Season Recap: 20 Jahre Epic Bikepark Leogang

Neue Trails, ein Doppel-Weltcup und eine erfolgreiche Saison

Mit einem Lift, zwei Shapern, zwei Trails von der Mittelstation ins Tal und einer gehörigen Portion Motivation fing vor 20 Jahren alles an – 2001 eröffnete in Saalfelden Leogang der erste Bikepark Österreichs. Doch obwohl anfangs nur die Wenigsten außerhalb der Region überhaupt wussten, was ein Bikepark ist und wofür und für wen so etwas eigentlich gut sein soll, glaubte man in Saalfelden Leogang immer an die Vision, ein Eldorado für Mountainbiker zu schaffen. Innerhalb kürzester Zeit sollte der Erfolg den Pinzgauern recht geben und auch nach 20 Jahren schreibt der Epic Bikepark Leogang diese Geschichte fort. Zum runden Geburtstag gab es in diesem Jahr nicht nur neue Strecken, den ersten Doppel-Mountainbike Weltcup im Epic Bikepark Leogang und das BIKE Festival Saalfelden Leogang, sondern vor allem ein dickes Grinsen im Gesicht der tausenden Besucher.

20 Jahre Epic Bikepark Leogang

Die Geschichte des Epic Bikepark Leogang ist vor allem eine Geschichte der Leidenschaft und des Glaubens an die Zukunft des Mountainbike-Sports. Gemeinsam mit 33 Gesellschaftern investierten die Leoganger Bergbahnen zur Jahrtausendwende 450.000 Euro in eine der breiten Öffentlichkeit (noch) unbekannten und kritisch beäugten Idee: einen Bikepark. Doch entgegen aller Widerstände ging die Wette auf und wurde schnell ein voller Erfolg. Heute ist der Epic Bikepark Leogang einer der größten Bikeparks in Europa, hat hunderttausenden von Mountainbikern Stoke, Flow und Glücksgefühle beschert und mit der Ausrichtung von zehn UCI Mountainbike Weltcups, zwei UCI Mountainbike Weltmeisterschaften, zwei Four-Cross-WMs, einer Trials-WM und unzähliger weiterer großer und kleiner Events, die Region Saalfelden Leogang als Sommerurlaubsdestination und Bikeregion weltweit bekannt gemacht. Einen tieferen Einblick in die Geschichte des Epic Bikepark Leogang gibt das folgende Video.

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Zur Feier der jahrelangen erfolgreichen Zusammenarbeit und passend zum 20-jährigen Bikepark-Jubiläum hat der Epic Bikepark Leogang zusammen mit seinem langjährigen Bike-Partner SCOTT außerdem ein Custom Paint SCOTT Gambler 900 Tuned in spezieller Leogang Edition unter 360 Teilnehmenden verlost. Das einzigartige Bike – lackiert in den Farben des Bikeparks und versehen mit dem Hashtag #20epicyears auf der Kettenstrebe sowie „The Epic Bikepark Leogang“ auf dem Steuerrohr – wurde im Rahmen des BIKE Festivals an den glücklichen Gewinner überreicht.

Neue Trails ein voller Erfolg
Bei den zwei Trails ist es nicht geblieben, denn inzwischen hat der Epic Bikepark Leogang 11 Trails mit einer Länge von insgesamt über 30 Kilometern, ein über 10.000 Quadratmeter großes Übungsareal, den Riders Playground, einen 5.000 Quadratmeter großen, asphaltierten Pumptrack mit Dirtjump-Area, dem GoPro Bagjump und vielem mehr. Doch der Bikepark ist nur die halbe Miete, denn die Region Saalfelden Leogang hat in den letzten 20 Jahren in die Erschaffung und den Ausbau eines großes Mountainbike-Trailnetzwerks außerhalb des Bikeparks investiert.

In diesem Jahr neu hinzugekommen und mit bereits überwältigendem positiven Feedback aufgenommen, sind „Vali‘s Hölle“ und der „Knappentrail“. Nach dem Debut von Vali‘s Hölle als neuem, äußerst steilem und technisch anspruchsvollen Teil-Abschnitt der Rennstrecke der UCI Mountainbike Weltmeisterschaft im letzten Jahr, wurde Vali‘s Hölle im Jahr 2021 als offizielle Line in den Epic Bikepark Leogang aufgenommen. Doch Vorsicht! Vali‘s Hölle ist alles andere als eine Flowline und stellt selbst für erfahrene Profis eine große Herausforderung dar. Zusätzlich zu Vali‘s Hölle wurde auch der im Jahr 2020 neu-geshapte HOT SHOTS fired by GoPro bis direkt zur Bergstation der Asitzbahn erweitert und bietet jetzt noch mehr Airtime und Flow auf großen Sprüngen und riesigen Anliegern.

Auch das Streckenangebot außerhalb des Bikeparks wurde 2021 mit der Eröffnung des neuen Knappentrails weiter ausgebaut. Der mittelschwere, naturbelassene Trail zweigt vom Schwarzleo Trail ab und schlängelt sich von dort mit viel Flow über Stock und Stein zurück ins Tal.

Saison-Highlights: Doppel-Weltcup und BIKE Festival
Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnte die Region Saalfelden Leogang auch in diesem Jahr zwei Event-Highlights erfolgreich und vor allem sicher veranstalten. Der erste UCI Doppel-Weltcup im Epic Bikepark Leogang Anfang Juni war gleichzeitig auch die Saisoneröffnung für die Elite des Downhill-Sports und sorgte für packende und spektakuläre Downhill und Cross-Country Rennen. Dank eines ausgefeilten Sicherheits- und Hygienekonzepts konnte eine limitierte Zahl von Zuschauern die Siege von Camille Balanche (SUI) und Troy Brosnan (AUS) im Downhill sowie die Doppelsiege von Loana Lecomte (FRA) und Mathias Flückiger (SUI) im Cross-Country und Cross-Country Shorttrack vom Streckenrand aus bejubeln.

Auch das zweite große Event des Jahres, das BIKE Festival Saalfelden Leogang, war einmal mehr ein großer Erfolg. Im Rahmen des Festivals konnten die tausenden von Besuchern bei 30 Ausstellern die neusten Bikes, Teile und Produkte bestaunen und großteils direkt auf den Lines & Trails im Bikepark und der Region testen. Neben Livemusik und einer Vielzahl von Workshops mit Profis und Stars der Szene wie Jasper Jauch, war im Rahmen der Pump Track World Championship Qualifier auch einmal mehr heiße Renn-Action für Jung und Alt geboten.

 Kornel Grundner, Geschäftsführer der Leoganger Bergbahnen:
„20 Jahre Epic Bikepark Leogang. Das ist schon echt ein Ding. Wir sind wirklich stolz auf das, was wir und das gesamte Team der Leoganger Bergbahnen hier in den letzten zwei Jahrzehnten aufgebaut haben und freuen uns schon jetzt auf die nächsten Jahre und Jahrzehnte. Mit dem Epic Bikepark Leogang haben wir nicht nur einen Besuchermagneten für die Region und ein absolutes Highlight für unsere Besucher geschaffen, sondern auch wahnsinnig viel für unsere lokale Mountainbike-Szene bewegen können. Mit Vali Höll haben wir jetzt sogar eine Gesamtweltcupsiegerin im Downhill aus unserer Region, die trotz ihrer jungen Jahre schon jetzt kommende Generationen von Mountainbikern und Mountainbikerinnen inspiriert.“

Marco Pointner, Geschäftsführer der Saalfelden Leogang Touristik:

Es hat sich extrem viel getan hier im Bikepark und ich habe großen Respekt vor den Menschen, die vor 20 Jahren den Mut aufgebracht haben, das Projekt ins Leben zu rufen. Nach anfänglichen Herausforderungen wurde nicht nur der Bikepark stetig ausgebaut, sondern auch ein ganzes Trailnetzwerk und unzählige Angebote für Aktiv-Urlauber und Genießer außerhalb des Bikeparks in Saalfelden Leogang geschaffen. Dank der vielen Event-Highlights und Angebote für Mountainbiker, Tourenfahrer, E-Biker und Wanderer und der Zusammenarbeit mit den Leoganger Bergbahnen und dem Epic Bikepark Leogang ist die Region Saalfelden Leogang international ein Begriff geworden.

Der Erfolg unserer Arbeit und unseres Angebots schlägt sich auch in unseren Besucherzahlen nieder. Mittlerweile haben wir bei den Übernachtungszahlen eine Verteilung von 50:50 zwischen Sommer und Winter. Ausgeruht wird sich auf diesem Erfolg bei uns allerdings nicht. Wir arbeiten schon jetzt an einer ganzen Reihe von neuen Projekten und bauen unser Angebot stetig aus. Man darf auf die Zukunft gespannt sein.“

Ausblick 2022
Auch im kommenden Jahr 2022 wird das Trail-Netzwerk in Saalfelden Leogang weiter ausgebaut. Neben einem weiteren Naturtrail, auf dem die Mountainbike-Gäste der Region außerhalb des Parks Tiefenmeter sammeln können, sind auch für den Epic Bikepark Leogang selbst weitere Highlights in Planung.

Ebenfalls freut man sich in Leogang auf die erneute Austragung des UCI Mountain Bike World Cup im Rahmen des Out of Bounds Festival. Vom 10.-12. Juni 2022 werden wieder alle Blicke auf den Pinzgau gerichtet sein, wo die Besten der Besten in Downhill, Cross-Country olympisch sowie Short Track gegeneinander um wichtige Weltcup-Punkte kämpfen werden. Das BIKE Festival Saalfelden Leogang findet traditionsgemäß im September statt (16.-18.9.).

Weitere aktuelle News, Termine und Informationen zu den Strecken des Epic Bikepark Leogang gibt es auf bikepark-leogang.com, instagram.com/BikeparkLeogang oder facebook.com/BikeparkLeogang

Für einen „runden Rad-Urlaub“ gibt es in Saalfelden Leogang spezielle Bike-Hotels wie das Hotel Bacher, das Holzhotel Forsthofalm, das Lebe Frei Hotel Der Löwe, das mama thresl, das Good Life Resort Riederalm, das Ritzenhof – Hotel und Spa am See, das Biohotel Rupertus, das Hotel Salzburgerhof – home of sports und das Vier-Sterne Superior Hotel Krallerhof sowie kompetente Bike-Shops wie Sport Mitterer, Sport Simon und der Bikepoint. Zur Verbesserung der eigenen Fähigkeiten, für geführte Touren oder für Fahrtechniktraining bietet die Bikeschule Elements Outdoorsports ein umfangreiches Angebot an. Eine Liste aller bikefreundlichen Unterkünfte in der Region Saalfelden Leogang befindet sich hier: saalfelden-leogang.com/de/region-erleben/biken/bikefreundliche-betriebe.

Weitere Informationen zur Region Saalfelden Leogang gibt es auf:

saalfelden-leogang.com, instagram.com/Saalfelden_Leogang oder facebook.com/SaalfeldenLeogang

Photo by Klemens König.

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NEWS: Loic Bruni bricht sich Schlüsselbein in Fort William

Superbruni verkündet auf Instagram, dass er beim Training in Fort William gestürzt ist und sich das Schlüsselbein gebrochen hat. Der Franzose hat in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme mit der Strecke in Schottland gehabt und kann dieses Wochenende nicht auf eine Revanche hoffen. 

 

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UCI Mountain Bike World Cup – Fort William – Alle Infos

Die längste Strecke der World Cup Saison wird nach drei Jahren wieder den Athleten*innen einiges abverlangen. Seit 2003 gehört die legendäre britische Strecke zum World Cup und hat für einige der legendärsten Szenen des Sports gesorgt. Wann und wo ihr die Rennen schauen könnt, erfahrt ihr hier.

Aber was macht Fort William eigentlich so legendär? Die 2,8km lange Strecke beginnt auf einem offenen Berghang. Im oberen Teil ist man dem Wetter und dem starken schottischen Wind ausgesetzt und muss das Rad über eine Kombination aus Steinen, Felsen und Holz Elementen bugsieren.

UCI World Cup Fort William
 

Nachdem man die massiven Steinfelder überlebt hat, geht es in den Wald. Im Gegensatz zu den letzten Jahren, geht es jedoch nicht mehr in die enge Waldsektion, sondern auf die alte Downhill Strecke. Diese besteht aus offenen Kurven in denen die Linienwahl entscheidend ist. Bis zum Rennen wird sich die Strecke in diesem Bereich extrem verändern.

UCI World Cup Fort William
 

An das Road Gap werden sich wieder einige Fahrer*innen ran tasten müssen. Danach geht es durch Anlieger zum berühmten Bach Gap und in die flache Sektion beim Oakley Wallride

Kurz Vor dem Ziel wartet der Motorway auf die Athleten*innen. Dieser besteht aus massiven Sprüngen und führt vorbei an den eskalierenden Zuschauern ins Ziel.

UCI World Cup Fort William

Wo kann ich das Rennen sehen?

Das Qualifying wird am Samstag stattfinden. Dort werden wieder die Startplätze für den UCI World Cup am Sonntag festgelegt. Ob der amtierende Champion Greg Minaar seinen Speed vom letzten Jahr aufrecht halten kann, bleibt abzuwarten.

Wer auch so gespannt ist wie wir, kann das Event am Sonntag den 22.05.2022 auf Red Bull TV schauen.

www.redbull.com

 

VIDEO: Wyn TV – DH World Cup Fort William Trackwalk Interviews

Wyn Masters ist zurück auf den World Cup Strecken der Welt. Am Wochenende findet das zweite Downhill Rennen der Saison statt. Fort William ist für seine anspruchsvolle, anstrengende und lange Strecke bekannt. Was die Fahrer vom Track halten und weitere News gibts in der neuen Folge Wyn TV.

Wyn Masters checks in from the DH World Cup in Fort William to see who’s ready to take on this classic tech track.

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TEST: Giant Reign E+ 0 – Schnell, Stark und Modern

Giant ist für ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis, den tollen Maestro Hinterbau und viele Erfolge in der Mountainbike Szene bekannt. Das neue Giant Reign E+ kombiniert den beliebten Hinterbau mit einer modernen Geometrie und einem starken Motor. Was das abfahrtorientierte E-Mtb kann, erfahrt ihr hier.

Giant gehört zu den größten Fahrradherstellern der Welt und durfte seit der Gründung in 1972 viele Erfolge im Radsport feiern. Die Taiwanesische Marke präsentierte vor wenigen Monaten die neuste Generation des beliebten Enduro E-Mtbs Reign E+. Im Zuge des Bike Festival Riva 2021 durften wir uns schon einen ersten Eindruck des langhubigen Boliden machen.

Wenige Wochen später haben wir das Reign in den Test bekommen und durften uns von der neuen Geometrie, Design, Ausstattung und dem neuen Antriebssystem überzeugen.

Giant Reign E+

Optik und Features

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Optisch hat sich zum Vorgänger einiges verändert – Der Motor ist kleiner geworden, das Oberrohr nicht mehr geschwungen und der Rahmen wirkt moderner. Dadurch wirkt das Giant Reign E deutlich eleganter als die Modelle aus den vorherigen Jahren.

Das uns zur Verfügung gestellte Giant Reign E+ 0 ist die High-End Variante und kommt in der Farbe Grün. Das Spannende an der Farbe ist, dass sie sich abhängig vom Licht etwas verändert und somit zu einem Hingucker wird.

Natürlich verzichtet auch Giant nicht auf die nötigen Guards und Schutzbleche. Der Kettenstrebenschutz ist ordentlich lang gezogen und geht bis zum Kettenblatt. Das schützt nicht nur die Strebe vor Beschädigungen der Kette, sondern macht das E-Mtb auch etwas leiser.

An der Fox 38 Federgabel ist ein mitgelieferter Mudguard in der Gabelbrücke verschraubt. Dieser verhindert das einem während der Fahrt Dreck um die Ohren fliegt.

Geometrie – Maestro, lang und flach

Bei der Geometrie hat sich einiges getan und das Reign E+ verfügt über eine sportliche Geo, die bei der Abfahrt auf technischen Strecken glänzt. Laut Giant wurde der Hinterbau etwas verkürzt um mehr Agilität zu erzeugen. Auch der moderne Mullet-Mix – 29″ an der Front und 27,5″ am Heck trägt dazu bei. Diese gemischten Laufradgrößen funktionieren auch bei anderen Herstellern sehr gut und kombinieren Agilität und Laufruhe.

Bei der Größe L und dem Flip Chip im High-Setting haben wir einen Reach von 480mm, einen Radstand von 1266mm und eine Kettenstrebenlänge von 454mm. Passend zur Enduro-inspirierten Geometrie haben wir einen sportlichen Lenkwinkel von 64,5° und einen recht steilen Sitzwinkel von 77,5°.

Giant Reign E+

Flip Chip

Mit dem Flip Chip am Maestro Hinterbau lässt sich die Rahmengeometrie an die Vorlieben der jeweiligen Fahrer und das Terrain anpassen. In der High-Position haben wir einen etwas steileren Lenk- und Sitzwinkel was bei anspruchsvollen Kletter-Sektionen und im engen Gelände zu einer besseren Performance beitragen soll. Für diejenigen, die es auf den Trails lieber krachen lassen wollen, gibt es die Low-Position, in der der Lenkwinkel flacher wird und wir somit mehr Traktion bei hoher Geschwindigkeit haben sollten.

Komponenten und Ausstattung 

Wie schon erwähnt haben wir von Giant das Top Modell zur Verfügung gestellt bekommen. Das Fahrwerk braucht keine weitere Erklärung – hier handelt es sich um die Fox 38 Float Factory mit 170mm Federweg und den Fox Float X2 Factory EVOL mit 160mm. Wer sich mit Fahrwerken auskennt, weiß, dass es sich hier um hochwertige Federelemente handelt, die jedoch etwas Erfahrung beim Setup benötigen, da es sehr viele Einstellmöglichkeiten gibt, die Neulinge überfordern könnten.

Am Giant Reign E+ 0 wird das Sram XO1 Eagle Schaltwerk mit gleichnamigen Hebeln und der NX Eagle Kassette mit 10-50 Zähnen kombiniert. Natürlich 12-Fach – So wie es sich für ein modernes Enduro gehört. Beim Kurbelsatz handelt es sich um Praxis Works e-Carbon Kurbeln und ein Sram X-Sync Eagle 36 Zähne Kettenblatt.

Passend zur Schaltgruppe wird mit der Sram Code RSC gebremst. Diese kommt mit 220mm Scheiben an der Front und 200mm Am Heck. Also ordentlich Bremskraft für ein schweres E-Mtb.

Diese sind mit einem Maxxis Minion DHF 29 x 2.6″ EXO+, 3c MaxxTerra and der Front und einem Maxxis Highroller II 27.5 x 2.5″ DoubleDown, 3C MaxxTerra im Heck bestückt. Die Reifen und Felgen sind zwar Tubeless Ready, werden aber mit Schlauch ausgeliefert.

Anbauteile wie Vorbau, Griffe und Lenker kommen aus eigenem Hause. Auch die Sattelstütze ist von Giant und verfügt über einen Hub von 150mm in der Rahmengröße L (S:100mm, M:125mm, XL:170mm). Unserer Meinung nach könnte diese gerne einen Ticken länger sein um mehr Freiheit auf dem Rad zu generieren.

Giant Motor

Der Motor: Giant SyncDrive Pro2

In 2022 Giant Reign E+ wird zum ersten Mal der neue 85Nm Yamaha Motor verbaut. Dieser ist nun noch effizienter und funktioniert harmonischer und unterstützt den Fahrer in Kombination mit den neuen Akku-Packs mit bis zu 400% Leistung.

Das Flaggschiffmodell der neuen Reign E+ Serie verfügt über das neue EnergyPak 750 Akkusystem für Langstreckenabenteuer. Dabei handelt es sich um die hochwertigste Akkutechnologie von Giant, die sauber in das Unterrohr des Rahmensets integriert ist. Interessant ist auch, dass das System innerhalb von drei Stunden bis zu 80% geladen sein kann.

Die Interaktion mit dem System ist ebenfalls sehr schön gestaltet. Das Display zeigt einem mit Hilfe von gut erkennbaren LED den Akkustand und die Unterstützungsstufe an. Der Controller befindet sich am Lenker und besteht aus zwei Knöpfen die zur Form des Lenkers passen und somit für eine saubere Optik sorgen. Außer man verstellt die Griff Position.

Das Reign E+ kommt als erstes GIANT Modell mit der komplett überarbeiteten Ausführung des SyncDrive Pro Motors. Er wurde gemeinsam mit Yamaha entwickelt und für das Reign E+ Chassis und dessen Maestro-Federung optimiert. Dieser hat eine kompakte Form und ist mit nur 2,7 kg deutlich leichter als die vorherige Motorgeneration. Der neue SyncDrive Pro-Motor liefert außerdem ein höheres Drehmoment (85Nm) bei reduziertem Geräuschpegel, während er seinen sofortigen Eingriff und den engen Q-Faktor für eine ideale Tretleistung beibehält. – Giant Pressemitteilung

Das Giant Reign E+ 0 ist für 7.699 Euro erhältlich. Abgesehen vom Spitzenmodell gibt es noch vier weitere Varianten mit unterschiedlichsten Komponenten. Den Einstieg macht das Giant Reign E+ 3 mit Rockshox Fahrwerk und 625Wh Akku für 4.999 Euro.

Johannes Eichinger
Johannes Eichinger lässt selbst ein schweres E-Mtb verspielt wirken. Photo by Paul Kopp

Das Giant Reign E auf dem Trail

Vorab: Auf den Action Shots ist eine DVO Gabel verbaut. Da wir das Giant recht lange im Test hatten, haben wir es genutzt um auch andere E-Bike Komponenten zu testen. 

Uphill

Sobald der E-Motor angeschaltet ist und der Fuß auf dem Pedal liegt, will das Reign los. Das von Giant angepasste Yamaha System wirkt fast schon nervös und arbeitet schon beim leichtesten Input. Bergauf geht das Giant Reign E sehr gut. Der Motor unterstützt stark und verfügt über die nötigen Unterstützungsstufen für lange Touren und steile Anstiege.

Dank des starken Motors, der langen Kettenstrebe und dem steilen Sitzwinkel ist das Giant auch ein durchaus passabler Kletterer. Zwar wirkt die Front in der einen oder anderen Uphill Sektion etwas nervös, dennoch schlägt sich das Reign im Vergleich zu ähnlichen E-Enduros recht gut bergauf.

Wer aber nach einem E-Mtb für lange Touren sucht, sollte sich lieber das Giant Trance E anschauen. Das verfügt zwar über etwas weniger Downhill Potential, bietet aber eine komfortablere Geo für lange Strecken und Uphills.

Downhill

Im Downhill wird ganz schnell wo sich das Giant wohl fühlt. Die Geometrie, 170mm an der Front und die 220mm Bremsscheiben bieten viel Reserven auf ruppigen, schnellen und steilen Strecken. Das Reign E bügelt förmlich über Stock und Stein und scheut auch nicht vor dem ein oder anderen anspruchsvollen Drop zurück. Der Maestro Hinterbau von Giant erfordert zwar etwas mehr Luftdruck im Dämpfer, arbeitet aber sehr sensibel und holt einiges aus dem Fahrwerk heraus. Sobald es etwas flowiger wird, hilft zwar der 27,5″ Reifen am Heck, jedoch ist die Kettenstrebe zu lang um das Reign wirklich wendig wirken zu lassen.

Auch Leute die gerne auf langsamen und technischen Trails unterwegs sind, sollten sich nach einer Alternative umschauen. Wie auch schon im Uphill erwähnt wirkt hier die Front etwas nervös und neigt zum Kippen. Wer aber Spaß am schnellen, steilen Downhill hat und Ballern will, kommt beim Reign auf seine Kosten.

Johannes Eichinger
Photo by Paul Kopp

Fazit: DH mit Motor?

Giant bietet mit dem Reign E+ 0 ein E-Mtb mit starkem Motor, toll integriertem Controller und Display, dass sich vor allem auf schnellen und verblockten Trails wohl fühlt. Natürlich darf auch hier der sensible Maestro Hinterbau nicht fehlen, der das exzellente Fahrwerk untermalt. Dazu kommt, dass das Preis-/Leistungsverhältnis für sich spricht – Modernste Technik, 750W Akku, Fox Factory Fahrwerk und eine moderne Geometrie für 7.699 Euro. Wer Ballern will, macht hier nichts falsch!

Giant Reign E+

Weiter Informationen zum Giant Reign E+ 0 findet ihr unter: www.giant-bicycles.com

Bike Kingdom Park Lenzerheide präsentiert Highlights und Neuheiten 2022

Wenn der Bike Kingdom Park Lenzerheide dieses Jahr an Christi Himmelfahrt am 26. Mai seine Tore öffnet, feiert der Bikepark sein 10-jähriges Jubiläum. Nur logisch, dass sich die Betreiber des Bikparks rund um die Talstation Rothorn so einiges an Attraktionen und Neuheiten für ihren runden Geburtstag überlegt haben.

Die Shape Crew ist bereits seit Anfang Mai damit beschäftigt, den Park auf Vordermann zu bringen. Anders als in den Vorjahren war Schneeschaufeln aufgrund der warmen Temperaturen und des verhältnismäßig wenigen Schnees kein großes Thema. Daher werden die verschiedenen Strecken bestens gepflegt, teilweise ausgebaut und mit vielen neuen Obstacles in die Saison starten.

Highlights und Neuheiten 2022

Der Bike Kingdom Park bietet mit seinen verschiedenen Abfahrtsstrecken für jedes Niveau die richtige Line: Angefangen bei der blauen FLOWline mit einfachen Anliegern und Tables für Bikeparkneulinge, über die fordernde PRIMEline mit mittleren bis großen Features und der im Sommer 2021 eingeweihten GRIZZLYline-Variante bis hin zur STYLE- und SHOREline, welche vergangenes Jahr umgebaut und ebenfalls mit neuen Elementen versehen wurden, bringt der Bikepark am Rothorn nicht nur ordentlich Kanada- und Northshore-Feeling, sondern zaubert seinen Bike-Gästen auch ein fettes Grinsen ins Gesicht.

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Armin Hartman auf dem Hinterrad, unterwegs durch die Flowline im Bike Kingdom
Chris Visscher (Fotograf)

Die STRAIGHTline hat als klassische Downhillstrecke mit vielen Highspeed-Passagen und technischen Herausforderungen den höchsten Schwierigkeitsgrad. Sie ist auch Schauplatz der Bike Kingdom Games mit dem Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup vom 8. bis 10. Juli 2022. Für das Downhillrennen wird die STRAIGHTline in den kommenden Wochen um eine weitere Sektion ergänzt. Gleiches gilt für die FLOWline und die PRIMEline, die diesen Sommer ebenfalls ein Facelifting erhalten. Für die Hauptsaison ist der neue BIG DAISY-Trickjump an der Talstation Rothorn ready for Action. Die Sprünge mit zwei Schwierigkeitsgraden – der höhere Absprung ist satte 3,20 Meter hoch – versprechen jede Menge Nervenkitzel. Dank eines zusätzlichen Kickers beim Landing Bag können sich neben den Profis auch Anfänger:innen an die Trick Jumps wagen.

Wurzelteppiche auf der Straightline mit World Cup Niveau 
Armin Hartmann (Fahrer), Chris Visscher (Fotograf)

Neben den Neuerungen im Park hat die Lenzerheide Bergbahnen AG auch in die Bahninfrastruktur investiert. Neue zusätzliche Gondeln erhöhen die Transportkapazität beim Zubringer zum Bike Kingdom Park um satte 20 Prozent, wodurch sich die Wartezeit – gerade an Spitzentagen – entsprechend verkürzen. Zudem wurde die Talstation umgebaut, was den Einstieg in die Gondeln zusätzlich verbessert.

«Late Shred»: Konzerte, Partys, Jump-Shows, Workshops und mehr

Die Idee eines Bikeparks am Rothorn in Lenzerheide wurde bereits vor zehn Jahren mithilfe der britischen Downhill-Legende Steve Peat in die Tat umgesetzt. Noch heute besteht die Grundstruktur des damals unter dem Namen «Lenzerheide Bikepark» eröffneten Bikeparks, der sich in den Folgejahren zu einem Hotspot in der alpinen Bikepark-Szene entwickelte. Für das Jubiläumsjahr sind im Bike Kingdom Park diverse Aktivitäten im Rahmen des «Late Shred» geplant.

Air-Time am Grizzly Line Part auf der Straightline
Armin Hartmann (Fahrer), Chris Visscher (Fotograf)

In der Hauptsaison vom 15. Juli bis 14. August 2022 ist der Bike Kingdom Park täglich bis 21.00 Uhr geöffnet. Während dieser Zeit finden jeweils kleinere Veranstaltungen wie zum Beispiel Konzerte, Partys, Jump-Shows oder auch Workshops statt. Die ersten Termine stehen bereits fest:

      • 15./16. Juli             DJ & Shred im Bike Kingdom Park
      • 22. Juli / 12.           August Photoworkshop mit Jan Cadosch
      • 30. Juli                   Jump Session
      • 6. August               Adiletten Rave (Day Rave & Session auf der BIG DAISY)

Bikepark-Fans mit einer Jahreskarte oder einer TOPCARD profitieren kostenlos vom «Late Shred» Upgrade. Für alle anderen Biker:innen ist ein «Late Shred»-Ticket für CHF 28.00 im Webshop unter bikekingdom.ch erhältlich.

Der Bike Kingdom Park in Lenzerheide startet am Donnerstag, 26. Mai 2022, mit Wochenend- und Feiertagsbetrieb in die Sommersaison 2022. Bereits ein Wochenende später, ab Samstag, 4. Juni 2022, ist die Gondelbahn Rothorn 1 und somit der Bike Kingdom Park täglich geöffnet. Die übrigen Lifte im Bike Kingdom sind ab Samstag, 2. Juli 2022, täglich in Betrieb.

Titelbild: Prime Line Armin Hartmann (Fahrer) Chris Visscher (Fotograf)