GraVity Card – Für grenzenlosen Fahrspaß

Die Mountainbike-Saison nimmt – mit etwas Verspätung – nun endlich Fahrt auf! Die meisten Bikeparks werden in den kommenden Tagen und Wochen ihre Tore öffnen und zur Jagd auf die Downhill-Tiefenmeter blasen. In den ersten Parks kann man bereits jetzt dem Corona-Blues gravity-mäßig den Garaus machen. Auf die Frage nach maximaler Abwechslung und endlosem Shred-Vergnügen gibt es mit 170 Trails in 21 Bikeparks und Endurogebieten und sechs Ländern aber auch dieses Jahr nur eine Antwort: GraVity Card! Die Saisonkarte für Europas führende Bikeparks berücksichtigt dabei auch die besondere Situation, in der wir uns derzeit befinden und reagiert mit einer Covid19-Sonderregelung für den Sommer 2020.

„Alles neu macht der Mai“ sagt ein altes Sprichwort. Für die Mountainbike-Community trifft das dieses Jahr ganz besonders zu, denn der Silberstreif am Horizont ist in greifbare Nähe gerückt: Pünktlich zum Pfingstwochenende darf in den österreichischen Bikeparks wieder nach Herzenslust geballert werden. Und während die Schweizer nur eine Woche später nachziehen, haben die deutschen Bikeparks im Verbund der GraVity Card bereits geöffnet und garantieren Bikevergnügen der Extraklasse. Doch damit nicht genug: Mit der GraVity Card stehen dir schnelle Flowtrails, technische Downhillstrecken und fette Jumplines in 21 Parks und Endurogebieten in Deutschland, Österreich, Italien, Tschechien, Slowenien und der Schweiz offen. 

Damit die Bikesaison auch unter den gegebenen Umständen ein voller Erfolg wird, wird es für den Sommer 2020 eine Covid19-Sonderregelung geben. So können im Vorverkauf erworbene Karten storniert und vollständig erstattet werden, sofern sie nicht benutzt wurden. Zusätzlich wird es einen gestaffelten Preisnachlass beim Erwerb der Gravity Card geben, sollten bis Ende Juni oder Ende Juli weniger als 50 Prozent der Bikeparks geöffnet sein. Details zur Sonderregelung findet ihr unter: 

GraVity Card Verkauf

Kornel Grundner, Sprecher der GraVity Parks, ist vom Erfolg der Bike-Saison 2020 überzeugt: „Jetzt, wo wir einen klaren Fahrplan für den Sommer 2020 haben und die große Ungewissheit der vergangenen Monate verschwunden ist, sind alle im Verbund sehr zuversichtlich, was die Mountainbike-Saison betrifft. Voraussetzung dafür ist, dass sich auch alle im Bikesport an die Vorgaben der Behörden halten. Mit der Sonderregelung für eine etwaige Rückerstattung haben wir eine gute Lösung gefunden, die allen Gravity-Fans entgegenkommt. Dass die Bikebranche wieder im Aufschwung ist, zeigt ja unter anderem der Run auf die Bikeshops in den vergangenen Wochen. Das wird sich mit Sicherheit auch auf den Tourismus, die Bikeparks und natürlich die GraVity Card übertragen

170 Trails in 21 Bikeparks und Endurogebieten in sechs Ländern – hier geht’s zu den Parks: 

The Epic Bikepark Leogang

Saalbach Hinterglemm

Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis

Schladming-Dachstein

Bike Kingdom Lenzerheide 

Bikepark Brandnertal

Bike Republic Sölden

3 Länder Enduro Trails Reschenpass

Bad Kleinkirchheimer Flow Country Trail

Bikepark Innsbruck

Bikepark Tirol

Bikepark Winterberg

MTB-Zone Geisskopf

Bikepark Spicak

Bikepark Wurbauerkogl

Bikepark Semmering

Bike Park Kranjska Gora

Bike Park Krvavec

MTB-Zone Bikepark Willingen

MTB-Zone Bikepark Petzen

Bikepark Pohorje

Für mehr Information zur GraVity Card: www.gravity-card.com

Facebook: facebook.com/gravitycard
Instagram: www.instagram.com/gravity_card

Photo Credits by ©Wayne Reich, ©Dagmar Gressenbauer, ©Roland Hascka, ©Leopold Hermann, ©Richard Bos/raoulution, ©Jošt Gantar 

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Video: David Trummer – Never Give Up

Daveboy

Kurz bevor er sich von seinem Traum, MTB-Profi zu werden, verabschiedete, entschied sich David Trummer um und kehrte auf die große Bühne zurück. Nachdem er sich 2019 einen Platz unter den Top 10 im World Cup gesichert hatte, wurde er mit der Aufnahme im YT Mob belohnt. Der Gewinn der Silbermedaille bei der diesjährigen Weltmeisterschaft ist ein Beleg für die harte Arbeit und den Siegeswillen des Österreichers. 

In dem neusten Video des YT-Mob lernen wir David Trummer etwas näher kennen. Von Hometrails, Trials, bis hin zum World Cup Training zeigt sich der junge Österreicher ganz privat.

David im Interview mit YT-Industries
David, danke, dass du dir die Zeit genommen hast. Was hast du seit Saisonende gemacht?
Nicht allzu viel, um ehrlich zu sein. Ich habe mit meinem YT JEFFSY ein paar einfache Enduro-Touren gemacht und meine Home Trails ein bisschen aufgeräumt und überarbeitet.
Bei unserem Besuch in Gnas hatten wir die Gelegenheit, etwas mehr über deinen Background zu erfahren. Wie bist du als Kind zum Mountainbiken gekommen? Gab es damals eine Gruppe von Freunden, mit denen du gefahren bist? 
Ja, das stimmt wohl. Damals hatte ich ein paar ältere Freunde aus Gnas. Die fuhren 4X-Rennen und nahmen mich mal mit. Da entdeckte ich, dass ich ein gewisses Talent für das Mountainbiken habe, und so ging es los.
Dein Vater ist offensichtlich schwer begeistert von dem was du tust. Wie hat er deine MTB-Leidenschaft beeinflusst? 
Er hat sich schon immer für Motorräder und alles mit zwei Rädern interessiert. Also setzte er mich als Kind oft auf den Tank seiner Bikes und nahm mich mit. Das fand ich immer toll, und ich nehme an, dass ich dadurch schon immer ein besonderes Verhältnis zu Bikes hatte.
Wie bist du von da zum Downhill gekommen? 
Als ich mit den 4X-Rennen anfing, habe ich auch Downhill für mich entdeckt. Ich war wirklich fasziniert davon und wollte es unbedingt ausprobieren. Also habe ich mir erstmal ein schrottiges DH-Rad gekauft. Ein Freund nahm mich mit zu meinem ersten U17-Downhill-Rennen und das habe ich mit über 30 Sekunden Vorsprung gewonnen. Da wurde mir klar, dass ich vielleicht dranbleiben sollte, um herauszufinden, wie weit ich kommen kann.
Du hast gesagt, dass du den Traum, Profi-Fahrer zu werden, fast aufgegeben hättest. Was hat dich dazu gebracht, deine Meinung zu ändern? 
Ich denke das waren nur ein paar Kleinigkeiten. Zum einen fühlte ich mich auf dem TUES vom ersten Moment an sehr wohl und damit zu fahren hat richtig viel Spaß gemacht. Das gab mir einen Vertrauens- und Motivationsschub, wie ich ihn noch nie zuvor erlebt hatte. Das war vor der Saison 2019 und kurz darauf habe ich das beste Ergebnis meiner Karriere bei meinem ersten Weltcup in Maribor erzielt. Mir wurde klar, wie dumm ich wäre, wenn ich das alles aufgeben würde.2020 war dein erstes Jahr mit einem Werksteam, das dich unterstützt hat. Welcher Aspekt des YT Mob hatte am meisten Einfluss auf deine Fahrweise und dein Skillset?
Ich denke, das Beste ist, dass alles um einen herum so gut organisiert ist. Ich muss wirklich an nichts anderes denken als an das Rennen. Ich kann mich jetzt viel besser auf die anstehende Aufgabe konzentrieren. Es ist auch supercool, dass das ganze Team so gut zusammenarbeitet und wir alle eine gute Zeit haben.Es war eine ungewöhnliche und kurze Saison, die mit einer Goldmedaille in Crankworx und einer Silbermedaille für dich bei den Weltmeisterschaften begann. Hast Du nach dem Sieg in Crankworx gedacht, dass Du auch bei der WM die Pace und die Form für eine Medaille mitbringst? 

Ja, es war ein verrücktes Jahr! Vor Crankworx wusste ich nicht wirklich, wo ich stehe, aber nachdem ich gewonnen hatte, war mir klar, dass ich immer noch auf dem richtigen Weg bin und genügend Speed habe. Das gab mir viel Selbstvertrauen für die Weltmeisterschaft, aber an dem Wochenende musste ich trotzdem ziemlich kämpfen. Mit einer Medaille habe ich nicht wirklich gerechnet, das war auch für mich eine Überraschung.

David Trummer
Inwiefern haben sich die ständigen Rennabsagen auf dein Training ausgewirkt? 
Ich glaube, das Schwierigste für mich war es, so lange ‚race-ready‘ zu bleiben, weil ich in der Off-Season im Jahr 2020 so viel trainiert habe. Ich habe mich für das erste Rennen im März wirklich gut gefühlt. Dann musste ich bis Oktober, bis es endlich losging, warten und dennoch das Niveau halten.
Der World Cup begann mit zwei Double-Header-Runden in Maribor und Lousa. Was hältst du als Athlet von dem Konzept? Könnte das eine Lösung für die Zukunft sein, wenn uns COVID-19 auch im Jahr 2021 noch Probleme macht? 
Ich bin nicht sicher, um ehrlich zu sein. Ich hoffe wirklich, dass wir nächstes Jahr einige normale World Cup Wochenenden haben werden. Vier Renntage hintereinander im Doppelpack sind einfach zu viel, finde ich.
Was sind die wichtigsten Dinge, die du während der Pandemie im Zusammenhang mit der Weltcup-Vorbereitung gelernt hast? 
Also, ich hoffe, dass wir nächstes Jahr eine normale Saison haben werden und ich nicht wirklich etwas aus diesem chaotischen Jahr lernen muss (lacht). Aber ich glaube, ich bin mit meinem Training und meinem Ansatz immer noch auf dem richtigen Weg. Deshalb werde ich wahrscheinlich nur einige Kleinigkeiten anpassen. Alles in allem denke ich, wenn ich so weitermachen kann wie bisher, dann werden das Podium und mein erster Sieg nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen.
Trotz eines herausfordernden Jahres und einer Magenverstimmung in Lousa konntest du deine Top 10 Platzierung von 2019 mit einem 12. Platz in der World Cup Gesamtwertung 2020 bestätigen. Wo siehst du dich nächstes Jahr um diese Zeit?
Ich denke, ein 12. Platz in der Gesamtwertung ist ziemlich gut, wenn man all die Probleme bedenkt, die ich mit meinem Sturz in Maribor und dem Magen-Darm-Problem in Lousa hatte. Ohne Frage ist es aber mein Ziel, wieder unter die Top 10 zu kommen.
Angenommen, eine normale Saison ist im nächsten Jahr möglich, auf welche Strecke freust du dich am meisten?
Ich denke, die Weltmeisterschaft in Val di Sole könnte interessant werden. Es ist die schwierigste und heftigste Strecke im nächsten Jahr. Ich habe aber ich das Gefühl, dass ich auf einer solchen Strecke ziemlich gut abschneiden könnte.
Fotos von : Isac Paddock

Video: Kade Edwards – Slash 2021 Shredit

Kade Edwards

Im Sommer filmten Kade Edwards zusammen mit der Production Company PENY für den Trek Slash 2021 Werbesport. Einige Szenen schafften es jedoch nicht in das Finale Video, waren aber zu Schade um sie nicht zu zeigen und somit präsentieren euch PENY die “Left Overs” vom Dreh. 

From the 2021 Trek Slash product shoot, Kade managed to create way more content than what was needed so we couldn’t let it go to waste!!

Video: London Street Session mit Bernard Kerr und Wyn Masters

Bernard Kerr

Für ein Fotoshooting waren Bernard Kerr und Wyn Masters in London unterwegs und hatten die MTB-Hopper Rampe dabei. Gaps, Wheelies und Spaß garantiert!

Wyn and myself head back to the big smoke/ apple windy city know as London town and get the MTB hopper back out and jumps some things and lay down a 38KM lap. I hope you all enjoy and soon we may have some even better guests…

Interview: Christian Textor – über die Enduro World Series, Familie und Sponsoren

Christian Textor

Seine Ursprünge hat er im Dirtjump und Trials, er fuhr Erfolgreich Downhill Rennen und ist mittlerweile der erfolgreichste deutsche Enduro Racer; Christian Textor. Wir hatten den 29 Jahre jungen Familienvater und 3-fachen deutschen Enduro-Meister aus dem beschaulichen Siegerland im Interview und haben uns über seine Motivation, EWS Karriere und den Support durch seine Familie unterhalten.

In den letzten Jahren hat sich der Mountainbike-Sport immer wieder verändert, neue Disziplinen kamen dazu und andere verschwanden fast ganz von der Bildfläche. Doch keine Sportart dominierte in den letzten Jahren so stark wie Enduro. Fahrrad-Hersteller richteten ihre ganze Aufmerksamkeit auf diesen neuen Markt, MTBs wurden neu Entwickelt, Abfahrtsorientierte Boliden konnten nun auch bergauf getreten werden und Singlecrown Gabeln wurden immer steifer und potenter. 2013 fand das erste offizielle Rennen der Enduro World Series (EWS) statt und setzte somit den Startpunkt für ein ganz neues Kapitel der Mountainbike-Geschichte.

Christian Textor dominiert nicht nur die Deutsche Enduro Meisterschaft sondern fährt seit einiger Zeit ziemlich erfolgreich in die Top 20 Ränge der EWS. Im Gespräch erzählte er uns einiges aus seinem Leben, wie er zum Sport kam und wie ihn seine Familie dabei unterstützt.

Christian Textor
Christian beim Rennen der EWS in Rotorua, Neuseeland / photo by: Boris Beyer

Hallo Christian, stell dich doch bitte einmal kurz vor.

Ich bin der Christian, werde in weniger als zwei Monaten 30 Jahre alt, komme aus dem schönen Siegerland, bin glücklich verheiratet und habe zwei Kinder. Ich komme selbst aus einer großen Familie und genieße es. Bin ein absoluter Familienmensch.

Wie steht denn deine Familie zum Sport?

Meine Familie liebt den Sport. Ich habe auch einen Haufen Nichten und Neffen die sich total für den Radsport begeistern. Das ganze Thema Fahrradfahren wird immer mehr ein Teil der Familie.

Jetzt wo du die nächste Generation zum Sport bringst. Wie fing denn eigentlich bei dir alles an?

Das fing eigentlich alles mit meinem großen Bruder an. Er hat damals mit Trials im Garten gestartet, hat Paletten aufgestellt und Tricks geübt. Als kleiner Bruder will man natürlich immer mithalten und deshalb war da der Ehrgeiz bei auch ziemlich groß und der Progress etwas schneller als bei ihm.

Wie ging es dann weiter. Wie kamst du zum deinem ersten Rennen?

Eigentlich hatte sich bei mir der ganze Sport eher Richtung Freeride und Dirtjump entwickelt. Damals habe ich in Magazinen die ersten Einflüsse vom Sport bekommen, habe von Kids-Races gelesen, aber kam leider Anfangs nicht selbst dazu. Der Sport war damals noch nicht so bekannt und meine Eltern natürlich noch nicht so involviert, deshalb war es für mich nicht leicht an ein Rennen zu kommen. Somit fand erst mal alles daheim statt. Aber das hat sich dann durch die ganzen Magazine und Filme wie New World Disorder weiterentwickelt, das Ganze hat mich sehr inspiriert und geprägt. Durch diese Inspiration habe ich mich dann an die ersten Sprünge und Tricks getraut.

Also bist du erst mal beim Dirtjump und Freeride geblieben?

Ja. Die ersten Jahre bin ich hauptsächlich Dirtjump gefahren und habe auch an Contests teilgenommen. War aber schon immer eher ein technisch versierter Fahrer und lieber auf Trails unterwegs. Mit 19 hat mich dann ein Kollege mit auf ein Donwhillrennen geschleppt und da wurde ich auf Anhieb Zweiter mit meinem Slopestyle Bike.

Und da kam dann der Umschwung zum Downhill?

Mir wurde durch das Rennen klar, dass ich auf herausfordernden Rennstrecken echt gut aufgehoben bin. Habe mir damals auch im folgenden Jahr direkt ein Downhill-Bike gekauft und bin beim German- und European-Cup als Freeman an den Start gegangen. Habe direkt alle Rennen in der Hobby-Klasse gewonnen. In der nächsten Saison habe ich mir eine Lizenz geholt und bin dann in der entsprechenden Klasse gestartet. Ich habe mich damals nur leider verletzt, habe mir den Oberschenkel und die Hüfte gebrochen. Das war bei einem Fotoshootings in Schweden zum dem mich die deutschen Profi-Fahrer mitgenommen hatten, Ich war dort der Underdog und deshalb war das ganze eine große Sache für mich.

Christian Textor
Christian bei der EWS in Neuseeland / photo: Boris Beyer

Das klingt übel. Wie ging es dann weiter für dich?

Das Shooting und die Rennen haben mich heiß auf die Szene gemacht. Ich wollte damals mehr. Habe mir wieder eine Lizenz gelöst, bin mehr Rennen gefahren, haben auch ganz gut danach gefeiert und hatten einfach eine gut Zeit. Ich habe damals gemerkt, dass meine Ambitionen sehr hoch sind, bin teilweise in die Top 10 gekommen.

Jetzt warst du aber im Downhill recht erfolgreich. Wieso kam der Wandel zum Enduro

Das kam tatsächlich dadurch, dass ich mir für das Training ein Bike besorgt hatte mit dem ich Kilometer schrubben konnte. Bei mir daheim gibts es nur Hügel, kleinere Berge, aber keinen Lift, deshalb muss man einfach bergauf fahren um dann Trails ballern zu können. Mein Training für die Downhill-Rennen war damals quasi das was wir heute Enduro nennen.

Ich bin auch weiterhin DH gefahren. Sogar recht erfolgreich. Bin im European Cup unter die Top 10 gekommen, habe German Cups gewonnen und hatte einige Podium Plätze bei Deutschen Meisterschaften.

Und 2016 kam dann Bulls auf mich zu und fragte mich ob ich nicht Lust auf Enduro Rennen hätte?! Ich hatte zwar immer Bock auf das ganze, bin es aber nie angegangen und dank der Möglichkeit durch Bulls ging dann das ganze offiziell für mich los.

Was war für dich der Reiz am Enduro?

Ich hatte direkt Spaß daran neue und unbekannte Strecken zu fahren. Es ist einfach was ganz anderes wenn du die Strecke nicht kennst und auf Sicht fahren musst; viel intuitiveres Fahren. Und die Stimmung im Sport ist unglaublich entspannt.

Fing das Sponsoring von Bulls dann mit deiner Enduro Karriere an?

Nein. Das mit Bulls ging schon 2013 los. Es gab damals eine Kooperation mit der Mountainbike Rider, die ein Downhill Team gründeten, bei dem Wyn Masters und noch ein paar deutsche Fahrer dabei waren. Das lief etwas über drei Jahre und wurde dann beendet.

Ich stand damals als einziger Fahrer im Raum und Bulls kam auf mich zu und fragte mich ob ich nicht weiterhin für sie fahren will und bin dann in der Saison 2016 parallel zum DH auch noch bei Enduro Rennen an den Start gegangen.

Das war quasi eine One-Man-Show. Da es kein nationales Team gab, war ich neben Mark Opperman (fährt inzwischen für Bulls E-Bike Rennen) der einzige deutsche im Enduro.

Ich habe gelesen, dass du damals noch nicht auf einem Enduro Mountainbike unterwegs warst, sondern mit dem Bulls Wild Ronin gestartet bist.

Es gab Anfangs keine Enduro Bikes von Bulls. Das Wild Ronin ist ein All-Mountain und war nicht für den harten Enduro Einsatz geschaffen. Wir haben es damals zweckentfremdet, Komponenten ausgetauscht, haben sogar einen verstärkten Link produziert und das ganze hat tatsächlich gut genug funktioniert. Bin so in meiner ersten EWS Saison auf drei Top 20 Positionen gekommen.

Wie hat Bulls auf den Erfolg reagiert?

Das war die Bestätigung für sie weiterhin aktiv mit mir in einer Kooperation zu bleiben und ein neues Enduro Modell zu entwickeln. Ich bin super zufrieden mit unserer Zusammenarbeit. Bulls hat mich damals in den kompletten Entwicklungsprozess des Wild Creed mit einbezogen. Ich bin super happy mit dem Endprodukt und dem konstanten Fortschritt im Hause.

2019 bin ich dann auf Madeira den ersten Prototypen des Wild Creed gefahren.

EWS Whistler
EWS Whistler Stage Top of the world mit dem Gipfel des Black Tusk im Hintergrund / photo by: Boris Beyer

Klingt nach einer traumhaften Zusammenarbeit. Nach deiner erfolgreichen 2019er Saison kam das leider etwas holprige Jahr 2020. Wie lief die von Covid geprägte Saison?

2020 war eine schwierige Saison. Interessant, kurz, aber anstrengend, da man nie wusste wo man wirklich dran ist. Ich habe immer wieder mit dem Training für die Rennen begonnen, dann wurde aber wieder alles verschoben, dann musste man wieder neu trainieren und das hat ehrlich gesagt alles sehr stressig gemacht. War echt anstrengend für Geist und Seele und es war dann ganz nett am Ende einen Schlussstrich zu ziehen. Ich freue mich auf eine hoffentlich “normale” Saison 2021.

Du hattest dich vor deinem ersten Rennen in Zermatt verletzt?

Ja. Die Saison startete tatsächlich nicht so gut für mich. Habe mir kurz vorher bei einem Sturz drei Kapseln in der Hand gerissen und das hat mir die entscheidende Phase im Training geraubt. War aber in Zermatt trotzdem ready und bin dann leider bei einem Überholmanöver auf der ersten Stage im Rennen weggerutscht und wieder auf die Hand gestürzt. Und das obwohl mir die sehr speziellen Bedingungen in Zermatt echt gefallen haben (Schnee, Matsch und Regen).

Somit war meine Hand wieder kaputt und der Reha-Prozess ging dann wieder von vorne los.

Aber in Pietra Ligure warst du wieder am Start?

Da war ich wieder gerade so ready. Habe vorher nur knapp vier Tage im Bikepark trainieren können und somit hat mir etwas Pace gefehlt. Ich war zwar körperlich fit, aber im Vergleich zu den anderen Fahrern hatte ich viel zu wenig Zeit auf dem Rad und auf Trails. Das Rennen war schwer für mich und ich hatte Mühe auf Speed zu kommen und dran zu bleiben. Mich hat es zwar gefreut mit meiner verletzten Hand das Rennen fahren zu können, jedoch waren es nicht die erhofften Ergebnisse.

Lief es dann im EWS Klassiker Finale Ligure besser für dich?

Ich konnte die Zeit zwischen den Rennen in Italien noch sehr gut zum trainieren nutzen und fühlte mich für Finale und die folgenden Rennen sehr fit. Mir der Absage der letzten zwei Rennen kam dann nur leider der nächste Dämpfer. Ich habe mich echt bereit gefühlt und war richtig traurig, dass die Saison dann leider doch so früh rum war.

Mit Finale hatte ich noch eine Rechnung offen. Die letzten Jahre endeten für mich immer mit einem Crash und deshalb war ich umso mehr motiviert gut zu fahren. Ich habe dann trotz meiner erschwerten Vorbereitung auf den schwierigen Strecken zwei Top 20 Ergebnisse holen können und war auch auf den tretlastigen Sektionen stark.

Das hat mein Selbstbewusstsein dann nochmal gestärkt.

Die Saison 2021 geht ja aber auch quasi bald schon wieder los.

Genau. Ende März gehts nach Südamerika, falls Covid nicht dazwischen kommt. Ich hoffe das Beste.

Christian Textor
Whistler 2019 / photo by: Boris Beyer

Nun noch zu einem letzten Thema. Du bist Berufssportler, viel auf Reisen und zwischen den Saisons musst du trainieren. Wie packst du Familie und Sport-Karriere unter einen Hut?

Bis Anfang des Jahres waren wir noch zu dritt, dann kam unsere Tochter zu Welt. Ich sollte eigentlich kurz nach der Geburt nach Südamerika, aber da das Rennen abgesagt wurde, konnte ich daheim bleiben und quasi Vaterschafts-Urlaub nehmen. Das war dann ein ganz positiver Nebeneffekt.

Und wenn du Unterwegs bist, begleitet dich deine Familie auf deinen Reisen?

2019 sind wir auf fast allen Reisen gemeinsam unterwegs gewesen. Meine Frau und mein Sohn waren immer mit; wir haben zusammen viel erlebt, die Welt gesehen, Neuseeland bereist und einen Roadtrip durch Nordamerika gemacht.

Jetzt mit vier Personen wird das ganze bestimmt nicht einfacher, aber wir versuchen trotzdem alle unter einen Hut zu bekommen und zusammen zu reisen. Wenn die Kids in den Kindergarten kommen, wird es natürlich auch noch mal etwas schwieriger werden, dann sind wir weniger flexibel und ich werde quasi alleine auf Geschäftsreisen gehen müssen.

Im Winter wollen wir aber zusammen als Familie für meinen Trainingsblock nach Italien reisen.

Also, deine Frau und Familie unterstützt dich und begleitet dich überall, oder?

Ja. Wir haben mittlerweile viele gemeinsame Freunde durch den Sport. Sie ist gerne dabei und unterstützt mich immer.

Ich bin wirklich sehr dankbar für die Unterstützung meiner Familie.

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast!

 

Neuseeland Vizes
Christian mit seiner Frau und Sohn am Strand in Neuseeland / photo by: Boris Beyer

Mehr über Christian findet ihr auf seinen Sozialmedia-Accounts: Instagram, YouTube, Bulls

 

Video: Vali Höll – Über ihren Sturz in Leogang

Vali Höll

Nach ihrem Sturz bei den World Champs in Leogang erzählt uns Vali Höll ihre Geschichte über die Meisterschaft, was nach dem Sturz geschah und zeigt uns ihren weg von der Operation bis zum ersten Training.

This is what happened in Leogang. I was super stoked I was riding all weekend long until I cased a jump. Now I’m back training and rehabbing.

Thomas Genon & Tomas Lemoine: Style pur im Rough Club

In ihrem neuen Skatepark-Video „T and T Park Sesh“ messen Thomas Genon und Tomas Lemoine ihre Skills bei einer Session im Rough Club, einem Indoor-Skatepark in Valence, Frankreich. Hier geht es direkt zum Video.

Park fahren und filmen mit Tomas Lemoine mache ich im Winter sehr häufig. Wir haben dabei immer eine gute Zeit.

Thomas Genon

Mit viel Liebe zum Detail, hat „T and T Park Sesh“ ein Highlight für alle Skatepark Fans geschaffen

Das Video erinnert an den Style klassischer BMX Park Videos. Nicht nur durch die Musik und den altbekannten Fisheye Look, sondern auch durch die Sprunghöhe auf den steilen Holzrampen des Rough Clubs, die man auf einem 26 Zoll Hardtail sonst selten zu sehen bekommt. Das belgisch-französische Duo nutzt jeden Winkel des Skateparks für einen kreativen Mix aus technischen Tricks und viel Airtime, dabei immer gespickt mit einer Menge Flow.

Ich bin mehr als happy, Team-Mate von Tommy G zu sein, er ist einer meiner liebsten Riding-Buddies. Als er angerufen und mich zu einer privaten Session im Skatepark eingeladen hat, war ich sofort dabei. Bei Projekten mit Tommy G habe ich eigentlich immer Spaß, die guten Ideen fliegen uns dann quasi zu – außerdem konnten wir umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten.

Tomas Lemoine

Thoams Lemoine und Thomas Genon präsentieren in einer Collage ihre besten Sprünge aus dem Skatepark
T and T Park Sesh


 

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