WORLD CUP DIARIES VAL DI SOLE

 

Val di Sole (ITA) wurde seinem Namen zunächst nicht gerecht. Ein starker Wolkenbruch mit Gewitter anstelle von Sonnenschein begrüßte am Freitag die Cross-Country- und Downhill-Athleten an der Strecke. Die Folge: Tiefe, schlammige Strecken sorgten für noch herausfordernde Short-Track-Rennen und wirbelten das Downhill-Qualifying der Herren durcheinander. Die Rennen waren jedoch allesamt hochklassig, extrem spannend und fanden unter regulären und für alle identischen Bedingungen statt. Hier sind die Replays des Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup von Val di Sole, Italien.

 

DHI: Franzosen sind schlagbar – Trummer setzt neue Bestmarke
Saisonübergreifend gab es zuletzt sechs französische Downhill-Siege in Folge. Die drei Musketiere Loic Bruni, Amaury Pierron und Loris Vergier (alle FRA) haben sogar elf der vergangenen zwölf Rennen für sich entschieden. In Val di Sole hat sich ein neuer Rider in die Siegesliste eingetragen: Laurie Greenland (GBR). Der Brite gewann seinen ersten Weltcup in beeindruckender Manier und beendete die französische Siegesserie auf höchstem Niveau. Bruni, Vergier und Pierron folgten auf den Plätzen zwei, drei und vier. Mit Rémi Thirion (8.) und Baptiste Pierron (9.) beendeten fünf Franzosen das Rennen in den Top 9. Danny Hart (GBR) beendete die britisch-französischen-Festspiele als Fünfter. Um einen Wimpernschlag von 74 Tausendstel verpasste David Trummer (AUT) das britisch-französische Podest. Grund zum Ärgern hatte der 25-Jährigen jedoch nicht. Der sechste Platz ist nicht nur seine persönliche Bestleistung im Downhill-Weltcup, auch ist der Steirer der erste Österreicher, der jemals so ein gutes Ergebnis eingefahren hat. Seine eigene Bestmarke, aufgestellt mit Platz sieben in Vallnord Anfang Juli, hat Trummer mit dem sechsten Platz von Val di Sole nochmal verbessert. Starke Leistung des Privateers, der vom ehemaligen Downhill-Ass Markus Pekoll (AUT) trainiert wird.

 

DHI: Black Snake beißt zu
Die Strecken im Downhill-Weltcup hangeln sich von Superlativ zu Superlativ. Fort William ist die Längste. Leogang die Schnellste. Vallnord die Steilste. Val di Sole kann sich hier problemlos einreihen: Die Herausfordernste. Keine andere Strecke im Weltcup war technisch so anspruchsvoll wie die Black Snake im Trentino. Die Rock Garden bestehen aus Felsbrocken und von Wurzel-Sektionen zu sprechen wäre die Untertreibung schlechthin. Tiefste Wurzelteppiche überlagern die Strecke. Mensch und Maschine gerieten an ihre Grenzen und darüber hinaus. So verbleiben im Anschluss an das Rennen ein paar offene Fragen in Form von „was wäre gewesen, wenn“. Zugegebenermaßen ist der Konjunktiv im Nachhinein nicht sonderlich hilfreich, aber das Rennen war so interessant, dass man sich damit befassen sollte. Was wäre gewesen, wenn Danny Hart im unteren Teil keinen platten Hinterreifen bekommen hätte? Auf Siegkurs liegend machte dem Weltmeister von 2016 das Material einen Strich durch die Rechnung. Was wäre gewesen, wenn Greg Minnaar (RSA) nicht gestürzt wäre? Der 21-malige Weltcupsieger fuhr dennoch auf den siebten Platz. Sein Rückstand betrug nur gut sieben Sekunden. Was wäre gewesen, wenn Troy Brosnan (AUS) nicht auf ein Frankenbike mit 29-Zoll-Reifen vorne umgestellt hätte? Bislang erreichte der Australier mit 27-Zoll-Reifen immer mindestens die Top 4. In Val di Sole wurde er nur Zehnter.

 

Bei den Frauen zeigte Marine Cabirou (FRA) einen Traumlauf, erzielte ihren ersten Weltcupsieg und sorgte so für einen erneuten französischen Downhill-Erfolg. Stolze 11,8 Sekunden betrug ihr Vorsprung auf die zweitplatzierte Tracy Hannah (AUS). Was wäre gewesen, wenn Myriam Nicole (FRA), Tahnée Seagrave und Rachel Atherton (beide GBR) gesund und fit am Start gewesen wären? Zumindest den Fall können wir hoffentlich spätestens in der kommenden Saison beobachten.

 

Du hast die unglaubliche Action vom Weltcup in Val di Sole verpasst? Keine Sorge! Alle Replays und alle Highlights des Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup 2019 mit deutschem, englischem, italienischem, portugiesischem und spanischen Kommentar gibt es on-demand jederzeit und überall verfügbar – nur auf Red Bull TV!

 

XC: Allrounder triumphieren in spannenden Rennen
Pauline Ferrand-Prévot (FRA) ist Weltmeisterin auf der Straße, im Cyclocross und auf dem Mountainbike. Auch Mathieu van der Poel (NED) ist in allen drei Disziplinen einer der besten seiner Zunft. Ein Zufall, dass beide beim Cross-Country-Rennen ganz oben standen? Nein. Natürlich ist die Klasse der beiden unbestritten. Aber ihre Vielseitigkeit hat selbstredend vor allem auf technisch anspruchsvollen Strecken ihre Vorteile. Ferrand-Prévot hat sich nach ihrer OP an beiden Beinen wegen Durchblutungsstörungen stetig gesteigert und ist in der heißen Saisonphase in Topform. Der fliegende Holländer hat seine Wettkampfpause auf beeindruckende Art und Weise genutzt. In Les Gets hatte van der Poel noch der letzte Punch gefehlt: Da gewann er zwar den Short-Track, doch im olympischen Cross Country war er chancenlos. In Val di Sole hat er eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er wieder der Dominator des Saisonstarts ist. Im Feld der Männer Elite gelang es ausschließlich dem Radsport-Phänomen das Double aus Short-Track und olympischem Cross Country an einem Wochenende zu gewinnen – einmal in Nové Město und nun die Wiederholung im Trentino. Sollte sich der 24-Jährige entscheiden beim Saisonfinale in Snowshoe doch zu starten, ist auch der Sieg im Gesamtweltcup wieder im Bereich des Möglichen.

 

Auch die deutschen Athleten waren in Val di Sole wieder stark unterwegs: Elisabeth Brandau belegte im XCC am Freitag nach einer eindrucksvollen Aufholjagd den sechsten Platz. In der Startphase war die 33-Jährige aus den Top 20 gefallen, kämpfte sich aber zurück und verfehlte letztendlich das Podium nur um fünf Sekunden. Auch beim Hauptrennen musste sich die zweifache Mutter nach einer schwächeren Startphase wieder zurückkämpfen. Am Ende zollte Brandau ihrem hohen Aufwand etwas Tribut und überquerte die Ziellinie als 21. Bei den deutschen Herren trotzte Manuel Fumic seinen Rückenproblemen und erzielte als Elfter sein bestes Saisonergebnis. Den XCC hatte der 37-Jährige noch auslassen müssen. Georg Egger als 20. und Luca Schwarzbauer als 21. komplettierten das gelungene XCO-Abschneiden.

 

XC: Courtney verliert Weltcupführung: fehlende Konstanz oder eiskalte Berechnung?
Schon in ihrem ersten Jahr als Elite-Fahrerin krönte sich Kate Courtney (USA) 2018 im zarten Alter von 22 Jahren zur Cross-Country-Weltmeisterin. Ein Jahr später erzielte sie nicht nur ihren Debütsieg im Weltcup, sondern fuhr bislang fünf Saisonsiege ein – drei im olympischen Cross Country und zwei im Short-Track. Dennoch hat die US-Amerikanerin nach Val di Sole erstmals in dieser Saison die Führung in der Gesamtwertung nicht mehr inne. Jolanda Neff (SUI) hat 33 Punkte mehr auf dem Konto. Courtneys Rang 17 im Hauptrennen und Platz zehn im Sprintrennen waren nicht genug gegen die Konstanz von Neff, die bislang zwar „lediglich“ zwei Short-Track-Siege erzielte, aber reihenweise unter die Top 3 fuhr. Schon in Vallnord überquerte Courtney die Ziellinie im Hauptrennen „nur“ als Achte. Die fehlende Konstanz könnte den Ausschlag für die Schweizerin im Kampf um den Sieg im Gesamtweltcup geben. Oder aber es ist eiskalte Berechnung? Nach ihrem schwächeren Abschneiden in Vallnord hat Courtney beim anschließenden Wettkampf in Les Gets einen Doppelsieg gefeiert. Die Vorbereitung auf Val di Sole verbrachte sie in Italien. Die Reisestrapazen hat sie sich erspart, dafür intensiv trainiert. Sollte Courtney bewusst zu wenig Regeneration eingeplant haben, um für die verbleibenden drei Events in Topform zu sein, hat sie alles richtig gemacht. Den ersten Aufschluss gibt es am kommenden Wochenende in Lenzerheide in der Schweiz – dem Heimatland von Neff.

 

Schweizer Athleten sind bereit für den Heimweltcup
Die Athleten aus der Schweiz feierten in Val di Sole eine gelungene Generalprobe für ihr Heimrennen in Lenzerheide. Jolanda Neff und Sina Frei fuhren im Short-Track-Rennen einen Doppelsieg ein. Beim Short-Track-Rennen der Männer erreichten mit Nino Schurter, Mathias Flückiger, Reto Indergand und Florian Vogel vier Eidgenossen die Top 10. Selbst im Downhill-Rennen der Frauen Elite landeten zwei Schweizerinnen auf dem Podest – Camille Balanche wurde Dritte und Emilie Siegenthaler Fünfte. Im olympischen Cross-Country-Wettbewerb musste sich Neff im Zielsprint um den Tagessieg hauchzart geschlagen geben und bei den Männern belegten Mathias Flückiger und Nino Schurter die Plätze zwei und drei. Die Schweizer sind also nicht nur gut gerüstet, sondern durch knappe Ergebnisse angestachelt noch besser abzuschneiden.

 

Die Replays und alle Highlights des Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup aus Val di Sole gibt es on-demand, jederzeit und überall verfügbar auf redbull.tv. Weitere aktuelle Informationen und noch mehr actionreiche Unterhaltung rund um das Thema Mountainbike finden sich auf dem Red Bull Bike Channel auf redbull.tv/bike.

 

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VIDEO: George Brannigan gets rowdy in the Les Gets Backcountry

George Brannigan macht auf seinem Propain das Les Gets Hinterland unsicher. Der World Cup Racer ist auf seinem Enduro auf den losen und sommerlichen Trails in den französischen Alpen unterwegs und beweist, dass er nicht nur auf dem Downhill eine gute Figur macht.

George ‘Grylls’ Brannigan has been visiting Morzine to use as a base for World Cup racing for nearly a decade now. An animal on any bike, it’s awesome to see him make his back to the pointy end of the field after a couple of years on the wrong side of injuries.

George shreds the back country in Les Gets with @scottwindsorfilms

VIDEO: CUBE Factory Racing welcomes Danny Hart

Danny Hart fährt 2021 für den deutschen Fahrradhersteller Cube. In dem neuen Video erzählt er wie er zum Fahrradfahren kam, was er vom neuen Downhill Two15 hält und ballert damit auf seinen britischen Hometrails. Wir sind gespannt was der frische Familienvater in der kommenden Saison mit seinem neuen Team im World Cup erreichen wird. 

Two-time World Champion Danny Hart signs with the new CUBE Factory Racing! 29-year-old Danny Hart exploded onto the elite downhill scene with his now-legendary gold run at the 2011 World Championships. Hailing from Redcar on England’s north-east coast, the two-time UCI Downhill World Champion has multiple World Cup wins under his belt. Fondly known as the Redcar Rocket, Hart has made a name for himself as unstoppable on treacherously steep tracks in muddy conditions. In 2019 Danny finished on the podium at every round of the World Cup. Starting 2021, Danny, who with his wife Sophia has just welcomed a baby daughter, will ride for the CUBE Downhill Factory Team under a long-term contract.

Video: Sam Hill zeigt was das neue Nukeproof Mega 290c kann

Nachdem Sam Hill letzte Woche die Szene ein bisschen auf Spannung gehalten hatte, verkündete er, dass er führ mindestens drei weitere Jahre bei Nukeproof bleibt. Zusammen haben sie die vierte Version des Mega entwickelt und Sam scheut nicht davor zurück das Bike in dem neuen Edit an die Grenzen zu fahren.  

The internet may have just repaired itself from Sam Hill’s breaking it last week. We’re stoked Sam’s staying with Nukeproof for another 3 years (minimum). Probably time to show him riding the new Mega:

With Sam was absent from the 2020 Enduro World Series rounds, he’s not been in full feet up mode, although it has been nice for him to “relax” and enjoy a full year at home with his young family for the first time in his illustrious career. The V4 Mega is a ground up design and Sam’s been out to ensure the bike is dialled for the 2021 season. He’s even been putting in times against the clock (and winning) at his local Western Australia Gravity Series. With Sam taking a hattrick of Enduro World Series titles on the Mega V3, the V4 Mega had some big shoes to fill. But the redesigned V4 Mega has allowed our engineers to implement some fresh thinking and changes on both 27.5” and 29” platforms. Geometry changes, all new linkage and suspension curve and a full carbon frame (with a fully optimised carbon layup).

Sam’s weapon of choice is again will again be the Mega 290c, seen here built to Team Chain Reaction Cycles-Nukeproof spec featuring components from a full selection of Nukeproof & Sam Hill Signature components along with Sram’s AXS set up, Rockshox ZEB fork, MRP AMG guide and DH22 rubber from Michelin.

“My initial impression of the new (V4) Mega is how quick and positive it feels to change lines and direction on the trails. The changes also make it feel a lot more playful to ride, but really stable when you’re going fast.”- Sam Hill

The new 2021 Mega: Race Proven.

Filmed in Western Australia at the awesome Linga Longa. Taking on some of his favourite enduro and downhill trails. For those that may not have been to this area, the park is pretty remote, situated about 3 hours from Perth, towards the southernmost tip of Western Australia. Originally the land was bought in 2012 as a family retreat by owner Boxer (as he put it “to run wild and free”). As a relative local Sam has been instrumental in helping design and build in the park along with hundreds of volunteers. What they have created is a little piece of MTB paradise, well worth a visit https://www.lingalongabikepark.com

VIDEO: 50to01 – TwennyTwenny Mixtape | Josh Lewis

50to01 präsentiert die Besten Momente von Josh Lewis aus 2020. Egal ob Hardtail, Trail- oder Downhill-Bike, das Mixtape aus Kamera, Smartphone und GoPro Aufnahmen zeigt die Skills des 27-jährigen Briten. Good Vibes, Tricks und Stürze garantiert.

NEWS: Danny Hart fährt 2021 für das Cube Factory Team

Der zweifache Downhill World Champion trennte sich kurz vor dem letzten World Cup in 2020 von seinem Sponsor Madison Saracen. Nachdem die Gerüchteküche lange genug brodelte, verkündeten Cube und Danny heute auf Instagram, dass der Brite die nächste Saison für den deutschen Rennstall fahren wird.

Hard for it to be kept a secret with @robwarner970 on the mic!! 🙈 Looking forward to throwing my leg over the new toy and getting back between the tape with @cube.factoryracing for the 2021 season and beyond. – Danny Hart

Welcome Danny Hart 🔥

Two-time Downhill World Champion @dannyhart1 signs with the new @cube.factoryracing team and will ride the TWO15 and Stereo 170 for 2021 and beyond.

“I’m stoked on the new team and the bike. The first tests with the TWO15 were super promising and I can’t wait to be out there racing on it. I was welcomed into the CUBE family straight away and really felt at home,” says the CUBE Factory Racing rider. – Cube

TEST-VIDEO: FOX 38 Factory vs. RockShox ZEB Ultimate

Zwei Gabeln machen aktuell die Enduro-Fraktion besonders neugierig: die FOX 38 Factory und die RockShox ZEB Ultimate. Wir haben die zwei edel Gabeln für euch im Test gehabt und am Geisskopf ausführlich fahren können. Mehr erfahrt ihr in unserem Test-Video. 

Wer sich aktuell ein neues Enduro aufbaut, oder sich generell nach einer neuen Gabel umschaut, der wird wohl nicht an den großen Marken wie FOX und RockShox vorbeikommen. Letztes Jahr präsentierten beide Hersteller ihre neuen Gabeln mit 38mm Standrohren für ultimative Steifigkeit und Reserven im ruppigen Gelände.

Quick Facts: FOX 38 Factory

  • Einsatzbereich: Enduro/Freeride
  • Einstellmöglichkeiten: Rebound (HS + LS), Compression: (HS + LS)
  • Laufradgröße: 29″
  • Federung: Luft
  • Federweg: 170mm
  • Standrohrdurchmesser: 38mm
  • Material: Aluminium (Tauchrohr: Magnesium)
  • Gewicht: 2.450g (mit Mudguard)
  • Preis: 1.589 Euro
  • Link: www.foxracingshox.de

Quick Facts: RockShox Zeb Ultimate

  • Einsatzbereich: Enduro/Freeride
  • Einstellmöglichkeiten: Rebound, Compression (HS+ LS)
  • Laufradgröße: 29″
  • Federung: Luft
  • Federweg: 170mm
  • Standrohrdurchmesser: 38mm
  • Material: Aluminium (Tauchrohr: Magnesium)
  • Gewicht: 2.300g (mit Mudguard)
  • Preis: 1.089 Euro
  • Link: www.sram.com

Wir waren vor dem Lockdown mit einer Gruppe von Testfahrern am Geisskopf und haben einige Eindrücke sammeln können. Johannes und Flo halten diese und ihre eigenen Erfahrungen in unserem Test-Video fest. Welche Gabel überzeugt in welcher Situation und wo ist der unterschied zwischen FOX und Rockshox? Mehr erfahrt ihr im folgenden Video: