Hier macht keiner mehr Bananenwitze – So wurde der Mauerfall zum Glücksfall für den deutschen Downhillsport

Wenn es um die internationale Spitze im Downhill geht, muss man ehrlich sein. Seit Jahren sind wir Deutschen bei den Worldcups und World Championships mehr außen vor als vorne mit dabei. Und Guido Tschugg ist so ziemlich der letzte deutsche Athletenname, der einschlägig hängen geblieben ist. Naja, bis jetzt! Denn Nina Hoffmann fährt Deutschland wieder an die Spitze und beginnt nach Ihrer Verletzung im World Cup jetzt das Training für die UCI World Championships 2020 in Leogang.

Nina Hoffmann und 10 Dinge, die Du vielleicht noch nicht über sie weißt.

  1. Wie lange fährst Du schon Downhill und wie bist Du zu diesem Sport gekommen?
    Downhill fahre ich jetzt seit 4 Jahren. Mein damaliger Freund hat mich zum Biken gebracht und mich auch 2015 zu meinem ersten Downhill-Rennen angemeldet.
  2. Du warst früher professionelle Speerwerferin, musstest aber auf Grund einer Verletzung aufhören. Jetzt fährst Du Downhill, wo das Verletzungsrisiko wesentlich höher ist. Wie gehst Du mit Verletzungen um und hat dich deine damalige Leichtathletikkarriere innerhalb der sportlichen Erfolge im Downhill beeinflusst?
    Verletzungen gehören zu diesem Sport einfach dazu, das ist richtig. Und auch ich musste das ja erst vor Kurzem erfahren. Das ist eben Teil des Ganzen und eine Sache, mit der man lernen muss umzugehen und eben auch viel daraus lernen kann! Ich selbst habe bisherige Verletzungen ganz gut verkraftet, physisch wie psychisch – einfach immer an das Positive denken! Plötzlich hat man nämlich auch mal Zeit für andere Dinge????Ich denke meine Leichtathletik-Vergangenheit bringt mit in der Hinsicht Vorteile, dass ich athletisch sehr gut aufgestellt bin. Vor allem durch das Speerwurf-Training hatte ich von Anfang an genug Kraft im Oberkörper, um das Bike zu kontrollieren – das fehlt vielen Mädels.

    Foto © Leopold Hermann
  3. Du bist Studentin. Was studierst Du eigentlich und wie bringst Du das Thema UCI und Studium unter einem Hut?
    Ich studiere Psychologie, bin jetzt schon im dritten Mastersemester im Schwerpunkt Neurowissenschaften und bringe das momentan eigentlich alles ganz gut unter einen Hut. Klar, ich werde niemals nächsten Sommer fertig (Regelstudienzeit sind nämlich 4 Semester), aber dann dauerts halt einfach länger. Im Sommer ist kaum die Möglichkeit Kurse zu belegen. Vor allem jetzt im Masterstudium läuft viel über Anwesenheitspflicht und das ist während der Rennsaison einfach nicht drin. Dafür wird im Winter wieder etwas mehr gemacht und so ergänzt sich das ganz gut. Und falls doch mal ein Prüfungstermin nicht passt, kann man auch gut mit den meisten Dozenten reden, die Problematik erklären und eine Lösung finden.
  4. Wie sieht dein Training aus und wie oft trainierst Du pro Woche?
    Vielfältig ????. Ich suche immer neue Herausforderungen im Trainingsalltag und probiere gern Dinge aus. Vor allem in der jetzigen Zeit vermeide ich es ständig auf dem Rad zu sitzen und gehe gern auch mal Bouldern, Schwimmen oder Laufen. Aber trotzdem gibt es wichtige Kerneinheiten (wie Krafttraining oder Intervalle), die nicht hinten runterfallen dürfen. Insgesamt komme ich dann meist auf so 8 – 10 Einheiten die Woche. Ab diesem Jahr arbeite ich mit meinem Athletiktrainer Christian Pötzsch noch stärker zusammen. Wir planen jetzt nicht nur noch das Krafttraining (wie letztes Jahr), sondern die ganze Saison und strukturieren die Radeinheiten mit dem Krafttraining und alternativen Sportarten.

    Foto © Leopold Hermann

     

    Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

     

    About todays workout ???? love those challenges in the morning sun ???? #bouldern #bouldering #boulder #planb #jena #hartamlimit

    Ein Beitrag geteilt von Nina Hoffmann (@nina.hfm96) am

  5. In welchen Bereichen siehst Du noch Entwicklungspotenzial?
    Letztes Jahr stand das Thema Springen ganz oben auf dem Plan, weil ich da immer ein zu großer Angsthase bin, oder war. Mittlerweile geht das aber durch die Weltcup-Saison völlig klar, weil man da einfach Springen muss. Und schon geht’s, haha. Mit meinem Techniktrainer René Schmidt arbeite ich derzeit vor allem an der Kurventechnik und dem Bremsverhalten. Zwei Dinge, die man wahrscheinlich nie ausgelernt hat. Und Fahrwerk – das ist noch so ein Punkt. Ich spüre noch nicht immer, wann bin ich das Problem und wann das falsch eingestellte Fahrwerk. Es wird von Mal zu Mal besser, aber hier besteht definitiv noch so viel Potenzial ????!
  6. Wie geht’s Du vor einem Wettkampf mit Stress um?
    Nicht an hätte, wenn und wäre denken :D. Ist immer leichter gesagt als getan, aber ich versuche alle möglichen Ereignisse, die in so einem Rennlauf passieren könnten, auszuschalten und wegzuschieben. So 2h vor dem Start mache ich gern ein paar Kopfhörer auf die Ohren (und manchmal mache ich auch Musik an, haha), damit mich keiner mehr anquatscht und ich in Race-Stimmung komme.
  7. Hast Du eine Lieblingsstrecke?
    Eigentlich nicht, es gibt so viele geile Strecken, egal ob im Weltcup oder wo anders. Und fast jede macht einfach Spaß zu fahren!</

     

    Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

     

    Watch all my struggle and the shoelees ride down the insane track of Vallnord ????????

    Ein Beitrag geteilt von Nina Hoffmann (@nina.hfm96) am

  8. Auf was in der Zukunft (z.B. in den nächsten zwei Wochen) freust Du dich am meisten?
    Wieder mit richtigem Training anfangen! Ich habe jetzt fast 2 Monate rumgegammelt, naja zumindest nicht strukturiert trainiert und seit dieser Woche gehts wieder los! Dann bin ich heiß auf fast jede Einheit, zu sehen, wie sich der Körper wieder in Form begibt und man diesen Winter vielleicht wieder neue Dinge erlernt.
  9. Welche Weisheit fällt Dir zum Thema Downhillfahren ein
    Es gibt Tage, an denen fühlst du dich nicht gut, dann solltest du es lieber lassen…

    Foto © Leopold Hermann
  10. Welche Hobbies hast Du außer Radfahren?
    Sämtliche sportliche Aktivtäten, haha. Ich kann mich da eigentlich für fast alles begeistern. Ansonsten liebe ich es Dinge zu organisieren und zu planen und mich mit Sachen zu beschäftigen, die das Leben lebenswerter machen. ????

Wir wünschen Nina viel Erfolg bei den Word Championships 2020 in Leogang

 

 

Previous ArticleNext Article

PM: Packendes Kino-Erlebnis mit Fabio Wibmer: “TO THE LIMIT” kommt nach München

Wirklich beeindruckende Filme schaut man am besten auf einer wirklich beeindruckenden Leinwand – sprich im Kino. Das gilt für Hollywoodstreifen genauso wie für Action-Sport-Filme. Und selbstverständlich auch für Fabio Wibmers „Urban Freeride Lives 3“ und die zugehörige Doku „TO THE LIMIT“.

Im Rahmen der ISPO Munich, der größten Sportfachmesse der Welt, bringt Fabio beides nun als packendes Double Feature nach München: Am 27. Januar 2020 ist der Österreicher mit seiner Crew für zwei Vorstellungen im Filmtheater Sendlinger Tor zu Gast, wo er seine Fans persönlich auf die Filme einstimmen und ihnen im Q&A sicher noch die ein oder andere Überraschung verraten wird.

Mit über 10 Millionen Views innerhalb eines einzigen Monats schickt sich Fabio Wibmers actiongeladenes Video „Urban Freeride Lives 3“ an, eines der erfolgreichsten Videos des 24-jährigen Bike-Profis zu werden. In der einzigartigen Doku „TO THE LIMIT“ gewährt der Tiroler nun exklusive Einblicke in die Dreharbeiten in Frankreich, die nicht immer so reibungslos verliefen, wie der 8-minütige Actionclip vielleicht suggerieren mag. Mitreißend und wie ein klassischer Thriller erzählt, schildert der 68 Minuten lange Behind-the-Scenes-Film, welche Herausforderungen es beim Freeriden in der Großstadt zu meistern gilt. Von der Spot-Auswahl, über die Vorbereitung bis hin zur tatsächlichen Umsetzung ist es manchmal ein langer Weg. Wie weit Fabio, Marius, Hannes und Co. auf diesem Weg tatsächlich ans Limit gehen mussten (oder sogar darüber hinaus?), weiß man erst, wenn man es tatsächlich gesehen hat. So manche Hürde galt es zu nehmen und so manches Hindernis zu bewältigen – nicht nur auf dem Bike, sondern vor allem im Kopf! 

1. Vorstellung: Urban Freeride Lives 3 und TO THE LIMIT am 27. Januar 2020 um 16 Uhr (inkl. Autogrammstunde im Anschluss)

2. Vorstellung: Urban Freeride Lives 3 und TO THE LIMIT am 27. Januar 2020 um 20 Uhr (internationale Vorstellung mit englischen Untertiteln sowie Interviews)     

Hier geht’s zu Programm-Info und Online-Reservierung:

Programm-Info

Online-Reservierung

Mehr zu Fabio Wibmer erfährst Du hier:

youtube.com/fabwibmer

instagram.com/wibmerfabio

facebook.com/wibmerfabio

All photos by Hannes Berger

PM: GraVity Card: Eine für alle, alle mit einer!

Bikepark Willingen ©Leopold Hermann

Der erste Schnee ist gefallen, Weihnachten steht vor der Tür und trotzdem kann man die Bike-Saison nicht so ganz vergessen. Kein Wunder, dass man bei den schönen Erinnerungen bereits sehnsüchtig auf die neue Saison 2020 wartet. Um dem Winterblues entgegen zu wirken, können sich alle Mountainbike-Fans die GraVity Card bereits jetzt online sichern. Wer zudem noch nach einem passenden Weihnachtsgeschenk sucht, ist mit der GraVity Card bestens versorgt und schenkt mit nur einer Karte den Eintritt für ganze 21 Bikeparks und hunderte Kilometer an Trail-Spaß, verteilt auf sechs europäische Länder: www.gravity-card.com

Bikepark Spicak ©Bikepark Spicak
Bike Republic Sölde, Gahe Line ©Ötztal Tourismus/Ian Lean

Die Bike-Saison 2019 war nicht nur durch die beiden Newcomer, Bikepark Willingen und Petzen, etwas ganz Besonderes, sondern punktete auch mit vielen Event-Highlights und Trail-Schmankerln. „2019 war eine sehr erfolgreiche Saison für die GraVity Card-Parks. Das erweiterte Angebot, die zusätzlichen Parks und die Aufnahme von Enduro Destinationen in den Kartenverbund wurden von den GraVity Card-Kunden sehr gut angenommen und bestätigt die GraVity Card-Partner an dem Ausbau des Angebots festzuhalten“, betont Philipp Kettner, Marketing Verantwortlicher der GraVity Card.

3-Länder-Enduro Trails Südtirol ©Kirsten Sörries
Bikepark Leogang ©Klemens König

Das Bike-Abenteuer geht in 2020 weiter und die GraVity Card–Familie wächst und wächst: Das österreichische Bad Kleinkirchheim mit seinen Bike-Trails und der Bikepark Pohorje in Maribor/Slowenien gesellen sich dazu und bringen noch mehr Trail-Vergnügen in den GraVity Card-Verbund. Allerdings pausiert der Bikepark Wagrain im Snow Space Salzburg wegen großen Umbauarbeiten nächste Saison und öffnet in 2021 wieder mit vielen Neuerungen. 

Bad Kleinkirchheimer Flow Country Trail ©Bad Kleinkirchheimer Bergbahnen | Gert Perauer
Bikepark Maribor ©Jošt Gantar

„Die Bad Kleinkirchheimer Bergbahnen freuen sich ab 2020 Partner der GraVity Card zu sein. Dem GraVity Card-Inhaber stehen Europas längster Flow Country Trail (15 km), Single Trails unterschiedlicher Schwierigkeitsstufen und ein MTB-Netz in der Region von rund 700 km legalisierten Strecken zur Verfügung“, erklärt Hansjörg Pflauder, Vorstand der Bad Kleinkirchheimer Bergbahnen. „Ob Downhiller, Enduro-Biker, gemütlicher Flow Country Trail-Liebhaber – Anfänger oder Pro – jeder kommt in den Kärntner Nockbergen auf seine Kosten.

Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis, Ron & Jackson Goldstone ©Staronphoto
Bikepark Lenzerheide, Pierron Amaury ©Piotr Staron Staronphoto

Geshreddet wird nach Lust und Laune, denn die Saisonkarte (gültig vom 04.04. – 08.11.2020) bietet allen Vielfahrern grenzenloses Bike-Vergnügen. Nach dem einmaligen Erwerb der Karte, (Erwachsene 499€, Jugendliche 375€ und Kinder 235€) können so viele GraVity Card-Bikeparks genutzt werden, wie das Herz begehrt. Die Streckenvielfalt ist groß und alle Bikeparks sind unterschiedlicher Natur, so dass wirklich alle Bike-Typen auf ihre Kosten kommen. Es warten Downhill-Strecken für den Adrenalinkick, Freeride-Routen, die das technische Fahren auf die Probe stellen, gemütliche Flow-Trails, um sich treiben zu lassen, viele einfache Trails, um als Einsteiger nicht den Mut zu verlieren sowie abwechslungsreiche Lines für die ganze Familie. Und falls das reine Biken nicht genug ist, warten noch einige actiongeladene Events, die man auf keinen Fall verpassen sollte: GraVity Card-Neuling Maribor zum Beispiel ist wieder Austragungsort des UCI Mountain Bike World Cup und in Saalfelden Leogang findet die UCI Mountain Bike Downhill-Weltmeisterschaft statt.

Bikepark Schladming ©Marc Schwarz Photo
Bikepark Brandnertal, Enduro-Trails ©Michael Marte

Am besten jetzt schon mit einem Glühwein in der Hand den GraVity Card-Roadtrip durch Mitteleuropa für das nächste Jahr planen und somit die Wartezeit versüßen. Seid gespannt, die Bike-Saison 2020 wird wild.

Überblick über alle GraVity Card-Bikeparks in 2020:

Weitere Details zu den einzelnen Bikeparks, wie Öffnungszeiten, Neuheiten, erstklassige Events und was es noch so Spannendes im GraVity Card-Verbund gibt, findet ihr auf www.gravity-card.comwww.facebook.com/gravitycard und auf www.instagram.com/gravity_card.

VIDEO: Ballern in Frankreich – Fabio Wibmers „Urban Freeride Lives 3“

Wenn Fabio Wibmer sich zu seiner ganz persönlichen Tour de France aufmacht, reiht sich Banger an Banger. Steile und enge Gassen, Treppensets ohne Ende und mächtige Drops – der österreichische Bike-Profi nimmt immer den direkten Weg. „Urban Freeride Lives 3“ führt ihn diesmal von Lyon bis nach Paris, wo er seinen Frankreich-Trip stilecht am Fuße des Eiffelturms beendet. Unterwegs wird alles gesendet, was ihm in die Quere kommt. Fehler sind hier keine erlaubt!

Wie sehr Fabio Wibmer für das urbane Freeriden lebt, hat er bereits in der Vergangenheit mehrfach unter Beweis gestellt. In seinem neuesten Video setzt der 24-Jährige jetzt nochmal einen drauf. Direkt am Anfang streicht Fabio die berüchtigten 25 Stairs in Lyon von seiner Bucket List – ein 4,5 Meter hohes und 6,7 Meter langes Treppenset, das vor allem in der Skateboard- und Actionsports-Szene Berühmtheit genießt, seit sich der schwedische Skater Ali Boulala 2002 daran aufrieb. Im Jahr 2016 auf dem Skateboard endlich gestanden, hat sich auf dem Big Bike vor Fabio wohl noch niemand daran versucht.

Ohne Verschnaufpause geht Fabios High-Speed-Städtetrip weiter: Mit einer Doppel-Rolltreppe, einem Mehrfach-Treppenset am Montmartre und einem gigantischen Drop von einer Brücke in eine nahezu flache Landung im Pariser Business-Viertel „La Défense“ lotet Fabio im Anschluss die Limits des Möglichen aus. 

Und das waren nur die Highlights…

„Das war bisher mein krassestes Video. Ich musste mein Riding auf ein ganz neues Niveau hochschrauben und bin wirklich ans Limit gegangen,“ gibt Fabio zu: „Die Dreharbeiten mit den Jungs in Frankreich haben natürlich mega Spaß gemacht, waren aber auch nicht immer ganz einfach. Es gab sicher auch die ein oder andere brenzlige Situation.“ Die Mühen haben sich definitiv gelohnt, denn Urban Freeride ist lebendig wie nie zuvor. Den Beweis gibt’s hier:

Mehr zu Fabio Wibmer erfährst Du hier:

youtube.com/fabwibmer

instagram.com/wibmerfabio

facebook.com/wibmerfabio

All photos by Hannes Berger

PM: Weltcup, Videos und Schule – Gabriel Wibmer geht seinen eigenen Weg!

Den Namen „Wibmer“ verbindet man vor allem mit actiongeladenen und kreativen Videos. Solche Actionclips sind aber längst nicht alles, was Gabriel Wibmer mit seinem Bike verbindet. Auf der Suche nach dem Adrenalinkick rast der Österreicher beim Downhill-Weltcup und beim iXS Downhill Cup die schwierigsten Abfahrten hinunter. Oft wird er als „Cousin von Fabio“ bezeichnet, ein Umstand, der Gabriel nicht sonderlich wundert, den er aber ändern will. Außerdem muss der 17-Jährige seine Leidenschaft mit der Schule verbinden. Die Schwierigkeit, alles unter einen Hut zu bringen, zeigt auch sein neuestes trickreiches Video Late for School:

Für die Leute, die Dich nicht kennen, wer bist Du und woher kommst Du?

Hey, mein Name ist Gabriel Wibmer und ich bin 17 Jahre alt. Ich komme aus Österreich, genauer gesagt aus Kals am Großglockner in Osttirol.

Wie bist Du zum Mountainbiken gekommen?

Mit fünf Jahren habe ich mit Motocross angefangen. Wegen fehlender Trainingsmöglichkeiten bin ich mit sieben Jahren auf Trial-Motorrad umgestiegen. Als ich so zwölf war, wurde mir Trial ein wenig zu langsam. Ich war mit meinen Eltern zufällig in Leogang als ein iXS European Downhill Cup stattfand. Damals wusste ich noch nicht, was Downhill ist. Aber als ich sah, wie die Rider über Steine und Wurzeln rasten, wusste ich sofort, dass ich das auch machen will. Der Adrenalinkick und die Schwerelosigkeit beim Springen sind für mich nicht mehr wegzudenken.

WIBMER Gabriel AUT 10035136515

Vervollständige diesen Satz: Ein Leben ohne Mountainbike wäre…?

Langweilig!

Wer ist Dein großes Vorbild? Und wie übt Dein Idol Einfluss auf Dich aus?

Mein Cousin Fabio ist natürlich ein großes Vorbild. Aber auch Danny MacAskill und Loic Bruni sind Athleten, die mich begeistern. Sie inspirieren mich, immer weiter zu machen, vor allem, wenn es mal nicht so läuft, wie geplant.

Dein Cousin Fabio ist schon viele Jahre ein Star. Wie ist es für Dich, wenn du als „Cousin von Fabio“ bezeichnet wirst?

Es ist wohl Fluch und Segen zugleich. Einerseits ist das nicht schlecht und naheliegend, weil wir in derselben Szene zuhause sind und deswegen ist es auch ein bisschen positiv für mich. Andererseits möchte ich natürlich Gabriel Wibmer genannt werden. Es ist mir schon bewusst, dass das Zeit braucht.

Gabriel_Wibmer_Baum_©oureaproductions.jpeg

Worin unterscheidet Ihr Euch?

Ich denke da gar nicht so drüber nach. Ich gestalte meine Projekte wie Videos nach meinen Ideen und Vorstellungen. Aktuell bin ich außerdem hauptsächlich noch Schüler. In welche Richtung ich mich anschließend entwickeln werde, wird die Zukunft zeigen.

Mit Downhill-Weltcup, Videos und Schule bist Du quasi einer Dreifachbelastung ausgesetzt. Was ist für dich am wichtigsten? Was machst Du am liebsten?

Das ist schwer zu sagen. Ich finde, es ist die Abwechslung, die es so spannend und interessant macht. Am wichtigsten ist, dass ich einfach Spaß am Biken habe und das machen kann, worauf ich gerade Lust habe. Aber ich weiß, dass ich mich bald entscheiden muss, was meine Zukunft betrifft. Noch bin ich unentschlossen, aber ich denke, das ergibt sich automatisch.

Beschreib doch mal, wie Du als Schüler bist? Nimmst Du aktiv am Unterricht teil? Wie viele Fehltage hast Du? Wie stehts um Hausaufgaben und Lernen?

Jeder hat seine Stärken und Schwächen. Fremdsprachen zu lernen macht mir Spaß. Ich vergleiche Schule gerne mit Sport, weil man sehr viel lernen bzw. trainieren muss, um gut zu werden. In der Schule bekomm ich sogar den Kopf frei und kann mal eine kleine Pause von Social Media machen. Fehltage sind zumindest im Winter kein Thema. In der Off-Season versuche ich möglichst viel für die Schule zu machen, weil im Sommer schaut es etwas anders aus, da hab ich weniger Zeit (lacht).

Dein jüngstes Video „Late for School“ hatte nach drei Tagen bereits 300.000 Aufrufe. Wie fühlt sich das an?

In diesem Projekt steckt so viel Arbeit, die kann man als Zuschauer gar nicht erkennen. Daher ist es eine erfreuliche Bestätigung, nach nur drei Tagen 300.000 Aufrufe zu haben. Da weiß ich dann, dass sich die ganze Arbeit ausbezahlt hat. So ein Feedback motiviert mich, immer weiter zu machen und das nächste Mal noch ein besseres Projekt zu schaffen.

Wie bist Du auf die Idee gekommen? Ist das ein Auszug aus dem wahren Leben ?????

Tatsächlich zählt Aufstehen nicht zu meinen Stärken, das kann manchmal wirklich sehr stressig sein. Daher ist das Video total authentisch und in der Tat ein Auszug aus meinem Leben. Ich muss jedes Mal lachen, wenn ich es sehe. Nur stehe ich sonntags normalerweise nicht vor der Schule.

Worauf kommt es Dir bei Deinen Videos an?

Dass meine Videos eine Story haben, ist für mich sehr wichtig. Aber mein Ziel ist es auch immer, dass mein nächstes Video mein letztes übertrifft. Egal, ob extremer, größer oder ausgefallener, irgendwas muss immer besser werden.

Wie läuft die Produktion für Deine Clips ab?

Zuerst überleg ich mir mit meinem Cousin Stephan, der auch mein Filmer ist, eine richtig coole Story. Dann machen wir uns auf die Suche nach passenden, geilen Spots. Meistens sind wir nur zu zweit. Mein Kameramann und ich. Aber das haut wirklich gut hin. Wenn wir Story und Location haben, packen wir unser Zeug und schon geht’s los.

UCI DHI Worldcup Lenzerheide20190809_by_Sternemann.jpg

Blicken wir auf Deine Downhill-Saison zurück. Wie zufrieden bist Du? Was waren Deine Highlights?

Ich hatte einige Ups and Downs. Ich glaube, ich habe mir ein bisschen zu viel vorgenommen und erwartet. Als jüngerer Jahrgang beim Junioren Downhill Weltcup zu starten war schon eine Herausforderung. Mein Highlight war, dass ich den iXS Rookies Cup in Saalbach Hinterglemm gewonnen habe.

In welchen Bereichen musst Du Dich noch verbessern und wie wird Dir das gelingen?

Raum für Verbesserung gibt es eigentlich immer. Am besten gelingt mir das durch Videoanalysen. So sehe ich mich und meine Position auf dem Bike und weiß sofort, was ich besser machen muss. Um beim Downhill Fortschritte zu erzielen, unterscheide ich zwischen Training und Spaß. Wenn ich trainiere, muss ich immer konzentriert sein und gegen die Zeit fahren. Das ist eine komplett andere Herangehensweise, als wenn ich irgendwo zum Spaß zum Shredden gehe.

Was hast Du 2020 alles vor und was sind Deine Ziele?

2020 habe ich einiges vor und die Ziele sind breit gefächert. Ich will beim Weltcup und Europacup gute Ergebnisse einfahren, vor allen Dingen natürlich auch bei der Heim-WM in Leogang Anfang September. Aber ich habe auch einige größere Video-Projekte geplant. Also dranbleiben ????

Gabriel Wibmer:

Facebook: www.facebook.com/Gabriel-Wibmer
Instagram: www.instagram.com/wibmergabriel
YouTube: www.youtube.com/channel/Gabriel_Wibmer

All photos by Sebastian Sternemann & Hannes Berger & oureaproductions & Andrea Zanier

Custom Bikes, die HOPE Tech 3 Duo und eine Geschichte, die mir die Schuhe ausgezogen hat.

Am 28. September veröffentlichten wir auf Facebook diesen Beitrag und erhielten viele Bilder von Lesern zu deren fertigen oder noch aktuellen Custombike-Projekten. Eine Nachricht bewegte mich jedoch sehr und hiterließ ein unglaubliches Gefühl von Schwere in mir.

Es ist die Geschichte hinter einem Bike, welches ich persönlich (aus der Sicht eines studierten Designers) besonders gut fand. Die Farbkombination zwischen Neon-Gelb und Purple fand ich perfekt und man sah, dass hier mit viel Liebe zum Detail gearbeitet wurde. Es war das Bike von Sascha, der uns direkt im Messenger anschrieb.

Ich wollte nun wissen, was er noch am Bike umsetzen möchte und vor allem, wo man in Lübeck so fährt, schließlich ist es dort verdammt flach. Die Antwort, die mir Sascha schrieb, lies mich eins, erstmal tief Luft holen und durchatmen. Ich dachte Shit, wer rechnet mit so etwas! Sascha schrieb mir, dass er sich das Bike gerade aufbaut, aber fahren so eine Sache ist, da er halbseitenbehindert ist. Er kann zwar schon fast wieder einen Bunny-Hop aber an den Wheelie traut er sich nicht ran. Der Grund? Er hat kein Gefühl in der rechten Hand hat und rutscht daher meist vom Bremshebel ab, kann diesen nicht dosieren, was inzwischen schon öfter zu unschönen Unfällen geführt hat.

Da ich nicht wusste, was ich jetzt schreiben sollte, bedankte ich mich für die coolen Bilder und schrieb, dass ich jetzt leider losmuss, mich aber nochmal bei ihm melden möchte. Das Ganze hatte mich wirklich mitgenommen. Vor allem deshalb, weil mir Sascha noch ein paar Infos mitgab, wie es zu der Halbseitenlähmung gekommen ist, die wirklich schwer verdaulich waren. Ich dachte mir nur: Hey, der Junge ist genau so alt wie ich – wie kann sowas nur passieren!

Sascha hatte eine plötzlich auftretende Hirnblutung, musste anschließend in ein künstliches Koma versetzt werden. In dieser Zeit hörte sein Herz zweimal auf mit schlagen, zweimal wurde er reanimiert. Als Sascha endlich aus dem Koma geholt wurde, konnte er nicht mehr laufen, sprechen, noch sonst irgendetwas. Und wer denkt, dass es eigentlich nicht schlimmer kommen könnte, hat sich geirrt. Sascha musste nicht nur alles neu erlernen, er ist seitdem auch halbseitenbehindert.

Nachdem ich das alles etwas sacken lies, wurde mir bewusst, dass wir uns oftmals mit Problemen beschäftigen oder aus Dingen welche machen, die es nicht wert sind, Lebenszeit und -freude zu verschwenden. Die Geschichte von Sascha, hat mich so geerdet, dass ich mich trotz aller persönlichen Schwierigkeiten, die ich zu diesem Zeitpunkt hatte, schlagartig von diesen befreit sah. Sie waren auf einmal nichtig und hatten komplett an Größe verloren.

Aber die Geschichte lies mich nicht in Ruhe und irgendwie wollte ich hier etwas Gutes bewirken – ich wollte helfen, obwohl ich nicht wusste wie. Als ich mich abends im Bett wälzte und mir die Geschichte wieder einmal durch den Kopf stolzierte, dachte ich an das Treffen mit Robin Warne von Hope Technologies. Als wir uns dieses Jahr auf der Eurobike trafen, zeigt er mir die Neuerungen und Updates von HOPE. Ein Produkt, was hier jeden Messebesucher ins Auge fiel, war der HOPE Tech 3 duo. Eine Bremszange mit zwei Hebeln.

Robin meinte, dass dieser extra für Leute mit einer Beeinträchtigung entwickelt wurde. Und somit lag jetzt auch die Lösung auf der Hand: Ich muss unbedingt Robin kontaktieren!

Gesagt getan. Am nächsten Morgen dauerte es nicht lange – ich schrieb Robin über unseren Facebook-Beitrag und einer Leserreaktion, die ein schweres Gefühl in mir hinterließ. Auch HOPE war schockiert über die Geschichte, die ich nun erzählte und wollte helfen. Robin fragte daher sofort: Welche Farbe, welcher Bremskolben und wohin müssen wir liefern? Die Lieferung ist noch am selben Tag raus und es war für mich ein unbeschreibliches Gefühl, da ich wusste, dass ich auch gleich Sascha hierzu kontaktieren werde.

Ich schrieb also Sascha im Messenger an, um seine Telefonnummer zu erfragen. Naja, Sascha fackelte nicht lange und somit hatten wir uns fünf Minuten später an der Strippe. Und es hat sich angefühlt, als würde man in den Anzug des Weihnachtsmannes schlüpfen, um „Ho, ho, ho – seh mal, was ich hier für dich habe!“ zu schreien. Es war ein wirklich unbeschreibliches Gefühl und Sascha freute sich so sehr, dass es kurzzeitg ziemlich ruhig am Telefon wurde, ihm selbst fehlten nämlich die Worte.

Inzwischen schreibe ich öfter mal mit Sascha, um abzuchecken wie es mit dem Radeln läuft und er geht, seitdem er die Hope Duo hat, wieder sehr oft biken. Und aus diesem Grund möchte ich Euch diese Bilder nicht vorenthalten, die mir „Sasch“ wie ich Ihn inzwischen nenne, zugesandt hat.

Ich möchte mich hiermit herzlichst bei HOPE Technologies bedanken, die mich persönlich bei diesem Anliegen und somit auch Sascha unterstützt haben. Falls Ihr selbst Personen kennt, für die die HOPE Tech 3 Duo eine Unterstützung sein könnte oder Euch einfach mehr Informationen einholen möchtet, hier geht´s zur HOPE TECH 3 DUO

Euer Markus

Die Stopps der Crankworx World Tour stehen fest

Innsbruck, Österreich, 5. November 2019 – Im Rahmen der Crankworx World Tour 2020 messen sich die besten Freestyle- und Downhill-Mountainbiker der Welt an drei legendären Orten:

1. – 8. März 2020: Crankworx Rotorua
10. – 14. Juni 2020: Crankworx Innsbruck
5. – 16. August 2020: Crankworx Whistler

2020 Crankworx World Tour preview

Nach dem zehnjährigen Jubiläum im vergangenen Jahr ist Crankworx Rotorua auch 2020 wieder für den Auftakt verantwortlich und startet mit Vollgas in ein neues Jahrzehnt der Gravity-MTB-Action. Wie bereits 2018 und 2019 zählt der Dual Slalom auch 2020 wieder zu den Highlights. An einer neuen Strecke wird bereits getüftelt.

„Es ist so ein geiles Gefühl, Crankworx bei uns in Rotorua zu haben,“ so Lokalmatador Keegan Wright, der in der Stadt auf der North Island lebt. Bei der Crankworx World Tour 2019 gewann der Neuseeländer zwei Contests vor Heimpublikum: den 100% Dual Slalom am Anfang der Festivalwoche sowie den GIANT Toa Enduro presented by CamelBak. „Die Streckenbauer übertreffen sich jedes Jahr aufs Neue. Die Kurse werden bei allen Disziplinen immer noch besser und anspruchsvoller. Ich kann es kaum erwarten, denn die Stimmung bei Crankworx Rotorua ist einfach der Hammer.“

Danach steht mit Crankworx Innsbruck der einzige Stopp in Europa auf dem Programm. In der Mitte der Saison geht’s im Herzen der Alpen um wichtige Punkte für die Gesamtwertung. Seit drei Jahren verleiht Innsbruck dem Crankworx-Mix mit einigen der besten Kurse der Welt vor atemberaubender Bergkulisse, einer lebhaften Expo-Area, Party-Highlights und Tiroler Kultur einen ganz besonderen Charme.

„Crankworx Innsbruck ist für mich immer ein absolutes Highlight der Saison“, so der Tiroler Peter Kaiser (AUT), der 2019 bei den Official European Whip-Off Championships presented by Spank auf dem Podest landete. Zusammen mit den lokalen Entscheidungsträgern hat sich Kaiser erfolgreich dafür eingesetzt, dass die Crankworx World Tour der Tiroler Landeshauptstadt auch in den nächsten drei Jahren erhalten bleibt. Dementsprechend können sich MTB-Fans in Europa bis 2022 auf MTB-Freestyle-Action vom Feinsten freuen. „Crankworx Innsbruck heißt für mich eine Woche tolle Stimmung in der Stadt und Fahren mit Freunden auf den besten Strecken der Welt. Ich finde es total cool, dass dieses Festival die internationale MTB-Elite mit heimischen Athleten und #MTBInnsbruck – der lokalen Bike-Community – zusammenbringt.“

Das große Saisonfinale steigt Mitte August bei Crankworx Whistler. Nur wenige Tage nach Ende der Olympischen Sommerspiele in Tokio geben sich die weltbesten Gravity-Biker im MTB-Mekka Whistler ein Stelldichein. Zu den Highlights zählen der siebte Stopp der Enduro World Series, die Entscheidungen im Kampf um den Titel King bzw. Queen of Crankworx sowie das dritte und finale Event um die Triple Crown of Slopestyle. 2020 wird bei Crankworx Whistler auch der Red Bull Joyride sein zehnjähriges Jubiläum feiern.

„Ich liebe es, alle meine Bike-Freunde aus der ganzen Welt gleichzeitig nach Whistler zu holen und mit ihnen dieses unglaubliche Erlebnis zu teilen“, freut sich die Kanadierin Vaea Verbeeck, die 2019 den Titel Queen of Crankworx gewann. „Die Menschen, die man normalerweise im Dorf oder im Bikepark trifft, stehen bei Crankworx am Streckenrand und feuern einen an. Das ist echt ein großartiges Gefühl. Whistler hat nicht nur einen der weltbesten Bikeparks, sondern auch viele andere schöne Orte, die sich wie zuhause anfühlen.“

Details zum Kartenvorverkauf sowie weitere Informationen:

Crankworx Rotorua:
– Festival Tickets und VIP Tickets sind bereits im VVK erhältlich: https://www.crankworx.com/rotorua/tickets/
– Super Saver Tickets sind bis 26. Dezember NZDT im VVK erhältlich
– Aktuelle Infos: Crankworx Rotorua Facebook

Crankworx Innsbruck:
– Festival Tickets und VIP Tickets sind ab dem Frühjahr im VVK erhältlich
– Aktuelle Infos: Crankworx Innsbruck Facebook

Crankworx Whistler
– VIP Tickets sind ab Dezember im VVK erhältlich
– Aktuelle Infos: Crankworx Whistler Facebook