TEST: Cannondale Jekyll – High Pivot Enduro Bike mit Suchtfaktor

Cannondale präsentierte vor wenigen Wochen das brandneue Jekyll mit High Pivot Hinterbau, im Unterrohr verstecktem Dämpfer und in neuem Design. Wir durften das spritzige 170mm Mountainbike auf unseren Hometrails testen und konnten die Finger nicht mehr davon lassen. Mehr dazu in diesem Artikel und in unserem Test-Video.

Das Jekyll hat passend zu seinem Namen in den letzten Jahren ziemlich häufig sein Aussehen verändert. Mal fiel es eher in die Enduro Kategorie, dann ging es wieder in Richtung Freeride und Cannondale verbaute natürlich auch schon eine langhubige Lefty-Gabel. 2021 präsentiert uns der amerikanische Hersteller die neuste Variante des Jekyll, eine echte Trail-Baller-Maschine, und verpackt das ganze in einem ganz neuen Design.

Was ist neu? Features und Optik.

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Auf den ersten Blick fällt einem natürlich das neue High-Pivot-Design und der im Unterrohr integrierte Dämpfer ins Auge. Das Jekyll ist nun ein High Pivot Bike mit Idler Pulley, 165mm Federweg am Heck und 170 an der Front. Um den Schwerpunkt möglichst tief zu gestalten wurde der Dämpfer im Unterrohr integriert und soll somit die Performance und das Handling massiv verbessern. Dieses integrierte Design hat von Cannondale den Namen “Gravity-Cavity” bekommen.  Diese Cavity (Hohlraum) hat einen kleinen Nachteil: Steine und Dreck können von unten an den Dämpfer gelangen und das Federelement beschädigen. Um diesem Umstand entgegen zu wirken, wird hier ein großzügiger Kunststoffschutz verbaut, der den kompletten Hohlraum nach unten abdeckt.

Auch die Kettenstreben wurden mit Kunststoff verkleidet. Diese Chainguards sorgen dafür, dass die Kette keinen Schaden anrichten kann und Geräusche gedämpft werden.

Neben dem neuen tiefliegenden Schwerpunkt ist nun auch mehr Platz im Rahmen entstanden. Hier können nun eine Trinkflasche und Tools verstaut werden um das Enduro Konzept abzurunden.

Knaller Farben

Wir Mountainbiker sind stolz auf unsere Radel und freuen uns natürlich immer wenn uns jemand auf unseren heißen Boliden anspricht. Das Jekyll sorgt aber mit seinem Farbton für so viel Aufsehen, dass wir wirklich regelmäßig angesprochen wurden.

Unser Testmodell kam in der Farbe Beetle Green und veränderte die Farbgebung je nach Perspektive und Licht von Grün zu Bronze/Braun. Natürlich muss einem diese Farbe gefallen, für Aufsehen sorgte sie allemal.

Wer das grün nicht mag, kann sich das Jekyll auch in zwei weiteren Farben ergattern. Die günstigere Variante ist in einer ähnlich spektakulären Farbgebung lackiert und verändert sich von Lila zu Schwarz. Wer es schlichter mag, sollte sich die schwarze Variante des Enduro Bikes mal anschauen.

Cannondale Jekyll
Das Jekyll macht einen heiden Spaß auf flowigen und ruppigen Strecken

Dämpfer Design – High Pivot

Wie schon erwähnt ist der Dämpfer tief im Unterrohr integriert. Der neu entstandene Schwerpunkt wirkt sich dadurch positiv auf das Handling und die Stabilität das Bikes in Kurven aus. Wenn wir uns den Trend in den letzten Monaten anschauen, lassen sich die Hersteller der Enduro Bikes gerne von den High-Pivot Designs ihrer Race-Downhiller inspirieren.

Cannondale Jekyll

Auch das Jekyll hat nun eine High-Pivot Kinamatik. Der nach oben verlegte Drehpunkt sorgt dafür, dass die Achse des Hinterrads beim Einfedern nicht zum Rad wandert, sondern nach hinten weg. Diese Achsweg sorgt dafür, dass Unebenheiten und Schläge bei der Abfahrt angenehm abgefedert werden und weniger Geschwindigkeit verloren geht. Beim Jekyll ist der High Pivot jedoch nicht so hoch angebracht wie bei ähnlichen Mountainbikes. Zwar wandert der Achsweg somit nicht komplett nach hinten, sondern geht im letzten Teil des Federwegs wieder in Richtung des Rahmens, jedoch soll somit ein spritzigeres Fahrverhalten gewährt werden. Das ganze wird auch sehr ansehnlich im folgenden Video von Cannondale erklärt.

Wer sich das Video angeschaut hat, wird auch auf den Idler-Pulley aufmerksam gemacht worden sein. Dieser wird standardmäßig in High-Pivot Bikes verbaut, da aufgrund des nach hinten wandernden Achswegs die Kette ohne Pulley extrem gespannt wird und einen starken Pedal-Rückschlag generiert. Wird die Kette also vom Kettenblatt nach oben weg geleitet und hat somit mehr länge, kann sich diese beim Einfedern besser dehnen und erzeugt keinen Rückschlag mehr. Dadurch entsteht unteranderem auch das extrem sanfte Fahrgefühl des Jekylls.

Cannondale Jekyll

Moderne Geometrie die mit wächst. 

Das Jekyll verfügt über eine durchaus moderne Geometrie, die aber keineswegs Grenzen auslotet. Wir haben bei unserem Testmodell in der Größe MD einen Reach von 450mm, einen Radstand von 1227mm, einen Lenkwinkel von 64° und einen angenehmen Sitzwinkel von 77,5°.

Passen zum modernen Trend, wächst auch das Jekyll mit den Größen. Die Kettenstrebe variiert zum Beispiel von 430mm (Größe SM) bis 450mm in Größe XL. Auch der Reach passt sich an und somit dürfen sich große Biker über 510mm (XL) freuen.

Ausstattung – Preis/Leistung on Point

Cannondale hat uns die High-End Variante des Jekylls zur Verfügung gestellt. Diese kommt mit einem kompletten Factory Fahrwerk, dass natürlich keine wünsche offen lässt. An der Front arbeitet die Fox Float 38 mit 170mm und am Heck der Float X2 Dämpfer mit 165mm Federweg. Natürlich muss man sich für die Fox Factory Fahrwerke immer ein wenig Zeit nehmen um die beste Performance herauszuholen, stimmt das Setup, bleiben keine Wünsche mehr offen.

Cannondale Jekyll

Jedoch müssen wir erwähnen, dass die Dämpfer-Position im Unterrohr das Handling etwas kompliziert. Man kommt zum Beispiel etwas schwieriger an die Einstellmöglichkeiten und vor allem etwas umständlich an das Ventil für die Dämpferpumpe. Auch ist der Lock etwas schwierig beim Pedalieren zu erreich, sodass man sich schon extrem strecken muss, oder am besten absteigt um den Dämpfer zu sperren. Aber das ist Heulen auf einem hohen Niveau und trügt nicht an der tollen Performance der Federelemente und des Hinterbaus.

Gebremst wird bei unserem Testmodell mit den Sram Code RSC. Ich weiß, dass sich hier die Meinungen teilen, jedoch kann mir niemand erzählen, dass er mit diesen Bremsen und 220mm Bremsscheiben an der Front und 200mm am Heck nicht genug Bremspower auf den Trails hat.

Cannondale Jekyll

Die Schaltung kommt ebenfalls aus dem Hause Sram. Cannondale versorgt uns hier mit der X01 Egale (12-Fach, 10-52 Zähne) und GX Eagle Schalthebeln.

Ein Highlight auf dem Trail war natürlich die Bereifung. Hier wurden sich definitiv Gedanken gemacht und deshalb gibts an der Front den Maxxis Assegai und am Heck den Minion DHR II. Beide in der 3C Mischung und EXO+ Karkasse und natürlich Tubeless Ready. Diese Kombination sorgt auch bei schlechtem Wetter für ordentlich Grip und hat uns auf unseren Flow, Enduro und Freeride Trails nicht im Stich gelassen.

Das uns zur Verfügung gestellte High-End Modell ist ab 6.499 Euro erhältlich und ist nur in der Beetle Green Farbvariante erhältlich. Wer sich mit weniger zufrieden gibt, bekommt das Jekyll zwei ab 4.599 Euro und bekommt dafür eine Rockshox Zeb Select, einen Float DPX2 Performance Dämpfer, Shimano Deore Schaltung und Deore Bremsen.

Für Individualisten gibts es das Jekyll auch als Frameset mit Fox Float X2 Factory Dämpfer ab 3.299 Euro.

Cannondale Jekyll

Das Fazit – Darf ich das nochmal fahren?

Ich muss sagen, dass es uns in der Redaktion gut geht. Wir kommen oft an die neusten und tollsten Mountainbikes der Szene und freuen uns immer wieder auf die erste Test-Fahrt mit dem nächsten Modell. Beim Jekyll war es jedoch so, dass unsere Test-Fahrer direkt wieder aufs Bike wollten und es nicht abwarten konnten die nächste Runde zu drehen. Somit mussten wir in der Redaktion ungewohnt oft koordinieren wer das Jekyll wann und wo fahren kann.

Das Jekyll kombiniert nämlich eine ausgezeichnete Performance auf flowigen und kurvigen Strecken mit einer angenehmen Laufruhe im steilen und verblockten Gelände. Der Hinterbau sorgt dafür, dass kleine Schläge und Unebenheiten auf dem Trail unbemerkt weggebügelt werden und somit kommt in Verbindung mit dem Idler Pulley kaum Feedback im Pedal an. Das sorgt zwar für ein sanftes und schnelles Fahrverhalten, kann aber den ein oder anderen Fahrer stören.

Nach all dem Lob gibt es eine Kleinigkeit, die jedoch auch verheerend enden kann. Zwar ist der Dämpfer von unten geschützt, seid ihr jedoch auf steinigen Trails mit losen Steinen unterwegs, kann es passieren, dass Dreck und Steinchen in die Gravity Cavity von oben gelangen. Da der Raum in diesem Hohlraum im Unterroh begrenzt ist, kann es passieren, dass dieser Stein zwischen Dämpfer und Rahmen eingeklemmt wird und den Dämpfer verkratzt. Wir konnten das jedoch rechtzeitig bei einem Ausflug im Allgäu bemerken und haben einen Schaden verhindern können. Dazu muss ich sagen, dass das der einzige Vorfall war und der Trail extrem steinig und voller losem Schotter war.

Zum Abschluss muss ich das Jekyll nochmal loben. Cannondale kombiniert hier wie gesagt eine tolle Performance auf flowigen und sprunglastigen Trails mit Stabilität im ruppigen Gelände und bietet das ganze zu einem absolut fairen Preis an. Wir haben hier einen Vollcarbonrahmen mit moderner Geometrie, High-Pivot Design, Stahl Idler Pulley, Factory Fahrwerk und toller Bereifung und das ganze gibt es für 6.499 Euro. Natürlich ist das immer noch viel Geld, vergleicht man das Jekyll jedoch mit anderen Marken, wird man feststellen, dass wir nicht viel vergleichbares zu diesem Preis bekommen.

Mehr Informationen und noch mehr Details + Fahrszenen findet ihr im folgenden Video

 

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TEST: Deuter FLYT14 Trail-Rucksack – Alles was du für die nächste Tour brauchst?

Deuter präsentiert die neue FLYT Rucksack Serie ganz nach dem Motto ” Weniger ist mehr!”. Dabei darf natürlich nicht TÜV/GS Zertifizierung und ein passender Rückenprotektor fehlen. Was wir von dem kompakten 14L Modell der Reihe halten und wie komfortabel der leichte Rucksack sitzt, erfahrt ihr hier.

Deuter gehört wohl zu den bekanntesten Marken was Mountainbike und Outdoor Rucksäcke angeht. Das Unternehmen wurde 1898 von Hans Deuter in Augsburg-Oberhausen gegründet und begann seine Laufbahn mit Briefbeuteln und Säcken für die königlich-bayrische Post. Vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurden Rucksäcke, Tornister und Zelte für die Armee produziert und spezialisierte sich erst viele Jahre später auf den Outdoor und neuen Mountainbike Markt.

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Short Introduction

Mit der FLYT Line präsentiert der deutsche Hersteller nun eine neue leichte Variante der beliebten Trail-Rucksäcke und verzichtet dabei natürlich nicht auf den bekannten SAS-Tec Rückenprotektor. Spannend ist dabei auch, dass Deuter komplett auf PFC (per- & polyfluorierten Chemikalien) verzichtet. PFC wird unter anderem als Beschichtung zum Regenschutz verwendet, da sie wasser-, schmutz- und fettabweisende Eigenschaften aufweisen. Stattdessen verwendet deuter nun gesundheitlich unbedenkliche und umweltverträgliche DWR (Durable Water Repellency) Imprägnierung.

Neben unserem 14L Testmodell gibt es noch drei weitere Varianten. Der FLYT 12 SL und 14 sind für Körpergrößen von 160 – 175cm und die Modelle 18SL und 20 für 170 – 195 cm geeignet.

Optik und Features

Das uns zur Verfügung gestellt Modell kam in einem knalligen Gelb daher, dass man einigen grauen Details kombiniert ist. Auf der Front des Rucksacks befinden sich dezente Reflektionsstreifen und zwei Clips um einen Halbschalfen Helm  zu verstauen. Wer seinen Fullface mitnehmen will kann dafür auch die Clips nutzen und diese mit den seitlichen Kompressionsriemen kombinieren. Deuter bietet neben der gelben Variante auch noch zwei Alternativen in Grau und Blau an.

Seitlich am FLYT14 befinden sich zwei offene Taschen in denen man zum Beispiel Tools, Handschuhe und Zubehör verstauen kann. Ansonsten ist die Optik des schmal geschnittenen Trail-Rucksacks dezent und optisch sauber gehalten.

Am Boden der Tasche befindet sich das Fach mit dem Regenschutz. Dieser ist mit einem elastischen Band an der Tasche befestigt und kann somit nicht verloren gehen. Der Regenschutz lässt sich super leicht über den FLYT 14 ziehen und kommt in einem neon Gelb daher. Somit sind wir auch bei schlechtem Wetter gut im Straßenverkehr zu sehen.

Taschen und Fächer – Organizer

Starten wir mit dem ersten großen Hauptfach an der Front. Hier befindet sich das gut gegliederte Tool-Fach, dass bei keinem modernen Mountainbike Rucksack fehlen darf. Das erste Fach verfügt über genügend Saturaum für Wertsachen, hat einen Clip für Schlüssel und ist mit einem Reissverschluss verschließbar. Darunter befinden sich vier weitere offene Stauraume für Tools und Zubehör. Im unteren Teil des ersten Hauptfachs sind zwei Netzbeutel angebracht in denen wir Handschuhe und weitere Essentials verstauen.

Das praktische an diesen Tool-Fächern ist die Möglichkeit alles organisieren zu können. Wer mal einen Platten auf dem Trail hatte, möchte nicht lange am dunklen Boden seiner Tasche nach seinem Werkzeug suchen, sondern alles schnell Griffbereit haben. Deshalb sind beim Deuter auch die Reissverschlüsse großzügig über fast den ganzen Stauraum Bereich gezogen, damit man das Fach komplett öffnen kann.

Das Hauptfach – Protektor, Wasserblase, Stauraum

Kommen wir zum zweiten Hauptfach. Hier befindet sich der “größte” Stauraum. Beim Deuter FLYT14 müssen wir jedoch dazu sagen, dass es sich dabei nicht um einen großen Trail-Begleiter handelt, sondern eher um eine Tragesystem, dass ausreichend Platz für das Wichtigste bietet.

Deuter FLYT
Im Notfall gilt es einen klaren Kopf zu behalten. In der Innenseite des Hauptfachs gibt es weitere Informationen

In der Innenseite des Hauptfachs ist neben der Waschanweisung auch das SOS-Label aufgedruckt. Auf diesem Label finden wir Tipps wie wir im Notfall reagieren sollen, Notruf Nummern und einen erste Hilfe Plan. #safetyfirst

Im Vergleich zum Tool-Fach finden wir im Hauptfach nur zwei weitere Stauräume. Der Erste ist elastisch und bietet Platz für eine Trinkblase, oder einen Laptop. In der Rückwand finden wir den SAS-Tec LB-XL Protektor. Auf diesen gehen wir aber gleich noch etwas genauer ein.

Kurze Zusammenfassung. Mit dem Deuter FLYT 14 haben wir ein 14L Fassungsvermögen, dass Platz für ein 3L Trinksystem, Stauraum für Tools, Luftpumpen und Zubehör bietet und über einen Rückenprotektor verfügt.

SAS-Tec Protektor – leicht aber fähig

Der LB XL ist SAS-Tecs super leichter Rückenprotektor. Dieser besteht aus expandiertem Polypropylen, dass aus einer Kombination von Schaumstoff und Luft gefertigt wird und somit umweltfreundlicher als ähnliche Materialien ist. Die Aussparungen auf der Rückseite des Protektors machen diesen besonders flexibel und passen sich somit auch bei voll beladenem Rucksack dem Rücken an.

Deuter Flyt
Der Tragekomfort ist dank der vielen Einstellmöglichkeiten richtig angenehm

Tragesystem und Komfort

Damit sich der Rucksack optimal dem Rücken anpassen kann, verseht Deuter die FLYT Modelle mit einigen Riemen. Der Lageverstellriemen sitzt an der Schulter und verstellt den Abstand zwischen der Oberkante der Tasche und den Schulterblättern. Damit die Tasche im Gelände nicht unangenehm am Körper umherspringt, gibt es einen in der Höhe und Breite verstellbaren Brustgurt.

Die Schulterriemen lassen sich wie schon erwähnt dank der Lageverstellriemen anpassen, können aber auch in der Länge angepasst werden. An diesen Riemen finden wir auch zwei Kelttschlaufen an denen wir den Trinkschlauch montieren können und einen Halter für Brillen.

Kommen wir zum wichtigsten Riemen am FLYT 14. Der Hüftgurt bietet mit seinen großzügig geschnittenen Hüftflügeln angenehme Polster und extra Stauraum. In den dort vernähten Taschen lassen sich Tools, kleineres Zubehör und der gute Mund und Nasenschutz verstauen. Dank der Position und der praktischen Reissverschlüsse können wir auch schnell darauf zugreifen.

Der Hüftgurt verfügt über einen Clip-Verschluss und lässt sich mit den “Pull-Forward Hüftflossen” an den Bauchumfang anpassen.

Wir haben also an dem kompakten Deuter Rucksack insgesamt vier Riemen mit denen wir die Passform an unseren Körperbau anpassen können. Dafür gibt es definitiv einen Plus-Punkt.

Luftzirkulation und Rückenteil

Wir haben bei uns in der Redaktion einige Kollegen die gerne ohne Rucksack unterwegs sind, da sie sich ohne freier fühlen und keinen schwitzigen Rücken bekommen. Letzteres ist auch beim FLYT ein wichtiges Thema. Deuter bringt deshalb am Rücken zwei länglich geformte Polster (Airstripes) an zwischen denen sich ein Luftkanal bilden kann und somit eine angenehme Zirkulation zwischen Rücken und Tasche entstehen soll. Auch das verwendete Material wirkt dank der Mesh-Optik atmungsaktiv und flüssigkeitsabsondernd. Das gleiche Material wird auch am Hüftgurt verwendet.

Test: Der Deuter FLYT 14 auf dem Trail

Um ehrlich zu sein bin ich kein großer Freund von Rucksäcken beim Fahrradfahren. Ich gehöre zu den Leuten die entweder keine Tools mit sich tragen und auf das Beste hoffen, oder das nötigste mit Straps am Rad verstauen. Deshalb gehe ich natürlich immer etwas skeptisch an den Test eines Rucksacks ran.

Was mir direkt positiv aufgefallen ist, dass wir beim FLYT extrem viele Möglichkeiten haben die Passform mit insgesamt 6 Bändeln verstellen zu können. Somit sitzt der Rucksack natürlich sehr fest am Körper und kann sich während der Fahrt kaum bewegen. Damit aber nichts drückt, hat der deutsche Hersteller angenehme Polster am Hüftbereich und am Rücken angebracht. Diese sind nicht nur bequem sondern auch gut ventiliert. Grade der Rückenbereich ist interessant, da wir hier zwei langgezogene Polster haben (Deuter Airstripes) die die Luftzirkulation an der Wirbelsäule fördern und einen weniger schwitzigen Rücken garantieren.

Mir gefällt auch, dass immer mehr Hersteller eine Art schienen System für den Brustgurt verarbeiteten. Dadurch lässt sich dieser nämlich sehr angenehm in der Höhe verstellen und dort platzieren wo er hingehört.

Positiv ist auch der nicht zu groß proportionierte Verschluss am Hüftgurt. Grad wenn man etwas Speck am Bauch hat, können diese nämlich gerne mal kneifen und zwicken. Hier hatte ich keine Probleme.

Ich bin mir zwar immer noch unsicher wieso man seine Halbschale am Rucksack verstauen soll, aber falls man diese Funktion mal abseits vom Fahrrad nutzen mag, klappt das dank der intuitiven Clips an der Front der Tasche sehr gut. Auch der integrierte Regenschutz hat gefallen, da dieser leicht zu entnehmen ist, mit einem Band an der Tasche befestigt ist und somit auch nicht verloren geht. Die Teile sind nämlich immer dann weg, wenn man sie am meisten braucht.

Deuter Flyt

Fazit zum Trail-Rucksack

Alles in allem haben wir hier wieder einen echt gut durchdachten Trail Rucksack von Deuter. Die Kombination aus leichtgehaltener Tasche mit dezentem Stauraum und einem SAS-Tec Protektor gefällt. Auch der Tragekomfort ist ausgesprochen angenehm und Dank der vielen Züge sehr gut einstellbar. Die Luft Zirkulation am Rücken ist auch dank des cleveren Designs geregelt.

Wer aber etwas mehr Zubehör und Ersatzkleidung mit auf eine Tour nehmen will, sollte sich einen größeren Rucksack als den FLYT14 zulegen. Deuter bietet hier aber in der selben Kollektion einige Alternativen an.

Wir waren sehr zufrieden mit dem FLYT14.

Mehr zu Deuter findet ihr auf: www.deuter.com

 

 

 

 

 

 

 

TEST: Marin Alpine Trail E2 – Das Kurvenmonster mit Allround-Fähigkeiten

 Marin präsentierte Anfang des Jahres das brandneue Alpine E. Ein E-MTB Allrounder mit Shimano EP8 Motor, Fox Performance Fahrwerk und moderner Geometrie und spannendem Rahmendesign. Wie das elektrische Mountainbike auf den Trails abgeschnitten hat, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Marin stellt nun schon seit den 80ern Mountainbikes her und gehört damit zu den Urgesteinen der Szene. Der Hersteller aus dem gleichnamigen Marin County in Kalifornien hat Elite Sportler wie Matt Jones und Mark Matthews unter Vertrag die auf den Trail-Bikes zeigen was sie können. Tatsächlich bietet Marin kein Mountainbike mit mehr als 160mm Federweg, was aber nicht dagegen spricht, dass die Fahrräder bergab vor Potential strotzen.

Optik und Features

Vor einigen Wochen durften wir uns also das erste mal auf das Alpine E2 setzen und unsere ersten Runden drehen. Das uns zur Verfügung gestellte Modell ist die Top-Variante der Kalifornier und ist nur in einer Farbvariante erhältlich. Wer sich über kleine Details in der Lackierung freut, sollte beim E2 genauer hinschauen. Auf dem schwarz/grauen Lack befinden sich nämlich viele kleine Details wie Silhouetten von Bergen und einem Aussichtsturm wieder.

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Auch das Motto von Marin “Made For Fun” finden wir immer wieder auf dem E-MTB. Zum Beispiel auf der Top Cap am Steuerrohr, auf den Felgen und auf dem Mudguard.

Marin Alpine Trail

Aber nicht nur der Lack hat einige nette Details. Die Kettenstrebe verfügt über einen großzügigen Schutz, der Abrieb und Geräusche der Kette am Rahmen vermeidet. Auch am Unterrohr finden wir extra Kunststoff der den Rahmen vor Umwelteinflüssen und umherfliegenden Steinen schützt.

Wer sein Marin etwas bunter mag, der kann auf das Alpine E1 zurückgreifen. Dieses Modell gibt es in einer knalligen Schwarz und Rot Kombination, jedoch müssen wir hier ein paar Abzüge bei der Ausstattung machen. Mehr dazu aber später.

Geometrie und Rahmendesign

Die Geometrie vom E2 geht mit dem modernen Flow. Wir haben bei der Größe L einen Reach von 485mm eine Radstand von 1264mm und einen Lenkwinkel von 63°. Spannend wird es bei der Reifen Kombination – An der Front haben wir 29″ und am Heck 27,5″ Laufräder. Kombiniert man diese Laufrad-Mix mit einer Kettenstrebe von 435mm bekommt man ein extrem weniges Mountainbike. 

STACK613622631640
REACH445465485505
HEADTUBE ANGLE63°63°63°63°
HEADTUBE LENGTH100110120130
SEATTUBE ANGLE78°78°78°78°
SEATTUBE LENGTH390400425430
TOPTUBE EFFECTIVE575597619641
BB HEIGHT340.5340.5340.5340.5
BB DROP28282828
CHAINSTAY435435435435
WHEELBASE1215123912641288
STANDOVER HEIGHT681.6681.4686.8689.8
FORK OFFSET44444444
HANDLEBAR WIDTH780780780780
STEM LENGTH50505050
CRANK LENGTH165165165165

Marin E-Bike

Ausstattung und Modelle

Wie schon erwähnt wurde und das Marin Alpine E2 zur Verfügung gestellt. Hierbei handelt es sich um die Top-Variante mit Fox Performance Fahrwerk. An der Front arbeitet beim E2 die 38 Performance Elite mit 160mm und am Heck der DHX2 Performance Coil-Dämpfer mit 150mm.

Bremsen und Schaltung sind aus dem Hause Shimano. Die SLX Scheibenbremsen mit 203mm an Front und Heck verfügt über ordentlich Beisskraft und Dosierbarkeit auf dem Trail.

Das Alpine Trail kommt mir einem spannenden Reifen-Mix daher. An der Front haben wir den super griffigen Maxxis Assegai und am Heck den Minion DHR II. Beide Reifen kommen mit der pannensicheren EXO+ Karkasse und sind Tubeless Ready. Wir freuen uns immer wenn sich ein Hersteller Gedanken über die Bereifung macht. Da bei einem E-Mountainbike das Gewicht mit dem Motor kompensiert werden kann, kann man natürlich auf einem Trail/Enduro Bike auch schwerere Reifen verbauen.

Marin verbaut bei der Top-Variante den neuen Shimano EP8 Motor mit 85Nm und einem original Shimano 630Wh Akku. Zwar bietet der EP8 nicht den extremen Turbo und das Motorrad Gefühl wie andere Hersteller, jedoch besticht der Motor mit einer natürlichen Performance und einem recht sparsamen Verbrauch.

Motor: Shimano EP8 85 Nm
Akku: Shimano 630 Wh
Gabel: FOX 38 Performance Elite 160 mm
Dämpfer: FOX DHX2 Performance Elite 150 mm
Bremsen: Shimano SLX 203/203 mm
Schaltung: Shimano SLX/XT 12-Fach
Laufradsatz: Marin Aluminium Double Wall 29Front /27.5 Heck
Reifen: MAXXIS Assegai Front /Minion DHRII Heck EXO+ 2,5/2,8

Preis: 6.299 Euro

Marin Alpine Trail E1

Wer sich mit etwas weniger zufrieden geben kann, den dürfte das Alpine E1 interessieren. Zwar muss man hier auf das Fox Performance Fahrwerk und den neuen EP8 Motor verzichten, bekommt aber ein spannendes Preis-/Leistungsverhältnis.

Motor: Shimano STEPS E7000 60 Nm
Akku: Shimano 504 Wh
Gabel: RockShox 35 Gold RL 160 mm
Dämpfer: RockShox Super Deluxe Coil R 150 mm
Bremsen: Shimano MT420/MT4100 203/203 mm
Schaltung: Shimano SLX/XT 12-Fach
Laufradsatz: Marin Aluminium Double Wall 29Front /27.5 Heck
Reifen: MAXXIS Assegai Front /Minion DHRII Heck EXO+ 2,5/2,8

Preis: 4.899 Euro

Das Marine Alpin E2 auf dem Trail

Uphill

Trotz der modernen Geometrie klettert das Alpine wie eine Ziege. Die Kombination aus dem leistungsstarken Motor und einem Sitzwinkel von 78° sorgt dafür, dass man auch in steilen Klettersektionen eine angenehme Sitzposition hat und das Gewicht ordentlich im Rad verlagern kann. Auch wenn es mal richtig steil und ruppig bergauf ging, klebte das Vorderrad gekonnt am Boden und lies sich gut kontrollieren.

Die verschiedenen Unterstützungsstufen helfen einem ebenfalls in allen Situationen. Sind wir gemütlich unterwegs, fahren wir im ECO Modus, wollen wir etwas länger fahren und es geht bergauf, schalten wir in den Trail Modus. Auch wenn die Grenze des möglichen fast erreicht ist, unterstützt der Boost Modus und fährt uns ohne großen Kraftaufwand den Berg hinauf.

Downhill

Das Marine Alpine E glänzt im Downhill mit seinem Rahmendesign. Die Geometrie, gemischten Laufräder und das extrem tiefe Oberrohr sorgen dafür, dass das E-MTB in Kurven am Untergrund klebt und sich extrem schnell und wendig manövrieren lässt. Das tiefe Oberrohr, lässt den Sattel bei der Abfahrt extrem weit absenken und sorgt dafür, dass man beim sich in die Kurven legen kaum das Bike unter sich spürt. Das kann jedoch auch etwas ungewohnt sein, da wir beim Kurvenfahren den Sattel normalerweise an den Oberschenkel drücken um mehr Kontrolle über das Fahrrad zu haben.

Auf technischen Trails performt das Alpine sehr gut. Wird es mal wurzelig und schnell arbeitet die Fox 38 Performance ausgezeichnet und lässt keine Wünsche offen. Der ein oder andere hält eine 38 vielleicht zu steif für 160mm Federweg, jedoch funktioniert diese beim Alpine und seinem Gewicht unglaublich gut. Auch der Coil Dämpfer arbeitet extrem progressiv und lässt das schwere E-MTB recht poppig und agil wirken.

Auch wenn wir das Marin E-MTB bis jetzt nur gelobt haben, müssen wir auch dazusagen, dass es sich hier eher um einen Freerider als um ein Enduro, oder All-Mountain Bike handelt. Zwar hat es “nur” 160mm an der Front, jedoch will das Alpin auf dem Trail bewegt werden und in die Luft. Sobald es aber mal richtig steil und schnell wird, müssen wir das Bike unter Kontrolle halten. Der relativ kurze Hinterbau macht zwar Spaß in Kurven, kann aber im richtige Downhill etwas kurz und unruhig wirken.

Wir haben uns auch gefragt wieso die Kalifornier bei einem so tiefen Oberrohr nicht eine längere Sattelstütze verbauen. Zwar werden die Längen 125mm, 150mm und 170mm für die unterschiedlichen Größen angeboten, jedoch wäre hier noch mehr Platz für Längere Stützen um den Sattel komplett zu versenken.

Mehr Details zum Fahreindruck findet ihr auch in unserem Test-Video zum Alpine Trail E2 auf unserem Youtube Kanal.

Das Fazit zum Marin Alpine E2

Das Alpine E bietet mit seinen 150mm Federweg am Heck und 160mm an der Front mehr potential als man denkt. Die Kombination aus gemischten Laufradgrößen (29″/27,5″), moderner Geometrie und einem extrem tiefen Oberrohr macht das schwere E-Bike zu einem Kurvenkönig und sorgen für extrem viel Spaß auf Bike-Park Strecken mit Anliegern, flowigen Sektionen und Sprüngen. Aber auch auf den heimischen Trails, Wanderwegen und technischen Abfahrten bietet das Alpine E2 mit seinem Performance Fahrwerk und der steifen Fox 38 Gabel an der Front einiges an potential.

Aber auch auf der klassischen Enduro Runde oder Touren kann man Spaß mir dem Marin haben. Dank der aufrechten Sitzposition und des steilen Sitzwinkels kommen wir überall bergauf. Ach der Leistungsstarke Shimano Motor gefällt mit seiner natürlichen Performance und seiner unterschiedlichen Untersützungsstufen.

Wir haben hier also einen schönen Allrounder der jeden Abfahrtsorientierten Mountainbiker glücklich machen sollte. Und… wir sind selten ein so agiles E-MTB mit so einer guten Performance in gebauten Kurven gefahren.

Mehr Information über Marin findet ihr auf: www.marinbikes.com

VIDEO: Troy Brosnan macht Val Di Sole unsicher

World Cup Racer Troy Brosnan ist zusammen mit seinem Mechaniker auf den flowigen und schnellen Trails in Val di Sole unterwegs. Die zwei scheinen eine gute Zeit auf den Sprüngen und der ehemaligen World Cup Strecke zu haben. 

Testing at Val Di sole, Italy was followed up by a run down the Wild …….. following none other than my mechanic Aaron Pelttari!

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VIDEO: Matt Hunters Story in Shimanos – This is home

Matt Hunter gehört zu den großen Namen der Szene. Seine Karriere startete 2003 mit dem Sieg der “Ultimate Freeride Challenge” und seitdem war er in vielen Filmen und Edits zu sehen. Der 38-jährige Kamloops Local erzählt nun seine Geschichte in dem neuen Shimano “This is home” Video.

For many people, mountain biking is a migratory sport. Once you get a taste for the trails, moving closer to ride every day is a no brainer for those who choose the lifestyle. For Matt Hunter, migration was never necessary. He grew up in Kamloops, where the surrounding landscape was an ever-present inspiration for his own riding.

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A child of the BC outdoors, Matt’s idea of a good day is any day he gets to ride his bikes. It’s never been about being the best, but rather standing shoulder to shoulder with his peers, never apart and never above. Matt has always just wanted the sport to look as good as it feels when he stomps his butter-smooth lines and gargantuan airs.

In his hometown of Kamloops, Matt never needed to journey far to escape the distractions of everyday life. Now with kids of his own, however, those precious moments are all the more enriched by the people around him. Chill rides with the fam or power trains on The Farm, This is Home.

VIDEO-Highlight: Cats don’t need dollars – Cam McCauls selbst produziertes Good Times Edit

Cam und Tyler McCaul nehmen die Sache selbst in die Hand und produzierten mit Brad Holmes eins der schönsten Edits der letzten Jahre. Ohne Sponsoren, Zeitdruck und Vorlagen haben die drei ein 7 1/2 Minuten Video geschafft, dass Freeride Action, Good Vibes, Camping, Musik und Landschaft auf eine besondere Art und Weise künstlerisch kombiniert. Definitv ein Must Watch

Camping, full-moons, long lines, big booters, waking up before sunrise, barbecuing after dark, laughing till it hurts. Self-produced, we took things into our own hands, no sponsors, no schedule, just doing it cuz its what we do. Badlands = good times.

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– Big thanks to @Bradholmescinema for diggin’ the desert as much as we do. More of these vids coming up. Also, check out Brad’s action edit from the trip here: Badlands Ep.1 — https://youtu.be/0o7PWkZ68YQ And subscribe to his channel for upcoming BTS vids showing how he gets the shots.