Rockshox präsentiert smartes Gabelsystem – und neues interessantes Feature

Nachdem man in den letzten Wochen immer häufiger Spy-Shots sehen konnte, präsentiert Rockshox nun endlich das neuste elektrische Produkt – den Flight Attendant. Ein smartes System, dass sich automatisch den Begebenheiten anpasst um die für den Fahrer passende Fahrwerksabstimmung abzurufen. Aber nicht nur das ist neu, ein nicht-elektronisches Feature hat uns besonders gefreut.

Im World Cup und der Enduro World Series waren die kleinen Kästen an den Federelementen von Myriam Nicole und weiteren Athleten schon länger zu sehen. Nun ist es soweit und Rockshox präsentiert das neue smarte Gabelsystem – Flight Attendant.

Wir haben Flight Attendant auf die Bikes montiert und die Fahrer haben reihenweise die persönlichen Bestzeiten auf ihren Strecken gebrochen. Es macht dich definitiv schneller. – Joe Schoolcraft, Software Engineer

Was ist der Flight Attendant?

Der Flight Attendant ist ein smartes System, dass sich während deiner Fahrt um die Abstimmung der Gabel kümmern soll. Das System will die unterschiedlichen Begebenheiten und Untergründe aufgrund des am Rad gemessen Feedbacks so umsetzen, dass es dir immer das richtige Setup bietet. Dabei geht es aber nicht um einen Setup-Guide, sondern darum, dass der Attendant in den richtigen Momenten die Gabel und den Dämpfer lockt, härter stellt oder sobald es ruppig bergab geht die Federelemente öffnet und die volle Performance entfalten lässt.

Flight Attendant

Sram

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Nein. Es ist kein Setup-Guide!

Der Flight Attendant kümmert sich ausschließlich um die Performance während der Fahrt und gibt keine Daten zum Setup der Gabel per App wieder. Wir persönlich finden das fast schon schade.

Dein langhubiges Enduro-Bike wird fit für längere Anstiege. Dein Trail-Bike wird so effizient wie ein Cross-Country Worldcup-Rad. Hole das Maximum an Energie aus jedem Pedaltritt, jeder Gewichtsverlagerung und jeder Feineinstellung, ohne sie zu verschwenden. Flight Attendant nutzt jedes Prozent deiner Leistung, optimiert dein Fahrwerk und maximiert die Performance deines Bikes während der Fahrt. Du fährst weiter, schneller und verbrauchst dabei weniger Energie. – Rockshox

Die verschiedenen Modi

Ich mach es mir hier jetzt so einfach wie möglich und zeige die unterschiedlichen Einstellmöglichkeiten und die Modi anhand von Auszügen aus der Pressemitteilung von Rockshox. Wer sich schon gefragt hat wie man bei dem neuen System die Compression/Druckstufe einstellt, wird das hier ebenfalls erfahren.

Im Auto-Modus entschlüsselt Flight Attendant jeden Input und sendet seine Befehle an die AXS-fähige Gabel und den Dämpfer, um sofort zu reagieren. Er übernimmt das Denken für dich. Dein Fahrwerk ist immer genau zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Position und schaltet automatisch zwischen den Druckstufenpositionen „Open“, „Pedal“ und „Lock“, bevor du auch nur einen Gedanken daran verschwendest.

Flight Attendant

Flight Attendant

Flight Attendant

Flight Attendant

Flight Attendant AXS Kompatibilität und App

Wie auch schon die anderen AXS Produkte ist auch der Flight Attendant über die AXS App bedienbar. Mit der Sram AXS App kannst du Einstellungen für dein gesamtes AXS-System vornehmen, Flight Attendant inklusive. Erstelle ein Bike-Profil, passe deine Controller an, überprüfe den Ladezustand des Akkus und aktualisiere die Firmware bei Bedarf direkt über dein Smartphone.

Das Flight Attendant System wir über drei Punkte gekoppelt. Die Gabel, der Dämpfer und der Sensor im Tretlager müssen immer miteinander gekoppelt sein damit das neue smarte System funktioniert.

Produkte und neues Gabel-Feature

Das ist der Dreh- und Angelpunkt. Das Flight Attendant-Controlmodul befindet sich an deiner Gabel, sammelt Daten von den Sensoren, analysiert Trail- und Fahrerinput und steuert deine Flight Attendant-Komponenten. Das Controlmodul befindet sich in Reichweite und macht es einfach, Einstellungen und Feinabstimmungen während der Fahrt vorzunehmen.

Flight Attendant Ultimate Gabeln

Rockshox präsentiert zum Launch gleich drei überarbeitete Gabel Varianten. Die Pike Ultimate Flight Attendant, Lyrik Ultimate Flight Attendant und die Zeb Ultimate Flight Attendant. Bei den drei Modellen wurde das Chassis und die Internals überarbeitet.

Die sogenannten Buttercups sind Pucks aus vibrationsreduzierendem Material mit niedriger Amplitude. Diese ButterCups sollen 20% der unerwünschten Vibrationen filtern, bevor sie deine Hände erreichen. Die goldenen Aufnahmen am Ende des Dämpfers und der Luftfeder halten zwei Gummipucks, die die hochfrequenten Vibrationen absorbieren, bevor sie durch die Gabel in den Lenker gelangen. ButterCups sollen die allgemeine Ermüdung der Hände und Arme reduzieren und dir ein besseres Gefühl und mehr Kontrolle auf dem Trail bieten.

Neu sind auch die 35mm Chassis bei Pike und Lyrik die durch optimierte Steifigkeit und Effiziens überzeugen sollen ohne dabei an Gewicht zuzulegen. Der elektronische Dämpfer Charger Flight Attendant verfügt über eine automatische 3-Positionen-Druckstufeneinstellung (Open/Pedal/Lock) mit 10 Klicks unabhängig einstellbarer Low Speed Druckstufe und 20 Klicks einstellbarer Zugstufe.

Flight Attendant
Die neuen Überdruckventile sind ein absolutes Highlight

Das eigentliche Highlight?

Die Features des neuen Flight Attendant sind durchaus interessant und dürften einige Kunden ansprechen. Der Einsatzbereich ist vor allem für Crosscountry Athleten spannend, aber das eigentlich Highlight sind die neuen Überdruckventile. Die Konkurrenz hat solche Ventile schon länger an den Tauchrohren verbaut und nun ist es auch endlich bei Rockshox so weit.

Wer nämlich viel und schnell im Gelände unterwegs ist und schonmal die Druckventile von anderen Herstellern verwendet hat, weiß wie gut dieses System funktioniert und wie sich die Gabel nach dem ablassen des Drucks anfühlt. Rockshox verbaut diese sogenannten Relief Valves jedoch vorerst nur in den neuen Ultimate Flight Attendant Gabeln. Wir müssen uns also noch etwas gedulden bis das System zum Standard wird.

Pressure Relief Valves (Überdruckventile) beseitigen unerwünschten Luftdruckaufbau in der Tauchrohreinheit, der durch Höhen- oder Temperaturschwankungen verursacht wird. Mit ein oder zwei Knopfdrücken sorgen die Ventile für ein erstklassiges Gabelgefühl. – Rockshox

Dämpfer und Tretlagersensoren

Der Hinterbaudämpfer misst und liest Echtzeit-Geländeeingaben und spielt eine wichtige Rolle bei der Bereitstellung des ultimativen Flight Attendant-Fahrerlebnisses.

Der Super Deluxe Ultimate Flight Attendant ist so konstruiert, dass er die Balance zwischen Uphill-Fähigkeiten und bewährter Downhill-Performance hält. Die neue, elektronische 3-Positionen-RCT3-Dämpfung des Flight Attendant-Dämpfers soll dir beim Treten genauso viel Kontrolle wie bei den anspruchsvollen, extremen Abfahrten geben.

Pedaliersensor 

Der eingebaute Pedaliersensor der Kurbelgarnitur empfängt Pedalierdaten in Echtzeit und benachrichtigt dein Control Modul, sobald du in die Pedale trittst (oder aufhörst). Die neue XX1 und X01 Eagle Flight Attendant Carbon-Kurbelgarnitur soll Srams bisher leichteste, steifste und stabilste Kurbelgarnitur werden. Sie ist mit SRAM AXS und einem kleinen Pedalierungssensor ausgestattet, der die Eingaben des Fahrers in Echtzeit erfasst und das Flight Attendant Controlmodul benachrichtigt, sobald du dich bewegst.

Neue Controller für links

Das Flight Attendant System ist zwar über die Knöpfe an den Einheiten und über die App steuerbar, Rockshox bietet aber auch einen neuen linken AXS Controller an. Mit diesem lässt sich das System per Daumen am Lenker einstellen und gleichzeitig auch die Reverb Sattelstütze verwenden. Mit nur zwei Knöpfen kannst du zwischen verschiedenen Fahrwerkspositionen wechseln und den Override-Modus einschalten.

Flight Attendant

Mehr Informationen zu den neuen Rockshox Produkten findet ihr auf: www.sram.com

 

 

 

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TEST: Bulls Duro 29 – Spaßiges Trail-Hardtail mit stimmiger Geometrie

Bulls präsentiert mit dem Duro 29 ein robustes Trail-Hardtail mit 130mm Federweg, einer potenten Geometrie mit kurzen Kettenstreben und einer cleanen Optik. Wir waren mit dem Duro im Vinschgau und auf unseren Hometrails unterwegs und konnten viel positives, aber auch die ein oder andere Schwachstelle finden. 

Als wir das Duro zum ersten mal zu Gesicht bekommen haben, ist uns direkt das moderne und nach Spaß aussehende Design ausgefallen. Wir hatten in den letzten Jahren immer wieder Mountainbikes der deutschen Marke in den Händen. Trotzdem oder gerade deswegen fanden wir das frische Design des Hardtails überraschend.

Umso mehr haben wir uns gefreut, dass wir das Bulls Duro mit auf unseren Trip in den Vinschgau nehmen konnten und es dort auf den vielseitigen Trails fahren durften. Dort gibt es neben den bekannten Trails wie den Holy Hansen und den Tschilli Trail auch etwas flowigere Strecken wie den Propain- und den Sunny Benny-Trail. Letztere waren für das Duro perfekt geeignet.

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Bulls Duro 29

Optik und Features

Optisch sieht das Bulls Duro sehr clean und modern aus. Der Alu-Rahmen, die Vario-Sattelstütze und die Schwalbe Reifen mit brauner Wand machen direkt Bock auf Trail-Action. Auf dem weißen Rahmen befindet sich das schwarze Bulls Logo und einige kleinere Decals.

Bulls Duro 29

Leitungen und Züge sind im Rahmen verlegt und tragen zur sauberen Optik bei. Am Vorbau ist ein Clip-System angebracht in das die Leitungen von Bremse und Schaltung eingehakt werden können. Technisch sehr sinnvoll! Optisch ist dieses System definitiv Geschmacksache und sorgte bei unseren Testern für geteilte Meinungen.

Geometrie

Für ein Hardtail aus dem Hause Bulls ist das Duro sehr modern. In der Rahmengröße 43 haben wir einen Reach von 490mm (Bei einem Fully wäre das sehr lang, Hardtails fühlen sich eher kürzer an) , einen Lenkwinkel von 66°, einen Sitzwinkel von 76° und eine erstaunlich kurze Kettenstrebe von 420mm. Auf dem Papier sollte das Duro somit ziemlich viel Spaß auf flowigen Strecken machen und mit einem wendigen Fahrverhalten glänzen können.

Bulls Duro 29

Komponenten und Ausstattung

Um ehrlich zu sein ist das Duro nicht ganz günstig. Für 1.899 Euro bekommt man einen Aluminium Rahmen mit innenverlegten Zügen und einer modernen Geometrie. Aber passen die Komponenten auch zum Gesamtkonzept und Preis?

Bei der Gabel setzt der deutsche Hersteller auf die Rockshox Pike Select RC mit 130mm Federweg. Bei dieser Variante lässt sich die Low-Speed-Druckstufe und die Zugstufe einstellen. Das Ansprechverhalten ist durchaus zufriedenstellend.

Die 12-Fach Schaltgruppe stammt vom Komponenten Giganten Shimano. Mit einer Übersetzung von 10-51 Zähnen bei der Deore Kassette und einem 32 Zahn Kettenblatt an der Front kommt man fast jeden Anstieg angenehm hinauf. Schön zu sehen ist, dass hier von Werk aus ein Chainguide verbaut wurde.

Gebremst wird ebenfalls mit Produkten des japanischen Herstellers. Die hydraulische MT420 Scheibenbremse wirkt jedoch aufgrund ihrer weniger ergonomischen Zwei-Finger-Hebel an dem Duro fehlplatziert. Bei einem so abfahrtsorientierten Trail-Hardtail hätten wir uns eine potentere und zum Einsatzbereich passendere Alternative gewünscht.

Die Limotec Alpha 1 Variostütze verfügt in der Rahmengröße L über einen 170 mm Hub der durchaus zum Rad passt. Ein bisschen negativ ist uns der Bulls Sportive Ergo Sattel aufgefallen. Dieser erinnert mit seinem breiten Aufbau eher an den Sattel eines City Rads und passt nicht wirklich zu einem Trail-Hardtail, dass im Gelände pedaliert wird. Man kommt einfach schwerer hinter den Sattel und wieder nach vorne.

Die Schwalbe Nobby Nic Evo Super Ground Reifen, die ihren Einsatzbereich im XC, Allmountain und Trail haben, passen gut zum Duro. Auch auf den staubigen und lockeren Trails im Vinschgau hatten wir auf diesen Gummis ordentlich Grip. Bergauf rollen diese auch etwas angenehmer als Enduro Reifen.

Bulls bietet das Duro 29 in nur einer Variante an. Da der Rahmen aber so viel Potential bietet würden wir uns über ein Framset freuen – denn viele von uns nutzen Hardtails als Bastelprojekt und verbauen dort Komponenten die wir noch in unseren Werkstätten haben. Der Bulls Duro 29 Rahmen wäre für solche Projekte eine ausgezeichnete Grundlage.

Vinschgau

Test: Das Bulls Duro 29 auf den Trails

Wer zum Trail-Einstieg will, muss erst einmal den Aufstieg bewältigen. Den meistert das Bulls dank seines steilen Sitzwinkels und den gut rollenden Reifen mit Bravour. Auch der Stack von 642mm sorgt für eine aufrechte Position was sich vor allem bei längeren Touren bemerkbar macht.

Wir würden nur den Sattel gegen eine etwas sportlichere Mountainbike-Variante tauschen, da die breite Sitzfläche auf Dauer nicht optimal für sportive Fahrer ist..

Bulls Duro 29

Sobald es auf den Trails bergab geht, wird klar, dass Bulls mit dem Duro ein potentes Trail-Hardtail geschaffen hat. Die Geometrie lädt zum schnellen Fahren ein und überzeugt vor allem auf etwas flowigeren Passagen mit gebauten Kurven und Pumps.

Aber auch in ruppigen und technischen Sektion macht das Duro eine tolle Figur. Zwar ist man dort etwas langsamer unterwegs, dank der kurzen Kettenstrebe und der Tretlagerhöhe lässt sich das Hinterrad jedoch leicht umsetzen und das Duro über Felsen und Wurzeln manövrieren.

Auch die Rockshox Pike Federgabel macht mit ihren 130mm Federweg einen tollen Job und bietet Sicherheit wenn eine Linie mal nicht mit ganz so viel Bedacht gewählt wurde.

Bulls Duro 29

Fazit: spaßiges Trail-Hardtail 

Das Bulls Duro 29 ist ein tolles Trail-Hardtail das mit einer modernen Geometrie im Gelände glänzt und optisch sehr schön dasteht. Wir hatten auf flowigen aber auch technischen Trails eine Menge Spaß und haben das weiße Alu-Bike dank seines verspielten Fahrverhaltens lieb gewonnen. Nur mit der Wahl der Komponenten waren wir nicht ganz zufrieden. Wir hätten uns zum Beispiel eine zum Einsatzbereich passende Bremse gewünscht – das hätte das Gesamtpaket abgerundet.

Weitere Infos findet ihr unter: www.bulls.de

 

TEST: Liv Intrigue Advanced Pro 1 – Die Alleskönnerin im Langzeittest

Liv – die Tochterfirma des Konzerns Giant – baut seit nun mehr als einer Dekade Bikes für Frauen. ‚Im Test hatten wir das Liv Intrigue Advanced Pro 1, welches für 4.999 Euro auf dem Markt erhältlich ist. Ob das Fahrrad trotz des geringen Federwegs von 140/125 mm dazu einlädt, es ordentlich auf dem Trail stehen zu lassen, oder doch ein braver Tourer ist, das haben wir ausprobiert.. 

Es gibt nicht viele Marken die ihren Fokus rein auf Frauen legen. Die Tochter Firma des Industrie Riesen Giant konzentriert sich zu 100% auf die Entwicklung von Bikes für die weibliche Anatomie. Dabei fließen Daten und Körpermaße in das Design der Rahmen ein um das perfekte Fahrgefühl bieten zu können.

Die Rahmen sind nicht einfach nur kleiner, sondern die Geometrie ist von Grund auf anders gestaltet, denn der weibliche Körper unterscheidet sich in Sachen Schwerpunkt und Proportionen vom männlichen.

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Mit dem Intrigue bietet Liv ein spannendes Allmountain-Fully für 4.999 Euro das nicht nur gut aussieht, sondern auch viel Spaß auf den Trails macht. Als Herzstück bringt das Bike einen Vollcarbon Rahmen mit sich und – wie für Liv typisch – ist auch im Intrigue ein Maestro-Hinterbau verbaut, welcher sowohl Feinfühligkeit als auch Effizienz verspricht. Nach einer umfassenden Überarbeitung besitzt das Fahrrad nun 140 mm Federweg in der Front und 125 am Heck. Der Rahmen bietet außerdem Platz für 29“ Laufräder. Diese sollen dem Fahrrad Stabilität und Laufruhe verleihen, wobei durch das Zusammenspiel mit der speziell angepassten Geometrie des Rahmens dennoch auch bei längeren Touren nicht auf Bequemlichkeit in der Sitzposition verzichtet werden muss.

Liv Intrigue

Optik und Features

Auch der Platz für eine Trinkflasche im Hauptrahmen macht längere Touren mit dem Intrigue möglich. Die Lackierung des Rahmens – welche sich „chameleon mars“ nennt – wirkt edel und macht das Rad zu einem optischen Hingucker. Ein Highlight sind die glitzernden Flakes in der Lackierung.

Angebrachte Rahmenprotektoren sollen dafür sorgen, dass dies so bleibt und darüber hinaus die Fahrgeräusche vermindern. Die Optik des Fahrrads wir durch intern verlegte Züge abgerundet.

Liv Intrigue

Geometrie

Das Intrigue ist in den Größen S, M und L erhältlich, laut Hersteller spricht es Frauen mit einer Körpergröße von 1,58m bis 1,81m an. Der integrierte Flip-Chip bietet der Fahrerin eine Auswahl-Möglichkeit in der Geometrie zwischen „high“ und „low“.  

Wenn wir uns Die Daten der Rahmengröße M anschauen wird schnell klar, dass das Intrigue gut in die Allmountain Kategorie passt ohne dabei an Komfort zu verzichten. Der Sitzwinkel von 77° ist steil genug um im Uphill gut in die Pedale treten zu können und wird mit einem Reach von 430mm und einem Stack von 625mm kombiniert. Dadurch sitzt die Fahrerin nicht zu gebeugt auf dem Rad und bekommt auf langen Tour ordentlich Komfort geboten.

Kombiniert man das ganze mit einem Lenkwinkel von 65,8° und einer kurzen Kettenstrebe von 438mm bekommt man ein wendiges Mountainbike, dass sich vor allem auf flowigen Strecken und technischen Uphills beweisen kann. Wird es jedoch mal schnell und ruppig bietet diese Geometrie nicht sonderlich viel Stabilität und Laufruhe. Es ist halt ein Allmountain und kein Enduro.

Liv Intrigue

Komponenten und Ausstattung 

Das Liv Intrigue gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, welche entweder aus Aluminium oder aus Vollcarbon bestehen. Unser Testbike hat die Ausstattungsvariante Advanced Pro 1. Für die 4999€ erhält man hier ein hochwertig ausgestattetes Fahrrad, wodurch das geringe Gewicht von 12,9 kg ermöglicht wird.

Die in der Front verbaute Fox 36 Performance Elite Gabel mit der FIT4 Dämpfung schafft mit ihren 140 mm Federweg ein breites Anwendungsgebiet. Im Cockpit wurden überwiegend Komponenten der Mutterfirma Giant verbaut, die uns bereits auf anderen Bikes überzeugen konnten.

Auch die Laufräder stammen aus den Hallen des Fahrradriesen Giants, durch deren Carbon-Bauweise bieten diese hohe Stabilität bei geringer rotierender Masse. Auf diesen wurden Reifen der Firma Maxxis montiert. Die Kombination aus Minion DHF 29×2,5WT vorne und Dissector 29×2,4WT hinten sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Grip und Rollwiderstand.

Beim Antrieb setzt die Firma Liv hier auf den Hersteller SRAM mit seiner GX Eagle, diese weist Bandbreite von 520 % auf. Auch die Bremsen stammen aus dem Hause SRAM, hier wurde die G2 R (4-Kolben) verbaut. Je nach Rahmengröße kann der Sattelhub durch die Contact Switch Vario Stütze unterschiedlich stark angepasst werden. 

Bayrischer Wald

TEST: Liv Intrigue Advanced Pro 1 auf den Trails

Bevor das Bike bei der Abfahrt überzeugen kann muss es erstmal auf den Berg. Beim Uphill überrascht und erfreut das Intrigue durch seine Leichtfüßigkeit und den hohen Komfort. Durch das geringe Gewicht und die stimmige Ausstattung stellen selbst lange und steile Anstiege kein Problem dar. Die Sperr-Fuktion der Feder-Elemente wurde ausschließlich bei langen Tretpassagen genutzt, da auch im offenen Zustand wenig Energie verschwendet wird. Auch wenn der Uphill mal etwas steiniger und technischer wurde, klettert das Allmountain wie eine Ziege den Berg hinauf. Beim hoch strampeln konnte das Intrigue somit vollends überzeugen. 

Geisskopf

Oben angekommen, darf sich das Bike dann bei der Abfahrt beweisen. Hierfür waren wir im Rahmen unseres Langzeittests auf zahlreichen Trails unterwegs, welche sehr unterschiedliche Bedingungen geboten haben um eine Einschätzung zu gewinnen. 

Geisskopf

Auf flowigen und weniger steilen Strecken erweist sich das Intrigue als eine hervorragende Begleiterin, vor allem auch für weniger erfahrene Fahrerinnen. Hier vermittelt das Rad Stabilität und Selbstvertrauen aber auch Leichtigkeit und Agilität sorgt somit für ausgelassenen Fahrspaß. Auf schnelleren, verblockten Trails hingegen fordert das Fahrrad einen recht aktiven Fahrstil und schafft es nicht mehr ohne Weiteres die eben beschriebene Sicherheit zu vermitteln, auch durch die fehlende Laufruhe. Zudem fällt im Test auf, dass sich die doch sehr kurz bemessene Sattelstütze (bei Rahmengröße S) in solchen Passagen negativ auf die Bewegungsfreiheit auswirken kann.

Liv Intrigue

Im Rahmen des Tests wurde das Rad überwiegend im „low“-Setting gefahren und erwies sich durchwegs als ein agiles und gut manövrierfähiges Fahrrad. Vor allem auf längeren Touren, bei denen immer wieder getreten werden muss und die Abfahrten weniger technisch anspruchsvoll sind, kommt man mit dem Fahrrad vollkommen auf seine Kosten. Für solche Vorhaben besteht bei dem Liv Intrigue Advanced Pro 1 absolutes Potential zum Lieblingsfahrrad.  

Liv Intrigue

Das Fazit: Die Alleskönnerin? 

Das Liv Intrigue Advanced Pro 1 erweist sich als ein effizientes Leichtgewicht, welches vor allem im Uphill und auf flowigen Trails eine Topfigur macht. Das ideale Zusammenspiel aus den verbauten Komponenten und der Geometrie des Bikes sorgt dafür, dass dieses in vielen Einsatzbereichen glänzt und Spaß macht. Wenn Fahrsicherheit und Laufruhe nicht leiden sollen, bewegt man sich mit dem Intrigue dennoch besser abseits sehr anspruchsvoller Trails. Zusammengefasst kann das Bike damit also als die Fast-Alleskönnerin bezeichnet werden. 

Weitere Informationen findet ihr unter: www.liv-cycling.com

 

Pro-Bike Check: 10 Custom Bikes vom Crankworx Innsbruck

Sebastian Marggraff war auch in diesem Jahr wieder in Innsbruck unterwegs und hat einige der schicksten Pro-Bikes für euch fotografiert. Von Custom Lackierungen, Leo-Optik, ungewöhnlichen Aufbauten und viel Gyro Technik sind viele spannende Details dabei. 

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Erik Fedko – YT Dirtlove

Der ehemalige Neuling im Slopestyle gehört mittlerweile zu den größten der Welt. Erik Fedko und sein YT Dirtlove kamen mit einem extrem stylischen Run auf den zweiten Platz. Der Nordrhein-Westfale wechselte Anfang des Jahres von seinem langjährigen Sponsor Rose zum Forchheimer Direktversender YT.

Pro-Bike Check

Der Paintjob des Dirtlove ist markant und verdammt schick. Space Lackierung für den Airtime-Junkie. Erik mischt Sram Komponenten wie die Pike mit Title MTB Parts und Continenthal Reifen.

Zwar bietet Title MTB einen Gyro an, Fedko scheint aber trotzdem auf den Trickstuff Trixer zu setzen.

Georgia Astle – Devinci Wilson

Georgia Astle ist eine Ikone im Freeride Sport. Sie ist auf einem 27,5″ Devinci Wilson Carbon unterwegs dem sie ein 29″ Laufrad an der Front verpasst hat.

The build is a 27.5” Carbon Devinci Wilson frame with a big ol 29” up front to keep the freeracer-feel alive.
Stacked with all of the volume spacers and all of the air pressure for a good time

Pro-Bike Check

Das blaue Devinci wirkte bei der extremen Hitze schon fast erfrischend und erinnert an einen kühlen Pool. Die Jungs und Mädels von Fresh Paints Of Whistler haben mit der Lackierung grandiose Arbeit geleistet.

Bas Van Steenbergen – Hyper MTB

Der King of Crankworx lässt sich natürlich kein Event entgehen und war auf seinem custom Hyper MTB beim Speed and Style und Pumptrack Rennen unterwegs.

Pro-Bike Check

Caroline Buchanan – Trek Ticket

Caroline Buchanan hat eine wahnsinnige Reputation – Sie ist achtfache Weltmeisterin im BMX, 2-fache Olypmische Athletin, gehört zu den bekanntesten Gesichtern des Freeride Sports und war die erste Frau die einen Front Flip bei einem Contest gestanden hat.

Pro-Bike Check

Auch in Innsbruck war Caroline wieder ganz vorne mit dabei. Beim Speed and Style wurde sie dritte, beim Dual Slalom kam sie auf den siebten Platz und beim Pumptrack Rennen schaffte sie es mit ihrem Trek Ticket in Holz Optik auf den zweiten Platz.

Peter Kaiser – Trek Ticket

Innsbruck Local Peter Kaiser war ebenfalls auf einem Custom Trek Ticket unterwegs. Der Dirt Jump und Slopestyle Athlet ist mittlerweile nicht mehr von den Crankworx Events wegzudenken.

Pro-Bike Check

Bei Spins und Whips darf natürlich kein Gyro fehlen. Peters Cockpit sieht extrem edel auf. Die silberne Chromag Vorbau und Lenker Kombination macht einiger her und passt extrem gut zur silbernen Gabelkrone.

Tom Isted – Wieso hat er keinen Rahmensponsor?

Ice-T sollte jedem bekannt sein. Der Freerider aus Cornwall ist auf den größten Freeride Events der Welt unterwegs und taucht regelmäßig in den Videos von Sam Pilgrim auf. Tom hat in Innsbruck am Whip-Off, Speed and Style und Slopestyle Contest teilgenommen.

Pro-Bike Check

Zwar hat der Brite aktuell keinen Rahmensponsor, ist aber auf seine weiteren Sponsoren wie Dharco, Srsuntour, Kenda und Abus stolz.

Kathi Kuypers – Trek Ticket

Schon wieder ein Ticket? Ja. Auch Kathi Kuypers ist auf dem beliebten Dirt-Jumper unterwegs und hat ebenfalls eine besondere Lackierung.

Pro-Bike Check

Mhh…. Pizza, Eiscreme und Burger

Lukas Schäfer – Custom Radon Swoop und Slush

Der Liebling der Fotografen und einer der stylischsten Freerider der Szene hat uns gleich zwei seiner Räder vorgestellt. Besonders spannend ist jedoch das Custom Radon Swoop mit Leo-Lackierung und Rockshox Boxxer. Das Freeride/Enduro Bike ist eigentlich nur mit einer 170mm Gabel an der Front erhältlich.

Pro-Bike Check

Da Lukas aber nicht nur beim Whip-Off gestartet ist, sondern auch beim Speed and Style und Dual Slalom Contest teilgenommen hat, war er auch auf seinem Radon Slush unterwegs.

Pro-Bike Check

Schlichtes Design, kleine Decals und Raw-Optik – Der Slush Rahmen ist so bei Radon erhältlich.

Vaea Verbeeck – Rocky Mountain Maiden

Die Queen of Crankworx kam mit ihrem Rocky Mountain DH-/Freeride-Bike direkt aus Utah nach Innsbruck und schaffte es beim Deuter Downhill vor einigen der schnellsten World Cup Racer auf den fünften Platz.

Pro-Bike Check

Leopold Erhardt – Kona Operator

Der Freestyle Mountainbiker und Shaper hat uns sein Kona Operator vorgestellt. Der Innsbruck Local gehört zur Shaper Crew des Events und hat es sich nicht nehmen lassen bei dem ein oder anderen Contest ein bisschen Air-Time zu schnuppern.

Pro-Bike Check

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Fotos von: Sebastian Marggraff

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Giro präsentiert den neuen Insurgent Spherical Fullface Helm

Pressemitteilung Giro: Die kalifornische Bikebrand Giro Sport Design stellt mit dem Insurgent Spherical Helm einen neuen Fullface Helm vor. Der Helm bietet allen Ridern, die derzeit die Grenzen des progressiven Mountainbikens neu definieren, den bestmöglichen Schutz. Das Konzept des Insurgent Helm basiert auf der bewährten Spherical Technology™ powered by Mips® und wurde für optimale Belüftung, Komfort und Performance entwickelt. Mit 50 % besserer Kühleffizienz und 200 g geringerem Gewicht als der Disciple Mips® Helm bietet der Insurgent Spherical ein neues Level an Fullface-Protection. Der Giro Insurgent Helm ist ab sofort für 389.95€ bei autorisierten Giro-Händlern und auf www.giro-sports.com erhältlich.

„Während einige Marken sich darauf fokussieren, den Anforderungen von Hobbybikern nach möglichst leichten Helmen nachzukommen, haben unsere Downhill-Athleten ganz andere Ansprüche. Um diesen gerecht zu werden, wurde das Produktdesign des neuen Insurgent Helms von innen nach außen entwickelt,“, erklärt Giro Senior Industrial Designer David Thompson. „Das Projekt haben wir zusammen mit Kurt Sorge und Graham Agassiz beim Red Bull Rampage 2019 gestartet. Aus dem Input der Athleten und unseren Diskussionen ergaben sich so die ersten Designparameter für die weitere Entwicklung. Als ich letztes Jahr mit endgültigen Prototypen wieder zum Rampage kam, war es brutal mit ansehen zu müssen, wie Carson Storch beim Training stürzte. Um so erfreulicher war dann sein Statement, dass ihn der Isurgent Helm vor noch heftigeren Verletzungen bewahrt hatte. Und natürlich war es auch genial zu sehen, wie Sorge und Reed Boggs nur wenige Tage später in ihren Insurgents auf das Podium fuhren. Ihre Reports aus den vielen Praxistests, die vielen Zoom-Calls mit konstruktiven Diskussionen und das Feedback von Fahrern wie Richie Rude von Yeti/ Fox Factory Racing war ein großer Teil unseres Designprozesses. Die Profis in ihrem Element zu sehen, wie sie sich gleichzeitig dank unseres Produktes sehr sicher fühlen, ist der Grund, warum wir bei Giro weiterhin das tun, wofür wir uns begeistern. Ich bin stolz darauf, dass wir nun allen Downhill-Ridern die einen Helm mit bestmöglichem Schutz suchen, den neuen Insurgent zur Verfügung stellen können.“

Eine optimale Belüftung ist für viele Gravity-Pros enorm wichtig. Mithilfe unseres hauseigene Therminator-Wärmesensor-Kopfmodels haben wir die Platzierung und das Design von 20 Lüftungsöffnungen, den internen Luftstrom und die Ableitung der Luft optimiert. Die gemessenen Ergebnisse sind eindeutig: Der Insurgent Helm ist bei der Kühlung im Vergleich zum Diciple Mips® Helm und Fullface-Helmen anderer Hersteller um 50 % effizienter. Mit einem Gewicht von 1.040 Gramm in der Größe M/L ist der Insurgent auch 200 Gramm leichter als der Disciple Mips® – und das, obwohl er zusätzlich mit Spherical Technology™ ausgestattet ist.

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Giro Insurgent

Beim Insurgent Spherical werden verschiedene Schaumschichten übereinandergelegt, die im Falle eines Sturzes die Aufprallenergie je nach auftretender Kraft optimal abfangen. Die äußere Schicht ist ein EPS-Schaum, der sehr gut vor hohen Kräften bei Stürzen mit hoher Geschwindigkeit oder aus großer Höhe schützt. Die innere Schicht besteht aus EPP-Schaum mit niedrigerer Dichte und sehr guten Rebound-Eigenschaften. Diese Schicht schützt optimal vor Kräften, die bei Stürzen mit geringer Geschwindigkeit auftreten.

Ein leichtes, weiches und saugfähiges Pad-Set macht den Helm besonders bequem. Durch zwei verschiedener Wangenpolster lässt sich der Helm sehr gut an die eigene Kopfform anpassen. Dank Directional-Snap-System können die Polster im Falle eines Unfalls leicht entfernt werden. Zu den weiteren Features gehört ein zum Patent angemeldetes Flex-Gasket entlang der unteren Kante des Helms. Diese verhindert, dass die Helmkante bei Stürzen einen Schlüsselbeinbruch mitverursacht. Ebenfalls neu sind werkzeuglose Visierschrauben zum einfachen Entfernen des Visiers und ein zentrales Schraubloch in der Mitte des Visiers das als Halterung für Actionkameras dient.

Der Insurgent Spherical ist in vier Farben und den Größen XS/S, M/L und XL/XXL erhältlich.

Key Features:

  • Spherical Technology™ powered by MIPS®
  • Mips® Brain Protection System
  • Progressive Layering mit EPS-Außenschale und EPP-Innenschale
  • EPP Kinnschutz und Pre-Preg Fiberglas-Helmschale
  • Optimierte Luftstrom-Ansaugöffnungen und kanalisierte Belüftung
  • 20 Lüftungsöffnungen mit interner Kanalisierung
  • Verstellbares Schraubvisier im Moto-Cross-Style
  • Schraubloch in der Mitte des Visiers für Action-Cam Halterungen
  • Werkzeuglose abnehmbare Visierschrauben
  • Directional-Snap-System für abnehmbare Wangenpolster
  • Zwei Wangenpolster-Sets für individuelle Helmanpassung
  • 25 mm Gurtband mit D-Ring-Schnalle
  • Ionic+™ antimikrobielle Polsterung
  • 1.040 Gramm Größe M/L (CPSC)
  • Preis: 389.95€ 

Giro Insurgent

Über Giro:

​Giro Sport Design wurde 1985 in Santa Cruz, Kalifornien, gegründet . Das Unternehmen ist führend in der Entwicklung von passgenauen, technisch innovativen Produkten, die den Körper optimal unterstützen und das Erlebnis beim Sport verbessern. Von den ersten leichten Highend-Helme fürs Radfahren und den Wintersport bis hin zu hochfunktioneller Kleidung, Schuhen und Accessoires will Giro für alle Sportler die erste Wahl sein. Denn wir wissen, dass ein gelungener Ride für uns alle ein wichtiger Teil eines großartigen Lebens ist. Deshalb tun wir, was wir tun. Solange die Rider weiterhin nach Höchstleistungen streben, werden wir die Ausrüstung herstellen, mit der sie ihre Ziele erreichen können. www.giro-sports.com 

TEST: Cube Stereo One77 Race – Ballern für faires Geld

Tolle Performance, edle Komponenten und moderne Geometrie haben ihren Preis. Nicht bei Cube! Das Stereo One77 Race hat all das und bleibt dabei bezahlbar. Was das Enduro Bike kann und wie viel Spaß wir auf der 170mm Maschine hatten, erfahrt ihr hier.

Cube ist wohl eine der erfolgreichsten Marken der Mountainbike-Geschichte und ist von den heimischen Trails nicht mehr wegzudenken. Der deutsche Hersteller hat Downhill Legenden wie Danny Hart unter Vertrag und beweist mit einem tollen Preis-/Leistungsverhältnis, dass Bikes nicht immer extrem teuer sein müssen.

Das Cube Stereo One77 Race will mit einer modernen Geometrie, RockShox Ultimate Fahrwerk und Shimano XT Komponenten ganz oben mitspielen. Wir waren mit dem 170mm Enduro Bike auf den Trails im Vinschgau unterwegs und konnten es dort etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Cube Stereo One77

Optik und Features

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Optisch ist der Vier-Gelenker-Rahmen schlicht gehalten und kommt in einem modernen Sandton daher. Dieser wird mit schwarzen Cube Details und der Modellbezeichnung kombiniert.

Die Kettenstrebe ist mit einem gummierten Schutz versehen der vor Beschädigungen des Lacks durch die Kette schützen soll. Zusätzlich macht dieser das Bike auch etwas leiser. Wer mit dem 170mm Bike Touren fahren möchte, wird sich über den Mount im Hauptrahmen freuen. Dort können Tools und ein Flaschenhalter montiert werden.

Cube Stereo One77

Geometrie – Modern, aber nicht zu krass

Schnell ist lang und flach. Zumindest sagt das der Trend. Auch das Stereo One77 geht in diese Richtung ohne dabei zu sehr ins Extreme zu rutschen. 29″ Laufräder sind 2022 nicht mehr wegzudenken und werden von dem deutschen Hersteller mit 170mm Federweg kombiniert. Das klingt schon vielversprechend wenn es über ruppige Strecken gehen soll, oder im Bike Park die großen Sprünge gesendet werden wollen.

Der Reach bei dem uns zur Verfügung gestellten L Rahmen liegt bei ca. 471mm, der Lenkwinkel bei 63,8° und die Kettenstrebe bei kurzen 435mm. Klingt nach einer tollen Mischung die vor allem im Downhill überzeugen könnte.

Latsch

Nur der Stack ist mit seinen 626mm etwas niedrig was zwar in Kurven für viel Druck auf dem Vorderrad sorgen kann, unerfahrenen Fahrern jedoch im steilen Gelände weniger Sicherheit bietet.

An der Dämpferaufnahmen befindet sich ein Flip Chip. Dieser ist jedoch nicht für die Geometrieverstellung gedacht, sondern macht das Stereo One77 zu einer Plattform die sowohl mit Luftdämpfern als auch mit Coil-Dämpfern kompatibel ist. Somit soll eine optimierte Kinematik mit verschiedenen Dämpfer-Plattformen geboten werden.

Wie ihr aber in der folgenden Tabelle sehen könnt, lässt sich die Geo anpassen. Das könnt ihr mit Hilfe der um 180° drehbaren Kappe im Headset machen. Der Lenkwinkel kann so von 63,8° auf 64,4° geändert werden. Das wirkt sich natürlich auch auf die weitere Geometrie des Bikes aus.

MLXLXXL
SITZROHR420 / 420420 / 420470 / 470470 / 470
OBERROHR HORIZONTAL583.22 / 584.77603.7 / 605.27626.92 / 628.58656.38 / 655.2
SITZWINKEL76.71 / 76.576.71 / 76.576.7 / 76.576.7 / 76.5
STEUERROHRWINKEL63.8 / 64.463.8 / 64.463.8 / 64.463.8 / 64.4
KETTENSTREBEN434.5 / 434.5434.5 / 434.5434.5 / 434.5434.5 / 434.5
RADSTAND1223.42 / 1215.561244.03 / 1236.211268.41 / 1260.561297.22 / 1289.26
TRETLAGERHÖHE ZUR NABENACHSE26.6 / 2526.57 / 2526.54 / 250 / 25
ÜBERSTANDSHÖHE742.3 / 746.3737 / 741754.6 / 758.6758.9 / 762.9
REACH445.99 / 444.33471.94 / 464.33485.9 / 484.36505.88 / 504.42
STACK625.52 / 627.49626.83 / 628.84635.78 / 637.86655.71 / 655.89

Cube Stereo One77

Komponenten und Ausstattung – Ultimate, XT, Maxxis…..

Das Stereo One77 Race basiert auf einem Vier-Gelenker-Aluminium-Rahmen mit eingepressten Tretlager. Dieser HPA Advanced Hydroform wird bis zu vierfach konifiziert was ein optimales Verhältnis von Steifigkeit und Gewicht bieten soll.

Das Fahrwerk stammt aus dem Hause RockShox. An der Front verfügt das 170mm Bike über eine Ultimate Zeb RC2 und am Heck ein Super Deluxe Ultimate Luftdämpfer. Die Zeb verfügt mit ihren 38mm Standrohren über ausreichend Steifigkeit für harte Action im rauen Gelände. Das High-End Fahrwerk bietet ein hohes Maß an Einstellmöglichkeiten die aber keineswegs übervordern. Auch Einsteiger sollten hier ein schnelles Setup finden.

Wer schnell bergab fährt braucht auch ordentliche Bremsen. Das Stereo verfügt über eine Shimano XT 4-Kolben Anlage mit einer 203mm Scheibe an der Front und einer 180mm Scheibe am Heck. Auch bei längeren Abfahrten hat sich der Bremspunkt nicht verändert und lies sich immer gut dosieren.

Auch bei der Schaltgruppe wird auf XT Produkte gesetzt. Die Kassette verfügt über 10-51 Zähne und an der 170mm Race Face Kurbel ist ein Ritzel mit 30 Zähnen verbaut. Somit haben wir eine tolle Übersetzung die auch bei sehr steilen Uphill Sektionen genügend Reserven bietet.

Maxxis

Auf den Newmen Evolution Alu Laufrädern werden potente Maxxis Reifen montieret. An der Front haben wir den Assegai MaxxGrip/EXO+ mit einer 2,5″ Breite und am Heck den Minion DHR II MaxxTerra/EXO+ mit 2,4″. Beide sind natürlich Tubeless Ready.

Das RockShox Fahrwerk, die Shimano XT Komponenten und die Newmen Laufräder schreien schon fast nach einem gehobenen Preis. Das Cube Stereo One77 ist aber für 3.699 Euro erhältlich.

Latsch

Das Cube Stereo One77 auf dem Trail

Bevor es hier zu langweilig wird, solltet ihr euch unser Video zum Test anschauen. Neben einigen Fakten, Details und unserem Test-Fazit findet ihr dort auch einige schöne Aufnahmen von dem Stereo auf den Trails im Vinschgau.

Vinschgau

Weitere Informationen findet ihr unter: www.cube.eu

 

RockShox Ultimate 2023 – Ultimative News!

Die RockShox Ultimate Produkte rangieren hoch in der Beliebtheitsskala. Das ist nachvollziehbar, denn die Funktion auf sehr hohem Niveau, eine gewisse Unkompliziertheit und auch faire Preise sind bei den Federlementen serienmäßig im Lieferumfang. Never Change a Running System? Sieht man bei Sram wohl anders und schreibt sich: „Confidence Changes Everything!“ auf die Fahnen…

Ich bin erstmal skeptisch wenn mir irgendwer verspricht, er hätte „das Rad neu erfunden“… Auch war ich mit der bisherigen Performance eines RockShox Fahrwerks zufrieden. Gerade die RockShox Ultimate Produkte konnten immer mehr als ich, es scheiterte eher am Fahrer als am Fahrwerk. Wir müssen noch ein bisschen mehr fahren, um sagen zu können ob sich wirklich alles ändert, durch mehr Vertrauen. Dass sich was verändert hat, das ist aber sicher! Wir versorgen euch hier mit allen Fakten, was RockShox an den Produkten verändert hat und liefern einen ersten Testeindruck. Wir setzen den Schwerpunkt bei Lyrik und Zeb, so wie dem neuen Super Deluxe Ultimate Dämpfer. Ein Test des Super Deluxe Coil Ultimate folgt noch, hier auf dem Kanal. Auch die Pike Ultimate hat die Updates bekommen und auch die Dämpfer haben praktisch alle eine Überarbeitung spendiert bekommen.

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Neue RockShox Ultimate Gabel Modelle – Was ist neu?

RockShox sagt, man habe „from the scratch“, also bei Null, neu angefangen. Der Wunsch war es, den Ride noch besser zu machen. Was dabei herausgekommen ist, das soll revolutionär sein. Es gibt ein neues Chassis mit der besten Dämpfungstechnologie und neu entwickelte Luftfedern. Neue Technologien sollen unter anderem Vibrationen und Reibungen mindern.

Die neue Charger 3

Bei der Entwicklung der neuen Charger 3 Dämpfung wurde besonderes Augenmerk darauf gelegt, eine unabhängig voneinander einstellbare High-Speed und Low-Speed Dämpfung zu bekommen. Wenn LSC für ein geschmeidiges Fahrverhalten auf entspannten Strecken eingestellt ist, kann dank der unabhängigen HSC der nächste Drop ins flache geknallt werden – Oder anders herum: Wer viel Gegenhalt durch die LSC beim langsamen Durchrollen steiler und technischer Passagen will, soll sich trotzdem darauf verlassen können, das eine offene HSC einen unerwarteten Einschlag schluckt. Das sogenannte „Cross Talk“ Verhalten zwischen HSC und LSC Einstellungen wurde eliminiert, verspricht man.

Das soll unter anderem die Belastungen der Hände reduzieren. Insgesamt wurde die Druckstufen Dämpfung erhöht, dafür muss die Gabel weniger hart gefahren werden, das soll mehr Kontrolle und mehr Vertrauen geben. Eine Bladder, also eine Kunststoffblase gibt es bei der Cahrger 3 Dämpfung nicht mehr.  Ein „internal floating piston“, also ein Schwebekolben wird von einer Stahlfeder gebändigt. Solche Konstruktionen sind auch bei Hinterbau-Dämpfern eine bewährtes Mittel gegen Kavitation. Nicht nur soll Schmatzen und eine wahrnehmbare Geräuschkulisse damit erfolgreich eliminiert werden, auch das Ansprechverhalten und die Konsistenz im gesamten Federweg soll sich mit der neuen Charger verbessern. Eine Info für die Fahrer der aktuellen Zeb: Ihr könnt die Charger 3 Kartusche in eurer Gabel nachrüsten!

Buttercups – die goldene Lösung?

Sie wurden schon beim Launch der Flight Attendant Produkte bekannt – da stand aber die Elektronik im Fokus der Aufmerksamkeit. Kleine Gummipucks sitzen am Ende der Dämpfer- & Luftfederschaft in dem Casting der Gabel und verbinden Tauchrohreinheit und Standrohreinheit elastisch miteinander. Eine ähnliche Technologie findet man in Kettensägen oder in eurem Auto, zwischen Motor uns Karosserie. Diese sollen hochfrequente Vibrationen vermindern, was in vielen Bereichen funktioniert und deutlich fühlbar ist. Buttercups reduzieren die Vibration um 20% – verspricht Sram. Dadurch soll es weniger Belastung für die Hände geben, was längeren Fahrspaß bedeutet. In allen Pike, Lyrik und Zeb Ultimate Gabeln sind sie serienmäßig, und an älteren oder günstigeren Modellen nachrüstbar. Eine echt gute Sache, denn man fühlt deutlich, dass die was bringen.

Neue Debonair Luftfeder

Auch die Luftfeder ist ordentlich überarbeitet worden. Die Debonair+ baut auf der bekannten Debonair Technologie auf. Das Ziel der Weiterentwicklung war ein einheitliches Fahrgefühl für alle drei Gabel-Plattformen. Die Federkennlinie wurde verfeinert. Durch die neue Luftfeder spricht die Gabel im oberen Bereich des Hubs besser an, unterstützt in der Mitte deutlich besser und bietet am Ende des Hubs eine verbesserte Kontrolle, sagt RockShox. Durch zusätzliche Unterstützung des mittleren Hubs sitzt die Gabel höher im Federweg, was zu mehr Vertrauen in steilen Sektionen führen soll. Der Luftausgleich zwischen den Kammern, die Volumen der beiden Luftkammern und damit auch der Durchschlagschutz wurden dazu überarbeitet. Was einen wirklich hochwertigen Eindruck macht, das ist der Verzicht auf Kunststoff, bei der neuen Federeinheit setzt Sram auf sexy goldenes Aluminum.

Ultimate Buchsen Paket und Pressure Relief

Mehr ist ja (fast) immer besser?! Bei den neuen Ultimate Gabeln sind die Buchsen im unteren Bereich der Ultimate Modelle 53% länger was die Reibung reduzieren deutlich soll. Das Ganze sollte sich auch auf Verschleiß und Steifigkeit eher positiv auswirken, so unsere Einschätzung. Pressure Relief Valves – Ventile zum Druckausgleich im Casting – die gab es schon beim Flight Attendant Launch. Aber sie wurden weniger beachtet als die elektrischen Neuerungen. In der Praxis beseitigen Druckentlastungsventile unerwünschten Luftdruckaufbau in der Tauchrohreinheit. Wenn man mit starken Temperaturunterschieden konfrontiert ist oder wenn man große Höhenunterschiede befährt, dann können durchaus Druckunterschiede zwischen dem Inneren der Tauchrohreinheit und der Umgebung auftreten. Auch im Fahrbetrieb „pumpen sich Gabeln auf“… Das beeinflusst die Performance.

Nabenkappen-Adapter

Die Rockshox Torque Caps verleiht den Gabeln zusätzliche 5% Torsionssteifigkeit. Es bietet nicht jeder Naben Hersteller die passenden Naben mit kompatiblen Endkappen. Ein Adapter der optional montiert werden kann macht es einfacher, die „gewöhnlichen“ Naben einzufädeln, wenn das Vorderrad montiert wird.

Lyrik Ultimate

Die Technologien haben wir erklärt. Die wichtigsten Fakten: Es gibt die Charger3 Dämpfung RC2 mit Buttercups und die DebonAir+ Luftfeder mit Buttercups und Pressure Relief Valves. Laufräder in 27,5“ &29“ werden bedient. Federwege von 140, 150 und 160 Millimetern stehen zur Wahl. Der Preis wird bei 1.196 Euro liegen.

Zeb Ultimate

Die Zeb ist noch stabiler und kommt mit mehr Federweg, schlägt aber technologisch in die selbe Kerbe wie die Lyrik: Sie kommt mit Charger3 RC2 Dämpfung mit Buttercups und DebonAir+ Lufteinheit mit Buttercups. Es gibt sie in 27,5“ & 29“ mit den Federwegen 160, 170, 180 und 190 Millimetern. Das Gewicht für die 180er Gabel mit 44er Offset gibt Sram mit 2.341 Gramm an. Die UVP wird bei 1.253 Euro liegen.

So viel zu den News an der Front. Wie gesagt, auch die Pike bekommt ein umfangreiches Update spendiert…

Aber was ist mit dem Heck? Auch hier hat RockShox tief in die Trickkiste gegriffen und einiges verändert.

Neue RockShox Dämpfer Modelle Neue RCT2 Dämpfer

Eine moderne Ventiltechnik eliminiert Cross Talk von HSC und LSC, wie bei der Gabel, versprechen die RockShox Entwickler. Einstellungen der HSC wirken sich somit nicht auf die LSC aus und anders herum. Die Grundabstimmung wird vom Rahmenhersteller auf die Kinematik des Bikes abgestimmt und das ist dann die Mitte des Einstellbereichs. Es gibt beim neuen Ultimate Dämpfer also immer den „Sweet-Spot“, zumindest nach Geschmack des Herstellers, und von dem hat man dann ein Spektrum von 5 Einstellbaren Klicks – 2 zum Reduzieren – 2 zum Verstärken der Dämpfung, ganz nach persönlicher Vorliebe. Nur 5 Klicks? Nun, die Klicks sind sehr stark spürbar, sagt RockShox und wirken sich spürbar mehr auf die Performance aus, als man erwartet.

Neues Hydraulisches Bottom Out/ einstellbares hydraulisches Bottom Out

Der hydraulische Bottom Out und die einstellbare Variante, der „adjustable hydraulic bottom out“ erhöhen die Kontrolle über das Bike. Gerade dann, wenn es richtig zur Sache geht. Knallt es richtig und man nutzt sehr viel Federweg, so geschieht die kontrollierter. Eine Nadel kontrolliert den Ölffluss während die Kolbenstange in den Dämpferbody einfährt. Wirkungsvoll setzt der hydraulische Bottom Out in den letzten 20% des Federwegs ein und verhindert hartes Durchschlagen. Bei den Luftdämpfern verfügen nur die Super Deluxe Modelle über einen solchen Bottom Out, der nicht einstellbar ist. Die Deluxe Modelle müssen darauf verzichten. Super Deluxe Coil Modelle verfügen über den adjustable hydraulic Bottom out, der ist über einen Regler mit Inbus in 5 Stufen einstellbar.

Debonair+ Hinterbaudämpfer Luftfkammer

Es gibt zwei Luftkammern Designs Rahmen mit linearem Hinterbaudesign passen besser zu progressiven Luftkammern damit die Federkennlinie zum Ende des Hubs ansteigt und Durchschläge verhindert, Rahmen mit progressiven Hinterbau funktionieren besser mit der linearen Luftkammer um eine ausgewogene Federkennlinie zu erhalten. Neu ist nun die Möglichkeit das negative und positive Luftvolumen zu beeinflussen. Das geht bei beiden Luftkammern.

Bottomless Tokens und Negative Tokens

Mit negativ Tokens und positiven Bottomless Tokens lässt sich das Luftvolumen beider Kammern fein abzustimmen. Mit der Option der Bottomless Tokens kann man die Ausnutzung des Federwegs besser kontrollieren. Wer die Härte der Federung zum Ende hin erhöhen und ein Bottomless-Gefühl erreichen will, kann Tokens hinzufügen, um die letzen 40% des Federwegs progressiver zu machen. Die negativen Tokens reduzieren das Volumen der Negativkammer. Dadurch wird das Rad etwas straffer und man nutzt den Federweg leichter.

SuperDeluxe Ultimate

Der Top Luftdämpfer kommt als RC2T, also mit Rebound, 2fach Compression und Threshold. Es gibt einen fest eingestellten hydraulischen Bottomout. Die DebonAir+ Lufkammer gibt es in 2 Versionen (Linear oder Progressiv). RockShox ruft dafür einen Preis von 648 Euro auf.

Erster Fahreindruck der RockShox Ultimate 2023 Produkte

Wir haben die neue Lyrik Ultimate, die Zeb Ultimate und den Super Deluxe Ultimate schon testen können. Ich sage es frei heraus: Die Zeit, die wir auf dem neuen Fahrwerk verbringen konnten, war zu kurz um ein echtes, finales Fazit ziehen zu können und wir legen auch Wert darauf mehrere Fahrer ausgiebig damit fahren zu lassen, da Fahrstile und Vorlieben sich doch stark unterscheiden. Darüber hinaus ist ein Dämpfer immer schwer zu beurteilen, denn weil er in einem Rad gut funktioniert, muss er in einem anderen nicht genau so gut abzustimmen sein.

Da wir die neuen Suspension-Parts niemanden sehen lassen durften ging es mal wieder, abseits von regulären Öffnungszeiten, mit dem Pick-Up bergauf. Wir haben uns für die Strecken am Geisskopf entschieden, da wir und unsere Tester die am besten kennen und sich so noch besser einschätzen lässt, wie gut sich das Fahrwerk gerade schlägt. Auch will erwähnt werden: Unsere Tester, Christoph und Flo sind wirklich geübte und gute Rider und haben schon von Berufswegen ein gutes Technikverständnis. Sie fahren auch privat ein Specialized Enduro und ein YT Jeffsy, was ebenfalls dazu beitragen dürfte die Performance des Fahrwerks einzuordnen.

Was allen sehr stark aufgefallen ist, ist dass die Gabeln extrem feinfühlig agieren. Schwer zu sagen, wie viel Anteil daran die Dämpfer und Luftfeder haben und wieviel die Buttercups. Ist ja letztlich aber auch nicht so wichtig, worauf es ankommt ist das Feeling – und das ist super. Gerade kleine Schläge auf Wurzelteppichen oder auf grobem Schotter filtern die Ultimate Gabeln sehr gut raus. Selbst unser Chef und Verlagsleiter Marcus, seines Zeichens Ironman-Finisher und eher auf der Straße unterwegs, fühlte das sofort und verglich das sanfte Ansprechen mit einem sehr weich aufgepumpten großvolumigen Reifen. Immer am Boden und supersoft, ohne spürbare Arbeitsschwelle. Was wir noch ausgiebiger testen müssen sind Dämpfung und Luftfeder hinsichtlich Einstellbereich. Was sich aber auch jetzt schon sagen lässt, ist dass jeder Tester super zufrieden war und niemand was zu meckern hatte. Auffällig hochwertig sind auch die Einstellrädchen hinsichtlich ihrer Haptik und selbst das Geräusch der Klicks macht einen besonders guten Eindruck. Schaut euch das Video an, dann wisst ihr was ich meine.

Sehr angenehm ist die Geräuschkulisse der Gabeln hervorzuheben, denn es gibt praktisch keine. Diese „Geräuschlosigkeit“, gepaart mit dem super soften Ansprechverhalten gibt tatsächlich ein wenig das Gefühl dahinzugleiten. Auch war es spürbar, dass die Gabeln tatsächlich recht stabil bzw. hoch im Federweg stehen. Auch hier gilt es noch zu erforschen, wie hoch daran jeweils der Anteil der Luftkammer und der Dämpfung sind.

In einer Situation, bei langsam gefahrenen Treppen mit unregelmäßigen Absätzen fühlte sich die Front etwas „bouncy“ an. Schwer zu sagen, ob das daher kommt, dass mehr Gegenhalt da ist, als wir es gewohnt sind, oder ob wir die Zugstufe einfach nicht optimal eingestellt haben. Der Effekt war jedenfalls reproduzierbar.

Was jeder der die Gabeln fährt sofort spüren wird, ist wie smooth Lyrik und Zeb ans Werk gehen. Ich musste da an Zeiten denken, in denen Downhillbikes 26 zoll Räder hatten und Gabeln auf Stahlfedern im offenen Ölbad setzten. Und das meine ich absolut positiv! Hatten die Forken damals deutlich weniger Technologie als heute an Bord, so kennt so mancher Rider der im letzten Jahrtausend die ersten Trails fuhr, noch das Feeling von Gabeln, die einfach nicht den Bodenkontakt aufgeben wollten und jeden Schlag absorbierten wie ein Staubsauger…

Der Super Deluxe Ultimate Dämpfer hat sich sehr gut geschlagen und harmonierte mit der Front. Zum Thema Dämpfer kommt noch mehr, hier auf Gravity-Magazine, wir haben auch noch einen Coil Dämpfer im Test. Was sehr positiv aufgefallen ist, ist wie gut die Plattform/der Threshold funktioniert hat. Da sind wir bei manchem Produkt der Mitbewerber eher enttäuscht. Nicht so toll ist, das man echt nicht mit jeder Dämpferpumpe gut den Druck verändern kann, es geht zwischen dem Einstellrad für die LCS und dem Ventil wirklich eng zu.

Die wichtigsten Infos und auch einen Fahreindruck gibt es auch hier im

Weitere Informationen findet ihr unter: www.sram.com/de/rockshox