TEST: Norco Sight – kanadische Fahrradkunst

Das Norco Sight C2 ist das Carbon All-Mountain-Bike des kanadischen Herstellers, dass es sogar auf die Strecken der Enduro World Series geschafft hat. Norco kombiniert hier eine moderne Geometrie und tolle Komponenten mit einem potenten Fahrwerk. Mehr dazu in unserem Test. 

Seit Mitte der 60er Jahre stellt Norco Fahrräder her. Die Marke aus dem Faser Valley in British Columbia hat uns in den letzten Jahren mit einigen der spannendsten Mountainbikes versorgt und unter anderem die Freeride Szene in Kanada mit geprägt. Athleten wie Matt Macduff, Sam Blenkinsop Lewis Buchanan und Jill Kintner gehören zum Team und schwören auf die Fahrräder.

Bis vor wenigen Wochen wurde das Norco Sight noch von den Athleten in der Enduro World Series verwendet und dort auf einigen der härtesten Strecken der Welt ordentlich ran genommen. Die 160mm an der Front und 150mm Federweg am Heck werden mit einer modernen Geometrie und einem potenten Design kombiniert und ergeben ein spannendes Gesamtkonzept, dass auf fast jedem Terrain funktioniert.

Optik und Features

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Das uns zur Verfügung gestellte Sight in der C2 Variante kam in einem sehr schicken Lila, dass im Licht mit einem leichten Glitzer Effekt extrem schön dasteht. Kombiniert wird das ganze mit silbernen Decals. Der Carbon Hauptrahmen mit Alu Hinterbau wirkt elegant und ist, wie die Lackierung sauber verarbeitet.

Kabel und Leitungen sind intern verlegt und kommen im Bereich des Dämpfers wieder nach außen und werden am Hinterbau extern befestigt. Im Gegensatz zum Shore ist das Sight trotz der intern verlegten Leitungen recht leise.

Am Rahmen sind zwei Möglichkeiten für die Montage von Tools und Trinkflaschen angebracht. Kettenstrebe und Unterrohr werden mit weichen Kunststoff Elementen vor Steinschlägen und Abrieb geschützt. Das ist aber nicht der einzige Rahmenschutz. Wie es sich für ein kanadisches Fahrrad gehört, befindet sich auch im Bereich des Steuersatzes unter dem Unterrohr ein Gummischutz. Dieser ist vor allem für Pickup Besitzer Interessant da so beim Transport mit einem Tailgate Pad keine Kratzer im Rahmen entstehen können.

Geometrie – All-Mountain mit Enduro Potential

Das Norco Sight ist sowohl als 27,5″ Variante, als auch als modernes 29er erhältlich. Unser Testmodell kommt mit den größeren Laufrädern und der Rahmengröße L. Die Geometrie ist definitiv modern. Das Sight geht mit dem Trend und verfügt über einen langen Reach von 485mm, einem Lenkwinkel von 64° und einer Kettenstrebenlänge von 440mm. Dadurch kommen wir auf einen Radstand von 1262mm.

Geht es Bergauf hilft einem der steile Sitzwinkel von 77,7° und der passende Stack. Dadurch haben wir eine echt angenehme Sitzposition auf dem Sight und haben auch bei längeren Touren ausreichend Komfort.

29"SMLXL
Reach425455485515
Stack603612621630
Lenkwinkel64.064.064.064.0
Sitzwinkel77.077.377.778.0
Kettenstrebenlänge430435440445
BB Hight350350350350
Radstand1183122212621301
Reifengrößen 2.35" – 2.6"2.35" – 2.6"2.35" – 2.6"2.35" – 2.6"

Ride Aligned – Den perfekten Rahmen für jede Größe

Das Ride Aligned System ist Norcos Ansatz für jede Körpergröße das passende Fahrrad zu bieten. Abhängig von der Rahmengröße wachsen hier zum Beispiel der Reach, die Kettenstreben und der Sitzwinkel mit und sollen so für jeden Körpergröße das perfekte Fahrgefühl bieten. Das ist unserer Meinung nach ein spannendes System da einige Mitbewerber dies nicht machen. Würden wir nämlich einen Rahmen in Größe L mit einer Kettenstrebe von 440mm oder mehr fahren und diese auch auf einen Rahmen in Größe S fahren, wäre das Fahrrad ziemlich unausgeglichen und würde über eine andere Performance verfügen. Norco achtet hier auf die Details und macht seinen Job richtig gut.

Der kanadische Hersteller hat hierzu auch einige interessante Angaben auf seiner Internetseite. Neben einer Rahmen Empfehlung für die eigene Körpergröße kann man sich auch mit Hilfe des Ride Aligned Setup Guides die ersten Grundeinstellungen für das Fahrwerk konfigurieren lassen.

Komponenten und Ausstattung 

Das uns zur Verfügung gestellte Norco Sight in der C2 Shimano Variante verfügt über eine tolle Ausstattung und ist für 6.799 Euro erhältlich . Wie der Name schon sagt haben wir hier hauptsächlich Shimano Komponenten verbaut. Die Schaltung ist die Deore XT mit SLX 12 Fach Kassette und einer Abstufung von 10-51 Zähnen. Die Kette wird mit einer e*thirteen Chain Guide gesichert.

Die Bremsen sind natürlich auch von Shimano. Hier haben wir die bewehrten SLX 4-Kolben Bremsen mit einer 203mm und einer 180mm Bremsscheibe am Heck.

Das Fahrwerk lässt ebenfalls keine Wünsche offen. Norco versorgt uns hier mit Fox Performance Elite Komponenten. An der Front arbeitet die Fox 36 mit 160mm Federweg und Grip 2 Kartusche und am Heck der Float X2 mit 150mm Federweg. Hier müssen wir erwähnen das uns der Dämpfer beim Test leider undicht geworden ist und Luft gezogen hat. Dafür ist der Float X2 leider bekannt. Sobald dieser aber funktioniert, überzeugt er auf voller Länge.

Das Sight rollt auf e*thirteen LG1 Enduro Alu Felgen mit Shimano SLX Boost Naben. Bereift sind diese von Werk aus mit einem Maxxis Assegai 2.5″ 3C Maxx Terra/EXO+/TR an der Front und einem Dissector 2.4″ WT 3C Maxx Terra/EXO+/TR am Heck. Unser Testmodell kam jedoch mit einem Minion DHR am Heck. Wir können aber aus Erfahrung sagen, das die Kombination aus Assegai und Dissector durchaus gut funktioniert und sich bisher bewehrt hat. Übrigens kommen die Reifen von Werk aus tubeless.

Spannend ist auch die Norco Sattelstütze. Diese lässt sich mit wenigen Handgriffen in der Länge verstellen. Dafür schrauben wir einfach die Kappe am Tauchrohr der Stütze auf und verstellen den Insert mit den verschiedenen Positionen auf unsere gewünschte Länge. Cooles Feature!

Neben dem C2 gibt es aber noch ca. Sieben weitere Modelle. Vom C1 Carbon Tewnty-Niner für 7.499 Euro bis hin zum Alu Modell für 3.499 Euro dürfte für alle was dabei sein. Mehr Details zu den Ausstattungsvarianten findet ihr im Link am Ende des Artikels.

Das Norco Sight in Action

Im Vergleich zu modernen Enduro Bikes haben wir hier zwar etwas weniger Federweg, aber dafür mehr Performance im Uphill und kaum einen Unterschied im Downhill.

Das Sight klettert nämlich extrem gut. Das liegt zum einen am leichten Rahmen und der tollen Schaltungen, aber auch an der ausgewogenen Geometrie mit steilem Sitzwinkel und einer aufrechten Sitzposition. Hier steht also längeren Touren oder einer ausführlichen Enduro Runde nichts im Weg.

Auch auf den Trails macht das Sight eine tolle Figur. Auf technischen und ruppigen Strecken bügelt das Fahrwerk angenehm Unebenheiten Weg und lädt zu ordentlich Geschwindigkeit ein. Hier hilft auch das Dämpfer Design. Zwar handelt es sich beim Sight um kein High Pivot Mountainbike, jedoch verhält sich der hintere Achsweg ähnlich und wandert in den ersten Zentimetern des Federwegs nach hinten weg und verhindert somit hängen bleiben an Wurzeln und sorgt für ein geschmeidigeres Fahrgefühl.

Auch auf flowigen Strecken hatten wir eine Menge Spaß mit dem Sight. Trotz des langen Radstand und der großen Laufräder, konnten wir das All-Mountain gut durch Kurven Zirkeln und angenehm leicht in die Luft befördern. Ging es aber mit etwas mehr Geschwindigkeit in Kurven konnten wir einen etwas stärkeren Flex im Hinterbau feststellen. Dieser fällt vor allem durch seine Geräuschkulisse etwas negativ auf, wirkt sich aber nicht sonderlich auf die Performance auf der Strecke aus.

Norco Sight C2 – Fazit

Die Kanadier präsentieren hier ein absolut solides All Mountain, dass vor keinem härteren Enduro Einsatz zurückschreckt. Mit den 160mm Federweg und einer tollen Ausstattung kann man es mit fast jeder Strecke aufnehmen und wird sich dabei sicher auf dem Fahrrad fühlen. Der Hinterbau könnte etwas steifer gestaltet sein, jedoch gewöhnt man sich an dessen Flex nach den ersten Abfahrten.

Mit einer tollen Performance im Downhill und einer ebenso guten Kletter-Performance bietet das Sight alles was das Mountainbiker Herz benötigt. Zwar kommt es mit seinen 160mm Federweg etwas früher an seine Grenzen als moderne Enduro Mountainbikes, jedoch klettert es dafür extrem gut und macht einen Heidenspaß auf den Trails.

Wenn ihr euch für etwas mehr Federweg und mehr Action im Bike Park interessiert, schaut euch doch gerne mal useren Test zum Norco Shore an. Norco Shore – Das pedalierbare Downhill Bike

www.norco.com

 

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Must Watch: North Shore Betty – man ist niemals zu alt!

Betty Birrell ist seit über 30 Jahren auf den anspruchsvollen Trails am North Shore unterwegs. Patagonia begleitet die 73-jährige und erzählt von ihrer Mountainbike Leidenschaft, ihrem spannenden Leben und zeigt, dass man nie zu alt ist um Abenteuer zu erleben.

After nearly 30 years on the harrowing and hallowed trails of British Columbia’s North Shore Mountains, Betty Birrell still thinks life is one big playground—and that you’re never too old to send.

Die ganze Story findet ihr auf: www.patagonia.com

VIDEO: Take a Lap with Martin Maes

Martin Maes kam schon zwischen Fahrrädern zur Welt. Er wuchs zwischen ihnen auf, lernte zwischen ihnen und lebte zwischen ihnen. Kein Wunder, dass aus diesem Jungen eines der größten Talente der MTB- und Enduro-Welt wurde. Schon früh hat er seine ersten großen Rennen gewonnen. Mit der Geburt seiner Tochter hat er jetzt nochmal einen ganz neuen Blick auf die Bike-Rennen gewonnen. Dabei hat er sich die Werte bewahrt, die dieser Sport ihn gelehrt hat. Mit „Take A Lap“ drehen wir eine Runde mit Martin Maes, um mehr über ihn zu erfahren.

 

Neue YT Capra Core 2 Alu Modelle

Pressemitteilung YT: Wenn es um hammerharte EnduroMountainbikes geht, kann man sich darauf verlassen, dass YT Industries die perfekte Maschine für den Job hat. Die Gravity Experten haben dem Lineup des legendären Enduros CAPRA eine weitere AluminiumVariante hinzugefügt. Das CAPRA Core 2 verfügt über die gleichen Rahmendetails, die gleiche Geometrie und das gleiche kinematische Konzept wie die neueste Generation des CAPRA aus Carbon, die 2021 herausgebracht wurde.

YT Capra Core 2

Nachdem die neuste Evolutionsstufe des CAPRA durch Modelle wie dem Core 4, Core 3 und Uncaged 6 mit einem Carbonrahmen als Herzstück vorgestellt wurde und das CAPRA Uncaged 9 bereits in limitierter Auflage die neue Aluminium-Rahmens vorweggenommen hat, folgt nun das CAPRA Core 2. Egal, ob man die größten Drops auf Party-Laps im Bikepark sendet oder zu ganztägigen Enduro-Abenteuern in technischem Gelände aufbricht, das CAPRA Core 2 bringt den Fahrer bequem auf den Berg und überwindet jede Herausforderung, die der Trail auf dem Weg zurück ins Tal bereithält. Wie bei den Carbonvarianten des CAPRA gibt es auch das CAPRA Core 2 in zwei Ausführungen – als 29 Zoll-Bike und als MX-Bike.

YT Capra Core 2

GEOMETRIE & RAHMEN

Wie sein Pendant aus Carbon wurde auch das CAPRA aus hydrogeformtem Aluminium für zwei unterschiedliche Einsatzbereiche entwickelt. Die Designer und Ingenieure haben speziell angefertigte Sitzstreben und eine angepasste Federungskinematik entwickelt – kürzere Sitzstreben und eine größere Endprogression für die MX-Version stehen längeren Sitzstreben und einer leicht reduzierten Progression der 29er-Variante gegenüber. Beide Rahmen besitzen im Vergleich zum preisgekrönten Vorgängermodell einen steileren Sitzwinkel, einen flacheren Lenkwinkel und einen längeren Reach. Somit sitzt der Rider mehr im Zentrum des Bikes, was sich positiv auf die Tretkinematik und die Federungseigenschaften auswirkt, welche an sich deutlich verbessert wurden.

Die Aluminiumversion des CAPRA verfügt über eine asymmetrische Kettenstrebe, die das Verhältnis zwischen Gewicht und Steifigkeit verbessert. Das neue CAPRA Core 2 wird für Rider rund um den Globus in fünf verschiedenen Größen von S bis XXL erhältlich sein. Die 29-Zoll-Version bietet vorn 170 mm und hinten 165 mm Federweg und ist damit die schnellste Option auf dem Trail, mit großartigen Rolleigenschaften und einem satten Fahrgefühl.

Die MX-Variante bietet mit einem 29-Zoll-Laufrad vorn und einem 27,5-Zoll-Laufrad hinten das Beste aus beiden Welten, was perfekt für die Rider ist, die die Verspieltheit des kleineren Hinterrads schätzen, wenn sie damit durch den Bikepark heizen.

YT Capra Core 2

SPEC

Core 2 steht für einen High-Performance-Rahmen aus Aluminium in Kombination mit Komponenten, die sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Mountainbikern sehr gute Leistung und Effizienz bieten. Um auch die anspruchsvollsten Trails zu meistern, ist das CAPRA Core 2 mit der FOX 38 Float Performance-Gabel ausgestattet. Die verbesserte GRIP-Kartusche sorgt für eine gleichmäßige Dämpfung und erhöht die Haltbarkeit, so dass der Fahrer immer das Optimum aus seinen 170 mm Federweg herausholen kann. Vervollständigt wird das Fahrwerkspaket durch den neuen FOX Float X Performance-Dämpfer mit 170 mm oder 165 mm Federweg, je nach Laufradgröße.

Der SRAM NX-Antrieb ermöglicht präzise Schaltvorgänge und die SRAM Code R-Bremsen mit 200 mm Centerline-Rotoren vorn und hinten sorgen für die nötige Bremskraft und Modulation.

Ein Highlight ist sicherlich der Crankbrothers Synthesis Enduro Alloy-Laufradsatz, der durch seine spezielle Abstimmung hinten mehr Steifigkeit und vorn mehr Nachgiebigkeit bietet und die MAXXIS DHRII und MAXXIS Assegai über Wurzeln und Felsen trägt. Diese Ziege ist bereit für alle Shredder da draußen, die auf der Suche nach einem leistungsstarken und langlebigen Rahmen mit hochwertigen Komponenten sind, um auf jedem Trail jede Menge Good Times zu erleben.

Das Capra MX und 29 Core 2 ist ab 3.199 Euro erhältlich.

YT Capra Core 2

Weitere Informationen findet ihr unter: www.yt-industries.com

TEST: Rapha Trail Kollektion – neu, schick und teuer?

Rapha ist schon seit Jahren eine der größten Bekleidungsmarken im Rennrad-Bereich. Nun öffnen die Engländer*innen ein neues Kapitel und präsentieren ihre erste Mountainbike Kollektion. Wir haben haben das Mens Trail Outfit mit passenden Knie-Schonern und dem Smith/Rapha Helm auf die Trails entführt und einen ausführlichen Eindruck bekommen. 

Nachdem Rapha im Jahr 2004 von Simon Mottram und Luke Scheybeler in London gegründet wurde, etablierte sich die Marke schnell im Rennradsport. Mittlerweile gibt es eigene Rapha Teams, gesponserte Rennställe und Kollaborationen mit anderen Herstellern die Rapha immer weiter voran bringen.

2021 ging der englische Hersteller einen Schritt weiter und präsentierte seine erste Mountainbike Kollektion mit einem großen Sortiment aus Hosen, Jerseys, Jacken, Schonern und sogar einem Smith Forefront Trail Helm mit Rapha Design.

Zwar scheinen die Preise auf den ersten Blick etwas hoch angesetzt, jedoch bietet die Marke bei Beschädigung der Kleidung einen Reparatur Service an und liefert Patches zum Flicken direkt mit. Andere Marken in der Bike-Branche bieten ähnliche Services an, die gegen die Wegwerfgesellschaft angehen wollen.

„Rapha bietet einen kostenlosen Reparaturservice für die Lebensdauer des Produkts mit gültigem Kaufnachweis an. Dieser Service gilt auch für Kleidungsstücke, die nicht unserer 90-tägigen Rückgabefrist unterliegen. – Rapha“

Vinschgau
Das Vinschgau entwickelt sich immer mehr zu einem der Hot Spots der Mountainbike Szene in Europa. Good Vibes und tolle Trails sind hier garantiert!

Natürlich konnten wir nicht die Finger von der neuen Mountainbike Kollektion lassen und mussten einfach ein paar der Produkte testen. Im Zuge unseres Test-Trips nach Latsch hatten unsere Fahrer das Mens Trail Outfit mit passenden Knie-Schonern und dem Smith/Rapha Helm auf.

MEN’S TRAIL 3/4 SLEEVE JERSEY

Optisch bleibt sich Rapha auch bei der Mountainbike Kollektion treu. Das Design ist clean und verzichtet auf auffällige Farben und fette Logos. Schlicht und Modern trifft es da wohl am besten.

Das Mens Trail 3/4 Sleeve Jersey hat wie der Name schon sagt 3/4 lange Arme, die vor allem zu der langsam kommenden, wärmeren Jahreszeit passen. Unser Modell kam in Blue/Navy ist aber noch in Light Grey/Black und Dark Grey/Light Grey erhältlich. Die beiden anderen Versionen sind ähnlich schlicht gehalten und verzichten auf knallige Farben.

Komfort und Verarbeitung

Laut Rapha besteht das Men’s Trail Jersey aus strapazierfähigem, atmungsaktivem und flexiblem Material für große Bewegungsfreiheit. Nach einigen Abfahrten und ungewolltem Bodenkontakt können wir das auch bestätigen. Das Jersey sitzt sehr angenehm am Körper und bietet trotz etwas engerem Fit ausreichend Bewegungsfreiheit und Komfort. An den Armen wird zusätzlich ein abriebfestes Gewebematerial verarbeitet.

Insgesamt lässt die Verarbeitung keine Wünsche offen. Auch nach mehrfachem Tragen, Waschen und dem ein oder anderen Sturz sieht das Men’s Trail wie neu aus.

Material und Preis:
  • Korpus: 100 % Polyester (68 % recycelt)
  • Ärmel: 76 % Nylon, 13 % Polyester, 11 % Elastan
  • Größen: XS – XXL
  • Preis: 90,00 Euro

Preislich muss man ganz klar sagen, dass sich das Jersey im höheren Preissegment ansiedelt. Allerdings sind auch Komfort und Verarbeitung auf einem hohen Niveau.

Rapha

MEN’S TRAIL SHORTS

Passend zum Jersey gibt es die Trail Short in Navy. Die Optik ist ebenso sauber wie schlicht gehalten und somit finden wir nur ein kleines Rapha Logo in Orange auf der Hose. Der Sitz der Hose ist durch einen verstellbaren Bund mit seitlichen Schnallen an den Körper anpassbar und sorgt mit seiner ergonomischen Schnittführung für uneingeschränkte Bewegungsfreiheit.

Natürlich dürfen keine Taschen fehlen. Deshalb gibt es zwei Einschubtaschen sowie zwei seitliche Taschen mit Reißverschluss und integriertem, leicht erreichbarem Smartphone-Fach.

Komfort und Verarbeitung

Die Men’s Trail Short verfügt über ein robust wirkendes, atmungsaktives und elastisches Material aus Nylon und Elastan das nach Bluesign und Öko-Tex zertifiziert ist.

Material und Preis:
  • Korpus: 88 % Nylon, 12 % Elastan
  • Größen: XS – XXL
  • Preis: 135,00 Euro

Auch die Hose ist mit 135,00 Euro recht teuer. Andere Hersteller bieten für den Preis lange Beine und Downhill Produkte an. Wie aber auch bei dem Jersey kann man sich nicht über den Komfort und die Passform beschweren. Der Bund lässt sich auch sehr angenehm an den Körperbau anpassen und das cleane Design dürfte auch viele Fans finden.

Rapha MTB

TRAIL KNEE PADS

Unter der Men’s Trail Short haben wir die neuen Rapha Knieschoner getragen. Optisch lässt sich hier absolut nichts einwenden. Im Gegenteil – das extrem schicke und cleane Design macht die Knee Pads fast schon auffällig unauffällig.

Rapha

Komfort und Verarbeitung

Sobald man die Schoner anzieht wird einem das sehr bequeme bi-elastische Material auffallen. Das Pad schmiegt sich wie eine zweite Haut an das Bein an und bietet mit seiner nahtlosen Konstruktion in der Kniekehle für zusätzlichen Komfort und verhindert Druckpunkte.

Die ergonomische Formgebung auf der Rückseite und die breite Gummierung am oberen Rand des Schoners sollen für perfekten Halt sorgen. Das können wir auch zum Großteil bestätigen, jedoch sind die Schoner einem unserer Tester hin und wieder bei längeren Abfahrten gerutscht.

Rapha MTB

Die Protektoreneinsätze werden in Zusammenarbeit mit RHEON™ Labs speziell für Rapha gestaltet und sollen auch bei extremer Krafteinwirkung eine hohe Schutzwirkung bieten. Zwar hatten unsere Tester den ein oder anderen Bodenkontakt, jedoch war der bisher nie schwer genug um das volle Potential der Schoner auszuschöpfen – Zum Glück. Die Verarbeitung lässt jedoch keine Wünsche offen und zeigt bisher fast keine Abnutzung oder offene Nähte. Das liegt eventuell auch an dem Material an der Vorderseite das mit SuperFabric™ gefertigt wird, einem zähen synthetischen Gewebe mit extrem robustem Keramik-Polymer-Druck.

Material und Preis:
  • Korpus: 78 % recyceltes Nylon, 22 % Elastan
  • Front: Super Fabric™
  • Protektoreneinsätze: Aktives Polymer von RHEON™Labs
  • Zertifizierte Schutzklasse: 2, Typ B
  • Größe: XS – XL
  • Preis: 95,00 Euro

Für leichte Knieschoner sind auch die Rapha Trail Knee Pads recht kostspielig. Dafür bekommt man aber einen Schoner der wie eine zweite Haut am Bein anliegt, optisch sehr sauber gestaltet ist und sich leicht anfühlt.

Rapha

RAPHA X SMITH FOREFRONT 2 TRAIL HELMET

Rapha hat zusammen mit Smith den Forefront 2 Trail Helm auf den Markt gebracht. Diesen gibt es in gleich vier verschieden Farbvarianten – Grey/Light Grey, Green/Black, Black/Print und dem uns zur Verfügung gestellten Grey Blue Print. Unserer Meinung nach ein absoluter Hingucker.

Komfort und Verarbeitung

Schon auf den ersten Metern wird klar, dass der Forefront einer der bequemeren Helme ist. Das VaporFit-Einstellsystem mit 270° lässt den Helm angenehm an die Kopfform anpassen ohne dabei zu drücken. Auch Mountainbiker*innen mit einem größeren Kopf kommen hier auf ihre Kosten. Wer jedoch zusätzlich noch einen recht runden Kopf hat, wird im Bereich der Schläfe etwas Druck verspüren.

Für ausreichend Ventilation sorgen die knapp 20 Lüftungsschlitze welche an der Front und am Heck des Helms auch zum verstauen einer Brille genutzt werden können.

Im Gegensatz zum Trend ist das Visier nicht am Helm fixiert, sondern lässt sich leicht in der Höhe verstellen. Beim Verschluss handelt es sich um ein klassisches Clip-System.

Schutz – Mips und Koroyd Technologie

Für einen Preis von 205,00 Euro sollte der Rapha Helm mit ausreichend Schutz und Sicherheit glänzen. Der Forefront 2 kommt deshalb mit dem beliebten Multi-Directional Impact Protection System (MIPS), das Rotationsbelastungen bei ungünstigem Aufprallwinkel verringert. Zusätzlich ist der Helm noch mit einer vollflächigen Koroyd-Schutzschicht ausgestattet die für eine optimale Belüftung und Stoßabsorption beim Aufprall sorgen soll.

Material und Preis:
  • Schale und Koroyd Schicht: Polycarbonat
  • Polsterung: EPS-Schicht
  • Größe: S – L
  • Gewicht: 410g (Größe L)
  • Preis: 205,00 Euro

Wer einen großen Kopf hat, sollte sich nicht von der fehlenden Größe XL abschrecken lassen – denn der Forefront 2 in der Größe L passt auch Menschen mit großem Kopf (Patrick hat einen Kopfumfang von 62cm und trägt den Helm sehr gerne auch bei langen Touren). Die Geschichte mit dem Preis zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Rapha MTB Sortiment – Auch für den Rapha Forefront muss man etwas tiefer in die Tasche greifen als für vergleichbare Helme der Konkurrenz. Wer auf das Design der britischen Marke verzichten kann, bekommt den Helm von Smith übrigens für knapp 50 Euro weniger.

Rapha

Unser Fazit zur Rapha MTB Trail Kollektion

Rapha ist schon lange für sein edles Design und tolle Verarbeitung in der Rennrad und Gravel Szene bekannt. Mit der Mountainbike Kollektion schaffen sie nun einen würdigen Einstieg in eine weitere Sportart. Die Verarbeitung und der Komfort sprechen für langjährige Erfahrung und bieten alles was man von einer Trail-Kollektion erwarten kann. Über den tendenziell etwas höheren Preis der Produkte kann man streiten. Wer auf der Suche nach „Bang for the Buck“-Produkten ist, wird um die Kollektion der Briten wahrscheinlich einen weiten Bogen machen. Wer jedoch auf der Suche nach einem hochwertig verarbeiteten, stylischen und bequemen Kit mit einem extra-Schuss Exklusivität ist, sollte sich die Rapha MTB Trail Kollektion auf alle Fälle genauer ansehen.

Rapha
Staubige Trails im März auf knapp 1500 Höhenmeter

Rapha Produkte findet ihr bei einem offiziellen Händler oder unter: www.rapha.cc

VIDEO: Korbinian Engstler – HYPECAM EP 1 – Schnee und Staub

Korbinian Engstler präsentiert seine neue Serie – Hypecam. Zusammen mit seinen Freunden ist er auf den schneebedeckten Pisten in Sölden und auf den staubigen Trails in Latsch unterwegs. 

Welcome to our new Youtube Series called HYPECAM! In the first Episode we shred from snow to dust, with a lot of Hype. Shot 100% on GOPRO

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