FIRST RIDE: Rocky Mountain Instinct – Trail ist das neue Enduro?

Rocky Mountain präsentiert das 2021 Modell des Instincts. Ein Trail-Bike mit viel Potential, das seinem großem Bruder, dem Altitude, ziemlich ähnlich ist. Mit 150mm Federweg, einer potenten Geometrie und einer vielseitigen Plattform soll das neue Instinct die Allzweckwaffe für sämtliche Trailarten sein.

Der kanadische Hersteller Rocky Mountain mit Firmensitz in Vancouver wurde 1997 gegründet und hat sich seitdem einen Namen in der Branche gemacht. Das Altitude feierte letztes Jahr einige Erfolge unter Enduro Weltmeister Jesse Mellamed, aber auch in der Freeride Szene ist der kanadische Hersteller ausgesprochen beliebt.

Mit der Neuauflage des Trail Klassikers Instinct kombiniert Rocky Mountain nicht nur gleich zwei Modelle, sondern setzt die Kategorie nochmal auf ein neues Level.

Rocky Mountain
Thomas Vanderham auf dem neuen Instinct

Das Instinct ist für grandiose Fahrten und offene Singletrails konzipiert. Als unsere vielseitigste Plattform ist das Instinct für sämtliche Trailarten perfekt geeignet und meistert jede Passage mit ultimativer Effizienz und Reaktionsfähigkeit. – Rocky Mountain

Die Neuauflage des Rocky Mountain Instincts kommt mit 150mm Federweg in der Front und 140mm am Heck daher und wird abhängig von der Rahmengröße mit 650B oder 29″ Laufrädern ausgeliefert. Somit siedelt sich das Trail-Bike direkt unter dem 170mm Enduro Altitude an und ersetzt nicht nur den Vorgänger, sondern auch das Thunderbolt. Neben einigen spannenden neuen Rahmenfeatures darf natürlich auch hier das Ride-9 System nicht fehlen, das dem Fahrer eine schnelle Feinabstimmung der Geometrie und Aufhängung mit einem Inbusschlüssel ermöglicht.

Rocky Mountain

Das Instinct – kurz und knapp

  • 150mm vorne /140mm hinten
  • Carbon, oder Alu
  • XS – SM: 27,5″
  • MD – XL: 29″

Aber was ist eigentlich neu?

Um es direkt zu sagen: Fast alles! Denn hier wird das kleinere Thunderbolt mit den Vorgänger-Modellen des Instincts kombiniert. 2021 gibt es einen Size Split für das Instinct bei dem die kleineren Modelle auf 650B Rollen und die Größeren auf 29ern unterwegs sind. Aber nicht nur die Laufräder sind bei den XS -SM Modellen kleiner, auch der Rahmen ist besonders und verfügt über die laut Rocky Mountain niedrigste Überstandshöhe bei einem Bike dieser Kategorie. Diese geometrische Anpassung des Rahmens soll auch den Charakter des Instincts mit allen Rahmengrößen vermitteln.

Optik – Ô Canada

In den heimischen Gefilden wird das Instinct in zwei Farbvarianten erhältlich sein. Das Türkis/Schwarze “Ice Ice Baby” und die Kombination aus Sand und Lila mit dem stylischen Namen “Enter Sandman” werden vielleicht nicht jedem gefallen, sind aber definitiv ein Hingucker auf den Trails.

Neben dem Rocky Mountain Schriftzug verziert auch wie beim Altitude ein Ahornblatt das Oberrohr des Instincts und macht direkt klar, dass es sich hier um einen Boliden aus kanadischem Hause handelt.

Rocky Mountain
Um Nervenzusammenbrüche bei der Wartung zu vermeiden, sind die Kabel in integrierten Kabelkanälen verlegt. Einfach oben reinschieben und Unten kommt es wieder raus.

Ausstattung und Features

Hierzulande wird es das Rocky Mountain Instinct in fünf Ausstattungsvarianten und einem Frame-kit  geben. Die günstigste und einzige Alu Variante ist ab 3.700 Euro erhältlich. Das gute Stück kommt mit einer RockShox Pike Select RC, Shimano XT 2 Kolben Bremsen und einem XT Schaltwerk mit 10-51 Zähnen. Das C 50 Tour Modell kommt mit ähnlicher Ausstattung daher, verfügt aber über einen Carbon Rahmen. Bei den weiteren Modellen kann man dann schon auf eine Fox 36 Float Evol bis hin zur RockShox Pike Ultimate RC2 Variante mit Sram Eagle AXS Wireless Schaltgruppe zugreifen.

Instinct Carbon 99Instinct Carbon 90Instinct Carbon 70Instinct Carbon 50 TourInstinct Alloy 50 TourInstinct Carbon Rahmenset

Rocky Mountain

Rahmenmaterial: Carbon
Gabel: RockShox Pike Ultimate RC2
Dämpfer: RockShox SuperDeluxe Ultimate
Schaltung: Sram XX1 AXS
Bremsen: Sram G2 Ultimate
Laufräder: RaceFace Next R Carbon
Reifen: Maxxis Minion DHF 2,5 WT Exo+ / Maxxis Minion DHR II 2,4 WT Exo+

Preis: 11.500 Euro

Rahmenmaterial: Carbon
Gabel: Fox 36 Float FIT4 Factory
Dämpfer: Fox Float DPX2 Factory
Schaltung: Shimano XTR M9100
Bremsen: Shimano XTR M9120
Laufräder: DT Swiss 350 / RaceFace ARC Carbon 31
Reifen: Maxxis Minion DHF 2,5 WT Exo+ / Maxxis Minion DHR II 2,4 WT Exo+

Preis: 9.900 Euro

Rahmenmaterial: Carbon
Gabel: Fox 36 Float FIT4 Performance Elite
Dämpfer: Fox Float DPX2 Performance Elite
Schaltung: Shimano XT M8100
Bremsen: Shimano XT M8120
Laufräder: DT Swiss 370 / RaceFace AR30
Reifen: Maxxis Minion DHF 2,5 WT Exo+ / Maxxis Minion DHR II 2,4 WT Exo+

Preis: 6.500 Euro

Rahmenmaterial: Carbon Hauptrahmen / Alu Hinterbau
Gabel: RockShox Pike Select RC
Dämpfer: RockShox Deluxe Select+
Schaltung: Shimano XT M8100
Bremsen: Shimano XT M8100
Laufräder: DT Swiss 370 / WTB ST Light i30
Reifen: Schwalbe Nobby Nic Performance TL Easy 2,35″

Preis: 4.900 Euro

Rahmenmaterial: Alu
Gabel: RockShox Pike Select RC
Dämpfer: RockShox Deluxe Select+
Schaltung: Shimano XT M8100
Bremsen: Shimano XT M8100
Laufräder: DT Swiss 370 / WTB ST Light i30
Reifen: Schwalbe Nobby Nic Performance TL Easy 2,35″

Preis: 3.700 Euro

Rahmenmaterial: Carbon

Dämpfer: Fox Float DPX2 Factory

 

Preis: 3.700 Euro

Geometrie

Die neuen Modelle von Rocky Mountain verfügen fast alle über eine große Bandbreite von Einstellmöglichkeiten der Geometrie. Auch beim Instinct darf das Ride-9 Aligment nicht fehlen, bei dem über einen zwei in eins Flip Chip an der Dämpfer-Aufnahme schon einiges an der Geo und Kinematik geschraubt werden kann. Auch an der Hinterradachse befindet sich ein Chip mit dem die Kettenstrebe um 10mm wahlweise verlängert oder verkürzt werden kann.

Trotz der vielen Möglichkeiten die Geometrie anpassen zu können, bleibt das Instinct ein abfahrtsorientiertes Bike.

Rocky Mountain
Das Instinct auf den Isar Trails

First-Ride: Unser erster Eindruck auf dem Trail

Vorab. Wir konnten noch nicht viel Zeit auf dem Instinct verbringen und berichten deshalb nur von unseren ersten Eindrücken, die jedoch auf sehr abwechslungsreichen Trails stattfanden.

Vor einigen Monaten hatten wir schon das Altitude im Test, das durch ein extrem stabiles Fahrverhalten und ein sehr potentes Fahrwerk glänzen konnte und uns vollkommen überzeugt hat. Als wir nun die ersten Meter auf dem kleineren Bruder des Enduro Bikes rollten, haben wir uns direkt an unsere Zeit mit dem Altitude erinnern können. Trotz der 20mm weniger Federweg und einer etwas gemächlicheren Geometrie erinnert uns das Instinct weniger an ein Trail/All-Mountain Bike, sondern eher an ein Enduro. Und dieses Verhalten spiegelt sich auch auf dem Trail wider.

Unser Setup war dank der Herstellerangaben schnell gefunden und passte sehr gut zu den unterschiedlichen Trails.

Im Uphill glänzt der 29er mit exzellenter Performance und einer ausgewogenen Geometrie mit angenehmer Sitzposition. In technischen Klettersektionen klebte das Vorderrad quasi am Boden und geriet nie außer Kontrolle. Auch das geringer Gewicht trägt zum Uphill “Vergnügen” bei.

Der für uns wichtigste Part ist ganz klar der Downhill und da überzeugt das Trailbike in allen Punkten. Wie schon gesagt: Das Instinct fährt sich weniger verspielt sondern bügelt durchs Gelände und bietet ein Maß an Stabilität und Laufruhe die einige Enduro Bikes anderer Hersteller mit mehr Federweg in den Schatten stellt.

Das uns zur Verfügung gestellte Modell ist das Carbon 70 und kam in der Größe LG. An der Ausstattung gibt es absolut nichts auszusetzen. Wir müssen jedoch auch anmerken, dass wir anstatt der serienmäßig verbauten Fox 36 Performance Elite Grip 2 die 36 Performance Elite Fit4 gefahren sind (die Branche leidet auch unter der Corona Krise und kämpft mit Lieferschwierigkeiten der Komponenten).

Das Fazit:

Das Instinct ist keinesfalls ein kleines Trail-Bike sondern ein potentes Enduro mit 150mm in der Front und 140 am Heck. Wer ein Bike für ausgiebige Trail Runden mit anspruchsvollen Downhill Segmenten sucht, wird hier fündig. Das stabile Fahrverhalten und die ausgewogene Geometrie vermittelt Selbstbewusstsein auf dem Trail und dürfte auch für den erfahrenen Enduro Fahrer ein geeignetes Tool für Rennen und Park Besuche sein.

Falls man sich jedoch nach einem agilen und verspielten Trail-Bike umschaut, könnte man vom Instinct etwas enttäuscht werden, oder sollte zumindest erst einmal probefahren.

Alles in allem ist das neuste Modell von Rocky Mountain ein ausgewogenes Bike, das im Uphill und im Downhill glänzt und mit einer ausgewogenen Geometrie und Ausstattung überzeugen konnte.

Unser First-Ride Video: 

Noch mehr Informationen und einige Fahrszenen findet ihr in unserem Video zum Rocky Mountain Instinct

Revelstoke
Revelstoke in den kanadischen Rocky Mountains

Mehr Informationen zu Rocky Mountain findet ihr hier: www.bikes.com

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Pirelli und Fabien Barel entwickeln neuen Scorpion Reifen für den Gravity Einsatz

Pirelli

Pirelli arbeitet zusammen mit dem dreifachen Weltmeister Fabien Barel an einem für den Gravity-Sport geplanten Reifen. Die Erfahrung des ehemaligen World Cup Racer fließen direkt mit in die Entwicklung des neuen Enduro- und Downhill-Scorpion-Reifen ein.

Drei Jahre nach der Markteinführung seiner Mountainbike-Reifen, der Scorpion MTB-Reihe, arbeitet Pirelli mit Hochdruck an einer neuen Linie, die speziell für den Gravity-Rennsport bestimmt ist.

In den Prozess der Forschung und Entwicklung wurde kein anderer als Downhill-Koyphäe Fabien Barel eingebunden. Der dreifache Weltmeister und siebenfache nationale Downhill-Meister zog sich 2015 aus dem Rennsport zurück und arbeitet nun als Techniker und Berater für zum Beispiel das Canyon Enduro Team.

Pirelli Scorpion

Seine beachtliche Erfahrung in den Gravity-Disziplinen, gepaart mit seiner extremen Fahrsensibilität und seinem großen technischen Fachwissen über sämtliche Aspekte und Komponenten des MTB-Bereichs, machen ihn für Pirelli zum idealen Partner bei der Entwicklung und kontinuierlichen Verbesserung der Produkte des Unternehmens.

Die neuen Scorpion-Reifen, die speziell für den Gravity-Rennsport entwickelt wurden, sind auf Prototypen-Ebene bereits Realität und wurden von Barel selbst schon intensiv getestet. Derzeit sind sie auf den MTBs einiger Athleten und Teams zu finden, die sie bei den Enduro World Series (EWS)- und World Cup Downhill-Rennen einsetzen werden. Damit wird die Forschungs- und Entwicklungsarbeit, welche die Pirelli-Techniker zusammen mit Fabien geleistet haben, bereits 2021 auf den Prüfstand gestellt.

Downhill und Enduro Rennen gehören zu den anspruchsvollsten Disziplinen in der Szene und haben hohe Ansprüche an die Konstruktion eines optimalen Gravity-Reifen. Das anspruchsvolle Gelände und die hohen Geschwindigkeiten bieten ein optimales Umfeld um die neuen Reifen auf Performance, Grip und Verschleiss zu testen. Der neue Scorpion wird somit direkt auf Mark und Nieren getestet.

Das ist eine Arbeitsweise in der ständigen Produktentwicklung, die Pirelli aus anderen Sportarten gut kennt und die zugleich ein integraler Bestandteil der DNA des Unternehmens ist: Forschung und kontinuierliche Weiterentwicklung.

Der Schritt in die DH-Welt ist für Pirelli ein natürlicher Schritt vor dem Hintergrund des breiten Spektrums von Motocross bis zur World Rally Championship und all den anderen Zwei- und Vierrad-Motorsportarten, in denen die Marke präsent ist.

Pirelli Scorpion

Weiter Informationen gibt es auf: www.pirelli.com

Cane Creek präsentiert Gewinnspiel mit limitierter Gabel zu Ehren der International Mountain Biking Association

Cane Creek präsentiert eine besondere Variante der Helm MKII in Senf-Gelb. Damit will das US-amerikanische Unternehmen die International Mountain Biking Association supporten und die Non-profit Organisation mit dem Erlös unterstützen.

Das 1992 in Cane Creek gegründete Unternehmen bietet häufiger limitierte Versionen ihrer Produkte an. Mit der MKII in Senf-Gelb widmen sie sich der International Mountain Biking Association welche sich in den Vereinigten-Statten um die Organisation von neuen Trails, sowie ein Verständnis für das Gleichgewicht zwischen Menschen und Natur im Mountainbike Sport kümmert. Zu Ehren dieser Organisation gibt es nun die besondere Variante der Gabel.

Das Gewinnspiel der Helm MKII ist ab heute aktiv und noch bis ende April 2021 online. Der Gewinner wird Anfang Mai bekannt gegeben. Um am Gewinnspiel teilnehmen zu können, kann man sich auf der Cane Creek Seite Tickets kaufen, deren Erlös komplett zu Händen der IMBA gehen.

Die Gabel kommt mit 150mm Federweg und einem Offset von 44mm. Weitere Details findet ihr unter: www.canecreek.com

Hier gehts zum Gewinnspiel: helmyeahimba.rallyup.com

Canyon bringt limitiertes Fabio Wibmer “SICKnature” Torque auf den Markt!

Fabio Wibmer

Die Gerüchteküche war ja schon am brodeln, aber heute ist es offiziell – Fabio Wibmer und Canyon bringen ein limitiertes Signature Torque auf den Markt. Das gute Stück kommt mit weißer Lackierung, goldenen Decals, Ohlins Fahrwerk und einigen weiteren Custom Parts.

Fabio Wibmer ist für seine extrem beeindruckenden Stunts und Edits bekannt. Der junge Österreicher ist zu einem der größten Vorbilder der Szene aufgestiegen und erreicht mit seinen Videos nicht nur Mountainbiker.

Zusammen mit dem Koblenzer Direktversender kommt nun sein Signature Torque in den Handel. Canyons Freerider gehört wohl zu einem der begehrtesten Bikes auf dem deutschen Markt und hat sich unteranderem bei Rennen der Enduro World Series bewehrt.

Fabio Wibmer

Passend zur Sick Series ist das Signature Torque in weiß mit goldenen Decals gehalten.

Für ausreichend Traktion und Freeride Feeling soll das spezielle Öhlins-Fahrwerk sorgen und damit man im steilen Gelände oder bei Street-Sessions auch zum stehen kommt, wurde die Magura MT7 Scheibenbremse verbaut. Die Scheiben der MT7 haben im Gegensatz zu den Serien-Modellen einen 203mm-Rotor am Hinterrad.

Die weiteren Komponenten sind ebenfalls ein Mix von Fabios Sponsoren. Auf den DT-Swiss Laufrädern befindet sich eine Continental Baron und Kaiser Kombination und die weiteren Parts wie Lenker, Sattel und Griffe kommen aus dem Hause Sqlab.

Wer eins der limitierten Modelle haben will, muss schnell sein. Das Fabio Wibmer Torque ist ab sofort für 4.999 Euro erhältlich und auf nur 80 Stück limitiert.

TEST: Transition Spur 120 Carbon X01 – weniger ist mehr

Ein XC Bike im Gravity Test? Ja! Aber nicht irgendein XC Bike, sondern das Transition Spur 120 Carbon. Das Crosscountry/Downcountry Bike der US-Amerikaner hat bei seinem Release einige Wellen geschlagen. Was der 120mm Carbon Bolide so alles kann und wie viel Spaß wir auf dem Spur hatten, erfahrt ihr hier.

Transition hat sich vor allem mit seinen Vollblut Gravity Bikes einen Namen in der Szene gemacht. Mit dem TR Downhill Modellen haben die Amerikaner einige Erfolge im World Cup feiern können und auch die anderen langhubigen Boliden wie das Patrol und das Sentinel haben einige Fans in der Freeride und Enduro Szene.

Mit dem Spur 120 macht Transition einen Schritt in eine neue Richtung und präsentiert das erste kurzhubige Fully der Marke. Hier wurden 120mm Federweg, leichte XC Komponenten mit einer potenten Geometrie gepaart, was nicht nur im Uphill gut funktioniert, sondern auch auf den Trails für sehr viel Spaß sorgt.

Key Facts:

  • Rahmen: Spur Carbon 120
  • Laufradgröße: 29″
  • Federung: Rockshox Sid und Sidluxe
  • Gewicht: 12,8kg (Mit Tools, Pedalen und Ersatzschlauch)
  • Preis: 6.899 Euro

Den Test zum Spur gibt es auch in bewegten Bildern und mit noch mehr Details und Fahreindrücken in unserem neuen Video.

Optik und Ausstattung

Das uns zur Verfügung gestellte Test-Modell ist das Transition Spur 120 Carbon X01 in Türkis. Die Farbgebung ist ähnlich wie bei anderen Transition Bikes recht schlicht gehalten und wirkt mit den farblich passenden Decals an Gabel und Dämpfer sehr stimmig.

Für alle, die ihre Tools und Getränke gerne am Rad verstauen, spendiert Transition Mounts am Unter- und Oberrohr. Hier finden auch große Trinkflaschen Platz.

Damit das Spur leise und vor Kratzern im Lack geschützt ist, ist die Kettenstrebe mit einem gummierten Chainguard versehen und am Unterrohr befindet sich ein Rahmenschutz. Dieser hätte unserer Meinung nach gerne etwas länger geschnitten sein können.

Ausstattung mit kleinen Schwächen

Passend zum Crosscountry Motto des Spurs sind die Komponenten gut gewählt. Die Sid Ultimate und der Sidluxe Dämpfer aus dem Hause Rockschox arbeiten ausgezeichnet und bieten ein sehr progressives Fahrverhalten. Spannend ist auch, dass der Sidluxe über einen recht großen Sag-Bereich zwischen 15 – 35% verfügt, was bei nur 120mm eine recht große Bandbreite ist. Das Fahrwerk wird mit einem sehr progressivem Hinterbau kombiniert, dessen Sitzstreben über einen konstruierten Flex verfügen.

Die Sram X01 Eagle macht was sie soll und hat uns nie im Stich gelassen. Das knackige Schaltverhalten und die Range von 10-52 Zähne bieten alles was man bergauf und auf dem Trail benötigt.

Auch die Bremsen sind aus dem Hause Sram. Hier wurde die G2 RSC verbaut die durchaus zu einem leichten Crosscountry Fahrrad passt, am abfahrtsorientierten Spur jedoch mitunter ganz schön ins Schwitzen kommt.

RahmenSpur Carbon 120mm
DÄMPFERRockShox SIDLuxe Ultimate
GABELRockShox SID Ultimate
120mm, 44mm Offset
HEADSETCane Creek 40 Series
VORBAURaceFace Turbine R (50mm)
LENKEROneUp Carbon Bar (800mm x 20mm)
GRIFFESensus Lite
SATTELANVL Forge Ti
SATTELSTÜTZEOneUp Dropper Post
SM (120mm)
MD (150mm)
LG (180mm)
XL (210mm)
BREMSENSRAM G2 RSC
BREMSSCHEIBENSRAM Centerline (180/160mm)
SCHALTUNGSRAM XO1 Eagle
UMWERFERSRAM XO1 Eagle
KASSETTESRAM XG 1295 (10-52t)
KETTESRAM XO1 Eagle
KURBELSRAM X1 Carbon DUB
(32t/175mm)
Small 170mm
LAUFRÄDERDT Swiss XR 1700 Spline 25
REIFEN/VORNEMaxxis Dissector 3C EXO (29x2.4)
REIFEN/HINTENMaxxis Rekon 3C EXO (29x2.4)

Crosscountry mit potenter Geometrie

Auf den ersten Blick sieht das Spur nicht nach 120mm aus. Der Rahmen wirkt mit seiner modernen Geometrie eher wie ein langhubigeres Trail-Bike. Der Sitzwinkel von 76.7 wirkt sich natürlich positiv auf die Uphill Performance aus. Auch das straffe Fahrwerk und der mit Flex konstruierte Hinterbau verhindern jegliches Wippen und somit auch Energieverlust beim Pedalieren.

Was das Spur im Downhill so potent macht, sind die restlichen Zahlen. Der Reach ist fast schon vergleichbar mit dem eines Vollblut Enduro Bikes und bietet kombiniert mit einem Lenkwinkel von 66° und den 29° Laufrädern ein stabiles aber auch verspieltes Fahrverhalten auf anspruchsvollen Trails.

SMLXL
Reach425455480510
Stack600610619632
Effektive Oberrohrlänge569602630664
Sattelrohrlänge380410460500
Effektiver Sattelrohrwinkel76.776.275.975.6
Steuerrohrlänge100110120135
Steuerrohrwinkel66.066.066.066.0
Kettenstrebenlänge435435435435
Radstand1156119012191255
Tretlager Absenkung40404040
Geschätzte Tretlagerhöhe335335335335
Überstandshöhe662667670677
Gabelversatz / Offset44444444
Sattelstützeinschublänge250280330330

Transition Spur

Das Spur 120 Carbon auf dem Trail

Dank des vielen Schnees war die diesjährige Winterpause etwas länger als erwartet und somit die Kondition etwas im Keller. Mit dem Spur ist der Uphill jedoch viel entspannter und angenehmer als mit den Endurobikes in der Redaktion und so konnten wir einige Runden im Bayerischen Wald drehen, ohne nach dem ersten steilen Anstieg die weiße Fahne zu schwenken.

Das Spur ist jedoch nicht mit der Uphill Performance der XC-Konkurrenz zu vergleichen. Der Rahmen wiegt etwas mehr als vergleichbare Crosscountry Räder und die Geometrie orientiert sich mehr an den großen Brüdern des Spurs.

Die erste Abfahrt auf dem Hometrail hat uns jedoch die Augen geöffnet. Das Spur verfügt zwar “nur” über 120mm, liegt aber stabil auf ruppigen Trails und lässt sich spielend durch Kurven zirkeln. Nach einigen Metern hatten wir komplett vergessen, dass wir so wenig Federweg unter uns hatten und waren fast so schnell wie auf unseren langhubigeren Bikes unterwegs.

Hier taten sich dann jedoch das ein oder andere kleinere Problem auf. Die 2-Kolben Code G2 RSC Bremse und die 180/160mm Bremsscheiben kommen bei hoher Geschwindigkeit und steilem Terrain an ihre Grenzen. Natürlich passt diese leichte Ausstattung perfekt zum Crosscountry Thema, jedoch könnte das Spur ganz klar eine Bremse mit mehr Power vertragen. Die Geometrie bietet einfach sehr viel Abfahrts-Potential.

Aber nicht nur die Bremsen kamen an ihre Grenzen. Die Reifen Kombination von Maxxis mit Rekon und Dissector bieten zwar wenig Rollwiderstand im Uphill, generieren jedoch kaum Grip auf nassen und wurzeligen Trails im Frühjahr.

Mehr zum Fahreindruck findet ihr in unserem Test-Video. Das findet ihr am Anfang dieses Artikels.

Transition Spur
Der Maxxis Rekon trumpft mit wenig Rollwiderstand im Uphill, bietet jedoch etwas zu wenig Grip auf nassen und steilen Trails

Das Fazit zum Spur

Crosscountry? Jaein. Das Spur hat zwar XC Gene, fühlt sich aber richtig wohl auf ruppigen und schnellen Trails. Man könnte es fast schon ein zu kurz geratenes Trail-Bike nennen. Wer gerne lange Touren fährt und dabei nicht auf ordentliche Abfahrten verzichten mag, findet mit dem Spur den perfekten Begleiter. Leider sind die Bremsen und die Reifen nicht wirklich für Trail-Action mit hohen Geschwindigkeiten geeignet, reichen aber für den normalen Touren- und XC Einsatz vollkommen aus. Im Notfall kann man aber auch die Scheiben gegen größere Tauschen und am Ende der Saison einfach neue Reifen drauf ziehen.

Wir waren vom Spur absolut begeistert. Das kurzhubige Bike der Amerikaner hat uns definitiv bewiesen, dass weniger manchmal eben doch mehr ist und dass wir nicht immer 150mm Federweg und mehr benötigen. Tatsächlich bietet einem das Spur ein ganz neues Fahrgefühl auf den heimischen Trails und zwingt zu präziser Linienwahl. Wir hatten jedenfalls eine Menge Spaß auf dem guten Stück.

 

Mehr Infos zu Transition findet ihr auf: www.transitionbikes.com

VIDEO: Cecile Ravanel – New Beginning

Das Leben von Cécile und Cédric Ravanel drehte sich schon immer um den Radsport. Nach drei Jahren an der Spitze der Enduro World Series, stürzte Cécile beim Training im Jahr 2019 und verletzte sich schwer. Eine Verletzung, die sie langsam dazu zwingte, sich im Februar 2021 vom Wettkampf zurückzuziehen, um sich einem neuen Ziel zuzuwenden: dem Training junger Nachwuchs-Piloten.

Pole Evolink 140 1.4 – Modernes Design mit Updates

Pole Evolink

Pole präsentiert das überarbeitete Pole Evolink. Das Bike im modernen Design sorgte 2016 für Aufsehen und bestach durch eine gewagte Geometrie und ein spannendes Suspension-Design. Zum fünften Jahrestag kommt das 140mm Trailbike mit einigen Updates auf den Markt.

Die Finnen von Pole sind dafür bekannt, dass sie Mountainbikes im brachialem Design und mit interessanter Technik produzieren. Die Pole Machine wird zum Beispiel aus zwei CNC gefrästen Rahmenhälften gefertigt, die dann zusammengeklebt und verschraubt werden. Die Rahmen sind auch besonders, kaum eine andere Marke traut sich so sehr an moderne und individuelle Rahmendesigns ran wie Pole.

Was ist neu am Evolink?

In den letzten Jahren hatten manche Pole Besitzer Probleme mit dem Hinterbau. Es konnte passieren, dass die Kettenstreben dem Einsatz im harten Gelände nicht standhalten konnten und brachen. Pole hat sich diesem Problem angenommen und den Hinterbau komplett verstärkt. Auch wenn sich optisch auf den ersten Blick nicht viel getan hat, sind intern einige Verstärkungen in der Aluminium-Konstruktionen des neuen 1.4 Evolink verschweisst.

An der Geometrie hat sich nicht viel verändert. Der Lenkwinkel bleibt dank neuem Headset bei 64°, jedoch wurde der Sitzwinkel von 76° auf 77,6° (79,9° effektiver Sitzwinkel) geändert. Reach und Radstand bleiben bei 497mm und 1301mm (in Größe K2) und alle Evolink Größen rollen weiterhin auf 29″ Laufrädern.

Wer sich mit Geometrien von modernen Mountainbikes befasst, wird gemerkt haben wie lange dieses Bike ist. K2 ist für eine Körpergröße zwischen 170 – 185cm gedacht. Die neuen K Größen ersetzen die gängigen Angaben wie S,M,L und XL um einer genaueren Passform bei so einer progressiven Geometrie gerecht zu werden.

Das Tretlager wurde ebenfalls angepasst und ist nun etwas höher. Pole hat sich bei einigen Tests dazu entschieden das Lager anzuheben, weil sich diese Anpassung positiv auf die verspielte Performance in Kurven und auf dem Trail auswirkt.

Die größte Veränderung befindet sich jedoch im Hinterbau. Das 1.4er Modell soll nun viel progressiver arbeiten als die Vorgänger Modelle. Im mittleren Federwegsbereich um den Sag-Punkt, wo sich der Hinterbau während der Fahrt die meiste Zeit über befindet, liegt das durchschnittliche Übersetzungsverhältnis nun bei 2,67. Im vorigen Evolink 140 Modell lag dieses noch bei 2,52. Konkret bekommt man hier also 9% mehr Progression und demnach auch 18% mehr Anti-Squat.

Ausstattung und Varianten

Das Evolink 1.4 ists entweder als Frameset oder als komplettes Bike erhältlich. Wer auf das Frameset setzt, kann sich zwischen drei verschiedenen Dämpfern entscheiden und bekommt ein Cane Creek Headset, eine Hinterradachse und eine Sattelstützenklemme für 1690 Euro.

Außerdem wird es eine limitierte Auflage des Evolink mit Rockshox Lyrik Select RC Gabel und Sram GX Egale Antrieb für 4450 Euro geben.

Updates für Evolink Besitzer

Für alle Evolink 140 1.3 Besitzer arbeitet Pole Bicycles aktuell an einem upgrade Kit. Das Kit wird überarbeitete Headset Schalen, einen Cane Creek oder Rockshox Dämpfer und weitere Hardware beinhaltet um auf die neue 1.4 Version umzurüsten. Wann das Kit auf den Markt kommt, ist jedoch noch nicht bekannt.

Mehr Informationen zum neuen Evolink gibt es auf: www.polebicycle.com