Test-Ride: Orbea Rise E-MTB

Orbea Rise

Mit dem neuen Rise E-MTB  will Orbea den Markt verändern. Den Spaniern gelingt die Kombination aus geringem Gewicht, viel Fahrgefühl und Unterstützungsleistung wie keiner anderen Marke. Für sportliche E-Mountainbiker ist das mit speziellem Shimano EP8-RS Motor ausgestattete und unter 17 kg leichte Bike ein Traum.

Orbea Rise: Die technischen Daten

Antrieb: Shimano EP8-RS
Akku: 360 Wh integriert
Federweg: 140 mm / 150 mm
Laufradgröße: 29 Zoll

Gewicht: ab 16,5 kg
Preis: ab 5.999 Euro

Ein E-MTB für E-MTB-Muffel?

Mal ehrlich – E-Mountainbikes gibt es inzwischen in sämtlichen Ausprägungen und für fast alle Fahrertypen. Vom klischeehaften Biergarten-Touristen bis hin zum Gravity-liebenden Bikepark Fahrer ist inzwischen für fast jeden etwas dabei. Dennoch beäugen viele Mountainbiker den Trend nach wie vor kritisch. Zu schwer sind ihnen die motorisierten Bikes und schlicht zu weit weg vom „echten“ MTB. Auch bei den Spaniern von Orbea gibt bzw. gab es diese Stimmen. Die Basken haben mit dem Wild FS zwar ein absolutes Top-E-MTB im Programm, das sich jedoch ebenfalls nicht von den eingangs angesprochenen Kritikpunkten freimachen kann.

Deshalb wurde hinter den Kulissen schon seit vielen Jahren an einem anderen E-MTB getüftelt. Eines für die Mountainbiker dort draußen, die mit dem Thema E-MTB bislang wenig anfangen konnten. Leicht, sportlich, aber dennoch mit so viel Unterstützungsleistung, dass man – entsprechende technische und konditionelle Fertigkeiten vorausgesetzt – auch im technischen Uphill seinen Spaß haben kann.

Herausgekommen ist nun dabei das brandneue Orbea Rise. Trotz ausgewachsenem Mittelmotor von Shimano bringt es in seiner Top-Variante lediglich 16,5 kg auf die Waage und ist damit kaum schwerer als ein modernes Enduro ohne Motor. Das als klassisches Trailbike konzipierte, neue E-MTB möchte den Markt aufmischen und nach einer ersten Testfahrt würden wir sagen – es hat das Zeug dazu.

Shimano EP8-RS: Besonderer Motor für ein besonderes E-MTB

Das Antriebssystem bestimmt wesentlich den Charakter eines E-Mountainbikes; der spezielle Ansatz hinter dem Orbea Rise erfordert hier deshalb auch wenig überraschend eine Sonderlösung. Man hat sich bei Orbea lange mit dieser Frage beschäftigt und auch die Konstruktion eines eigenen Systems in Betracht gezogen. Als Shimano jedoch vor einiger Zeit die ersten Infos zum EP8 veröffentlichte, war klar: Dieser Motor wäre perfekt. Kompakte Abmessungen, sportlicher Charakter und mit 2,6 kg Gewicht sehr geringes Gewicht – er scheint wie gemacht für das Orbea Rise, zumindest auf den ersten Blick.

Der neue E-MTB Antrieb der Japaner ist jedoch nicht nur klein und leicht, sondern mit 85 Nm auch ausgesprochen kräftig. Eigentlich eine positive Eigenschaft, doch mag das irgendwie nicht so recht zum sehr sportlichen Charakter des Rise passen und würde zudem einen großen Akku erfordern, um den kräftigen Motor während eines langen Trail-Tags zuverlässig mit Energie zu versorgen. Weniger Drehmoment, höhere Effizienz, kleiner Akku – das waren die Anforderungen der spanischen Konstrukteure an den Motor des Rise. Tatsächlich gelang es dann, Shimano von diesem Vorhaben zu überzeugen und der EP8-RS war geboren.

Orbea Rise

Der Motor ist hardwareseitig identisch mit dem bekannten EP8, jedoch wurde die Software teils drastisch verändert und auf den Charakter des Orbea Rise angepasst. Der größte Unterschied ist wahrscheinlich die Begrenzung des Drehmoments auf „nur“ 60 Nm. Das ist zwar einerseits deutlich weniger als bei einem „ausgewachsenen“ E-MTB, andererseits jedoch auch klar mehr als beispielsweise beim Specialized Levo SL mit 35 Nm, das einer der wenigen Konkurrenten im Bereich leichte E-MTBs derzeit ist. Auch die Unterstützungscharakteristik wurde angepasst. Der EP8-RS unterstützt vor allem in dem für sportive Fahrer interessanten Kadenzbereich zwischen 75 und 90 U/m und gibt auch schneller mehr Power ab, um ein lebendiges und agiles Fahrgefühl zu vermitteln.

Fest integrierter Akku mit 360 Wh und optionaler Range Extender

Durch die Begrenzung des Drehmoments und die Feinabstimmung bei der Unterstützungsleistung erreicht man eine messbar höhere Effizienz und so war es auch kein Problem, die Akkukapazität zu verringern. Im extrem schlanken Unterrohr des Rise steckt ein fest verbauter 360 Wh Akku, der laut Orbea jedoch für mindestens 1.700 hm (in der höchsten Unterstützungsstufe) Reichweite bzw. -höhe sorgen soll. Das Laden erfolgt über eine seitlich des Sitzrohrs und mit fester Klappe versehene Buchse.

Orbea Rise
Der 360 Wh Akku ist fest im schlanken Unterrohr verbaut.

Wem die 360 Wh nicht ausreichen, der hat die Option einen Range Extender nachzurüsten, der ganz einfach im Flaschenhalter befestigt wird. Mit diesen 252 Wh Zusatzkapazität kommt man auf 612 Wh Gesamtleistung, die wiederum dann für beeindruckende 4.000 hm im Eco-Modus ausreichen sollen.

Orbea Rise Reichweite

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INTEGRIERTER AKKU (360 WH)
Unterstützung Eco Trail Boost
Laufzeit (Herstellerangabe) 4,5 Stunden 3 Stunden 2 Stunden
Reichhöhe (Herstellerangabe) 2.500 hm 1.700 hm 1.200 hm
+ Range Extender (612 Wh)
Laufzeit (Herstellerangabe) 8 Stunden
Reichhöhe (Herstellerangabe) 4.000 hm
Der Range Extender fällt optisch kaum auf. | Foto: Orbea

Ab Werk ohne Display, dafür mit innovativer Garmin-Schnittstelle

Passend zu diesem reduzierten Ansatz kommt das Orbea Rise in allen Ausstattungsvarianten ab Werk komplett ohne Display. Zwei kleine, im Kabel der neuen Shimano-Steuereinheit integrierte LEDs geben rudimentär Auskunft über Ladestand des Akkus und die gewählte Unterstützungsstufe. Wer auf ein Display nicht verzichten möchte, hat am Rise jedoch einige Optionen: So lässt sich über MyO beispielsweise das bekannte Shimano Display für einen Aufpreis nachrüsten. Alternativ kann man über die entsprechende neue Shimano App die Daten auf seinem Smartphone anzeigen lassen. Garmin-Besitzer erhalten am Rise zudem ein einzigartiges Feature; der EP8-RS lässt sich per Garmin IQ App mit zahlreichen Endgeräten koppeln (auch Smartwatches z.B. Fenix), die dann als Display-Ersatz fungieren können.

Modernes Trailbike mit Reserven

Nun genug der Worte über Antrieb, Akku, Display und Konnektivität – lasst uns über das Orbea Rise als Mountainbike sprechen. Die Spanier platzieren das neue E-MTB ganz klar im Bereich der Trailbikes – mit 140 bzw. 150 mm Federweg vorn, 140 mm hinten, 29er Laufrädern und der modernen Geometrie scheint es hier auch perfekt zu passen. Durch die verschiedenen Modellvarianten (siehe unten) hat man zudem die Wahl, ob man eher mit gewichts-optimierten oder robusten Komponenten unterwegs sein möchte.

Orbea

Der Hinterbau ist auf dem Papier fast durchweg progressiv und dürfte damit insgesamt deutlich straffer sein als beispielsweise beim Wild FS, dafür aber auch viele Reserven für Sprünge, Schläge und flotte Fahrten über anspruchsvolle Trails mitbringen. Die Reifenwahl mit dem Maxxis Rekon am Hinterrad mit robuster Exo+ Karkasse und dem Dissector Vorderreifen scheint dem Einsatzbereich ebenfalls angemessen. Etwas verwundert waren wir über die 180 mm Bremsscheibe am Vorderrad, die für leichte, geübte Fahrer zwar ausreichen dürfte. Dennoch hätten wir die wenigen Gramm Mehrgewicht für größere Fading-Reserven wohl in Kauf genommen.

Orbea
Die 140 mm des Orbea Hinterbaus sind angenehm progressiv, was für große Reserven und ein straffes Fahrverhalten sorgt.
Ungewohnt: Die kleinen 180 mm Bremsscheiben an der Front könnten bei schweren Fahrern ins Schwitzen kommen.

Die Geometrie des Rise scheint gelungen: Mit 66° bzw. 65,5° fällt der Lenkwinkel flach genug für trail-erprobte, aktive Fahrer aus, ohne Anfänger zu verschrecken. Der steile Sitzwinkel rückt den Schwerpunkt in eine effiziente Tret- und Kletterposition und die nicht zu kurzen Kettenstreben versprechen Traktion am Hinterrad beim Erklimmen von Steilstücken. Dank des großzügigen Reach von über 470 mm in Größe L bietet das Bike jedoch viel Platz für Gewichtsverlagerungen.

Geometrie Orbea Rise 140 mm
SMLXL
Sitzrohr (in mm)381419457508
Oberrohr horizontal (in mm)565592619649
Steuerrohr (in mm)95105120140
Kettenstrebe (in mm)445445445445
Tretlagerhöhe (in mm)336336336336
BB Drop (in mm)35353535
Radstand (in mm)1180120512291255
Lenkwinkel (in °)66666666
Sitzwinkel (in °)77777777
Reach (in mm)425450474500
Stack (in mm)604613627646
Geometrie Orbea Rise 150 mm
SMLXL
Sitzrohr (in mm)381419457508
Oberrohr horizontal (in mm)565592619649
Steuerrohr (in mm)95105120140
Kettenstrebe (in mm)445445445445
Tretlagerhöhe (in mm)336336336336
BB Drop (in mm)32323232
Radstand (in mm)1180120512291255
Lenkwinkel (in °)65.565.565.565.5
Sitzwinkel (in °)76.576.576.576.5
Reach (in mm)425450474500
Stack (in mm)604613627646

Orbea Rise: Vier Ausstattungsvarianten zwischen 6.000 und knapp 10.000 Euro

Mit vier Ausstattungsvarianten geht das Rise an den Start: Trotz der preislich großen Diskrepanz von fast 4.000 Euro haben alle Modelle sowohl den Carbonrahmen als auch den Shimano EP8-RS Motor mitsamt 360 Wh Akku gemein. Unterschiede gibt es neben den verbauten Komponenten auch bei der Ausrichtung: Während das M10 und M-Team mit 150 mm Federweg an der Front, Dämpfer mit Piggyback und insgesamt abfahrtslastiger Ausstattung daherkommen, sind das Einstiegsmodell M20 und das sehr leichte M-LTD mit 140 mm vorn und gewichts-optimierten Parts ausgestattet.

Orbea Rise
Farbenfrohe Vielfalt: Dank MyO sind der farblichen Gestaltung des Rise kaum Grenzen gesetzt.

Farblich bietet Orbea jeweils drei Varianten – zudem lassen sich alle Orbea Rise Modelle per MyO farblich und bei einigen Komponenten auf die individuellen Bedürfnisse anpassen.

Orbea Rise M20Orbea Rise M10Orbea Rise M-TeamOrbea Rise M-LTD

Antrieb: Shimano EP8-RS<

Akku: Orbea RS Internal 360 Wh
Gabel: Fox 34 Performance 140 mm
Dämpfer: Fox float DPS Performance
Schaltung: Shimano SLX M7100
Bremsen: Shimano Deore M6100
Laufräder: Race Face AR 30c

Gewicht: ca. 18 kg
Preis: 5.999 Euro

Antrieb: Shimano EP8-RS
Akku: Orbea RS Internal 360 Wh
Gabel: Fox 36 Factory Grip2 150 mm
Dämpfer: Fox DPX2 Factory
Schaltung: Shimano XT M8100
Bremsen: Shimano XT M8120
Laufräder: Race Face Turbine R30

Gewicht: ca. 18 kg
Preis: 7.599 Euro

Antrieb: Shimano EP8-RS
Akku: Orbea RS Internal 360 Wh
Gabel: Fox 36 Factory Grip2 150 mm
Dämpfer: Fox DPX 2 Factory
Schaltung: Shimano XTR M9100
Bremsen: Shimano XTR M9120
Laufräder: Race Face Turbine R30

Gewicht: ca. 17,5 kg
Preis: 8.999 Euro

Antrieb: Shimano EP8-RS
Akku: Orbea RS Internal 360 Wh
Gabel: Fox 34 Factory 140 mm
Dämpfer: Fox Float DPS Factory
Schaltung: Shimano XTR M9100
Bremsen: Shimano  XTR M9120
Laufräder: Race Face Next-SL

Gewicht: ca. 16,5 kg
Preis: 9.599 Euro

Erste Trail-Impressionen mit dem Orbea Rise

Wir hatten die Möglichkeit das neue Orbea Rise einen knappen Tag lang im Bikepark Geißkopf zu testen. Der Geißkopf stellt dabei für uns das ideale Testrevier dar. Abwechslungsreiche Strecken – von flowig bis knüppelhart – sowie eine speziell für E-Mountainbikes gebaute Uphillflow-Strecke machen nicht nur Spaß, sondern geben auch relativ schnell einen ersten Eindruck über die Eigenschaften eines Bikes.

The Pack
Noch vor dem ersten Aufsitzen zog das Rise die Blicke magisch auf sich.

Der erste Kontakt mit dem Orbea Rise erfolgte beim Entladen der Räder aus dem Van und wurde prompt mit den Worten „Oha, das ist leicht!“ begleitet. Aber auch das Erscheinungsbild des Rise wusste sofort zu gefallen. Schlanke, wohl-proportionierte Rohrformen ließen das Orbea nur auf den zweiten Blick (hin zum Motor) als E-Bike erkennen. Das Fahrwerkssetup war schnell gefunden, wobei die Fox 36 Grip2 Gabel mit zwei Druck- und Zugstufen ein wenig Erfahrung erfordert.

Im Uphill fühlt man sofort die Unterschiede des Shimano EP8 RS Motors gegenüber der Standard-Version. Klar, 60 Nm sind nicht nur auf dem Papier deutlich weniger als 85 Nm, auch auf dem Trail ist dieser Unterschied spürbar. Auch merkt man, dass die maximale Leistungsabgabe des EP8 RS erst zwischen einer Trittfrequenz von 75 – 90 U/min erfolgt. Wer aber denkt, das Orbea Rise lässt sich nur unter hoher Kraftanstrengung bewegen, der irrt. Mit der richtigen Kadenz und höchster Unterstützungsstufe lässt sich das Bike trotzdem sehr kraftsparend bergauf bewegen – nur eben etwas langsamer als klassische E-MTBs mit stärkeren Motoren. Die Geräuschkulisse entspricht übrigens genau dem, was man von anderen EP8 Bikes kennt, schließlich wurde die Hardware nicht angetastet. Der Motor ist entsprechend weder besonders leise, jedoch auch nicht besonders laut.

Orbea in Action
Trotz „nur“ 60 Nm klettert das Rise auch knifflige Kletterpassagen nach oben.

Seine großen Stärken zeigt das Orbea Rise dann im Fahrverhalten bergab. Durch das geringe Gewicht hat man selten den Eindruck auf einem E-Bike zu sitzen. Spielend wechselt das Bike die Richtung, lässt sich dank der sehr gut gewählten Kettenstrebenlänge von 445 mm einfach aufs Hinterrad ziehen und macht vor allem eines: Spaß! Das Fahrwerk ist sehr potent und der straffe, sehr schluckfreudige Hinterbau kann mehr einstecken als es seine 140 mm Federweg vermuten lassen. Die Shimano XTR Bremsen mit (nur) 180 mm Bremsscheiben an Front und Heck lassen sich vorzüglich dosieren und bieten ausreichend Bremsleistung. Schwere Fahrer sollten allerdings über das Nachrüsten von größeren Scheiben nachdenken. Überzeugend zeigte sich auch die Bereifung. Die Dissector (VR) und Rekon (HR) aus dem Hause Maxxis sind ein guter Mix aus geringem Gewicht und Traktion. Die EXO+ Karkasse am Hinterrad erhöht zudem den Pannenschutz. Ein kleiner Kritikpunkt war für uns die in der Abfahrt etwas höhere Geräuschkulisse, die einerseits vom Klappern des EP8-Freilaufs herrührte, jedoch auch von den intern verlegten Zügen und Leitungen. Zumindest bei letzterem kann man jedoch selbst recht einfach Abhilfe schaffen.

M5 stehe

Cornering

Die kurze Testsession des Orbea Rise hat uns vor allem eines gezeigt; nämlich wie viel Fahrspaß leichte E-Bikes tatsächlich bieten! Dabei betritt Orbea hier keineswegs Neuland. Leichte E-MTBs gibt es bereits. Diese haben meist aber auch ein spürbar schwächeres Antriebssystem mit an Bord. Das optimale Verhältnis von (Motor-)Leistung zu Gewicht ist Orbea perfekt gelungen. Zwar können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussage über die tatsächliche Reichweite treffen, aber mit dem optional erhältlichen Range Extender sollten auch Reichweiten-Phobiker beruhigt sein.

Chapeau Orbea!

www.orbea.com

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VIDEO: Cecile Ravanel – New Beginning

Das Leben von Cécile und Cédric Ravanel drehte sich schon immer um den Radsport. Nach drei Jahren an der Spitze der Enduro World Series, stürzte Cécile beim Training im Jahr 2019 und verletzte sich schwer. Eine Verletzung, die sie langsam dazu zwingte, sich im Februar 2021 vom Wettkampf zurückzuziehen, um sich einem neuen Ziel zuzuwenden: dem Training junger Nachwuchs-Piloten.

Pole Evolink 140 1.4 – Modernes Design mit Updates

Pole Evolink

Pole präsentiert das überarbeitete Pole Evolink. Das Bike im modernen Design sorgte 2016 für Aufsehen und bestach durch eine gewagte Geometrie und ein spannendes Suspension-Design. Zum fünften Jahrestag kommt das 140mm Trailbike mit einigen Updates auf den Markt.

Die Finnen von Pole sind dafür bekannt, dass sie Mountainbikes im brachialem Design und mit interessanter Technik produzieren. Die Pole Machine wird zum Beispiel aus zwei CNC gefrästen Rahmenhälften gefertigt, die dann zusammengeklebt und verschraubt werden. Die Rahmen sind auch besonders, kaum eine andere Marke traut sich so sehr an moderne und individuelle Rahmendesigns ran wie Pole.

Was ist neu am Evolink?

In den letzten Jahren hatten manche Pole Besitzer Probleme mit dem Hinterbau. Es konnte passieren, dass die Kettenstreben dem Einsatz im harten Gelände nicht standhalten konnten und brachen. Pole hat sich diesem Problem angenommen und den Hinterbau komplett verstärkt. Auch wenn sich optisch auf den ersten Blick nicht viel getan hat, sind intern einige Verstärkungen in der Aluminium-Konstruktionen des neuen 1.4 Evolink verschweisst.

An der Geometrie hat sich nicht viel verändert. Der Lenkwinkel bleibt dank neuem Headset bei 64°, jedoch wurde der Sitzwinkel von 76° auf 77,6° (79,9° effektiver Sitzwinkel) geändert. Reach und Radstand bleiben bei 497mm und 1301mm (in Größe K2) und alle Evolink Größen rollen weiterhin auf 29″ Laufrädern.

Wer sich mit Geometrien von modernen Mountainbikes befasst, wird gemerkt haben wie lange dieses Bike ist. K2 ist für eine Körpergröße zwischen 170 – 185cm gedacht. Die neuen K Größen ersetzen die gängigen Angaben wie S,M,L und XL um einer genaueren Passform bei so einer progressiven Geometrie gerecht zu werden.

Das Tretlager wurde ebenfalls angepasst und ist nun etwas höher. Pole hat sich bei einigen Tests dazu entschieden das Lager anzuheben, weil sich diese Anpassung positiv auf die verspielte Performance in Kurven und auf dem Trail auswirkt.

Die größte Veränderung befindet sich jedoch im Hinterbau. Das 1.4er Modell soll nun viel progressiver arbeiten als die Vorgänger Modelle. Im mittleren Federwegsbereich um den Sag-Punkt, wo sich der Hinterbau während der Fahrt die meiste Zeit über befindet, liegt das durchschnittliche Übersetzungsverhältnis nun bei 2,67. Im vorigen Evolink 140 Modell lag dieses noch bei 2,52. Konkret bekommt man hier also 9% mehr Progression und demnach auch 18% mehr Anti-Squat.

Ausstattung und Varianten

Das Evolink 1.4 ists entweder als Frameset oder als komplettes Bike erhältlich. Wer auf das Frameset setzt, kann sich zwischen drei verschiedenen Dämpfern entscheiden und bekommt ein Cane Creek Headset, eine Hinterradachse und eine Sattelstützenklemme für 1690 Euro.

Außerdem wird es eine limitierte Auflage des Evolink mit Rockshox Lyrik Select RC Gabel und Sram GX Egale Antrieb für 4450 Euro geben.

Updates für Evolink Besitzer

Für alle Evolink 140 1.3 Besitzer arbeitet Pole Bicycles aktuell an einem upgrade Kit. Das Kit wird überarbeitete Headset Schalen, einen Cane Creek oder Rockshox Dämpfer und weitere Hardware beinhaltet um auf die neue 1.4 Version umzurüsten. Wann das Kit auf den Markt kommt, ist jedoch noch nicht bekannt.

Mehr Informationen zum neuen Evolink gibt es auf: www.polebicycle.com

Specialized präsentiert das 2021 Enduro Team

Specialized präsentiert das neue 2021 Enduro Team. Mit dabei ist die deutsche Sofia Wiedenroth, die beiden Franzosen Kevin Miquel und Cecce Camoin und der Neuseeländer Charles Murray

I am very proud of the team that we have put together for 2021 and beyond. You may have noticed our absence from the EWS over the last few seasons, but we took some time to learn from our previous experiences and we are ready to return with an exciting team. We realized that it is important to be present in traditional enduro events, but we are also extremely pleased to be present at e-bike events moving forward. Turbo is a very exciting category for Specialized and we look forward to racing the Turbo Levo in the E-EWS and other e-bike events. When it came to selecting the riders, it was a very natural fit. We are constantly looking for new talent and I believe that this team has potential to grow together. There is a good dynamic in the team with various nationalities and the banter started the minute we got together at the team camp in Finale Ligure. Now it is time to have some fun and win some races. – Benno Willeit, Specialized Bicycles, MTB Program Manager

Francescu-Maria Camoin fährt schon seit einigen Jahren für Specialized. Der junge Franzose wird mit seinem S-Works Enduro an einigen EWS Rennen teilnehmen und für einige E-EWS Events auf das Turbo Levo wechseln.

Doch ein Franzose reicht dem Team nicht und deshalb musste ein zweiter her. Kevin Miquel ist ein absoluter All-Rounder. Er fuhr XCO, Road und BMX bevor er sich auf Enduro festgelegt hat. Kevin hat 2019 für einigen Wirbel in der Enduro World Series gesorgt und endete auf einem dritten Platz im Gesamtklassement.

“New bike, new team mates, new staff. Everything new is exciting. I can’t wait for the first races all together” – Kevin

Charles Murray ist ein 25-jähriger Neuseeländer mit dem Spitznamen Chazmaz. Charlie landete mit seinen konstanten Top 10 EWS Ergebnissen auf dem Specialized Radar.

Sofia Wiedenroth ist ebenfalls für ihr All-Round Talent bekannt. Sie ist seit über 18 Jahren auf dem Rad unterwegs und holte sich 5 German XCO Titel. Sofia baut ihr Können in den letzten Jahren in der Enduro World Series weiter aus, wird aber eventuell auch bei dem ein oder anderen Gravel Rennen zu sehen sein.

“Ohhh I am so looking forward to this season with a complete new constellation of team members, staff and sponsors. Everything is so new and exciting. After the first training camp the vibes in the team where already so good that I really look forward for the first races to happen” – Sofia

TEST: Die neuen Fizik Gravita Schuhe – Enduro und Downhill, Flat und Clipless

Fizik stellt die neuen Gravita Schuhe für den raueren Mountainbike Einsatz vor. Dabei wird Sicherheit und Performance kombiniert um im Enduro und Downhill Bereich zu glänzen. Zusammen mit Athleten und Entwicklern entstanden somit zwei Modelle; der Gravita Versor und der Gravita Tensor. Natürlich als Flat und Clipless Modelle erhältlich.

Fizik haben sich in den letzten Jahren immer mehr in die Mountainbike Branche gewagt und entwickelten neben den klassischen Renn- und XC-Schuhen einige interessante Produkte für die Gravity Szene. Mit den neuen Gravita Schuhen präsentieren die Italiener eine Kombination aus Schutz, Tragekomfort und Performance.

Den Test zu den Gravita Versor Clipless findet ihr am Ende des Artikels.

Gravita Tensor

Als es bei Fizik um die Entwicklung um einen Race-Spec Gravity Schuh ging, war das Feedback von Enduro Athleten und World Cup Racern extrem wichtig. Beiden Kategorien war klar, dass die Schuhe ein gewisses Maß an Sicherheit, Haltbarkeit und Stabilität auf dem Pedal bei Renn- und Trainingsläufen bieten müssen. Dabei soll der Schuh aber nicht nur gut performen sondern auch möglichst leicht und bequem sein. Fizik nahm sich also zum Ziel all diese Kriterien in einem Schuh zu integrieren.

Vorab: Uns wurde bisher nur die Versor Modelle zur Verfügung gestellt, deshalb können wir kein Fazit zu den Tensor Varianten geben.
  • Ripstop Material + TPU verstärktem Obermaterial
  • Schnürsenkel + Einsteig mit Klettverschluss
  • Flat: X6 Außensohle – EVA Innensohle, Vibram Megagrip
  • Clipless: X6 Außensohle – Nylonschaft, EVA Innensohle, Vibram XS EVO
  • Gewicht: 310 g (Flat), 410g (Clipless)
  • Größe: 36-48 (37 – 47 in halben Größen erhältlich)

Was die Optik des Schuhs angeht, fällt einem direkt der hochgezogene Knöchelbereich auf. Unserer  Meinung nach ein sehr interessantes Feature, da im ruppigen Gelände der Kontakt zur Kurbel doch auch mal etwas härter ausfallen kann und ein extra Polster somit nicht unangemessen ist. Die Tensor Modelle sind in drei Farbvarianten erhältlich: Schwarz, Rot/Scharz, Grau/Aqua-Marine

Das Außenmaterial ist ein Ripstop Material, dass auf der Oberseite TPU-verstärkt wurde. Fizik setzt beim Tensor auf Schnürsenkel, die mit einem Klettveschluss am oberen Ende kombiniert werden.

Für mehr Komfort auf den Pedalen sorgt eine EVA Innensohle, die Vibrationen der Pedale abdämpft und taube Füße vermeiden soll.

Fizik Gravita

Flat

Wer mit Flat Pedals unterwegs ist, der weiß, dass der Grip von Griffen und Pedalen essentiell ist. Verliert man den Halt, kann man die Spannung im Körper nicht halten und das Bike verliert an Kontrolle. Deshalb ist die Sohle eine Flat Schuhs so wichtig.

Fizik setzt bei den Tensor und Versor Modellen auf die Gummimischungen von Vibram. Vibram ist einer der weltweit führenden Hersteller von Gummisohlen für den Outdoor, Sport und Arbeits- Bereich. Für den Mountainbike Bereich wurde eine besonders “klebrige” Sohle entwickelt – die Vibram Megagrip – soll im harten Gelände auf dem Pedal kleben und die Kontrolle über das Bike gewähren.

Der Aufbau der Sohle bietet dank des etwas feineren Musters unter den Zehen und der Hacke für Grip beim gehen. Der gröbere Bereich auf der Mitte und am Heck des Schuhs soll für Halt auf den Pedalen sorgen.

Im Gegensatz zur Clipless Variante ist die Sohle recht flexibel gehalten damit sich der Fuß über die Pins und das Pedal legen kann und sich somit quasi auf den Flats festhalten kann.

Fizik Gravita

Clipless

Der Aufbau und die Sohle sind identisch zur Falt Variante. Das feinere Muster am vorderen Teil der Sohle sorgt für Grip zu Fuß und die gröbere Anordnung in der Mitte soll für Grip auf dem Pedal sorgen.

Der eigentliche Unterschied liegt natürlich am Slot für Cleats und einer versteiften Sohle. Um beim Pedalieren am Pedal ziehen zu können und genug Druck über das Clipless-System aufbringen zu können ist die Sohle steifer als bei einem Clipless Schuh, der sich quasi über das Pedal legen muss um Halt zu finden.

Das Cleat System bietet eine ordentliche Range und lässt sich recht weit nach hinten verstellen um im steilen Gelände die Verse ordentlich nach unten drücken zu können. Im Lieferumfang sind außerdem zwei Shims enthalten.

Gravita Versor

Fizik hat uns den Versor in der clipless Variante zur Verfügung gestellt und wir konnten schon einige Meter mit den schicken Modellen drehen.

Der Aufbau der Versor und Tensor Modelle unterscheidet sich kaum. Beide kommen mit EVA-Innensohle, Vibram Gummimischungen und Rip-Stop Material. Der unterschied liegt hierbei jedoch im Detail denn die Versor sind noch leichter als ihr großer Bruder. Die ergonomisch geformten Schuhe verzichten auf den Klettverschluss am Einstieg, das hochgezogene Polster am Fersenbereich und das TPU-Obermaterial.

  • Ripstop Material
  • Schnürsenkel
  • Flat: X6 Außensohle – EVA Innensohle, Vibram Megagrip
  • Clipless: X6 Außensohle – Nylonschaft, EVA Innensohle, Vibram XS EVO
  • Gewicht: 270 g (Flat), 410g (Clipless)
  • Größe: 36-48 (37 – 47 in halben Größen erhältlich)

Der Unterschied ist die Optik und die leichtere Verarbeitung. Optisch wirkt der Versor eher wie ein moderner Sneaker, ist ebenfalls in drei Farbvarianten erhältlich und kommt auch in Flat und Clipless Ausführungen. Farblich fällt der Versor jedoch etwas schlichter aus. Das knallige Rot gibt es nur beim Tensor, dafür können wir mit schlichten Schwarz und Grau Tönen vorlieb nehmen, die mit dezenten Lila und Braun Tönen kombiniert werden.

Fizik Gravita

Flat

Die Sohle der Flat Pedale ist ebenfalls aus der weichen und klebrigen Vibram Megagrip Gummimischung. Damit sich die Pins ordentlich in den Schuh “bohren” können, ist der mittlere Teil des Schuhs mit einem gröberen Muster übersehen. An der Front ist der Aufbau etwas feiner um Grip zu bieten, falls das Rad mal geschoben erden muss. Die Sohle ist vom Aufbau und der Mischung identisch wie der des Tensor Flat Modells.

TEST: Der Fizik Gravita Versor Clipless

Nun zum eigentlichen Test. Wir haben die Clipless Variante des Versors zur Verfügung gestellt bekommen und waren damit auf den heimischen Trails unterwegs. Unser Testmodell kam in Grey/Mud und wirkt optisch eher schlicht. Sobald man den Schuh anzieht, fällt auf wie angenehm geschnitten die Form ist. Wir haben relativ breite Füße und waren trotzdem vom Komfort begeistert und hatten angenehmen Freiraum an den Zehen.

Mein Setup

Im Lieferumfang ist eine kleine Packung mit zwei Shims beigelegt, die ich für den ersten Versuch erst einmal weggelassen hatte, aber darauf leider nicht mehr aus dem Pedal kam. MeinFehler! Der zweite Versuch mit Shims hat ausgezeichnet gepasst und es gab keine Problem mehr aus den DMR VTwin Pedalen mit Shimano System zu entklicken. Für mehr Grip und weniger Spiel fahre ich die Pedale mit zusätzlichen Pins und Shims.

Das Fazit zum Gravita Versor Clipless

Der Versor besticht durch angenehmen Tragekomfort und wirkt eher wie ein etwas zu steifer Sneaker und nicht wie ein typischer Fizik Clipless Schuh. Wer wie ich manchmal auf dem Trail Probleme hat wieder einzuklicken, dem dürfte die extrem grippige Vibram Sohle in der ein oder anderen Situation auf dem Pedal helfen. Auch der Aufbau gefällt – der steife Ballen-Bereich macht das Fahren mit Klick-Pedalen sehr angenehm, bietet aber trotzdem genügend Flex um das Bike auch mal schieben zu können. Optisch ist das ganze natürlich wieder Geschmacksache – uns gefällt die neue Fizik Kollektion jedoch sehr gut.

Das neue NS Define 170 – Freerider, Super-Enduro und Spaß-Bike?

NS Bikes präsentiert die neuste Ergänzung der Define Reihe – das Define 170. Ein langhubiges Bike mit 180mm Federweg an der Front und 170mm am Heck, gemischten Laufradgrößen und potenter Geometrie. Laut NS Bikes soll das neue Define nicht nur bergab für ein Grinsen im Gesicht sorgen sondern auch bergauf eine gute Figur machen.

Der polnische Hersteller hat sich in den letzten Jahren vor allem einen Namen in der Freeride und Freestyle Szene gemacht. Ikonen der Szene wie Martin Söderstrom und Sam Pilgrim sind lange Zeit für das Unternehmen gefahren, aber auch die Godziek Brüder zeigen auf den NS Schlitten was sie können.

Moderne Geo mit trendigem Laufrad-Mix

Das Define 170 soll nun die eh schon große Bandbreite als Freerider ergänzen. An der Front arbeiten jetzt 180mm und am Heck 170mm Federweg. Gepaart wird das ganze mit einem Lenkwinkel von 64° und einem effektiven Sitzwinkel von 79°. Der recht lange Reach von 490mm und ein Radstand von 1284mm verspricht Stabilität in schnellen, steilen Sektionen und der Mullet-Laufrad-Mix mit 29er and der Front und 650B am Heck könnte das ganze mit verspielten Eigenschaften des “kleinen” Hinterrads kombinieren. Somit sollte das langhubige Modell keinem harten Trail und Jump-Line Einsatz im weg stehen.

We selfishly made the Define 170 for the riding we most enjoy. It is perfect for big jumps and severe terrain, and it is happy on the uphills, too. It is the most aggressive bike in the Define range, but one that is still fun to ride everywhere. Enduro, freeride, bike park ripper, call it what you like – at NS, a company of riders, we have fallen in love with this beast. – Janek Ulatowski, Marketing Manager, NS Bikes

Modelle und Ausstattung

Spannend ist auch das Preis-/Leistungsverhältnis – Das Top Modell kommt mit Fox 38 Performance, Fox X2 Performance Dämpfer und Sram GX Eagle Schaltwerk und kostet dabei 4.499 Euro. Das etwas günstigere Modell setzt auf einen RockShox/Shimano Mix. An der Front arbeitet hier die RockShox Zeb, am Heck der X-Fusion Vector R Coil Dämpfer und geschaltet wird mit Shimano Deore. Das ganze kommt auf einen Preis von 3.399 Euro.

NS Bikes setzt bei den neuen Freeride Modellen gewohnt auf Aluminium Rahmen. Wer mit etwas weniger Federweg auskommt, sollte auch mal einen Blick auf das neue Define AL 160 mit RockShox 35 Gold RL und X-Fusion H3C Coil Dämpfer werfen. Das gute Stück ist für einen Preis von 3.299 Euro erhältlich.

NS Define AL 170 1NS Define AL 170 2NS Define AL 160

NS Bikes

frameNS Define AL w/ 170mm travel, AL6061-T6 + AL6066-T6, custom hydroformed tubes, semi internal cable routing
sizesS, M, L
rear shockFox Float X2 Performance 2 Pos Lever w/ LSC, LSR Trunnion 225x70mm
forksFox Float 38 Performance Grip, 180mm travel, 3 Pos Micro Adj Lever, 110x15mm Boost, 1.5T, 44mm offset
headsetGW integrated tapered IS42/IS52, sealed bearings
stemNS Quantum Lite 35, 45mm
handlebarNS 35, 800mm, 20mm rise
gripsNS Hold Fast
seatpostX-Fusion Manic internal S:125mm, M:150mm, L:170mm
saddleOctane One Crit, CrMo hollow rails
front brakeSram Guide RE, 200mm
rear brakeSram Guide RE, 200mm
rimsOctane One Solar 29” front, Octane One Solar 27.5” rear, 32h, tubeless compatible
spokesSpokes w/14mm nipples
front hubNS Rotary 110x15mm Boost (sealed bearings)
rear hubNS Rotary Cassette 148x12mm Boost (sealed bearings)
tires front / rearMaxxis High Roller II 29x2.5" WT TR EXO / Maxxis High Roller II 27.5x2.4" TR DH
cranksetTruvativ Descendant 6K DUB 170mm 34t
bottom bracketSram DUB BSA 73mm
pedals/
chainSram, 12spd
chain guide/
derailleurSram GX Eagle, 12spd
shiftersSram NX Eagle, 12spd
cassetteSram PG-1210, 12spd 11-50t
weight (kg)15.5
frameNS Define AL w/ 170mm travel, AL6061-T6 + AL6066-T6, custom hydroformed tubes, semi internal cable routing
sizesS, M, L
rear shockX-Fusion Vector R Trunnion 225x70mm, S:350lbs/in, M:400lbs/in, L:450lbs/in
forksRockShox ZEB 180mm travel, 110x15mm Boost, 1.5T, 44mm offset
headsetGW integrated tapered IS42/IS52, sealed bearings
stemNS Tone 35, 45mm
handlebarNS 35, 800mm, 20mm rise
gripsNS Hold Fast
seatpostX-Fusion Manic internal S:125mm, M:150mm, L:170mm
saddleOctane OneRocket2, CrMo hollow rails
front brakeShimano MT420, 200mm
rear brakeShimano MT420, 200mm
rimsOctane One Solar 29” front, Octane One Solar 27.5” rear, 32h, tubeless compatible
spokesSpokes w/14mm nipples
front hubNS 110x15mm Boost (sealed bearings)
rear hubNS 148x12mm Boost (sealed bearings)
tires front / rearSchwalbe Big Betty BikePark 29x2.4" / Schwalbe Big Betty BikePark 27.5x2.4"
cranksetShimano Deore FCMT5101 170mm 34t
bottom bracketShimano BSA 73mm
pedals/
chainShimano, 12spd
chain guide/
derailleurShimano Deore M6100, 12spd
shiftersShimano Deore M6100, 12spd
cassetteSunrace CSMZ800, 12spd 11-51T
weight (kg)15.8

NS Bikes

frameNS Define AL w/ 160mm travel, AL6061-T6 + AL6066-T6, custom hydroformed tubes, semi internal cable routing
sizesS, M, L
rear shockX-Fusion H3C Trunnion 205x65mm S:350lbs/in, M:400lbs/in, L:450 lbs/in
forksRockShox 35 Gold RL 160mm travel, 110x15mm Boost, 1.5T, 37mm offset
headsetGW integrated tapered IS42/IS52, sealed bearings
stemNS Tone 35, 45mm
handlebarNS 35, 780mm, 20mm rise
gripsNS Hold Fast
seatpostX-Fusion Manic internal S:125mm, M:150mm, L:170mm
saddleOctane OneRocket2, CrMo hollow rails
front brakeFormula Cura, 200mm
rear brakeFormula Cura, 180mm
rimsOctane One Solar 27.5”, 32h, tubeless compatible
spokesSpokes w/14mm nipples
front hubNS 110x15mm Boost (sealed bearings)
rear hubNS 148x12mm Boost (sealed bearings)
tires front / rearSchwalbe Big Betty BikePark 27.5x2.4" / Schwalbe Big Betty BikePark 27.5x2.4"
cranksetPraxis Cadet HD 170mm 34t
bottom bracketShimano BSA 73mm
pedals/
chainShimano, 12spd
chain guide/
derailleurShimano Deore M6100, 12spd
shiftersShimano Deore M6100, 12spd
cassetteSunrace CSMZ800, 12spd 11-51T
weight (kg)15.1

I’ve been testing & riding the Define 170 for a while now and I really have fallen in love with it. Riding it through the fast & rough is so confidence inspiring – it feels extremely stable, planted and well balanced. I find myself being able to change direction really quickly and it puts a huge smile on my face whiles doing so. I feel like if I were only allowed onebike, it would be this one, it just does it all unbelievably well. It’s the ultimate machine. – Joe Breeden, NS Bike UR Team

Wir konnten leider noch keine Runde mit dem neuen Define 170 drehen, dass wird sich jedoch in den nächsten Tagen ändern und dann wird es bei uns noch einen Test zu dem polnischen Freerider geben.

Mehr Infos zu NS Bikes findet ihr auf: www.nsbikes.com

VIDEO: Remy Metailler hilft Christina Chappetta über große Sprünge in Squamish

Freeracer Remy Metailler zeigt EWS Racerin und Pinkbike Presenter Christina Chappetta wie er sich an große Sprünge ran tastet. Die beiden sind auf ihren Hometrails in Squamish Bc unterwegs und fahren eine der größten Jump-Lines der Gegend.

Christina, your favourite Pinkbike presenter wanted to send a few big jumps in Squamish so I took her to check out some classics! Click here to support my channel and help me to do more edits like this! http://bit.ly/39xojyn

Check out more videos on my second channel: https://www.youtube.com/channel/UCage…