Bike Park Check: Lenzerheide – Das MTB-Paradies in der Schweiz

In einem wunderschönen Tal auf über 1000m liegt Lenzerheide. Das Dorf in den Schweizer Alpen bietet neben einem fantastischen Panorama auch einen der bekanntesten Bike Parks Europas. Mit einer World Cup Downhill Strecke, fetten Sprüngen, flowigen Trails und einer wunderschönen Szenerie lockt die Region jährlich viele Freunde des Sports an. Wir waren vor Ort und haben uns von der Atmosphäre und dem Bike Park überzeugen können. Und vielleicht ist dabei auch noch eine brandneue Fox 40 zerstört wurden. 

Falls ihr keine Lust habt zu lesen, könnt ihr euch auch unseren Bike Park Check als Video anschauen. Das findet ihr am Ende des Artikels.

Nach fünf Tagen in Leogang und Lienz ging es für uns in die Schweiz. Fünf einhalb Stunden und gefühlte 10 Maut Stationen später kamen wir endlich in dem idyllischen Alpental an. Eingecheckt wurde im Revier Hotel direkt an der Talstation des Bike Parks. Da wir direkt von der Stimmung und dem Ambiente des Hotels überzeugt waren, können wir es euch nur empfehlen. Kleiner Tipp: Ihr könnt dort für kanpp 210 Euro könnt ihr hier zwei Nächte übernachten, bekommt ein ausgezeichnetes Frühstück und obendrauf gibts für zwei Tage das Arosa Lenzerheide Ticket mit dem ihr im Park und auf allen Trails im Tal unterwegs sein könnt.

Das Abendessen ist dort zwar nicht günstig, dafür gibts dort einfach die besten Süßkartoffel-Pommes die wir jemals hatten. Für Bier Fans gibts ebenfalls eine riesige Auswahl. Definitiv empfehlenswert.

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Weitere Infos zum Hotel findet ihr hier: lenzerheide.revierhotels.de

Tickets 

Vorab: Der Euro und die Schweizer Franken haben einen ähnlichen Kurs. Die Region Arosa Lenzerheide ist übrigens in der Gravity Card inklusive, lediglich der Bike Park Chur ist noch nicht mit drin.

Kids bekommen das Arosa Lenzerheide Ticket ab 25CHF, ab 16 Jahren müssen 50CHF auf den Tisch gelegt werden. Dafür bekommt ihr 4 Trails im Park, großartige Öffnungszeiten im Sommer und die Möglichkeit die weiteren Trails der Region mit jedem Lift zu erkunden.

Wer nach der Arbeit noch seine Runden drehen mag, bekommt das Late Ticket ab 15CHF.

Öffnungszeiten:

Hier wird es spannend. Denn wo andere Parks an ihren Öffnungszeiten ganzjährlich festhalten, passt das Bike Kingdom sich an. Wer also nicht müde zu kriegen ist, kann von Juli bis August von 8:30 – 21:00 Uhr im Bike Park shredden. Besser gehts nicht.

26. bis 29. Mai 2022 – 8.30 bis 16.00 Uhr
4. Juni bis 14. Juli 2022 – 8.30 bis 17.00 Uhr
15. Juli bis 14. August 2022 – 8.30 bis 21.00 Uhr
15. August bis 23. Oktober 2022 – 8.30 bis 17.00 Uhr

Die Trails: Flow, Air-Time, World Cup Downhill

FLOWline: Der blaue Flow-Trail am Berg schlängelt sich auf ca. 3,2km den Berg hinab und macht dabei knapp 397 Tiefenmeter. Im Gegensatz zu anderen Parks in den Alpen nutzt die FLOWline den Berg gut und wird dabei niemals zu steil. Anfänger werden hier definitiv viel Spaß haben und können sich an kleineren Tables an die erste Air-Time gewöhnen. Fortgeschrittene Fahrer können sich hier bequem warm fahren und durch die gut gebauten Anlieger ballern. Flow ist hier definitiv Programm.

PRIMEline: Das ist der Rote Trail im Bike Park. Wer Bock auf größere Tables hat, sich in der Luft wohl fühlt und nicht vor hohen Geschwindigkeiten zurückschreckt, wird hier auf seine Kosten kommen. Kurz nach dem Start der FLOWline zweigt die PRIMEline ab und schlängelt sich dann auf verspielten 3,2km den Berg hinab. Hier gibts massive Anlieger, alternative Drops, Gaps, große Tables, einen kleinen Abstecher auf World Cup Features und steile Sektionen. Fortgeschrittene Fahrer werden hier Spaß haben, Anfänger sollten mit Vorsicht an den Trail gehen.

SHORE-/STYLEline: Dieser Trail zweigt im oberen Teil der roten PRIMEline ab und sollte sich vorher definitiv erst einmal angeschaut werden. Denn – Neben einfachen North-Shore Sektionen gibt es hier auch technischen Holz-Hips und große Drops die nicht direkt einsehbar sind. Wer mit seinem Rad umgehen kann, wird hier über den größten Tables des Parks fliegen. Am Trickspung der STYLEline werden hin und wieder Whip Offs ausgetragen. Nach dem Sprung geht es wieder über Holzbrücken ins Tal. Auch hier könnt ihr über alternative Sektionen mit Drops und Hips fliegen, wer mit den Rädern lieber am Boden bleibt, sollte hier den richtige Weg wählen.

STRAIGHTline/World Cup Strecke: Jetzt wird es anspruchsvoll. Die Straightline schlängelt sich auf ziemlich steilen 1,7km den Berg hinab. Anfänger sollten ganz weit weg von dieser Strecke bleiben, denn hier wird es steil, schnell und sehr technisch. Zwar können auch fortgeschrittene Fahrer hier fahren, jedoch sind einige der Feature wirklich auf einem ganz anderen Niveau. Wer Profi ist, kann die alternativen Linien aus den World Cup Downhill Rennen nehmen – Hier gibts dann extrem steile Steingärten, technische Drops, große Gaps und sehr hohe Geschwindigkeiten. Definitiv ein schwarze Strecke die einem aber nicht die Profi-Linien aufzwingt.

Das coole an den Strecken ist, dass viele Lines mit einander kombiniert werden können. Wer also merkt, dass die Downhill Strecke zu steil ist, kann wieder auf die Rote wechseln. Das gilt auch für die blaue Strecke. Wer mag, kann hier Strecken miteinander kombinieren und vielleicht findet ihr auch die ein oder andere versteckte Linie im Wald. #loamer

Ninos Gold Trail: Falls ihr eure Lycra Klamotten dabei habt und euch mal so richtig auspowern wollt, ist der Trail des Crosscountry Weltmeisters etwas für euch. Hier habt ihr im Bereich der Talstation einen 3,7km labgen XC Trail der 242 Höhenmeter macht. Auf dem Trail findet ihr steile Anstiege, gebaute Kurven, Tables und naturbelassene Sektionen. Das richtige für brennende Oberschenkel.

Übungsparcour und Drop-Batterie

Natürlich gibt es auch im Bike Park Lenzerheide Möglichkeiten für Einsteiger und Kids die ersten Meter auf dem Mountainbike zu rollen. Unten im Tal gibt es einen großen Rundkurs mit kleinen Hindernissen, Holzelementen und Features. Wer mag kann hier auch Kurse belegen und somit mehr Sicherheit auf dem Rad trainieren.

Wer es vor der Liftschlange nochmal krachen lassen will, kann den fetten Bike Kingdom Drops springen.

Lenzerheide, Arosa, Chur – Trails ohne Ende

Da wir nur für zwei Tage in der Region waren und im Park sehr viel zu filmen war, haben wir es leider nicht mehr auf die vielen Enduro Trails der Region und in den Bike Park Chur geschafft. Das spannende an der Schweiz ist nämlich, dass Wanderwege auch für Mountainbiker erlaubt sind. Dementsprechend gibt es sehr viele Alpine Enduro Trails in dem Gebiet um den Park. Neben geteilten Strecken könnt ihr aber auch auf gebauten Trails von den höchsten Gipfeln bis ins Tal fahren und erlebt dort vom felsigen Untergrund der Berge, über wurzeligen Nadelboden bis hin zu lehmigen Sektionen im Tal eine hohe Abwechslung auf nur einer Abfahrt.

Lenzerheide hat aber nicht den einzigen Park der Region. Nur wenige Auto-Minuten entfernt liegt die Stadt Chur. Dort gibt es einige Lines die nur so vor Air-Time und Flow strotzen. Wer will kann die beiden Parks mit unterschiedlichen Lifts und Trails verbinden.

Ihr merkt schon – die Region bietet viel mehr als man denkt. Wir haben uns zwei Tage im Park Lenzerheide aufgehalten und dort noch nicht jedes Feature entschlüsselt. Wenn man sich dann noch die weitere Auswahl an Trails anschaut, dürfte man hier selbst in einer Woche nicht alles entdecken.

Wie gut ist das Bike Kingdom wirklich?

Wir waren von dem Ambiente und den Menschen begeistert. Das sehr internationale Team im Hotel und in der Shaper Crew, die vielen Bike Schulen mit kleinen Shreddern, das gute Essen und die wunderschöne Landschaft hat uns leichte Kanada Flashbacks gegeben. Der Vibe ist fantastisch und gibt einem Urlaubs-Feeling. Obendrauf kommt, dass in der Region alles auf den Ski und Bike Tourismus ausgelegt ist und man sich dadurch überall willkommen fühlt. Ihr könnt sogar euer Dwonhill Bike hinten am Bus einhängen.

Zwar waren die Trails aufgrund der langen Trockenzeit sehr zerbombt, jedoch war auch hier die Crew schon wieder am Nachbessern. Schön das hier was gemacht wird und obendrauf gibts sehr coole Umfahrungen.

Die große Auswahl an Strecken, verspielten Features und das fantastische Ambiente haben uns definitiv überzeugt und wir werden nächstes Jahr nochmal in die Schweiz fahren um uns die Alpinen Trails anzuschauen und die ein oder andere Rechnung mit der Downhill Strecke zu begleichen.

Mehr Informationen und Fahrszenen von den Strecken findet ihr im folgenden Video:

Weitere Infos zur Region gibts unter: www.bikekingdom.ch

 

VIDEO: Gold Standard feat. Bryn Atkinson

Was passt zu einer Kaschima Fox Factory Gabel? Genau – Ein goldenes Norco Range Enduro Bike und ein verdammt schneller Fahrer. Bryn Atkinson zeigt was er auf den Trails kann und wird dabei unfassbar schön in Szene gesetzt. Her mit dem Gold, der Drone und dem Steez!

There are some things you can always rely on in the Pacific Northwest. The sun will rise and set every day (even if you can’t see it), the weather’ll be predictably unpredictable, and when Bryn Atkinson gets behind a project, it’s gonna be a banger. It’s not in Bryn’s nature to half-ass anything. Every detail of a project is considered to elevate it to the next level. The choice of trail. The crew. The shots. Getting the bike just right. And he’s just got a way about his riding that no other rider can match – with style and speed that drop your jaw to the floor whatever the framerate. So, sit back, grab a drink and behold the new Gold Standard, forged by the imagination of Bryn Atkinson.

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Alles über Red Bull Hardline 2022 – Jackson Goldstone gewinnt mit 18 Jahren

Sie vielen wie die fliegen an diesem Wochenende. Nicht nur Bernard Kerr hatte beim ausprobieren des 30m Double einen schweren Sturz, sondern auch George Brannigan, Kaos Seagrave und viele andere. Das härteste Downhill Rennen der Welt wurde aufgrund der Streckenänderungen in 2022 noch härter.

Am Ende war es der Jungspund aus Kanada der den Sieg holte. Mir 18 Jahren ist Jackson Goldstone der jüngste Sieger der Red Bull Hardline Geschichte und kam mit fast sieben Sekunden Vorsprung ins Ziel.

Red Bull Hardline

2022 war auch das erste Jahr in dem eine Frau an der Hardline teilnehmen durfte. Jess Blewitt beeindruckte das Fahrerfeld mit ihrem Mut und ihrem fahrerischen Können. Die junge Neuseeländerin konnte über die hälfte der massiven Features der Strecke abhacken, bevor sie stürzte und sich das Schlüsselbein brach. Sie wurde von den anderen Fahrern zum Rider of the week gewählt.

Walking away from this week incredibly proud of what I’ve achieved, regardless of the fact I ended it with a broken collarbone. I ticked off way more features than I think myself and others thought I would and came somewhat close to almost completing the full course. Hopefully next year I can return and get it done! – Jess Blewitt

Red Bull Hardline 2022 results
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1. Jackson Goldstone (CAN) 2m 20.525s
2. Joe Smith (GBR) 2m 27.043s
3. Taylor Vernon (GBR) 2m 27.084s
4. Ronan Dunne (IRL) 2m 27.273s
5. Gee Atherton (GBR) 2m 28.356s
6. Sam Gale (GBR) 2m 28.902s
7. Jim Monro (GBR) 2m 28.930s
8. Harry Molloy (GBR) 2m 31.714s
9. Thibault Laly (FRA) 2m 31.767s
10. Florent Payet (FRA) 2m 37.436s

Red Bull Hardline
Freerider Vincent Tupin bewies puren Wahnsinn mit einem Suicide No-Hander über das riesige Roadgap

Ihr habt das Rennen verpasst oder wollt es nochmal sehen. Dann haben wir hier die Wiederholung der Red Bull Hardline 2022 für euch.

Mit nur 18 Jahren hat es der kanadische Junior World Cup Racer Jackson Goldstone geschafft das härteste Downhill Rennen der Welt zu gewinnen. Goldstone war die ganze Woche stark auf dem Rad, war der erste Fahrer der einen kompletten Lauf auf der Strecke machen konnte und das muss ihm extrem bei der Vorbereitung auf das Event geholfen haben. Im folgenden Video könnt ihr euch nochmal seinen Siegeslauf anschauen.

Bernard Kerr hat sich die ganze Woche um das Fahrerfeld gekümmert und war der erste, der sich an die massiven Doubles gewagt hat und dafür mit einem schweren Sturz bezahlen musste. Der dreifache Hardline Gewinner hat uns in seinen Youtube Videos mit hinter die Kulissen genommen, zeigt wie er seinen schweren 30m Sturz bewältigt und wie er es schafft im Qualifying auf Platz eins zu fahren. In seinem Finals Video ist es umso emotionaler zu sehen wie er im Rennlauf stürzt und mit seinen Gefühlen zu kämpfen hat.

Red Bull Hardline

TEST: Scott Gambler Tuned 900 – Das Zeug aus dem Träume gemacht werden

Es gibt in der Downhill Geschichte immer wieder Bikes die das Podium dominieren und Geschichte schreiben. Das Scott Gambler fährt zwar in den letzten Jahren keine großen Siege mehr ein, gehört aber zu den wichtigsten Downhill Boliden der Szene. Wer vom nächsten 200mm Bike träumt, wird um das Rad nicht herum kommen. In Filmen wie Deathgrip war Brendog auf dem Gambler unterwegs, Vincent Tupin macht die Abhänge in Chatel unsicher und wer erinnert sich nicht gerne an die stylischen Edits mit Nico Vink!?

Umso mehr haben wir uns gefreut als wir das Gambler in die Redaktion bekommen haben. Der super cleane Rahmen mit schlanken Rohren, die wunderschöne Tuned Lackierung und das massive Fox Factory Fahrwerk schreien förmlich nach Spaß.

Scott Gambler

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Optik und Features – Schwarz, weiß, Tuned

Optisch lässt sich am Gambler nichts aussetzen. Der Schwarz/Weiß lackierte Carbon Rahmen besticht durch seine schlanken „Rohre“ und innenverlegte Züge und Leitungen. Durch den schwarzen Lack schimmert an manchen stellen das Carbon-Muster hindurch und der weiße Hinterbau ist mit silbernen Decals versehen. Weiß und Schwarz steht dem Gambler auch besser als Orange!

Scott Gambler

Auf dem Unterrohr befindet sich das Logo der Marke, auf dem Oberrohr steht Tuned. Zur cleanen Optik trägt neben den innenverlegten Zügen auch das integrierte Syncros Cockpit bei. Die Lenker-Vorbau-Kombination sieht extrem schick aus, hat aber nicht nur Vorteile.

Da sich das Gambler besonders im extrem harten Einsatz wohlfühlt, hat der Schweizer Hersteller einige Schutzvorrichtungen an dem DH Bike verbaut. Auf der Kettenstrebe sitzt natürlich ein gummierter Schutz der vor Schlägen der Kette schützt und das Bike etwas leiser macht. Falls die Kette mal abspringen sollte, befindet sich im Bereich des Kettenblatts ein Aluminium Schutz an der Kettenstrebe. Das soll tiefe Kratzer und Macken verhindern.

Das Unterrohr wird im Bereich des Tretlager ebenfalls mit einem gummierten Schutzblech geschützt.

Scott Gambler

Geometrie – es geht bergab

Bei Downhill Bikes sind wir am extremsten Ende der Geometrie Daten angekommen. Das Gambler will bergab und dementsprechend ist auch der Rahmen gestaltet. Der Lenkwinkel liegt bei flachen 62,9° beim 29″ Modell. Kombiniert wird dieser mit einem Reach von 460mm und einem Stack von 633,5mm in der Rahmengröße L. Die Kettenstrebe ist in allen Rahmengrößen gleich und liegt bei den Twenty-Niner Modellen bei 438,7mm. Das gibt dem Gambler einen relativ kurzen Hinterbau.

Das Gambler ist aber auch für kleinere und größere Fahrer interessant. Das Modell in S hat einen kurzen Reach von 400mm während die XL Variante auf 490mm kommt. Andere Hersteller bieten ihre Downhill Modelle nicht in so einer Bandbreite an. Die Specialized Demo Modelle fallen zum Beispiel etwas kleiner aus, während das Canyon Sender in drei Rahmengrößen erhältlich ist die mit einem Reach von 460 – 510mm kommen.

Unser Gambler kam als reines 29″ Bike. Was uns jedoch sehr gut gefallen hat, ist die Möglichkeit, mit Hilfe der Headset Kappen, dem Flip Chip und dem Chip am Hinterbau auf Mullet umrüsten zu können. Aber auch der Wechsel von Luft- auf Coil-Dämpfer ist mit Hilfe des Flip Chips möglich. Das bietet Downhill Athleten natürlich einiges an individuellen Einstellmöglichkeiten.

Scott Gambler

Komponenten und Ausstattung – teures High-End DH

Wer davon träumt, ein Downhill Bike zu fahren, das im World Cup unterwegs und lackiert ist wie die Bikes der schnellsten Racer, wird mit dem Gambler Tuned 900 auf seine Kosten kommen. Wer die letzten Rennen verfolgt hat, wird gesehen haben, dass zum Beispiel Brendan Faiclough auf dem Tuned unterwegs ist. Wahrscheinlich mit der ein oder anderen Spielerei an die wir Normalsterblichen nicht kommen, aber das Tuned ist nah dran am Bike eines Racers.

Bei einem World Cup Bike darf natürlich das angemessen Fahrwerk nicht fehlen. Scott setzt beim Gambler auf massive Factory Komponenten von Fox. An der Front arbeitet die Fox 40 mit fetten 40mm Standrohren, 200mm Federweg, Kashima Beschichtung und allen Einstellmöglichkeiten die man sich wünschen kann. Am Heck sitzt der Fox Float X2 Factory Dämpfer der ebenfalls keine Wünsche offen lässt. Vorausgesetzt er funktioniert. 😉

Das Gambler wird mit der 7-Fach Sram X01 Downhill Short Cage Gruppe geschaltet. Die X01 DH DUB Carbon Kurbel ist 165mm lang und wir mit einem 34Zahn Blatt kombiniert. Dieses wird von einem Scott DH Custom Chain- und Bashguard geschützt.

Viele von euch werden sich jetzt freuen, denn die Bremsen stammen nicht von Sram. Scott setzt auf Shimano XT 4-Kolben Bremsen mit 203mm Scheiben. Diese haben uns auch bei längeren Abfahrten nicht im Stich gelassen und den Druckpunkt konstant beibehalten.

SYNCROS

Wie auch bei den anderen Tuned Modellen verbaut Scott am Gambler die Syncros Lenker-/Vorbau-Kombination. Der Syncros Hixon iC DH Carbon Lenker besitzt 15mm Rise, 8° Backsweep und ist 800mm breit. Passend dazu gibt es die Syncros Pro DH dual lock-on grips.

Die Sattelstütze ist ebenfalls von der Eigenemarke Syncros und wird mit dem Syncros Kaslo 1.5 Sattel mit Titan Stangen kombiniert.

Das Gambler rollt auf Raceface Atlas Felgen und Naben die mit Maxxis Reifen bestückt sind. Dabei wird nicht großartig auf Rollwiderstand geachtet, sondern den Fokus komplett auf Grip, Performance und Pannensicherheit gelegt. Das Gambler arbeitet an der Front und am Heck mit dem Maxxis Assegai 29×2.5″ / 2x60TPI / DH / TR / 3C Maxx Grip. Dadurch hatten wir auf losem und hartem Untergrund ordentlich Grip. Auch wenn es über nasse Wurzelpassagen ging, krallten sich die Assegai in den Dreck und brachten uns sicher den Berg hinab.

Als das Gambler bei uns in der Redaktion erschienen ist, war uns schnell klar, dass diese Maschine leicht sein muss. Der edle Carbon Rahmen mit den für ein Downhill Bike recht dünn gehaltenen Rohren kommt in der Rahmengröße L auf knapp 15Kg. Das ist extrem leicht für ein 200mm Bike und nur 1Kg schwerer als das Specialized S-Works Enduro in der Größe S4.

Scott ist nicht unbedingt für günstige Preise bekannt. Wer sich das Scott Gambler Tuned 900 leisten möchte, muss fast 10.000 Euro auf den Tisch legen. Um genau zu sein 9.599 Euro. Ist das Notwendig? Auf keinen Fall. Die meisten von uns bekommen das Fahrwerk und die Komponenten niemals an ihre Grenzen und wären auch mit einer günstigeren Alternative glücklich. Wer Rennen bestreiten will, oder sich einfach ein extrem edles Downhill Bike mit High-End Komponenten leisten möchte, macht hier jedoch nichts falsch.

Scott bietet aber noch günstigere Alternativen mit Aluminium Rahmen an. Diese kommen mit Performance Fahrwerk und sind ab 4.699 Euro erhältlich.

Scott Gambler

TEST: Das Scott Gambler Tuned 900 auf den Trails

Unsere Testfahrer waren schon nach den ersten Metern verliebt. Die Geometrie in Verbindung mit dem exzellenten Fox Factory Fahrwerk macht alles richtig. Schnelle und ruppige Passagen werden gekonnt weggeschluckt und auch bei großen Sprüngen bietet das Gambler mit seinen 200mm Federweg ordentlich Reserven. Das Bike will so schnell es geht bergab und bietet dabei noch extrem viel Sicherheit. Es pusht das Selbstbewusstsein des Fahrers auf die nächste Ebene.

Das Specialized Demo und das Scott Gambler sind sich da in einigen Eigenschaften ähnlich. Die hohe Front der beiden Bikes bietet besonders auf steilen Strecken viel Selbstvertrauen. Das Scott hat auf dem Papier sogar eine noch höhere Front als das kalifornische Gegenstück.

Aber nicht nur auf steilen und anspruchsvollen Downhill Strecken glänzt das Gambler. Auch auf flowigen Strecken bietet das Schweizer Bike viel Potential. Das Factory Fahrwerk lässt ein passendes Setup zu, dass mit ausreichend Rebound und Druckstufe aus der DH Bügelmaschine ein sich nach Air-Time sehnendes Geschoss macht.

Geisskopf

Fazit: Scott Gambler – Leicht und schnell

Mit dem Scott Gambler Tuned 900 wird der Traum des World Cup Race Bikes wahr. Im Downhill besteht keine Möglichkeit für Normalsterbliche dieses Geschoss an seine Grenzen zu bringen. Dazu kommt, dass Optik, Fahrwerk und Komponenten absolut keine Wünsche offen lassen. Wer bereit ist ein kleines Vermögen zu zahlen, bekommt hier die perfekte DH Maschine.

Scott Gambler

Mehr Infos findet ihr unter: www.scott-sports.com

VIDEO: Stylische Hometrail Action mit Ryan Howard – Lyrics

Es gibt fast nichts bessere wie die eigenen Hometrails bei perfekten Konditionen und mit neuen Parts zu shredden. R-Dog gibt zu seinem Lieblingslied Vollgas und holt alles aus der neuen Rockshox Lyrik raus. 

Everyone has that song. That song that makes you pick up and go. Where you’re the hero and this is your anthem. When asked what would be his song, any song, R-Dog smiled and said, „Run Horse Run“ by Charley Crockett. Watch our latest video: „Lyrics featuring Ryan Howard“ as he shreds on an all-new Lyrik Ultimate and Super Deluxe Ultimate on his favorite trail, to his favorite song.

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Must Watch: Brandon Semenuk x Kade Edwards – Parallel II

Es braucht eine flowige Line außerhalb von Kamloops und zwei der stylischsten Athleten der Szene und man bekommt ein fantastisches Edit das ihr sehen müsst! Brandon Semenuk und Kade Edwards zeigen in Parallel II das sie nicht ohne Grund zu den besten der Welt gehören. 

Two riders, two interconnected tracks, and a second take on a timeless idea—welcome to Parallel II. Brandon Semenuk and Kade Edwards converge on a new course built outside of Kamloops, BC to deliver proximity riding and filming like never seen before.

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