TEST: Rocky Mountain Altitude Carbon 90 Rally Edition

Rocky Mountain Altitude

In der vergangenen EWS-Saison landete das Rocky Mountain Altitude mit Jesse Melamed als Piloten ganz vorne. Dass das nicht nur am Können des Riders, sondern unter anderem natürlich auch am Bike gelegen sein wird, ist klar – so haben wir das Altitude Carbon 90 Rally Edition 2021 im Test inspiziert und es für euch auf den Trails genau unter die Lupe genommen.Rocky Mountain Altitude

Beim EWS-Stop am Matterhorn in Zermatt und dem Rennen in Finale Ligure, Italien konnte sich der 28 Jahre alte Whistler-Local Jesse Melamed auf seinem Altitude vor allen anderen positionieren – in der Schweiz sogar noch auf einem Erlkönig-Modell. Auch am Ende der “coronabedingt” recht kurzen Saison, der Enduro World Series, konnte sich das Duo aus Altitude und dem schnellen Kanadier an vorderste Front stellen. Ob Jesse das auch auf einem anderen Bike geschafft hätte? Leider können wir das nicht genau beantworten, doch wollten wir nun wissen, wie schnell das Altitude wirklich ist, denn in der Vergangenheit war es gemeinhin nicht dafür bekannt ein megaschnelles Racebike zu sein. Viel mehr stand im Fokus, dass das Bike wendig und verspielt auf den Trails unterwegs ist und dem Fahrer ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Fast 30 Jahre Rocky Mountain Altitude

Bereits 1991 stellte die Kultbrand aus British Columbia das erste Altitude vor – damals noch als Hardtail und doch vermittelte es auch damals schon den selben Vibe. Mittlerweile ist das fast 30 Jahre her und im folgenden Video könnt ihr euch ein Bild von der Entwicklung des Bikes und der Location um das Headquarter von Rocky Mountain machen. Viel Spaß! Und: weiterlesen nicht vergessen….

Für das Modelljahr 2021 will Rocky dem Dauerbrenner einen ganz neuen Charakter verliehen und es zu einem echten Racebike gemacht haben. Nun gilt es als Verschmelzung des Instinct BC und des alten Altitude, welche in der Vergangenheit beide in der EWS zu sehen waren. Ab jetzt soll das Altitude die alleinige Enduro-Plattform darstellen und sich mit seinem runderneuerten Charakter vor allem an die Racer unter uns richten.

Eckdaten des Rocky Mountain Altitude 2021 auf einen Blick

  • Federweg: 170mm/160mm
  • Laufradgröße: S-M 27,5″; M-XL 29″
  • Preis: 4000€-11500€
  • In Deutschland sind 5 Modellvarianten in zwei Farben erhältlich

Bei der Neuauflage gibt´s einige Besonderheiten. So ist Größe S ausschließlich mit 650b Laufrädern erhältlich, bei Größe M hat der Rider die Wahl zwischen 650b und den größeren twentyniner Laufrädern und bei L und XL beschränkt sich das Altitude auf die 29 Zoll Bereifung. Damit soll für jeden Fahrer das optimale SetUp erreicht und die Vor- und Nachteile der jeweiligen Laufradgröße möglichst effizient ausgenutzt werden. Um noch mehr Personalisierbarkeit zu ermöglichen, ist das Altitude mit dem bekannten RIDE-9-System ausgestattet und zusätzlich können auch die Kettenstreben in deren Länge angepasst werden, doch dazu später mehr.

Vielleicht noch einige Worte zum Konzept und den Neuerungen

Erhältlich ist das Altitude 2021 bei uns in Deutschland in fünf verschiedenen Varianten, die vom Einsteiger-Alu-Modell mit preiswerter Ausstattung bis zum High-End-Edel-Enduro reichen – verfügbar in zwei Farben. Die Kanadier bieten vier Modelle aus Carbon und ein Alu-Modell für den Deutschen Markt an. Auch ein Rahmenkit ist für 3800€ erhältlich. Alles was ihr sonst zu Modellauswahl und der Brand Rocky Mountain wissen solltet erfahrt ihr hier .

Ausstattung unseres Testbikes

In Sachen Ausstattung gibt es bei unserem Testbike, dem Altitude Carbon 90 Rally Edition 2021 in Größe L, wenig bis gar nichts zu meckern. Das Haar in der Suppe ist wohl oder übel der üppige Preis von 9900€, doch dafür gibt´s ja auch Komponenten vom Feinsten. Die Kanadier greifen auf ein Fox Factory Fahrwerk, bestehend aus Fox 38 EVOL GRIP2 mit 170mm und dem Float X2 Factory, der dem Hinterbau 160mm Federweg entlockt, zurück. Für den harten Enduroeinsatz wohl eine der besten Kombis, die die Mountainbikewelt momentan zu bieten hat. Wie gewohnt bei Rocky, sind auch bei der Rally Edition einige Race Face Teile verbaut. Vertreten sind diese unter anderem durch Turbine R Felgenringe, die auf Vault Naben eingespeicht sind und eine Turbine R Dropper Post, die im Testbike mit 175mm Hub kommt. Des weiteren ist auch das Cockpit aus dem Hause Race Face, mit einem Turbine R Vorbau mit 40mm und einem Next R Lenker, der mit 780mm Breite und 20mm Rise das Setup an der Front abrundet.

 

Gebremst und geschaltet wird bei der Rally Edition von einem XTR-Komplettpaket. Die Vierkolbenbremse soll im Verbund mit den 203mm Bremsscheiben vorne und den 180er Scheiben hinten für massig Bremspower, auch bei härtestem Renneinsatz, sorgen. Um die nötige Bandbreite für kräftezehrende Uphills bereitzustellen, setzt Rocky auf 32 Zähne vorne und 10-51 Zähne hinten – in 12 Gänge unterteilt.

Damit das Altitude möglichst ohne störende Geräusche der Kette auf den Trails unterwegs ist, ist eine Kettenführung und ein hochwertiger Strebenschutz verbaut – hier haben die Kanadier an alles gedacht. Zu guter Letzt  findet sich am Bike auch ein Flaschenhalter wieder, in dem auch größere Flaschen locker Platz haben.

 

Die Geometrie des Rocky Mountain Altitude 2021

Wie oben bereits kurz angeschnitten, gestalten sich die Geometriedaten des Altitude ganz schön vielseitig. Vor allem der Chip am hinteren Dämpferauge spielt hier eine entscheidende Rolle, da durch ihn Geometrie und Kinematik ordentlich beeinflusst werden – je nach Lage sind insgesamt neun Konfigurationen möglich. So bewegt sich beispielsweise der Lenkwinkel zwischen 64,4° und 65,5°, je nach Stellung des Chips, was für ein modernes Enduro nicht zu flach ist. Auch der Sitzwinkel bewegt sich in einem gemäßigten Rahmen zwischen 75,4° und 76,5°. Mittels eines Flipchips variiert die Länge der Kettenstreben um +/- 11mm, was beim Testbike in Größe L 437mm, beziehungsweise 448mm entspricht. In der unten angehängten Tabelle haben wir für euch die jeweiligen Werte in der neutralen Position eingetragen, um es für euch etwas übersichtlicher zu machen.

 S (27,5")M (27,5")M (29")L (29")XL (29")
Sitzrohrlänge380mm420mm420mm445mm480mm
Oberrohrlänge579mm603mm603mm638mm671mm
Steuerrohrlänge100mm110mm95mm110mm125mm
Lenkwinkel65°65°65°65°65°
Sitzwinkel76°76°76°76°76°
Kettenstreben427/438mm427/438mm427/438mm437/448mm437/448mm
Tretlagerabsenkung12mm12mm27mm27mm27mm
Radstand1171mm1199mm1217mm1249mm1285mm
Reach430mm455mm455mm480mm510mm
Stack596mm606mm620mm634mm647mm
Rocky Mountain
Durch das RIDE-9-System lassen sich, wie der Name bereits verrät, neun Konfigurationen treffen.

Das Rocky Mountain Altitude Carbon 90 Rally Edition auf dem Trail

Für unseren Praxistest ging es nach Bischofsmais, in die MTB-Zone Geißkopf – für mich persönlich nach dem Launch am Samerberg bereits die zweite Begegnung mit dem brandneuen Altitude. Nach meinem ersten Eindruck während des Presseevents, konnte ich mir nun ein noch detaillierteres Bild der Racemaschine machen.

Strecken für einen aussagekräftigen Enduro-Test bietet der Geißkopf nicht nur eine. Mit am Wohlsten fühlte sich das Altitude auf der ruppig, verspielten “unteren Freeride”.

Ein passendes SetUp für mich und meine persönlichen Vorlieben war schnell gefunden – so entschied ich mich für kurze Kettenstreben und das neutrale Setting des Chips am Dämpfer. Bei 1,80m Körpergröße passte der L-Rahmen wie die Faust auf´s Auge und ich fand schnell eine komfortable Position auf dem Rad. Die Abstimmung des Factory-Fahrwerks erforderte etwas Zeit und gestaltete sich wie gewohnt, durch die zahllosen Einstellmöglichkeiten recht komplex. Weniger versierte Fahrer können hier leicht etwas überfordert sein, doch für die technikaffinen Shredder unter uns/euch bedeutet das echten Luxus.

Bevor es in die Downhills ging, waren erstmal einige Meter bergauf angesagt. Hier fühlte sich die Position auf dem Bike ziemlich ergonomisch und effizient an – nicht zu gestreckt, doch auch nicht zu kompakt. Besonders der Sitzwinkel fiel in den Uphills auf, denn er fühlte sich deutlich steiler an, als er in Wirklichkeit war. Schnell zeigte sich, dass das Altitude in der Rally Edition solide klettert, doch vor allem am hinteren Federbein ein deutliches Wippen zu bemerken ist. Mit der “Firm”-Stellung am Dämpfer war Besserung zu bemerken, jedoch verschwand es nie ganz. Alles in allem überzeugte uns das Testbike in den Uphills – vor allem in Anbetracht dessen, dass es eher auf maximale Performance bergab getrimmt ist, als XC-Eigenschaften im Uphill. Doch wie viel Wert man, bei einem Bike dieser Kategorie, auf den Vortrieb bergauf legt, bleibt jedem von euch selbst überlassen.

Rocky Mountain Altitude
Roughe Trails? Genau hier ist das Altitude zu Hause und überzeugt mit massig Reserven.

Bergab konnte das Rocky Mountain Altitude in der Rally Edition von Anfang an überzeugen und zeigen, was in ihm steckt. Schnell war klar, dass nicht nur Jesse Melamed für Topzeiten in der EWS sorgte, sondern auch das Bike einen großen Teil dazu beigetragen hat. Es gierte gerade zu nach Geschwindigkeit und vermittelte viel Sicherheit auf roughen Trailsektionen. Auf flachen Trailabschnitten erforderte es, wie fast zu erwarten, einiges an Eigeninitiative des Fahrers und verlangte einen aktiven Fahrstil. Auf Strecken, wie der Flow Country am Geißkopf, zeigte sich jedoch nicht nur negatives, was bei dem ein oder anderen Racebike in der Vergangenheit der Fall war. Im kurzen Kettenstrebensetting ging das Altitude spielend auf`s Hinterrad, ließ sich geschmeidig durch Anlieger zirkeln und geizte nicht mit Pop an Absprungkanten.

Natürlich waren Runden auf der flowigen Bikeparkstrecke eher zur Findung des optimalen SetUp´s und zur Eingewöhnung auf das Bike gedacht. Um es für seinen Einsatzzweck optimal zu testen, ging es hauptsächlich auf die Freeride Strecke und die Stages der Trailtrophy 2020 am Geißkopf. Hier wusste das Altitude genau, wie man dem Rider ein Lächeln ins Gesicht zaubert und vor allem das Factory-Fahrwerk traf ins Schwarze. Grobe Einschläge steckte es locker weg und auch wenn die Line verfehlt wurde, kam es zu keinen harten Durchschlägen oder dem Gefühl, dass das Altitude an seine Grenzen stieß. Das feinfühlige Fahrwerk, in Kombination mit den 29 Zoll Race Face Laufrädern und der ausgewogenen Geometrie sorgte für ein enorm laufruhiges Bike – auch im kurzen Setting. Doch wie sah es in Sachen Wendigkeit aus?

Bei höheren Geschwindigkeiten und etwas weitläufigeren Streckenabschnitten fiel kein zu wenig agiles Handling auf und es ließ sich präzise über den Trail steuern. Sobald es jedoch langsamer oder verblockter wurde, zeigte es, dass es sich auf solchen Abschnitten nicht ganz so wohl fühlte und dort etwas schwerer zu manövrieren ist. Also kurz gesagt: Je langsamer und enger die Trails werden, desto schwieriger lässt sich das Altitude handlen. Das soll aber nicht heißen, dass das Altitude für das Modelljahr 2021 träge ist. Es erfordert eben einfach mehr Initiative des Fahrers. Durch die Entwicklung hat es sich ganz einfach zu einem schnelleren Bike entwickelt, welches vor allem für maximalen Speed, wie in der EWS, gebaut wurde. Alles in allem setzt es Kommandos schnell, einfach und willig um, was nicht bei allen Racebikes der Moderne der Fall ist.

Unser Fazit zum Rocky Mountain Altitude Carbon 90 Rally Edition:

In der Rally Edition konnte uns das Altitude in beinah allen Belangen überzeugen. Gute Allround-Eigenschaften, geile Ausstattung und neue Bestzeiten auf roughen Strecken. Größter Wehrmutstropfen: Der üppige Preis von 9900€, der zwar durch die edlen Komponenten etwas relativiert wird, jedoch recht weit über dem Budget der meisten Hobby-Rider liegt. Wer jedoch das nötige Kleingeld parat und Bock auf ein richtig schnelles, edles und gutmütiges Bike hat, wird beim Rocky Mountain Altitude Carbon 90 Rally Edition fündig.

Weitere Informationen + Fahrszenen findet ihr in unserem ausführlichen Test-Video zum Rocky Mountain Altitude Rally Edition

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Erik Fedko: Games of BIKE mit Genon, Lemoine & Huppert

Wenn die Crankworx-Stars Erik Fedko, Thomas Genon alias Tommy G, Tomas Lemoine und Lucas Huppert zum Biken zusammenkommen, entstehen unweigerlich starke Sessions. Gut, dass Erik Fedko seine Kamera mitgebracht hat.

Als Erik Fedko und sein deutscher Riding-Buddy Jonas Bachmann beschlossen, Tomas Lemoine in Südfrankreich zu besuchen, verwandelte sich das französische Speed & Style-Genie kurzerhand in den perfekten Tourguide, um die Jungs herumzuführen und ihnen einige seiner Lieblingsplätze zu zeigen – von Dirt Jumps bis zum Skatepark. Zusammen mit dem belgischen Slopestyle-Profi Tommy G und den Schweizer Stylern Lucas Huppert und Jan Hagemann, ging es in Marseille dann in die erste Runde des „Game of BIKE“: Deutschland vs. Schweiz vs. Frankreich/Belgien

Drei Tage später war es Tommy G, der zum Gastgeber wurde – er hieß die Crew bei sich zu Hause willkommen und präsentierte die spektakulären Sprünge hinter seinem Haus. Zeit für eine weitere Banger-Session im Backyard von Thomas Genon. Und natürlich Zeit für ein weiteres „Game of BIKE“.

„Ich bin mega stoked, mit den Boys zu fahren. Tommys Hinterhof ist der Hammer. Wir hatten so viel Spaß.“ – Erik Fedko

“Es hat sich wirklich gut angefühlt, dass die Jungs die Sprünge, die wir hier gebaut haben, genossen haben. Es ist immer schwer, das richtige Setup zu finden, aber ich habe wirklich Spaß gehabt, hier mit ihnen zu fahren.” – Thomas Genon

Folge Erik Fedko online:
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NEWS: Max Fredriksson 2021 auf Cannondale unterwegs

Der junge schwedische Slopestyler und YouTuber Max Fredriksson fährt ab 2021 für den Amerikanischen Hersteller Cannondale. Max verkündete heute die neue Partnerschaft in einem epischen Edit auf seinem YouTube Kanal. 

Max Fredriksson

Das neue Pivot Trail 429 – Das XC/Trail Bike für Shredder

Pivot erfindet eine neue Bike Kategorie? Das neuste Pivot Trail 429 soll mit seinen 120mm Federweg und einem leistungsfähigen Fahrwerk das ideale Werkzeug für anspruchsvolle Fahrer werden. Egal ob auf sprunglastigen Trails oder steilsten Abfahrten, dass Trail 429 soll alles bewältigen. Natürlich darf auch hier das ausgeklügelte dw-Link Fahrwerk nicht fehlen, dass schon bei den anderen Modellen der Amerikaner für knackige Beschleunigung und Antriebseffizienz stand. 

Das noch recht junge Unternehmen aus den Vereinigten Staaten hat sich seit seiner Gründung in 2007 einen Namen in der Szene gemacht. Die Downhill und Enduro Räder feiern unter Fahrern wie Bernard Kerr, Ed Masters und der ehemaligen Weltmeisterin Morgane Charre einige Erfolge und sind mittlerweile auf vielen der heimischen Trails zu sehen.

Mit der jüngsten Evolutionsstufe des Trail 429 kombiniert Pivot die Spritzigkeit der Vorgänger mit einem längeren Reach und flacherem Lenkwinkel um noch mehr aus dem kurzhubigen XC-/Trail-Bike zu holen. Natürlich darf bei einem so modernen Fahrrad kein Flip-Chip fehlen mit dem der Fahrer die Geometrie an seine persönlichen Vorlieben anpassen kann. Dank der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Hollow-Core-Carbon-Rahmen-Konstruktion, konnten über 300g am Carbon-Chassis eingespart werden um somit das Rahmengewichts eines XC-Bikes mit der Haltbarkeit und Steifigkeit eines All-Mountain-Bikes zu verschmelzen.

Pivot TRAIL

DW-Link

Auch beim Trail 429 darf die beliebte DW-Link Konstruktion nicht fehlen. Das patentierte positionsabhängige Anti-Squat soll das Wippen auch bei hartem Pedalieren verhindern. Das ganze verhindert den Leistungsverlust beim in die Pedale drehten und verbessert die Traktion auf wechselhaften Untergrundbedingungen.

DW-Link für weniger Kraftverlust bei hartem Pedalieren.

Vertikale Dämpfer-Anordnung mit progressiver Kinematik

Der vertikal im Rahmen angeordnete Dämpfer bietet mehrer Vorteile. Zum einen bietet es ein kompakteres Rahmen-Design, dass steifer ist und weniger Material benötigt. Der ungenutzte Platz im Rahmen bietet somit auch ausreichend Platz für große Trinkflaschen un allen Rahmengrößen.

Die Progressive Kinematik dieser vertikalen Anordnung ist für Luft-Dämpfer optimiert.

Flip Chip für den Individualisten

Ganz ehrlich. Die meisten von uns lassen die Geometrie des Fahrrads so flach und rennlastig wie möglich und belassen es dabei. Aber wir erwischen uns auch immer wieder dabei wie wir doch mal wieder an unserem geliebten Trail-Begleiter verändern können.

Auch beim Trail 429 gibt es diese Möglichkeit. Mit der neuen “Low” und “Lower”-Einstellung am Pivot Flip Chip können wir noch mehr am Feintuning feilen. Der Chip bietet die Möglichkeit die Geometrie an unsere bevorzugten Trail und Laufrad-Konfiguration anzupassen und hebt, oder senkt das trelager auf 34,7cm, bzw. 33,6cm.

Pivot TRAIL
Modernes Feature: Der Flip Chip bietet das individuelle Einstellen der Geometrie

Fahrwerk und Ausstattung

Das neue Pivot Trail Bike ist in fünf Größen erhältlich (XS-XL) für Fahrer von 1,47m bis 2,00m Körpergröße. Damit bei den unterschiedlichen Rahmengröße eine konstante Performance erwartet werden kann, wird das Carbon Layup individuell abgestimmt um die Steifigkeit und Rahmengröße zu skaliert.

Die Ausstattungvarianten bieten unterschiedliche Möglichkeiten für unterschiedliche Fahrer. Die Pro- und Team-Varianten sind mit Fox-DPS oder Live-Valve und 130mm Fox 34 Fit4 Factory Gabel erhältlich. Die Optionale Enduro Ausstattung bietet mit Fox-DPX2 Dämpfer und 140mm Fox 36 Grip2 Factory Gabel das potenteste Fahrwerk.

Genauere Details zu den verschiedenen Varianten findet ihr hier: www.pivotcycles.com

Pivot TRAIL
Das Pivot-Tool-Dock-System entstand in Zusammenarbeit mit Topeak

In Zusammenarbeit mit dem Werkzeughersteller Topeak haben die Amerikaner das Pivot-Tool-Dock-System entwickelt. Dieses System dürfte für alle die gerne ohne Rucksack unterwegs sind und ihre Tools am Bike verstauen eine interessante Option sein. Das Dock System bietet die Montage von Dock Ninja C02, Dock Ninja Tool Box T16+ oder Dock Ninja Tool Box Mini 20 Pro Kits die am Oberrohr oder dem Tretlager befestigt werden können.

Pivot TRAIL

Pivot TRAIL

Pivot TRAIL
Atemberaubende Aussicht auf Orcas Island im Bundesstaat Washington

Pivot TRAIL

ORCAS ISLAND
West-Coast Paradies

Mehr zu Pivot und dem Trail 429 findet ihr unter: www.pivotcycles.com

UPDATE: Enduro World Series – Das ist der aktuelle Kalender

Die Enduro World Series hat den Kalender aktualisiert. Nachdem vor einigen Tagen verkündet wurde, dass eines der favorisiertesten Rennen in Whistler, Canada abgesagt wurde, werden diese Saison alle Rennen in Europa stattfinden. Das ganze soll den Fahrern ermöglich eine einfachere Saison zu haben, da sie sich nicht mit den unterschiedlichen Reiserestriktionen zwischen den Kontinenten rumschlagen müssen.

Das erste Rennen findet am 23. Juni im schönen Südtirol statt und endet mit dem letzten Rennen der Saison am zweiten Oktober in Großbritannien. Genau wie 2020 wird somit die kommende Rennserie wieder in der zweiten Jahreshälfte stattfinden.

EWS

Wie auch schon im letzten Artikel zur EWS erwähnt, wird die Trophy Of Nations 2021 nicht stattfinden. Die Veranstalter haben sich gegen das Rennen der Nationen entschieden, da aufgrund der Pandemie nicht jedes Land teilnehmen kann und die Bedingungen unfair wären.

EWS

Mehr News zu der EWS findet ihr auf: www.enduroworldseries.com

NEWS: Das UR-Team ist ab 2021 auf NS Bikes unterwegs

Das UR Team mit Tracey und Michael Hannah, Sam Reynolds und Joe Breeden trennt sich von Polygon und geht ab 2021 mit NS Bikes an den Start. Mehr erfahrt ihr im neuen Video des Teams.

We are proud to announce our new partnership with @nsbikesco to form the new NS BIKES UR TEAM!

They have great bikes, passionate people and a little bit of craziness so we already feel right at home with NS bikes. We will get inspired by their motto “Stay True” and keep our team spirit high!

Let’s goooo!

RAAW Jibb – Trails, Spaß und Shred

Die Jungs und Mädels von Raaw präsentieren das Jibb; ein Bike mit 135/150mm Federweg, abfahrtsorientierter Geometrie und viel Spaßpotential. Der kleine Bruder vom Enduro Madonna ergänzt die Palette der Allgäuer und wird das neue 29er Trail-Bike.

Der Geschäftsführer Ruben gründete die Marke Raaw vor ca. vier Jahren um seine langjährige Liebe zum Fahrrad zu vertiefen. Nach dem Studium zum Maschinenbauer und einigen Jahren bei zwei großen Herstellern entschied er sich, sich selbstständig zu machen. Darauf entstanden die ersten eigenen Ideen und Skizzen für ein eigenes Bike. Gefesselt von der Idee, gründete er seine eigene Firma und etablierte sich nur wenige Jahre später mit seinen Produkten in der Gravity Szene.

Raaw jibb
Im Hintergrund: Ruben der Geschäftsführer und Produktentwickler auf seiner neuesten Kreation – Dem Jibb

Das Jibb – Keyfacts

  • Material: Aluminium
  • Laufradgröße: 29″
  • Federweg: 135mm (Hinten), 150mm (Vorne)
  • Preis: Rahmen ab 2.290 Euro, limitierte Komplettbikes ab 5.490 Euro

Raw oder Mattschwarz

Der kleine Bruder des Enduro-Boliden Madonna kommt genauso stylisch daher und wird entweder als Alu Raw mit mattem Klarlack, oder in Mattschwarz erhältlich sein. Auch hier werden Schweißnahtfetischisten wieder auf ihre Kosten kommen. denn das Jibb ist nur mit Aluminium (AL 6066 T6) erhältlich und bietet keine Carbon-Alternative. Das Raw-Finish ist mit einer Schicht Klarlack geschützt, um Veränderungen der Oberfläche durch Umwelteinflüssen oder Schweiß vorzubeugen. Technisch wäre ein roher (Raw) Rahmen kein Problem, dennoch ist er ohne diese Schicht Lack für Raaw “unfertig”.

Aus unserer Sicht ist Aluminium das ideale Material für ein Mountainbike: es ist leicht, stabil und stoßfest, und erlaubt so eine überaus haltbare Konstruktion. Wir setzen auf aufwändige, moderne Herstellungstechniken wie Hydroforming, Schmieden und CNC-Fräsen, um ein Produkt zu schaffen, das bestens funktioniert und aktuellen, hohen Praxisansprüchen mühelos standhält. – Raaw

 

Raaw jibb

Preise und Verfügbarkeit

Auch die Bike-Branche konnte der Corona Pandemie nicht entgehen und somit muss sich auch Raaw den aktuellen Begebenheiten anpassen. Deshalb wird es das Jibb nur in einer limitierten Auflage als Komplettrad geben. Wer sich sein Trail-Bike lieber selbst zusammenstellt, kann das neue Modell der Allgäuer auch als Frameset bestellen. Rahmen und Set sind in vier verschiedenen Größen erhältlich.

Frame Kits

Jibb Frame-Kits sind ab sofort weltweit verfügbar. Der Preis startet bei 2.290 Euro (inkl. MwSt.) in der EU und bei 1.924,37 Euro (exkl. MwSt.) in allen weiteren Ländern.

Frame-Kits mit Formula-Dämpfern werden sofort ausgeliefert. Bei der Wahl eines Fox-Dämpfers muss man sich noch bis zum April gedulden.

Komplettbikes

Eine limitierte Anzahl an Komplettbikes ist direkt bestellbar und wird voraussichtlich im Mai ausgeliefert. Aufgrund der weltweiten Beschränkungen beim Versand von Sperrgut sind Komplettbikes nur in Europa erhältlich. Die Preise beginnen bei 5.490 Euro.

Das Jibb ist sowohl für lange Touren als auch für Bikepark Tage geeignet und macht es so zu einem aktiven Allrounder, der dich aktiv dazu einlädt mitzuarbeiten. – Raaw

Raaw jibb

Geometrie für Jibbs und Sends

Nicht nur Enduros bekommen immer mehr Federweg, auch Trail-Bikes werden immer potenter. Das gilt auch für das Jibb. Raaw stattet den “kurzhubigen” 29er mit 135mm am Heck und 150mm Federweg in der Front aus. Alternativ passt laut Hersteller auch eine 160mm Gabel ins Jibb, was allerdings zu einer leichten Veränderung der Geometrie führt.

Die Sitzposition des Jibb ist sehr zentral. Verglichen mit dem Madonna befindet sich der Sattel ein wenig weiter hinten, um den 10 mm kürzeren Reach zu kompensieren. Dies führt dazu, dass sich die Sitzposition zwischen Madonna und Jibb bei gleicher Rahmengröße sehr ähnlich anfühlen soll.

Raaw ist davon überzeugt, dass das Gleichgewicht zwischen Front und Heck des Bikes einen großen Teil zum Fahrverhalten beiträgt. Genau deswegen wachsen beim Jibb die Kettenstreben proportional zur Größe des Hauptrahmens mit. Die verschieden Rahmengrößen werden mit jeweils passenden Kettenstrebenlängen ausgeliefert. Um die individuellen Vorlieben jeden Fahrers zu berücksichtigen und Raum für Experimente zu lassen, lässt sich die Kettenstrebenlänge über Inserts weiter anpassen. Der Lenkwinkel von 65,5° soll viel Traktion am Vorderrad generieren und dem Fahrer das nötige Vertrauen und maximale Kontrolle auf dem Trail bieten. In Kurven gibt das Jibb laut Hersteller aktives und kontrolliertes Feedback und verleitet so dazu, die Bremsen komplett aufzumachen.

Mit 35 mm ist das Tretlager-Offset (BB Drop) auf dem Papier gleich wie beim Madonna. Durch den kürzeren Federweg steht das Jibb auf dem Trail allerdings höher, was zu einem aktiven, leichtfüßigen und verspielten Charakter beitragen dürfte.

SMLXL
Federweg (h/v)135/150 (+10)135/150 (+10)135/150 (+10)135/150 (+10)
Reach420445470495
Stack608622636649
Kettenstrebenlänge440440445450
Tretlagerabsenkung35353535
Tretlagerhöhe335–340335–340335–340335–340
Sitzrohrlänge395420445470
Sitzwinkel, effektiv77.577.577.577.5
Sitzwinkel, real74.574.574.574.5
Offset Sitzrohr zu Tretlager35353535
Oberrohrlänge, horizontal561589619648
Steuerrohrlänge100115130145
Lenkwinkel65.565.565.565.5
Gabellänge560560560560
Gabel-Offset44444444
Radstand1172120312401276
Körpergröße in cm158–170167–180177–190186–199
Empfohlene Vorbaulänge35–5035–5035–5035–50
Empfohlene Kurbellänge170170170170
Raaw jibb
Ein seltener Anblick: Ein Trail-Bike mit 135mm und Coil-Dämpfer.

Die geraden Linien des Jibb unterstreichen den wesentlichen Entwicklungsansatz bei RAAW, bei dem Funktionalität und Dauerhaltbarkeit höchste Priorität genießen. Das Unterrohr verläuft geradlinig zum Tretlager. Das sorgt für eine hohe Bodenfreiheit und bietet herumfliegenden Steinen keine Angriffsfläche. – Raaw

Raaw jibb
Der Kettenstrebenschutz verhindert Kratzer und nervige Geräusche.

Rahmenschutz und weitere Funktionen

Am Jibb kommt der gleiche, bewährte Kettenstrebenschutz wie beim Madonna zum Einsatz. Er besteht aus weichem Gummi und sorgt dank des markanten Rippenprofils nicht nur für einen aggressiven Look, sondern auch für eine deutliche Dämpfung der Kettenschläge. Die nahtlos ins Material integrierten Rippen sind in Richtung Tretlager massiver ausgeführt. Damit ist jeder Millimeter Kettenstrebe effektiv abgedeckt und selbst auf harten Abfahrten vor Kettenschlag geschützt. Zusätzlich schützt ein Silikonelement die Innenseite der rechten Sitzstrebe. Der Unterrohrschutz wird aus weichem, 5 mm dickem Gummi gefertigt. Er wird einfach auf den Rahmen aufgeklebt und deckt die volle Breite des Unterrohres ab.

Raaw jibb

Natürlich trägt der moderne und hippe Mountainbiker keinen Rucksack mehr. Deshalb bietet das Jibb verschiedene Möglichkeiten, Zubehör oder Werkzeug direkt am Rad zu befestigen. Dazu finden sich unter dem Oberrohr gleich zwei Flaschenhalter-Gewinde, an die sich problemlos Storage-Lösungen von Drittanbietern (z.B. Wolf Tooth oder Race Face) befestigen lassen. Natürlich findet auf dem Unterrohr zusätzlich eine Flaschenhalteraufnahme Platz.

Raaw jibb

Mehr zu Raaw findet ihr hier: www.raawmtb.com