Test Ride: Specialized Stumpjumper EVO 2021

Specialized Stumpjumper EVO

Von Schnee und Regen über rutschige Wurzeln und steile Abfahrten – passender hätten die Bedingungen zum Launch des neuen Specialized Stumpjumper Evo nicht sein können. Wir waren letzte Woche für ein paar Tage nach Saalbach eingeladen und konnten dort das neue, aggressive Trailbike zum ersten Mal testen. Wir hatten eine Menge Spaß und wollen euch an unseren ersten Testfahrten teilhaben lassen.

Eine kleine Gruppe an Medienvertretern, ein tolles Chalet am oberen Ortsende von Saalbach und ein Trailbike der Extraklasse waren bei der Vorstellung des neuen Specialized Stumpjumper EVO die Schlagworte für ein absolut spannendes Event. Unsere Unterbringung sorgte bereits von Anfang an für ein Gefühl von Heimat. Natürlich trugen neben den tollen Zimmern auch das leckere Essen und die Sauna zur Gemütlichkeit in diesen Tagen ihren Teil bei – an dieser Stelle nochmal ein riesen Dankschön an die Jungs von Specialized, die uns bestens versorgt haben. Einzig und allein das Wetter wollte nicht so wirklich mitspielen – doch wie schon tausendfach gehört gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Kleidung. So packten wir uns dick ein, warfen die Regenkleidung über und schon konnte die wilde Testerei auf den vielseitigen Trails in Saalbach Hinterglemm losgehen.

Specialized Stumpjumper EVO

Die wichtigsten Daten des brandneuen Stumpjumper EVO kompakt zusammengefasst

  • Einsatzgebiet: Trailbike
  • Laufradgröße: 29 Zoll
  • Federweg vorne: 160mm
  • Federweg hinten: 150mm
  • Laufradgröße: S1 – S6
  • Rahmenmaterial: Carbon oder Aluminium
  • Varianten, Preise und Verfügbarkeit: Das Stumpjumper EVO 2021 ist ab sofort erhältlich

Bevor wir zu den praktischen Eindrücken auf den Trails kommen, noch ein paar Worte zum Konzept, der Grundidee und dem Einsatzgebiet des Stumpjumper EVO 2021. Kurz gesagt – das Stumpjumper soll ein Trailbike sein, wie es im Bilderbuch steht und in erster Linie jedem Rider ein Lächeln in sein Gesicht zaubern. Erste auffällige Veränderung zum Vorgänger: Der Federweg wuchs hinten wie vorne jeweils um 10mm an, was schon so einiges über den Charakter des erneuerten Bikes aussagt. Jedoch wurde nicht nur auf die Performance bergab Wert gelegt; auch die Klettertauglichkeit des EVOs wurde miteinbezogen. Damit wollen die US-Amerikaner ein möglichst vielseitiges Bike, welches ein Maximum an Kontrolle verspricht, entwickelt haben.

Technisch hat sich so einiges geändert und so erinnert die Silhouette zwar an das Vorgängermodell, doch eigentlich steht hier ein völlig neues Bike vor einem. Die meisten dieser Veränderungen werden wohl nur Kennern und Technik-Nerds auffallen und um euch jetzt nicht noch länger auf die Folter zu spannen, zeigen wir hier noch in bildlicher Form einige Details auf, gehen kurz auf die Geometrie ein und kommen dann zum interessantesten Teil: der Produktvorstellung – dem First Ride.

Specialized Stumpjumper EVO
Unter dem Trinkflaschenhalter verbirgt sich am EVO natürlich die SWAT Box mit 15% mehr Stauraum als beim Vorgänger und Platz für die speziell entworfene Trinkblase, eine Regenjacke oder anderen Proviant.

Vielseitigkeit vom Feinsten am Stumpjumper EVO 2021

Insgesamt zwölf verschiedene Einstellungsmöglichkeiten bietet Specialized bei allen ihrer sechs „S“-Größen, die von S1 bis S6 reichen und respektive den Größen XS-XXL entsprechen. Diese Vielfalt an Möglichkeiten der Individualisierung erreichte Specialized durch drei Punkte: Eine Steuersteuersatzschale mit drei Einbauvarianten (steep, middle, slack), einen Flipchip im Horst-Link (high, low) und der Möglichkeit das Stumpjumper EVO auch als Mullet-Bike, also mit 29 Zoll Bereifung vorne und 27,5 Zoll hinten zu fahren. Mit diesen Möglichkeiten kann sich jeder Konsument das EVO genau nach seinen Vorlieben anpassen.

Bestärkt wird dies durch das hauseigene „S“-Sizing, welches sich zwar an der konventionellen Größentabelle richtet, sich jedoch sehr spezifisch auf verschiedene Fahrstile anpassen lässt. Um euch das ein bisschen näher zu bringen findet ihr hier sämtliche Illustrationen. Falls ihr Fragen zum Sizing, der Geometrie oder anderen Themen zum Bike habt – lasst gerne einen Kommentar da.

Die Größentabelle bildlich dargestellt

Geometrie

Modern, lang und flach sind wohl die treffendsten Worte um das neue EVO kurz und knackig zu beschrieben und genau so sieht es auch auf dem Papier aus. Durch die zahlreichen Optionen ist natürlich auch die Geometrietabelle enorm umfangreich.

Das Stumpjumper EVO 2021 auf den Trails in Saalbach Hinterglemm

Nicht zuletzt durch die ansprechende, aggressive Optik und das potente Vorgängermodell waren die Erwartungen entsprechend hoch, bevor es an die ersten Testruns ging. Mein Start-SetUp war bei „Low“ am Heck und „Middle“ bei der Steuersatzschale. Nach dem Einstellen an meine Bedürfnisse und dem Einbremsen auf der Teerstraße ging es mit der Testcrew auch schon zur Reiterkogelbahn, wo die Blue-Line zum Einfahren auf uns wartete.

Specialized Stumpjumper EVO

Anfangs hatte ich das Gefühl, dass mir die Rahmengröße S4 bei einer Körpergröße von 1,80m etwas zu groß sei, da ich nicht sofort den sogenannten Wohlfühlfaktor erreichte – was wohl auch an den 4°C gelegen haben könnte. Dieses Gefühl verließ mich nach einer flowigen Abfahrt jedoch schnell und ich hatte fortan keine Probleme mich mit dem Bike zu arrangieren.

Besonders auf ruppigen Abschnitten konnte mich das Stumpjumper EVO vollends überzeugen, da es auch in brenzligen Situationen viel Sicherheit gab, der Spur treu blieb und auch nach der letzten Stufe noch mit massig Reserven parat stand. Hier war gut zu erkennen wie ausgeklügelt die Suspension am EVO ist, denn auch mit der günstigeren Fahrwerksvariante von Fox gab es hier nichts zu meckern. Hier zeichnete sich definitiv die viele Arbeit der Entwicklung ab und es wirkte durchgehend so, als ob Geometrie, Kinematik und Ausstattung optimal aufeinander abgestimmt sind – an dieser Stelle ein großes Lob an Specialized!

Specialized Stumpjumper EVO

Auf flowigen, verspielten Strecken, wie dem Hacklbergtrail, der Blue-Line oder auch der Z-Line in Hinterglemm zeigte das EVO großes Potenzial auch auf angelegten Kurven und anderen Obstacles ein wahrer Garant für ein Maximum an Spaß zu sein. Hier muss ich jedoch anhängen, dass bei meiner Körpergröße ein S3, zumindest für diesen Belang, die sinnvollere Lösung gewesen wäre. Doch hatte ich vor allem durch die recht kurz wirkenden Kettenstreben viel Spaß und nutze auch die ein oder andere Gelegenheit für Spielereien auf und neben dem Trail.

Specialized Stumpjumper EVO

Mein persönliches Fazit zum Specialized Stumpjumper EVO 2021

Um es kurz und knapp zu sagen: Sollte ich in absehbarer Zukunft das Bedürfnis haben, mich bei einem Endurorennen anzumelden, wäre das EVO im Moment meine erste Wahl und somit kann ich es wärmstens empfehlen. Nicht nur für Rennfahrer, sondern auch einem breiten Klientel vom Anfänger bis zum Erfahrenen Shredder da durch die ausgeklügelte Technologie und die Größengebung beinahe für jeden ein sehr flexibles und „rundes“ Rad dabei sein sollte.

Artikel und Bilder von Johannes Schreiner.

Specialized im World Wide Web

www.specialized.de

 

 

 

 

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Specialized 2FO Downhill Schuhe – Send it like Bruni

Specialized präsentiert das neuste Mitglied der 2FO Familie: Den Specialized 2FO DH. Der Downhill Schuh der Kalifornier wurde in Zusammenarbeit mit World Cup Fahrern entwickelt, verfügt über die griffige SlipNot Sohle und sieht dabei auch noch verdammt gut aus.

Letztes Jahr präsentierte Specialized den 2FO Roost, der sich weltweit einiger Beliebtheit erfreuen durfte. Auch wir in der Gravity Redaktion sind von dem Schuh begeistert und tragen ihn regelmäßig auf unseren Touren und Trail-Ausflügen. Das neue Downhill Modell soll nun an die Erfolge anknüpfen und sich an die harten Shredder unter euch richten.

Specialized
Super Bruni und die neuen Specialized Downhill Schuhe

Aber wie entwickelt man ein Produkt am besten weiter? Specialized greift hier auf die Erfahrungen der Weltklasse-Athleten wie Loic Bruni und Finn Iles zurück. Die beiden World Cup Racer feiern regelmäßig Siege und kombinieren zusammen viele Jahre Erfahrung im Sport.

Optik und Features

Tatsächlich kommen die neuen Modelle ziemlich schlicht daher. Der Grundton ist Schwarz und Grau, wird aber in der ein oder anderen Variante mit Roten Highlights kombiniert. Positiv finden wir, dass die Schuhe auf ein großes Specialized Logo verzichten, was sie für einige Nutzer mit Bikes anderer Hersteller vielleicht ein bisschen attraktiver machen.

Damit alle Wünsche erfüllt werden können, gibt es den neuen 2FO DH natürlich nicht nur als Flatpedal, sondern auch als Clipless Schuh. Da schlägt doch jedes Racer Herz höher.

Specialized

Die Varianten für Park- und Kom-Rats

Für alle die gerne gebunden sind, gibt es den 2FO DH natürlich auch als Clipless Variante. Das Zweiloch-Cleat-System ist kompatibel mit allen gängigen Mountainbike Pedalsystemen und falls man mal nicht rechtzeitig wieder ins Pedal clipt, bietet die SlipNot Sohle ausreichen Halt.

Specialized

2FO DH Clip Features:

  • Fuß Längsgewölbestütze – Unterbau des Längsgewölbes, unterbindet gängige Fußfehlstellungen
  • Metatarsal Button – Polster am Mittelfußknochen für mehr Komfort
  • Varus Keil – hebt die Innenseite des Fußes an um eine Lineare Pedalierbewegung zu fördern und Kniefehlstellungen zu vermeiden
  • Verstärktes Obermaterial
  • Wasserabweisende XPEL Materialkonstruktion
  • SlipNot Gummisohle
  • Synthetisches Leder-Obermaterial
  • Gepolsterte EVA-Schaum Zwischensohle
  • Zweiloch-Cleat System für alle gängigen Mountainbike-Pedalsysteme
  • Preis: 159,90 Euro

Die meisten unter uns fahren wahrscheinlich lieber Flat Pedals. Den neuen DH gibt es deshalb auch mit der bewährten SlipNot Sohle für alle die ohne Clips viel Halt haben wollen.

Specialized

2FO DH Flat Features:

  • Fuß Längsgewölbestütze – Unterbau des Längsgewölbes, unterbindet gängige Fußfehlstellungen
  • Metatarsal Button – Polster am Mittelfußknochen für mehr Komfort
  • Varus Keil – hebt die Innenseite des Fußes an um eine Lineare Pedalierbewegung zu fördern und Kniefehlstellungen zu vermeiden
  • Verstärktes Obermaterial
  • Wasserabweisende XPEL Materialkonstruktion
  • SlipNot Gummisohle
  • Synthetisches Leder-Obermaterial
  • Gepolsterte EVA-Schaum Zwischensohle
  • Preis: 149,90 Euro

Specialized

Mehr Infos zu den 2FO DH und Specialized findet ihr auf: www.specialized.com

Ninja Mount: Der StoryAdapter für den optimalen Socialmedia-Auftritt

Ninja Mount StoryAdapter

Ninja Mount hat sich in den letzten Jahren einen Namen in der Gravity-Szene gemacht und überrascht immer wieder mit ausgeklügelten Neuentwicklungen. Erst im November haben wir euch von der neu entwickelten ChainFin berichtet und schon wieder gibt es eine Neuheit aus dem Hause Ninja Mount – den StoryAdapter.

Beim Filmen mit der GoPro gibt es für manche User ein kleines Manko, nämlich dass die Querformataufnahmen nicht ganz passend für coole Instagram- oder Facebook-Storys sind. Hier hat sich Daniel von Ninja Mount, aufgrund des Wunsches aus der Community heraus, den StoryAdapter einfallen lassen.

Der StoryAdapter sorgt dafür, dass die GoPro vertikal am Brustgurt befestigt werden kann und so maßgeschneiderte Videos für deine Story auf dem Smartphone, Tablet oder PC landen. Entworfen wurde der StoryAdapter speziell für die GoPro Hero-Modelle (Hero 5 und neuer) und natürlich wurde auch an eine stabile, körpernahe und gut bedienbare Position am Biker gedacht. Wie sich das Produkt auf dem Trail macht, können wir euch heute noch nicht genau sagen, doch bekommen wir in Kürze einige Sets zum testen und ihr könnt euch euer eigenes Bild davon in unseren Storys auf Instagram und Facebook machen.

Der Kostenpunkt für den StoryAdapter liegt bei 18,99€ und er ist ab sofort direkt auf der Homepage von Ninja Mount oder auf Amazon verfügbar. Wer schnell ist, bekommt den Adapter sogar zum Einführungspreis von 16,99€.

StoryAdapter Ninja Mount
So einfach wie praktisch: Der StoryAdapter ermöglicht eine vertikale Befestigung der GoPro am Brustgurt. Die Actioncam sitzt nahe am Körper und ermöglicht so wackelfreie Aufnahmen für deine Story.

Ninja Mount Story Adapter – Alles auf einen Blick

  • optimale Aufnahmen für deine Facebook- & Instagram-Story
  • stabile Halterung, in der EU gefertigt
  • Set enthält StoryAdapter, GoPro kompatible Schraube und Buckle
  • wie bei allen Produkten von Ninja Mount liegt auch hier der Fokus auf eine möglichst plastikfreie Verpackung
  • verfügbar ab sofort
  • Einführungspreis von 16,99€

Weitere Informationen rund um Ninja Mount und den neuen StoryAdapter findet ihr hier:

www.ninja-mount.com

NEWS: Tomomi Nishikubo wird mit Red Bull Helm überrascht

Der japanische Trial- und Mountainbike-Star Tomomi Nishikubo erhielt kürzlich eine Paketzustellung der besonderen Art: Während er gerade in einer lokalen Skatehalle an seinen Skills arbeitet, bekommt er die Nachricht, dringend nach Hause zu kommen – eine Lieferung werde in Kürze zugestellt. Geschickt navigiert sich Tomomi durch das Gedränge Tokios und kommt gerade rechtzeitig zu Hause an, um vom BMX-Künstler Rim Nakamura das Willkommensgeschenk für einen sehr exklusiven Club überreicht zu bekommen: Tomomis eigener, brandneuer Red Bull Helm! 

Der japanische Bike-Ninja – oft mit den Trial-Genies Danny MacAskill und Fabio Wibmer verglichen – machte in den vergangenen Jahren mit seinen Videos Ninja Rider 1 + Ninja Rider 2 und vor allem mit Chase Her auf sich aufmerksam und demonstrierte nicht nur sein Können auf dem Bike, sondern auch seine Kreativität und seinen Humor. Mit dem jüngsten Clip Ride to Survive unterstreicht der Rider aus Yokohama ein weiteres Mal, warum er sich die Ehre eines Red Bull Helms mehr als verdient hat.

„Ich bin superglücklich und mega aufgeregt. Mit dem Red Bull Helm ist ein Traum wahr geworden. Es zeigt, dass sich unsere harte Arbeit gelohnt hat. Ich kann es kaum erwarten, gemeinsam mit Red Bull zukünftige Projekte umzusetzen. Außerdem möchte ich mich ganz herzlich bei meinem Team für die Hingabe und Unterstützung bedanken. Wie sie mich mit dem Red Bull Helm überrascht haben, war phänomenal.“ – Tomomi Nishikubo

© Jason Halayko

Da ihnen eine gewöhnliche Ankündigung der Kooperation zu langweilig erschien, beschloss das Team, Tomomi zu überraschen – inklusive eines gefakten Videodrehs für Tomomis Helmpartner POC, der gerne mitgespielt hat. Cameos von Tomomis großen Vorbildern Danny und Fabio machen die Überraschung noch größer. Komplett im Irrglauben zum Anlass des Videodrehs hat Tomomi also nicht die geringste Ahnung, was vor sich geht und warum Rim Nakamura plötzlich da ist, bis er das Paket öffnet und den Red Bull Helm in der Hand hält. Die Überraschung ist perfekt.

Folge Tomomi auf Social Media:

Instagram: www.instagram.com/tomomi_nishikubo/
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TikTok: https://www.tiktok.com/@tomomi_nishikubo
Website: https://rasoulution.com/athletes/tomomi-nishikubo/

Gabriel Wibmer stärkt sich ab jetzt mit NEOH

Gabriel Wibmer freut sich, ab jetzt ein Teil der NEOHFamilie zu sein und dadurch immer einen Schoko-Snack für zwischendurch und somit einen Energieschub, parat zu haben. So wird Gabriel von nun an nicht mehr mit knurrendem Magen auf dem Bike unterwegs sein, sondern nur noch Hunger nach Trails und neuen Tricks verspüren. Mit einem Video verkündet der junge Osttiroler offiziell seine neue Partnerschaft mit NEOH und genießt während eines One-Hand Wheelies seinen zuckerreduzierten NEOH Riegel.

@ Lukas Dürnegger

Die NEOH Produkte zeichnen sich besonders durch den geringen Zucker- und hohen Proteingehalt aus. Sie enthalten 1 Gramm Zucker, was im Vergleich zu Süßigkeiten, wie beispielsweise einem herkömmlichen Schokoriegel, rund 90 % weniger Zucker darstellt. Neben Gabriel Wibmer, sind die drittgrößten Influencerinnen Deutschlands, Lisa und Lena, sowie der deutsche Fußball-Nationalspieler Jonathan Tah, und noch viele weitere von den NEOH-Riegeln und ihrer Philosophie überzeugt.

Für ihren TV-Spot entschied sich das Wiener Unternehmen für Gabriel Wibmer sowie die Influencerinnen Lisa und Lena. Die Spots laufen seit 1. Februar im deutschen Fernsehen auf den Sendern der Pro7 Gruppe sowie auf YouTube und Social Media in der DACH Region. Im Frühling sollen die Spots auch im Österreich Fernsehen ausgestrahlt werden.

„Wenn ich mit dem Bike draußen bin, vergesse ich oft, etwas zu essen und bekomme dann meistens nach einer Weile richtig Hunger und kann mich dann nicht mehr so gut konzentrieren. Daher ist die Zusammenarbeit mit NEOH super passend für mich. Die haben genau das richtige Produkt für solche Tage.“ – Gabriel Wibmer

Wie Gabriel auf seinem Bike, geht auch NEOH neue Wege. NEOH steht für das neue Naschen – Ohne Zucker und ohne Reue – sodass Naschen ab sofort einfach nur Spaß macht. Aus dieser Positionierung heraus haben wir einen jungen, aufstrebenden Athleten gesucht und in Gabriel jemanden gefunden, der es versteht, den Spaß am Sport einem breiten, jungen und ernährungsbewussten Publikum nahe zu bringen.“ – Alex Gänsdorfer, NEOH CMO und Co-Founder

NEOH:
Webseite: www.neoh.com
Instagram: www.instagram.com/neoh
TikTok: www.tiktok.com/neohworld

Gabriel Wibmer:
Facebook: www.facebook.com/Gabriel-Wibmer
Instagram: www.instagram.com/wibmergabriel
YouTube: www.youtube.com/channel/Gabriel_Wibmer
TikTok: www.tiktok.com/wibmergabriel

TEST: Rocky Mountain Altitude Carbon 90 Rally Edition

Rocky Mountain Altitude

In der vergangenen EWS-Saison landete das Rocky Mountain Altitude mit Jesse Melamed als Piloten ganz vorne. Dass das nicht nur am Können des Riders, sondern unter anderem natürlich auch am Bike gelegen sein wird, ist klar – so haben wir das Altitude Carbon 90 Rally Edition 2021 im Test inspiziert und es für euch auf den Trails genau unter die Lupe genommen.Rocky Mountain Altitude

Beim EWS-Stop am Matterhorn in Zermatt und dem Rennen in Finale Ligure, Italien konnte sich der 28 Jahre alte Whistler-Local Jesse Melamed auf seinem Altitude vor allen anderen positionieren – in der Schweiz sogar noch auf einem Erlkönig-Modell. Auch am Ende der “coronabedingt” recht kurzen Saison, der Enduro World Series, konnte sich das Duo aus Altitude und dem schnellen Kanadier an vorderste Front stellen. Ob Jesse das auch auf einem anderen Bike geschafft hätte? Leider können wir das nicht genau beantworten, doch wollten wir nun wissen, wie schnell das Altitude wirklich ist, denn in der Vergangenheit war es gemeinhin nicht dafür bekannt ein megaschnelles Racebike zu sein. Viel mehr stand im Fokus, dass das Bike wendig und verspielt auf den Trails unterwegs ist und dem Fahrer ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Fast 30 Jahre Rocky Mountain Altitude

Bereits 1991 stellte die Kultbrand aus British Columbia das erste Altitude vor – damals noch als Hardtail und doch vermittelte es auch damals schon den selben Vibe. Mittlerweile ist das fast 30 Jahre her und im folgenden Video könnt ihr euch ein Bild von der Entwicklung des Bikes und der Location um das Headquarter von Rocky Mountain machen. Viel Spaß! Und: weiterlesen nicht vergessen….

Für das Modelljahr 2021 will Rocky dem Dauerbrenner einen ganz neuen Charakter verliehen und es zu einem echten Racebike gemacht haben. Nun gilt es als Verschmelzung des Instinct BC und des alten Altitude, welche in der Vergangenheit beide in der EWS zu sehen waren. Ab jetzt soll das Altitude die alleinige Enduro-Plattform darstellen und sich mit seinem runderneuerten Charakter vor allem an die Racer unter uns richten.

Eckdaten des Rocky Mountain Altitude 2021 auf einen Blick

  • Federweg: 170mm/160mm
  • Laufradgröße: S-M 27,5″; M-XL 29″
  • Preis: 4000€-11500€
  • In Deutschland sind 5 Modellvarianten in zwei Farben erhältlich

Bei der Neuauflage gibt´s einige Besonderheiten. So ist Größe S ausschließlich mit 650b Laufrädern erhältlich, bei Größe M hat der Rider die Wahl zwischen 650b und den größeren twentyniner Laufrädern und bei L und XL beschränkt sich das Altitude auf die 29 Zoll Bereifung. Damit soll für jeden Fahrer das optimale SetUp erreicht und die Vor- und Nachteile der jeweiligen Laufradgröße möglichst effizient ausgenutzt werden. Um noch mehr Personalisierbarkeit zu ermöglichen, ist das Altitude mit dem bekannten RIDE-9-System ausgestattet und zusätzlich können auch die Kettenstreben in deren Länge angepasst werden, doch dazu später mehr.

Vielleicht noch einige Worte zum Konzept und den Neuerungen

Erhältlich ist das Altitude 2021 bei uns in Deutschland in fünf verschiedenen Varianten, die vom Einsteiger-Alu-Modell mit preiswerter Ausstattung bis zum High-End-Edel-Enduro reichen – verfügbar in zwei Farben. Die Kanadier bieten vier Modelle aus Carbon und ein Alu-Modell für den Deutschen Markt an. Auch ein Rahmenkit ist für 3800€ erhältlich. Alles was ihr sonst zu Modellauswahl und der Brand Rocky Mountain wissen solltet erfahrt ihr hier .

Ausstattung unseres Testbikes

In Sachen Ausstattung gibt es bei unserem Testbike, dem Altitude Carbon 90 Rally Edition 2021 in Größe L, wenig bis gar nichts zu meckern. Das Haar in der Suppe ist wohl oder übel der üppige Preis von 9900€, doch dafür gibt´s ja auch Komponenten vom Feinsten. Die Kanadier greifen auf ein Fox Factory Fahrwerk, bestehend aus Fox 38 EVOL GRIP2 mit 170mm und dem Float X2 Factory, der dem Hinterbau 160mm Federweg entlockt, zurück. Für den harten Enduroeinsatz wohl eine der besten Kombis, die die Mountainbikewelt momentan zu bieten hat. Wie gewohnt bei Rocky, sind auch bei der Rally Edition einige Race Face Teile verbaut. Vertreten sind diese unter anderem durch Turbine R Felgenringe, die auf Vault Naben eingespeicht sind und eine Turbine R Dropper Post, die im Testbike mit 175mm Hub kommt. Des weiteren ist auch das Cockpit aus dem Hause Race Face, mit einem Turbine R Vorbau mit 40mm und einem Next R Lenker, der mit 780mm Breite und 20mm Rise das Setup an der Front abrundet.

 

Gebremst und geschaltet wird bei der Rally Edition von einem XTR-Komplettpaket. Die Vierkolbenbremse soll im Verbund mit den 203mm Bremsscheiben vorne und den 180er Scheiben hinten für massig Bremspower, auch bei härtestem Renneinsatz, sorgen. Um die nötige Bandbreite für kräftezehrende Uphills bereitzustellen, setzt Rocky auf 32 Zähne vorne und 10-51 Zähne hinten – in 12 Gänge unterteilt.

Damit das Altitude möglichst ohne störende Geräusche der Kette auf den Trails unterwegs ist, ist eine Kettenführung und ein hochwertiger Strebenschutz verbaut – hier haben die Kanadier an alles gedacht. Zu guter Letzt  findet sich am Bike auch ein Flaschenhalter wieder, in dem auch größere Flaschen locker Platz haben.

 

Die Geometrie des Rocky Mountain Altitude 2021

Wie oben bereits kurz angeschnitten, gestalten sich die Geometriedaten des Altitude ganz schön vielseitig. Vor allem der Chip am hinteren Dämpferauge spielt hier eine entscheidende Rolle, da durch ihn Geometrie und Kinematik ordentlich beeinflusst werden – je nach Lage sind insgesamt neun Konfigurationen möglich. So bewegt sich beispielsweise der Lenkwinkel zwischen 64,4° und 65,5°, je nach Stellung des Chips, was für ein modernes Enduro nicht zu flach ist. Auch der Sitzwinkel bewegt sich in einem gemäßigten Rahmen zwischen 75,4° und 76,5°. Mittels eines Flipchips variiert die Länge der Kettenstreben um +/- 11mm, was beim Testbike in Größe L 437mm, beziehungsweise 448mm entspricht. In der unten angehängten Tabelle haben wir für euch die jeweiligen Werte in der neutralen Position eingetragen, um es für euch etwas übersichtlicher zu machen.

 S (27,5")M (27,5")M (29")L (29")XL (29")
Sitzrohrlänge380mm420mm420mm445mm480mm
Oberrohrlänge579mm603mm603mm638mm671mm
Steuerrohrlänge100mm110mm95mm110mm125mm
Lenkwinkel65°65°65°65°65°
Sitzwinkel76°76°76°76°76°
Kettenstreben427/438mm427/438mm427/438mm437/448mm437/448mm
Tretlagerabsenkung12mm12mm27mm27mm27mm
Radstand1171mm1199mm1217mm1249mm1285mm
Reach430mm455mm455mm480mm510mm
Stack596mm606mm620mm634mm647mm
Rocky Mountain
Durch das RIDE-9-System lassen sich, wie der Name bereits verrät, neun Konfigurationen treffen.

Das Rocky Mountain Altitude Carbon 90 Rally Edition auf dem Trail

Für unseren Praxistest ging es nach Bischofsmais, in die MTB-Zone Geißkopf – für mich persönlich nach dem Launch am Samerberg bereits die zweite Begegnung mit dem brandneuen Altitude. Nach meinem ersten Eindruck während des Presseevents, konnte ich mir nun ein noch detaillierteres Bild der Racemaschine machen.

Strecken für einen aussagekräftigen Enduro-Test bietet der Geißkopf nicht nur eine. Mit am Wohlsten fühlte sich das Altitude auf der ruppig, verspielten “unteren Freeride”.

Ein passendes SetUp für mich und meine persönlichen Vorlieben war schnell gefunden – so entschied ich mich für kurze Kettenstreben und das neutrale Setting des Chips am Dämpfer. Bei 1,80m Körpergröße passte der L-Rahmen wie die Faust auf´s Auge und ich fand schnell eine komfortable Position auf dem Rad. Die Abstimmung des Factory-Fahrwerks erforderte etwas Zeit und gestaltete sich wie gewohnt, durch die zahllosen Einstellmöglichkeiten recht komplex. Weniger versierte Fahrer können hier leicht etwas überfordert sein, doch für die technikaffinen Shredder unter uns/euch bedeutet das echten Luxus.

Bevor es in die Downhills ging, waren erstmal einige Meter bergauf angesagt. Hier fühlte sich die Position auf dem Bike ziemlich ergonomisch und effizient an – nicht zu gestreckt, doch auch nicht zu kompakt. Besonders der Sitzwinkel fiel in den Uphills auf, denn er fühlte sich deutlich steiler an, als er in Wirklichkeit war. Schnell zeigte sich, dass das Altitude in der Rally Edition solide klettert, doch vor allem am hinteren Federbein ein deutliches Wippen zu bemerken ist. Mit der “Firm”-Stellung am Dämpfer war Besserung zu bemerken, jedoch verschwand es nie ganz. Alles in allem überzeugte uns das Testbike in den Uphills – vor allem in Anbetracht dessen, dass es eher auf maximale Performance bergab getrimmt ist, als XC-Eigenschaften im Uphill. Doch wie viel Wert man, bei einem Bike dieser Kategorie, auf den Vortrieb bergauf legt, bleibt jedem von euch selbst überlassen.

Rocky Mountain Altitude
Roughe Trails? Genau hier ist das Altitude zu Hause und überzeugt mit massig Reserven.

Bergab konnte das Rocky Mountain Altitude in der Rally Edition von Anfang an überzeugen und zeigen, was in ihm steckt. Schnell war klar, dass nicht nur Jesse Melamed für Topzeiten in der EWS sorgte, sondern auch das Bike einen großen Teil dazu beigetragen hat. Es gierte gerade zu nach Geschwindigkeit und vermittelte viel Sicherheit auf roughen Trailsektionen. Auf flachen Trailabschnitten erforderte es, wie fast zu erwarten, einiges an Eigeninitiative des Fahrers und verlangte einen aktiven Fahrstil. Auf Strecken, wie der Flow Country am Geißkopf, zeigte sich jedoch nicht nur negatives, was bei dem ein oder anderen Racebike in der Vergangenheit der Fall war. Im kurzen Kettenstrebensetting ging das Altitude spielend auf`s Hinterrad, ließ sich geschmeidig durch Anlieger zirkeln und geizte nicht mit Pop an Absprungkanten.

Natürlich waren Runden auf der flowigen Bikeparkstrecke eher zur Findung des optimalen SetUp´s und zur Eingewöhnung auf das Bike gedacht. Um es für seinen Einsatzzweck optimal zu testen, ging es hauptsächlich auf die Freeride Strecke und die Stages der Trailtrophy 2020 am Geißkopf. Hier wusste das Altitude genau, wie man dem Rider ein Lächeln ins Gesicht zaubert und vor allem das Factory-Fahrwerk traf ins Schwarze. Grobe Einschläge steckte es locker weg und auch wenn die Line verfehlt wurde, kam es zu keinen harten Durchschlägen oder dem Gefühl, dass das Altitude an seine Grenzen stieß. Das feinfühlige Fahrwerk, in Kombination mit den 29 Zoll Race Face Laufrädern und der ausgewogenen Geometrie sorgte für ein enorm laufruhiges Bike – auch im kurzen Setting. Doch wie sah es in Sachen Wendigkeit aus?

Bei höheren Geschwindigkeiten und etwas weitläufigeren Streckenabschnitten fiel kein zu wenig agiles Handling auf und es ließ sich präzise über den Trail steuern. Sobald es jedoch langsamer oder verblockter wurde, zeigte es, dass es sich auf solchen Abschnitten nicht ganz so wohl fühlte und dort etwas schwerer zu manövrieren ist. Also kurz gesagt: Je langsamer und enger die Trails werden, desto schwieriger lässt sich das Altitude handlen. Das soll aber nicht heißen, dass das Altitude für das Modelljahr 2021 träge ist. Es erfordert eben einfach mehr Initiative des Fahrers. Durch die Entwicklung hat es sich ganz einfach zu einem schnelleren Bike entwickelt, welches vor allem für maximalen Speed, wie in der EWS, gebaut wurde. Alles in allem setzt es Kommandos schnell, einfach und willig um, was nicht bei allen Racebikes der Moderne der Fall ist.

Unser Fazit zum Rocky Mountain Altitude Carbon 90 Rally Edition:

In der Rally Edition konnte uns das Altitude in beinah allen Belangen überzeugen. Gute Allround-Eigenschaften, geile Ausstattung und neue Bestzeiten auf roughen Strecken. Größter Wehrmutstropfen: Der üppige Preis von 9900€, der zwar durch die edlen Komponenten etwas relativiert wird, jedoch recht weit über dem Budget der meisten Hobby-Rider liegt. Wer jedoch das nötige Kleingeld parat und Bock auf ein richtig schnelles, edles und gutmütiges Bike hat, wird beim Rocky Mountain Altitude Carbon 90 Rally Edition fündig.

Weitere Informationen + Fahrszenen findet ihr in unserem ausführlichen Test-Video zum Rocky Mountain Altitude Rally Edition

TEST: Trek Slash 2021 – länger, flacher, doch auch schneller?

Trek Slash 2021

2016 wurde das letzte Trek Slash vorgestellt und ist ohnehin nicht erst seit damals eines der beliebtesten Bikes der Szene. Für das Modelljahr 2021 kommt das 29 Zoll Enduro der US-Brand mit einer Frischzellenkur vom Feinsten daher. Eine komplett modernisierte Geometrie, ein gänzlich neues Staufach unter dem Flaschenhalter und noch vieles mehr erwarten uns am Trek Slash 2021 – im Artikel bekommt ihr alle Infos und einen Eindruck, wie sich das Slash auf den Trails macht.

Die Neuheiten am Trek Slash 2021 auf einen Blick

Rein optisch fällt auf den Ersten Blick die Ähnlichkeit zum Vorgänger-Modell auf, doch der Eindruck täuscht: Von Laufradgröße und Einsatzbereich abgesehen hat sich quasi alles geändert. Neben der modernisierten Geometrie, auf die wir weiter unten genauer eingehen, sticht vor allem das Plus an Federweg ins Auge. 10mm mehr wurden dem Trek Slash 2021 spendiert und so entlockt der überarbeitete Thrushaft Dämpfer dem (ABP-)Hinterbau jetzt 160mm und an der Front arbeitet eine Gabel mit 170mm Federweg. Gänzlich neu ist auch das Staufach unter dem Trinkflaschenhalter, welches massig Raum bietet und die Herzen der Enduro-Piloten höher schlagen lässt. Hier gefällt besonders, dass das Fach bei den Alu- sowie den Carbon-Modellen Platz findet. Auch am Knock Block, der den Lenkeinschlag begrenzt, wurde gearbeitet und so sind jetzt 72° Lenkeinschlag möglich. Neben den genannten Änderungen wurde auch das Sitzrohr voluminöser und bietet nun Platz für stabilere Sattelstützen mit 34,9mm.

Trek Slash
Am Trek Slash finden sich zahlreiche Neuerungen wieder und es gilt für das Modelljahr 2021 vor allem eines: Länger, flacher und schneller.

Das Trek Slash 2021 im Detail

Das Trek Slash bleibt im Groben und Ganzen seiner Linie treu und das Vollgas-Enduro im Portfolio von Trek – jetzt eben moderner, aggressiver und noch mehr auf Abfahrt getrimmt. Wie alle Bikes bei Trek wurde auch am neuen Slash eng mit dem Rennteam und weiteren Athleten zusammengearbeitet, um es auch an härteste Bedingungen nahezu perfekt anzupassen. So entstand ein leistungsfähiger und ausgeklügelter Rahmen, der für alles gewappnet sein soll. Ähnlich wie beim Vorgänger setzt Trek auch bei der Neuauflage auf den bewährten ABP-Hinterbau, bei dem der hintere Drehpunkt direkt um die Achse des Hinterrades positioniert ist. Diese Technologie und etwas verschobene Drehpunkte, die unter anderem den Dämpfer optisch aggressiver nach vorne schauen lassen, sollen für einen noch bremsneutraleren Hinterbau sorgen. Glücklicherweise verabschiedet sich Trek von den Spezialdämpfern und setzt stattdessen auf einen angepassten Rock Shox Super Deluxe mit der bekannten Thrushaft-Technologie, der jetzt mit drei Lowspeed-Druckstufen-Einstellungen und nummerierten Klicks für den Rebound ausgestattet ist. Wer gerne einen anderen Dämpfer in das neue Slash bauen will, kann das mit Dämpfern mit dem Trunnion-Einbaumaß 230×62,5 tun, sollte das jedoch im Zweifelsfall mit dem Trek-Händler des Vertrauens klären.

Die Führung der Leitungen erfolgt am Slash überwiegend im Rahmeninneren und so werden diese auf Höhe des Staufaches fixiert, verlassen den Rahmen knapp hinter dem Tretlager und sind von da an optisch schön außenverlegt. Ebenfalls gefällt der großzügig gewählte Kettenstrebenschutz, der weit nach vorne gezogen ist und so seinen Dienst mehr als ordentlich verrichten kann. Der Unterrohr-Protektor deckt ebenso alles ab und zieht sich über die gesamte Länge. Er besteht aus zwei Teilen und bei Bedarf kann das obere Teil abgenommen werden.

Dem Boost Standard von 148mm bleibt Trek treu und geht hier den Trend des Super Boost Plus-Standard nicht mit. Auch beim Tretlager gehen die Amis nicht den neuesten Trends hinterher, sondern verbauen ein geschraubtes BSA-Tretlager, was vor allem den Hobby-Mechanikern unter euch gefallen wird. Zu guter Letzt hat sich Trek neben dem dickeren 34,9mm Sitzrohr auch Gedanken um den Hub der jeweiligen Dropper Post gemacht und den Rahmengröße variierende Längen verpasst. In Größe S sind es 100mm Hub, bei M und M/L 150mm, in Größe L 170mm und in XL satte 200mm.

Geometrie des Trek Slash 2021

In der Geometrietabelle ist die Verjüngungskur sofort zu erkennen und so sind neben deutlich größeren Reach-Werten (in Größe L ein Plus von 33m auf amtliche 486mm) auch die meisten anderen Parameter weit vom Vorgänger entfernt. Zusätzlich lässt sich auch an der Geometrie etwas basteln, denn der bekannte Mino Link bleibt auch dem neuen Slash erhalten und ermöglicht die Modi High und Low. Dieser lässt zu, dass sich der Lenkwinkel zwischen 64,6° und extrem flachen 64,1° einstellen lässt, das Tretlager entweder 22mm oder 29mm abgesenkt wird und auch andere Werte werden dadurch beeinflusst. Wie auch der Sitzwinkel – dieser wurde im direkten Vergleich zum Vorgänger etwa 2° steiler und beträgt jetzt, je nach Stellung des Links, 75,5°oder 76,1°. Die Kettenstreben bleiben trotz des gut 30mm längeren Hauptrahmens weiterhin verhältnismäßig kurz und sind mit 435/437mm angegeben. Besonders gefällt uns an der Geometrietabelle, dass nun alle Modelle, ganz egal ob Alu oder Carbon, die Zwischengröße ML beinhalten und dem Rider mit jetzt fünf Rahmengrößen die Wahl erleichtert, wenn er zwischen zweien steht. Bereits vorweg können wir euch schon verraten, dass beim Slash die Wahl unserer Ansicht nach eher auf die kleinere Größe fallen wird. Wir haben euch alle Werte in eine Tabelle eingetragen – so könnt ihr euch ein genaues Bild der Geo machen.

 S (High)S (Low)M (High)M (Low)ML (High)ML (Low)L (High)L (Low)XL (High)XL (Low
Sitzrohrlänge395mm395mm420mm420mm435mm435mm450mm450mm500mm500mm
Oberrohrlänge584mm585mm600mm610mm628mm629mm647mm649mm683mm684mm
Steuerrohrlänge100mm100mm100mm100mm105mm105mm115mm115mm140mm140mm
Lenkwinkel64,6°64,1°64,6°64,1°64,6°64,1°64,6°64,1°64,4°64,1°
Sitzwinkel76,1°75,6°76,1°75,6°76,1°75,6°76,1°75,6°76,1°75,6°
Kettenstrebenlänge435mm437mm435mm437mm435mm437mm435mm437mm435mm437mm
Tretlagerhöhe352mm345mm352mm345mm352mm345mm352mm345mm352mm345mm
Radstand 1197mm1197mm1212mm1222mm1242mm1243mm1263mm1264mm1304mm1305mm
Reach 431mm425mm456mm450mm474mm469mm491mm486mm521mm516mm
Stack618mm621mm618mm622mm622mm626mm631mm635mm654mm658mm

Diese Trek Slash-Varianten erwarten euch 2021

Insgesamt gibt es das Trek in fünf Varianten, die in sich teilweise noch etwas variieren, wobei zwei davon mit Rahmen aus Aluminium kommen und die restlichen drei mit Carbonrahmen ausgestattet sind. Die günstigste Variante ist das Slash 7 für 3199€, welches mit Sram NX-Antrieb und Rock Shox Fahrwerk ausgestattet ist. Weiter geht`s im Portfolio mit dem Trek Slash 8 für 3699€, das wir zusätzlich zum eigentlichen Testbike für unseren Enduro-Gabel-Vergleichstest ergattern konnten. Diese Alu-Variante ist für uns im Slash-Sortiment der Preis/Leistungssieger und kommt mit Code R-Bremsen, GX-Antrieb und einem soliden Rock Shox-Fahrwerk, bestehend aus einer Lyrik RC und einem Super Deluxe Ultimate daher.

Im Gabel-Vergleichstest konnte uns das Slash 8 vollends überzeugen. Knapp 3500 Euro für eine grundsolide Ausstattung und Fahrspaß vom Allerfeinsten.

Carbon gibt es in der Slash-Palette ab 4699€ für das 9.7, das mit NX-Antrieb, Code-Bremsen und günstigem Fox-Fahrwerk ausgestattet ist. Für 6299€ gibt es das Slash 9.8, als Sram GX oder Shimano XT Variante mit Rock Shox Zeb Select an der Front.  Kommen wir zum High-End-Modell, dem Slash 9.9, welches wir ausgiebig Testen durften. Das Topmodell kommt mit dem edlen Sram X01, alternativ mit Shimano XTR-Antrieb, Rock Shox-Ultimate-Fahrwerk und Bontrager Carbon-Laufrädern. Kosten hierfür liegen bei 8999€. Zusätzlich lassen sich das Slash 9.8 und das Topmodell durch das Project-One-Konzept für einen Aufpreis individuell lackieren. Vom Einsteiger-Modell bis zum absolut fein ausgestatteten Edel-Bike findet sich also alles wieder und so sollte beinahe jeder ein zu ihm passendes Bike finden. Alles was ihr sonst ansonsten zur Variantenvielfalt des Slash wissen möchtet erfahrt ihr hier.

Die Ausstattung unseres Testbikes

Für unseren Test schickte uns Trek eine Large-Version des Trek Slash 9.9 XO1 zu. Die Bereifung, das könnt ihr auf den Bildern erkennen, ist bei unserem Test von Schwalbe. Wir haben nichts gegen die Bontrager Reifen, die funktionieren sehr gut. Leider hat ein Kollege vergessen die Reifen wieder zu tauschen und wir hatten nicht die Möglichkeit kurzfristig einen Rückbau vorzunehmen.

Das Fahrwerk kommt aus dem Hause Sram und ist vertreten durch eine Rock Shox ZEB Ultimate und einen Super Deluxe Ultimate Thrushaft-Dämpfer. Ebenfalls von Sram kommt der X01 Eagle-Antrieb und die Code RSC-Bremsen mit 200mm Scheiben vorne und 180mm hinten. Anders als am Serienbike rollt der Bontrager Line Elite 30 Carbon-Laufradsatz auf griffigen Schwalbe Reifen, statt den Bontrager SE4/SE5. Das restliche Ausstattungspaket kommt ebenfalls von der hauseigenen Marke Bontrager, vertreten durch das Line Pro Cockpit, die Line Elite Dropper mit 170mm Hub, den Arvada Sattel mit 138mm Breite und die XR Trail Pro Griffe. Das Gewicht des Testbikes liegt bei 14,62kg ohne Pedalen.

Ein breit gefächertes Testteam in der “Homebase” am Geißkopf

Für einen aussagekräftigen Praxiseindruck ging es in die MTB-Zone am Geißkopf. Mit einem breit aufgestellten Team, mit völlig verschiedenen Hintergründen testeten wir an mehreren Tagen, bei verschiedenen Bedingungen, was das Zeug hielt und gingen mit dem Slash auf alle Strecken, die der Bikepark zu bieten hat. Zusätzlich waren einige Tester auf ihren Hometrails unterwegs fuhren es auf naturbelassenen, engen Singletrails.

Vom Tourenfahrer, über den Enduro-Racer bis hin zur Park-Rat war in unserem Testfeld alles vertreten.

Unser erster Eindruck

Eines stand bereits nach wenigen Momenten und ersten kleinen Parkplatz-Spielereien fest: Das Slash fällt ziemlich groß aus. Wir testeten im niedrigen Setting – also flacher Lenk- und Sitzwinkel und ein richtig tiefes Tretlager. In dieser Einstellung fühlten sich durchwegs alle Testfahrer schnell wohl und das passende SetUp war mit den empfohlenen Luftdrücken und SAG-Werten zwischen 25% und 30% zügig und ohne Probleme gefunden.

Auf ersten Metern bergauf wirkte die Position auf dem Rad zwar effizient, doch relativ gestreckt. In steilen Stücken hatten wir mit unserem Test-Bike in der Größe L teils kleinere Probleme genügend Druck auf das Vorderrad zu bringen – hier kann die Position des Sattels Abhilfe schaffen und generell für eine ausgewogenere Position in den Uphills sorgen. Trek bietet für alle, denen das L Modell zu groß und M zu klein ist noch eine Zwischengröße an. Auf langen Anstiegen überzeugte uns der Hinterbau schnell und auch ohne Griff in Richtung Dämpfer stellten wir bei einem ruhigen Tritt kein unangenehmes Wippen fest. Im Wiegetritt sieht das etwas anders aus, doch hat man immer noch die Möglichkeit zur Plattform zu greifen, was jedoch bei kürzeren Anstiegen meist wenig stattfand. trek slash

Ein stimmiger Mix aus Agilität und Laufruhe auf den Trails

Die Position des Fahrers auf dem Slash in den Downhills wirkte für uns von Anfang an extrem ausgewogen und ein gewisser Wohl- und Sicherheitsfaktor wurde schnell erreicht. Durch die zentrale Position im Stehen ging uns das Handling wirklich leicht und intuitiv von der Hand. Besonders auf Strecken mit rauem Untergrund fiel schnell das potente Fahrwer um den ABP-Hinterbau positiv auf und es fühlte sich beinahe an, als sauge sich das Bike am Boden fest. Feine Schläge filterte es gut heraus und es kam in nur ganz wenigen Fällen zu gröberen Schlägen auf die Handgelenke, was wohl auch an der steifen ZEB und dem kompletten Carbon-Paket an der Front gelegen ist. Generell stellte uns das Bike auf ausgewaschenen Strecken mehr als zufrieden, denn es punktete mit viel Laufruhe und auch wenn die Line weniger gut getroffen wurde waren immer genügend Reserven da oder das Vorderrad war schnell und einfach über das Hindernis gelupft. Durch einen aktiven Fahrstil konnten wir dem Bike noch einige Prozent herauskitzeln, denn erst dann zeigte es sein volles Potenzial.

Auf gebauten Strecken mit vielen Anliegern, Rollern und Tables gefiel uns besonders die Stellung im Federweg, da sie nicht zu hoch oder zu niedrig wirkte und das Bike genügend Gegenhalt bot. Doch hier und auf engeren Singletrails fiel der lange Hauptrahmen erstmals negativ aus. Es forderte beherztes Engagement des Fahrers um es durch schmale Kurven zu zirkeln und am besten noch Speed heraus zu generieren. Je weitläufiger die Strecken, desto wohler schien sich das Rad zu fühlen und sobald etwas Platz war, lud es auch zu der ein oder anderen Spielerei ein. Über Sprünge ging das Trek einfach und machte in der Luft eine souveräne Figur. Zwar benötigte es viel Kraft um es querzustellen doch flog es willig und vermittelte auch bei schrägen Landings genügend Sicherheit.

In der Luft braucht es einiges an Kraft das Rad ordentlich quer zu stellen, jedoch bietet es den Vorteil, das es sich auch bei unsanften Landungen nur schwer aus der Ruhe bringen lässt.
In Größe M fühlt sich das Slash 8 bei Körpergrößen um 1,80m beinah wie ein Slopestyle-Bike an.

An der Ausstattung unseres Testbikes gab es nur wenig auszusetzen und wir sind vor allem vom Fahrwerk mehr als überzeugt. Einzig und allein die Sram Code RSC stellten uns nicht wirklich zufrieden, denn besonders die Hinterbremse war mit den 180mm schnell überfordert. Ansonsten waren wir mit dem stimmigen Mix an Komponenten sehr zufrieden. Auch die Rahmenschoner und die Kettenführung verrichteten ihren Dienst einwandfrei, denn das Slash 2021 war zu jeder Zeit super leise und wir konnten uns ohne störende Geräusche voll auf den Ride konzentrieren.

Unser Fazit zum Trek Slash 2021

Es hat sich viel getan beim Trek Slash und es ist ein würdiger und verdammt schneller Nachfolger seines Vorgängers. Bis auf die Bremsen, beziehungsweise der Auslegung hinten, gibt es kaum was auszusetzen. Besonders Enduro-Piloten die einen aktiven Fahrstil bevorzugen und zwischen den Rennen gerne im Bikepark unterwegs sind ist das neue Slash eine echte Empfehlung.

Weitere Informationen und Fahrszenen findet ihr in unserem Test-Video zum Trek Slash 2021. Hier hat sich leider der Fehlerteufel eingeschlichen: Auch im Video geht es um das 9.9 XO1, nicht um das Fälschlicherweise ausgewiesene 9.8..