Eurobike 2019 bestätigt: Radfahren trifft den Zeitgeist

28. Eurobike endet mit 39 834 Fachbesuchern und 21 240 Fahrradfans – Internationale Beteiligung aus 99 Nationen – Top-Themen: urbane Mobilitätslösungen und Networking

Friedrichshafen – Nach vier Tagen, in denen die glänzende Zukunft des Fahrrads dargestellt wurde, ging die Eurobike 2019 am Samstag mit großem Erfolg zu Ende. Mehr als 1 400 Aussteller präsentierten mehr als 60 000 internationalen Teilnehmern aus der Fach- und Publikumswelt die neuesten technologischen Innovationen und stärkten ihre Geschäftsbeziehungen. Von globalen Marktführern bis hin zu visionären Start-Ups – die Unternehmen demonstrierten mit ihrer Neuheiten-Vielfalt hochwertigste Fahrradlösungen mit sofortigem Nutzen für Klima und Gesellschaft.

„Die Eurobike 2019 war eine innovationsgeladene Mobilitäts-Show, auf der Hersteller aus aller Welt die Zukunft des Fahrrads mit all seinen Komponenten als Sportgerät wie auch begehrter Mobilitätsträger beleuchteten. Etablierte, wie auch viele neue Aussteller spiegelten mit ihren Produkten die gegenwärtige Aufbruchsstimmung im Markt wider. Angetrieben vom besonderen Schub der Elektrifizierung wurde in Friedrichshafen klar: Das Fahrrad spielt eine zunehmend wichtige Rolle – ob in der Stadt oder auf dem Land, in der Freizeit oder auf dem Weg zur Arbeit“, resümiert Messe-Geschäftsführer Klaus Wellmann die 28. Eurobike.

Das wirtschaftliche Interesse und die Freude am Radfahren drückt sich auch an den Zahlen der Eurobike 2019 aus: 39 834 Fachbesucher (2018: 37 379), 1 345 Medienvertreter und 21 240 Bikefans am finalen Festival Day reisten aus 99 Nationen (Auslandsanteil von 59 Prozent) zur weltgrößten Branchenmesse an den Bodensee, um sich auf dem komplett belegten Messegelände über Radpremieren, neue Antriebe, Ausrüstung und Dienstleitungen zu informieren. Siegfried Neuberger, Geschäftsführer vom Zweirad-Industrie-Verband erklärt: „Die Stimmen aus dem ZIV-Mitgliederbereich sind durchweg positiv, die Rückkehr zum späten Messetermin wird mehrheitlich begrüßt. Das Interesse der Fachbesucher ist hoch, die Gespräche sind von ausgezeichneter Qualität. Besonders stark in diesem Jahr ist die Resonanz von Seiten der Medien und der Politik.“

Die Präsenz von marktführenden Unternehmen sowie das qualitativ hochwertige Angebot aus allen Bereichen des Fahrrad-Segments sorgten für großes Interesse der Besucher. „Unsere Mission ist es, Ausstellern und Fachbesuchern beste Geschäftsmöglichkeiten zu bieten. Ich freue mich, dass die Eurobike die hohen Erwartungen erfüllt hat und die Hersteller wie auch Fachbesucher den geschäftlichen Erfolg ihrer Messebeteiligung beziehungsweise ihres Messebesuchs positiv bewerten. Die Eurobike hat sich als globale Leitmesse des Bike-Business etabliert, sie zieht das ‚Who is Who‘ der Szene nach Friedrichshafen und schafft als Netzwerk- und Knowhow-Plattform viele reale Mehrwerte über das Produkt hinaus. Viele der Newcomer sind etablierte Unternehmen aus dem Technologiesegment und bringen ihre Sicht auf den aktuellen Megatrend Mobilität ein“, sagt Stefan Reisinger, Bereichsleiter der Eurobike.

Zu den zentralen Erkenntnissen der Leitmesse zählt, dass die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen immer differenzierter werden. Die Gesellschaft wird künftig vielfältigste Formen individueller und öffentlicher Verkehrsmittel sehen und die europäischen Kaufprämien-Programme scheinen zu ziehen. Angetreten, den Absatz neuer Elektrofahrzeuge zu fördern, zeigen sich die Aussteller von Kleinstfahrzeugen, Cargobikes, E-Mobility-Lösungen und E-Scootern ausgesprochen zufrieden. Die erweiterte Cargo Area zählte zu den Hot Spots der Eurobike 2019 und gerade Fuhrpark- und Transport-Logistiker haben ein starkes Auge auf diesen Zweig gerichtet. „Cargobikes sind das ‚Yes We Can‘ der Fahrradbranche“, bringt es Lastenrad-Experte Arne Behrensen auf den Punkt.

Auch wenn neue Mobilitätsangebote und digitale Innovationen im Fahrradmarkt an Bedeutung gewinnen, ist die Eurobike unverändert eine Messe, die den Produktneuheiten rund um das sportive Fahrrad eine große Bühne bereitet. Und auch in diesem Segment gibt es am Bodensee spannende neue Impulse. „Wir sind besonders zufrieden mit dem B2B-Zuspruch und treffen hier auf der Eurobike auf viele unserer deutschen Händler, registrieren aber auch Besuch aus anderen europäischen Ländern und Asien. Es freut uns sehr, dass wir einen Eurobike Award für unser E-Roadbike bekommen haben. Dass es aber auch viele Menschen gibt, die ihr Rad leidenschaftlich gerne ausschließlich mit Muskelkraft antreiben, freut uns als sportiv ausgerichtete Marke dennoch sehr“, sagt Andrea Gastaldello, CEO vom italienischen Hersteller Wilier Triestina.

Erstmals ist die Eurobike mit dem neuen Kongressformat ‚Bike Biz Revolution‘ für Hersteller, Händler, Entscheider und Medienvertreter am Messevortag ins Rennen gegangen und war auf Anhieb bestens besucht. Quintessenz des neuen Formats: Die Digitalisierung der Branche ist bereits in vollem Gange und es tut gut, auch etwas kontrovers darüber informiert zu werden. „Die ‚Bike Biz Revolution‘ hat mich vollständig überzeugt: spannende Schlaglichtthemen, tolle Referenten, entspannte Atmosphäre. In diesem Setting kommt man mit vielen klugen Köpfen ins Gespräch und gedanklich einen Schritt weiter“, sagt Thomas Sauter-Servaes, Studiengangleiter Verkehrssysteme von der Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Im Rahmen dieser Konferenzreihe wurde mit ‚Eurobike Connect‘ auch das erste Business-Netzwerk für die Bike- und Mobilitätsbranche präsentiert. Die neue Digital-Plattform wird Hersteller, Zulieferer und Händler auch außerhalb des Events verbinden und das Finden, Vergleichen und Verkaufen von Produkten erleichtern.

Infotainment rund um die neuen Bike-Trends bot der Eurobike Festival Day, der am Wochenende 21 240 Besucher nach Friedrichshafen lockte. „Die Resonanz darauf ist sehr gut und wir konnten den richtigen Impuls setzen, um künftig mehr Menschen auf das Rad zu bringen“, freut sich Eurobike-Projektleiter Dirk Heidrich. Über 1000 Testmodelle standen in der Demo Area zur Probefahrt bereit. Obendrauf gab es Show-Performances mit den Stars der Bike-Szene, viele Vorträge und bei Holiday on Bike Tipps zu Radreisen in aller Welt.

Eurobike-Termin 2020

Die Eurobike 2020 findet von Mittwoch, 2. bis Samstag, 5. September 2020 auf dem Messegelände in Friedrichshafen statt. Weitere Informationen unter: www.eurobike.com und www.facebook.com/eurobike.tradeshow.

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UCI World Championship – Red Bull live stream

Brook Mcdonald

Schnee, Matsch und Zerstörung, trotz widriger Bedingungen werden heute zum zweiten Mal seit 2012 die UCI World Champs in Leogang ausgetragen. Wer World-Champion 2020 wird und ob das Rennen bei Schneefall abgebrochen wird, erfahrt ihr im Red Bull live stream.

Die Wetterbedingungen machen den diesjährigen Kurs in Leogang besonders anspruchsvoll. Vom abschüssigen Startbereich, bis hin zum neuen, wurzeligen Waldstück nach dem berühmten Motorway wird den Athleten ihr ganzes Können abverlangt. Die UCI verkündete freitags, dass bei zu starkem Schneefall am Sonntag die Zeiten des Qualifying als Rennzeiten gezählt werden. Das sorgte somit für ein sehr spannenden Freitag. Die Bestzeiten findet ihr hier.

TOP 10 Elite Frauen

Elite Women DH

TOP 20 Elite Männer

MENS RESULTS

Wir sind uns sicher, dass der heutige Renntag ein spannender wird und freuen uns auf die Live Übertragung auf Red Bull TV. Die Elite Frauen starten um 12:30 Uhr, die Elite Männer folgen um 14:30 Uhr. Den Link zum Event findet ihr hier:

Live Stream

 

 

Test: Scott Gambler Tuned 900

scott gambler

Kaum ein Bike sorgte beim Release für so viel Furore auf dem Downhill-Markt wie das Scott Gambler. Das Race-Bike aus der schönen Schweiz bietet neben der Wahl von 29″ oder 27.5″ eine ganze Auswahl an individuellen Einstellungsmöglichkeiten. Wir durften das 15,7kg Leiche Top-Modell vor einiger Zeit testen und wollen euch hier das Scott Gammler 900 in der Top Variante  und seine Schwestermodell vorstellen.

Das Scott Gambler, schon seit weit mehr als einem Jahrzent bekannt aus dem Downhill-Worldcup und beinahe allen bekannten Freeride-Events, kommt für die Saison 2020 komplett modernisiert daher. Bei der Entwicklung des Gamblers legte Scott extrem viel Wert auf einen superleichten Rahmen, der jedoch auch die nötige Stabilität für die härtesten Tracks der Welt aufweisen und vor allem eins sein soll – schnell. Doch stand nicht nur die pure Steifigkeit und das niedrigste Gewicht im Vordergrund, sondern auch das passende Niveau des lateralen Flex wurde nach eigenen Angaben bedacht. Um hier aus dem Vollen zu schöpfen, arbeitete Scott eng mit ihren Teamfahrern zusammen, so waren in den letzten Jahren bei Brendan Fairclough und Lucas Dean verschiedenste Prototypen im Downhill-Worldcup im Einsatz.

scott gambler

Der bewährte Eingelenker-Hinterbau wich bei der Reinkarnation des Bikes einem klassischen Viergelenker mit Horst-Link und somit hatte das Scott Gambler 2020 ein komplett überarbeitetes Suspension Design verpasst bekommen. Optisch sind daher quasi keine Gemeinsamkeiten zu erkennen, denn gegenüber des Vorgängermodells sieht das Gambler 2020nabsolut clean und weniger verschachtelt aus. Treu blieb Scott der enormen Vielzahl an Einstellmöglichkeiten, da unter anderem der Lenkwinkel, die Länge der Kettenstreben oder auch die Höhe des Tretlagers perfekt an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden können. Hier mussten gegenüber der 2013 gelaunchten Vorgänger-Version zusätzlich einige Faktoren berücksichtigt werden, da das Gambler zwar in 29 Zoll ausgeliefert, doch die Wahl der Laufräder dem Rider selbst überlassen wird.

Uns war nur das getestete Scott Gambler Tuned 900 verfügbar, welches mit Highend-Ausstattung, einem laut Hersteller 2650g leichten HMX-Carbonrahmen und vielen weiteren, smarten Detaillösungen daher kommt. Nun ist das Gambler in vier verschiedenen Versionen erhältlich, wobei von zwei Alu-Bikes, über ein Hybridbike mit Alu-Hinterbau und Kohlefaser-Hauptrahmen, bis zum Vollcarbon-Bike alles geboten ist, was das Bikerherz begehrt. Die Preise variieren hier zwischen 3699€ und 7999€. Scott spricht durch die verschiedenen Rahmenmaterialien und Ausstattungsvarianten ein breites Klientel, vom Vollblut-Racer bis zum gelegentlichen Bikeparkbesucher, an. Die Möglichkeiten bei der Wahl der Ausstattung reichen vom günstigeren Rock Shox/X-Fusion-Fahrwerk bis zur Top-Variante mit Fox Factory-Fahrwerk. Auch in Sachen Laufräder lassen die Hersteller, wie oben bereits kurz erwähnt, dem Endkunden alles offen, da auch der Aufbau mit 650b oder auch als Mullet-Bike, mit 29 Zoll vorne und 27,5 Zoll hinten, beim Gambler kein Problem darstellt. Alle Modelle werden jedoch mit 29 Zoll Laufrädern ausgeliefert. Zusätzlich zu den Komplettbikes bietet Scott das Gambler Tuned 900 auch als Frame-Kit inklusive Fox DHX2 und Syncros Steuersatz für 4199€ an.

 

Scott Gambler 900Scott Gambler 910Scott Gambler 920Scott Gambler 930

Schott gambler

Rahmen: Gambler HMX Carbonrahmen
Dämpfer: Fox DHX2 200mm
Gabel: Fox 49 Factory Float 203mm
Schaltung: Sram XO1 DH
Bremse: Sram Code RSC
Laufradsatz: Syncros Revelstoke DH 1,5 TR
Gewicht: 15,79kg (nachgewogen)

Preis: 7.999 Euro

scott gambler

Rahmen: Gambler HMX Carbon/Alu-Rahmen
Dämpfer: Fox DHX2 200mm
Gabel: Fox 40 Performance Elite 203mm
Schaltung: Sram GX DH
Bremse: Sram Code R
Laufradsatz: Formula DHL-157/92
Gewicht: 16,7kg (Herstellerangabe)

Preis: 5.999 Euro

scott gambler

Rahmen: Gambler Alu-Rahmen
Dämpfer: Fox VAN RC 200mm
Gabel: Fox 40 Performance Elite 203mm
Schaltung: Sram GX DH
Bremse: Shimano BR-MT 520
Laufradsatz: Formula DHL-157/92
Gewicht: 17,1kg(Herstellerangabe)

Preis: 4.399 Euro

scott gambler

Rahmen: Gambler Alu-Rahmen
Dämpfer: X-Fusion Vector R 200mm
Gabel: Rock Shox Boxxer Select 200mm
Schaltung: Sram X5
Bremse: Shimano BR-MT520
Laufradsatz:Formula DHL-157/92
Gewicht: 16,9kg (Herstellerangabe)

Preis: 3.699 Euro

Die Einstellmöglichkeiten kurz zusammengefasst

  • Wahlweise 27,5 Zoll oder 29 Zoll
  • Anpassbare Länge der Kettenstreben von 435mm bis 450mm
  • 4-Wege-Flip-Chip am unteren Dämpferauge für eine optimale Anpassung der Höhe des Tretlagers und Optimierung der Kinematik, je nach Laufradgröße
  • Mitgelieferte Steuersatzschalen für einen anpassbaren Lenkwinkel von 62° bis 64°

Am Scott Gambler 2020 gibt es zwei Möglichkeiten der Längenanpassung der Kettenstreben und somit auch der Gesamtlänge um +-15mm. Dies sorgt dafür, dass der Rider das Bike optimal an die Gegebenheiten des Tracks anpassen kann, also zusammengefasst gesagt: Lange Einstellung für mehr Laufruhe und kurz für mehr Agilität. Das wird jedoch nicht nur durch die Länge der Kettenstreben beeinflusst, sondern auch die Wahl der Laufradgröße spielt hier eine entscheidende Rolle. So kann das Scott Gambler beispielsweise mit 650b und langer Hinterbaueinstellung ebenso gefahren werden, wie mit 29 Zoll und kurzen Streben.

Neben der Länge der Kettenstreben beeinflusst auch der Flip-Chip im unteren Dämpferauge die Fahreigenschaften des Bikes erheblich. Dieser bietet dem Biker zwei verschiedene Höheneinstellungen des Tretlagers, mit dem es um 8,5mm oder um 24,2mm abgesenkt werden kann. Ebenfalls bedeutsam erscheinen uns auch die zwei Bohrungen im Flip-Chip, die über ein lineares oder ein progressives Verhalten entscheiden. Diese Geometrie- und Dämpferoptionen sollen dazu beitragen, den Massenschwerpunkt des Fahrers zwischen den Rädern ideal zu platzieren, sodass ein optimales Level aus Balance und Traktion gegeben ist. Zu guter Letzt kann auch der Lenkwinkel durch die mitgelieferten Steuersatzschalen optimal auf die Gegebenheiten der Strecke, des Bike-Setups und der persönlichen Vorlieben des Riders angepasst werden.

scott gambler

Geometrie des Scott Gambler 2020

Die Geometriedaten des Scott Gambler sind durch die enorme Anzahl an Einstellmöglichkeiten enorm umfangreich, da jegliche Anpassungen vielerlei Werte beeinflussen. Alle Größen verbindet jedoch vor allem eines – sie sind allesamt lang und flach, wie die meisten der aktuellen 29 Zoll Race-Downhillbikes. Der Lenkwinkel bewegt sich zwischen 62° und 64° und der Radstand variiert von 1207,6mm in Größe S, bis zu 1302,8mm in Größe XL. Anders als bei den früheren Gambler-Plattformen sind nun vier Rahmengrößen von S bis XL verfügbar, die Reach-Werte von 400,2mm bis 495,0mm aufweisen. Für kleinere Fahrer der Größen S und M wählte Scott den Sitzwinkel etwas steiler, damit diese den Sattel tiefer stellen können und trotzdem der gefürchtete Kontakt zwischen Reifen und Sattel vermieden werden kann.

S/900 S/700 M/900 M/700 L/900 L/700 XL/900 XL/700
Low BB Setting High BB Setting Low BB Setting High BB Setting Low BB Setting High BB Setting Low BB Setting High BB Setting
Lenkwinkel in ° 62,9 63,2 62,9 63,2 62,9 63,2 62,9 63,2
Steuerrohrlänge in mm 110 110 110 110 110 110 110 110
Oberrohrlänge horizontal in mm 537,4 535,7 567,5 565,7 621,0 618,9 651,1 648,9
Überstandshöhe in mm 719,3 712,3 711,6 705,0 712,1 705,8 709,6 703,6
Tretlagerabsenkung in mm -24,2 -8,5 -24,2 -8,5 -24,2 -8,5 -24,2 -8,5
Tretlagerhöhe in mm 346,4 342,6 346,0 342,6 345,4 342,6 346,2 342,6
Radstand in mm 1207,6 1212,8 1237,6 1242,8 1270,0 1272,8 1297,6 1302,8
Sitzrohrlänge in mm 405,0 405,0 405,0 405,0 405,0 405,0 405,0 405,0
Sitzwinkel in ° 66,8 67,2 66,8 67,2 63,8 64,2 63,8 64,2
Kettenstrebenlänge in mm 438,7 435,0 438,7 435,0 438,7 435,0 438,7 435,0
Reach in mm 400,2 405,0 430,3 435,0 460,4 465,0 490,5 495,0
Stack in mm 636,2 631,3 636,2 631,3 633,5 631,3 636,2 631,3

Details des Gambler Tuned 900

Das Scott Gambler Tuned kommt in einem knalligen Orange daher, bietet einige smarte Detaillösungen und reiht sich optisch klasse in die Produktpalette neben die neuen Ransom- und Genius-Modelle ein. Die am Gabelanschlag eingeführten Züge für Schaltung und Bremse verlaufen innenverlegt im Rahmen, kommen nahe des Dämpfers erst wieder zum Vorschein und sorgen so für ein aufgeräumtes Bike. Dort sind sie durch eine Klemme und einige Kabelbinder fixiert, die klappernden Leitungen vorbeugen sollen. Der eingelassene Rahmenschutz an der Unterseite des Unterrohrs und die Gummibeschichtung an der Kettenstrebe antriebsseitig sollen ebenfalls für ein leises Bike sorgen.  Dies tun sie in der Praxis auch, jedoch könnten sie seitens des Herstellers etwas großzügiger gewählt werden, da der Rahmen im Test einige kleine Lackabplatzer davontrug. Was neben den klug verlegten Zügen jedoch ebenfalls gefällt, ist das Syncros Trail DH Schutzblech an der Front, welches Fahrer und Bike bei schlechten Bedingungen zuverlässig schützt.

scott gambler

Die Ausstattung des Gambler Tuned 900

Das Scott Gambler Tuned 900 kostet knapp 8000€ und bringt daher natürlich nur die edelsten Komponenten mit. Beim Fahrwerk setzen die Schweizer auf eine Fox 49 und einen Fox DHX2, jeweils in der Factory-Ausführung mit 203mm/200mm Federweg. Am Scott Gambler Tuned 900 fungiert der leichte Sram XO1-DH-Antrieb, der mit sieben Gängen und einem 34T Kettenblatt an der XO1 DH-Kurbel ausreichend Bandbreite bietet. Ebenfalls aus dem Hause Sram kommt die bissige Guide RSC mit 200mm großen Bremsscheiben.

Bis auf die Maxxis Assegai Reifen in 29×2,50 kommen alle weiteren Komponenten von der Scott Eigenmarke Syncros, wie die Syncros Revelstoke DH 1.5 Alu-Laufräder. Vor allem die Syncros Hixon iC DH Carbon Lenker-Vorbau-Kombi mit 15mm Rise, 8° Backsweep und 800mm Breite sticht hier hervor und an diesem sind die Syncros Pro DH dual Lock-On Griffe montiert. Ebenfalls von Syncros kommt der Steuersatz, ebenso wie der Comox Sattel, der durch seine spezielle Form für den Einsatz an 29 Zoll Downhillbikes entwickelt wurde.

Rahmen Gambler HMX Carbonrahmen
Federgabel FOX 40 Factory Float 203mm
Dämpfer FOX DHX2 200mm
Laufräder Syncros Revelstoke DH 1,5 TR
Reifen VR Maxxis Assegai 29×2.5″
Reifen HR Maxxis Assegai 29×2.5″
Schaltwerk SRAM XO1 DH Short cage/7-Speed
Schalthebel SRAM XO1 DH Trigger Shifter
Kurbel SRAM X01 DH DUB Carbon 34T Alloy Chainring DM/165mm
Umwerfer
Bremse SRAM Code RSC
Bremsscheiben SRAM Centerline (200mm)
Sattelstütze Syncros DH1.5/31.6mm/Alloy7050
Sattel Syncros Comox 1.5 Titanium Rails
Vorbau
Lenker Syncros Hixon iC DH Carbon 15mm Rise/8°/800mm

Das Scott Gambler Tuned 900 auf dem Trail

Um das Scott Gambler auch in der Praxis genau unter die Lupe zu nehmen, ging es auf die Downhillstrecke der MTB-Zone Geißkopf und verschiedenste lokale Trails, die dem Bike bei schlechten Bedingungen in den nasskalten Monaten alles abverlangen sollten. Auf dem Testbike in Größe L mit 460,4mm Reach, in der langen Kettenstreben- und tiefen-/linearen Tretlager-Einstellung, fühlte ich mich schnell wohl und hatte bei einer Körpergröße von 1,80m das Gefühl sehr zentral und tief im Bike zu stehen. Dieses Setup war vor allem auf der DH-Strecke in Bischofsmais mein Favorit, da ich so nie das Gefühl hatte zu tief im Federweg zu stehen und der Hinterbau auch in der linearen Einstellung sehr aktiv und „poppig“ wirkte. Auf steileren Strecken bevorzugte ich das progressive Setting in Verbindung mit kurzen Streben für maximale Kontrolle und Traktion.

Hier spielten jedoch natürlich auch persönliche Vorlieben eine Rolle. Vor allem versierte Fahrer mit Hang zur Technik können sich hier mit den verschiedensten Setting-Kombination voll austoben und das Gambler auf jegliche Situationen anpassen. Die verbaute 500 lbs Stahlfeder im DHX2 Federbein wirkte bei ca. 80kg Testfahrergewicht straff, doch mit der passend abgestimmten Fox 49 passend für hartes Gelände und meinen persönlichen Geschmack. Bereits vorweg kann verraten werden, dass das Fahrwerk extrem sensibel arbeitete, kleine Schläge sauber herausfilterte und bei größeren Schlägen die nötigen Reserven bot.

scott gambler

Das geringe Gewicht von 15,7kg machte sich am Gambler Tuned 900 schnell positiv bemerkbar, denn es ließ sich absolut spielerisch über die Tracks steuern und seinen Fahrer beinahe vergessen, dass es auf 29 Zoll Rädern mit 1270mm Radstand läuft. Besonders auf angelegten Bikepark-Strecken machte es sich erstaunlich gut, denn in Anliegern ließ es sich, auch im langen Kettenstreben-Setting, agil und dynamisch durch die Kurven zirkeln. Bim springen über Tables und Gaps ließ sich das Gambler leichter als vermutet quer stellen, lud zu Spielereien ein und verzieh auch schräge Landungen problemlos. Auf großen Jumps mit sehr steilen Absprüngen fühlte ich mich im Test nicht immer zu 100% wohl – hier würde jedoch wohl schon der Aufbau als Mullet-Bike Abhilfe schaffen, wie Scott-Teamfahrer Brendog zuletzt in Südafrika während des Dark Fest´s, auf einigen der größten Sprüngen der Welt, eindrucksvoll bewies. Hier sollte man jedoch auch erwähnen, dass das Gambler Tuned vor allem mit 29 Zoll Laufrädern grundsätzlich ein klassisches Racebike darstellt und weniger ein Parkbike, doch durch die verschiedenen Setting-Optionen und die freie Wahl der Laufräder kann bei Bedarf gehörig am Charakter des Gamblers gefeilt werden.

scott gambler

 

In gröberem Gelände lief das Gambler genau so, wie man es von einem modernen 29 Zoll Downhill-Racebike erwartet. Es strahlte viel Laufruhe aus und ließ sich zudem absolut präzise steuern. Durch ruppige Passagen ließ sich viel Speed generieren, denn die 29er Alu-Laufräder rollten über (fast) alles problemlos hinweg und sorgten gefühlt für etwas mehr Komfort, da Rahmen und Cockpit in Kombination doch recht steif wirkten. Besonders für weniger geübte Fahrer empfiehlt sich an diesem Bike statt der Syncros Lenker-Vorbau-Kombination ein konventionelles Cockpit aus Aluminium, das weniger Steifigkeit aufweist. Persönlich hatte ich im Test zwar wenig Probleme, doch musste an ausgewaschenen Stellen und bei Bremswellen der Lenker gut festgehalten werden, dies kann vor allem auf längeren Strecken für mächtig Armpump sorgen.

In Steinfeldern marschierte das neue Gambler in toller 29er-Manier und wusste besonders durch Effektivität zu begeistern, da es auch bei der falschen Linienwahl zielstrebig in Richtung Tal ging. Was besonders gefiel war, dass das Bike absolut leise, ja schon fast geräuschlos fährt, was im Test unter anderem durch die leise Syncros Nabe und die interne Zugführung begünstigt wurde.

scott gambler

Fazit

Das Gambler Tuned 900 wusste im Test zu überzeugen und zeigte all das auf ,was für ein modernes Downhill-Racebike nötig ist. Die Ausstattung wirkte sehr durchdacht und ließ kaum Wünsche offen, denn neben des exzellent arbeitenden Fahrwerks gab es auch sonst an der Wahl der Komponenten nur wenig zu meckern – leider war der Testzeitraum zu kurz um ein abschließendes Fazit, in Hinsicht auf die Haltbarkeit der Anbauteile und des Rahmens zu geben. Bis auf eine kleine Delle am vorderen Laufrad, einige kleinere Lackabplatzer an den Kettenstreben und dem Tretlager kam es im Test zu keinerlei Defekten.

Artikel und Bilder von Johannes Schreiner

Web www.scott-sports.com

Test Ride: Specialized Stumpjumper EVO 2021

Specialized Stumpjumper EVO

Von Schnee und Regen über rutschige Wurzeln und steile Abfahrten – passender hätten die Bedingungen zum Launch des neuen Specialized Stumpjumper Evo nicht sein können. Wir waren letzte Woche für ein paar Tage nach Saalbach eingeladen und konnten dort das neue, aggressive Trailbike zum ersten Mal testen. Wir hatten eine Menge Spaß und wollen euch an unseren ersten Testfahrten teilhaben lassen.

Eine kleine Gruppe an Medienvertretern, ein tolles Chalet am oberen Ortsende von Saalbach und ein Trailbike der Extraklasse waren bei der Vorstellung des neuen Specialized Stumpjumper EVO die Schlagworte für ein absolut spannendes Event. Unsere Unterbringung sorgte bereits von Anfang an für ein Gefühl von Heimat. Natürlich trugen neben den tollen Zimmern auch das leckere Essen und die Sauna zur Gemütlichkeit in diesen Tagen ihren Teil bei – an dieser Stelle nochmal ein riesen Dankschön an die Jungs von Specialized, die uns bestens versorgt haben. Einzig und allein das Wetter wollte nicht so wirklich mitspielen – doch wie schon tausendfach gehört gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Kleidung. So packten wir uns dick ein, warfen die Regenkleidung über und schon konnte die wilde Testerei auf den vielseitigen Trails in Saalbach Hinterglemm losgehen.

Specialized Stumpjumper EVO

Die wichtigsten Daten des brandneuen Stumpjumper EVO kompakt zusammengefasst

  • Einsatzgebiet: Trailbike
  • Laufradgröße: 29 Zoll
  • Federweg vorne: 160mm
  • Federweg hinten: 150mm
  • Laufradgröße: S1 – S6
  • Rahmenmaterial: Carbon oder Aluminium
  • Varianten, Preise und Verfügbarkeit: Das Stumpjumper EVO 2021 ist ab sofort erhältlich

Bevor wir zu den praktischen Eindrücken auf den Trails kommen, noch ein paar Worte zum Konzept, der Grundidee und dem Einsatzgebiet des Stumpjumper EVO 2021. Kurz gesagt – das Stumpjumper soll ein Trailbike sein, wie es im Bilderbuch steht und in erster Linie jedem Rider ein Lächeln in sein Gesicht zaubern. Erste auffällige Veränderung zum Vorgänger: Der Federweg wuchs hinten wie vorne jeweils um 10mm an, was schon so einiges über den Charakter des erneuerten Bikes aussagt. Jedoch wurde nicht nur auf die Performance bergab Wert gelegt; auch die Klettertauglichkeit des EVOs wurde miteinbezogen. Damit wollen die US-Amerikaner ein möglichst vielseitiges Bike, welches ein Maximum an Kontrolle verspricht, entwickelt haben.

Technisch hat sich so einiges geändert und so erinnert die Silhouette zwar an das Vorgängermodell, doch eigentlich steht hier ein völlig neues Bike vor einem. Die meisten dieser Veränderungen werden wohl nur Kennern und Technik-Nerds auffallen und um euch jetzt nicht noch länger auf die Folter zu spannen, zeigen wir hier noch in bildlicher Form einige Details auf, gehen kurz auf die Geometrie ein und kommen dann zum interessantesten Teil: der Produktvorstellung – dem First Ride.

Specialized Stumpjumper EVO
Unter dem Trinkflaschenhalter verbirgt sich am EVO natürlich die SWAT Box mit 15% mehr Stauraum als beim Vorgänger und Platz für die speziell entworfene Trinkblase, eine Regenjacke oder anderen Proviant.

Vielseitigkeit vom Feinsten am Stumpjumper EVO 2021

Insgesamt zwölf verschiedene Einstellungsmöglichkeiten bietet Specialized bei allen ihrer sechs „S“-Größen, die von S1 bis S6 reichen und respektive den Größen XS-XXL entsprechen. Diese Vielfalt an Möglichkeiten der Individualisierung erreichte Specialized durch drei Punkte: Eine Steuersteuersatzschale mit drei Einbauvarianten (steep, middle, slack), einen Flipchip im Horst-Link (high, low) und der Möglichkeit das Stumpjumper EVO auch als Mullet-Bike, also mit 29 Zoll Bereifung vorne und 27,5 Zoll hinten zu fahren. Mit diesen Möglichkeiten kann sich jeder Konsument das EVO genau nach seinen Vorlieben anpassen.

Bestärkt wird dies durch das hauseigene „S“-Sizing, welches sich zwar an der konventionellen Größentabelle richtet, sich jedoch sehr spezifisch auf verschiedene Fahrstile anpassen lässt. Um euch das ein bisschen näher zu bringen findet ihr hier sämtliche Illustrationen. Falls ihr Fragen zum Sizing, der Geometrie oder anderen Themen zum Bike habt – lasst gerne einen Kommentar da.

Die Größentabelle bildlich dargestellt

Geometrie

Modern, lang und flach sind wohl die treffendsten Worte um das neue EVO kurz und knackig zu beschrieben und genau so sieht es auch auf dem Papier aus. Durch die zahlreichen Optionen ist natürlich auch die Geometrietabelle enorm umfangreich.

Das Stumpjumper EVO 2021 auf den Trails in Saalbach Hinterglemm

Nicht zuletzt durch die ansprechende, aggressive Optik und das potente Vorgängermodell waren die Erwartungen entsprechend hoch, bevor es an die ersten Testruns ging. Mein Start-SetUp war bei „Low“ am Heck und „Middle“ bei der Steuersatzschale. Nach dem Einstellen an meine Bedürfnisse und dem Einbremsen auf der Teerstraße ging es mit der Testcrew auch schon zur Reiterkogelbahn, wo die Blue-Line zum Einfahren auf uns wartete.

Specialized Stumpjumper EVO

Anfangs hatte ich das Gefühl, dass mir die Rahmengröße S4 bei einer Körpergröße von 1,80m etwas zu groß sei, da ich nicht sofort den sogenannten Wohlfühlfaktor erreichte – was wohl auch an den 4°C gelegen haben könnte. Dieses Gefühl verließ mich nach einer flowigen Abfahrt jedoch schnell und ich hatte fortan keine Probleme mich mit dem Bike zu arrangieren.

Besonders auf ruppigen Abschnitten konnte mich das Stumpjumper EVO vollends überzeugen, da es auch in brenzligen Situationen viel Sicherheit gab, der Spur treu blieb und auch nach der letzten Stufe noch mit massig Reserven parat stand. Hier war gut zu erkennen wie ausgeklügelt die Suspension am EVO ist, denn auch mit der günstigeren Fahrwerksvariante von Fox gab es hier nichts zu meckern. Hier zeichnete sich definitiv die viele Arbeit der Entwicklung ab und es wirkte durchgehend so, als ob Geometrie, Kinematik und Ausstattung optimal aufeinander abgestimmt sind – an dieser Stelle ein großes Lob an Specialized!

Specialized Stumpjumper EVO

Auf flowigen, verspielten Strecken, wie dem Hacklbergtrail, der Blue-Line oder auch der Z-Line in Hinterglemm zeigte das EVO großes Potenzial auch auf angelegten Kurven und anderen Obstacles ein wahrer Garant für ein Maximum an Spaß zu sein. Hier muss ich jedoch anhängen, dass bei meiner Körpergröße ein S3, zumindest für diesen Belang, die sinnvollere Lösung gewesen wäre. Doch hatte ich vor allem durch die recht kurz wirkenden Kettenstreben viel Spaß und nutze auch die ein oder andere Gelegenheit für Spielereien auf und neben dem Trail.

Specialized Stumpjumper EVO

Mein persönliches Fazit zum Specialized Stumpjumper EVO 2021

Um es kurz und knapp zu sagen: Sollte ich in absehbarer Zukunft das Bedürfnis haben, mich bei einem Endurorennen anzumelden, wäre das EVO im Moment meine erste Wahl und somit kann ich es wärmstens empfehlen. Nicht nur für Rennfahrer, sondern auch einem breiten Klientel vom Anfänger bis zum Erfahrenen Shredder da durch die ausgeklügelte Technologie und die Größengebung beinahe für jeden ein sehr flexibles und „rundes“ Rad dabei sein sollte.

Artikel und Bilder von Johannes Schreiner.

Specialized im World Wide Web

www.specialized.de

 

 

 

 

Vali Höll’s – YT TUES World Champs Bike

YT Tues Vali Höll

Am Wochenende stehen die UCI World Champs in Leogang an und obwohl 2020 ein besonderes Jahr ist und wir auf einiges verzichten mussten, bekommen die Pro-Racer auch dieses Jahr wieder Custom Bikes von ihren Sponsoren. Auch Vali Höll wird dieses Jahr wieder mit einem traumhaften Custom YT TUES Rennen fahren und wir stellen euch diesen Carbon Boliden hier vor.

Vali fährt nun schon seit 2014 für den Deutschen Direktversender und das ziemlich erfolgreich. Die Junioren Weltmeisterin wird diese Jahr ihre erste Saison in der Pro Kategorie bestreiten und hat ihr Talent und Können schon am letzten Wochenende beim Crankworx DH In Innsbruck mit einer Goldmedaille unter Beweis gestellt. Wir haben von YT einige Bilder und Details zu Ausstattung zu Verfügung gestellt bekommen und haben diese für euch festgehalten.

YT TUES

Das Cockpit: Vali fährt einen 760mm breiten Descendant Lenker mit einem Rise von 25mm und Griffen von ODI. Bei den Bremsen setzt sie auf Sram Code RSC mit einem Rotor Durchmesser von 220mm vorne und hinten.

Für ausreichend Federweg sorgt die RockShox Boxxer Ultimate Gabel vorne und der RockShox Super Deluxe 250×72.5 Dämpfer hinten.

yt tues

Srams XG-795 Kassette für die X01 DH Schaltgruppe sorgt für den richtigen Antrieb. Vali setzt auf Clipless Pedale und fährt seit einigen Jahren die Crank Brothers Mallet DH.

Bei den Reifen fiel die Wahl auf Den Maxxis DHF 2.50 vorne und den DHRII 2.4 mit Downhill Karkasse hinten. Die Felgen sind die EX471 25mm von DT Swiss. Vali fährt 26PSi vorne und 28Psi hinten ohne Inserts.

Ein absolutes Highlight ist auch die Lackierung. Das schön glänzende Rot fällt direkt auf und die vielen kleinen Details erstrecken sich über den ganze Rahmen.

Auf dem Oberrohr befindet sich das YT Motto – LIVE UNCAGED

YT hat einen Teaser zum Herstellungsprozess des World Champs Bikes veröffentlicht.

Wir sind von Valis Downhill-Machine absolut begeistert und freuen uns endlich wieder auf ein spannendes Wettkampf-Wochenende. Mehr Infos zu YT findet ihr auf der Website des Unternehmens.

Bikes: YT-Industries

Rider: Vali Höll

Photograf: Isac Paddock

 

Marzocchi Bomber DJ

Marzocchi bomber

Die legendäre Gabel ist Zurück! Seit einiger Zeit sieht man sie wieder an den Bikes der Pros, jetzt ist sie endlich für alle erhältlich. Die Marzocchi Bomber Dj vereint das selbe 36mm Chassis ihres großen Bruders Z1, gemacht für 26″ Laufräder, 20x110mm Achsen und designed für maximale Steifigkeit.

Am Wochenende hat man sie wieder beim Crankworx Innsbruck an den Bikes von Thomas Genom und Max Fredriksson gesehen, jetzt ist die Neuauflage des Klassikers wieder erhältlich und soll mit Steifigkeit und einer unkomplizierten Handhabung glänzen. Wer auf Street, Dirt und trickreiches Fahren steht, der sollte mal ein Auge auf die neue DJ werfen.

Obwohl die neue DJ die kleinste im Bomber Sortiment ist, soll sie ihren Geschwistern um nichts nachstehen. Sie teilt sich das selbe 36mm Chassis ihres großer Bruders Z1, ist aber den verspielten 26″ Laufrädern gewidmet, kompatibel mit allen 20x110mm Standard-Naben und dank Achsenadapterkit auch mit 15x100mm Naben kompatibel.

Specs:

  • 100mm Federweg
  • Grip Damper
  • 20×110 non Boot oder /15×100 Achsenadapterkit erhältlich
  • 26″ optimiert
  • 37mm offset
  • Farben: Rot/Schwarz
  • 2095g
  • UVP 899€
  • erhältlich ab Oktober
Tyler McCaul
Freeride Legende – Tyler McCaul

The perfect fork for any dirt jump, pumptrack, slalom, or slopestyle bike out there. Light, stiff, reliable, affordable, and best of all, SIMPLE. – Tyler McCaul

Die neue Marzocchi Bomber DJ ist ab sofort und ab einer UVP von 899€ erhältlich. Weitere Infos findet ihr auf der Website von Marzocchi.

 

UCI 2020 Mountainbike Weltmeisterschaft –Vorfreude bei den Athlet*innen

UCI DHI World Cup Leogang 2019 ©Moritz Ablinger

In knapp einer Woche heißt der EPIC Bikepark Leogang die Weltelite zur diesjährigen UCI Mountainbike Weltmeisterschaft in den Disziplinen Cross Country, Downhill und E-MTB willkommen. Nach 2012 findet die WM vom 07. – 11. Oktober zum zweiten Mal in Saalfelden Leogang statt – dieses Mal jedoch unter etwas anderen Bedingungen. Lokalmatadorin und Österreichs Downhill-Hoffnung Vali Höll weiß: „Jeder freut sich, dass dieses Jahr doch noch etwas stattfindet.“

In weniger als einer Woche ist es soweit: Die Weltelite des Mountainbike-Sports trifft sich in Saalfelden Leogang zur UCI Mountainbike Weltmeisterschaft 2020. Dabei werden die weltbesten Athlet*innen in den Disziplinen Cross Country, Downhill, E-MTB und Cross-Country-Staffelrennen vom 07. – 11. Oktober jeweils für ihr Land an den Start gehen und das begehrte WM-Gold jagen.

Die Vorbereitungen waren auch für das Team rund um die Veranstalter Marco Pointner und Kornel Grundner eine große Herausforderung. Mit ihrem vollständig durchdachten Hygiene-und Präventionskonzept haben sie jedoch den Grundstein für die erfolgreiche Durchführung der WM gelegt.

Nino Schurter 2019 in Albstadt
UCI MTB Albstadt XCO Men Elite ©Sigel

Für die Athlet*innen beginnt die Vorbereitung auf ein solches sportliches Großevent, wie die Weltmeisterschaft, viele Monate im Voraus. Üblicherweise spielen weitere Wettkämpfe hierbei eine große Rolle und dienen oftmals als Gradmesser für die eigene gegenwärtige Leistung. Das fiel für den Großteil der Sportler*innen in diesem Jahr weg und wurde meist durch verstärktes individuelles Training kompensiert.

Downhill-Favoriten Vali Höll und Loic Bruni über ihre Vorbereitung auf die WM
Die diesjährige außergewöhnliche Situation, die einen Mangel an Wettkämpfen und den verstärkten Fokus auf das individuelle Training zur Folge hatte, macht Vorhersagen für den Rennausgang schwierig. Darüber hinaus sorgt der Ausbau der Downhill-Strecke für zusätzliche Spannung. Überraschungen sind hier also durchaus denkbar.

Für die Juniorinnen-Doppel-Weltmeisterin und Lokalmatadorin Vali Höll (AUT), die dieses Jahr zum ersten Mal in der Elite-Klasse antreten darf und sich besonders darauf freut, dass ihre Familie sie „endlich auch mal auf RedBull TV sehen kann“, war dieses Jahr vieles anders. Der Mangel an Vorbereitungswettkämpfen hat manchmal ein wenig an ihrer Motivation genagt. Insbesondere der Ausblick auf die Heim-WM und die Vorfreude bald wieder im Gate zu stehen, waren dann in besonders anstrengenden Einheiten die treibende Kraft. „Mein Fokus lag ganz klar auf dem Training: Drei Mal die Woche Gym, zusätzlich Rennrad, Wattbike oder Enduro und natürlich Bikepark Laps“, so Vali auf die Frage, wie ihre Vorbereitung und das Training in dieser Saison aussehen.

Vali Höll auf ihrer Heim-Strecke in Saalfelden Leogang
UCI MTB DHI World Cup 2019 ©Moritz Ablinger

Der amtierende und vierfache Elite Weltmeister im Downhill, Loic Bruni (FRA), freut sich vor allem auf den Kampf um das Regenbogen Trikot. Gerade zu Beginn fiel es ihm nicht leicht, sich an die neuen Umstände und die Saison mit nur wenigen Rennen zu gewöhnen: „Um ehrlich zu sein, war bei mir alles ziemlich chaotisch und die Anpassung fiel mir gerade anfangs noch sehr schwer. Ich hatte Ende Mai eine Verletzung, weshalb ich für sechs Wochen nicht aufs Bike konnte. Als die Bikeparks dann später als gewöhnlich aufmachten, musste ich mich weiter gedulden. Inzwischen fühle ich mich wieder richtig gut auf dem Bike und bin ready für die WM!“

Der Topfavorit aus Frankreich gewann letztes Jahr das Weltcup-Rennen in Saalfelden Leogang und auch 2012 die Junioren-Weltmeisterschaft im Pinzgau. Er ist ausgesprochen motiviert und weiß: „Ich kann hier in Leogang gewinnen, aber ich bin mir auch bewusst, wie wahnsinnig hoch das Level und wie groß die Konkurrenz ist“, so Loic über den harten Kampf um das WM-Gold.

Nino Schurter und Elisabeth Brandau über den Druck, die neue Strecke und das diesjährige Training
Für maximale Spannung sorgt der extra für diese Weltmeisterschaft errichtete, neue Track für die Cross-Country-Wettkämpfe. Der Druck auf die Athlet*innen, noch etwas zählbares aus dem Jahr 2020 mitzunehmen, dürfte aufgrund der wenigen verbleibenden Rennen, nicht wirklich kleiner geworden sein. Der wenige Tage zuvor stattfindende Weltcup in Nové Mesto könnte beim Thema Leistungsstand etwas Licht ins Dunkel bringen.

Nino Schurter (SUI), achtfacher Weltmeister und siebenfacher Gesamtweltcup- sowie Olympiasieger, hat „noch nie so viel trainiert, wie im Jahr 2020“ und erhofft sich in den wenigen, verbleibenden Rennen zum Ende des Jahres, zu ernten, was er im Training ehrgeizig gesät hat. Das sieht der Schweizer Topfavorit auf den Titel im Cross Country mit Blick auf die neuen und komplett unbekannten Strecken ganz klar als seinen Vorteil an: „Zwar haben alle Athleten dieselben Voraussetzungen, ich denke jedoch zu wissen, wie ich mich mit meiner Erfahrung auf diesen Zustand vorbereiten muss.”

Elisabeth Brandau kämpft in Albstadt für eine gute Platzierung
UCI MTB Albstadt XCO Women Elite ©Fuchs

Als zweifache Mutter wurde Elisabeth Brandau (GER) vor die ganz besondere Herausforderung gestellt, das tägliche Training mit der Betreuung der aufgrund der Schulschließungen durch Covid-19 zuhause-gebliebenen Kinder, unter einen Hut zu bringen. Ungeachtet dessen ist die zweimalige deutsche Meisterin für die WM in Saalfelden Leogang absolut zuversichtlich: „Ich freue mich auf diese WM. Insbesondere auf das Reisen und das Unterwegssein mit der Nationalmannschaft. Ich bin super gespannt, weil ich die Strecke noch gar nicht kenne. Sie kann einem liegen oder eben nicht. Das ist schon ein wenig fahrerabhängig, aber ich werde das Beste draus machen.“

Für eine erfolgreiche Durchführung der WM wird auch den Fans dieses Jahr einiges abverlangt. Da das Verfolgen des Events vor Ort aufgrund der Auflagen nicht gestattet ist, werden Fans gebeten, Zuhause zu bleiben. Nur so kann sichergestellt werden, dass es zu keinem Rennabbruch durch die Behörden kommt und die Athlet*innen einen fairen Wettkampf bestreiten können. Es dürfte zur Freude aller sein, dass jedes Rennen auf ORF Sport+, im ZDF Livestream und auf Red Bull TV live mitverfolgt werden kann. In der Dropbox findet ihr eine Liste mit detaillierten Informationen zur Übertragung in den jeweiligen Ländern (Änderungen vorbehalten). Und machen wir uns nichts vor: Die Vorfreude auf die diesjährige UCI Mountainbike Weltmeisterschaft in Saalfelden Leogang könnte trotz allen Umständen nicht größer sein.

Die wichtigsten Covid-19 Sicherheitsmaßnahmen in aller Kürze

  1. Bei der Akkreditierung erfolgt eine Einteilung aller am Event beteiligten Personen in Mitarbeitende/Helfende, Medien und Athlet*innen/Teams, sodass Berührungspunkte der verschiedenen Gruppen vor Ort vermieden werden.
  2. Athlet*innen/Teams halten sich in ihrer eigenen Blase auf.
  3. Athlet*innen/Teams sowie Medienvertreter*innen müssen einen negativen PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist.
  4. Für alle Beteiligten gilt die Einhaltung der Abstandsregeln von 1,5 Metern und Maskenpflicht im Innen- als auch im Außenbereich.

Weitere aktuelle News, Termine und Informationen zu den Strecken des Epic Bikepark Leogang gibt es auf:

Webseite: www.bikepark-leogang.com
Instagram: www.instagram.com/BikeparkLeogang
Facebook: www.facebook.com/BikeparkLeogang

Für einen „runden Rad-Urlaub” gibt es in Saalfelden Leogang spezielle Bike-Hotels wie den Salzburger Hof, Bio Hotel Rupertus, Hotel Bacher, Hotel Riederalm, Hotel Ritzenhof, Mama Thresl, Hotel Krallerhof, Hotel Forsthofalm und Hotel Der Löwe sowie kompetente Bike-Shops wie Sport Mitterer oder Sport 2000 Simon.

Zur Verbesserung der eigenen Fähigkeiten, für geführte Touren oder für Fahrtechniktraining bietet die Bikeschule Elements Outdoorsports ein umfangreiches Angebot an. Eine Liste aller bikefreundlichen Unterkünfte in der Region Saalfelden Leogang befindet sich hier: www.saalfelden-leogang.com/de/region-erleben/biken/bikefreundliche-betriebe

Seit heuer ist Saalfelden Leogang mit Saalbach Hinterglemm und Fieberbrunn Österreichs größte Bikeregion

Wie im Winter durch den Skicircus wachsen Saalfelden Leogang, Saalbach Hinterglemm und Fieberbrunn nun auch im Sommer weiter zusammen – seit diesem Jahr zur größten Bikeregion Österreichs. Die Trails von Saalbach Hinterglemm sind vom Bikepark Leogang aus nur einen Katzensprung entfernt: Insgesamt sieben Berge, neun Bergbahnen und über 70 Kilometer Lines & Trails gibt es hier mit dem Bike zu entdecken.

Weitere Informationen zur Region Saalfelden Leogang gibt es auf:

Webseite: www.saalfelden-leogang.com
Instagram: www.instagram.com/Saalfelden_Leogang
Facebook: www.facebook.com/SaalfeldenLeogang