etwas leiser.

An der Fox 38 Federgabel ist ein mitgelieferter Mudguard in der Gabelbrücke verschraubt. Dieser verhindert das einem während der Fahrt Dreck um die Ohren fliegt.

Geometrie – Maestro, lang und flach

Bei der Geometrie hat sich einiges getan und das Reign E+ verfügt über eine sportliche Geo, die bei der Abfahrt auf technischen Strecken glänzt. Laut Giant wurde der Hinterbau etwas verkürzt um mehr Agilität zu erzeugen. Auch der moderne Mullet-Mix – 29″ an der Front und 27,5″ am Heck trägt dazu bei. Diese gemischten Laufradgrößen funktionieren auch bei anderen Herstellern sehr gut und kombinieren Agilität und Laufruhe.

Bei der Größe L und dem Flip Chip im High-Setting haben wir einen Reach von 480mm, einen Radstand von 1266mm und eine Kettenstrebenlänge von 454mm. Passend zur Enduro-inspirierten Geometrie haben wir einen sportlichen Lenkwinkel von 64,5° und einen recht steilen Sitzwinkel von 77,5°.

Giant Reign E+

Flip Chip

Mit dem Flip Chip am Maestro Hinterbau lässt sich die Rahmengeometrie an die Vorlieben der jeweiligen Fahrer und das Terrain anpassen. In der High-Position haben wir einen etwas steileren Lenk- und Sitzwinkel was bei anspruchsvollen Kletter-Sektionen und im engen Gelände zu einer besseren Performance beitragen soll. Für diejenigen, die es auf den Trails lieber krachen lassen wollen, gibt es die Low-Position, in der der Lenkwinkel flacher wird und wir somit mehr Traktion bei hoher Geschwindigkeit haben sollten.

Komponenten und Ausstattung 

Wie schon erwähnt haben wir von Giant das Top Modell zur Verfügung gestellt bekommen. Das Fahrwerk braucht keine weitere Erklärung – hier handelt es sich um die Fox 38 Float Factory mit 170mm Federweg und den Fox Float X2 Factory EVOL mit 160mm. Wer sich mit Fahrwerken auskennt, weiß, dass es sich hier um hochwertige Federelemente handelt, die jedoch etwas Erfahrung beim Setup benötigen, da es sehr viele Einstellmöglichkeiten gibt, die Neulinge überfordern könnten.

Am Giant Reign E+ 0 wird das Sram XO1 Eagle Schaltwerk mit gleichnamigen Hebeln und der NX Eagle Kassette mit 10-50 Zähnen kombiniert. Natürlich 12-Fach – So wie es sich für ein modernes Enduro gehört. Beim Kurbelsatz handelt es sich um Praxis Works e-Carbon Kurbeln und ein Sram X-Sync Eagle 36 Zähne Kettenblatt.

Passend zur Schaltgruppe wird mit der Sram Code RSC gebremst. Diese kommt mit 220mm Scheiben an der Front und 200mm Am Heck. Also ordentlich Bremskraft für ein schweres E-Mtb.

Diese sind mit einem Maxxis Minion DHF 29 x 2.6″ EXO+, 3c MaxxTerra and der Front und einem Maxxis Highroller II 27.5 x 2.5″ DoubleDown, 3C MaxxTerra im Heck bestückt. Die Reifen und Felgen sind zwar Tubeless Ready, werden aber mit Schlauch ausgeliefert.

Anbauteile wie Vorbau, Griffe und Lenker kommen aus eigenem Hause. Auch die Sattelstütze ist von Giant und verfügt über einen Hub von 150mm in der Rahmengröße L (S:100mm, M:125mm, XL:170mm). Unserer Meinung nach könnte diese gerne einen Ticken länger sein um mehr Freiheit auf dem Rad zu generieren.

Giant Motor

Der Motor: Giant SyncDrive Pro2

In 2022 Giant Reign E+ wird zum ersten Mal der neue 85Nm Yamaha Motor verbaut. Dieser ist nun noch effizienter und funktioniert harmonischer und unterstützt den Fahrer in Kombination mit den neuen Akku-Packs mit bis zu 400% Leistung.

Das Flaggschiffmodell der neuen Reign E+ Serie verfügt über das neue EnergyPak 750 Akkusystem für Langstreckenabenteuer. Dabei handelt es sich um die hochwertigste Akkutechnologie von Giant, die sauber in das Unterrohr des Rahmensets integriert ist. Interessant ist auch, dass das System innerhalb von drei Stunden bis zu 80% geladen sein kann.

Die Interaktion mit dem System ist ebenfalls sehr schön gestaltet. Das Display zeigt einem mit Hilfe von gut erkennbaren LED den Akkustand und die Unterstützungsstufe an. Der Controller befindet sich am Lenker und besteht aus zwei Knöpfen die zur Form des Lenkers passen und somit für eine saubere Optik sorgen. Außer man verstellt die Griff Position.

Das Reign E+ kommt als erstes GIANT Modell mit der komplett überarbeiteten Ausführung des SyncDrive Pro Motors. Er wurde gemeinsam mit Yamaha entwickelt und für das Reign E+ Chassis und dessen Maestro-Federung optimiert. Dieser hat eine kompakte Form und ist mit nur 2,7 kg deutlich leichter als die vorherige Motorgeneration. Der neue SyncDrive Pro-Motor liefert außerdem ein höheres Drehmoment (85Nm) bei reduziertem Geräuschpegel, während er seinen sofortigen Eingriff und den engen Q-Faktor für eine ideale Tretleistung beibehält. – Giant Pressemitteilung

Das Giant Reign E+ 0 ist für 7.699 Euro erhältlich. Abgesehen vom Spitzenmodell gibt es noch vier weitere Varianten mit unterschiedlichsten Komponenten. Den Einstieg macht das Giant Reign E+ 3 mit Rockshox Fahrwerk und 625Wh Akku für 4.999 Euro.

Johannes Eichinger
Johannes Eichinger lässt selbst ein schweres E-Mtb verspielt wirken. Photo by Paul Kopp

Das Giant Reign E auf dem Trail

Vorab: Auf den Action Shots ist eine DVO Gabel verbaut. Da wir das Giant recht lange im Test hatten, haben wir es genutzt um auch andere E-Bike Komponenten zu testen. 

Uphill

Sobald der E-Motor angeschaltet ist und der Fuß auf dem Pedal liegt, will das Reign los. Das von Giant angepasste Yamaha System wirkt fast schon nervös und arbeitet schon beim leichtesten Input. Bergauf geht das Giant Reign E sehr gut. Der Motor unterstützt stark und verfügt über die nötigen Unterstützungsstufen für lange Touren und steile Anstiege.

Dank des starken Motors, der langen Kettenstrebe und dem steilen Sitzwinkel ist das Giant auch ein durchaus passabler Kletterer. Zwar wirkt die Front in der einen oder anderen Uphill Sektion etwas nervös, dennoch schlägt sich das Reign im Vergleich zu ähnlichen E-Enduros recht gut bergauf.

Wer aber nach einem E-Mtb für lange Touren sucht, sollte sich lieber das Giant Trance E anschauen. Das verfügt zwar über etwas weniger Downhill Potential, bietet aber eine komfortablere Geo für lange Strecken und Uphills.

Downhill

Im Downhill wird ganz schnell wo sich das Giant wohl fühlt. Die Geometrie, 170mm an der Front und die 220mm Bremsscheiben bieten viel Reserven auf ruppigen, schnellen und steilen Strecken. Das Reign E bügelt förmlich über Stock und Stein und scheut auch nicht vor dem ein oder anderen anspruchsvollen Drop zurück. Der Maestro Hinterbau von Giant erfordert zwar etwas mehr Luftdruck im Dämpfer, arbeitet aber sehr sensibel und holt einiges aus dem Fahrwerk heraus. Sobald es etwas flowiger wird, hilft zwar der 27,5″ Reifen am Heck, jedoch ist die Kettenstrebe zu lang um das Reign wirklich wendig wirken zu lassen.

Auch Leute die gerne auf langsamen und technischen Trails unterwegs sind, sollten sich nach einer Alternative umschauen. Wie auch schon im Uphill erwähnt wirkt hier die Front etwas nervös und neigt zum Kippen. Wer aber Spaß am schnellen, steilen Downhill hat und Ballern will, kommt beim Reign auf seine Kosten.

Johannes Eichinger
Photo by Paul Kopp

Fazit: DH mit Motor?

Giant bietet mit dem Reign E+ 0 ein E-Mtb mit starkem Motor, toll integriertem Controller und Display, dass sich vor allem auf schnellen und verblockten Trails wohl fühlt. Natürlich darf auch hier der sensible Maestro Hinterbau nicht fehlen, der das exzellente Fahrwerk untermalt. Dazu kommt, dass das Preis-/Leistungsverhältnis für sich spricht – Modernste Technik, 750W Akku, Fox Factory Fahrwerk und eine moderne Geometrie für 7.699 Euro. Wer Ballern will, macht hier nichts falsch!

Giant Reign E+

Weiter Informationen zum Giant Reign E+ 0 findet ihr unter: www.giant-bicycles.com

Crankbrothers Pump for Peace Schuhe – 20% für neue Pumptracks

Crankbrothers verkündet Partnerschaft mit Pump for Peace. Die bekannten Pumptrack-Bauer von Velosolutions engagieren sich mit diesem Projekt in armen Länder und bauen dort Tracks um mehr Menschen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten aufs Bike zu bringen. Passend zur Partnerschaft gibt es besondere Varianten der Mallet und Stamp Schuhe.

Pressemitteilung Crankbrothers: Wir freuen uns, heute unsere Partnerschaft mit Pump for Peace, dem gemeinnützigen Arm des weltweit renommierten Pumptrack-Bauers Velosolutions, bekannt zu geben, um dessen Mission zu unterstützen, Pumptracks in verarmten Regionen der Welt zu bauen und mehr Menschen aus allen Gesellschaftsschichten zu ermutigen, damit zu beginnen Rad zu fahren. Bei jedem Kauf dieser limitierten Mallet Lace- und Stamp Lace-Schuhe spenden wir 20 % des Erlöses an Pump for Peace und erwecken gemeinsam den Crankbrothers Pump Track an einem bald bekannt gegebenen Ort zum Leben. Verfolgen Sie die ganze Saison über unser Ziel, den Spaß am Pumptrack mit den weniger Glücklichen zu teilen, und helfen Sie uns, wenn Sie können, einen Schritt näher zu kommen, indem Sie Ihr eigenes Paar Mallet oder Stamp Lace, Pump for Peace Edition Schuhe kaufen. Ab sofort und den ganzen Sommer lang bei lokalen Händlern und online erhältlich.

Crankbrothers Mallet Lace Pump For Peace VK Preis: 159,99 Euro

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Crankbrothers Stamp Lace Pump For Peace VK Preis: 139,99 Euro

Weitere Infos findet ihr unter: www.crankbrothers.com

Trailer: Tea & Biscuits 2 – Wild MTB loam, sends, carnage and snacks!

Der erste Tea & Biscuits Film war ein voller Erfolg und machte einiges anders als andere Mountainbike Filme. Weniger Hochglanz, mehr pure Action, Stürze, Loam, Dreck und viel zum Lachen. Am 17.06.2022 ist nun der Launch zum zweiten Tea & Biscuit Film. Hier gibt es schon einmal den Trailer.

Tea & Biscuits 2 is a very British international mountain bike film by Caldwell Visuals and Misspent Summers. T&B’s second serving is an even bigger portion of lo-fi blasting by the world’s greatest and most committed mountain bikers. The tea party puts the sport’s legends at the same table as a host of up-and-comers and underappreciated heroes. Tommy C is packing the biscuits for the official premieres tour, with three UK dates next week and the official world premiere at Enduro World Series Tweed Valley on 2 June (tickets sold out, sorry!). Check out the trailer now, get excited, then try to sit tight until the full online launch mid-June. If you can’t wait until then, check out the independent screenings info below. A huge thank you to T&B2 Presenting sponsors, OneUp Components and Propain Bicycles, for sharing our love for a good brew and biccies, and also to the Supporting Sponsors, GT Bicycles, Maxxis, Nukeproof, Rocky Mountain and Yeti Cycles, for ditching the decaf to make the film possible.

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