BikeYoke: REVIVE MAX und DIVINE SL bekommen große Geschwister

BikeYoke

Der Komponenten-Spezialist BikeYoke erweitert seine Sattelstützen-Serien REVIVE MAX und DEVINE SL um neue Ausführungen. Die REVIVE MAX für Bikes mit 34.9er Sitzrohr ist jetzt auch als 213 mm Variante verfügbar. Ebenfalls Geschwister erhält die DIVINE SL. Die DIVINE SL 100 und 125 sind bis zu 445 mm lang und somit deutlich länger als herkömmliche Stützen mit vergleichbarem Hub.

Immer mehr Hersteller verbauen bei ihren Bikes 34.9er Sitzrohre. Die Nachfrage nach adäquaten Teleskopsattelstützen ist dementsprechend hoch, und das mit steigender Tendenz. Das ruft natürlich auch den Komponenten-Spezialisten BikeYoke auf den Plan. Um den Wünschen der Kunden nachzukommen, gibt es jetzt die REVIVE MAX mit satten 213 mm Hub. Die MAX Version der REVIVE ist speziell für 34.9 mm Sitzrohre konzipiert. Dafür wurde laut Hersteller nicht nur der untere Durchmesser angepasst, sondern auch das Tauchrohr, welches im Durchmesser – passend zu den großvolumigen Rahmen – von 25 mm auf 28 mm angewachsen ist. Das soll neben einer coolen Optik in großvolumigen Rahmen ein Plus an Steifigkeit und Stabilität gewährleisten. Angeboten wird die REVIVE MAX 213 zu einem Preis ab 440 Euro – abhängig vom Hebel, Adapter und den Schrauben.

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Foto: BikeYoke

Bei der für den XC Bereich entwickelten DIVINE SL kommt ein komplett anderer Denkansatz zum Tragen. Die meisten Fahrer bevorzugen ein möglichst niedriges Gewicht und benötigen dem Einsatzgebiet entsprechend weniger Hub. Stützen mit wenig Hub gibt es viele auf dem Markt, allerdings haben diese Modelle einen großen Nachteil. Wenig Hub bedeutet auch eine kurze Gesamtlänge, was bei modernen XC Bikes mit kurzen Sitzrohren ein Problem darstellt. Deshalb ist die ursprüngliche DIVINE SL mit nur 80 mm Hub bereits 400 mm lang. Doch selbst das reicht bei einigen Rahmen nicht mehr aus. Die neuen DIVINE SL 100 und 125 sind bis zu 445 mm lang und damit deutlich länger als „normale“ Stützen mit vergleichbarem Hub. Erhältlich sind die Modelle für die Sattelrohrdurchmesser 30.9 und 31.6 mm. Der Preis für die DIVINE SL fängt unabhängig vom Hub bei 350 Euro an.

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Web: www.bikeyoke.de

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Underrated Apparel: Start-up aus Bayern bietet Gravity-Rider Klamotten mit Crash Replacement

Underrated Apparel: Start-up aus Bayern bietet Gravity-Rider Klamotten mit Crash Replacement

Produktnews: Mit einer echt coolen Idee steigt ein Start-up aus Bayern in den hart umkämpften MTB-Bekleidungssektor ein. Gegründet wurde die Marke Underrated Apparel, um Bikern bezahlbare Klamotten anbieten zu können. Das Außergewöhnliche ist hierbei die Tatsache, dass die Macher der Qualität ihrer Jerseys so sehr vertrauen, dass sie als erste Marke weltweit eine Crash Replacement Garantie anbieten.

Die Idee für die neue Marke kam den jungen Firmengründern, als ihre Freunde aufgrund der Corona-Pandemie ebenfalls mit dem Biken anfingen. Nach der Anschaffung der Bikes folgte dann die Ernüchterung bei der Bikewear. Viele konnten die zum Teil überzogenen Preise einfach nicht nachvollziehen. Somit wurde indirekt der Grundstein für die Marke „Underrated Apparel“ gelegt. Nach dem Brainstorming folgte die Suche nach Produzenten und die ersten Prototypen wurden angefertigt. Mittlerweile steht die Marke, trotz Skepsis vieler Außenstehender. Der Brandname steht eigentlich für jeden Biker: Das Gefühl, nach einem gestandenen Sprung seine Selbstunterschätzung überwunden zu haben und von Endorphinen überschüttet zu werden – und es ist letztendlich auch eine Anspielung auf die Marke selber.

Coole Sache: MTB Gravity-Rider Jerseys mit Crash Replacement

Aktuell umfasst das Sortiment zwei Jersey-Kollektionen. Die erste Kollektion „Principium“ beinhaltet zwei Jerseys in Schwarz/Weiß. Farbenfroher und verspielter präsentiert sich die „Ride Fast“ Kollektion in Red, Lila oder Batik. Alle Jerseys sollen äußerst atmungsaktiv, schweißabweisend und zudem Protektor-ready sein. Die Preise liegen bei 19,99 Euro für die „Principium“ Jerseys bzw. 34,90 Euro für die „Ride Fast“ Jerseys. Sollte ein Jersey bei einem Crash beschädigt werden, kann ein Crash Replacement in Anspruch genommen werden. Das kannten wir bis jetzt eigentlich nur von Helmen und Protektoren. Komplettiert wird das Sortiment durch zwei Pants, eine in kurzer, die andere in langer Ausführung. Beide Pants verfügen über zwei Hosentaschen mit Reißverschluss, Laser-perforierte Lüftungslöcher sowie einen Ratschenverschluss. Erhältlich ist die Shorts für 49,99 Euro, die „One 4 All Pant“ kostet 79,90 Euro.

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Underrated Apparel: Start-up aus Bayern bietet Gravity-Rider Klamotten mit Crash Replacement

Web: www.underrated-apparel.de

Fotos (c) Underrated Apparel

Santa Cruz Hightower: Modernere Geometrie und verfeinerte Charakteristik des Hinterbaus

Produktnews: Das Santa Cruz Hightower steht für lässiges Abrocken von Trails und schnelle Zeiten. Ab Ende Juli wird eine neue Version des Trail-Tieffliegers in die Shops rollen. Mit einer moderneren Geometrie und verfeinerten Hinterbau-Charakteristik soll das neue Modell laut Hersteller ein verbessertes Fahrgefühl bergauf wie bergab bieten.

Ausgestattet mit 145 Millimeter VPP-Federweg, 29 Zoll Laufrädern und einer optimierten Geometrie geht das Santa Cruz Hightower in eine neue Runde. So wurde unter anderem der Reach verlängert, der Lenkwinkel reduziert und das Tretlager abgesenkt, um eine verbesserte Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten zu erreichen. Zugunsten moderner Lenker-Geometrien wurde zudem der Stack erhöht. Um die Fahrqualität über alle Größen hinweg zu verbessern, ändert sich abhängig von der Rahmengröße der Sitzwinkel und die Kettenstrebenlänge.

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Ebenfalls verfeinert wurde die Charakteristik des Hinterbaus. Eine lineare Kennlinie mit mehr Endprogression soll einen idealen Support im mittleren Federwegbereich gewährleisten. Ein reduzierter Anti-Squat-Wert verbessert laut Santa Cruz zudem das Ansprechverhalten, wodurch sich ein verbessertes Fahrgefühl bergauf und bergab ergeben soll. Neu ist das SAG-Fenster, durch das der Negativfederweg am Dämpfer leichter abgelesen werden kann.

Bei der Verlegung der Kabel sahen die Entwickler ebenfalls Verbesserungspotential. Die jetzt verbesserte Kabelführung soll eine bessere Schaltperformance und weniger Reibung sicherstellen. Ein nützliches Gimmick ist die Glovebox im Unterrohr, die mit zwei praktischen Taschen „Tool Wallet“ und Tube Purse“ geliefert wird. Der Rahmen bietet außerdem Platz für einen Flaschenhalter, wodurch auch bei Touren die Versorgung mit ausreichend Flüssigkeit sichergestellt ist.

Auf den Rahmen und die Hinterbaulager gibt Santa Cruz eine lebenslange Garantie. Das neue Hightower wird in Europa ab Ende Juli erhältlich sein.

Santa Cruz Hightower: Versionen und Preise

  • Hightower C R – 5.499 €
  • Hightower C S – 6.599 €
  • Hightower C GX AXS – 7.999 €
  • Hightower C GX AXS RSV – 9.199 €
  • Hightower CC XO AXS – 8.999 €
  • Hightower CC XO AXS RSV – 10.999 €
  • Hightower CC Framekit – 3.799 €

Web: www.santacruzbicycles.com

Fotos (c) Santa Cruz

NEWS: Tahnee Seagrave startet nicht in Fort William

Die britische World Cup Fahrerin hat auf ihrem Instagram Account verkündet, dass sie aufgrund eines schweren Sturzes vor wenigen Wochen unter den Nachwirkungen einer Hirnerschütterung leidet. Eine der Nebenwirkungen sind starke Angst zustände mir denen Seagrave zu kämpfen hat. Wir wünsche ihr eine gute Besserung!

It’s been a while since I logged on here… I won’t be racing the World Cup this weekend 😔 After having Covid I had a huge crash 3 weeks ago and suffered a concussion and I won’t be taking any risks when it comes to the 🧠

I feel it’s important to share that my main symptom wasn’t one I was aware of until now. I developed severe anxiety and I couldn’t help but notice this has been simmering for a while and the concussion was what made it boil over.

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There is so so so much I would like to say about this topic and what I have been through in the past few months because it’s such a taboo subject, but I can’t find the words just yet so that will have to be another day…

Giving myself the space to heal right now and hopefully will be back sooner rather than later. Much love for now. X 🧠💞 – Tahnee Seagrave

Ortlieb Seat Pack QR – Bikepacking Tasche, auch für Dropper Posts

Ortlieb hat kürzlich die neue Seat Pack QR Satteltasche vorgestellt. Diese Satteltasche ist gerade auch für Fahrer von modernen MTBs interessant, weil kompatibel mit Dropper Posts. Wir haben das Teil schon seit einer Weile im Einsatz und haben es getestet. Wie es uns gefällt, das lest ihr hier!

Ich werde nicht müde zu betonen, das mich die Qualität der Ortlieb Produkte immer wieder begeistert und auch die vorbildlich nachhaltige Fertigung und das Gesamtkonzept der Firme begeistern. Nicht nur durch die Fertigung in Deutschland, auch der Reparaturservice für die eigenen Produkte oder das frühe Entwickeln einer Linie ohne PVC sind Beispiele dafür, wie man in Heilbronn Verantwortung übernimmt.

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Das Ortlieb Seat Pack QR – die Fakten

  • Material: abriebfestes Nylongewebe, wasserdicht (IP64)
  • Zuladung: 4 Kilo
  • Volumen: 13 Liter
  • Gewicht: 613 Gramm
  • Montage: Patentiertes Seat Lock Befestigungssystem für die Sattelstreben + Adapterschelle für Dropper Posts
  • Höhe: 28cm
  • Breite: 48cm
  • Tiefe: 22cm
  • Farbe: Schwarz matt
  • Preis 159,99€

Das Quick Release System ist pfiffig und erlaubt eine schnelle Montage und Demontage. Auch ist die Verwendung mit Teleskopstützen unproblematisch. Aber Achtung: Die Tasche ist mit den meisten, aber nicht mit allen Sattelgestellen kompatibel. Mehr Infos dazu finden sich auf der Ortlieb Homepage.

Das Ortlieb Seat Pack QR – Was sagt der Hersteller

Das Ortlieb Seat Pack QR ist der aktuellste Zuwachs in der Ortlieb Bikepacking Linie. Ortlieb verspricht dafür folgendes: „Ob Singletrail, Alpenpass oder Gravel-Route, mit dem wasserdichten Seat-Pack QR bist du bereit für jedes Rad-Abenteuer. Mit dem innovativen und patentierten Seat-Lock Befestigungssystem ist die Tasche aus abriebfestem Nylongewebe super stabil, schnell montiert und ebenso rasch und rückstandslos wieder demontiert. Durch die Adapterschelle ist das Seat-Pack QR sogar für absenkbare Sattelstützen geeignet und benötigt dabei lediglich 4,3 cm Platz an der Dropperpost. Die Innenversteifung und fünf Kompressionsgurte sorgen dafür, dass der Inhalt sicher und fest verpackt ist. Ein Ventil mit Griffschlaufe unterstützt die Komprimierung des Packvolumens und auf der Außenseite ermöglicht die elastische Kordel das Fixieren von zusätzlicher Ausrüstung. Um Beschädigungen bei Reifenkontakt zu verhindern, ist an der Unterseite des Seat-Pack QR eine Schutzplatte angebracht, die ebenso als Schutzblech-Ersatz dient.“

 

Damit ist eigentlich alles gesagt? Nein! Natürlich wollen wir das nicht so stehen lassen, wir haben montiert und gepackt, sind gefahren und haben einen eigenen Eindruck gewonnen, was die Tasche kann und was nicht!

Ortlieb Seat Pack QR – Praxistest

Über Verarbeitung und Qualität müssen wir nicht allzu viele Worte verlieren, da ist alles Tip-Top. In Sachen Volumen waren wir mit den 13 Litern happy, aber es wird immer Irgend-Jemanden geben der gerne mehr oder weniger hätte. Man kann es in dem Punkt nicht allen Recht machen, uns aber schon… Was uns neugierig gemacht hat sind aber vor allem die neue Befestigung am Sattel und die Adapterhülse für die Sattelstütze.

Die Montage am Sattel funktioniert gut. Man muss erstmal mittels Inbus die eigentliche Arretierung auf einer Trägerplatte so ausrichten, das diese gut an den Sattelstreben sitzt und gleichzeitig eine halbrunde Aussparung an die Sattelstütze bzw. auf den Sattelstützen-Adapter trifft. Dabei empfehlen wir, eine Einstellung vorzunehmen und mit der fertig gepackten Tasche nochmals zu überprüfen. Die beiden Haken der Arretierung, welche die Sattelstreben umfassen, werden mit zwei Bändern auf Spannung gebracht, die um die Tasche herumlaufen. Eine Veränderung an der Beladung bzw. Füllung der Tasche im montierten Zustand wirkt sich somit auf die Befestigung der Tasche am Sattel aus.

Auch um den Adapter an der Sattelstütze zu montieren wird eine Inbusschlüssel benötigt. Der Vorgang an sich ist selbsterklärend. Der Adapter verhindert mögliches Scheuern auf der Lauffläche einer Teleskopstütze und das Einklemmen des Befestigungsbandes beim Versenken der Stütze. Aber auch bei eher dünnen Sattelstützen, an denen einen Arretierung normalerweise nicht optimal funktioniert oder bei empfindlichen Carbon Sattelstützen ist er vorteilhaft.

Durch die stabile Bauweise und die durchdachte Befestigung sitzt die Seat Pack QR sehr sicher am Rad und wackelt kaum, das kann man nicht vor jeder Satteltasche sagen. Performance und Qualität überzeugen voll, auch die Wasserdichtigkeit ist ein Pluspunkt. Da kann man durchaus verschmerzen, das die Tasche eventuell an die eine oder andere Exotische Sattelvariante nicht passt und das sie kein ausgemachtes Leichtgewicht ist. Super: Wenn nach vielen Jahren doch mal etwas kaputt geht, so gibt es einen Reparaturservice bei Ortlieb im Haus!

Fazit: Die Ortlieb Seat Pack QR überzeugt in Funktion und Design. Das Ortlieb sich um einem möglichst große Nachhaltigkeit bei allen Produkten bemüht ist für mich ein Pluspunkt.

www.ortlieb.com/de

Sciu Aspen – Das neue Enduro im ersten exklusiven Test

Die neue Brand Sciu mit ihrem Enduro Aspen sorgte bei der Vorstellung direkt für Aufruhr. Es ging im Web gleich mal heiß her und das Bike wie auch die Marke wurden diskutiert. Darum soll es hier jedoch nicht gehen, denn wir wollten wissen: Wie fährt das Bike denn überhaupt?! Wir haben das Sciu Aspen für einen exklusiven ersten Test mit drei Ridern auf die Trails in Latsch geschickt!

Klar, man kann zu allem eine Meinung haben. Wir werden uns auch noch mit Themen rund um die Brand und den Aussagen der Macher beschäftigen, an denen sich einige Biker gestört haben. Dazu wird es hier beim Gravity-Magazine noch einen Exkurs geben. Darin wollen klären, wer da eigentlich hinter Sciu steckt und ob wir zu einer echten eigenen Meinung über die Marke kommen. Viel wichtiger war uns jetzt aber zunächst das Rad kennen zu lernen. Wie sich ein Bike anfühlt, das bestimmt doch letztlich, ob wir eine gute Zeit auf dem Trail haben! Also ab mit dem Aspen auf die staubigen Vinschgau-Trails, um einen Fahreindruck zu gewinnen. Und der ist, soviel sei schonmal verraten, recht eindeutig ausgefallen…

Das Sciu Aspen – Daten, Fakten und Eckpunkte

Den Rahmen des Aspen bekommt man für 3.399 Euro. Das ist kein Discount-Preis. Da muss dann der Gegenwert schon stimmen. Das Komplett-Bike ist mit 5.999 Euro ebenfalls im höheren Preis-Segment angesiedelt, was ebenfalls Erwartungen weckt. Wenn eine neue Marke im Start-Up-Stil plötzlich da ist und sich im Preisbereich edler Boutique-Brands ansiedelt, dann muss sie auch abliefern. Rein optisch ist das aber auf alle Fälle gelungen.

Sciu Aspen 2022 Test Seitenansicht Antriebsseite

Sciu Aspen 2022 Test Seitenansicht Bremsseite

Das Aspen ist im sehr positiven Sinne unauffällig. Ich will damit sagen, dass auf dem Bike auch der Name einer bereits bekannten Marke prangen könnte. Das Finish der Oberflächen, die Formgebung, die gesamte Anmutung ist sehr erwachsen und gibt keinen Hinweis darauf, dass es sich bei dem Bike um ein Erstlingswerk handelt. Genau das ist vielleicht der einzige Schwachpunkt im Aussehen des Sciu: Es hebt sich nicht extrem von den Mountainbikes ab, die man so kennt. Wem es wichtig ist aufzufallen, der könnte trotzdem auf seine Kosten kommen, denn es wird Fragen zu dem Rad geben, das haben wir jedenfalls so erlebt.

Hoher Qualitätsanspruch und sechs Jahre Garantie

Der gute erste Eindruck sagt jedoch nur bedingt etwas darüber aus, wie es um die Qualität eines Carbon-Rades bestellt ist. Wir stellen diese aber nicht in Frage, weil die Sciu-Macher uns versichern, dass ihre Bikes von denselben Händen gefertigt werden, die auch andere sehr prominente Carbon-Bikes fertigen. Wer sich mal in der asiatischen Bikebranche persönlich umgeschaut hat, der wird selbst festgestellt haben, dass die meisten angesagten Marken aus wenigen, den immer selben, Fertigungsstätten kommen. Wir haben mit eigenen Augen gesehen, wie die selben Mitarbeiter sowohl den „günstigen“ Rahmen, wie auch den 4-mal so teuren gefertigt haben. Ein Rad welches dem Aspen ähnelt ist theoretisch auch (jetzt oder zukünftig) von anderen Marken erhältlich. Sciu gibt an, die Basis des Rahmens, ein „Open Mold Modell“ mit dem Hersteller deutlich weiter entwickelt zu haben. Exakt so gibt es das Bike aber nur von Sciu und das Aspen soll sich in einigen Punkten deutlich von anderen Bikes, die da vielleicht kommen mögen, unterscheiden. Besonders in die eigene Umlenk-Wippe wollen die Macher sehr viel Hirnschmalz gesteckt haben um den Hinterbau zu optimieren. Ob das geklappt hat, das lest ihr weiter unten.

Erfreulich finden wir, dass Sciu sechs Jahre Garantie gibt. Ohne Wenn und Aber, so das Versprechen. Egal, ob ihr der erste oder dritte Besitzer seid. Nur eine Rechnung vom ersten Verkauf muss man vorweisen um zu beweisen, dass die sechs Jahre nicht um sind. Wenn das so klappt, dann ist das echt sehr fein. Das Aspen gibt es übrigens nicht nur in dem „Moss Yellow“, wie wir es hatten, es steht noch „Slate Grey“ zur Wahl.

Sciu Aspen – Die Ausstattung

Die Ausstattung des Aspen, welches wir zum Testen hatten, entsprach nicht zu 100 Prozent der Serie. Die WTB-Reifen, die übrigens einen echt guten Job machen, gibt es nicht am finalen Rad. Auch hatten wir einen O-Chain Spider am Bike. Der soll Hinterbau und Antrieb voneinander entkoppeln und künftig auch als Option bei Sciu erhältlich sein. Kann was bringen, können wir noch nicht wirklich beurteilen, wir bemühen uns aber um ein Testmuster. Mehr Infos dazu gibt es hier: www.ochain.bike

Und hier nun der finale Spec, den alle bekommen, die sich für das Aspen entscheiden:

Sciu Aspen 2022 Ausstattung

SteuersatzSciu Tapered 40er ZS44/28.6 - ZS56/40
GabelRockShox ZEB ULTIMATE 170mm
Dämpfer RockShox Super Deluxe Ultimate RCT 205x65 mm Trunnion
Tretlager Sram DUB
Laufräder Syntace W33I M40 Boost
Reifen V Schwalbe Big Betty Evo, Super Trail, TLE 29x2.4
Reifen H Schwalbe Magic Mary Evo, Super Trail, TLE 29x2.4
Schlauch Schwalbe Aerothan
Kurbeln Sram GX Eagle Boost DUB 12-fach, 175mm, 32T DM
KassetteSram XG-1275 10-52T, 12-fach
Schaltwerk Sram GX Eagle 12-fach
Kette Sram GX Eagle 12-fach
SchalthebelSram GX Eagle 12-fach
Bremsen Magura MT5 Carbotecture
BremsscheibenMagura Bremsscheibe MDR-P, VR: 220 & HR: 203mm, 6-Loch & Adapter
Lenker Spank Oozy 35 bar, 780mm, 35mm Shotpen
Vorbau Spank Split 35 stem, 35mm
Griffe SQ-Lab 7OX medium
SattelstützeRockShox Reverb
SattelSQ-Lab 6OX Infinergy Ergowave active

Mit der Magura Bremse mit großen MDR-P Scheiben hat man immer genug Power und auch Überhitzen wird sehr unwahrscheinlich. Das Rock Shox Fahrwerk und das Spank Cockpit funktionieren einwandfrei und sehen gut aus. Außerdem strahlt die Spank Combi noch einen gewissen Custom-Charme aus. Das ist auch bei den W33 Laufrädern von Syntace der Fall. In der Serie kommt das Rad mit bewährten Schwalbe Pneus, Schwalbe Aerothan Schläuchen und Sattel nebst Griffen von SQ-Lab. Über die Sram GX Eagle Schaltung muss man nicht viele Worte verlieren, sie gehört zu den Preis-Leistungschampions auf dem Markt.

Sciu Aspen – Die Geometrie

Das Sciu lässt sich mit 170er oder 160er Gabel fahren. Theoretisch ist als reines 29 Zoll-Rad oder als Mullet-Bike zu fahren. Letzteres bietet Sciu nicht als Komplettbike an, aber wer will, der kann… Die Geometrie weist keine Ungereimtheiten auf. Das Sciu setzt nicht auf mega-kurze Kettenstreben oder ungewöhnlich lange Oberrohre. Gäbe es das Bike schon länger würden wir vermuten das Rezept wäre: „Never change a running system!“ Drei Größen stehen zur Wahl, M, L und XL. Das soll für Fahrer von 167cm bis 200 cm passen.
Hier alle Geometrietabellen für die vier möglichen Kombinationen:

Sciu Aspen Geometrie 29" 170mm Gabel

 MLXL
Empfohlene Körpergröße (cm)167 - 179 180 - 189>190
Reach (mm)449,1480.2 501.2
Stack (mm)619,1625.3635.4
Lenkwinkel effektiv (°)64,4 64,4 64,4
Sitzwinkel effektiv (°)76,4 76,4 76,4
Oberrohrlänge horizontal (mm)599,3631.8655.1
Kettenstreben (mm)434,6434.6434.6
Radstand (mm)1217,71250.71270.7
BB-Drop (mm)34,834.834.8
Sitzrohr (mm)410445485
Steuerrohr (mm)95 100110
Überstandshöhe (mm)750,8777,6786,7
29 Zoll 160mm Gabel

Sciu Aspen Geometrie 29" 160mm Gabel

 MLXL
Empfohlene Körpergröße (cm)167 - 179 180 - 189>190
Reach (mm)456487508
Stack (mm)614620630
Lenkwinkel effektiv (°)656565
Sitzwinkel effektiv (°)777777
Oberrohrlänge horizontal (mm)600630650
Kettenstreben (mm)435435435
Radstand (mm)1211,31244,31264,3
BB-Drop (mm)303030
Sitzrohr (mm)410445485
Steuerrohr (mm)95 100110
Überstandshöhe (mm)750,8777,6786,7
Mullet 170mm Gabel

Sciu Aspen Geometrie Mullet 170mm Gabel

 MLXL
Empfohlene Körpergröße (cm)167 - 179 180 - 189>190
Reach (mm)439,6470,9491,9
Stack (mm)625.9632.3642.6
Lenkwinkel effektiv (°)63.563.563.5
Sitzwinkel effektiv (°)75.575.575.5
Oberrohrlänge horizontal (mm)601.2633.8657.3
Kettenstreben (mm)434.2434.2434.2
Radstand (mm)1226.81259.81279.8
BB-Drop (mm)46.646.646.6
Sitzrohr (mm)410445485
Steuerrohr (mm)95 100110
Überstandshöhe (mm)761777795
Mullet 160mm Gabel

Kopie von Sciu Aspen Geometrie Mullet 160mm Gabel

 MLXL
Empfohlene Körpergröße (cm)167 - 179 180 - 189>190
Reach (mm)445476497
Stack (mm)623.1628.1637.1
Lenkwinkel effektiv (°)646464
Sitzwinkel effektiv (°)767676
Oberrohrlänge horizontal (mm)602.7632.7652.7
Kettenstreben (mm)435435435
Radstand (mm)121412451267
BB-Drop (mm)44.244.244.2
Sitzrohr (mm)410445485
Steuerrohr (mm)95 100110
Überstandshöhe (mm)761777795

Das Sciu Aspen – so fährt es sich

Wie erwähnt waren wir mit dem Sciu Aspen auf den Trails rund um Latsch unterwegs. Wir, das sind Orga und Fotografen von Gravity-Magazine.de und auf dem Rad haben sich drei sehr unterschiedliche Fahrer abgewechselt. Christian Mallmann, den ihr auf den Fotos seht, mag neben Trails auch Tricks und war auch schon bei den Audi Nines am Start. Florian Strigel, intern „Endo-Flo“ genannt, steht auf technisches Terrain und trägt sein Bike für eine anspruchsvolle Abfahrt auch mal stundenlang den Klettersteig hoch. Der zweite Flo, Flo Drexel, ist für alles zu haben: 24-Stunden-Downhill-Rennen, Bikepark, Trails und auch für das Après-Bike. Alle drei Fahrer waren sich mit ihrem Urteil zu dem Bike, trotz unterschiedlicher Fahrstile, weitestgehend einig.

Im Gesamteindruck war das Aspen leicht und sehr wendig – Das Rad ließ sich sehr gut „rumschmeißen“  bzw. „im Trail pushen“. Gemessen haben wir das Rad ja mit rund 15 Kilo (mit O-Chain), daran kann es also nicht alleine liegen. Wir denken, dass die passende Rahmensteifigkeit, die Funktion des Hinterbaus und die Geometrie ihren Teil dazu beitragen. „Ich war die Hälfte des Trails in der Luft oder im Manual!“ war eine der Aussagen die so wortwörtlich von der Testcrew kam.

Progressiver Hinterbau

In den verblockten Abschnitten am Holy Hansen und auf dem Tschilli Trail hat es auch alles sehr gut weggesteckt. Zwei der Fahrer attestiertem dem Hinterbau, er würde die Zeb Ultimate deutlich übertrumpfen was Traktion und Effektivität angeht. Das war aber nicht sofort so…
Im Vergleich zu anderen Bikes hatten wir erstmal das Gefühl mehr Commitment mitbringen zu müssen. Durch die sportliche Geo (angenehm lang, aber gefühlt im ersten Moment wenig Stack) ist der Schwerpunk tendenziell weiter vorne als bei anderen Enduros, so war unser erster Eindruck. Wir haben allerdings festgestellt, dass knapp 20 Prozent Sag zu wenig sind. Der Hinterbau ist spürbar progressiv und so haben wir dann doch mit deutlich mehr Sag, so um die 30 Prozent, weitere Fahrten unternommen. Das hatte zwei Effekte: Man steht mit dem richtigen Sag schön im Rad und die Lastverteilung ist dann wirklich sehr gut. So vermittelt das Aspen dann auch stets Sicherheit und man kann den Hahn offen lassen.

Was trotzdem weniger gut geht, ist einfach mal drüber rollen und das Bike machen lassen. Das Aspen ist kein Short Travel Downhill-Bike! Was aber dafür umso besser geht, ist aktives Fahren und das Bike bewusst steuern bzw. zu pushen. Das Ganze wird (vermuten wir) noch verstärkt durch den progressiven Hinterbau, der viel „pop“ gibt. Das hat uns extrem gut gefallen. Dieses lebendige Fahrgefühl war auch bergauf angenehm. Das Rad klettert sehr willig und der Hinterbau bietet schönen Gegenhalt. Man hängt also bergauf nicht im Federweg und kann auch lange Uphills gut meistern. Wir würden einige Enduros nicht für Mittelgebirgs-Biker empfehlen, das Sciu schon. Es beherrscht den wilden Ritt, aber auch auf entspannten Touren geht es gut voran.

Wenig Anlass zur Kritik

Was zu meckern haben wir aber auch: Einer der Tester kam sich immer wieder mal mit den Sitzstreben in Kontakt. Auch wenn das den anderen beiden Testern nicht auffiel, fällt beim Blick auf das Sciu trotzdem auf, dass man die Sitzstreben, ähnlich wie es bei den Kettenstreben schon gemacht ist, etwas weniger ausladend gestalten könnte. Was nicht schlecht gelöst ist, aber noch besser sein könnte, ist der Verstellbereich der Sattelstütze. Je nach Körpergröße des Riders und der gewählten Rahmengröße kann nicht jeder Sattelstützen-Hub gefahren werden. Konstruktiv ist durch den Knick im Sitzrohr irgendwo Schluss. Vielleicht geht da bei der 2.0 Version noch ein bisschen was. Uns hätte übrigens auch noch interessiert, wie das Bike ohne den O-Chain Spider bergab geht… dazu fehlte uns leider die Zeit – einen riesigen Unterschied erwarten wir aber ohnehin nicht. Das sind aber eher Randnotizen in einer insgesamt absolut überzeugenden Vorstellung.

Fazit

Darf sich Sciu zurecht „Boutique-Marke“ nennen? Keine Ahnung, das müssen auch wir nicht entscheiden. Kann sich das Aspen aber mit anderen Bikes von etablierten High End Marken messen? Ja, das kann es. Das Aspen ist kein Mini Downhiller sondern das, was wir als echtes Enduro verstehen. Ein Bike mit dem alles Spaß macht, von Tour bis Bikepark oder Hometrails. Die Geometrie ist nicht übertrieben aber doch modern. Der Hinterbau fühlt sich wirklich richtig gut an. Auch scheint ein toller Kompromiss zwischen Laufruhe und Wendigkeit gefunden worden zu sein. Ganz wohlwollend sagen wir es mal so: Bei vielen anderen Brands bekommt man für das Geld eine schlechtere Ausstattung. Und mehr Fahrspaß gibt es wo anders meist auch nicht…

sciubikes.com

www.instagram.com/sciu_bikes

Fotos: Florian Strigel

Dropper Post aus Carbon und Titan: Crankbrothers Highline 11

Crankbrothers Highline 11

Mit der Crankbrothers Highline 11 präsentiert der US-Hersteller eine neue Top-Variante seiner bewährten Variostütze. Mit viel Carbon und Titan sieht die Stütze nicht nur richtig stylisch aus, sondern gehört auch zu den leichtesten Dropper Posts auf dem Markt.

All Carbon everything: Die neue Crankbrothers Highline 11 setzt als erste Dropper Post überhaupt auf einen Schaft komplett aus Carbon. Auch für die Klemmung des Sattels wird Kohlefaser eingesetzt und die dazugehörigen (goldenen) Schrauben sind aus Titan. So drückt man das Gewicht der Stütze auf unter 500g für die Variante mit 170mm Hub; entsprechend kürzere Stützen sind sogar noch leichter. Damit unterbietet man nicht nur die eigenen Stützen wie die Highline 7 oder Highline 3, sondern gleichzeitig auch fast alle Dropper der Konkurrenz.

Die neue Highline 11 ist von 60 bis 170mm Hub erhältlich.

Innenleben bleibt gleich

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Dabei soll sich trotz der neuen Materialien an der zuverlässigen Funktion der Highline nichts verändert haben. Das Innere wird komplett aus der bekannten und bewährten Highline 7 übernommen – also mitsamt der hydraulischen Kartusche und den IGUS Gleitbuchsen, die unangenehmem Spiel auch über einen längeren Zeitraum vorbeugen sollen.

Übrigens: Die Kollegen von unserem Schwestermagazin Velomotion haben die Stütze bereits einigen Testkilometern unterzogen – hier geht’s zum entsprechenden Artikel:
Crankbrothers Highline 11 Test auf Velomotion

Saftiges Preisschild

Es dürfte angesichts des edlen Looks und so viel Carbon und Titan kaum überraschen, dass die Crankbrothers Highline 11 nicht unbedingt ein Schnäppchen ist – 399 Euro ruft der US-Hersteller für die „nackte“ Stütze ohne den entsprechenden Bedienhebel auf. Wer es sich leisten kann oder möchte, kriegt aber eine der momentan wahrscheinlich exklusivsten Dropper Posts auf dem Markt.

Weitere Infos zur neuen Stütze findet ihr direkt bei www.crankbrothers.com