Test: Scott Gambler Tuned 900

scott gambler

Kaum ein Bike sorgte beim Release für so viel Furore auf dem Downhill-Markt wie das Scott Gambler. Das Race-Bike aus der schönen Schweiz bietet neben der Wahl von 29″ oder 27.5″ eine ganze Auswahl an individuellen Einstellungsmöglichkeiten. Wir durften das 15,7kg Leiche Top-Modell vor einiger Zeit testen und wollen euch hier das Scott Gammler 900 in der Top Variante  und seine Schwestermodell vorstellen.

Das Scott Gambler, schon seit weit mehr als einem Jahrzent bekannt aus dem Downhill-Worldcup und beinahe allen bekannten Freeride-Events, kommt für die Saison 2020 komplett modernisiert daher. Bei der Entwicklung des Gamblers legte Scott extrem viel Wert auf einen superleichten Rahmen, der jedoch auch die nötige Stabilität für die härtesten Tracks der Welt aufweisen und vor allem eins sein soll – schnell. Doch stand nicht nur die pure Steifigkeit und das niedrigste Gewicht im Vordergrund, sondern auch das passende Niveau des lateralen Flex wurde nach eigenen Angaben bedacht. Um hier aus dem Vollen zu schöpfen, arbeitete Scott eng mit ihren Teamfahrern zusammen, so waren in den letzten Jahren bei Brendan Fairclough und Lucas Dean verschiedenste Prototypen im Downhill-Worldcup im Einsatz.

scott gambler

Der bewährte Eingelenker-Hinterbau wich bei der Reinkarnation des Bikes einem klassischen Viergelenker mit Horst-Link und somit hatte das Scott Gambler 2020 ein komplett überarbeitetes Suspension Design verpasst bekommen. Optisch sind daher quasi keine Gemeinsamkeiten zu erkennen, denn gegenüber des Vorgängermodells sieht das Gambler 2020nabsolut clean und weniger verschachtelt aus. Treu blieb Scott der enormen Vielzahl an Einstellmöglichkeiten, da unter anderem der Lenkwinkel, die Länge der Kettenstreben oder auch die Höhe des Tretlagers perfekt an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden können. Hier mussten gegenüber der 2013 gelaunchten Vorgänger-Version zusätzlich einige Faktoren berücksichtigt werden, da das Gambler zwar in 29 Zoll ausgeliefert, doch die Wahl der Laufräder dem Rider selbst überlassen wird.

Uns war nur das getestete Scott Gambler Tuned 900 verfügbar, welches mit Highend-Ausstattung, einem laut Hersteller 2650g leichten HMX-Carbonrahmen und vielen weiteren, smarten Detaillösungen daher kommt. Nun ist das Gambler in vier verschiedenen Versionen erhältlich, wobei von zwei Alu-Bikes, über ein Hybridbike mit Alu-Hinterbau und Kohlefaser-Hauptrahmen, bis zum Vollcarbon-Bike alles geboten ist, was das Bikerherz begehrt. Die Preise variieren hier zwischen 3699€ und 7999€. Scott spricht durch die verschiedenen Rahmenmaterialien und Ausstattungsvarianten ein breites Klientel, vom Vollblut-Racer bis zum gelegentlichen Bikeparkbesucher, an. Die Möglichkeiten bei der Wahl der Ausstattung reichen vom günstigeren Rock Shox/X-Fusion-Fahrwerk bis zur Top-Variante mit Fox Factory-Fahrwerk. Auch in Sachen Laufräder lassen die Hersteller, wie oben bereits kurz erwähnt, dem Endkunden alles offen, da auch der Aufbau mit 650b oder auch als Mullet-Bike, mit 29 Zoll vorne und 27,5 Zoll hinten, beim Gambler kein Problem darstellt. Alle Modelle werden jedoch mit 29 Zoll Laufrädern ausgeliefert. Zusätzlich zu den Komplettbikes bietet Scott das Gambler Tuned 900 auch als Frame-Kit inklusive Fox DHX2 und Syncros Steuersatz für 4199€ an.

 

Scott Gambler 900Scott Gambler 910Scott Gambler 920Scott Gambler 930

Schott gambler

Rahmen: Gambler HMX Carbonrahmen
Dämpfer: Fox DHX2 200mm
Gabel: Fox 49 Factory Float 203mm
Schaltung: Sram XO1 DH
Bremse: Sram Code RSC
Laufradsatz: Syncros Revelstoke DH 1,5 TR
Gewicht: 15,79kg (nachgewogen)

Preis: 7.999 Euro

scott gambler

Rahmen: Gambler HMX Carbon/Alu-Rahmen
Dämpfer: Fox DHX2 200mm
Gabel: Fox 40 Performance Elite 203mm
Schaltung: Sram GX DH
Bremse: Sram Code R
Laufradsatz: Formula DHL-157/92
Gewicht: 16,7kg (Herstellerangabe)

Preis: 5.999 Euro

scott gambler

Rahmen: Gambler Alu-Rahmen
Dämpfer: Fox VAN RC 200mm
Gabel: Fox 40 Performance Elite 203mm
Schaltung: Sram GX DH
Bremse: Shimano BR-MT 520
Laufradsatz: Formula DHL-157/92
Gewicht: 17,1kg(Herstellerangabe)

Preis: 4.399 Euro

scott gambler

Rahmen: Gambler Alu-Rahmen
Dämpfer: X-Fusion Vector R 200mm
Gabel: Rock Shox Boxxer Select 200mm
Schaltung: Sram X5
Bremse: Shimano BR-MT520
Laufradsatz:Formula DHL-157/92
Gewicht: 16,9kg (Herstellerangabe)

Preis: 3.699 Euro

Die Einstellmöglichkeiten kurz zusammengefasst

  • Wahlweise 27,5 Zoll oder 29 Zoll
  • Anpassbare Länge der Kettenstreben von 435mm bis 450mm
  • 4-Wege-Flip-Chip am unteren Dämpferauge für eine optimale Anpassung der Höhe des Tretlagers und Optimierung der Kinematik, je nach Laufradgröße
  • Mitgelieferte Steuersatzschalen für einen anpassbaren Lenkwinkel von 62° bis 64°

Am Scott Gambler 2020 gibt es zwei Möglichkeiten der Längenanpassung der Kettenstreben und somit auch der Gesamtlänge um +-15mm. Dies sorgt dafür, dass der Rider das Bike optimal an die Gegebenheiten des Tracks anpassen kann, also zusammengefasst gesagt: Lange Einstellung für mehr Laufruhe und kurz für mehr Agilität. Das wird jedoch nicht nur durch die Länge der Kettenstreben beeinflusst, sondern auch die Wahl der Laufradgröße spielt hier eine entscheidende Rolle. So kann das Scott Gambler beispielsweise mit 650b und langer Hinterbaueinstellung ebenso gefahren werden, wie mit 29 Zoll und kurzen Streben.

Neben der Länge der Kettenstreben beeinflusst auch der Flip-Chip im unteren Dämpferauge die Fahreigenschaften des Bikes erheblich. Dieser bietet dem Biker zwei verschiedene Höheneinstellungen des Tretlagers, mit dem es um 8,5mm oder um 24,2mm abgesenkt werden kann. Ebenfalls bedeutsam erscheinen uns auch die zwei Bohrungen im Flip-Chip, die über ein lineares oder ein progressives Verhalten entscheiden. Diese Geometrie- und Dämpferoptionen sollen dazu beitragen, den Massenschwerpunkt des Fahrers zwischen den Rädern ideal zu platzieren, sodass ein optimales Level aus Balance und Traktion gegeben ist. Zu guter Letzt kann auch der Lenkwinkel durch die mitgelieferten Steuersatzschalen optimal auf die Gegebenheiten der Strecke, des Bike-Setups und der persönlichen Vorlieben des Riders angepasst werden.

scott gambler

Geometrie des Scott Gambler 2020

Die Geometriedaten des Scott Gambler sind durch die enorme Anzahl an Einstellmöglichkeiten enorm umfangreich, da jegliche Anpassungen vielerlei Werte beeinflussen. Alle Größen verbindet jedoch vor allem eines – sie sind allesamt lang und flach, wie die meisten der aktuellen 29 Zoll Race-Downhillbikes. Der Lenkwinkel bewegt sich zwischen 62° und 64° und der Radstand variiert von 1207,6mm in Größe S, bis zu 1302,8mm in Größe XL. Anders als bei den früheren Gambler-Plattformen sind nun vier Rahmengrößen von S bis XL verfügbar, die Reach-Werte von 400,2mm bis 495,0mm aufweisen. Für kleinere Fahrer der Größen S und M wählte Scott den Sitzwinkel etwas steiler, damit diese den Sattel tiefer stellen können und trotzdem der gefürchtete Kontakt zwischen Reifen und Sattel vermieden werden kann.

S/900 S/700 M/900 M/700 L/900 L/700 XL/900 XL/700
Low BB Setting High BB Setting Low BB Setting High BB Setting Low BB Setting High BB Setting Low BB Setting High BB Setting
Lenkwinkel in ° 62,9 63,2 62,9 63,2 62,9 63,2 62,9 63,2
Steuerrohrlänge in mm 110 110 110 110 110 110 110 110
Oberrohrlänge horizontal in mm 537,4 535,7 567,5 565,7 621,0 618,9 651,1 648,9
Überstandshöhe in mm 719,3 712,3 711,6 705,0 712,1 705,8 709,6 703,6
Tretlagerabsenkung in mm -24,2 -8,5 -24,2 -8,5 -24,2 -8,5 -24,2 -8,5
Tretlagerhöhe in mm 346,4 342,6 346,0 342,6 345,4 342,6 346,2 342,6
Radstand in mm 1207,6 1212,8 1237,6 1242,8 1270,0 1272,8 1297,6 1302,8
Sitzrohrlänge in mm 405,0 405,0 405,0 405,0 405,0 405,0 405,0 405,0
Sitzwinkel in ° 66,8 67,2 66,8 67,2 63,8 64,2 63,8 64,2
Kettenstrebenlänge in mm 438,7 435,0 438,7 435,0 438,7 435,0 438,7 435,0
Reach in mm 400,2 405,0 430,3 435,0 460,4 465,0 490,5 495,0
Stack in mm 636,2 631,3 636,2 631,3 633,5 631,3 636,2 631,3

Details des Gambler Tuned 900

Das Scott Gambler Tuned kommt in einem knalligen Orange daher, bietet einige smarte Detaillösungen und reiht sich optisch klasse in die Produktpalette neben die neuen Ransom- und Genius-Modelle ein. Die am Gabelanschlag eingeführten Züge für Schaltung und Bremse verlaufen innenverlegt im Rahmen, kommen nahe des Dämpfers erst wieder zum Vorschein und sorgen so für ein aufgeräumtes Bike. Dort sind sie durch eine Klemme und einige Kabelbinder fixiert, die klappernden Leitungen vorbeugen sollen. Der eingelassene Rahmenschutz an der Unterseite des Unterrohrs und die Gummibeschichtung an der Kettenstrebe antriebsseitig sollen ebenfalls für ein leises Bike sorgen.  Dies tun sie in der Praxis auch, jedoch könnten sie seitens des Herstellers etwas großzügiger gewählt werden, da der Rahmen im Test einige kleine Lackabplatzer davontrug. Was neben den klug verlegten Zügen jedoch ebenfalls gefällt, ist das Syncros Trail DH Schutzblech an der Front, welches Fahrer und Bike bei schlechten Bedingungen zuverlässig schützt.

scott gambler

Die Ausstattung des Gambler Tuned 900

Das Scott Gambler Tuned 900 kostet knapp 8000€ und bringt daher natürlich nur die edelsten Komponenten mit. Beim Fahrwerk setzen die Schweizer auf eine Fox 49 und einen Fox DHX2, jeweils in der Factory-Ausführung mit 203mm/200mm Federweg. Am Scott Gambler Tuned 900 fungiert der leichte Sram XO1-DH-Antrieb, der mit sieben Gängen und einem 34T Kettenblatt an der XO1 DH-Kurbel ausreichend Bandbreite bietet. Ebenfalls aus dem Hause Sram kommt die bissige Guide RSC mit 200mm großen Bremsscheiben.

Bis auf die Maxxis Assegai Reifen in 29×2,50 kommen alle weiteren Komponenten von der Scott Eigenmarke Syncros, wie die Syncros Revelstoke DH 1.5 Alu-Laufräder. Vor allem die Syncros Hixon iC DH Carbon Lenker-Vorbau-Kombi mit 15mm Rise, 8° Backsweep und 800mm Breite sticht hier hervor und an diesem sind die Syncros Pro DH dual Lock-On Griffe montiert. Ebenfalls von Syncros kommt der Steuersatz, ebenso wie der Comox Sattel, der durch seine spezielle Form für den Einsatz an 29 Zoll Downhillbikes entwickelt wurde.

Rahmen Gambler HMX Carbonrahmen
Federgabel FOX 40 Factory Float 203mm
Dämpfer FOX DHX2 200mm
Laufräder Syncros Revelstoke DH 1,5 TR
Reifen VR Maxxis Assegai 29×2.5″
Reifen HR Maxxis Assegai 29×2.5″
Schaltwerk SRAM XO1 DH Short cage/7-Speed
Schalthebel SRAM XO1 DH Trigger Shifter
Kurbel SRAM X01 DH DUB Carbon 34T Alloy Chainring DM/165mm
Umwerfer
Bremse SRAM Code RSC
Bremsscheiben SRAM Centerline (200mm)
Sattelstütze Syncros DH1.5/31.6mm/Alloy7050
Sattel Syncros Comox 1.5 Titanium Rails
Vorbau
Lenker Syncros Hixon iC DH Carbon 15mm Rise/8°/800mm

Das Scott Gambler Tuned 900 auf dem Trail

Um das Scott Gambler auch in der Praxis genau unter die Lupe zu nehmen, ging es auf die Downhillstrecke der MTB-Zone Geißkopf und verschiedenste lokale Trails, die dem Bike bei schlechten Bedingungen in den nasskalten Monaten alles abverlangen sollten. Auf dem Testbike in Größe L mit 460,4mm Reach, in der langen Kettenstreben- und tiefen-/linearen Tretlager-Einstellung, fühlte ich mich schnell wohl und hatte bei einer Körpergröße von 1,80m das Gefühl sehr zentral und tief im Bike zu stehen. Dieses Setup war vor allem auf der DH-Strecke in Bischofsmais mein Favorit, da ich so nie das Gefühl hatte zu tief im Federweg zu stehen und der Hinterbau auch in der linearen Einstellung sehr aktiv und „poppig“ wirkte. Auf steileren Strecken bevorzugte ich das progressive Setting in Verbindung mit kurzen Streben für maximale Kontrolle und Traktion.

Hier spielten jedoch natürlich auch persönliche Vorlieben eine Rolle. Vor allem versierte Fahrer mit Hang zur Technik können sich hier mit den verschiedensten Setting-Kombination voll austoben und das Gambler auf jegliche Situationen anpassen. Die verbaute 500 lbs Stahlfeder im DHX2 Federbein wirkte bei ca. 80kg Testfahrergewicht straff, doch mit der passend abgestimmten Fox 49 passend für hartes Gelände und meinen persönlichen Geschmack. Bereits vorweg kann verraten werden, dass das Fahrwerk extrem sensibel arbeitete, kleine Schläge sauber herausfilterte und bei größeren Schlägen die nötigen Reserven bot.

scott gambler

Das geringe Gewicht von 15,7kg machte sich am Gambler Tuned 900 schnell positiv bemerkbar, denn es ließ sich absolut spielerisch über die Tracks steuern und seinen Fahrer beinahe vergessen, dass es auf 29 Zoll Rädern mit 1270mm Radstand läuft. Besonders auf angelegten Bikepark-Strecken machte es sich erstaunlich gut, denn in Anliegern ließ es sich, auch im langen Kettenstreben-Setting, agil und dynamisch durch die Kurven zirkeln. Bim springen über Tables und Gaps ließ sich das Gambler leichter als vermutet quer stellen, lud zu Spielereien ein und verzieh auch schräge Landungen problemlos. Auf großen Jumps mit sehr steilen Absprüngen fühlte ich mich im Test nicht immer zu 100% wohl – hier würde jedoch wohl schon der Aufbau als Mullet-Bike Abhilfe schaffen, wie Scott-Teamfahrer Brendog zuletzt in Südafrika während des Dark Fest´s, auf einigen der größten Sprüngen der Welt, eindrucksvoll bewies. Hier sollte man jedoch auch erwähnen, dass das Gambler Tuned vor allem mit 29 Zoll Laufrädern grundsätzlich ein klassisches Racebike darstellt und weniger ein Parkbike, doch durch die verschiedenen Setting-Optionen und die freie Wahl der Laufräder kann bei Bedarf gehörig am Charakter des Gamblers gefeilt werden.

scott gambler

 

In gröberem Gelände lief das Gambler genau so, wie man es von einem modernen 29 Zoll Downhill-Racebike erwartet. Es strahlte viel Laufruhe aus und ließ sich zudem absolut präzise steuern. Durch ruppige Passagen ließ sich viel Speed generieren, denn die 29er Alu-Laufräder rollten über (fast) alles problemlos hinweg und sorgten gefühlt für etwas mehr Komfort, da Rahmen und Cockpit in Kombination doch recht steif wirkten. Besonders für weniger geübte Fahrer empfiehlt sich an diesem Bike statt der Syncros Lenker-Vorbau-Kombination ein konventionelles Cockpit aus Aluminium, das weniger Steifigkeit aufweist. Persönlich hatte ich im Test zwar wenig Probleme, doch musste an ausgewaschenen Stellen und bei Bremswellen der Lenker gut festgehalten werden, dies kann vor allem auf längeren Strecken für mächtig Armpump sorgen.

In Steinfeldern marschierte das neue Gambler in toller 29er-Manier und wusste besonders durch Effektivität zu begeistern, da es auch bei der falschen Linienwahl zielstrebig in Richtung Tal ging. Was besonders gefiel war, dass das Bike absolut leise, ja schon fast geräuschlos fährt, was im Test unter anderem durch die leise Syncros Nabe und die interne Zugführung begünstigt wurde.

scott gambler

Fazit

Das Gambler Tuned 900 wusste im Test zu überzeugen und zeigte all das auf ,was für ein modernes Downhill-Racebike nötig ist. Die Ausstattung wirkte sehr durchdacht und ließ kaum Wünsche offen, denn neben des exzellent arbeitenden Fahrwerks gab es auch sonst an der Wahl der Komponenten nur wenig zu meckern – leider war der Testzeitraum zu kurz um ein abschließendes Fazit, in Hinsicht auf die Haltbarkeit der Anbauteile und des Rahmens zu geben. Bis auf eine kleine Delle am vorderen Laufrad, einige kleinere Lackabplatzer an den Kettenstreben und dem Tretlager kam es im Test zu keinerlei Defekten.

Artikel und Bilder von Johannes Schreiner

Web www.scott-sports.com
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VIDEO: Dean Lucas – Chasing Trail Ep. 32 – Training Grounds

Downhill Racer Dean Lucas zeigt in dem neuen Edit seine Hometrails, Training-Routinen und erzählt über seine Probleme mit dem Karpaltunnelsyndrom. Der 25-jährige Australier stand 2015 das erste mal auf einem World Cup Podium und gehört zusammen mit Freeracer Brendan Fairclough, World Cup Overall Gewinnerin Marine Cabirou und Pro Racer Florent Payet zum Scott DH Factory Team.

Mehr zu Dean Lucas findet ihr auf seinem Instagram Account: instagram.com/deanos_machinos

TEST: Canyon Strive CFR – Jack Moir´s EWS Rennmaschine

Canyon Strive

Direkt aus der EWS zu uns in den Test kam das Canyon Strive CFR vom Australier Jack Moir. Ob uns die Spezial-Variante des Enduro-Erfolgsmodells Strive genau so zusagt wie Jack? Wir haben es jedenfalls ausprobiert. Spoilerwarnung: Ganz so schnell wie “Shark Attack Jack” waren wir nicht.

Jack Moir ist seit Anfang 2020 Teil des Canyon Collective Racing Teams und geht dort zusammen mit Ines Thoma, Dimitri Tordo und Co. auf Punktejagd in der Enduro World Series. In der vergangen Saison landete Jack in der Gesamtwertung der EWS auf dem vierten Platz und das Canyon Collective Team – nach leider insgesamt nur drei Rennen – ebenfalls auf dem vierten Platz. Alle drei Fahrer waren unterwegs auf einem Canyon Strive. Nun nehmen wir uns die Racemaschine von Jack vor.

Jack ist neben der EWS auch im Downhill-Worldcup und seit einigen Monaten auch auf YouTube aktiv unterwegs. Wir haben euch ein Video angehängt, in dem ihr euch ein Bild machen könnt, wie Jack auf seinem Strive am Gas hängt.

Canyon Strive CFR
Volle Hütte aus dem Hause Sram und noch viel mehr – seid gespannt!

Tuning ohne Ende an Jacks Canyon Strive

Für unseren Test wurde uns von Canyon Jacks Moir´s Ersatzrad der vergangenen Saison zu Verfügung gestellt. Trotz einer Fahrergröße von 1,90m kam bei uns ein Strive in Größe L an und auch sonst bringt das Bike so einige “nicht-serienmäßige” An- und Umbauten mit. Hier wurde tatsächlich von hinten bis vorne an beinahe jeder Stellschraube gedreht, um es perfekt auf Jack und seinen Fahrstil anzupassen – schauen wir uns das Ganze mal an.

Fangen wir bei der Gabel an. An der Front arbeitet eine Rock Shox Lyrik Ultimate, die mit 180mm statt wie an den Serienbikes mit 170/160mm bei uns ankommt. Diese bietet ganz einfach etwas mehr Reserven, sorgt für eine höhere Front und somit auch einen flacheren Lenkwinkel. Zusätzlich ist direkt über der Gabel – zwischen Krone und Steuerrohr – eine Schale mit 1,5cm verbaut. Diese sorgt in Jack´s Fall, mit Hilfe dreier Spacer unter dem Vorbau für ein extrem hohes Cockpit und eine veränderte Geometrie, doch dazu später mehr. Als Cockpit ist eine G5-Kombi aus einem direkten 50mm Vorbau und einem mit 760mm verhältnismäßig schmalen Lenker verbaut.

Auch beim Dämpfer zeigt sich ein weiterer Unterschied zur Serie, denn statt 60mm Hub baute Jack´s Mechaniker einen Super Deluxe Ultimate mit 65mm Hub ins Heck des Renngeräts. Dieser entlockt dem Hinterbau etwas mehr Federweg und sorgt für noch mehr Reserven – für die Serie gibt´s das jedoch nicht.

Bei den Laufrädern setzte Canyon auf die DT Swiss EX 1501, die mit einer Maxxis-Kombi aus Assegai in 2,5″ an der Front und mit Minion DHR II in 2,4″ im Heck – jeweils mit Downhill-Karkasse. Zum Stehen gebracht wird der LRS von einer Sram Code RSC mit 200mm Scheiben hinten und vorne, die für maximale Performance sorgen sollen. Auch ansonsten finden sich neben Sattel und Griffen von Ergon noch mehr edle Sram-Komponenten wieder. Vertreten durch die Sram X01 Eagle AXS mit einer 10-50t Kassette und die RockShox Reverb AXS mit 150mm Hub. An der X01 Kurbel ist ein 32er Kettenblatt verbaut.

Der Carbonrahmen selbst bringt noch einige Features mit sich. Vor allem der Shapeshifter inklusive Bedieneinheit am Lenker sticht hier ins Auge. Auf Knopfdruck wird eine Gasfeder in der Umlenkung aktiviert, die im Uphill-Modus die Winkel steiler einstellt und für einen strafferen Hinterbau sorgt. Des weiteren findet sich am Strive ein Flaschenhalter, Rahmenschoner und ein Custom-Kettenstrebenschutz wieder. Die Waage bleibt in der “Jack Moir” Edition bei 15,3 Kilo stehen – ordentlich, wie wir finden.

Wie oben bereits kurz angeschnitten bieten die Direktversender diese Variante nicht eins zu eins zum Verkauf an. Jedoch kann man das Canyon Strive in vier verschiedenen Ausstattungsvarianten erwerben – ausschließlich in Carbon. Jede Version ist in zwei Farbvarianten erhältlich und die Preise reichen hier von 2999€ bis 5999€. Zusätzlich ist ein Frame Set für 2999€ inklusive Dämpfer, Sattelstütze und Shapeshifter erhältlich. Alle Infos zu Preisen, Modellen und allen anderen Canyon-Bikes findet ihr hier.

Die Geometrie der “Canyon Strive CFR Jack Moir Edition”

Wir können euch nicht sagen, wie genau die Geometriedaten beim – doch ganz schön modifizierten – Canyon von Jack Moir aussehen. Die enorm hohe Front beeinflusst einige Parameter, wie den Lenkwinkel, doch erheblich. So ist dieser deutlich flacher als die angegebenen 66° in der Serie. Ebenfalls flacht der Sitzwinkel ab, das Tretlager sitzt höher und der Reach fällt deutlich kürzer aus, als die 464mm bei den Serienbikes in Größe L. Besonders letzteres fällt in der Praxis schnell auf, denn das Strive wirkt generell sehr kompakt und auch die 1227mm Radstand fühlen sich unserer Ansicht nach, nach deutlich weniger an. Mittels Shapeshifter lassen sich die Geometriedaten des Canyon Strive zusätzlich verändern – wie, könnt ihr in der folgenden Tabelle sehen.

 SMLXL
Sitzrohrlänge400mm440mm455mm500mm
Oberrohrlänge602mm629mm662mm697mm
Steuerrohrlänge95mm100mm110mm130mm
Lenkwinkel66-67,5°66-67,5°66-67,5°66-67,5°
Sitzrohrwinkel72,9-74,4°72,9-74,4°72,9-74,4°72,9-74,4°
Kettenstrebenlänge435mm435mm435mm435mm
Radstand1166mm1193mm1227mm1266mm
Stack630mm635mm644mm663mm
Reach409mm434mm464mm494mm
Überstandshöhe791mm792mm795mm806mm

Testlocation und Team

Zum Praxistest ging es in die MTB-Zone am Geißkopf. Hier fand sich alles, was es für so einen Enduro-Test vom Feinsten braucht. Von flowigen Bikeparkstrecken, über verschiedene Stages der Trailtrophy, bis hin zu bester Freeride- und Downhillaction fanden wir beinahe alles, was das Bikerherz begehrt. Um unseren Praxiseindruck möglichst aussagekräftig zu gestalten, waren wir mit einem vierköpfigen Team aus Bikern/Testern mit völlig unterschiedlichen Hintergründen und Vorlieben am Werke – an verschiedenen Tagen bei ebenso unterschiedlichen Bedingungen. Vom Genuss-Rider, über Racer bis hin zur Park Rat war in unserem Team alles vertreten. Nachdem wir uns das Strive in Habischried vorgenommen hatten, nahm ich Jack´s Racebike noch für knapp zwei Wochen mit auf meine Hometrails im Bayerischen Wald. So konnte ich mir einen noch deutlicheren Eindruck vom Canyon machen und es auch in Uphill-Passagen unter die Lupe nehmen. Doch nun zum wichtigsten Teil dieses Artikels – Wie macht sich Jack Moir´s Race-Rakete in der Praxis?

Canyon Strive
Das Strive CFR diente zusätzlich als Bike für unseren Enduro-Gabel-Vergleichstest und unser Fazit ist, dass auch die Fox 38 und die RockShox ZEB gut zum Bike passen würden.

Unser erster Eindruck

Gleich zu Beginn fielen uns einige Faktoren auf. Vor allem die Position auf dem Rad bei ersten Runden zur Grobabstimmung auf dem Parkplatz wirkte ziemlich ungewohnt und etwas eigenartig. Grundsätzlich hat man eine zentrale Position im Rad, doch vermittelte es den Eindruck auf ungewöhnliche Weise “wie auf Stelzen” unterwegs zu sein.

Bereits nach wenigen Metern auf dem Trail war der erste Eindruck wie verflogen. Die Position auf dem Strive CFR wirkt ausbalanciert und es lässt sich absolut präzise und direkt manövrieren. Sobald man die Straße verlässt, macht sich ein echter Wohlfühlfaktor bemerkbar. Während der Test-Rides fühlten sich alle Tester ziemlich schnell wohl und auch ein passendes SetUp wurde für jeden Fahrer schnell gefunden. SAG-Werte zwischen 20% und 25% und zwei der drei Spacer unter, statt über den Vorbau waren bei uns allen grob das Maß der Dinge. Das Fahrer-Gewicht bewegte sich bei allen Testern zwischen 70 und 80 Kilo und bei Größen zwischen ca. 1,75m und 1,85m.

Canyon Strive
Das Canyon überzeugt in der Luft mit viel Pop, einfachem Handling und stabilem Luftstand.

Präzision, Geschwindigkeit und Agilität verschmilzt im Canyon Strive

Behäbigkeit bei 29ern? Beim Canyon Strive klare Fehlanzeige. Spritzig und agil sind die Worte, die uns als erstes in den Sinn kamen, wenn es um das Bike des Australiers ging. Schnelle Richtungswechsel erfolgten spielerisch und intuitiv und auch generell wirkte das CFR nicht unbedingt so, wie man sich das typische Twentyniner-Race-Enduro vorstellt. Ein Skandinavian Flick vor der Kurve oder neue Lines auf bekannten Trails checken? – easy mit dem Canyon. Auf Absprüngen oder Kanten im Gelände lässt sich mit dem Strive spielend abziehen und es bietet eine Menge Pop – so konnte es gut und gerne passieren, dass die eine oder andere Landung leicht überschossen wurde. Doch auch wenn es mal etwas weiter in Richtung Keller ging, vermittelte Jack´s Bike verdammt viel Sicherheit und zeigte einen gutmütigen Charakter – nicht zuletzt durch sein sehr solides Fahrwerk. Nur in weinigen Situationen hatten wir das Gefühl, dass das Rad an seine Grenzen kam. Dies war höchstens bei wirklich schnellen Passagen, mit vielen schnellen, harten Impacts der Fall. Doch brauchte es schon so einiges, bis das Strive an seine Grenzen stieß. Größtenteils überzeugte es in roughem Gelände durch Laufruhe und vor allem dadurch, dass das Bike willig jedem Kommando willig folgte und die Linien absolut präzise getroffen wurden.

Kurz um: Bergab ist das Strive nicht nur verdammt schnell, sondern auch eine echte Spaßmaschine. Doch wie sieht es in den Uphills aus? Zuhause im Bayerwald ging ich dem mit einigen Trail-Runden in und um St. Englmar auf den Grund. Natürlich bergauf so gut wie immer im Uphill-Modus des Shapeshifters, um effizienter unterwegs zu sein und Kraft zu sparen. Dieser ließ sich durch die Einheit links am Lenker einfach bedienen und begeisterte mich persönlich. Trotz der fetten Downhillpneus kletterte das Racebike im Verhältnis zu anderen Bikes dieser Klasse solide und machte in den Uphills eine gute Figur.

Canyon Strive
In den Manual lässt sich das Canyon, durch die 435mm Kettenstreben, super einfach ziehen.

An sich gab es an der kompletten Ausstattung des Racebikes aus Koblenz nur sehr wenig bis gar nichts auszusetzen. Neben dem sahnigen Fahrwerk konnte uns vor allem die Kombi aus den DT Laufrädern und den Maxxis Reifen, mit verdammt viel Grip und Pannensicherheit, überzeugen. Die Code RSC bestach mit viel Bremsleistung, konnte jedoch nicht wirklich mit viel Dosierbarkeit punkten und der Druckpunt wanderte für unseren Geschmack etwas zu viel. Elektronik am Bike ist wohl Geschmackssache. Persönlich bin ich kein Fan davon, doch sind rein objektiv die verminderte Anzahl der Leitungen und die Schaltpräzision nicht wegzureden. Beim Test im Matsch konnte jedoch die X01 Eagle AXS nicht mit Schaltpräzision punkten. Sobald sich etwas mehr Dreck in der Kassette befand schalteten die Gänge nicht mehr sauber durch und bei Tretpassagen sprang der ein oder andere Gang. Ganz anders bei der Reverb AXS – diese funktionierte im Test einwandfrei und war mit ihren 150mm Hub für uns optimal abgestimmt. Mit nur ganz wenig Verzögerung ließ sich der Sattel stufenlos auf die gewünschte Höhe bringen.Canyon Strive

Unser Fazit zu Jack´s Canyon Strive CFR:

Obwohl das Strive CFR von Jack Moir genau so in der Enduro World Series gefahren wird, überzeugte es uns nicht nur auf typischen Racestrecken, sondern auch auf eher Bikepark-typischen Lines. Das hatten wir so nicht wirklich erwartet, denn anfangs war ein Großteil des Testteams eher skeptisch, da die vielen Umbauten für uns ungewohnt wirkten. Es überraschte uns und beinah jeder Zweifel ist für uns nach diesem Test wie weggeblasen. Jack´s Strive ist eine echte Rakete und es war für uns eine echte coole Erfahrung das Bike eines der schnellsten Enduro-Racer der Welt zu fahren. Schade, dass das Strive so nicht erhältlich ist, doch findet sich sicher für jeden Interessierten eine passende Variante bei den Direktversendern.

Weitere Informationen und Fahrszenen findet ihr in unserem Test-Video zu Jack Moirs Canyon Strive.

NEWS: Gabriel Wibmer fährt ab sofort auf Canyon

Gabriel Wibmer wird von nun an auf Canyon Bikes unterwegs sein. Mit Sender, Torque und dem Trial Bike steht dem 18-jährigen Osttiroler ein Arsenal zur Verfügung, mit dem er in jeder Disziplin Vollgas geben kann – von Downhill-Wettkämpfen im Sommer, über spektakuläre Freeride-Action bis hin zu progressiver Street-Trials-Artistik. Mit Canyon als neuem Bike-Partner hat er mit nur einer Marke all seine unterschiedlichen Bike-Vorlieben in seinem Fuhrpark vereint.

Gabriel sunrise manual © Stephan Wibmer

„Die Vorfreude mit Canyon zusammenzuarbeiten ist riesig. Ich kann es kaum erwarten, mit dem Trial Bike zu fahren und generell freut es mich total, dass Canyon für jede Diszipilin, die ich mache, ein passendes Bike hat – vom Trial Bike, über das Spectral, zum Freeride- und Downhill-Bike das ist echt ein Traum.“ – Gabriel Wibmer

Das Canyon-Team sowie MTB Brand Manager – Gravity, Jack Noy, sind gespannt, wohin die Kreativität und die Skills den 18-Jährigen bringen werden:

Wir freuen uns total, dass Gabriel wie auch sein Cousin Fabio, Teil der Canyon Familie sind. Gabriels Kreativität und sein Können auf dem Bike stechen für uns ganz klar heraus. Außerdem machen ihn seine positive Grundstimmung und Einstellung zu einer großartigen Ergänzung für das Canyon CLLCTV. Wir können den Beginn der Zusammenarbeit kaum erwarten und fiebern mit, was Gabriel 2021 und darüber hinaus auf die Beine stellen wird.“

© Stephan Wibmer

Gabriel Wibmer:
Facebook: www.facebook.com/Gabriel-Wibmer
Instagram: www.instagram.com/wibmergabriel
YouTube: www.youtube.com/channel/Gabriel_Wibmer
Tik Tok:  www.tiktok.com/@wibmergabriel

VIDEO: Vincent Tupin – Winter Night Ride With Friends

Freerider Vincent Tupin ist in einem seiner letzten Videos zusammen mit ein paar Freunden Nachts auf den Trails in den französischen Alpen unterwegs. Trotz Schnee, Eis und Dunkelheit lassen die Jungs die Bremsen offen und springen Doubles, Holz Elemente und scheuen nicht vor den steilen Gully Strecken auf Vincents Hometrails zurück.

Good fun riding in the dark the local tracks with my brother Loris Tupin and Antoine Buffart. The lights I use in this video : https://www.hopetech.com/products/lig…

VIDEO: Brendan Fairclough – My First Year On YouTube

Brendog präsentiert seine besten Momente aus 2020. Nach nur einem Jahr auf YouTube hat der Freeracer aus England schon fast 70.000 Follower und zeigt in seinem Best-Of Crashes, Trailbuilding und Footage von seinen Rennläufen vom legendären Trans-Madeira Rennen. 

What a year we have had. Good, bad and very strange we have had it all. Despite lockdown and almost every mountain bike event we had planned in the calendar cancelled we made the best of a bad situation and… vlogged it.  

Haha As soon as lockdown came in I just couldn’t keep still so decided this was the time I need to bite the bullet and get YouTube delt with. I had been putting it off for years saying I didn’t want to start creating consistent MTB mediocrity but… I grew in to it and love it now. Have made a good friend with Beney who has helped from almost the word go. Helping filming and editing the videos. Thank god for that or we would be in trouble.

Despite all the restriction we managed to get out more than I thought. MTB enduro trips to Madeira for me being the highlight with Jono Jones along with a trip to Germany for Audi Nines. Both trips to remember. Even though these were our only trips away we still made the best of it possible and vlogged the hell out of it, TransMadeira was eye opening for me into the world of enduro which was so tough but so incredibly fun at the same time. Audi Nines is always such a sick event with huge jumps and constant contests with each other pushing each other to the limit.

Being locked in at home meant we had to get creative with things. That’s when came up with the idea of home RedBull Rampage and a back yard dirt jump build. Both those projects have been so much fun to film and have kept us amused for months. haha. Can’t wait to get back into the backyard in the summer with all the boys and just session all day long maybe see if we can get some others involved in riding over my roof as well.

Once lockdown was lifted we still had a lot of travel restriction in place to we had no choice but to explore what we have around where we live. I think this for me was the most fun thing, having no choice where to go. No Whistler, no New Zealand no amazing European bike parks we had to stay and make do with what we have. Super lucky to have amazing riding to start with let alone when forced to stay home. We found some secret fun stuff and have YouTube videos to film made it way more fun. Riding zones I would never have even thought of riding became awesome riding locations when thought about in a different way.

Would like to say a huge thanks to everyone who has watched us this year, had an amazing year and supported us all the way through, we’ve only just begun on this mental journey. Big up to everyone out there who picked up a bike this year and shredded even if it was your first year on a bike or haven’t been on one in a while it’s so sick to see so many out exercising and enjoying themselves. Mountain biking has gone crazy its amazing to see. – Brendan Fairclough

 

 

10 Jahre YT TUES – Das bayrische Downhill Biest erobert die Welt

Seit über 10 Jahren produziert der bayrische Direktversender nun schon die Donwhill Maschine TUES. Es begann als 26″ Freerider, gewann Red Bull Rampage, brachte Aaron Gwin ohne Kette auf das Siegerpodium und holte 2020 unter Oisin O’Callaghan den Junioren-Weltmeister Titel. Zum Jubiläum präsentiert YT die Geschichte hinter dem erfolgreichen Downhill Schlitten und zeigt ein  Hometrail Edit mit Entwickler Erik Irmisch. 
YT TUES
Erik Irmish – Entwickler und Racer
8. Dezember 2020 –Forchheim: 2020 war ein schwieriges Jahr, auchfür Downhill-Mountainbiker. Trotz der wenigenProfi-Rennen in diesem Jahr hat das YT TUES wieder einmal bewiesen, dass es eines der gierigsten Bikes da draußen ist und verhalfOisin O’Callaghan und David Trummerdazu, bei der WeltmeisterschaftGold und Silber zu holen.Erstklassige Athleten haben sich auf diesem Bike in den vergangenen Jahren mehrere Weltmeisterschaften, Weltcup-Overalls und Rampage-Titel gesichert –eineErfolgsgeschichte, die 2008 begann und 2010 richtig Fahrt aufnahm. Zum zehnjährigen Jubiläum seit der Vorstellung des Virtual Four Link (V4L) gibt YT-Testfahrer Erik Irmisch auf dem das Downhill-Geschoss richtig Gas auf seinen LocalTrails inDeutschland. Der 32-Jährige war maßgeblich an der Evolution beteiligt, um das TUES zu dem Biest zu machen, das es heute ist.

Erik ‘Irm’ Irmisch ist seit 2010 bei YT und eng mit der Entwicklung des TUES verbunden – dem gnadenlosem und kompromisslosem ‚Downhill-Rig‘ von YT. Der Downhill-Rennfahrer ist Teil des Produktentwicklungsteams und gibt den Ingenieuren und Entwicklern wertvolles Feedback aus der Perspektive eines Athleten. In den frühen Tagen wurde die TUES-Entwicklung von Stefan Willared, dem ehemaligen CTO und heutigen CIO des Unternehmens, geleitet. Sowohl Stefan als auch Erik haben eine entscheidende Rolle bei der Evolution dieses Downhill-Bikes gespielt

“Bikes sind mein Leben und meine Leidenschaft. Ich denke, dass das Feedback der Athleten wichtig ist, weil die zusätzliche Perspektive dazu beiträgt, das perfekte Ergebnis zu erreichen. Ein wichtigerPunkt, an demich beteiligt war, war die Weiterentwicklung ab dem TUES MKI und die zukünftige Positionierung und Länge des Dämpfers. Diese Entwicklung, die mit einer optimierten Kinematik einhergeht, hat es uns ermöglicht, ein Fahrrad zu erschaffen, das in jeder Situation renntauglich ist. Ich habe auch kleinere Details beeinflusst, die für die Rennfahrer wichtig sind, wie zum Beispiel die Änderung der Kabelführung, damit das Nummernschild schön integriert und gut sichtbar ist. Wir haben eine großartige Crew und ich bin stolz, Teil des Puzzles zu sein.”

– Erik Irmisch, Test Rider & YT Family Member

In diesem Jahr feiert das TUES mit der V4L-Technologie sein 10-jähriges Jubiläum –ein Meilenstein in der Geschichte des aggressiven Downhill-Bikes, das viele Fahrer zu Podiumsplätzen, Medaillen und Titeln getragen hat. Das Fahrrad hat seit 2008 einen langen Weg zurückgelegt. Die anfängliche Entwicklung dauerte 12 Monate, bis 2009 das erste Aluminium-TUES auf den Markt gebracht werden konnte. Mit 180 mm Federweg und einer Marzocchi 66 war es eher ein Freeride-Bike als ein Downhill-Rig. “Wir werden oft gefragt, woher der Name für das Bike stammt. Wenn wir früher mit unseren Kumpels unterwegs waren, haben wir uns mit selbst gebauten Features Mutproben gestellt. Dann haben wir den, der dran war, immer mit ‘Tu es!’ – Rufen quer durch den Wald ermutigt”, erinnert sich Stefan Willared.
Der damalige CTO Stefan Willared war jedoch nicht ganz zufrieden, was zu einem nahtlosen Übergang und der Entwicklung des TUES MKI führte. “Irm und ich waren mit der Leistung des klassischen 4-Gelenker-Hinterbaus nicht zufrieden. Wir begannen, die Fahrwerkshersteller zu kontaktieren, um mehr Daten über das Verhalten der Federelemente bei verschiedenen Geschwindigkeiten und Situationen zu erhalten.” Das Ergebnis war die Weiterentwicklung des TUES von einem Freeride-Bike zu einem echten Downhill-Bike. “Die revolutionäre V4L-Technologie ermöglichte ein sensibleres Ansprechverhalten, das Bike stand in der Mitte des Federwegs deutlich höher und die Progression zum Ende des Federwegs hin wurde deutlich erhöht. Unterm Strich: Das Bike war stabiler und viel schneller. 2010 ist in meinen Augen das wahre Geburtsjahr des TUES. Durch den V4L-Hinterbau und die damit verbundene Geometrie und Fahrwerkskinematik wurde das TUES zu einem echten Downhill-Bike.”
YT TUES
Eine Erfolgsgeschichte: Aaron Gwins 2017 YT TUES
Aber die Innovationen hörten hier nicht auf. 2011 kam das TUES MKI mit einer verbesserten V4L-Kinematik und einer vergrößerten Einbaulänge des Dämpfers von 222 mm auf 241 mm auf den Markt, was noch mehr Potenzial und Geschwindigkeit freisetzte. Ein Jahr später wurden mit dem TUES MKII, das erstmals einen hydrogeformten Aluminiumrahmen und eine noch größere Dämpferlänge (267 mm) auf wies, neue Grenzen ausgelotet. “Unsere Priorität war, dass das TUES gut funktionierte, aber auch das Aussehen des Rahmens war uns wichtig. Hydrogeformte Aluminiumrahmen ermöglichen es uns auch heute noch, Gewicht am Rahmen zu sparen, wo es nicht benötigt wird, und gleichzeitig ein attraktives Rahmendesign zu schaffen. Das war ein wichtiger Schritt für uns als Unternehmen”, sagt Stefan Willared.
Nach vier Jahren voller wichtiger Entwicklungen wurden die nächsten drei Jahre damit verbracht, am nächsten großen TUES-Meilenstein zu arbeiten. Der Schritt in eine neue Welt der Mountainbike-Produktion wurde 2015 mit dem ersten Carbon-TUES-Rahmen (MKIII) und der “neuen” großen 650B-Laufradgröße gemacht. “Unsere Freerider waren nicht so begeistert von der Einführung von 650B durch die Industrie, aber aufzuhalten war es trotzdem nicht”, erinnert sich der CIO von YT und fügt hinzu: “Industriedesign war und ist ein riesiges Thema für uns und nachdem wir uns mit dem CAPRA damit beschäftigt hatten, wollten wir das Know-How auf unsere anderen bestehenden Plattformen übertragen. Carbon hat uns noch mehr Möglichkeiten gegeben, unsere Rahmen zu formen und zu gestalten und gleichzeitig das Gewicht zu reduzieren und die Steifigkeit unserer Bikes zu erhöhen.”
YT TUES
Rough AF: Freeride Legende -Jordi Lunns Rampage 2018 Bike.
Die vorerst letzten Schritte in seiner Evolution folgten 2018 und 2019. Das TUES MKIII erhielt eine neu definierte Aluminium-und Carbon-Geometrie und YT konnte erstmals fünf verschiedene Rahmengrößen anbieten. “Zusätzliche Rahmengrößen erfordern erhebliche Investitionen bei der Entwicklung. Aber das war es uns wert, denn wir wollten es jedem Rider ermöglichen, eine Rahmengröße basierend auf seinem Fahrstil oder seiner Vorliebe aussuchen zu könnenund die Wahl unabhängig von seiner Körpergröße zu machen. Durch die Feinabstimmung der Bike-Größen kann eine Entscheidung basierend auf dem Fahrgefühl und der Geschwindigkeit, die man fährt, getroffen werden.”Im Jahr 2019 folgte mit der Einführung der 29” Laufradgröße die vorerst letzte große Erneuerung.
YT TUES
Das TUES des 2020 Junior Weltmeister Oisin OCalaghan
“Rückblickend gibt es eine Menge toller Erinnerungen, die mir in den Sinn kommen. Das erste positive Feedback von Bike-Magazinen wie FREERIDE damals, eine fantastische Rezension in der legendären Publikation DECLINE in Nordamerika, nachdem wir ein paar Tage mit ihnen in Whistler verbracht hatten und nicht zu vergessen, von Mike Rose und Steve Jones zum Ritter geschlagen zu werden, als unser TUES in die Dirt 100 aufgenommen wurde”, erinnert sich Stefan Willared. Das TUES hat sich in den letzten zehn Jahren stark verändert und ein Team aus leidenschaftlichen Designern, Ingenieuren und Rennfahrern hat ein Downhill-Mountainbike geschaffen, das die besten Athleten der Welt zu Weltmeisterschafts- und Weltcup-Titeln und zu Rampage-Ruhm trägt.”Einer der emotionalsten Momente in meinem Leben war es, 2016 mit Markus Flossmann im Ziel von Lourdes auf den erlösenden Moment zu warten, nachdem Aaron Gwin auf dem Hot Seat Platz genommen hatte. Es war das erste Rennen der Saison und unser erstes Weltcup-Rennen mit dem TUES. Wir waren umgeben von französischen Downhill-Fans und den Beat der Elektromusik habe ich immer noch in den Ohren, wenn ich daran denke. Wenn ich mich an diese letzten Sekunden erinnere, bis es klar war, dass wir gewonnen hatten, bekomme ich heute noch eine Gänsehaut. Wir freuen uns darauf, was das nächste Jahrzehnt bringen wird.”
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